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Wir sind heute in Berlin und machen heute eine besondere Video-Kollaboration zwischen Easy German & Easy Spanish. Wir haben nämlich Menschen eingeladen, die aus Lateinamerika kommen, aber in Berlin leben. Und wir werden sie heute zu ihren Kulturschocks und zu den kulturellen Unterschieden zwischen Lateinamerika und Deutschland allgemein interviewen. Und zwar einmal auf Deutsch über Easy German und auf Spanisch wie Easy Spanish. Und beide Interviews mit Manuel führen.
Willkommen, Manuel! All das spricht sehr Spanisch. Wie kommt das denn? Sie, ich habe meine mexikanische Frau vor langer Zeit und jetzt spricht sie immer noch Spanisch. Hier werde gleich sehen können, wie Manuel auf Spanisch auch Interviews macht. Nicht in diesem Video, aber bei Easy Spanish. Das Video verlinken wir unten. Und hier geht es jetzt weiter auf Deutsch. Los geht's!
[Musik]
Hallo, hallo. Wie heißt du? Ich heiße Priscilla. Und wo kommst du her? Ich komme aus Mexiko-Stadt. Und wie lange bist du schon in Deutschland? Im nächsten Monat, also im September, schon vier Jahre.
Wie heißt du? Ich heiße Ichirama. Und wo kommst du her? Ich komme aus Puerto Rico. Und wie lange bist du schon in Deutschland? Ja, ich bin hier seit zwei Jahren.
Wie heißt du? Ich heiße Jari. Und wo kommst du her? Ich komme aus Argentinien. Und wenn du dich zurückerinnerst an deine Anfangszeit in Deutschland, was war so das erste Mal, dass du den richtigen Kulturschock hattest? Gab es das, dass die Leute nicht in der U-Bahn sparen? Ist alles so leise. Also wir sind laut und alle sprechen so. Also man fühlt sich, dass man kann nicht so viel sprechen.
So, okay. Ja, was mich überrascht hat, ist die Uhrzeit. Erst bewerben. Essen hier ist es sehr früh. Und bei mir, das ist um 21 oder 23 Uhr sogar.
Hattest du irgendwann einen richtigen Kulturschock? Danke, dass du hast. Vielleicht ist ja. Ich habe in Freiburg ganz am Anfang und ich wollte. Ich war in der Mitte vom Schwarzwald. Ich war in einem Hostel und dieser hatte Sauna. Und ich war noch nie in Sauna in meinem Leben. So, ich war mit meinen Anzug. Spielmannzug. Morgen bin ich einfach so toll gelaufen. Da ist ein Pool. Sauna. Ja. Und die Frau meinte: "Entschuldigen Sie, hier ist aber ohne Kleidung." Ich war so: "Was? Nein, hier ohne Kleidung? Das geht nicht." Und so man ist jetzt doch, weil sie so ganz so langsam. Ich dachte in diesem Moment, alle gucken an mich. Aber eigentlich nicht. Wir haben einfache Sachen gemacht. Und ich musste ja. Na ja, ist ein in Kanada und Pool und alles. Und das war echt ein Schock, weil in Mexiko war ich noch nie. Also nie, nie in meinem Leben.
Gab es jetzt schon zwei Jahre hier, gab es noch andere Momente, in denen du einen Kulturschock hattest oder vielleicht auch einfach Heimweh nach bestimmten Sachen, die anders sind in Puerto Rico? Zum Beispiel, wenn man im Supermarkt geht, man muss alles, also schnell packen, wie möglich. Und ich war so langsam. Ich war so, ja, Karte, Geld, um die Leute. Meine war so: "Hallo, also ist es keine Konkurrenz." Aber jetzt bin ich vorbereitet. Okay, Karte, Tasche, alles back, zack, zack, zack. Und auch die Leute spielen im Supermarkt. Man mag dieses Montag. Aber hier auch so, man kauft und dann fertig. Ich kann, ich kann dich etwas zählen. Das hier kommt. Ich war, als ich hier gezogen bin, wollte ich einfach einkaufen. Und ich glaube, am Ende dieser Eier gefärbt werden für Oster. Und ich war schockiert, weil ich habe das nicht gesehen. Mein Leben gibt es das nicht.
Und hast du dich daran gewöhnt oder hast du konntest du den Saunabesuch dann noch genießen oder war es dann total komisch? Jetzt kann ich komplett nackt moral sein. Nein, am Zeh oder sowas. Garnicht. Huber nackt sein. Und ich will mich wohl. Ich finde das sehr gut. Und super.
