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Hallo Leute, ist es wichtig, ein bisschen zu sprechen? Einfach so über irgendein Thema, das ich eigentlich sehr interessant finde. Als ich an der juristischen Fakultät hier in Moskau studiert habe, da habe ich wirklich intensiv Deutsch und Englisch gelernt. Und ich finde es generell interessant, wie auch andere Menschen Sprachen lernen, insbesondere die Menschen, die sehr viele Sprachen schon wirklich gut können.
Und da habe ich viel recherchiert. Ich habe viele Videos auf YouTube zu diesem Thema geschaut und ich habe auch ein paar Bücher zu diesem Thema gelesen. Das Buch, das mich am meisten fasziniert hat, war von einer, ich glaube, ungarischen Übersetzerin, die Philologin ist. Ich habe das Buch auf Russisch gelesen, da es auf Russisch „Katar um Kaffee so schell Lisicki“ heißt, also „Wie ich Sprachen lerne“. Eines ist klar: Als sie Sprachen gelernt hat, war die Zeit ohne YouTube, ohne Internet, oder das Internet war nicht so populär und so weit verbreitet wie heute. Aber immerhin hat sie gesagt, die beste Methode, die sie für sich persönlich gefunden hat, war, Bücher zu lesen.
Und genau das ist das Thema dieses Videos. Und ich möchte mit euch ein kleines bisschen darüber reflektieren: Wie gut ist es wirklich für die Sprachkenntnisse, dass man Bücher liest? Welche Bücher muss man am liebsten lesen? Und was sind meine Erfahrungen mit den Büchern in einer Sprache, die ich gerade lerne?
Ich stimme dem Gedanken von Katella eigentlich total zu. Und obwohl wir heute auch YouTube haben, verschiedene Serien haben, Filme haben und alles Mögliche, finde ich, die Bücher sind vielleicht doch die beste Methode, eine Sprache zu lernen: erfolgreich zu lernen und so zu lernen, dass man wirklich sehr schön dann spricht, alles versteht und auch dabei ziemlich gut schreiben kann.
Aber welche Bücher muss man lesen und wie fängt man damit überhaupt an? Weil das ist jetzt schwierig. Bücher zu lesen ist eigentlich ziemlich schwierig. Und ich kann es mir nicht vorstellen, dass jemand einfach, also zum Beispiel, denkt: „Okay, ich möchte jetzt eine Sprache lernen“, und dann nimmt er ein japanisches Buch und fängt an, einfach schon Japanisch zu lesen. Ja, also mit dieser Sprache ist es noch viel, viel, viel schwieriger als mit den Sprachen, die auf einem, zum Beispiel, lateinischen Alphabet basieren. Aber immerhin, am Anfang würde ich also keine Bücher lesen, sondern kleine Geschichten.
Ich habe im Laufe der Zeit viele Erfahrungen gesammelt. Unter anderem bringe ich auch Russisch bei. Und bei mir nehmen sehr oft Leute Unterricht, die zum Beispiel in Amerika wohnen. Manchmal sind das orthodoxe Christen, die für sich die orthodoxe Kirche gefunden haben und dann haben sie natürlich auch danach so großes Interesse an russischer Kultur und an der russischen Sprache. Und so wollen sie Russisch lernen. Sie haben wirklich viel Enthusiasmus, ja, also viel Motivation und viel Interesse, aber eigentlich keine, fast keine Kenntnisse.
Und was mache ich manchmal mit solchen Studenten? Natürlich versuche ich ihnen also grammatische Sachen zu erklären und Vokabular zu geben, damit sie auch selbst irgendwelche Sachen bilden können, irgendwas sagen können. Aber ich fand es auch ziemlich erfolgreich, mit neuen Studenten kleine und ziemlich einfache Texte zu lesen. Wir lesen diese Texte zusammen, übersetzen die Texte und dann, auch sehr wichtig, ich lese die Texte vor. Wenn sie meine russische Aussprache hören, meinen russischen Akzent, versuchen sie, so gut wie möglich, mir das nachzuahmen, also so zu sprechen, wie ich es mache. Und es nimmt natürlich ein bisschen Zeit, bis man versteht, wie Russisch klingt, bis man auch diese Laute aussprechen kann. Aber wenn man das wirklich macht, dann bekommt man auch mit der Zeit all diese Fähigkeiten und dann kann man auch schon selbst schwierigere Texte lesen. Und nach kleinen Texten kann man adaptierte Bücher lesen.
Aber doch eine ganz, ganz wichtige Sache in diesem Bezug: Die Bücher und die kleinen Texte sollen natürlich interessant sein. Wenn es nicht spannend ist, dann lohnt es sich, glaube ich, nicht. Es gab auch einen berühmten Linguisten, Stephen Krashen, und er hatte so eine ganz interessante Hypothese. Auf Englisch heißt diese Hypothese „Compelling Input Hypothesis“. Und die Hauptidee dieser Hypothese ist: „The input in the target language must be compelling.“ Die Information, also die man durch irgendein Medium bekommt, muss wirklich sehr, sehr spannend sein.
