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Warum hat sich Goebbels als Kommunist bezeichnet? Waren Nazis Linke?

Wie2416:01

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Disclaimer: Ich distanziere mich ausdrücklich vom Nationalsozialismus. In dieser Abhandlung werden historische Quellen und Aussagen wiedergegeben, die der rein wissenschaftlichen Aufarbeitung, Diskussion und gesellschaftlichen Aufklärung dienen sollen.

Josef Göbbels war im Prinzip Kommunist. Er schrieb ausschweifend gegen den Kapitalismus und für einen neuen Sozialismus. Göbbels wollte die Arbeiterklasse mit Sozialismus befreien. Wir wollen ein Deutschland der Arbeiterklasse. Liberalismus stirbt, damit Sozialismus lebe. Haben wir Deutschland erst erobert, dann wird Deutschland ein Staat der Arbeit, ein Arbeiterstaat sein. Die New York Times vom 28. November 1925, Seite 4, berichtete über ein Treffen, bei dem Göbbels sagte, dass er Lenin für den bedeutendsten Mann gleich hinter Hitler hält und dass der Unterschied zwischen Kommunismus und Hitlers Ansichten nur geringfügig sei. Göbbels schrieb an anderer Stelle: „Ich bin ein deutscher Kommunist, oder der Sozialismus ist die Weltanschauung der Zukunft.“

Lenin kennen die Nationalsozialisten vor allem aus der Perspektive des Zweiten Weltkrieges. Es gibt nur wenige wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit der politischen Ausrichtung der NS-Zeit beschäftigen. Stattdessen wird seit Jahrzehnten die Lüge verbreitet, dass die Nationalsozialisten Rechte gewesen seien, ohne einen Beweis hierfür zu erbringen. Mein Name ist Michal Jannik. Teile meiner Familie wurden durch Nationalsozialisten im damaligen Polen verfolgt, verhaftet und umgebracht. Ich engagiere mich seit Jahren in der geschichtswissenschaftlichen Forschung, um die größte Lüge der Weltgeschichte aufzudecken. Die Lüge, dass Nationalsozialisten angeblich Rechte gewesen seien.

Zunächst zur Begriffsdefinition. Rechts bedeutet im Prinzip kleiner Staat, gegen Sozialismus und für die persönliche und wirtschaftliche Freiheit. Links bedeutet im Allgemeinen in Richtung Sozialismus und Kommunismus gehend, gegen Kapitalismus und für einen großen, mächtigen Staat, der über das wirtschaftliche und in größeren Teilen über das Leben einzelner bestimmt. Je linker oder rechter etwas ist, desto treffender sind diese Definitionen. Die ganze Idee des Nationalsozialismus basiert auf der Idee des Sozialismus und Kommunismus. Marxisten beanspruchen die Definitionen des Sozialismus und Kommunismus gerne für sich. Jedoch ist der Marxismus nur eine Ausprägung dieser Begriffe. Marxismus und Nationalsozialismus waren keine Gegensätze, sondern Konkurrenten im Kampf gegen den Kapitalismus. Sozialismus ist im Marxismus der Weg zum Kommunismus, der durch die Errichtung einer gewaltsamen Diktatur und der Unterdrückung von Gegenbewegungen erreicht wird. Kommunismus ist hier das Ziel des Sozialismus. Der Kommunismus bei Marx ist die einheitliche Gesellschaft, bei der die Produktionsmittel in staatlicher bzw. gesellschaftlicher Hand liegen und Waren je nach Leistung und Bedarf gerecht verteilt werden. Marxisten hätten gerne, dass deren Definition von Sozialismus und Kommunismus die einzig gültigen wären. Die allgemeine Definition von Sozialismus und Kommunismus ist jedoch eine andere. Die allgemeine Definition von Sozialismus ist, dass der Staat bzw. oder die Gemeinschaft die Produktionsmittel besitzt oder reguliert. Und Kommunismus wird definiert als eine antikapitalistische Weltanschauung, bei der die Wirtschaft und das gemeinschaftliche Leben zentral gelenkt werden.

