Transcription
Wir werden von Leuten regiert, denen würden wir eigentlich nicht die lokale Sparkasse anvertrauen. Wahrscheinlich nicht mal den lokalen McDonald's. Das ist eine Loser-Versammlung. Wer hier wirklich gestrandet ist, anfängt zu saufen, anfängt sich zu radikalisieren, kriminell wird – wir tun ihm einen Gefallen, schick ihn zurück. Ist zu Hause besser. Aufgen, sagst du, Abschiebezüge, wie die möglicherweise aus bestimmten Reihen irgendwelcher Gruppen gefordert werden. Das geht nicht. Das geht operativ nicht. Das geht rechtlich nicht. Also müssen wir es irgendwie anders machen. Aber wenn doch die Grundlage dieses reine Deutschland herzustellen, wenn man über die Zeit nur lang genug das macht, dann wird das ja passieren.
Noch nie habe ich so viele Warnungen vor einem Podcast bekommen. „Wenn du machst, hier alles kaputt. Der Podcast wird gecancelt werden. Das Risiko ist einfach zu groß.“ Und ich hatte schon einige richtig, richtig streitbare Gäste. Aber die AfD steht in deutschlandweiten Umfragen bei 22%, im Osten sogar darüber. Wenn man einen Kanzler direkt wählen könnte, würde laut manchen Umfragen [Name nicht genannt] zur Kanzlerin in Deutschland werden.
Jetzt gibt's zwei Möglichkeiten damit umzugehen: Entweder wir ignorieren das und tun so, als gäb's das gar nicht. Das ist aber meiner Meinung nach, als wenn wir verstecken spielen, mir die Augen zu halten, sagen: „Könnt ihr mich noch sehen?“ Das scheint mir also nicht sinnvoll. Die zweite Möglichkeit ist, sich damit inhaltlich und konstruktiv und ehrlich auseinanderzusetzen. Und ich finde, dass man sich in einer Demokratie auch mit vielleicht sogar obskuren und bösartigen und ganz wirr klingenden Meinungen auseinandersetzen muss und das aushalten muss.
Dr. Maximilian K. ist nicht nur Mitglied der AfD, sondern sitzt auch im Europäischen Parlament. Und er ist selbst in seiner eigenen Partei nicht unumstritten. Auf der anderen Seite hat er eine sehr, sehr starke Fan-Community, die ihn schon als möglichen Kanzler 2030 sehen. Ich wollte wissen: Wer ist dieser Mann? Wie schlimm oder wie gut ist die AfD wirklich? Und was sind seine Vorschläge und Gedanken zur Lösung der Probleme unserer Zeit und dieses Landes?
Das erste, was ich sage, ist, dass ich jetzt mir die Eier nehme und sage: Ja, ich bin rechts.
[Musik]
Streit. Das ist tatsächlich mein erster politischer Podcast. Ich habe keine Ahnung. Sie sind der erste Vollzeitpolitiker, der hier durch meine Tür gefallen ist. Sie sind aber nicht der letzte, sondern jetzt ist halt vor, jetzt ist der Damm gebrochen. Genau, jetzt der Damm gebrochen, sozusagen. Aber das war eine Frage, die ich mich im Vorfeld sehr gefragt habe: Wie kann es sein, dass ich eine Parteimeinung habe und in dieser Gruppe der Partei sind Leute, die zufällig 100% mit dem Wahlprogramm übereinstimmen? Ja, das geht eigentlich nicht. Weil selbst wenn ich zu Hause mit meiner Freundin spreche, haben wir unterschiedliche Meinungen und wir mögen uns sehr. Sind zu zweit. Wenn ich jetzt 100 Leute nehme, dass die zufällig quasi 100% hinter dem Wahlprogramm ihrer Partei stehen, scheint mir unwahrscheinlich.
Das heißt, jetzt haben sie aber gesagt, es gibt Parteisoldaten, die sind über die Partei groß geworden und dementsprechend haben die, wenn ich ihnen, wenn ich etwas sage und das stimmt nicht, korrigieren Sie mich. Die sind quasi, die haben ihre eigene Identität so ein bisschen aufgegeben und in eine, haben sich in die Parteiidentität angenommen. Das heißt, wenn jemand die Partei angreift, ist es so, als wenn die, wenn die die angreifen und wenn die persönlich angegriffen werden, fühlen sie das Gefühl, die Gemeinschaft wird angegriffen. Dann kommt auch das ganze Rudel zurück. Okay. Dann gibt's Parteisoldaten und dann gibt es in irgendeiner Weise Menschen, die aber noch eigenständig sind und nicht diesen Zwängen der Partei unterworfen. Wie viel Prozent ungefähr glauben Sie, sind keine Parteisoldaten?
Ich glaube, dass das von Partei zu Partei unterschiedlich ist. Die AfD ist ja gegründet worden von Leuten, die genau dieses Parteisoldatentum nicht haben wollen. Aber jede Partei entwickelt natürlich über die Zeit ihrer Existenz auch dieselben Mechanismen. Also auch bei uns steigt der Anteil. Aber, aber wie ist, Annel, grob? Also, wenn Sie bei, wenn ich das an zurückdenke an die CDU, dann so Ende der Merkel-Ära, würde ich sagen, in einer, in der CDU-Bundestagsfraktion gibt es heute eigenständige Personen, vielleicht nach 10, 20%. So die, die paar Älteren, die einfach überlebt haben. Aber alles, was da zur Zeit nachkommt, kommt aus, ist quasi mit, mit 16 in die Junge Union, war dann mit 18 Kofferträger vom Landtagsabgeordneten, hat dann schon Politik studiert mit dem ganz klaren Ziel: Ich übernehme irgendwann mal das Mandat. Die meisten, die meisten hatten nie ein Leben außerhalb der Parteiblase. Sie sind in ihr sozialisiert, sie haben ihre Jugend in ihr verbracht, sie haben ihr gesamtes Weltbild aus ihr bezogen. Ihre Freunde sind in der Parteiblase. Im Zweifelsfall finden Sie Ihre Partnerin oder Ihren Partner auch aus der Parteiblase. Wir haben keine Bildung außerhalb. Sie sind durch irgendwelche Stiftungsseminare gegangen, um sich weiterzubilden. Sie haben keine Berufserfahrung außerhalb der Politik. Das ist der Standard für junge Abgeordnete in CDU, bei den Grünen und bei der SPD.
Das heißt, aber noch nicht nur, weil ich als junger Mensch schon mich politisch engagiere und dann in, in ein Partei aufsteige, dass ich mich dieser, nennen wir es mal, Parteiideologie komplett unterwerfen muss. Das kann ja auch noch heißen, ich bin einfach, keine Ahnung, in meiner politischen Richtung, das ist meine Einstellung, aber da weiche ich ab und da weiche ich ab. Und wenn der Vorsitzende noch mal was Blödes sagt, das, das finde ich blöd. Aber, also, wenn jemand jetzt 20 Jahre oder 30 Jahre CDU-Erfahrung hat, sage ich jetzt mal, dann ist der aus Ihrer Sicht automatisch ein Parteisoldat? Oder wo ist da die Grenze zu den echten Menschen?
Na ja, das hängt doch davon ab, wie er, also, was prägt uns denn? Das sind ja die, die geistigen und auch sinnlichen Eindrücke, die wir aufnehmen und denen wir uns auch aussetzen. Also, wer jetzt sagt, mit Anfang 20 sagt, ich mache jetzt aber mal ein Semester frei und reise jetzt mit dem Rucksack durch Südamerika, dann erlebt er ja komplett neue Eindrücke. Wer das nicht hat, dem fehlen diese Eindrücke. Das heißt, man sollte sich einfach mal anschauen, was haben denn diese Politiker, die jetzt nachrücken, so Mitte 30, also so bisschen jünger als ich, was haben die denn in ihrem Leben an Erfahrung aufgenommen, an sinnlichen Erfahrung, menschlichen Erfahrung, aber auch an intellektuellen Input bekommen? Und ich denke, wer da überhaupt nichts hat, außer seiner jeweiligen Partei, sowohl menschlich, sinnlich wie auch intellektuell, der ist ja auch abhängig. Das heißt, selbst wenn er innerlich sagt, ich möchte jetzt aber mal meinen Parteivorsitzenden nicht 100% recht geben, dann überlegt er sich: Na ja, aber wenn ich das nicht tue und ich fliege hier aus meinem Karriere-Zirkel, also eine Art Reise nach Jerusalem, heraus, was mache ich denn dann? Die Masse der deutschen Politiker, Nachwuchspolitiker, und zwar zumindest bei CDU, SPD und Grünen, ist ja auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht vermittelbar. Was sollen Leute mit so einer Schmalspur-Ausbildung machen, wenn sie nicht mehr in der Politik sind? Was macht Ricarda Lang? Das schlimmste Beispiel, aber man kann es immer daran deutlich machen. 10 Jahre Jura studiert und Abschluss und dann immer nur bei den Grünen. Was macht Ricarda Lang, wenn sie nicht auf grünen Ticket fährt? Sie ist beim, im Arbeitsamt, in der Abteilung schwer vermittelbar. Und das diszipliniert schon. Das diszipliniert. Und ich meine, diese, das ist das Argument, die Leute in der Politik sind im Arbeitsmarkt schwer vermittelbar. Das, das steht, das wird ja immer wieder so in die, in die Runde geschmissen. Gibt es da harte Fakten zu, dass man sagt, hey, wir haben mal eine neutrale Unternehmensberatung beauftragt, wir haben uns alle Profis bezahlen lassen?
Ich mach mir immer folgenden Spaß: Also, ich setze mich gelegentlich in den Plenarsaal und wenn dann die Reden kommen, google ich die Kollegen und schaue mir, die haben alle Wikipedia-Eintrag und schauen wir einfach mal die Lebensläufe an. Wir können nun beide Lebensläufe lesen und dann sieht man doch, was haben die denn, was haben die denn drauf? Und es ist halt erstaunlich, erstaunlich dünn. Also, wir werden von Leuten regiert, denen würden wir eigentlich nicht die lokale Sparkasse anvertrauen. Wahrscheinlich nicht mal den lokalen McDonald's. Also keine Führung, in der Regel keine, keine Erfahrung mit Menschenführung, Führungserfahrung, keine Erfahrung außerhalb der Politik. Wenn überhaupt Studium abgeschlossen ist, schon gut, aber in der Regel dann tatsächlich, also reine Politologie, schon kein, keine Mathe dazu, keine Philosophie dazu, kein, keine Ökonomie dazu. Also wirklich das reine, das reine Grund, also so, dass es genau reicht. Und auch von den jetzt von den Hobbys oder von den Neigungen oder von dem, was man so privat gemacht hat, was ein abrundet, ist wenig da. Also, man freut sich ja, dass der alte Justizminister Buschmann, der jetzt nicht mehr im Amt ist, immerhin irgendwie nebenbei komponiert. Das fand ich spannend. Aber das ist auch eine absolute Ausnahme. In der Regel findet man gar nichts. Die sind Leute, die sind hundertprozentig im politischen Betrieb. Sie haben ihre Freunde, ihre Ausbildung, sie alles in diesem politischen Betrieb. Sie sind außerhalb dieser Blase nicht denkbar. Die müssten, wenn sie jetzt rausgehen würden, komplett bei Null anfangen, auch was ihre Freunde, ihre Themen, alles anfängt. Und das ist in der Härte, haben wir das, also das ist kein Vergleich jetzt auch mit, sag, Ländern wie, wie den Vereinigten Staaten, wo ich ein bisschen beurteilen kann oder so. Da kommt der Senator, der kommt, Conman kommt in der Regel dann so mit Mitte 30 von der Seite. War das in Deutschland immer so? Nein, das ist, das hat sich entwickelt, dann nach dem Krieg. Es war das, das war, als ich in die Bundesrepublik eingetreten bin, so als politisch interessierter 13-Jähriger, früh 90er Jahre, war das auch noch nicht so. Da gab es die Leute, da zeichnete sich das ab. Also, ich habe das in der sächsischen CDU gesehen, da war meine Generation war die erste, wo das der Fall war. Also, die, die 90er Jahre sächsische CDU, das waren noch so Leute, die durch die Revolution zufällig in die Poli-Partei gekommen sind und dann übernahmen so die erste Junge Union Generation, da gehöre ich ja in gewisser Weise dazu, oder auch der Ministerpräsident Ketschmann. Das ist so meine JU-Generation. Man kennt sich ja. Und mit dieser Generation passierte das. Das waren, das waren die Mitstreiter, die, als ich halt normal studiert habe, hatten sie schon einen Nebenjob im Landtag, wo ich mich noch gekümmert habe, dass ich jetzt mal weniger Politik mache, weil meine Examensnote stimmen müssen. Und wie gesagt, scheißegal, Hauptsache, ich bestehe. Die sind auch sofort erstmal in Ministerbüros gelandet, oder Abgeordnetenbüros, während ich mich eben durch Lateinamerika gefahren bin, um Spanisch zu lernen, haben die eben Konrad-Adenauer-Seminare gemacht oder so. Dies, meine Generation war zumindest für die CDU und Sachsen die erste Generation, die das so hatte. Ich glaube, im Westen ist es eine Generation vorher gewesen. Also, jetzt haben wir jetzt mal wird unwahr oder so, aber so das Ergebnis, was dann rauskommt, sind eben so, wir sind hier in Köln. Hendrik Wüst. Hendrik Wüst ist ein reines Produkt der CDU. Das Leben von Hendrik Wüst fand innerhalb der Grenzen der CDU NRW statt und der Jungen Union. Es gibt, er hat kein, der Mann hat kein Leben außerhalb gehabt.
Der Name sagt mir jetzt tatsächlich nichts, aber Ministerpräsident. Ich bin tatsächlich, also mein, mein politisches Interesse ist lustigerweise. Ich habe ganz oft gesagt, das, wer sich außerhalb des Jobs, wenn sie Politiker sind, dann müssen sie sich mit Politik beschäftigen. Aber Politik ist für viele aus meiner Sicht so eine, so eine Art Ablenkung. Weil ich lese die Zeitung und dann kann ich mich über die Merkel aufregen und dann gibt's den Wood Burger und sagt, die da oben, aber das hat mit meinem eigenen Leben nicht zu tun. Und häufig, ich sag mal, empfinde ich die, ich sag mal, die normalen Bürger, die politisch am lautesten schreien, den stehen ihre eigenen Lebensthemen. Also, ich sag mal, ganz früher, als ich jung war, dann waren es halt keine Ahnung, ich bin arbeitslos, weil die Ausländer neben mir die Arbeitsplätze wegnehmen. Und ich so: Okay, du hast aber vielleicht auch deine Ausbildung abgebrochen und du hast keine Ahnung, heute warst du wieder besoffen morgens. Vielleicht nicht die Ausländer, sonst vielleicht ist deine Alkoholsucht. Als übertriebenes, überspitztes Beispiel. So. Und dann, wenn ich dann quasi mich in, in Politik-Kritik fliehe und Politik-Empörung, dann ist das geil. Das gibt mir eine Aufgabe. Das finde ich aber mittlerweile ein bisschen anders. Ich finde, dass die Politik im Leben angekommen ist. So, der Döner kostet fast 10 Euro. Das heißt, Preise sind gestiegen. Das heißt, aber auch noch nicht, dass ich morgen hier oder heute, wenn ich hier auf die, auf die Straße gehe, habe ich jetzt keine Angst. Das ist aber auch, weil wir vielleicht in einem ganz guten Vorort hier sind. Das ist das eine. Und ja, also es gibt irgendwie tatsächlich, das Leben der Menschen wird aktuell irgendwie, also man merkt die Folgen der Politik im tatsächlichen Leben der Menschen. Das ist nicht irgendwie abstrahiert, sondern man kann sagen: Okay, hier ist irgendwie, hier fühle ich mich unsicher, hier ist irgendwie alles teuer geworden, und es keine Ahnung, ist irgendwas ist da so, dass es für den, den Durchschnittsmenschen das Politik wieder interessanter wird, weil es einen Effekt auf das Leben hat. So, ich glaube, da, das ist, also scheint mir relativ klar zu sein, dass das so ist. Und deswegen sitzen wir hier, um mal zu gucken, wie funktioniert eigentlich Politik?
So, jetzt sitzen Sie, haben jetzt gerade sehr stark schon gesagt, was, was aus Ihrer Sicht das Problem ist. Es fehlt irgendwie an Menschen, die nicht Parteisoldaten sind und, sagen wir mal, psychologisch würde ich das als als ganze Menschen bezeichnen, die dann überlegen: Ich bin dafür, ich bin dagegen. So, da habe ich noch die Rückfrage. Und wenn ich jetzt so diesen generalisierten Parteisoldaten, der kriegt das neue Wahlprogramm und dann weiß der, was Sache ist. Und wenn das anders ist als das Wahlprogramm davor, ist das auch ganz egal, sondern dann gehe ich halt, gehe ich mit. So schätze ich das jetzt ein.
Ja, also es ist vielleicht, das ist ja das Neue. Das, das Modell hat ja eine Weile funktioniert. Warum? Weil in der alten Bundesrepublik, die ein sehr ruhiges und reiches Land war, kam es auf Politik nicht an. Das haben Sie ja schön gesagt. Was ist die alte Bundesrepublik? Also so bis in die, eigentlich bis zur Wiedervereinigung und dann eben noch so diese Nachläufer. Nicht, das war, es war ja alles vorgegeben und geregelt. Und wenn es mal eine wichtige Frage gab, dann schickte man sie zu den Richtern nach Karlsruhe und dann sagte man, ja, die entscheiden halt auf einer höheren Warte. Das heißt, das Anforderungsprofil an einen Politiker war ja sehr niedrig. Er musste eigentlich nur gucken, dass er wieder gewählt wird und ein bisschen kommunizieren. Und was wir jetzt aber erleben, mittlerweile ist, dass ja wirklich politisch spannend geworden ist. Also, das, das, die, die schlimmste oder die härteste Steigerungsform der Politik ist der Krieg. Er ist jetzt, ich glaube, noch 500 km entfernt von uns. Na, bisschen mehr, tatsächlich. Ja, oder 700. Ja. Ähm, also Berlin sind von hier 600 km. Wenn Sie 700 gehen, dann sitzen Sie so an der polnischen Grenze. Okay, na gut, ist halt 1000 km. Aber auch sonst, ich meine, es steht dann und plötzlich das, was wir immer als absolut sicher genommen, auf dem Spiel. Also die deutsche Industrie, der Wohlstand, die Art und Weise des Zusammenlebens. Und jetzt haben wir aber über Jahrzehnte eine politische Kultur entwickelt, die Leute nach oben hat kommen lassen, die eigentlich für solche Fragen weder ausgebildet und auch psychisch nicht imstande sind. Sie haben überhaupt nicht die Nerven, das zu machen. Und, und das merken wir ja. Wir haben der Außenministerin, die wird ja in den Ländern, in die sie fliegt, nicht mehr empfangen. Sie fliegt, sie trifft sich dann mit NGO-Vertretern von NGOs, die wir selbst bezahlen. Warum? Weil natürlich in der Vergangenheit deutscher Außenminister hatte eh wenig zu sagen. Er war dafür da, gute Stimmung zu machen und irgendwie, ja, notfalls mit bisschen Geld nachzuhelfen. Das alles läuft, aber die, die Zeiten, in der wir leben, auch, dass die gesamte politische Umgebung sind sehr, sehr viel härter und fordernder geworden. Und das politische Personal, das wir haben, ist dem nicht gewachsen. Das ist mein fester Eindruck. Und ich denke, wenn wir uns die Personen anschauen, ist es ja auch so. Man führt dann scheinbare Debatten, aber die, die realen Probleme, Debatte, indem man sich ein Thema raussucht, über das man ganz viel reden kann, das aber keinen Einfluss auf die, auf die Realität hat. Also nehmen ein Beispiel: Wir, wir müssen uns jetzt fragen, wie wir unsere, unsere Energiesicherheit herstellen können. Ja, da gibt's ne Gas von denen oder nehmen wir LNG, was teurer ist und so weiter. Und am Ende diskutieren wir aber über die Menschenrechtslage in Aserbaidschan. Also, anstatt zu sagen, was ist der Vorteil von aserbaidschanischem Erdgas kostenmäßig, was müssen wir tun, dass wir das relativ schnell kriegen und dann in die, in die Details gehen, das Abwägen. Sagen wir: „Aserbaidschan machen wir nicht wegen Menschenrechten.“ Aber wir kaufen dann halt LNG von Katar, als wenn es da irgendwie eine andere Menschenrechtssituation gibt. Also, man, man baut so einzelne Scheindebatten auf, um zu vermeiden, dass man über die richtigen Fragen diskutieren muss, weil man weiß, wenn wir über die richtigen Fragen diskutieren, sind wir blank.
Sie sagen sinngemäß, ich überspitze das Argument bewusst: Das System ist kaputt, weil die Leute, die Macht haben, die da oben, eigentlich nicht qualifiziert sind und aber daran an ihren Jobs hängen. Die können da nicht raus. Die könnten, selbst wenn sie realisieren würden, wahrscheinlich nicht alle, aber sehr viele, wenn sie realisieren würden und ehrlich zu sich werden, sagen: „Scheiße, ich muss in diesem System bleiben. Ich bin aber eigentlich nicht qualifiziert. Und wenn ich wirklich das Beste für mein Land, die EU, was auch immer, meine Stadt, mein Dorf will, dann müsste ich hier zurücktreten, weil ich bin überfordert.“ So, aber wenn ich das mache, wer zahlt dann meine Miete? Scheiße. Das heißt, nicht nur die Miete. Das ist ja schon zu einfach gedacht. Aber ich meine, man darf das ja nicht, nicht vergessen. Mit so einem, mit so einem Mandat ist z.B. so eine Art Bahn 100 verbunden. Nice to have. Minister hat ein Dienstwagen. Noch nicer to have. Der Mensch lebt ja nicht nur, dass der Kühlschrank voll ist. Er lebt ja auch dafür, dass er eine gewisse Status erreicht hat. Und die Masse der heutigen Politiker würde ja dann diesen Status verlieren. Selbst wenn man ihnen sagt: „Wir zahlen dir aus Großzügigkeit dein Gehalt weiter.“ Der Status ist weg. Es ist also furchtbar frustrierend. Wenn man, stellen Sie sich vor, Sie haben seitdem Sie 16 sind auf diesen Status hingearbeitet. Es sind ja Lebensplanung, die dahinter stecken. Sie sind mit 16 der klassische JU-Junge, also der, der bei der im Sportunterricht beim Riegenwählen immer als Letzter dran genommen wird und keine Freundin hat. Und der dann sagt: „Gut, dann werde ich jetzt mal Mitglied der Jungen Union.“ Und dann kommt er mit, kennen Sie das noch, mit so so Aktenkoffer in die Schule? Ich kenne das ja. Ist der klassische JU-Koffer. Keine Freundin, Übergewicht ist bei der JU so. Und jetzt arbeitet er sich rein und macht genau die Tippeltappel-Tour: Mitarbeiter an das Landtagsabgeordneten, Politikstudium, Obermitarbeiter des Landtagsabgeordneten, Landtagsabgeordneter und irgendwann vielleicht Bundestagsabgeordneter oder Landesminister. Und jetzt sagen Sie dem: „Weißt du, wir haben mittlerweile hier in Nordrhein-Westfalen so viele Probleme, nichts klappt mehr, die Infrastruktur bröckelt, die Industrie geht dahin. Wir müssen dir leider sagen, dein an das, was du mitbringst, deine Fähigkeiten reichen nicht aus, um diese Probleme in den Griff zu bekommen. Schau, wir geben dir einen Job bei der Sparkasse. Ist genauso gut bezahlt.“ Aber lass es, die Kränkung ist immer noch da. Wird er, wird er alles tun, um das zu verhindern. Er wird sagen: „Was fällt euch ein? Ich mache euch das kaputt. Ich sorge dafür, dass er keine Mehrheiten hat.“ Der ist einfach da. Der hat eine gewisse Rolle. Ist eben, weiß ich, Unterbezirksvorsitzender für irgendwas. Man braucht ihn als Mehrheitsbeschaffer. Und er sagt dann: „Möchte ich auch Minister sein.“ Das ist die Realität. Wir sind komplett blockiert.
Viele Leute da draußen meckern über die Politik und manche meckern sogar so laut, dass sie ihre Eigeninteressen vergessen, wie z.B. die Altersvorsorge oder die vernünftige Geldanlage. Jetzt ist so, dass in Deutschland fünf von sechs Leute keine Aktien haben, obwohl jeder, der Ahnung von Finanzen hat, das sofort empfehlen würde als Teil der Anlage und Vermögensvorsorge. Wenn du bisher das Thema Aktien immer vor dir her geschoben hast, möchte ich dir einen ganz smoothen und einfachen Einstieg, nämlich Aktienkannjeder.de. Das ist die neue Community und Service von Jens Rabe. Jens Rabe war schon mal im Podcast, er ist langjähriger Börsenhändler, sehr, sehr erfahren mit dem Handel an der Börse, aber auch mit den Fehlern, die ganz viele Aktieneinsteiger und auch Profis machen. Bei Aktienkannjeder.de wirst du Teil einer Community. Das heißt, du hast Zugriff auf die Community-Funktion, kannst dich mit anderen austauschen. Es gibt eine Lernplattform, wo du die wichtigsten Grundlagen in deiner Zeit und deinem Pace lernen kannst. Und einmal im Monat gibt es einen Call mit Jens Rabe selbst. Jens Rabes Aktienakademie war bisher immer nur zugänglich für Investoren mit mindestens 50 oder sogar 100.000 Euro. Aber jetzt kannst auch du, wenn du noch kein oder wenig Vorwissen hast und nicht so ein großes Vermögen, dir das Wissen sichern und selbst Aktionär werden und was für deine finanzielle Zukunft tun. Ruf also gerne einen Blick auf Aktienkannjeder.de. Den Link findest du in der Videobeschreibung. Das Ganze ist ein Abomodell, kostet aktuell nur 59 Euro. Es ist aber keine langfristige Verpflichtung. Das heißt, wenn du nach 30 Tagen raus willst, dann kannst du jederzeit kündigen. Schieb also das Thema Aktien und Vermögensbildung nicht länger vor dir her. Setz dich endlich damit auseinander. Und jetzt weiter im Podcast.
Das heißt, in dem Unternehmen hätte man eine Art Reinigungsprozess über Markt. Man merkt, ich habe einfach, ich verdiene zu wenig Geld. Merkt der Unternehmer, woran liegt das? Ach, die drei Leute performen nicht, oder vielleicht die 30 oder 300 oder keine Ahnung, die Abteilung. Und dann sagt man: Okay, alle, ich sag mal, zwei, drei Jahre gehen ja die meisten Unternehmen, machen eine Restrukturierung. Und bei dieser Restrukturierung rollen meistens Köpfe. Aber nur bei den Kleinen. Jetzt haben wir dasselbe Problem. Ist, dass mittlerweile aber Volkswagen ja auch schon sehr staatsnah organisiert ist. Deshalb läuft ja die deutsche Industrie auch nicht so richtig. Schauen Sie, der, wenn Sie sich den DAX anschauen oder die großen deutschen Unternehmen, dann haben wir eigentlich ein Weltunternehmen, das aus der IT-Branche kommt, das SAP. Alle anderen großen deutschen Unternehmen, die wir haben, kommen aus des Kaisers Zeiten oder aus der Weimarer Republik. Und auch die Technologien, die dahinter stehen, also die Autotechnologie, die berühmte Fahrt von Benz, war haben wir noch ein Kaiser mit Zürbelbad gehabt? Oder jetzt schauen Sie sich das mal in den Vereinigten Staaten an. Amazon, Google, Apple. Das sind alles Unternehmen. Gut, Apple ist schon bisschen älter, ja. Aber Facebook, PayPal, SpaceX, Tesla. Das sind alles sehr junge Unternehmen. Also auch die deutsche Industrie macht ja nichts anderes, als sie das einmal entwickelte Geschäftsmodell immer weiterträgt. Aber wir, hey, wir leben in einer völlig anderen Welt, auch in einer anderen Marktsituation. Die deutsche Industrie strauchelt ja auch dabei, sich anzupassen. Und ich glaube, das ist nicht nur ein Fehler der Politik, sondern wir haben in Deutschland auch eben aufgrund unserer Personalpolitik, auch aufgrund der Leute, die wir in wichtigen Positionen in der Industrie wie in der Politik positioniert haben, scheitern wir daran, uns auf eine sich völlig anders darstellende Umgebung einzustellen, weil wir an unseren althergebrachten Routinen, unserem alten Geschäftsmodell festhalten. Und das funktioniert einfach nicht mehr. Funktioniert nicht in der Politik, das erleben wir. Aber es funktioniert eben auch nicht in der Industrie. Tesla hat mittlerweile eine höhere Marktkapitalisierung als so gut wie die gesamte deutsche Autoindustrie zusammengenommen. Me, Tesla. Ja, aber was haben denn die Mercedes-Manager und die VW-Manager verschlafen? Und warum verschlafen die das? Das muss man die doch fragen. Warum habt ihr das verschlafen? Und die Antwort wird sein, weil wir so eingeengt sind, auch in unsere Unternehmensstrukturen und unsere Routinen, weil wir es auch nicht besser wissen, dass wir es eben nicht hingekriegt haben.
Deshalb Richtung, weil wir es nicht besser wissen? Oder, also, dass jetzt die Politik schuld ist, dass BMW und ein Audi, Audi ist unter Volkswagen, aber Mercedes und BMW, Porsche ist auch unterter VW, glaube ich zumindest zum Teil, oder zumindest unter Einfluss, dass jetzt schlechtere BMWs gebaut werden, weil die Politik so restriktiv ist? Nein, nicht die Politik. Aber wir haben, wir haben unsere Unternehmen so strukturiert, dass auch in den Unternehmen sie nicht mehr in den Vorstand kommen, wenn sie mutig sind. Warum ist es so? In Deutschland werden Sie Vorstand eines eines DAX-Unternehmens, wenn der Aufsichtsrat zustimmt. Der Aufsichtsrat wird zur Hälfte von Gewerkschaft und bestätigt die Mitbestimmung. Sie wollen also Vorstand werden, dann sollten Sie auf alle Fälle die Zustimmung der Gewerkschaft haben. Die Gewerkschaft möchte aber keine großen Änderungen haben. Sie will Sicherheit. Das verstehe ich ja auch. Und deshalb kommen Sie nach oben in einem deutschen Unternehmen, wenn Sie den Gewerkschaftsfunktionären versprechen: „Keine Angst, es gibt keine großen Änderungen mit mir.“ Ich habe MBA jetzt von der IE Uni aus, aus von der Columbia. Und das große Ziel hieß es immer: Ja, wenn ihr aufsteigen wollt, ihr müsst entrepreneurial thinking, unternehmerisches Denken. Wenn Sie mit entrepreneurial thinking in ein deutsches DAX-Unternehmen gehen, fliegen Sie nach einem Jahr raus. Warum? Weil Sie dem Betriebsrat auf den Sack gehen. Der Betriebsrat erkennt Sie sofort als Gefahr für die eigene Sicherheit. Entrepreneurial heißt nicht sicher sein. Entrepreneurial heißt, Geschäftsmodell auch weiterentwickeln, vielleicht auch ändern. Mannesmann war ein Röhrenkonzern, dann haben sie mal entrepreneurial gedacht und waren am Ende D2. Me D2 ist jetzt Vodafone. Das ist entrepreneurial thinking. Die wussten, das Röhrenbusiness geht den Bach runter, lasst uns jetzt mal auf Digitaltechnik setzen. Nur, ich weiß nicht, wie die es geschafft haben, den Betriebsrat auszutricksen. Machen Sie das mal in den anderen deutschen Großunternehmen. Der Betriebsrat sorgt dafür, dass Sie niemals auch nur Bereichsleiter werden. Das heißt, wir haben eine Struktur geschaffen, wo Sie aufgrund des Arbeitsrechts, des des Mitbestimmungsrechts, des Kartell-, des Gesellschaftsrechts werden Sie in Deutschland nicht in einem Industrieunternehmen Karriere machen, wenn Sie bereit sind, disruptiv zu denken. Und das seit Mitte der 70er Jahre. Und jetzt schauen Sie sich an, seit wann wir in Deutschland nicht mehr innovativ sind, ungefähr seit Ende der 70er Jahre. SAP ist ist eine Gründung der späten 70er. Danach kommt nichts mehr. Danach kommt nur Weiterentwicklung des Bestehenden. Aber eine neue Idee, irgendwas, wo Sie sagen: „Made in Germany verändert mal wieder die Welt.“ Ein einziges Produkt haben wir nicht, weil Sie in der deutschen Wirtschaft, genau wie in der Politik, wenn Sie bereit sind, disruptiv zu denken, wenn Sie mal wirklich was Neues wagen wollen, was ja auch heißt, Sie können scheitern. Wer hat Sie kalt gemacht, bevor Sie die Chance dazu haben?
Dass Innovation überwiegend aus Startups kommt, ist aber doch in Amerika genauso. Dass jetzt amerikanische Großkonzerne, at so wahnsinnig innovativ ist und sich Facebook ausdenkt. Das war ja auch nicht so, sondern das sind vermutlich bei uns wie bei denen Startups, die dann mit viel Geld gebackt werden, die dann groß werden und dann möglicherweise irgendwann von dem Großen gekauft werden. Wenn die eingegliedert werden, gehen die meistens kaputt. Aber wenn die standalone bleiben, wie jetzt beispielsweise Facebook und Meta, dann funktionieren die schon. Aber das scheint ja eine Inhärenz der Innovation zu sein, dass es in großen Organisationen nicht so innovativ zugehen kann. General Motors ist auch nicht wahnsinnig innovativ.
Nein, das ist in dem Fall nicht der Fall. Es ist klar, jeder dieser alt alten Großunternehmen hat ein Problem. Aber natürlich sind die amerikanischen Großunternehmen haben sich angepasst. Also in den 70er, 80er Jahren hatte jedes amerikanische Großunternehmen hatte ein Äquivalent in Deutschland. Also General Electric hatte Siemens. Wenn Sie sich heute die Marktkapitalisierung von Siemens und General Electric anschauen, ist General Electric weggezogen. Bei den Banken, also die Deutsche Bank konnte schon mithalten. Es war der Dienstleister der deutschen Industrie und konnte weltweit Dienstleistung anbieten. Mittlerweile hat die größte Bank der Welt, Morgan Stanley, eine größere Marktkapitalisierung als alle EU-Großbanken zusammengenommen. Also, was, was macht Morgan Stanley, me, altes Bankhaus, so extrem innovativ, dass sie das hinbekommen? Und warum ist die Deutsche Bank heruntergesunken auf den Status eines regionalen Instituts? Das ist schon, muss man schon mal die Frage stellen. Jetzt, jetzt gibt es sicherlich in den USA auch Negativbeispiele. General Electric ist ein Negativbeispiel. Auch Ford hat auch allen Trends verschlafen, ist ohne Frage. Aber dennoch müssen wir ja sagen, dass es, dass es durchaus auch US-Konzerne gibt, die einfach weiter gewachsen sind, während bei uns irgendwie alles in der Krise ist. Und mittlerweile ist ja nur Google, Apple sind auch Großkonzerne. Und die haben sich aber diese, diese Kultur des Startups nach innen bewahrt. Also, ich habe mir mal in New York Google angeschaut. Ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Da stehen dann so Bällebäder, wo dann die Manager einfach mal bisschen im, im, im Ballbad spielen dürfen. Und natürlich ist dann die Kantine ist ein Traum. Ja, die, die versuchen sich diese, diese, diese, diese, das schon zu bewahren. Das ist klar. Aber sie haben es eben dann, die sind jetzt auch schon 20, 30 Jahre alt. Wenn Sie sich Apple anschauen, also offenbar gelingt das. Und was mir eben auffällt: In Deutschland diskutieren wir ja nicht mehr darüber. Wir müssten doch jetzt, müssten doch VW und so weiter, müssten doch überlegen, wie müssen wir unser Unternehmen umbauen, dass wir wieder an Speed gewinnen? Das einzige, was ich von VW zurzeit höre, ist ein Sparprogramm. Also, mit NS gegen Sparprogramme find ich nicht falsch, aber ich habe noch nie erlebt, dass ein Unternehmen die Zukunft gewonnen hat, weil es gespart hat. Es muss sparen, aber vor allen Dingen muss es investieren. Worin investieren wir denn zurzeit? Investiert überhaupt nicht mehr. Nenn sie immer einen Bereich, wo die deutsche Industrie zurzeit investiert und wo man sagen kann, äh, da gibt's eine Zukunft. Ich, ich erkenne das nicht. Ich, vielleicht kommt es als nächstes eine Rüstungs-Investitionskampagne, weil ja nun sich meine lieben Kollegen, die, die versuchen zu überbieten, wer den Rüstungsetat mehr steigern will. Okay, dann vielleicht haben wir dann wieder irgendwie ein staatsinduziertes Forschungsprogramm. Ich weiß es nicht. Aber dass die Industrie mir zurzeit sagt: „Okay, wir sparen an der einen Seite, damit wir Geld haben, woanders zu investieren.“ Und das, wo sie dann investieren, ist innovativ, erkenne ich nicht. VW will jetzt anfangen, in Elektromobilität zu investieren. Der Vorsprung von Tesla und den Chinesen ist eh nicht mehr aufzuholen. Denkt euch was Neues aus. Da kommt nichts. Es ist reine Fantasielosigkeit.
Das heißt, sie würden eigentlich von den, den, wenn ich Anführern sage, meine ich das gar nicht, sondern mit den Leitern der deutschen Industrie, mit den Vorständen der DAX-Unternehmen, von denen eigentlich erwarten, dass die auf die deutsche Politik zugehen und sagen: „Liebe Leute, Regulierung muss mal weg, die Gewerkschaften müssen weg, wir müssen mal wieder ein bisschen frei atmen können.“ Elon hat das ja relativ klar gesagt, hat gesagt: „Für das, das Werk in Brandenburg brauchen wir 25.000 Seiten Papier.“ Brennt hier Deutschland eigentlich? Geht's euch noch gut? So. Und das, das kommt aber von dem Amerikaner. Und wir Deutschen, und das, also zumindest verstehe ich Sie, die deutsche Industrie, die, die läuft nicht Sturm gegen die Regulierung, sondern sagt: „Okay, was ist die neue?“
Regel, dann machen wir das. Das ist ja auch, ist ja wieder scheiße, aber müssen wir halt so machen. Das heißt, da würden sie sich mehr Widerstand der Industrie gegen diese Regulierung wünschen, aber ich erwarte nicht, weil der deutsche Industrieführer ist ja abhängig von den Gewerkschaften. Das heißt, stellen wir uns mal vor, die deutschen Automanager sagen jetzt, die, wir müssen, wir müssen grundlegend ändern, wir müssen das System der, der, der Mitbestimmung, der Personalpolitik in den Unternehmen ändern und wir müssen bereit sein, jetzt mal grundlegend umzuwandeln. Er ist ja innerhalb eines Jahres nicht mehr Vorstand. Das System verhindert ja, dass er das sagt. Jeder deutsche Automanager wusste, wenn das Verbrennerverbot beschlossen wird und kommt, ist die deutsche Autoindustrie in der heutigen Form Geschichte. Es ist einfach so. Wir haben einen Vorsprung beim Dieselmotor und beim Verbrennermotor und Deutschland ist stark in dem Zusammenspiel eben, dass da das Getriebe passt zum Motor und das können wir so. Aber wir können nicht Elektroauto. Das, was wir im Verbrenner können, braucht man im Elektroauto nicht, denn der hat vor und hinten Kofferraum. Und das, was man bei Elektro können muss, nämlich Batterie und Software, können wir nicht. Das heißt, es war völlig klar, dass wenn das Verbrennerverbot kommt und der Green Deal und die und die und die neuen Flottenbeschränkungen für für Benzinverbrauch und so weiter, ist die deutsche Autoindustrie in der heutigen Form Geschichte. Kein Automanager hat das öffentlich angesprochen. Warum hätte er es getan? Wäre er innerhalb eines Jahres ein Postenloser geworden? Und der Automanager denkt sich dann, bleibe ich doch lieber noch fünf, sechs Jahre dabei, kassiere meine, meine Boni und meine Pensionsansprüche. Das ist mir doch egal. Das ganze System basiert ja darauf, dass wir angestellte Manager haben und wem gehört denn die Loyalität des angestellten Managers? Doch in erster Linie mal, dass er ausreichend Cash sammelt bis zur Rente. Wenn, wenn, wenn VW morgen staatliche Gelder beantragen muss, dann beantragt halt staatliche Gelder. Das lässt doch den VW-Vorstand kalt, Hauptsache, er bleibt im Amt aus seiner subjektiven Sicht. Also Ökonomen streiten immer sehr viel, aber es gibt einen Satz, da sind sich alle ein: Incentives matter. Was ist denn das Incentive für einen angestellten Manager, dass es für ihn weiter gut geht? Das, das ist klar.
