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Sichere E-Mail-Anbieter: Diese Dienste sind „verschlüsselt“!

PrivacyTutor40:16

Transcription

Hast du dich jemals gefragt, was verschlüsselt eigentlich bedeutet, wenn E-Mail-Anbieter damit werben? Ich habe zwei Tage lang damit verbracht, das komplexe Thema zu durchleuchten und stelle dir in diesem Video sechs sichere E-Mail-Anbieter vor und vergleiche diese E-Mail-Anbieter in fünf verschiedenen Verschlüsselungskriterien und gehe außerdem noch auf einige andere Kriterien ein.

In diesem Video stelle ich dir diese Anbieter vor und erkläre außerdem, auf welche Kriterien du achten solltest, wenn du einen hohen Wert auf die Sicherheit eines E-Mail-Anbieters legst. Am Ende des Videos verrate ich dir dann, welchen Anbieter ich persönlich benutze und ich zeige dir außerdem meine interaktive Vergleichstabelle, mit der du selbst die unterschiedlichen E-Mail-Anbieter nach deinen wichtigen Kriterien filtern kannst.

Und noch ein Disclaimer vorab: Um das Video möglichst einfach verständlich und transparent zu machen, habe ich an einigen Stellen Vereinfachungen vorgenommen. Für die einen ist das vielleicht zu vereinfacht, für andere ist es vielleicht zu kompliziert, wie ich das Thema hier darstelle. Wenn du Fragen oder Ergänzungen hast oder wenn du denkst, dass ich unterschiedliche Themen falsch dargestellt habe, dann lass es mich und auch die anderen Zuschauer gerne unten in den Kommentaren wissen. Ich bin Alex von Privacy Tutor und auf diesem Channel schauen wir uns Tools für unseren digitalen Alltag an.

Bevor wir jetzt zu den einzelnen Verschlüsselungskategorien kommen, die etwas theoretischer sein können, wollen wir uns erstmal anschauen, welche E-Mail-Anbieter es um welche E-Mail-Anbieter es heute geht und wie die eigentlich aussehen. Der Fokus des Videos soll jetzt weder auf der Benutzerfreundlichkeit noch auf den Preisen liegen, aber trotzdem will ich darauf kurz eingehen. Und als erstes schauen wir uns in der Benutzerfreundlichkeit und bei den Preisen mal Proton Mail und Tuta an. Die werde ich generell zusammenpacken, da wir sehen werden, dass sich die beiden E-Mail-Anbieter ziemlich ähneln.

Werfen wir erstmal einen Blick darauf, wie Proton Mail und Tuta eigentlich aussehen. Das ist die Oberfläche von einem kostenlosen Account von Proton Mail. Finde ich persönlich ziemlich aufgeräumt, ziemlich clean. Wenn ich eine E-Mail aufmache, sieht das Ganze so aus und jetzt könnte ich z.B. hier oben eine hier oben eine neue E-Mail schreiben. Sieht auch sehr clean aus und ich kann auch natürlich, wie ich es von E-Mail-Anbietern gewohnt bin, hier auf der linken Seite zwischen verschiedenen Ordnern unterscheiden. Ich kann neue Ordner erstellen, ich kann sogar eigene Kategorien oder auch Labels genannt erstellen. Und außerdem bietet mir das Proton-Universum mittlerweile nicht nur den E-Mail-Anbieter, für den der Schweizer Dienst sehr bekannt ist, sondern auch Proton Calendar, Proton Drive, VPN und ein Passwort-Manager.

Außerdem gibt es Proton Mail und auch ich hoffe, ich werde die in diesem Video nicht Tuta Nota zu oft nennen, denn der Anbieter hat mittlerweile schon seit über einem Jahr, glaube ich, seinen Namen geändert, aber früher hießen sie mal Tuta Nota und jetzt nur noch Tuta. Und beide Anbieter haben eine App, ein Programm, was du dir auf deinem Rechner, Mac, Linux, Windows installieren kannst und natürlich auch Apps für die Smartphones. Das sieht bei Tuta Nota dann so aus und bei Proton Mail sieht das Ganze so aus. Und in beiden Fällen ähneln sich die Desktop-Version und die Online-Version sehr stark. Also deswegen wollen wir uns mal hier die die Online-Version anschauen. Die sieht bei Tuta Nota auch sehr ähnlich aus zur Desktop-Version, mit dem Unterschied, dass ich jetzt hier den Dark Mode aktiviert habe, aber auch hier ist alles ziemlich aufgeräumt.

Beide Anbieter kannst du tatsächlich kostenlos und ohne Werbung benutzen. Da gibt es verschiedene Einschränkungen, wie du dir vorstellen kannst, unter anderem, dass du in der kostenlosen Version nur bei Proton Mail 0,5 GB Speicher hast und bei Tuta 1 GB Speicher. Für grundlegende E-Mail-Funktionalitäten reicht das aus, aber wenn du ernsthaft deine E-Mail benutzen willst und vor allem auch viele ältere E-Mails aufheben willst, dann braucht man auch mal schnell etwas mehr Speicher. Bei Proton Mail gibt es unter bestimmten Voraussetzungen auch etwas mehr als 0,5 Gigabyte, da gibt es auch 1 Gigabyte, wenn du eine Checkliste aktivierst, aber das habe ich jetzt mal hier außen vor gelassen.

Bei den Abos sind sich die Anbieter ziemlich ähnlich. Man man kann ab stolzen 4 bis 5 € starten, wenn man monatlich bezahlt und wie bei vielen Anbietern ist es dann günstiger, wenn wir uns für den jährlichen Tarif entscheiden. Also hier z.B. bei Proton Mail. Bei Tuta kostet das dann 3 € pro Monat für die günstigste Version für den jährlichen Tarif. Um es besser vergleichbar zu machen, habe ich immer den monatlichen Tarif genommen, der kostet jetzt hier 3,60 € aufgerundet 4 € und bei Proton startet der günstigste Tarif bei 5 € im Monat, wenn wir uns für den monatlichen Tarif entscheiden. Etwas weniger, wenn wir uns für den jährlichen Tarif entscheiden, was aber in den Vergleich zu den anderen Anbietern doch etwas viel ist. Der Unternehmenssitz von Proton Mail ist in der Schweiz und von Tuta in Deutschland.

Okay, schauen wir uns im Schnelldurchlauf noch die Oberfläche der anderen vier Anbieter an und kommen dann endlich zu den wirklich wichtigen Kategorien. Startmail ist ein niederländischer E-Mail-Anbieter, der ähnlich wie Tuta und Proton Mail ein ziemlich aktuelles Ober eine ziemlich aktuelle und hübsche Oberfläche hat. So sieht das Ganze hier aus, ziemlich selbsterklärend, ziemlich hübsch. Dass das nicht selbstverständlich ist, werden wir gleich bei allen folgenden Anbietern sehen. Soweit ich mich richtig erinnere, etwas stolz ist allerdings der Preis von Startmail, der meiner Meinung nach, da grabe ich ein bisschen vorab, nicht ganz den Funktionen gerecht wird, denn da zahlt ihr für die günstigste Version 7 € pro Monat, also ab dem zweiten Monat für die Monatsversion. In der jährlichen Version ist das auch hier wieder etwas günstiger und eine kostenlose Version haben wir bei Startmail ebenfalls nicht.

