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Schock-Szenario! Setzt China jetzt seine stärkste Waffe gegen die USA ein?

Hell Investiert15:43

Transcription

Setzt China jetzt seine mächtigste Waffe ein? Und damit meine ich nicht eine militärische Waffe, sondern ganz anderer Natur. Alle Details folgen jetzt.

Hallo, liebe Hellinvestierten, schön, dass ihr wieder dabei seid bei einem neuen Video. Diesmal aus dem Ländle. Ich bin wieder bei meiner Freundin zu Gast, und es ist noch nicht mal 8 Uhr in der Früh, und schon das erste Video wird aufgenommen. Aber trotz vollem Terminkalender: Ihr habt natürlich Priorität. Und der Zollkrieg USA-China, der nimmt ja auch keine Pause. Eine erste Einblendung stammt von CNBC, ist schon vier Tage alt, aber für all diejenigen, die es nicht so konkret auf dem Schirm hatten: Überschrift: "China strikes back with 125% tariffs on US goods as trade war intensifies." Das heißt, die Chinesen haben als Vergeltung auf die von Donald Trump verhängten 145% Zoll auf chinesische Güter geantwortet mit 125% Zoll. Das Interessante ist auch, dass die Chinesen immer zu etwa 20 Prozentpunkten unterhalb dem Zoll von Donald Trump bleiben, um zu zeigen: Wir machen zwar Gegenmaßnahmen, aber wir müssen euch jetzt nicht übertreffen. Im Übrigen: Bei Zöllen von 100%, aber auch bei 80%, kommt der Handel sowieso komplett zum Erliegen.

Und jetzt gibt es natürlich zwei Szenarien. Nehmen wir mal das Positive, denn wir werden zum negativen Szenario mit Chinas mächtigster Waffe gleich noch kommen. Aber ich möchte dieses Video jetzt nicht einfach so stehen lassen und Panik verbreiten, sondern ihr wisst ja, ich bin positiv denkender Mensch, und das positive Szenario können wir relativ schnell abarbeiten, denn das wäre, dass beide Parteien sich zusammensetzen und es zu einem Deal kommt. Wer jetzt schon abwinkt und sagt: Na ja, Sebastian, vielleicht ist es für dich zu früh am Morgen, und du fantasierst noch oder träumst – ganz im Gegenteil! Es gab diese Woche interessante Aussagen von US-Finanzminister Scott Bessent. Und Scott Bessent hat bei einem Interview gesagt, dass er die aktuellen Zölle gegen China für politisch und wirtschaftlich nicht nachhaltig hält. Also, das ist so Politiker-Sprache, ein bisschen verpackt, ein bisschen verblümt, um zu sagen: Okay, eigentlich, das was wir da gerade machen, ist kacke, weil wir beide, USA und China, brauchen uns. Der Handel hat ein riesiges Volumen von hunderten Milliarden US-Dollar, und wenn wir den natürlich komplett zum Erliegen bringen, dann schadet das nicht nur China, sondern das schadet natürlich auch entsprechend den USA, also gerade den Könnwahlstaaten von Donald Trump, wo auch viele Farmer sind, wo viele Sojabohnen exportiert werden oder auch Getreide und Saatgut. Da legt natürlich China momentan entsprechend die Daumenschrauben an. Also, beide Seiten leiden unter diesen Vorgängen, und Scott Bessent hat das also klar in dem Interview benannt. Und es ist derzeit auch so, dass zwar die Trump-Administration Gesprächsversuche von China abblockt, um hier in Verhandlungen reingehen zu können, dass man aber versucht, von chinesischer Seite über diplomatische Beziehungen oder auch frühere Diplomaten oder auch Netzwerke ins Weiße Haus trotzdem irgendwie ins Gespräch zu kommen. Also, China wird sich definitiv nicht anbieten; dafür ist das Land viel zu stolz, und das habe ich jetzt jüngst auch auf meiner Asien- bzw. Kurzaufenthalt in Peking gesehen. Aber man versucht trotzdem irgendwie, das Schlimmste abzuwenden, und das wäre natürlich das positive Szenario, wenn wir in den nächsten Wochen hier einen Deal bekommen, der für beide Seiten zufriedenstellend ist. Wahrscheinlich muss sich jeder ein bisschen bewegen. Donald Trump wird das sowieso als großen Sieg verkaufen, seinerseits, aber das wäre das Beste für die Märkte, weil der Welthandel geht weiter. Vielleicht werden sogar Zollschranken abgebaut, das Wirtschaftswachstum steigt wieder, und das wäre natürlich für die Aktienmärkte das Allerbeste, was passieren könnte.

