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Mein FT3, 113, 114 und auch Reverse T3 sind alle drei erhöht. 5,6 ist auf jeden Fall nicht gut und steuert schon ganz klar Richtung Insulinresistenz. GOT und GPT sind beide erhöht, denn oxidativer Stress erhöht euer Risiko für Kreislauferkrankungen, sogar für Krebs. Sorgt dafür, dass ihr schneller altert.
Was geht ab, Freunde? Lange habt ihr es euch gewünscht und jetzt ist es soweit. Ich mache meinen eigenen YouTube-Kanal, um euch auch hier über YouTube mit einer ganzen Menge Mehrwert zu versorgen und vor allem, was Training und PEDs angeht, hier auf jeden Fall ziemlich in die Tiefe zu gehen, was natürlich auf Insta entsprechend ein bisschen schwierig ist, weil das ist ja auch relativ kurzlebig. Das bedeutet, hier könnt ihr euch auf jeden Fall auf ganz ganz viel Mehrwert freuen. Es wird jede Woche ein Video geben. Wie gesagt, die Themen werden primär PEDs und Training sein. Aber ihr könnt euch selbstverständlich auch immer gerne in den Kommentaren ein paar Themen wünschen. Darauf wird dann natürlich auch gerne eingegangen.
Heute soll es darum gehen, wie es bei mir weitergeht. Die meisten Leute von euch werden ja schon wissen, ich habe das Road to 120 kg Projekt hinter mir. Das bedeutet, ich habe mich von 100 auf 120 kg hochgearbeitet in so ca. 36 Wochen. Das heißt, war es gar nicht so viel Zeit. Das bedeutet, in kurzer Zeit wurde sehr viel aufgebaut, was natürlich auch gewisse gesundheitliche Konsequenzen mit sich zieht. Und heute werde ich auch darüber mit euch reden. Wir können euch generell darauf einstellen, dass ihr alles immer schön transparent gehalten wird. Das heißt, hier wird auch über die negativen Effekte von Bodybuilding geredet, wie z.B. die Nebenwirkungen, die wir auch teilweise im Blutbild sehen werden. Das bedeutet, ich werde euch heute in diesem Video mein gesamtes Blutbild zeigen. Ich werde keinen einzigen Wert auslassen, um dementsprechend euch meinen realistischen Einblick zu geben, was Sache ist, wenn man in so kurzer Zeit so viel Muskeln aufbauen möchte. Schließlich wog ich vor 2 Jahren etwa noch 74 kg, jetzt 120 kg, was natürlich ein leichter Unterschied ist. Dann könnt ihr einfach mal sehen, was sowas auch mit einem Blutbild machen kann.
Aber bevor ich gleich auf die relevanten Blutwerte eingehe – ich werde natürlich nicht auf jeden eingehen können, weil das wird den Rahmen ein bisschen sprengen – werde ich euch noch kurz sagen, wie es jetzt bei mir weitergeht. Ich werde jetzt tatsächlich einen Cruise machen, bzw. also, ich mache jetzt schon seit über zwei Wochen Cruise und habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass noch die letzten paar Werte ankommen, die tatsächlich heute angekommen sind, weil ihr müsst wissen, wenn ich ein Blutbild mache, dann werden diverse Werte in verschiedenste Labore geschickt, weil das Labor, wo ich bin, kann die gar nicht alle analysieren, dadurch, dass ich natürlich sehr, sehr viele spezielle Werte immer abnehmen lasse, von denen die Leute auch teilweise noch gar nichts gehört haben. Jetzt, wie gesagt, sind endlich alle da und wir können natürlich später auch gerne noch mal darüber reden. Dennoch mache ich, wie gerade schon gesagt, seit etwa zwei Wochen einen Cruise. Das sieht so aus, dass ich jetzt erstmal drei Wochen lang tatsächlich gar nichts nehme, also wirklich 0 mg. Das ist kein Spaß, ich bin gerade sozusagen natural, kann man sagen, auch wenn ich streng genommen natürlich nicht natural bin. Und danach geht es auf eine echte Vitamin-C-Ersatztherapie. Das bedeutet, es wird eine physiologische