Wart ihr schon mal in Lateinamerika? Wir haben tatsächlich einige Leute aus Lateinamerika gefragt, was sie für einen Kulturschock hatten, als sie nach Deutschland kamen. Und mich würde interessieren, als ihr dort wart, also in Mexiko, in Kolumbien, hattet ihr dort einen Kulturschock? Und wenn ja, wie hat der sich gezeigt? Ja, ich meine, erstmals natürlich immer alles neu. Also, wenn man andere Länder geht, aber Kulturschock will ich jetzt auch nicht sagen. Mir, ich finde, man sagen wir einfach die Menschen da. Also, man verständigt sich mit Händen, wie kann. Kein Spanisch und hat alles super geklappt. Sehr offen, sehr offen und coole Lebensmentalität, will ich sagen. Also, sehr Party, auf dem Spaß haben, singen, tanzen. So.
Wo warst du denn in Lateinamerika schon mal? Ich war eigentlich im gesamten Süden, sozusagen. Also Argentinien, Chile, Peru.
Auf Reise oder wie lange warst du da? Ich hatte ein Jahr in Argentinien gelebt und dann neben beruflich unterwegs gewesen.
Hattest du zu irgendeinem Zeitpunkt einen Kulturschock? Ja, definitiv. Als ich das erste Mal realisiert habe, also Bonus, er ist im Grunde, wie wir hier für die Leute, die Geld haben. Und das erste Mal erlebt zu haben, dass die unmittelbare Armut ein Straßen zu entfernt ist. Es war für damals Anfang 20-Jährigen, der nur Wohlstand kannte, letztendlich oder oder westliches Leben kannte. Das war ein Kulturschock zu wissen, es gibt auch andere Leute.
Und wie hat sich das dann manifestiert? Wie hast du dich gefühlt? Hast du irgendwas geändert dann oder? Ja, es ist. Also, erst mal dieses, erst mal das Wissen, wie gesagt, nicht nur aus den Nachrichten zu kennen, dass es Armut gibt, sondern sie zu erleben und auch damit dann, also konfrontiert gewesen. Ich hatte damals seine Mitbewohnerin, die war Fotografin. Da einer in der Favela oder einem Wisch. Für sie da, sind wir da auch hin und haben wir den Kindern Fotoprojekte gemacht. Das war bereichernd, weil es dich demütig macht. So, also das ist ein bisschen so, wie sie als Spruch, aber es ist tatsächlich so, dass du im Hinterkopf hast, okay, wir hier machen uns Kopf, wie ich heute wohl hier feiern und was kann ich sonst noch immer ein Luxusleben machen. Die haben andere Sorgen. Insofern, ja, es macht, macht demütig, macht ein bisschen nachdenklich.
Manuel, zu fragen heute Menschen nach Kulturschocks. Was ist denn überhaupt ein Kulturschock? Ja, das ist eine spannende Frage, weil ich glaube, viele Beispiele, die jetzt so als Antwort kommen auf diese Frage, sind lustig und schön und sind sicher so kleine Kulturschocks. Aber was man nicht vergessen darf, ist, dass ein Kulturschock auch richtig hart sein kann und sehr real. Also, ich habe viele Jahre mit Austauschschülern gearbeitet und sie vorbereitet auf ihr Austauschjahr. Und das ist wichtig, nicht zu vergessen, dass das richtig eine psychologische Belastung sein kann, ein Kulturschock. Und auch ein umgekehrter Kulturschock, wenn man zurückkommt nach einer Auslandserfahrung.
Hast du auch negative Kulturschocks erlebt? Ich hatte tatsächlich das, als ich das erste Mal lange im Ausland war, als Austauschschüler in den USA für ein Jahr. Weil es tatsächlich ungefähr sechs Monate gedauert hat, bis ich so wirklich Freunde gefunden habe. Also, ich war die ersten sechs Monate sehr allein, eigentlich, bis auf meine Gastfamilie. Ich hätte es auch genossen. Ich war immer schon jemand, der sehr gerne auch allein war, aber es hat sich manchmal auch einsam gefühlt. Und ich glaube, das kann schon schwierig sein.
