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DEINE INNEREN SELBSTGESPRÄCHE FORMEN DEINE REALITÄT - NEVILLE GODDARD - Mindset Hörbuch

Inspirierende Hörbücher27:44

Transcription

[Musik] Dieses Hörbuch beinhaltet die deutsche Übersetzung eines Vortrages von Neville Goddard. Originaltitel: Mental Diets, übersetzt: Geistige Diät. Herausgeber dieses Hörbuches ist der Audana Verlag.

Mental Diet – Geistige Diät. Jeder Mensch spricht zu sich selbst. Diese Gewohnheit kann sich niemand entziehen. Wir können dies ebenso wenig abstellen, wie wir auf Essen oder Trinken verzichten können. Die Art und Ausrichtung dieser inneren Monologe können wir aber sehr wohl beeinflussen. Den meisten Menschen ist nicht bewusst, dass diese inneren Gespräche die Ursache für ihre Lebensumstände sind. Wir kennen den Spruch: „Wie der Mensch in seinem Herzen denkt, so ist er.“ Aber wissen wir auch, dass die Gedanken des Menschen den Bahnen folgen, die er durch seine inneren Gespräche gelegt hat? Um diese Bahnen derart neu zu verlegen, dass sie in die Richtung weisen, die der Mensch anstrebt, muss er seine bisherigen inneren Gespräche aufgeben. Paulus nannte dies im Brief an die Römer „den alten Menschen“. Wir müssen uns geistig erneuern. Das Gesprochene ist das Vorstellungsbild. Wer seine geistige Vorstellung ändern will, muss deshalb das Gesprochene ändern. Mit „Gesprochenes“ meinen wir hier die inneren Selbstgespräche, die wir mit uns führen.

Die Welt ist ein magischer Kreislauf geistiger Verwandlungen, denn es gibt eine unendliche Anzahl möglicher Selbstgespräche. Sobald der Mensch die Schöpferkraft seiner inneren Gespräche entdeckt, wird ihm auch seine Lebensaufgabe bewusst. Nun kann er entsprechend tätig werden. Ohne dieses Wissen fällt er sich unbewusst. Alles ist ein Ausdruck der Selbstgespräche, die unablässig in uns stattfinden, ohne dass wir uns ihrer bewusst wären. Doch als zivilisierte Wesen müssen wir uns diese inneren Abläufe bewusst machen und absichtsvoll handeln. Die Selbstgespräche eines Menschen wirken in seinem Leben als Anziehungskraft. Solange sich diese inneren Selbstgespräche nicht ändern, ändert sich auch die persönliche Geschichte des betreffenden Menschen nicht. Äußere Umstände verändern zu wollen, ohne zuerst die inneren Gesprächsbahnen zu verändern, hieße gegen das Wesen der Dinge zu verstoßen. Der Mensch kann ohne Unterlass von einer Enttäuschung zur nächsten schreiten, ohne zu erkennen, dass es seine eigenen negativen Selbstgespräche sind, die ihm immer wieder dieselben missliebigen Erfahrungen bescheren. Doch er schiebt die Schuld äußeren Umständen und anderen Personen zu. Dies mag sich weit hergeholt anhören, doch wir können diesem Punkt anhand von Nachforschungen und Experimenten auf den Grund gehen. Die Formel, welche der Chemiker anwendet, steht auch nicht auf einem festeren Sockel als die Formel der hier angesprochenen Wissenschaft, wonach Worte zu einer objektiven Realität führen.

