Transcription
Der Goldpreis ist in den letzten Tagen regelrecht explodiert, und das auch aufgrund von Aussagen des mächtigsten Mannes der Welt. Und daraus kann man durchaus interpretieren, dass die USA überlegen, bald wieder Gold zu kaufen. Was an der Story dran ist, schauen wir uns jetzt gemeinsam an.
Hallo, liebe Hellinvestierten, schön, dass ihr wieder dabei seid bei einem neuen Video, und ich kann es nicht anders sagen, als mich noch mal zu wiederholen, wie im Intro: Gold ist regelrecht explodiert. Die Marke von 3400 US-Dollar war gar nichts. Also, da ging Gold durch wie ein heißes Messer durch Butter und klopft jetzt so langsam an der Marke von 3500 US-Dollar an. Zeitstempel für euch: Das Video nehme ich am Dienstagmittag auf. Das heißt, vielleicht stehen wir am Mittwoch schon etwas höher, vielleicht etwas tiefer, aber das, was wir in den letzten Tagen gesehen hatten, vor allem auch am Montag, dieser gewaltige Ausbruch, dieser Anstieg bei Gold um über 2 %, und dann am Dienstag Anschlusskäufe – wieder Gold deutlich über 1 % im Plus – das ist schon extrem. Erste Einblendung: Zeigt euch mal den Goldverlauf in US-Dollar aus meiner Chartplattform TradingView, und ihr seht: Diejenigen, die schon länger dabei sind, die wissen Bescheid, die kennen diesen Aufwärtstrendkanal, und ihr seht diesen heftigen Ausbruch nach oben. Und ihr wisst auch: So Anfang April, Ende April, als dieser Ausbruch nach oben kam, da war ich etwas skeptisch. Da habe ich gesagt, das erscheint mir jetzt wie eine veritable Übertreibung bei Gold. Deswegen habe ich ja auch meinen Nachkaufplan bei Gold geändert, denn diejenigen, die länger dabei sind, die wissen: Mein Goldanteil im Depot hat sich immer so eingehalten mit etwa 20 %. Ihr seht die Performance von Gold. Das heißt, Gold läuft mir in der Gewichtung im Depot aktuell davon. Das ist natürlich ein positives Problem, was ich da habe, aber da gleichzeitig auch die Aktien gefallen sind, wird der Goldanteil natürlich immer größer. Das bringt natürlich eine Menge Gewinner ins Depot, und das gleicht natürlich auch die Verluste bei Aktien massiv aus. Also, da zeigt sich wieder, wie wichtig es ist, zu diversifizieren und verschiedene Anlagenklassen zu haben und eben nicht nur auf die USA zu setzen oder noch niischiger auf Tech, sondern breit in den Aktienmarkt zu investieren, breit auch in Edelmetalle – also Gold und auch ein bisschen Silber beimischen –, auch in Immobilien, auch in Anleihen. Also, das ist momentan das, wo bei mir wirklich im Depot auch die Performance positiv ist, weil der Goldanteil halt so hoch ist. Ihr seht aber auch – ihr seht noch, und das will ich gar nicht verheimlichen – die zwei grünen Punkte, das waren so meine Nachkaufzonen, aber auch deswegen oder dem geschuldet, dass ich so einen hohen Goldanteil habe. Das heißt, ich kaufe bei kleinen Rücksätzen nicht nach, weil ich schon so viel Gold im Depot habe. Gab's ein bisschen Kritik auch: Ob mir der Goldpreis davon gelaufen ist? Muss ich sagen: Nein. Denn wenn ihr eine gewisse Zielallokation habt und sagt: Das ist so meine Grenze, die möchte ich haben, und ich möchte auch nicht mehr haben und überdiversifiziert sein, dann werdet ihr deutlich selektiver bei Nachkäufen als wie wenn ihr seid – wenn ihr erstmal in Richtung dieser Zielallokation euer Depot aufbaut. Also, von daher ja, meine Nachkaufschancen – ihr seht – knapp verpasst. Das ärgert mich aber überhaupt nicht, weil mein Goldanteil, wie gesagt, so groß wurde und auch mittlerweile über die 20 % deutlich rausgeschossen ist, dass ich eher versuche, mehr Aktien aufzusammeln und kein Gold verkaufe. Also, das ist auch eine wichtige Antwort: Nein, ich verkaufe kein Gold. Ich nehme keine Gewinne mit. Das bleibt im Portfolio. Ich schaue eher, dass ich gute Aktien-ETFs bekomme und da entsprechend nachkaufe, um da die Allokation, also den Anteil im Depot, nach oben zu schieben.
