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Stellen Sie sich vor, Sie leben gesund, essen ausgewogen, gehen regelmäßig spazieren, machen ihren Sport und trotzdem fühlen Sie sich müde, haben Rückenschmerzen. Ihre Haut wirkt fahl und dabei fehlt Ihnen etwas ganz Entscheidendes. Etwas, das in Deutschland über 60 Prozent der Menschen nicht in ausreichender Menge im Blut haben.
Die Rede ist von Vitamin D, dem wohl diskussionsbehaftesten, vitamingenauer Hormon überhaupt. Und hier scheiden sich die Geister. Einmal die Arztfraktion mit schnittigen Aussagen wie südlich von Berlin gibt es keinen Vitamin-D-Mangel und Vitamin D ist nur ein Modetrend und Vitamin D wird viel zu hoch eingenommen. Und dann der Vitamin D heilt alles Club, der es mal wieder gerne mit der Dosierung übertreibt und irgendwann mal doch auf die Bremse treten muss, wenn sich die Niere meldet.
Egal, welchem Lager Sie angehören, es gibt einen entscheidenden Fehler, den Sie bei der Einnahme von Vitamin D auf gar keinen Fall machen dürfen. Vor allem nicht, wenn Sie über 50 sind und darum genau geht es heute in diesem Video.
Letzte Woche war ich beim Hautkrebs-Screening, ich war noch gut gebräun vom Urlaub und was sagt meine Hautärztin? Ich habe gedacht, ich höre nicht richtig, ich sei zu blass am Körper und müsse mehr Sonne tanken. Damit meinte sie den Körper, nicht das Gesicht. Und dann hat sie mir die Frage gestellt, nehmen Sie eigentlich Vitamin D? Klar nehme ich Vitamin D ein, ich messe das seit knapp 20 Jahren bei jedem meiner Patienten. Ich habe zehntausende Untersuchungen gemacht und frage mich immer wieder, warum Ärzte, die einfach so gegen Vitamin D wettern und die dann einfach nicht auch mal 20, 30, 40 Messungen machen, um sich dann einfach davon zu überzeugen, dass wir wirklich ein Vitamin D Mangelproblem in unserem Land haben.
Und hier greift so ein bisschen ein Trugschluss. Viele Menschen denken, ich gehe doch raus, ich bekomme genug Vitamin D, ich gehe an die frische Luft. Doch das stimmt leider nicht. Häufig sind halt einfach die Körper bedeckt. Das heißt, wir müssten wirklich mit dem Oberkörper Sonnen baden, mit dem Nacken in unseren Breitengraden. In Deutschland liegt der zwischen dem 47. und 55. Breitengrad. Dort ist die UV-Strahlung nur von März bis Oktober ausreichend. Wie gesagt, vorausgesetzt, Sie gehen täglich an die Sonne und wir sprechen hier von dem Ganzkörper Sonnenbaden und nicht nur T-Shirt und eben das Gesicht, wenn man mal zur Bäckerei läuft oder so.
Menschen, die so eine Photovoltaikanlage auf dem Dach haben, die haben schon ein bisschen besseres Gefühl für die UV-B-Strahlung oder generell für die UV-Strahlung, was da eigentlich so an Sonnenkraft im Winter verloren geht und was nicht. Da geht nämlich fast nichts. Nur ca. 10% des Bedarfes an Vitamin D decken wir über unsere Nahrung und den Rest muss der Körper selbst herstellen.
Und immer wieder kommt diese große Frage, haben wir überhaupt einen Mangel? Und hier muss man ganz klar sagen, Vitamin D-Mangel ist der weltweit am häufigst vorkommende Nährstoffmangel. Und obwohl Vitamin D eine der am besten erforschten Substanzen ist, trotz alledem ist immer wieder der Vitamin D-Mangel in der Diskussion und vor allem der Vitamin D-Mangel unter 20 Nanogramm pro Milliliter. Auch der ist sehr häufig und betrifft knapp die Hälfte der Weltbevölkerung, so wissenschaftliche Daten. Über 100.000 Publikationen gibt es über Vitamin D in der medizinischen Suchmaschine PubMed. Und laut RKI haben 60%, wie schon erwähnt, der Deutschen im Winter einen suboptimalen Vitamin D -Spiegel. Vor allem wichtig bei Sportlern, Senioren und Kindern, die sind ganz besonders betroffen. Also Vitamin D-Mangel ist ein globales Gesundheitsproblem.