Aber Sie haben gesagt, dass der Vorstand über 50% vom Aufsichtsrat besetzt wird. 50% sind Gewerkschafter. Das sind 50% Gewerkschafter, aber 50% auch Shareholder. Und wenn wir jetzt den VW-Konzern mal rausnehmen, haben wir noch den, wir haben noch den Niedersachsen drin. Das ist ja sozusagen noch ein bisschen komplexer. Das ist völlig Staatsbetrieb. Viele DAX-Konzerne sind in der investorischen Hand von irgendwelchen ausländischen Investoren und Investorengruppen. So, jetzt ist es traditionell, wenn ich so mit Vorständen spreche, vor wem haben die Angst gefühlt? Vor den Shareholdern. Wenn halt jemand Jahresbericht bestellt und morgen haben wir wieder Jahreshauptversammlung, was fragen die wieder? Das sind ja, die haben auch meiner subjektiven kleinen Bubble Angst vor den Gewerkschaften, aber wo die wirklich Angst vor haben, ist halt vor der Macht der Shareholder. Und der Shareholder will halt maximalen Profit. Und trotzdem, es ist jetzt nicht so, als würden sich alle internationalen, das internationale Geld aus Deutschland zurückziehen, weil sagen, pass auf, BMW ist ein schlechtes Unternehmen, sondern die halten weiter ihre Anteile, üben vermutlich Druck auf den Vorstand oder auf den Aufsichtsrat aus. Und wir haben doch ein fundamentales Profitinteresse, unabhängig von irgendwelchen deutschen Standortfaktoren, weil jetzt ein Mitarbeiter mehr oder weniger, das ist ja noch egal. Na ja, bei den, also BMW ist auch insofern ein eigenes, weil wir diese starke Eigentümerfamilie haben, die mit, die da mitredet, ja. Also Quandt und was bei den deutschen Aktien das Besondere ist, dass sie so preiswert sind. Also der, der Klassiker ist ja immer, ich nehme den Börsenwert in Relation zum Sachwert. Und da ist es eben so, dass in Deutschland der Unterschied erstaunlich geringer ist. Also in den USA ist natürlich die, die Marktkapitalisierung ist viel höher als jetzt der reine Bilanzwert oder die, die, die Sachwerte. Also wenn ich zerschlage, habe ich in der Regel viel weniger als wenn ich Unternehmen weiterlaufen lasse. Bei deutschen Unternehmen gibt es eben Unternehmen, wenn ich die zerschlagen würde und ich würde also die Immobilien und die Patente und die Fabriken einzeln verschärbeln, dann bin ich knapp unterm Börsenwert. Und das ist eigentlich das maßgebliche Zeichen für schlechtes Management. Also die Qualität des Managements ist abzulesen, eine Methode, aber eine sehr einfache, an der Differenz zwischen den zwischen den Sachwerten und dem und dem Marktwert des Unternehmens als Ganzes, weil das ist ja das, was das Unternehmen wertvoll macht, dass es eben die Sachwerte effizient und wirtschaftlich sinnvoll einsetzen kann. Und ein ausländischer Investor kauft eigentlich in Deutschland, weil er, weil er Aktien hat, die quasi knapp überm Sachwert sind. Das heißt, konkretes Beispiel, nehmen wir mal eine Lufthansa, z.B. mal guckt, was haben die für Flugzeuge, Computer. Genau, Lufthansa ist noch ein gutes Beispiel, die funktionieren ja. Aber jetzt nehmen wir mal irgendwie ein Industrieunternehmen, sagen wir mal, Immobilien, Computer, Maschinen, Patente, Markenrechte etc. etc. Kosten mal eine Milliarde, Gesamtwert des Unternehmens an der Börse, sagen wir 2 Milliarden. Dann ist ja das Risiko relativ gering. Also man kann maximal 50% verlieren. Und in Amerika wäre dann gleich Milliarden wert.
Okay, verstanden. Das heißt, Sie sagen, es gibt ein strukturiertes Problem in der Politik und das ist eigentlich ein Personalproblem, dass da Leute sitzen, die für den Job eigentlich nicht qualifiziert sind und die aber im System so festhängen, dass die müssten sich ja selbst kündigen. Ja, oder das, das ist jetzt der Trick. Deshalb, deshalb gibt's ja, der einzige, der kündigen kann, ist der Wähler. Mittlerweile kann er disruptiv entscheiden, indem er halt Parteien wählt, die tatsächlich für eine eher grundlegende Änderung stehen. Das ist ja, deshalb hasst man ja die AFD. Stellen Sie sich vor, Sie sind jetzt sächsischer Landtagsabgeordneter. Das ist also der eine besonders bedrohte Spezies. Wenn Sie von der CDU sind oder Sie sind von der SPD, Sie sind sächsischer SPD-Landtagsabgeordneter, Sie können auch nichts anderes als Landtagsabgeordneter sein und auf einmal haben Sie Angst, unter 5% zu kommen. Der Job ist weg, aber nicht nur Ihrer, auch der von Ihren vier Mitarbeitern. Deshalb hassen die uns. Das ist das Ende. Wir, wir bedrohen noch nicht hier in Nordrhein-Westfalen, aber im Osten bedrohen wir die Lebensplanung dieser Leute, weil da ganz, ganz viele, wenn die einmal raus sind, kommen die nicht zurück. Schauen Sie, als ich CDU-Mitglied war, hat nichts mit mir zu tun, sondern mit Korb. Kopf lag die CDU in Sachsen bei 60%, heute liegen die bei der Landtagswahl immer noch bei 30. Respekt an Michael Kretschmer. Bei der Bundestagswahl in der, also bei der Europawahl hatte ich sie runtergeprügelt auf, ich glaube 20 in Sachsen. Das heißt, zwei Drittel der Jobs sind weg. Dass die die AFD hassen, ist logisch.
Moment, aber das, das Argument scheint mir etwas zu greifen, weil ich hasse natürlich dann aus dieser Argumentation raus, mein Job hängt an der Politik, also hasse ich den politischen Gegner, der mehr Erfolg hat, weil wenn der mehr Sitze bekommt, dann ist mein Sitz quasi, also ich kämpfe um einen Stuhl. Und jetzt scheint es aber so zu sein, dass vom, ich sag mal, von ganz links, von den Grünen bis zur CDU, die sich gegeneinander, trotz völlig konträrer politischer Standpunkte, eigentlich, dass sie sagen, lass uns mal gemeinsam gegen die da drüben. Und jetzt sagen Sie sinngemäß, das ist, weil wir so gut sind, weil die sind als Ganzes Kollektiv schlecht. Die haben diese Parteisoldaten, aber die AFD, das sage ich noch nicht mal so, da werde ich, das würde ich zwar gern sagen, aber ich bin heute mal ehrlich, einfach, weil wir etwas verändern. Es ist einfach, dass die Androhung, dass es zu einer Veränderung kommt, das ist die Bedrohung. Das ist noch nicht mal, dass wir so gut sind. Wir haben auch unsere Defizite, die ich heute nicht offenlegen werde, sind im Wahlkampf. Aber es, es tritt eine komplett neue Kraft mit komplett neuen Leuten auf. Aber die Anzahl der Jobs verändert sich ja nicht. Das heißt, also deshalb sind wir, man hat sich untereinander verständigt. Es gibt einen großen, unausgesprochenen Verständigung zwischen den etablierten Parteien, also CDU, Grüne, SPD und man hat im Osten auch die Linkspartei irgendwie mit dazu genommen. Und man weiß, bis auf ungefähr, das sind die Kuchenanteile, die wir haben. Und ich nenne Ihnen ein klassisches Beispiel, wie man gemacht hat, als wir das erste Mal im Landtag richtig stark reingekommen sind 2019. Da sind viele Abgeordnete haben ihren Job verloren. Was hat man dann mehrheitlich gemacht? Man hat die Mitarbeiterpauschale, also das Budget, das man hat, um Mitarbeiter einzustellen, massiv erhöht. Warum? Damit jeder Abgeordnete, der rausgeflogen ist, über eine Mitarbeiterstelle erstmal versorgt werden konnte. Das heißt, die AFD zog ein mit knapp 30%. Daraufhin stieg die Mitarbeiterpauschale pro Abgeordneten um mehrere Tausend Euro. Und ganz viele Abgeordnete, die ihr Mandat verloren haben, landeten plötzlich als Mitarbeiter von denen, die noch wiedergewählt worden sind. Das war, das war absolut, das war die reine Versorgung. Oder man übernimmt dann schnell nach alte Abgeordnete in in Ministerialverwaltung oder man übernimmt sie in auf auf kommunaler Ebene. Also man hat dann noch schnell geschafft, alle zu sorgen, die man irgendwie brauchte, um die Parteien im Inneren stabil zu halten, weil diese Abgeordneten sind dann irgendwie wichtige Stimmenbringer für Parteitage und so weiter. Und es wird immer schwerer, weil wir ja immer stärker werden und der Staat kein Geld mehr. Sie können ja nicht endlos jetzt die Mitarbeiterpauschalen erhöhen. Aber ist, wenn Sie die Politik mal betrachten unter dem Gesichtspunkt, dass die Leute, die da drin sind, und Sie, wir haben ja angefangen, dass wir über Menschen gesprochen haben, dass die bis zur Rente kommen wollen, dann können Sie da vielleicht nicht alles erklären. Um Himmels Willen, nichts ist monokausal, aber Sie können sehr, sehr viel von den Mechanismen erklären, die zurzeit laufen. Warum man also sowohl die BSW wie auch uns, Frau Wagenknecht trifft es ja ähnlich, also das aus dem an Hass, das ihr gegenüber weht, gerade von den ihrer alten Partei, die jetzt alle in die Arbeitslosigkeit gehen, dank Frau Wagenknecht, gehen die ganzen Linken, jetzt fliegen raus. Der Hass ist unendlich. Jetzt ist eine Möglichkeit in dieser, der eigenen Parteibabbel dann zu bleiben und zu sehen, scheiße, wir verlieren Sitze. Kann ich noch bei dir mitfahren, sozusagen? Haben wir abgeschlossen. So, das ist die eine Strategie.
Aber die andere wäre, Sie haben ja als Partei erhebliche Überlappung inhaltlich mit der CDU. So, also ist ja, also per Definition sind sie, wenn man von links nach rechts gruppiert, sag, okay, hier ist die CDU, da ist die AFD. Das ist jetzt irgendwo, da müssen wir über diese Brandmauer sprechen, die in der Sache gibt, scheint mir irgendwie Quatsch. So, also vielleicht jetzt nicht zwingend in in in in Teilen Nordrhein-Westfalens, da ist die CDU teilweise wirklich links, aber in Sachsen oder in Sachsen-Anhalt, wo die CDU doch sehr klassisch herkömmlich auftritt, da haben wir Überlappung. Ja, aber dann müsste es ja doch eine Strategie, wenn ich jetzt sehe, mein, nehm jetzt mal mein Team CDU hat gewisse Werte, ich will primär mich schützen. Jetzt kommt die AFD und die räumt richtig ab und mit den habe ich vielleicht inhaltlich eine Schnittmenge. Und dann wäre doch eigentlich ganz klug, rein aus Selbsterhaltungstrieb, man anzurufen, sagen, ach, was macht ihr denn so und sich irgendwie besser zu stellen. Jetzt hat aber die, die Alice Weidel hat in, ich weiß gar nicht welchem Interview gesagt, dass es üblich ist, dass AFD-Abgeordnete im Bundestag einfach nicht begrüßt werden, dass die, dass Leute von der, du nicht in den Aufzug steigen, wenn der AfDler drin sind. Und irgendwie scheint der, da der Hass auf die AFD größer zu sein als der Selbsterhaltungstrieb zu denken, so, vielleicht soll ich mir die Tür nicht ganz zuschlagen.
Glaub, ein Unterschied ist auch zwischen Ost und West. Zunächst einmal, das Risiko ist ja immer, dass man auf Bäume hochklettert, wo man nicht mehr runterkommt. Die CDU, die AFD kam auf und die CDU sagte, das wollen wir tot kriegen und hat, anstatt zu sagen, wir schauen uns euch an, haben wir erstmal gesagt, mit euch nicht, alle, ne, in der Hoffnung, es tot zu kriegen. Das ist gescheitert. Wir leben ja noch. Aber natürlich, das, was man damals losgetreten hat, dass man sagt, mit euch gar nicht, das ist halt in der Welt. Man kann ja auch manchmal ein Opfer seiner eigenen bösen Tat werden, weil man ja jetzt müsste man eine Kehrtwende hinbekommen, die muss man aber kommunizieren. Ist schwer zu kommunizieren. Und dann ist es ein Ost-West-Unterschied. Also dieses, also im sächsischen Landtag sagen mir die Kollegen, werden sie gegrüßt. Okay, man hat zwar sicher eine Brandmauer, aber dass man da nicht miteinander redet, ist nicht der Fall. Also auch ich habe nach wie vor Leute in der CDU, die ich noch aus meiner JU-Zeit kenne. Also wenn ich die in Brüssel treffe, weil da irgendwie ein Ausflug der Sachsen ist, dann ist man per Du, nach wie vor. Aber es ist richtig, das ist in manchen Teilen Deutschlands nicht der Fall. Aber jetzt schauen Sie, nehmen Sie mal, was die CDU angeht, ist es ja so, die ist stark da, wo früher das Zentrum stark war, also in im Rheinland, im Münsterland, linksrheinisch, in Baden. Und da ist die CDU heute schon sehr, sehr grün. Also in Münster ist das eine richtig grüne Truppe mittlerweile. Und Sie sehen das an den Rathauskoalitionen, da regieren ja in den Rathäusern in der Regel CDU mit Grün. Meist haben sie, also in, ich glaube in Aachen haben wir eine grüne Bürgermeisterin, in Bonn haben wir eine grüne Bürgermeisterin, alles alte CDU-Städte. Und ich mache immer so den Witz, ich sage immer, die Eltern sind noch bei der CDU, dann haben sie ein Sohn, das ist irgendwie ein Beta, der hat dann schon die grüne Schwiegertochter geheiratet. Was meinen Sie damit? Na ja, sie wissen ja, wie die alle sind, so diese CDU-Leute sind alle ganz brav, aber sie haben doch keine eigene Meinung oder so, ne? Dann sie haben, also sie haben, also Vater, Mutter, Vater vielleicht noch alter CDU-Haudegen und dann hat er schon einen ganz lieben, braven, soften Sohn und dann hat er die dominante grüne Studienrätin als Schwiegertochter. Und wenn die jetzt anfangen mit uns zu reden, dann schlafen Vater und Sohn auf der Couch. Also rein kulturell ist doch das bürgerliche Milieu linksrheinisch, ist doch schwarz-grün, haben sich doch arrangiert. Also man, man regiert in den Städten gemeinsam, man regiert in Nordrhein-Westfalen gemeinsam, wir haben ja eine schwarz-grüne Koalition, wüst regiert mit den Grünen. Auch kulturell ist doch der Gram zwischen den Schwarzen und den Grünen in Köln, in Bonn, in ist doch keiner mehr, oder? Also, was ich wahrnehme, versteht man sich wunderbar miteinander. Das ist anders als in Sachsen. In Sachsen können sich die Schwarzen und die Grünen nicht leiden. Aber in, in, in hier im Westen, die Schwarzen und die Grünen sind privat und familiär gut miteinander verbunden. Und wenn da jetzt die Schwarzen plötzlich sagen, ab, wir wollen es mal gucken, dass wir doch mit der AFD zusammen machen, ist das, wäre vorbei. Das würden die Grünen in nicht durchgehen lassen. Und deshalb, deshalb ist das kulturell so schwer. Und das ist ja der Grund, warum ich schon bei T-Young gesagt habe, die CDU wird sich früher oder später an der Linie spalten, weil die Ost-CDU geht genau den Weg, den Sie beschrieben haben. Die geht unter. Die, das, die schließen mittlerweile die abenteuerlichsten Koalitionen, nur um uns draußen zu halten. Also in Sachsen haben wir jetzt eine Koalition CDU, SPD. Diese Koalition hat keine Mehrheit. Man macht ein Koalitionsvertrag und hat keine Mehrheit. Das ist so dämlich, das hat, glaube ich, in der gesamten bundesrepublikanischen Parteigeschichte noch nicht gegeben. Das machen die alles nur, um nicht mit uns zusammen zu arbeiten, obwohl wir inhaltlich viel näher sind. Mal sehen, wie lange sich das die sächsische, sachsen-anische CDU noch vorschreiben lässt, dass sie sich selbst kaputt macht. Aber ich verstehe auch, dass die CDU in Münster, in Köln, in Bonn, in Aachen Teufel kommen raus und mit uns nicht zusammenarbeiten kann. Ganz einfach, weil das ganze Freundesmilieu, das soziale Milieu ist längst mit den Grünen verwoben. Und ich glaube, dass die CDU an dieser Bruchlinie wird sie, wird sie scheitern. Und das ist dann der Weg, dann ist der Weg frei, dass wir, dass wir regieren können. Das ist, das ist meine alte These, die ich also immer sage, das hab jetzt heiß, die CDU wird sich genau wegen dieser Brandmauer zerstören. Aber noch hält es. Das heißt, im Osten könnte es passieren, dass da werden ja Kontakte gepflegt zwischen CDU und AFD. Zumindest gegrüßt, so, man, man kennt, man grüßt sich, man ist normal menschlich höflich, so. Also die, die Grundgepflogenheiten des menschlichen Zusammenseins werden gehalten. Das heißt, es könnte theoretisch sein, dass es sich, ich sag mal, in in Ostdeutschland CDU-Splittergruppen geben, die sagen, pass mal auf, wir laufen jetzt mal über. Keine mehr auf die Linken. Und wenn das passiert, dann kriegt ja die, das, das in drei Schritten später, aber erstmal in Ostdeutschland haben wir jetzt schon, ist die AFD in eine extrem dominante Kraft. Und wenn dann noch ein Teil der CDU mehr oder weniger geschlossen sagen würde, pass auf, es gibt jetzt zwei Möglichkeiten, entweder wir nähern uns, als nicht nähern uns, sondern wir schließen uns mit der AFD als Partei zusammen, dass wir sagen, CDU und AFD machen da jetzt mal eine Koalition, oder wir als Person schließen uns der AFD an. Und da, das wäre ja möglicher. Also das wäre dann diese Bruchstelle, wo sie sagen, dann müssen sie sich entscheiden. Da müssen sie entscheiden. So, und parallel sagen dann die Leute aus, eher aus Westdeutschland, die eher grün sind, sagen, wenn ihr das macht, wir, dann sind wir bei den Grünen. So, und okay, das ist also diese Bruchstelle. Das heißt, das ist eigentlich das heiße Eisen, wovor dann vermutlich die CDU aktuell am meisten Angst hat, weil das sind aktuell die stärkste Kraft. Herr März wird mit hoher Wahrscheinlichkeit Bundeskanzler. Das heißt, der, der muss eigentlich gar nicht so, also die nächsten sechs Wochen sind eigentlich so smooth sailing, würde man sagen, so plus minus. Da kann man noch mal ein bisschen hier eine Rede, da eine Rede, aber das eigentliche Problem stellt sich dann, ich sag mal, aus Sicht der CDU in so zwei, drei Jahren. Wie gehen wir mit der Brandmauer um? Das dürfte die, die kritische, genau die kritische Lage. Wir haben in zwei Jahren die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Und selbst Journalisten glauben nicht, dass in Sachsen das fünf Jahre hält, eine Koalition ohne Mehrheit, dass das fünf Jahre durchhält, das glaubt man nicht, weil die sind ja abwechselnd angewiesen auf die Linkspartei, auf die Linken und die Grünen, weil das BSW sich weigert, mit denen zu kooperieren. In Sachsen weiß, ohne das zu wissen, aber es klingt ja einfach nach total, wir nicht funktionieren. Genau. Das heißt, dass die fünf Jahre damit durchhalten, glauben wir nicht. Zumal die Zeiten ja ökonomisch härter werden. Und insofern werden wir in zwei Jahren in Teilen des Ostens reguläre oder vorgezogene Landwahlen haben. Und dann wird der Wähler beleidigt sein, dass die CDU eben zwei Jahre diese Scheiße gemacht hat. Das heißt, wir haben jetzt eine aktuelle Umfrage, die CDU ist jetzt reingekommen bei 33% und wir bei 32%. Die aktuelle Umfrage ist, AFD ist jetzt schon bei 36, allein, weil die eben diese Spielchen spielen. Wenn jetzt diese Regierung auch noch schlecht performt und bei den Mehrheiten spricht alles dafür, dass sie schlecht performt, heißt es, also wir sind bei der nächsten Land bei 40%. So, und dann, was macht die CDU dann? Dann ist sie im im Osten am Ende. Und darauf läuft das hinaus. Und wie das funktioniert, dass das jetzt keine graue Theorie ist, sehen wir gerade in Österreich. Da war es ja genauso. Da war ja, die FPÖ, unsere Schwesterpartei, war stärkste Kraft und alle anderen sagten, wir schließen jetzt eine abenteuerliche Koalition dagegen. Das ist durchgescheitert. Und jetzt beauftragt man den Kickl von der FPÖ, die Regierung zu bilden. Das ist der Weg, wo es läuft. Und die Christdemokraten sind in der Lage, wo sie eigentlich nur verlieren können, und zwar sowohl in Österreich wie in Deutschland.
Wie war das damals für Sie, als Sie von CDU auf AFD gewechselt sind? Das war 2016, glaub ich. Ja, also das war, ich war 2015 war ich noch Bundesparteitagsdelegierter und das war, Merkel hatte die Grenzen geöffnet, was ich also für eine fatale Fehlentscheidung hielt. Und der Parteitag machte neun Minuten Standing Ovations. Und das war der Moment, wo ich sagte, das wird nichts mehr. Und dann hatte ich ein Gespräch in Berlin, da waren andere Leute, die überlegten zu, und was war, Frau Petri, da, die dafür war. Und dann sagte ich, na gut, dann wechsel ich. Das, das, im Wesentlichen sagte ich, die CDU wird, das ist ein Auslaufmodell, kommt nichts mehr.
Moment, Moment. Sie sind, glaube ich, mit 13, 14 in die CDU, Union, und dann mit 19 die CDU. Ja, und sind dann heute sind Sie Mitte 40, irgendwie, ne? Ja, danke, 47. 47. 47. Das heißt, Sie sind ungefähr vor 10 Jahren, also mit 37, 36, 37 von der CDU zur AFD gewechselt. Da hatten Sie dann schon 20 Jahre CDU-Erfahrung und haben ja genau dieses Milieu gebildet, von dem Sie gerade gesprochen haben. So, Sie waren da drin, Sie kannten alle, ja, glaub ich, sogar über mehrere Generationen, Ihr Vater, ja. So, und haben dann gesagt, hier ist eine einzelne Situation, nämlich Standing Ovation für Öffnung der Grenzen, die halte ich für so wichtig, dass ich diese 20 Jahre Kontakte und Historie, die ich in meiner Partei habe, wegschmeiße, um hier bei diesen neuen, was auch immer die da machen, das hätte ja in alle möglichen Richtungen gehen können, mitzumachen. Und das hat ja die Gefahr geborgen, dass die CDU-Leute Sie dafür ausgrenzen und sagen, okay, wenn das mit der AFD scheitert, wir nehmen dich nicht mehr auf. Das ist klar. Das war, ich wäre auch nie zurückgegangen. Also, so stolz muss man sein.
Es war jetzt aber nicht nur die, also die Grenze war der letzte Anstoß. Ich habe das letzte Mal CDU gewählt, obwohl ich CDU-Mitglied bin, 2005. Weil 2009 habe ich schon FDP gewählt, weil da war das Versprechen, es gibt mal ein vernünftiges Steuersystem. Und dann sind sie aber nicht zur FDP übergetreten. Nein, ich bin kein, ich bin wirklich kein Liberaler. Also, ich bin, ich bin dafür, dass wir ein anständiges Steuersystem kriegen. Ich finde uns furchtbar überreguliert, aber ich habe jetzt nicht ein liberales Menschenbild, das Hauptsache, jeder denkt an sich, dann ist an alle gedacht. Also, ich glaube schon, dass man ein bisschen solidarisch sein sollte. So, und 2013 habe ich dann schon AFD gewählt, weil ich dachte, vielleicht ist das, das war eben die Idee, vielleicht ersetzen die die FDP und die CDU macht mit der AFD, dieser neuen Partei, eine Koalition. Und dann gibt's mal eine Korrektur der Politik. So, und dann kam aber 2013 die AFD nicht rein und es hieß schon, alles böse Nazis. Und es gab die nächste Große Koalition. Da war ich schon satt. Ja, und dann machen die auch noch die Grenze. Schluss. Man, man sollte nicht Mitglied einer Partei sein, wo man bei allen wesentlichen Entscheidungen anderer Meinung ist. Also, man ist mit seiner Partei nicht verheiratet. Und selbst bei seiner Ehefrau sagt man, wenn wir uns in allem nur noch streiten, ja, aber und das gilt auch für eine Partei. Eine Partei ist ein Zusammenschluss für gemeinsame politische Ziele. Und wenn ich aber kein gemeinsames politisches Ziel mit einer Parteiführung mehr habe, das ist jetzt meine Arroganz oder vielleicht auch meine Souveränität, dass ich so sehr von meiner Marktgängigkeit, mein Kühlschrank voll zu kriegen, überzeugt bin, dass ich dann auch sagen kann, Freunde, schön, wenn ihr das macht, aber ich bin nicht mehr bereit, das mitzutragen. Und diese Freiheit habe ich mir bei der CDU genommen und fühle mich nach wie vor unheimlich erlöst dadurch.
Das heißt, Sie sind, Sie könnten und haben ja auch als Anwalt gearbeitet und nicht als Wald- und Wiesenanwalt, sondern da hatte schöne Mandate, gute Mandate auf einem sehr hohen Level. Haben IV League NBA. Sind dieser klassische, sehr gut ausgebildete Berufspolitiker mit Erfahrung außerhalb der Politik. Nicht einmal Jura studiert und okay, jetzt haben wir was, dann irgendwie promoviert mit ein bisschen fremder Hilfe und dann haben wir Doktor und können die endlich in die Vollzeitpolitik gehen, sondern hatten quasi. Und Sie sprechen von Ihrer eigenen Souveränität. Sie sind damals aber nicht alleine gewechselt, glaube ich, sondern mit Leuten. Ja, das war lustig. Ich hatte in Bochum gibt's ein Amtsrichter, der war mit mir im Ring christlich-demokratischer Studenten und der war damals mein Antipode. Also ich war eher der Rechte und er war der Linke. Er war Mitglied bei der Lmundschulenunion und der ist auch gegangen. Das war amüsant, weil, weil also Ili Nölken und ich, wir haben uns eigentlich immer gekabbelt. Ja, er ist tatsächlich auch weit weniger rechts als ich es bin. Ich glaube auch nicht, dass er jetzt AFD wählt, aber auch der hat gesagt, bis hierhin noch nicht weiter. Und das war zum einen, fand ich das auch rückblickend sehr amüsant, dass also auch der ist eben in sich ruhend. Das ist jetzt verbeamteter Amtsrichter, sicher ein anderes Menschenbild, andere politische Einstellung, aber auch der hat gesagt, das, was die CDU jetzt bietet, ist schlecht, dass ich nicht bereit bin, meinem Namen und meinem Beitrag und meiner Zeit noch mitzumachen. Sicher aus anderen Motiven. Und ich habe das, genau. Und wir haben uns auch auf einen gemeinsamen Text verständigt, also nicht, dass wir da irgendwie, wo wir beide mit leben konnten, den wir sagten, das Spiel ist vorbei. Mit dieser Partei dient nur noch, und das ist jetzt wieder der sich selbst, sie dient nur noch dem dem dem Verdienen des Lebensunterhalts ihrer ihrer Funktionäre und Politiker, aber sie hat für das Land nichts mehr zu bieten. Und deshalb gehen wir jetzt einfach mal.
Sind dann mit Ihnen auch solche Funktionäre gewechselt? Natürlich nicht. Wer, wer, wer gibt schon freiwillig sein? Also, es ist, ich wüsste nicht, dass es auch nur. Doch, es gibt eine Bundestagsabgeordnete der CDU, die zur AFD gegangen ist. Das ist Frau Steinbach, das ist die ehemalige Chefin des Bundes der Vertriebenen. Das ist, glaube ich, die einzige. Alle anderen, auch die sogenannten konservativen Merkelkritiker sind alle drin geblieben, weil ihnen das zu riskant war. Da hat niemand sich selbst zugetraut, dass das nochmal bei der anderen Partei schafft. Alle sind dann da geblieben und wurden dann eben Schritt für Schritt ausgesondert. Aber das wäre ja, ist ja auch ein Karriereweg. Wenn ich jetzt nur an mich denke, egal was für eine politische Einstellung, sag ich, ich möchte, dass die Max den maximalen Status haben. Das höchste sichtbare politische Amt. Und dann überlege ich, wo gehe ich denn hin? Wenn ich jetzt z.B. in die CDU gehe, da gibt's ganz viele, die Wahrscheinlichkeit, dass die mich auswählen für ein Spitzenposten, relativ gering. Da ist ja schon mal der erste Schritt. Vielleicht gehe ich in eine kleinere Partei, beispielsweise in die FDP. Und dann stelle ich fest, die kleinere, die haben zwar weniger Leute, aber die sind auch 15 Generationen da. Da muss ich mal 10 Jahre hier Kreisverband gehen und über die Umgebungsstraße mit abstimmen. Wenn ich schnell macht will, dann gehe ich in diese neue, aufstrebende Partei. Ich habe schon ein bisschen ein ein eine Personenmarke, in eine öffentliche Awareness. Und wenn ich jetzt wechsle, dann kriege ich auf jeden Fall Presse. So, und dann bin ich in dieser neuen Partei jemand, der da zu den Top-Leuten gehörte, mit Erfahrung. Und das wiederum ist dann, ist ja quasi Ihr Profil, wenn ich das richtig sehe, zum einen, ich verstehe, dass es tatsächlich Dinge in der Sache geben könnte oder vermutlich auch gibt. Und dann aber auch die Karrieremöglichkeit zu sagen, da kann ich ganz vorne, wenn ich mich gut anstelle, spiele ich die erste Geige oder vielleicht die zweite, aber eine der der Top-Geigen, die mir hier möglicherweise verwehrt werden. Ja, also Willen, man sollte genau das mitdenken. Der berühmteste Beispiel ist Winston Churchill. Der ist im englischen Unterhaus aufgestanden, hat zur einen Seite eine Rede gehalten, sich auf der anderen Seite hingesetzt. Okay.
Wäre das, ich meine, ich frage mich bis heute, warum es keinen CDU-Mann gegeben hat, der sich den Spaß gemacht hat, der aufsteht, zum Redepult geht, eine fiese Abrechnung mit Merkel hält und dann abbiegt und sich hinten bei der AFD reinsetzt. Das wäre ja das Video, hätte in der Tat, das wäre unfassbar. Also der CDU-Mann, der das macht, selbst wenn wir sagen, wir haben von der CDU die Nase voll, wir wollen jetzt niemand mehr, wer es jetzt noch nicht begriffen hat, den nehmen wir nicht mehr, das sagen wir jetzt schon, ne? Also, wer 2025 immer noch in der CDU ist, der hat auch irgendwie einen an der Waffel. Aber wer das hinkriegt, der jetzt aus der CDU aufsteht, zum Redepult geht, im Bundestag die ultimative Abrechnung und dann einfach nach rechts geht, Frau Weidel die Hand schüttelt und sich hinten hinsetzt, ist Ding wäre ja unbezahlbar. Das wäre richtig. Das wäre aus aus PR-Sicht, das wäre quasi der neue Winston Churchill. Ohne Frage. Der würde dann bei jedem AFD-Parteitag würde er mit Standing Ovations begrüßt, weil das braucht, ne? Also, natürlich, wer, wer, wer die Eier hat, der soll es machen. Und vielleicht ist das auch ein Problem. Manchmal wünscht man sich ja in Deutschland mehr Politiker mit Eiern. Wir haben ja in Deutschland Politiker, die sind Eierlos. Also, ich, ich lache immer. Es gibt Philip Amthor, den kennen Sie oder selbst, den kenne ich. Also, genau, der hat ein TikTok-Video über mich gemacht. Also, ich bin ja recht, ich bin über Nacht zum Jüngsten da geworden, weiß ich wieso. Dann will Philip Amthor das auch machen und macht so ein Gegenvideo gegen mich. Das ist ja zum zum Schießen, ja. Also, ich muss mich ja nicht zusammenreißen, nicht irgendwie, ich will ihn nicht aufwerten, aber allein, Philip Amthor, soll doch mal in den, in den Berufsschulen oder Gymnasien seines Wahlkreises fragen, wollte lieber Party mit Maximilian Krah oder oder Politikstunde mit mir haben. Wir haben zu viele Typ Philip Amthor in der Politik. Und ein Philip Amthor, selbst der, der eher ein Konservativer ist, der hat einfach nicht die Eier, sich hinzustellen, aufzustehen, Abrechnung zu halten, sich bei uns hinzusetzen. Würde er es tun, würde er Karriere machen. Und damit wir uns richtig verstehen, das werfe ich niemand vor. Ich finde, ein richtiger Politiker braucht auch einen Sinn für Opportunitäten. Ein Politiker, der kein Willen zur Macht hat, ein Politiker, der sagt, ich will aber gar nicht aufsteigen, hey, dann verpiss dich, werd Beamter. Als Politiker musst du Willen zur Macht haben, du musst Eier haben, du musst was verändern wollen. Und ja, jede neue Partei ist eine Chance, was zu verändern. Du willst die Chance, schließ dich an. Aber du bist zu schwach. Die Chance, du willst einen roten Teppich, du willst nicht selbst zum Pult gehen und und eine Rede halten, sondern wir sollen dich quasi rübertragen. Vergiss es. Kämpfe, geh Vorleistung, spring. Wasser ist kalt. Du wirst viele Freunde verlieren. Du hast deine Verwandten, die Hälfte deiner Familie wird dich nicht mehr.
Grüßen, ne? Wenn das einer macht, wie am Tor, okay. Aber wenn du richtig Eier hast, sagst du: "Ich finde neue Freunde." Aber das hat halt keiner. Es hat keiner. Die ganzen sogenannten konservativen Maulhälten, die wir ja in der CDU hatten. Was ist ein Maulheld? Der, der große Reden hält und dann immer brav abstimmt, wenn Frau Merkel ihn einmal kritisch angeguckt hat. Keiner ist gesprungen. Keiner ist gesprungen. Am Ende haben sie die Werteunion gegründet. Dann haben sie die Werteunion gegründet. Und als die sich zur eigenen Partei gemacht hat, haben sie sich alle distanziert und gesagt: "Das wussten wir gar nicht. Das tut uns furchtbar leid." Diese Leute haben sich die ganze Zeit von sich selbst und von ihrem Mut distanziert. Ja, das sind halt leider diese sogenannten Konservativen in der CDU. Das ist eine Loser-Versammlung. Und deshalb hat keiner von denen diesen Willen. Mach und das, was was sie jetzt gesagt haben, also diesen Spaß, einfach sich hinzustellen und zu sagen: "Heute mache ich den Churchill." Churchill hatte Eier. Bitte, ich komme aus Dresden. Ja, ich habe an Churchill nichts Gutes zu finden. Der hat unsere Stadt zerschlagen. Aber Eier hat er gehabt. Herzlich willkommen. Wer wer bereit ist, Eier zu zeigen, wer bereit ist zu kämpfen, wer Willen zur Macht hat, er soll es machen. Und ich absolut, der wird, der wird seinen Weg gehen. Übrigens, der geht auch in die Gegenrichtung. Also, ich will es hier niemanden von meinen AFD-Kollegen zu irgendwas verleiten. Aber wir sind so ausgehungert im politischen Betrieb nach echten Menschen. Ist eigentlich alles geht und und es macht halt bloß keiner, obwohl die Chancen offensichtlich sind. Bin ich fürch bear ihen. Jetzt sagen sie sinngemäß, dass es in ihnen zwei Antriebe gibt. Den einen Antrieb zu sagen: "Ich habe hier ein Ideal, ich möchte etwas verändern. Wir sind noch nicht am Ideal und wir müssen so lange verändern, bis wir ideal sind." Und das andere ist: "Ich möchte gerne Karriere machen. Ich will halt, ich will halt nach oben." Und die jeder, der das nicht will, der hat da nichts verloren, weil der soll ir in irgendein am gehen. So, das sind die zwei Hauptantriebe. Ich glaube schon, dass das beim Politiker so ist. Aber bei ihn, also bei mir sicher auch. Ich, ich mach das zum einen sicherlich, habe ich viele Ideen, hab Buch drüber geschrieben über meine Ideen. Das Folgebuch mit den Zukunftzen wird es auch dieses Jahr noch kommen, 2025. Also, ich habe schon, ich möchte gestalten, ich möchte verändern. Das ist absolut klar. Aber der anderen Seite, ich genieße natürlich auch diesen diesen diesen diesen diesen Wettkampf, diese Wettkampfsituation. Also, ich raufe mich gern. Sie raufen sich gerne. Min ger bin Anwalt per Definition. Ja, ich raufe mich gern. Ich sitz gern tatsächlich sechs Stunden da bei Tilo Jung und freue mich, dass er sich die Zähne auspi, obwohl er mir so gern zeigen will, wie doof ich bin. Und er hat nicht hingekriegt. Super geil. Hat mich gefreut.
Gehen wir zurück in in diese Zeit, als sie gewechselt sind. Mit diesen zwei: "Ich möchte was verändern, ich möchte zum Ideal, aber ich will auch diese junge Partei, die ist dynamisch, die ist nicht eingefahren, ich kann da zur Spitze kommen." Dann sind sie, es ist schwierig für mich im Kopf, dass der erste große Schritt war, war das schon Europa oder war das dann Bund? Europa. Ich war mal Landesvorstand, dann ich nach Europa geschickt worden. Okay. Aber dann ist was in Europa passiert, dass quasi ihre Kollegen im Europaparlament sie ein Tag oder so nach der Wahl ir wollte sie mich nicht haben. Ja, 2024. Also, es war es war so, ich war drin, war dann Spitzenkandidat geworden 2024. Und da war es so, das Ergebnis war, also es war das beste Ergebnis der Parteigeschichte. Wahrscheinlich hätte es, wenn man den Wahlkampf etwas weniger von Streit geprägt hätte, noch mal ein 2% mehr werden können. Aber wir haben natürlich eins erreicht, dass wir das erste Mal die jungen Leute geholt haben. Also, selbst meine Feinde geben mir zu, dass mit den jungen Leuten war mein mein Werk. Und dann ist es ja üblicherweise so, der Spitzenkandidat zal, wenn die Wahl erfolgreich ist, wird dann auch Chef. Und das Ding hat man halt mit einer Blutkretche verhindert. Hat gesagt: "Oh, wir nehmen erstmal gar nicht eine neue Gruppe auf und machen alles unter uns." Das passiert eben auch in der jungen Partei, dass so Regelbrüche passieren, die man nicht hat. War ich nicht drauf vorbereitet, gebe ich auch zu, dass mich das enttäuscht hat. Aber das muss man hinnehmen. Also, Politik ist nicht gerecht. In der Politik kann man nicht warten, nur wen man einen Erfolg hat, kriegt man auch was dagegen, sondern es es gibt eben auch einfach Rückschläge. Es gibt Misserfolge. Und die Herausforderung besteht darin, lächelnd weiterzumachen. Lächeln weiter zu machen ist ja eine Option. Die andere Option ist, sich möglicherweise die Abrechnungsrede zu machen und sich an z and. Das mü nicht, aber das wird aber aber aber wo ich eigentlich drauf hinaus will, ist sie waren da Spitzenkandidat, sie haben das Ding nach Hause und sind ausgegrenzt worden. Ja, von der ges ganzen Politik, weil sie sind ja AFD. Sie gehören zu diesem Mob der AFD. Und in diesem, nennen wir es mal Mob AFD, in der Gruppe der AFD sind auf einmal da wieder hat sich ein Submob, um das mal so zu formulieren, gebildet. Gesagt: "Kra, also der geht ja mal gar nicht." So, was haben Sie falsch gemacht? Oder haben Sie überhaupt was falsch gemacht? Weil ihr ihre quasi der eine, die eine Motivation ist ja das das Ideal zu verfolgen und das nächste ist Karriere zu machen. So, da hat irgendwas dieses Karriereding offensichtlich beschädigt. So, aber es war, es war es dann das Ideal, wo sie haben. Also, haben sie ein Fehler gemacht? Ja, sicher habe ich ein Fehler gemacht. Das sowas darf nicht passieren. Also, ich war war sicher in irgendeiner Form war ich unvorsichtig. Ich habe einfach das die Dynamiken, die sich da an Gruppenbildung, an Subgruppenbildung, die ist mir entgangen. Also, da hätte ich das hätte ich ahnen müssen, dass da sich was zusammenbraut. Ich ging wirklich da davon aus, wenn man das Ding nach Hause schaukelt, wenn man Erfolg hat, wenn das mit den jungen Leuten vor allen klappt, dann ist man dann ist der Erfolg so groß, dass dass sich dann niemand dagegen wendet, dass man einfach sagt: "Okay, er mag anstrengend sein, er mag uns viel zumuten, aber das funktioniert. Das können wir jetzt nicht eigentlich den Wählern und auch den Unterstützer der hat zumuten, dass wir ihn Kat stellen." Und das Ding hatte ich nicht erkannt. Die Gefahr habe ich nicht erkannt. Warum haben die das gemacht? Ich denke einfach, man musste, man wollte sich dieses, man wollte es alleine weiterlösen. Ich bin halt jemand, der Veränderung möchte. Ich möchte auch beiin Veränderung. Und die Position mir zu geben, von der aus ich dafür hätte weiter pushen können, das war nicht gewollt. Sondern es war jetzt einfach gewollt, dass jetzt Ruhe reinkommt und das eben so ein Troublemaker, vermeintlicher Troublemaker wie ich, jetzt eben erstmal auf die Ersatzbank gesetzt wird, wie es dann so schön hieß.
