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Trump, Zölle, Bitcoin, Gold – Die Welt im Wandel

Marc Friedrich19:27

Transcription

Bist du verunsichert über die aktuelle Nachrichtenlage? Denkst du, die Welt ist verrückt geworden und aus den Fugen geraten? Ja, wir leben in einer Zeitenwende. Ich kann es nicht oft genug untermauern und erwähnen. Und ich habe es immer wieder gesagt. Ich habe es bereits in meinem aktuellen Bestseller prognostiziert, aber auch im Friedrich Report. Schon Anfang des Jahres, im Januar 2025, habe ich unsere Abonnenten genau darauf hingewiesen, was jetzt Realität wird: nämlich die Weltordnung wird gerade neu geschrieben. Und das ist jetzt keine Effekthascherei oder Clickbait. Nein, wir erleben gerade wirklich im Eiltempo, eigentlich, dass die Karten neu gemischt werden. Kein schleichender Wandel, kein leiser Übergang, sondern wir erleben die Eskalation eines tektonischen Umbruchs historischen Ausmaßes, der das globale Finanzgefüge fundamental erschüttert. Das ist kein Update, das ist eine Zeitenwende, wirklich ein Paradigmenwechsel sondergleichen, und wir werden ein neues Geldsystem sehen. Und Trump hat tatsächlich einen Plan. Darauf möchte ich heute mit dir eingehen, bei dieser historischen Folge „Finanziell Intelligenz“. Mein Name ist Mark Friedrich von der Honorarberatung Friedrich und Partner Vermögenssicherung. Es ist nicht mehr von der Hand zu weisen: eine neue Ära bricht an. Und nein, wir sprechen nicht mehr von multipolaren Tendenzen. Wir sind mittendrin in der systematischen Umwälzung der globalen Finanzwelt, unseres Geldsystems. Der Zollkrieg ist ausgebrochen, und wenn auch unsere Medien Donald Trump als Chaot und Nichtsnutz bzw. Dilettanten und Despoten beschreiben, der planlos irgendwie gerade das Weltgefüge und die Weltwirtschaft zerstört, muss man tatsächlich attestieren: Donald Trump hat anscheinend einen Plan, und der könnte tatsächlich aufgehen. Ja, du hörst richtig. Zwar wird seit Tagen kolportiert über die Medien, dass es ein Absurditätschaos ist und dass Donald Trump die Welt in eine Rezession stürzt. Aber wenn man hinter die Kulissen schaut und auch schaut, wer die Protagonisten sind auf dem Schachbrett, dann erkennt man tatsächlich einen Plan, und es wurde uns auch kommuniziert. Und der Plan von Donald Trump und seinem Finanzminister Scott Bessent scheint vollkommen aufzugehen, mit einer wirtschaftspolitischen Breitseite nach der anderen.

Jetzt fragst du dich: Wer ist Cessant – Bessent? Bessent ist der jetzige Finanzminister, kennt kein Schwein, aber der hat's in sich. 35 Jahre Markterfahrung, Hedgefonds-Manager, hat mit George Soros gemeinsam die Bank of England in die Knie gezwungen bei der Pfundwette, und er hat das Geldsystem tatsächlich verstanden. Er weiß, was jetzt passieren muss, und er hat es sogar angekündigt, was passieren muss, in einem genialen Interview mit Tucker Carlson. Er hat immer wieder gesagt: „Wir werden jetzt eine Schmerztherapie brauchen, müssen jetzt das Vermögen eigentlich de facto umtransferieren, eine Art Robin Hood von oben nach unten, aber so, dass die oberen immer noch reich sind, aber die unteren mehr vom Kuchen haben, weil 50 % in den USA haben nichts, und das will er durchsetzen.