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Die Fitnessbranche steht vor einer Revolution. Stell dir vor, du brauchst keinen Coach mehr, kein teures Onlineprogramm, keine Eins-zu-eins-Betreuung. Stattdessen bekommst du deinen persönlichen Trainingsplan in Sekunden kostenlos. Klingt zu gut, um wahr zu sein? Ich habe es getestet. ChatGPT schreibt in 10 Sekunden einen Trainingsplan. Sieht erstmal nicht schlecht aus, aber kann eine KI wirklich das ersetzen, was ein Coach über Jahre hinweg an Erfahrung sammelt? Ist das wirklich die Zukunft des Coachings, oder bringt es alles absolut nichts? Ich habe das Ganze natürlich getestet, und das Ergebnis wird die meisten von euch überraschen. Und damit: Ich bin’s, Inot, und herzlich willkommen zu einem neuen YouTube-Video.
Ich selbst bin Fitnessrainer, Online-Coach, und daher erkenne ich auch den Struggle mit den ganzen neuen KIs – von wegen, werden die bald meine Arbeit ersetzen oder nicht? Künstliche Intelligenz ist ein aktuelles Thema, und jeder probiert mit KI, mit ChatGPT, seine Hausaufgaben zu erledigen. Jeder Zweite mittlerweile lässt sich auch von ChatGPT seinen Ernährungsplan oder Trainingsplan schreiben, und ja, das sehe ich auch immer wieder in der Praxis. Und ich, als Fitnesscoach, will natürlich herausfinden: Kann ChatGPT mir die Arbeit wegnehmen? Werde ich dadurch in Zukunft arbeitslos sein? Wir werden es jetzt im Video herausfinden, und damit fangen wir auch direkt an.
So, und bevor ich euch jetzt zeige, wie ihr euch von ChatGPT einen eigenen Trainingsplan erstellen lasst – egal ob für Anfänger oder Fortgeschrittene – erstmal die Erklärung: Was ist überhaupt ChatGPT? ChatGPT ist ein Large Language Model – auf Englisch ausgedrückt – und zwar ist es eine komplett neue künstliche Intelligenz, die uns dabei helfen soll, möglichst nah mit einem Menschen zu kommunizieren, sprich mit einer Maschine. Dabei greift ChatGPT bei Antworten bzw. also bei Fragen von uns aus auf das komplette Internet zu und liefert Antworten innerhalb von Sekunden. Also, ist halt wirklich geisteskrank, wie schnell das funktioniert. Also grob zusammengefasst: Die künstliche Intelligenz soll uns quasi einen virtuellen Gesprächspartner geben, der uns bei allen Fragen – egal um was es gehen soll – auch dabei helfen soll, diese zu beantworten.
Wie eben schon erwähnt, soll ChatGPT möglichst menschennah Antworten geben, und um das zu gewährleisten, müssen wir dem halt auch möglichst viel Input geben. Deswegen kann es auch zu zwei komplett unterschiedlichen Lösungen kommen, wenn man sagt: „Erstell mir einen Trainingsplan“, denn wir müssen ChatGPT einen sogenannten Prompt geben, also einen Befehl. In dem Befehl sagen wir ihm, was er halt zu erledigen hat. Sei es: „Erstell mir ein Rezepte-Kochbuch“, „Gib mir ein Rezept für das und das Gericht“, „Zeigt mir, wie man Schuhe zusammenbindet.“ Und umso präziser der ganze Befehl ist, desto mehr kann er euch helfen. In erster Linie, um euch da wirklich ein gutes Ergebnis erzeugen zu lassen, braucht ihr zum einen einen besseren Prompt, und ich zeige euch, wie ein schlechter Prompt aussieht und wie ein guter Prompt aussieht.
