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Herzlich willkommen, meine Damen und Herren. Sie sehen mich hier vor einer typischen deutschen Landschaft, trocken und dürr. Und Sie hören es ja überall in den Nachrichten: der Bodensee, der Rhein, die Wälder und erst recht Niedersachsen, wo ich wohne. Dort lautete die Schlagzeile am Wochenende: "Niedersachsen trocknet aus." In der elektronischen Version dieses Artikels sehen Sie einen Trecker, der über ein staubiges Feld fährt. Und dieses Bild ist aktuell sehr beliebt, denn die Tagesschau beginnt mit demselben Bild. Schauen wir mal kurz rein.
"Guten Abend, ich begrüße Sie zur Tagesschau. Europa wird mehr und mehr zu einem Brennpunkt des Klimawandels mit alarmierenden Folgen für Mensch und Natur." In dieser Sendung möchte ich äh das Problem der Trockenheit näher beleuchten. Und ich zitiere zunächst mal aus dem Artikel. Er beginnt folgendermaßen: "Die Dürre in Niedersachsen breitet sich weiter aus." Es wird also vorausgesetzt, dass es eine Dürre gibt und dass das wohl auch allgemein bekannt ist. Noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen hat es in Niedersachsen weniger geregnet als im März 2025. Nun, das betrifft einen Monat. Der Artikel geht weiter mit Spekulation. Gibt das Ganze für ein Problem für die Landwirtschaft, wenn es lange nicht regnet? Ja, könnten Waldbrände entstehen? Ja, aber dann kommt folgende Stelle.
Sogar beim Grundwasser macht sich die Trockenheit bereits bemerkbar. Nach Angaben des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie stand für die Grundwasserneubildung im März so wenig Wasser wie nie zur Verfügung. Die Grundwasserneubildung im März ist aber der Regen, der im März gefallen ist. Somit ist dies nichts Neues. Trotzdem hat mich die Stelle elektrisiert, weil mir ein Geologe vor vielen Jahren einmal erklärt hat, dass Grundwasser sozusagen ein Langzeitgedächtnis ist. Wenn ich heute in Hannover den Wasserhahn aufdrehe, dann kommt Wasser heraus, was vor ungefähr 30 Jahren als Regen gefallen ist. Und wenn der Grundwasserstand so absinken würde, dass äh wir kein Trinkwasser mehr haben, wäre das natürlich ein großes Problem. Deshalb beenden wir jetzt den Fake News Teil der Sendung und gehen über zu amtlichen Fakten. Die Quellen sind wie üblich alle in der Videobeschreibung verlinkt, denn meine Sendung sieht zwar ähnlich aus wie die Tagesschau. Der große Unterschied ist aber nicht, dass ich irgendwelche Behauptungen in den Raum stelle, sondern immer die Belege dazu liefere.
Wir haben zu Grundwasser eine hervorragende Statistik in Niedersachsen, die frei zugänglich ist. Und ich schaute mir zunächst mal diese Karte hier an. Da sehen Sie farbige Kreise mit dem jeweiligen Grundwassermessstand und die meisten sind grün. Es gibt aber einen Orangenkreis und nach der Legende bedeutet Orange einen sehr niedrigen Wasserstand. Nun wissen wir von den Temperaturkarten und auch von den Coronakarten, dass Farben oft irreführend sein können. Deshalb schaute ich mir diese orangene Stelle mal genauer an. Das ist die Grundwassermessstelle Otternhaken 4. Und wenn Sie sich jetzt mal den Verlauf seit Beginn der Messungen im Jahr 1959 anschauen, dann sehen Sie, der Grundwasserstand ist dort keineswegs sehr niedrig, sondern vollkommen normal.