Dosierung gewählt. Eine Bodybuilding Vitamin-C-Ersatztherapie ist ja oft 250 mg die Woche, zumindest wird das behauptet, aber ich werde wirklich nur 125 mg Vitamin C die Woche nehmen, weil es sehr wichtig ist, auch Phasen zu haben, wo man wirklich nur physiologische Dosierung zu sich nimmt und keine supraphysiologischen hohen Androgenspiegel. Das Problem nämlich, wenn man das gesamte Jahr lang supraphysiologische Dosierung zu sich nimmt, ist, dass der Körper die Stammzellen, die eigentlich auch für die Reparatur und Regeneration von Organen genutzt werden sollte, immer primär Richtung Muskulatur schaltet und das sorgt dann dafür, wenn wir z.B. Schäden am Myokard, also am Herzmuskel, erzeugt haben, an den Nieren etc., kann das dazu führen, dass diese schlechter geheilt werden, als wenn wir auch mal wirklich physiologische Phasen einlegen, wo wir eben keine supraphysiologische Menge zu uns nehmen. Das wollen die meisten – wollen wir da natürlich nicht akzeptieren. Dennoch ist es ganz ganz wichtig, auch Phasen einzuplanen, wo man nur auf physiologischen Mengen unterwegs ist. Bei mir war das nämlich jetzt so, dass ich quasi nach meinem ersten Jahr mit etwa 250 mg Vitamin C die Woche jetzt über ein Jahr, also ein Jahr und zwei Monate, ordentlich Vitamin C genommen habe, was bedeutet, es ist auf jeden Fall überfällig, auch mal in einen richtigen Cruise zu gehen, wo ich einen physiologischen Spiegel habe und dementsprechend auch mal wirklich die Gesundheit priorisieren kann, den oxidativen Stress ein bisschen abbauen und meinen Organen etwas gönnen kann.
Nachdem ich den Cruise gemacht habe, wird es auf jeden Fall in eine Diät gehen, um halt hier auf jeden Fall mal eine tolle Ausgangslage für einen produktiven Aufbau zu schaffen. Mit unter werden wir sehen, dass meine Insulinsensitivität nicht dort ist, wo ich sein sollte. Das heißt, nach diesem Cruise ist auf jeden Fall eine Diät fällig, wo ich mich auch relativ tief runterdiäten werde, aber in dem Bereich, wo ich trotz Diät auf jeden Fall durchgängig noch Muskeln aufbauen werde, was vor allem als Herzathlet natürlich definitiv möglich ist. Das heißt, das wird auch eine gute Zeit, aber erstmal wird, wie gesagt, entspannt gefahren und jetzt werde ich euch ein bisschen was zu meinem Blutbild erzählen.
Ich habe jetzt mal gerade mein Handy geholt und werde einfach mal hier mit euch die interessanten Blutwerte besprechen und zwar zuerst bei der Hämatologie. Da sticht natürlich der Hämatokritwert heraus. Erstens mal ist ja ein Wert, der ist bei den meisten Bodybuildern relativ problematisch, dadurch, dass alle PEDs, die die Erythropoese stimulieren, dass die Produktion von roten Blutkörperchen und dementsprechend auch den Hämatokritwert erhöhen können. Und der Hämatokritwert gibt eure Blutviskosität an. Das heißt, anhand vom Hämatokritwert könnt ihr ablesen, wie dick euer Blut so ungefähr ist und je dicker es ist, desto stärker muss auch z.B. das Herz pumpen, um das Blut durch den Kreislauf durchzupumpen. Wenn er deutlich hoch ist, ist es auch so, dass ihr z.B. ein erhöhtes Risiko auf Thrombosen oder auch Gefäßschäden habt. Jetzt ist es so, dass mein Wert bei 51,3 liegt, was zwar ein bisschen erhöht ist, aber noch im vollkommenen Rahmen, weil mein persönlicher Cut-off-Punkt ist immer bei 52. Das heißt, ein Wert, der unter 52 ist, ist in meinen Augen noch vollkommen okay. Das bedeutet, hier mache ich mir soweit keine Sorgen. Dennoch sind natürlich auch diverse Dinge, wie z.B. Spinatkinase implementiert, um halt einfach die negativen Effekte vom Hämatokritwert ein bisschen zu beseitigen.