Ein schlechter Prompt wäre z.B.: „Spiel, erstelle mir einen Trainingsplan für Krafttraining für viermal pro Woche zum Muskelaufbau.“ Rechtschreibung sollte man beherrschen. Lol. Und dann seht ihr hier: Er liefert euch schon direkt Oberkörper-Unterkörper-Split, Muskelaufbau, drei bis vier Sätze pro Übung, alle 60 bis 90 Sekunden Pause, und da spuckt er auch schon die Übungen aus. Sieht in erster Linie schon mal nicht verkehrt aus, aber das Ganze kann deutlich besser funktionieren, wenn man halt einfach noch einen besseren Prompt formuliert. Und so könnte dann ungefähr ein fortgeschrittener Prompt aussehen: „Hallo, ich wiege aktuell ca. 93 kg bei einem Körperfettanteil von ca. 15 %. Mein Ziel ist dabei langfristig Profi zu werden, also Muskulatur aufzubauen. Erstelle mir daher einen Trainingsplan für vier Einheiten die Woche. Dabei sollen die Einheiten maximal nur 70 oder 80 Minuten lang sein, weil ich sonst nicht mehr Zeit habe. Außerdem soll der Trainingsplan keine Übung dabei sein wie freies Bankdrücken oder freies Klimmziehen, weil ich mir dabei extrem schwer tue.“ So, und der Prompt wurde abgeschickt, und hier ist auch direkt dann der Trainingsplan, was mir ChatGPT vorschlägt. Und auch hier ähnlicher Ansatz tatsächlich, wie eben schon gezeigt. Diesmal aber ein Push-Pull-Beine-Ganzkörpertrainingsplan. Interessant. Hier geht er jetzt noch mal auf Schwachstellen ein und fragt mich zum Schluss noch mal, wo ich gerne meinen Fokus drauf hätte. Sieht schon mal vernünftig aus, oder bzw. ganz okay.
Jetzt konntet ihr erstmal sehen, was einen guten Prompt von einem schlechten Prompt unterscheidet, womit ihr dann wirklich einen guten oder weniger guten Trainingsplan erzeugen lassen könnt. Aber jetzt in diesem Fall muss ich als erfahrener Fitnesscoach sagen: Für Fortgeschrittene ist dieser Trainingsplan wirklich nicht empfehlenswert. Wieso das Ganze nicht empfehlenswert ist, werdet ihr nachher noch mal genauer sehen, wenn ich auf das Fazit zu sprechen komme.
Und bevor es weitergeht im Video, kommen wir zum heutigen Werbepartner. Und zwar ist es niemand. Ich mache die ganze Arbeit komplett alleine: Videoaufnahme, Videoschnitt, liefere euch dementsprechend jede Woche kostenlosen Mehrwert in Form von Videos oder teilweise sogar gratis Trainingsplänen. Ich verdiene damit wirklich absolut keinen einzigen Cent. Deswegen, was ihr mir aber im Gegenzug zurückgeben könnt und was für euch komplett kostenlos ist, ist einmal den Kanal zu abonnieren, ein Like dazulassen und auch gerne einen Kommentar zu verfassen, wie ihr das Video fandet bzw. mir Feedback zu geben, was ihr sonst noch zukünftig gerne sehen möchtet. Und wenn ihr wirklich die Kirsche auf der Sahnetorte draufhaben möchtet, dann postet es gerne in eurer WhatsApp-Story oder Instagram-Story. WhatsApp-Story ist, glaube ich, für die Leute über 40, denn damit ermöglicht ihr noch mal weitere Projekte, weitere Videos und in Zukunft hoffentlich auch noch mal mehr Videos meinerseits, vorausgesetzt, ihr wollt das Ganze überhaupt sehen. Und damit weiter im Kontext.