“ Äh, sind die Schmerzen erstmal völlig egal. Kollateralschäden, die in Kauf genommen werden, aber er weiß: Erstens muss das Handelsbilanzdefizit definitiv reduziert werden. Durch den US-Dollar als Weltreservewährung hat die ganze Welt Dollar benötigt, und die USA mussten ihre Produktion de facto outsourcen, an die Bank, z. B. nach China, Vietnam, Bangladesch. Das heißt, es wurde kaum noch was produziert. Aus dem Grund sind viele Menschen ja mittellos geworden, haben keine Perspektive mehr, und er möchte jetzt eigentlich wieder durch Steuersenkungen, durch Unternehmenssteuern, aber auch durch Zölle natürlich Kapital in die USA reinbringen, Unternehmen in den USA Fabriken bauen, Arbeitsplätze schaffen und damit auch dann Steuereinnahmen generiert werden und Wohlstand entsteht, weil nur durch Produktivität, durch Wertschöpfung, entsteht Wohlstand und natürlich auch mehr Steuereinnahmen. Ist ja klar, eine Aufwärtsspirale nach oben, und genau das hat – möchte man jetzt erreichen. Man möchte den Dollar de facto entwerten. Man möchte die gigantischen Zinskosten reduzieren. Noch mal: 0,5 % weniger bei den zehnjährigen Staatsanleihen der USA bedeutet 500 Milliarden Dollar weniger Zinskosten auf 10 Jahre. Das sind enorme Summen, und es sah so aus, als ob er die Zinsen, die auf die zehnjährige, tatsächlich reduzieren konnte, auf unter 3 %. Jetzt ging es wieder hoch, und mal gucken, wohin die Reise geht. Aber Fakt ist also: Erstens Handelsbilanzdefizit reduzieren, Kapital anziehen, Arbeitsplätze schaffen und dann natürlich auch die Zinskosten auf die bestehenden gigantischen Schulden von 37 Billionen Dollar definitiv reduzieren, indem die Zinsen auf die zehnjährige US-Staatsanleihe reduziert werden. 9,2 Billionen Dollar müssen dieses Jahr in den USA neue Schulden refinanziert werden, und da macht ein paar Prozent bei der Anleihe natürlich einiges aus. Das ist ganz klar. Und noch mal: Zölle sind immer negativ, finde ich immer schlecht. Zölle führen immer zu steigenden Kosten, zu mehr Inflation, aber mittelfristig natürlich auch zu Konsumzurückhaltung. Es wird weniger gekauft, das heißt eher deflationär, und jetzt würde den Druck auf die US-Notenbank, Fed, natürlich erhöhen, doch die Zinsen zu senken, um die Wirtschaft anzukurbeln. Das bedeutet auch mehr Liquidität, und dann fließt dieses Geld auch wieder in die Aktienmärkte, steigen natürlich dann die Aktienkurse. Es steigt Gold, es steigt Bitcoin, es wird alles steigen de facto. Also eine zweite Inflationswelle, alles würde teurer werden. Aber da Donald Trump ein begrenztes Zeitfenster hat, nämlich bis zu den Midterms, muss er jetzt diese Schmerztherapie durchziehen, weil wenn dann die Demokraten gewinnen, sind sie wieder in einer Patsituation im Kongress, und dann kann er nicht mehr durchregieren. Deswegen braucht er jetzt die Schmerzen, in der Hoffnung, dass bis zu den Midterms-Wahlen im Sommer übernächsten Jahres dann sozusagen die ersten Lorbeeren, die ersten Früchte dieser Schmerztherapie tatsächlich geerntet werden können. Fakt ist: Es gibt keine Heilung ohne Schmerzen. Also, das ist der geniale Plan eigentlich von Bessent und Donald Trump, die das Geldsystem verstanden haben, die wissen, dass die Weltreservewährung eigentlich auch Fluch und Segen in einem sind und dass man jetzt die Produktion, die Wertschöpfung, wieder zurück in die USA bringen muss. Und dann möchte ja auch die USA die Unternehmenssteuer senken, nicht um 1 %, wie in Deutschland, sondern um über 10 %, auf 15 %, wird damit natürlich viel wettbewerbsfähiger als Deutschland und viele andere Länder, und das ist schon im großen und ganzen eigentlich ein ja wirklich guter Plan. Wenn der funktioniert, dann Chapeau, dann würde der Hegemon auch Hegemon bleiben, und ja parallel dann noch mit der ganzen Währungsgeschichte. Der Dollar wird als Machtinstrument eingesetzt, und damit: Willkommen im Neoblasa-Akkord!

