Transcription
Vor etwa 10 Jahren, da bin ich noch Marathon gelaufen, habe mich fit gefühlt, war alles super. Und kurze Zeit später habe ich überall Entzündungen bekommen. War auch da und müde, hatte wirklich Schwierigkeiten durch den Alltag zu kommen. Und dann hatte ich aber gleichzeitig irgendwie das Gefühl, das hat was mit dem Essen zu tun. Dann habe ich da wirklich ein Jahr mit umgetan, wo ich rausgefunden hat mit Trial and Error, welche Dinge das eigentlich sind, die mir das machen. Aber ich meine, das gibt's doch nicht. Ich habe Biochemie studiert, ich habe darin promoviert, ich habe Medizin studiert, ich habe darin promoviert, ich bin Fachärztin, ich bin habilitiert. Ja, warum weiß ich das nicht? Und war selber total über diesen Zusammenhang überrascht, Entzündung was mit Essen zu tun hat. Das war eigentlich der Grund zu sagen, ich kümmere mich mal um Nähe.
Stille Entzündungen, ein Thema, was häufig unterschätzt wird, obwohl es viele von uns betrifft. Dazu haben wir heute eine ganz besondere Expertin zu Gast, Frau Professor Dr. Dr. Simone Kretz, eine renommierte Wissenschaftlerin im Bereich der molekularen Medizin und Entzündungsforschung. Warum gelten diese stillen Entzündungen als Schlüsselfaktoren für chronische Krankheiten oder auch das Altern? Das sind also Erkrankungen, die durch chronisch ablaufende Immunprozesse, die nicht gewollt sind, also eine stille Entzündung angetrieben werden, teilweise sogar erst entstehen. Es sind also Erkrankungen wie Diabetes, das sind Tumoren, Demenzen, Alzheimer. Wie sollte ich mich ernähren, um prophylaktisch gegen eine stille Entzündung zu arbeiten? Es gibt allgemeine Faktoren, es gibt individuelle Faktoren. Es gibt so allgemein Dinge, die man weiß, die entzündungsfördernd sind. Aber dann gibt's die individuellen Faktoren, die unterscheiden sich zwischen uns. Ja, jeder hat irgendwo so ein Set an Verträglichkeiten. Wenn man jetzt sagt, was sind die Träger zu einer stummen Entzündung? Das ist als erstes [Musik] Simone, was versteht man genau unter stillen Entzündungen und was ist der Unterschied zu den allgemeinen Entzündungen, die man so im Leben kennt?
Beim Begriff Entzündung hat man erstmal das Gefühl, Entzündung ist was schlechtes. Das ist aber nicht wahr. Wir brauchen Entzündung. Ja, Entzündung ist was, was wir ähm im täglichen brauchen, um zu überleben. Es sind alte Mechanismen und die laufen normalerweise so ab, dass man zwei Teile der Entzündung hat. Man hat die ähm angeborene Inflammation und man hat die adaptive Immunität. Das heißt, wenn jetzt mal ein Keim eindringt in den Organismus, dann kommt zunächst die angeborene Entzündung herbei. Das sind Granulozyten, das sind äh das sind Zellen des angeborenen Immunsystems, die schnell reagieren. Mastzellen, ja, Zellen, die Makrophagen, Zellen, die einfach schnell kommen und gar nicht wissen, wer da ist, die nur wissen, das ist falsch, da muss ich jetzt was tun. Ja, und die fangen an Inflammation zu machen, das ganze schon mal in Gang zu bringen und dann dauert zwei, drei Tage bis die adaptive Immunität, das Immunsystem, was ich erst vorbereiten muss und passend gemacht werden muss, das sind die T-Zellen, hauptsächlich B-Zellen, T-Zellen, ähm bis die soweit sind, dass sie es auch können, ja, und dann geht sozusagen die adaptive und die angeborene Immunität zusammen und ähm bereinigen das Feld. So muss man sich das vorstellen. Dann wird man den Keim wieder los und dann kommt das nächste, die Resolution ist nämlich nicht so, die gehen dann alle wieder weg und die Entzündung ist vorbei, sondern ist ein aktiver Prozess. Das nennt sich der Resolutionsprozess. Das sind sogenannte Resolvine beteiligt. Also immer das heiß, was heißt das? Die Entzündung bleibt latent irgendwo. Nein, die bleibt nicht so. Die geht dann komplett wieder weg. Die wird komplett aufgelöst, der Keim ist weg und alles zieht sich wieder zurück. Die Resolvine kommen, räumen auf, so arbeiten und alles ist wieder schön. Resolvine habe ich. Resolvine. Resolvine. Resolution. Resolvine. Genau. Das sind Mediatoren. Ähm ähm wie Entzündungsmediatoren gibt's auch Resolvine. Ähm und ähm die ähm tragen dazu bei, dass das alles geordnet wieder aufgeräumt wird. Ja. So. Und das ist das, wie eine Entzündung abläuft, wie wir sie brauchen, wie es richtig ist.
Und dann gibt es die sogenannte stille Entzündung, die läuft viel weniger akut ab. Ja, die läuft im Stillen ab. Die bedient hauptsächlich den unspezifischen Teil der Immunität, nicht so sehr den spezifischen Teil der Immunität und da gibt es keine Resolution, die ist immer da. Ja, die ist immer da, gibt's Mechanismen, die das antreiben. Ja, und ähm es wird nicht aufgeräumt. Es ist immer so ein leichtes Feuerchen, was im ähm Untergrund brennt, was aber eigentlich nicht gewollt ist natürlich. Das ist ja nicht gerichtet auf den Feind, sondern es ist durch Fehlregulation des gesamten Organismus, des Metabolismus, dauerhaft angestellt. Ähm und das sind im Prinzip die stillen Entzündungen, die wir jetzt gerade so als zentrales Thema auch in der modernen Medizin haben. Und warum gelten diese stillen Entzündungen denn mittlerweile als Schlüsselfaktoren für chronische Krankheiten oder auch das Altern? Ja, wir haben natürlich diese Situation der man sagt die Epidemie der in Amerika sagt man noncommunicable Diseases. Das sind also Erkrankungen, die neu sind, die wir in unserer modernen Gesellschaften, mit denen wir jetzt konfrontiert sind, die durch chronisch ablaufende Immunprozesse, die nicht gewollt sind, also eine stille Entzündung angetrieben werden, teilweise sogar erst entstehen, angetrieben werden, unterhalten werden und aggraviert werden. Ja, das sind also Erkrankungen wie Diabetes, Metabolisches Syndrom, ähm es sind Tumoren, die werden auch angetrieben durch ähm Entzündungen. Ähm es sind chronische Erkrankungen wie neurologische Erkrankungen, Demenzen, Alzheimer. Ähm es ist die koronare Herzerkrankung ist natürlich das beste bekannteste Beispiel davon. Ja, ein Herzinfarkt ist eine inflammatorische Erkrankung. Das ist nicht wie man immer so ja hat zu viel Cholesterin. Nee, hat's nicht, sondern ist eine Entzündung. Stille Entzündung im Endothel. Die Gefäße sind entzündet, dadurch werden sie auch porös und dadurch kann sich erst was einlagern. Ja, dann kommen diese Partikel lagern sich ein und dann läuft im Endothel, was eh schon porös und entzündet war, noch eine weitere Entzündungsreaktion ab, die dann irgendwann dazu führt, dass ich diese Plaques bilden, die dann irgendwann zu Infarkten führen. Also die Basis von der koronaren Herzkrankheit ist eigentlich eine Entzündung, ist eine Entzündung, ist eine Entzündung des Körpers. Deshalb und die Medizin senkt die Fette aber eigentlich nur als Hilfsmaßnahme. Na ja, Gott, der eigentliche Ursprung wäre ja die Entzündung im Gefäß, aber die kriege ich ja nicht weg. Also senke ich mal das, was ich da einlagere, aber es ist nicht, dass es dadurch etwa entstehen würde. Ja.
Wie früh entwickelt sich sowas dann? Du hast gesagt, es gibt die angeborene Entzündung über das Immunsystem, aber wie früh entwickeln sich jetzt diese stillen Entzündungen? Ist es schon was, was im Kindesalter passiert oder ist es erst im im späteren Leben? Weiß weiß man das überhaupt? Es ist ja nicht wirklich gut untersucht, aber man kann sich da so ein bisschen herleiten. Ich denke ähm normalerweise häuft sich das aufgrund der Mechanismen. Kommen wir vielleicht auch noch drauf zu sprechen, wie so eine stille Entzündung entsteht im Laufe des Lebens an. Das ist dann erworben. Erstmal hat man Immunsystem, was funktioniert. Ähm, man hat Entzündungen, die laufen ab nach dem festen Muster, werden wieder aufgelöst, man ist wieder gesund, man hat wieder keine Entzündung mehr. Und irgendwann kommt man dahin, dass man verschiedenste, ich sag mal, Defekte entwickelt, Fehlregulation, dass man chronisch entzündet ist, so leicht unterschwellig. Nur das Alter dafür rückt vor. Ja, man hat jetzt schon Kinder, die viel zu dick sind, die sollte Diabetes Typ 2 entwickeln, schon im frühen Kindesalter ist natürlich auch schon entzündet. Ja, das rückt vor, weil die unterliegenden Mechanismen, die dazu führen, dass man diese stillen Entzündungen bekommt, sich immer breiter machen. Ja, die Mechanismen, die da, wenn man die ansprechen möchte, das ist einmal die Ernährung natürlich. Ernährung macht Entzündung, wenn sie so ist, dass sie das Immunsystem aktiviert. Ja, das ist die hochprozessierte Nahrung. Das ist die Nahrung, die wahnsinnig viel Zucker enthält, die dauernd Insulin bedient. Ja, das ist natürlich eine Adipositas. Fettgewebe ist nicht stumm. Fettgewebe produziert Entzündungsmediatoren und solange das Fettgewebe da ist, bin ich entzündet und solange habe ich immer diesen Prozess im Laufen. Ja. Ähm, man, wenn man so eine Adipositas hat, kann man nicht sagen, ja, das sieht jetzt blöd aus und hindert mich beim Sport, sondern es ist auch ungesund. Ja, weil es Entzündungsmediatoren produziert, die insgesamt eine Entzündung unterhalten. Der Darm spielt eine wesentliche Rolle dabei. Das Mikrobiom des Darms. Einerseits, da gibt's Bakterien, da gibt's sowas wie eine Flora, da gibt's gute die gute Bakterien, die da sein sollen, die den Darm näheren und die auch Mediatoren ausschütten, so wie Buttersäure, was auch antiinflammatorisch wirkt, ja, was Entzündung zurückhält. Und es gibt pathologische Bakterien, die entzündungsfördernd sind. Ja, da gibt's Klebsiellen kann man haben, Citrobacter kann man haben, man kann so Bakterien im Darm vermehrt haben, die Histamin bilden, die Entzündungsmediatoren bilden und die Inflammation machen. Und das Ganze sollte in Gleichgewicht sein, ja, dass das erste und das zweite ist dann noch diese leaky Symptomatik, ja, dass der Darm kann porös sein, voll porös, sieht man nicht in der Koloskopie ist nur was, wo man sagt, der Darm ist ja die Grenze zwischen außen und innen. Ja, da kommt ja von außen ganz viel rein, läuft durch. Wir haben ganz viel Lymphozyten. 