Dann kommen wir zur Osmolalität. Der Wert ist bei 26. Den Wert werden wahrscheinlich die meisten Leute von euch nicht kennen. Ist ziemlich cool, um Schlüsse über den Wasser- und Elektrolythaushalt zu ziehen. Das bedeutet, wenn der Wert zu hoch ist, deutet es darauf hin, dass ihr dehydriert seid. Und wenn ihr dehydriert seid, ist z.B. der Hämatokritwert verfälscht. Das bedeutet, die Osmolalität und den Hämatokritwert in ein Verhältnis zu setzen bzw. zu schauen, dass die Osmolalität nicht erhöht ist, kann auf jeden Fall Sinn machen, weil viele Leute machen echt den Fehler und trinken vor ihrem Blutbild nichts. Ihr solltet euer Blutbild in der Regel immer morgens nüchtern machen. Nüchtern bedeutet aber, dass ihr vorher nichts essen sollt. Es bedeutet nicht, dass ihr vorher nichts trinken sollt. Das ist ein großer Unterschied. Das bedeutet, was ich meinen Athleten regelmäßig empfehle, ist es, immer 500 ml Wasser vor dem Blutbild zu trinken, um halt einfach eine gute Hydration sicherzustellen. Ganz wichtig, viel hilft hier nicht viel bzw. zu viel kann den Hämatokritwert sogar so verfälschen, dass er niedriger angezeigt wird, als er tatsächlich ist. Das heißt, ihr wollt jetzt auch nicht 5 l Wasser vor dem Blutbild trinken, weil das macht auf jeden Fall weniger Sinn.
Dann kommen wir mal ein bisschen zu den Blutzuckerwerten und der Insulinsensitivität, denn mein HbA1c-Wert als allererstes ist bei 5,6. Der HbA1c-Wert ist der Langzeitblutzucker, der gibt den Blutzucker der letzten 8 bis 12 Wochen an. Der ist jetzt in der Referenz, das heißt, jeder Arzt würde sagen, boah, das ist ganz toll und sonst was. Aber 5,6 ist auf jeden Fall nicht gut und steuert schon ganz klar Richtung Insulinresistenz. Das bedeutet, den Wert möchte ich hier ganz klar runter bekommen, was ich natürlich allein durch die Diät schon schaffen werde. Es gibt doch diverse Dinge, die man implementieren kann, um die Werte zu verbessern. Wenn ihr darüber aber mehr lernen wollt, schreibt es auf jeden Fall in die Kommentare. Ich habe beim HbA1c-Wert immer den Cut-off-Point von 5,2. Das bedeutet, ich möchte den Wert immer darunter sehen und wenn jetzt z.B., wie bei mir, bei 5,6 ist, dann sollte man auf jeden Fall entsprechende Maßnahmen greifen, was ich natürlich jetzt gerade hier auch schon mache.
Dann der HOMA-Index ist bei 1,3. Auch hier ist es so, dass die meisten Ärzte sagen würden, ganz toll, aber das ist nicht optimal. Den HOMA-Index möchte ich mal gerne unter 1 sehen, denn der HOMA-Index besteht aus dem nüchternen Insulin- und nüchternen Glukosewert und ist auch an sich ein ganz wichtiger Parameter, denn die meisten Leute messen immer nur ihren Blutzucker, setzen das aber nie ins Verhältnis mit dem Insulinwert. Es kann sein, dass ihr z.B. insulinresistent seid und die ganze Zeit keine hohen Blutzuckerwerte habt, weil euer Körper so krass viel Insulin ausschüttet, dass der Blutzuckerwert unten ist. Das heißt, ihr könnt schon jahrelang insulinresistent sein und trotzdem perfekte Blutzuckerwerte haben. Deshalb müssen wir auch hier und da mal den Insulinwert abnehmen, um das Ganze in ein Verhältnis zu setzen. Und das tut der HOMA-Index ausgezeichnet. Dementsprechend weiß ich auch hier, dass der Wert nicht optimal ist. Wahrscheinlich bei der Hälfte von euch wird er genauso aussehen. Trotzdem ist das ja nicht der Anspruch, sondern man möchte ja immer einen optimalen Wert haben.
