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Ob ein teurer Sportwagen, der Privatjet oder exklusive Mode. Die Wünsche der Reichen sind ihr Geschäft. Deutschlands Luxusverkäufer.
Mein Job ist meine Kunden zu erfreuen mit Kleidungsstücken, die sie selbst nie finden würden. Was sie anbieten, können sich nur wenige leisten. Zwischen 15 und 17 000 € für den Oneway. Wenn es was größeres sein darf, dann sind wir ganz schnell bei 18 bis 21 000.
Ein Job mit Herausforderungen, denn die Kunden sind anspruchsvoll. Alles richtet sich nach mir. Es ist mein Zeitplan, der durchgezogen wird.
8 Uhr morgens am Geschäftsfliegerzentrum des Hamburger Flughafens. Für Alexander Müller und Sven Loga beginnt der Arbeitstag. Die beiden organisieren mit ihrem Team Privatchatflüge für gut betuchte Kunden. Sind ein Broker bzw. Also Makler, Vermittler. Ähm, das heißt, wir haben keine eigenen Flugzeuge, die wir betreiben, sondern wir arbeiten mit Partnerfluggesellschaften zusammen.
Ob Planung der Reise, der Limousinenchauffeurservice oder besonderes Cathering? Alexander Müller und Sven Loga haben sich darauf spezialisiert, alle Wünsche ihrer Kunden zu erfüllen. Unser Job ist das Leben unserer Kunden einfacher zu machen. Das heißt von Anfragestellung bis hin zum Abflug einen perfekten Ablauf zu ermöglichen. Ob wir vielleicht auch bei manchen Destinationen einen Hubschrauberflug noch dazu buchen, um den Kunden dann auf seine Privatjagt zu bringen. Also, das probieren wir alles möglich zu machen.
Die Extras, die ihr heutiger Kunde bestellt hat, sind eher minimalistisch. Der heutige Gast wünscht eine komplette clean Kabine, auch außergewöhnlich. Macht die Sache fast noch schwieriger. Ähm dadurch, dass wir einfach, wenn es so ein kleiner in Anführungszeichen Wunsch ist, perfekt laufen muss. Also wir können es dann kein Schnitzer erlauben, dass da vielleicht doch noch eine Packung Erdnüsse liegt oder oder ein paar Haribos. Alles clean, nichts was rumsteht. Sehr gut. So wünscht sich der Kunde das. Wir schauen uns ganz kurz das Polster an. Wir schauen uns den Teppich an, dass da nichts vom Vorflug irgendwie auf dem Boden liegt, was dann in irgendeiner Form stören könnte.
Kurze Zeit später fährt eine schwarze Limousine mit ihrem heutigen Kunden vor, dem Verleger Julien Backhaus. Moin. Hallo Julien. Grüß dich. Schön dich zu sehen. Wie bei einem regulären Linienflug geht es als erstes zur Sicherheitskontrolle. Aber im Gegensatz zum normalen Flughafenbetrieb dauert der Security Check hier nur wenige Minuten.
Passagier Julien Backhaus hat einen Verlag in Hamburg. Der 38-jährige Unternehmer nutzt regelmäßig die Dienste der Privatjet Makler. Heute für einen Flug nach Düsseldorf und zurück. Ich habe heute einen ziemlich engen Zeitplan, weil ich heute Abend hier in Hamburg eine Abendveranstaltung habe. Da muss ich nachmittags schon da sein für Soundcheck und Co. Und deswegen werde ich jetzt schnell rüber fliegen, werde ungefähr so 2wei Stunden ein Meeting haben und werde dann direkt wieder zurückfliegen und dann müsste das alles passen. Mir hilft das Privatfliegen einfach die Termine schnell effizient abzuarbeiten und genau dann da zu sein, wo ich sein muss.
Das Flugzeug ist eine Beachcraft und verfügt über sechs Plätze. Die Privatsphäre, die hier geboten wird, schätzen die Kunden und investieren dafür schon mal beträchtliche Summen. Die Strecke Hamburg Mallorca als Beispiel. Zwischen 15 und 17 000 € für den Oneway, wenn es was größeres sein darf, dann sind wir ganz schnell bei 18 bis 21 000 und dann bis zu 13 Personen liegen wir vermutlich bei Preisen ab 25 30.000 € aufwärts.