Und die Frage ist, warum ist Vitamin D so wichtig? Vitamin D ist wie so ein Regler, so ein Masterregler im Körper. Es stärkt die Knochen, stärkt die Zähne, schützt Herz- und Gefäße, fördert auch sogar die Insulinproduktion, regelt die Hauterneuerung, deswegen ist es für die Hautärzte so interessant, beeinflusst auch die Stimmung, auch das Nervensystem. Gerade die Winterdepression hängt ja damit zusammen. Und es spielt einfach eine Schlüsselrolle beim Immunsystem. Wir werden uns das alles noch ein bisschen genauer anschauen. Und Studien zeigen, ein Mangel von Vitamin D steigert einfach das Risiko für Knochenbrüche, für Depressionen, für Infekte, für Diabetes und sogar für Krebs.
Wie viel Prozent der Ärzte verschreiben eigentlich Vitamin D? Während natürlich im komplementärmedizinischen Bereich oder auch bei den Orthopäden oder auch bei den Kinderärzten das Vitamin D häufiger verordnet wird, herrscht in anderen Fachdisziplinen eher Zurückhaltung. Man schätzt, dass ca. 60% der Ärzte Vitamin D regelmäßig verschreiben. Aber zum Glück gibt es eine nicht diskutable Lehrmeinung. Und hier gibt es zwei Dinge, die man sagen kann. Erstens, Vitamin D-Mangel macht krank. Und zweitens, Vitamin D-Mangel muss beseitigt werden. Aber beim Thema, wie viel brauchen wir, sollte man das prophylaktisch einnehmen. Da gehen die Meinungen auseinander.
Wenn Sie meine Erfahrung haben wollen, Vitamin D wird bei mir, bei jedem Patienten, und das mache ich seit knapp 20 Jahren so ohne Diskussion, konsequent gemessen und konsequent so supplementiert, wenn der Wert nicht stimmt bzw. der Wert nicht optimal ist. Ich finde diese Grundsatzdiskussion schon immer affig. Vitamin D substituieren, ja, nein, streiten und so weiter. Einfach den Vitamin D-Spiegel messen, so eine Untersuchung kostet 17, 18, 19 Euro ungefähr, und dann ausgleichen und dann auf weiter zum nächsten Blutwert und den optimieren. Warum? Weil der Vitamin D-Mangel, wir haben es gerade gehört, krank macht. Und passen Sie auf, vielleicht sind Sie auch betroffen. Mittlerweile gibt es gute Tests für den Selbsttest in der Apotheke. Ich kann Ihnen hier auch einen Test verlinken, dann können Sie das selber einfach mal bei sich messen.
Warum ist Vitamin D so wichtig? Es ist wie so ein Schaltknopf im Körper. Das steuert, wie das Calcium und auch das Phosphat aufgenommen wird, wie das in den Knochen eingebaut wird, wie das Immunsystem reguliert wird, Muskeln, Nerven, Herz und so weiter, sogar die Stimmung. Aber wir brauchen noch zwei weitere Stoffe, Vitamin K und Magnesium. Dazu kommen wir gleich nochmal ein bisschen ausführlicher. Da gibt es auch schon Videos zu mir auf diesem Kanal. Schauen Sie sich gerne auf dem Kanal um, abonnieren Sie gerne den Kanal, so verpassen Sie ja auch kein Video und helfen einfach mit, dass diese Informationen weiter verbreitet werden.
