Transcription
Eine verfickte Scheiße, ey. Ich bin etwas erregt. Ist Quatsch. Ich bin richtig wütend, weil ich hab es jetzt. Ich habe alles. Ich habe nicht alles. Das ist Quatsch. Ich habe, also ich habe eine Antwort auf eine spezifisch auf eine Frage. So, pass auf, noch mal von vorne. Ich soll hier ein Clip machen über den Rechtsruck, ne? Haben wir alle schon 100 mal gesehen. Die Frage ist, warum sind Rechte Parteien in so vielen westlichen Demokratien plötzlich so erfolgreich?
Also dachte ich, okay, ich lese den ganzen Scheißmann ein bisschen. Ich google mir was zusammen, ich frage vielleicht Expertinnen. Jetzt habe ich da zwei Wochen mit zu Hause gesessen, in der Scheißwohnung. Ich habe alles gelesen, ich habe alles geguckt und ja, die zwei Wochen waren hygienemäßig, ich sag mal zumindest grenzwertig, und ja, die Kinder haben sich wohl auch viel selber versorgt. Gab eine Menge Nutella-Nudeln in der Zeit, Papa. Aber ich hab’s. Der Grund, warum so viele Leute wütend sind und rechtswählen, ist: die haben Recht. Also nicht inhaltlich, ne? Alles, was diese Parteien fordern, ist von vorne bis hinten Quatsch. Aber dass die wütend sind und dass die sagen, hey, wir sind wütend und wir sollten alle wütend sein, weil wir verarscht werden. Da haben die Recht.
Schnitt. Können wir das einfach in Berlin machen? Können wir das vor dem Bundestag machen? Da sitzen wir auch und so. Und dann können wir da einfach, weiß ich nicht, große Bilder, ich klein, großes Gebäude, und dann können wir da gar nicht, oder was? Machen wir das ohne Schnitte wirklich. Das ist hier nicht lessen. Muss ich eine Frau abstechen auf dem Parkplatz, damit das jetzt hier… Oh Mann, du bist kein Genie. Es gibt einen Grund, warum du nicht an eine Filmchule damals genommen wurdest. Wir sind hier das ZDF, das ist nicht Netflix oder sowas. Können wir… Ja, du bist der Chef. Okay.
Hey, also wenn Rechtswähler*innen das Gefühl haben, dass ihnen jemand was wegnimmt oder dass früher alles besser war, dann ist da was dran. Aber eben anders als Rechte Parteien behaupten. Ja, wir werden verarscht, aber nicht von Geflüchteten, auch nicht von Feministinnen oder Scheiß-Greta Thunberg, sondern ich sag’s wie es ist: von reichen Arschlöchern. Okay, ich frag dich jetzt: reiche Arschlöcher, wo sind die? Sind die hier? Sind die hier irgendwo? Wie heißen die? Wo wohnen die? Gibt’s da eine Liste? Jetzt nicht so richtig, ne? Also, es gibt schon so eine Liste, die ist rausgegeben hier vom Foxmagazin. Geht es ja wieder, aber es wird immer ein bisschen komplizierter. Das ist Teil des Problems.
Also erstmal von vorne. Wir werden also verarscht. Und dass das so ist, das sieht man daran, wie ungerecht Wohlstand in diesem Land verteilt wird, und nicht erst seit gestern, auch nicht erst seit Geflüchtete kommen oder seit der Finanzkrise oder weiß nicht, Eurojackpot oder der Erfindung von „Wer wird Millionär“, sondern seit Jahrzehnten. Kleines Beispiel: Schon Ende der 80er Jahre hat eine Führungskraft in einem DAX-Unternehmen in Deutschland durchschnittlich ungefähr das 15fache seiner Arbeiterinnen verdient. Klar, Chef hat viel Stress, viel Verantwortung, wenig Zeit, wie einige Taxifahrer, aber das 15fache seiner Angestellten… Ich habe von den 80ern nicht viel mitbekommen, ne? Aber das… das klingt jetzt nicht… das klingt nicht so, als wär der Sozialismus jemals gewesen bei euch hier, wenn sie schon da bist, ne?
