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TikTok und so hat ihr Gehirn zerstört. Warum sie keine 20 Minuten mehr durchhalten und wieso Langeweile jetzt ihre einzige Rettung ist.
Hallo, hier arbeite ich als richtiger Arzt auf der Intensivstation. Los geht's.
Das Ganze jetzt betrifft nicht nur 16, 18, 20-Jährige, sondern auch uns 25, 30, 40, 50-Jährige. Kurz zu mir. Mein Name ist Dr. Tobias Weig, ich arbeite als Arzt im Krankenhaus auf der Intensivstation. Als Notarzt arbeite ich auch und ich mache die Weiterbildung im Bereich Sportmedizin, Ernährungsmedizin. Und gerade als Notarzt ist es wichtig, dass ich mich natürlich voll und ganz auf meine Patienten, auf die Situation konzentriere, in der es ja um Leben und Tod gehen kann. Ablenkung durch eine geringe Aufmerksamkeitsspanne könnte das Leben der Patienten z.B. kosten. Und genauso Ablenkung kann natürlich auch andere Sachen quasi kosten, vielleicht in ihrem Berufsalltag. Und tatsächlich schalten viele von uns schon nach wenigen Minuten ab und beschäftigen sich mit gefühlt 1000 anderen Dingen. Woran das liegt und was sie dagegen tun können, das verrate ich Ihnen jetzt im folgenden Video. Z.B. den besten Konzentrationstrick der Welt, den verrate ich gleich.
Warum haben wir eine kurze Aufmerksamkeitsspanne? Warum ist es jetzt eigentlich so? Also, sein Sie mal ehrlich, haben Sie gerade ganz schnell noch auf die Laufzeit meines Videos geschaut? Wie lange geht das Video eigentlich noch? Halte ich das überhaupt aus? Vielleicht ganz am Anfang auch mit dem Gedanken gespielt, oh, 20 Minuten, mal sehen, ob sich das lohnt und ob ich überhaupt bis zum Ende durchhalte, ob ich nicht mit 1,5 Geschwindigkeit gucke. Führen Sie jetzt vielleicht ertappt, dann geht es Ihnen Millionen anderer Menschen auch und mich eingeschlossen. Ich gehe noch weiter und behaupte, dass sie vielleicht noch etwas anderes getan haben. Während Sie noch überlegt haben, ob sich mein Video, ob der Länge z.B. bewegen lohnt, haben sie heimlich still und leise kurz vielleicht die anderen Videovorschläge auch noch gecheckt. Ein Thumbnail durchgelesen, ein Titel durchgelesen, etwas das schneller scheint, einfacher, neuer, wo man gar nicht so genau hinschauen muss, weil man schneller bekommt, was man vielleicht will. Etwas, das Ihnen die relevanten Informationen in 10 Minuten statt meiner vielle 18, 20 Minuten jetzt gibt. Ihre geringe Aufmerksamkeitspanne ist dabei kein persönliches Scheitern oder eine negative Marotte? Nein. Schreiben Sie auch mal gerne in die Kommentare jetzt, wie lange Sie es geschafft haben, dieses Video jetzt überhaupt zu schauen. Tatsächlich ist ihre Aufmerksamkeitspanne oder geringe Aufmerksamkeitspanne aus ärztlicher Sicht eine empfindliche Funktion ihres Gehirns, das sich auf ihre Umgebung und ihren Lebensstil eingestellt hat auf die heutige Zeit. Es hat gelernt auf neue und potenziell wichtige Reize zu reagieren und nicht nur von den 14-jährigen, sondern auch wir mit 30, 40, 50, 60 passen uns da noch an. YouTube, TikTok, Instagram und und alle haben unsere Umgebung geschaffen, in der wir Aufmerksamkeit nur noch in Sekundenbruchteile uns fesseln können. Mit jedem schnellen Wechsel zwischen Inhalten und Reizen haben sie ihr Gehirn darauf trainiert, ständig nach Neuem zu suchen. Und mit der Zeit hat sich Ihr Gehirn an diese Reizüberflutung und die Suche nach dem Neuen gewöhnt. Schauen Sie mal bei meinem Video, da kommt eine Einblendung, dann wechsel ich vielleicht die Position, dann kommt wieder eine Einblendung, ein Bildchen oder so. Und mit der Zeit hat man sich wie gesagt daran gewöhnt, man empfindet das nicht mehr als anstrengend, sondern das Gehirn braucht das immer wieder den neuen Dopamin-Kick sozusagen. Da schauen wir mal jetzt genauer drauf, ob das überhaupt so eine gute Sache ist. Aber kurz, wenn Sie gerne mehr medizinisch verständlich und korrekt zu Themen wie diesen oder anderen Themen von einem richtigen Arzt, der im Krankenhaus arbeitet, erfahren will oder wollen, dann gerne abonnieren Sie jetzt meinen Kanal.