Der Kundenstamm besteht aus überwiegend Privatpersonen hier in Hamburg. Sehr viele Familien fliegen im Sommer nach Mallorca z.B. das ist auch unsere Hauptdestination. Wir haben aber auch sehr viele Geschäftsleute, die wirklich morgens starten, ab Hamburg über Paris fliegen nach Wien und dann vielleicht noch einen kleinen Zwischenstopp in Prag machen, bevor es dann wieder zurück nach Hamburg geht. Einfach um möglichst zeiteffizient verschiedene Termine in ganz Europa an nur einem Tag zu bewältigen.
Eigentlich ist alles nach den Wünschen des Kunden vorbereitet. Doch Sven Loga fällt auf, dass die kleinen Wasserflaschen, die sich verlegus extra gewünscht hatte, offenbar an Bord fehlen. Kannst du noch Wasserflaschen mitbringen? Danke dir. Gerne auch kleinere.
Sven Loger und Alexander Müller betreiben die Firma seit 4 Jahren. Mittlerweile haben sie sieben Mitarbeiter und koordinieren bis zu 800 Flüge im Jahr. Julian Backhaus nutzt ihre Dienste regelmäßig. Erfolgreiche Zeit, guten Flug. Danke euch. Bis bald. Bis bald. Ciao.
Nachdem die kleinen Wasserflaschen besorgt sind und die Maschine betankt ist, kann der Privatchatz mit seinem einzigen Passagier Richtung Düsseldorf starten.
Donnerstagmorgen kurz vor 10 Uhr auf der Maximilianstraße Münchens Luxus Einkaufsmeile. Die Dame mit Hut ist die Mode und Shoppingberaterin Sonja Grau und gleich mit einer langjährigen Stammkundin verabredet. Mein Job ist meine Kunden zu erfreuen mit Kleidungsstücken, die ihre Lieblingsstücke werden und die sie selbst nie finden würden. Für heute habe ich nicht vorbereitet, dass ich etwas suche für meine Kundin, was äh spritzig, frech ist und auch was etwas eleganter ist, weil die Themen sind ein bisschen unterschiedlich und sie soll es tragen können auch im normalen Alltag. Hallo. Hallo, Frau freut mich, dass ich sie sehen darf. Danke. Gleich wunderbar. Dann gehen wir gleich Man sieht sich.
Obwohl die Damen sich seit mehr als 20 Jahren kennen. Gabriele Kögel ist Privatiär, arbeitet schon lange nicht mehr. Die 67-jährige braucht für zwei Veranstaltungen besondere Outfits. Ich habe eine Einladung zu einer Gartenparty in England und mir war Missage in der Schweiz und da wollte ich einfach das passende Outfit dazu haben.
Sonja Grau weiß, was ihrer langjährigen Kundin steht und hat für diese Anlässe bereits im Vorfeld verschiedene Kleider in einer Boutik ins Auge gefasst. Vielen Dank. Das Kleidchen, dass ich in gezogen hatte Frau Kögel haben sie an der Probe schon angezogen, damit die Frau Kögel ein Das ist eine ein bestes Lein kommt aus Spanien. Oh, ganz schön und das das Modell z.B. Und es ist leicht. Es es ist sehr leicht. Es ist sehr duftig und hat nur ein ganz einfaches simples lockeres Leinenunterkleidchen. Ja. Also ist sehr duftig. Ja. Ja, das ich ja. Ja, den Stil habe ich jetzt noch nicht gehabt. Ja, also bin gespannt, wie das mich kleidet oder wie ich m wie ich fühle.
Das weiße Leinenkleid soll Gabriele Kögel auf der Gartenparty in England schmücken. Auch für die zweite Veranstaltung setzt Personal Shopperin Sonja Grau auf schlechte Eleganz. Das dachte ich mir dann für die Schweizere Einladung für die Bud ist es immer bisschen kühler.
