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Mein heutiger Gast hat ein einzigartiges Konzept geschaffen, das es so davor im Dachraum und auch allgemein noch nicht gab. Er hat eine holistische Akademie fürs Zeichnen gegründet, die online läuft, und das ist ja wirklich was, was man so noch nicht gehört hat. Ich werde jetzt mit ihm darüber sprechen, wie es dazu kam, wie er den Weg in die Kreativbranche gefunden hat und wie er auch den Need für sein eigenes Unternehmen, sein eigenes Business entdeckt hat.
Herzlich Willkommen zu Crea Talk, deinem Podcast für kreative Köpfe, die Passion Beruf machen möchten oder schon dabei sind. Praktische Tipps, inspirierende Insights und packende Stories bekannte Creatives mit deinem Host Iris. Schön, dass du heute hier bist bei Creative to Talk. Am anderen Ende der Welt, wir nehmen gerade auf Bali auf. Freue mich wahnsinnig. Danke schön. Freut mich hier zu sein. Vielleicht möchtest du dich einfach mal selber ganz kurz vorstellen.
Sehr gerne. Was kann ich sagen? Ich bin Stefan Digani. Ich bin der Gründer und Leiter von der Akademie Livarto. Livarto steht für Live Art Now. Und wie du schon selber gesagt hast, das ist die erste Akademie fürs Thema Zeichnen und Kunst, wo man das ganze Thema ganzheitlich angeht.
Was das Thema ganzheitlich ist oder holistisch? Ich habe das Gefühl, es wird heutzutage sehr oft verwendet, ja. Das ist irgendwie auch schon so ein Buzzword geworden. Ja, ja, voll. Ich habe auch überlegt, ob wir das Wort verwenden sollten, aber ich habe kein anderes Wort gefunden, das besser passt. Und es passt wirklich sehr gut. Denke, das Wort kann unterschiedliche Bedeutungen haben, aber auf uns bezogen heißt das, dass wir nicht nur einseitig an die Sache rangehen, sondern uns das ganze Bild anschauen und ganzheitlich eben dementsprechend dafür sorgen, dass sich die Teilnehmer entwickeln und dadurch sich eine ganz andere Entwicklung auch bei denen ergibt, als ich es auch selbst gewohnt war.
Ich finde das so spannend, vor allem, weil es das so noch überhaupt nicht gibt. Also freue ich mich umso mehr heute mit dir drüber zu sprechen. Was mich jetzt mal zuerst interessieren würde, ist so bisschen dieses Thema, wie bist du selber in die Kreativbranche gekommen? Also, was war vielleicht dein Step, um überhaupt mit diesem Zeichnen in Kontakt zu kommen, damit sich daraus dann deine Idee oder dein Business entwickeln durfte?
Okay, coole Frage. Lass mich ein bisschen von mir erzählen. Ich habe, seit ich denken kann, gerne gezeichnet. Einfach nur aus Spaß, nicht mehr und nicht weniger. Und meine ganze Wand war als Kind in Iran voll mit Bildern, mit Zeichnungen. Ich kann mich noch genau daran erinnern. Und dann bin ich ja nach Deutschland gezogen in meiner Familie und auch da ging es weiter. Und was das Thema Kunst anging, war ich immer derjenige, der als talentiert abgestempelt wurde, weil ich immer überall ziemlich gut war. Ich würde sogar sagen, ich war überall der Beste, immer mit einem guten Abstand. Und was sehr verständlich war, was ich selber auch dann dachte, dass es dann auf Talent ankommt, weil es mir doch immer wieder auch gesagt wurde. Aber es war das eher das Kreative, was mich da so wirklich angezogen hat, ein der ganzen Sache. Und das Kreative hat sich dann nicht nur auf das Thema Kunst oder auf Kunstunterricht bezogen, sondern auch auf andere Bereiche. Im Physikunterricht war es, wie wir dann unterschiedliche Projekte umsetzen. Theaterunterricht war es, wie du dann improvisierst und so weiter und so fort. Das bezieht sich ja auf alle Bereiche im das Thema Kreativität.