Bei zwei Anbietern haben wir ebenfalls keinen kostenlosen keine kostenloses Angebot und das ist bei den zwei deutschen und sehr bekannten und auch alten E-Mail-Anbietern Mailbox.org und Posteo. So sind sie beide, so sehen die beiden aus und da ich gerade alt gesagt habe, also alt eingesessen, es gibt die E-Mail-Anbieter beide schon ziemlich lang und sie genießen meiner Auffassung nach auch viel Vertrauen in der Privacy, Privatsphäre, Sicherheit Community. Aber alt eingesessen, auch wenn man sich mal die Oberfläche anschaut, die ist leider nicht mehr ganz auf dem aktuellen Stand, finde ich persönlich. Auch wenn man sich mal Mailbox.org anschaut und hier in die Einstellung reingeht, dann gibt es hier einmal Grundeinstellungen und E-Mail und wenn ich auf E-Mail drauf gehe, dann gibt's hier noch mal verfassen, aber bei Mailbox.org gibt's dann hier auf der rechten Seite noch mal einen kompletten Reiter. Also das Ganze ist nicht ganz so übersichtlich. Ähnlich ist es bei Posteo. Die Oberfläche ist äh kann man bedienen, aber sieht nicht ganz so aktuell aus. Ist aber im Grunde auch nicht so wichtig, da wir später sehen werden, dass sich beide Anbieter auch mit IMAP und SMTP mit einem externen Client benutzen lassen.

Dafür sind die Preise umso spannender. Es gibt beide Anbieter schon für 1 € pro Monat, also es gibt keine kostenlose Version, aber sie sagen, hey, wenn dir E-Mail etwas wert ist und das sollte es dir sein, denn die E-Mail ist deine zentrale Adresse im Internet sozusagen, dann ist das doch wahrscheinlich 1 € wert. Da bekommst du bei Mailbox dann 2 Gigabyte pro Monat und für 3 € dann deutlich mehr Beitrag und kannst z.B. auch eine eigene Domain benutzen. Und bei Posteo, Posteo hat ein etwas flexibleres Preismodell, was ich sehr schön finde, da du das dann sozusagen mit deinen Anforderungen mitskalieren kannst und auch hier startest du bei 1 € pro Monat und kannst dir dann, wie du hier siehst, je nach Preis neue mehr Gigabyte einfach hinzukaufen für 25 Cent pro Monat.

Und als letztes haben wir noch einen deutschen Anbieter und was er ebenfalls mit den zwei vorherigen, mit Posteo und Mailbox gemeinsam hat, ist die Oberfläche. Mail.de gibt es schon lang und auch hier sieht die Oberfläche meiner Meinung nach wieder aus, als ob der Anbieter seit Anfang der 2000er nichts gemacht hat. Ist aber auch nicht schlimm. E-Mail muss sagen, viele muss einfach funktionieren und man benutzt es eh mit einem Client. So sieht das Ganze ja aus, also kann man schon benutzen. Und was die Preise angeht, hat Mail.de eine werbefinanzierte kostenlose Variante und startet dann für ab 2 € pro Monat.

Kommen wir jetzt zu der ersten Kategorie, die etwas mit der Absicherung eurer E-Mails zu tun hat und das ist eine eigene Domain. Ist mit dem E-Mail-Anbieter ist es möglich, eine eigene Domain für seine E-Mails zu verwenden. Wenn du nicht weißt, was eine eigene Domain ist, wenn ich mir jetzt eine E-Mail schreiben will, ganz egal von welchem E-Mail-Anbieter, dann könnte ich mir hier unter alexander@privacytutor.de schreiben und das @privacytutor.de, das ist meine eigene Domain. Und das heißt nicht zwingend, dass ich hier zu Hause mein eigenen E-Mail-Server aufstellen muss, sondern die meisten E-Mail-Anbieter lassen sich mit einer eigenen Domain verwenden, zumindest in einer der bezahlten Version. Also bei Mailbox.org habe ich z.B. in der günstigsten Version mit 1 € keine eigene Domain dabei, aber ab der Version mit 3 €. Und hier habe ich euch mal auf der rechten auch unter dem Punkt unter der Spalte eigene Domain angekreuzt, welche Anbieter eine eigene Domain unterstützen. Das sind Proton Mail, Tuta, Startmail, Mailbox, Posteo und Mail.de. Leider nicht Posteo.

Geht unter anderem auch darauf ein, warum sie das nicht unterstützen und es gibt auch Nachteile, eine eigene Domain zu unterstützen zu nehmen. Abgesehen davon, dass es Geld kostet und etwas technisches Know-how erfordert, und zwar schreiben sie hier, dass man in hinter seiner Domain verschiedene DNS-Einträge hinterlegen muss, wie z.B. ein SPF-Record, ein DNS-Record. Habe ich auch schon alles gemacht, ist nicht so super kompliziert, aber muss halt machen und ist sozusagen damit etwas selbst für die Sicherheit verantwortlich seiner Domain. Und ein großer Nachteil beim Thema Privatsphäre ist, dass man hinter jeder Domain ein Inhaber hinterlegen muss. Das heißt, bei meiner Domain-Registrierungsstelle musste ich sagen, hey, privacytutor.de, das ist meine persönliche Domain und im Zweifel könnten Behörden da drauf Anfragen und dann wissen, wer eigentlich dahinter steckt, wer ich bin, wo ich wohne und so weiter.

Aber es gibt auch Vorteile bei einer eigenen Domain und das ist nicht nur, dass sie professioneller aussieht, sondern aus Sicherheitssicht gibt es vor allem einen großen Vorteil und zwar gehört die E-Mail-Adresse wirklich dir und du kannst sozusagen selbst entscheiden, bei welchem Anbieter du bist, ohne dass du die E-Mail-Adresse wechseln musst. Das heißt, wenn du mir jetzt eine E-Mail schreibst an alexander@privacytutor.de, dann weißt du erstmal nicht, bei welchem E-Mail-Anbieter ich bin. Könntest du herausfinden, ist auch nicht schlimm. Und angenommen, ich bin jetzt bei Mailbox.org, aber in ein, zwei Monaten möchte ich wechseln zu Tuta oder Proton Mail, dann könnte ich das einfach bei meiner Domain ändern und du würdest aber keine andere E-Mail-Adresse benutzen müssen. Und das hat den großen Vorteil, dass dir eben die Domain gehört und dass nicht irgendein E-Mail-Anbieter auf einmal deine E-Mail-Adresse schließen kann, wo ja unglaublich viele wichtige Accounts dahinter stehen. Die meisten Accounts basieren ja immer noch auf eine E-Mail-Adresse oder dass der Dienst irgendwann schließt.

