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Früher in Rente – diese neuen Tricks muss jeder kennen, der früher in Rente gehen möchte. Denn es gibt tatsächlich Möglichkeiten, dies zu erreichen, und das völlig legal. Welche Möglichkeiten das sind und was man dabei beachten sollte, das erfährst Du kurz und kompakt in diesem [Musik] Video.
Herzlich willkommen auf unserem Kanal! Mein Name ist Simon, ich bin der Finanznerd, und heute geht es um die Rente. Genauer gesagt, wie man es schaffen kann, früher in Rente zu gehen und nicht bis 67 oder noch länger arbeiten zu müssen.
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Kurz zur Ausgangslage: Grundsätzlich liegt die Grenze, ab der man ohne Abzüge in die normale Altersrente gehen kann, aktuell bei 67 Jahren für alle Personen, die 1964 oder später geboren sind. Für alle älteren Jahrgänge staffelt sich das vorher, und diese können etwas früher in Rente gehen. Doch es gibt Möglichkeiten, auch vor dem 67. Lebensjahr in Rente zu gehen, die ich dir jetzt zeige.
Trick Nummer 1: Arbeitslosigkeit. Zugegeben, dieser Trick nutzt, anders als die noch folgenden Punkte, einen Umweg, um früher seinen Ruhestand genießen zu können und nicht mehr arbeiten zu müssen. Die Idee dahinter: Arbeitslosengeld 1 ist eine Versicherungsleistung, auf die du nach Jahren im Beruf Anspruch hast.
Was viele nicht wissen: Du kannst ALG1 nutzen, um die Zeit bis zu deiner Rente zu überbrücken, ohne sofort an deine Ersparnisse gehen zu müssen. Aber ach, es geht nicht darum, das System irgendwie auszunutzen, nicht falsch verstehen. Es geht viel mehr um deinen rechtmäßigen Anspruch, den du dir über Jahre oder wahrscheinlich Jahrzehnte erarbeitet hast, und diesen geschickt dann zu planen.
So hat man ab dem 58. Lebensjahr bereits einen Anspruch auf bis zu 24 Monate Arbeitslosengeld 1, wenn man in den letzten zwei Jahren mindestens 12 Monate sozialversicherungspflichtig gearbeitet hat. In der Praxis könnte man also beispielsweise mit 61 Jahren arbeitslos werden, zwei Jahre lang ALG1 bekommen und dann mit 63 in Rente gehen.
Die Agentur für Arbeit zahlt sogar während des ALG1-Bezugs rund 80% deiner Rentenbeträge weiter. So viel aber nur zur Theorie. Es gibt nämlich auch Dinge zu beachten: Nur wenn man vom Arbeitgeber gekündigt wird oder dieser insolvent ist, hat man direkt einen Anspruch auf ALG1. Wer selbst kündigt, bekommt eine dreimonatige Sperrfrist und verkürzt auch die maximale Dauer des Bezugs zusätzlich um 3 Monate.
Aus 24 Monaten werden also durch die Einschränkung nur 18 Monate maximale Bezugszeit im schlimmsten Fall. Und beim Arbeitslosengeld muss man dem allgemeinen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Angesichts des Fachkräftemangels kann es sein, dass die Agentur für Arbeit natürlich regelmäßig Jobangebote schickt und man sich bewerben muss. Das sollte man wissen.
Trick Nummer 2: Einfach in Rente gehen. Besonders seit Anfang 2023 hat dieser Trick immer mehr Bekanntheit erlangt und lohnt sich seitdem für viele Menschen. Ich persönlich finde ihn, wenn man die Zahlen betrachtet, fast schon genial.
Seit dem Jahr 2023 darf man auch als vorgezogener Altersrentner unbegrenzt Geld neben der Rente verdienen, ohne dass diese gekürzt wird. Und genau das kann man für sich nutzen, indem man beispielsweise jetzt mit 63 Jahren in Rente geht, wenn man mindestens 35 Versicherungsjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung vorweisen kann.