In acht Geschäften war Sonja Grau im Vorfeld unterwegs, um die richtigen Kleidungsstücke für ihre Kundin zu finden. Für ihre Arbeit rechnet sie einen Tagessatz ab, den sie nicht verraten möchte, aber für Frau Kögel ist das Geld gut investiert. Ich finde, das macht einfach Sinn, wie wenn ich alleine in irgendein Geschäft gehe. Es meistens sind größere Geschäfte, wo dann eine Verkäuferin ist, die eigentlich nur verkaufen will und mich nicht gut berätt und ich habe dann Sache im Schrank, wo du denkst, hin Mann sagt dann ohst schönere Sachen, dann ist es rausgeschmissenes Geld.
Zu Sonja Graus Kunden zählen laut eigener Aussage auch viele Prominente. Namen nennt sie keiner, denn Diskretion ist wichtig in ihrem Geschäft. Seit knapp 25 Jahren arbeitet sie schon als Personal Shopperin. Meine Eltern waren immer in der Mode unterwegs. Ich bin als kleines Kind schon immer dabei gewesen auf allen Messen dieser Welt. Und als ich älter wurde, sehr oft gedacht, warum trägt eigentlich diese Frau oder dieser Mann nicht dieses oder jenes Modell. Sie ist teuer angezogen, sie hat ein ganz tolles Kleid, aber es steht ihr gar nicht. Es gibt eine viel bessere Variante und so habe ich für mich selber dieses Gefühl unwahrscheinlich entwickelt, dass ich sage, ich bin fähig dazu, für die Person das richtige Outfit zu finden.
Frau Kögel, wie sieht's aus? Ja, schön. Ja, schön. Wie fühlen Sie sich wohl? Sehr gut. Freut mich. Passt von Länge. Ja. Schnitt, das mag ich so haben sie gut ausgesucht. Sehr gut. Allein das weiße Spitzenkleid aus spanischen Leinen kostet fast 1800 €.
Kundin Gabriele Kögel mag den Komfort beraten zu werden und nicht selber aussuchen zu müssen. Wenn mir so Kleid gefällt und ich mich wohlfühle und auch für den entsprechenden Anlass ich das für gut empfinde, dann kann ich mir das leisten und das mache ich auch. Ich kaufe keine Massenware und jedes Jahr was Neues, aber die Stücke, die ich habe, die sollen was Besonderes sein. So haben wir rot und pink dazu. Also diesen Schuh könnte man unbedingt, das wüsste ich jetzt nicht. Da bin ich jetzt mal immer etwas unsicher. Wieder gute ausgezeichnete Wahl. Schönen freig mich. Jetzt haben sie in einer halben Stunde zwei Outfits. Das ist wahnsinnig wenig Zeit. Ganz genauso, weil Zeit ist Geld, sagt man. Für mich ist einfach wichtig, dass ich nicht bei der Hitze in zehn Geschäfte rumspringen muss oder 20 Stücke anprobieren. Alter, das ist mir alles so lästig. Und die haben jetzt beide Modelle haben gut gepasst und sind was Besonderes und ich bin also sehr zufrieden. Ja, Sonja Grau bietet eine Dienstleistung, die sich nur die wenigsten leisten können. Eben Menschen, die nicht aufs Geld achten müssen. In nur 30 Minuten hat ihre Kundin für zwei Kleider und eine Jacke fast 4000 € ausgegeben.
Nördlich von München in Halbergmo wird gerade eine wichtige Frage geklärt. Habt ihr Thunfischbauch da? Marius Mutchinski ist Privatkoch und versucht die allerbeste Ware für seinen nächsten Auftrag zusammenzustellen. Ein gut betuchter Kunde hat ihn und sein Team für ein mehrgängiges Menü im eigenen Wohnhaus gebucht. Man muss immer ein bisschen improvisieren und das macht es dann spannend, weil der Kunde selber weiß, okay, er kriegt Thunfisch und dann mache ich immer noch so ein paar Überraschungen, ne? Im Hotel hat man immer gesagt, den Step mehr als andere, wir gehen ein Step mehr. Das überrascht und das findet man heutzutage immer immer weniger.