Jetzt ist es allerdings so: Donald Trump ist ja jemand, der, selbst wenn man denkt, es läuft jetzt wieder besser, dann doch wieder überrascht. Also, ihr erinnert euch: Zuerst wurden diese Zölle erhoben, dann hatten wir diesen extrem starken Abverkauf bei den drei Tagen, dass wir teilweise von Hoch zu Tief um über 20% in den großen Indizes gefallen sind. Das waren, rückblickend, bis jetzt zumindest, richtig gute Ausverkäufe, wo man auch als langfristiger Investor perfekt zuschlagen konnte. Das hatte ich ja hier im Kanal schon paar Mal thematisiert. Wenn ihr im Übrigen solche Videos haben wollt, wenn es an den Märkten hochhergeht, wenn wirklich Chancen sind, dann unbedingt Abo da lassen, aufs Glöckchen drücken, denn diese Chancen, da ich jeden Tag an der Börse bin, nehme ich natürlich wahr und gebe die dann euch natürlich auch gerne in Form eines Videos weiter. Dann hat allerdings Donald Trump die Zölle wieder pausiert. Dann kam es dazu, dass es gewisse Ausnahmen gab für beispielsweise Apple und andere Unternehmen. Die wurden dann wieder ein bisschen zurückgenommen, dass man gesagt hat: Das wird nur eine andere Zollgruppe; in 90 Tagen werden… Also, es gibt keine langfristige oder dauerhafte Ausnahme. Jetzt über Nacht kam wieder neu rein, dass gerade Nvidia betroffen sein wird, weil die Chipexporte nach China noch restriktiver werden dürften. Noch eine Einblendung stammt von finanzen.ch: Überschrift: "Nvidia-Aktie bricht ein; neue Hürden für Export nach China kosten Milliarden." Also, kein Unternehmen ist momentan sicher. Ich würde das allerdings jetzt auch nicht immer im Panikmodus nehmen und sagen: "Oh, jetzt ist Nvidia dran", sondern ihr seht ja: Zuerst hatte man bei Apple sich Sorgen gemacht, dann gab es da Ausnahmen, die zwar jetzt nicht dauerhaft sein werden, aber irgendwie wird das schon so gewurstelt, dass die großen Techgiganten, die auch viel Geld gespendet haben, doch weiterleben können, und die werden auch, wenn es doch hart auf hart kommt, sicherlich auch gutes Team haben, dass sie sich neue Gedanken machen können, wo sie diesen Umsatz kompensieren können. Aber ihr seht schon: Die Lage ist – ich muss es immer wieder sagen, das ist zurzeit das häufigste oder am häufigsten verwendete Wort von mir – dynamisch, weil ständig irgendwas passiert. Also, selbst wenn man denkt, es entspannt sich, kommt dann doch wieder neuer Hammer mit rein. Damit müssen wir jetzt halt eben leben. Ich gehe aber stark davon aus, dass sich das auch wieder legen wird, weil Donald Trump muss alles, was er machen will, also die ganzen gravierenden Eingriffe, kurzfristig, jetzt am Anfang seiner Präsidentschaft machen, denn die Zwischenwahlen stehen schon wieder nächstes Jahr an, und wenn er da genügend Sitze verliert, dann wird er eh wieder eine Lame Duck. Also, das heißt, er muss jetzt Deals machen, er muss jetzt Druck aufbauen. Das wird sich Richtung Sommer, spätestens im Herbst, meiner Meinung nach, alles gelegt haben.