Ihr seht aber auch wunderbar anhand dieser Grafik, wie heftig Gold nach oben ausgebrochen ist. Also 3400 $ gingen wir durch, jetzt aktuell 3470 $, 35 $ fast ganz knapp noch berührt. Also, Gold zieht heftigst durch, und da muss man auch sagen: Ein paar Zahlen für euch: In diesem Jahr der Goldpreis in Euro: 20 % zugelegt; in Dollar: 33 %. Nicht ganz so gut lief es beim Schwestermetall, also Silber: In Euro 1,4 %, in Dollar 12 %. Ihr merkt: Der Eurokurs bzw. dadurch, dass der Dollar schwächer wurde, das frisst natürlich an unserer Performance, aber man kann trotzdem noch zufrieden sein mit 20 % Performance bei Gold in Euro und auch neuen Allzeithochs in Euro. Aber Silber hängt deutlich hinterher. Also Silber – ich hatte verschiedene Videos gebracht – wir hatten mal einen Ausbruch über die 32,50 $, sind dann auf 35 $ gelaufen, dann wieder nach unten durch, gesagt: Jetzt wieder über 32,50 $. Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Wie geht's bei Silber weiter? Das wird am Sonntag in einem Video von mir beantwortet werden. Vor allem, weil wir bei Silber aktuell – und das ist auch spannend für diejenigen, die nicht so Silber immer beobachten – wir haben aktuell eine Konstellation, die in den letzten 55 Jahren wirklich nur dreimal vorkam, und einmal war eine Corona-Verzerrung, kann man eigentlich abziehen. Also, Silber ist momentan in einer extrem interessanten Ausgangslage und liefert auch ein Signal, was wirklich extrem selten ist und nur alle paar Jahrzehnte mal vorkommt. Also, da Abo da lassen, Glöckchen drücken und unbedingt mal reinschauen.
Aber zurück zum eigentlichen Thema. Im Intro hatte ich gesagt: Der mächtigste Mann der Welt, Donald Trump. Vielleicht denken andere, das ist jemand anderen. Ich nehme mal oder ich hefte das jetzt mal Donald Trump an, denn Donald Trump hat ja aktuell durch seine ganzen – ihr wisst ja, ich bin immer diplomatisch – Umstellungen, sage ich mal mit einem Augenzwinkern, mehr oder weniger die ganze Welt im Griff und versucht, alles zu disruptieren und neu zu machen. Wie das ausgeht und ob es gut ausgeht, das werden wir sehen. Wir sind ja live dabei. Aber Donald Trump hat am Wochenende getrued. Wenn jetzt jemand sagt: Was heißt getrued? Er hat ja sein Netzwerk Truth Social, und da nennt man das Truthen, wenn ihr entsprechend einen – soll ich schon sagen – einen Tweet absetzt. Ja, ich weiß auch nicht, wie es da heißt. Also, schreibt's gerne mal in die Kommentare: Ein ein Truther oder ein Truth oder was auch immer wer da absetzt. Und blende ich euch mal ein hier von Donald Trump: „The golden rule of negotiating and success: He who has the gold makes the rules. Thank you.“ Übersetzt für euch mal kurz: Die goldene Regel der Verhandlung und des Erfolgs ist derjenige, der das Gold hat, macht die Regeln. Danke. Diese Meldung kann man jetzt natürlich auf drei verschiedene Arten interpretieren. Die eine Art: Man kann sagen, das ist Bullshit. Das werden diejenigen sagen, die Donald Trump sowieso nicht so gewogen sind und das, was er da vor sich hin fusselt, eh für Schwachsinn halten. Dann kann man sagen: Okay, das war einfach ein weiteres Aufmerksamkeitsgehabe und was auch immer, kann man ignorieren. Er hat im Übrigen diesen ähnlichen Tweet schon 2013 mal abgesetzt – Tweet, seht ihr schon wieder – ja, diese ähnliche Nachricht 2013 abgesetzt, jetzt noch mal wiederholt. Also, das ist besonders interessant, das ist in der jetzigen Phase, sagt man. Und man kann es also als Schwachsinn abtun. Man kann es aber auch – und