Die Frage ist, was passiert, wenn wir Vitamin D-Mangelerscheinungen haben? Erstmal Knochen und Muskeln, ganz klarer Fall, Rachitis bei Kindern, die Osteoporose bei den Älteren, also ein schlechter Knochenbau, erhöhte Knochenbruchgefahr, so kann man sich das vorstellen, auch Knochen- und Rückenschmerzen, all das kann passieren. Wir haben dann das Immunsystem, häufige Infekte im Herbst, da gehört natürlich auch das Zink dazu und Selen dazu. Wir haben diese Immunschwäche, schlechte Wundheilung, Parodontitis, all das ist mit Vitamin D vergesellschaftet. Die Abwehrzellen, vor allem unsere wichtigen natürlichen Killerzellen, die brauchen das Vitamin D, damit die viralen Infekte besser bekämpft werden können, effizient bekämpft werden können. Und dann haben wir natürlich auch das große Problem noch mit der Bekämpfung der Krebszellen. Auch hier brauchen wir das Vitamin D über die Stimulation der natürlichen Killerzellen. Wir wissen, bei einem Mangel haben wir mehr Erkältung, mehr Wundheilungsstörung, aber auch im Winter die sogenannte Winterdepression. Es schlägt uns auf die Stimmung, wir werden müde, wir bekommen die Antriebslosigkeit gepaart mit dieser Frühjahrsmüdigkeit oder eben auch der Winterdepression. Warum? Irgendwann geht das Vitamin D aus. Wir können so ein bisschen Vitamin D speichern, aber wenn wir nicht substituieren, dann kommen wir eigentlich ganz gut noch bis Weihnachten, so erfahrungsgemäß. Und dann schon langsam, wenn der Winter immer länger wird und länger wird, dann kommen diese Probleme einfach mit dazu, wie auch Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Nervenschmerzen und so weiter. Und wir haben ein erhöhtes Demenzrisiko. Auch hierzu habe ich schon ein Video gemacht auf dem Kanal.
Wie funktioniert das Ganze? Vitamin D wirkt hier auf die Botenstoffe im Gehirn, zum Beispiel auf Serotonin. Und wenn wir hier eben einen Mangel haben, dann haben wir diese Antriebslosigkeit, diese depressive Stimmung und so weiter. Und ich merke es immer wieder, die Menschen, die leben dann richtig auf, wenn man diesen Vitamin D Wert korrigiert. Wir haben aber auch Wirkung aufs Herz, Herzrhythmusstörungen bei einem Mangel, Kreislaufschwäche, Schwindel, Zusammenhang auch mit Bluthochdruck, Stoffwechselstörungen und so weiter. Warum? Weil auch hier Vitamin D den Kalziumfluss reguliert, also im Herzmuskel und in den Gefäßen. Und das kann eben diese Symptome machen, wie so Blutdruck und Herzkreislaufschwäche und so weiter. Und schließlich in der Haut. Dort haben wir das Vitamin D. Das steuert dann das Wachstum und auch die Reifung von Hautzellen. Und wir wissen, Vitamin D Mangel verschlechtert einfach das Hautbild. Wenn Sie noch was mit der Ernährung machen wollen, gerade bei Kindern, Jugendlichen und so weiter, dann lassen Sie den Zucker weg. Auch das verschlechtert das Hautbild.
Und es gibt Zusammenhänge jetzt zwischen niedrigen Vitamin D Werten und verschiedenen chronischen Erkrankungen. Und hier gibt es drei Stück. Das ist einmal der Diabetes Mellitus Typ 3, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebserkrankungen. Aber Achtung, das sind häufig die sogenannten Beobachtungsstudien. Bislang gibt es noch keinen Beweis für eine ursächliche Beziehung. Aber es gibt interessante Daten.
Eine Sache ist immer wieder Vitamin D Mangel und die Sterblichkeit. Und auch hier haben wir Beobachtungsstudien, die zeigen dann, dass Menschen mit einem sehr niedrigen Vitamin D Spiegel ein höheres Risiko für frühere Sterblichkeit haben. Besonders durch die Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aber auch durch Infektionen und bestimmte Krebsarten. Und dann haben wir noch sogenannte Interventionsstudien. Das sind also Studien, die man, wo man vergleicht Menschen, die Vitamin D Einnahme einnehmen und Menschen, die es nicht einnehmen. Die zeigen hier einen Ausgleich von leichten bis mäßigen Mängeln. Also wenn wir das ausgleichen, dass das nicht automatisch die Sterblichkeit sinkt. Nur bei einem klaren, starken Mangel sieht man oft Verbesserungen, weniger Knochenbrüche in den Studien, mehr Muskelkraft, weniger Infekte und so weiter.