Als Privatkoch bietet Mutchinski einen Luxus, der seinen Preis hat. Das günstigste Menü beginnt bei 180 € pro Person. Das sind allerdings nur die Kosten fürs Essen. Das Honorar des Kochs kommt noch oben drauf. Diese Menschen könnten auch ins Restaurant gehen jeden Abend. Das wollen sie aber nicht. Sie wollen den Marius zu Hause haben und da geht's dann um den um den FLIR.
Nach Stationen im zweisterne Restaurant auf Söl und in anderen Luxusgastronomien hatte Mchinski genug vom Angestellten Dasein. Vor 3 Jahren hat er sich als Privatkoch selbständig gemacht. Zwar ist er auch hier Dienstleister, aber immerhin sein eigener Boss. Ich hatte Moment in meinem Leben, wo mein Job an keinen Spaß mehr gemacht habe, weil ich Sch arbeiten musste. Aber jetzt ist jeder Tag irgendwie anders und jeder Gast ist anders und oft weiß ich auch gar nicht, wo fahre ich genau hin, wie sieht das aus. Bei dem einen Auftrag äh bin ich in dem Schloss, bei dem anderen bin ich äh eine Eigentumswohnung oder ich bin bei einem Seehaus irgendwo am Starberger See, komplett unterschiedlich und das macht dann den Reiz.
Heute Abend wird er im zwei Stunden entfernten Regensburg am Wohnort des Gastgebers auftischen. Für das geplante Menü muss der 32-Jährige jetzt noch die exklusiven Zutaten einkaufen und die findet Mucinski nicht in einem normalen Supermarkt, sondern im edlen Feinkostladen. Wo haben wir denn den Bologer? Bolog unter Verschluss. Ah, hier den gibt's heute Abend. Champagne, Rindertat, Rerücken und Baguette vom französischen Bäcker sind schon im Einkaufswagen. Was fehlt noch? Wir gehen jetzt Richtung Pilzollner. Da gehen auch die ganzen Sterneköche hin. Die haben ein Stand hier auf dem Virtualmarkt. Da kriegen wir hoffentlich, ich habe nicht angerufen, Steinpilze. Wenn es keine Steinpilze gibt, müssen wir Tüffelinge nehmen und ein bisschen Trüffel.
Das Budget ist üppig. Inklusive Mchinskis Honorar zahlt die Kundschaft heute Abend 600 € pro Person. Neben den Steinpilzen sind da auch ein paar Trüffel drin, aber für den weißen reicht selbst der Preis nicht. Der wiegt jetzt so wie viel? 60 60 so ne. Dann hast du die Größe in weiß s wir dann bei 4 500. Aber der weiße Triffel steht immer wieder mal auf der Speisekarte des Kochs. Das sind tatsächlich die simplen Dinge, die die Kunden auch gerne mögen. Einfach ein normales Rührei und einfach den weißen Trüffel drüber. Da brauchst gar nicht das Reh und sonst irgendwas. Heute Abend braucht's aber doch Reh. Genauer gesagt Kripinett vom Reh. Nach der letzten Einkaufsstation beim Fisch. Danke. Servus. Tritt Mutchinski die Fahrt nach Regensburg an. Zeit zum runterkommen. Im Kopf ist der Koch noch mal alles durchgegangen.
80% meines Berufsalltags arbeite ich für sehr wohlhabende Personen. Das sind Unternehmer, das sind Familien, die über Jahrzehnte, vielleicht sogar Jahrhunderte hinweg bestimmtes Vermögen aufgebaut haben und die einfach den Luxus genießen, dass sie sich um nichts Gedanken machen müssen.