Diese vorgezogene Rente für langjährig Versicherte, so heißt sie, erhält man dann und geht dennoch einfach weiterarbeiten. Da man zwar seine Rente vor dem eigentlichen Renteneintritt in Anspruch nimmt, muss man zwar für jeden Monat einen Abschlag, also Abzug von 0,3% der Rente, in Kauf nehmen.
Was bei den angesprochenen vier Jahren früher im schlimmsten Fall beispielsweise 14,4% entspricht. Dafür bekommt man ja aber gleichzeitig seine Rente zusätzlich zum ohnehin verdienten Gehalt, was die finanziellen Möglichkeiten deutlich verbessert.
So kann man dieses zusätzliche Geld nutzen, beispielsweise um eine Rücklage zu bilden oder gewinnbringend anzusparen. Außerdem sammelt man durch das Weiterarbeiten ja wiederum weiter Rentenansprüche, die die Abschläge teilweise wieder ausgleichen.
Bei einer angenommenen monatlichen Rente von beispielsweise 1300 € würde man im schlechtesten Fall mit 14,4% Abschlägen zwar nur 1112,80 € monatlich erhalten, aber dafür eben vier Jahre, also 48 Monate früher, was immerhin einem Kapital von knapp mehr als 53.400 € entspricht, selbst ohne Verzinsung darauf. Und mehr dazu gleich noch in Trick Nummer 5.
Vorher aber Trick Nummer 3: Vorsorge. Der wohl unbeliebteste Punkt in diesem Video, ich weiß, aber zweifels ohne auch der, den man am besten selbst planen kann und mit dem man jetzt schon auch mit 25, 30 oder 40 Jahren etwas Entscheidendes bewirken kann.
Es ist nämlich die eigene Vorsorge und das Investieren über die Jahrzehnte. In diesem Weg kann sich der Zinseszinseffekt so stark auswirken wie kaum ein anderer finanzieller Hebel. Denn klar, investieren muss man sich auch leisten können, aber wer früh anfängt, benötigt eben nicht allzu viel Geld dafür.
Mittlerweile muss man wohl kaum mehr erklären, dass man mit breitgestreuten ETFs auch ohne tiefergehende Kenntnisse über einen längeren Zeitraum jährlich 5, 6, 7 oder sogar etwas mehr Prozent an Rendite pro Jahr erzielen kann. Schon mit 50 € monatlich für 40 Jahre und nur 6% ergeben ein späteres Kapital von netto, also nach Abzug von Steuern, knapp 81.000 €.
Und mit 100 € monatlich sind es schon 150.000 €. Natürlich gehören auch Immobilien, Gold, Aktien, ETFs, Rentenversicherung, Sachwerte zu den Möglichkeiten, sein Geld anzulegen. Und ich persönlich versuche immer, verschiedene Bereiche zu nutzen und investiere unter anderem auch in Sachwerte.
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So habe ich z.B. Anteile an einem Ferrari 348 aus 1990 oder einem speziellen Renault Clio V6 erworben. 1000 € investiert beim Renault, und aktuell steht der Wert der Anteile schon bei 1086 €, also in meinem Fall 8,64% im Plus. Das ist natürlich keine Garantie für die Zukunft, aber gut gelaufen ist das Investment in den drei Monaten seit meinem Erwerb allemal.
Dazu kauft Timeless ausgewählte Sammlerstücke und teilt sie in virtuelle Anteile. Rechnerische 50 €. Lagerung, Versicherung, Verkauf – ich brauche mich dank Timeless um nichts kümmern. Als Investor geht es, wie erwähnt, auch mit vielen anderen Sammlerstücken.
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Trick Nummer 4: Besondere Ansprüche. Neben der normalen Regelaltersgrenze gibt es gesetzlich betrachtet auch noch andere Ansprüche, die du gegebenenfalls nutzen kannst. So kann man die sogenannte Rente für besonders langjährig Beschäftigte beantragen, wenn man mindestens 45 Beitragsjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung erreicht hat.
Dabei berücksichtigt werden unter anderem Einzahlungszeiten als Arbeitnehmer oder Selbstständiger, aber auch, wenn man als Minijobber zusammen mit dem Arbeitgeber Beiträge bezahlt hat. Darüber hinaus zählen Kindererziehungszeiten, Pflegezeiten und Zivildienstzeiten sowie Pflichtbeiträge durch Sozialleistungen, Krankengeld und auch das vorhin bereits erwähnte ALG1.