Jetzt denkst du dir nur: Neo – was? Aber lass ich es mir kurz erklären. Der Neoblaser-Akkord ist ein strategisches geopolitisches Szenario, inspiriert vom historischen Plaza-Akkord von 1985, aber radikal weitergedacht. Jetzt fragen sich viele: Was war 1985 im Plaza-Akkord – Plaza, nicht Plaza? Ja, ich weiß schon, der ein oder andere mit seinen versortierten Gedanken denkt, das wäre was Sexuelles. Nein, nein, nein. Das Plaza-Abkommen ist ein Übereinkommen zwischen den Vertretern der damaligen G5-Staaten, also Frankreich, Deutschland, Japan, USA und Großbritannien, mit den USA, und zwar im berühmten Plaza Hotel in New York am 22. September 1985. Und die Teilnehmer einigten sich in diesem Abkommen darauf, durch kontrollierte Einflussnahme auf den internationalen Währungsmärkten eine Abwertung des immer stärkeren US-Dollars gegenüber dem Yen und der Deutschen Mark zu erreichen. Während damals im Konsens der Dollar abgewertet wurde, setzt der Neoblaser-Akkord auf eine gezielte Eskalation. Zuerst wird der Dollar durch Strafzölle, Kapitalflucht und geopolitische Unsicherheit künstlich aufgewertet, um Kapital in die USA zu lenken. Parallel werden durch bilaterale Swap-Abkommen US-Schulden auf Alliierte umgeschichtet, die dadurch stärker an den Dollar gebunden werden. Und sobald dieses Ziel erreicht ist, könnte eine kontrollierte Dollarabwertung folgen, mit dem Zweck, die US-Handelsbilanz zu entlasten, die Reindustrialisierung zu fördern und die reale Schuldenlast der USA zu senken. Dieser finanzpolitische Schachzug nutzt das globale Vertrauen in den Dollar, nur um es später gegen den Rest der Welt zu wenden. Der Neoblaser-Akkord ist damit kein offizielles Abkommen, sondern ein möglicher Masterplan zur geopolitischen Reorganisation der Kapitalströme unter dem Deckmantel nationaler Sicherheit und wirtschaftlicher Souveränität. Schon im Februar haben wir es skizziert. Trumps Strategie zielt nicht auf fairen Handel, sie zielt auf Dominanz. Strafzölle treiben die Preise künstlich hoch, erzeugen also Inflation, und das Kapital flieht dann in den sicheren Hafen der USA. Der Dollar steigt, um anschließend als geopolitische Massenvernichtungswaffe genutzt zu werden. Ein klassischer Fall des Triffin-Dilemmas. Und ja, das ist tatsächlich brandgefährlich. Das ist eine heiße Wette. Warum? Weil ein zu starker Dollar zwar kurzfristig Kapital anzieht, aber langfristig die amerikanische Industrie stranguliert. Warum? Es wird weniger exportiert, natürlich wird weniger nachgefragt, und deshalb auch unser Ausblick im Friedrich Report Anfang des Jahres, wo wir prognostiziert haben, dass der Dollarindex noch einmal auf 110 steigen könnte, aber dann die strukturelle Abwertung droht. Und wie du an dem Chart des US-Dollarindex erkennen kannst, lagen wir damit – Gold richtig, nämlich gefolgt von der angesprochenen strategischen Abwertung. Aber Obacht: Der DXY ist kein Maß für absolute Dollarstärke. Wenn der Euro, der 57,6 % im Index vom Dollarindex ausmacht, gleichzeitig fällt, sieht der Dollar stark aus, ist es aber nicht, was man im Währungspaar US-Dollar zu Euro sieht. Was wir gerade sehen, ist ein perfektes Soft-Repricing. Das heißt, die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe ist auf unter 4 % gefallen. Nicht wegen Zinsenkungen der Fed, sondern wegen Angst, durch die Angst, die erzeugt wurde durch den Zollkrieg von Donald Trump. Investoren flüchten aus Risikoets rein in die Anleihen, in die Treasuries, und der Effekt: günstigere Finanzierung für die USA, und das bei 9,2 Billionen Dollar Schulden, die allein dieses Jahr refinanziert werden müssen. Und noch mal: Das ist kein Zufall. Das ist ein Spiel mit dem Feuer, und das ist ein Plan. Es ist Teil einer viel größeren Agenda, in welcher Geopolitik das Finanzsystem trifft. Der große Reset, manch einer Meinung