Die Ersatzbank ist ein schönes Bild. Sie haben damals, glaube ich, im Interview gesagt, dass die 900.000 Leute, die in der SS waren, nicht alle Verbrecher waren. Ich glaube, das war das. Ich habe gesagt, die Geschichte war so, die Journalistin fragte mich: "Sie haben gesagt, unsere Vorfahren waren keiner Verbrecher." Da sagte ich: "Ich habe einen Vorfahren, da war bei der SS. Gilt das auch für mich?" Und dann wusste ich, das wird es eine gefährliche Situation und habe mich gerettet mit der Aussage. "Da haben sie denn mal geprüft, was der getan hat?" Dann sagte sie: "Muss ich das?" "Ja, aber er war bei der SS." "Glaube trotzdem, sie müssen prüfen, was er getan hat, denn ich werde jetzt nicht sagen, dass jeder, der dabei war, ein Verbrecher gewesen ist." Das war die Gesprächssituation. Ja, ich, ich bleibe dabei. Sie müssen also die Organisation als solche, die SS ist eine verbrecherische Organisation, darüber m nicht reden, dass ja festgestellt worden. Äh, das ist auch, also habe ich überhaupt noch nie bestritten. Aber jetzt jeder einzelne, sie müssen trotzdem Schuld individuell nachweisen. Ich glaube, sie müssen Schuld individuell nachweisen. Und das gilt auch, wenn sie in der damaligen Zeit bei einer verbrecherischen Organisation mitgemacht haben, müss muss man individuell trotzdem noch die Schuld nachweisen. Daran halte ich fest. Das ist im Übrigen nichts Außergewöhnliches. Das ist also die Praxis der deutschen Rechtsprechung. Das ist auch die Praxis der Alliierten in den Nürnberger Prozessen gewesen. Auch die haben gesagt, die Organisation ist verbrecherisch, aber individuelle Schuld muss trotzdem nachgewiesen werden. Und das ist dann hochgezogen worden. Aber in der Sache habe ich da nichts zurückzunehmen. In der Sache finde ich, wenn man das logisch und versucht emotionslos durchzugehen, sagen pass auf, wir haben eine Organisation mit 900.000 Menschen, die sich möglicherweise freiwillig, muss man weiß nicht, ob mehrheitlich freiwillig, ein sind einige sind eingezogen, aber mehrheitlich freiwillig, mehrheitlich freiwillig für etwas gemeldet haben. Ähm, und dass diese 900.000 Leute alle Verbrecher sind, also quasi Verbrecher im Sinne strafgesetzb, scheint mir egal bei welcher Gruppe niemals valide sein zu können. Selbst wenn ich sage, es sitzen 20.000 Leute in deutschen Gefängnis, keine Ahnung, wie viel drin sitzen, zu sagen, dass wirklich alle Verbrecher sind. Also, man weiß ja, es gibt beispielsweise Fehlverurteilungen. Das weiß man bei 0,x Prozent. So, dann kann man sagen, okay, die nehmen wir mal raus. Aber es gab in Lateinamerika, glaube ich, diesen, jetzt vor einiger Zeit, ich weiß nicht mal, wie wie heißt, diesen Staatsführer, der alle Gangmitglieder als Ecuador, ich weiß es nicht, ja, alle gesagt, pass auf, alle Leute, die Mitglied der Gang sind oder Gang-Tattoo haben, die kommen pauschal ins Gefängnis. So, da würde man aus unserem deutschen Rechtsverständnis sagen, und der hat damit das das die Mordrate von der höchsten auf die niedrigste der Welt gigantisch, kann man plötzlich hinfahren. Ich weiß, gigantisch erfolgreich. So, und da würden wir aber aus, oder sagen aus unserer deutschen westlichen Perspektive, um Gottes Willen, du kannst doch nicht alle Mitglieder der Gang, du weißt doch gar nicht, was die gemacht haben, du kannst sie nicht ins Gefängnis stecken. Das sind doch nicht alle Verbrecher. So, wenn wir das aber auf unsere e, also, wenn wir das neutral uns loslösen und wir sagen, dass es da in Lateinamerika so war und nicht alles Verbrecher sein, wenn wir das aber auf unsere eigene Geschichte anwenden, dann scheinen wir irgendwie emotional befangener zu sein, weil das irgendeine Gruppe von 900.000 Leuten. So, aber trotzdem, wenn wir da in in der Sache rein, in der Sache emotionslos bleiben, selbst bei ihren eigenen Leuten auf die Füße gefallen, dass die gesagt haben: "Gottes Willen, der Kreis so schlimm, sowas würden wir niemals sagen." Ist das wirklich so? Das ist nur vorgeschoben. Es war vorgeschoben. Also, zunächst noch mal, bei den lateinamerikanischen können noch mal anschauen. Er macht es ja nicht, um sie zu bestrafen, sondern er macht es aus Prävention. Er sagt einfach, um das zu befrieden. Da kann man das sogar mit unserem Rechtsverständnis, mit ganz viel Mühe, ohne dass ich jetzt hoffe, dass ich jetzt morgen dafür gleich wieder ein auf dem Deckel kriege, wenn ich sage, also, da würde ich mir bei einer guten Glas Rotwein, würde ich mir da sogar ein juristisches Argument ausdenken können. Aber noch mal zu dem zu dem Thema zurück. Also, ähm, wir messen ja in Deutschland mit zweierlei Maß. Und das berühmteste Beispiel ist natürlich immer Günther Grass. Günther Grass war ja ein freiwilliger, freiwillig bei der SS. Und wir haben in Lübeck ein Günther-Grass-Haus. Und nach wie vor tingelt die gesamte linke Kulturschickeria dahin und und huldigt Günther Grass. So, und und ich wehre mich dagegen, dass das, also bei Günther Krass gilt, aber jetzt nehmen wir mal an, wir haben und so ein Armen 16-Jährigen Teufel, der völlig fanatisiert 1944 dazu überredet wurde, dazu unterschreiben. Und das das das Beispiel, das berühmte Beispiel war, und zwar ist Helmut Kohl mit Ronald Reagan 1984 waren die in Bitburg an der Eifel auf dem Soldatenfriedhof. Und da gab's, da lagen tote Amerikaner und tote Deutsche Ende des Zweiten Weltkriegs. Und die wollten Kranz gemeinsam ablegen. Das war Kol's Bemühung um Versöhnung. Und dann stellt stellte man fest, dass aber von den Deutschen, die da lagen, ein paar esler waren. Alles, man hat das dann geprüft, wer da ist, alles so 16, 17-Jährige arme Jungs. Und am lautesten aufgeregt gegen Kohl hat sich ausgerechnet der Grass. "Dürfe da nicht hingehen." Das Fin ich unanständig, weil der Grass auch lien können. Er war ja auch einer von den. Aber der Grass hatte damals sein SS-Coming-Out, glaube ich. Das ist ja erst irgendwie vor 10 oder 15 Jahren. Ganz genau. Der hat also so getan, als wenn er jetzt als völlig unabhängiger richte, dann hätte er das Coming-Out schon gehabt. Hätten gesagt: "Was bist du für ein Ferkel?" Und das ist die, ich glaube, das ist dieser, das ist diese Verlogenheit, die wir in Deutschland bei der Diskussion haben. Ja, arme Kohl wollte einfach nur ein Versöhnungszeichen setzen und hat gesagt: "Okay, da liegen halt ein paar 17-Jährige, die die falsche Uniform hatten, aber das ist diese 17-Jährige." Also, man hat geguckt, da war keiner dabei, wo man wusste, da liegt wirklich was nachweisbar vor. Und der Grass, der selbst dabei war, der Kohl war nicht dabei, aber der Grass war dabei. Und der da dabei war, der wirft dann dem Kohl die Geste zu Leuten vor, die in derselben schlechten Lage waren wie er damals. Und diese Verlogenheit, die wir uns leisten, die passt mir nicht. Das kann sein, dass es ein Vorteil ist, dass ich aus dem Osten komme. Bei uns lief das ja mit der NS-Aufarbeitung auch ein bisschen anders als im Westen. Das war ja eher schematisch. Das möchte ich einfach nicht machen.
Zurück zu mir. Es war so, die Marine Le Pen vom RN wollte die AFD loswerden. Das will seit zwei Jahren. Das wusste ich auch. Auch regelmäßig in in Berlin mitgeteilt. Passt bitte auf, die Franzosen sind nicht unsere Freunde. Und jetzt hatte sie dank meines Interviews den Vorwand. Und da muss man sagen, in der Tat, dumm gelaufen. Das hätte ich mir mal schenken können. Wir haben ihren Vorwand geliefert. Es ist völlig egal, ob ich Recht hatte in der Sache, aber die sie hatte jetzt ein Vorwand. Und dann hatten meine parteiinternen Gegner den Vorwand zu sagen: "Völlig egal, ob du Recht hattest, du hast den Vorwand geliefert, dass wir ein Nachteil haben." Wenn ich diesen Vorwand nicht geliefert hätte, hätte jemand anders den Vorwand geliefert, der die Frau Le Pen hätte sich von der AFD getrennt. Aber das ist, hätte hätte Fahrradkette. Ich habe etwas sachlich Zutreffendes zum falschen Ort gegenüber der falschen Person gesagt. Und einer und Frau Le Pen hat genau das ausgenutzt, um etwas zu erreichen, was sie ohnehin getan hätte. Das ist alles richtig. Es ändert nichts daran, dass am Ende ich lusslich die Möglichkeit dazu eröffnet habe. Das ist unbestritten. Der Fehler ist unbestritten. Und von daher war es dann eben leicht, mir mal ans Schienbein zu treten. Das gefällt mir natürlich nicht, weil ich genau weiß, dass ich in dem Fall, ich habe nichts Falsches gesagt, ich habe es am falschen Ort, zur falschen Person. Aber an sich war es einfach so, dass alle schon gierig darauf warteten, dass irgendwas kommt und sie es ausgenutzt haben. So ist Politik. Das gehört einfach dazu, dass man weiß, es ist nicht immer gerecht. Und man kämpft anschließend erstmal ein Jahr um diese sinnlose Situation wieder gerade zu rücken, indem man sagt: "Pass auf, ich habe nicht die verbrecherischen Charakter des Nationalismus gelen, um Himmels Willen. Ich habe mich über individuelle Menschen, über Günther Grass geäußert. Zweitens, das Ding ist ein Vorwand gewesen. Und drittens, ja, das war kommunikativ dämlich, aber es war mit Sicherheit keine Reinwaschung oder ich bin völlig unverdächtig der Sympathie für der Nationalsozialisten." Sagen meine Gegner. Das ist einfach einer der Sachen, an den jetzt knabbere. Und das wird mich jetzt noch ein halbes Jahr verfolgen. Und danach gibt's halt die nächste Sau drauf. Getrieben wird da muss ich mit leben.
Das heißt, sie haben da ein N mal diplomatischer Fehler gemacht, aber kein Fehler in der Sache. Das heißt, ihr das der ideale Maximilian Krass, Entschuldigung, hätte gesagt, hätte diesen Halbsatz nicht gesagt. Ich werde jetzt nicht sagen, dass sie alle, sondern hätte einfach zu richtigen, zu richtigen in dieser Sekunde einfach kurz inne gehalten und gesagt: "So, prüfen Sie es mal individuell." Und jetzt ändern wir das Thema. So, das heißt, das, was man den Politikern ja immer nachsagt, dass sie so um Themen rumtanzen, hätte ich machen müssen. Ja, machen die ja nicht offensichtlich, weil die so doof sind, sondern weil die konstant überlegen, das nächste Wort, der nächste Halbsatz, den ich jetzt sage, kostet mich das mein Kopf. Zwei Dinge, ja, das gibt es. Aber es gibt auch die, die einfach nicht wissen, wovon sie sprechen. Also, es gibt zwei Sachen. Sie, ich k, wir können auch über über Sachen reden, wo sie nicht weiter reden wollen, weil sie wissen, hier ist mein Wissen vorbei. Und es gibt das, wo sie sagen: "Wenn ich jetzt die Wahrheit sage, kriege ich Ärger." Also, berühmtes Beispiel, Donald Trump wurde gefragt, wer hat Nord Stream gesprengt? Und daraufhin war seine Antwort: "Wenn ich das beantworte, dann würde ich meinem Land schaden. Ich sage aber, die Russen waren es nicht." Berühmtes Zitat von Donald Trump. Grandios, grandios. Ja, der wusste genau, jetzt höre ich auf. Und er hat einfach in dem Moment, wo er es nicht gesagt hat, trotzdem alles gesagt. Also, das ist so, wie man es machen muss. Nicht so, wie ich in dem auf der anderen Seite gibt's auch die, die einfach keine Ahnung haben. Und das große Ding ist aber, ich wünschte mir mehr Politiker, dies auch mal sagen. Weil wir diese politische Kommunikation, wo nie was ausgesprochen wird, ist furchtbar. Wissen Sie auch, das vielleicht das schönes Beispiel. Ich bin nach dieser Geschichte, hatte ich einen Auftritt in Oranienburg im Landtagswahlkampf in Brandenburg. Das habe ich mir deshalb gemerkt, weil der Platz war über 50% voll mit sehr jungen Leuten. Sehr jung. Habe ich auch in der Häufigkeit selten. Und da ist ein Mädchen zu mir gekommen, die schätze sich auf maximal 14. Die sagt zu mir: "Herr K, Sie sind mein Vorbild." Und wissen Sie warum? Es ist so eine Sache, wo man dann als Politiker auch mal still wird. Und dann sagte sie: "Ich habe sie genau beobachtet. Sie haben noch nie zurückgezogen, wenn sie angegriffen wurden." Das stand vor da war ich auch sprachlos. Lass also, ja, ich habe dafür bezahlt, dass dass ich dort unvorsichtig gewesen bin. Ich habe bezahlt. Ich zahle immer noch. Aber wir müssen uns auch angewöhnen und auch Politiker müssen sich angewöhnen, eben auch mal was zu sagen. Dass sie nachher Dräsche bekommen, dann muss man sagen: "Pass auf, ihr werdet gut bezahlt. Das ist eben auch das Schmerzensgeld dafür, dass ja mal mitial Dräsche bekommt. Das ist da inkludiert. Kein Mensch muss doch den Politikern sagen, du wirst jetzt Politiker, damit dich alle lieben. Also, wenn mich alle lieben würden, würde ich was falsch machen. Es ist Teil des Pakets, dass man auch mal gegriffen wird und Dräsche bekommt. Das das wahrscheinlich das dümmste denkbare Thema gewesen ist, dass ich mir da ausgesucht habe, auch noch nicht mal ausgesucht und reingestau bin. Herr Gott, alles drauf. Ich sage, dann bekomme ich jetzt wenigstens Strafe für meine Dummheit. Aber dieses ständige, wenn ich das sage, was passiert dann? Herr Gott, sag's doch einfach. Hört doch mal mit dieser Taktiererei auf. Wir retten das Land nicht mit Taktiererei, sondern wir müssen mal Tacheles reden und nicht zu dem historischen Thema, aber wir müssen Tacheles reden. Sie sagen nicht zu dem historischen Thema Tacheles reden. Das historische Thema, sie Nazizeit, sie würden doch nicht, sie sprechen n nicht auf nicht nicht zur Nazizeit, sondern sagen, das historische Thema, das ist ja schon wieder eine politische Form. Ich hab eins, ich habe mir den Spaß gem. Ich habe irgendwann mal überlegt, wie kann ich Politik am besten unters Volk bringen? Ich habe jetzt dieses Buch geschrieben: "Politik von Recht". Das ist ein ganz einfach lesbares Sachbuch. Ich hatte vorher einen Roman geschrieben, der ist auf meinem Computer, ist sehr lang, viel zu lang, wo wir das Ding Spiel, wo ich versuche, solche Themen spielerisch in Dialogform aufzuarbeiten. Und einer der Themen ist eben genau diese Sprachlosigkeit über die Familiengeschichte. Also, der Plot besteht darin, dass ein junger Mann feststellt, dass sein Vater, der ein Kommunist war, nicht über sein Großvater redet. Und er dann im Nachlass die Todesnachricht bekommt, um Großvater 4 als Waffen-SS-Eskort. Und dieses ganze, er dann in der Aufarbeitung seiner Familiengeschichte, er zum ersten Mal Alben sieht und sich mit Leuten unterhält, einfach merkt, dass er da nicht weiterkommt. Diese, das ist ja schon ein Problem, dass wir in Deutschland haben, dass wir sprachlos sind über unsere Geschichte. Wir, wir, wir tun uns alle furchtbar schwer damit. Also, wir kommen kollektiv, aber auch individuell, ist eigentlich irgendwie, wir kommen nicht so richtig vor 45. Da kann man sagen, das brauchen wir auch nicht. Aber wir schneiden uns ja dann auch von den Sachen vor 33 oft ab. Und das deshalb sind diese Diskussionen auch immer so schrecklich. Me, wir sind hier in Köln. Gucken sich mal die Kölner Altstadt an. Die istind wirklich bemerkenswert hässlich wieder aufgebaut worden nach dem Krieg. Wenn Sie sich jetzt hier hinstellen würden und sagen: "Lasst uns doch mal zwei Straßenzüge historisch wieder aufbauen." Das haben wir in Dresden gemacht. Sie hätten sofort eine Nazi-Diskussion. Man würde sofort sagen, dass sie die dunklen Geschichte, dunklen Teile der Geschichte, äh, weg, weg diskutieren. Wen, wir hatten diese Diskussion in Frankfurt. Da ist ja die Altstadt zum Teil wieder aufgebaut worden. Da gab es auch furchtbare Diskussionen. Also, jede Diskussion, die wir in Deutschland führen, dann kommt irgend so ein, so ein, so ein Argument, Geschichtsargument, und dann ist die ganze Diskussion ist vernichtet. Es gibt ja diesen Witz: In jeder Diskussion kommt am Ende einer, der ein Hitler-Vergleich bringt. Das ist immer der Verlierer, ne? Wie heißt das? Gib so ein Gesetz, so ein englisches, amerikanische Nummer. In jeder Diskussion kommt am Ende einer, gleich, wir sind sprachlos. Nur das Ding ist ein so dickes Brett, es ist so schwer, dass ich tatsächlich glaube, die Möglichkeiten der politischen Rhetorik reichen nicht, um durchzukommen. Aber die Kunst müsste es wagen. Wir sollten uns dem Thema ästhetisch widmen, mit Romanen, mit mit Filmen, mit Ausstellungen. Vielleicht brauchen wir erstmal ästhetischen Zugang, dass wir darüber reden können, wie wir dann wieder politisch darüber reden können. Denn eins habe ich n gelernt, wenn ich politisch darüber rede, werde ich verprügelt. Dann reden wir halt vielleicht mal künstlerisch darüber. Aber wir müssen früher oder später in Deutschland mal da diese Sprachbarriere durchbrechen. Das glaube ich schon, dass dass das schwer ist. Und das ist etwas, was ich lernen musste, denn wie gesagt, in im Osten war das weniger problematisch. Im Westen ist es unheimlich tabuisiert.
Sinngemäß verstehe ich Sie wie folgt: Dass wir irgendwie das Gefühl haben, Deutschland nach vor 45 oder bis 45, das war alles schrecklich. Da war der Teufel, Hitler war der Teufel. Und der hatte eine riesige von Nebelteufeln, die das Land der unschuldigen und irgendwie dummen regiert haben, weil irgendwie haben die in der Macht gewählt. Aber es gibt quasi eine Teufel-Elite, die das alles gesteuert hat. Davor war alles schrecklich. Also, davor waren die irgendwie dumm, sonst hätte das Hitler ja nie nie geschafft. Genau. Ich bin heute voll klug, weil ich weiß, dass Hitler der Teufel war. Und ich lebe in einem der wohlhabendsten Länder der Welt, was 1946 eins der zerstörtesten, ärmsten Länder der Welt war. Und irgendwie haben wir es geschafft, in den letzten, ich sag mal, in 30 Jahre nach kompletter Zerstörung, aus dem Nichts, aus dem Leeren, aus dem Krieg sozusagen ein Land aufzubauen, was zur ökonomischen Weltelite gehört. Wir haben mal, ja, ja, Goethe war Deutscher, war ganz lange, lange her. Und was wir tun, ist, wir verteufeln diese Nazi-Zeit und wenden quasi den Teufel auf die gesamte Bevölkerung und deutsche Kultur vor 1945 an. Und das sagen Sie, scheint nicht sinnvoll, weil irgendwie haben wir ja was, es gab ja gute Dinge. Und dagegen steht quasi dieses: "Heute wissen wir es besser. Der drüben waren Nazis und die, die war Nazis, Nazis sind böse Menschen." Deswegen sind auch 900.000 Leute in der Waffen-SS Verbrecher. Alle, die in waren, waren alle Verbrecher automatisch. Und wenn ich selbst die Historie angucke, dann gab es halt Anne Frank und Schindler. Und ich kann mir heute überlegen, wer ich eher Anne Frank oder wäre ich eher Schindler. Diese beiden Möglichkeiten gibt es. So, weil die anderen 99,99999% alles Kur-Verbrecher und die waren nicht so wie ich, denn ich bin ein guter Mensch. So, das das scheint mir auch etwas, irgendwas ist da noch so. Und dann sagen Sie, im Osten war diese Aufarbeitung anders als im Westen. Was ist da anders gewesen? Wie im Osten ist es so, man hat einfach, also, es gibt einen berühmten Satz von Josef Stalin, der lautet: "Die Hitlers kommen und gehen, das deutsche Volk aber bleibt." Kluger Satz. Das ist also, ich, ich, ich muss mich immer beherrschen, dass ich nicht irgendwie mal nach drei Glas auf der Parteiversammlung vor wir sollten den Marmor irgendwo hinweisen. Ja, dann bin ich auch weg. Aber das heißt, man hat gesagt, das deutsche Volk, in deutsche Geschichte ist eigentlich gut, aber die bösen Faschisten haben es gekapert. Jetzt haben wir dank der Roten Armee die Faschisten vertrieben. Die sind es alle im Westen. Und wir sind jetzt wieder das gute deutsche Volk. Das heißt, also, der ostdeutsche, das ist natürlich auch stark vereinfacht, aber der ostdeutsche hatte zun nächsten Mal kein schlechtes Gewissen mit der deutschen Geschichte vor 33. Das hat er nicht gehabt, weil die vertrieben worden sind. Also, die Faschisten, die kamen irgendwie und waren wieder weg. Und an sich war das immer eine gute Geschichte, außer eben diese 12 Jahre, wo man aus Versehen unter die Herrschaft dieser bösen Faschisten, die wahrscheinlich von Außerirdischen geschickt wurden, kam. Ja, und die man das den Westen vertrieben hat. Aber man hatte mit der deutschen Geschichte vor 33 null Probleme. Die wurde natürlich bisschen rot eingefärbt und die Kommunisten wurden wichtiger gemacht, als sie waren. Und sorry, vor 33 oder vor 45, vor 33 und dann zwischen 33 und 45 war man halt unter die Räuber gefallen, okay. Aber davon hat er unter der Rote Armee befreit, selbstverständlich zusammen mit deutschen Antifaschisten. Und das Ding war dann sauber. So, und das heißt, das Volk war sauber. Das Volk. Und es gibt er gibt so eine, so eine wunderbar schöne gut-schlecht-Teilung. Die schlechten sind rüber gegangen oder die haben wir vertrieben. Genau. Die kamen quasi von Außerirdischen und haben wir wieder vertrieben. Es von Außerirdischen. S aus Wien. So, die Österreicher. Aber wir sagen auch nicht Österreicher, sondern es waren halt kam von woanders. Und die haben uns gute Menschen gekapert. Dann sind wir jetzt im quasi die die guten roten gegen. Und wir sind so gut, dass wir eine Mauer um uns rumbauen. Und jeder, der antifaschistischer Schutz, jeder, der abhauen will, den erschießen wir. Hab wir dann wieder weggelassen, den Teil hat man den Kommunisten nicht abgekauft. Also, das war die kommunistische Erzählung. Aber die Leute selbst waren nicht mit Vorwürfen konfrontiert. Also, sie haben den historischen Teil haben sie den Kommunisten abgekauft. Und dann bei der Mauer haben sie geschimpft. Man hat d quasi noch mal ein extra Filter drauf gesetzt. Aber man hat natürlich im in in, ich bin in Dresden aufgewachsen. Also, die Zerstörung der Stadt Dresden wurde auch in den Schulunterricht als bitteres Unrecht dargestellt. Bitteres Unrecht mit allem, was dazu gehört. Mit mit am 13. Februar liefen die Schulklassen zur Gedenkveranstaltung. Also, völlig klar. Und dann kam die Wiedervereinigung. Und dann änderte sich das langsam. Und da gab's auch Diskussion darüber. Also, ich weiß, der sächsische Justizminister Heitmann, der insofern erwähnenswert ist, weil er sollte no Bundespräsident werden, wehent dagegen gekämpft, dass sich sein erinnern hier nicht nehmen lassen wird und so weiter. Der ist da nicht Bundespräsident geworden, auch deshalb. Ah, verrückt. Das heißt, aber das ist in Sachsen haben wir da eine ganz andere Herangehensweise. Und von daher, ich habe mich dann in dieses, ich habe dann ein sehr quasi westdeutsch geprägten Geschichtslehrer gehabt, der ließ mich in der EN Klasse eine Facharbeit über den Historiker Schre, schreit schreiben. Ich war geschichtlich interessiert. Sagte: "Pass auf, für dich ist das Thema der Historikerstreit." Das ist der Historikerstreit war eine Diskussion in in den 80er Jahren, ob der Holocaust einzigartig ist oder nicht einzigartig. Hat dann z Ergebnis geführt, dass er einzigartig. Also, er wollte das verstärken. Und sagte: "Du bist der Richtige, mit dir fange ich jetzt mal an." Anofern habe ich mich relativ früh in diese, auch in die Originalquellen eingearbeitet, äh, wie man im Westen über diese Geschichte dachte, über die Vergangenheit dachte. Dann auch gelesen, die Ansichten eines Clowns von von Böll. Das ist ja die, diese westdeutsche Art und Weise damit umzugehen. Und das war aber im im und dadurch kenne ich das auch. Und das ist auch, man hat so den Eindruck, je länger der Nationalismus vorbei ist, umso härter urteilt man ja auch. Und ich glaube, ich will jetzt nicht zurück zu der doch sehr einfachen, holzschnittartigen Methode des Ostens, um Himmels willen. Ja, aber zur Zeit sind wir blockiert. Und und das, das kann ich ja nun wirklich sagen, dass wir blockiert sind. Wenn so eine harmlose Aussage: "Günther Grass war kein Verbrecher", dazu führt, dass ich Jahr lang quasi auf die Ersatzbank geschickt werde, das ist finde ich unangemessen. Und ich glaube, wir sollten gucken, wie wir da wieder sprechfähig werden. Und ich weiß jetzt aber eins, mit politischer Kommunikation schaffen wir das nicht. Deshalb war eben mein meine Hoffnung, man können es vielleicht mit der Kunst schaffen.
Okay, was ich daraus mitnehme, ist im Westen sagen wir, die Ossis sind halt doof. Die sind halt einfach doof. Und die sind tendenziell irgendwie Nazis. Und wir, das Narrativ im Westen ist, obwohl die Ossis ein ganz geringen Ausländeranteil haben, sind die viel rechter und nazimäßiger als wir. So, der Grund ist, die kennen die Fremden einfach nicht. Und wenn die das mehr wüssten, dann wären die weniger Nazis. Und wir haben im Westen gelernt, Nazis sind das personifizierte Böse. Und ist relativ einfach. Adolf Hitler war der Teufel. Und jetzt versuchen wir so anders wie möglich, wie Adolf Hitler. Wir rennen da so weit wie möglich weg. Das heißt, wenn jetzt jemand kommt, der so ähnlich aussieht wie Hitler, wenn Sie jetzt ein Bärtchen hätten, dann wären Sie absolut unwählbar. Absolut. Wobei selbst nach meinen Maßstäben, also das nötig hat. Aber sinngemäß ist es quasi, das Gute ist das, was am weitesten von Hitler weg ist. Und je weiter ich davon weg gehe, desto besser bin ich, weil da ist das Gute. So, das heißt aber, dass der Trick ist, und das Sie haben völlig Recht, nur wenn man das macht, setzt man den Nationalsozialismus wieder absolut, nur halt negativ. Absolut ist doch bescheuert. Wir müssen den Nationalsozialismus endlich mal, der ist weder das ab, der darf nicht absolut sein. Er darf nie in absoluter Maßstab sein, sondern wir brauchen absolute Maßstäbe des schönen, wahren und guten. Und wir dürfen nicht uns quasi sagen, das schöne, wahre, gute ist gleich Nationalsozialismus minus davor, sondern wir müssen sekass mich versuchen, mein Gedankengang zu ordnen. Also, wir hatten im Osten.
Die oder das Narrativ. Die Nazis, die waren gar nicht von uns, sondern die sind von von Außerirdischen gekommen. Deswegen war die Zerstörung von Dresden ganz, ganz schrecklich. Dass die Nazis haben das halt waren die Ursache, aber das war unser schönes Dresden. War unser schön. Deswegen die bösen Nazis, wir haben quasi keine historische Schuld.
Ilse, die Hitlers kommen und gehen. Deutsche Volk, aber bleibt. Sekunde. Das heißt, im Osten, da waren dann die Nazis weg und es ist nicht unsere historische Schuld. Dagegen im Westen war es das absolute Gegenteil. Wir sind an allem schuld und Hitler ist das Böseste und wir müssen einfach, das ist auch absolut klar, dass der böse war. Was für Idioten haben den damals gewählt? Was für Idioten waren in der Partei? Was für Idioten waren in der SS? Ich bin viel besser. Ich habe verstanden, Hitler das absolut Böse und ich renne so weit wie möglich davon weg. Deswegen das klare Bild im Westen: Rechts ist böse.
So, und das haben wir in einer, aus meiner Sicht, derartigen Ignoranz getan, dass wir selbst die Geschichte im Osten vergessen haben, wo dann ja auch ein Schreckensregime mit einer Stasi und Selbstschutzanlagen an den Grenzen und so. Das, das haben wir ja alle, also nicht alle alle, aber ich habe das noch erlebt, dass es das gab zu meiner Lebenszeit. Zur Lebenszeit meiner Eltern war das das ganz normale Bild. Es gibt zwei Deutschlands: Ost und West. So. Und aber ganz rechts ist böse. So. Und ganz links hat die eigenen Leute an der Grenze erschossen. Aber dieses ganz rechts einfach böse und je weiter wir davon weggehen. Dieses Bild hat sich nicht aktualisiert, sondern wir wissen: Hitler böse, aber irgendwie auch DDR böse. Aber im Zweifel nicht rechts. Hauptsache, ich bin nicht rechts. Und wenn ich, wenn ich quasi öffentlich sage, ich bin nicht rechts, heißt das nichts anderes, als ich bin ein guter Mensch. So.
Und jetzt kommen sie und schreiben ein Buch, wo drin steht, rechte Politik und sie sagen, ich bin rechts. So. Warum machen sie das? Weil wir durch diese Provokation das aufbrechen können. Wir müssen uns aufbrechen. Wir, das ist ungesund. Sie haben es, sie haben es fantastisch zusammengefasst. Das ist genau die Denkweise, gegen die wir anrennen. Aber wir sehen ja, wohin sie führt. Sie führt dazu, dass wir nicht mehr imstande sind, über die entscheidenden Zukunftsfragen unseres Landes auch nur zu reden. Dieses, alles was wir reden, wird kaputt gemacht durch diesen moralischen Diskurs. Jede Fachfrage moralisieren wir und sagen, nee, das ist jetzt aber rechts. Rechts ist böse. Deshalb diskutieren wir nicht. Wir können überhaupt nicht mehr reden. Und deshalb ist das Land auch so blockiert. Und es hat eben Politiker, die ohnehin gar nicht mehr reden können. Aber ja, auch ich meine, wir haben hier in Köln den, den, den, den einzigen Fernsehphilosophen, den ich kenne, das ist dieser David Precht. Precht. Precht. Precht. Der versucht es ja hin und wieder homöopathisch mal. Selbst der kriegt ja dann, wenn er was, irgendwas sagt, was nicht Mainstream ist, wird er selbst, der sofort nicht mehr argumentativ gestellt, sondern man beschimpft ihn. Also, weil er gegen den Russlandkrieg in der heutigen Form war, war Putin verstehe. Dann hat er die Presse, äh, die Medien hat er kritisiert, weil sie, wo, äh, weil sagt, dass das Spektrum ist zu eng. Dann haben sie ihm wieder, sobald er mal etwas anspricht, Sachthema und er ist nicht Mainstream, was er ja oft genug ist, wird er auch nicht mehr sachlich mit ihm diskutiert. Selbst er kommt nicht durch mit Themen. Und wir können bei immer mehr Themen nicht mehr ordentlich zur Sache diskutieren, weil immer ein moralischer Diskurs kommt. Mit dir rede ich nicht. Du bist der Rechts. Du bist Nazi. Bist jetzt auch einer von denen. Wir haben bei Corona nicht diskutieren können. Wir, wir können bei dem Russlandkrieg nicht diskutieren. Wer bei Russlandkrieg andere Meinung? Wer bei Corona anderer Meinung ist, ist ein Schwurbler. Wer bei Russland anderer Meinung ist, ist ein Putin-Troll. Wir, wir gehen es alle von X raus, anstatt die Chance zu nutzen, geht man es eben von X raus, weil man will ja nicht bei Musk sein. Wir schämen uns, dass wir Tesla fahren. Also, ich fahr kein Tesla, aber es gibt Leute, die schämen sich für Tesla. Ist doch völlig lächerlich. Und das muss überwunden werden. Und ich glaube, das erste, was ich sage, ist, dass ich jetzt eben mir die Eier nehme und sage: Ja, ich bin rechts. Dann streit mit mir. Und dann sollen die Leute noch mit mir streiten. Das nehme ich in Kauf. Den Spaß mache ich mir. Da habe ich eben Freude daran, mich zu zoffen. Und deshalb bin ich ja auch hier. Um das klar zu machen. Das, was Sie genau richtig beschrieben haben, diese, diese Denkweise. Wir setzen den Nationalsozialismus das absolute Negativum und alles ist eine moralische Frage. Dass wir uns davon entfernen, dass wir mit den heutigen Herausforderungen mal sachlich, nüchtern, argumentativ umgehen. Wo wir rauskommen, ist mir völlig egal. Ich will ja nur, dass wir anfangen mal zu streiten und zu diskutieren. Und es gibt von dem alten Arthur Schopenhauer gab's den schönen Satz, der das vorweggenommen hat: In Deutschland ist alles ein Tabu, außer Sex. Wir können über alles, wir können nichts reden, aber über Sex kann man reden. Das ist alles liberal. Aber alles andere, alle politischen Fragen sind tabuisiert. Ich sehe das auch so. Es ist, es ist eigentlich, es ist alles ein Minenfeld. Und es ist an der Zeit, dass mal mit dem Schlepper durchfahren und die Minen hochgehen lassen, damit wir mal wieder reden können. Wir müssen diskutieren. Wir müssen streiten. Wir müssen Meinungen zulassen, die uns absurd erscheinen. Und wir müssen den Mut haben, so hinterfragen: Wie meinst du das? Wenn dann nichts kommt, kann man auch sagen: Hau ab, du Spinner. Aber wir müssen auch mal Leute reden lassen. Und oft genug haben eben genau diese Spinner recht gehabt. Bei Covid hatten sie recht. Ist einfach so. Hatten die Schwurbler recht. Beim Russlandkrieg hatten die Leute recht, die man das Putin-Trolle verunglimpft hat. Wir, wir haben da hunderttausende junge Männer geopfert, am Ende für gar nichts. Wir wissen genau, Russland wird nicht verlieren. Es gibt Waffenstillstand. Und wir haben 100.000, die Ukrainer und die Russen haben insgesamt über 100.000 Menschen. Das hätte man ja verhindern können, wenn man sich für ein Frieden eingesetzt hätte. 2022. Da hätte man ja Waffenstillstand, hätte man hingekriegt. Wollte man ja nicht. Boris Johnson ist ja extra nach Kiev gefahren, um zum Weiterkämpfen zu animieren. Wer 2015 bei Merkels Grenzöffnung gewarnt hat, hat auch recht behalten. Wer bei der Euro-Rettung vor Inflation gewarnt hat, hat recht behalten. Aber die Argumente wurden nie gehört, weil man immer sagte: Wenn der Euro scheitert, scheitert Europa. Wenn wir die Grenzen nicht aufmachen, dann ist das nicht mehr mein Land. Es war ja auch am Ende nur noch moralisch. Ja, Teddybären werfen über Covid und so weiter. Das haben wir alles noch in guter Erinnerung. Und allein, wenn es uns gelingen würde, dass wir politische Fragen wieder sachlich von allen Seiten diskutieren könnten, egal was rauskommt. Allein, dass wir die Argumente hören könnten, ohne dass man, wenn man jemand eine andere Meinung hat, ihn sofort beschimpft: Du bist rechts, du bist Nazi, Putin-Troll, Schwurbler. Das würde sehr, sehr viel helfen. Und das haben wir nicht. Man sagt ja so schön: Nur wenn ich weiß, wo es kaputt ist, kann ich es reparieren. Und das fasst das eigentlich ganz gut zusammen.
Jetzt haben Sie gesagt, ganz schön in der Beschuldigung: Du bist rechts, du bist Nazi, du rechts und rechtsextrem scheint mir in den Wortgruppen eigentlich so in der, zumindest öffentlichen Wahrnehmung, das Gleiche zu sein. Und es wird ja immer, wenn ihre Partei irgendwo medial erwähnt wird, kommt der Zusatz: Wird vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall eingestuft. Was ja auch nichts anderes heißt, als könnte böse sein. So, könnte böse sein. Also nehmt euch in Acht. Die Partei, die Partei. Nehmt euch in Acht. Jetzt weiß ich auch, dass Leute aus dem rechten Spektrum ganz allergisch reagieren, wenn man irgendwo Hitlervergleiche macht. Die sagen, das sind wir doch nicht. Das sind wir doch nicht. Aber für tatsächlich die Mehrheit, aktuell noch, also mehr als 50% der deutschen Bevölkerung, scheint rechts und rechtsextrem das Gleiche zu sein. Und scheint quasi die AFD eine Nachfolgeorganisation der NSDAP zu sein. So, können Sie für mich differenzieren, wo für Sie Rechtsextremismus anfängt und wofür Sie eine Brandmauer wäre?
Also, ich hab das, das noch gelernt, dass Extremismus immer was mit Gewalt zu tun hat. Also, es ist immer der, der Extremist, der bereit ist, Gewalt zur Durchsetzung seiner politischen Ziele einzusetzen. Das war zu meiner Studienzeit noch die Definition. Die hat man jetzt, unserwegen, aufgegeben. Da wir ja nur nachweislich keine Gewalt einsetzen wollen, hat der Herr Haldenwang gesagt, er müsse jetzt den Extremismusbegriff von dem Gewaltteil trennen. Ich halte daran fest, ganz klassisch: Ein Extremist ist bereit, Gewalt einzusetzen zur Ziele, zur Erreichung politischer Ziele. Das ist also, das wäre für mich das erste, wichtigste Extremismusmerkmal. Der, der Extremist möchte, ist bereit, auch gewalttätig oder illegal zu arbeiten, gegen Gesetze zu verstoßen. Und das zweite wäre, wenn man das, wenn man eine, einen Staat errichten möchte, der gewalttätig ist, ja, also Gewalt einsetzt, dann, wenn man es geschafft hat, gegen seine Gegner. Also, nehmen wir, nehmen wir den Vergleich 33. Sich die Nazis kamen an die Macht und als erstes brachten sie in der sogenannten Nacht der langen Messer 200 Leute um. Hat eine Todesliste. Das ist ganz klarer Extremismus, Gewalt. Also, es gibt keinen Extremismus ohne irgendeine Erscheinungsform der Gewalt. Das war immer die Definition und wir sollten die nicht aufgeben. Und das ist genau das: Sobald jemand zur Gewalt aufruft oder Gewaltfantasien hat oder sagt, sobald wir regieren, werden wir Gewalt einsetzen, dann ist Schluss.