Natürlich gehört zu einem gescheiten Trainingsplan auch noch eine vernünftige Ernährung dazu, weil sonst funktioniert beides nicht. Denn um langfristig Muskulatur aufzubauen, solltet ihr euch natürlich auch im High-Protein-Bereich ernähren. Deswegen schauen wir uns mal an, was ChatGPT jetzt hier in dem Fall, sogar die Premium-Version, uns gibt, um quasi Muskulatur aufzubauen und uns gesund zu ernähren: „Erstelle mir jetzt noch einen Ernährungsplan, der darauf ausgelegt ist, dass ich langfristig Muskulatur aufbaue und auch stärker beim Training werde. Dabei sollen es vier Mahlzeiten sein, sodass ich die auch gut auf der Arbeit mitnehmen kann, um dort einfach unterwegs etwas zu essen zu haben. Sprich, soll auch mikrowellengeeignet sein. Des Weiteren sollen das auch günstige Mahlzeiten sein, damit ich da auch nicht so viel Geld dafür verschwende. Erstelle mir außerdem einen Ernährungsplan, der ohne Milchprodukte auskommt.“
So, und ein Problem, was bei ChatGPT extrem oft vorkommt, sind sogenannte Halluzinationen. Halluzination bedeutet, dass man einfach bei ChatGPT oder generell bei künstlicher Intelligenz oft eine falsche Antwort bekommt, die aber richtig argumentiert ist. Und das kommt vor allem bei Zahlen extrem oft vor. Das heißt wiederum – um jetzt nicht zu fachspezifisch zu reden, weil ich Informatiker bin – dass ChatGPT nicht rechnen kann. Und das sehen wir jetzt gleich auch bei dem Beispiel. Mahlzeit 1 ist ein Frühstück Pre-Workout, also sprich vor der Mahlzeit, hier sogar mit veganem Proteinpulver. Als Hinweis hatte ich hier noch, dass ich ungefähr 2,2 g Proteine pro Kilogramm Körpergewicht zu mir nehmen sollte, was auf jeden Fall schon mal gut ist. Die Ernährung sieht auch gut aus, ausgewogen, Gemüse, proteinhaltig, und die ganzen Kalorien belaufen sich so jetzt bei diesen Mengen ungefähr… interessant. So, jetzt habe ich mal gefragt, was die genauen Kalorien und Nährwerte sind pro Mahlzeit und insgesamt. Und hier ist er ordentlich am Denken. Also normalerweise kriegt man eine Antwort innerhalb von Sekunden. Hier dauert das Ganze schon knapp 10, 15 Sekunden. Dauert immer noch weiterhin… ähm, und da wird wahrscheinlich gleich ein Ergebnis kommen. Ihr werdet das sowieso gecuttet sehen, aber im Großen und Ganzen werden die Zahlen… Oh, jetzt kommt hier ein Ernährungsplan. Okay, okay, okay. Interessant. Und da sieht man auf jeden Fall, dass es sich unterscheidet von dem, was es eigentlich davor angegeben hat. Jetzt ausgerechnet sind es 2400 Kalorien mit 170 g Eiweiß, und er hat eigentlich gesagt, es sind 3000 Kalorien mit 220 g Eiweiß teilweise sogar. Also hier ist tatsächlich auch die KI selbst bei simplen Sachen nicht wirklich verlässlich.
Und damit ihr nicht nur die Meinung von mir habt – weil ich als Fitnesscoach kann ja natürlich viel labern von wegen: „Ja, ist nicht so gut, ist ganz okay, sollte man machen, sollte man weniger machen“ – sondern ich habe mir noch den lieben Felix Höberboot geholt. Felix ist selbst Fitnesscoach und erfolgreicher Athlet, und daher wollte ich auch mal seine Meinung zu dem Thema wissen, weil wir unabhängig voneinander auch mal darüber geredet haben, und das sagt er dazu: „Hallo Anton, wie gesagt, mein Name ist Felix Höber. Ich freue mich erstmal sehr, dass ich hier sein darf. Ich bin mittlerweile seit 10 Jahren Online-Coach mit Schwerpunkt auf Wettkampf-Bodybuilding, mittlerweile habe ich äh bereits einige Athleten auf die Bühne gestellt. Hast du denn schon irgendwie Berührungspunkte bei dir aktuell im Alltag oder bei dir auf der Arbeit und im Coaching vor allem mit KI? Also, ich muss sagen, ich habe mich sehr, sehr lange dagegen gewährt, weil ich das so ein bisschen beängstigend fand, und äh ja, ich bin bei sowas eh immer so ein bisschen… mittlerweile nutze ich sie sehr gerne, also sowohl für Videoschnitt als auch für Research. Ich meine, es gibt super geile KI-Tools, mit denen du dir Studien raussuchen kannst, und dahingehend bietet es mittlerweile einfach zu viele Möglichkeiten, und meiner Meinung nach bist du blöd, wenn du diese ignorierst. Wird KI uns den Job wegnehmen