Mein C-Peptid-Glukose-Quotient ist bei 6,6. C-Peptid werden die meisten Leute von euch ebenfalls nicht kennen. Das ist ein Nebenprodukt, was bei der Insulinproduktion entsteht. Ist wirklich ein sehr interessanter Wert, denn im Grunde könnt ihr euch den C-Peptidwert wie den Insulinwert vorstellen, weil er ist ja ein Nebenprodukt von der Insulinproduktion. Tatsächlich hat er aber ein paar Vorteile gegenüber dem Insulinwert. Denn auch wenn der Insulinwert eigentlich ein super cooler Blutwert ist, ist das Problem, dass er super leicht verfälscht wird. Das bedeutet, wenn ihr in der Nacht vor dem Blutbild schlecht geschlafen habt, Stress hattet, vielleicht doch ein bisschen zu spät noch was gegessen habt oder sonst irgendwas, kann der Insulinwert super easy verfälscht werden. Das bedeutet, der Insulinwert ist immer nur eine Momentaufnahme. Das bedeutet, wenn ein Wert schlecht ist, heißt das nicht automatisch, dass ihr jetzt ein Problem habt, sondern ihr solltet auf jeden Fall den Wert mit den restlichen Werten ins Verhältnis setzen. Und das Coole am C-Peptidwert ist jetzt, dass der C-Peptidwert nicht so leicht zu verfälschen ist. Es ist übrigens auch so, dass wenn ihr exogenes Insulin nehmt, vor allem ein Basalinsulin wie Lantus, kann das noch mehrere Tage, nachdem ihr es genommen habt, dafür sorgen, dass euer Insulinwert erhöht ist. Das bedeutet, wenn ihr z.B. am Tag vor der Blutabnahme noch euer Lantus nehmt und dann auch den Insulinwert abnehmen lasst, dann kann das mal easy sein, dass euch der HOMA-Index sagen wird, ihr habt Diabetes Level 1000, also dass der Insulinwert krass erhöht ist, obwohl ihr eigentlich kein Diabetes habt. Und dafür ist dann der C-Peptidwert echt ziemlich cool, denn der wird weder von Stressfaktoren wie schlechten Schlaf oder einem erhöhten Kortisolspiegel verfälscht, noch von exogener Insulingabe. Und das ist super super cool, denn ihr müsst euch vorstellen, wenn ihr mit exogenem Insulin arbeitet, dann ist es so, euer Insulinwert ist krass erhöht dadurch. Ihr könnt aber den C-Peptidwert benutzen, weil der nicht durch exogenes Insulin beeinflusst wird. Es ist nämlich so, dass der C-Peptidwert in der Diagnostik dazu benutzt wird, um zwischen Typ-1- und Typ-2-Diabetes zu unterscheiden. Bei Typ-1-Diabetikern ist der Wert extremst niedrig und bei Typ-2-Diabetikern, die z.B. eine Insulinresistenz haben, ist der Wert erhöht. Das heißt, wir wollen den Wert eher niedrig haben, weil wir Bodybuilder natürlich eher ein Risiko für Typ-2-Diabetes bzw. allgemein für eine Insulinresistenz haben.
An der Stelle noch mal die wichtige Info an euch alle, dass ihr am Abend, bevor ihr den Insulinwert oder am besten auch den C-Peptidwert abnehmen lasst, kein HGH nehmen solltet. Natürlich sollte man sein HGH immer abends vor dem Schlafengehen nehmen. Allerdings kann die HGH-Gabe abends vor dem Schlafengehen den Insulinwert fälschlicherweise erhöhen, sodass es so aussieht, als wärt ihr insulinresistent, selbst wenn ihr es nicht seid. Das heißt, ich würde euch empfehlen, immer so 16 bis 24 Stunden vor einem Blutbild mit dem Insulinwert kein HGH zu nehmen, um den Wert akkurat interpretieren zu können.