Jetzt gibt es aber weltweit sehr große Studien, überzeugende Studien. Cochrane zum Beispiel, British Medical Journal, große Meta -Analysen und so weiter. Die zeigen, dass Vitamin D Supplementierung die Gesamtsterblichkeit und das ist besonders bei älteren Menschen und auch beim Mangel leicht, aber signifikant senken kann. Und der stärkste Effekt, der zeigt sich und das ist wirklich eine super Nachricht bei der Krebssterblichkeit. Das heißt, wir können aufgrund der Datenlage sagen, dass wir gezielt supplementieren sollen, aber eben nicht pauschal für alle. Man muss halt vorher wissen, habe ich hier einen Vitamin D Mangel oder nicht?
Wenn Sie das ganze Thema näher interessiert. Ich biete gern an, hier mal ein ausführliches Live-Webinar auf YouTube zu machen. Wenn Sie wollen, dann können wir uns gemeinsam mal die Ergebnisse von solchen Studien genauer anschauen. Lassen Sie mich es einfach wissen. Kommentieren Sie mal drunter rein unter diesem Video, ob das interessant für Sie wäre.
Bevor wir mal die Frage klären, wie wir das Vitamin D einnehmen sollen, geht es jetzt mal um die Werte. Und im wahrsten Sinne des Wortes ist das eine Wissenschaft für sich. Wir müssen nämlich ein bisschen aufpassen. Wir haben einmal zwei Einheiten bei dem Vitamin D. Die geläufige Einheit ist Nanogramm pro Milliliter. In Deutschland, Österreich, Schweiz, USA wird das am häufigsten verwendet. Und dann haben wir noch Nanomol pro Liter. Also wenn Sie Ihren Vitamin D Spiegel anschauen, müssen Sie auch immer noch die paar Buchstaben dahinter lesen. In was für einer Einheit wurde das bei mir gemessen? Viele Labore in Deutschland messen auch in Nanomol pro Liter. Vor allem Großbritannien, Kanada. Viele Studien werden in Nanomol pro Liter gemacht. Deswegen müssen wir das immer umrechnen. Und hier haben wir gesagt, nehmen wir mal die geläufigeren Einheiten und wir schauen uns jetzt hier mal diese Abbildung an. Die zeigt uns nämlich präventive Spiegel an beim Vitamin D. Und das ist super interessant.
Wir sehen hier einfach, wenn wir so einen Spiegel haben von 40, 50 Nanogramm pro Milliliter, dann liegen wir hier im Optimalbereich. Wir sehen anhand der Studienlage Knochengesundheit. Wir müssten hier mindestens einen Spiegel von über 30 Nanogramm pro Milliliter überschreiten. Autoimmunerkrankungen werden schon 40 bis 60 empfohlen. Laut Studien 30 bis 40 bei Diabetes Typ 1. Minimum 30 bis 40 bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, rheumatische Erkrankungen, akute Atemwege und so weiter. Sie sehen hier das, wie das aufgebaut ist, diese Tabelle.
Eine Studie von diesen vielen möchte ich Ihnen noch mal genauer zeigen. Und das ist das Brustkrebsrisiko. Ziel dieser Studie war es, dass man hier den Zusammenhang zwischen dem Vitamin D Spiegel und dem Brustkrebsrisiko bei Frauen über 55 Jahre gemessen hat. Insgesamt über 5000 Frauen haben teilgenommen über einen Zeitraum von ungefähr vier Jahren. Und was kam hierbei raus? Ganz interessant. Ein Vitamin D Spiegel von über 60 Nanogramm pro Milliliter war bei Frauen ab 55 mit einem deutlich reduzierten Brustkrebsrisiko verbunden. Hier steht 80 bis 99 Prozent. Worum steht es da? Hier wurden also mehrere unterschiedliche statistischen Verfahren angewendet. Beim einen kam halt 80 Prozent raus, beim anderen 92, beim dritten 99. Deswegen also 80 bis 99 hat man hier angesetzt. Im Vergleich zu Menschen, die Werte haben unter 20 Nanogramm pro Milliliter.