Ursachen Nummer 1: Reizüberflutung und Kurzvideokultur. Sie schauen gerade ja mein Video auf YouTube und das ist ein Long Video. Daneben warten schon die nächsten Vorschläge auf der rechten Seite wahrscheinlich mit bunten Minibildern, verlockenden Titeln und das Ganze auch nur in 2 Minuten, 3 Minuten, 5 Minuten. Und irgendwo pinkt auch noch ihr Smartphone, während ein Teil ihres Gehirns auf das Video konzentriert ist, registriert ein anderer Teil bereits alle möglichen Alternativen vielleicht. Und genau diese Situation, die ist typisch für unsere heutige digitale Welt. Ständige Reizüberflutung, ständig neue visuelle emotionale Signale, die unser Gehirn im Sekundentakt bombardieren. Und unser Gehirn, was macht das? Das hat gelernt, auf alles gleichzeitig zu reagieren. Also Multitasking quasi und zwar alle Frauen und Männer. Ein Grund dafür liegt im Dopamin. Das ist ein Botenstoff, der signalisiert ja unserem Gehirn Erwartungen und vor allem Belohnung. Erkennt unser Gehirn die Möglichkeit auf interessante neue Dinge wie ein Video oder ein Insta-Like wird bei Dopamin ausgeschüttet. Wir bekommen also einen kleinen Belohnungskick noch bevor wir überhaupt wissen, ob der neue Reiz wirklich spannend ist, ob das Video überhaupt gut ist. Und das führt dazu, dass wir ständig nach neuem Ausschau halten bzw. dass unser Gehirn entsprechend programmiert ist, ohne überhaupt abzuwarten, ob vielleicht nicht doch noch was Gutes kommt. Und im Fokus steht Abwechslung, nicht aber mehr Aufmerksamkeit, die schon nach wenigen Sekunden verschwunden sein kann. Hinzu kommt Multitasking, hatte ich gerade schon mal gesagt, aber viele von uns glauben ja absolute Meister dieser Fähigkeit zu sein. Natürlich können wir ein Video schauen, nebenbei Likes checken und eine E-Mail an unseren Chef senden, z.B. In Wahrheit aber springt unser Gehirn blitzschnell zwischen diesen Aufgaben hin und her. Wir machen sie nicht gleichzeitig, sondern es springt hin und her. Jedes Umschalten kostet Aufmerksamkeit, kostet Energie und mit der Zeit gewöhnt sich unser Gehirn daran nur noch kurz bei der Sache zu bleiben. Quick and dirty. Längere und scheinbar monotone Aufgaben, wo man sich konzentriert, wo man mal so in sich geben muss, man nachdenken muss, die wirken ermüdend und werden nicht mehr angegangen. Die ständige Smartphone-Ablenkung verstärkt diesen Effekt zusätzlich. Schon die Anwesenheit in ihrer Nähe vom Smartphone macht der Leute nervös. Die reicht in einem Teil ihrer Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, selbst wenn sie es nicht bewusst nutzen, das Smartphone, aber wenn es nur einfach in der Nähe liegt, auf dem Tisch liegt. All diese Faktoren führen zu einer sogenannten Überstimulation. Unser Gehirn ist ständig aktiv und nur selten ruhig. Sie wiederum haben zurecht das Gefühl, eine kurze Aufmerksamkeitspanne zu haben, denn ja, die haben sie. Sie ist kurz.