Ich habe dann angefangen Produktdesign zu studieren an der Weißensee Kunsthochschule Berlin. Und ich kann mich noch daran erinnern, dass die Leute, komm, die haben auch versucht über die Runden zu kommen finanziell und mir ging es ja nicht anders. Und damals hat es auch schon angefangen, habe ich mich etwas erlebt und erfahren, was ich als Lehre für mich mitgenommen habe, was eventually auch zu Livarto dann geführt hat. Ich war da als begeistert von Fotografie, so wie du selber, ja. Und ich habe sehr gerne mit Menschen mich unterhalten und war mit Menschen unterwegs und habe eine Faszination damals gehabt für die Frauenwelt. Ich habe unbedingt herausfinden wollen, wie denken Frauen und warum ist das so kompliziert. Das Thema hat mich sehr beschäftigt und nicht ich habe mich sehr damit befasst und ich habe es geliebt das Thema. Ich fand sehr interessant, feminine Psychologie ist sehr faszinierend, muss ich sagen. Und ich habe dann, es hat zu Punk geführt, dass Freunde zu mir gekommen sind und mich um Rat gefragt haben, wenn es um Frauen ging. Und ich war gut in Fotografie, ich hatte ger einen ziemlich guten Umgang mit Frauen und ich konnte gut mit Menschen. Und ich habe mich gefragt, gibt es einen Weg, dass ich nicht der 57. Starbucks, Starbucks, ne, ja, Starbucks Kellner sein werde, Starbucks Mitarbeiter, sondern eine ganz andere Richtung gehe, etwas vielleicht mache, dass es so noch nicht gab in der Hinsicht, dass ich nicht überflüssige Arbeit annehme, irgendwas langweiliges. Und ich habe geguckt, was kann ich machen. Und daraus hat sich was ganz, ganz interessantes ergeben. Ich habe eine neue Nische, nämlich für mich aufgemacht aus diesen drei Sachen. Ich habe meine Fähigkeiten zusammengenommen. Dadurch hat sich Tinder-Fotografie ergeben.
Okay, das ist wirklich ungewöhnlich. Ich bin ja selber Fotografin und das habe ich noch nie gehört, diese Nische. Wirklich. Ich war selber verblüfft darüber, dass es überhaupt geht. Aber die Leute, die Jungs, die Männer, die haben das geliebt, weil sie hatten nicht viele Matches auf Instagram, auf Instagram, Tinder meine ich, und wenn du so willst, auf Instagram. Und dann dachte ich so, okay, lass mich doch einfach derjenige sein, der ihnen zeigt, wie das geht. Der Sorg. Worauf ich hinaus will, ist, ich habe einfach meine Stärken zusammengetan und habe etwas Neues erschaffen, was dann begehrt war. Und das hat mir etwas Besonderes gezeigt, weil ich habe in der Hälfte der Zeit das Doppelte gemacht von meinen Produktdesign-Ton und hatte mehr Zeit, um dann mich auf Produktdesign z.B. zu fokussieren, also auf mein Studium. Im Endeffekt war das der erste Step, das mir gezeigt hat, was möglich ist, wenn du eine Kreativität nutzt auch fürs Business, wie viele Türen sich ziemlich schnell, ziemlich leicht öffnen und wie viele Früchte das mit sich trägt.
Und wie kam es dann von der Tinder-Fotografie zu der ersten digitalen Akademie, die einen holistischen Ansatz hat fürs Zeichnen?
Ja, gute Frage. Ich habe das halt, ne, mit der Tinder-Fotografie immer wieder gemacht, um halt Geld zu verdienen. Das war echt cool. Es war jetzt auch nicht meine Passion, oder ich sagen, okay, es war zwar nicht nicht leicht, das zu machen, weil die Leute waren manchmal sehr awkward, die Jungs, und ich musste denen so zeigen, ey, pass auf, du willst nicht. Und man musste vor allem die Fotos so machen, dass die Leute nicht das Gefühl haben, dass es gestellt. Also viel mitgenommen von von diesem Beruf, sage ich jetzt mal. Aber als ich dann weitergemacht habe und vor allem mehr und mehr in Richtung Persönlichkeitsentwicklung ging, habe ich dann für mich festgestellt, wie spannend nicht nur die feminine Psychologie, sondern auch allgemein die menschliche Psychologie in der Hinsicht ist. Und das hat dann irgendwann zu dem Punkt geführt, dass ich mich fast schon, ja, vollständig ausgebildet habe als jemand, der Live Coach sein könnte. Und das wurde dann so ernst für mich, dass ich über sogar überlegt habe, in Richtung Live Coaching zu gehen. Soweit sogar, dass ich das pausiert habe mit meinem Studium, weil ich so gut darin geworden war, Freunden, Bekannten, aber auch fremden Leuten in ihrem Leben weiterzuhelfen und weiterzukommen, sowohl mit meiner Kreativität, mit meiner Intuition, sage ich jetzt mal, aber auch mit dem, was ich verstanden, gelernt und erlebt habe. Und als ich dann mein Studium pausiert habe, habe ich freie Semester, wo ich halt nicht im Studium war, mich darauf fokussiert, in die Richtung zu gehen. Das war zumindest der Plan. Aber ich habe relativ schnell bemerkt, es ist zwar etwas, was ich gut kann, Leuten helfen, aber ich bin noch noch nicht die Person, die von sich behaupten dürfte, ich kann jetzt anderen Leuten in ihrem Leben weiterhelfen. Ja.