Anhand dieser Daten können wir eigentlich eins eindeutig sagen. Werte unter 30 Nanogramm pro Milliliter sind nicht mit der Gesundheit vereinbar. Wir haben ein Minimumwert von über 40, besser über 50. Das sollten wir anstreben. Allein vier Kategorien wie der Brustkrebs, SARS-CoV -2-Infektion, Covid-Sterblichkeit, Diabetes Mellitus Typ 2 und so weiter. Hier war sogar empfehlenswert der Wert 50 bis 60 Nanogramm. Also wirklich in den hohen Bereich des Normbereiches gehen.
Und jetzt gibt es Daten vom Deutschen Krebsforschungszentrum. Die haben 14 Studien mit höchster Qualitätsstufe ausgewertet. Insgesamt mit 105.000 Teilnehmern. Und dort kam es zu einer sehr, sehr großen Überraschung. Nämlich man hat unterteilt die Studien, die gelaufen sind, einmal mit Menschen, die das Vitamin D mit hohen Einzeldosen genommen haben. Zum Beispiel halt diese Standarddosierung, die man kriegt vom Orthopäden oder vom Hausarzt mit 20.000 Einheiten pro Woche. Und dann die Menschen, die an Studien teilgenommen haben, wo täglich das Vitamin D genommen wurde. Und da gab es einen riesengroßen Unterschied. Man hat nämlich gesehen, dass die Menschen mit den Einzeldosen, mit den hohen Einzeldosen keinen Effekt auf die Krebssterblichkeit hatten. Und die Menschen, die es täglich genommen haben, dort gab es eine signifikante Verringerung der Krebssterblichkeit um 12 Prozent. Und jetzt kommt es unabhängig davon, ob die Menschen einen Vitamin D Mangel hatten oder nicht. Das heißt, tägliche Einnahme Vitamin D bringt uns etwas. Das heißt, der Effekt natürlich für Menschen mit Vitamin D Mangel, der war wesentlich höher oder ist wesentlich höher. Das bedeutet konkret, wir haben eine bessere Bioverfügbarkeit, wenn wir das täglich einnehmen. Das wird dann, es geht um die Umwandlung im Körper, wie das Ganze dann ausgewertet wird, das Vitamin D. Und wir sehen, dass gerade ältere Menschen ab 70, da ist der Effekt am größten, aber halt auch ab 60, 50 und so weiter, am meisten profitieren von dieser Vitamin D Therapie. Und zwar das Deutsche Krebsforschungszentrum sagt am besten natürlich, bevor es zur Krebsdiagnose kommt.
Die große Frage, wie viel sollen wir ergänzen? Wie viel sollen wir einnehmen? Und auch hier wird wieder emotionalisiert und diskutiert und gestritten und so weiter. Es gibt so einen alten Spruch. Ich bin ja ehemaliger Narkosearzt und mein Lehrer hat zu mir immer gesagt, mein Oberarzt, gib ihm, was er braucht. Das heißt, so viel wie nötig ist, dass man eben in diesen höheren Normbereich um die 50, 60 Nanogramm kommt, also die rechte Zone des Normalbereiches. In den meisten Leitlinien und in den Übersichtsarbeiten und so weiter werden hier Supplementierungen von 1000 bis 2000 Einheiten pro Tag empfohlen. Bevor sie abschalten. Das ist die sichere Dosis und für die meisten Menschen passt das Ganze tatsächlich. Wir kommen gleich zu den Ausnahmen. Keine Sorge, in 90 Prozent ungefähr reicht diese Dosis aus, um dieses Mindestmaß an 20, 30 Nanogramm zu erreichen und zu halten. Die merken schon, worauf ich raus will. Wir brauchen viel, viel höhere Dosen. Ich zum Beispiel brauche 5000 Einheiten täglich, damit ich persönlich meinen Vitamin D Spiegel halten kann.