Und jetzt wird es natürlich spannend. Ich nehme ein bisschen Anlauf auf das Thema, aber wir kommen jetzt zu China. Und China hat ja ein ganz mächtiges Schwert, für den Fall, dass die USA sagen: Okay, diesen Handelskrieg, den fechten wir aus; die Zölle von 145% bleiben, oder vielleicht 300%, was auch immer. Das wird dem Handel nicht mehr schaden, weil der eh komplett auf null gefahren wird. Dann, aber China kann natürlich sagen: Okay, anstatt dass wir Gegenzölle jetzt verwenden oder noch mehr Gegenzölle, können wir den Druck natürlich auf die USA erhöhen, indem wir mal an unsere amerikanischen Staatsanleihen rangehen. Noch eine Einblendung, die zeigt euch mal die Bestände von aktuell 760 Milliarden US-Dollar, die China hält in Form von amerikanischen Staatsanleihen. Ihr könnt auch sehen, dass so um 2011/2012 sogar mal über eine Billion Dollar in Form von amerikanischen Staatsanleihen gehalten wurden, sogar 1,3 Billionen Dollar. Mittlerweile ist der Betrag um gut 500 Milliarden, also eine halbe Billion, gefallen, weil China sich unabhängiger macht, rausgeht, zum Teil aus amerikanischen Staatsanleihen. Aber diese Grafik zeigt immer noch ganz klar, dass natürlich die Chinesen hier entsprechend immer noch sehr, sehr hohe Bestände haben, die als Waffe genutzt werden können.

Und da wird es besonders interessant, denn China hat – das ist die offizielle Statistik, die ich euch gerade gezeigt habe, von der Fed – 760 Milliarden Dollar in Form von amerikanischen Staatsanleihen, die China direkt kontrolliert. Jetzt ist es allerdings so: Das ist nicht das einzige, was China höchstwahrscheinlich kontrolliert. Ich weiß, ich werde ein bisschen nebulös, aber wenn man mal in die offizielle Fed-Statistik, also die Statistik der amerikanischen Notenbank, reinschaut, dann fällt etwas auf. Blende ich euch mal ein; ist hier in Form einer Tabelle. Ich habe auch nur die Top sechs Halter der amerikanischen Staatsanleihen aufgelistet. Auf Platz 1: Japan mit über einer Billion Dollar. Dann kommt schon China auf Platz 2 mit den erwähnten 760,8 Milliarden Dollar. Dann UK, also Großbritannien, mit 740. Dann Luxemburg mit 409 Milliarden Dollar, die Kaimaninseln mit 404 Milliarden Dollar und Belgien mit 380 oder fast 380 Milliarden Dollar. Warum zeige ich euch das? Weil hier einige kleine Länder dabei sind, also die Kaimaninseln, Luxemburg, beispielsweise, Belgien, und auch – ist jetzt nicht ein kleines Land – aber Großbritannien. Das sind alles mehr oder weniger Finanzzentren, und in diesen Finanzzentren sind Fonds, Stiftungen, andere Finanzvehikel aufgelegt, die teilweise direkt oder indirekt von China kontrolliert werden. Was ich euch damit sagen möchte ist: China hat wahrscheinlich Zugriff auf deutlich mehr als diese 760 Milliarden US-Dollar, die offiziell China zugewiesen werden, sondern über Finanzvehikel, die China kontrolliert, auch über staatsnahe Betriebe oder Banken, können noch mehr amerikanische Staatsanleihen kontrolliert werden. Wenn wir hier mal eine Schätzung vornehmen, dann ist es wahrscheinlich so, dass China etwa 3,5% der gesamten ausstehenden amerikanischen Staatsanleihen kontrolliert. Und das ist schon eine ordentliche Menge, vor allem, weil die USA ja einen hohen Schuldenberg haben. Noch eine Einblendung stammt von der Fed of St. Louis und zeigt euch mal den gesamten Schuldenberg der USA in Form von ausgegebenen Staatsanleihen. Das ist aktuell ein Wert von 28 Billionen Dollar, also ganz aktuell aktualisiert. Und ihr seht auch, wenn ihr mal nach links schaut, also so 1940, wie extrem dieser Schuldenberg angestiegen ist. Natürlich ist die amerikanische Wirtschaft mittlerweile in der Zwischenzeit gewachsen, aber auch wenn wir es relativ nehmen: Wir sind inzwischen bei über 100% des amerikanischen BIP in Form von Schulden. Diese Schulden müssen irgendwie in den Griff bekommen werden. Also, möglicherweise ist die Zolltaktik, die Donald Trump hier verfolgt, auch dahin gerichtet, dass er sagt: Ich muss neue Einnahmemöglichkeiten schaffen, um irgendwie diese Schulden in den Griff zu bekommen, weil die USA ja mittlerweile über eine Billion US-Dollar pro Jahr in Form von Zinsen bezahlen.