als Fitnesscoach? Für mich hängt es an einem bestimmten Punkt, ob KI irgendwann menschliche Emotionen simulieren kann, aber solange dieser Punkt nicht gewährleistet wird, wird es definitiv erstmal keine Gefahr werden. Wie häufig geht es in Check-ins, in persönlichen Gesprächen wirklich um rein trainingsspezifische Sachen? Gar nicht so oft. Also, ich habe mit vielen Athleten teilweise… ich mache meistens 30-minütige Check-in-Calls. Es geht 5 Minuten um den eigentlichen Trainingsprozess und 25 Minuten um Mindset-spezifische Sachen. So, so ist es in den allermeisten Fällen. Ja, was da geht, halt einfach den größeren Hebel, und es heißt ja nicht umsonst, dass der Körper mehr oder weniger deinem Geist folgt. Und solange da mental alles im Point ist, wird der Körper sowieso hinterherkommen, und es kommt gar nicht so drauf an, was du eigentlich machst. Die Basics bekommst du sowieso zustande, wenn du einfach akribisch und hart arbeitest. Ja, und diese Mentalität in die Athleten reinzubekommen, das macht für dich keine KI. Wirst du in drei bis fünf Jahren noch Online-Coach sein oder nicht? Boah, das kommt ganz, ganz stark drauf an, wie sich mein Habitus entwickelt, weil ich habe das Gefühl, dass Online-Coaching immer mehr ausstirbt. Okay, Spaß beiseite, ähm ich plane stark damit. Es ist nichts, was ich mache, um reich zu werden. Ja, es ist schon mein Ziel, davon leben zu können, 100 %. Aber wenn du mit möglichst wenig Aufwand viel Geld verdienen willst, dann machst du kein Online-Coaching. Danke für den Input, Felix.“
Und an der Stelle auch noch, bevor ich dann im folgenden Video vergesse: Wenn ihr auch einen Personal Trainer sucht in Nähe Dresden oder auf der Suche nach einem Fitnesscoach für eine Wettkampfvorbereitung seid, dann schaut auch gerne beim Felix vorbei. Und ansonsten danke ich dir vielmals, dass du da warst. Geil da, vielen Dank für deinen geilen Input, und weiter geht’s im Video.
So, und dann kommen wir mal zur Bewertung der Trainingspläne, die jetzt ChatGPT für uns erstellt hat. Der Ernährungsplan war in erster Linie von den Lebensmitteln ganz okay, aber ChatGPT kann halt nicht wirklich wissen, wie viel Kalorien ich brauche, wie viel ich verschwende. Deswegen ist es natürlich sehr individuell, das Ganze herauszufinden. Aber schauen wir uns mal den Trainingsplan an. Trainingsplan bei dem schlechten Prompt: Er folgt aus Oberkörper-Unterkörpersplit, was an sich schon mal ein richtig guter Ansatz ist. Dann dadurch trainiert man jeden Muskel zweimal pro Woche. Und dann hier der Satz- und Wiederholungsbereich: drei bis vier Sätze, à 8 bis 12 Wiederholungen. Und hier ist ein Fehler, den die meisten von euch auch wahrscheinlich machen werden, und das ist, mit zu viel Volumen zu trainieren. Volumen sind einfach die Sätze pro Trainingseinheit, und hier sind die Sätze teilweise ungefähr bei 20 bis 25 Sätze pro Einheit, und das ist schon sehr, sehr viel, vor allem für fortgeschrittene Athleten. Wenn ihr langfristig mit so einem hohen Volumen fahrt, beispielsweise vier Sätze pro Übung oder drei Sätze pro Übung, werdet ihr mit eurer Regeneration im Nachhinein nicht wirklich hinterherkommen, weil euer Muskel wächst nicht während dem Training, sondern während der Regeneration. Und wenn ihr halt euren Muskel während dem Training so weghaut mit vier Sätzen pro Übung, dann braucht ihr nicht zwei, drei Tage zur Regeneration, sondern wirklich sogar knapp eine Woche, wenn ihr den wirklich übersäuert. Deswegen ist da tatsächlich der Approach: „Weniger ist mehr“. Vorausgesetzt, ihr könnt intensiv trainieren, und das zieht sich eigentlich durch alle Übungen durch. Die Übungsauswahl ist halt auch sehr bescheiden: Bankdrücken mit Langhantel, Schulterdrücken, Seitheben, Trizeps am Kabel. Es kann funktionieren, also es funktioniert auf jeden Fall, aber auch eher für Anfänger, und für Fortgeschrittene wird das Ganze schon schwieriger umzusetzen, weil man natürlich auch immer Geräte im Fitnessstudio hat, die man auch gerne benutzen kann und auch teilweise sollte, um da einen besseren Bewegungsablauf für die Zielmuskulatur zu haben.