Jetzt kommt es aber. Wir haben Risikogruppen, wir haben besondere Situationen und wir haben noch eine Blackbox, zu der kommen wir gleich. Menschen mit Übergewicht, mit Malabsorption, also Menschen, die einfach Nährstoffe schlecht aufnehmen können. Multimorbide Menschen. Hier werden schon höhere Dosen, 2.000 bis 4.000 Einheiten, sogar bis zu 7.000 Einheiten empfohlen. Kann nötig sein, damit man die Zielwerte erreicht. Was man mal tun kann, ist, dass man einfach aufsättigt mit mehr Einheiten bis 6000 oder 10.000 und so weiter. Ich persönlich setze in der Praxis auch 20, 50 oder 100.000 Einheiten täglich ein, damit man schnell aus diesen Mangelzuständen rauskommt. Aber ich bin Arzt. Ich kann das auch verantworten.
Interessant ist eine Empfehlung vom Institute of Medicine USA. Die sagen, dass es keine Beweise dafür gibt, dass die Einnahme von bis zu 10.000 Einheiten Vitamin D irgendwelche nachteiligen Auswirkungen hat. Aber sie haben dann ein bisschen so eine Sicherheitszone eingelegt und haben gesagt, okay, also wir sollten nicht mehr als 4000 Einheiten nehmen. Sie können natürlich mit ihrem Therapeuten zusammen alles machen, hochdosiert geben, aber sie brauchen einfach die Nierenwerte. Sie müssen den Calcium Wert sich anschauen, bevor sie hochdosiert Vitamin D einnehmen. Und das ist im Prinzip diese, diesen Sicherheitspuffer, den man in diesen offiziellen Empfehlungen immer wieder einbauen muss. Muss man wirklich so sagen, damit die Leute halt keinen Unfug machen.
Jetzt gibt es noch weitere Studien. Das Fachmagazin Nutrients sagt, um auf einen Wert von 30 bis 40 Nanogramm pro Milliliter zu kommen, brauchen wir ungefähr 2.000 bis 4 .000 Einheiten Vitamin D. Eine kanadische Studie sagt, so normalgewichtige brauchen ungefähr 6.000 Einheiten, um einen Wert von 40 Nanogramm zu erreichen. Übergewichtige 7.000 bis 8.000 Einheiten.
Und jetzt kommt es einfach noch hier zu dieser Black Box. Und diese Black Box heißt Vitamin D bindendes Protein. Das ist ein Protein, ein Eiweiß Bausteinchen, den Sie in der Leber bilden. Und dieser Eiweiß Baustein, der ist nötig, damit Sie das Vitamin D aufnehmen können und weitertransportieren können. Ganz einfache Sache. Wenn Sie also viel Vitamin D bindendes Protein haben, kommt immer wieder die Frage, wie heißt es Vitamin D bindende Protein eigentlich? Es heißt Vitamin D bindendes Protein. Okay, wenn Sie das nachgoogeln wollen, wenn Sie viel davon haben, wird viel Vitamin D einfach abgebunden, ist inaktiv und fährt im Blut spazieren. Wenn Sie wenig haben und Sie nehmen Vitamin D auf, dann gibt es sozusagen mehr im Blut. Können Sie es ganz vereinfacht bitte vorstellen. Also der Mechanismus dahinter ist komplexer, als es jetzt gesagt hat.
Was haben wir bisher gelernt? Erstens die Vitamin D Einnahme. Die sollten Sie täglich unbedingt machen. Also wechseln Sie von wöchentlich auf täglich. Zweitens die hohen Dosen, die sind überholt. Vor allem wenn wir älter werden, damit das Vitamin D gut wirken kann, sollten wir es einfach regelmäßig verteilen. Drittens Vitamin D bitte nicht überdosieren. Es ist nicht nötig, dass Sie sich in sonstige Bereiche schießen. Einfach ausreichend hoch dosieren. Damit machen Sie schon mal besser als 98 Prozent aller anderen Menschen. Und die Dosierung beim Erwachsenen bei Frauen liegt wahrscheinlich so irgendwo um die 3000 Einheiten, bei Männern um die 4000 Einheiten, wenn Sie das regelmäßig täglich machen. Sie brauchen keine 10, Sie brauchen keine 20. Es sei denn, Sie wissen ganz genau, ich habe ein Problem mit dem Vitamin D bindenden Protein. Das kann man übrigens messen. Messen ist ein gutes Stichwort. Sie sollten auch den Vitamin D Spiegel natürlich messen. Das ist meine Empfehlung, damit Sie ein Gefühl kriegen. Was brauche ich hier eigentlich für Dosen?