nach, hat begonnen. Trump instrumentalisiert das globale Finanzsystem zur Reindustrialisierung, Stichwort Reshoring, Steuersenkungen, Deal-Plan. Die USA sollen wieder wirtschaftlich autark werden. Man möchte die Wähler im Rust Belt, im Bible Belt der USA wieder in Lohn und Brot sehen, damit Donald Trump sein Versprechen auch wirklich nachkommt, weil das sind seine Wähler. Aber man muss zugeben: Dieser Kurs erzeugt natürlich auch Kollateralschäden, die man an den Märkten sehen kann. Und dabei hat es Scott Bessent, der Finanzminister, direkt angesprochen: Die USA muss ihr Defizit einschränken. Schaut dazu gerne ein Interview zwischen Tucker Carlson und Scott Bessent an, welches sehr sehenswert ist. Ich werde es hier unten verlinken. Und der Plan ist, dass diejenigen, die jahrzehntelang von den niedrigen Zinsen, von den Gewinnen an den Aktienmärkten profitiert haben, nun auch ein bisschen zurückrudern müssen und dass die breite Masse, 50–60 % der Bevölkerung in den USA, wieder eine Vision hat, wieder eine Möglichkeit hat, aufzusteigen und mehr Geld in der Tasche zu haben. Kein Spaß, aber ich glaube, Donald Trump sieht sich als Robin Hood bei dieser Umverteilung, und aus dem Grund ignoriert man auch die Volatilität an den Aktienmärkten. Nein, man nimmt sie sogar in Kauf. Man möchte diese Schmerztherapie durchziehen. Schwellenländer wanken, Europas Exportindustrie gerät unter Druck, und der Welthandel bröckelt. Wir sehen eine Deglobalisierung und mehr Protektionismus. Und das ist erst der Anfang. China, Japan und Südkorea suchen längst die Flucht nach vorn, weg vom Dollar hin zu regionalen Allianzen und natürlich meinem Lieblingsmetall Gold. Und die Welt ordnet sich komplett neu. Die Karten werden neu gemischt, und das live vor unseren Augen. Es ist wirklich unglaublich, in was für einer tollen, spannenden Zeit wir leben. Was wir gerade erleben, ist eine einmalige Erfahrung, die man in einer Lebenszeit erleben kann: nämlich die Neustrukturierung unseres Geldsystems. Nicht ohne Grund stand Gold bei 3000 $ und wird weltweit von Zentralbanken aufgekauft. Wir sehen das Ende unseres ungedeckten Papiergeldsystems und das Entstehen eines neuen, stabilen Geldsystems. Ich habe es im Buch ja aufgezeigt, dass in Krisenzeiten, im Winter im Generationszyklus, die alten Währungen sterben und parallel gleich neue Währungen entstehen, die stabilsten, die goldgedeckt oder vielleicht sogar durch digitales Gold gedeckt sind. Deswegen hat ja Donald Trump die Bitcoin-Reserve ausgerufen. Deswegen möchte er ja bei Fort Knox nachschauen, wie viel Gold ist wirklich da, für das nächste Geldsystem. Und gleichzeitig werden die BIP-Prognosen gesenkt und die Inflations- und Arbeitslosenprognosen angehoben. Wenn man diesen Gedanken weiterführt, kommt man zu einem Stagflationsszenario, in welchem etwas zerbrechen muss, bevor die Heilung einsetzt. Erst die Schmerzen, dann die Heilung. Und das haben auch Trump und Bessent verstanden. Und wie gesagt, es ist wie bei dem Film „Die üblichen Verdächtigen“, wo am Schluss alle Puzzleteile zusammenfallen. Sowas auch hier. Als Donald Trump darauf hingewiesen hat, dass er die Goldbestände in Fort Knox überprüfen möchte, habe ich mir schon gedacht: Holler die Waldfee! Hm, was er da wohl machen möchte, weil ja mit einem Goldstandard kann man das Rückgrat einer neuen Währung eigentlich schaffen und dann nebenbei noch eine strategische Bitcoin-Reserve aufbauen. Hm, das könnte natürlich in den kommenden Jahren die USA im Währungswettlauf nach vorne bringen und nicht ins Hintertreffen geraten lassen. Trump und Scott Bessent wissen genau: In einer Welt nach dem Dollar als unangefochtene Leitwährung braucht es knappe, glaubwürdige und geopolitisch durchsetzbare Sicherheiten. Und genau hier kommen Gold und Bitcoin ins Spiel, das digitale Gold. Fort