man weiß ja aktuell bei Trump nicht, was kommt, und das ist ja auch der Grund, warum es an den Märkten so hoch hergeht, warum so eine hohe Volatilität bei Aktien drin ist, bei Anleihen, warum der Dollar schwächer wird – wir, wir wissen nicht: Was plant er, was macht er als nächstes, wird er wieder zurückrudern? Ich bin nach wie vor in dem Camp: Lasst mich da gerne eure Meinung wissen. Das wird sich alles in Wohlgefallen auflösen. Das ist aktuell, wie die Amerikaner sagen: Event driven, also durch ein Event durch Trump ausgelöst. Trump kann relativ schnell alles wieder zurücknehmen, und wir haben mehrfach schon gesehen, wie er gebrinzelt hat, wenn es an den Märkten wirklich zu hart wurde, vor allem, wenn der Anleger reagiert hat. Ich bin sicher, er wird da in den nächsten Wochen und Monaten viele wunderbare Deals finden, die dann am Ende dazu führen, dass wir doch irgendwie wieder da zurückgehen, wo wir mal angefangen haben, vielleicht sogar mit positiven Merkmalen für den Welthandel, weil alle die Zelle runter – werden wir sehen. Aber man kann diese Nachricht jetzt von Trump zumindest auch mal in die Richtung interpretieren, dass wir sagen: Das ist eine veritable Drohung. Das ist eine veritable Drohung den gegenüber, die Gold in den USA haben, weil er sagt: Derjenige, der das Gold hat, macht die Regeln. Könnte man also sagen: Das ist eine Art Enteignung von den Ländern, die nach wie vor in den USA ihr Gold lagern. Jetzt aber die Frage: Wie viele Länder lagern denn noch ihr Gold in den USA? Also Russland, China und die Schwellenländer können wir da schon mal ausschließen. Ich habe eine interessante Grafik gefunden von 2023. Ich habe die Werte auch mal quergeprüft. Die scheinen noch alle aktuell zu sein, und deswegen die Einblendung für euch stammt von der Banker Group. Interessanter Name. Und die haben hier mal aufgelistet, in verschiedenen Schattierungen und Farben, welche Bestände bzw. welche Länder ihr Gold wo lagern. Ihr seht also mal ganz links die ja die ganz große, ganz große Säule nach oben, das sind die USA, und da steht oben in orange: „Store Gold itself“, das heißt, die lagern ihr Gold selber ein. Klar, USA lagern ihr Gold selber ein, im eigenen Land. Ganz rechts oder rechts daneben: Germany, Deutschland. Da seht ihr aktuell, dass 55 % des deutschen Goldes in Deutschland gelagert werden. Das war diese Rückholaktion der deutschen Bundesbank, die dann 2017 vorzeitig abgeschlossen werden konnte, weil man das Goldwachen zurückholen wollte, schon früher zurückgeholt hat als eigentlich geplant. Ihr seht aber auch: Deutschland hat 37 % der Goldreserven in den USA und 9 % in Großbritannien. Also, da zeigt sich: Deutschland hat Gold in den USA – wahrscheinlich keine neue Nachricht für euch. Dem werde ich aber auch mal in Zukunft noch mal in einem Video nachgehen. Also, da lasst gerne auch mal ein Kommentar da oder lasst ein Abo da und aufs Glöckchen drücken, weil viele, viele Fragen letzter Zeit kommen: Ob Deutschland jetzt ein großes Problem bekommt aufgrund der Goldreserven in den USA? Ich bin da noch am recherchieren, ich bin da auch intensiv am Überlegen, wie ich die Situation finde. Wird ein Video dazu definitiv noch geben. Das heißt, wer es sehen will, der weiß, was er zu tun hat. Ihr seht neben Deutschland: IMF, das der International Monetary Fund, also der IWF, der internationale Währungsfond, hat auch 57 % des Goldes in den USA, 35 % in Großbritannien, dann einen Teil in Frankreich und einen ganz kleinen Teil in Indien. Dann Italien