Eines Tages erzählte mir ein Mädchen von ihren Schwierigkeiten mit ihrem Chef. Sie war überzeugt, dass er ihr Unrecht tat, weil er sie wiederholt kritisierte, obwohl sie ihr Bestes gab. Ich erklärte ihr folgendes: Wenn Sie der Meinung wäre, dass ihr Vorgesetzter sie ungerecht behandeln würde, müsse sie mit Sicherheit zunächst in sich blicken und sich ihre Selbstgespräche bewusst machen. Es bestand kein Zweifel, dass sie innerlich mit ihrem Chef Streitgespräche führte, denn andere Personen geben nur das Echo zurück, was wir ihnen insgeheim zuflüstern. Sie gab zu, dass sie den ganzen Tag innerlich mit ihm stritt. Als sie dies bewusst wurde, erklärte sie sich bereit, ihre inneren Selbstgespräche mit ihrem Vorgesetzten umzupolen. Sie stellte sich vor, dass er sie zu ihrer hervorragenden Arbeit beglückwünscht habe und dass sie sich ihrerseits für das Lob und die Anerkennung bedankt habe. Zu ihrer großen Freude entdeckte sie sehr bald, dass ihre eigene Einstellung der Grund für ihre bisherige Erfahrung gewesen war. Das Verhalten des Chefs änderte sich und spiegelte zurück, was die Selbstgespräche des Mädchens ausstrahlten.

Ich sehe nur selten einen einsamen Menschen, ohne mich zu fragen: „Von welchen Selbstgesprächen kommt er nicht los? Auf welchen sonderbaren Bahnen bewegen sich seine Gedanken wohl?“ Wir müssen anfangen, uns dem Leben bewusst zu stellen. Die Lösung aller Probleme liegt darin, dass der andere Mensch, der himmlische Herr, der in uns wohnt, versucht, sich im menschlichen Körper seiner selbst bewusst zu werden, um auf diese Weise die Werke seines Vaters zu tun. Wie sehen diese Werke aus? Um seinem Vater gerecht zu werden, muss er Meister der Welt werden. Das heißt, er musste die inneren Selbstgespräche meistern, damit die äußere Welt im Abbild des Reiches der Liebe erschaffen wird. Der Prophet sagte: „Seid Nachahmer Gottes als seine geliebten Kinder.“ Doch wie können wir Gott nachahmen? Nun, wir lesen in den Römerbriefen, dass Gott das Nichtseiende ins Dasein ruft, also das Unsichtbare ins Sichtbare. Auf diese Weise hat das Mädchen das Lob und die Freundlichkeit ihres Vorgesetzten herbeigerufen. Sie führte in ihrer geistigen Vorstellung ein Gespräch mit ihm und ging davon aus, dass er ihre Arbeit anerkennen würde. Genau das tat er dann. Unsere inneren Selbstgespräche repräsentieren auf vielfache Weise die Welt, in der wir leben. Unsere individuellen Welten sind Selbsoffenbarungen unserer eigenen inneren Gespräche. Es steht geschrieben: „Ich sage euch, dass die Menschen von jedem ungerechten Worte, das sie reden werden, Rechenschaft geben müssen; denn nach ihren Worten werden sie gerichtet, und nach ihren Worten werden sie verdammt.“ Wir geben uns negativen Selbstgesprächen hin, erwarten aber, dass uns das Leben positives beschere. Unsere inneren Gespräche reichen nicht in die Vergangenheit zurück, wie irrtümlich angenommen; sie reichen in die Zukunft hinein. In der Zukunft ernten wir dann, was wir an Worten vergeudet oder weise investiert haben. „Mein Wort“, so lesen wir bei Jesaja, „soll nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern tun, was mir gefällt, und es soll ihm gelingen, wozu ich es sende.“