Zum Beispiel: Ich lerne Deutsch und am besten soll ich so ein Buch auf Deutsch finden, das ich einerseits ziemlich gut verstehe und andererseits ist es immerhin auf Deutsch, also nehme ich die deutsche Sprache wahr. Und das Buch, das so interessant für mich ist, dass ich dann nach irgendeiner Zeit überhaupt nicht merke, dass ich dieses Buch auf Deutsch lese. Das heißt, alles, was in diesem Buch passiert, soll für mich so interessant sein, dass ich das einfach weiter und weiter und weiter lese, bis ich das Buch beende.
Eigentlich lese ich ziemlich selten irgendwelche Romane, Thriller oder sonstwas, Krimis. Aber vor Kurzem habe ich für mich ein ganz, ganz interessantes Buch gefunden, das so spannend für mich war, dass ich das ganze Buch – das ziemlich groß war, eigentlich, und ich glaube, ungefähr vier- oder fünfhundert Seiten – in zwei Wochen gelesen habe. Also, ich habe jeden Tag eine oder sogar zwei oder vielleicht manchmal drei Stunden gelesen und ich konnte einfach nicht stoppen, bis ich mit dem Buch aufgehört habe.
Und weil ich immerhin sehr oft Deutsch spreche, sehr oft auch irgendetwas auf Deutsch lese, war das auch für mich so wirklich so nützlich und so schön. Und ich fühle, dass ich danach, nachdem ich das Buch beendet habe, ein bisschen besser, also noch ein bisschen besser Deutsch sprechen kann. Wörter fallen mir einfacher ein.
Deswegen wünsche ich euch von meinem ganzen Herzen, dass ihr für euch spannende Bücher findet. Und unter anderem könnt ihr es mit diesem Buch versuchen, das ich gerade gelesen habe: Der Autor ist Andreas Winkelmann und das Buch heißt „Wassermanns Zorn“. Und übrigens, jetzt lese ich noch ein Buch von diesem Autor, von Andreas Winkelmann. Dieses zweite Buch, das ich jetzt lese, heißt „Das Haus der Mädchen“. Das zweite Buch ist auch nicht weniger spannend als das erste, also dieses kann ich euch auch empfehlen, obwohl ich das zweite Buch „Das Haus der Mädchen“ noch nicht bis zum Ende gelesen habe.
Das ist aber ein Geheimnis. Ich habe das erste Buch „Wassermanns Zorn“ kostenlos bekommen und ich habe das Buch gelesen. Das hat mich wirklich fasziniert, es war interessant. Und deswegen dachte ich mir: „Okay, dann kaufe ich das zweite Buch von diesem Autor.“ Und ich habe das als Buch gekauft und ich finde das sehr praktisch und schön.
Und ich lese Bücher sehr oft mit meinem Handy, also mit dem iPhone. Und man kann alle Wörter ziemlich schnell nachschlagen, die man nicht weiß. Das finde ich super bequem. Und obwohl ich Bücher mag, also ich meine einfache, traditionelle Bücher, aber wenn ich auf Deutsch oder auf Englisch lese und manchmal doch Wörterbücher brauche, dann finde ich es viel, viel praktischer, ein E-Book zu lesen.
Ich möchte euch gleich zeigen. Zum Beispiel, ich lese jetzt das Buch „Das Haus der Mädchen“. So sieht es aus. Und dann sagen wir mal, verstehe ich nicht das Wort „Obdachlose“. Dann klicke ich „finden“, „Definition finden“. Dann sehe ich die Wörterbücher. Aber wenn mir diese Wörterbücher keine Hilfe geben, dann drücke ich einfach „im Internet suchen“ hier und am besten gleich im Bereich „Bilder“. Und dann kann ich die Bilder sehen und dann verstehe ich ganz einfach, was „Obdachlose“ oder für was „Obdachlose“ ist. Also, ich mag diese Methode eigentlich wirklich sehr: statt in einem Wörterbuch ein Wort nachzuschlagen, gleich das Wort mit der Hilfe von Google zu suchen und am besten Google Bilder.
Das war es für heute. Ich hoffe, es war interessant und hilfreich. Wenn es so ist, dann bitte Daumen nach oben! Schreibt mir bitte was in die Kommentare. Wenn ihr mich unterstützen wollt, dann geht durch diese Links, die ich da unten verlinkt habe, und kauft diese Bücher. Und dann bekomme ich auch ein kleines bisschen davon. Und hier mache ich schon lieber Schluss. Danke euch sehr fürs Zuschauen und bis zum nächsten Mal! Tschüss, auf Wiedersehen, bis bald! Ist ja mag waka waka.