Knox könnte zur symbolischen Kulisse eines neuen Geld- und Finanzsystems werden, in dem physische und digitale Reserven miteinander verbunden und verknüpft werden: Gold für das Vertrauen der alten Ordnung und Bitcoin für die Dominanz in der neuen. Beides gemorpht zu einer neuen Geldeinheit. Eine strategisch platzierte Bitcoin-Reserve würde es den USA ermöglichen, nicht nur auf die Defizite des Fiat-Systems zu reagieren, sondern auch ihre geopolitische Schlagkraft im digitalen Zeitalter zu untermauern, als erste Nation mit einem bilanzierbaren, überprüfbaren digitalen Hard Asset als Reservewährung. Und wer hier jetzt große Augen bekommt und sich denkt: Das klingt ja nach einem gigantischen Paradigmenwechsel – ja, genau das ist es. Es ist die größte Veränderung der Finanzwelt seit dem Ende des Goldstandards 1971. Und wenn du in diesem seismischen Wechsel auf der richtigen Seite stehen möchtest, dein Geld in sichere Häfen bringen möchtest, dann musst du entweder in die Honorarberatung kommen oder den Friedrich Report abonnieren. Im Friedrich Report sagen mein Team und ich dir genau, was du tun musst, und das gerade mal für 1 € am …

Falls Trump seine angedrohten Massenabschiebungen umsetzt, könnte der Arbeitskräftemangel die Löhne explodieren lassen, was einerseits zu einer Befeuerung der Lohnpreisspirale führt, also zu mehr Inflation, und andererseits in einer Deflationsspirale enden, wenn sich Unternehmen ihre Arbeitskräfte nicht mehr leisten können. Die Welt wurde in ein strategisches Dilemma gestoßen. Zölle erzeugen Gegenreaktionen, führen zu mehr Inflation, zu ja Deglobalisierung. Aber man muss festhalten: Anscheinend geht Trumps Strategie tatsächlich auf. Jetzt schon haben mehr als 50 Länder sich an die USA gewandt, um eine Beendigung von Zöllen zu verhandeln. Beispielsweise hat Indien angeboten, Zölle auf über 50 % der US-Importe im Wert von etwa 23 Milliarden US-Dollar zu senken. Israel möchte alle Zölle abschaffen. Vietnam hat vorgeschlagen, alle Zölle auf US-Waren zu entfernen, um den 46%igen Zollsatz der USA zu reduzieren. Südkorea, Australien, Taiwan, Italien haben ebenfalls Interesse an Verhandlungen bekundet. Selbst die EU möchte auf einmal mit den USA reden, denn ihr bleibt nichts anderes übrig, als zu verhandeln. Wer Trumps Buch „The Art of the Deal“ gelesen hat, weiß, wie er drauf ist und wie er tickt und was er vorhat. Er möchte Deals eintüten. Dabei geht er erstmal scharf heran, setzt einen hohen Ankerwert, in der Hoffnung, dass etwas für ihn dabei herausspringt, wenn man sich irgendwo in der Mitte trifft. Was als Schutz gedacht war, könnte die globale Nachfrage vernichten und sich in einer deflationären Abwärtsspirale festigen, bevor die Pforten der Liquidität wieder geöffnet werden und die Zentralbank die Märkte wieder künstlich befruchten kann. Und ich sag’s dir ganz ehrlich: Keiner kann die jetzigen Bewegungen an den Aktienmärkten vorhersagen. Weder ich noch sonst jemand anderes. Warum? Es ist unglaublich volatil. Ein Tweet reicht schon, um die Märkte nach oben oder unten zu katapultieren. Hier möchte ich ein Beispiel vom Montag geben, vom „Schwarzen Montag“, nämlich da wurden innerhalb von 22 Minuten 3 Billionen Dollar in die Märkte gepumpt und wieder rausgezogen, aufgrund eines Gerüchts, was dann vom Weißen Haus wieder revidiert wurde. So verrückt ist es. Der Markt war fett im Minus und ging dann sogar ins Plus, um wieder ins Minus abzusacken, nachdem herauskam, dass diese Nachrichten nicht stimmen. Und deswegen kann man nur noch mit Wahrscheinlichkeiten arbeiten. Das machen wir übrigens auch im Report, und deswegen haben wir auch eine sehr hohe Trefferquote. Aber blicken wir trotzdem mal kurz auf die Märkte. Der S&P 500 hat einen der schlechtesten Jahresstarts aller Zeiten hingelegt, mit -13,4 %. Seit 1990 gab es