Wie würde ich nun einem Freund, dem ich helfen will, mein Wort senden? Ich würde mir vor meinem inneren Auge vorstellen, dass ich seine Stimme hörte und dass er körperlich anwesend sei. Ich würde meine Hand auf seiner spüren und ihm zu seinem Glück gratulieren. Ich würde ihm erzählen, dass er noch nie so gut ausgesehen habe, und ich würde so zuhören, als ob er jetzt physisch bei mir wäre. Im Zuge dieser liebevollen Anteilnahme, die durch Gedanken und Gefühle hergestellt wird, würde mein Wort ausgesandt werden, und es würde nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es würde ihm das gelingen, wozu ich es aussende. „Zur willkommenen Zeit habe ich dich erhört, und am Tage des Heils habe ich dir geholfen.“ Nur das Getane zählt, auch wenn sich die sichtbare Auswirkung bisweilen zeitlich verzögert. Wir rufen das Gesagte herbei, zwar nicht lauthals, aber über eine innere intensive Aufmerksamkeit, sorgfältig hineinzulauschen, als ob wir es gehört hätten, bedeutet es zu erschaffen. Die Ereignisse und Beziehungen des Lebens sind ihr sichtbar gewordenes Wort. Viele von uns berauben unsere Mitmenschen ihrer Bereitschaft und Fähigkeit, freundlich und großzügig zu sein, weil wir vorgefasste Meinungen von ihnen haben. Unsere geistige Einstellung kommt in uns selbst in Form innerer Gespräche zum Ausdruck. Über die Vorwegnahme des erfüllten Wunsches bei unseren inneren Selbstgesprächen erschaffen wir absichtsvoll die angestrebten Lebensumstände. Wenn Sie die Kunst der bewusst gesteuerten inneren Rede üben, werden auch Sie erkennen, welche Freude es ist, mit Johannes sagen zu können: „Jetzt sage ich es euch, bevor es geschieht, damit ihr es glaubt, sobald es geschieht.“ Sie werden in der Lage sein, ihre Vorstellungsbilder bewusst so einzusetzen, dass die immensen schöpferischen Energien ihrer inneren Selbstgespräche kanalisiert werden, um sich von der mental-gefühlsmäßigen Ebene in die physische Ebene zu verwandeln. Ob diesem Vorgang Grenzen gesetzt sind, wage ich zu bezweifeln.