Und genau da kommt jetzt auch die mächtige Waffe von China ins Spiel, denn wir haben in der letzten Woche gesehen und auch davor, dass sich die Staatsanleihen entkoppelt haben vom – sagen wir mal so – von den Vorgängen, die wir gesehen haben. Wenn es normalerweise dazu kommt, dass wir eine Krise an den Märkten haben, das bedeutet, dass die Märkte um 20% oder mehr in drei Tagen fallen, rennt die ganze Welt in den US-Dollar rein und wechselt den US-Dollar in der Regel in amerikanische Staatsanleihen als sicheren Hafen. Diesmal ist das nicht passiert. Normalerweise müssten die Zinsen in den USA am langen Ende, für 10-jährige oder 30-jährige Anleihen, fallen in einer Krisensituation. Jetzt haben wir gesehen, dass wir einen Anstieg hatten. Zeige ich euch mal. Das ist mal von TradingView, meiner Chartplattform, und zeigt euch mal den Zinssatz auf 30-jährige amerikanische Staatsanleihen. Und ihr seht: Aktuell stehen wir bei 4,8%. Wir hatten allerdings – und das ist die rote Linie, ich nenne es mal die „Red Line“ – auch schon Werte von 5% oder knapp darüber. Da würde ich auch sagen: Wichtige Info. Donald Trump wurde nicht vom Aktienmarkt diszipliniert. Der Aktienmarkt ist gefallen, aber in den Augen von Trump wahrscheinlich noch nicht stark genug, als dass er sich bewegen hätte müssen. Der Anleihenmarkt, gerade bei 30-jährigen Zinsen – das seht ihr hier anhand der roten Linie – hat allerdings dazu geführt, dass er umgeschwenkt ist. Also, wahrscheinlich können wir davon ausgehen, dass bei 5% und mehr bei 30-jährigen Staatsanleihen der USA Donald Trump zum Umdenken kommt und sagt: „Ui, da wird’s gefährlich.“ Und genau da kommt China ins Spiel, denn China kann aufgrund der immensen Summe an amerikanischen Staatsanleihen, die sie kontrollieren, die Zinsen beeinflussen. Finanzminister Scott Bessent wird allerdings momentan nicht müde zu betonen, dass China das nicht tut. Also, auch da könnte man sagen: Glauben wir ihm eins zu eins, oder ist dieses Dementi schon wieder etwas eine Art Vorbereitung, wo man hinterher vielleicht doch sagt: Na ja, die Chinesen greifen ein; wir können es aktuell noch nicht sagen. Es wird auch für die Chinesen natürlich entsprechende Vergeltungsmaßnahmen geben; da komme ich gleich noch drauf. Aber das ist eine mächtige Waffe, weil die USA in diesem Jahr 2 Billionen Dollar an neuen Schulden ausgeben müssen – das ist so fast die Hälfte der deutschen Wirtschaftsleistung pro Jahr – und 8 Billionen Dollar in Form von alten Schulden neu refinanzieren müssen. Das heißt: 10 Billionen Dollar stehen dieses Jahr auf dem Spiel, die am Anleihenmarkt, am Kapitalmarkt, aufgenommen werden müssen. Und wenn ihr diese 10 Billionen natürlich mit 5% verzinst, dann zahlt ihr pro Jahr darauf – und angenommen, es wäre über 30-jährige Staatsanleihen, wobei die 10-jährigen auch gestiegen sind, aber nehmen wir mal das Beispiel 10 Billionen Dollar bei 5% Zins – dann sind das 500 Milliarden Dollar. Bei 6% Zins sind es 600 Milliarden Dollar. Also, jeder Prozentpunkt, der hier nach oben geht, kostet die USA 100 Milliarden Dollar pro Jahr. Und das tut natürlich weh, wenn ich schon über eine Billion Dollar in Form von Zinsen pro Jahr bezahlen muss. Und damit sind die USA stark angreifbar. Und jetzt ist halt die Frage: Ob China dieses scharfe Schwert, diese mächtige Waffe, jetzt schon nutzt oder in Zukunft nutzen wird.