Z.B. hat ein Bekannter Dienst, ein bekannter E-Mail-Anbieter, der auch ziemlich gut angekommen ist bei der Community, der heißt C-Templer, der hat 2022 die Tore geschlossen. Die haben das vorher auch angekündigt, aber das bedeutet letztendlich, dass alle Kunden, die hier sind, manuell ihre E-Mail-Adressen ändern müssen, schauen, dass die E-Mails weitergeleitet werden, schauen, dass in dass sie in all ihren Accounts das ändern. Und das musst du eben mit einer Domain nicht tun. Das heißt, mit einer eigenen Domain bist du weniger abhängig, aber dafür musst du etwas Privatsphäre einbüßen, zumindest, wenn du deine Domain nicht irgendwie anonym kaufst, was mittlerweile ziemlich schwierig ist. Und außerdem brauchst du etwas technisches Know-how und es kostet ein bisschen Geld. Eine .de Domain bekommst du so für rund 10 € pro Jahr, also rund 1 € pro Monat.

Ein Kriterium, was wir Gott sei Dank ziemlich schnell abarbeiten können, ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Alle E-Mail-Anbieter lassen sich glücklicherweise per zweiten Faktor absichern. Wenn du nicht genau weißt, was das ist, wie man das einrichtet, dann kannst du dir gerne mal dieses Video von mir anschauen. Letztendlich bedeutet Zwei-Faktor, dass du neben deinem neben deinem Passwort noch einen zweiten Faktor, also z.B. einen Hardware-Key oder einen sechsstelligen Code aus einer App brauchst, um dich einzuloggen. Und das reduziert das Risiko enorm, dass selbst wenn dein Passwort irgendwann mal gebreached wird, wenn jemand einen Keylogger bei dir als Virus installiert hat, wie auch immer, kann er sich trotzdem noch nicht bei dir einloggen, wenn er noch nicht den zweiten Faktor hat. Und der ändert sich eben immer und basiert auf etwas, was du besitzt, also z.B. einem Handy, einer Smartphone-App auf dem Handy und da generiert sich alle alle 20 Sekunden oder so dieser sechsstellige Code neu, wodurch man diesen sechsstelligen Code nicht einfach abfangen kann.

Ähnlich ist es mit einem Hardware-Schlüssel. Dein Hardware-Schlüssel, den kann man auch nicht einfach abfangen, ähnlich wie wie man es wie es bei einem Passwort möglich wäre, sondern den müsste wirklich jemand stehlen. Deswegen sagt man auch, dass ein Hardware-Schlüssel z.B. ein YubiKey die sicherste Form der Zwei- der Zwei-Faktor-Authentifizierung ist. Und wie du dir vorstellen kannst, ist dein E-Mail-Account mit der wichtigste Account, den du überhaupt hast. Das heißt, wenn du einen Account absicherst, ich empfehle dir alle wichtigen Accounts abzusichern, aber wenn du nur einen Account absicherst mit einem zweiten Faktor, dann auf jeden Fall dein E-Mail-Account, da über dein E-Mail-Account ja sehr viele Dienste sich zurücksetzen lassen und wenn jemand erstmal Zugriff auf den E-Mail-Account hätte, dann könnte er darüber ja ziemlich viele Passwörter zurücksetzen und auf andere Dienste Zugriff.

Verschiedene Anbieter implementieren diese Zwei-Faktor-Authentifizierung unterschiedlich einfach. Was mir aufgefallen ist, ist, dass bei Mailbox.org die Implementierung ziemlich kompliziert ist. Das habe ich bisher bei noch keinem anderen äh Programmanbieter gesehen. Ähm ja, könnt ihr euch mal anschauen, hier, wie das Ganze funktioniert. Ich habe es mir angeschaut, ich bin technisch etwas visiert und saß trotzdem einige Minuten davor, was ich etwas schade finde, da die Zwei-Faktor-Authentifizierung sehr simpel sein sollte.

So langsam nähern wir uns jetzt dem Verschlüsselungsthema und jetzt möchte ich euch als erstes etwas über die Theorie hinter Verschlüsselung erzählen, bevor wir dann wirklich in die Praxis zu den einzelnen Anbietern springen. Das Wort Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wird ja ziemlich viel in den Raum geworfen, vor allem von E-Mail-Anbietern wie Tuta oder Proton Mail. Aber was bedeutet eigentlich Ende-zu-Ende-Verschlüsselung? Letztendlich bedeutet es, dass deine Nachricht, deine E-Mail in dem Fall, vom Anfang bis zum Ende oder vom Ende bis zum Ende, je nachdem, wie man nimmt, also vom Absender bis zum Empfänger komplett verschlüsselt sind und in dem Fall nur du und der Empfänger deiner E-Mail kryptografisch gesehen auf die E-Mail zugreifen können.

Damit unterscheidet sich die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auch zur Transportverschlüsselung, die bei eigentlich allen E-Mail-Anbietern heutzutage der Standard sein sollte. Denn hier ist deine E-Mail zwar verschlüsselt, aber nur bis zum Server deines E-Mail-Anbieters und dort könnte sie theoretisch entschlüsselt werden. Der E-Mail-Anbieter hat theoretisch Zugriff auf deine E-Mails und das ist bei den allermeisten E-Mail-Anbietern der Fall, wenn du dich hier nicht um eine Verschlüsselung manuell gekümmert hast. Und dann wird sie idealerweise wieder verschlüsselt zum Empfänger geschickt. Übrigens, ich habe über dieses komplexere Thema schon mal ein Interview mit Silvester, einem Redakteur bei Heise, gemacht. Das Interview verlinke ich dir mal hier oben.

Schauen wir uns mal an, wie so eine Transportverschlüsselung konkreter in der Praxis aussehen würde, denn in der oftmals bist du ja nicht beim gleichen E-Mail-Anbieter wie die Person, der du die E-Mail schickst. Und das ist übrigens auch die größte Herausforderung und der auch der größte Vorteil beim Thema E-Mail und warum E-Mail sich von der Verschlüsselung, Sicherheit und auch von der Einfachheit unterscheidet von Messengern wie Signal oder WhatsApp. Denn in der Regel bist du, wenn du also angenommen, du eine E-Mail ab mit deinem mit Gmail, aber dein Empfänger ist bei Outlook. Wenn du jetzt die Transportverschlüsselung benutzt, dann kommunizierst du erstmal verschlüsselt mit deinem E-Mail-Anbieter, der könnte theoretisch auf die E-Mails zugreifen und wenn du Glück hast, schickt dein E-Mail-Anbieter dann die E-Mail verschlüsselt an Outlook. Das kannst du leider nicht so wirklich nachprüfen, ob die E-Mail, ob die E-Mail-Anbieter untereinander verschlüsselt kommunizieren. Sollte aber gerade jetzt bei diesen beiden Anbietern hier heutzutage der Standard sein. Und dann schickt der E-Mail-Anbieter dann die E-Mail wieder Transport verschlüsselt an den Empfänger. Das ist mittlerweile wirklich Standard, dass hier per SSL verschlüsselt wird zwischen Absender und Server des E-Mail-Anbieters.