Kleine Quizfrage: Was glaubst du, wie hat sich das verändert in der letzten Zeit? Wie hat sich das entwickelt? Wie viel verdient heute so ein DAX-Chef im Vergleich zu einer normalen Angestellten Person? Kann ich jemand grüßen? Ja, schade, Mensch. Na ja, dann nehmen Sie das hier mit nach Hause und denken Sie über Ihr Leben nach. Aber klar, die Wahrheit tut weh, ne? Am liebsten würde ich’s auch gar nicht aussprechen, aber im Jahr 2017 hat ein Vorstandsmitglied in Deutschland schon das 71fache seiner durchschnittlichen Angestellten verdient, und während normale Gehälter seitdem praktisch stagnieren, steigen Vorstandsgehälter seit Ende der Pandemie wieder stark an. War ja klar. Das ist kein deutsches Phänomen. Im internationalen Vergleich sind deutsche Bosse sogar überraschend bescheiden, wer hätte das gedacht. In den USA hat ein Durchschnittsvorstand schon vor 10 Jahren mehr als 330 mal so viel verdient wie seine Angestellten.
Okay, könnte man jetzt sagen, Mensch, hey, das ist doch toll für die Großverdiener. Gönnen wir den doch alles. Das ist doch egal, wenn da so ein paar Leute super reich sind, ne? Solange für den Rest vom Land auch noch genug Kohle über ist. Ja, klar. Schön wär’s denn. Die Sache ist die, wenn man nicht nur guckt, wie Gehälter verteilt sind, sondern wie Vermögen verteilt ist, ne? Also Sparbücher, Häuser, Aktien, hier, Überraschungseierfiguren, Leute, schmeißt die nicht weg. Wenn das hier richtig den Bach runtergeht, ist das eure einzige Altersvorsorge. Wenn man also guckt, wie Vermögen verteilt ist, dann geht die Verarsche erst so richtig los. Schon 1998 haben die reichsten 10 % in Deutschland 44 % des gesamten Vermögens besessen – 44 % – und da war nicht Schluss. Heute sind das bereits 54 %. Die ärmere Hälfte der Bevölkerung dagegen, also die ganze Hälfte des Landes, besitzt insgesamt nur ein bisschen mehr als 2 % des gesamten Vermögens. Das war kein Versprecher, ne? 2 %! 200. Das ist unfuckingfassbar.
Okay, Moritz, Mensch, aber dafür haben wir doch einen starken Staat, der das alles mit einem tiptop Steuersystem wieder umverteilt. Ja, klar. Als ob. Das Ding ist nämlich: Diese ganze Kohle, die fließt zufälligerweise in eine Richtung, und das ist klar aufwärts. Das kennt man ja von Flüssen, das ist ja Physik, und das liegt daran, dass reiche Arschlöcher und ihre Lobbyistinnen über die Jahrzehnte so viele Löcher in unser Steuersystem gebohrt haben, dass heute tatsächlich in fast jedem westlichen Land gilt: Je mehr Geld man hat, desto weniger muss man davon abgeben. Wenn du und ich mehr Geld kriegen, dann steigt sofort unser Steuersatz, was ja auch richtig ist, ne? Ich habe mehr, dann kann ich ja auch mehr mithelfen, das Land am Laufen zu halten. Aber wenn Superreiche – und das Wort ist so scheiße, ne? Wir machen das anders. Also, wir sagen nicht mehr „Superreiche“, wir sagen jetzt „Überreiche“, weil das klingt weniger… Super. Wenn Überreiche eine Firma gründen, dann können sie oft sagen: „Hey, ich zahl mir gar kein Gehalt aus, Mensch. Aber ich habe ja all diese Aktien von meiner Firma, ne? Und die sind, weiß ich nicht, 5 Milliarden wert.“ Und dann gehe ich damit zur Bank, ne? Und dann sage ich: „Mensch, hey Bank, du, ich brauche mal ein bisschen Geld. Gib mir mal 100 Millionen, du. Ich brauche da ein bisschen was, ne, zum Leben, ne? Bisschen Spielgeld, Pokémonkarten, DDA, ne? Und ich habe ja die Aktien als Sicherheit, ne?“ Das macht die Bank sofort. Da bin ich also eigentlich stinkreich, habe aber auf dem Papier kein Einkommen und 100 Millionen Schulden.