Was ist Aufmerksamkeit? Wir verstehen Aufmerksamkeit meist so als Fähigkeit, ja, für eine bestimmte Zeit bei der Sache zu bleiben. Also beispielsweise ein Film zu schauen oder Gespräche zu folgen oder auch in sich in eine Materie in Ruhe reindenken zu können. Dahinter stecken aber eine medizinische und eine psychologische Erklärung. Aufmerksamkeit ist die Fähigkeit unseres Gehirns, bestimmte Reize aus einer Fülle an Informationen auszuwählen. Also z.B. Umweltreize, Gedanken oder auch Gefühle. Es handelt sich also um ein begrenztes, man nennt es Bewusstseinsressourcensystem, das unseren Fokus auf bestimmte Dinge lenkt, die Ressourcen auf bestimmte Dinge fokussiert, genauer gesagt also auf die Dinge, die in einem bestimmten Moment wichtig sind oder zumindest uns wichtig erscheinen. Alles andere wird in der Regel ausgeblendet. Wir können es noch weiter herunterbrechen. Unser Gehirn ist mit Millionen Reizen pro Sekunde überflutet, von denen aber nur zum Glück ein winziger Bruchteil genutzt wird. Sonst würde mir ja eigentlich explodieren. Und damit das funktioniert, muss unser Gehirn im Wachzustand, Alertness nennt man das sein. Ohne diese Grundwachheit ist keine Aufmerksamkeit möglich. Erst dann kann es auswählen, welche Reize jetzt verarbeitet werden, also Aufmerksamkeit verdienen. In der Medizin unterteilen wir Aufmerksamkeit zudem in mehrere Subtypen, wie so oft in der Medizin, darunter unter anderem die fokussierte, die geteilte und die Daueraufmerksamkeit. Wichtiges: Aufmerksamkeit ist nicht gleich Konzentration, ne? Ist nicht das Gleiche. Aufmerksamkeit ist der allgemeine Zustand der Ausrichtung auf einen Reiz. Konzentration ist die Intensität und Dauer, mit der wir unsere Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Gegenstand oder eine bestimmte Situation richten. Boah, ich hoffe, dass viele jetzt noch dabei sein. Ist ein so wichtiges Thema, aber man muss sich halt konzentrieren bei dem Video jetzt auch und aufmerksam sein.
Und kurz mal hier noch aufmerksam sein, bitte. Dieses Buch oder dieser Ratgeber: Bessere Stimmung für eine bessere Stimmung, für besseren Schlaf, für weniger Stress. Welche Nährstoffe sind dafür wichtig? Gibt's vielleicht Supplements, die da eine gute Rolle spielen können und was machen da so Lebensmittel eigentlich? Gibt's ein paar Superfoods, die uns da helfen können? Schauen Sie mal, ganz viel 200 Seiten, da spreche ich genau darüber. Also schauen Sie gerne einmal in meinen Shop rein.
So, zurück zum Thema. Aus ärztlicher Sicht ist eine nachlassende Aufmerksamkeit in den meisten Fällen kein Zeichen von Schwäche oder von mangelnder Disziplin. Nein, rückgehende, zurückgehende Aufmerksamkeit ist das Ergebnis aus Dauerreizen, aus Stress und einem unausgeglichenen Lebensstil. Ihr Gehirn reagiert auf das, womit sie es täglich füttern. Wenn Sie Ihre Aufmerksamkeit verbessern möchten, beginnen Sie nicht mit Selbstvorwürfen, sondern mit klaren, realistischen Veränderungen. Bringt auch gar nichts, sich selbst da was vorzuwerfen. Sie helfen Ihnen dabei, die realistischen Ziele auch nachhaltiger zu sein als radikale Vorsätze. Die bringen im Prinzip nichts, aber dazu komme ich später noch mal.