70, 80% der Lymphozyten sicher sitzen in der Darmwand. Ja, und wenn das nicht wirklich dicht ist an der Stelle, wo die Nahrung noch nicht verdaut ist, dann hast du dauernd eine Aktivierung deiner Lymphozyten durch Nahrungsbestandteile, die potenziell immunogen sind und dann hat man dadurch auch dauernd eine Entzündung im Darm laufen, die sich natürlich danach ausweitet. Ja. Und das nächste, was wir noch haben, ist unser Lebensstil. Wir haben Lebensstil, der viel Stress hat. Stress bedient über Stresshormone, nicht nur das Cortisol, auch die Stresshormone sonst noch Adrenalin führen dazu, dass man ähm dass man vermehrte Stressantworten hat. Vermehrende Stressantworten triggern auch das Immunsystem, die aktivieren auch Immunzellen und zwar in der Art und Weise, wie man es nicht haben möchte. Ähm und der Bewegungsmangel, den haben wir noch als letztes. Ja, wenn man sich nicht bewegt, hat man wenig Muskulatur. Klar wird man dann auch dick und man hat dann eben auch die Probleme mit den ähm damit, dass man den Metabolismus hin zu Entzündung verstellt. Aber auch die Muskulatur selbst darf man nicht vergessen, produziert Myokine, also sogenannte Zytokine der Muskulatur, die auch Entzündungen hemmen. Ja, das sind alles so ein ganzes Muskeltraining ähm kann Entzündung stoppen. Ja, ganz sicher. Ist auch wichtig, dass man eine Muskulatur hat. Das heißt, wir haben so ein, wir haben Set aus Gründen. Ja, das sind ist die Ernährung, das ist der Darm, das ist der Stress, das ist der Bewegungsmangel. Kann man sagen, was was die größte Rolle spielt oder sagst du, das ist alles ungefähr in der Verteilung? Ich glaube, ich glaube die Ernährung, weil die Ernährung so so allmächtig ist. Gut, du bist ja auch Ernährungsmedizinerin. Ähm, haben wir ja in unserem letzten gemeinsamen Podcast, der ja ziemlich erfolgreich war, über ketogene Diät im Wesentlichen, ähm gelernt jetzt ganz konkret bei Entzündung, äh was für eine Rolle spielt die Ernährung wirklich? Also, wie sollte ich mich ernähren, um hier möglichst äh prophylaktisch ähm eben gegen stille Entzündung zu arbeiten? Ähm, da ist es natürlich so, dass man überlegen muss, es gibt allgemeine Faktoren und es gibt individuelle Faktoren. Allgemeine Faktoren, es gibt so allgemeine Dinge, die man weiß, die entzündungsfördernd sind. Ja, bedeutet diese hochprozessierte Ernährung, die gemacht wird, ja, die man überall kaufen kann, dieses easy available, ja, ich kaufe mir einfach was, was fertig ist und wärm es auf oder ich bestelle mir irgendwo irgendwas, was fertig ist. Ja, das ist ähm plus die ganzen Süßigkeiten, die ganzen hochprozessierten Nahrungsmittel, die wir finden können ähm in den Supermärkten, das ist sicherlich was was ähm immunologisch ähm problematisch ist. Ähm dazu noch der viele Zucker. Ja, Zucker ist bekannt, dass er ähm Zucker, Insulin sind ähm Inflammationsförderer, ja, wenn man das übertreibt. Ähm, also Zucker macht nicht nur dick, Zucker fördert auch Entzündung, macht Entzündung. Und es ist auch bekannt, da gibt auch gute Publikationen dazu, dass sozusagen das Inflammasom, das ist ein Teil von dieser adaptiven von dieser innate Immunität am Anfang, am Anfang steht die ungerichtete Inflammation, das ist das Inflammasom ist ein Teil des Ganzen. Das erkennt das quasi als Feind. Ja, es ist so, dass man das Inflamason, was eigentlich aktiviert wird, wenn der Feind eindringt, irgend Bakterium, irgendwas, was nicht sein sollte, das denkt, wenn es ähm ganz diese hochprozessierten zuckerhaltigen Nahrungsmittel hat, denkt das Inflamason, ähm ich muss mich aktivieren. Ja, also das fängt an ähm Entzündung zu produzieren. Ähm und ähm deshalb sind diese Lebensmittel im Übermaß gegessen, entzündungsfördernd. Es ist das Allgemeine. Ja, dann gibt es auch diese hochraffinierten Öle natürlich. Ja, das sind Stichwort Omega-Fettsäuren. Ja, das ist auch sowas, wo man sagen kann, das ist entzündungsfördernd, das sind allgemeine Faktoren. Und dann gibt's die individuellen Faktoren, die unterscheiden sich zwischen uns. Ja, jeder hat irgendwo so ein Set an Verträglichkeiten, was für den einen gut sein kann. Der eine verträgt sehr gut Eier, der andere verträgt sie gar nicht, weil er nämlich darauf reagiert auf das Ei. Kann ich das messen? Kann ich irgendwelche Tests machen, um zu wissen, dass ich und auch manchmal merkt man es ja gar nicht, ob man es jetzt gut oder schlecht verträgt, weil das ja interne Prozesse sind. Kann ich irgendwie das checken? Ja, man kann das checken. Die Tests sind ähm nicht ganz unumstritten, die es der Zeit gibt. Das sind ähm es sind Tests, die äh Immunreaktion messen. Das ist ein sogenannter IgG4 Test. Ähm der allerdings ähm letztlich indirekt ist. Also man kann im Moment nicht direkt messen, dass man sagt, okay, du reagierst auf Ei und ich messe diese Reaktion. Das kann man so direkt nicht messen, sondern man misst Antikörper, die eigentlich dazu da sind, abzuschwächen. Das sind ähm Antikörper so ähnlich wie T-Rex Zellen. Im in der zellulären Antwort sind das Antikörper, die gebildet werden im ähm im im ähm Immunsystem der Antikörper B-Zellen, ja, die ähm eher dazu da sind, eine Inflammation äh einzugrenzen. Das sind sogenannte IgG4 Antikörper und die kann man messen und nimmt sie als Maß dafür, ob der Körper auf das eine oder andere reagiert. Das ist ähm nicht, es gibt Publikationen, die sagen alles uns. Es gibt auch welche, die sagen sehr sehr hilfreich. Ich kann nur meine eigene Einschätzung sagen. Ich glaube, es ist hilfreich. Es ist hilfreich. Entschuldigung. Äh kann man das genetisch vielleicht testen? Ja, gibt's da genetische Parameter, die ein Hinweis geben könnten? Nicht so richtig. Also nicht, wo ich sagen würde, das bestimme ich jetzt und dann weiß ich, das wird ja immer angepriesen, ne? Es gibt jetzt diese Gensets, ne? Die SNPs über Ja, überall diese SNPs, du isst besser das so SNPs sind Polymorphismen, aber über die Expressionsstärke sagen die gar nichts aus. Ja, das weiß ja auch, also Gene hat man oder hat man vielleicht auch Polymorphismen, aber wie viel vom Gen abgelesen wird, das ja immer wieder entscheidend. M das kann auch gesenkt sein, das kann sein, das kann man damit gar nicht messen. Müsste man Transkription Transkriptomessen. Deshalb bin ich da zurückhaltend bei diesen SNP-Aussagen. Das ist ja so deterministisch, ne, dass man sagt, du bist so geboren, das ist dein Gen und du verträgst das und das nicht. Da wäre ich sehr vorsichtig. Ähm meistens ist es eher erworben. Ich würde mal davon ausgehen, dass die meisten Menschen erstmal das meiste vertragen. Mhm. Und dann hängt es von einer spezifischen Konstellation ab, ob man vielleicht man ähm ein Leaky Gut hatte, so ein leckenden Darm, vielleicht weil man mal viel längere Zeit Antibiotika hatte oder weil man wahnsinnig viel Stress hatte oder weil man sich in Art und Weise ernährt hat, die nicht zuträglich war und dann fängt man an. Das ist mag auch ein das mag auch vielleicht auch manchmal einfach arbiträr sein oder Schicksal, was man da gerade viel gegessen hat, dass der Körper irgendwas erkennt und dagegen reagiert. Das ist aber nicht in nicht in Stein gemeißelt. Man muss aber versuchen, es zu erkennen. Erstmal an sich ist immer schwierig, weil die Reaktionen ja nicht so leicht, die kommen ja oftmals nicht sofort. Das heißt, ich esse heute das Ei, wenn wir beim Beispiel Ei bleiben und ich habe vielleicht morgens am nächsten Morgen oder vielleicht zwei Tage später auch erst die Reaktion. Man kann nicht so richtig sagen, ich habe jetzt ein Ei gegessen und dann habe ich gleich Durchfall. So ist es nicht. Also ein bisschen über eine Allergie ist eben nicht wie bei einer Allergie. Das ist genau der Punkt. Allergie wäre sofort, ne? Ich wie Histamin essen oder Allergie, also ich esse was und sofort reagiert mein Magen-Darm-Trakt. Das ist da eben nicht so, sondern ich esse was und ich muss das auch gar nicht im Magen-Darm-Trakt merken. Das ist ja das Interessante dabei. Ähm bei diesen stillen Entzündungen ist es so, dass man die überall im Körper merken kann. Es muss nicht über ein Magen-Darm-Trakt sein. Es sind stille Entzündungen. Das heißt, das kann sein, dass mir plötzlich ich habe schon immer eine entzündete Schulter und jetzt tut sie wieder weh. Oder ich habe eine Achillessehne, die mir weh tut. Ich weiß gar nicht, warum. Ich laufe ja gar nicht. Ich habe die trotzdem entzündet oder ich habe so Brain Fog, ich bin irgendwie nicht klar im Kopf, das man auch häufig oder ähm so Sachen, ich bin nicht so richtig leistungsfähig, ja, oder ich schlafe schlecht. Das sind ganz diskrete Symptome, die man bin immer müde morgens genug geschlafen habe. Ach, ist das Alter? Es ist aber gar nicht das Alter, sonst das Wetter oder das Wetter. Genau. Ja, aber auch nicht das Wetter, sondern es ist die Entzündung, die ich im Körper habe, die ich mit irgendwas vielleicht auch noch mal getriggert oder geboostert habe mit irgendwas, von dem ich gar nicht weiß, dass ich es nicht hätte tun sollen. Also, das ist gar nicht ähm gar nicht so einfach festzustellen. Und was auch häufig ist, ist zu mir kommen viele Menschen, die sagen, ich werde immer dicker und ich weiß aber nicht warum. Dann neigt man ja dazu, die Medizin neigt dazu, sagen: "Ah, komm ist heimlich. Genau. Ist vernünftig. Das ist ja so. Aber das ist nicht so. Also ich habe Frauen, die die brechen den Tränen aus und sagen, ich müssen es mir glauben. Ich esse wirklich nicht so viel. Ich esse nur ganz wenig. Ja, beruhigen Sie sich mal. Ich glaube Ihnen das, dass sie ganz wenig essen. Wir müssen jetzt mal schauen. Das ist auch die stumme Entzündung, die macht auch dick. Mhm. Ja, wenn man sein Gewicht überhaupt nicht kontrollieren kann, obwohl man wirklich aufs Essen achtet, muss man daran denken, dass man stille Entzündungen hat, die dazu führen, dass man ähm dass man sozusagen aufschwert. Warum? Warum? Was passiert da genau? Na ja, weil man damit so man hat ja mit der stillen Entzündung da greift man in die Hormonachsen rein. Ja, man greift man, ich meine Entzündungshormone sind insulinantagonistisch. Man greift also in diesen Zucker-Insulin-Haushalt ein, dann hat man sehr viel Cortisol. Irgendwann hat eine Cortisolresistenz und das alles beeinflusst den Stoffwechsel, wie schnell er läuft, wie gut er läuft, ja, ob ich viel Energie verbrauche, ähm ob ich auch mein Stoffwechsel in Richtung Fettabbau oder Fettaufbau bringe. Ja, man kann alle Zeichen dahinstellen, dass man alle Energie, die man isst, dauernd aufbaut, dass man dauernd daraus Fett macht. Man kann auch den Stoffwechsel so einstellen, dass man das verbrennt. Ja, und das sind große Unterschiede. Das ist nicht ein einfaches Rechenmodell, wie man sich das so denkt, so ein kalorisches Rechenmodell, ne? Ich esse so und so viel Kalorien, ich rechne mir aus, wie viel ich verbrauche und schwupp, dann habe ich es schon. Es gibt ja wirklich die Fälle, die wir alle vielleicht im Bekanntenkreis kennen, die sich eigentlich gesund ernähren und auch mit Bedacht und nicht allzu viel und ständig Sport machen und eigentlich immer mehr auseinander gehen. Genau. Und das ist natürlich total frustrierend. So ist es oftmals ist Stress dahinter. Also ich frage dann auch immer Patienten, wenn ich das so sehe, geben sich total viel Mühe, essen total richtig stringent, machen Sport und trotzdem ist überall Fett drauf. Man sieht das auch. Wieso haben sie eigentlich so viel Fett? Sie machen doch viel Sport. Haben sie den Stress? Sind sie innerlich gestresst? Haben sie ein stressige Woche? Wie viel arbeiten sie? Ähm, man muss man kann das auch messen. Man kann natürlich auch Stressprofile mal messen, dass man dann etwas objektivierbaren Parameter bekommt. Ähm, muss man den Menschen auch oft nahe bringen, weil sie es manchmal selber gar nicht wahrnehmen. Ach, geht schon, ich muss es durchstehen, sag ich ja, aber wenn du schlanker sein willst, musst du vielleicht auch darauf mal achten, nicht nur dich noch mehr stressen mit noch weniger Essen, ja, sondern lieber mal locker lassen und gucken. Oftmals ist das ja auch denn das Ergebnis, dass die Leute sagen, ja, wenn ich im Urlaub bin, wissen Sie, da esse ich total viel und da habe ich 3 kg abgenommen. Mm. Ja, sicheres Zeichen, wenn man man will ja auch nicht viele wollen den Stress ja auch nicht wahr haben, die sagen, ich habe keinen Stress, ist alles in Ordnung. Genau, ich habe das alles ganz gut im Griff und dann sieht man aber, dass man Probleme kriegt und das oftmals der Körper, der auseinander geht das erste Signal. Aber muss klar machen, alles was ich eben aufgezählt habe lauert dahinter. Mhm. Ja, dann lauert auch vielleicht mal ein Herzinfarkt oder was mal Liegen oder ein demenzielles