Das, das war eines der Momente, wo ich eine sehr, sehr besondere Erkenntnis für mich mitgenommen habe. Das war, als ich versucht habe, vor allem auch meinen Eltern zu helfen, aber auch vielen anderen. Und ich habe gemerkt, ich muss mich wirklich sehr anstrengen, bis bis sie verstehen, wie wertvoll das ist, was ich gerade mit ihnen teile. Und verständlicherweise haben sie es nicht immer gerne und schnell angenommen, weil wie gesagt, wer bin ich schon, dass sie auf mich hören sollten? Du willst ja nur auf die Leute am besten hören, die schon dort sind, wo du sein willst. Wenn ich es nicht bin, dann verständlicherweise hören die Leute nicht so gerne. Und relativ schnell auf mich, bungan merken, okay, das ergibt Sinn. Aber das dauert, bis es zu dem Prozess kommt. Die Erkenntnis, die ich da für mich gezogen habe, ist: Wichtiger als was du sagst, ist, wie du etwas sagst. Aber noch wichtiger als wie du etwas sagst, ist, wer etwas sagt. Und ich war noch nicht dieser "Wer" des. Deswegen, ja, habe ich gesagt, okay, lass mich mich auf etwas fokussieren, was ich, wo ich schon dieser "Wer" bin. Und dadurch, dass ich in Bereich Kunst und Zeichnen Preis gewonnen hatte in Deutschland und Bundesliga in der Hinsicht geworden bin, das war bei einem jungen Kreativwettbewerb von der Raiffeisenbank, Volksbank, da waren 484.000 Teilnehmer, das ist crazy. Bin dann unter die Top 10 gekommen, ich bin Sechster geworden. Und das hat mir so gezeigt, okay, da ist was dran. Das und die Tatsache, dass dann ein Freund auf mich zugekommen ist, der jemand gesucht hat, der ein Zeichenkurs eröffnen wollte, ein Marketer, hat dann dazu geführt, dass ich gesagt habe, okay, lass mich erstmal ein Zeichenkurs erstellen, weil das ist das, was ich schon sehr gut kann und wo ich schon sehr viel Erfahrung bringe und wo ich schon dieser Jemand bin. Und als ich das erstellt habe, wurde es dann tatsächlich auch, auch relativ in relativ kurzer Zeit nach der Erstellung zu einem Bestseller in Deutschland, der direkt der erste Online-Zeichenkurs, den ich erstellt habe.
Das ist so verrückt. Was hast du anders gemacht als vielleicht andere Kurse bei diesem ersten Kurs, dass der schon ein Bestseller war? Oder was hat dich jetzt unterschieden, weil es gab ja vielleicht schon vereinzelnt Online-Tutorials oder auf YouTube, die man kostenlos hatte? Ja, warum glaubst du, hat dein Produkt so gut funktioniert? Hast du den Need getroffen oder hat, dass du einfach von Anfang an schon einen anderen Ansatz, bis sich das zu Livarto entwickelt hat?
Coole Fragen, die du stellst. Ja, ich denke, es gab schon auf jeden Fall ein paar Faktoren, die dafür gesprochen haben, weshalb es dann so erfolgreich direkt wurde. Von den Feedbacks und von den Reviews konnte ich mir natürlich ein paar Sachen abholen. Ich denke, zusammengefasst lässt sich das unter zwei Punkten schildern. Und zwar, einmal war das, so wie ich das mitbekommen habe, die Erklärungweise. Ich habe eine ein gewisses Händchen für Sachen so darstellen, dass es verständlich ist. Also etwas sehr komplexes, sehr einfach darstellen, sodass man es besser runterschlucken kann. Und das zweite war, also das erste, im Effekt, die Erklärungweise. Und das zweite, was ich oft gehört habe, was ich als Kompliment angenommen habe, war die Stimme. Die Leute haben mir gerne zugehört wegen meiner Stimme. Und dann habe ich gesagt, okay, alles klar, darauf kann man aufbauen. Das waren im Endeffekt die zwei Punkte, weshalb die Leute gerne sich bei mir dann den Kurs geholt haben.
Und was waren dann deine nächsten Steps oder wie hast du dann weiter gemacht, als du gesehen hast, okay, dein Kurs war jetzt gerade ein Bestseller in Deutschland, aber das war ja der erste Kurs. Was waren dann die nächsten Steps oder wie hast du dich dann entschieden, weiterzumachen, um daraus dann am Schluss Livarto zu gründen?