Wenn du deine E-Mails Ende-zu-Ende verschlüsseln würdest, dann würdest du sie hier als Absender verschlüsseln und all diese Anbieter zwischendrin, also weder dein E-Mail-Anbieter, noch irgendwelche Internetanbieter, die da dazwischen stehen, oder vielleicht auch Behörden, oder vielleicht auch Hacker, oder wenn wenn die E-Mail bei einem Leak irgendwo landen, all diese Personen könnten nicht auf die Information zugreifen, da erst der Empfänger wieder die Möglichkeit hat, die E-Mail zu entschlüsseln. Und wie funktioniert das aus einer kryptografischen Sicht? Keine Angst, da steigen wir jetzt nicht zu sehr ein, aber auch hier habe ich schon mal ein Video gemacht und zwar kommt es hier zur asymmetrischen Verschlüsselung. Das verlinke ich dir mal hier. Und grob bedeutet das, dass man einen privaten und einen öffentlichen Schlüssel hat. Der öffentliche Schlüssel wird in die Cloud geschickt und dann kannst du mit dem öffentlichen Schlüssel von dem Empfänger, also Alice nimmt sich den öffentlichen Schlüssel von Bob, verschlüsselt damit die E-Mail auf den öffentlichen Schlüssel kann er da zugreifen und nur Bob kann dann diese E-Mail mit seinem privaten Schlüssel wieder entschlüsseln. Aber hier gehen wir jetzt nicht noch mehr ins Detail, um es nicht noch komplizierter zu machen.

Diese Theorie haben wir jetzt gebraucht, um die wichtigste Kategorie beim Thema Verschlüsselung zu verstehen und zwar ist das die Schlüsselverwaltung. Denn wenn du deine E-Mails Ende-zu-Ende verschlüsseln willst, dann geht das mit zwei unterschiedlichen Systemen, das ist einmal S/MIME und einmal OpenPGP. Und bei beiden Versionen kannst du nur Ende-zu-Ende verschlüsseln, wenn du und der Empfänger beide diese Verschlüsselung unterstützen. Das heißt, bei beiden Verschlüsselungsmethoden kommt die asymmetrische Verschlüsselung zum Einsatz und der ein der Sender und der Empfänger generiert jeweils ein Schlüsselpaar. Und jetzt ist die Frage, wo liegen eigentlich diese Schlüssel? Wenn nur du auf deine E-Mails zugreifen kannst und zugreifen willst, das ist ja die Definition von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, dann solltest du ja logischerweise auch die Schlüssel dafür haben und nicht jemand anders.

Und da kommt der größte Unterschied ins Spiel und zwar die Schlüsselverwaltung. Denn bei Proton Mail und bei Tuta, die beiden Anbieter machen es jetzt zwar sehr einfach an der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung teilzunehmen, welche Einschränkung es da noch gibt, sehen wir gleich, aber letztendlich kümmern sich beide Anbieter um die Schlüsselverwaltung. Das heißt, die Schlüssel liegen bei denen und manche würden soweit gehen und sagen, dass das gar keine richtige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist, weil theoretisch die Anbieter da drauf zugreifen könnten. Bei den anderen Anbietern sieht das anders aus. Hier musst du dich selbst um die Verschlüsselung kümmern, z.B. in Outlook, in Thunderbird oder in manchen Fällen geht das auch im Browser mit einer Erweiterung wie Mailvelope. Aber letztendlich besitzt du besitzt nur du deinen eigenen privaten Schlüssel und nur du kannst deine E-Mails so entschlüsseln.

Wie sicher kann man das Ganze also einschätzen, wenn diese E-Mail-Anbieter also sozusagen eure Schlüssel haben, um die Ende-zu-Ende-verschlüsselten E-Mails zu end- und zu verschlüsseln? Ich finde, das Privacy-Handbuch bringt es ganz gut auf den Punkt und zwar steht hier, dass konzeptionell bedingt die E-Mail-Anbieter, also Tuta und Proton Mail, einige Schwächen haben. Die Verschlüsselung bietet hinreichende Sicherheit, ist für hohe Sicherheitsansprüche allerdings nicht geeignet. Früher hatte Proton Mail das sogar auch auf ihrer Webseite stehen und laut diesem Artikel hatte hatte früher Proton Mail sogar mal auf ihrer Webseite stehen, dass wenn sie, dass wenn du Edward Snowden bist oder ähnliche Sicherheitsansprüche hast, dass du dann lieber nicht Proton Mail verwenden solltest, weil sie nicht ganz so sicher sind und du eben ein paar Abstriche, grob gesagt, bei der Sicherheit machst, weil du die im Schlüssel bei ihnen speicherst und sie sogar nicht empfehlen würden, im Proton Mail zu verwenden. Den Satz konnte ich aber nicht mehr auf der Webseite entdecken.

Ich war außerdem im Kontakt mit der PR-Abteilung von Posteo und die haben sich ganz klar gegen so eine integrierte Verschlüsselung, integrierte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ausgesprochen und zwar ähm haben sie geschrieben, dass man hier nicht von einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sprechen kann, da die Entschlüsselung nicht unter Kontrolle des Empfängers stattfindet. Ich persönlich denke, dass man hier vor allem die Unterschiede verstehen muss, deswegen schaust du vielleicht auch das Video hier und dann selbst entscheiden kann, wie wichtig ist mir das Ganze und wo finde ich die Balance aus Einfachheit, aus Bequemlichkeit und Sicherheit. Denn wie so oft beim Thema Privatsphäre und Sicherheit ähm sinkt die Bequemlichkeit ab, es wird komplizierter, wenn man mehr Sicherheit haben will und sich eben selbst um seine Verschlüsselung kümmern will.

Wenn du dich jetzt fragst, wie wird eigentlich aus technischer Sicht meine, wie werden meine privaten Schlüssel eigentlich gespeichert? Bei Anbietern wie Proton Mail oder Tuta werden die einfach an die unverschlüsselt geschickt und die können da drauf Zugriff haben? Nein, ganz so funktioniert das laut Proton Mail nicht, denn dein privater Schlüssel für deine E-Mails, auf denen hast du laut Proton Mail auch wirklich nur du Zugriff, weil der private Schlüssel, wie du hier lesen kannst, mit deinem Passwort gehasht wird, sozusagen verschlüsselt wird und der dein privater Schlüssel sozusagen nur verschlüsselt auf den Servern von Proton Mail liegt. Das heißt, man kann es sich nicht ganz so einfach machen, meiner Meinung nach, und sagen, dass Proton Mail einfach so Zugriff auf all eure E-Mails hat. Das hat Proton Mail laut ihrer aus aus ihrer eigenen Aussage, aber in der Theorie könnte man wahrscheinlich sagen, dass sie euren privaten Schlüssel irgendwo abfangen könnten und so Zugriff auf eure eigentlich verschlüsselten E-Mails haben.