Welches Ziel streben Sie an? Stimmen ihre inneren Selbstgespräche damit überein? Das ist eine unabdingbare Voraussetzung. Nur so werden Sie ihr Ziel erreichen können. Bei US 33 steht geschrieben: „Können zwei wandeln, außer sie seien sich darüber einig?“ Natürlich wäre das nicht möglich; beide müssen sich einig sein. Diese beiden sind ihre inneren Selbstgespräche und der angestrebte Wunschzustand. Was sie im Außen erleben, sehen oder hören wollen, müssen Sie zunächst im Inneren erleben, sehen oder hören. Jedes Stadium der menschlichen Weiterentwicklung wurde erklommen, weil der Mensch seine Vorstellungskraft absichtsvoll eingesetzt hat, indem er seine inneren Gespräche in Einklang mit seinem Wunschbild gebracht hat. Sobald wir diese inneren Gespräche bewusst so steuern, dass sie mit dem erfüllten Wunsch in Einklang sind, können wir auf alle übrigen Prozesse getrost verzichten. Dann halten wir uns aufgrund eines klaren geistigen Vorstellungsbildes und einer eindeutigen Absicht. Wir stellen uns den Wunsch oder das Angestrebte als bereits erfüllt vor und richten unsere inneren Selbstgespräche diszipliniert darauf aus. Die richtige innere Rede ist die, welcher Sie sich bedienen würden, wenn Ihr Ideal bereits Wirklichkeit wäre. Das ist die Rede des erfüllten Wunsches. Sie werden nun verstehen, welche Weisheit sich hinter den Worten verbirgt, die wir im Corpus Hermeticum, den griechischen Traktaten des Altertums, finden: „Zwei Geschenke hat Gott nur dem Menschen und keiner anderen Kreatur vermacht: die Geschenke des Bewusstseins und der Sprache. Dies entspricht der Unsterblichkeit. Wenn der Mensch diese Geschenke richtig gebraucht, unterscheidet ihn nichts mehr von den Unsterblichen; denn wenn er seinen Körper ablegt, werden Bewusstsein und Sprache seine Führer sein. Diese werden ihn zur Truppe der Götter und derjenigen Seelen leiten, die diese Seligkeit erreicht haben.“ Mit dem Doppelgeschenk von Bewusstsein und Sprache erschaffen sie sich die Umstände und Bedingungen des Lebens. „Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.“ Das Wort, sagte Hermes, ist der Sohn; das Bewusstsein ist der Vater des Wortes. Diese sind nicht voneinander getrennt, denn das Leben ist eine Einheit aus Wort und Bewusstsein. Sie und ihre inneren Gespräche – das Wort – sind eins. Wenn ihr Bewusstsein mit ihren inneren Gesprächen eins ist, dann bedeutet eine Bewusstseinsveränderung eine Veränderung des Gesprochenen. Paulus zeigt uns eine tiefe Erkenntnis, wenn er schreibt: „Legt den alten Menschen ab, der in Verbindung und Begierde zu Grunde geht; ändert euren früheren Lebenswandel; erneuert euch im Geist eurer Gesinnung und zieht den neuen Menschen an.“ Das bedeutet nichts anderes, als seine inneren Selbstgespräche zu ändern, denn Sprache und Bewusstsein sind eins. Wer seine Sprache ändert, ändert sein Bewusstsein. Der Prophet Samuel sagte: „Der Geist des Herrn redete durch mich, und sein Wort war auf meiner Zunge.“ Wenn das Wort des Herrn auf der Zunge des Propheten war, dann muss der Mund des Herrn, der das Wort gesprochen hat, das Bewusstsein des Propheten gewesen sein, da die inneren Gespräche im Bewusstsein entstehen und auf der Zunge winzige Sprachbewegungen auslösen. Der Prophet sagt uns damit, dass der Mund Gottes das Bewusstsein des Menschen ist und die inneren Selbstgespräche das Wort Gottes sind, welches das Leben um uns erschafft, während wir es in uns erschaffen. In der Bibel lesen wir, dass das Wort ganz in unserer Nähe sei, in ihrem Mund und in ihrem Herzen. „Das Leben und den Tod habe ich euch vorgelegt, den Segen und den Fluch; so wähle das Leben, damit du lebst.“ Ihre Lebensumstände werden nicht durch eine Macht erschaffen, die sich außerhalb von ihnen befindet; die äußeren Umstände sind viel mehr das Ergebnis ihrer inneren Selbstgespräche. „Sehe, jetzt ist die angenehme Zeit, jetzt ist der Tag des Heils“, denn ihre Zukunft wird durch das Wort Gottes geschaffen, und dieses ist ihr inneres Selbstgespräch. Durch ihr Inneres Reden gestalten Sie Ihre Zukunft. Das Endergebnis lässt sich immer auf den Ursprung zurückverfolgen. Wer Erfolg ernten will, muss Erfolg sehen. Die geistige Vorstellung, die den gesamten Prozess anstößt, ist die Vorstellung, welche von Ihnen als Wahrheit akzeptiert wird. Dieser Punkt ist sehr wichtig, denn die Wahrheit hängt von der Intensität der inneren Vorstellung ab, nicht von Fakten. Als ich dem Mädchen vorstellte, dass sie ihren Vorgesetzten ungerecht behandle, bestätigte dessen Verhalten ihr Vorstellungsbild. Als sie ihre Vorstellung veränderte, spiegelte das Verhalten des Chefs diese geistige Veränderung. Dies bestätigt folgendes: Eine aufrechterhaltene Annahme wird sich zu einer Tatsache verfestigen, selbst dann, wenn Sie von einer irrigen Annahme ausgingen. Das Unterbewusstsein stellt sich immer im Einklang mit der Annahme, von der es ausgeht. Um erfolgreich zu sein, müssen wir deshalb innerlich davon ausgehen, dass wir erfolgreich sind. Wir müssen uns das Vorstellungsbild des Erfolgs herbeifühlen, und dieser Vorgang muss bewusst und absichtsvoll vollzogen werden. Ob die momentanen äußeren Umstände und Fakten diese Annahme widersprechen, spielt keine Rolle. Wenn Sie ihrer Annahme treu bleiben, wird sie sich als Tatsache zeigen. Von einem neuen Selbstbild auszugehen beinhaltet eine Veränderung der inneren Selbstgespräche oder des Wortes Gottes und entspricht dem Anlegen des neuen Menschen.