Das klingt absurd, ne? Aber mit dem Trick hat es Jeff Bezos geschafft, im Jahr 2011 ganze 4000 $ Steuergutschrift für Kinder vom Staat zu kassieren, und da war er auf dem Papier schon 18 Milliarden schwer. Der arme Mann, da kannst du ja nichts machen, du… Woher nehmen und nicht stehlen. Aber wie irgend so eine Bürgergeldempfängerin verpennt einen Termin beim Amt. Da geht bei Friedrich Merz sofort die rote Lampe an, ne? Da ist Smarotzeralarm! Alarm! Sind ja alle vom Stamm, nimm so ähnlich wie Jeff Bezos. Kriegen das auch die BMW-Erben hin. Zahlen fast keine Steuern, wenn sie die Firma an ihre Kinder weiterreichen, denn ja, Moment, hallo, wir vererben kein Geld. Nein, nein, nein. Wir vererben Anteile an der Firma, die wiederum Anteile an anderen Firmen hält. Und ja, klar, keine Ahnung, irgendwo da hinten, ne? Da liegt vielleicht auch ein bisschen Geld rum, aber das ist ja alles virtuell. Das kann ja jeden Moment vorbei sein, ne? Eine Sintflut, zack, fährt keiner mehr Auto. Das ist praktisch unmöglich, da ein Preisschild draufzukleben, erbschaftssteuermäßig. Na, wie soll das gehen? Keine Ahnung. Na ja, dann tschüss.
So, und jetzt kommen wir der Sache nämlich langsam näher. Diese reichen Arschstecher, das sind nicht zwei oder drei, das sind auch nicht ein oder zwei Dutzend, das ist ein komplettes System. Das ist der Neoliberalismus. Ich spreche jetzt ein bisschen leiser, ne? Weil das kann immer sein, dass jeden Moment Christian Scheiß-Lindner mit seinem Porsche hier vorfährt und mich im Kofferraum versteckt, wenn ich sowas sage, ne? Ich habe das angesprochen. Gib mir mal kurz ein… Gott, wie unprofessionell. So, besser ist immer noch öffentlich-rechtlich hier, ne? Also Neoliberalismus, damit meint man heute vor allem den Trempel, den Ronald Reagan und Margaret Thatcher in den 80ern durchgedrückt haben. In den meisten westlichen Ländern hatten wir nach dem Zweiten Weltkrieg einen starken Sozialstaat, der gar nicht wollte, dass alle Menschen gleich sind, der aber dafür gesorgt hat, dass die Abstände zwischen Arm und Reich nicht zu absurd werden, und zwar durch Umverteilung. Reagan und Thatcher, ich sag mal, die hatten da na ja eine andere Idee, ne? Die haben Sätze gesagt wie sowas wie: „Gesellschaft, es gibt’s gar nicht“, ne? Das war Thatcher, oder auch: „Die Regierung ist nicht die Lösung unseres Problems. Die Regierung ist das Problem.“ Das war Reagan, sympathischer Mann. Das ist ein bisschen so, als würde ich im Standesamt sagen: „Ja, ich will aber jetzt gut, ganz nebenbei, ne? Also ich glaube, wir passen da gar nicht zusammen. Das wird hier auf keinen Fall gut gehen mit uns beiden.“ Ganz ehrlich, konsequenterweise hätte Reagan also gleich wieder zurücktreten müssen. Stattdessen hat er 8 Jahre lang massiv die Steuern gesenkt, hat Gewerkschaften bekämpft, hat die Banken dereguliert und den Umweltschutz zurückgefahren. Das kommt mir bekannt vor, ne? Das ist ja wie ein bisschen… wie… komme ich nicht drauf. Seine ganze neoliberale Politik hat er nicht unter der Überschrift von „Geld ist geil“ gemacht, sondern von „klar, Freiheit“.