Livarto war gar nicht im Kopf damals. Ich hatte das gar nicht vor. Ich habe einfach nur mein Leben genossen, um ehrlich zu sein. Und ich hatte gar keinen Grund, etwas Größeres aufzubauen. Warum auch? Ich war in meinen Anfang 20ern, ich hatte ein gutes Leben, ich habe ziemlich gut verdient mit mit so Online-Kursen, die ja im Endeffekt passives Einkommen irgendwann sind. Also du musst da für Werbung schalten und so weiter und so fort, aber du musst man nicht mehr was machen. Das heißt, der Bedarf an sich von meiner Seite aus war nicht da, dass ich sage, hey, lass mich jetzt mein Arsch aufreißen, um etwas aufzubauen, das wirklich, wo ich durch die Hölle gehen muss. Ich habe aber von Anfang an eine Faszination und ein ehrliches Interesse gehabt, meinen Schülern zu helfen und für sie da zu sein. Und dadurch hat sich das meiste ergeben.
Ich habe eine Umfrage erstellt. In dieser Umfrage ging es darum, dass sie mit mir teilen, was sie gut finden, was sie nicht gut finden und wie ich das Produkt vielleicht auch für sie optimieren kann. Und tatsächlich kam so ziemlich nur Positives bei rum. Klar, hier und dort auch mal, worauf ich noch achten kann und so weiter und so fort, aber ich war sehr positiv überrascht. Ist auch sehr ungewöhnlich eigentlich, dass dann nur positives Feedback zurückkommt. Also das spricht auf jeden Fall für das Produkt und auch für dich dahinter. Ja, ja, ja. Ich, ich war wirklich sehr dankbar, aber ich wäre genauso gut dankbar gewesen, wenn da negatives bei rum gekommen wäre, weil ich bin ja, ich habe ja die Frage, Umfrage gemacht, nicht um Komplimente zu bekommen, sondern um zu lernen und zu verstehen, um das zu verbessern.
Der letzte Abschnitt war aber das, was wirklich sehr spannend für mich war, weil den letzten Abschnitt unerwarteter Weise war das so. Ich habe in dem letzten Abschnitt die Frage gestellt: Hey, gibt es etwas, was du mit mir teilen möchtest? Etwas, was dir auf dem Herzen liegt? Dann wäre das jetzt deine Chance. Ich dachte, da kommt ein vielleicht ein Danke oder sonst noch was. Kam es auch, aber es kam viel mehr als das. Und das ist im Endeffekt der Start gewesen vom ganzen. Und die Leute haben in dieser letzten Section eingefügt, wie sehr Kunst ihr Leben verändert hat, wie sehr der Zeichenkurs und das, was ich ihnen beigebracht habe, ihr Leben beeinflusst hat. Da kamen Sachen raus, wie dass die Leute durch das Zeichnen ihre Depression verloren haben und dass sie Probleme hatten mit Schlaf und Insomnie hatten und damit viel besser klarkommen. Da kamen Sachen bei rum, wie dass eine ein Typ, der hatte Frustessen und das konnte er sein lassen. Und dann eine gewisse Zeit später habe ich sogar erfahren, dass eine Frau sich das Leben nehmen wollte und durch die Kunst und durch das Zeichnen richtig.