Ursachen Nummer 2: Physische Ursachen. Aber zuerst geht's weiter mit den Ursachen, weil die zu verstehen hilft, die eigene Aufmerksamkeit zu verbessern. Unser Gehirn ist logischerweise ein hochkomplexes Organ, dessen Leistungsfähigkeit mit unserem körperlichen Zustand verbunden ist. Eine dieser Voraussetzungen, dass das Gehirn gut arbeitet, ist gesunder Schlaf. Und hier finden wichtige Regenerationsprozesse natürlich statt, darunter eine Stabilisierung unserer ja Verknüpfungen, unserer Synapsen. Auch Schlafmangel führt nachweislich dazu, dass wir uns weniger gut konzentrieren können, leicht abgelenkt sind. Das weiß ja jeder von uns. Unser Gehirn kann nicht mehr so gut zwischen wichtigen und unwichtigen Dingen unterscheiden, wenn wir Schlafmangel haben. Wir fühlen uns schneller erschöpft und zerstreut. Das merkt man auch z.B., Spiel, wenn man ganz lange gearbeitet hat und abends Auto fährt. Man weiß, die Gefahr eines Unfalls steigt z.B. Ganz wichtig auch, sind sie regelmäßig körperlich aktiv, dann wird ihr Gehirn z.B. besser durchblutet. Es kommt ausreichend Energie an, um unter anderem Botenstoffe für Fokus, für Konzentration, für Motivation zu senden, zu unterstützen. Sind Sie dagegen eher so eine Couch Potato, die YouTube, Netflix, den ganzen Tag zu Hause guckt? Ist das grundsätzlich falsch? Nee, aber dann muss ihr Gehirn mit schlechteren Bedingungen arbeiten und das fällt ihrem Gehirn auf Dauer schwerer und damit kann es sein, dass sie sich schlechter konzentrieren könnten, schlechter lang konzentrieren können, eine geringere Aufmerksamkeitsspanne haben. Also klarer Tipp, wenn das YouTube-Video jetzt vorbei ist, dann gehen Sie raus, frische Luft, spazieren, Sport machen. So und zum Abschluss immer noch ein paar Sprünge.
So und natürlich spielt auch die Ernährung eine wichtige Rolle. Also unser Gehirn braucht ständig Energie. Gerade unser Gehirn braucht viel Energie, das spielt Glukose, Zucker also eine große Rolle. Schwankt der Blutzuckerspiegel stark, kann das unter anderem zu Müdigkeit, Konzentrationsproblemen führen. Kurz um, ihr Körper und Ihr Gehirn sind aus dem Gleichgewicht geraten. Wichtig, Aufmerksamkeit ist nicht nur eine Frage also der eigenen Willenskraft, sondern auch der Physis. Habe ich gerade erklärt. Schlaf, Ernährung, zu wenig Schlaf, zu wenig Bewegung, kaum Bewegung, schlechte Ernährung. All das führt zu einer verminderten Arbeitskraft unseres Gehirns. Und dadurch wird das Gehirn anfälliger für Ablenkung. Wir sind schneller erschöpft, können schlecht bei einer Sache bleiben. Brainfog kommt vielleicht dann irgendwann. Vernachlässigen also Sie diese Grundlagen, trainieren Sie ihr Gehirn unbewusst in Richtung leichtere Ablenkung. Und dieses Training zu Unaufmerksamkeit, das verschärft sich durch das sogenannte, und jetzt kommt's, Content Switching, etwa, wenn Sie abends Fernsehen und gleichzeitig durch ihr Smartphone scrollen. Medizinisch gesehen zwingen Sie Ihr Gehirn damit in einen permanenten Wechsel, Content Switching. Und so bleibt ein Teil ihrer Energie bei der vorherigen Information, was sich Fernseh gucken, hängen und trägt ihre Aufmerksamkeitspanne. Zusätzlich, was unser Gehirn stattdessen braucht, ist ein Ruhenetzwerk, auch Default Mode Network unter den Profis genannt. Muss ich auch nachgoogeln, aber so nennt man das. Und das ist nur dann aktiv, wenn wir unserem Gehirn eine echte Reizpause gönnen, gönnen können. Muss das Gehirn aber ständig hin und her springen, verringert sich die Aufmerksamkeitsfähigkeit dagegen zu nehmen.