Wobei diese ALG1-Zeit nur mit angerechnet wird, wenn sie Folge einer Insolvenz war oder Betriebsaufgabe. Wer diese 45 Beitragsjahre voll hat, kann auf Antrag ganze zwei Jahre früher in Rente gehen und das ohne Abzüge.
In Trick Nummer 6 verrate ich noch mal einen ganz wichtigen Schritt, um seine Rentenansprüche zu erhöhen. Aber auch für Menschen mit einem anerkannten Grad der Behinderung von 50% oder höher gibt es ebenfalls eine Sonderregelung. Wer nach 1964 geboren ist und 35 Versicherungsjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung erreicht hat, darf dann nämlich ohne Abschläge mit 65 Jahren in Rente gehen oder ab 62 Jahren dann mit entsprechenden Abschlägen von 0,3% im Monat.
Und genau dazu stellt sich ja die Frage: Wie schlimm ist das überhaupt mit diesen Abschlägen, von denen man immer hört?
Trick Nummer 5: Abschläge akzeptieren. In diesem Fall bin ich selbst in meinem nächsten Umfeld betroffen gewesen, und das hat mir die Augen geöffnet. Seit einiger Zeit stand nämlich dort die Frage im Raum, wann die betroffene Person endlich in Rente gehen kann. Da die Rentenansprüche nicht allzu hoch waren, bestanden immer Zweifel.
Die Person fokussierte sich dabei so sehr auf die Vermeidung von den Abschlägen, ohne diese aber mal konkret zu berechnen. So schwankte sie zwischen einem Jahr früher oder später in Rente, was ja, wie bereits erwähnt, Abschläge von 3,6% ausmachen kann.
Bei einem Rentenanspruch von knapp 1200 € sprechen wir also über 43 € Abzüge von der monatlichen Rente. Nicht wenig, das ist klar. Aber beachtet man dem Gegenüber rein rechnerisch die Tatsache, dass die gleiche Person auch 12 mal knapp 1157 € bekommt, und das insgesamt 13.884 €, dann würde die Person rein rechnerisch erst nach 322 Monaten oder anders ausgedrückt fast 27 Jahren diesen Nachteil der Abzüge beim früheren Rentenbezug im Vergleich zum Rentenbezug ohne Abschläge ausgeglichen haben.
Und das ist den Menschen schlichtweg nicht bewusst, und wollte ich dir deshalb unbedingt zeigen. Natürlich gibt es leider Rentenhöhen, bei denen jeder Euro der Person fehlen würde, und dieser Punkt ist nicht immer für alle relevant.
Wer aber etwas Spielraum hat, sollte sich das durchrechnen, insbesondere im Verhältnis zu gewonnener Lebenszeit im Ruhestand, die ja letztendlich unbezahlbar ist.
Trick 6: Kontenklärung für Wartezeiten und Ansprüche. Ein kurzer, aber dennoch wichtiger Tipp: Nicht immer hat die Rentenversicherung die richtigen Werte im Hinblick auf deine Erwerbshistorie, Schul- und Studienzeiten und Ähnlichem. Lass also unbedingt rechtzeitig eine Kontenklärung durchführen und überprüfe die Werte.
Dies ist unter anderem wichtig für die Erfüllung der Wartezeiten, wie beispielsweise bei der Rente für besonders langjährig Versicherte. Und du kannst schauen, ob Erziehungszeiten auch richtig berücksichtigt wurden.
Mit Hilfe des Antrags V0800 kann man nämlich pro Kind 2,5 Rentenpunkte für Kinder, die vor 1992 geboren sind, und drei ganze Rentenpunkte für Kinder, die 1992 oder später geboren sind, gutgeschrieben bekommen. Ein Rentenpunkt ist aktuell immerhin 39,32 € monatlicher Rentenwert. Drei Punkte also immerhin knapp 118 € jeden Monat und das pro Kind.