Dann kommen wir mal zu den Leberwerten und zwar GOT und GPT sind beide erhöht, was nicht weiter schlimm ist, denn die sind bei den allermeisten Kraftsportlern eigentlich immer erhöht, denn GOT und GPT sind beides Leberenzyme, die sowohl in der Muskulatur als auch in der Leber vorkommen. GOT eher in der Muskulatur, GPT eher in der Leber, aber trotzdem können halt beide Werte durchs Training und durch überdurchschnittlich viel Muskulatur erhöht werden, denn im Training sorgen wir natürlich für Muskelschäden, sodass diese Transaminasen dann auch ins Blut freigesetzt werden können. Ganz wichtig zu erwähnen ist aber, was viele Bodybuilder falsch verstehen, diese Werte dürfen nicht unendlich hoch sein, denn ja, sie können durch Bodybuilding verfälscht werden, sie können aber nicht unendlich stark durchs Training erhöht werden. Wenn eure Werte bei über 100 sind, dann habt ihr höchstwahrscheinlich ein Leberproblem und dann liegt es höchstwahrscheinlich nicht nur am Training und daran, dass ihr viel Muskulatur habt. Dementsprechend schaut auf jeden Fall, dass die Werte nicht unendlich hoch sind und dass sie am besten unter 100 sind. Und des Weiteren könnt ihr einen Quotienten aus GOT und GPT bilden. Auch das wissen die wenigsten, denn GOT ist eher muskelspezifisch und GPT ist eher leberspezifisch. Das bedeutet, im Idealfall haben wir mehr GOT als GPT. Wenn jetzt GPT minimal höher ist, wie bei mir, ist das nicht weiter schlimm, aber wenn GPT signifikant höher als GOT ist, ist das auf jeden Fall ein Indikator dafür, dass ihr wirklich ein Problem mit der Leber habt und diese Werte nicht nur durch Muskelschäden erhöht sind.
Der nächste Leberwert ist der GGT-Wert. Der Gamma-GT-Wert. Der ist bei mir super, genauso wie der Bilirubinwert auch. Und beide Werte sind tatsächlich eher für das Gallensystem anzusehen und weniger für die Leber selbst, denn beide Werte, sowohl Gamma-GT als auch Bilirubin, müssen nicht zwangsläufig ansteigen, wenn ihr einen Leberschaden habt oder Leberprobleme, denn beide sind wirklich primär im Gallensystem beteiligt. Das bedeutet, wenn euch jemand sagt, ja, GOT und GPT dürfen so hoch sein, wie sie wollen und hauptsache Gamma-GT ist niedrig, dann hat diese Person überhaupt gar keine Ahnung, wovon sie redet, denn GOT und GPT steigen immer an bei jeglicher Form von Leberschaden. Gamma-GT und Bilirubin steigen primär nur dann an, wenn es wirklich etwas ist, was mit dem Gallfluss oder generell dem Gallensystem zu tun hat. Dasselbe geht auch für die alkalische Phosphatase. Bei mir ist die alkalische Phosphatase stark erhöht bei 281, was in diesem Fall aber eben nicht auf ein gesundheitliches Problem hindeutet. Dadurch, dass man ja sieht, dass Gamma-GT und Bilirubin normal sind. Das heißt, in diesem Kontext kann ich sagen, die alkalische Phosphatase ist nicht aufgrund von Problemen im Gallensystem erhöht, sondern sie ist aufgrund von einem erhöhten Knochenumbau erhöht. Gewisse Substanzen, die man nimmt, wie die z.B. über den IGF-1-Rezeptor wirken, können dafür sorgen, dass ihr einen erhöhten Knochenumbau habt. Auch ein hoher T3-Wert bzw. ein hoher FT3-Wert sorgt dafür, dass Osteoblasten stimuliert werden. Das kann ebenfalls die alkalische Phosphatase erhöhen, denn die alkalische Phosphatase ist nicht nur ein Enzym, das was mit der Leber zu tun hat, sondern sie hat auch z.B. etwas mit Knochen zu tun. Und in dem Kontext mit meinem Blutbild mit einem stark erhöhten IGF-1-Wert, mit einem erhöhten FT3-Wert kann man sagen, die alkalische Phosphatase ist aufgrund von einem erhöhten Knochenumbau mit Sicherheit erhöht.
Dann gibt es noch den GLDH-Wert, der ist bei mir bei 1,6. Der GLDH-Wert steigt vor allem dann an, wenn ihr wirklich einen richtigen Leberschaden habt, weil ihr wirklich toxische Substanzen zugenommen habt. Er weist darauf hin, dass wirklich Leberzellen am Absterben sind. Dieser Wert sollte wirklich nicht erhöht sein. Bei mir war der auch schon mal erhöht bei neun, glaube ich. Dennoch sollte dem auf jeden Fall nicht so sein. Das heißt, ihr seht, der ist bei 1,6, was wirklich super niedrig ist und dementsprechend darauf hindeutet, dass ich auf jeden Fall keine ernsthaften Probleme habe. Wichtig auch hier, der Wert schlägt nicht bei Kleinigkeiten an. Für Kleinigkeiten, also wirklich kleinere Probleme in der Leber, sind GOT und GPT wirklich schon sehr sehr gute Parameter und die sollten auf jeden Fall nicht vernachlässigt werden, auch wenn es leider im Bodybuilding oft so dargestellt wird. Das heißt, das Gesamtbild meiner Leber zeigt, dass es meiner Leber offensichtlich sehr sehr gut geht.