Wenn gleich unsere inneren Monologe von unseren Mitmenschen nicht gehört werden, sind sie für unsere künftigen Lebensumstände ausschlaggebender als all die hörbaren Versprechungen und Androhungen aus Menschenmund. Ihr Idealbild wartet auf die Fleischwerdung. Doch um geboren zu werden, müssen Sie ihm zunächst eine menschliche Elternschaft anbieten. Sie müssen den Menschen definieren, der Sie sein wollen, und sich dann so in dieses Ideal hineinfühlen, als ob Ihr Wunschbild auf der physischen Ebene bereits Wirklichkeit wäre. Bleiben Sie dieser inneren Annahme beharlich treu; es wird dann durch Sie Ausdruck finden. Die Herausforderung der Religion ist ihre praktische Anwendung. Doch leider haben die Menschen aus der Religion gemacht, was es zu verteidigen gilt. „Oh, selig ist die, die geglaubt hat; denn es wird sich erfüllen, was der Herr ihr sagen ließ“, lesen wir bei Lukas 1,45. Unterziehen Sie diese Aussagen dem Praxistest. Sein Sie in Ihrer Vorstellung der Mensch, der Sie sein wollen, und bleiben Sie dieser Auffassung treu. Praktizieren Sie diese Vorgehensweise und erleben Sie selbst, wie sich Ihr Leben nach Ihren inneren Vorgaben verändern wird.