Syndrom, wenn man das nur lang genug betrieben hat und einfach alle roten Lichter überfahren hat, sagt: "Ja, ich habe das schon gemerkt, ich war immer ein bisschen müde, ich habe Probleme mit meinem Gewicht gehabt. Ich ähm hatte auch oft das Gefühl, ich komme morgens nicht so gut in Gang. Ähm, es war schon so, aber ich habe das mit Disziplin alles überfahren und irgendwann kommt dann irgendeine schwerwiegende Erkrankung hinterher und dann fragen sich: "Ja, woher ist sie denn jetzt gekommen?" Na ja, sie hat sich schon angebahnt. Man hat es aber nicht wahrgenommen. Ja, oder man wollte es vielleicht auch nicht wahrnehmen. Man hat das für eine Kleinigkeit gehalten. Ja, das ist was ähm ich habe das auch schon oft gesehen, dass man, wenn man z.B. Patienten hat mit irgendwelchen chronischen Schmerzen irgendwo sie sehen es immer entzündet, obwohl sie gar nicht die Dauernd belasten, wenn man die Ernährung umstellt, wenn man versucht, die stille Entzündung, die man durchaus auch messen kann, wenn man genug sucht, ähm in Griff zu bekommen, dass dann auch sowas aufhört, dass die Leute sagen: "Oh, ich habe abgenommen." Ja, wenn man das umstellt und sagt, ja, ich habe auf einen Schlag habe ich Patienten, die haben 10 kg abgenommen, obwohl sie kein Diät gemacht haben. Habe ich sagen, ich habe 10 kg verloren, seit ich das mache. Die kommen rein. Meine Güte, sie haben aber abgenommen. Was haben sie denn gemacht? Ja, ich habe das gemacht, was sie mir gesagt haben. Ich habe nur noch, ich habe die, ich habe was ich es Gluten weggelassen und ich habe abends weniger Kohlenhydrate gegessen und ich habe was ich habe auf meinen Stress aufgepasst und so weiter. Hormone auch wichtiges Thema Hormone in dem Zusammenhang muss man wissen. Ähm also, dass die Leute sagen, sie haben dann auch plötzlich ihr Gewicht verloren, obwohl sie überhaupt gar nicht gehungert haben. Ja, das Thema Hormone ist da wichtig, weil das wird auch oftmals nicht gewusst, dass wir haben ja, wenn wir älter werden, irgendwann in den Hormonachsen gewisse Erschütterungen. Also wir Frauen natürlich früher, die Männer eher später und vielleicht diskreter. Trotzdem ist es so, dass man wissen muss, dass Geschlechtshormone, da kann man besonders das Progesteron nennen, bei Männern, aber auch das Testosteron, sind antiinflammatorisch. Das wird vergessen. Das wird einfach vergessen. Ja, dann muss die Frau dann jetzt halt durch. Wozu braucht sie Hormone? Aber die Frau hat vielleicht gerade Rheuma und die braucht die Hormone sehr wohl, weil sie damit natürlich ihre Entzündung auch noch limitiert. Wenn ich ihr das wegnehme oder weglasse, sage, ach sind jetzt 60, da muss man jetzt nicht, braucht man keine Hormone? Nee, die braucht man da schon, weil man damit die Entzündung im Griff hat. Ja, und deshalb ich schaue auch immer, ich schaue immer bei Patienten nach den Hormonachsen, auch bei Männern, ich schaue immer nach dem Testosteron, denn das kann durchaus so ein stressiger Lebensstil supprimieren das auch oft. Ja, das haben wir auch hier bei uns im ähm Testosteron Podcast mit dem Präsitzmann besprochen. Das ist hoch interessant, was Testosteron alles im Körper bewirkt. Das es wirkt ja fast auf alle Zellen. So ist es. So ist es. So ist es. Das ist ja was, was man eigentlich nicht so weiß, ist nicht so bekannt, aber schon enorm wichtiges Hormon und deshalb ist es bei ganz vielen Situationen unterschätzt, ne? Das da gehört ein Testosteron-Test fast immer dazu. Ja. Und es ist auch so, man muss wissen, Grundlegende stille Entzündung supprimiert auch das Testosteron. Das ist nicht nur so, dass Testosteron selbst antiinflammatorische Eigenschaften hat, sondern es wird auch in seiner Produktion dadurch supprimiert, dass man eben still entzündet ist. Ja, diese stille Entzündung ist eben auf hat ganz ganz viele Facetten. Ja, und man muss versuchen, das dem nachzuspüren. Man muss das auch, wenn das ein Patient kommt, wo man wo man schauen muss, was hat der eigentlich alles abtesten. Also muss die Ernährung anschauen, wie ernährst du dich? Man kann diese Testung versuchen. Ja, wie oft sind Ausschlussreich, manchmal nicht so toll, aber man kriegt schon mal eine Richtung. Man schaut den Darm an, weil da sieht man es auch, wie ist er besiedelt, was hat er, welches Mikrobiom hat er? Hat er vielleicht ein Leaky Gut? Auch das ist ja schon wieder ein Hinweis auf die Ernährung, ne? Dann schaut man sich die Hormone an, man fragt ihn, ob er irgendwelche Stressoren hat, man fragt ihn, ob er Sport macht, man schaut auch nach, ich frage auch mal regelmäßig, sagen Sie, hatten Sie als Kind vielleicht ganz viel Amalgam im Mund? Ist auch so ein wesentlicher Punkt. Muss man wissen, das setzt sich in die aktiven Zentren von Enzym statt der eigentlichen ähm der eigentlichen ähm Metalle, die da drin sitzen würden, ja, zwischen Zink. Ähm und dann arbeiten die aber nicht mehr oder schlechter. Ja, das ist auch mal so ein wesentlicher Punkt, der vergessen wird. Also ja, ich hatte mal 14 Amalgam, die sind dann rausgebohrt worden 1995. Ja, die sind aber unter Umständen noch da. Muss man zumindest dran denken. Ja, und dann ist natürlich immer wichtig, wie viel Fettgewebe habe ich, wie viel Organfett habe ich, also dieses was ja, das kann man ja messen mit Impedanz. Ähm, dass man eine Vorstellung hat, an welcher Stelle muss ich überhaupt arbeiten. Ja, wir haben das letzte Mal über äh auch über Fleischkonsum gesprochen, gerade rotes Fleisch in dem Zusammenhang. Ist das eher entzündungsfördernd oder nicht? Nee, also da gilt immer noch das, was wir auch damals gesagt haben, dass ähm Fleisch per se ist sogar ein günstiges Lebensmittel. Fleisch, was aus einer gescheiten Haltung kommt. Man muss natürlich wissen, man die Tiere quält und mästet und mit irgendwelchen Futtermitteln füttert, die ganz viel Omega-6 enthalten. Ja, nicht natürlich. Dann haben die Tiere Stress. Sie machen das gleiche wie die machen Stresshormone, die haben dann natürlich schlechte Profile auch in in ihrem Metabolismus. Die werden noch gefüttert, entzündungsreich und dann kommt ein Fleisch dabei raus, was natürlich eher entzündungsfördernd ist. Das muss man wissen, ja, dass wenn ich das 99 Cent, 100 g, ich weiß nicht was wo kaufe, tue ich mir sicher nichts Gutes. Ja, wenn ich aber ein hochwertiges Fleisch kaufe, wo die Tiere auf der Weide waren, wo sie ein gutes Leben hatten, wo sie stressfrei dann hinterher auch geschlachtet worden sind, hat man Fleisch, was hochwertig ist. Ja, und Fleisch hat einen Vorteil, wenn man jetzt sagt, was sind die Träger zu einer stummen Entzündung? Ja, was sind die Hauptträger? Die Hauptträger in der Ernährung, das ist als erstes das Gluten. Gluten ist ein starker Träger. Reagieren extrem viele Menschen drauf. Zunehmend, würde ich sagen. Zunehmend. Warum ist das eigentlich so, wenn ich kurz dazwischen fragen darf? Das ist ja was vor 20 Jahren irgendwie nicht so diskutiert wurde und jetzt ist es auch in aller Munde. Ja, wie kommt wie kommt das eigentlich, dass das jetzt so prägnant ist plötzlich? Ja, ich denke, das sind zwei Faktoren. Das eine ist, dass ähm dass man da die ähm Hochertragweizen gezüchtet hat, der ähm kurze Stängel hat und viel trägt. Ähm der hat aber sehr viele ähm ähm Eiweiße, also Weizeneiweiße, die eher fremd sind, die eher unser Immunsystem aktivieren. Ja, dieser Naturweizen war da langsamer und wahrscheinlich weniger toxisch, was das anbelangt. Das zweite ist die Ernährung. Ich denke, früher hat man einfach nicht dauernd äh diese ganzen Dinge gegessen. Ja, heute ist es je an jeder Ecke, was holt man sich? Man holt sich ein Brötchen, man holt sich ein süßes Stückchen, man isst Kekse aus der Packung, man isst eine Pizza, man isst Nudeln. Das ist sozusagen ähm einfach auch übertrieben worden, also, dass man den Anteil von Weizen an der Ernährung, der ist relativ der ist relativ ähm gewachsen, stark gewachsen und ähm das ist, was evolutionär gesehen ist die Ernährung ja nicht mit Weizen, sondern das war Jahressammeln viele viele hunderttausend Jahre. Ja, also kein Weißbrot, kein Weißbrot, kein Weißbrot und keine Brötchen. Genau. Ähm und das ist auch das, was ich immer sehe, dass Fleisch nicht triggert. Fleisch triggert nicht das Immunsystem. Daher kommt ja auch, wir haben ja schon drüber gesprochen, dieser Gedanke der Carnivore Diät, dass man sagt, ich esse wieder so wie ganz früher. Ja, Fleisch ähm Fleisch triggert es nicht. Okay, also du hast ja Gluten triggert. Ja, was noch? Milchprodukte. Milcheiweiß. Ja, Milcheiweiß. Das ist das Alpha-1-Kasein. Das find auch in Whey, deshalb ist das mit Whey einfach als Sport ein bisschen Whey hinterher. Zum Protein aufhüttern ist so eine kritische Sache. Muss man gucken, ob man es wirklich verträgt. Und Kasein natürlich, ne? Das sind die beiden Hauptproteine aus Milchprodukten. Die werden oftmals nicht gut vertragen. Sind dann, wenn sie nicht vertragen, Immunträger. Ja. Und Eiweiß. Eiweiß scheiden sich die Geister. Die einen können das wunderbar benutzen als Eiweißkiller und bei anderen Menschen für das fördert das Entzündung. Das sind so die Major Culprits, würde man sagen, ja, die Hauptverdächtigen. Zucker auf eine andere ist eine andere Art von Mechanismus. Zucker ähm ähm für ähm ist genauso entzündungsfördernd ähm aber über nicht über eine Immunreaktion ähm die sozusagen äh auf das Eiweiß gerichtet ist, weil wer so ein Zucker ist sowas unspezifisches ähm ähm aktiviert diese unspezifische das unspezifische Grundrauschen bei den Eiweißen bei den Fremdeiweißen, also Gluten, Milchprodukte hauptsächlich da ist tatsächlich auch eine Immunreaktion auf dieses Eiweiß, ja, was da drin ist. Ähm und das ist was ähm auf Dauer diese Gesamt Untergrundreaktion am Laufen hält, solange du das isst, wenn du es jetzt nicht verträgst. Das halt so die individuelle Komponente. Der Zucker ist ja allgemeine Komponente. Das gilt für jeden. Jeder, der viel Zucker isst, wird damit ein Problem bekommen. Ja, und die individuelle Komponente ist eben verschieden. Manche einer verträgt das alles gut und manche einer verträgt das eben nicht gut. Und das muss man ähm dann auch wirklich individualisiert betrachten. Und gibt's auch Nahrungsmittel, die entzündungshemmend sind? Ja, es gibt natürlich ähm das, was so in aller Munde ist, also vor allen Dingen Nahrungsergänzungsmittel in in an der Stelle. Ähm Omega-Fettsäuren, ja, das ist ganz interessant, dieses Fischöl, ne? Omega-3, das ist ja in aller Munde eigentlich, dass man das nehmen sollte. Warum eigentlich, ne? Muss vorstellen, wir haben ja hier ein ein schwer wir haben ein Schwerpunkt auf Omega-6, weil das ist im ganzen Getreide drin. Ja, Nüsse, Samen ähm und vor allen Dingen das ganze Getreideeprodukte Omega-6. Also essen wir Omega-6-lastig. Omega
6 braucht man, um die Mediatoren der Entzündung zu bilden. Ja, das ist Achridonsäure. Das ist das, womit man die Entzündung aufrecht hält. Das ist Omega 6. Und dann haben wir eben gesagt, es gibt die Resolution, die Resolvine. Um die zu bilden, braucht man Omega 3. Und wenn ich jetzt überhaupt kein Omega 3 habe, weil ich das kaum esse, ich habe kaum Weidefleisch und ich habe kaum Seefisch, also habe ich wenig Omega 3, weil das ist drin, dann habe ich ein Mangel an Baustoffen für Reservine und damit habe ich ein Ungleichgewicht in dieser Inflammation kommt, Inflammation geht.