Scheint mir zu kurz zu greifen, weil es gibt eine Staatsgewalt. Wir haben eine Armee und wir haben eine Polizei. Legale Gewalt. Also, wir reden von so einer illegalen, außerordentlichen Gewalt. Also, jetzt Gewalt einsetzen, wäre die klassische RAF z.B. Nicht die, die Links-Extremisten der 70er Jahre wollten mit Terror den Staat verändern. Das ist Extremismus. Das wäre jetzt Rechtsextremismus. Wäre also, ich, ich greife z.B. Asylbewerberheim an. Wäre rechtsextrem, wenn ich Gewalt einsetze und den jetzt, weiß ich, mit Scherben einschlage oder irgendwas. Und das zweite wäre aber eben, ich, ich nehme mir vor, sobald ich an der Regierung bin, werde ich die Staatsgewalt einsetzen, außerhalb jedes Gesetzes, außerhalb jeder gerichtlichen Entscheidung. Und dann wird ungekontrollierte Gewalt eingesetzt. Auch das wäre ein extremistisches Ziel. Also, dass die Polizei losgeht und jetzt nicht einfach nur einen Verdächtigen festnimmt, sondern sagt: Okay, ich weiß, das ist ein, das ist ein ausreiseepflichtiger Ausländer, den verprügel ich jetzt mal, dann geht er freiwillig. Klassischer Extremismus. Also, jede, jede, also, jetzt, wir nehmen mal die legale staatliche, von Gerichten überwachte Gewalt raus, ne? Aber jede sonstige politische Gewalt, also illegale Gewalt, illegale gewalttätige, illegale, jede illegale Gewalt zur Erreichung eines politischen Ziels, das ist Extremismus. Ja, dann stelle ich mich jetzt mal auf den Standpunkt, dass wenn ich einfach nur Gewalt, die heute illegal ist, legal mache, wird das kein Extremismus. Ich könnte jetzt beispielsweise sagen, die Polizei ist überfordert mit den ganzen Migranten und wir haben, müssen mal so vorsichtig sein, eine gewisse Polizei, also quasi ein blaues Auge, das ist halt so. Wo wir, Fall, spielen wir ändern jetzt mal ein bisschen die Rechtslage und dann gucken wir mal. So, das Asylbewerberheim, da, wenn ich es anzünde, wenn es illegal ist, dann ist Gewalt. Aber wenn ich jetzt, ich sag mal, das ist sehr abstrus, Gesetz mache, wo sagt: Okay, Leute, die keine deutsche Staatsbürgerschaft haben, beispielsweise, und nicht legal in diesem Land sind, genießen keinen Schutz des deutschen Rechts. Also, dürfen angegriffen werden. So. Das wäre ja so vogelfrei erklären und so. Aber das wäre schon wohl Menschen würde. Also, da würde man sagen, die, die Würde des Menschen heißt, dass jeder auch einen Schutz durch das Gesetz bekommt. Also, da, es ist halt wie immer, es gibt eine Grauzone. Ja, ja. Aber, also, Polizei, die, die CDU, eine CDU sagt relativ einfach: Passt mal auf, wir können euch ganz klar sagen, was unsere Position ist. Unsere Position ist, es gibt eine Brandmauer zur AFD. Rechts von uns sind alle Extremisten. Genau. Und das heißt aber nicht, dass wir nicht auch die gleiche inhaltliche Position wie die AFD vertreten können. Aber das ist sehr einfach: Rechts, also die AFD, da ist die Brandmauer. So. Und jetzt sagen Sie, meine Brandmauer ist bei Extremismus. Und jetzt frage ich, was ist Extremismus? Sag, Gewalt. Also, illegale Gewalt. Aber illegale Gewalt kann ich ja einfach legalisieren, wenn ich an der Macht bin. Die, zum jetzigen Zeitpunkt bin ich ja nicht an der Macht. Das heißt, jetzt kann ich ganz einfach sagen, wer heute illegale Gewalt einsetzt, um politisch voranzukommen, wo ich ja nicht regiere, das ist ein Extremist. So. Und dann kann ich sagen, wenn er in seinem Wahlprogramm drin hat, dass er eben Dinge, also, dass die Polizei robuster wird. Sehen wir in Frankreich. Das ist trotzdem kein extremistischer Staat. Also, das ergibt sich auch, wenn die Kriminalität wird auch die Polizei robuster. Was meinen Sie mit robuster? Fängt man sich halt schnell mal eine Ohrfeige oder so. Das, also, diskutieren Sie bitte nie mit dem französischen Polizisten. Im Rahmen einer Korrektheit würde man sagen, da wird das, das Maß der akzeptablen Polizeigewalt steigt. Aber was natürlich klar ist, wenn es jetzt darum geht, dass jemand sagt, wir regieren und danach werden bestimmte Gruppen von Menschen dem Schutz des Rechts entzogen, ist natürlich ganz klarer Extremismus. Das wäre jetzt ein Einzelfall.
Dass es jetzt am Wochenende war der Parteitag. Waren Sie da? Nö. Warum waren Sie da nicht? Ich bin, ich war als Mitglied des Bundesvorstands immer Delegierter. Und da ich jetzt zur Zeit einen Wahlkreis außerhalb meines eigenen Kreisverbandes habe, müsste ich dort mich jetzt neu zum Delegierten wählen lassen. Das habe ich noch nicht gemacht. Also, das ist alle zwei Jahre einmal. Sofern hätte ich als Gast hingehen müssen. Und das habe ich mir überlegt, verbringe ich lieber mit meinen Kindern. Das ist ein separates Thema. Was ich mega spannend finde, also diese Strömung innerhalb der AFD. Weil für mich von außen gab es bis vor, keine Ahnung, 48 Stunden, bevor ich das das erste Mal so gehört habe, gab es halt die AFD. So. Und jetzt verstehe ich, es gibt Strömungen. Aber das würde ich gerne noch zur Seite stellen und wird erstmal in diese, diese, wo, weil das, das ist doch die Sorge aller, derer, die sagen, die AFD sind Nazis. Das im Prinzip kommen sie halt mit einer guten Geschichte und es gibt, wir sprechen die Probleme an und die anderen machen das alles nicht. Das ist ja in der Sache, wenn man sich emotionslos damit beschäftigt, ja, überzeugend. Sie sind dadurch, dass sie keine illegalen, es gibt keine Straßensperren von AFD-Anhängern, um den Grünen-Parteitag zu stören. Das gibt es nicht. So. Das heißt, sind sie in ihrer, in ihrer Definition, selbst die Sie gewählt haben, nicht extremistisch? Die anderen, aber schon. Surprise. Genau. Die Sorge ist doch die, auch möglicherweise nachvollziehbare Sorge. Wir hatten mal einen Hitler. So, der ist das ultimative Böse. Jetzt haben wir als Deutsche die möglicherweise pathologische Angst, dass wieder der nächste Hitler kommt, weil wir sind das deutsche Volk. Ja, so gesagt. So. Und wir vermuten, dass in der AFD der nächste Hitler steckt und die AFD die nächste Hitlerpartei ist oder NSDAP ist. So. Und die kommen jetzt mit klugen Dingen. Die haben kluge Köpfe. Der Kanzler ist rhetorisch geschickt, der ist intelligent. Aber wartet ab, wenn die an der Macht sind, dann werden die die schrecklichen Dinge des Hitler-Regimes, dann bauen die die KZs wieder auf. So. Und jetzt ist die Frage: Bauen sie KZs wieder auf? Ich darf, ich dich für Sie beantworten. Das ist vermutlich nicht ihr Ziel, KZs. Aber wo, da, also, wenn ganz außen suchen wir Menschen, die anders sind als wir, die jetzt, meine, jetzt die Juden oder Muslime oder Migrationshintergrund, aber Schweden sind wieder okay, keine Ahnung. Und stecken die ins KZ und wir bringen die alle um. So. Das ist quasi Hitler. So. Wir machen das Land, wir machen das Land zu. Die sind so böse, dass sie nicht raus dürfen. Und wir bringen die alle um. Und wir versuchen, die an den Grenzen abzufangen, um die wieder ins KZ zu führen. So. Das ist quasi Hitler. Und jetzt sagen Sie: Nein, das ist natürlich geisteskrank. Das ist total geisteskrank. So. Aber es gibt hier ein Spektrum. Und das ganz linke Spektrum sagt: Jeder Mensch ist total gleich. Und wenn man ganz nach links geht, Männer und Frauen sind gleich und egal, gibt keine mehr. Genau. Deswegen sind ja gleich. Also, im Prinzip ist das Wort schon Mann blöd und Frau blöd. Es gibt eigentlich gar nicht. So. Und außerdem sind noch Menschen aus Europa und aus Afrika, die sind alle gleich. Und ist auch Bildungsstand ist geil. Wir nicht geil, sondern gleich. Wir sind alle Menschen. Und es ist eine große Menschheitsfamilie. So. Und deswegen sollte es noch nicht mal Staatsgrenzen geben, weil schon, dass wir in Deutschland geboren werden, das ist so ein Privileg. Wir sollten die Grenzen alle öffnen. Es sollte keine Nationalstaaten mehr geben, sondern wir müssen umverteilen. Sämtlichen Wohlstand, den wir haben, haben wir uns erarbeitet auf dem Rücken und auf Kosten von anderen Menschen, die wir mehr oder weniger versklavt haben. Wir sollten, das ist ganz extreme linke Menschenbild oder Weltbild. Wir sollten alle Nationen der Welt klein machen, nicht klein machen, sondern zerstören. Sämtlichen Wohlstand, den wir haben, gleichmäßig umverteilen. Und dabei möglicherweise noch berücksichtigen, dass wir als weiße und als weiße Männer und als weiße Zissmänner historisch eigentlich immer davon profitiert haben. Deswegen müsste es eine Umverteilung geben an quasi schwarze und Frauen und Quer, sollen mehr bekommen, weil die haben ja gelitten unter den Jahren unter unserer Schreckensherrschaft. Und das ist der perfekte Zustand der Welt. Das ist ganz, ganz links. Rechts sagt: Es gibt die Herrenrasse. So. Alle anderen packen wir in KZ. Wir, die alle um. Und Deutschland ist Weltreich. Deutschland. So. Das sind die beiden aus meiner Sicht extremsten Standpunkte, die einzunehmen sind.
Und jetzt sagen Sie, die Linken im Prinzip wollen die das. Sie stimmen mir zu und sagen, es gibt ja keine Geschlechter mehr von Mann und Frau. Das, das ist eigentlich das Gleiche. Da, da sind sie schon gar nicht schlecht damit, dass die Linken in diese Richtung unterwegs sind. Und jetzt, wenn jetzt aber jemand von der linken, oder ich sage, aus dem linken Spektrum sitzen wird, der wird sagen: Ja, ja, genau. Das ist das, was die AFD will. So. Und wo sagen Sie: Nein, nein, wenn wir an die Macht kommen und wenn wir das 10, 20 Jahre machen, unser Endziel ist nicht dieses ganz rechte Szenario, sondern wo ist das Szenario, wo sie hin wollen, wo sie sagen: Jetzt haben wir es mal rechts genug gen? Also, erstmal würde ich sagen, man kann es ja danach beurteilen, was die Leute selber sagen, schreiben, publizieren und so weiter. Das heißt, also, die Linken sagen ja, ganz, das, was sie sagen, schreiben, ja, reden s ja. Kein, der bei uns jetzt, also selbst im erweiterten Spektrum, niemand, der sagt, wir wollen irgendwie KZ wieder eröffnen. Das heißt, also, es ist ganz klar, dass das, was man uns da unterstellt, gibt ja keine Bestätigung an unseren eigenen Aussagen und Statements. Wäre ja, das, das, aber auch keiner sagen. Also, der wäre sofort aus der Partei raus. Ja, aber die Linken sagen ja, ihr Zeug, ne? Ja, ja. Die Linken, die können auch sagen, Zensur ist gut. Also, ich sag mal, dadurch, dass wir in dem Mainstream sehr links geworden sind, sind linksextreme Aussagen weit mehr akzeptabel und üblicher hin.
Also, das erste ist, dass ich immer sage, ist für Linke gilt immer nur das ein, der einzelne, also das Individuum und die Menschheit. Wir berücksichtigen, dass es dazwischen auch noch Ebenen gibt, die es einfach gibt, wie z.B. die Familie. Gibt es ja. Also, die Verbundenheit zwischen Ihnen, ihren Eltern und ihren Geschwistern ist nicht etwas, was sozial konstruiert ist, was man sich frei wählen kann, sondern das ist einfach gegeben. Zufall. Sehen Sie, ihren Eltern und ihren Geschwistern auch ähnlich. Ja, gut, das ist einfach da. Und sie spüren es. Und wer Kinder hat, weiß es umso mehr, dass man diese Kinder annimmt, dass man sie liebt, dass man sich selbst in ihnen erkennt, ist nicht nur eine Frage, was man eben als Willensakt macht, ist einfach Biologie. Ja. Und dasselbe gilt auch, was ethnische Gruppen angeht. Und da will ich jetzt gerne mit den Deutschen anfangen, weil das wieder heikel wird. Aber wir sehen ja, dass Migrantengruppen sich entlang ihrer ethnischen Grenzen sortieren. Also, auch hier in Köln-Mülheim hängen die Kurden mit den Kurden, die Türken mit den Türken, und beide sind sich einig, dass die Syrer stören. So. Das heißt, es gibt ganz offensichtlich zwischen dem einzelnen Individuum und der Menschheit gibt es Zwischenstufen, die nicht einfach nur konstruiert sind und beliebig dekonstruiert werden können, sondern die als, die objektiv da sind. Und das erste ist, ich möchte, dass diese objektiven Realitäten akzeptiert werden. Ich möchte, dass das, was da ist, realisiert werden ist. In der Philosophensprache, dass aus dem Sein ein Sollen folgt. Es gibt Männer und es gibt Frauen. Berücksichtigen wir das doch einfach. Und erzählen nicht den Frauen, werdet ein Mann und den Männern, werdet eine Frau. So. Das ist schon mal ein ganz entscheidender Unterschied. Weil die Linken mir jetzt vorwerfen würden, dass es schon Unterdrückung sei, wenn ich einen Mann sage, sei ein Mann. Das heißt, mein Menschenbild ist, dass ich sage, ich möchte, dass das, was in ihnen ein Potenzial steckt, dass sie das wahrhaft sind und leben. Und nicht, dass sie gegen ihre Person, gegen ihr, gegen ihre Natur, gegen ihr Potenzial agieren. Und das bringe ich auch bereit auf einer kollektiven Ebene. Ich möchte eine Familie zusammenhält und sich reproduziert. Ich möchte, dass ein Volk weiß, dass es etwas Gemeinsames miteinander teilt und dass es das auch zu pflegen hat, seine Sprache, seine Kultur, seine Geschichtserzählung, Märchen und so weiter. Und wenn ich das habe, bin ich überhaupt noch nicht so weit, dass ich sage, es gibt jetzt irgendwie eine Hierarchie oder so. Dagegen würde ich mich auch wehren. Ich möchte erstmal, dass wir bereit sind, diese Realitäten anzuerkennen. Und dass wir uns dann auch entsprechend organisieren. Dass also die Familie sich organisiert, ohne dass ständig die Schule oder das Jugendamt reinfuscht. Dass also die, wenn jetzt der 13-Jährige in der Pubertät sagt, vielleicht bin ich doch ein Mädchen, und die Mutter sagt, bist kein Mädchen, wir machen jetzt mal Sportkurs für dich im Sommer, dass da nicht der Lehrer kommt und mit dem Jugendamt und sagt: Nein, wir müssen jetzt Pubertätsblocker geben, weil das ist transfeindlich. Sondern die Familie ist ein geschützter Raum, der sich selbst organisiert. Auch ein Volk hat das Recht, sich zu organisieren, ohne dass wir ständig Vorgaben machen. Es ist etwas, in das das Europäische Parlament verurteilt jeden Monat drei Länder wegen angeblicher Menschenrechtsverstöße. Das heißt, also, ich habe dann eine Resolution, da steht drauf: Der Fall des Menschenrechtsaktivisten XY, unbekannt in Hinterafrika. Wir nehmen wie Folgestellung. Auch hier sage ich: Lasst andere Länder anders sein. In Afghanistan trägt man seit über 1000 Jahren Kopftücher. Ob wir das wollen oder nicht, ändert an der Realität nicht. Lass die Afghanen afghanisch sein. Lass die Chinesen chinesisch sein. Lass Inder indisch sein. Hört auf, der ganzen Welt zu erzählen, wie sie zu leben hat. Zu sehen, wie wir anerkennen von Realitäten, von kollektiven Realitäten, von Unterschieden. Eine Übereinstimmung mit dem, was ist. Genieß deine Natur. Du bist Deutscher. Mach was draus. Heißt es in meinem Video. Das ist dieses Weltbild, das ich verkaufen möchte. Das ist das, wo ich jungen Leuten, vor allen jungen Leute, ältere reicher nicht mehr Mut zu machen will, dass ich sage: Schau, ich habe, guck an, ich finde, du bist wertvoll. Du bist vielleicht nicht reich und du hast es auch zu Hause schwer, Patchwork und so weiter, aber in dir steckt doch viel drin. Deine Eltern, selbst wenn sie zur Zeit miteinander im Clinch liegen, sind stolz auf dich. Dein Großvater sieht da vielleicht so ähnlich aus wie du. In dem Ort, in dem du jetzt wohnst, hat eure Familie lange Spuren hinterlassen. Aber du bist nicht allein. Alle deine Freunde geht's genauso. Zusammen seid ihr eine Gruppe und ihr seid auch ein Volk. Ihr habt wenig, sonst seid oft arm. Also, in meinem Wahlkreis sind die Menschen nicht reich. Äh, es ist schwer in diesem Land zu leben. Aber wenn ihr das, was in euch ist, wenn ihr das entdeckt und daraus was macht, so wie Hans im Glück, Goldkugel nicht, halt nicht verschenken, sondern behalten, dann ist das ein großer Reichtum. Und ich möchte euch ermutigen, diesen Reichtum als das, was ihr seid: Männer, Frauen, Kinder, eurer Eltern, Nachfahren eurer Vorfahren und Deutsche, dass ihr diesen Reichtum entdeckt, euch zu eigen macht, pflegt und dann irgendwann an die nächste Generation weitergebt. Das ist das ganze Menschenbild. Da laufe ich wie ein Wanderprediger und erzähle was von Männern und von Frauen und von Vorfahren und von Kultur und von Erbe, einfach als Mutmacher durchs Land. Und das ist so immer der erste Teil meiner Reden. Und wenn ich das dann durchhabe und dann gucke ich und sage: Oh je, jetzt muss ich zum Ende kommen, dann kommt immer der Punkt und sagt: Wisst ihr, Freunde, wenn wir uns in den Punkten einig sind, und in der Regel habe ich das Publikum dann schon, dann sind doch die politischen Wagen, um die wir uns streiten, völlig klar. Erstens: Ja, wir sind Gastfreundschaft, aber wir lassen nicht jeden ins Land. Zweitens: Wer hier lebt und sich permanent daneben benimmt, der muss gehen. Drittens: Wir wollen, dass wir hier Wohlstand erzielen können. Das heißt, wir müssen die Steuern senken und dafür sorgen, dass der Fleißige was davon hat, wenn er fleißig ist. Viertens: Wir wollen, dass Leute, die hier Verbrechen begehen, auch bestraft werden und nicht nur auf Bewährung rauskommen. Fünftens: Wir wollen, dass wir hier weiter Energie haben, damit wir unsere Häuser beheizen. Das heißt, also, so, nachdem ich dieses Menschenbild und dieses Weltbild erklärt habe, das ist immer so zwei Drittel meiner Reden, durch diesen ganzen technischen Kram bin ich in 10 Minuten durch. Und da möchte ich hin. Wir haben eine Jugend heute, die nicht mehr weiß, wer sie ist, weil sie eben tatsächlich glaubt, alles ist irgendwas. Und gegen diese Dekonstruktion der Linken komme ich mit einer Rekonstruktion dessen, was ich für Natur und Objektivität halte. Das ist alles.
Im Prinzip sagst du, es gibt ein natürliches Menschenbild, was es irgendwann mal, die letzten 10.000 Jahre irgendwie so sind wir, das ist unsere Natur, das ist in uns drin, das in uns drin ist genetisch. Und jetzt sagt die Linke zu, zu Teilen auch der Mainstream oder der linke Mainstream, wie auch immer, so, das gibt's alles nicht. So, es gibt eine große Menschenfamilie und jede Unterteilung zwischen Individuum und Mensch macht keinen Sinn. Genau, ist rein kulturell und ist böse, ist diskriminierend. Also, ist quasi durch Prägung erfolgt. Und wenn jetzt wir 100 Deutsche nehmen und die, keine Ahnung, in Afrika erziehen, nicht erziehen, sondern als Säuglinge in afrikanische Familien werden, sie Afrikaner. Dann würde man überhaupt nicht merken, dass es irgendwie Deutsche sind, sondern oder dass es eine deutscher Genpool ist, der da aufwächst, sondern die werden einfach 100% assimiliert. Ex. Und da sagen Sie, das ist nicht so. Das bestreite ich. Und zwar aus zwei Gründen. Erstens bestreite ich es. Nehmen wir an, wir nehmen 100 deutsche Babys und geben Sie nach Afrika und lassen sie in afrikanischen Familien aufwachsen. Wir gehen nach 20 Jahren hin und sagen: Erkennen wir jetzt unter den ganzen Leuten, die da leben, die 100 Deutschen? Wir erkennen Sie per Definition. Sie sind per Definition. Genau. Allein deshalb erkennen wir ja schon, dass es eine ist. Und kann man nicht sagen, dass das rein zufällig ist. Das zweite ist, es ist ja nicht so, dass wir die Leute, also die Prägung wird in Familien auch immer weitergegeben. Zum einen, das, also das zweite, was wir haben, sind natürlich die Zwillings-Experimente. Man hat das ja gemacht, die Experimente. Man hat ja die Kinder rausgenommen, adoptiert. Und man hat das ja bei eigenen Zwillingen auch gemacht in der, in der Zeiten, wo man das noch nicht so wusste, dass das schädlich ist. Und man hat festgestellt, dass doch dann sich Verhaltensmuster ausgeprägt haben, die mit den leiblichen Eltern zu tun hatten und nicht mit den adoptiv. Ich habe selbst ein Adoptivsohn. Also, meine verstorbene Frau hatte einen Sohn mitgebracht. Und ich kannte jetzt den leiblichen Vater nicht. Aber sie hat mir regelmäßig gesagt, das ist unfassbar, unfassbar eins zu eins Zeuger. Mittlerweile kenne ich den leiblichen, also mittlerweile bin ich mit ihm gut befreundet. Er ist Bundestagsabgeordneter der AFD. Und wir lachen immer darüber. Aber wenn ich jetzt meinen Kollegen da erlebe und meinen Sohn, wie ist eins zu eins. Ich bin völlig woanders da teilweise. Ja, ich muss, mein, positiv, komme mit dem Kollegen gut aus, netter Kerl. Mein Sohn ist auch ein netter Kerl. Aber das ist halt natürlich mit, mit, mit so Routen, die ich ausgeprägt habe, hat das, hat sich wenig zu tun. Also, das, das eine, es hat Einfluss. Und es hat, je nachdem, was ihr nehmt, verschiedene, verschiedene Methoden. Ich habe jetzt ein Buch gelesen, die genetische Lotterie von der linken amerikanischen Genforscherin, um mir das mal selbst zu vergegenwärtigen, wie es ist. Und die sagt, ungefähr 70% bei den wesentlichen Eigenschaften sind, ist genetisch. Das sagt eine linke, eine linke Genbiologin aus den USA. Ich habe den Namen vergessen, aber das Buch heißt die genetische Lotterie. Ist die deutsche Übersetzung der Genetic Lottery. Ist, glaube ich, auf Englisch. Also, kann man gerne mal nachschauen. Wir haben einfach Eigenschaften mitgenommen aus, sowieso ganz klar, Stimmlage, Neigungen, Hobbys, Intelligenz, ganz stark, stark genetisch korreliert. Das alles sind Dinge, die wir einfach mitbekommen haben, die uns zu dem machen, was wir sind. Auch Fragen, wie wir sympathisch sind, Empathiefähigkeiten, all das sind Dinge, wo man eben einfach viel auch hat, wo man dann auch sagt: Ja, also, ich, ich mach dann gerne einen Witz in meinen, in meinen Vorträgen. Wissen Sie das, wenn Sie zu Ihrer Frau sagen: Du bist ja wie deine Mutter. Und das wird natürlich noch mal verstärkt, weil Gott sei Dank Kinder in ihren Familien aufgewachsen werden. Das heißt, also, diese Eigenschaften werden dann jeweils noch mal verstärkt, weil die, die sie ohnehin schon haben, die Eltern, sie dann noch mal in ihren Kindern besonders zum Glanz, zum Singen bringen. Also, das ist einfach ein Punkt, dass ich glaube, diese Vorstellung, der Mensch ist ein völlig weißes Blatt Papier, kommt als weißes Blatt Papier auf die Welt und nur die Gesellschaft schreibt auf ihn drauf, hat mit der Realität nichts zu tun. Sondern der Mensch kommt mit einer, mit einer DNA, die letztlich einen Rahmen dessen bildet, was aus ihm wird. Jetzt, wenn ich den Menschen schlecht behandle, wenn ich ihn nicht fördere, wenn ich lieblos bin, dann wird er diesen Rahmen nicht ausfüllen. Er wird nur 10% des Rahmens ausfüllen. Wenn ich alles in ihn gebe, wenn ich ihn liebe, wenn ich ihn bestärke, wenn ich ihm Mut mache, dann wächst er eben in diesen Rahmen hinein und wird die Decke erreichen des Rahmens. Aber er wird es schwer haben, über die Decke.
hinauszukommen, weil es eben einen ihm mitgegebenen Rahmen gibt, in den er hineinwächst. Aber dieser Rahmen ist – das, denke ich, ist die gute Botschaft – bei den meisten von uns sehr, sehr weit. Also wir, wir alle haben genug Platz, um uns in unseren Rahmen hineinzuentwickeln. Und deshalb brauchen Kinder so viel Liebe und Empathie und Zuversicht, dass sie eben den Rahmen, der ihnen gegeben ist, ausfüllen. Und die Linken bestreiten, dass es diesen Rahmen gibt. Und ich glaube aber, dass es gut ist, so ein Rahmen auch zu haben, weil es uns ja auch Orientierung und Hilfe gibt. Und deshalb ist eben meine Botschaft an die nächste Generation – und ich glaube, deshalb wurde ich auch gewählt –, dass ich ihnen von ihrem Rahmen erzähle, sage, dass er sehr groß ist, dass da viele Generationen auch gearbeitet haben, dass er groß ist. Und ich, ich, ich sage: Wachst stolz und überzeugt in euren Rahmen hinein und und dann seid ihr automatisch eigentlich ziemlich geile Typen. Und das ist das, was sie in der Schule hören. Sie hören, ich weiß nicht, was die in der Schule hören, keine Ahnung, so lange raus. Aber so dieses Mut machen: Sei, wer du bist, sei, wer du bist, und eigentlich ist es super, was du bist, dann sei es doch. Aber sei es mit Grandezza, sei es mit mit mit Leidenschaft, sei es auch mit Großzügigkeit, mit Humor. Vor allen Dingen Humor ist ganz wichtig. In schlechten Zeiten ist Humor das allerwichtigste. All diese Dinge hören die irgendwie nicht. Ich habe dann Monopol auf diese Sprüche, und das ist das, warum das bei mir funktioniert. Und die Linken bestreiten das alles, und das ist gegen jede Evidenz. Das ist gegen jede Evidenz. Wir sehen es doch hier in Köln: Wenn es alles wirklich nur gesellschaftliche Prägung wäre, warum sammeln sich dann die verschiedenen Migrantengruppen untereinander? Weil die gleich geprägt sind. Und wenn ich die gleiche Prägung habe, dann gucke ich nach jemandem, der eine ähnliche Prägung hat. Und die nächste Generation dann wieder. Oder? Also, wir haben, meine Kollegen in in Belgien haben wir eine schöne Geschichte erzählt, und zwar hat man ein afrikanisches Adoptivkind in in Gent gehabt. Und das Mädchen ist jetzt geworden, es ist aufgewachsen in einer bürgerlichen flämischen Familie und wurde die Beauftragte für das Kultur, die Kulturhauptstadt Europas in Gent. Was hat sie gemacht? Sie hat eine große Veranstaltung zum Thema Diskriminierung, Neokolonialismus, postkoloniale traumatische Erfahrung. Sie hat, sie hat im Wesentlichen hat sie ein Programm geschrieben, wo es ausschließlich um die Verarbeitung ihres Traumas ging, dass sie eben als eine äh äh sich dem äußeren Phänotyp her doch eben Afrikanerin in einer in einer flämisch-europäischen, reinen weißen Umgebung aufgewachsen ist. Und darüber hat sie dann reflektieren wollen. Darüber hätte dieses Problem dürfte sie ja gar nicht haben, wenn es, wenn sie eben nicht doch diesen diese diese diesen Spagat gespürt hätte. Aber das Gegenargument ist relativ klar: Das ist wegen dem Rassismus, der weit. Das ist natürlich klar. Ja, klar. Wobei diesen Rassismus, man hat das dann, also meine Kollegen haben das dann immer nachgeforscht, die war halt privilegiert, von einem Ärztepaar oder so. Also sie lebte in einer absolut privilegierten Umgebung, man hat sie geliebt, man, man, man, man, man hat keine, die Eltern haben auch furchtbar aufgepasst, also, dass es diesen Rassismus eben nicht gab, sondern man sie bekam alle Liebe, sie bekamen alle Förderung, sie bekam auch diese Chance, eben die Kulturhauptstadtbewerbung zu fördern. Also, man, man, man kann diesen Rassismus halt, man sagt, es gibt diesen Rassismus, aber wenn man dann sagt, dann sagt uns doch mal, an welchem Event macht ihr denn diesen Rassismus fest? Dann kommt nicht: Ja, da könnte man schon sagen, die ist mal zum Bäcker gegangen und dann hat da jemand gesagt: Hier, du gehörst hier nicht hin. Oder so. Da kann dich ja keiner, kein Vorschlag. Selbst das gut. Nur das wäre ja dann umgekehrt wohl auch bei den deutschen weißen Kindern, die wir jetzt den 100, die wir in Afrika aufwachsen, auch der Fall. Also, also, man, man kommt nicht zum Ergebnis, ne? Das muss nicht stimmen, weil wenn man sagt, der Weiße ist ein Rassist und die Schwarze nicht, dann haben die Deutschen oder klar. Wobei wir natürlich aus Südafrika wissen, dass es nicht so ist. Denn ansonsten, wir wissen ja, dass es nicht so ist. Das ist das, die Linken, sie müssen so viele Realitäten dazu dichten oder wegnehmen, damit das Weltbild stimmt. Während ich halt einen Vorteil habe, ich muss halt nur jemanden sagen: Schauen Sie sich Ihr Kind an. An wen erinnert es sich mehr? An Sie oder Ihre Frau? Sind von beiden was. Und Aussehen, Prägung etc. etc. Das ist also, Aussehen ist nicht nichts. Ja, also, wenn man jetzt schon so, ne, ich weiß nicht, ob sie Kinder haben, aber wenn jetzt guck, genau, der wird wahrscheinlich einen geben, der ist Ihnen ähnlicher und der andere sieht eher wie Ihre Frau aus. Das ist ja jetzt nicht nichts. Also, man tut ja auch so, als wenn Aussehen rein irrelevant ist und äh die ganzen inneren Neigungen davon völlig losgelöst wäre. Ja, ja, das ist ja auch Schwachsinn, ersichtlich. Also, es gibt ja Menschen, den sieht man auf den ersten Blick an, oh, muss, müssen vorsichtig sein, die sind sehr streng. Oder dann gibt es welche, die wirken schon sehr großzügig und gütig. Dann, ja, wenn man, der eine ist eben drahtig und sportlich und so weiter. Äußere auch das, wie wir, wie wir auftreten, wie wir aussehen, hat ja schon eine gewisse Korrelation. Ich will nicht sagen eins zu eins, weil es ist ein Indiz auch für bestimmte Eigenschaften. Ist ja, ich stell mir gerade vor, also die, diese Rhetorik, die sie, Rhetorik ist auch so, als würde ich Ihnen das unterstellen, aber die Botschaften, die sie senden, nämlich: Du bist gut, du hast Potenzial. Es geht dir zwar heute nicht gut, du bist arm, es ist, dir scheint die Welt sehr schwer, aber du hast die Kraft und Stärke in dir, da ein großartiges Leben zu haben. So, das ist eigentlich eine Botschaft, die man so einem Tony Robbins in den Mund legen könnte. Und ich kann jetzt, ich stell mir vor, Tony Robbins steht vor 10.000 Menschen, sagt: Du hast die innere Kraft, du musst dein inneres Potenzial entfesseln, du musst die beste Version deiner Selbst werden. Und da würden ja nicht 100 % der Deutschen, aber würden alle mitgehen. Und jetzt ist das aber nicht Tony Robbins, sondern sind Sie. Und Sie fügen den Halbsatz hinzu: Weil du Deutsch bist. Und dann ist alles kaputt. Ja, also, es ist nicht alles kaputt. Ich würde auch das sagen. Ich bin ja zurzeit wahrscheinlich auch einer der beliebtesten deutschen Politiker bei den Deutschtürken hier in der Bundesrepublik. Also, ich habe es ja geschafft mit meinem Barbier-Video. Das war, ich habe das gesehen, da liegen sie mit dem Messer an der Kehle bei einem türkischen, genau, genau. Und liege bei mittlerweile weit über Millionen Zugriffen für das Ding. Also allein auf meinen Kanälen. Ja, weiß ich, wer das noch alles geteilt hat. Ich sag das eigentlich allen. Ich sag meinen Leuten dann aber: Schau, du bist nun mal deutsch. Das ist großartig. Ich würde dir das auch sagen, wenn du jetzt was anderes wärst, aber du kannst es eh nicht wechseln. Du, du wirst jetzt aus dem sei, nimm das an, was du hast, und renne nicht etwas nach, was du nicht hast und auch nicht haben kannst. Das ist ja auch so ein Weg. Wenn, wenn du ein Junge bist, der Klassiker. Also, ich vermute mal, wir sind jetzt nicht so weit alt, auseinander, nicht mehr als 10 Jahre, zumindest. Ich bin 40, tatsächlich. Genau. Also, W, also die Frage, dass man als vom Kind zum Mann wird, respektive vom Kind zur Frau, war ja in unserer Altersgruppe eher banal. Das ist eigentlich nie passiert. Also aus meiner Sicht. Also, aber das, man rutschte rein. Also, zumindest hatte ich nie die Frage, ob ich nicht vielleicht doch Frau werden möchte. Ach so, okay. Ja, ich habe eher, also, wenn ich an meine Jugend und junges habe ich mir die Frage gestellt, ab wann bin ich jetzt eigentlich ein Mann? Und hätte auch von mir mit wahrscheinlich 32 irgendwie als Junge gesprochen. Das wäre irgendwie komisch gewesen, 32-jährige Männer und keine Jungen mehr. Aber ich, in meinem Selbstverständnis. Aber wann war denn der Punkt? War das mit 18? Bestimmt nicht, oder? War vielleicht schon mit 16? Aber ich bin noch 10 Monate beim Wehrdienst gewesen und dann war ja dann so im Lauf des Studiums rutschte man rein. Ne, dass man plötzlich. Also, rutschen sie rein. Ich nicht. Aber genau. Aber warum es mir geht, ist, was wir ja mittlerweile haben, dass ein ein Kind hat die Pubertät und und und und und soll jetzt eben zum Jungen oder zum Mann werden. Das ist ja schwierig. Es ist immer schwierig. Aber mittlerweile gibt es eben Leute, die straucheln. Und dann kommen jetzt eben diese Leute und sagen: Versuch doch mal. Wer hat eine Frau? Ne, mal Pubertätsblog, verstimmt, schnibbel ab und und das ist natürlich gerade, wenn man Hindernisse hat, und das haben immer die Schwachen, die Hindernisse, ist das natürlich verheerend. Weil wenn die Selbstverstümmelung als Lösung angeboten wird, dann, dann, dann wird's auch immer mehr geben, die es umsetzen. Und deshalb ist es so wichtig, ihnen zu sagen: Schau, das ist das, was du bist. Was andere, es gibt auch andere Sachen, die schön sind, aber die hast du halt nicht. Du hast halt nur das, was du hast. Nimm das, was du bist, und sei stolz drauf. Und vergiss nicht, andere haben andere Sachen. Sei stolz auf die. Das für ich richtig. Aber ich kann doch jetzt nicht im deutschen Kind, das vielleicht damit strauchelt, dass es als deutsches Kind in eben auch hineinwachsen muss in diese Kultur und so weiter, sie annehmen. Der kann ich ja nicht sagen: Sei ein Türke. Genauso wie ich jetzt ungern einem Türken sagen möchte: Vergiss deine türkischen Vorfahren, vergiss deine türkische Herkunft, sei ein Deutscher. Sondern wir müssen, gerade weil wir, weil es schwer geworden ist für junge Leute, ihnen den Mut machen, aus dem, was sie haben, das zu schätzen, das wert zu schätzen und aus dem ihr Leben zu bauen. Und da gehört es nun mal dazu, gerade in einer migrantischen Gesellschaft, wie hier in Westdeutschland. Im Osten ist das nicht ganz so. Dem Deutschen immer auch zu sagen: Hey, du bist ein Deutscher. Wir haben ja kein Problem damit zu sagen, ich bin, ich bin jetzt kein Kölner, aber die Kölner, insbesondere dieser Lokalpatriotismus in Köln, der ist ja abstrus. Also, wir sind Köln, das ist das ist riesig. Man muss auch können. So. Genau. Das in Hamburg das gleiche. In München zu sagen: Ja, wir sind München, wir sind keine Bayern. Das ist alles okay. Gibt's ein ultrastarken. Wieso als Europäer? Ich habe jetzt lustigerweise gerade ein anderen Politiker das Instagram-Profil, da steht: Europäer. So, in den Instagram-Profil in den ersten drei Worten, das, was ich über mich sagen will. Ich bin Europäer. Da gibt's ein Witz dazu in Brüssel. Witz, der geht so: Es sitzt eine Runde, sagt der erste: Ich bin Spanier, ich bin Tscheche, ich bin Italiener, ich bin Franzose. Sagt einer: Ich bin Europäer. Rufen alle anderen: Du bist Deutscher. Sind immer die Deutschen, das sagen, weil wir dieses Problem haben. Jetzt war am Wochenende der Parteitag und da war diese, diese Alice Weidel Rede, nicht Rede, sondern Rede, wo die ein sehr, sehr harten rhetorischen Kurs auf einmal eingeschlagen hat und sinngemäß oder glaube ich sogar genau gesagt hat: Wir werden die Windräder niederreißen. Das auch noch lauter. So. Und die Windräder der Schande, glaube ich sogar. Oder Windräder der Schande nieder. Also eine eine extremere Rhetorik, als sie das sonst benutzt. Und jetzt habe ich gerade Instagram aufgemacht und da sind quasi ganz viele Memes von, nicht nicht Memes, aber einfach Leute posten und dabei die Frage stellen: An wen erinnert euch das? Und das ist aus meiner Sicht genau dieses: Guck mal, Hitler hat so ähnlich gesprochen, die spricht so ähnlich. Was, also, ist es Hitler so, dass wir scheinen ja dieses Hitler-Trauma nicht weg zu sein. Ja, auch bei dem Thema, warum sagt jemand, ich bin Europäer, anstatt zu sagen, ich bin Deutscher? Das ist wirklich immer dieses Trauma. Deshalb sage ich ja, als Politiker kommen Sie da nicht ran. Wäre eine Aufgabe der Künstler. Das wäre meine Sache für die Kunst. Ich habe jetzt die Rede tatsächlich nicht geschaut. Ich kenne diesen Auszug. Da haben Sie recht. Aber man muss auch schauen, in so einer Parteitagsdramaturgie, äh ist das eben mal ein Punkt, der gesetzt wurde und kommt wieder. Das ist wie so eine Symphonie. Nicht, das ist aber, die wusste ja, was damit passiert. Und ich meine, bevor wir da in diese AFD-Strömung kommen, machen wir das Thema noch mal zu. Das heißt, aus Ihrer Sicht gibt es, wenn ich sage, eine völkische Identität? Ja, dann ist es eigentlich richtig, oder? Oder un? Das ist völkisch, natürlich schwierig. Ja, das ist ein Begriff, der tatsächlich nur in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts benutzt wurde. Ähm, also der Fachbegriff wäre, es gibt eine ethnische Identität. Ist das, das gibt es, das ist die, gibt es evident. Ja. Äh, mein klassisches Beispiel Südtirol. Alle Südtiroler sind italienische Staatsbürger, aber es ist natürlich klar, man