Im Übrigen: Für Anleger kann das sehr, sehr spannend werden, denn je höher die Zinsen für amerikanische Staatsanleihen steigen, desto mehr Verzinsung kann man natürlich erhalten, wenn man in diese Staatsanleihen investiert. Deswegen: Ich blende euch mal einen Link unten drunter ein; im Report, der direkt morgen früh rausgeht, werde ich mal darüber schreiben, welche ETFs spannend sind, um in amerikanische Staatsanleihen zu investieren. Das heißt, um von diesem Kampf der Giganten – sofern er aktuell stattfindet, aber in jedem Fall findet er schon statt – dass die Zinsen steigen, davon zu profitieren. Und das kann man natürlich, wenn man in entsprechende ETFs investiert, die genau Staatsanleihen mit 10-jähriger Laufzeit, 20-jähriger oder 30-jähriger Laufzeit abbilden. Also, da ein paar Infos noch für morgen.

Jetzt abschließend natürlich noch die Frage: Macht das China aus Spaß? Oder kann natürlich China da auch was passieren? Und es kann China was passieren. China kann die Zinsen nach oben treiben und kann Donald Trump damit natürlich zum Teil an die Wand drücken. Ich habe es gezeigt: Die rote Linie, die besteht, die dürfte Donald Trump deutlich und ganz genau beobachten, auf jeden Fall sein Team. China hat allerdings natürlich auch zu befürchten, dass die USA darauf reagieren. Beispielsweise aktuell auch ein großes Thema in den USA, zumindest auf Finanzseite und teilweise Politikerseite: Ein Delisting der chinesischen Aktien. Gibt ja ein paar Unternehmen, die in den USA registriert sind, wobei das ist für Anleger dann eher nachteilig. Viele dieser Unternehmen haben mittlerweile in Hongkong Listing. Ausnahmen beispielsweise PDD, also Pinduoduo, die TMall betreiben. Ist ja auch eine bekannte und beliebte Plattform. Die haben noch kein Hongkong-Listing, also die könnten da stärker betroffen sein. Ansonsten kann es allerdings natürlich dazu kommen, dass diese ADRs ihr Listing verlieren, aber dann muss man gucken, ob dann beispielsweise die ADR-Inhaber eine Auszahlung direkt bekommen, eine Cash-Auszahlung, oder ob man das Angebot bekommt, wenn möglich, in Hongkong-Aktien zu tauschen. Also, die USA dürften, auch wenn es gegen China vorgeht, kein Interesse daran haben, dass man die internationalen Investoren hier verschreckt und den eigenen Kapitalmarkt schwächt, schon gar nicht in der Situation wie aktuell. Aber noch größere Waffe gegenüber China ist natürlich eine Entkopplung der Chinesen vom US-Dollar. Also, dass man, ähnlich wie bei Russland, den Zugang zum Bankensystem, zu US-Dollar-Liquidität und und und erschwert oder verunmöglicht. Das wird allerdings dann garantiert verbunden mit Schockwellen im Finanzsystem. Also, wir müssen diese Situation beobachten. Ich will da auch gar keine Panik schüren, aber es ist zumindest so, dass China noch einige Pfeile im Köcher hat und die USA auch, als Vergeltungsmaßnahme. Und das bedeutet nicht, dass beide nur die Zölle erhöhen, sondern beide können natürlich auf ganz andere Maßnahmen zurückgreifen, die definitiv Schockwellen durchs Finanzsystem dann durchlaufen oder Schockwellen im Finanzsystem auslösen werden. Und dafür war dieses Video auch mal gedacht, dass ich euch da ein bisschen sensibilisiere. Wie gesagt, die Situation: Wir beobachten die. Es kann bedeuten: Wir bekommen einen Deal, dann wird alles wieder ja Friede, Freude, Eierkuchen, und alles ist perfekt. Oder die Lage spitzt sich zu, aber dann müssen wir halt kluge Entscheidungen treffen, und gerade als langfristige Investoren können wir die auch treffen, weil die Zeit auf unserer Seite ist und weil sich die Lage definitiv auch nach einer Schockwelle im System wieder bessern wird.

Dann war’s das für dieses Video. Lasst mir gerne mal eure Sichtweise auf das Thema da, und ich darf mich von euch verabschieden. Ich bin Sebastian Hell. Wir sehen uns wieder im nächsten Video, und bis dann.