Schauen wir mal den Trainingsplan an vom besseren Prompt. Auch hier selbes Problem wie eben: Ein extrem hohes Volumen. Was ich eben noch vergessen hatte zu erwähnen, ist die Satzpause. Hier teilweise mit 60 bis 90 Sekunden, was absolut viel zu wenig ist. Teilweise braucht ihr wirklich mindestens zwei bis teilweise sogar drei oder vier Minuten Satzpause zwischen den Sätzen. Vorausgesetzt, hier wieder, ihr trainiert intensiv und hart genug. Wenn ihr euch bei dem Satz weggeschossen habt, dann braucht ihr länger als nur 60 Sekunden, sodass Sauerstoff wieder in eure Blutzellen reinkommt, damit ihr auch wirklich wieder eine ähnliche Leistung abrufen könnt, wie im vorherigen Satz. Also auch hier, was Regeneration angeht, auf jeden Fall sehr miserabel, und auch hier wieder die Übungsauswahl. Also, es macht jetzt per se nicht einen großen Unterschied, ob man einen guten oder einen schlechten Prompt eingibt, weil die Hauptprobleme sind immer noch bestanden. Und zwar ist es: Hohes Volumen, zu kurze Satzpausen, und die Übungsauswahl per se ist jetzt auch nicht die beste. Ist so bodenlos teilweise mit dem Volumen, also wirklich in der Praxis. Ihr werdet damit natürlich in einer gewissen Art und Weise mit so einem hohen Volumen auch ein bisschen Muskulatur aufbauen, aber nur weil es funktioniert, heißt es nicht, dass es anders deutlich besser geht. Und faktisch gesehen, ich arbeite auch natürlich sehr basiert. Ich lese mir Studien durch. Ich blende auch hier mal wieder Studien ein, die das Ganze belegen, was ich sage. Und faktisch gesehen ist es einfach so, dass ihr mit einem niedrigen Volumen schneller regeneriert und dadurch den Muskel öfter pro Woche trainieren könnt und dadurch eben netto gesehen mehr Muskulatur aufbaut und schneller Muskulatur aufbaut. Und dieses Oldschool High Volume in jeder Übung vier Sätze ist es halt ehrlich nicht mehr. Vor allem halt für uns Nicht-Profis ist es kompletter Bullshit, weil ja, wir werden uns damit nur kaputtmachen.
Bevor wir jetzt zum Fazit kommen, ob ChatGPT mich bald arbeitslos macht oder nicht, schauen wir uns noch mal die Fakten an, wie ein normales Eins-zu-eins-Online-Coaching bei mir in der Praxis aussieht. Im Großen und Ganzen hat man natürlich, wie der Name schon sagt, eine Eins-zu-eins-Online-Betreuung; sprich, man ist im aktiven Austausch mit mir. Das beinhaltet zum einen direkte Kommunikation, sprich der Athlet schreibt mir, ich antworte ihm individuell und auch direkt. Andererseits gibt es natürlich vor allem die Komponente psychische Betreuung, denn es ist nicht nur einfach nur, dass man mir eine Textnachricht schreibt, sondern wir tauschen uns aus. Ich probiere mich in die Person hineinzuversetzen, ich probiere mich in ihre emotionale und psychische Lage hineinzuversetzen, um halt auch von den Umständen her alles zu optimieren, was das Ganze angeht: Sei es der Trainingsplan oder Ernährungsplan. Das Eins-zu-eins-Coaching mit einem Trainer ist halt noch viel individueller und persönlicher, als es halt eben mit einer KI der Fall ist. Zusätzlich gibt es auch bei mir im Coaching die Möglichkeit, dass die Athleten mir jederzeit Technikvideos zuschicken von ihrer Trainingsausführung. Ich analysiere die und gebe dementsprechend Feedback. In der gewissen Art und Weise wird sowas zukünftig auch von KI kommen, dass man die Videos hochladen kann, die bewerten das im Großen und Ganzen, aber das Ding ist halt, dass es bei Übungen oft kein pauschal richtig oder falsch gibt, denn es ist oftmals eine individuelle Sache, wie die Person sich am besten bewegen soll, um ihren Zielmuskel zu treffen. Es kann sein, dass es für mich deutlich besser ist, wenn ich meine Ellenbogen schlagartig nach vorne bewege, um meine Brust zu treffen, aber für eine andere Person kann es sein, dass sie das langsamer nach oben bewegen muss, um die Brust effizient zu treffen. Deswegen: Es gibt hier kein pauschal richtig oder falsch, sondern es ist halt immer sehr individuell zu betrachten, und vor allem auch die psychologische Komponente. Eine KI, eine Maschine, kann sich nie im Leben in eine Person hineinversetzen, kann auch nicht nachvollziehen, wieso z.B. eine Person sich nicht an den Trainingsplan halten konnte oder auch nicht, warum eine Person beispielsweise während einer Diät gebüffelt hat. Das sind so psychologische und persönliche Komponenten, die eine KI niemals erlernen kann.