Ja, ja, ja. Es, es, es war für mich ein Schock, weil ich habe nicht erwartet, dass es überhaupt in die Richtung geht und dass das, dass es so viel für die Leute bedeutet. Ich dachte, es ist so wie bei mir, einfach Spaß. Und auch bei mir war es mehr. Ich war mir nur nicht darüber bewusst, dass auch bei mir mehr stattgefunden hat intern. Und meine Schüler haben da meine Augen geöffnet für, was da eigentlich alles noch ist. Und ich, ich habe realisiert, dadurch, dass Zeichnen und Kunst nicht einfach nur dafür da ist, dass die Leute Spaß haben. Doch, damit fängt es an. Aber das ist, wenn du, wenn du zeichnest, wenn du Kunst machst, vor allem, weil das ein visuelles Werkzeug ist, dann kommst du in diesen Flow-State, wo du auch natürlich ganz vielen anderen Sachen reinkommst. Aber in diesem Flow-State, das ist etwas sehr, sehr Besonderes. Du findest dann dich in einem State, wo du einfach machst und nicht mehr groß nachdenkst. Deine Emotion, deine Gefühle, deine Gedanken einfach ausspülen, wie beim Meditieren. Aber Meditieren, da musst du sitzen und da machst du nichts. Es ist sehr unangenehm für manchmal und es sollte auch manchmal so sein. Aber Zeichnen, es ist ein bisschen wie ein, es trickst dich aus. Es sorgt dafür, dass du nicht bemerkst, wie unangenehm es gerade ist und du einfach machst. Und durch das Machen und durch das Ausspülen heilst du dich. Du lässt einfach los. Du machst einfach. Das Besondere an Zeichnen, weil sowas kannst du auch z.B. auch mit Musik haben oder mit Tanzen. Das Besondere an Zeichnen jetzt oder an Kunst, visuelle Kunst, wenn du das machst und diesen State reinkommst, wenn du jetzt auch noch dazu in der Lage bist, dich richtig auszudrücken, also das Werkzeug beherrschst, ist, dass du dich visuell ausdrückst. Und wir sind visuell emotionale Wesen. Deutet, du siehst, was du mit dir gerade kommunizierst und du verstehst viel besser, was bei dir intern abgeht. Und das ist das Krasse daran. Das ist das Unschlagbare daran, wo du dann Sachen vor dir siehst und nächst und manchmal macht es Klick. Manchmal denkst du dir, wow, habe ich, ich wusste gar nicht, dass es bei mir so abgeht. Und es wird manchmal so emotional, es wird so wertvoll für dich, dass nichts das ersetzen kann.
Das ist aber auch gleichzeitig eine ziemlich große Verantwortung, oder? Weil du hattest diesen Fragebogen vor dir, du wolltest eigentlich nur wissen, kannst du noch was besser machen und dann hast du diesen Input bekommen, dass du das Leben dieser Menschen verändert hast. Und das ist ja auch eine ziemlich heftige Verantwortung, würde ich sagen, vor allem für dich auch dahinter, weil du natürlich das immer besser machen wolltest. Wie bist du vielleicht damit auch umgegangen oder wie hast du das dann für dich verarbeitet?
Ich habe, nachdem ich das für mich verstanden habe, bin ich in einen Rabbit Hole reingegangen, wo es immer tiefer und tiefer ging, wo ich mehr und mehr verstehen wollte und verstanden habe und mir auch offenbart wurde, worum es hier eigentlich geht. Ich habe dann das für mich genutzt und ich bin dann zurückgegangen zu meiner Community oder zu den, ja, zu den Teilnehmern. Noch so eine richtige Community war es ja noch nicht. Ich habe sie aber gefragt. Ich habe gefragt: Hey, werdet ihr daran interessiert, dass ich etwas Besonderes für euch aufbaue? Etwas, was es so vielleicht noch nicht gab. Warum gab es sowas nicht? Weil alle Online-Kurse waren so wie meine, sie waren einfach nur lerne das Zeichnen und lerne Malen und lerne Digital, aber einfach nur Schritt für Schritt, sehr technisch oder einfach nur sehr abstrakt, also komplett andere Richtung. Ja, die hinter nachvollzieht und das Nutzen davon richtig zu nutze macht das Werkzeug. Und wer wird daran interessiert, dass ihr ein neues Programm aufbaue für euch? Etwas, was euch zeigt, wie das richtig nutzbar ist und seid euch darüber bewusst, wenn ich das mache, ich werde auf jeden Fall für paar Monate nicht mehr verfügbar sein, erreichbar sein. Wollt ihr das? Und alle haben gesagt, ja. Und ich dachte, wow, okay, da ist also eine Nachfrage und die Leute wollen das. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ich das dann jetzt für sie so, so mache.
Es gab noch zwei andere Gespräche, die ich hatte. Einmal mit meiner Community, das zweite war mit mir selber, um sicherzustellen, dass ich das mache, weil ich wusste, welchen Preis ich bezahlen werde. Bedenke, ich musste es nicht machen. Ja, es hatte, ich habe ein gutes Leben geführt, ich hatte keinen Grund, durch diesen Schmerz zu gehen für andere Leute, die ich nicht mal wirklich richtig kenne. Und das dritte Gespräch, das ich hatte, hat dazu geführt, dass ich es dann mache. Und das war mit Gott. Ich habe von ihm eine Message bekommen und das hat dann dazu geführt, dass ich Livarto aufbaue. Seine Message war ziemlich klar und das war, muss ich auf Englisch sagen, kein Problem, Englisch. Das war seine Message. Es war so klar und so direkt und so tiefgehend, dass ich mir das aufgeschrieben habe, dass ich daraus sogar ein Poster gemacht habe und dass mir die Hand an die Wand gehängt habe in Berlin. Das hängt da immer noch. Ja, und das habe ich nicht mehr vergessen. Und dann war es für mich klar, okay, ich muss es machen, nicht für mich, sondern für sie. Ja. Und ich wusste, wenn ich das mache, dann will ich es nur machen, wenn es das, wenn es etwas Einzigartiges wird und das beste Programm, das es so je gab. Ich war nicht mal so, dass ich sagen würde, ich war der beste Zeichner, den ich kenne. Es gibt Leute, die können schon viel besser, weil sie Grandmaster sind und 40 Jahre lang, 50 Jahre lang schon zeichnen. Das musste ich nicht sein. Mein System musste einfach nur durchdachter sein und die Lücken füllen, die vorhanden sind in allen anderen Systemen, in Online-Kursen, in Büchern, in Studiengängen, Fernstudien, lokalen Kursen. Habe ich überall große Lücken gesehen.