Kommen wir dazu, wie man mit dem jeweiligen Anbieter eigentlich Ende-zu-Ende-verschlüsselte E-Mails verschicken kann. Und wie wir im Verlauf des Videos sehen werden, sind Proton Mail und Tuta sind sich ja oftmals ähnlich, während die anderen E-Mail-Anbieter viele Ähnlichkeiten haben, da sie sich eben nicht um deine ähm Schlüsselverwaltung kümmern, sondern du dich um die Schlüsselverwaltung kümmern musst. Proton Mail findet hier eine gute Balance und zwar kannst du mit dem Anbieter oder der Anbieter verwendet die PGP-Verschlüsselung, die standardmäßig implementiert ist. Wenn du in die Einstellung einem Account gehst und dann hier unten Verschlüsselung auswählst, dann siehst du hier deine PGP-Einstellung und kannst dir sogar auch deinen öffentlichen Schlüssel und auch deinen privaten Schlüssel, sogar deinen privaten Schlüssel exportieren, was dir natürlich mehr Freiheit bedeutet, was natürlich mehr Freiheit bedeutet und vor allem kannst du dadurch auch mit anderen Personen, die nicht bei Proton Mail sind, Ende-zu-Ende verschlüsselt kommunizieren.

Bei Tuta ist das leider nicht so. Tuta verwendet eine ganz eigene Verschlüsselung, was bedeutet, dass du nicht Ende-zu-Ende verschlüsselt mit anderen Personen kommunizieren kannst per E-Mail, wenn sie nicht bei wenn sie nicht bei Tuta Nota sind. Tuta Nota hat sich dazu auch geäußert und zwar benutzen sie eine eigene Verschlüsselung, weil die aus ihrer Aussage noch mal sicherer ist, weil sie unter anderem die Betreffzeile verschlüsselt, die bei OpenPGP standardmäßig nicht verschlüsselt ist. Das kann ich verstehen, finde es aber schade, da man sich hier sehr dann in dem Universum von Tuta befindet und gerade beim Thema E-Mail ist es ja so, dass ähm sehr viele Leute bei unterschiedlichen Anbietern sind und ich ihr nur schwer Personen zu einem neuen E-Mail-Anbieter konvertieren kann.

Dadurch, dass bei allen anderen Anbietern, also bei Startmail, Mailbox, Posteo und Mail.de, selbst um die Verschlüsselung kümmern musst, kannst du auch hier selber entscheiden, ob du mit PGP oder mit S/MIME verschlüsseln willst oder ob du den Anbieter ohne eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verwendest. In diesem Video werde ich übrigens nicht weiter im Detail darauf eingehen, wie du deine E-Mails verschlüsselst. Wenn dich das interessiert, hinterlass gerne mal einen Kommentar unter dem Video. Z.B. kannst du Thunderbird benutzen, das ist ein Open-Source, ein kostenloser E-Mail-Client von Mozilla und hier kannst du mit OpenPGP und mit S/MIME verschlüsseln. Auch in Outlook kannst du eine, soweit ich weiß, nur S/MIME-Verschlüsselung aktivieren. Auch in Apple Mail oder was ein sehr einfaches und auch kostenloses Tool ist, ist Mailvelope. Das ist eine Browsererweiterung, mit der du deine E-Mails direkt im Browser end- und verschlüsseln kannst, eben bei den E-Mail-Anbietern, wo du dich selber um die Verschlüsselung kümmern kannst, wo du dich selbst um die Verschlüsselung um die Schlüsselverwaltung kümmern musst. Und dazu habe ich sogar schon mal ein Video gemacht, was ich dir mal hier verlinke.

Als nächstes habe ich mir angeschaut, ob es eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung intern gibt, also wenn du wenn du jemanden überzeugst oder wenn jemand einfach schon auf den den gleichen E-Mail-Anbieter benutzt und du mit dieser Person E-Mails austauscht, ist dann standardmäßig eure Kommunikation Ende-zu-Ende-verschlüsselt? Das ist bei unseren beiden Anbietern bei Proton Mail und Tuta der Fall. Ich würde fast sagen, dass die beiden Anbieter eher so eine Mischung aus E-Mail-Anbieter und Messenger sind, bei wenn du z.B. jemanden zu Signal holst, dann sind ja auch standardmäßig all eure Kommunikation, alle eure Nachrichten Ende-zu-Ende-verschlüsselt, aber ihr seid eben auf einen auf einen Anbieter festgefahren. Ähnlich ist es bei Proton Mail und Tuta Nota. Hier hat es einen Vorteil, hier ist es sehr bequem, wenn du mit einer Person kommunizierst, die auf diesen Anbietern ist, aber wie wir gesehen haben, ist eben schwieriger bzw. unmöglich mit anderen Personen Ende-zu-Ende-verschlüsselt zu kommunizieren.

Bei den anderen Anbietern ist natürlich auch möglich, Ende-zu-Ende-verschlüsselt mit jemandem zu kommunizieren, der den gleichen Anbieter benutzt, allerdings musst du hier ganz egal, ob diese Person intern, also beim gleichen Anbieter oder oder bei einem anderen Anbieter ist, musst du dich hier eben selbst darum kümmern und musst manuell dich darum kümmern, dass ihr beide z.B. OpenPGP verwendet und dass ihr euch dann gegenseitig die Schlüssel austauscht. Bei Proton Mail und Tuta Nota ist es nicht der Fall. Wenn ich hier eine neue Nachricht schreibe und ich sende die an jemanden, der auch bei Proton Mail ist, dann ist die standardmäßig verschlüsselt, ohne dass ich hier irgendwo noch draufklicken muss oder irgendwelche Schlüssel im Hintergrund austauschen muss. Ob du das ganze dann als Ende-zu-Ende-verschlüsselt interpretierst, darüber haben wir vorhin gesprochen. Manche würden sagen, hey, das ist alles gar nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt, aber ich habe in diesem Video jetzt gesagt, dass es Ende-zu-Ende-verschlüsselt, aber eben eine schlechtere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung als wenn du dich selber darum kümmerst, aber das ist eben Interpretationssache bzw. abhängig davon, wie streng man die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung definiert.