Und jetzt kommt noch die alles entscheidende Frage. Und hier scheiden sich auch wieder die Geister. Was brauchen wir eigentlich, damit Vitamin D gut aufgenommen wird? Wir brauchen das Vitamin K2 MK7. Vitamin K2 leitet Kalzium in die Knochen und in die Zähne statt in Gefäße und Weichteile. Es ist also wichtig, wenn Sie jetzt kalziumreich essen, dass Sie dieses Kalzium nicht in Ihre Gefäße einbauen, sondern tatsächlich in die Knochen. Und das löst dieses Vitamin K2. Ich habe Ihnen hier schon ein sehr schönes Video ausführlich dazu gemacht. Gleichzeitig und jetzt kommt's, können Blutgefäß Verkalkungen mit diesem K2 gestoppt werden. Es gibt auch manchmal Hinweise, dass die Gefäßverkalkung sich etwas leicht bessern kann. Aber lange Rede, kurzer Sinn. Sie sollten das Vitamin D und K2 tatsächlich gleichzeitig einnehmen. Wenn Sie ein gutes Präparat suchen und brauchen, schauen Sie in meinem Shop. Dort gibt es Vitamin D in der Verbindung mit K2 MK7, mit hochwertigem Mandelöl und kein billiges Kokosöl. Die 99,9 Prozent der Präparate. Und dann haben wir es für die Freunde der liposomalen Produkte jetzt auch liposomal Vitamin D3 K2 MK7.
Häufig kommt die Frage, warum sind die Tagesdosen immer so niedrig auf den Präparaten angegeben? Und warum gibt es auf Amazon Leute, wo ein Tropfen 10.000 Einheiten hat und so weiter? Das sind einfach Rechtsgründe. Eine Firma, die das Ganze ernst nimmt, die macht es so. Die Politik ist schon lange dran, dass das Vitamin D reguliert werden soll. Und so ist man als Hersteller einfach safe, nicht abmahngefährdet und läuft nicht die Gefahr, dass man dann irgendwann mal ganze Chargen wegschmeißen muss. Das sei an dieser Stelle auch mal gesagt.
Dann gibt es aber noch einen zweiten Kofaktor und das ist das Magnesium. Das brauchen wir, damit das Vitamin D in seine aktive Form kommt. Das heißt, ohne Magnesium kann das Vitamin D nicht gut wirken. Und jetzt kommt der Witz. Während es wichtig ist, dass Sie beim Vitamin D das K2 MK7 dazu nehmen, ist es beim Magnesium nicht wichtig, dass Sie es zeitgleich mit Vitamin D nehmen. Sie brauchen einfach nur einen ausreichenden Spiegel im Körper. Ganz interessant, wenn Sie kein zusätzliches Magnesium einnehmen, benötigen Sie ungefähr knapp 150 Prozent mehr Vitamin D, um auf den gleichen Blutspiegel zu kommen. Das hat man untersucht. Im Vergleich zur Vitamin D-Einnahme, wenn Sie über den Tag verteilt mindestens so 400 Milligramm Magnesium einnehmen. Im 2018 hat man hier eine sehr interessante Untersuchung gemacht. Dieser Untersuchung zufolge konnten 50 Prozent der US -Amerikaner, die Vitamin D Präparate einnehmen, keinen nennenswerten gesundheitlichen Nutzen erzielen, da das Vitamin D einfach in seiner inaktiven Form gespeichert wurde. Warum? Weil sie zu wenig Magnesium hatten. Also die beiden Dinge, die sind wirklich wichtig.
