Transcription
[Musik] Schwester Theresa, dass Krebs ja nicht immer zum Lachen ist, also eigentlich gar nicht zum Lachen ist, das muss man uns beiden ja nicht sagen. Aber Humor und eine positive Lebenseinstellung kann ja trotzdem helfen, mit der Erkrankung umzugehen. Wie welche Erfahrung hast du denn da gemacht?
Ja, ich muss sagen, ich bin seit Jahren auf dieser Spur, dass mit Humor und Lachen man vieles besser tragen kann. Und und ich muss sagen, ich habe mich von der Gelotologie, der Lachforschung, anstecken lassen, die ja einfach sagen: Es genügt nur 30 Sekunden im Mundwinkel nach oben, dann schüttet dein Gehirn Endorphin aus, Morphium ähnliche Stoffe, ja, und es geht dir besser. Und eine Patientin, die ich kennengelernt habe, die hat gesagt: „Wenn ich schon sterben muss, will ich wenigstens mich tot lachen.“
Ich habe von dir so viel gelernt, aber ich muss auch sagen, dass ich immer sage: Ob du lachst oder weinst, das Problem bleibt das gleiche. Und versuche einfach, das positiv zu sehen. Es gibt schwere Stunden beim Krebs, es gibt aber auch schöne Stunden. Und meinem Gehirn beizubringen, auch an die schönen Stunden zu denken. Und es gibt so herrliche Witze, wo ich dann wirklich mich kugel. Und bei meinen Vorträgen mache ich auch eigentlich immer so Lachübungen, und es tut den Menschen gut. Den werden so richtig mal gelacht hat, sagt: „Ach, das hat mir gut getan.“ Jetzt waren da schon ganz viele Tipps dabei.
Wenn du aber jetzt der Community einen Tipp geben müsstest, wie man auch in ganz dunklen Stunden wieder zurück ins Lachen findet, welcher wäre das?
Also bei mir hat’s geholfen, mich an die wunderschönen Erlebnisse zu erinnern, wie ich im Krankenhaus war. Mein Ver... Franz mich an wunderschöne, verrückte Ereignisse erinnert. Und diese Erinnerung, wenn man die sich wieder hervorholt, dann passiert das, es da auch wieder diese Emotionen gibt, die wo du sagst: „Ach, ist doch schön, dass ich das erlebt habe. Wie kostbar, das kann mir niemand mehr nehmen.“ Und das sagen wir uns oft, wenn wir von Dingen erzählen: Das kann uns niemand mehr nehmen. Und diese schönen Dinge soll man sammeln im Leben, ja, und sie – und am Schluss können es ganz viele sein, die uns dann wieder helfen. Klasse, sehr schön. Der Satz „Lachen ist die beste Medizin“, den kennen wir alle, ja? Deine Einstellung dazu?
Ja, ich habe ja ein Lachlied geschrieben: „Lach dich gesund, öffne den Mund, grinse dich frei, alles geht vorbei.“ Das ist einfach – für mich ist es wirklich eine Medizin, und ich – wir sollten sie nicht vernachlässigen, sondern noch viel bewusster machen, weil sie einfach gut tut. Natürlich kann man nicht – es ist uns wirklich nicht immer zum Lachen zumutbar. Aber wie ich sage: Du kannst auch nur weinen, aber das Problem bleibt. Also lache bisschen mehr, weil mir hilft’s, und ich möchte andere auch anstecken. Probier’s, es tut einfach gut. Toll, danke schön, Schwester [Musik] Theresa.