Ja, und deshalb wird empfohlen, dass man das Omega 3 eben hebt, indem man Fischöl oder Eigenölkapsel nimmt. Ja, mit EPA und DHA. Das sind die Omega 3 Fettsäuren. Damit kann man auf jeden Fall schon mal antientzündlich tätig werden.
Das nächste ist Vitamin D. Vitamin D ist ein Transkriptionsfaktor seinem Rezeptor und stellt einfach Gene an, die also die sind die entzündungshemmend sind, ja, und stellt führt dazu, dass die Transkription in Richtung ähm Antientzündung geht und nicht in Richtung Proinflammation. Ja, so ist Vitamin D ziemlich sinnig, dass man den Spiegel auch kontrolliert und gescheit einstellt. Haben wir alle im Prinzip zu wenig davon? Von ja von Natur aus, wenn man es nicht nimmt, hat man zumindest hier in den Breitenh hat man relativ wenig. Ja, deshalb ist es sinnvoll, das zu bestimmen und dann eben auch einzunehmen, so dass es passt vom Spiegel her.
Dann gibt's natürlich diese ganzen Pflanzenhilfstoffe, deshalb beim Stichwort Lebensmittel, die anzieh, das natürlich so blaue Beeren enthalten, z.B. Polyphenole oder Antozyidine. Das sind diese Farbstoffe, Pflanzenfarbstoffe, Trauben, OPC kennt man ja auch. Ja, das sind da ist nur das Problem, dass man von diesen Nahrungsmittel sehr viel essen müsste, um einen Spiegel zu erzeugen. Ja, deshalb wird das ja auch als Nahrungsergänzungsmittel genommen, aber es wird aus diesen äh Lebensmitteln gewonnen. Kokomin auch klassisch Weihauch, ja, das sind alles so diese Beispiele, die in vitro kann man dann ganz klar zeigen auch im Tierversuch, dass die entzündungshemmend sind. Bei Menschen hat man immer ein Problem mit der Bioverfügbarkeit. Wie viel kriege ich wirklich rein? Wie viel wird aufgenommen? Schaden wird's nicht.
Ja, das sind ähm das sind so Magnesium ist auch noch so ein bekannter ist eigentlich auch bekannt als antiinflammatorisch. Das ist auch was was wo diese inflammatorischen Pathways runter reguliert oder hilft die runter regulieren. Das ist ja dieses klassische NFKB und dann Inflammas. Das sind so diese Wege, die in die Entzündung anstellen. Die werden dadurch ähm werden dadurch ähm reguliert oder moduliert, kann man sagen, in der günstigen Art und Weise. Querzitin gibt's auch noch als ähm als Nahrungsergänzungsmittel. Ähm, das sind alles Dinge, die sind sicherlich gesund. Also Omega 3 macht Sinn, Vitamin D- Ersatz macht Sinn, Magnesium macht Sinn, ja, Pflanzenhilfstoffe machen schon auch Sinn. Machen auch Sinn. Ja.
Ähm, dann ist es aber natürlich so, man muss immer wissen, das allein richtet nichts aus, wenn die Basis nicht stimmt. Also diese dieses passive Medizinverständnis, ich muss nichts ändern, ich kann übergewichtig sein, ich mache kein Sport und ich esse viel Zucker, aber ich nehme ganz viel Kapseln ein. Ja, das geht nicht, kann man vergessen. Wirkt genau gar nicht. Mhm. Ja, das ist dafür ist der die Einflussgröße zu schwach davon. Das ist immer ein Addon. Also die Grundlage muss stimmen. Du musst deinen ganzen Körper, dein Stoffwechsel musst den so einstellen, dass er gegenentzündung gerichtet ist, ja? Dass du diese ganzen Mechanismen nicht bedienst und dann kannst du das dazu nehmen und dann wird dich das unterstützen, aber das wird's nicht in der Wurzel vertreiben können. Dazu ist es nicht stark genug.
Es gibt den Begriff ja mittlerweile sogar der antiinflammatorischen Diät. Ist das irgendwie ein Modewort oder ist das was auch aus deiner Erfahrung tatsächlich wissenschaftlich gesichert ist? Ja, ich finde das ganz wichtig. Also antiinflammatorische Diät heißt im amerikanischen AIP autoimmune Protocol. Ja. Ähm das ist eine Ernährung bei der man sagt, okay, ich nehme alles raus, was potenziell das Immunsystem alterieren könnte oder aktivieren könnte. Ja. Punkt. Was ist das? Was nehme ich raus? Glutenier Milchprodukte haben wir schon gehabt. Ich nehme dann noch raus Nachtschattengewächse, also Paprika, Tomaten, Kartoffeln, normale Kartoffeln, ja, weil äh die enthalten Solanine, diese Nachtschattengewächs Proteine, die auch das ähm Immunsystem aktivieren, tatsächlich. Ja. Ähm, dann ähm nehme ich eventuell noch raus so Seilzyat ähm ähm Salezyllat Bildner, was ist das? ähm Pflanzenabwehrstoffe wie Lektin, also Pflanzen wollen sich ja wehren. Ähm und die haben haben an ihren Oberflächen sowas wie Salzillate oder ähm Lektine, Boden z.B. haben Bodenlektine und die werden oftmals auch vom Immunsystem falsch erkannt als Feind. Ja, das heißt das nehme ich raus. Ich nehme Eier, Milchprodukte, Gluten raus. Ähm, ich nehme raus Nachtschattengewächse. Ich nehme raus ähm Bohnen. Bei Lins und Kerapsen kann es oft aus meiner Erfahrung funktionieren. Bohnen sind da irgendwie kritischer. Soja kann da manchmal mit dazu zählen, dass es kritisch ist und man muss ganz vorsichtig sein mit Nüssen und Samen. Ja.
Ähm, da ist es auch so so aber heißt do immer Nüsse sind so gesund. Ja, aber nicht für jeden und nicht jede Art von Nuss. Muss auch wissen, Erdnüsse und Cashu sind keine Nüsse. Botanisch gesehen muss man auch wissen. Erdnüssen solchen Boden. Ähm, dann bleiben wir be reinüssen, Hasennüsse, Wallnüsse, Makadamia Nüüsse, Pekanüsse. Ähm, ja, muss man selen, Zinkt, wird auch immer gesagt, du sollst am ist auch so, aber wenn ich ein wenn ich ein Problem mit Entzündung habe, da muss ich damit mal vorsichtig sein. Aus meiner Erfahrung gibt es keine Daten, das sage ich einfach mal so, sind Ballnüsse immer ganz gut. Die werden meistens gut vertragen, haben auch die viel Omega 6 ähm und machen die wenigsten Probleme. Hasellüsse sind kritisch wandeln sind problematisch. Tatsächlich ganz viele Patienten, die mit Wandeln Problem haben, obwohl es eigentlich sehr schöne Nahrungsmittel sind von ihrem Profil her, aber man kann nicht bei Menschen, die zur Entzündung neigen, kann man die nicht unvoreingenommen empfehlen. So würde ich sagen. Ich sag nicht ess gemach.
Ja, also man kann das abstufen. Da gibt's verschiedene Abstufungen der Stringenz, dass man sagt, okay, wenn jemand kommt und hat ein Problem, klares Problem mit Entzündung, ist kein Gluten, ist keine Milchprodukte, ist keine Eier und schau mal, wie es wird. So. Ja, und dann kann man nach Abstufung auch noch andere ähm andere ähm Nahrungsmittel ähm rausnehmen ähm die Trägern könnten.