hat auch Gold in den USA gelagert, 48 % der Reserven. Und wenn wir dann weitergehen, dann muss man schon genau schauen mit der Lupe, wer überhaupt noch Gold in den USA hat: In der Mitte etwa: The Netherlands, also die Niederlande, 31 % der Goldreserven in USA und fast ganz rechts, also die sechste Position von rechts: Der Libanon, 40 % in den USA. Also, es wird in meinen Augen öfters übertrieben dargestellt, dass die USA so viel Gold der ganzen Welt eingelagert hätten und das kontrolliert. Es sind eigentlich nur ganz wenige Länder, und das sind Italien, Deutschland und eine Institution namens internationaler Währungsfond, Libanon. Ich weiß nicht, ob die USA da großen Druck auf Libanon machen mit den Goldreserven, das ist jetzt das eine. Oder ob auch die Niederlande jetzt wirklich im Fokus der USA wären – das ist auch eine andere Geschichte. Aber Druck ausüben könnte Donald Trump, wenn diese, diese Nachricht von ihm so interpretiert wird, dass es eine Art Enteignung ist, dass man deutlich Druck auf Deutschland machen kann oder auch auf Italien. Das heißt: Zwei große Länder innerhalb der EU, weil die die Goldreserven da natürlich im Feuer stehen. Das ist jetzt ganz bewusst, möchte ich auch sagen, ich möchte da gar keine Verschwörungstheorien verbreiten, sondern ich möchte nur darlegen, wie die Situation ist. Das heißt, Deutschland und Italien sind sehr stark, was die Goldreserven angeht, von den USA abhängig, weil da einfach ein ordentlicher Teil des Goldes lagert und das natürlich jetzt auch im Einflussbereich von Donald Trump ist. Deswegen gab es auch in den letzten ein, zwei Wochen immer wieder Politiker, die gefordert haben, das ganze Gold zurückzuholen, weil man ja nicht weiß, wie sich in Zukunft das Vertrauensverhältnis zwischen Europa und den USA oder auch zwischen den USA und Deutschland entwickeln wird. Also, das ist schon eine Angst, die irgendwo mitschwingt, die wir beachten sollten.
Und die dritte Interpretation von dieser Nachricht von Donald Trump ist, dass er gar nichts vorhat in Richtung einer Enteignung, sondern dass er sagt: Wir sollten selber mehr Gold kaufen, um unsere globale Verhandlungsposition noch besser auszubauen. Und da gibt's eine interessante Grafik von Tavi Costa. Tavi Costa kam euch hier im Kanal schon ab und zu mal oder lief euch schon ab und zu mal über den Weg. Er ist Edelmetallanalyst, der ist Rohstoffanalyst, und er hat eine interessante Grafik auf X – schwierig wird das heutzutage, wenn man nicht mehr Twitter und Tweeten sagen kann. Also, er hat die Grafik – ex – Einblendung kommt. Ihr seht – ist jetzt farblich natürlich nicht unbedingt das schönste, aber ihr seht mal verschiedene Darstellungen, und ich werde es natürlich gerne erklären: In blau – diese blauen Säulen nach oben – das ist der relative Anteil der amerikanischen Goldreserven gemessen an der amerikanischen Verschuldung. Also Lesebeispiel: Ganz links 1940, da steht ein Wert von 40 %. Da waren 40 % der US-Schulden durch physisches Gold gedeckt. Jetzt seht ihr, dass immer weiter der Abbau der Goldreserven oder relativ gesehen von Statten ging. Ihr seht, dass wir in den 80ern mal so ein leichtes Comeback hatten auf 17 %. Lag auch daran, dass die Verschuldung teilweise zurückging. Und dann ist die Verschuldung der USA immer weiter gestiegen. Das seht ihr anhand der weißen Linie. Das ist also die Darstellung der Verschuldung zum BIP, aktuellen Wert von so etwa 120 %, wird hier errechnet, und die blaue Linie jetzt ganz rechts oder die blauen Säulen