Welche Lücken waren das z.B.? Unterschiedlich, je nachdem, welcher Bereich. Wenn du z.B. dir einen Online-Kurs holst oder wenn du dir Bücher holst, dann hast du den großen Vorteil, dass es zeitlos ist. Du kannst es in deinem eigenen Tempo machen, zu deiner eigenen Zeit, von wo aus du willst. Der große Nachteil, den die Leute nicht sehen, weshalb sie sich nicht gut entwickeln, ist: Du weißt nicht, ob du es richtig machst. Ja, woher willst du es dann auch wissen, wenn du am Anfang bist oder in der Mitte oder sogar leicht fortgeschritten? Ich habe so viele Teilnehmer, die sich bei uns bewerben tagtäglich, die sind in Anführungsstrichen fortgeschritten oder leicht fortgeschritten, aber sie haben so krasse Lücken, die von Anfang an sich ergeben haben, weil niemand da war, der ihnen gesagt hat: Hey, du machst das gerade falsch. Ja, das ist nicht so, war das nicht gemeint in dem Buch oder ein Online-Kurs. Das heißt, YouTube, Online-Kurs, einfache, das reicht einfach nicht, wenn du kein Feedback bekommst. Ziemlich eindeutig mit allen Sachen im Leben eigentlich.
Dann gibt es die Studiengänge, die Fernstudiengänge und so weiter und so fort. Da ist es leider problematisch, damit du bekommst dort Ressourcen, du bekommst dort sogar hin und wieder Feedback, auch wenn es oft einfach nur, ja, nicht technisch bezogen sind, sondern eher gefühls-orientiert. Das ist ein Thema für sich. Also sie geben nicht wirklich klare Feedbacks für gewöhnlich in den Studiengängen, was man da konkret technisch verbessern kann, sondern es geht mehr auf subjektive Wahrnehmung. Ja, ja, ja, genau. Da ist das Problem, dass du für gewöhnlich keinen klaren roten Faden hast. Und das heißt, du bist dazu frei, mach das, mach dies. Und der, ich weiß es, weil so viele Leute immer zu uns kommen und sich darüber beschweren, dass sie fünf Studium gemacht haben, immer noch nicht zeichnen können. Die sagen, ich, ich, ich habe 500 € im Monat bezahlt, um da zu sein, aber mir wurde nicht gesagt, wie ich mich verbessern soll oder woran ich mich halten soll. Es hieß einfach, kurz und unterm Strich gesagt, mach einfach. Hä? Ich bin doch nicht hier, um einfach zu machen. Ich bin hier, damit du mir zeigst, wie ich das machen soll. Und das fehlt da. Entweder Feedback oder roter Faden oder etwas Wichtiges.
Das dritte, Community fehlt, damit du mit anderen und von anderen lernen kannst. Und vor allem die ersten zwei, der rote Faden und dann auch Feedback. Diese zwei Sachen. Und dann sehr, sehr oft unterschätzt, die Community. Eine starke Community, wo es nicht darum geht, dass du zeigst, wie toll du bist, sondern dass du mit deinen Unsicherheiten ankommst und richtig angenommen wirst und damit richtig umgegangen wird. In der Community sind die drei Sachen, die du brauchst, um dich wirklich gut zu entwickeln. Das, was ich nicht erwartet habe, ist, wie gut du dich entwickelst, wenn das da ist. Das ist ein Tag und Nacht Unterschied. Das heißt, das, was wir haben, das ja so aufgebaut, also da steckt noch einiges mehr dahinter, aber das ist die Essenz. Das, was die Teilnehmer für gewöhnlich in, oder Leute, die zeichnen, malen, was auch immer lernen wollen, für gewöhnlich in sieben Jahren lernen, bis zehn Jahren, um um solid gut zu werden, nicht mal meisterhaft gut. Wirklich solide gut zu werden. Das schaffen unsere Merker innerhalb von ein bis zwei Jahren. Das ist krass. Und das ist nicht, weil wir besonders sind, sondern weil wir einfach verstanden haben, worauf es ankommt und uns die Mühe gegeben haben, die extra Meile zu gehen, um das einfach so aufzubauen, dass das passt. Das ist einfach vollständig passt. Und da kratzen wir selber noch an der Oberfläche, aber im Verhältnis zu, das was es normalerweise so gibt, Bücher, Online-Kurse oder so, die typischen Studiengänge, ist das einfach ein neues System.