Ich habe ähm gerade gestern bei mir war ein Patient ist ein ganz interessanter Patient, junger Mann, kam zu mir vor 3 Jahren, kam zu mir mit einer angeblich neurodegen Erkrankung. Mm. Das war eine wusste keiner. der war in den diversen Universitätskliniker schon wochenlang konserviert gewesen. Der war untersucht, der war auf den Kopf gedreht. Es war alles untersucht worden. Es hat keiner gefunden, was er hatte. Aber er verlor seine ganzen Fähigkeiten. Er kam zu mir, hatte seine Mutter dabei, die musste er mich übersetzen. Wie alt? Ja, der war so damals Anfang Mitte 30. Hatte gerade drei richtig kleine Kinder, also ganz klein. Ja. Ähm, selbständiger Schreinermeister. Ähm, also ganz problematische Situation, konnte nur noch so sprechen, dass ich ihn kaum verstehen konnte, weil es klang wie mit einer Kartoffel im Munden heißen. Die Mutter hat übersetzt, weil die konnte das und der ging so taktisch auch schon. Der hatte keine gute Bewegungskontrolle mehr. Der konnte auch nicht mehr Fahrrad fahren oder so. Das war alles vorbei. Hat nach und nach alle Fähigkeiten verloren. Auch kognitiv. Also er war hatte einen totalen Nebel im Kopf. Er hat alles vergessen. Er konnte sich nicht mehr konzentrieren. Er konnte irgendwas hat dem Hirn schwer zugesetzt. Ja, dem Hirn hat irgendwas sehr schwer zugesetzt und der hat aber auch Peripher. Der hatte Schmerzen, Nervenschmerzen überall. Ja, also irgendwas wurde gesagt, unbekanntes, neurodegeneratives auf gut Deutsch, ich weiß es nicht genau und so kam dann zu mir, weil bekannt aus seinem Bekanntenkreis kannte jemand nicht und hat gesagt, guck doch mal da vielleicht ketogene Diät, das war so der Aufhänger na ja Gott jetzt gucken wir mal ähm gehen wir mal davon aus noch Degenativ ist es untersucht und man hat nichts gefunden, vielleicht ist sie auch immunologisch, vielleicht haben sie einfach irgendeine unbekannte Autoimmunreaktion, die läuft, die keiner finden kann. gehen wir mal davon aus, dass es so ist. Mhm. Dann tun wir jetzt mal alles. Wir tun einfach so, als ob so wäre. Und den habe ich dann gesetzt auf ja im Prinzip schon ketogen, aber ohne alles, was triggern könnte. Wirklich ohne alles. Also, es ist dann eine Kost aus Reis und Gemüse und Fleisch und Ölen und nicht viel sonst. Mhm. Bisschen Obst, aber auch das wenig, weil er ja auch versucht eher ketogen zu sein. Ähm, der war zu verzweifelt, gesagt, okay, mache ich. Ist nach Hause gefangen wieder mit seiner Mutter. kam dann ein halbes Jahr später wieder dieses Mal mit seiner Frau, macht die Tür auf und kommt auf mich zu und fängt mir alles mögliche an zu erzählen, was er gerade so macht und wie es ihm geht und sag ich zu seiner Frau, sagen Sie mal, sehe ich das richtig? Kann er wieder reden? Ja, also alle haben gelacht. Ja. Und er sagt, das ist sagenhaft. Er hat das gemacht. Schon nach drei Wochen hat er gemerkt, wie es irgendwie zurückgeht, wie dieser Nebel weggeht in seinem Gehirn, wie er merkt, es geht wieder besser. Ähm, er hat das Gefühl, die Sprache ist wieder gekommen, er kann sogar mit seinen Kindern schon wieder Fahrrad fahren. Ähm, und der ist da total stringens seitdem und er sagt, gestern war wieder bei mir, da kommt so der wohnt irgendwo in Niederbayern. Ähm sagt, er merkt, wie es immer besser wird. Also, er kann wieder sein Geschäft führen, er kann Leute ausbilden, ähm er kann mit seinen Kindern was machen, er muss auf sich aufpassen, klar, aber er hält strengen Diät, weil er merkt, wenn er da Schwankung ist, kommen wir zum Thema. Wenn der was Verkehrtes macht, merkt er das sofort. Dann kriegt er sofort nachts wieder Nervenschmerzen, wenn der irgendwas isst, was er nicht essen soll. Ja, okay.
Wie aber wie erklärst du es ganz genau? Kannst du es überhaupt genau einordnen, was da dann wirklich bei dem Ich hab nur eine Ahnung passiert nervensystem, das muss Immunreaktion sein, die irgendwas in seinem Nervensystem attackiert. Was auch immer es ist, ich weiß es nicht. Ich werde es auch nicht rausfinden können. Ich kann es nur auf der phänomenologischen Ebene klären und kann sagen, okay, du musst sehen, was ist richtig und was ist falsch für dich und das, was richtig ist, musst du sträend machen. Das andere musst du weglassen. So ist das. Ja, und dann finden diese Attacken nicht statt. Und wenn man Glück hat, werden sie sowieso dann irgendwann weniger und das alles wird wieder befriedet, denn das scheint ja, wenn es neurodegenerativ gewesen wäre, wä es ja nicht zurückzudrehen gewesen, dann wäre bestenfalls so geblieben. Ja, aber es wird ja alles ist alles wieder besser und es wird weiter noch besser. Das sind jetzt drei Jahre her oder zweieinhalb Jahre ist immer noch im besser werden begriffen und da sieht man, welchen starken Einfluss das hat, diese Entzündungsreaktion. Das darf man gar nicht so gering einschätzen. Ja. sondern das kann Dinge hervorrufen, die man noch gar nicht kennt, die man noch gar nicht weiß. Es gibt da so viele Dinge in der Medizin, wo man gar nicht so genau weiß, was sie eigentlich sind. Man meint immer, man kann alles erklären und man man weiß Bescheid, aber man je länger man sich damit beschäftigt, desto mehr sieht man, was man alles nicht weiß. So ist es. Genau. So ist es genau. Und man wird auch bescheiden, was so das anbelangt, was man mit den herkömmlichen Therapien ähm erreichen kann. Man merkt immer mehr, der Patient muss aktiv werden, der Mensch muss selber was tun. Man kann nicht, also eine Gesundheit muss alleine stehen können. Ja, der Körper an sich kann gesund sein. Muss nur wissen, wie er hin sich hinstellen soll. Ja, und dieses ich gebe einfach eine Tablette bzw. wie man ihn hinstellen muss. Ja, der Patient, der Mensch ihn sich genau, das muss man rausfinden, dass da gibt's keine Patentlösung, aber man kann sich dem nähern. Ähm, und man wird bescheiden in dieser Vorstellung, man kann durch Medizin alles klären. Man kann vielleicht vieles klären, aber man kann sicherlich nicht alles klären und man kann vor allen Dingen auf dem präventiven Bereich ist vieles muss aus dem Menschen selbst kommen.
Ja, das ist äh ist was jetzt ja ist ja jetzt absoluter Trend. Ähm, wir haben es jetzt schon mit paar anderen auch immer besprochen. Das geht natürlich von der reinen ähm Krankheitsdiagnose, Therapiemedizin wirklich zur Prävention. Aber es ist noch nicht überall in den Kopf angekommen und vor allem, das System auch nicht darauf ausgelegt. Unser Gesundheitswesen ist ja kein Gesundheitssystem, sondern me ein Krankheitssystem. Also ich behandle Krankheiten und fördere nicht unbedingt die Gesundheit, weil ich kann ja, wenn ich jetzt zu dir gehe oder wen anderen Ernährungsspezialisten oder wie auch immer und äh will mich intensiv beraten lassen für einen präventiven Lebensstil. Äh, das kannst du zwar machen, aber dafür gibt's sozusagen kein Geld. Dafür ist es nicht vorgesehen, dass man das als Arzt abrechnen kann. Ist aber eigentlich das allerwichtigste und ähm das ist natürlich ein systemimmanentes Problem und das total umzustellen ist aberich auch eine Mahmutfgabe und auch unpopulär und das da das auf absehbare Zeit nicht passieren wird, muss man sich einfach selber drum kümmern.
Ja, ist ja so, wir haben ein Modell in der Medizin, wie wir Medizin betreiben, wie wir das auch gelernt haben, nämlich Patient kommt, hat Symptome, dann sage ich, okay, ich mache eine Diagnostik, dann habe ich meinen diagnostischen Kriterien und dann sortiere ich den Patient in einer Schublade ein. Das heißt Räumer, das heißt Morbuskron, das heißt Koronare Herzerkrankung. Ich sortieren eine und dann habe ich Leidlinien. Ja, dann werde ich Leitlinien gerecht diese Erkrankung therapieren. Das suggeriert aber, dass jeder eine Schublade hat. Aber gerade in diesem Bereichen, den wir uns jetzt gerade befinden heute, wo wir drüber reden, diese niedergradige unterschwellige Entzündung, macht der genau das nicht. Da gibt es keine eindeutige Diagnosechublade, sondern die Patienten von haben von allem etwas. Ja, die haben vielleicht Schmerzen, die haben vielleicht auch ein Hochdruck, die haben auch ein Typ 2 Diabetes, die haben aber auch Teile von heatischen Accounten, weil die Gelenke tun ihn weh und die haben auch eine psych psychische Problematik. So ist es. Also, es ist von allem etwas und da kann ich keine Schublade bedienen und das ist dann ganz oft, ich sehe ganz oft Patienten, die so zu mir kommen mit einer Odyssee von mehreren Jahren, die sagen, also ich war bei allen Fachärzten, ich war im Endokinologen, beim Räumatologen, ich war bei, ich war überall und alle haben aber keine Diagnose gefunden. Die haben nur gesagt, ja ist vielleicht was, aber man kann es nicht so richtig diagnostisch fest und am Ende des Tages wird dann gesagt, na ja, vielleicht probieren es mal mit dem Antidepressivum. Mm. Ja, das ist so das wie es und das ja sag ich, okay, meinen Sie sind depressiv. Nee, bin ich nicht. Ich habe was. Okay, gesagt, dann gucken wir mal, ob sie was haben. Ja, da muss man halt feiner suchen. Man muss auch anders denken dann. Ja, man muss sich dagegen wehren, dass man eine Schublade finden will, wie wir das gelernt haben und sagen, nee, ich wie heißt das den das, was ich habe? höre ich ganz oft, das heißt gar nichts. Sie haben Entzündung und die Entzündung, die sie haben, die macht ihnen ihre Symptome und wir müssen gegen die Entzündung angehen und vor allen Dingen Sie selbst müssen gegen die Entzündung angehen.
Ist ganz wesentlicher Punkt vom ist ein Paradigmenwechsel, den wir da haben, vom passiven zum aktiven Patienten. Patienten werden ja in der Medizin auch entmächtigt. Du gehst da rein und dann wird dir gesagt, was man mit dir macht und dann kriegst du noch Tabletten, die du zu nehmen hast. Das ist ja auch eine Entmächtigung. Aber hier kannst du sagen, nee, ich gebe dir keine Tablette. Man kann das ein oder andere geben, unterstützen, das ist selbstverständlich. Ja, ich muss ein Blutdruck einstellen. Wenn jemand so viel Entzündung hat, muss ich ihm vielleicht auch mal Kortison geben und so weiter. Jemand hohen Blutsug hat, muss ich den senken. Das ist schon klar. Aber ansonsten muss der Patient selbst dran arbeiten. Pass mal auf, du hast ein Päckchen, das Päckchen heißt Entzündung und an dem musst du selbst arbeiten und dann werden vielleicht deine ganzen Symptome auch weniger und du musst auch weniger von diesen ganzen Medikamenten nehmen. Ist ein ganz wesentlicher Schritt. Ich glaube, das ist 100% der richtige Schritt, aber das ist auch was, was nicht unbedingt jeder hören möchte. Ja, weil man geht ja zum Arzt, dass der einem erstmal hilft und die Leute wollen ja am liebsten eine Tablette, kann auch ruhig ein bisschen stärker sein, verschrieben bekommen, damit die Probleme weg sind. So, jetzt sagst du, die Tablette gibt's gar nicht, du musst bei dir selber anfangen. Das ist ja Denk und Lernprozess und so ist man nicht erzogen worden. So ist es. Das ist neu. Es ist absolut ist Paradigmenwechsel. Ist ein Paradigmen richtig. Aber so das so das das spielt sowas spielt im Medizinstudium keine Rolle, richtig? Das spielt auch in der gesellschaftlichen Medizin Sicht keine Rolle, aber ist absolut entscheidend. Ist entscheidend, das ist ein Paradigmunwechsel, aber so ich habe den Eindru zunehmend mehr Menschen schon dahinkommen, dass sie sagen, ich erkaufe mir ja sonst mein Gefühl, dass ich einigermaßen wieder funktioniere mit auch mit Nebenwirkung, auch mit langfristigen Nebenwirkung. Denn wenn ich einfach nur die Tablette nehme, aber eigentlich drunter liegen, habe ich ein Ungleichgewicht, dann übertünte ich das. Mm. Aber die Mechanismen laufen ja trotzdem weiter. Ja. Und das merken schon viele Leute, die merken, so richtig helfen tut's ihn nicht und dann sind sie auch bereit aktiv dagegen anzugehen. Ja, aber das ist natürlich die Grundlage, dass man ein Patient hat, der bereit ist aktiv zu sein und für sich selbst auch was zu tun und dafür sich auch umzustellen. Das darf man auch nicht unter dem unter dem Gesichtspunkt des Verzichtes sehen. Es ist ja oft sogar, oh, ich darf ja gar nicht mehr. Das darf man so nicht sehen. Genau. Also, also ich muss ja Sport machen. Die hat gesagt, ich muss Sport machen. Ja. Oder ich darf das alles nicht mehr essen. Ja, ich sag dazu, es geht darum Gleichgewicht zu erzielen, ja, indem sich der eigene, wo man den eigenen Körper ähm auch gesund erhält und das kann nicht passiv sein. Ja. Und kann nicht konsumierend sein. Das kann man nicht konsumieren. Das muss man schon selbst machen. Gesundheit ist da ein aktives Gut. Ja, man muss selbst und muss auch eine gewisse Freude dann daran entwickeln, weil das tut man ja schon auch. Ähm, das ist ja immer nur, wenn man auf dem Sofa sitzt und ungesunde Sachen isst und zunimmt und müde ist und dann kann man sich das gar nicht vorstellen. Mein Gott, ist das quälend jeden Tag Sport machen, aber wenn man die Fitness hat, dass man es kann, macht das ja auch Freude.