Dann kommen wir zu den Blutfettwerten. Mein LDL-Cholesterin ist bei 50 mg pro dl. Jeder, der einen niedrigeren Wert hat, kann das jetzt mal gerne in die Kommentare schreiben. Wird auf jeden Fall nicht viel geben, wird vor allem nicht viel Herzathleten geben, weil 50 mg pro Deziliter ist bei LDL schon wirklich super niedrig und das ist sehr gut, denn um ein niedriges Risiko für Herzkreislauferkrankungen zu haben, ist es sehr wichtig, dass LDL so niedrig wie möglich ist. Früher wurde immer gesagt, es kommt auf den Quotienten an zwischen LDL und HDL und dass z.B. ein hohes LDL nicht schlimm ist, wenn HDL ebenfalls oben ist. Das ist aber so auf jeden Fall falsch, denn LDL-Cholesterin ist ein unabhängiger Risikofaktor, der das Risiko für Herzkreislauferkrankungen erhöht. Ganz egal, ob HDL oben oder unten ist. Andersrum ist es so, dass ein niedriger HDL-Cholesterinwert nicht unbedingt das Risiko für Herzkreislauferkrankungen erhöht. Das bedeutet, dieser Quotient aus LDL und HDL ist längst veraltet und wir wollen primär wirklich nur drauf achten, LDL richtig schön niedrig zu halten. Ich habe noch einen weiteren Wert abgenommen, der nennt sich oxidiertes LDL. Der ist bei mir bei unter 41,3, was wirklich toll ist, weil der oxidierte LDL-Wert ist noch aussagekräftiger als der LDL-Wert selbst. Es zeigt wirklich die Anzahl an LDL-Partikeln, die durch freie Radikale oxidiert ist und dementsprechend hier das Risiko für Arteriosklerose stark erhöht. Mein Wert ist in einem so niedrigen Bereich, dass er gar nicht messbar ist. Deshalb steht da auch kleiner als 41,3 und das ist auf jeden Fall super. Das heißt, dahingehend ist das Risiko für Kreislauferkrankungen auf jeden Fall sehr niedrig.
Der HDL-Cholesterinwert bei mir, der ist auf jeden Fall gut im Keller. Der ist nur bei 16, was aber tatsächlich, wie schon gerade genannt, gar nicht so schlimm ist, bei einem niedrigeren Wert erhöht sich nicht unbedingt das Risiko für jetzt Kreislauferkrankungen. Dennoch hat HDL natürlich diverse gesundheitliche Benefits. Z.B. ist es antiinflammatorisch, antioxidativ. Es hat auch eine gewisse gefäßschützende Wirkung. Das bedeutet, wir wollen jetzt auch nicht sagen, dass HDL komplett egal ist. Es ist aber relativ egal, vor allem, wenn man mal den Stellenwert von HDL mit dem Stellenwert von LDL vergleicht.
Dann kommen wir mal zur Niere. Mein Cystatin-C-Wert ist bei 1,12, der ist also erhöht, was prinzipiell erstmal etwas sehr schlechtes wäre. Cystatin C ist ein Protein, was ein wirklich hochsensibler Nierenmarker ist. Das bedeutet, auch im Kreatinin-blinden Bereich, wenn der Kreatininwert normal aussieht, kann Cystatin C schon bei Nierenproblemen sehr schnell anschlagen. Das heißt, eigentlich wollen wir wirklich nicht, dass Cystatin C erhöht ist. Jetzt ist das Problem Bodybuilding. Wir machen diverse Dinge, die dafür sorgen, dass der Cystatin-C-Wert sehr leicht steigen kann. Es ist so, dass er zwar nicht durch Training unbedingt verfälscht werden kann, wie der normale Kreatininwert, der Cystatin-C-Wert kann durch hohe Schilddrüsenhormone und auch durch HGH und IGF-1 verfälscht werden. Das bedeutet, ein Bodybuilder, der mit Schilddrüsenhormonen und HGH arbeitet, wird auch eventuell einen nierenunabhängig erhöhten Cystatin-C-Wert haben. Wenn wir uns mal meinen IGF-1-Wert anschauen, ist der stark erhöht. Wenn wir uns meinen FT3-Wert und FT4-Wert anschauen, sind die ebenfalls stark erhöht. Das heißt, bei mir kann man mit einer relativ hohen Sicherheit sagen, der Wert ist primär deshalb erhöht und nicht wegen der Niere. Aber was man natürlich jetzt nicht sagen kann: Der Wert ist eventuell verfälscht, deshalb geht's der Niere gut. Habe ich natürlich noch weitere Werte abnehmen lassen, die in der Interpretation auf jeden Fall sehr interessant sind. Und zwar ist das der Albumin-Kreatinin-Quotient. Den habe ich im Urin abnehmen lassen und dadurch, dass er bei mir bei 6,6 ist, ist das sehr toll. Auch das ist wirklich ein Früherkennungsmarker für Nierenprobleme, der sehr sensibel ist und vom Bodybuilding kaum beeinträchtigt wird. Das heißt, auch das ist wirklich richtig toll, dass er bei mir so niedrig ist.