Am Flughafen Hamburg hebt Geschäftsmann Julien Backhaus gleich im Privatjet Richtung Düsseldorf ab. Bei einem so exklusiven Flug kommen die Informationen zur Reise nicht aus dem Lautsprecher, sondern vom Piloten höchstpönlich. So Flugzeit werden wir wieder so ca. 40 45 Minuten haben Wetter in Düsseldorf hatten wir schon besprochen. Ist bewölkt. Ja, also sonst ist noch regnet nicht. Ja, wenn irgendwie was ist, sagen wir bescheid. Ansonsten angenehmen Flug ebenfalls. Danke.
10:20 Uhr, die Maschine startet. Backhaus hat mittag ein Meeting in Düsseldorf und am Abend einen weiteren Termin in Hamburg. Mit der Bahn oder einem Linienflug würde er das zeitlich nicht schaffen. Neben der Zeitersparnis hat der Flug im Privatchat für ihnen noch weitere Vorteile. Das hier ist definitiv Luxus. Ah, weil ich mich nicht mit anderen Menschen abgeben muss. Ich muss nicht das Geschreie oder gehuste hier vom Sitznachbarn hören. Ähm, alles richtet sich nach mir. Es ist mein Zeitplan, der heute durchgezogen wird und nicht der irgendeiner Airline oder irgendetwas. Das heißt, ich habe Komfort, ich habe Schnelligkeit und das ist etwas, was für mich persönlich Luxus bedeutet.
Außerdem kann er hier sogar Accessoires und Deko mitbestimmen. Normalerweise liegen hier Decken und Kissen und Servietten und so weiter und das stört mich irgendwie. Ich will das etwas klar haben. Ich möchte für mich zurückgezogen auch ein bisschen konzentriert sein und nicht von irgendwelchen komischen Gimmicks abgelenkt sein. Aber all dieser Komfort hat natürlich auch seinen Preis. Bisschen weniger als 10 000 €. Der Verleger geizt nicht, wenn es um guten Service geht. Ich bin auch Mitglied in Privatclubs und so weiter, weil man dort ein sehr hohes Service Level gewohnt ist und den Gast wirklich auch die Wünsche erfüllen will. Das will man ja in der normalen Gastronomie nicht, da will man sein Programm durcharbeiten. Aber da, wo es darum geht, einen Gast zufriedenzustellen, zu bewirten, da verlange ich das, dass das alles genau nach meinen Wünschen geht.
Landung in Düsseldorf am Flughafen. Moin ist alles für den Unternehmer durchgetaktet. Ein Fahrer wartet bereits auf Backhaus, der ihn jetzt direkt zu seinem Geschäftstermin bringt. Hallo, wie lange fahren wir ungefähr? 10 Minuten. Ja, das ist wunderbar.
Pilot Andrej Maltusch und Copilot Alexander Bismarck haben jetzt etwa 3 Stunden Zeit neben dem nötigen Papierkram schon mal alles für den Rückflug vorzubereiten.
In Hamburg hat sich Autohändler Benjamin David auf den Verkauf von Luxusfahrzeugen spezialisiert. Er hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Also, wir verkaufen ja die Autos, die keiner braucht. Das heißt, wir sind so ein bisschen die Spaß und Freizeitabteilung. Das teuerste Auto im Showroom kostet über 1 Million Euro. Was für ein Warenwert steht hier? Es sind ca. 40 Millionen Euro.
Für Stammkunden wie Michael Kock nimmt sich der Chef natürlich persönlich Zeit. Oh, ist ja schon was passiert. Der Bauingenieur hat hier schon einige Autos gekauft. Aktuell lässt er zwei seiner Sportwagen in der angeschlossenen Werkstatt nach seinen eigenen Wünschen umgestalten. Wir haben auch schon mal die Räder dran gemacht, damit du schon mal schauen kannst, wie das dann aussehen kann. Ja, sieht hammer aus.
Autos sind eine Sammelleidenschaft des 55-jährigen. Ich habe weiß ich gar nicht genau, aber vier Porsche mindestens 1 2 D vier Porsche im Moment. Ich muss mich manchmal mal selber kneifen, dass sowas jetzt möglich ist, weil bin ja nicht reich geboren oder so, sondern habe was dafür getan, dass ich mir das jetzt leisten kann.