ist entweder ein ethnischer Deutschtiroler oder man ist ein ethnischer Italiener. Und das ist auch völlig in Ordnung. Man ist ja italienischer Staatsbürger, man, man hat dieselben Rechte, aber die Südtiroler Landesregierung passt schon auf, dass eben im Straßenbild, durch die Bauvorschriften, durch die Schulen und so weiter, dieses deutschtiroler Erbe erhalten und wird weitergegeben wird. Und das ist das gelungene Beispiel. Aber natürlich haben wir in Südtirol zwei Gruppen mit je einer eigenen ethnischen Identität, und beide haben aber gemeinsam eine politische Identität als Staatsbürger der Republik Italien. Okay. Das heißt, es gibt diese ethnischen Identitäten, und Sie haben jetzt im Gespräch immer so gesagt, ja, Sie sind Deutscher, sind Deutscher. Aber ich könnte ja auch keine Ahnung, halb Italiener sein, meine Kinder sind halbslowakisch. So, wo genau würden Sie denn die Grenze ziehen? Zu, also, wenn ich eine Volksidentität Deutsch schaffe, dann muss es auch eine Volksidentität, keine Ahnung, Französisch, die gibt's ja sowieso. Genau, Türkisch. Und dann gibt's aber auch in der modernen Welt, wo wir uns ganz viel austauschen, Menschen, die sich aus diesen Identitäten zusammenfinden. Und wenn jetzt mein Kind, mein Vater ist jetzt Deutscher und meine Mutter ist Italienerin, als Beispiel. Jetzt kommen Sie mit Ihrer Botschaft: Du, du hast eine Volks-, nicht Volks-, eine Ethnoidentität, du bist Deutscher. Und jetzt sitze ich hier und bin ich: Okay, ich scheiße, ich bin halb deutscher, halb italienisch, ein Drittel irgendwas. Also, was macht das mit den Leuten, die sich nicht klar irgendeiner Gruppe zuordnen können? Ich glaube, dass die meisten, also, ich erlebe es ja, wie gesagt, ich hab meine, meine, meine jüngeren Kinder, verwitwet, äh sind, Mama ist Slowakin und sie sprechen beide Sprachen und sprechen auf Schulhof, sprechen sie in in Brüsselberg Französisch. Und da erlebe ich das, dass sie durchaus imstande sind, dass auch mit beiden Identitäten. Also, in ihrer slowakischen Klasse sind sie natürlich Teil der slowakischen Klasse, aber es ist genauso, dass irgendwann mein Sohn dann auch mal sagt, der will jetzt mal mehr von Deutschland wissen. Also, wollt am besten jeden Urlaub ist neu. Jetzt, er wollte jeden Urlaub in Deutschland machen. Das führte dann dazu, dass wir wahrscheinlich zu einem der deutschsten Orte gefahren sind, nämlich zu Karls. Häuser, denk mal. Und gesagt haben: Guck mal, das ist der Kaiser und das ist das Märchen und hier siehst du die Landschaft und so weiter. Das fand er ganz großartig. Also, die, diese, diese Identitäten sind ja teilweise auch überlappend. Also, der, wenn Sie jetzt eine Identität haben, wir sind, Sie sind jetzt Deutscher und Sie sind Franzose, dann ist das ja überlappend. Das wird, je, das wird umso schwieriger, je weiter die Kulturen, die dahinter stehen, sich unterscheiden. Also, jetzt mal deutsch-slowakisch. Wir feiern beide am Heiligabend mit dem Weihnachtsbaum Weihnachten und am ersten Feiertag gibt's halt ein großes Essen. Das ist vielleicht, ist die Speisefolge eine andere, aber das ist das ist überlappend. Sie können spielerisch, gerade als Kind, können Sie da spielerisch immer einstimmen. Risikoreicher wird es dann, wenn sie, wenn sie sagen wir mal eine deutsche Identität haben und jetzt haben sie irgendwas, was sag mal sehr, sehr weit weg ist. Es sind Hindu oder so. Das dann zusammenzubringen ist ist anspruchsvoller. Und dann, das merken wir dann auch in der Regel, entscheiden sich diese Kinder dann irgendwann für den Schwerpunkt. Ja, sie können das eine, aber sie würden dann für sich, also Untersuchung aus den USA, die ich mir da anschaue, sie sagen dann, was, wo sie sich eher beheimatet fühlen, eben sind, gehen sie eben in den Hindutempel oder gehen sie die Kirche. Sind sie ganz agnostisch und und und und suchen überhaupt etwas, was gar nichts damit zu tun hat. Es gibt's ja auch. Dann zieht man halt nach Dubai z.B. und ist dann Teil der Dubai Community. Aber das sind die meisten dieser dieser Doppelidentitäten, die wir haben, sind eher benachbart. Also, das, wir haben, wenn wir, wir haben, also Brüssel ist ja voll mit mit innereuropäischen Mischungen, wenn man so will, ja. Und das ist fast alles, ist es ja benachbart. Also, das ist dann eben deutsch-polnisch oder deutsch-französisch, dann deutsch-russisch ist häufig so, dass es, dass da ein eine sehr, sehr große Schnittmenge ist. Und ich erlebe, wie die Kinder dann eigentlich spielerisch, je nach Umfeld, da mitschwimmen können. Das ist auch eine Bereicherung für sie. So, dass das seit auseinander ist, dass es kaum eine Schnittmenge gibt, das ist zahlenmäßig sehr, sehr gering. Aber das mag es geben. Das führt dann eben zu solchen Identitätsproblemen, wie wir erst sprachen, bei der Managerin der Kulturhauptstadt, die dann da so ein so ein Ding draus machte. Ähm, aber das ist das meiste, was wir haben. Da haben wir eigentlich Schnittmengen. Und dazu kommt noch etwas, und das ist denke ich etwas, was wichtig ist. Zumindest die deutsche Kultur ist offen. Also, man kann sich ihr auch durch Willensakt anschließen. Ähm, das passiert nicht sehr häufig, aber ich erlebe das in Osteuropa z.B. viel Osteuropa unterwegs, da gibt's also Leute, die sind so große Verehrer der deutschen Kultur und deutschen Kulturgeschichte, das ist beschämend für uns selbst, wie wenig wir uns auskennen, wenn man die erlebt. Das ist das Gute, dass wir eigentlich eine offene Kultur haben. Also, Sie können sich da auch hineinlesen, hineindenken, hineinfühlen, wenn Sie das wollen. Und das ist eben das Schöne. Das ist nicht null oder eins, sondern das ist ist ein Spektrum. Man, man, man kann da reinkommen. Von daher, dass die meisten werden durch rein. Für die meisten ist die Geburt das normale, das natürliche. Und das gibt ihnen auch in einer Welt, die sehr unübersichtlich geworden ist, eine Beheimatung. Das funktioniert im Rahmen von Kultur. Ich glaub, Kultur ist relativ gut erforscht. Und wir wissen, wenn wir z.B. nach China gehen, dann haben die eine andere Kultur. Da gibt's so kulturelles Training, und das ist absolut akzeptiert, dass eine chinesische Kultur ganz anders ist, da andere Normen gelten, andere Werte gelten. Und wenn, wenn man versucht zu heiraten, beispielsweise, das ist sehr, sehr schwierig, weil die Kulturen aufeinander scheinen. So, das ist, da gibt es einen absoluten Konsens. Da wird niemand sagen, also die chinesische Kultur ist im Prinzip, so auch eigentlich deutsche. Genau. Das wird, da sind wir uns einig. Das sind, da sind sie alle einig. Und da wird auch niemand, der schon mal drüben war und mal mehr als drei, das reicht eine Minute in China, um zu verstehen, hier ist alles anders. So. Aber da, wo Sie sagen, das ist, oder wo Ihre Position sich unterscheidet von der absoluten Mainstream-Meinung, ist, sagen, das ist nicht Prägung, sondern das sind Gene. Das sind quasi chinesische Gene, sage ich jetzt mal, die für die Kultur sorgen. Dann sagen Sie aber, die Kultur, die deutsche Kultur beispielsweise, offen. Das heißt, auch jemand mit chinesischen Genen oder türkischen Genen könnte sich in diese Kultur eingliedern, sagen: Ich möchte Teil dieser Kultur sein. Was ich, würde nicht sagen, dass es jetzt Gene sind. Ich sag, ein Zusammenspiel. Es ist ein Zusammenspiel. Es ist ein Zusammenspiel von von dem, was sie an Rahmen, an Veranlagung mitbringen, und dem, was sie erleben. Es ist, es ist, es greift ineinander. Also, es ist, sie wachsen ja. Das ist, der Mensch kommt nicht als leeres Blattpapier auf die Welt, ist aber erstmal ein leerer Rahmen, und der Rahmen wird jetzt gefüllt, eben auch durch die Umgebung. Und das Problem besteht ja nur darin, wenn jetzt eben ein Rahmen da ist und da wird mit etwas gefüllt, was quasi partout mit in diesen Rahmen nicht reinpasst, was was so anders ist, dass das zu einem Identitätsproblem führt. Das, das haben wir ja. Also, wir haben, was ist sie? Es gibt irben jemand, der völlig widerspricht seiner der kulturellen Prägung auch seiner Eltern und Vorfahren erzogen wird und das führt zu Identitätsproblem. Ich im Großen, wir haben z.B. im 19. Jahrhundert hatten wir in Europa den Versuch, dass man ethnische Minderheiten versucht hat und den weltweit äh zu entwöhnen von ihrer Kultur. Also in Kanada z.B. hat man die Inuit, die die Indianer, also zum einen die, also die Ureinwohner, sowohl die Indianer wie auch die Eskimos, hat man geschnappt und hat sie in Internate gesteckt. Die Eltern weggenommen und hat sie in Internate gesteckt und dort hat man ihnen die englische Kultur beigebracht. Das wird heute als Völkermord anerkannt, weil man sagt, diese Kinder sollten im Rahmen ihrer an algebrachten, ererbten kulturellen Begebenheit aufgewachsen werden. Und die damalige Regierung hat gesagt: Nein, die englischsprachige Kultur ist so viel höher. Wir nehmen die Kinder und drehen die um. Das wird tatsächlich, also da hat sich die kanadische Regierung mehrfach für entschuldigt und Entschädigung gezahlt. Wir haben das in Europa auch gehabt im Rahmen so von von von Bewegung, dass man die nationalen Minderheiten ausgerottet hat. Also, man, man, man hat den versprochen, sie mussten dann eben Ungarn oder Franzosen und so weiter werden. Deutschland hatten wir wenig Minderheiten, weil man sagte, das, was euch als Rahmen mitgegeben ist, das ist wertlos. Ihr macht das anders. Ich erlebe eine neue Form davon tatsächlich in Brüssel. Das heißt, es gibt von kleineren Ländern, schickt man die Kinder in die englischsprachigen Schulsektion. Also, ich habe ein Bekannter meines Sohnes z.B. da sind die Eltern kommen aus Polen, der hat das erst Sprache Englisch und das zweitsprache Deutsch. Und was ist die Botschaft an das Kind? Deine Muttersprache, die Sprache deiner Eltern, ist es nicht wert, dir in der Schule gesprochen zu werden. Das Identitätsfrage ist vorprogrammiert, obwohl es alles in dem Fall europäische Kulturen sind, die sich überlappen. Und insofern glaube ich, es gibt etwas, was sie einfach mitbekommen als Kind, das ist ihr Rahmen. Und dann kommt eben dies die Prägung, die kulturelle Prägung, die familiäre Prägung füllt den Rahmen aus. Aber sie können in den Rahmen eben auch Sachen reinfüllen, die da nicht reinpassen und wo es dann zur Abstoßungsreaktion kommt. Und das sind dann Menschen, die ihr Leben lang unter Identitätsproblem leiden, die eben entweder versuchen sie dann rauszufinden, wo ihre Wurzeln sind, machen dann Reisen, oder sie hadern ihr Leben lang mit dem neuen Ort, oder sie, sie haben auch eine ganz, oder sie sind dann ganz betont das, was ihnen neu mitgegeben wurde und lehnen das alte ab. Das kann man nicht sehen, aber das ist sicher ein Punkt, äh, wo auch da muss man Mut machen, sich mit allen Facetten dieser Identität auseinanderzusetzen. Also, man muss eben einem einem einem Menschen, der sagen wir mal als Adoptivkind aus Afrika oder als nach Deutschland gekommen ist, den sollte man sicher Mut machen, mit 18, 19, 20 mal den den den der Vorfahren, der der leiblichen Vorfahren anzuschauen, weil man soll ihm gleichzeitig sagen: Du gehörst hier zu uns, alle Liebe, alle Empathie haben wir dir hier vor Ort gegeben, aber du musst es kennen. Und das, das ist das ist schwierig, aber das, das sind wenige Fälle. Also, die Masse, die wir haben, sind eben innereuropäische Verbindung. Aber ich glaube, ich würde mich dagegen wehren zu sagen, dass Kultur quasi direkt aus den Genen kommt. Aber ich würde mich auch wehren, dass man Kultur völlig loslösen kann von eben dieser Gemeinschaft, die über die Jahrhunderte an einem Ort sich gebildet und fortgepflanzt hat. Es ist ein sehr kompliziertes Zusammenspiel. Das heißt, wenn ich jetzt z.B. Türke in erster, zweiter Generation bin, dann bin ich hier geboren, habe halt irgendwie was Deutsches, habe was aus mal aus diesem deutsch-türkisch-migrantischen Community. Das sind ja häufig Leute, die nach in die Türkei fahren und die Türken sagen, die Türken in der Türkei sagen: Ja, du bist ein Deutscher. Und dann kommen nach Deutschland zurück, die Deutschen sagen: Du bist ein Türke. Sagen: Ja, wer bin ich denn jetzt? Genau. Da haben wir das so. Und dann, bestätigt, haben sie mal einen Türken in der Türkei Deutschtürken in der Türkei Türkisch sprechen hören? Es ist mit deutscher Melodie. Total lustig. Zumindest noch nicht, noch nicht bewusst. Also, man hört das dann doch raus. Dann ist das hat so bisschen diesen, gerade Kölner Umland hat so eine spezielle deutsche Sprachmelodie, die hört man. Also, ich, ich habe eine Bekannte, die kommt aus Solingen, ist hier aufgewachsen, und wenn sie Türkisch spricht, ich das zuhöre, dann merkt man die Sprechmelodie. Das heißt, gehen wir davon, gehen wir weiter in der Argumentation, unterstellen, dass sie mit ihrer Gen-These, die ja extrem angegriffen wird, dass das ist absolut, diese Ethno-These ist ja super schwierig, super schwierig, super schwierig. Auch wenn sie, wenn so ein bisschen die Emotion rausnimmt, scheint ja irgendwie zumindest nicht ganz verrückt zu sein. So heimlich an, wir ja immer, wenn wir unsere Kinder angucken, dass da schon was dran sein könnte. Aber es ist natürlich klar, man muss es auch so formulieren, dass es erträglich wird. Und diese Erträglichkeit kommt nur hin, wenn man zum einen festhält, dass man eben, es ist nur ein Rahmen, und ich selbst habe auch eine Chance, letztlich, was wie in dem Rahmen, was mache. Also, ich, ich darf es nie dazu kommen lassen, dass es so eine Art Determinismus ist, dass alles vorgegeben ist. Das wäre auch, es ist falsch und B würde es ja jetzt sich den freien menschlichen Willen und damit auch unsere Entscheidungsfähigkeit komplett negieren. Das, das geht nicht. Sondern ich muss eben zum einen sagen: Jawoll, es gibt ein Rahmen, aber was ich in dem Rahmen mache, das entscheiden ursprünglich mal die Eltern anhand der Förderung, und danach entscheide ich es. Und deshalb sage ich: Ja, mach was draus. Das mach was draus richtet sich ja nicht an die Gene, sondern ans freie Individuum. Das freie Individuum soll das quasi ergreifen und blühen lassen. Aber wer das freie Individuum jetzt verneinen würde und sagen, es ist alles vorgegeben, das wäre ein Extremist. Das wäre Extremismus, weil dann ist der Mensch weg. Dann ist ja der Mensch als freies, autonomes Wesen ist weg. Aber wenn ich sage, es gibt überhaupt nichts, was ich mitgenommen habe, es gibt gar kein R, dann bin ich außerhalb der Wahrheit. Dann gibt halt, okay, zu sagen, es gibt einen Grundrahmen, der genetisch irgendwie durch Familie oder ich sag mal, die größere Familie, die dann irgendwann eine Art Ethnozentrum, nicht Zentrum, sondern Ethnie bildet, ist irgendwie vorgegeben. Aber es könnte durchaus sein, dass es jetzt einen Deutschen gibt, der mehr den Salsa im Blut hat als ein Spanier. Aber im Schnitt haben die Spanier mehr Salsa im Blut. Das ist eine statistische Normalverteilung. Wir haben eine Gaußsche Kurve. Und wenn Sie jetzt die Gaußsche Kurve der Salsa-Begeisterung vergleichen und Sie legen die spanische Kurve mit der deutschen übereinander, haben Sie eine Überlappung, aber der, der, der Durchschnitt wird in Spanien deutlich Salsa-geneigter sein als und die besten Salsa-Tänzer werden aus Spanien vermutlich. Okay, das habe ich verstanden. Jetzt ist die Frage, was heißt das denn für, wenn man das als Wahrheit annimmt, was heißt das denn für uns, unsere Zukunft und was sollen wir jetzt damit machen mit der Erkenntnis? Wir sollten zunächst einmal immer versuchen, treu zu uns selbst zu bleiben. Also, wir sollen uns nicht für das schämen, was wir einfach sind, sondern wir sollen das, was wir einfach sind, mit großer Freude und Selbstbewusstsein annehmen und etwas Gutes draus machen. Also, dieses Wegrennen vor sich selbst ist das Gefährliche, glaube ich. Dieses dieses sagen, ich bin jetzt Europäer, was ist das eigentlich? Man geht in Wahrheit allen anderen Europäern furchtbar auf den Sack damit, wenn man das so sagt. Deutschland macht, sondern sollen die Deutschen einfach sagen: Okay, wir sind jetzt nicht die größten Salsa-Tänzer, aber dafür bauen wir gute Autos. Bauen wir gute Autos, dann bauen wir halt gute Autos. Und danach, ist doch mal, ist doch mal ein Anfang, oder? Wir sind jetzt vielleicht nicht die lustigsten Unterhalter am Abend, aber dafür haben wir halt, sind wir gute Gastgeber und und und wissen, wie man, wen man alles vorbereitet. Eins ergibt ergänzt das andere. Aber wir sollten den Mut haben, das, was wir wirklich sind, auch gut zu sein und einzubringen. Dieses mach was draus ist mein ist das wichtige ist das wichtige Punkt. Du hast es, wirfst es nicht weg. Du hast eh nichts anderes. Wenn du weg wirfst, hast du gar nichts. Das ist ja nun ganz klar. Wenn du weg wirfst, was bist du? Wenn du ein Mann bist und sagst, willst kein Mann sein, willst eine Frau sein, bist du am Ende ja trotzdem ein Mann, halt nur ein verstümmelter Mann, der ein Hormoncocktail nimmt und scheußlich aussieht. Ja, Frau mit Bartwuchs. Also, dann sei doch einfach ein Mann. Und okay, du bist jetzt nicht mit dem einverstanden, wie es läuft, und dann musst du halt in die Muckibude gehen. Muss ich übrigens auch. Müsste ich ja. Ist bei ihm besser. Darum geht es. Wir sind bei bei der heutigen jungen Generation an einem Punkt angekommen, wo wir absolute Basics als Raketentechnologie vermitteln müssen, weil keine Basics mehr da sind. All das, was ich jetzt sage, wäre ja noch vor 20, 30 Jahren banal. Hätten wir in zwei Minuten abgehandelt. Ja, ja, okay. Jungs sind Jungs, Mädchen sind Mädchen. Fußball und wenn irgendwas falsch läuft, kalt. Genau. Und wenn Mädchen Fußball spielen will, dann darf die auch mit Fußball spielen, darf die, weil wir tolerant sind. Aber willst du nicht doch lieber zum Ballett-Kurs gehen? So, oder Cheerleader? Und da, da ist ja quasi so ein Reibungspunkt vorprogrammiert, weil, weil alles ja normal verteilt ist, wird es Mädchen geben, die wirklich abstrus gerne Fußball spielen. Ja, aber eben wenige. Aber genau, weniger. Wenn ich jetzt aber allen Mädchen sage, Fußball ist nur was für Jungs, dann diskriminiere ich damit ganz wenige, aber einige sehr, sehr hart. Und dafür haben wir aber immer, genau, das hat man früher mit dem Begriff der Toleranz gelöst, indem man sagt, wir sind auch Toleranz für das, was eben nicht nicht das normale, übliche, standardmäßige ist. Und heute tut man aber so, als sei das das Ziel. Streng dich an und du kannst es wechseln, während man hingegen den Mädchen, die das klassisch Mädchenhafte tun, eher sagt: Ist das nicht ein sexistisches Rollenmodell? Genau. Mach mal bisschen Sci-Fi, du musst programmieren lernen. Okay, das auch, wenn ich das nicht interessiert. Mach das mal, mach das mal, mach das mal. Okay, genau. So. Und dagegen wehre ich mich. Ich sage einfach: Pass auf, mach es. Und wir finden auch für die einen Weg, die wirklich gern freiwillig, mega gern Fußball spielen. Aber wir wollen uns jetzt mal doch wieder auf.
Die konzentrieren, die einfach ihr Mainstream folgen. Also, du sagst, pardon, du, sie, mir ist es, sie sind älter. Sie sind älter, deswegen kann ich nicht nach zwei, nach über zwei Stunden finde ich, sollten wir zum Du wechseln. Gerne machen. Ne, ich bin der Ben, er freut mich sehr. So, lustigerweise war das das der erste Podcast, wo ich jemand gesizt hatte. Aber du kommst ja aus der Politik und bist aus meiner Sicht, das hat mich ohnehin schon gewch. Das ist ja bei dir die äh die Marke, dass man sich sieh oder so. Nee, nee, überhaupt nicht, überhaupt nicht. Aber ich kann dir das ja nicht anbieten und also, ich kann dir das ja schon, kannst sagen, das ist hier Standard. Wir sind, das ist ja überhaupt nicht Standard, weil jeder kann hier so sein, wie er ist. Und wenn du sagst, pass auf, nenn mich bitte Doktor, weil ich habe da viel für Arbeit, würde ich das auch machen. Das war so, ich hatte den Doktortitel und war schon im MBA-Studium und dachte, was mache ich jetzt? Da war noch am Überlegen und dann kriegten wir eine E-Mail von unserem super Professor Organisationssoziologie, da war unterschrieben mit "Best Paul". Da habe ich gedacht, wenn der sich mit Paul anreden lässt, ist alles kein Max.
ALR, verstanden, verstanden. So, du, du sagst, mach was draus. So, du hast nicht viel, aber du bist, du bist jemand, mach was draus. Und dazwischen liegt ja der Prozess, ist ja, erkenne dich erstmal selbst. Also, finde in dir, wer du bist und dann mach das, was du willst. Und die Wahrscheinlichkeit, wenn ihr da draußen, ihr Jugendlichen, euch alle findet, alle individuell findet, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ihr entdeckt, ich bin jetzt ein Junge oder ich bin Mann oder ich bin eine Frau und ich habe gewisse Interessen. Ich kann jetzt so ganz platt, bau z.B. gerne Autos. Sch, es ist ja jetzt keine Zauberei. Es geht auch damit los, ich sage erstmal Mann oder Frau. Da laube ich mir schon den bösen Spruch. Also, wer das nicht weiß, weiß wenig. Das ist meist, das ist ja selbst denen klar, die damit hadern und sich schon überlegen, ob sie den Schnitt machen sollen.
Das zweite, was ich sage, ihr seid Kinder eurer Eltern. Eltern sind bisweilen anstrengend, ne? Wir sind beide Eltern. Und dann sage ich, aber ihr solltet eure Eltern trotzdem, ihr solltet sie respektieren, selbst wenn sie komische Dinge machen, z.B. CDU wählen. Es ist ein beliebter Lacher in ihrem Saal. Ja, und ihr sollt sie respektieren, aber ihr sollt nicht alles machen, was sie sagen. Respektiert sie, sie haben es. Es ist auch, ja, Eltern sind anstrengend, aber es ist auch nicht immer leicht, Eltern zu sein. Das wissen wir beide. Also, ein paar Jahre Schlaf sind weg und so.
Das nächste ist, interessiert euch für eure Vorfahren. Die sie haben das aufgebaut. Zweifall, damit wird's schon politisch. Ja, weil das ist, da sind wir schon, we dir sind schon auf dem Weg insf. Dann sage ich, im hier geht's mir gar nicht um Geschichtspolitik. Hier geht's mir um äh um einfach menschlichen Anstand. Das gehört dazu, dass man mit seinen Vorfahren und so weit im Rein ist. Da habe ich schon wieder, da habe ich erstmal Applaus und erleichterten Applaus, dass ich eben nicht Geschichte mache. Und dann sage ich, macht euch klar, ihr seid nicht allein. Schaut euch um, ihr seid hier in der Gemeinschaft. Ihr seht ähnlich aus, ihr tickt ähnlich. Es sind ähnliche Geschichten der Eltern, der Vorfahren und so weiter. Ihr seid ein Volk.
So, und jetzt sitzt da aber jemand, bei der türkisch aussieht oder schwarz ist. Dann sage ich, das gilt für ihn auch. Er hat eben jetzt entweder die Chance, sich willentlich mit einfach reinzubinden, was in der Regel der Fall ist. Oder aber er sagt, ich mach dasselbe im Rahmen meiner Community. Aber wir haben so viel Überlappung und Freundschaft, dass wir uns, weil wir beide wissen, wer wir sind, verstehen. Ich glaube, dass ein Großteil der Integrationsprobleme, die wir in Deutschland haben, etwas damit zu tun hat, dass die Migranten diese Deutschen sehen, die überhaupt nicht mehr wissen, wer sie sind und sagen, Gottes Willen, da will ich nicht dazugehören.
Ich, ich nehmen wir doch mal einen Jungen, einen jungen Türken. Der hat ja die Option ganz klar zu sagen, ich identifiziere mich jetzt mit mit meiner türkischen Linie und entwickle mich in diese Kultur und diese Gemeinschaft rein. Und dann sieht er seine seine deutschen Klassenkameraden, die sagen, ich bin Europäer. Ja, ja, Gott, warum soll der arme Kl dann, ich bin auch Europäer. Natürlich, Witzfiguren. Der Case dafür wäre ja, wir sind ein großer Kontinent mit mehreren Kulturen und wir sind, wir haben so viel Vielfalt in Europa, dass Europäer zu sein was Cooles ist. Wobei das zu definieren ist vermutlich sehr schwierig. Aktuell ist es die Aussage, ich bin Europäer. Ja, vor allen Dingen die Aussage, ich will nicht das sein, was ich wirklich bin. Es ist ja eine eine Verneinung der nah liegenden ethnischen Identität aufgrund etwas Konstruierten in der Hoffnung, all diese Diskussionen, die wir jetzt seit zwei Stunden, sparen sich selbst sparen zu können. Und das ist ja, wenn man sich, wenn man flieht, ist es ja kein Zeichen der Stärke. Und natürlich, die türkische Kultur und viele Einwandererkulturen sind ja Kulturen, die vor allen Dingen auf Stärke achten. Das heißt also, ein, wenn man da hingeht und sagt, passt mal auf, Freunde, ich bin Deutscher, finde ziemlich cool, dass ich Deutscher bin, aber Respekt, Türkei ist ohne Frage eine große Nation über Jahrhunderte. Wir haben ja auch Jahrhunderte lang zusammengearbeitet. Das matcht doch. Da ist man sofort, ja, also da kommt man auch mit dem Messer in der Kille wieder heil aus dem aus dem Friseur. Aber wenn ich da natürlich reinkrieche und den erzähle erstmal irgendwas von europäischer Vielfalt, ich weiß nicht, also entweder würde man gar nicht rasiert werden oder aus Versehen wäre da bestimmt ein Schnitt passiert.
Ja, man muss es ja auch sehen, das ist ja unattraktiv, dieses dieses softit to. Also, die, gerade auch für junge Leute, junge Leute, die sich selbst entwickeln. Vielleicht ist jetzt ein bisschen männerzentriert, über Frauen müsst ihr noch mal extra sch drehen. Du bist ja ein Mann, deswegen kannst du ja aus eigener Erfahrung sprechen. Genau. Menschen, die mit sich selbst, mit dem, was sie objektiv sind, im Reinen sind und die da auch eine gewisse Zufriedenheit ausstrahlen, werden nach meiner Erfahrung, ich habe die Welt durchaus bereist, weltweit ernst genommen. Und sie haben wenig Negatives zu befürchten, weil sie zumindest erstmal respektabel sind. Aber so Leute, die sich ständig für sich selbst entschuldigen, also, wer sich selbst zum Wohm macht, wird getreten werden. Und in einer, gerade in dieser westdeutschen, letztlich doch sehr multiethnischen Gesellschaft, die wir einfach sind, kann man gerade den jungen Deutschen empfehlen, selbstbewusst, aber freundlich und offen aufzutreten.
Wenn man das jetzt auf diese Persönlichkeitsentwicklung, Spiritualität, würden die auch wieder alle zustimmen. Die sagen, wenn du sagst, zum einen, sei du selbst, mach was aus dir und erkenne dich selbst. Sei du selbst. Niemand würde sagen, bitte sei jemand anders. Versuche so zu sein, versuche so zu sein. Die ganz Linken würden schon sagen, du musst dir critical. Ich meine, wir haben, können mittlerweile an deutschen amerikanischen Universitäten Critical Whiteness studieren. Da würde man sagen, sei dir immer bewusst, dass du durch das, was du bist, was du bist, hast du ein ethnisch, ein ethisch unakzeptables weißes Privileg. Und dieses Privileg führt zu einem inhärenten Rassismus. Also musst du bei allem, was du sagst, die Möglichkeit dieser rassistischen Implikation mitdenken und dich selbst zurücknehmen. Das wäre jetzt ein antirassistischer Diskurs an der Universität zu Köln.
Also, Moment, das heißt, die, das ist, das ist ernst und das ist keine Satire. Das ist, ja, ich, keine Ahnung, ich höre da immer viel, die, die anderen. Mir fällt es tatsächlich schwer, manchmal zwischen Satire und Realität. Das geht mir. Ich habe gestern einen Tweet von Konstantin von Kotz mit kommentiert und, also mit Kommentar retweetet, worauf dann mein Assistent anruft und sagt, merkst du nicht, dass es ein Satire-Account ist? Sage ich, ne, das ist doch genau dasselbe, was der andere auch sagt. Ja, aber der heißt halt Konstantin von Notz und ich Konstantin von Kotz. Also, bitte lösch es.
Völlig korrekt. Ich bin auf dem Satire-Account reingefallen, weil mittlerweile Satire und Realität bei manchen meiner linken Kollegen nur noch begrenzt auseinanderzuhalten ist. Mein absoluter Lieblingsaccount ist halt @burgpress, das ist der Parodie-Account von Annalena Baerbock. Und da ist @burgpress signifikant intelligenter und präziser als der Hauptaccount. Gut, das sagst du jetzt. Sagen sicherlich andere anders. Aber um auf dieses Rass, sagt das Gegenteil. Alle anderen sagen, nein, ist okay. Also, das Rassismus, immer das Rassismus-Thema. Das heißt, es gibt, man weiß, also sozusagen, das ist die Position, Rassismus ist schlecht. Was ist Rassismus? Zu sagen, Menschen unterscheiden sich anders als die große Menschenfamilie. Es gibt quasi Rassenunterschiede, Ethnounterschiede. Das würde noch nicht Rassismus. Rassismus wäre bei mir, wenn ich sagen würde, ähm, es gibt Hierarchieunterschiede.
So, genau. Stopp. Aber nicht für dich. Aber so, das, das ist, was die linke Seite sagt. Die linke Seite sagt, wir sind eine große Menschenfamilie. Es gibt keine Rassenunterschiede. Also, die Gene bestimmen nicht, welche, welche Gruppe du angehörst. Genau. Völlig. Wir sind alle weiße, weißes Blatt Papier und es ist alles gleich. Außer du bist weiß, weil dann, wenn du weiß bist, hast du einen inhärenten Rassismus, der ist stärker ausgeprägt oder der ist überhaupt ausgeprägt. Die anderen, nicht-weißen, die sind ja quasi deiner Gewalt historisch zum Opfer gefallen. Daran kannst du sehen, dass es offensichtlich dieses genetische in dir gibt, was du dir abtrainieren musst. Was, was auch quasi, egal, auch wenn du in einer schwarzen Familie groß geworden bist, bist du trotzdem ein, hast ein, diese, die weiße Rasse in dir. So, das ist ja total Banane. Das ist ja logisch einfach überhaupt. Das ist Selbsthass. Es ist Selbsthass.
So, und das sehen wir auch in, keine Ahnung, ihr werdet ja immer so als antidemokratisch beschimpft, aber ihr seid ja demokratisch gewählt. Und die, die Gegner von euch sagen, ja, Demokratie schützen, indem wir quasi die anderen ausgrenzen, also euch ausgrenzen. So, das, das, wir schützen die Demokratie, indem wir ein Drittel der Wähler das Stimmrecht nehmen. Ja, genau. So, ungefähr so. Das, das demokratisch sein soll. Das ist ja eben, eben. Also, diese linke Antirassismus-Theorie ist ja zutiefst rassistisch. Halt rassistisch gegen Weiße. Das ist auch wieder okay. Und auch Männer, Frauen. Du darfst halt gegen Männer sein, aber auf keinen Fall gegen Frauen. Das ist dann quasi, wo es Männer und Frauen gar nicht geben soll. Ja, das macht alles überhaupt gar keinen Sinn. So, aber es wird praktiziert. Auch Universität zu Köln, bin ich 100% sicher, gibt's einen Studiengang Critical Whiteness. So, aber nur, weil auf der Seite irgendwo Leute sind, die offensichtlich den Verstand verloren haben und das möglicherweise in Institutionen eingegliedert ist, heißt das noch lange nicht, dass ihr da von der AFD nicht die nächsten Hitler Leute seid.
So, das heißt, wenn ich jetzt nicht, wenn ich sage, okay, dieses Gender-Gaga, das ist Banane, aber jetzt, ich will auch nicht den nächsten Hitler wählen. So, so, ich will irgendwie, dass es vernünftig ist. Das, keine Ahnung, wenn einer mit dem Messer abgestochen wird, dann soll der bitte abgeschoben werden. So, und der soll idealerweise auch gar nicht hier sein. Und dann danke ich, okay, warum hat er denn das Messer dabei? Der ist da bestimmt benachteiligt. Ich entschuldige mich für so diese ganze, das macht da alles keinen Sinn, ne? Wenn einer straffällig wird, dann muss er bestraft werden. Das ist die Natur. So, und alles. Das wäre jetzt so meine Position, die quasi nicht satirische, einfach vernünftige, wo ich so an den Leuten rüttel, denke, seht ihr, bescheuert. Wir müssen noch das Problem verstehen, um zu reparieren. Wenn du sagst, was Problem ist, können wir reparieren.
So, und jetzt sind wir aber dann da, dass die eine Seite ist halt diese auf der ganz, auf dem ganz extremen Spektrum des Wogaga. Und dann kommt ihr. Und jetzt meine Frage, die von vor einer Stunde sozusagen, du hattest das differenziert, das das Kriterium genannt, Extremismus hat für dich und ich setze dich jetzt mal tatsächlich, fange dich das erste Mal an, in eine Parteiposition zu stellen. Äh, das geht nicht. Und Extremismus gleich Gewalt. So, habe ich gesagt, okay, aber ihr seid ja auf dem Weg, ein Teil der Regierung möglicherweise zu stellen. Jetzt, was ich ganz viel erlebe, ist, wenn die AFD gewählt wird, dann werden und das ist dieses Remigrationsargument, alle Menschen, die diese weiße Rasse nicht haben, möglicherweise in KZs gesperrt und umgebracht. Und dann sagen so, wirklich, wollen die KZ? Also, das scheint sehr weit weg, aber es ist natürlich, keiner weiß, was passiert. Aber zumindest ausgewiesen. Und dann kommen Leute, die halt in der zweiten, dritten Generation in Deutschland sind, sagen, ich möchte nicht ausgewiesen werden, weil das ist so, das ist hier meine fucking Heimat. Ich spreche gar nicht mehr Türkisch. So, aber der Kra will mich ausweisen und aus dem Land verbannen. Und ich, keine, die das will ich nicht. Wo ist eure möglicherweise nicht Extremismusdefinition, sondern wo sagt ihr, wenn wir, ich Deutschland aufgeräumt haben, dann ist das der feine ST, dann sind wir fertig?
Also, wir würden bei der Ausweisung, das Ding hat mir wirklich viel geschadet, weil das ging, das ging los, dass ich mit meinen ersten Videos über die türkische Community angefangen habe und dann kam eben genau dieses, diese, diese Poam-Geschichte, die ja so zwei Drittel gelogen ist. Dann kriegte ich 1000 Nachrichten über Instagram, Herr Kr, ich finde sie super, aber werde ich dann auch abgeschoben? War verheerend. Also, gut, wo ist, wo ist der, wo ist der Punkt? Also, der, der erste ist, dass ich bei den, also, wir haben, wir haben bei den Syrern, die 2015 gekommen sind, sind immer noch über 50% im Bürgergeld, fast 10 Jahren. Also, ich, ich glaube, wer, wer es nicht schafft, sich in einer angemessenen Zeit hier selbst zu versorgen und in die Gesellschaft so einzugliedern, dass er zumindest nicht allen auf auf der Tasche fällt, sondern vielleicht sogar noch kriminell wird, er ist zu Hause besser aufgehoben. Das ist nicht mal, dass ich ihm was Böses tue, aber wer, wer 10 Jahre lang arbeitslos in Deutschland ist, der hat im besten Fall ein Alkoholproblem und im schlechten Fall ist er radikalisiert, denn das macht einen ja wahnsinnig, wenn man die ganze Zeit nur zu Hause sitzt.
Also, das ist das eine, dass wir sagen, also, wir reden erstmal nur über Nichtstaatsbürger. Und da würde ich ganz klar sagen, der, der Hebel ist die Geldzahlung. Also, wir, ich möchte nicht, nicht-deutsche Staatsbürger dauerhaft in Deutschland aus Sozialkassen, die eh in der Schieflage sind, alimentieren. Und, und da sage ich, okay, ihr kriegt kein Geld mehr, aber wir zahlen euch eine Prämie, wenn ihr zurückgeht. Und das kann man auch machen. Und da wäre sehr viel geholfen. Die Chance besteht jetzt gerade. Und bei allen anderen muss man ganz klar sagen, also, das ist eine freiwillige. Ich habe immer gesagt, Remigration ist ein freiwilliges Verfahren, dass man auch Angebote macht, dass man einfach sagt, bis auf, wenn ihr hier euch unwohl fühlt, euch fremd fühlt, äh, wir würden unterstützen, dass es deutsche Investitionen in euren Herkunftsländern gibt. Ist das für euch eine Option? Aber nicht mit Zwang.
Also, dieser Glaube, man könne Leuten Bescheide schicken, guten Tag, bitte verlassen Sie das Land, das klappt, das ist vorbei. Also, die, das deutsche Verwaltungsverfahrensgesetz und auch die deutsche Polizei ist nicht in der Lage, im großen Stil abzuschieben. Wir, wir schieben zurzeit irgendwie 30 Leute ab im eigenen Flugzeug. Es ist, Abschiebung ist ja nahme, sondern wenn wir von Remigration sprechen, sprechen wir von ökonomischen Anreizen. Das heißt, zum einen, dass wir sagen, wir wollen keine nicht-deutschen Staatsbürger dauerhaft hier bezahlen und alimentieren. Wenn das weg ist, wenn das, wenn der Bürgergeld weg ist, s nicht mehr alimentiert werden und man vielleicht sogar sagt, in deinem Herkunftsland gibt's auch mit deutscher Hilfe jetzt eine eine Investition oder in Industriepark, dann gehen die freiwillig. Freiwillig, kein Zwang, aber sie gehen. So.