Und wie man auch jetzt konkret bei dem Beispiel gesehen hat, das Thema Trainingsgestaltung oder Trainingsplangestaltung ist halt für eine KI noch mal sehr, sehr ausbaufähig, aber eine Sache, das kann sie über die Zeit lernen, und das würde sie auch definitiv lernen und mit der Zeit da noch mal besser werden, um da noch mal individuelle Trainingspläne auszugeben, womit man auch progressiv besser trainieren kann. Eine KI kann auch nicht sagen, was seine Stärken oder Schwächen sind, und da brauchen wir auch jemanden, der objektiv das Ganze beurteilen kann, sodass man einen Trainingsplan auch bei fortgeschrittenen Athleten vor allem auf Stärken und Schwächen auslegt. Z.B., wenn jemand beschissene Beine hat, dann sollte man natürlich die Beine intensiver und priorisiert trainieren als z.B. den Oberkörper, oder andersrum genauso. Und auch hier hat die KI Defizite, weil man kann natürlich Bilder von sich hochladen, aber die KI kann es sehr schwer einschätzen, was zum einen der Körperfettanteil ist und was zum anderen halt auch Schwächen und Stärken sind. Und vor allem, wenn wir das Ganze jetzt noch mal eine Stufe weitergehen und Richtung Wettkampf-Bodybuilding schauen. Ich selbst bin Bühnenathlet, ich bereite selbst andere Athleten auch vor für die Bühne, und wenn man das Ganze anschaut, ist es halt natürlich unmöglich, dass eine KI sowas ersetzen kann. Auch hier wieder Thema psychologische Betreuung. Dann die sogenannte Peakweek. Da geht es darum, dass man Wasserhaushalt, Salzkonsum jeden Tag aufs Akkurateste genau trackt. Sagt man das überhaupt „akkurateste genau“? Ich weiß es nicht. Und dieses ganze Tracking von Wasser, Salzkonsum bezieht sich einfach auf den Körperfettanteil, und solche Sachen sind so feine Justierungen, die die KI wahrscheinlich niemals erlernen kann. Wahrscheinlich bin ich in fünf Jahren arbeitslos, und die KI hat mich hopsgenommen.
Dann kommen wir auch zum Fazit des heutigen Videos: Kann ChatGPT mir meinen Job wegnehmen oder nicht, als Fitnesscoach? Und die Antwort ist: Nein, zum Glück nicht. Um das Ganze für euch noch mal nachvollziehbarer zu machen, habe ich hier meine Tabelle erstellt von Anfänger, Fortgeschrittenen, Wettkampfathleten. Wo macht es vielleicht sogar Sinn mit einer KI zu arbeiten, und wo eher weniger? Angefangen mit dem Anfänger: Jemand, der jetzt zum ersten Mal ins Fitnessstudio gehen will, um da mehr vielleicht abzunehmen oder Muskulatur aufzubauen. So eine Person kann tatsächlich sogar KI fragen, ob sie ihm einen Ernährungsplan oder Trainingsplan erstellen kann, um da irgendwie eine grobe Struktur zu haben, weil vom Status aus, der des Anfängers, die halt absolut keinen Plan haben, wie irgendwas funktioniert – ist nicht böse gemeint – kann eine KI da halt schon mal ein guter Ersatz sein für einen Coach, um da halt einen groben ungefähren Richtwert zu geben. Wenn das Ganze dann aber fortgeschritten ist und diese Person sagt: „Okay, die trainiert jetzt schon ein halbes Jahr oder sogar ein ganzes Jahr, hat schon gewisse Fortschritte erzielt, aber nach einem Jahr dreht sich das Ganze nur noch im Kreis, der Fortschritt läuft nicht mehr so sehr“, und die probiert dann mit der künstlichen Intelligenz noch irgendwas rauszuholen, wird das Ganze eher schwieriger, denn dann sind wir beim Fortgeschrittenen, und da gehört schon bisschen Priorisierung