Dann kommen wir zur Schilddrüse. Mein FT3, 113, 114 und auch Reverse T3 sind alle drei erhöht, was nicht so gutes Zeichen ist bzw. was nicht ganz optimal ist, aber auch kein Weltuntergang bedeutet. Darangehend werden die Supplementdosierungen einfach ein bisschen angepasst, weil es nämlich generell so ist, dass wenn man im fortlaufenden Aufbau ist, mehr Kalorien isst, dann wird der Körper die Schilddrüsenhormone auch generell besser aufnehmen, wird sie besser von T4 in T3 umwandeln. Dementsprechend sollte man natürlich dann auch im Laufe vom Aufbau gegebenenfalls die Schilddrüsenhormone reduzieren. Bei mir war das jetzt am Ende so, dass ich 6000 Kalorien am Tag gegessen habe. Das heißt, der Körper wurde dann auch ruhig ein bisschen energieverschwenderisch. Was ganz klar zu erwähnen ist, ist ja, dass nicht nur die freien Schilddrüsenhormone erhöht sind, sondern auch der Reverse-T3-Wert. Reverse T3 ist im Grunde das Gegenteil von T3, weil T3 ist ja das aktive Schilddrüsenhormon, was für die meisten Wirkungen der Schilddrüse verantwortlich ist. Das heißt, T3 sorgt für die genomischen Wirkungen, z.B. für eine erhöhte Proteinsynthese, auch für einen erhöhten Proteinabbau. Das heißt, T3 ist sowohl wichtig für Muskelaufbau als auch für Muskelabbau. Wenn wir Schilddrüsenhormone supraphysiologisch hoch dosieren, ist es sehr schnell so, dass die Ratio zwischen Muskelproteinaufbau und -abbau zugunsten des Abbaus beeinflusst wird. Das bedeutet, wir wollen auf jeden Fall keinen stark erhöhten T3-Wert.
Wert haben, weil das kann auch mal ganz schnell zu Muskelabbau führen, natürlich auch zu ein bisschen Muskelaufbau, aber die Ratio geht dann in diesem Fall auf jeden Fall nicht mehr auf. Auch für sowas wie Kalorienverbrauch, die das mentale Wohlbefinden etc., ist T3 ganz ganz wichtig. Das heißt, wir wollen auf jeden Fall ausreichend T3 haben.
Das Ding ist jetzt nur, wenn wir einen hohen Reverse T3 haben, dann kann das darauf hindeuten, dass wir lokal im Gewebe nicht ausreichend mit T3 versorgt sind, denn es ist so, dass diese Blutwerte sind ja nur das, was im Blut ist, nicht was im Gewebe ist. Das heißt, wenn ihr im Blut einen tollen FT3 Wert habt, dann heißt es nicht, dass ihr auch automatisch im Gewebe, wo ihr es vor allem braucht, ausreichend T3 habt. Denn es ist so, dass das meiste T3, was ihr habt, durch eine lokale Umwandlung über die Typ 2 Deiodinase entsteht. Das bedeutet, lokal im Gewebe wandelt die Typ 2 Deiodinase das T4 in T3 um. Wenn ihr jetzt aber einen erhöhten Reverse T3 Wert habt, könnte es darauf hindeuten, dass der Körper vermehrt über Typ 3 Deiodinase T4 in Reverse T3 umwandelt, was aber keinen Effekt auf den Schilddrüsenhormon Rezeptor per se hat, weil Reverse T3 nicht viel Effekte über den Rezeptor sorgen kann. Das bedeutet, man sollte auf jeden Fall seinen Reverse T3 Wert auch am besten im Auge behalten und kann auch hier einen Quotienten ausrechnen aus FT3 und Reverse T3. Bei mir habe ich den mal ausgerechnet, der ist bei 0,239. Das ist vollkommen in Ordnung. Der sollte auf jeden Fall bei über 0,2 sein.