Und bei allen anderen ist es tatsächlich so, dass man da auch Gruppe für Gruppe sich anschauen muss. Das sind ja die Gruppen, haben ganz verschiedene Ursachen, also ganz verschiedene Gründe, warum sie hergekommen ist. Ja, zwischen einem Gastarbeiterkind der dritten Generation, der hier Staatsbürger ist, besteht ja jetzt ein Unterschied als sagen wir mal ein Boat People, der ist aus dem anderen Grund gekommen. Und, und oder jetzt sagen mal Kurde, der vielleicht vom Krieg geflohen ist. Man muss da differenzieren. Aber ich habe immer auch gegen die Heißdüsen in den eigenen Reihen darauf hingewiesen, dass die Vorstellung, man man könne im großen Stil abschieben, steht auch in meinem Buch drin, ist absurd. Es gibt keine rechtlichen, keine völkerrechtlichen Möglichkeiten. Sondern was wir sagen müssen, wir müssen sagen, wir müssen schauen, dass wir zunächst mal die Sozialhilfeempfänger, die dauerhaften Sozialhilfeempfänger, dass wir denen das Geld streichen, dass sie entweder anfangen zu arbeiten oder gehen. Und wie bei allen anderen reden wir lediglich über Optionen, dass man sagt, wenn du freiwillig gehst, bleiben wir frei. Gibt deutsche Investition vor Ort, du behältst auch deine deine Staatsbürgerschaft, wenn du sie hast, wenn du, wenn du hier Aufenthaltserlaubnis hast, hast in Zukunft visumfreier Ein- und Ausreise. Wir eröffnen die Optionen, wenn du und wir zugleich zu dem Ergebnis kommt, dass du vielleicht in deinem Heimatland besser aufgehoben bist.
Und ich erzähle immer eine Geschichte, wo mir das das erste Mal klar geworden ist. Ich, es war Bahnstreik, das gibt's ja in Deutschland öfter und ich bin Flixbus gefahren und bin nachts um 4 Uhr oder um 3 Uhr im Karlsruher Hauptbahnhof gestrandet. Es war kalt, bisschen wärmer als heute, aber es war kalt. Und dann saß ich in dieser Halle und da kam ein Somalier, offenbar Ostafrikaner, vermute Somalia, und lief singend barfuß in Badeschlappen durch diese Bahnhofshalle. Wird dieser Mann jemals in Deutschland glücklich? Absolut nicht absehbar. Nicht. Der, der, der kommt mit dem Klima, mit der, mit dem Tagesrhythmus, mit mit dem Arbeitsmarkt, mit der Bürokratie kommt er nicht klar.
Das nächste Beispiel war in Rastatt. Da hatte ich einen Vortrag. Da wurde am Vortag von der Polizei einer, der mit dem Messer bewaffnet zum Ausländeramt ging, hat durch einen Schuss außer Gefecht gesetzt. Was war passiert? Der war auch Somalia in Rastatt gelandet, hatte keinen Job und hatte keine Freundin und hat im Internet eine Somalierin aus Ägypten kennengelernt, angeblich. Und wollte die zu sich holen. Ist also mit dem Internet-Ausdruck zum Ausländeramt in Rastatt gegangen und hat gesagt, ich hätte jetzt gerne Pass für meine Freundin. Hab die ihm höflich gesagt, ist sieht es ausländerrechtlich nicht vor. Ist er zurück in seine Unterkunft und hat sich halt ein Argument geholt, das Messer. Der Mann ist also Single, er ist arbeitslos, er hat keine Chance, eine Frau hier zu finden. Er hat keine Chance, seine Internetbekanntschaft hierherzuholen. Er hat offenbar keine Chance, ein Job zu bekommen, weil so viel Jobs für nicht-qualifizierte, die die deutsche Sprache nur kaum können, haben wir nicht. Er ist in einem, in einer Umgebung, die ist nicht für ihn geschaffen. Sie ist klimatisch nicht für ihn geschaffen, sie sozial nicht für ihn geschaffen. Er passt hier nicht her. Er ist hier gestrandet, hergelockt worden durch Irrtum, falsche Versprechungen. Wir haben sehr, sehr viele Menschen in diesem Land, die sind hier gestrandet und deshalb sind sie auch so erfolglos, weil sie in einer völlig fremden Umgebung nicht reüssieren. Wenn ich dich jetzt nehme und ich lade dich einfach mal in Djibouti ab, wirst du auch nicht reüssieren. Also, du kriegst in Djibouti kein Podcast hin, wo du das. Aber in Südafrika beispielsweise schon, da vielleicht schon. Aber außerhalb der See bist du in Djibouti gelandet. Und ich tue vielen Menschen einen etwas Gutes, wenn ich ihnen mal zur Seite nehme und sage, pass mal auf, du bist jetzt 5 Jahre hier, du bist 5 Jahre arbeitslos, bist 5 Jahre Single, deine Wohnung sieht aus wie scheiße. Wir können ja nicht versprechen, dass es besser wird, weil wir hätten vielleicht maßgeschneidertes Angebot, weil in Ostafrika, wo du reüssieren kannst, wo deine deutschen Sprachkenntnisse, die du hast, dir helfen werden, wo du vor Ort ein Leben allein hinbekommst, wo wir Freunde bleiben können. Ich sag dir, 60%, 70% sagen sofort, mache ich, mache ich. Was wollen die hier? Der reden wir doch, wer hier reüssiert, wer hier erfolgreich ist, wer hier sein eigenes Unternehmen hat, wer hier seinen Job hat, der geht logischerweise nicht. Nur das, sage ich ganz offen, den lasse ich auch nicht gehen. Aber wer hier wirklich gestrandet ist, anfängt zu saufen, anfängt sich zu radikalisieren, kriminell wird, tun wir ihm einen Gefallen, schicken wir zurück.
Ja, du hast das eingeleitet. Wäre ich und sachlich nicht möglich. Die deutsche Polizei hat nicht die Möglichkeit, das in großen Stil zu machen, auch völkerrechtlich nicht. Sobald irgendwelche Trottel anfangen von solchen, also, wer immer anfängt mit irgendwelchen großen Fantasien, ja, dann kommen die Abschiebezüge und so weiter. Es ist das gesamte humanitäre Völkerrecht, das wir haben, ist nach dem Krieg entstanden, genau um das zu verhindern. Die Genfer Flüchtlingskonvention ist geschaffen worden, um das zu verhindern. Es ist, man hat gelernt, man hat rechtliche tatsächlich Maßstäbe aufgebaut, um so etwas zu verhindern. Wer das vorhat, geht gegen die Genfer Konvention, er geht gegen die Menschenrechtskonvention, gegen Grundgesetz sowieso. Aber das hat Hitler ja auch gemacht. Und ihr seid ja quasi dann wie Hitler. Und das ist die Sorge. Aber man hat ja diesmal vor, also Hitler hatte noch keine Menschen, Menschenrechtskonvention, keine. Aber hätte die Menschenrechtskonvention gegeben, hätte Hitler nicht gesagt, oh, was mache ich jetzt mit den? Kann ich ja nicht bauen, scheiße. Das, das mag sein, aber ich glaube einfach, die, die, also diese, diese, ja, also, wer, wer uns unterstellt, dass wir in Wahrheit, dass ich, also immer heimlich in meinen Keller gehe und mir so ein schwarzes Bärdchen dann anklebe und mit schnarrender Stimme irgendwie in meinem Keller rumbrülle, den werde ich nie überzeugen, dass ich harmlos bin.
Ja, fairerweise, ich weiß nicht, ob es so Memes gibt, aber wenn man die Frau Weidel den Bart anmalen würde, dann würde es auf den Außenstehenden so aussehen. So, und ich sage nicht, dass ihr Nazis seid, sondern ich versuche ja, ja, ich weiß, es gibt Leute, die das halt unterstellen. Gen, aber ich versuche diesen Punkt rauszuarbeiten, weil wenn du sagst, es gibt recht, wir, wenn du sagst, es gibt ethnische Unterschiede und es gibt einen Wert in der deutschen Kultur und den gilt es zu erhalten oder wiederherzustellen. Das hast du nicht explizit so gesagt, aber das nehme ich zwischen den Zeilen mit. So, und dann haben wir einen massiven Einfluss von außen durch mehrere Flüchtlingskrisen, jetzt Millionen Menschen, die nicht nur andere Kulturen haben, wie möglicherweise die, die türkischen Gastarbeiter, die in den 60ern gekommen sind, sondern die auch noch zu gro, nicht großen Teilen, aber große Teile der Kriminalität oder der Gewaltkriminalität sind auf da einige wenige Gruppen zurückzuführen. Ganz genau. Das, das scheint so zu sein. So, und jetzt hast du diese, wenn man dich fragen würde, hey, wenn, wenn du Gott wärst, könntest du das, bisschen schwierig, aber wie stellst du dir ein es Deutschland vor, unabhängig davon, was möglich ist? Dann würde ich jetzt aus deinen Positionen entnehmen, pass auf, wäre besser, wenn ich in die Hände klatschen würde und bestimmte Bevölkerungsgruppen wären nicht mehr da. Bevölkerungsgruppen, das kann man jetzt diplomatischer und weniger diplomatisch. Die Probleme machen. So, also, ich meine Gewalttäter. Das ist ja, dass irgendjemand sagt, pass auf, mehr Gewalttäter rein. Das ist ja, also, gibt's auch, aber das ist klar. Und jetzt ist dann sagst du, e, okay, das, wir haben Schwierigkeiten, das abzuschieben. Wir hätten gerne ein, und ich wähle diese Formulierung bewusst, ein reineres Deutschland. Und versuchen das jetzt irgendwie mit Mitteln, die auch gangbar sind, zu organisieren. Und sagst du, Abschiebezüge, wie die möglicherweise aus bestimmten Reihen irgendwelcher Gruppen gefordert werden, das geht nicht. Das geht operativ nicht, das geht rechtlich nicht. Also müssen wir es irgendwie anders machen. Aber wenn doch die Grundvision ist, dieses reinere Deutschland herzustellen, wenn man über die Zeit nur lang genug das macht, dann wird das ja passieren. Und wenn in Phase 1 beispielsweise ganz nette Angebote gemacht werden und tatsächlich klingen diese netten Angebote so. Ich habe schon viele Kündigungsgespräche in meinem Leben geführt. Die klingen halt so, du mit deinem Stärkenprofil bist du in einem anderen Unternehmen wahrscheinlich besser aufgehoben. Und die heulen trotzdem alle, weil für die die Welt zusammenbricht. Nicht alle, aber viele. Die für die die Welt zusammenbricht. Und ist noch keiner irgendwo gekündigt worden. Scheiße, mein Stärkenprofil ist woanders besser eingesetzt. Sondern die würden immer sagen, scheiße, ich habe meinen Job verloren. Oder scheiße, ich, und das, ich bin da nicht gewollt. Und dann, wenn man sozusagen jetzt operativ und ich stelle mich, wie gesagt, bewusst auf diesen Avocado-Diabli-Standpunkt, dann nehme ich erstmal die größeren Bevölkerungsgruppen raus, wo ich sagen kann, pass mal auf, ihr kriegt kein Bürgergeld mehr. Da sind schon mal ganz viele weg. Und die, die noch da sind, dann den ersten Monat gibt's 1000 Euro für die, die gehen. Im nächsten Monat, die, die noch da sind, kriegt 2000 Euro. So, dann schaffe ich als erst positive Incentives. Und dann sagst du, ja, dann müssen wir mal mit den sprechen, die sollen ja freiwillig gehen. Und dann gibt es, wenn ich jetzt an die Corona-Zeit denke, gab es und das sagen die Impfbefürworter, niemals einen Impfzwang. Jeder, der was anderes behauptet, lügt. Und dann sagen all die Ungeimpften, ihr habt uns fucking ausgegrenzt aus der Gesellschaft. Und jetzt zu behaupten, ihr hättet uns nicht zum Impfen zwingen wollen, ist Banane. So. Das heißt, das wäre den der nächste Schritt, dass man halt sagt, guck dir mal deinen Nachbarn an. So, was hat der für eine Ethnie hier? Haben und aktuell ist ja so, oder das war noch vor einigen Jahren so, dass die Ethnie von Täter nicht veröffentlicht worden ist. Das heißt, man wusste das nicht. Und wenn man die Rhetorik aber etwas anpassen würde, würde man sagen, wieder ein syrischer Flüchtling, der ein unschuldiges deutsches Mädchen vergewaltigt. So, und dann würde man so ein bisschen Stimmung in der Bevölkerung machen. Und dann wäre das für die wenigeren Flüchtlinge, die beispielsweise noch geblieben sind, sehr unangenehm, weil man die rhetorisch populistisch unter einen Generalverdacht stellen könnte. Und dann sagen wir, wir fühlen uns hier einfach nicht mehr wohl. Dann bleiben noch die, die irgendwie vielleicht nicht in Unternehmen haben und 50 Mitarbeiter und aktiv, sondern so die so dazwischen sind. Merkt man, okay, es gibt jetzt nur noch, keine Ahnung, 5% der Leute mit Migrationshintergrund. Und da kann man dann jetzt, ja, dann gibt's auf einmal die sachliche Möglichkeit, weil dann um keine 10.000 Leute auszuweisen, da haben wir Polizei für nicht für 3 Millionen, aber für 10.000. Und wenn aber die andere dann schon rausgewiesen sind, dann ist es doch die nachvollziehbare Angst von allen Menschen mit Migrationshintergrund oder mit Freunden oder Familien mit Migrationshintergrund, dass man sagt, okay, das ist halt Slippery Slope auf Englisch. Wenn wir einmal damit anfangen, mit diesem völkischen Denken, wir hatten das schon, guckt euch Hitler an. So, da hat uns das hingeführt. Ihr glaubt doch nicht allen Ernstes, dass wir die AFD wählen und die jetzt einfach nur vernünftige Politik macht. Die Altparteien, irgendwie, die haben da ihre Probleme, sind wir am Anfang drauf eingegangen. So, sondern das wird über die lange Zeit ein Schreckensregime.
Gut, also das, das augenfällige Gegenargument wäre ja, man kann ja alle vier Jahre das Ding wieder drehen. Das ist ja, man kann sagen, okay, lass uns erstmal die, die schlimmsten Spitzen abräumen und danach, wenn die anfangen weiterzumachen, dann stoppen wir sie halt. Das wäre ja eine Möglichkeit. Könnte sagen, gut, dann schafft ihr die Wahlen ab. Ja, also, ist mir schon klar.
Warum ich es gibt es gibt ein paar Argumente. Dazu das erste ist, du hast natürlich im Recht. Ja, wenn es jetzt nicht um Politik gehen würde, sondern der liebe Gott, der das ideale Deutschland macht, Leute, die politisch so denken wie ich, hätten natürlich niemals diese Einwanderung zugelassen in der Vergangenheit. Also, ich bin wegen der Einwanderung aus der CDU raus. Ich hab das, ich bin der Meinung, dass es in den letzten Jahren nach Deutschland viel zu viel Einwanderung gegeben hat. Das gebe ich zu. Ja, das heißt auch, dass ich denke, dass ein, ein nicht nur unerheblicher Anteil der Menschen, die jetzt in den letzten Jahren gekommen sind, sollten besser in ihr Herkunftsland sein. Ich, es gibt Gegenden auch hier in Köln, ich meine, denen würde es gut tun, wenn wir die, die den Anteil der migrantischen Bevölkerung verringern würde. Das sicherlich nicht die dritte Generation, die längst meine Wähler sind. Das muss auch sagen, die wählen mich ja. Aber da ist einfach in den letzten Jahren vieler hingekommen. Und das Erstaunliche ist, also mein absoluter Liebling war, wo ich mal in Duisburg ein Kaffee getrunken habe und mir der syrische Kellner im guten Deutsch sagte, dass er jetzt nach Euskirchen gezogen ist, weil es in Duisburg zu viel Ausländer gibt. Ja, also, ich bin da nicht allein mit dieser Ein. Also, in der Tat, ich möchte, dass eine signifikante Nummer nicht irgendwie 25 in einem Flieger in ihre Herkunftsländer zurückgehen. Ich glaube, dass das ganz gut wäre.
So, jetzt aber, warum ist die Befürchtung, dass wir dann quasi überhaupt nicht mehr aufhören, unbegründet? Na ja, weil es auch sowas wie eine Demografie gibt. Also, wir werden, und zwar sowohl die Ausländer hier, die nach einer Generation haben, die dieselbe niedrige Geburtenrate wie die Deutschen. Aber die, die autochthon werden Ende des Jahrzehnts bei einem Kind pro Frau sein. Die, wer, die, also die autochthon, die Deutschen, die deutschstämmigen, die ethnisch Deutschen werden bei einem Kind pro. Wie das Wort habe ich noch nie gehört. Autochthon. Autochthon. Autochthon. Autochthon. Und dann gibt es allochthon. Also, das, das Endwort heißt chon, C H T O. Gibt's die autochthonen, das sind die Einheimischen. Und dann gibt's die allochthonen, sind die Zugekommenen. Also, wir werden bei den Eisdeutschen, wenn wir bei 1,0 sein, Geburtenrate. Zwei braucht man, um sich zu erhalten. Bei den Türken der dritten Generation. Wieso braucht man zwei, um sich zu halten? Wenn ich ein B und ein Kind bekomme, noch Frau. Okay. Also, das durchschnittliche Paar bekommt im Schnitt, die eine Frau. Natürlich, du brauchst zwei, aber es wird die Anzahl von Kindern pro Frau gezählt und nicht die Anzahl pro Pärchen. Ja, okay. Pro Frau. Ja, okay. Pro Pärchen bräuchtest du zwei. Genau. Weil dann pro, pro Pärchen, ja, pro Pärchen, ja, pro, also, man rechnet einfach pro Frau. Du brauchst zwei pro Frau, dann hältst du es gerade flat. So, jetzt liegen wir aktuell, liegen wir bei unter 1,5. Ich glaube, bei 1,3 ungefähr. So, bis Ende des Jahrzehnts liegen wir bei 1,0. Warum liegen wir bei 1,0? Weil die Hälfte der Frauen wird Single und kinderlos sein, sagen mir Studien von Morgan Stanley.
Wenn du jetzt, jetzt kannst du das gliedern nach den anderen Gruppen auch. Also, die ethnischen Türken in der Türkei, in der Türkei gibt's ja auch ethnische Kurden, ethnische Araber und so weiter. Aber es gibt doch ethnische Türken. Ethnische Türken in der Türkei sind genauso schlecht wie wir. Genauso schlecht. Deutschtürken hier sind genauso schlecht wie wir. Also, nicht Kurden, Kurden sind etwas besser. Schlecht heißt, haben auch so wenige Geburten. Genauso, genauso wenig. So. Ähm, wenn wir, wenn wir eins haben, Geburtenrate 1. Wir haben eins bei den Deutschen. Wir haben bei den ethnischen.
Türken eins. Wir haben bei den Italienern und so, die zählen wir schon mal mit. Die haben auch alle eins. Heißt es, dass wir uns halbieren? So, jetzt ist eine Frau, wie du weißt, ist ungefähr 25 Jahre, kann sie Kinder bekommen. Wenn wir also 25 Jahre eine Geburtenrate von eins oder noch darunter haben, ist das Urteil gesprochen. Die Leute leben noch, sie werden alt, aber die Halbierung ist beschlossen.
Die deutsche Gesellschaft steht überhaupt nicht vor der Frage, hier jeden Mann rauszuwerfen. Die deutsche Gesellschaft halbiert sich. Ab den 2030er Jahren werden wir in Ostdeutschland darüber reden, in welchen Dörfern wir aufhören, Infrastruktur aufrechtzuerhalten, wo wir noch Telefonkabel hinlegen, wo wir die Schulen erhalten, wo wir die Krankenhäuser, wo wir Supermärkte. Das heißt, wir haben ganze Gegenden, die wir aufgeben müssen. Wir haben aber, bevor wir sie aufgeben, riesige Überhänge von Alten. Und vor diesem Hintergrund werden wir nicht integrierte junge Leute abschieben. Wer das vorschlägt, hat überhaupt keine Vorstellung auf das, was auf uns zukommt, allein aufgrund der Geburtenziffer.
Sondern es geht darum, die loszuwerden, die uns bei den anstehenden, fürchterlichen Verteilungskämpfen unnötig auf der Tasche fallen. Also, wir haben einen riesen Überhang an alten Leuten. Ab den 2030er Jahren, die wir nicht finanzieren können. Dann brauchen wir nicht noch eine Millionenbevölkerung von Syrern im arbeitsfähigen oder Afghanen, die auch noch Geld haben wollen. Und wo am Ende auch noch Gewaltkriminalität ein Problem ist. Aber wir schicken doch sicher nicht in Situation Steuerzahler oder oder Leute, die integriert sind, nach Hause, die wir brauchen, um überhaupt noch zu retten, was zu retten ist. Das ist also so doof, kann ich ja gar nicht sein. Und dieses Ding muss man ja berücksichtigen. Wir sind doch keine gesunde, junge, demografisch gesunde junge Bevölkerung.
Das ist auch ein großer Unterschied. Den 20er und 30er Jahren, wenn ich das sagen darf, die hatten ja junge Leute. Und insofern haben die natürlich gesagt, das heißt, aber sie, die, die, die, was wir haben, ist eine völlig überalterte Bevölkerung, die jetzt, also die Bevölkerungsentwicklung ist so, dass das noch ein bisschen steigt, weil die Lebenserwartung steigt und dann geht es wie so ein Cliff, geht das nach unten. Und ob das jetzt Nordhessen ist, ob das Nordfranken ist, ob das weite Teile Ostdeutschlands sind, also das Erzgebirge, wo ich jetzt angrenzend gerade kandidiere, mit dem höchsten Altersdurchschnitt ganz Deutschland. Liegt der Durchschnitt bei um die 50. So, und in in diesem Moment, wo wir das Deutschland weit haben, werden wir junge Leute, die hier integriert sind, angekommen sind, vielleicht dritte Generation, ist die können wir umarmen. Haben ist deshalb, kann ich ja nicht ja so so ungeniert und mit gutem Gewissen zur türkischen Community gehen, weil die Türken in der Türkei dasselbe Problem haben. Und so gleiche Probleme schweißen auch zusammen. Deshalb sag ich ja, wir müssen eine Partnerschaft bilden, wenn wir hier überhaupt noch einigermaßen sauber rauskommen wollen.
So, und deshalb ist mein ganzer Ansatz, dass wir bei der Migrationsfrage sehr, sehr genau differenzieren nach den einzelnen Gruppen, um die es geht. Wir haben also Gruppen, die sind angekommen, die sind integriert. Lasst die ihr es machen. Das wären Türken. Dann haben wir tatsächlich Gruppen, die sind angekommen, aber sind überwiegend immer noch auf Hartz IV, also auf Bürgergeld, äh und haben eine gewisse Gewaltkriminalitätsneigung. Also z.B. bei der Sexual-, bei der bei der sexuellen Gewalt haben wir einen ganz hohen Anteil, deutlich über bei Afghanen, wahrscheinlich kriegsbedingt, weil die aus furchtbar, äh kulturell bedingt auch, weil sie mit Frauen, mit Sexual-, mit eigenbestimmter weiblicher Sexualität nicht umgehen können und so weiter. Syrer sind auch ein schlechtes Geschäft im Sinne, dass wir zu viele Bürgergeldempfänger haben. Und alles, was ich tue, ist, dass ich zur Zeit mir so wie so eine Art Übersichtskarte zusammenschreiben lasse, wo ich sage: Okay, wer ist da, wie lange sind sie da, wie hoch ist die Bürgergeldquote und so weiter. Und dann erkennst du eigentlich ganz stark, wer sind für die Herausforderungen der 2030er Jahre deine Verbündeten und wer sind deine Belastungen. Und bei den bei den Verbündeten solltest du Teufels komm raus nicht den Eindruck erwecken, dass du sie raushauen willst. Dann sind sie nämlich nicht mehr deine Verbündeten. Und bei den Belastungen musst du zusammen mit den Verbündeten sagen, wir sind uns doch einer Meinung, dass es nicht geht. Das ist ja der Fall. Und deshalb sage ich auch zum Leidwesen einiger rechter Heißsporne in meiner eigenen Truppe, wir sollten ganz dringend klar machen. Also A, die ganzen Europäer, die wir haben, und die Russen und so weiter sowieso, aber auch die Deutschtürken sind unsere Verbündeten, weil, weil die überwiegend in Lohn und Brot sind, angekommen sind, integriert sind und sich da auch eine Übereinstimmung der Identitäten da ist und die hier auch positiv mitwirken wollen. Aber wir haben seit 2010, 11, 12 sehr, sehr viele Leute reingeholt, die nach wie vor nicht arbeiten, die nach wie vor Geld kosten und die absehbar bei diesen Problemen, die auf uns zukommen, Belastung sind und nicht Bereicherung. Und da müssen wir schnell Remigration hinbekommen. Und diese differenzierte Meinung verkaufe ich. Da gibt's die einen, die sagen gar keine Remigration, das ist alles des Teufels, das sind die Linken. Und dann hast du recht, gibt's auch Leute, die sagen, das ist zu wenig, du verrätst und und du musst mehr machen. Da muss ich ganz einfach sagen, ihr könnt nicht bei einer Geburtenrate von eins, ihr wisst überhaupt nicht, was auf euch zukommt. Und und dieses Thema, dieses demografische Thema plus das Thema der künstlichen Intelligenz, das sind die beiden großen innenpolitischen Herausforderungen der Zukunft. Und die hat irgendwie keiner so richtig auf dem auf dem Schirm. Und wenn wir die einbauen, ergeben sich auch für die Frage der migrantischen Bevölkerung ganz klar die Kriterien, wen wir brauchen und zwar nicht einfach, wen wir haben wollen, wen wir brauchen. Und wo wir sagen müssen, mit euch wird es schwer, dass wir das hinkriegen. Also nicht, ich will euch nicht, sondern es geht einfach nicht. Es geht einfach nicht. Und und ich denke, wer wer da mir zumindest glaubt, dass ich imstande bin, rational zu agieren, der wird sehen, dass ich kein Radikalinski bin.
Wäre für dich ein integrierter syrischer Flüchtling, der arbeitet, besser oder schlechter als ein integrierter Türke, der arbeitet, in dem gleichen Job, gleicher ökonomischer Wert? Das ist mir insofern egal. Ich glaube aber, dass diese Communities, also was wir aus England wissen, ist, dass sich Migrantencommunities ethnisch organisieren. Also sie bilden eigene Strukturen, eigene Moscheen, Moscheevereine, eigene Sozialvereine und so weiter. Und der, der das einzelne Individuum ist völlig gleichwertig. Ja, individuell gibt es keine Unterschiede. Aber wenn du jetzt sagst, du hast jetzt also einen türkischen Moscheeverein mit einem türkischen Sozialverein dahinter und du hast dasselbe syrisch, dann ist das türkische unproblematisch, während bei den Syrern muss man schon genau gucken. Das ist eine andere. Nächstes Ding, wenn wir es halt Kultur nennen, wäre es tatsächlich politisch viel korrekter. Weil wenn du sagst, dass die Syrer haben eine andere Genetik, die eher zu Kriminalitätsproblemen auch führt. Es gibt keine großartige Syrer. Ich erinnere, mein Bruder ist Chefarzt eines Krankenhauses. Mein letzter an, als ich, muss mir Leistenbruch vor paar Jahren operieren lassen, der Anästhesist war natürlich Syrer. Wir haben uns wunderbar unterhalten, bevor er mich ins Reich der Träume geschickt hat. Der hat nicht ein bisschen mehr genommen. Und das wäre ja eine einfache Chance gewesen, dich da. Der fand das total lustig. Ich komme mit allen Leuten gut aus. Ich komme gerade mit Leuten aus, da komme ich wunderbar aus. Ich mag auch den, ich bin da auch gerne im Urlaub. Darum geht's nicht. Es geht darum, dass der Einzelne, das einzelne Individuum ist immer gleichwertig. Ja, da halten wir auch dran fest. Die Gleichheit der Bürger vor dem Gesetz ist eine Grundlage des modernen westlichen Staates. Jetzt ist aber so, dass sich migrantische Communities organisieren, sich eben ethnisch. Das heißt, also es gibt eben den immer den eigenen Kulturverein, den Moscheeverein, es gibt immer den eigenen sozialen Ausgleich, es gibt immer das eigene soziale Netzwerk, das dafür sorgt, dass niemand durch Rost fällt. Und da ist es eben so, dass die türkischen Netzwerke unproblematisch sind. Kurdische sind z.B. sehr oft in Schutzgelderpressung verwickelt und unterstützen die PKK. Ja, so. Und dann muss man eben sehen, wenn du jetzt einen türkischen Moscheeverein hast, dann ist das ein Staatsislam, der ist stark verrechtlicht, aber der ist nicht sehr spirituell. Also der wird dir jetzt nicht mit flammenden Augen den heiligen Krieg einreden. Bei einem salafistischen oder wahhabitischen Mosche ist das ganz anders. Da kannst du unter Zweifel hast du da so ein Flammenprediger mit langem Bart, der kein Wort Deutsch kann, der dir gerade, der dir also ganz schlimme Dinge erzählt. Und diese Differenzierung, die machen wir in Deutschland auch nicht. Wir reden immer von dem Islam, bisschen unterkomplex. Und deshalb ganz klar, jeder einzelne ist vor dem Gesetz gleich und hat seinen Wert und unterliegt dem Gesetz. Aber er wird ja nun ist ja nicht nur ein Staatsbürger in seiner Verhältnis ich und der Staat, sondern er ist ja auch ein soziales Wesen, das sich organisiert in eigenen Gruppen, Kulturvereinen, Milieus. Und da müssen wir eben sehen, dass es Milieus gibt, die problematisch sind. Es gibt Milieus, die sind unproblematisch, selbst wenn das einzelne Mitglied des problematischen Milieus ein wunderbarer Mensch sein kann und das einzelne Mitglied des unproblematischen Milieus ein absolutes Widerling. Aber von einfach als Politiker schaut man ja so ein bisschen auf die Milieus als solche. Und da ist es klar, gibt es eben Einwanderergruppen und Milieus, die sind einfacher oder sind kooperativer. Da hat man auch einfachere Eingriffsmöglichkeiten. Ist ja ganz einfach, du musst den türkischen Botschafter anrufen, hast eine Eingriffsmöglichkeit. Wen rufe ich denn in Damaskus an, wenn der, wenn der, wenn der neue Präsident, der Außenminister nicht mehr die Hand gibt? Es ist halt eine Managementfrage. Und und insofern hast du, beide sind völlig gleichwertig, wenn ich sie als Individuum betrachte. Aber wenn ich sie, wenn ich sage, es gibt verschiedene Milieus, dann gibt es eben schwierigere und weniger schwierigere Milieus.
Das heißt, wenn ich jetzt, ich habe verstanden, dass wenn ich Türke bin und insbesondere über drei Generationen hier, und was bist du schon mal mein Freund, bist mein Wähler, genau zur Wirtschaft beitrage, dann bin ich Team K. Oder kannst du? Ich gehe tatsächlich davon aus, dass wird dieses Jahr einen signifikanten Zuwachs in türkischen Wählerstimmen für die AFD in der Bundestagswahl haben werden. Also, ich würde mich nicht wundern, wenn es uns gelingt, in einer Ruhrgebietsstadt das Direktmandat zu kriegen. Okay, keine Ahnung. Das könnte sein, könnte nicht sein. Weißt du, weißt du besser. Das ist im Bereich des Möglichen. Ich sage nicht, dass es sicher ist. Aber das, das sieht aus, als wenn das klappt. Und das Zauberwort ist eben, dass man bereit ist, genau das, was ich versuche zu stellen, dass man sagt, das ist die Realität, wird differenzieren. Und es gibt so etwas wie Respekt. Dafür werbe ich auch, auf die Gefahr, dass einige wirkliche Heißsporne, die es eben einfach gibt, sagen, das passt uns nicht, wollen wir nicht. Das nehme ich in Kauf. Ja, den, den Spruch nehmen wir. Und aber eben auf der Basis, dass ich bereit bin zu sagen, es gibt Unterschiede. So. Das heißt, die türkische Community ist das relativ klar. Wenn ich jetzt aber ein syrischer Flüchtling bin, der es geschafft hat, hier Fuß zu fassen und der ökonomisch erfolgreich ist, dann würdest du möglicherweise in, wenn du Bundeskanzler wärst, in X Monaten oder Jahren sagen: Pass mal auf, hier Community, das wollen wir, das oder da wissen wir nicht, was das wollen wir, sondern wir wissen, das historisch integrieren die sich gut, die sind ökonomisch tragfähig, der ist wenig gewalttätig. Das können jetzt so die beispielhafte Kriterien sein. Mit denen haben wir uns, mit denen haben wir einen Deal geschlossen. Genau. Und jetzt kommt der nächste, der quasi einen ähnlichen Job hat, ähnliches Unternehmen, was auch immer. Der hat aber einen syrischen Hintergrund und sagt: Pass auf, ich würde jetzt hier auch gerne weiter bleiben und Staatsbürger sein und so. Und dann würde man politisch, also klar, du bist ein cooler Typ, ich mag dich, aber und dann käme dein Satz möglicherweise: Bist du in deiner Heimat besser aufgehoben? Und dann sagst du aber: Nee, ich möchte hier bleiben. Ich bin bereit, den gleichen ökonomischen Wert wie mein türkischer Kollege zu leisten. Ich unterwerfe mich dem Gesetz, ich bin nicht kriminell. Und du würdest jetzt aber hergehen und sagen: Okay, da müssen wir politisch differenzieren, weil es geht nicht um den einen Syrer, der vielleicht ein cooler Typ, sondern um 10.000, die im gleichen Profil sind. Und wir wissen nicht, welche von den 10.000 jetzt besser oder schlechter integrieren. Und deswegen sagen wir pauschal aufgrund des syrischen Backgrounds und nicht türkischen: Nee, nee, du musst leider gehen. Das wäre jetzt also, sag mal so, wir, wir, ich würde anstreben, dass man mit jeder Community versucht, eine individuelle Lösung zu finden, dass man also schaut, aber unterschiedliche, ja, dass man also ganz klar sagt, wir, wir, wir gucken jetzt mal. Wir haben die, die Lösung, das, wir, wir wissen ja auch, wo man siedelt sich ja auch gemeinsam an, dass man sagt: Okay, wir haben eine Lösung, das ist der, der lokale Vertreter der jeweiligen Community, mit dem reden wir auch und mit dem, mit dem einigt man sich auch darüber, was man wechselseitig erwartet. Also, dass z.B. auch Kriminalität im Rahmen der Community in Griff gekriegt wird, dass Schutzgelderpressung aufhören und solche Sachen. Das ist ja besser, ich mache es im Konsens, als dass die Polizei repressiv reingeht. Ohnehin nicht mehr solche, solche Sachen kann man abschließen. Und da befürchte ich, dass wir bei Afghanen, aber eben gerade auch bei Nordafrikanern massiv, dass das nicht möglich ist. Also bei, bei, bei, bei Afghanen, bei Nordafrikanern läuft es eben wirklich darüber hinaus, dass man sie mit polizeilichen Maßnahmen, das, das, das durchsetzen muss. Also ja, aufwendig ist bei Syrern, und sage ich ganz offen, Grenzfall, wissen wir nicht, uns fehlen die Daten. Also, ich, ich, ich bin da, das ist die Folge meines Ökonomiestudiums, dass ich ein Daten-Gläubiger bin. Aber die, die, die, die, die Erfahrung gerade aus Frankreich z.B. etc. etc. zeigt, dass es eben nicht gelingt, die von Nordafrikanern stark besiedelten Banlieues der Großstädte einigermaßen im Griff zu kriegen. Das möchte ich in Deutschland nicht. Ganz klar. Das heißt, also das heißt nicht, dass jeder einzelne Nordafrikaner ein böser Mensch ist. Das heißt aber, dass ich ein Interesse daran habe, die Anzahl der Nordafrikaner in Deutschland so gering wie möglich zu halten. Bei den Syrern weiß ich, dass ich das, dass mit der Kriminalität ist es im mittleren Bereich, aber der Anteil der Hartz IV Empfänger ist deutlich zu hoch. Insofern habe ich durchaus auch ein Interesse zu sagen, ich möchte einfach die Zahl gering halten. Was es auch nicht heißt, dass jeder einzelne böse Mensch raus muss. Ich habe einfach ein Interesse, die Zahl gering zu halten. Umgekehrt wissen wir z.B., dass es in Düsseldorf eine japanische Community gibt. Ich meine, die ist komplett unauffällig, kein Kriminalitätsproblem, kein ökonomisches Problem. Ich glaube, da hat Hartz IV auch kein einziger. Das heißt jetzt nicht, dass ich jetzt unbedingt Japaner nach Düsseldorf weiter ansiedeln werde, aber ich werde, also es, es wäre mir völlig absurd, jetzt anzufangen, irgendwie sich um diese Japaner zu kümmern oder da irgendwelchen Unsinn zu veranstalten. Und das ist einfach der Punkt, ein Blick zu haben, dass man endlich mal aufhört von den Ausländern zu sprechen, von den Migranten, von den den Muslimen, sondern dass man das mal runterbricht auf ganz klar abgrenzbare Gruppen, sich anschaut, wie viel äh Kriminalitätsrate, Hartz IV-Rate, Zustimmung zu den zur zur zur zur Rechtsordnung, was sind die Tendenzen und so weiter. Und dass man dann ja ganz klar sieht, welche Gruppen sind äh loyal, sind auch angekommen, die sind nach innen auch so organisiert, dass sie Kriminalität vorbeugen. Den Kriminalität beuge ich ja nicht vor, dass die Polizei mit dem Blaulicht hinfährt, sondern dass sie, dass ich in einem Umfeld lebe, wo Kriminalität nicht toleriert wird und wo es einfach nicht der Fall ist. So. Und diese, diese, also ich habe ungefähr eine Ahnung, wo die Reise dann hingeht, aber wir haben in Deutschland überhaupt keine Daten. Wir, wir haben zwar mittlerweile gehen wir auf über, gehen wir in Richtung 20 Millionen, 20 Millionen Einwanderer, ein relativ hoher Anteil aus nichteuropäischen Ländern, aber das ist sehr, sehr wenig erforscht. Alle reden nur immer von den Migranten, ja, mehr Migranten, wir lieben die Migranten. Andere sagen, nee, wir wollen gar keine, wir sehen die Probleme. Ja, die Probleme sind da. Wir wollen am liebsten gar keine, wir wollen das massiv reduzieren. Aber die Lösung, und das sage ich eigentlich jetzt seit fast 10 Jahren, ist: Wer, wie viele, wo und wie integriert? Und und diese differenzierte Lösung müssen wir durchsetzen. Und dann ergibt sich auch meines Erachtens von selbst, wo man besonders auf der Bremse treten muss und wo man auch über Remigration in massiven Größenordnungen realistisch reden muss und wo sich automatisch Verbündete ergeben.