Wir schauen uns mal diese Kriterien der allgemein gültigen Definition von Sozialismus und Kommunismus an und schauen, ob sie auf den Nationalsozialismus zutreffen. Zuerst zum Sozialismus. Hier noch mal die allgemeine Definition: Der Staat bzw. die Gemeinschaft besitzt oder reguliert Produktionsmittel. Hier ist besonders das Wort „oder“ in der allgemeinen Definition hervorzuheben. Während im Marxismus eher „und“ stehen würde, reicht in der allgemeinen Definition „oder“. Und ja, es war auch kennzeichnend für den Nationalsozialismus, dass er Produktionsmittel bzw. Firmen, Unternehmen und Organisationen stark kontrolliert hat. Unternehmen hatten sich nach Vorgaben und Staatszielen auszurichten. Ansonsten drohte die Enteignung. Bei den Nationalsozialisten spricht man deswegen auch von einer Kommandowirtschaft. Göring rief im Dezember 1936 Größen aus der Wirtschaft zusammen und mahnte an, dass sie sich nach dem Vierjahresplan zu richten haben. Er sagte, dass die Prinzipien der veralteten liberalen ökonomischen Ideologie, also sprich Kapitalismus, keine Gültigkeit mehr im nationalsozialistischen Deutschland hätten. Unternehmen müssten sich nach Staatszielen ausrichten. Ein paar Wochen vorher berichtete die New York Times, dass Göring von Hitler zu einem Wirtschaftsdiktator gemacht wurde, der mit dem Vierjahresplan die Kontrolle über alle deutschen Unternehmen erhält.

Zum Kommunismus hier noch mal die allgemeine Definition: Kommunismus ist eine antikapitalistische Weltanschauung, bei der die Wirtschaft und das gemeinschaftliche Leben zentral gelenkt werden. Die antikapitalistische Weltanschauung im Nationalsozialismus kann man z.B. aus folgenden Aussagen entnehmen: Adolf Hitler sagte: „Nur wo der Kapitalismus gebrochen, abgeschafft, durch etwas Neues ersetzt ist, hört die Macht Amerikas auf. Hier liegt unsere große Aufgabe und zugleich unsere Chance. Hier ist der Untergrund, in dem wir ankern können. Von da aus kann eine antiindustrialistische Welt aufgebaut werden.“ Also ganz klar, Hitler wollte den Kapitalismus abschaffen, wie heutzutage viele Kommunisten. Hitler sagte in seiner Rede im Reichstag als neuer Kanzler am 23.03.1933: „Der Kampf gegen eine materialistische Weltanschauung und für die Herstellung einer wirklichen Volksgemeinschaft dienen ebenso sehr den Interessen der deutschen Nation wie den unseres christlichen Glaubens. Nicht das Individuum kann der Mittelpunkt der gesetzlichen Sorge sein, sondern das Volk. Groß sind die Aufgaben der nationalen Regierung auf den Gebieten des wirtschaftlichen Lebens. Hier wird eingesetzt, alles Handeln bestimmen. Das Volk lebt nicht für die Wirtschaft und die Wirtschaft existiert nicht für das Kapital, sondern das Kapital dient der Wirtschaft und die Wirtschaft dem Volk.“ Auch hier sehen wir eine klare Feindschaft zum Kapital bzw. Kapitalismus. Solche Aussagen waren außerdem der Grund, warum die überwältigende Mehrheit der Industrie und des Bürgertums, also der Wohlhabenderen, Hitler nicht im Wahlkampf unterstützte. Der Industrielle Fritz Thyssen, einer der wenigen Unterstützer und Autor des Buches „Ich bezahlte Hitler“, landete nach der Machtergreifung im KZ. Zuerst KZ Sachsenhausen, dann im KZ Buchenwald und schließlich landete Fritz Thyssen im KZ Dachau. Andere Unternehmer waren nach der Machtergreifung sicherlich so eingeschüchtert, dass sie sich selbstverständlich den Gegebenheiten anpassen mussten. Unternehmer, die nicht das machten, was die Partei wollte, bekamen es mit dem übermächtigen Staat zu tun – übrigens ein Merkmal vieler sozialistischer Länder.