Der Neoliberalismus ist quasi so ein Hack für Demokratie, denn er sagt: Das ist ganz egal, was die Mehrheit will. Solange nicht alle freiwillig dabei sind, ist es unfair und eine Einschränkung von Freiheit. Und ja, klar, das ist ein geiler Pitch. Klingt halt genauso wie der Vertretungslehrer, bei dem wir immer nur Film geguckt haben, ne? „Hey, man kann nichts zwingen. Die müssen freiwillig Mischformen lernen.“ Aber während Kinder, die 26 mal das Leben des BR geguckt haben, auch komplett ohne matte Kenntnisse immer noch Comedy fürs ZDF machen können, hat ein Staat, dessen Bürger*innen sich zu nichts verpflichtet fühlen, ein Problem, er fällt auseinander. Gesellschaft gibt’s plötzlich dann wirklich nicht mehr. Und genau das ist passiert. Der Neoliberalismus, der Neoliberalismus ist eine verdammte Erfolgsgeschichte. Wegen seiner Ideen wurden die Bahn kaputtgespart, wurden staatliche Wohnungen an Aktienkonzerne verkauft, wurden Schulen nicht renoviert und all diese Leiharbeitsfirmen gegründet, in denen Leute für einen Hungerlohn und komplett ohne Kündigungsschutz für Jeff Bezos arbeiten können. Aber gut, ne? Wie soll der auch seine Mitarbeitenden bezahlen, Leute, ne? Woher soll er das nehmen? Der hat ja nichts. Na ja, so… der soll… Ah, warum liegt das hier? Wer plant denn so eine Scheiße? Oh, Diger, hier. Das ist klasse. Gib das mal dem Jeff da, dann kann der da seinen Kindern mal ein Eis von kaufen. Die arme Sau.
So, jetzt kommen wir… so, jetzt kommen wir zu den Rechts-Leuten. Der Neoliberalismus hat nicht nur unseren Staat ausgehöhlt, sondern unsere Gesellschaft, ne? Erst, indem man das Geld immer ungerechter verteilt hat, und dann viel schlimmer, indem er uns allen beigebracht hat, krasse Egoist*innen zu sein. Du, wenn es für mich gut läuft, ne, an wem liegt’s? An mir natürlich, weil ich geilster bin. Und alle anderen sollen sich mal um sich kümmern. Du Leute, jeder kann es schaffen in Deutschland. Dieses Aushöhlen, dieses Ausnutzen von Gesellschaft, das ist die Verarsche. Und die ging überhaupt nur deswegen so lange gut, weil es Jahrzehnte lang so viel Geld und so viel Wachstum gab, dass wir alle irgendwie mitgemacht haben, ne? Selbst große Teile der politischen Linken. Es fällt halt erstmal nicht auf, dass die Gehälter stagnieren, wenn gleichzeitig die Fernseher aus China immer billiger werden. Das Problem ist: Am Ende ist der Neoliberalismus einfach nur ein scheiß Schneeballsystem. Die Party geht nur so lange gut, solange wir immer neue Leute finden, die sich noch besser ausbeuten lassen, und da wird’s langsam schwierig. Schon die Bankenkrise 2008, das war ein Wendepunkt, ne? Jahrelang ist für nichts Geld da, aber dann… dann geht’s den Banken schlecht. So, und plötzlich… da sprudeln aber die Euros raus aus dem Hilfspaket. Komisch, da kommen sie, die ganzen scheiß Euronen… war wie immer, ne? Kennen wir doch die alte Geschichte. Verluste werden vergesellschaftet. Ne, aber die Profite, die machen wir privat, aber diesmal hoch 3 und zwar mit Wums. Ja, und wenn… ist klar, wenn jetzt all die Chinesen, die wir jahrelang nur für ihre billige Arbeit geschätzt haben, plötzlich genauso gut Autos bauen können wie wir, und wenn die Klimakrise zeigt, dass Gas zwar billig ist, seine Klimafolgen aber enorm sind, dann merken wir, dass all dieses nur auf kurzfristige Gewinne ausgelegte einfach eine Scheißidee war, und dann stehen wir da, und dann merken wir, dass die Welt nicht mehr die gleiche ist, und dann sind wir wütend. Und dann kommen die Rechten.