Dann geht es weiter mit dem Thema oxidativen Stress. Ein sehr, sehr wichtiges Thema im Bodybuilding, worüber leider viel zu wenig geredet wird. Hier ist zu allererst die totale antioxidative Kapazität zu nennen. Die ist bei mir bei 283 und im letzten Blutbild war sie bei 133. Ich habe den Wert also mehr als verdoppelt. Was bedeutet, mein Körper erfährt aktuell deutlich weniger oxidativen Stress als früher, denn es ist so, dass sowohl Rest als auch Training dafür sorgen, dass ihr vermehrt freie Radikale produziert. Und wenn ihr ein Ungleichgewicht zwischen freien Radikalen und Antioxidantien habt, kann das sehr schnell dazu führen, dass ihr zu viel oxidativen Stress habt. Und oxidativer Stress ist im Bodybuilding ein riesen Problem, denn oxidativer Stress erhöht euer Risiko für Kreislauferkrankungen, sogar für Krebs, sorgt dafür, dass ihr schneller altert. Deshalb sehen so viele Bodybuilder auch extremst alt aus. Dementsprechend müssen wir alles dafür tun, um wirklich oxidativen Stress in Grenzen zu halten. Das heißt, wir wollen sowohl die Faktoren reduzieren, die dafür sorgen, dass wir vermehrt reaktive Sauerstoffspezies, wie z. B. freie Radikale produzieren, als auch wirklich dafür sorgen, dass wir genug antioxidativen Schutz haben und das sind dann z. B. einfach Antioxidantien, relativ simpel, und ich bin wie gesagt sehr froh darüber, dass der Wert jetzt endlich in einem guten Bereich ist. Beim letzten Blutbild war das auf jeden Fall nicht so.
Dann, was sehr schade ist, die Lipidperoxide sind leider nicht mit dabei. Da habe ich auch heute erst beim Labor angerufen, wieso die nicht dabei sind. Und das Labor hat leider einen Fehler gemacht. Und dadurch, dass das oxidierte LDL bestimmt wurde, hatten sie sich gedacht, ja, Lipidperoxide, die braucht man nicht. Ein bisschen doof, aber ist halt jetzt so. Bei mir in meiner Situation ist halt vor allem deshalb doof, weil die Lipidperoxide beim letzten Mal ziemlich stark erhöht waren. Das heißt, ich würde jetzt natürlich gerne wissen, wie hoch die sind. Allerdings kann ich sehr stark davon ausgehen, dass sie deutlich besser sind als beim letzten Mal, weil die totale antioxidative Kapazität sich mehr als verdoppelt hat und auch mein oxidiertes LDL so niedrig ist, dass es gar nicht messbar ist. Trotzdem nervt mich das natürlich.
Dann zu guter Letzt ist mein Konzentrationswert bei 1599. Das ist natürlich stark erhöht, aber es ist nicht toxisch. Das bedeutet, es ist jetzt überhaupt nicht schlimm, dass er so stark erhöht ist bzw. in meinem Fall als unterstützender Bodybuilder ist es sehr vorteilhaft, weil es mir sehr viel antioxidativen Schutz bietet und dementsprechend auch dafür sorgt, dass ich hier nicht so viel oxidativen Stress habe. So viel jetzt auf jeden Fall zum Blutbild und auch zum Video generell. Jetzt möchte ich auf jeden Fall zum Ende kommen. Ich hoffe, es hat euch gefallen. Schreibt mir gerne Themenwünsche für zukünftige Videos in die Kommentare. Lasst ein Abo da, um das Ganze nicht zu vergessen. Liked das Ganze, kommentiert, supportet mich ein bisschen und dann wird es jetzt auf jeden Fall auch jede Woche ein Video für euch geben. Ich bin raus. Tschüss und ciao.