Den ersten Kontakt zur Nazibewegung hatte Hitler 1919 in der Gründungsphase der DP, später umbenannt in NSDAP. Gottfried Feder, später Staatssekretär im Reichsministerium für Wirtschaft, hielt im Münchener Sterneckerbräu den Vortrag: „Wie und mit welchen Mitteln beseitigt man den Kapitalismus?“ Auch im Wahlprogramm der Nationalsozialisten spielte der Kampf gegen das Kapital eine große Rolle. Eine antikapitalistische Weltanschauung ist also bei den Nationalsozialisten belegbar und somit trifft der erste Teil der Kommunismusdefinition eindeutig zu. Der nächste Teil der Kommunismusdefinition sieht eine zentrale Lenkung der Wirtschaft vor. Hier schauen wir uns mal an, was die Nationalsozialisten beispielsweise gesetzlich festlegten: Aufhebung der verfassungsrechtlichen Eigentumsgarantie. Eigentum hatte Gemeinschaftsbindung und musste gemeinverträglich sein. Der Staat hatte übergeordnete Rechte an privaten Produktionsmitteln und anderem Privateigentum. Eigentum war keine totale Sachherrschaft mehr, sondern nur noch eine Zuordnung von Sachgütern an die Rechtsperson durch den Staat. Es gab eine Pflichtbindung von Eigentum. So sollten beispielsweise Bauernhöfe bei Nichtbewirtschaftung enteignet werden. Unternehmen erhielten Produktionsmengen zugeteilt. Der Staat bestimmte über Gehälter und Arbeitsbedingungen in Betrieben. Staatliche Einrichtungen überwachten und kontrollierten Vorgänge in den Unternehmen. Preise wurden für viele Erzeugnisse staatlich reglementiert. Die Verteilung von Produkten wurde oftmals durch den Staat bestimmt. Unternehmen hatten sich den Zielen der NSDAP unterzuordnen. 1936: Gründung der Vierjahresplanbehörde, Gleichschaltung bestimmter Betriebe und vieles mehr. Allein an den obigen Beispielen kann man deutliche Merkmale von Wirtschaftslenkung durch den Staat feststellen. Die Wirtschaft wurde befehls- und kommandoartig durch den Staat kontrolliert. Also auch dieser Teil passt zur Kommunismusdefinition. Sicherlich gab es hier und dort noch vereinzelt Freiheiten. Jedoch wurden diese zunehmend beschränkt. Aber wie das manchmal beim Aufbau linker Diktaturen ist, gehen Freiheiten schrittweise verloren.

Der letzte Teil der allgemeinen Kommunismusdefinition lautet, dass das gesellschaftliche Leben zentral gelenkt wird. Betrachtet man die NS-Zeit, dann stellt man fest, wie stark sich der Nationalsozialismus in das Leben seiner Bürger einmischte. Bürger wurden aufgefordert, ihre Mitmenschen zu bespitzeln und zu denunzieren. Kritik an Partei und Staat wurde unterdrückt oder bestraft. Selbst Kinder und Jugendliche wurden dazu aufgefordert, gegen ihre Eltern zu berichten. Gerade diese Gruppe der Kinder und Jugendlichen war die Zielscheibe staatlicher Einflussnahme. So gab es den Bund deutscher Mädel, die Hitlerjugend, das Jungvolk und den Jungmädelbund. Der Staat wollte die Kontrolle und Oberhand über das Denken und das Leben seiner Jugend. Aber auch Erwachsenen wurde vorgeschrieben, was sie in den Medien – damals vorwiegend Radio, Zeitungen und Kino – konsumieren konnten. Abweichler wurden bestraft, wenn sie z.B. das falsche Radioprogramm hörten. Selbst ungenehme Kunst wurde aus dem öffentlichen Raum verbannt. Deutsche sollten nur Kunst konsumieren, die dem Staat genehm war. Aber auch schon, wer den Hitlergruß im öffentlichen Leben verweigerte, dem drohten Repressalien. Wie wir sehen, entspricht der Nationalsozialismus der allgemeinen Kommunismusdefinition in jedem einzelnen Punkt. Es verwunderte deshalb nicht, dass sich Göbbels als deutscher Kommunist bezeichnete. Auch Hitler sagte vor der Wahl: „Wir Nationalsozialisten wollen aber gerade alle Sozialisten und auch die Kommunisten zu uns herüberziehen. Wir wollen sie aus ihrem internationalen Lager ins Nationale gewinnen.“