Rechte Parteien, so furchtbar die auch alle sind, machen eine Sache besser als alle anderen: Sie sprechen unsere Gefühle an. Rechte Parteien sehen, dass wir wütend sind, aber statt sich diese 10 Minuten Zeit zu nehmen, die wir hier gerade wegschlendern, ne, klar ist für mich hier auch ein astreiner Fitness-Spaziergang… statt sich die Zeit zu nehmen, das Problem zu erklären und nach Lösungen zu suchen, machen sie das Gegenteil und verarschen uns wieder, indem sie uns weiß machen, dass die Lösung eigentlich ganz simpel ist. Leute, hey, du musst drei Wochen auf den Arzttermin warten. Monate teilweise. Du kannst deine Wohnung kaum noch leisten. Mensch, das liegt natürlich nicht an dem System, das seit 40 Jahren Arbeitskräfte global gegeneinander ausspielt. Nee, das liegt an den Geflüchteten oder was? Und zack, wird dieses diffuse Gefühl, irgendwie benachteiligt zu sein, umgelenkt auf irgendeinen Syrer zwei Häuser weiter, der mit all unseren Problemen absolut nichts zu tun hat. Das ganze denkt natürlich… klar, das hängt auch noch zusammen mit diesem tiefer wurzelnden Rassismus in unserer Gesellschaft, aber das wäre jetzt ein eigenes Video. Die Zeit habe ich nicht. So, ich weiß also jetzt, wer vermutlich schuld ist an meiner Misere: der arme Syrer zwei Häuser weiter, und das fühlt sich super an. Na, jetzt habe ich die Kontrolle, habe ich jetzt. Jetzt kann ich meiner Wut ein Ziel geben. Ist halt das Falsche. Na ja, was soll man machen?
Und noch mal: Das Problem ist nicht, dass so viele Leute wütend sind. Eigentlich müssten alle noch viel wütender sein. Das Problem ist, was wir mit dieser Wut machen und auf wen wir sie richten und auf wen nicht. Lasst uns aufhören, uns verarschen zu lassen und endlich wieder daran arbeiten, eine faire Gesellschaft zu werden. Ja, aber Moritz, Moritz, wie soll das denn gehen? Fragen mich die Leute. Das ist nicht schwer. Zwei Ideen, und ich bin ganz ehrlich, ich habe die nicht selbst erfunden oder durchgerechnet, ne? Schlaue Leute sagen, über beides sollte man dringend nachdenken. Erstens: eine Vermögenssteuer. In Deutschland besitzt das reichste Prozent der Menschen ein Drittel des Vermögens. Den müsste man sagen: Wisst ihr was? Jedes Jahr, ne? 1 oder 2 % davon an den Staat. Danke. Die werden dann immer noch absurd überreich, aber wir könnten irgendwo 100 Schulen sanieren oder Immobilienkonzerne verstaatlichen oder beides. Zweite Idee: Endlich eine richtige Erbschaftssteuer. Das ist nicht so schwer. Ich verstehe das, ne? Viele Leute sagen: „Ich habe mein Leben lang gearbeitet und alles für meine Kinder gespart. Jetzt kommt der Staat und nimmt uns das weg.“ Nein, das geht nicht um kleine Vermögen. Selbst die radikaleren Vorschläge in den letzten Jahren sehen meistens noch einen Freibetrag von einer Million Euro vor. Da kannst du von leben. Wo wir ran müssen, das sind die richtig großen Vermögen, denn die werden bislang fast überhaupt nicht versteuert. Z.B. BMW.
Lasst uns aufhören, uns verarschen zu lassen, uns gegeneinander ausspielen zu lassen. Und ja, klar, das ist ein Wir, das ist ein Wir gegen die da draußen. Aber bei diesem Wir, da geht’s nicht um Hautfarbe oder Heimat oder darum, wen ich nackt sehen möchte. Dieses Wir, das ist jede Person, die mindestens so viel in diese Welt und in dieses System reinsteckt, wie sie rauskriegt. Und das sind verdammt viele. So, ich bin jetzt durch. Die ganze… das mit dem Hinfallen war auch scheiße. Du lädst es jetzt einfach hoch. Wir haben das hier im Kasten. Dann machen wir hier Revolution. Jeff Bezos wird enteignet. Ich würde vorher meine Rechnung stellen, weil ich brauche auch ein neues Paar Schuhe, ne? Ich bin jetzt raus, Leute. Äh, noch mal wegen den anderen Videos, ne? Gibt’s ja noch mehr Videos. Die besten. Besten. Ja, immer Heute-Show. Habe ich ja immer schon gesagt. Habe ich nicht, aber heute sage ich: Beste Videos im Internet. Heute-Show. Wenn ihr gucken wollt, hierauf klicken, darauf klicken, Kanal abonnieren, dies das. Schreibt uns ein Fax. Äh, wir sehen uns.