Alles auf dieser Welt belegt die richtige bzw. missbräuchliche Anwendung der inneren Rede des Menschen. Negative Selbstgespräche, vor allem neidvoller und böswilliger Art, sind der Nährboden für künftige Schlachtfelder und Straftaten auf dieser Welt. Der Mensch hat diese negativen inneren Selbstgespräche durch Gewohnheit lieb gewonnen. Damit rechtfertigt er Misserfolge, kritisiert seine Nachbarn, freut sich hämisch über Blamage anderer Menschen und versprüht sein geistiges Gift über alle anderen. Ein derartiger irregeleiteter Missbrauch des Wortes sorgt für eine ständige Wiederholung der Gewalt auf dieser Welt. Die Verwandlung des Ich-Bildes setzt voraus, dass wir über eine bestimmte Aussage meditieren. Eine solche Aussage ist eine Einsage, welche beinhaltet, dass unser Idealzustand bereits verwirklicht ist. Innerlich bekräftigen wir diese Einsage ein ums andere Mal, bis wir von seiner Bedeutung durchdrungen sind und sie uns völlig selbstverständlich erscheint. Bleiben Sie dieser inneren Erfolgsüberzeugung, diesem inneren Selbstgespräch, ungeachtet des äußeren Anscheins beharlich treu. Diese Überzeugung kann Ihnen von nichts und niemand genommen werden, außer von Ihnen selbst. Eine solche erfolgsüberzeugte Annahme kann durch nichts von ihrer Verwirklichung abgehalten werden. Alles wird über die Vorstellungskraft durch das Wort Gottes erzeugt, und dieses Wort Gottes ist Ihr eigenes inneres Selbstgespräch. Jedes Vorstellungsbild erntet seine eigenen Worte, welches Sie innerlich sprechen. Das große Erfolgsgeheimnis ist ein diszipliniertes und zielgerichtetes inneres Selbstgespräch, das von der Annahme des bereits erfüllten Wunsches ausgeht. Der einzige Preis, den Sie für diesen Erfolg zu entrichten haben, besteht im Aufgeben Ihrer bisherigen inneren Monologe, die zum alten Menschen gehörten. Der alte Mensch war der erfolglose. Doch über eine bewusste Entscheidung, sich das Himmelreich auf Erden zu schaffen, erbauen Sie den neuen Menschen, indem Sie sich absichtsvoll und willentlich innerer Vorstellungsbilder bedienen. Sagen Sie sich innerlich das vor, was sich in Harmonie mit Ihrem Idealbild verhält, und hören Sie dem zu, was diesem Idealzustand entspricht. Bringen Sie das Himmelreich auf die Erde. Jedes Mal, wenn wir unsere Vorstellungskraft liebevoll zu Gunsten eines anderen Menschen nutzen, vermitteln wir dieser anderen Person Gott. Gebrauchen Sie Ihre Vorstellungskraft immer meisterhaft als aktiv Beteiligter, nicht als Zuschauer. Indem Sie sich Ihrer Vorstellungskraft bedienen, um die Energie von der emotionalen auf die physische Ebene zu verlagern, schärfen Sie Ihre Sinne entsprechend aus und stellen Sie sich vor, dass Sie bereits das sehen, was Sie sehen wollen, und bereits das hören, was Sie hören wollen, und das berühren, was Sie berühren wollen. Fühlen Sie sich voll und ganz in diesen Zustand hinein und erleben Sie ihn völlig bewusst. Verleihen Sie Ihrem geistig vorgestellten Wunschbild alle Facetten und vor allem das Gefühl der Wirklichkeit. Fahren Sie damit so lange fort, bis Sie in sich eine Stimmung des Erreicht-Habens und ein Gefühl der Erleichterung aufgebaut haben. Das ist aktiver, willentlicher Einsatz der Vorstellungskraft im Gegensatz zur nur passiven, unwillentlichen Übernahme des Anscheins. Über diesen aktiven und willentlichen Gebrauch Ihrer Vorstellungskraft erweckt der andere Mensch, der himmlische Herr, den Menschen. Die Menschen machen sich über die Vorstellungskraft lustig; sie nennen sie Träumerei. Doch in Wirklichkeit ist sie die Pforte zur Realität. Die Vorstellungskraft ist der Weg zum verwirklichten Ideal. Sie ist die Wahrheit des angestrebten Zustandes und das Leben des ersehnten Ideals. Wer dies in seiner gesamten Tragweite erkennt, der weiß, dass der Vorstellungskraft ein Ehrenplatz gebührt, denn nur auf sie kommt es an. In ihrer Vorstellung wird das gesamte Schauspiel des Lebens immer wieder aufs Neue aufgeführt. Mittels einer kühnen und aktiven Vorstellung können wir unsere Hand ausstrecken, um eine Freundin zu berühren, die Tausende von Meilen entfernt ist. Wir können ihr Gesundheit bringen und zu ihrem Wohlergehen beitragen. Die Vorstellungskraft ist der Weg zu allem, was es gibt auf dieser Welt. Wie wäre ein Menschsein sonst, jenseits unserer leiblichen Begrenzungen, möglich? Erst die Vorstellungskraft verlangt uns ein umfassenderes Leben in der Gegenwart ab. Die gesamte Zeit muss durch die Pforte der Gegenwart fließen. Stellen Sie sich etwas vor, das sich woanders befindet als hier und danach als jetzt. Probieren Sie es aus, ob Sie Ihr künftiges Ideal erfolgreich zu einer Tatsache in der Gegenwart gemacht haben. Sie können immer an Ihren inneren Selbstgesprächen erkennen, wenn Sie innerlich so reden, wie Sie reden würden, wenn Sie körperlich an dem anderen Ort wären und sich dort bewegen würden. Dann wären Sie erfolgreich. Anhand Ihrer inneren Selbstgespräche und anhand der Stimmungen, die diese Selbstgespräche bei Ihnen auslösen, können Sie vorhersagen, wie Ihre Zukunft aussehen wird. Es gibt nur eine einzige Macht, die jemanden zum Propheten macht: die Vorstellungskraft, die göttliche Vision. Alles, was wir vorfinden, ist unser sichtbar gewordenes Wort. Wir begreifen das deshalb nicht, weil wir die Kräfte unserer inneren Selbstgespräche und die dadurch ausgelösten Stimmungen nicht erkennen. Wenn uns das, was wir erleben, nicht gefällt, so ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass wir eine andere geistige Nahrung brauchen; denn so steht es geschrieben: „Der Mensch lebt nicht nur vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus dem Munde Gottes kommt.“ Nachdem wir festgestellt haben, dass der Mund Gottes das Unterbewusstsein des Menschen ist, eines Unterbewusstseins, das von Worten, von unseren inneren Selbstgesprächen lebt, sollten wir unser Unterbewusstsein ausschließlich mit liebevollen und edlen Gedanken füttern, denn wir erbauen uns unsere Welt mit Worten, mit unseren inneren Selbstgesprächen.