Ja, ich versuch das mal zu vergleichen mit Fußball. Also sinngemäß würdest du sagen, wenn wir verschiedene Fußballvereine haben, dann haben die Fangemeinschaften beispielsweise eine unterschiedliche Wahrscheinlichkeit, gewalttätig zu werden. Ja, so. Das heißt, wenn ich jetzt, ich kenne Fußball wirklich überhaupt nicht aus. Wenn jetzt Bayern München gegen keine Ahnung HSV spielt, so, dann kommen die nach München und man muss die Fans sich trennen. Die können alle, die trinken alle, trinken alle. Herr We, genau. Die dürfen noch ins Museum gehen, die dürfen noch zum Bahnhof. Wenn jetzt aber zum gleichen Ort beispielsweise BVB-Fans kommen, so, also Dortmund, dort spielt gegen München. Wenn jetzt die Dortmunder kommen, die sind tendenziell, die haben irgendwie eine Hooliganszene. Das macht nicht jeden BVB-Fan zum Hooligan, zum Gewaltbereiten, aber irgendwie wird die Stadt andere Vorkehrungen treffen. Das weiß man, weil man weiß, die HSV-Fans sind, ich keine Ahnung, wie die sind, aber anders als die Dortmund-Fans. Fußball, keine Ahnung, aber da würde man sagen, das ist doch Sinn, weil ich ihm erhöhte Wahrscheinlichkeiten zur Gewalt. Die Dortmunder waren zehn Mal da, zehn Mal hat irgendeine Mülltonne gebrannt. Okay, lass uns mal was dagegen tun. So, HSV war zehn Mal da, alle verstehen sich und sind gut verbrüdert. So, wenn in dem Moment, wo wir aber dieses Konzept der Fußballvereine auf Ethnien oder Staaten übertragen, sagen, nein, wir können Menschen nicht gleich behandeln. Du kannst nicht unterschiedliche Fußballfans unterschiedlich behandeln. Und du sagst doch, je nachdem, was du für ein Schal um hast, und das ist nicht, da hast du keine Schuld. Du kannst der beste Mensch der Welt sein mit dem BVB-Schal, aber weil der, ich weiß nicht, wie, ob das, wie gesagt, aber der Schal macht dich sozusagen zum Teil einer Gruppe, die potenziell gewaltbereit ist. Deswegen du nicht, ich nicht, du nicht mal mehr das unbedingt heißt. Ich passe besser auf. Nehmen wir jetzt mal den Schal. Es kommt am einen Wochenende kommt der HSV und dann kommt der BVB. Dann wird der Polizeipräsident von München beim HSV wird er halt ich zwei Mannschaftswagen hinschicken für alle Fälle. Ja, wenn der BVB kommt, ist der ganze München Hauptbahnhof voll mit schwerbewaffneter Polizei. Wenn dann wieder erwarten nichts passiert, wird diese bewaffnete Polizei gelangweilt da sitzen. Aber jetzt stell wir mal vor, der Polizeipräsident sagt, ich darf nicht unterscheiden und schickt bei beiden fünf Wagen. Dann werden die BVB, die HSV-Fans sagen, was ist denn los? Wir benehmen uns doch gut, warum erschreckt uns hier die Polizei? Und die BVB-Leute werden sagen: Geil, nur fünf Polizisten, die nehmen wir jetzt mal auseinander. So, es ist eine Frage einfach der Politiker darf nicht nur danach fragen, ob das jetzt recht ist und ob er, ob das jetzt moralisch korrekt ist, sondern er muss einfach seinen Job machen. Und der Job ist, er muss dieses Land hier als wohlhabenden, friedlichen, liebenswerten Ort am Leben halten, am Laufen halten. Und dann ist doch klar, wenn jetzt sagen wir mal die, die Japaner einwandern, was ja passiert ist, völlig egal. Ja, da braucht gar kein Polizist am Flughafen fahren, halt ein. Aber wenn er sagt, weil ich bei den Japanern nur einen Polizisten da hatte, kommt jetzt bei den Afghanen auch nur ein Polizist, dann ist es fahrlässig. Der, der, der Politiker muss dann genauer hinschauen. Und ja, es ist schwierig, weil dann der, der liebe Afghane, der halt mitkommt, dummerweise sich plötzlich auch so einer verlangsamt, Polizisten gegenüber sitzt. Jetzt live, aber wir können jetzt nicht wegen der, des, des, des seelischen Kostüms oder des emotionalen Kostüms des einzigen Afghanen das Risiko nehmen, dass uns die Innenstadt zerstört wird. Das, das ist leider so. Es ist Gefahrenabwehr und das muss man dann auch akzeptieren, dass man eben da dieses Problem hat. Wenn der Afghane nach, nach, nach Pakistan geht, ist es vielleicht nicht so. Ich weiß es nicht, weil es halt kulturell näher ist. Das ist ein interessantes Beispiel mit den Afghanen. Vermutlich würde der, der nette und liebe Afghan, ne, der und vermutlich gibt's nicht nur ein davon, gibt einige, die vor 80, vor dem Krieg gekommen sind, das da sind, also in Hamburg gibt's da irgendwie, ich meine Taxifahrer, das waren ganz wunderbare Leute. So, aber der würde vermutlich verstehen, ey, meine Landsleute, die sind halt Krawallbrüder, oder wir haben nicht die, sondern wir haben Krawallbrüder unter uns. Und das ist doch scheiße, dass wir uns hier so benehmen, dass wenn die Afghanen kommen, müssen hier muss die Hundertschaft hier stehen. Aber wenn die Japaner nicht kommen, ich bin halt ein Teil dessen, ich finde das blöd, aber ich fühle mich nicht quasi genötigt von der Polizeipräsenz, sondern denke, was sind das für Autos? Mit dem, ich denke, nur Westler. So denken nur Westler. Lustigerweise. Nee, ich habe jetzt letzte Woche Podcast gemacht mit einem, der Überlebenden aus dem Hanau-Anschlag, sorry, nicht Überlebenden, Angehörigen. Der hat ein Buch geschrieben, er liegt da lustigerweise und über halt den Anschlag und das Leben seines Bruders, der da erschossen worden ist. Und den hat er, das Buch hat er gemeinsam geschrieben. Er selbst hat glaube ich einen türkischen Hintergrund mit einem Kurden. Und der sagte, mein Bruder ist da erschossen worden und meine türkischen Brüder und Schwestern sagen mir, ich lese dieses Buch nicht, weil du hast das mit dem Kurden geschrieben. Wie konntest du nur? Wir kommen in der Realität so. Und der sagte, das ganze Buch geht um Rassismus. Und dann sind wir da ganz halt getaucht. Und er sagte, den den größten Rassismus sieht er in den nicht-weißen Teilen der Bevölkerung. Also die Kurden und die Türken sprechen kein Wort miteinander. Und den, der geht, sagt nicht zum Bäcker, wo dem irgendjemand keine Brötchen gibt, weil er Türke ist. Das sowas passiert nicht. Und das würde auch aus der deutschen Community aufs Schärfste verurteilt werden. Wogegen, wenn jemand aus der türkischen Community sagt, lies das Buch nicht, weil es hat ein Kurde geschrieben, ist das für nicht alle, aber für den Großteil fein. Und das ist einfach so. Und wir, es scheinen irgendwie in Deutschland möglicherweise aufgrund auch unserer historischen Schuld, irgendwie das Gefühl zu haben, dass wir die rassistischen Menschen, denn wir haben das in unserer weißen Rasse drin, wogegen irgendwie alle anderen sagen, ja klar, bist du halt Deutscher, bist halt keine Ahnung, wir zahlen halt immer getrennt im Restaurant, als Türke oder arabisches Vorteil. Das war wir so klein, klein sind. Das, das ist doch das, das gelebte.
Aber oft, also das Geschlechterverhältnis ist ja nun auch eine ganz spannende Frage. Und mein lieber Schwan, also da ist in Deutschland auch einiges durcheinander gekommen. Aber ich will das, genau der der Punkt ist richtig. Alle für alle anderen Völker, das ist noch mal dieser Witz mit dem, du bist nicht, ich bin Europäer, du bist Deutscher. Diese diese Zugehörigkeit als zu einem ethnischen Gruppe als selbstverständlichen Teil der Identität anzuerkennen ist bei den anderen Europäern schon stärker als bei den Deutschen. Aber bei den nicht-Europäern ist es zentral, völlig zentral. Und wehe, man verwechselt das. Also wehe, man, man spricht den Türken als Kurde an. Ganz, ja, fairerweise, wenn man zu dir sagt, Pass auf oder zu ihr, irgendeinem Deutschen, du bist ein Pole, dann würde man auch sagen, ach, ich bin ja Europäer, von da ist Pole, okay, würde man sagen, nee, ich bin Deutscher. So, das würde man schon sagen. Also man würde sich keine andere Nation. So bist du Spanier? Das gibt ganz komische Deutsche. Also ich habe in Deutschland, ich habe in USA vor allen Dingen Deutsche erlebt, wenn man die aufgrund ihres sauber eintrainierten British English für Engländer gehalten hat, war ich ganz stolz. Das ist so ein bisschen, die Deutschen sind dann auch so, dass es dann Nationen gibt, wo sie.
Dann ja, also so, ich habe einen alten Schulfreund, der so bemüht ist, dass sein Englisch britisch klingt. Ja, fairerweise ist das ja auch der Ursprung der Sprache, also der englischen Sprache. Und zu sagen, hey, ich, ich habe eine Fähigkeit, die viele Deutsche nicht haben, nämlich ich habe einen britischen Akzent, keinen deutschen. Und dass das jetzt eine Verleugnung der Identität ist, das, das gibt es ja. Aber man kann das ja auch soweit übertreiben, dass es, dass man merkt, es geht nicht nur um die Sprache, es geht auch um das, um das Statement dahinter. Ein Einzelfall kann, also ist Einzelfall, aber es ist, es gibt das. Ich, ich, ich kenne Deutsche, die, wenn sie jetzt, also gut, wenn man jetzt sagt, bist du, bist du ein Kache, würden sie sagen, nee, ich nicht. Aber wenn man sagt, sind sie Franzose, ist dasselbe, wenn man so ein schönes Französisch spricht, ja, okay, im Geiste. Das ist, das kann man sagen, ich bin Franzose im Geiste oder Italiener im Geiste. Also das ist auch eine Sache, ich glaube, das sagen nur Deutsche. Also ich glaube jetzt nicht, dass irgendein Franzose sagen würde, ich bin Engländer im Geiste oder so. Da würde ihm wahrscheinlich eher irren. Aber den Amerikaner, der beispielsweise, der an Autos schraubt, der würde schon sagen, ich bin deutsch im Geiste, weil ich bin hier, ich will den besten Motor bauen. Aber danach fragt man ihn, was bist du? Amerikaner. Ja, ja, das ist ja auch, das ist ja auch klar. Also die Deutschen haben tatsächlich diese Selbstverleugnung auf die Spitze getrieben und sind erstaunt, dass die Migranten, die sie rufen, von den sie glauben, sie helfen ihnen jetzt dabei, dieses diese diese ethnische Komponente komplett loszuwerden, dass die eigentlich viel ethnischer denken, viel mehr ethnischer denken als wir. Also es ist in der Tat so, das ist selbst innerhalb der eigenen Staatsangehörigkeit, ja, also, also ein, ein türkischer Staatsbürger kurdischer Herkunft und ein, ein türkischer Staatsbürger türkischer Herkunft, gibt's Unterschiede. Wobei man dann wieder sagen muss, mit der Besonderheit, dass die religiösen Kurden sich als Türken fühlen. Es sind nur die säkularen Kurden, die, wo es diese diese Konflikte gibt. Und die wiederum sind dann sehr oft PKK-nah und und sind stark gegen, also sind gegen dem türkischen Staat gegenüber sehr kritisch eingestellt. Alles ist komplexer als es ist. Unheimlich komplex. Und das ist, das ist quasi meine ganze Message zu dem zu dem Remigrationsthema, ist, dass wir, und zwar sowohl die Linken wie die Rechten, diese Komplexität nicht nicht drauf haben und deshalb immer scheitern. Es scheitern die Rechten, weil sie holzschnittartig sich alle gegen sich aufbringen. Und sie scheitern die Linken, weil man ja an der Realität sieht, dass diese Einwanderungspolitik nicht funktioniert, ist teuer, sie schafft Kriminalität, sie schafft Unfrieden und sie schafft jetzt sich Konflikte. Und meine Lösung lautet deshalb, dass wir eben stark differenzieren müssen und zwar immer unter der Berücksichtigung, dass Deutschland durch seine niedrige Geburtenrate ab dem Jahr 2030 in massive Probleme kommt. Und wir müssen schauen, dass diese Remigrationspolitik, um die es geht, diese Probleme löst oder verringert und nicht noch verstärkt.
Gibt es eine Lösung, eine alternative Lösung zur Remigration? Es müssen ein paar Leute raus. Also, wir, wir sind nicht imstande, eine derartig große Anzahl von Sozialhilfeempfängern etc. etc. angesichts der absehbaren Kosten für die Rentner und Pensionäre überhaupt zu finanzieren. Kein Geld. Als damals, so die erste Flüchtlingskrise war und du äh zur AFD gewechselt bist, da hieß es sinngemäß, dass wir öffnen die Grenzen, um Hilfe suchenden Asyl zu ermöglichen. Dann kamen die alle und dann gab's halt diese Bahnhofsklatsche. Und wir müssen, wir müssen quasi den zeigen, dass wir, dass wir die mit offenen Armen willkommen heißen und so, weil die haben ein ganz schweres Leben, die sind vom Tod bedroht. Das war das, das war das erste Narrativ. Das erste Narrativ war, die sind vom Tod bedroht und die müssen hier rüber. So, dann, die müssen was heißt, die müssen hier rüber, sondern wir schützen deren Leben. Das Leben dieser Leute wäre in Gefahr, wenn die nicht zu uns kommen. So. Dann hat man das irgendwie verändert auf so, das ist das löst den Fachkräftemangel. Fachkräftemangel war damals ein großes Wort. So, wir müssen irgendwie Fachkräfte. So. Und da war aber relativ schnell klar, so, es gibt eine bestimmte Demographie, nämlich junge Männer, die alleine hier kommen, die keine Ausbildung haben. Es sind da irgendwie keine, die Hälfte von dem Bürgergeld, die so. Das war sehr schnell klar, dass das nicht das Fachkräfteproblem lösen wird, zumindest nicht quasi qualifizierte Fachkräfte. So. Was hat man also, warum glaubst du, hat man das wirklich damals gemacht? Schwer zu sagen. Also, man sagt, dass eben dabei Frau Merkel, die Patchwork-Tochter, durchkam. Da gab's ja diese diese Geschichte, wo war so ein Bürgerdialog und da sagte irgendein palästinensisches Mädchen, sie sei ja aufgewachsen und würde gern hier bleiben, aber jetzt sei der Ausreisebescheid. Und dann sagte irgendwie Merkel, dann tut's mir leid, richtig, richtig, dann müssen sie halt gehen. Dann fingen die an zu schluchzen. Und das hat ihr wohl massiv auch in den Umfragen Dellen beschert. Und wer sagt, sie hat das tatsächlich gemacht aus so einer Art protestantischen Ethik heraus. Sie sagt, die sind jetzt eben unterwegs und wir haben genug Platz und sind ein reiches Land und ich entscheide das jetzt positiv, ohne sich Gedanken zu machen, dass sie damit einen Magneten anwirft, dass noch mehr Leute nachkommen. Würde das halte ich jetzt nicht für für ganz unplausibel, dass, dass das ihre Idee ist. Also, dass Frau Merkel diese Legende, Frau Merkel denkt Dinge immer vom Ende her. Das kann ich anhand ihrer Politik nicht erkennen. Also, sie hat wieder die Eurokrise vom Ende her gedacht, sondern sie hat einfach versucht, Feuer zu löschen, so teuer es geht. Sie hat den Atomausstieg nicht vom Ende her gedacht, anders als Gerhard Schröder, der vom Ende her gedacht hat und dann gesagt hat, ich kann nur aussteigen, wenn ich zwei Gaskraftwerke neu habe, mit Gas und dann ersetze ich Atom durch Gas. Merkel hat einfach abgeschaltet, gesagt, wird schon. Und ich kann auch nicht erkennen, dass sie bei der Migration irgendwas zu Ende gedacht hat, sondern sie hat meines Erachtens in dem Moment rein intuitiv aufgrund so einer protestantisch-linken Ethik heraus entschieden. Das heißt, es war aus gutem Willen. Und diese Rationalisierung für das, das löst unser Fachkräfteproblem, das kam später. Aber es war absehbar, dass das nicht lösen würde. Also dieses, das ist ja auch so eine Sache, wo ich mich frage, was haben wir eigentlich für Experten in Deutschland? Es gibt ja Leute, die behaupten, wir bräuchten irgendwie vier oder fünf Millionen Fachkräfte durch Einwanderung. Aber diese Leute berücksichtigen ja nicht, wie viel Jobs wir verlieren durch die künstliche Intelligenz. Also, das ist schon bemerkenswert. Wir haben also in Deutschland Wirtschafts-Forschungsinstitute, gibt's eine Abteilung, die forscht Auswirkung der künstlichen Intelligenz auf den Arbeitsmarkt. Dann gibt's eine Abteilung, die macht nichts anderes.
Als dass sie den heutigen Arbeitsmarkt nimmt, sagt: Wie viele der Arbeitnehmer gehen in den nächsten 5 bis 10 Jahren in Rente? Und dann sagt sie: Genau die Zahl müssen wir jetzt einwandern lassen, um das zu ersetzen.
Der Arbeitsmarkt unterliegt in den nächsten 10 Jahren gravierenden Veränderungen. Zum einen werden durch die KI ganz, ganz viele Bürojobs wegfallen. Also, ich mache mir immer den Spaß, wenn ich in Frankfurt a.M. eine Rede halte, sage ich immer: Und wie viel glauben Sie, von den Büroflächen hier in diesen Hochhäusern wird denn in 10 Jahren noch im Betrieb sein? Also, ich habe noch niemanden getroffen, der sagt, mit mehr als 50. Ich würde sagen, so ein Drittel vielleicht.
Und das Zweite: Durch den Green Deal und das Verbrennerverbot geht uns die Autoindustrie vor die Hunde. Das ist selbstgemacht. KI ist einfach, kann man eh nichts machen. So, wir werden also sehr, sehr viele Büro- und Industiejobs verlieren in den nächsten 10 Jahren. Und wenn ich berechnen muss, wie groß ist der Fachkräftemangel, muss ich natürlich immer berücksichtigen, wie viel Arbeitsplätze verliere ich. Und da ist noch nicht berücksichtigt, dass wenn der Staat mal ein bisschen sparen würde, könnte er effektiv ein Drittel der Beamtenstellen auch durch Computer ersetzen.
Da haben wir schon eh eine viel Regulierung, ja, weil noch, weil er ja noch einfach mal Verfahren vereinfacht. Aber selbst die heutigen, viel zu komplizierten bürokratischen Verfahren, da könnte ich ein Drittel sparen. Wenn ich jetzt auch noch mal ein bisschen entbürokratisieren würde, könnte ich die Hälfte sparen. Der Staat ist der größte Arbeitgeber im Land. Das heißt, wir haben, wir haben nicht zu wenig Leute, die arbeiten, sondern wir setzen sie nur völlig falsch ein. Wir haben eine Fehlallokation der Arbeit, weil wir eben Leute in unnütze Bürojobs stecken, die wir absehbar in 10 Jahren nicht brauchen.
Wir haben zurzeit auf einen Azubi, zwei Studenten. Das sind keine Studenten der Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften. Das ist dann Critical Whiteness, die wir auch nicht brauchen und importieren, aber Leute, die sich massiv schwer tun mit der Integration in den Arbeitsmarkt. Und ich weiß, das ist keine schöne Aussage, dass eben vielleicht irgendeine Sachbearbeiterin bei einer Bank oder einer Versicherung oder einer Behörde eben in die Pflege muss. Aber warum? Was soll die denn sonst machen? Warum soll jetzt, sagen wir mal, der Syrer oder der Kenianer kommen und in die Pflege gehen und die andere ist dann arbeitslos und wird bezahlt oder was? Ja, weil der Job wegrationalisiert wird.
Und diese Auswirkungen, also es gibt zwei große Dinge: Das eine ist, dass der Green Deal die Industrie in ihrer heutigen Form ruinieren wird, noch ergänzt um Trumps Einfuhrzölle. Und das zweite ist, dass die KI den Arbeitsmarkt der Büroarbeitsplätze komplett umpflügen wird. Und ich wundere mich, dass ich von den wahrnehmbaren Politikern scheinbar der Einzige bin, der da Land auf, Land ab von redet und dass alle anderen so tun, als gäbe es das Thema nicht. Das ist eines der großen Megatrends der nächsten 10 Jahre. Sollte man unbedingt mal drüber nachdenken, vor allen Dingen auch, wenn man jetzt jung ist, was für eine Ausbildung macht man eigentlich, ist mein Job KI-sicher etc. etc.
Und deshalb glaube ich ja nicht an den Fachkräftemangel. Wir haben jetzt einen Fachkräftemangel, ja, aber das, was uns bevorsteht, wird so viel Arbeitsplätze freisetzen, hochqualifizierte Arbeitsplätze, dass wir dauerhaft kein Fachkräftemangel haben. Wir haben eher ein Arbeitslosenproblem.
Warum glaubst du, bist du der einzige Politiker und auch in deiner Partei findet sich niemand, der das Thema mitträgt? Weil wir, weil wir zum einen sind wir massiv beschäftigt mit mit den, also wir sind eben massiv mit Problemen beschäftigt, die wir uns selbst geschaffen haben: Einwanderung, Krieg in der Ukraine. Das sind natürlich Probleme, die uns zurzeit furchtbar auf den Nägeln brennen, auch die vielen Flüchtlinge. Und man redet halt über das, was gerade da ist, ne? Hemmt näher als Hose, heißt das Sprichwort.
Dabei ist das andere ziemlich nah. Das zweite ist natürlich, es ist wiederum das Problem des Fachwissens. Wenn du heute in Deutschland Politiker wirst, ist die entscheidende Qualifikation, dass du kommunikativ imstande bist, dir im Rahmen deiner Parteiorganisation Nominierung zu sichern. Aber ob du viel oder wenig weißt, ob du einen Abschluss hast oder nicht, ob du Berufserfahrung hast oder nicht, ist letztlich für die politische Karriere weitrangig. Und das ist das, das reicht aber nicht in die Welt.
Die Welt, in die wir hineinwachsen, die ist so absehbar, so herausfordernd, dass du mit dem Politkertypus, der einfach gut kommunizieren kann und sich parteiinterne Nominierung zu sichern, wirst du diese Probleme nicht lösen. Du wirst sie nicht lösen. Du brauchst Leute, die zumindest wissen, wovon sie reden.
Wenn wir jetzt mal auf deine Partei eingehen, du sagst selbst, ich vergesse, wie du es formuliert hast, manche rechten Heißsporne, glaube ich, hast du gesagt. Das heißt, es gibt verschiedene Strömungen. Und was man in den Mainstream-Medien überwiegend sieht, ist: Es gibt die AFD, die ist insgesamt böse, weil es gibt einen Höcke. Genau so. Und Höcke ist quasi auch direkt Nachfahre Hitlers. Genau. Der ist quasi, das ist der Mensch, das Mensch gewordene Böse. Und weil der in der Partei ist, Hitler ist quasi Sauron, der ist hinter dem Berg und Höcke ist sein böser Teufel. Und beide kommunizieren über so eine Glaskugel und warten, dass dann die ganzen Orks aus Mordor wieder rauskommen. Und vermutlich. Genau.
Und jetzt gibt es quasi die Elon-Argumentation, der sagt: Die AFD ist super Partei. Und AFD-Sager, Gery, sagt: Großartig, sagt er auch. Und der sagt: Hey, ihr denkt alle, das ist Hitlers Partei, aber guck dir Frau Weidel an, die lebt in einer homosexuellen Lebensgemeinschaft mit einer Frau mit Migrationshintergrund. Das macht keinen Sinn, dass das Hitler ist. So.
Dann gibt es aber, ich sag mal, den Höcke-Flügel, der zu dem ich, ich weiß nicht, ob du da jetzt genau reingehörst, nicht, deswegen sprechen wir dieses völkische, ethnische Denken durchaus sagt: Es gibt ein deutsches Volk und es gibt eine deutsche Ethnie und andere Ethnien, die, und jetzt, die sollen entweder da bleiben, wo sie sind, oder die schieben wir wieder dahin. Die müssen wir nicht zwangsläufig umbringen, aber wenn wir ein paar von den Gangstern bisschen härter anfassen, ist auch nicht so schlimm. So, sinngemäß. Was für Strömungen gibt es aus deiner Sicht in der Partei?
Also, die Presse stellt das ja so da: Es gibt die Höcke-Gefolgsleute und Nicht-Höcke-Gefolgsleute, und die AFD befindet sich seit 2015 in einem permanenten Rechtsruck. Wenn man diesen Rechtsruck jetzt mal zurückrechnen müsste, dann muss ich davon ausgehen, dass die AFD von Linksradikalen gegründet wurde. Also, wenn ich jetzt mal mich als Maßstab nehme, jetzt gehe ich von mir 20 Rechtsruck rückwärts, dann bin ich also der tiefsten Sozialdemokratie. Also, das ist die Journalisten machen es nicht leicht, weil sie uns nicht leiden können und unterscheiden halt einfach darin.
Ich glaube, es gibt die, die, welche Strömungen gibt es? Also, historisch gesehen ist es eine Sammelbewegung gewesen, natürlich. Es gab also zunächst mal diese liberal-libertären, die wir hatten. Dann hatten wir tatsächlich die, die aus der alten westdeutschen Rechten kam. Es gab ja auch eine Rechte vor der AFD, die halt nur nie über 5% kam. Und dann gab's halt so NPD oder ja, Republikaner, genau. Und dann gibt es so, ja, also ich komme aus der Christdemokratie halt, wo man ja, also klassisch rechte Mitte. So.
Die, ich würde nicht sagen, dass diese, dass das heute noch in dem Maße so besteht. Also, der, der, die, die diese, diese, das ist mittlerweile auch letztlich alles aufgespalten. Eigentlich sind die ideologischen Gräben innerhalb der Partei heute deutlich geringer als noch vor 5, 6 Jahren, als ich beigetreten bin. Es ist mehr regional, dass man, dass man, dass die einzelnen Regionen eigene Schwerpunkte bilden, wie sie auftreten. Also, der Osten ist z.B. eher sozialstaatlich und außenpolitisch hat er sehr große Sympathie für Russland, gesehen. Der Westen ist eher wirtschaftsliberaler und ist außenpolitisch nicht klar zu verordnen, ist eher indifferent. Aber dass das jetzt, also die, die diese alten Grabenkämpfe um Inhalte, die sind meines Erachtens Teil der Vergangenheit.
Was ich zurzeit sehe, ist so das Bemühen, die Partei in ruhiges Fahrwasser zu bringen, also gerade große Ideologiekämpfe zu vermeiden und sich dazu hinzustellen, dass man inhaltlich mit gesundem Menschenverstand auf Probleme reagiert. Ich bin kein großer Fan dieses Begriffs "gesunder Menschenverstand", aber er ist ja populär in der Partei. Das ist so zurzeit eigentlich der Stand. Aber ich erkenne nicht, dass wir zurzeit irgendwo wirklich ernsthafte ideologische Gräben haben, die so groß werden, dass man sagt, da kann man nicht drüber springen.
Wo sind denn die kleinen? Also, die Außenpolitik ist natürlich immer heiß. Also, Ukraine. Ja, das hat eine Weile gedauert, bis man gesagt hat, also, dass wir diesen Krieg nicht wollen und diese Rüstung und dass wir da eh eine vermittelnde Position haben. Das hat eine Weile gedauert. Da gab's schon, als das losging, als die Russen da eingerückt sind, hat der Kupalla eine eher vermittelnde Lösung und Diplomatie aufgerufen. Da hat er intern bisschen Ärger bekommen. Da hat er sich jetzt durchgesetzt. Das ist, wer, wer, wer ein kleinerer Punkt.
Wo haben wir noch einen kleineren, kleineren Dissens? Ich denke schon in der grundsätzlichen Ausrichtung, wie wirtschaftsliberal will man sein und wie solidarisch. Das ist zwar zurzeit, da gibt's keine offenen Streitereien, aber es gibt eben einige, die wirklich libertär sind, die wollen so eine Art, ja, Javier Milei. Und da würde ich aber sagen, ist, also nicht nur im Osten, da ist schon die große Mehrheit sagt, na, wir brauchen schon Solidarität, wir brauchen Sozialstaat. Da haben wir, da haben wir einen Punkt.
Aber ich glaube, angesichts auch der großen Herausforderungen, vor denen wir stehen, also diese, diese, diese offenen Grenzen, der wirtschaftliche Niedergang, Klimawandel, es besteht Einigkeit. Und ich denke, was die Partei jetzt hat, ist nicht, dass man irgendwie neue Fässer aufmacht und Streit macht, sondern die Herausforderung besteht, dass wir jetzt eben die Zukunftsthemen bringen. Wir müssen nicht, wir dürfen nicht nur die Partei sein, die die Probleme, die wir heute haben, anspricht und Lösungen hat, sondern wir müssen die Partei sein, die auf die Entwicklung der nächsten 5 bis 10 Jahre hinweist und das Einzige mit einer Lösung dafür hat.
Also, wir müssen über KI reden, wir müssen über Demografie reden, wir müssen über die Friedensordnung in der Welt reden, wir müssen über die Frage der Geburtenraten und so weiter reden. Und zwar das Einzige mit guten Argumenten. Und nachdem wir die Jugend gewonnen haben, sollten wir jetzt uns auch schauen, dass wir signifikant migrantische Milieus für uns gewinnen als zusätzliche Wähler, was uns auch vor dem Verfassungsschutz schützt, der behauptet, dass wir alle Migranten würden oder irgend so ein Zeug.
Also, ich denke, es ist gut, dass wir diese Streitigkeiten überwunden haben. Zurzeit sind wir die Partei, die auf alle Probleme, die Deutschland aktuell hat, wir haben, die besprechen wir laut aus, wir beschönigen nicht, und wir haben eine in sich schlüssige, durchgerechnete Lösung. Herausforderung der nächsten Jahre: den Blick zu weiten, was kommt auf uns zu an Problemen, an Herausforderungen, an Entwicklung? Wie positionieren wir uns dazu? Und wer als erstes die zukünftigen Trends erkennt und sich dazu positioniert, er wird sie auch gewinnen.
Wenn ich jetzt auf Deutschland gucke, dann gibt es halt einen geringen Anteil von deutsch-türkischem Migrationshintergrund, hast du gesagt. Die schnappen wir uns dann. Die junge Generation, die hast du dir quasi geschnappt. Warum? Wäre nicht das Ziel an Stelle an, ich nenne es mal Nischenzielgruppen rumzuarbeiten, zu sagen: Hey, eigentlich hat der Durchschnittsdeutsche ein Problem und den Durchschnittsdeutschen zu überzeugen? Gibt's ja nicht mehr, weil die Gesellschaft so auseinanderdividiert ist. Nicht, also eine deutsche, eine deutsche Gesellschaft dahingehend, dass ich sagen kann, es gibt jetzt Manfred Mustermann. Den habe ich nicht mehr. Ich kann eigentlich über die deutsche Gesellschaft heute nur reden, indem ich sage: Die deutsche Gesellschaft ist sehr differenziert zu betrachten. Aber einen allgemein gültigen inhaltlichen Satz über die deutsche Gesellschaft, der irgendwie auf alle passt, den habe ich nicht.
Also, ich mach's immer so: Es gibt, es gibt zunächst einmal, also der berühmte Satz lautet so, dass in einer heterogenen Gesellschaften Ideen entscheidend sind und in einer homogenen Gesellschaft sind Ideen entscheidend. Und in einer heterogenen Gesellschaften sind Identitäten entscheidend. Also, wenn es homogen ist, dann geht's nach politischen Ideen und Inhalten. Und wenn es heterogen ist, dann geht's nach Identitäten.
So, jetzt die Migranten, von denen wir sehr viele haben, identifizieren sich in der Regel nach ethnischen Gruppen. Das hast du gesprochen, sehr stark. Die Nichtmigranten und die Europäer, die sich in die deutsche Gesellschaft komplett letztlich assimiliert haben, die bilden Gruppen und die differenzieren sich nach Habitus. Das ist, das gibt den berühmten Soziologen Bourdieu. Und der hat gesagt: Eine moderne Gesellschaft geht nicht mehr nach Stand, nach Beruf, nach Konfession, sie geht nach Habitus.
Was heißt das? In den 50er Jahren hast du in Münster gelebt, dann warst du ein Katholik. Du konntest so links sein, wie du willst, du hast immer CDU gewählt. Du konntest in den 50er Jahren, hast du jetzt gelebt in Gelsenkirchen, konntest du rechts sein, wie du willst, ja, noch heimlich dem Adi hinterher getrauert, hast immer SPD gewählt. Was war das? Das heißt, bis in die 60er Jahre hinein hat deine dein Berufsstand, Bergmann, Kleinunternehmer, Industriearbeiter, oder deine Konfession, katholisch, über deine Parteipräferenz entschieden. Danach differenzierte das aus und du hast diesen Durchschnittsdeutschen gehabt, den du inhaltlich irgendwie kriegen konntest.
So, heute gliedert sich die Gesellschaft wieder. Sie gliedert sich aber nach dem sogenannten Habitus. Also, wie kleidest du dich, was für ein Auto fährst du, in welchem Stadtteil wohnst du, was isst du? Wenn du z.B. jetzt ein Veganer bist und mit dem Lastenfahrrad fährst, dann kann ich weiß ich ziemlich genau, wen wähle ich, was macht der am Sonntagabend, mit wem trifft er sich, wie sehen seine Freunde aus? So sieht aus.
Und jetzt stell dir vor, du bist, du hast ein kleines Unternehmen, fährst eine E-Klasse und dein Lieblingsfernort ist Dubai. Wen triffst du dich, wo wohnst du, wie ist deine Wohnungseinrichtung aus, wie sieht deine Freundin aus und wen wählst du? Das heißt, die, die, die, die ethnisch-deutsche Gesellschaft sortiert sich nach Gruppen des sogenannten Habitus. Die migrantische, umrundgesellschaft, die wir mittlerweile haben, differenziert sich ethnisch. Wenn ich Mehrheiten gewinnen will, muss ich mir diese einzelnen Gruppen strukturieren und muss eben angebend.
Spannend. Das ist der neue Ansatz. Der alte Ansatz ist genau, was du sagst: Wir machen Wahlomat und kriegen raus, was du gerne hören möchtest, und dann versuche ich über eine mathematische Formel die Wahlomat-Fragen so zu optimieren, dass möglichst viele bei mir landen. Das funktioniert nicht. Warum funktioniert das nicht? Wir wissen, dass es Leute gibt, viel CDU-Wähler, die machen Wahlomat und am Ende kommt raus: AFD. Dann wählen die ja nicht AFD, sondern die wählen, machen den Wahlomat noch mal und kreuzen anders an. Dann kommt die. Gott sei Dank, Gott sei Dank.
Das heißt, Inhalte, Inhalte sind in einer heterogenen Gesellschaft werden Inhalte unwichtig und Identitäten wichtig. Und der Punkt ist nur, dass wir zweigeteilt sind. Nicht, die einen, die Deutschen sind nach Habitus unterteilt, die Ausländer nach. Gibt es sowas wie den einen Habitus des, ich sag mal, deutschen Mainstream-Rentners, weil der dürfte eine sehr große inhaltliche Übereinstimmung mit uns haben, wählt uns trotzdem nicht? Nicht inhaltlich, sondern das ist einfach eine riesige Bevölkerungsgruppe. Leute, die quasi zwischen 50 und 60, und die kriegen wir nicht, weil, warum? Die sind noch alt geprägt. Das heißt, die hängen stark an den Gewissheiten, die man ihnen in der Bundesrepublik in der Schule beigebracht hat. Und da kommt das eben rein: Rechts ist böse, die CDU hat immer gut für uns gesorgt.
Also, die Ü60-Wähler sind die Reserve der Christdemokraten und der Sozialdemokraten. Auch alles für sie tun. Mittlerweile ist der Zuschuss des Bundeshaushaltes an die Rentenkasse der größte Haushaltsposten zu Lasten der jungen Leute. Also, wer in die Deutsche Rentenversicherung Bund einzahlt als unter 30-Jähriger, wird nichts rauskriegen. Aber er zahlt 22% Rentenbeitrag plus von seinen Steuern geht der größte Einzelposten immer noch zur Rentenkasse für die jetzigen Rentner raus. Und da sind die Gewissheiten, die man einst gelernt hat in so den 70er, 80er Jahren, sind so stark, dass wir mit unseren Themen nur sehr, sehr schwer durchkommen.
Es gibt immer Leute, die das machen, im Himmel willen. Das ist die größte Bevölkerungsgruppe der Republik. Aber wenn ich also sage, wir liegen jetzt bei ungefähr 20%, dann liegen wir bei den Ü60 liegen wir deutlich drunter, vielleicht bei 10 bis 12%, während wir, wenn wir 20% haben, liegen wir bei den Ostdeutschen und bei den, bei den Jungen, insbesondere jungen Männern, müssten wir so deutlich über 30% jetzt schon liegen. Wahrscheinlich liegen wir im ländlichen Ostdeutschland bei 40. Gerade anders kann man sich dieses Ergebnis nicht erzählen.
Und jetzt wäre eben die Frage, wie kommen wir weiter? Versuchen, an diese Boomer-Generation ranzukommen, hat das Problem. Die wollen natürlich, dass wir ihnen garantieren, dass das Rentenniveau eher noch steigt als sinkt. Das ist natürlich im Hinblick auf die demografische Entwicklung und die wirtschaftliche Lage sehr schwer. Also, man kann eigentlich nicht mehr versprechen, als dass man versucht, es zu stabilisieren, so wie es ist. Anders wird es schwer, weil man sonst die Jugend betrügen würde.
Was soll ich denn einem 18-Jährigen sagen? Er soll arbeiten, Unternehmen gründen, wenn ich ihm gleichzeitig sage, aber wenn du mich willst, zahlst du in Zukunft 30% Rentenbeitrag. Aber das ist ja kein Betrug, sondern das ist relativ. Das ist ja, er will mich ja nicht. Er will mich ja nicht. Also, kein Mensch will mich ja, wenn ich ihm sage, ich nehme jetzt von dem, was du erarbeitest, 60% weg und sorge dafür, dass du nie wieder was davon siehst. Super sexy, super unsympathisch. Beitrag, sondern sagst: Wir brauchen die Steuern für den Staat, weil der Staat ist ja sozial. Das ist Sozialsystem. Wir sind alle pro-sozial. Ja, aber dann sagen die: Warum, warum soll ich zahlen für Leute mit Double Income, No Kids, und meine eigene Mutter, die mich zehn Jahre allein großgezogen hat, kriegt nichts? Das ist ja, das ist ja, das Rentensystem ist ja sehr ungerecht.
Also, ich will um Himmels willen jetzt nicht alle über 60-jährigen Zuschauer dieser Sendung vor den Kopf hauen. Ja, bitte wählen Sie mich. Aber uns sagen die Demoskopen, in der Wählergruppe Leute zu gewinnen ist ja schwer, weil sich diese Wahlneigung verinnerlicht hat. Wer eben aufgewachsen ist, noch aus der guten alten Zeit, dass man eben immer Sozialdemokrat wählt, wenn man eben Bergarbeiter ist oder wenn man Industriearbeiter ist, oder wer aufgewachsen ist, egal was kommt, ich will CDU, weil ich halt als Kind mal Ministrant war. Der erinnert sich mit 70 an seine schöne Ministrantenzeit und mit leuchtenden Augen, dass das Stufengebet noch konnte. Den kriege ich jetzt nicht dazu, mich zu wählen.
Aber junge Leute, Menschen, die gerade die Erfahrung machen, wie ihre auch ihre Träume und ihre Lebenserwartungen durch die schlechte Politik kaputtgehen, durchaus auch integrierte Ausländer, die bislang niemand angesprochen hat, und natürlich Menschen im Osten, auf die man jahrelang nicht gehört hat, Russlanddeutsche und so weiter, die wählen uns. Und da müssen wir Schritt für Schritt reingehen, und zwar immer, indem wir uns das Milieu anschauen und schauen, wie wir eben so kongruent werden können, dass wir mit dem Habitus in diesem Milieu übereinstimmen. Ja, und da haben wir einige Gruppen noch zu tun, z.B. Frauen 30 bis 50 sind für uns auch unterdurchschnittliche Performer. Gerade solche Dinge. Und das muss man halt sich anschauen und muss versuchen, dann über die entsprechenden Formate, die entsprechenden Personen und die richtigen Themen Vertrauen zu bauen.
Meine Frage dazu ist: Glaubst du, du, oder wie wäre diese Durchdringung der größten Wählergruppe, nämlich der kurz vor dem Rentenalter, kurz nach dem Rentenalter, genau, die Boomer, wenn der öffentliche Rundfunk und die Medien ein ausgewogeneres politisches Bild, politisches Bild transportieren würden? Also, es würde helfen, weil die Boomer sind ja die Konsumenten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Aber es wäre trotzdem schwer, weil es die, du wirst politisch sozialisiert in der Regel so in deinen späten 10 Jahren und zwar durch deine Lehrer und deine Eltern. Wer also jetzt sagen mal 60 ist, ist politisch sozialisiert worden vor 40 Jahren. Das wäre also im Jahre 1980 bis 85, so in der Endphase Helmut Schmidt, Frühphase Helmut Kohl. Und der hat so ein paar Sachen automatisch drin.
Das erste, was er z.B. hat, und das ist typisch für die alte Bundesrepublik, das Wichtigste, was es gibt, ist Recht und nicht Politik. Das heißt, also ein klassischer, aus der Generation sozialisierter Boomer kann dir nicht erklären, was ist der Unterschied von Recht zu Politik. Sondern für ihn sind eigentlich alle wichtigen Fragen entschieden durch die Richter in Karlsruhe. Das merke ich dann z.B., wenn ich in Veranstaltungen gefragt werde: Müsste man nicht alle Politiker, die eben dieses und jenes machen, vor Gericht stellen? Oder gibt's nicht irgendein Gericht, wo man sich wenden kann, um die Grenzen zu schließen? Ist das nicht illegal?
Und dann lautet immer meine Antwort: Das ist eine politische Frage. Nicht, das ist es. Es ist eine, es ist ein, ein, ein, in der alten, späten Bundesrepublik sozialisierter Mensch kann nicht erklären, was eigentlich Politik ist, weil er in einer Zeit aufgewachsen ist, wo die grundlegenden politischen Fragen, waren alle entschieden. Es war entschieden, dass man in der festen Westbindung ist, weil es gab ja eine Mauer. Es war entschieden, dass es das Wirtschaftssystem war einmal festgelegt nach dem Krieg. Das war entschieden. Da musste man auch nichts machen. Man war halt eine Industrienation und das lief durch. Es war, wenn es dann mal so, die ganz großen Fragen waren fest entschieden.