Die Kundschaft von Benjamin David sucht das Besondere und genau das möchte der Autohändler bieten. Unsere Kunden sind überwiegend Unternehmer, Menschen, die auch teilweise nicht mehr arbeiten. Es gibt Sportler, es gibt Menschen, die sind bekannt aus Funk und Fernsehen. Wir verstehen uns als Dienstleister. Das bedeutet, die Kunden, die wenig Zeit haben, die sprechen uns an und bitten uns, ihre Autos aufzubereiten, die Autos möglicherweise im Winter einzulagern. Wir reparieren, wir holen und bringen, wir verkaufen die Autos weltweit und das alles diskret.
Zu Davids Angebot gehört auch das Einlagern von Autos, denn manche Kunden nehmen die Fahrzeuge gar nicht erst mit nach Hause. Streicheleinheiten für die exklusiven Fahrzeuge gehören natürlich mit zum Service. Wäre super, wenn du das Auto einmal fahren kannst. Der braucht mal ein bisschen Auslauf und Bewegung. Kein Problem. Ja, also Autos können sich kaputt stehen und das ist enorm wichtig, dass die Autos auch mal gefahren werden. So und wenn so ein Auto länger steht, dann merkt man das schon, springt nicht mehr ganz so gut an. Möglicherweise muss man den Reifendruck noch mal wieder anpassen und und viele Kunden kaufen gerne Autos und wissen nicht wohin damit. So und in der Innenstadt, gerade wenn man im Altbau wohnt, dann ist man ja auch ein Stück weit begrenzt in den Möglichkeiten und dort eben in eine kalte nasse Tiefgarage das Auto zu stellen. Möglicherweise steht dann jemand daneben, der dann die Tür aufreißt und dagegend donnert oder das Auto ist am nächsten Tag nicht mehr da. Und und die Motive sind tatsächlich echt unterschiedlich. Knapp 350 € kostet das Einlagern. Pro Fahrzeug, pro Monat. Seinen reichen Kunden ist es das wert. Es gibt wie in allen anderen Bereichen keine Limits. Es gibt keine ganz nach oben.
In München muss ich Personal Shopperin Sonja Grau um einen akuten modischen Notfall kümmern. Ein Hunde hat sich bei mir gemeldet, dem ist der Koffer verloren gegangen am Flughafen und deswegen benötigt er ein Outfit. Äh was aber mehr in die Casual Richtung geht. Da der Kunde in einem Geschäftstermin ist, ist Donja Grau ohne ihm shoppen. Halloere gut, freut mich. Mein Kunde ist 55 Jahre alt, er ist Vorstandspannend in einem großen Konzern. Der trägt schon gerne Anzug, weil er es einfach muss, aber ich möchte für die Freizeit und da geht er wunderbar mit, möchte ich einfach etwas schwereres haben und trotzdem schick. Ich habe da die Jacke gesehen, die finde ich schon mal ganz gut. Gut. Und haben Sie denn auch das Polo? Dieses Polo würde mir sehr gut gefallen. In Uni da auf die Preisschilder schaut Sonja Grau bei diesem Einkauf nicht, da der Kunde ihr kein explizites Budget genannt hat. Wunderbar. Dann brauchen wir noch einen Gürtel. Ja, das machen wir so. Meine Kunden erwarten von mir, dass ich etwas Individuelles exklusives für Sie finde, das keine Stangenware ist. Sie wollen nicht das doppelte Lottchen irgendwo sein bei einer Veranstaltung. Schon allein die cremfarbene Strickjacke liegt bei etwa 750 €. Qualität und Luxus kosten eben. Das ist den Preis wert, weil wir eigentlich seit Jahrzehnten nachhaltig arbeiten. Wo wir dann auch wissen, dass Arbeitszeiten, Löhne, das alles ordentlich eingehalten ist, dann wollen wir natürlich auch edle Materialien. Wir sind ja heute nicht mehr zufrieden mit diesen und jenem. Es muss ein Kaschmir sein. Ist es Babykaschmier oder noch feiner? ist es Baumwolle oder die noch feinere Baumwolle? Der Endverbraucher weiß heute sehr wohl, was besser und noch besser ist und die Summe der Dinge ist dann der Preis. Am Ende wird Sonja Grauskunde für das gesamte Outfit knapp 5000 € zahlen. Hinzu kommt noch ihr Honorar. Heute Abend bringt sie ihrem Kunden seine neue Kleidung noch persönlich ins Hotel. Ein Service, der für die Personal Shopperin dazu gehört. Ciao. Wiederschauen.