Ja, ich meine, viele von den Krankheiten, die es heutzutage gibt, du hast schon angesprochen, ne, Diabetes, Coronarherz etc., gab's ja vor 100, 150 Jahren kaum. Gab's auch ein bisschen, aber kaum, aber ja, genau aus dem Grund. L gerade ein ganz interessantes Buch von dem Michael Easter, das heißt The Comfort Crisis. Äh, das zeige ich dir nachher mal, also die Komfortkrise und dem seine These ist eben auch die meisten Probleme, die meisten gesundheitlich vielleicht auch psychische Probleme, die heutzutage haben, liegen an einem zu großen Komfort. Mhm. Also natürlich viel zu wenig Bewegung, weil ich mache alles mit dem Auto oder Straßenbahn oder Motorrad. Ich bewege mich natürlich extrem wenig verglichen zu vor 100 Jahren und ich esse allen möglichen Blödsinn, den es vor 100 Jahren gar nicht gab. Ähm, der Mensch ist jetzt aber schon eine Weile hier und äh der ist natürlich äh 10 000 von Jahren so entstanden, äh dass er natürliche Lebensmittel zu sich nimmt und jeden Tag sich massiv bewegt. Dafür ist er ja gebaut worden. Der ist nicht dafür gebaut worden, am Wochenende 15 Stunden am Sofa Netflix zu gucken. So ist das. Ähm, aber erstaunlicherweise denkt man da zu wenig drüber nach, weil es so selbstverständlich klingt und weil man es vielleicht auch im Freundesk sieht und das machen die anderen ja auch und dass die Mehr Aktivität wird eher als Last gesehen, sollte aber eher als meine Arbeit für mich und für meine Gesundheit gesehen werden. Und die sollen nicht, die Leute sollen nicht zu dir kommen, idealerweise, wenn sie dann Entzündung haben oder was auch immer, sondern es wäre noch besser, wenn sie gar nicht zu dir kommen müssten, weil sie schon vorher angefangen haben. Ja, das ist natürlich bisschen das ist natürlich sehr optimistisch gedacht, aber ich sag mal ideal idealistisch. Ja, das ist wä ideal. Meistens ändert man sich, wenn der Blitz einschlägt. Das ist halt so. Ja, wenn entweder er schlägt stark ein, wenn es schwierig wieder zurückzudrehen. Ähm, wenn er nur ein bisschen einschlägt. Es muss ein gewisser Leidensdruck da sein. Oh, ich funktioniere nicht mehr so wie sonst. Ich bin irgendwie unfit. Ich habe Brainf, ich bin nicht mehr so leistungsfähig oder ich nehme dauernd zu. Solche Dinge da, das quält die Leute und dann fangen sie schon an zu überlegen. Dann gehen sie erstmal zu Ärzen, wollen Tabletten dagegen. Geht aber auch nicht so richtig und dann haben sie weiter Leidensdruck und dann immer kommen sie auf die Idee, okay, ich befrag mal jemanden, der sich damit vielleicht auskennt und dann sagen sie z. Kommen sie z.B. zu mir und ich sag ja, so geht's nicht. Sie müssen sich ändern, müssen sehen, dass sie ihre Ernährung auf Linie bringen, so dass sie zu ihnen passt. Sie müssen sehen, dass sie von Gericht runterkommen, müssen Sport machen. Sie müssen sehen, dass sie an ihrem an ihrem ähm Lebensrhythmus arbeiten, ja? Ähm, dass es zu ihnen passt. Und dann ist es schon so, dass viele sagen, ja, ich will die Symptome loswerden, ich will so nicht mehr sein. Ähm und damit kann man dann arbeiten. Wenn jemand grundsätzlich sagt, ich will es bequem, also ja, bitte, dann hab's doch bequem, aber dann bist du für mich nicht der richtige Patient, dann kann ich dir leider auch nicht helfen. Muss ich auch nicht wundern.
Wie aber jetzt diagnostisch gibt's denn jetzt Parameter ähm die du jetzt laboriagnostisch äh oder andere Tests durchführst, um diesen stillen Entzündungen irgendwie auf die Spur zu kommen? Was was muss man da machen? Also erstmal natürliche Hausaufgaben heißt Ernährung gucken, Darm Mikrobiom gucken, Darm Leckagen gucken, diese ganzen Geschichten. Wie guck wie gucke ich da gibt's Kit kann man ja gibt Kit kann man Stuhlproben geben Patienten mit das gibt das kann ich damit auswerten. Ja, und die machen das, sie machen das teweise durch Anzug, teilweise molekular genetisch. Das ist ein umfangreiche Testung. Können Speziallaboren, die machen das richtig gut, da kriegt man ein richtig guten Einblick. Dann wie gesagt, Ernährung sagte ich ja schon, da gibt's im Prinzip ein System von Test, was nicht optimal ist, aber man kann es nehmen nähersweise. Ähm, Hormonachsen muss man immer gucken, das ist klar. Und dann werden klar CRP Entzündungsmarker hochsensitiv, es gibt den normal es gibt den hochsensitiv reaktives Protein. Das Entzündung, aber das ist zu grob das normale das normale ist zu grob, das hochsensitive zeigt schon mal was. Dann hat man so ein Grenzwert von sollte kleiner ein sein. Die Patienten haben 1,6. Da sagt der normale Hausarzt 1,6 komm das ist nichts. Da muss man schon mal ein Ordnchen Wert haben. Aber der sucht ja auch nach Infektionen. Mhm. Der sucht nach richtigen Krankheiten. Der sucht ja nicht nach Low Grad Inflammation. Gibt's da eine Grenze für äh für ich sag alles, wo ich ein bisschen was sehe, über eins ist für mich erstmal prinzipiell gefährlich, dass man eine Stelleentzündung haben könnte. Ich frage dann immer zur Vorsicht noch mal Patienter 2,5 hatten Sie eine Infektion Peritermin vorher zur Zeit sag, nee, ich bin die ganze Zeit ganz gesund. Okay, dann müssen wir mal dahin gucken, könnte in Richtung Local Inflammation gehen. Das ist schon mal zumindest was so Parameter wie Cyt6 z.B. auf Alpha. Solche Dinge sieht man selten bei Low Grade. Das ist dann schon higher grade, wenn man da wirklich was sieht. Aber man kann schon auch, es gibt immunologische Spezialtestungen, es gibt wenige Labore, die das können in Deutschland, die das wirklich machen. Da muss man speziell Blut abnehmen im Transportexpress hinschicken und so weiter. Da kann man schon auch ähm Immunfunktion testen, also ob da die Zellen Dauer aktiviert sind, wie sich aktivieren.
Also ich kannst zu dir kommen und du machst dann mal so ein, sag mal, rundumschlag diagnostisch und sagt, okay, wir checken jetzt alles. Wir stecken da, wir checken Blutarameter speziell Immunsystem, das ist wahrscheinlich eine große Batterie. Ja. Ähm, das äh wichtiger Punkt sind noch Mitochondrialfunktion. Ganz ganz wichtig. Mitochondrialfunktion ist wie kann ich die denn testen? Kann man testen, kann man messen. Also auch im Blut. Ja, kann man im Blut. Mache ich in meinem Labor jeden Tag. Also wir machen das jeden Tag. Das ist bei uns sozusagen. Was wird da was wird da genau gemessen? Ja, da kann man sozusagen, also Mythondfunktion Mytorond macht ja unter Sauerstoffverbrauch ATP, also Energie aus Nahrungsequivalenten, die wir irgendwo zu uns genommen haben. So funktioniert ja im Prinzip. Ja, dann äh werden sozusagen wird es über die Atmungskette Atmungskettenkomplexe werden wird am Ende ATP, also Energie produziert. In diesem Prozess der Atmuskette läuft im Mokrochondrium ab, kann man messen. Ähm, da gibt's so ein Gerät, das heiß Seaahorsse, damit kann man das im Prinzip messen, ob die ob die gut arbeiten. Da kann man genau da kann man da kann man die ATP Produktion da kann man die den mitalen Sauerau Sauerstoffverbrauch testen, da kann man testen, wie viel aus einer Blutprobe ja aus einer Blutprobe, da kann man auch messen und gibt's da Grenzwerte oder wie woher weißt du denn was ist gut, was ist schlecht? Das ist ganz schwierig. Also wir jetzt in meinem Labor, wir machen ja Treatment, wir machen vorher nachher, ich mache Ernährung vorher nachher, ich mache vielleicht auch mal, dass man also relativ sozusagen genau beim einzelnen Patienten, aber es gibt natürlich auch Normen, also Labore, die sowas diagnostisch machen, die müssen halt viele tausend Patienten untersuchen, müssen gucken, was ist normal beim gesunden, da geht man mal vielleicht auch mal hin, mal eine Sportmannschaft, ja, und schaut, was ist so der normale Range von der Mitochondrialfunktion, wie sollte der in der Altersgruppe bei dem Geschlecht eigentlich aussehen? Das ist ein Erfahrungswert natürlich und die existieren mittlerweile schon. Also diese Validierung, das haben natürlich schon die guten, die Toplabors haben das schon gemacht. Das sind nicht so viele, die das können, aber die es gemacht haben, haben das gemacht und da kann man schon auch ein Eindruck kriegen, wie die Mitochondrialfunktion des Einzeln im Vergleich vielleicht zum zur gesamt zu zu zur Peergroup ist.