Die zweiten Fragen, wenn es dann so wurde, dass man sich wirklich mal streiten konnte, Abtreibung z.B., klassisches Streitthema, dann haben die Politiker das einfach zu den Richtern nach Karlsruhe gegeben. Das sind ja auch nur rot verkleidete Politiker. Aber weil sie so schön verkleidet sind, denkt man, es ist jetzt was ganz anderes. Es hat nichts mehr mit Mehrheit und Wahlen und Wahlkampf zu tun, sondern es ist eben echt. Und insofern ist bereits die Vorstellung, dass Politik Politik ist und nicht Richter uns die Politik abnehmen, etwas, was man in der Generation schwer vermitteln bekommt. Das ist, weil man eigentlich sagt: Gib die Richter, die machen das für uns.
So, das erste. Das zweite ist diese, diese Überzeugung: Westbindung, es ist alles, was aus dem Westen kommt, gut. Bei den Russen muss man großartig vorsichtig sein. Das ist China, gibt's schon gar nicht mehr. Was ist eigentlich Indien? Und so weiter. Also, wenn man dann sagt: Wissen Sie, als Sie sozialisiert wurden, oder ich geboren 77, da hat die G7-Staaten haben dreiviertel des weltweiten Bruttoinlandsprodukts zur Wirtschaft. Heute noch ein Drittel. Dafür haben Länder, die damals zusammen wahrscheinlich weniger Bruttoinlandsprodukt als Westdeutschland hatten, also China und Indien zusammen hatten in den 70ern weniger Bruttoinlandsprodukt als das kleine Westdeutschland.
Brics, Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika, die zusammen haben zurzeit mehr Wirtschaftsleistung als die G7-Staaten zusammen, etwas mehr. Kann sich wieder ändern, aber so ist die Lage. Das heißt, also, wir müssen auch politisch mal den globalen Süden über berücksichtigen und sehen, dass das nicht nur irgendwie kleine Entwicklungshilfeempfänger sind, sondern die haben was zu melden. Das sind Erkenntnisse, die neu sind.
Dann dieses dieses Denken, dass man Ansprüche immer hat: Ich habe mein Leben lang in die Rentenkasse eingezahlt, deshalb muss ich etwas bekommen. Ja, du hast dein Leben lang eingezahlt, aber das Geld ist weg. Das ist halt weg. Wieso, es ist weg? Ich habe doch eingezahlt, ich habe einen Anspruch. Was für ein Anspruch? Was Geld ist weg und der Anspruch ohne dass jemand es dir bezahlt, ist halt schwer, ne?
Und die, die, die, das heißt, diese 60er Generation schleppt einen riesen Ballast an Erfahrungen und Überzeugungen, Erkenntnissen mit aus der guten alten Zeit. Und sie sagt: Damals war die Zeit gut, also waren auch meine Erkenntnisse gut. Heute ist die Zeit schlecht und deine schönen, guten Erkenntnisse funktionieren nicht mehr. Aber der Herr März z.B. spielt ja damit, dass er genau verspricht, dass das nicht so ist. Der, der, der Sex von Friedrich Merz besteht ja darin, dass er genauso aussieht, wie man halt 1980 ausgesehen hat. Er redet auch wie 1980. Ist einfach wie rübergeballert. Und insofern haben wir es schwer.
Wenn ich ja jetzt komme und ich mache dieses komplizierte Gespräch wie jetzt mit dir, wo ich über Bourdieu rede, über migrantische Communities, über ethnische Identitäten, ich spreche über Identität, ich spreche über künstliche Intelligenz, Demografie und so weiter. Und dann kommt der Herr Merz und sagt: Wir machen jetzt wieder alles so schön wie in unserer alten Bundesrepublik. Na, dann klingt das doch vom Sound schon mal sehr vertraut. Das heißt, also rein emotional und instinktiv wird der Merz einen größeren Erfolg haben als ich, auch wenn er natürlich letztlich ein Rückwärtsprogramm auferlegt, das mit der Realität nichts zu tun hat. Aber das müssen die Leute erst spüren. Und deshalb sage ich ja: Wohl, der wird mit den Stimmen der Ü60 wird er dieses Jahr leider, leider Kanzler. Ein furchtbarer Typ und er wird furchtbar scheitern, weil eben man mit den Methoden der Vergangenheit man nicht die Zukunft gewinnt.
Warum scheitert er? Weil er letztlich keine Idee hat. Der hat doch nicht mal verstanden, wie die Gegenwart funktioniert. Ich meine, was ist denn Merz' große Idee? Das erste, was er ist, er möchte also außenpolitisch in die 80er Jahre zurück, indem er am liebsten Moskau bombardiert. Taurus liefern, damit die Ukrainer mit deutscher Programmierung Moskau bombardieren. Das kann nur schiefgehen. Das wird hoffentlich Trump verhindern, dass er das macht.
Das zweite ist ökonomisch gesehen hat er ja gar nichts anzubieten. Also, er möchte weder den Green Deal und das Verbrennerverbot aufheben. Hätte er tun können. Ursula von der Leyen ist seine Kandidatin, die jetzt durchgesetzt hat. Da er absehbar mit den Grünen oder den Roten oder beiden koalieren wird, bleibt es also bei der Klimapolitik. Damit ist die Industrie erledigt. Dann müsste er wenigstens irgendwie auf eine neue Technologie setzen, aber der, der hat ja keine Idee, was eine neue Technologie ist. Ich habe von Herrn Merz noch kein Wort zum Arbeitsmarkt nach KI gehört. Ich habe nichts gehört.
Also, er ist außenpolitisch ist er glatt, alte NATO 80er Jahre gegen die Russen und so Länder wie strategische Länder wie die Türkei als NATO-Partner, China als aufstrebende Macht hat er nur als Feind im Kopf, aber nicht als möglichen Partner. Für die aktuelle Industrie hat er nur das, die alte Leier der 90er, so Neoliberalismus, ein bisschen weniger Regulierung, aber das hilft nichts bei den jetzigen Energiepreisen. Und das hilft vor allem nichts, wenn Trump uns Einfuhrzölle reinhaut, dass wir nicht mehr exportieren können. Hat er auch nicht drauf. Gegen Green Deal tut er nichts, damit kann er die Industrie nicht retten.
Bei der Einreise hat er gar nichts. Sagt er ja immer: Das Asylrecht muss erhalten bleiben, aber wir müssen die Regeln härter anwenden. Kann ich sein lassen. Remigrationskonzept hat er nicht. Das ist aus. Das Ding kann er nicht leben. Über Demografie redet er nicht. Über KI redet er nicht. Über Wandel des Arbeitsmarktes redet er nicht. Was macht er? Er kommt ran und wird so ein CDU-Programm aus seiner Jugendzeit präsentieren. Also, so die Ende der Kohärenz, bisschen weniger Bürokratie, Leistung und das, was man so kennt. Ja, dann macht er eine Koalition mit Rot oder Grün oder beiden. Da wird alles, was auch nur ein bisschen mutiges, kassiert und dann ist das die Fortsetzung der Ampel mit einer neuen Gestalt. Der Merz ist Ersatz-Scholz.
Was würde der sagen, wenn der jetzt auf meinem Stuhl sitzen würde? Sagt erstaunlich, in seinen Reden, die ich mir alle anschaue, ist es eigentlich nur, dass er wahrscheinlich sagen würde, dass er mit so bösen Faschisten mit mir gar nicht redet und dass ich nur negativ sei und keine Idee habe und er jetzt mal zeigt, wie die alte Bundesrepublik das noch löst.
Du hast vorhin gesagt, du hast die Weidel-Rede auf dem Parteitag nur ein Auszug gehört. Nur ein Auszug gehört. Aber du sagst, die Merz-Reden guckst du alle. Die wesentlichen gucke ich mir an. Warum ist, warum nicht eigentlich müsstest du doch die Weidel-Reden hören, um zu wissen: Okay, das ist jetzt scheinbar der Kurs der Partei. So. Aber ich kenne noch den Kurs der Partei. Ich kenne Frau Weidel. Ich habe ihre Handynummer. Also, wenn ich jetzt wirklich irgendwie völlig planlos wäre und nicht mehr wüsste, was ist der Kurs der Partei, schicke ich eine WhatsApp und sage: Entschuldige bitte, kannst du mir das kurz erklären? Oder ich rufe ihren Büroleiter an und sage: Kannst du es mir kurz erklären, damit es schneller geht. Also, ich kenne ja den Kurs von Frau Weidel. Ich kenne den, ich kenne ihre Schwerpunkte. Und insofern ist da jetzt, ich habe weder ein Kritik- noch ein Informationsbedürfnis, während ich ja schon wissen will, was mich jetzt erwartet bei der CDU. Und das ist halt furchtbar uninspiriert und planlos.
Die begreifen tatsächlich die heutige außenpolitische, also die kulturelle und auch die ökonomische Lage begreifen sie nicht. Sind sind also, was ich da sehe, das alles. Also, wofür wählt man die? Man wählt sie, weil sie das Versprechen haben, es wird, gehen wir zurück in die 80er. Es kann nur schiefgehen, wenn ihr die Mehrheit holen würdet und ein Koalitionspartner, vermutlich würdet ihr nicht die absolute Mehrheit holen. Wen müsstet ihr holen, wenn ihr euch den aussuchen könntet?
Das ist schwer zu sagen. Also, es ist ja so, dass die FDP wird ja rausfliegen, denke ich mal. Ja, angenommen, die stünden zur Wahl. Also, vermutlich überlegst du FDP oder CDU. Mit wem sonst? Also, die Sozialdemokraten haben in der Außenpolitik, sind sie schlauer zurzeit, schlauer als die CDU, finde ich. Weil die Sozialdemokraten zumindest wissen, dass man mit Krieg nicht spielt. Das erhebt sie über alle anderen Parteien. Gerade die, sie sind zumindest so, dass sie sagen, wir wollen es hier nicht knallen lassen, und das ziehen sie auch erstaunlich konsequent durch. Und dafür mein Respekt.
Das zweite ist, dass die SPD natürlich doch noch erkennt, dass es sowas wie einen gesellschaftlichen Zusammenhalt braucht, eine Solidarität. Aber in allem anderen sind die natürlich furchtbar. Also, mit Frau Esken, was, was will man mit Frau Esken reden? Die ist mein Parteivorsitzende. Das ist ja der Inbegriff. Also, sie ist weder empathisch noch kompetent. Sind da fast die Grünen noch besser, die dann immer mit großen Pathos reden. Das ist halt gerade bei der SPD, dass sie es nicht schaffen, eine Idee zu bringen.
Also, wen man sich halt anschauen muss, ist in der Tat die Wagenknecht-Partei. Im Moment, die hat, die hat einige. Warum? Weil die Wagenknecht-Partei zumindest weiß, dass sich etwas verändern muss. Das Problem ist, von Christdemokraten, Sozialdemokraten, FDP und auch den Grünen ist ja, dass oder bei den Grünen, aber eigentlich sagen sie, es muss sich nicht wirklich verändern. Wir können so weitermachen. Und es gibt zwei Parteien, die sagen: Nee, wenn wir
So, weitermachen. Fahren wir gegen die Wand. Das ist Frau Wagenknecht, und das ist wir. Nur bei Frau Wagenknecht sind natürlich so viel Spinner mittlerweile in der Partei, so viel, so viel wirkliche Linksradikale, dass man, dass man, dass man sich schwer damit tut zu sehen, wo man mit denen korrelieren kann. Also, mal, ich sage ganz offen, wir müssen eigentlich warten, dass ich die CDU so entzaubert und zerlegt, dass dann aus der Konkursmasse der CDU Leute kommen, mit denen man korrelieren kann. Zur Zeit sind alle Parteien eigentlich so, dass sie, also entweder die Notwendigkeit einer grundlegenden Veränderung in unserem Land bestreiten oder, wie Frau Wagenknecht, dass man eigentlich sagt, die Veränderung wünscht man sich jetzt, aber auch nicht.
Das heißt, es gibt eigentlich die, die Wagenknecht-Partei dürfte die linkeste Partei, oder zumindest als linkeste Partei, als quasi Spin auf der linken. Nein, ich glaub, die Linken sind linker als die Wagenknecht-Partei. Die Wagenknecht hat sich aus der Linkspartei in die Mitte abgesetzt, hat sich in die Mitte abgesetzt. Und jetzt sagt ihr als ganz rechte Partei: "Okay, die CDU sind irgendwie komisch, mit denen würden wir nicht korrelieren. Die FDP ist auch komisch, obwohl man jetzt gemein hinhören würde, die sind euch doch in dieser Links-Rechts-Wahl näher." Aber du sagst, die Links-Rechts-Achse ist gar nicht so relevant, sondern die Achse Veränderungswillen und Problembewusstsein. Vielleicht ist auch die Frage, ob, na ja, es ist auch so bisschen die Frage des Liberalismus, zu akzeptieren, dass es nicht nur um das Individuum geht, sondern dass es eben auch kollektive Bedürfnisse und Interessen gibt.
Das, also nicht mein klassisches Beispiel ist immer Tessa Ganser. Markus Tessa Ganser, das ist dieser grüne Bundestagsabgeordnete, der als Frau rumläuft. Das ist ja sein freier Wille, als Frau rumzulaufen. Er hat das wahrscheinlich aus eigenem Geld bezahlt. Also, ich glaube nicht, dass er sich das von der Krankenkasse bezahlen hat lassen. Wenn ich jetzt also rein liberal rangehe, muss ich ja sagen: Freier Wille, selbst bezahlt, also ist er, ist es okay, völlig in Ordnung. Ist Tessa, muss ich gut finden, oder? Aber ich sage, na ja, Freiheit hat aber einen Rahmen, nämlich z.B. die Natur. Es gibt einen Rahmen der Freiheit. Du, Freiheit hat auch eine, eine Freiheit geht einher auch mit einer ethischen Verantwortung. Dann würde ich sagen, der kann machen, was er will, aber er bleibt trotzdem halt ein Mann. Ja, und ich denke gerade bei diesem Umgang mit dieser, mit dieser Vogenheit, darum, das ist ja das Beispiel der Vogenheit, gibt es Grenzen dieser völligen Freiheit? Gibt es sowas wie ein, wie eine objektive Grenze der individuellen Freiheit? Aber das ist ja, wäre nicht seine oder ihre Grenze. Also würdest du sagen, man, man sollte jetzt nicht die OP verbieten, der, der, oder, oder die kann auch machen, aber ich muss das nicht gut finden, ne? So, genau. Aber wo genau hat jetzt die Freiheit des Einzelnen Grenzen, weil der, der Einzelne in dem Beispiel ist ja jetzt komplett frei, das alles zu tun. Und du sagst aber, wenn ich dich richtig verstehe, ich verstehe den als, ne, quasi, je, lass von, von der Einz, ich verstehe quasi den Mann, der sagt: "Ich möchte eine Frau sein und alle Operationen vollzieht, der soll die vollziehen, so wie er will." Aber ich akzeptiere nicht, dass jetzt quasi und unterwerfe mich nicht dieser Illusion, sei nun eine Frau, denn eine Frau ist definiert durch biologisch Frau. So, genau. Und damit, wenn ich sage, ich akzeptiere ihn nicht als Frau, nehme ich mir ja heraus, dass es einen objektiven Maßstab darüber gibt, was eine Frau ist, während streng liberal könnte man sagen, wenn er das jetzt gemacht hat und sich als Frau fühlt, muss ich das als Frau akzeptieren. Das wäre bei der WN ist die Unterscheidung, ob ich sage, Maßstab ist allein der individuelle Wille, oder ob ich sage, es gibt für die Frage, was ein Mann, was ist eine Frau, was ist gut, was ist falsch, auch objektive Maßstäbe. Und in dieser Achse, wenn ich da eine ziehe, wenn ich also sage, zwischen diesen wog-liberal und eben, ja, konservativ, da ist die Wagenknecht sicherlich nicht wog-liberal. Ist sie wahrscheinlich rechts der CDU, wenn ich das das Maßstab nehme, ist sie rechts der CDU, weil sie hat ein eigenes Buch geschrieben gegen die wog. Das heißt, diese ganze, wohin geht Deutschland, was ist unsere, die Zukunft unseres Landes, der Wirtschaft wird am Ende nicht unterschieden, so richtig, was glauben, halten wir für die beste Wirtschaftspolitik, sondern glauben wir, es gibt ein, zwei, drei Geschlechter oder vielleicht 24. Auch wichtig. Also, ich, ich, es gibt diesen berühmten Satz von Andre Briegel: "All politics downstream of culture." Und wenn, wenn die grundlegenden Dinge, das war das, wo wir bei den jungen Leuten heute anfingen, wenn die grundlegenden Dinge nicht klar sind, wer bin ich? Ich muss mich lieben, was ich bin. Ich muss was draus machen. Dann kann ich auch mit der besten Wirtschaftspolitik und Rechtspolitik werde ich dieses Land nicht wieder zu einem mit sich selbst versöhnten, glücklichen, wohlhabenden, angenehmen Ort machen. Ich muss über diese grundlegenden kulturellen Fragen diskutieren. Und das Problem der März-CDU ist es, dass es diese Fragen verweigert, weil es keine, weil sie keine Argumente haben und weil sie Angst vor den Argumenten haben. Es gibt den Journalisten Schuler von News, früher Bild, der macht sich einen Spaß und fragt Herrn März auf jeder Pressekonferenz: "Herr März, wie viele Geschlechter gibt es?" Er kriegt jedes Mal eine andere Antwort. Einmal kriegt er: "Mindestens zwei, zwei und Ausnahmen." Äh, und so weiter. Es gibt nie, dass der März sich hinsetzt: "Es gibt zwei Geschlechter, Herr Schuler." Er versucht immer die Frage so zu beantworten, dass er sich irgendwie zwischen alle Stühle setzt und und nicht fixiert. Und das ist das große Problem der CDU. Die, die CDU glaubt, sie kann diese aufgeworfenen fundamentalen Fragen, wer sind wir als Deutsche, wer bist du selbst, wie viel Geschlechter gibt es, die CDU will diese Fragen nicht beantworten und will stattdessen reden über, äh, Details des Steuergesetzes, über Anteil des des Wertes am Bruttoinlandsprodukt, also über administrative Detailfragen. Sie möchte die grundlegenden Fragen umgehen und stattdessen redet sie über zweitrangige und drittrangige Fragen. Und wer über die grundlegenden Fragen redet, sind die Grünen, natürlich, genau Gegenteil von dem, was ich erzähle. Oder sie erzählen, wer über die grundlegenden Fragen redet, ist Frau Wagenknecht. Muss man ihr lassen. Und wir reden über die grundlegenden Fragen. Und die, die CDU, die SPD, die FDP tut alles, um bloß nicht über die grundlegenden Fragen zu reden, weil sie meines Erachtens zu diesen Fragen auch nichts Substanzielles beizutragen hat. Das sind Parteien, die sind entstanden zu Zeiten, als diese Fragen nicht aufgeworfen waren. Die CDU ist ein Kind der 50er Jahre, die SPD hat es, hat ihre große Phase letztlich noch früher gehabt. Und sie sind nicht, weil sie keine eigene Thesen dazu haben, kopieren sie, was die Grünen sagen, wenn es dazu kommt, oder sie schweigen. Aber sie haben auf die großen, grundlegenden Fragen nach unserer Identität, nach unserem Ich, haben sie keine Antworten. Und deshalb finde ich diese Parteien alle letztlich weitgehend unbrauchbar. Und spannend zum Streiten sind tatsächlich, außer uns, sind die Grünen. Es, genau das Antipode. Und in der Tat, Frau Wagenknecht, interessant, was Frau Wagenknecht ist, nur so, dass ihre eigene Partei nicht versteht, was sie macht. Ist einfach so, das ist eine reine One-Woman-Show. Und die Leute, die mitrennen, haben in der Mehrheit, meine ich, ich verstehen überhaupt nicht, worum es ihr geht.
Okay, ähm, als ich das, äh, das Gespräch von Musk und Weidel gehört habe, da war ein Thema, wo ich mich gewundert habe. Also, Elon hat sinngemäß gefragt: "Wie seht ihr das denn mit dem Antisemitismus und mit Israel?" Und dann hat Frau Weidel gesagt: "Wir glauben, das ist Existenzrecht des Staates Israel." Und hat gesagt: "Gott sei Dank, so, weil ihr seid ja eine rechte Partei." Und ich wollte das noch mal kurz hier gesichert wissen. Und was er sicherlich wusste, so. Und dann fingen die beiden irgendwie an über Gaza zu sprechen. Und Elon hat gesagt, also sinngemäß suggeriert, dass in Gaza Kinder in den Schulen, so, ich überspitze die Formulierung, so anti-israelisch erzogen werden, dass quasi keine Möglichkeit bleibt, außer dies halt auszulöschen. So, sindn gewesen. Das ist die Definition von Genozid. So. Jetzt gibt es andere Länder, die dem Staat Israel den, nicht den Genozid unterstellen, sondern sagen: "Das, was der Staat Israel da macht, ist eine genozidale Handlung. So, die gilt es zu verurteilen." Und wenn wir immer sagen: "Nie wieder ist jetzt", dann wäre was? Denn nie wieder? Nie wieder Hitler? Ja, der ist tot, der kommt nicht mehr wieder. Aber z.B. man könnte sagen: "Nie wieder Genozid." Dann wäre jetzt möglicherweise aus unserer historischen Verantwortung Zeit, was zu sagen. Aber was ich sowohl bei Frau Weidel als auch in der kompletten Spitze der deutschen Politik sehe, ist, dass man sagt, je, also so habe ich den Eindruck, korrigiere mich, was, was der fals, jegliche Israel-Kritik scheint Antisemitismus zu sein. Und parallel dazu gibt es so Tweets von israelischen Regierungsbeamten, die sinngemäß sagen: "Die in Gaza, das sind Tiere, wir müssen die ausrotten." Und parallel sagt die Spitze unserer Politik: "Ja, die, die machen von ihrem Selbstverteidigungsrecht Gebrauch." So. Und jetzt gibt es, ich war nicht da unten, ich bin da zu wenig drin, aber das jetzt eine Seite klar schuld ist und die andere nicht. Gibt es eigentlich nirgendwo. Dazu kommen halt diese Tweets der israelischen Regierung. Dazu kommt eine erhebliche Widerstandsbewegung in Israel selbst von Israelis, die sagen: "Diese Regierung ist fucking geisteskrank." Und wir Deutschen stehen aber tatsächlich nicht Schulter an Schulter mit den Israelis, sondern mit der amtierenden israelischen Regierung. Und das ist ja was anderes. So, was siehst du das?
Ich glaube, einfach, dass das Thema Israel ist für Deutsche tatsächlich unglaublich schwer zu fassen, weil es so vielschichtig ist. Und da kommen wir wieder bei dem Punkt, niemand möchte am Ende eine Diskussion haben über das deutsch-jüdische Verhältnis, weil sich dazu auch keiner geistig gerüstet fühlt. Was die Leute immer erkennen, ist, dass wenn wir jetzt einfach sagen, wenn wir es jetzt einfach rein rechtlich beurteilen würden und sagen, das Vorgehen der Israelis im Gaza übersteigt alle Grenzen, dass das irgendwie in einer Gemengelage, die so komplex ist wie das deutsch-israelische, dass das nicht ausreicht. Und jetzt machen die Politiker eins, dann sagen, dann sagen wir halt gar nichts. Und da sagen natürlich die Leute auch, das ist bisschen dürftig, ja. Also, das ist so bisschen das, das große Thema, wo man, wo man aktuell dabei ist. Also, was, was sage ich dazu? Das eine ist natürlich, was du schon mal in Israel, ja, okay, also ich auch war, viermal unter anderem bei der Hochzeit eines Freundes. Es ist natürlich klar, und sind die Israelis rein menschlich und kulturell, sind sie uns nah, sind wie, das ist schon mal wieder etwas, total coole Stadt, absolut Dietzenbergstraße und so weiter. Das ist halt deutsches Bauhaus, möglich. Man ist, man ist ja einfach, sie sind uns nahe, das, das, das muss man sagen. Das, das eine. Und das zweite ist natürlich, dass man sagt, dieser Staat ist ja auch durchaus entstanden aufgrund des deutschen, des deutschen Jahrhundertverbrechens. Und von daher wollen wir auf keinen Fall, dass er jetzt von uns in Frage gestellt wird. Das, das ist einfach ein Argument, das das weit verbreitet ist. Und aus diesem Grunde fürchtet man sich, in dieser, in dieser Konfliktstellung zu beziehen. Das, das ist leider der Fall, dass das, dass das so ist. Abgesehen davon, egal wie wir Stellung beziehen würden, es würde in Jerusalem eh keine interessieren. Ja, die würden eh machen, was sie wollen. Ja, aber das, dass man quasi kritische Stimmen zum Schweigen bringt, sagt jetzt: "Wir müssen auf jeden Fall, das ist die Linie, das ist schlecht." Also, man sollte mehr diskutieren dürfen. So. Und die, die Frage, die ich mir stelle, ist halt, wenn jetzt, lass uns wieder vom Szenario weggehen und von Israel, das ist ja total emotional. Aber wenn ich jetzt, ich habe jetzt ein Kind beispielsweise, und das ist ja nicht ohne Emotion, das ist das Beste, was mir einfällt. So, das Kind, ich behandle das schlecht und missbrauche das vielleicht so. Ich bin zu meinem eigenen Kind schrecklich. So, jetzt sage ich: "Scheiße, ich habe meinem Kind gegenüber Verbrechen begangen. Das ist schlecht, das tut mir total leid. Ich schaffe jetzt eine, ich kaufe eine eigene Wohnung für mein, mein Kind, dem ich, oder mein Frau ist ganz egal. So, ich habe Verbrechen begangen. Jetzt bin ich so. Und jetzt sehe ich, dass mein, mein Sohn beispielsweise, der das auch macht. Und dann sage ich: "Okay, ja, wenn da dir einmal die Hand ausrutscht, da, wer bin ich, dass ich das sagen kann? Wenn dir zweimal die Hand aus, okay, wenn der jetzt ein Arm gebrochen ist, okay." Kann ich auch nicht irgendwo, ich sag mal, wenn, wenn Israel jetzt das israelische Weltreich ausrufen würde, was vermutlich eh nicht der Fall ist, ne? Aber irgendwo muss doch dann die Grenze sein, wo auch wir mit historischer Schuld dann sagen: "Pass auf." Also, wenn, jeder hofft, dass die Grenze nicht, nicht erkannt wird. Jeder hofft, dass man da nicht rankommt. Jeder hofft, dass das vorher ändert, weil man, weil man sich dieser Diskussion nicht gewappnet fühlt. Und fühlt sich dieser Diskussion nicht gewappnet. Man, man, man, man, man sagt, jeder, jeder, also ich glaube einfach, dass tatsächlich Deutschland diesbezüglich nicht imstande ist, da eine einigermaßen sinnvolle, unbefangene, vermittelnde Lösung einzunehmen. Das ist wie beim Gericht. Es gibt, es gibt den befangenen Richter. Und der befangene Richter, so qualifiziert er sein mag, darf gewisse Fälle nicht entscheiden. Und ich glaube, dass in, in diesem Konflikt Deutschland befangen ist. Und deshalb möchte überhaupt niemand, egal welcher Partei, sich da ein.
Ja, das verstehe ich, dass man das nicht möchte. Aber der befangene Richter würde auch nicht danach die Pressekonferenz machen und sagen: "Pass mal auf, ich erklär mal so, so, so, ist Stimmung machen." Dann müsste sagen: "Pass auf, ich kann da leider nicht zu sagen, ich bin irgendwie, ich versuche guter Mensch sein, ich bin befangen." Das, das Argument ist zutreffend, das teile ich. Das ist das eine. Das nächste ist, dass wir, das haben wir vorher besprochen, eine sehr große muslimischstämmige, ausgerichtete Bevölkerung haben. So. Jetzt werden quasi deren Glaubensbrüder, Landsmänner erheblichen Repressalien, Gewalt ausgesetzt. Und jetzt sagen die: "Ne, lieber Max von der AFD, wir trauen dir zu, dass du hier das Land führst und unsere Leute werden da unten umgebracht und du tust einfach so, als wäre das okay und du deckst quasi." Es wäre was anderes, wenn du sagst: "Ich bin neutral." Aber du sagst: "Es ist, wir, wir stehen den zur Seite." Und dass wir vermutlich, wer wir so sowieso Waffen liefern, weil wir verkaufen den ja Waffen, aber jetzt, wir würden wahrscheinlich keine Waffen spenden. Aber das, für das ist ja, wenn wir jetzt die Augen verschließen, sag: "Okay, wir machen jetzt mal für 12 Monate, 13 Monate die Augen zu als Deutsche, weil wir können überhaupt nicht sagen." Dann die anderen sehen das. Also, es ist, es ist erstaunlicherweise so, dass die Reaktion der, der islamischen Community oder überhaupt der islamischen Welt sind ja interessant. Also, ähm, sowohl die Emiratis, also beide Emirati Airlines, also Dubai und Etihad, fliegen ununterbrochen weiter Linienflüge nach Tel Aviv von Dubai respektive Abu Dhabi. Die, ich habe von den, von den Golfstaaten diesbezüglich so gut wie keine echte Stellungnahme mittlerweile gehört. Also, ich bin Mitglied der Delegation der Europäischen Union zu den Golfkooperationsrat. Da ist nicht, dass irgendwie von den, von den Botschaftern irgendwie eine Erklärung mal abgegeben wurde oder überhaupt noch eine E-Mail an die Mitglieder oder Abgeordneten kam: "Bitte setzen Sie sich in unserem Sinne ein." Also, das erste ist, dass der Golfkooperationsrat ist erstaunlich still. Äh, das zweite ist, dass die, die nächste große Macht da unten wäre die Türkei. Die liefert weiter Lebensmittel und Energie. Also, die islamische Welt hat offenbar ihre Solidarität mit den Palästinensern aufgekündigt. Das fällt mir auf. Da gibt sicherlich mal ein Freitagsgebet, wo man sagt: "Wir müssen jetzt alle solidarisch sein und zusammenhalten." Aber wenn ich die konkrete Politik sehe, also interessant wären ja nur, wenn man so will, Erdogan und der Mohammed bin Salman. Iraner ist immer gegen Israel, witzlos. Also, Mohammed bin Salman für die Golfstaaten und Erdogan für die Türkei als die maßgeblichen sunnitischen Führer. Also, sie agieren nicht Israel-kritisch. Eigentlich sind sie verhalten, sie sich neutral und liefern weiter. Also, ökonomisch halten sie es aufrecht. Und auch bei den Nordafrikanern, also der, der Feldmarschall Sisi sicherlich hat da ein paar Worte des Bedauerns für seine Bevölkerung gefunden, aber politisch macht auch nichts. Und das ist halt für mich das Interessante. Wenn die eigenen islamischen Regierungen offenbar wegschauen, in der Tat bei einer massiven humanitären Katastrophe, ist es dann sehr schwer, dass dann ausgerechnet Deutschland und Europa einspringen und sagen: "Es geht aber gar nicht." Es ist schwierig. Also, auch hier, es gibt einen Unmut natürlich unter den, unter der muslimischen Einwandererbevölkerung, aber er ist, verglichen mit dem, was wir erlebt haben bei der ersten und zweiten Intifada, ist es endlich Low Profile. Und offenbar gibt es da ein stillschweigendes Agreement zwischen Israel und den maßgeblichen islamischen Ländern, wegzuschauen. Das ist zumindest das, was, was mir auffällt. Und dann in einer solchen Situation denke ich, dass auch die deutsche Politik jetzt nicht proaktiv Partei ergreifen sollte. Ich bin nicht da, sie ergreift ja Partei. Das, na ja, das ist so eher in der Rhetorik. Also, die, das, der Bundeskanzler und das Außenministerium macht eigentlich ein lautes Wegschauen. Das ist jetzt tatsächlich aus diesem, aus diesem X-Space gewesen, dass Partei ergriffen wurde, aber, also, es bewegt sich bei uns zwischen pro-israelisch und und und wegschauen. Also, schauen nur ein Beispiel. Wir haben ja politisch bekannte Palästinenserin, das ist die sagt ja, also das ist diese ehemalige, keine selbst, die, also die ist wahrscheinlich furchtbar unglücklich darüber, weil selbst die twittert gar nicht, keine Solidaritätsaufrufe, nicht Sozialdemokratin. Also, es fällt mir auf, dass sich zurzeit niemand, und zwar auch keiner von den maßgeblichen muslimischen Politikern in der Welt, diesbezüglich gegen Israel stellt. SN, entweder man, man schimpft natürlich, ja, aber von den Fakten ist Business as usual.
Wo ich dir Recht gebe. Also, ich durchaus B Sympathie für Israel. Ich finde die Art und Weise, wie im Gazastreifen vorgegangen wird, sind, das ist zurecht auch innerisraelisch wird das kritisiert. Aber als Politiker muss ich sagen, solange die islamische Welt offenbar stillschweigend sich entschieden hat, da das auszusetzen, sollte Europa nicht reingehen. Was auch immer reingehen ist, also ich meine jetzt, was man militäroperation, davon sind sehr sehr, man jetzt israelischen Botschafter einbestellt oder indem man jetzt droht mit irgendwelchen Handelssanktionen oder so, was man bei solchen Fällen sonst immer macht. Also, der erste Take liegt jetzt bei beim Golfkooperationsrat, bei in, in, in, in der Türkei. Die sind eigentlich die, die, oder bei der Arabischen Liga, ja. Und die machen nichts. Machen nichts. Das ist wahrscheinlich jeder in Europa heilfroh, dass die nichts machen, weil dann müssen wir auch nichts machen. Aber es ist jedem klar, dass das eine furchtbare Lage ist. Und ich kenne niemand, der darüber glücklich ist. Aber, ähm, also, ich, ich bevorzuge es bei dem Thema eben, mich wirklich an die lokalen Akteure zu halten. Ich schaue, was macht der bin Salman in, in Riad, was macht, was macht Erdogan. Und solange die so agieren, wie sie jetzt agieren, wäre es meines Erachtens außenpolitisch absurd, wollte man jetzt sich mit großem Bohai gegen Israel stellen. Ähm, man könnte ungefähr die gleiche Argumentation für die Ukraine benutzen und sagen: "Wir wollen doch alle keinen Krieg und das wäre doch eigentlich ganz ganz gut. Lass uns das mal lösen." Und was haben wir schon mit der Ukraine zu tun? Teil der EU. Ich argumentiere ja nicht ganz anders, nicht groß ähnlich, wie du weißt. Ich argumentiere ja damit, dass es nicht unser Krieg ist und dass wir ihn von vorneherein bereits hätten verhindern können, wenn wir den Ukrainern klar gemacht hätten, dass wir an einer Eskalation kein Interesse haben. Also, generell ist es manchmal auch klug, sich in Kriege nicht einzumischen, vor allen Dingen, wenn man eine derartig nicht existente militärische Stärke hat wie Deutschland.
Ich gucke auf, das ist mein längster Podcast, den ich jemals gemacht habe, glaube ich. Ich kenne diesen Satz, den, den kennst du. Der mit Tilo war da noch mal deutlich länger. Aber ich würde dir gerne tatsächlich, ich hätte 100 Fragen noch. Wir können auch vier Stunden hier sitzen, aber dann fliegt tatsächlich nicht dein, sondern mein Terminplan heute komplett auseinander. Ich hab das geahnt, was mich heute erwartet und habe gestern noch alifrig sogar eine Reise nach nach Sachsen um einen Tag verlegt. Ah, krass. Das, das ehrt und freut mich sehr. Daher würde ich zu meiner letzten Frage kommen, die ich sehr, sehr häufig stelle und zwar: Wenn du morgen mit Amnesie aufwachen würdest, du weißt nichts mehr, ich gebe dir aber heute ein Post-it und da kannst du für dich, nicht für dich, nicht für die Welt, nicht für deine Kinder, sondern nur für dich, was aufschreiben, an was du dich morgen erinnerst, wo du weißt: "Hey, der Max von gestern, der seine ganze Lebenserfahrung hatte, der wollte, dass ich das weiß und nicht vergesse." Was wird draufstehen?
Ich soll es wissen, morgen. Ich soll dich persönlich. Ui, das ist eine schwere Frage. Deswegen stelle ich sie ja. Ist eine schwere Frage. Woran, woran soll ich mich erinnern? Sind schon viele Erfahrungen, nicht die, die man hat und die man, die man nicht aufgeben möchte, weil sie einen geformt haben. Es geht dann immer los von den Großeltern, die man in der Grundschulzeit verloren hat, die Kinder, als sie geboren wurden. Vielleicht wären es einfach Fotos der Kinder, als sie klein waren. Das ist kein Post-it. Kannst du nicht. Also, kannst du, ich kann dir einen Stift geben, dann kannst du die malen, aber vermutlich, ich weiß nicht, wie gut du malen kannst. Schlecht. Hilft dir das nicht. Du müsstest also, du musst doch gar nichts draufschreiben, aber ich glaube, es beginnt mit dem Namen, ne? So, wenn es irgendwas gibt, woran man sich gerne erinnert, dann wenigstens, wie man heißt. Vielleicht ist das die Brücke, dass es wieder losgeht. Ich glaube, so lächerlich das ist, aber sein eigenen Namen zu kennen und an dem festzuhalten, ist schon mal so der erste Schritt, wo die eigene Identität dann vom, vom reinen Physischen ins Intellektuelle übergeht. Und an der, vielleicht sollte man ganz fundamental an der Stelle anfangen. Das, das Ich ist einfach das, was da ist, sicherlich auch mit den Genen, das haben wir ja ausgeführt. Das wird der erste Schritt der Intellektualisierung ist sicher der eigene Name. Den würde ich schon gern retten. Ironischerweise ist ja der eigene Name der Anfang der Identität. Wer bin ich? Ja, ich bin der Max. So. Wer ist denn Max? Und das kommt die nächste Frage. Das ist ja nur, aber er, aber das könntest du ja entdecken quasi. Aber ja, das wäre quasi die, die, der, der erste Schlag in den Baum, die erste Kerbe, wo da kann man reingreifen. Von da aus geht man weiter. Dann, dann googelst du mich, dann ist alles wieder. Und dann, dann liest du deinen Wikipedia-Eintrag und dann: "Ich bin ein Krimineller." Scheiße, das ist ja nicht so schlimm. Und dann Schritt für Schritt, dann melden sich Leute und sagen: "Guck, ich bin dein Kind, Max."
Ich danke dir ganz herzlich. Ich drücke dir und euch die Daumen, dass es für euch gut läuft, was auch immer für euch und für die Welt heißt. Aber hat mir viel Spaß gemacht. Ich habe viel verstanden und gelernt und bin gespannt, wo es dich denn noch so hinverschlägt. Ich auch. Aber das, ich bin offen. M. Ich habe, nachdem ich jetzt das überlebt habe, sowohl meine Wiederwahl wie den anschließenden Tiefschlag, habe ich auch diese innere Ruhe, dass ich sage: "Was soll schon passieren?" Ja, man, ich, ich, ich sehe das mit großer, mit großem Optimismus. Äh, und ich hab meine Angst und auch meine, meine Sorgen, die sind weg. Und das ist, finde ich, für einen Politiker ist es eine, ein, ich habe noch nie ein so unglaublich befreites Gefühl gehabt, seitdem ich Politik mache. Deshalb vielen Dank, dass wir das hier darstellen konnten. Ich glaube, wir müssen in Deutschland lernen, wieder viel offener, frei zu argumentieren, auch mit Argumenten, die wir noch nie gehört haben, selbst wenn sie falsch sind, einfach zuhören und gemeinsam um die beste Lösung ringen und nicht den anderen sofort verurteilen. Wenn wir das hinkriegen, dann kriegen wir das Land auch wieder hin. Danke schön.
Lieber Max, gern. Danke. Danke, dass du dabei warst. Wenn du Lust hast, noch mehr spannende Menschen hier an meinen Tisch zu sehen, dann lass gerne ein Abo da. Gib dem Video gerne ein Like oder lass mir eine Bewertung auf Spotify oder Apple Podcasts da. Das hilft wirklich mehr Menschen zu erreichen. Ist mir ein großes Anliegen. Jedes Mal, wenn ich eine Mail bekomme, wo da drin steht: "Hey Ben, ich höre nur noch deinen Podcast und das, ich nehme so viel daraus mit. Es, ich bestimme nicht mit allen Menschen überein, die du da am Tisch sitzen hast, aber das sind gute Inspirationen, das bringt mir für mein Leben etwas." Ich freue mich in Loch in Bauch und ich würde gerne noch mehr Menschen erreichen. Deswegen Like, Abo und eine geile Bewertung bei Spotify Podcast. Herzlichen Dank und bis zum nächsten Mal. Euer [Musik]