dazu bzw. auch individuelle Trainingsgestaltung und Ernährungsgestaltung. Thema Verdauung: Kann es da irgendwie Defizite geben? Wenn eine Person keine Nudeln verträgt, kann man das vielleicht auf Biegen und Brechen in der KI irgendwann rausfinden. Wenn man aber in der Eins-zu-eins-Betreuung bei einem richtigen Coach ist, werden solche Sachen direkt erkannt und auch umgesetzt oder halt ausgetauscht. Und vor allem, wie vorher schon erwähnt, beim Thema Trainingsgestaltung. Beim fortgeschrittenen Athleten ist es natürlich umso wichtiger, dass man da langsam auch schon Prioritäten für die Muskelgruppen festlegt. Z.B.: Ist die Brust eine Schwachstelle, daher möchte man die priorisiert trainieren. Die KI wird das Ganze nicht so wirklich hinbekommen. Also, hier noch mal zusammengefasst: Für den Fortgeschrittenen eignet sich KI weniger, und ein Coach ist da deutlich sinnvoller. Und zum Schluss der Wettkampfathlet, und ja, hier brauche ich nicht allzu viel reden, hier ist natürlich klar: Mit einer KI eine Wettkampfbetreuung zu machen ist quasi unmöglich. Man kann zu Beginn vielleicht ein bisschen abnehmen, aber wenn man das Ganze langfristig macht und auch wirklich was erreichen möchte auf dem Wettkampf, ist es wirklich unmöglich, sich von der KI betreuen zu lassen für einen Bodybuilding-Wettkampf. Bei einer KI fehlt die psychische Komponente. Es fehlt die individuelle Betreuung und die individuellen Anpassungen von Ernährungsplänen oder Trainingsplänen. Letztlich greift die KI auf Erfahrungswerte zurück, die im Internet basieren, aus zig Millionen Quellen. Und ähnlich ist es bei dem Coach, aber der Coach hat letztlich noch mal Praxiserfahrung und weiß, was man in gewissen Situationen machen sollte oder weniger. Aber aufgrund der Erfahrung, die man als Coach über die Jahre sammelt, kann man teilweise nicht wirklich 100 % sagen, warum man etwas macht, wie man es macht, aber es funktioniert. Vor allem, was das Thema Wettkampf-Bodybuilding angeht, wie z.B. für die Peakweek, da ist halt fast nur aufs Auge zu verlassen. Muss man jetzt 6 g Salz reinmachen oder 7 g Salz? Sollte man jetzt den Athleten mit 400 g Kohlenhydraten aufladen oder mit 600 g Kohlenhydraten? Das sind so Fragen, die die KI vermutlich niemals beantworten kann und zum Glück auch nicht beantworten kann.
So, und damit habt ihr mein Fazit gehört. Die KI würde mich wahrscheinlich niemals arbeitslos machen, und damit sind wir am Ende des Videos angekommen. Lasst mich gerne in den Kommentaren wissen, wie ihr zu dem Thema steht. Denkt ihr, KI kann mich irgendwann ersetzen? Habt ihr selbst schon Erfahrung mit KI gemacht? Haut auf jeden Fall gerne in die Kommentare rein. Ansonsten schaut auch gerne bei mir auf Instagram vorbei. Findet täglich Mehrwert in Form von Trainingsvideos und Ernährungstipps. Ansonsten lasst auf jeden Fall ein Abo da, um die nächsten Videos nicht zu verpassen, denn zukünftig ist ein Projekt geplant, denn das Ganze wird eine Reihe, wo ich generell öfters Fitness-Apps oder Fitnessprogramme von Influencern teste, z.B. die Gym-App von Inscope und Tim Gabel, Post-Transformation von Kollege dem BR und weitere Sachen. Deswegen lasst auf jeden Fall ein Abo da, um die nächsten Videos nicht zu verpassen. Ich danke euch vielmals fürs Zuschauen bis hierher. Lasst Support da. Wir sehen uns im nächsten Video.