Und wie kann ich denn meine Mitoin irgendwie wieder anfeuern, dass die besser arbeiten? Der erste Punkt ist die Entzündung. Entzündung sich der Kreis. Ja, schließ sich wieder. Die chronische Entzündung ist was die arbeiten schlecht, weil die Entzündung sie chronische Entzündung verschlechtert Mitochendrealfunktion natürlich. Ja, deshalb hat man auch wenige Energie. Das kann sich letztlich molekular kannst du das auch so runterbrechen. Du sagst, die Patienten haben Brainfalk, fühlen sich ganz schlecht, ja, weil sie wenig ATP generieren. Ja, ähm, dann gibt es natürlich Maßnahmen, um das zu steigern, ne? So Hypoxietraining, also, dass man versucht das aktiv, aktivistisch die Mitochondrien zu pushen. Ähm, das ist aber oftmals gar nicht so erfolgreich, wenn Menschen entzündet sind, sondern man muss erstmal die Entzündung wegnehmen, denn ich kann keine Energie abfordern, die Hydroon gar nicht bilden können. Ja, dann gibt's natürlich paar Dinge, die man einnehmen kann, um Mokinalfunktion zu verbessern. Ja, da gibt sowas wie ich Q10 z.B. Uiquinol ist ein Teil der Atmungskette, da haben Patienten offen Mangel. Ich teste das immer ab, ob Mangel da ist. Wenn ja, gebe ich Ihnen das. Dann gibt es mittlerweile einzelne Substanzen, mit dem man weiß, Glutation, Liponsäure, vielleicht auch Vitamin C, sowas hochdosiert kann mitalfunktion schon mit verbessern. Ähm, dann gibt es auch so Sachen wie Mhyblau, hast du wahrscheinlich auch schon mal gehört. Das ist ein blauer Farbstoff. Ist so ein bisschen spooky. Ja, wird aber oftmals von Menschen auch genommen in Wasser, wird getrunken, wird so als wie soll ich sagen, ähm ähm aus dem Reich der Mythen. Ist aber tatsächlich so, dass dass es da schon Daten dafür gibt, dass man damit Mytokalfunktion verbessern kann. Ob das jetzt wirklich zielführend ist, das dauernd einzunehmen, das will ich jetzt nicht diskutieren, aber ich will nur sagen, es gibt schon Substanzen, mit denen mal ein Boost der Realfunktion erreichen kann, aber hier sind wir wieder bei der gleichen Stelle. Wenn aber ähm das Grundproblem nicht gelöst ist, mm greift das zu kurz. Ja, dann gebe ich irgendeine Infusion, sagt der Patient, ich fühle mich schon besser. Also ich habe das Gefühl, ich habe jetzt heute mehr so und einen Tag später sagt er wie vorher, weil ich den Grundzustand nicht behoben habe. Also ich muss da multifaktuell dran kann nicht jeden Tag eine Infusion machen. So ist das. Ja, man muss irgendwann auch mal schaffen, äh von allein wieder in die Gänge zu kommen.
Und praktische Frage, wenn sich jetzt d jemand für interessiert hat, sagt, ich will mal einen kompletten Antientzündungs Check machen. Äh, Krankenkasse, Zahl Krankenkasse wahrscheinlich nicht, oder? Ja, doch, hängt davon. Also die normale Krankenkasse natürlich nicht, das ist klar. Das ist eine Igelleistung. Ja, die privaten hängt mittlerweile so von der privaten ab. Also, es gibt private Krankenkassen, die sind da sehr gerne größ, die zahlen das alles. Das ist gar kein Problem. Gibt es andere, die sind ziemlich schrappig mittlerweile geworden. Sein Sie das dann auch als präventive Maßnahme oder muss ich irgendeine Diagnose haben? Ja, ich schreib dann immerhin Verdacht auf mit Dysfunktionschaft. So klar, klar, ne? Habe ich ja auch. Ich habe den Verdacht, dass der Patient das hat und dann teste ich das alles, aber sich versuch, das ist wahrscheinlich teuer, das alles zu Was kostet das? Na ja, minimal das Minimalprogramm mit Damen und mit allem, da sind wir schon bei, also na ja, 500, na ja, 1000 € so und wenn ich das minimal ja 500 bis, also mit 500 kriegt man das absolute Minimum, wenn es einigermaßen vernünftig sein soll, sind wir bei 800, 900 000 €. Das ist das, was die Labore in Rechnung stellen. Was Labor in Rechnung stellen. Genau. Und wenn man es richtig gut machen will, ist man auch schnell mal bei 2 3000 €. Ja, die Labore sind diese sind Speziallabore, die kosten viel Geld. Ähm, dann braucht man Spezialtransport zum Labor und so weiter. Das eine ganze Logistik dran hängt.
Wo gibt's solche Speziallabore? Ja, es gibt da es gibt ein also es gibt da verschiedene, die das vorhalten. Es gibt z.B. Jetzt hier in der Nähe gibt's Sündlab, die sind die haben ein großen Verbund, die haben in Stuttgart auch ein kleines Labor, die solche Spezialsachen machen. Den gibt's Biowist, die sind sehr groß, die sind in Limburg. Ähm, die machen, die haben sich darauf spezialisiert, solche Dinge zu machen. Dann gibt's ähm ganz immun in Mainz, die machen auch sehr viel äh auf diesem Markt und dann gibt's IMD in Berlin, die sind ähm z.B. sehr besonders ähm auf diese immunologischen Analysen spezialisiert. Da kann man sehr sehr gute Funktionstest bekommen. Ähm, und hast du sowas für dich selber mal gemacht? Ich finde das ja sehr reizvoll mal zu checken. Ja, ich mache immer
Nur Teile. Ich denke, da könnt es mich jetzt mal interessieren, mache ich mal ein Mikrobiom. Ja. Ähm, aber ich gehe jetzt tatsächlich nicht hin und mache dauernd die Messung bei mir, weil ich glaube, dass ich das auch bemerke. Ja, es ist also bei vielen so, wo ich mache halt mache sehr viel Sport. Ähm und ich sehe das auch an Leistungsfähigkeit. Ja, ich sehe, wie die ist, wenn die richtig gut ist und ich erhole mich gut, ich fühle mich gut, ich schlafe gut, dann fange ich nicht das große Messen an. Dann sage ich, okay, wird schon ungefähr passen. Wenn ich aber das Gefühl habe, da läuft was nicht ganz gerade, dann versuche ich, dann gucke ich natürlich auch schon mal nach. Aber ich bei mir selber neige ich nicht zum zum äh zum Messwahnsinn überhaupt nicht, ne? Ich denke immer die Klinik ist auch wichtig, s ich auch zum Patienten, die dann sagen, ich will noch mal messen, noch mal messen, lassen mal gut sein, müssen nicht dauernd messen. Das hat sich auch schon mal einer tot gemessen. Ja, das muss wirklich nicht sein, sondern gucken Sie mal, wie es Ihnen geht. Hören Sie mal, ist es gut so? Wie wie wie nachher kann ich natürlich Sachen deinen Labors kommen Sachen raus, die eigentlich gar kein Problem darstellen, aber natürlich habe ich dann das treibt mich natürlich um. Was mache ich jetzt mit dem pathologischen Wert, wo ich mich doch gut fühle? Na ja, das ist so der typische das Tumormarker Problem, ne? Das kennen wir ja alle, dass irgendwelche Hausärzte sagen, okay, wir machen mal alles und machen die ganze Latummarker und dann kommt der Patient und ich habe ein, was weiß ich, Tumormarker X, ich habe ein Krebs. Ja. Ja. Ja. Nee, sie haben kein Krebs. Sie haben einfach nur dieses Protein. Das heißt noch lange nicht, dass sie Krebs haben. Ja, weil man das so nicht sagen kann. Das macht ja erst im Verlauf oftmals Sinn, ne? Dass man sagt, wenn man Tum hat, der es produziert und dann kann man das als Verlaufskontrolle nehmen. Ja, Tumm ist natürlich kein gutes Screening. Genau, aber es ist bei vielen potenziellen Labormethoden natürlich so, dass man ähm dass man damit auch Unruhe stiften kann. Deshalb ich orientiere mich immer an der Anamnese. Ja, wenn der Patient mir sagt, nee, ich habe gut Energie, ich fühle mich klasse, ich mache Sport, dann schwätze ich dem nicht eine Mitochondrien-Alkoholfunktion auf. Warum sollte ich die dann bitte bestimmen? Also man muss immer sehen, was hat der Patient, wo hat er ein Problem und dann muss ich mir überlegen, was brauche ich da, um das zu diagnostizieren. Muss halt sein sein seine Hausaufgaben gemacht haben und so sein Köfferchen kennen, was da so alles drin ist, an welcher Stelle, was man da denn rauskramen muss. Ja, das ist natürlich wichtig. Erfordert auch relativ großes Maß an Erfahrung. Das ist jetzt nichts, was man in einem Jahr weiß, sondern da muss man.
Gut, das Schöne ist bei dir natürlich, dass du das ja jetzt neben der Praxis ja auch wissenschaftlich in dem Labor betreibst und das ist natürlich die ideale Mischung und äh wer macht es schon? Äh das ist ja eine absolute Rarität. Ja, ist eine Rarität und ist auch nicht so ganz einfach tatsächlich das ähm das darzustellen. Ja, erfordert einen relativ hohen persönlichen Einsatz. Ähm klar, aber wirkt natürlich sehr viele Möglichkeiten. Ich habe auch schon mal so Möglichkeiten, wenn ich Patienten habe, die z.B. Problem mit der Mito-Alkoholfunktion haben. Sag ja, wir könnten Ihnen mal was infundieren. Ich sag jetzt mal Vitamin C, es ist ja nicht Vitamin C, aber irgendwas, was man auf dem Markt hat, was man infundieren darf. Dann habe ich ja die Möglichkeit des individuellen Heilversuchs, dass ich sage, wir gucken mal, ob es bei Funktionen hilft. Wissen Sie was? Wir nehmen mal Ihr Blut mit vorher und nachher und wir gucken mal, ob die Meteochondrialfunktion sich bessert. Kostet für Sie nichts. Ist ein wissenschaftlich einfach. Wir wollen es mal wissen und da sind Patienten natürlich auch begeistert. Wir sagen, das ist toll, wenn man das mal sehen kann, ob man wirklich was sieht. Das ist was, was man ähm was man anbieten kann. Ja, also so Mito mitochondral Funktion zu messen. Gibt's da auch Labore, die sowas machen oder muss ich da wirklich in so ein Universitätslabor wie bei dir gehen, um daszufinden? Ja, das ist ja immer forscherisch bei uns. Wir können das ja gar nicht anbieten für irgendwen, davon außen kommt. Prinzip ja gibt es also können eben einige von von den Laboren, aber nicht viele. Movon ganz wenige eigentlich nur um genau zu sein und erfordert eine extreme Präanalytik. Das ist das Hauptproblem, wenn ich den Mietofunktion messen will, ja, die Probe muss ganz schnell, die muss gut gelagert sein. Die muss, die darf nicht irgendwie der DHL Fahrer parkt in der Sonne und trinkt Kaffee. Ist schon schlecht. Ja. Ja. Sie muss Temperatur kontrolliert, sehr sensibel, muss ganz schnell ins Labor gebracht werden, muss sofort prozessiert sein. Da muss man eine Kette haben, die wirklich richtig taugt und viele Labor tun sich das nicht an, muss man ganz ehrlich sagen. Ja, diese Diagnostik, die ist sehr sensibel, da hat man viele Störfaktoren.