Ursache Nummer 3: Psychische Faktoren. Auch psychische Faktoren spielen für unsere Aufmerksamkeit eine zentrale Rolle. Einer der stärksten Faktoren ist chronischer Stress. Und deswegen kann es alle betreffen oder jeden von uns betreffen. Jeder von uns kennt das Gefühl, ständig unter Strom zu stehen, ob beruflich oder privat. Kurzfristig kann Stress sogar hilfreich sein und uns besonders motivieren, uns auch fokussiert machen. Dauerhafter Stress hat aber den gegenteiligen Effekt. Unser Gehirn ist zwar wachsam, aber aus dem falschen Grund. Es ist im Fight or Flight Modus und in ständiger Alarmbereitschaft. Und das macht es schwer, sich ruhig und konzentriert mit einer Sache zu beschäftigen. Stattdessen werden kleine Reize wichtiger. Einfache Aufgaben werden anstrengender. Angst verstärkt diesen Effekt. Achtet ihr Gehirn ständig auf mögliche Bedrohungen, bleibt es in einem Zustand erhöhter Wachsamkeit.
Ein weiterer Faktor sind depressive Phasen, depressive Verstimmung, im Extremfall natürlich eine Depression. Viele Betroffene beschreiben auch immer so unter Brainfog ja zu leiden, gerade so im ja fortgeschrittenem Alter, gerade Frauen auch, dann erscheint denken irgendwie mühsam, dass man gedankenschwer fassen kann, ist eher so Konzentration ist irgendwie eingeschränkt und dieses Gefühl ist in einer veränderten Funktionsweise des Gehirns begründet. Netzwerke für unter anderem fokussiertes Denken arbeiten weniger effizient, während Bereiche für Emotionen, Reizempfindlichkeit stärker aktiv bleiben. Und all diese psychischen Belastungen, die führen dazu, dass unsere Aufmerksamkeit instabil wird und wir leichter abgelenkt sind.
Und dann gibt's natürlich noch einen Faktor, den ich hier kurz noch mal erwähne, nämlich das wissen Sie ADHS, also die Aufmerksamkeits oder das Aufmerksamkeitsdefizit ähm Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung. Bei Betroffenen funktioniert also die Aufmerksamkeit Steuerung von Grund auf etwas anders und sie haben Schwierigkeiten, sich zu fokussieren. Die Gedanken springen schneller und innere Unruhe ist oft Teil des Alltags. Eine geringere oder geringe Aufmerksamkeitsspanne ist also Teil ja dieser Situation. Ganz wichtig, es ist keine Erkrankung, sondern es ist quasi eine ja andere Steuerung für Arbeitung im Gehirn.
Tipps: Digital Detox ist der erste Tipp, um Ihre Aufmerksamkeitsspanne wieder zu erhöhen. Ganz klare, einfache Aussage. Also schalten Sie Benachrichtigungen ab, reduzieren Sie Ihre Bildschirmzeit oder verzichten Sie am besten für einen bestimmten Zeitraum komplett auf Ihr Smartphone und auf Social Media. Spätestens, wenn Sie Richtung Bett gehen, dann legen Sie Ihr Handy weg, am besten in die Küche, in einen anderen Raum und erst morgens, wenn Sie aufstehen, holen sie es wieder. Dieser Verzicht hilft ihrem Gehirn wieder wichtige Ruhephasen zu lernen und bewusst auch zu erleben, zu wissen, das Handy ist weg, das ist im anderen Raum, jetzt ist hier ohne Handy. Und parallel dazu ist es auch hilfreich, sich das sogenannte Singletasking zu konzentrieren oder das sich eigen zu machen. Also bearbeiten Sie nur eine Aufgabe statt mehrere Dinge gleichzeitig. Dann lernt Ihr Gehirn auch wieder effizienter, fokussierter, konzentrierter zu arbeiten. Warum? Es muss nicht ständig zwischen Aufgaben hin und her springen. Content Switching hatte ich ja vorhin gesagt, was wichtige Energie kostet. Eine bewährte Methode das zu trainieren ist die sogenannte Pomodoro-Technik. Sie teilen beispielsweise ihre Arbeitszeit in kurze Intervalle, in denen Sie konzentriert arbeiten. Die kurzen Intervalle werden von kurzen Pausen unterbrochen. So lernen sie und ihr Gehirn fokussiert zu bleiben, ohne überlastet zu werden. Das ist wie wenn man früher in der Schule, ich weiß es noch, was lernen, auswendig lernen musste. Man lernt eine dreiviertel Stunde am Stück und dann Pause, dann ist das Gehirn platt. 10 Minuten lernen, Pause. 10 Minuten lernen, Pause. Das ist halt sinnvoller. Und tatsächlich habe ich so schon gelernt äh in der 10., 11., 12. Klassen, als ich Abi gemacht habe. Ja, und lief auch ganz gut.