ganz rechts zeigen euch, dass nur noch 2 % oder weniger als 2 %, wenn wir das letzte Jahr komplett mit reinnehmen, der amerikanischen Schulden durch die amerikanischen Goldreserven gedeckt sind. Und jetzt gibt's hier noch ein paar Rechenbeispiele, dass wenn jetzt der beispielsweise die amerikanischen Schulden durch Gold gedeckt sein sollten in Höhe von 17 %, was wir beispielsweise 1979 hatten, müsste Gold auf 24.000 $ steigen. Oder sollten die amerikanischen Schulden durch 40 % Goldanteil gedeckt sein, müsste Gold auf 55.000 $ steigen. Also, wenn ihr euch fragt: Wo kommen diese wahnsinnigen Kursziele immer her? Ja, die kommen von diesen Hochrechnungen. Ist das realistisch? Ich würde heutzutage nichts ausschließen, aber ich würde dem eher eine geringe Wahrscheinlichkeit beimessen und nicht sagen: Na ja, in paar Jahren stehen wir bei 24.000 $. Das wäre dann wahrscheinlich eine Situation, wo selbst wir als Goldfans auch nichts mehr zu lachen hätten, wenn der Goldpreis sich jetzt noch mal verzehnfacht oder sogar ver15facht vom aktuellen Niveau. Also, lieber steigt mir der Goldpreis gemächlich Jahr für Jahr wie eine Versicherung, gerne auch oberhalb der Inflationsrate, weil dann sichert er nicht nur die Kaufkraft, sondern schafft auch entsprechend Vermögen. Aber eine Verzehnfachung oder Ver15fachung in kürzester Zeit muss ich jetzt auch nicht unbedingt wirklich haben. Aber es ist interessant: Ihr seht, dass nur 2 % der amerikanischen Schulden sind also durch die Goldreserven gedeckt. Und da kommt natürlich die Frage rein: Ob Donald Trump die Fed dazu zwingt oder die Fed aus eigenem Antrieb beginnt, entsprechend Gold aufzukaufen. Denn ihr seht: Das in den Schwellenländern – Schwellenländer kaufen wie verrückt Gold. Zum einen, um sich unabhängiger zu machen vom US-Dollar. Zum anderen ist aber Gold auch ein Vertrauensbeweis für die internationale Investorengemeinschaft, dass man sagt: Okay, wenn in so einem Schwellenland was schiefgeht, haben die immer noch Gold. Das Gold können wir verwerten. Und in den USA haben wir aktuell den Beginn einer veritablen Vertrauenskrise. Also, Donald Trump macht immer mehr Druck auf Jerome Powell, die Zinsen zu senken. Je mehr Druck er macht, desto weniger kann Powell eigentlich die Zinsen senken, weil dann der Vertrauensverlust in die Fed als Institution noch weiter zurückgehen würde. Und das ist ein riesen Dilemma, und deswegen wird der Dollar schwächer, und deswegen sind in USA auch die Zinsen gestiegen, weil die Anleihen verkauft wurden. Und natürlich – ich habe das zu Beginn der Woche gesehen – die Aktienkurse sind natürlich auch entsprechend gefallen. Und so eine Vertrauenskrise kann man am Ende sicherlich entschärfen, wenn sie jetzt weitere Kreise zieht, indem die USA – USA – sagen würden: Wir kaufen Gold, weil dann können internationale Investoren sagen: Egal, wer da am Ruder ist, wenigstens haben sie noch Gold, und mit diesem Gold können wir unsere Schulden dann entsprechend bedienen oder was auch immer. Aber bei 2 % Anteil oder 2 % Goldanteil anhand der Gesamtschulden ist es halt viel zu wenig. Also, dieser Anteil müsste ausgebaut werden, und wenn die USA als Käufer in den Markt zurückkämen, würde das den Preis natürlich auch entsprechend treiben. Vor allem, weil – nächste Einblendung – seht ihr mal hier die USA, was ihre Goldreserven angeht, schon lange nichts mehr getan haben. Das ist jetzt nicht der schönste Chart der letzten Jahre, und er ist auch, wie ihr seht, nicht aktuell. Er hört zu 2007 auf. Mir