Es gibt noch zwei weitere theoretische Dinge. Wir haben auch das Vitamin A, wobei wir eigentlich Vitamin A Mängel nicht so häufig sehen. Also im Vitamin A Mangel wird auch das Vitamin D nicht so gut aufgenommen, verarbeitet. Und dann haben wir noch im Zink und im Bohr Mangel auch hier diese beiden Nährstoffe, die unterstützen die Enzyme im Vitamin D Stoffwechsel. Und Bohr verlängert dann auch noch die Halbwertszeit vom Vitamin D.
Meine Tipps? Lassen Sie regelmäßig kontrollieren, drängen Sie Ihren Arzt drauf, dass er es kontrolliert. Wenn er sagt, nee, geht nicht kassenmäßig, dann drängeln Sie drauf, dass er Ihnen das als Selbstzahlerleistung für 20 Euro oder was macht. Wenn nicht, schaffen Sie sich so einen Selbsttest, gehen Sie in die Apotheke und schauen Sie einfach, wie gehe ich in den Herbst rein, wenn die kühle Jahreszeit kommt? Schauen Sie bitte darauf, dass Sie das Kalzium nicht überdosieren. Auch hier sehen wir auch Kalzium Dosen ein oder zweimal am Tag genommen sollen wir nicht machen. Wir sollen das Kalzium eher über kalziumreiche Lebensmittel oder über Heilwässer den ganzen Tag über verteilt aufnehmen, damit wir nicht Gefahr laufen, dass mit dem Kalzium und dann auch wohl möglich in Verbindung mit Vitamin D unsere Gefäße verkeiten. Wenn das Kalzium über die Nahrung schön gemütlich aufgenommen wird, dann passiert das nicht. Das Magnesium habe ich erwähnt, so ungefähr 300 bis 400 Milligramm pro Tag aus Nahrung oder als Supplement. Und Vitamin K2 sollten Sie ungefähr so 100 bis 200 Mikrogramm pro Tag einnehmen.
Also als Fazit können wir sagen, nehmen Sie lieber eine kleinere Menge Vitamin D, bevor Sie irgendwelche Hochdosis Geschichten machen. Nehmen Sie lieber diese Kofaktoren sauber dazu in moderaten Mengen. Dann brauchen Sie alles einfach nicht so hoch dosieren und Sie kommen auf Ihren schönen Vitamin D Spiegel. Und am Ende des Tages können Sie es nur für sich rausfinden. Wie viel brauche ich, wenn Sie diesen Spiegel einfach zweimal im Jahr messen?
Eine Frage müssen wir noch klären. Wer sollte Vitamin D nicht einnehmen? Wer sollte sehr vorsichtig sein? Erstmal natürlich die Leute, die schon zu viel Kalzium im Blut haben. Das Vitamin D erhöht die Kalziumaufnahme. Dann auch Sarkoidose, Tuberkulose, solche Erkrankungen. Da haben wir das Risiko für einen Kalziumüberschuss. Auch hier bitte vorsichtig sein mit Vitamin D. Niereninsuffizienz, ganz klar. Da haben wir die eingeschränkte Umwandlung. Da ist auch das Kalziumgift. Das muss man wirklich sehr, sehr vorsichtig betrachten. Und den primären Hyperparathyroidismus, Lebererkrankungen wie Leberzirrhose und so. Hier kann es dann auch zu Umwandlungsstörungen und Speicherproblemen kommen von diesem Vitamin D. Natürlich derjenige, der Kalziumhaltige Nierensteine hat. Auch hier, wenn man den Kalziumspiegel übers Vitamin D dann erhöhen, kann es hier Probleme geben.
Eins muss man auch noch sagen. Menschen mit Blutverdünner sollten vorsichtig sein mit dem Vitamin K2 MK7. Denn hier kann dieses Vitamin K2 die Wirkung der Blutverdünner abschwächen.
Danke fürs Zuschauen. Danke auch an die Kanalmitglieder. Ohne sie gäbe es den Kanal nicht. Wir sehen uns wieder beim nächsten Mal. Ich hoffe, es ging nicht so schnell. Aber ich wollte einmal über dieses Thema so richtig knackig drüber fegen. Bis dann.