So, ebenso wichtig ist es, dass sie sich bewusste Langeweile gönnen und das ist mega interessant jetzt. Also, wann haben Sie zum letzten Mal ohne schlechtes Gewissen einfach mal nichts getan? Fällt mir auch extrem schwer. Wann war das letzte Mal, dass sie nicht ständig dem letzten Social Media Hype folgen mussten? Ja, Langeweile klingt negativ. Das ist sie aber ebenso wenig. Sie ist ebenso wenig ein Fehler. Sie ist wichtig, Langeweile, damit ihr Gehirn endlich mal zur Ruhe kommen kann.
Aufmerksamkeits- und Konzentrationstraining durch bewusstes Atmen. Meditation können Sie auch unterstützen. Das macht vielleicht noch besser. Sie lernen ihre Gedanken wieder wahrzunehmen, ohne Ihnen sofort nachgehen zu müssen. So können Sie ihre Aufmerksamkeit bewusst steuern. Fällt mir echt auch schwer, aber ist gut und wichtig und an der Sache arbeite ich auch an mir. Selbst wenn das Smartphone weggelegt wird, lenken ein unaufgeräumter Schreibtisch vielleicht oder unnötige visuelle Reize die Aufmerksamkeit ab. Da ist natürlich auch jeder anders. Klar. Schaffen Sie dezidierte reizarme Zonen für Fokusarbeit. Ergänzend dazu ist die aktive Priorisierung entscheidend. Was meine ich damit? Legen Sie vorab die ein bis drei wichtigsten Aufgaben des Tages fest und nutzen Sie Zeitmanagement-Techniken wie z.B. Batching, z.B. E-Mails nur zweimal täglich bearbeiten. Und an der Stelle ein Tipp von mir auch, ich versuche immer mit den unangenehmen Sachen morgens direkt zu beginnen, dann sind die nämlich weg. Ansonsten schleppt man die den ganzen Tag mit sich mit. Also darauf, worauf sie gar keinen Bock haben, was wir sich bei der Stadtverwaltung anrufen, beim Zahnarzt anrufen oder dem Chef eine E-Mail schreiben, machen Sie das quasi als allererstes morgens, dann ist es schon mal auch weg.
Und letztlich ist ein gesunder Lebensstil wichtig. Also nicht nur für ihre Aufmerksamkeit. Ausreichender Schlaf, ausreichende Bewegung, ausgewogene Ernährung sind quasi A und O für ein fokussiertes und gesundes Gehirn und generell für unsere Gesundheit. Das wissen wir jetzt. Schaffen Sie es mit diesen Tipps vielleicht zurechtzukommen, dann können Sie es schaffen, Ihre Aufmerksamkeitsspanne wieder auf ein gesundes Level zu bringen. Tatsächlich.
Und der beste Konzentrationstipp dieser Welt lautet also: Tun Sie einfach nichts. Und warum bewusste Langeweile ihr Gehirn besser macht als jede App, das ist der Tipp. Versuchen Sie das mal. Gerne kommentieren Sie jetzt das Video.