Aber warum standen dann die Nationalsozialisten den internationalen Kommunisten bzw. Marxisten später so feindselig gegenüber? Die Nationalsozialisten vertraten die Ansicht, dass der internationale Kommunismus bzw. Marxismus zum Scheitern verurteilt ist. Für Hitler gingen die internationalen Marxisten in der russischen Revolution zu brutal gegen die eigene Bevölkerung vor. Hitler wollte das ganze Volk bzw. was er dazu zählte für seinen Sozialismus/Kommunismus einbinden bzw. weisungsgemäß nutzbar machen. Internationale Bestrebungen zur Etablierung des Sozialismus/Kommunismus waren ihm gleichgültig. Er wollte, dass jedes Land für sich zunächst den Sozialismus/Kommunismus festigt, bevor eine Vereinigung stattfindet. So sagte Hitler: „Was gehen uns die anderen an? Diese Aufgabe haben wir nur für Deutschland, nur für unser deutsches Volk. Was die anderen machen, kann uns gleichgültig sein.“ Es gibt auch eine konstruktive internationale sozialistische Idee, aber sie ist eine ganz andere. Wenn nämlich erst die Nationen begonnen haben, innerhalb ihrer eigenen Grenzen eine sozialistische und sozialwirtschaftliche Neuordnung durchzuführen, dann kommt der Augenblick, dass die Gesamtheit der Nationen, also alle Völker und Staaten, davon abkommen, unter sich nach liberalistischen Grundsätzen, um Macht und Vorherrschaft, Versklavung und Ausnutzung zu kämpfen, also nach imperialistischen Gesichtspunkten zu handeln, sondern dass auch unter ihnen Rücksichtnahme, Gemeinschaftsgeist im Sozialismus herrscht, was im Kleinen erst innerhalb der einzelnen Völker vor sich ging, das wird dann innerhalb der ganzen Völkergemeinschaft der Erde vor sich gehen. Auch die Kleinsten werden Gleichberechtigung haben. Auch die Habenichtse werden Anteil nehmen können an den Gütern und am Überschuss des Weltbesitzes der Großen. Das ist dann der Sozialismus der Völker. So sagte Hitler auch, was Marxismus, Leninismus und Stalinismus nicht erreicht haben, werden wir zu erfüllen in der Lage sein. Und unsere Synthese ist kein Kompromiss, einen solchen würde ich ablehnen, sondern sie ist die radikale Beseitigung aller falschen Ergebnisse der Industrialisierung und des ungezügelten wirtschaftlichen Liberalismus und die Rückführung dieser Entwicklung in den Dienst der Menschheit und des Individuums.

Der Nationalsozialismus war eine sozialistische/kommunistische Idee. Deshalb sagte der Vater des Nationalsozialismus und der Gründer der DP, später NSDAP: „Es gibt eine Parole, die euch zusammenführt und die heißt Sozialismus und Kommunismus.“ Weitere Belege zur linken Weltanschauung der Nationalsozialisten finden Sie auf b24.com/nazis-links. Ich bedanke mich und hoffe, Sie sehen sich auch die anderen Videos zu diesem Thema auf meinem Kanal an.