Schauen wir uns als nächstes an, ob du die E-Mail-Anbieter eigentlich per IMAP und SMTP mit deinem eigenen Client synchronisieren oder nutzen kannst. Auch hier kommt wieder indirekt oder auch direkt die Schlüsselverwaltung ins Spiel, denn dadurch, dass Proton Mail und auch Tuta Nota sich um die Schlüsselverwaltung kümmern, lassen sie es nicht zu, dass du einfach so deine E-Mails synchronisierst mit deinem Client bzw. aus technischer Sicht ist das sehr kompliziert oder auch gar nicht möglich. Allerdings ist es bei Proton Mail über Umwege möglich. Bei Proton Mail kannst du nämlich Proton Bridge verwenden. Das ist ein zusätzliches Programm, was dann sozusagen deine E-Mails herunterlädt und entschlüsselt und dann kannst du über Proton Bridge deinen eigenen Client wie hier Outlook, Apple Mail oder Thunderbird verwenden. Bei Tuta ist das leider nicht möglich, das wird nicht unterstützt und du musst hier entweder Tuta Nota oder Tuta in der Cloud im im Browser verwenden oder eben in der Desktop-Version, die zwar einige wichtige Funktionen hat, aber das könnte für manche ein Ausschlusskriterium sein, da man sich einfach schon so an seinen eigenen E-Mail-Client gewöhnt hat und auch hier wieder das gleiche bei den Anbietern, bei denen du dich bei denen du dich um die Schlüsselverwaltung selbst kümmerst, bei Startmail, Mailbox, Posteo, Mail.de, hier kannst du alle alle Clients benutzen, die du willst und so eben auch deine dich unter anderem auch um die Verschlüsselung kümmern.

Ein weiterer Punkt bei der Verschlüsselung, der oftmals mit der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung so ein bisschen vermischt wird, ist die Postfachverschlüsselung. Und zwar bedeutet das, ist dein Postfach, sind deine gespeicherten E-Mails verschlüsselt, sind die Ende-zu-Ende-verschlüsselt sozusagen abgespeichert, wobei Ende-zu-Ende-verschlüsselt hier vielleicht das falsche Wort ist, weil du ja nicht direkt mit jemandem kommunizierst, sondern es geht eben nur darum, wie deine E-Mails, die du schon hast, dein ganzer Posteingang und so weiter, wie der abgespeichert ist. Mein Recherchen nach ist bei Proton und Tuta diese Postfachverschlüsselung standardmäßig aktiviert, auch hier wieder mit Sternchen, denn der Anbieter kümmert sich um die Verschlüsselung, was dann weniger sicher ist als wenn wir euch als wenn ihr euch selber darum kümmern würdet.

Und bei Mailbox, Posteo und Mail.de ist es mein Recherchen nach möglich, dass du das Ganze direkt beim Anbieter aktivierst. Theoretisch wäre es bei allen Anbietern auch bei Startmail möglich, über PGP und S/MIME, dass du das Ganze manuell machst, aber ich habe mir jetzt angeschaut, ob es bei den Anbietern eben eine integrierte Funktion gibt. Posteo hat das, wie ich finde, ganz schön hier auf ihrer Verschlüsselungsseite dargestellt. Da stellen sie generell da, wie sie deine Daten konkret schützen. Nicht alles davon trifft jetzt nur auf Posteo zu, also z.B. dass du auf den E-Mail-Anbieter per SSL zugreifst, das ist bei allen anderen Anbietern auch der Fall, aber hier zeigen sie ganz gut, wie dann z.B. hier die, wie du optional einen Posteo Krypto-Mailspeicher benutzen kannst und auf der rechten Seite hier ist dann auch noch mehr dazu erklärt, wie das Ganze funktioniert.

Dabei muss man aber immer im Hinterkopf behalten, dass du so zwar E-Mails verschlüsseln kannst, die du von jemand bekommen hast, der nicht mit dir zu Ende verschlüsselt kommuniziert. Also angenommen, dein dein Vater schickt dir eine E-Mail und er benutzt keine Verschlüsselung, z.B. kein OpenPGP, kein S/MIME, dann kommt diese E-Mail erstmal so beim E-Mail-Anbieter an, dass er sie theoretisch entschlüsselt abspeichern könnte, aber danach, wenn du eine Postfachverschlüsselung oder hier den Krypto-Mailspeicher bei Posteo aktiviert hast, wird danach die E-Mail verschlüsselt und abgespeichert. Es ist also kein Ersatz für eine richtige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Dabei beim Ankunft bei der Ankunft der E-Mail, der E-Mail-Anbieter theoretisch auf die E-Mail zugreifen könnte. Und das ist nicht nur ein theoretischer Fall, sondern das kommt z.B. vor, wenn Behörden von einem Anbieter wie Posteo, Mailbox, Mailbox oder Proton Mail verlangen, dass sie E-Mails abfangen, dann können diese Anbieter im schlimmsten Fall nichts dagegen machen und müssen letztendlich einknicken. Was meiner Meinung nach schon bei allen Anbietern passiert ist.

Bei der Webseite von Proton Mail ist das Ganze nicht immer so einfach auseinanderzuhalten, da sie Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und ähm ähm äh wie sie es ein Zero-Access-Verschlüsselung immer wieder zusammen mischen. Und hier sieht man z.B., dass sie hier einmal die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auflisten, aber sie gehen hier eben leider nicht darauf ein, dass du mit Proton Mail nicht standardmäßig mit allen anderen Personen Ende-zu-Ende-verschlüsselt kommunizieren kannst. Das ist technisch einfach nicht möglich, weil wahrscheinlich über 99% der Personen eben keine Verschlüsselung in ihren E-Mails aktiviert haben oder keine kein OpenPGP, kein S/MIME aktiviert haben. Und dann reden sie hier separat von der Kein-Zugriff-Verschlüsselung oder Zero-Access-Verschlüsselung. Das ist auch mein größter Kritikpunkt an den beiden Anbietern Proton Mail und Tuta, dass sie nicht es nicht ganz transparent machen, meiner Meinung nach, dass du mit ihnen Ende-zu-Ende-verschlüsselt kommunizierst. Denn viele sehen das Marketing, sehen hier Check Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, mit Proton Mail kommuniziere ich Ende-zu.

Ende verschlüsselt mit jedem, aber nein, das ist nicht so, wie du hoffentlich jetzt gelernt hast. Da ist eben standardmäßig, wenn dann nur intern, bei dem gleichen, bei Personen der gleichen, die den gleichen Anbieter nutzen, und ansonsten eben nur, wenn die andere Person auch PGP unterstützt. Bei ProtonMail und bei TutaNota ist sogar gar nicht möglich, wie du jetzt mittlerweile eben hier gelernt hast.