Regensburg in Bayern. Es ist 16:15 Uhr. Marius Mutchinski ist bei seinem heutigen Auftraggeber angekommen. Jetzt bin ich gespannt, was auf uns zukommt. Das ist immer so eine bestimmte Challenge. Man kommt meistens ja nicht zu zu Erstbesichtigung und ähm ja, aber ich weiß, dass genusssüchtige Menschen da sind. die das Genießen heute Abend vom Privatkoch bekauft zu werden. Und als Privatkoch überlässt er nichts dem Zufall. Ich bin mal zu einem Kunden gekommen, der hat gesagt, es ist alles da, ist eine Herdplatte da und dann war ein riesen Loch im Induktionsfeld und darauf konnte man nicht kochen und seitdem habe ich auch immer meine Herplatten mit dabei. Mein Anspruch ist es einfach tip toptop zu kochen und meine Perfektion auf den Teller zu bringen.
Zur Verstärkung hat er sich den Schef Luig Kontegrell an die Seite geholt. Der gebürtige Pariser und der Privatkoch sind ein eingespieltes Team. So, hier bauen wir uns jetzt theoretisch die mobile Küche auf mit Wärmelampen. Die Küche im Privathaus des Gastgebers ist eher funktional und ein wenig eng. Kuschelig und nicht gerade optimal für die Zubereitung eines Luxusgummetenüs. Die beiden Köche werden ein wenig improvisieren müssen. Man sieht das immer ein bisschen in meinem meiner Kopfarbe. Ich kann das nicht verleugnen. Mein Kopfwetter manchmal bei mir rotiert gerade alle möglichen Gedanken. So, na deswegen versuche ich immer die Tür zuzumachen, dass das keiner mitbekommt.
Es ist das erste Mal, dass sich Dr. Görn Hayak und seine Frau Patrizia einen Privatkoch ins Haus bestellen. Im Wohnzimmer hat die Gastgeberin den Tisch dekoriert. Das Motto des Abends: sinnliche Kunst. Private Dining für insgesamt fünf Personen. Kein preiswertes, aber ein exklusives Vergnügen. Beim kleineren Rahmen ist es natürlich auch mal ein bisschen kostenspieliger, mus man ganz einfach sagen, weil ich rechne nicht im Menüpreis ab, ich rechne Arbeitsstunden ab, so ne. als ich als Privatkoch mein Stundenlohn und da drauf kommen die Materialpreise. Da kommen wir halt wirklich ganz schnell auf ein Budget, was ein bisschen im bisschen gerubeneren Bereich ist.
Um 18:30 Uhr genießen die Gäste einen ersten Drink. In der Küche wird derweil um das Arrangement des Tat aus Gambas gerungen. Bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte. Vi lieg. Okay, lieber die kleinen Radies nehmen und so ranlegen. Nicht so reinstecken. Zack, streng nach Skizze. Schim Tür bitte. Und immer im Uhrzeigersinn. Ladies first. Brot Cuisine am eigenen Esstisch. Auch für den Gastgeber etwas Besonderes. Ein Abendessen mit Freunden, das in Erinnerung bleiben soll. M zu jedem Gang gibt es eine Erklärung des Chefkochs. Okay, auf geht's. Wir haben eine Kreation, die habe ich bisher so noch nie gekocht und da haben wir jetzt diesen Soo, der sehr intensiv ist, der eine Jodig, was Jodiges hat und das kombiniert sich, das ist der Speck hier drin und das kombiniert sich mit der Birne, die ist unter dem Thunfisch versteckt haben. Interessant. Ich hätte Thunfisch und Speck hätte ich gesagt no. Aber die Birne und die Limetten. Wie ist denn Ihr Zwischenfazit? Sind Sie zufrieden? Haben Sie das so erwartet? Nein. Jedes über unseren Erwartungen ganz ganz weit. Wundervoll, wundervoll, dezent. Äh nicht künstlich mit irgendwelchen Tuppfchen drauf, so dass der Gaumen wirklich die Aromen erspüren kann. Ein ein ein Erlebnis.