Gab es in den vier Jahren, in denen es in Deutschland, bis noch andere Kulturschocks oder Momente, wo du vielleicht Mexiko auch einfach vermisst hast? Ja, ich vermisse Mexiko, aber zum Glück gar nicht richtig gut. Mexikanisches Essen zu Hause kochen, das hilft. Ich habe auch mexikanische Freunde. Aber mein Mann ist Deutsch. So, ich habe ja ständig Kulturschocks zu Hause. Ja, sagt man ein Beispiel. Ein Beispiel über den so, dass man das macht, dann ist ein bisschen komplizierter für mich manchmal, weil er spricht sehr stark. Oder ja, sagt eine Mahnung, sehr, sehr so direkt und aggressiv. Man sagt für mich. Und wenn ich sage, dass mir das habe ich ganz nett gesagt. Moment ist so. Und das, das, das ist immer etwas, das ich lernen muss auf dem Weg. Oder auch im Supermarkt oder im Bus, nicht in Beinen oder nicht genau dieser Person hast mich, weil so schlecht zu mir gesprochen hat, sondern einfach so, es ist sie so.
Wie lange wart ihr denn dort ohne Spanischkenntnisse? Also, ich war zwei Monate in Brasilien und dann einmal Kolumbien und den Monat Mexiko. Mit dieser, also immer so genau im Monat eigentlich. Ja, ich war drei Monate am Stück ohne das ist gegenteilige kompletten Spanisch tatsächlich. Aber eher andersrum. Kann ich mir gut vorstellen, dass es in Deutschland ein bisschen schwieriger ist, Anschluss zu finden als andersrum.
Was wären Sachen, auf die sich Leute einstellen müssen, die nach Deutschland kommen? Also nicht so distanzlos, wie in den den Kulturen, dass sie ab, weiß vielleicht abweisender wirken die Menschen oder es auch sind und kühler sind, nicht so ganz offenherzig zu neuen Personen. Was würdest du denn einem Argentinier, der nach Deutschland kommt, sagen? Worauf muss er sich einstellen? Ich würde sagen, stell dich darauf ein, dass du nicht die vermeintliche soziale Nähe bekommst, du gewohnt bist. Aber verwechselt das nicht mit wirklicher Distanz, sondern such dahinter. Also, die Deutschen sind endlich genauso nett wie die Argentinier. Sie brauchen nur ein Tick länger, es zu zeigen. Das würde ich glaube ich im Argentinier er kommt.
Und was du in der Zwischenzeit mal zu Hause in Mexiko einmal war, einmal und das war das wollte ich fragen. Hattest du dann quasi den umgekehrten Kulturschock? Ja, weil ich bin immer noch mal gar nicht, aber ich liebe Deutschland. Ich liebe die deutsche Kultur und viele sagen, habe ich schon integriert in meinem Leben. Als ich in Mexiko zurück war, das war, also meine Familie vor allem hat gesagt: "Du bist nicht so." Er war, will ich dir gleich ganz anders. Warum machst du so? Willst du das soll jetzt Deutsch sein oder so? Nein, das ist mein Leben jetzt. Und und das liebe ich so. Pünktlich zu sein, zum Beispiel heute. Weiß nicht, ob künstlich, aber normalerweise schon. Solche Sachen, die man hier lernt und sind jetzt bin ich so glücklich.
Gab es in Mexiko noch andere kulturelle Sachen, die anders waren oder schwierig waren für dich, als du zurück nach Deutschland kamst? Ich habe gemerkt, erst mit meinem Chef gehabt und ich habe während des Meetings an Arm gefasst. Wo ich dann guckte mich an, dann habe ich gemerkt, auch in Deutschland fast wieder und sagt. Also heute fassen wir sowieso nicht mehr an. Heute ist Corona. Aber die, die die persönliche Distanz ist ist deutlich anders oder niedriger in Argentinien. Bis sofort mit allen Leuten irgendwie Interaktion, fasst dich an. Und das, also das habe ich nicht da gehört. Hat erst gemerkt, dass ich zurück war, dass das irgendwie, das ist doch irgendwie der persönliche Frei oder nicht persönlich Freiraum, die persönliche Distanz, die du in Deutschland ist es größer.
So, wie ist das denn bei euch? Viele von euch leben in Deutschland oder haben vielleicht schon mal in einem anderen Land gelebt. Habt ihr schon mal einen Kulturschock gehabt oder einen umgekehrten Kulturschock? Wie war das für euch? Schreibt uns einen Kommentar. Lesen sie alle.
Und jetzt solltet ihr unbedingt noch Manuel auf Spanisch hören. Das könnt ihr nämlich bei Easy Spanish machen. Und in der anderen Episode, die wir heute gedreht haben, die verlinken wir euch hier unten oder vielleicht auch gleich irgendwo her. Na dann, viel Spaß mit dem anderen Video. Bis bald.
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