Als letztes habe ich mir angeschaut, ob es möglich ist, an externe Personen mit einem Link eine Ende-zu-Ende-verschlüsselte Nachricht zu verschicken. Und auch hier unterscheiden sich ProtonMail und Tuta wieder von den anderen. Denn bei ProtonMail und Tuta ist das möglich, wieder, wie gesagt, je nachdem, wie du Ende-zu-Ende-Verschlüsselung definierst. Und zwar sieht das in der Praxis dann wie folgt aus. Ich mache das mal bei Tuta, bei ProtonMail geht das ziemlich ähnlich.

Wenn ich hier eine neue E-Mail an jemand schreibe und z.B. hier an mich selber, ich sage Alexander Privacy Tutor, dann sehe ich hier unten drunter: Ja, diese Nachricht wird nicht Ende-zu-Ende verschlüsselt. Wäre ich persönlich mit Privacy Tutor bei Tuta, hätte ich meine E-Mail-Adresse bei Tuta, was ich früher mal hatte, jetzt allerdings nicht mehr. Hier hab ich ü. Mein ausführliches, meine Erfahrungsvideo zu Tuta oder damals TutaNota gemacht. Aber wie auch immer, hier merkt Tuta jetzt, dass ich eben nicht bei TutaNota bin und deswegen steht hier auch: Diese Nachricht wird nicht Ende-zu-Ende verschlüsselt. Und wie wir gesehen haben, kann ich ja eigentlich nicht mit M Tuta Nota, mit Tuta, mit anderen Personen Ende-zu-Ende verschlüsselt kommunizieren, die nicht bei Tuta sind, weil Tuta seine eigene Verschlüsselung anwendet.

Was die Anbieter sich jetzt aber ausgedacht haben, war es ziemlich, was eine einfache Lösung ist, eine ziemlich nutzerfreundliche Lösung, dass ich jetzt hier sagen kann, ich will die aber trotzdem verschlüsseln. Und aus technischer Sicht muss man sich fragen, wie wird i den jetzt verschlüsselt, weil die andere Person unterstützt ja und es wird ja nicht die gleiche, nicht z.B. per OpenPGP verschlüsselt. Und das geht dann über ein Passwort, was ich mir selbst mitteilen muss. Dieses Passwort muss ich mir natürlich jetzt anders mitteilen, als über diese E-Mail. Da ansonsten, wenn jemand diese E-Mail hier abfängt oder wenn ich eine andere unverschlüsselte E-Mail verschicke mit dem Passwort, wenn jemand die abfängt, dann könnte er diese E-Mail auch anschlüsseln. Das macht ja relativ wenig Sinn. Das heißt, im schlimmsten Fall müsste ich der Person einen Zettel geben oder das ganze per Messenger, die die Verschlüsselung schicken, wo man sich dann fragen muss, warum verschicke ich nicht gleich eigentlich per Messenger meine E-Mail oder auch meine Dateien. Aber irgendwie muss dieses Passwort dann auf sicheren Wege zu zu der anderen Person.

Und bei mir sieht das ganze dann so aus. Wenn ich jetzt mit Privacy Tutor die E-Mail hier bekommen habe, dann steht hier: Guten Tag, ich habe gerade eine vertrauliche Nachricht mit Tuta geschickt. Und dann klicke ich hier auf "Verschlüsselte Nachricht anzeigen" und dann muss ich hier das M Passwort eingeben und klicke hier auf "Mailbox entschlüsseln". Und was dann passiert ist, dass im Prinzip Tuta eine neue Mailbox für mich angelegt hat. Und wenn ich jetzt einmal das Passwort hier eingegeben habe und sage "Passwort speichern", dann kann ich jetzt mit mir, mit meiner Tuta Nota Adresse verschlüsselt kommunizieren. Könnt jetzt hier auch darauf antworten und sagen: Das ist eine Antwort. Dann klicke ich hier auf "Absenden" und wenn wir dann ein paar Sekunden warten und hier zurückgehen, dann sehe ich: Ah, ich habe hier die Antwort bekommen und sehe auch, die ist verschlüsselt und dann steht hier: Das ist eine Antwort.

Ist finde ich eine nette Funktion, aber in der Praxis muss ich mich fragen, wie schicke ich der anderen Person dieses Passwort? Und auf dem Wege, auf dem ich das Passwort schicke, warum schicke ich, warum schicke ich der Person dann nicht generell dort eigentlich die Information, die Texte, die Dateien, die Bilder als per E-Mail?

Jetzt fragst du dich vielleicht, was verwende ich eigentlich, nachdem ich mich so viel mit E-Mails auseinandergesetzt habe und ich mich auch davor schon mit unterschiedlichen Anbietern auseinandergesetzt habe und no schon verschiedene durchprobiert habe. Wie du jetzt schon weißt, habe ich früher mal Tuta ausprobiert oder sogar für über ein Jahr, fast zwei Jahre, glaube ich, ähm auch selbst im Alltag benutzt. Da haben mich ein paar Sachen gestört, unter anderem, dass die Suchfunktion nicht so gut funktioniert und dass ich letztendlich so sehr an Tuta gebunden bin und nicht meine E-Mails einfach in meinem eigenen Client, z.B. hier in Apple Mail oder auch ein Thunderbird synchronisieren kann und sie dort über immer gespeichert habe. Ja, man kann bei Tuta Mails exportieren, aber dann muss ich einzelne Mails anhaken oder kann immer nur 100 auf einmal exportieren und es ist einfach nicht ja, nicht standardmäßig per IMAP oder SMTP synchronisiert.

Ein kleiner Einschub hier: Ich habe vorhin schon von IMAP und SMTP geredet. Was ist das? Das sind standardmäßige Protokolle, über die du E-Mails abrufen kannst. Dann spricht man von IMAP oder es gibt hier auch POP3. Bei POP3 werden die E-Mails dann direkt vom Server gelöscht. Bei E-Mails werden sie synchronisiert, abgespeichert. Das heißt, wenn du eine E-Mail bei dir auf deinem Client löschst, dann wird sie auch in deinem E-Mail-Account gelöscht, aber sowohl in deinem Client als auch in deiner, in deinem Online-Postfach sind eben immer alle E-Mails gleich. Das ist der Unterschied zu POP3, wo sie in deinem E-Mail-Postfach gelöscht werden, sobald sie auf deinem Client abgerufen werden. Und SMTP ist ein standardisiertes Protokoll, den man E-Mails verschicken kann.

Aber zurück zu meinem, zu dem, was ich verwende. Ich setze mittlerweile auf mailbox.org, unter anderem, weil das Unternehmen hier in Deutschland sitzt, weil es mir sympathisch erscheint, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hat und ich außerdem den Anbieter mit IMAP und SMTP eben mit meinem eigenen Client benutzen kann. Außerdem verwende ich mittlerweile S/MIME als Verschlüsselung. Darüber habe ich auch mein eigenes Video gemacht. Und ein weiterer Vorteil dabei ist übrigens, dass man hier in verschiedenen E-Mail-Programmen so ein Signierzeichen, so ein Häkchen angezeigt bekommt, was ich einen ziemlich gutes, was ich einen ziemlich netten Bonus finde.