Zur Kunst des Geschäfts gehört natürlich auch ein wenig Showküche. Die zahlende Kundschaft ist begeistert. Wir haben uns einen kleinen Überraschungsgang gleich ausgedacht und zwar haben wir schöne französische Entenbrüste genommen, die wir gegrillt haben und jetzt so leicht räuchern noch. Deswegen brauchst noch ein ganz klein Moment. Das schieben wir jetzt gleich noch mal ein Ofen. Es räuchern wir auf frischen Kräutern. Absolut ist das Luxus, aber wenn man sich den Luxus leisten kann, ist es ein Luxus, Freundschaft zu pflegen und auch Genuss zu pflegen. Und in der gemeinsamen Ebene zu sprechen in einer Bereich, den man in einem Restaurant nie erreichen könnte. Wir reden hier sehr persönlich. Das ist eine persönliche Atmosphäre in die Küche unterstreicht das. Sie trägt eigentlich unsere Philosophie des Lebens. Zu speisen wie in einem Luxusrestaurant ohne die Intimität der eigenen vier Wände zu verlassen. Das schätzen Mutchinsis Kunden. Mehr Luxus gibt es nicht. Es kommt ein Koch persönlich nach Hause, geht auf dem Victorialienmarkt einkaufen, bereitet alles individuell vor, passt jeden Gang einzeln an. Das ist ein absoluter Luxus. Ich habe als Butler gearbeitet, ich habe in verschiedenen Sterneestaurants gearbeitet und das ist dann auch, würde ich jetzt mal sagen, ein Privileg, mich dann auch zu Hause zu haben.
Sieben Gänge wurden an diesem Abend serviert. Gastgeber und Gäste sind zufrieden und auch Marius Mutchinski freut sich, dass sich sein Geschäftsmodell als Privatkoch wieder mal gelohnt hat. Ein mega guter Abend. Ich bin wahnsinnig stolz. Das beweist auch wieder Luxus ist einfach ja das den den Step weitergehen Menschen wirklich zu machen abfit auch, dass sie es nicht erwarten und dann ist man da und zieht's durch.
Kapitän Andre Maltusch und sein Copilot sind mit ihrem einzigen Passagier wieder im Privatjet auf dem Rückweg nach Hamburg. Etwa zweimal im Monat gönnt sich der Unternehmer Julien Backhaus beruflich diesen Luxus. Fast schon Normalität. Für mich mittlerweile schon ganz am Anfang vor 10 Jahren oder sowas war es natürlich auch noch aufregend, aber irgendwann wird alles normal.
Landung in der Hansestadt für Backhaus lief bis jetzt alles nach Plan. Es ist jetzt 15 Uhr, wir sind pünktlich gelandet. Mein Auto ist da. Ich kann jetzt direkt zum Soundcheck und begrüßt dann die ersten Gäste. Also heute haben sich die Kosten gelohnt, weil es wirklich zwei sehr wichtige Termine waren. Das ist nicht immer so, dann ist es auch mal die Lufthansa, aber heute war's so.
Auch für Flugkapitän Maltusch und seinen Kollegen geht es direkt weiter. Der nächste Auftrag wartet schon. Wir haben jetzt unseren Lehrflug. Wir gehen zurück bei uns nach in der Nähe von Berlin in unsere BS. Da bleibt der Flieger dann stehen und wir fliegen dann morgen geht's dann für uns weiter. Da haben Geschäftsleute einen Flug nach Mailand gebucht. Deutschlands Luxusdienstleister müssen sich immer auf die Wünsche ihrer Kunden einstellen. Ihren persönlichen Service und die Exklusivität muss man sich aber leisten können.