Worüber ich jetzt gerne noch mit dir sprechen würde, ist, wenn es für dich in Ordnung ist. Also, kannst du mir gerne Bescheid geben, ist das Thema Glaube und Kunst für dich? Also, du hast dir gesagt, du hast drei Fragen gestellt und die dritte Frage war für dich eine Frage, die Gott dir beantwortet hat. Ich persönlich bin jetzt ohne Bekenntnis, also ich bin quasi ohne Religion aufgewachsen. Ich war zwar immer im Religionsunterricht, aber ich habe da jetzt selber nicht zu dem Bezug dazu. Aber ich find es total schön, ein bisschen mehr Input zu bekommen, auch wie das für dich zusammenhängt, Kunst und Religion oder Kunst und Glaube und wie du das auch verstanden hast, dass es für dich wichtig ist, das zu vereinen.
Wow. Okay, lass mich das so sagen, so, dass es wirklich richtig greifbar ist. Kunst besteht aus drei Elementen. Diese drei Elemente sind einmal die maskuline Energie und einmal die feminine Energie. Die zwei, erstmal das Handwerk und die Technik, die du dir verdienst durch richtige Wiederholung von z.B. Übungen, bis es eins mit dir wird, sodass du es beherrschst. Das Handwerk, ja, das kann Zeichnen sein, das kann Fotografie sein oder irgendwas im Bereich Ingenieurswesen. Das ist dein Handwerk. Dann gibt es die feminine Energie. Die feminine Energie ist das Kreative, das Intuitive. Die Energie ist komplette Gegenteil von der maskulinen Energie. Maskuline Energie ist sehr strukturiert, ist sehr diszipliniert, wenn du so willst, ist sehr klar und bildet einen Rahmen. Und die feminine Energie ist sehr grenzenlos, es ist sehr chaotisch und es ist formbar auf alle Formen, die du dir vorstellen kannst, es kann alle Formen einnehmen. Das Problem, wenn du nur eine Seite hast, ist die feminine Energie ohne die maskuline Energie nicht wirklich nutzbar, wie Wasser ist, dass keinen Rahmen, keine Tasse hat, in der es einfließen kann, damit du es nutzen kannst. Und die maskuline Energie ist in der Hinsicht ohne die feminine Energie praktisch gesehen nutzlos, weil du nur diese maskuline Energie lernst, um deine Kreativität nutzen zu können. Wenn, wenn du jetzt das für dich beherrschst und also deine deine Fähigkeit, dein Skill und es nutzt und das, was von Gebot an dir gegeben wurde, nämlich deine Kreativität, deshalb alle Kinder so kreativ sind, bis es ernommen wird, bis gesagt wird, mach das nicht, mach dies nicht. Die Seiten, beide Seiten zusammenführen, dann kannst du dich damit ausdrücken und dann entsteht eine Kreation. Diese Kreation ist der Ausdruck und dieser Ausdruck ist die Kunst. Es muss nicht immer was wunderschönes sein, aber es ist immer wahrhaftig. Und was das Thema Glaube jetzt mit sich bringt, ist, du findest genau das spirituell gesehen in dir wieder. Du wirst für dich merken, dass du, wenn du wirklich Kunst erschaffst, du nicht wirklich etwas erschaffst, was du wolltest, sondern etwas, was aus dir rauskommen wollte, etwas, was was aus dir rauskommt, wenn du im Flow bist, wenn du verbunden bist. Was automatisch passiert, diese Verbindung, wenn du im Flow bist und dann es im Endeffekt so ist, als würdest du als Fassade, als Werkzeug, wenn du so willst, genutzt werden, damit du kommunizieren kannst mit dir selbst und mit den Menschen. Und das, was dort stattfindet, dem Universum kommt und auf dem Papier. Das ist, wo der Teil mit dem Glauben dann ins Spiel kommt, wo du dann eigentlich nicht mehr kontrollierst, was passiert, sondern es passiert einfach.