Aber um ganz ehrlich zu sein, dieses Signierzeichen ist zwar schön und gut, aber letztendlich verwenden die Verschlüsselung weder S/MIME noch meiner Meinung, meiner Erfahrung nach, OpenPGP verwendet kaum jemand. Und das ist auch der größte Nachteil von E-Mail-Verschlüsselung, dass du eben darauf angewiesen bist, dass die andere Person die Verschlüsselung auch benutzt. Ansonsten bringt dir der beste E-Mail-Anbieter nichts, bzw. er bringt dir schon was, weil deine Daten respektiert werden, du bezahlst nicht mit deinen Daten, sondern mit deinem eigenen Geld und du hast ein Krypto-E-Mail-Speicher und so weiter. Aber im Worst Case könnten eben deine Mails ans Licht kommen, wenn deine andere, wenn das andere Ende eben nicht auf eine verschlüsselte Kommunikation setzt.

Deshalb rate ich Privatanwendern auch dazu, dass sie einfach einen verschlüsselten Messenger wie z.B. Signal oder Threema verwenden. Zu unterschiedlichen Messengern habe ich auch mal einen ausführlichen Vergleich gemacht, den ich dir, den ich dir hier einblende. Denn Messenger sind einfach deutlich einfacher zu verwenden und du weißt standardmäßig, wenn ich jemanden auf Signal schreibe, dann ist meine Kommunikation hier Ende-zu-Ende verschlüsselt und du kannst auch hier Dateien verschicken, Bilder verschicken und kannst das ganze auch am Desktop verwenden, genauso wie auch andere Messenger wie Threema.

In der Theorie ist das Thema E-Mail-Verschlüsselung sehr attraktiv. Jeder kann selbst entscheiden, welchen Anbieter ich verwende. Also anders als bei Messengern, wo ich ja letztendlich auf den Anbieter Signal angewiesen bin, kann ich bei E-Mail selbst entscheiden, auf welchen Anbieter ich setze, wo ich konkret meine, meine Daten speichere. Aber E-Mails hatten 20 Jahre Zeit und in dieser Zeit hat es sich einfach nicht durchgesetzt, dass man seine E-Mails verschlüsselt. Das ist die traurige Wahrheit. Und deswegen würde ich es auch nicht mehr mit der Brechstange versuchen und andere groß davon zu überzeugen, ihre E-Mails zu verschlüsseln. Es ist zwar schön, es ist vorbildlich, wenn man seine E-Mails verschlüsselt, wenn man es selbst anderen Personen anbietet, aber mittlerweile bin ich einfach dazu übergegangen und zu sagen: Hey, du willst mit mir kommunizieren, dann lass uns doch einfach Signal oder Threema verwenden, da das deutlich einfacher ist und sogar in der Regel auch sicherer.

Klar, man vertraut einem einzigen Anbieter, aber verschlüsselte Messenger wie Signal haben weitere Vorteile, wie z.B. dass dein Betreff, dass es kein Betreff gibt, der unverschlüsselt ist, oder es gibt auch etwas, es gibt ein sogenanntes Perfect Forward Secrecy. Das bedeutet grob ausgedrückt, dass man das jede Nachricht neu verschlüsselt wird und selbst wenn jemand in der Mitte eine Verschlüsselungs-, einen Schlüssel abfängt, kann er nicht eure komplette Kommunikation entschlüsseln. Und wie gesagt, ist es auf jeden Fall deutlich einfacher, als jemanden davon zu überzeugen, dass er PGP einrichtet, auch wenn es eben löblich und schön wäre, wenn mittlerweile jeder seine E-Mails verschlüsseln würde.

Wie denkst du über das Thema E-Mail-Verschlüsselung? Sollte deiner Meinung nach jeder E-Mail-Verschlüsselung unterstützen, oder denkst du, das ist e zu zu spät? Wir hatten 25 Jahre Zeit, um das Ganze auszuprobieren und es hat einfach nicht geklappt. Hinterlass mir gerne deine Meinung unter dem Video. Das würde glaube ich auch die anderen Personen interessieren.

Und am Anfang des Videos habe ich dir versprochen zu zeigen, wie du auf meine Daten, auf meine Vergleichstabelle zugreifen kannst. Dafür gehst du einfach zur Suchmaschine deines Vertrauens und suchst hier nach "Privacy Tutor sichere E-Mail-Anbieter" oder "verschlüsselte E-Mail-Anbieter" und dann müsste mein Blogartikel hier auf der Webseite eigentlich schon direkt ganz oben kommen. Hier ist oben direkt ein Link, wo du dir diese Tabelle auf Notion, also bei einem externen Anbieter, ansehen kannst. Und hier kannst du entweder die die Ansicht "Sichere E-Mail-Anbieter" oder "Sicherer Anbieter" nehmen, oder du könntest auch alle E-Mail-Anbieter mir anzeigen lassen. Ich habe nämlich schon ein Video über kostenlose Anbieter gemacht und die jetzt aber nicht beim Thema E-Mail-Anbieter, äh, verschlüsselte und sichere Anbieter mit reingenommen.

Und hier könntest du jetzt sagen: Na, ich will hier filtern. Ich will hier rechts einen Filter hinzufügen und z.B. filtern nach "kostenlos" und dann könntest du sagen: Na, ich will als kostenlosen Speicher mindestens 1 Gigabyte haben und dann wird das Ganze hier schon deutlich eingeschränkt. Und dann könntest du jetzt hier noch schauen, welche der kostenlosen Version hat keine Werbung und so weiter. Könntest das Ganze auch nach deinem, nach eigenen Sortierung sortieren oder weitere Filter zufügen, wie z.B. Unternehmenssitz und dann wird das hier weiter, wird es hier weiter eingeschränkt. So kannst du die Daten eben selbst filtern.

Und außerdem werde ich die hier auch immer wieder auf dem aktuellen Stand halten. Das Video habe ich am 12. Juni vorbereitet, die meisten Daten habe ich aber gerade eben noch mal kontrolliert. Das heißt, es müsste aktuell sein und auch in Zukunft werde ich das Ganze hier weiter aktuell halten. Ansonsten freue ich mich, wenn du dem Video einen Daumen nach oben gibst, damit mehr andere Personen kostenlosen Content wie diesen hier auf YouTube finden. Und ähm, hier blende ich dir mein Video ein zu den kostenlosen E-Mail-Anbietern, wo ich nicht zu sehr auf das Thema Sicherheit eingegangen bin, sondern beispielsweise da drauf, welche kostenlosen Anbieter eigentlich am meisten Speicherplatz bieten.

Falls ich irgendwas in dem Video falsch gesagt habe oder du eine Ergänzung hast, lass es uns auch gerne in den Kommentaren wissen. Ansonsten freue ich mich, dich im nächsten Video zu sehen. Mach's gut.