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Vegetatives (Autonomes) Nervensystem

Biologie - simpleclub5:18

Transcription

Neun Leute, hier geht es um das vegetative Nervensystem. Im Video über das menschliche Nervensystem hatte er schon davon gehört, aber es gibt noch ein paar wichtige Dinge dazu zu sagen. [Musik]

Das vegetative Nervensystem (VNS) kümmert sich hauptsächlich um Funktionen der inneren Organe im Körper, die wir nicht willentlich beeinflussen können. Es wird auch vegetative, autonome oder autonomes Nervensystem genannt; sprich um die Vitalfunktionen wie Herzschlag, Atmung, Blutdruck, Stoffwechsel, Verdauung und so weiter. Es arbeitet dabei autonom. Das VNS wird aus Bereichen im Gehirn und Rückenmark gebildet. Dazu kommen auch periphere Nervenfasern, die zu den Organen führen.

Man kann diesen Teil des Nervensystems noch weiter unterteilen und zwar in das sympathische Nervensystem, das parasympathische Nervensystem und das enterische Nervensystem. Erstmal zum Sympathikus und Parasympathikus. Diese beiden Dinge sind Antagonisten, also Gegenspieler. Deshalb stellen wir die mal gegenüber. Beide bestehen aus Teilen des Rückenmarks und gliedern die Ganglien. Ganglien sind verdichtete Nervenzellkörper; also Nervenknüppel an jedem Wirbel. Von den Ganglien ausgehen die Wege zu den Organen ab. Das nennt man Umschaltung. Generell findet man den Sympathikus im mittleren Bereich des Rückenmarks. Beim Parasympathikus sind die Bereiche ganz oben im Gehirn und ganz unten am Rückenmark. Ein großer Unterschied ist, dass beim Sympathikus noch so eine Kette aus Ganglien zwischen geschoben ist, die heißt Grenzstrang. Von dem ausgehen die Nerven zu den Organen ab. Der Parasympathikus hat keinen Grenzstrang. Seine Ganglien sind ganz nah bei oder sogar in den Zielorganen. Der Rest geht euch jetzt so weit; ihr wollt ja nicht Medizin studieren. Merkt euch, dass sich die Anatomie von Parasympathikus und Sympathikus unterscheidet.

Was bewirken die beiden jetzt genau? Grob gesagt ist der Sympathikus für anregende Signale zuständig. Man spricht beim Sympathikus von einer ergotropen Wirkung. Das bedeutet, dass er die Aktionsfähigkeit oder Leistungsfähigkeit unter Belastung erhöht. Ganz nach dem Motto „Fight or Flight“. Dabei werden lebenswichtige Vorgänge verstärkt und nicht so wichtige Sachen erstmal auf Eis gelegt. So wird der Körper auf einen Angriff oder Flucht vorbereitet; also auf Belastungen. Der Parasympathikus bewirkt das Gegenteil. Er arbeitet trophotrop; bewirkt also eher entspannenden Kram wie Regeneration und den Aufbau von Energiereserven. Stichwort „Rest and Digest“. Deshalb wird er auch Ruhe- oder Erholungsnerv genannt. Beim Sympathikus wird zuerst Acetylcholin und später Noradrenalin als Botenstoff freigesetzt. Man nennt ihn auch adrenerg. Beim Parasympathikus setzen beide Neurone Acetylcholin frei. Manchmal sagt man darum auch cholinerges System zur Parasympathikus. Nur die Schweißdrüsen fallen ja aus dem Rahmen. Die werden zwar vom Sympathikus beeinflusst, aber es wird trotzdem nur Acetylcholin ausgeschüttet. Beispiele für den Einfluss des Sympathikus sind Gefäßverengung, Erweiterung der Bronchien, Hemmung der Verdauung, Pupillenerweiterung und die Beschleunigung des Herzschlags. Beispiele für den Parasympathikus sind die Gefäßweiterung, die Verengung der Bronchien, die Anregung der Verdauung, die Pupillenverengung und die Verlangsamung des Herzschlags.

So, jetzt noch mal kurz was zum enterischen Nervensystem. Das enterische Nervensystem, kurz ENS, ist das Nervensystem des Magen-Darm-Trakts. Man spricht auch vom gastrointestinalen System. Es wird von Signalen des Sympathikus und des Parasympathikus beeinflusst, aber ist dabei ein selbstständiges System. Man sagt nicht umsonst „das zweite Gehirn“, wenn man vom Bauch redet. Es hat einfach krass viele Neuronen; sogar mehr als das Rückenmark. Das ENS beeinflusst den Verdauungsprozess und ist unter anderem dafür verantwortlich, dass unser Futter durch den ewig langen Darm gequetscht wird. Damit das besser flutscht, regelt es auch noch die Sekretion und die Absorption, damit wir auch was davon haben. Welche Rolle das ENS bei unseren Bauchentscheidungen hat, ist unklar.

Noch mal in aller Kürze: Das vegetative oder autonome Nervensystem ist verantwortlich für Vorgänge, die wir nicht willentlich beeinflussen können, wie die Vitalfunktionen. Es besteht aus dem Sympathikus, dem Parasympathikus und dem enterischen Nervensystem. Sympathikus und Parasympathikus sind Antagonisten. Der Sympathikus arbeitet anregend nach dem Motto „Fight or Flight“ mit den Neurotransmittern Acetylcholin und Noradrenalin. Der Parasympathikus arbeitet beruhigend nach „Rest and Digest“ und zwar nur mit Acetylcholin. Das enterische Nervensystem, auch gastrointestinales System, ist das Nervensystem des Magen-Darm-Traktes. Es hat über 100 Millionen Neuronen und kümmert sich um den Verdauungsprozess. Arbeitet dabei auch mit Sympathikus und Parasympathikus zusammen. Hey, was geht ab? Jetzt Alex und Simple-Klappt. Wenn du bald Abi hast, dann aber ich schreibe es da musst du unbedingt unsere fertigen Abi-Lernpläne in der App abchecken. Dort haben wir dir für jedes einzelne Fach fertige Lernpläne erstellt und wir trainieren dich mit Aufgaben zum Abitur. Am Ende sagen wir dir sogar, wie gut vorbereitet du bist und ob du sicher als Abi gehen kannst. Also klickt jetzt hier auf den Link und holt sie bis gleich.