Diesen Antrag darf man auf keinen Fall vergessen. Grundsätzlich steht diese Anrechnung der Mutter zu, kann aber auch auf gemeinsamen Antrag dem Vater zugeordnet werden. Teile unbedingt das Video, damit davon deine Lieben erfahren!
Trick Nummer 7: Rentenpunkte kaufen. Der Kauf von Rentenpunkten in der Rentenversicherung kann sinnvoll sein, um die Rente zu erhöhen oder Abschläge für einen vorzeitigen Ruhestand auszugleichen. Voraussetzung sind das richtige Alter und eine Beitragslücke.
Vorteile sind eine höhere Rente, steuerliche Absetzbarkeit und eine sichere Verzinsung. Nachteile liegen in den hohen Kosten und der Abhängigkeit von der Lebensdauer. Ein ganzer Punkt kostet aktuell rund 8.436 €. Der Kauf lohnt sich also nur besonders bei frühzeitigem Renteneintritt oder für sicherheitsbewusste Anleger oder Personen, die ihre Rente planbar kurz vor einem baldigen Renteneintritt noch mal erhöhen möchten und dementsprechend eben nicht mehr genug Anlagezeitraum hätten für eine sichere ETF-Anlage oder Ähnliches.
Aus diesem Grund sollte der Kauf eines Rentenpunkts immer individuell geprüft werden. Außerdem ist das Geld, anders als bei einer eigenen Geldanlage, nicht mehr verfügbar nach der Einzahlung.
Trick Nummer 8: Arbeitszeitkonto. Ein Arbeitszeitkonto ermöglicht es dir als Arbeitnehmer, Überstunden oder nicht genutzte Arbeitszeit anzusparen und später in Form von Freizeit oder Gehaltsausgleich zu nutzen. Voraussetzung dafür sind eine klare arbeitsvertragliche Regelung und ein System zur Zeiterfassung.
Die Vorteile für den Arbeitnehmer sind mehr Flexibilität und eine mögliche frühzeitige Reduzierung der Arbeitslast, während der Arbeitgeber von höherer Produktivität und Mitarbeiterbindung profitieren kann. Nachteile bestehen im rechtlichen Risiko, wie etwa dem Verlust von Ansprüchen bei Insolvenz der Firma, sowie dem Verwaltungsaufwand fürs Unternehmen. Klare Regeln sind hierbei entscheidend, um die Vorteile optimal für beide Seiten zu nutzen.
Trick Nummer 9: Altersteilzeit. Nicht zu verwechseln mit dem Arbeitszeitkonto von gerade eben, die Altersteilzeit ist ein Modell, das Arbeitnehmern ab 55 Jahren einen gleitenden Übergang in den Ruhestand ermöglichen soll. Sie basiert auf einer freiwilligen Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
Voraussetzung ist, dass der Arbeitnehmer in den letzten 5 Jahren vor Beginn der Altersteilzeit mindestens 36 Monate sozialversicherungspflichtig beschäftigt war. Es gibt hierbei zwei Hauptmodelle: Beim Gleichverteilungsmodell wird während der gesamten Altersteilzeit die Arbeitszeit reduziert, beispielsweise auf 50%.
Im Blockmodell hingegen arbeitet der Arbeitnehmer in der ersten Hälfte Vollzeit, während er in der zweiten Hälfte komplett freigestellt ist. In beiden Fällen stockt der Arbeitgeber das reduzierte Gehalt immer auf mindestens 70% des Nettolohns auf und zahlt weiterhin Sozialversicherungsbeiträge, was die Rentenansprüche sichert.
Für Arbeitgeber bietet diese Altersteilzeit die Möglichkeit einer geordneten Nachfolgeregelung und den Erhalt von Expertise im Unternehmen. Nachteile sind für Arbeitnehmer ein geringeres Gehalt und potenziell niedrige Rentenansprüche, während Arbeitgeber mit höheren Kosten und größerem Planungsaufwand konfrontiert werden.
Das waren neun Tricks, mit denen man im Idealfall früher in Rente gehen kann und die ich dir in Kurzform zeigen wollte.
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Dein Finanznörd, Simon.