nur zwei weitere Jahresstarts, die ähnlich schlecht waren, nämlich 2008 und 2020. Gold hat meine angekündigte Korrektur auf das Level von 3000 $ absolviert, und es bleibt spannend, wohin die Reise jetzt geht. Entweder wir halten uns auf diesem Niveau und können von dort aus steigen, oder wir erleben einen erneuten Abverkauf. Hier würde ich bei 2600 $ wieder aktiv werden. Silber – ja, hey, es war so knapp, kurz davor, dass wir ausbrechen, aber musste leider jetzt einen herben Rücksetzer hinnehmen. Und mein Szenario ging erstmal nicht auf, dass wir einen Ausbruch auf die 37 $ sehen. Aber hier gilt es auch weiterhin am Ball zu bleiben und zu beobachten, ob wir uns nachhaltig auf dem jetzigen Niveau entweder halten oder doch wieder abverkauft werden. Gleiches gilt natürlich für die Aktienmärkte, wobei dort gilt: Qualität vor Quantität, also Value-Aktien, für Growth-Aktien, also eher keine Wachstumsaktien kaufen. Und bei Bitcoin, dem digitalen Gold, der sich zwischenzeitlich tatsächlich vom Aktienmarkt entkoppelt hat, aber nur wenige Tage, haben wir einen starken Abverkauf gesehen, gefolgt von einer Gegenbewegung, und es bleibt wie gesagt auch hier abzuwarten, ob wir uns auf dem jetzigen Niveau halten, nach oben ausbrechen oder ob wir doch tatsächlich schon ja wieder nach unten tendieren. Und bei Bitcoin lässt sich allerdings festhalten, dass solche Korrekturen selbst im Bullenmarkt Normalität darstellen, während es für die Aktienmärkte schon ein wilder Ritt ist. Daher mein dringender Appell an dich: Kaufe, wenn überhaupt, nur schrittweise, also in Tranchen, um deinen durchschnittlichen Einstiegspreis zu optimieren, um flexibel auf die massiven Umwälzungen reagieren zu können. Ich werde dir dazu vielleicht noch ein Update geben, wenn sich der Staub dieses historischen Umbruchs etwas gelegt hat. Ich kann nur sagen, dass es sich historisch langfristig immer gelohnt hat, Krisen zu nutzen, um antizyklisch zu investieren. Mach es Warren Buffett nach. Eins ist klar: Weder die Börsen fallen auf null, und es wird auch wieder aufwärts gehen. Aber wer den Masterplan von Trump und seinem Berater Bessent verstanden hat, wer realisiert, dass der US-Dollar nicht nur ein Zahlungsmittel, sondern auch ein geopolitisches Machtinstrument ist, der kann ruhiger schlafen und strategisch agieren. Deswegen ist es so wichtig, das Geldsystem zu verstehen, und Scott Bessent hat’s verstanden. Diese Zölle, diese Börsenreaktionen, die Turbulenzen, diese Achterbahnfahrt, das ganze mediale Spektakel, das ist nur Ablenkung und Oberfläche. Die wahren Kräfte sind viel größer. Wir erleben aktuell nichts Geringeres als den Zerfall der alten Welt, der alten Ordnung. Das globale Schuldensystem bricht unter seiner enormen, gigantischen Last zusammen. Die politische Mitte wird zerrieben zwischen Populismus und Systemversagen. Den Medien glaubt keiner mehr. Wir sind dabei, einen epochalen Wandel zu sehen. Der Dollar dominiert, aber als letzt Waffe in einem geopolitischen Endspiel. Deglobalisierung, Autarkie und Machtlogik ersetzen Multilateralismus, und über allem: KI, Digitalisierung, Klimaschocks und Kapitalflucht, welches die Spielregeln verändert. Und das ist kein normaler Zyklus, kein normaler Marktzyklus, das ist der Big Cycle. Ein historischer Systemwandel, wie nur einmal pro Generation in deiner Lebenszeit passiert. Und wer jetzt antizyklisch investiert, sich informiert und mit Weitblick handelt, wird zu den großen Gewinnern gehören, auf Generationen hin, trotz aller Volatilität, aller Unsicherheit und der ganzen Panikmache. Deshalb mein Appell an dich: Denk größer, bleib ruhig, sei mutig und nutze antizyklisch die Chancen. Denn in jeder Krise steckt das Potenzial zur Transformation. Jede Krise ist eine Chance, und deswegen ist auch die Welt da draußen besser, als wir oft denken.