geht es hier nur um die grünstraffierte Fläche. Die geht mal zurück bis 1900 und zeigt die Entwicklung der amerikanischen Goldreserven. Und ihr seht: Während des Zweiten Weltkrieges haben die USA immense Goldreserven angehäuft, also über 20.000 Tonnen, und das war natürlich auch der Grund, weil die USA viel Material, Rüstungsgüter geliefert haben und dann entsprechend in Gold vergütet wurden. Dann gingen die Goldreserven entsprechend aufgrund der Ausgaben der USA, auch der verschiedenen Kriege, die geführt wurden oder auch Investitionen ins Eigenland, soziale Ausgaben und so weiter, nach unten und stagnierend, wie ihr jetzt seht, fast seit 1970 auf demselben Niveau. Das bedeutet wiederum: Dieser Goldanteil, den wir hier aktuell sehen, hat sich seit 50 Jahren nicht mehr bewegt. Also, auch da wäre erstmal interessant, wenn die USA den Goldanteil nach oben schieben würden, weil dann entsprechend mehr Schulden durch physisches Gold auch gedeckt werden, mehr Dollar im Umlauf durch physisches Gold gedeckt werden, und das wäre natürlich auch entsprechender Vertrauensbeweis für die internationale Investorengemeinschaft, um diese Vertrauenskrise, die wir aktuell haben, zu entschärfen. Es gibt eine – und ich bin gleich fertig – auch die These, dass die USA aktuell schon heimlich Gold kaufen, weil die Importe oder Exporte aus der Schweiz oder anders gesehen die amerikanischen Importe aus der Schweiz in Form von Gold deutlich gestiegen sind. Letzte Einblendung: Das ist ein Artikel von Reuters, und die Überschrift ist: „Gold starts coming back to Switzerland from US after exclusion from Trump’s terrorists.“ Das heißt: Ja, in letzter Zeit sind viele Gold- – oder es wurde viel Gold aus der Schweiz in die USA geschickt, aber nur deswegen, weil man nicht wusste, ob Gold den Zöllen unterliegen würde, und deswegen wurde so eine Art Frontloading betrieben. Das heißt, es wurde viel Gold aus der Schweiz aufgekauft, in den USA eingelagert, weil man gesagt hat: Wir hätten lieber mal das Gold, weil wir ja nicht wissen, ob Trump da auch einen Zoll drauf belegt. Jetzt sehen wir: Gold ist aktuell ausgenommen, deswegen geht Gold wieder zurück in die Schweiz. Also, diese Theorie, dass die USA jetzt schon in letzter Zeit heimlich Gold gekauft haben, das kann man ableiten aus den Importen. Wenn man aber die ganze Story kennt, dann weiß man, dass es einfach nur eine Reaktion auf die Zölle war und nicht ein heimlicher Kauf der Fed oder anderer Institutionen. Also, von daher kann man jetzt noch nicht sagen, dass die USA wirklich im großen Stile Gold kaufen oder geheimlich kaufen, aber ihr seht schon: Diese Nachricht von Trump kann verschiedenst interpretiert werden. Ich find's interessantesten, ob wirklich die Fed irgendwann hergeht und noch Gold dazu kauft, weil man einfach sagen muss: Okay, wir müssen irgendwie Vertrauen wiedergewinnen, wir müssen den Dollar wieder stärken, wir müssen jetzt signalisieren: Okay, wir haben es verstanden, und wir kaufen einfach Gold dazu. Das wird den Preis natürlich noch entsprechend weiter steigen lassen und ist natürlich positiv für alle Goldfans, solange das irgendwie gesittet vonstatten geht.
Gut, dann war's das jetzt für dieses Video. Wie gesagt, lasst ein Abo da und drückt aufs Glöckchen, dann werdet ihr informiert am Sonntag, wenn das Silbervideo kommt. Und ansonsten bin ich natürlich wie immer auf eure Meinung gespannt. Dann darf ich mich von euch verabschieden. Ich bin Sebastian Hell. Ihr seht mich wieder im nächsten Video. Bis dann.