Ja, vielen Dank für diesen kleinen Ausflug in das nicht abgesprochene Thema, aber ich find es total spannend, da einfach noch mal neue Perspektiven zu bekommen, vor allem, weil ich eben jetzt ohne, also ohne religiöse Erziehung, sage ich jetzt mal, aufgewachsen bin, finde ich halt umso spannender mit Menschen zu sprechen, wo der Ansatz einfach ein anderer ist oder die auch die Welt einfach immer ein bisschen anders sehen. Das finde ich total schön.
Ich würde auch am Schluss als Abschlussfrage gerne noch mit dir ein bisschen über das Thema Talent diskutieren. Dieses Thema, braucht man jetzt wirklich Talent, um Kunst kreieren zu können, oder kann man Talent erlernen? Was ist Talent überhaupt? Also, vielleicht kannst du uns da noch mal ganz kurz deinen Input dazu geben.
Sehr, sehr gerne. Also im Endeffekt, die Mission, auf der wir mit Livarto sind, ist, dass wir den Leuten genau das verklickern. Und zwar, es ist nicht für die Elite gedacht, die Kunst. Es ist für jeden von euch gedacht und es ist die vierte Grundfertigkeit des Menschen, dass dir in der Schule entnommen wurde. Du lernst Lesen, Schreiben, Rechnen, du lernst nicht das Zeichnen oder die Kunst. Meinetwegen, es ist im Endeffekt etwas, was jeder von uns lernen kann. Wir lesen, schreiben und rechnen. Und es hat nichts mit Talent zu tun. Du kannst Talent haben in Rechnen und auch genauso gut Talent haben in Zeichnen, aber du brauchst kein Talent, um es zu lernen und darin gut zu sein. Es ist eher der Wille, es zu lernen, oder die Angst, es nicht zu können, dass sich entweder davor abhält oder dass sie zu bringt, das dann drauf zu haben, was dir entweder im Weg steht oder dich dazu beflügelt, das dann zu beherrschen. Du brauchst 100, 100% kein Talent, um das zu lernen und jeder kann das ohne Frage, weil ich das schon zu oft erlebt habe, wie unglaublich untalentierte Menschen, wenn du so willst, jetzt krass gut zeichnen können, nur weil sie es wollten. Und jetzt stell sich die Frage, waren sie vielleicht talentiert und sie wussten es nicht? Das kann man sich natürlich immer fragen und da fairerweise weiß man es am Ende des Tages nicht. Aber wenn man tausende von Mustern immer wieder sieht, kommt man auf den Entschluss, vielleicht war das Thema Talent von Anfang an falsch verstanden. Vielleicht du die Person, die gerade zuhört, denkst von dir, du bist nicht talentiert, aber vielleicht ist dieser Gedanke das, was dich reduziert und nicht die Tatsache, dass du Talent brauchst.
Vielen Dank, das war so schön gesagt. Zum Abschluss von jedem Gespräch frage ich mein Gegenüber immer nach einer persönlichen Empfehlung der Woche. Das kann alles sein, das kann ein Buch sein, dass du gerade liest, das kann ein Film sein, das kann ein Song sein, der dir nicht mehr aus dem Kopf geht, eine Podcast-Folge, eine Aktivität, ganz wie du möchtest.
All right, eine persönliche Empfehlung. Wow. All right, ich muss kurz nachdenken.
Ja, kein Problem. Kann ich auch einen Tipp geben? Ja, klar.
All right, mein Tipp für dich ist, wenn du mit dir alleine bist und dann willst du dich ablenken mit deinem Handy oder du willst dich ablenken mit Freunden oder irgendwas anderes an Substanzen oder Konsum, versuch dir einen Tag in der Woche zu nehmen, wo du diese Ablenkung zur Seite legst, weil die Ablenkung hält dich davor auf, dort reinzuschauen, in dir tief hinein. Das, was schmerzhaft ist und weh tut. Und dort wirst du aber in dieser Tiefe für dich Dinge entdecken, die dein Leben wirklich voranbringen und dafür sorgen, dass du dich selbst besser entdeckst. Und ja, wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Vielen, vielen Dank für deinen ganzen Input, die Insights und natürlich auch für deine Zeit. War total schön mit dir zu sprechen.
Danke, liebe Iris. Vielen, vielen Dank.
Vielen Dank fürs Zuhören bei dieser Folge von Creative Talk. Kennst du schon unseren Newsletter? Dort versorgen wir dich regelmäßig mit den neuesten Updates und Trends aus der Branche und halten dich bezüglich Creatives, Who Gets und Events am Laufenden. Den Link zur Anmeldung findest du in den Show Notes. Wir hören uns bald bei einer neuen Folge von Crea Talk.