Das kann auch nicht verwundern, denn im letzten Sommer brachte der Deutsche Wetterdienst folgende Meldung, die ich einmal vorlese: "Rekordreiche 12-Monats-Periode vom August 2023 bis zum Juli 2024 hat es so viel Niederschlag gegeben, wie noch nie in diesem Zeitraum seit Messbeginn im Jahre 1881." Das wollen wir uns jetzt mal genauer anschauen mit der amtlichen Statistik des Deutschen Wetterdienstes. Sie sehen hier die Niederschlagsmengen in Niedersachsen. Für Deutschland sieht es ganz ähnlich aus. Von 1881 bis zum letzten Jahr. Was erkennt man dort? Man erkennt erstens einen ganz leicht steigenden Trend über diesen sehr langen Zeitraum. Und zweitens erkennt man ganz rechts in der Grafik, dass die letzten beiden Jahre außerordentlich niederschlagsreich waren. Das heißt, dass wir von einer zunehmenden Dürre bedroht sind. Es steht in vollkommenem Widerspruch zu dieser Grafik.
Herr Kachemann bietet im Internet eine Statistik an, die auf derselben Zeitreihe beruht. Sie zeigt die zehn trockensten Jahre seit 1881. Das trockenste Jahr überhaupt war 1959. Wir finden unten in der Tabelle auch 1887 als besonders trockenes Jahr. Und seit der Jahrtausendwende war nur ein einziges Jahr besonders trocken, nämlich das Jahr 2018. Wenn man bis zu dieser Stelle gekommen ist, meine Damen und Herren, dann sagt die Gegenseite oft: "Gut, wir haben keinen Niederschlagsmangel, es gibt keine Dürre in diesem Sinne, aber früher ist der Regen eher gleichmäßig gefallen und in letzter Zeit haben wir viele Starkregenereignisse." Aber auch dazu gibt es eine Statistik des Deutschen Wetterdienstes, die ich Ihnen hier jetzt äh zeige. Und schauen Sie mal, auch die Statistik der Starkregentage ist unauffällig. Es schwankt von Jahr zu Jahr, aber es ist über diesen langen Zeitraum keine Tendenz zu erkennen. Es liegt nur daran, dass man aktuelle z.B. Überschwemmungen gut wahrnimmt und die Überschwemmungen, die vor 30, 40 Jahren stattfanden, die hat man längst vergessen.
Fragen wir nun zum Abschluss, warum Tagesschau und Zeitungen derart falsche und irreführende Meldungen bringen. Es muss einen politischen Grund haben und auch das ist in dem Artikel erkennbar. Dies hier ist Christian Meyer. Er ist Umweltminister Niedersachsens und bundesweit einer der radikalsten Grünen. Er wird in dem Artikel wie folgt zitiert: "Wenn es bei den Prognosen eines heißen Sommers bleibe und ich denke persönlich auch, der Sommer wird heiß, würde mich wundern, wenn nicht, dann werde es in einzelnen Landkreisen in diesem Jahr erneut Einschränkungen bei der Wassernutzung geben", kündigt Umweltminister Meyer an. "Trinkwasser für den Menschen muss Priorität haben." Es wird also suggeriert, das Trinkwasser sei knapp, sodass wir neuerdings wie letztes Jahr und im Vorjahr Einschränkungen brauchen, z.B. zum Garten sprengen oder Appelle, dass keine Swimmingpools befüllt werden.
Der grüne Politiker Meyer kündigt an, dass die Landesregierung im Sommer den geplanten Masterplan Wasser vorlegen wird. Dieser soll dabei helfen, die Folgen des Klimawandels für die Wasserversorgung in Niedersachsen einzudämmen. Das heißt also, es gibt einen Klimawandel. Dieser führt dazu, dass Wasser in Niedersachsen immer knapper wird. Schauen Sie mal auf die Grafik, die das widerlegt. Und jetzt kommt ein Maßnahmenplan mit irgendwelchen Einschränkungen, der den Folgen dieses Wassermangels und Klimawandels begegnen soll. Man fasst sich nur an den Kopf, meine Damen und Herren. Ich verstehe persönlich nicht als abschließende Wertung, warum wir es zulassen, dass Politiker wirklich vorhandene Probleme liegen lassen und stattdessen Probleme erfinden, die es überhaupt nicht gibt, um von daher Einschränkungen unseres Lebens abzuleiten und vor allem das Leben durch CO2-Abgaben, Zertifikate und so weiter immer teurer zu machen.
Damit bedanke ich mich für Ihre Aufmerksamkeit und verbleibe wie immer als Ihr Stefan Ommert. Ja.