Also soll ich eher zum Labor fahren und dann das vor Ort machen? Ja, da hat man eben das Problem. Ja, im Prinzip. Ja, im Prinzip müsstest du in der Praxis in der Nachbarschaft. Ja, die haben das Labor eben nicht. Genau. Also nein, aber dann so gleich rüber rüber tragen. Genau. Oder so richtig. Das ist das ist das sicherste, wenn man das wissen möchte. Ja, das ist dir das ist eine Analytik, die viele Hasenfüße hat, bis man das so beherrscht, dass man das auch zuverlässig kann. Mhm. Interessant. Wie ist es mit Fasten bezüglich stillen Entzündungen? Ähm, Intervallfasten ist ja populär bei vielen Time restricted Eating populär. Hat das einen positiven Einfluss auf die Entzündungssituation oder spielt es da keine Rolle? Ja, sicher. Also Fasten ist ja ketogene Diät letztlich, ne? Ketogene ist ja auch fasting Mimiken. Also es ist ein man produziert Ketonkörper. Ketonkörper sind nachgewiesenerweise antiinflammatorisch. Also man kann durch eine Fastenphase natürlich seine Entzündung in Griff kriegen. Berichten ja auch viele. Wenn die fasten, geht's ihnen sehr, sehr gut. Da gehen die ganzen Symptome weg. Wenn sie wieder anfangen zu essen, kommt es alles wieder. Das hat man häufiger. Ja. Mhm. Ähm, insofern sind Fastenkuren intervallmäßig gemacht, also intervallmäßig im Sinne von mal eine Woche zwischendurch ist, wenn man das implementieren kann, sein Alltag ist es sicherlich ein gutes Tool. Allein das wird's nicht reißen. Wenn man danach wieder zu Gewohnheiten zurückkehrt, die die Entzündung fördern, ist das immer nur von kurzer Dauer. Im Alltag ist es so, es ist ja bekannt, dass wenig Essen günstiger ist, hinsichtlich auch Langlebigkeit und so Anti-Aging. Es ist günstiger, nicht so viel zu sich zu nehmen, ja, das ähm eher schmal zu essen, ja, und auch Pausen einzulegen. Ähm und das ist sicherlich auch entzündungshemmend, weil man nicht dauernd diese Insulinsekretion hat. Ja, Insulin, Glukose. Insulin ist ja ähm ein Stimulator vom Immunsystem. Insofern macht es auch Sinn, nur weniger zu essen. So, vielleicht nur zwei am Tag oder so. Aber es kommt das große Aber. Was nützt mir das, wenn mir das Stress macht? Mm. Ja, muss immer wissen, wenn ich mich da abquäle und bin total unruhig und fühle mich unterernährt und kann so, dann macht mir das Stress und wenn mir das Stress macht, produziere ich dadurch auch wieder Entzündung. Das heißt, ist individuell. Ja, manchen manchen taugt es, die sagen, ich habe gar kein Hungertagsüber und es belastet mich eher. Es macht mich müde und ich habe so ein aufgeblähten Bauch und das will ich alles nicht. Ich bin gut, aber andere sagen, wenn ich nicht morgens gleich was esse, dann kann ich nicht in den Tag starten und es macht dann auch keinen Sinn, sich dann dadurch zu quälen. Das ist dein Problem, das macht keinen Sinn. Genau. Der aufgeblähte Bauch ist übrigens immer ein schlechtes Zeichen. Da hat man was an Bord, was nicht sein sollte. Man sollte nach dem Essen keinen aufgeblähten Bauch haben, sonst hat man sicherlich irgendeine Art von Entzündung. Ja, irgendwas wird nicht stimmen. Muss man dann dringend nach gucken, sage ich auch meinen Leuten aufgeblähten Bauch müssen wir versuchen zu finden. Ist oftmals nicht so einfach. Ähm und ansonsten ist es tatsächlich so, es ist ja auch im Leben kann sich das ändern. Ich habe früher z.B. nie gefrühstückt, weil ich hatte keinen Hunger und es hat mich eher genervt morgens was zu essen. Schnell los. Ja. Und jetzt ist es so, ich esse eigentlich morgens immer was, weil ich das Gefühl hab, habe ich mehr Energie, komme ich besser durch den Tag. Es kann sich also auch ändern. Ich werde nicht dogmatisch sein und sagen, oh ja, 16:8 Fasten ist ganz super, ich muss bis 12 Uhr durchhalten. Nee, muss ich nicht, weil mir würde es persönlich jetzt so schön Stress machen, wenn ich das immer machen müsste. Ähm und da muss man unbedingt drauf achten, wie man persönlich was man für ein Rhythmus hat. Man darf sich nicht in irgendwas rein quälen. Quellen ist immer schlecht. Man muss auch natürlich auch auf die, das wird ja auch oft verwechselt. Die Lebensqualität muss da sein. Man muss auch eine gewisse Lebensfreude haben, auch eine Freude am Essen haben. Das ist auch ein wichtiger Punkt. Äh ja, das darf nicht verloren gehen. Ja, man darf ja nicht sauertöpfisch auf irgendwas starren, was man nicht möchte. Ähm und genauso ist es den mit dem Ess-Rhythmus. Da muss passen, aber natürlich innerhalb vernünftiger Grenzen ist am Ende des Tages immer die Menge. Ähm ne, es spricht überhaupt nichts dagegen, auch mal irgendwie eine Currywurst zu essen oder ein paar Pommes, aber halt nicht jeden Tag. Mehr ist seid denn, man verträgt irgendwas nicht. Also, wenn man jetzt, also z.B. ich vertrag kein Gluten, wenn ich das jetzt essen würde, ist ein Brötchen schon zu viel. Da habe ich ein Problem. Ich merke das dann auch. Ja, ich bin da sensibel und ich würde es nicht tun. Ja. Ähm bei diesen Dingen, die so so richtige Immun-Trigger sind, da ist die Menge, da gilt nicht Paracelsus, da macht nicht die Menge des Gifts, sondern da kann das Molekül schon eine Immunreaktion hervorrufen und so ein Lymphozyt, der lebt dann 28 Tage oder so, so ein aktivierter hat man länger Freude davon. Ja, genau. Deshalb ist es besser, das nicht zu tun. M aber so die die typischen Sachen, man sagt mal eine Schokolade oder ich meinte jetzt im Sinne von, dass man sich hier nicht komplett in der dass man nicht komplett in der Selbstoptimierung endet und quasi nichts anderes mehr vor Augen hat. Richtig richtig. Das macht dann auch wiederum auch Stress.
Gibt's jetzt in deiner wissenschaftlichen Laufbahn ein so ein Moment, wo du sagst, ähm da war Thema Ernährung und Entzündung für mich so ein Aha-Erlebnis, wo du sagst, nicht in meiner, da habe ich es begriffen und deshalb habe ich jetzt so drauf gesetzt. Ja, aber nicht in meiner Wissenschaft, sondern meiner persönlichen persönlichen Geschichte. Ähm, ich bin ja, wie wie du ja weißt immer schon sehr sportlich gewesen. Habe immer extrem sportlich. Genau. Habe immer sehr viel trainiert, habe viel gemacht. Iron Man Finisherin. Immerhin würde ich schon sagen, ist extrem sportlich. Ja, genau. Also, habe schon immer viel gemacht und ähm das war so vor etwa 10 Jahren. Ähm da bin ich noch Marathon gelaufen und auch nicht so langsam. Damals war ich relativ flott unterwegs sogar. Ähm und habe mich fit gefühlt, war alles super. Ähm und kurze Zeit später, ganz kurze Zeit später habe ich überall Entzündung bekommen. Fußgelenke, Handgelenke, Schultern, teilweise Kiefer hat mir weh getan. Es war alles entzündet. Keine Ahnung. Bin zum Kollegen gegangen, ja, reumatologisch alles durchgecheckt. Ja, wir finden CRP und sonst finden wir nichts. Mhm. Wie hoch war der CP? Ja, ich hatte da schon mal bis 10 oder so. Es war schon auch nicht 12. Also, es war irgendwas war los. Irgendwas war los. Ich habe mich auch müde und abgeschlagen gefühlt und nichts mehr mitgemacht und ich konnte das gar nicht. Er tat mir alles total weh. Ich war auch da und müde. Hatte wirklich Schwierigkeiten durch den Alltag zu kommen. Habe auch gemerkt, dass ich so mich irgendwie ja so ein bisschen wie Brain fog gefühlt habe. Also ich hab mich nicht gut gefühlt. Ja. Ähm und habe da auch drunter gelitten, weil wenn man sein Leben lang immer Sport gemacht, immer aktiv war und so und dann plötzlich kann man das gar nicht mehr, weil man irgendwie so sich total unverständlich erstmal. Genau. Überhaupt nicht w gar nicht, was los ist. Ja. H und dann hatte ich aber gleichzeitig irgendwie das Gefühl hat sich breit gemacht bei mir. Das hat was mit dem Essen zu tun. Ja, ich hatte immer so aus Verdauungsproblem hat das Gefühl, das hat irgendwas stimmt da bei mir nicht und dann habe ich einfach gesagt, ja gut, ich esse erstmal nichts. Ich habe dann gefastet und schwupps hier da alles war weg. Da war ich sehr erstaunt habe. Okay, das scheint damit was zu tun zu haben. Ich weiß noch nicht so richtig was. Dann habe ich da wirklich ein Jahr mit rumgetan, wo ich rausgefunden hat mit Trial and Error, welche Dinge das eigentlich sind, die mir das machen. Habe ich me das gibt's doch nicht. Ich habe Biochemie studiert, ich habe promoviert darin, ich habe Medizin studiert, ich habe darin promoviert, ich bin Fachärztin, ich bin habilitiert. Ja, warum weiß ich das nicht und warum habe ich das nicht gelernt? Wissen sollte, dann ja wohl du. Ja, warum weiß ich das nicht und warum hat mir das keiner gesagt? Warum steht es irgendwo? Warum habe ich keine Ahnung? Warum muss ich jetzt hier blöd Try and Error machen? Ich war da echt genervt, aber ich habe gesagt, gut, das scheint sowas zu sein. Ähm und war selber total über diesen Zusammenhang überrascht, der eigentlich in der Schulmedizin nicht existent ist. Ich habe heute noch Patienten, die Autoimmunerkrankung haben, die gehen zum Arzt, zum Facharzt, Rheumatologen, essen Sie mal, was Sie wollen, das hat damit nichts zu tun. Das ist für mich in der heutigen Zeit Ignoranz, wenn man das sagt, weil es gibt genügend Hinweise, man muss sich da auch mal fortbilden. Ist ein gutes Thema Fortbildung. Es ist nicht so. Es hat sehr wohl was damit zu tun. Aber vor 10 Jahren wusste ich das auch noch nicht. Ja, hatte ich da überhaupt gar keinen Plan davon, dass es das wirklich machen kann, dass Entzündung was mit Essen zu tun hat. Ähm und dann habe ich das so rausgefunden, was muss ich alles weglassen, damit diese Entzündung wieder weggeht. Ähm und das hat mein Interesse an diesem ganzen angestoßen. Das war eigentlich der Grund zu sagen, ich kümmere mich mal um Ernährung. Darf ich fragen, was was hast du für dich rausgefunden? Was also Gluten hast du schon gesagt? Ich esse Gluten, Ei, Milchprodukte nicht. Ich esse die klassische Trias nicht seitdem. Ja. Ich vertrag das nicht gut, wobei Gluten und Eier glaube ich die schlimmeren sind. Milchprodukte wären sind glaube ich nicht so problematisch, aber trotzdem ich lasse es weg. Ähm und damit habe ich keine Probleme mehr. Ich hab aber warum ist es denn dann? Du hast es jetzt so beschrieben, dass das so akut aufgetreten ist. Hast du dafür eine Erklärung? Ähm, weil das ist wieso hat man ich glaube 30, 40 Jahre lang kein Problem aufgebaut und im 41. Lebensjahr zack. Na ja, es hat sich aufgebaut. So, ist es fast dann einfach übergelaufen oder? Ja, genau. Ich glaube, das Fass ist einfach übergelaufen. Da kommen verschiedene Dinge dazu. Ich habe mich nicht optimal ernährt. Ich habe sehr sehr fleischarm gegessen. Ich habe sehr proteinarm gegessen, habe sehr viel trainiert. Das war noch so die Doen von früher, viele Kohlenhydrate, wenig Fett. Das hat man ja früher gesagt beim Ausdauersport. Das habe ich auch lange Zeit gemacht. Habe ich drei Kinder gekriegt. Ich habe drei Kinder lange gestillt. Da hat man einen großen Drain Protein. Und dann habe ich natürlich wahrscheinlich auch einfach überzogen Stress. Heißt, ich habe beruflichen Stress, drei kleine Kinder gehabt und ich habe viel trainiert, ich w Marathon gelaufen, das war glaube ich dann zu viel. Das hat das Fass zum Überlaufen. Ja, genau. Da da habe ich einfach zu viel an Entzündung produziert und dann ist es gekippt und dann habe ich mir überlegt, okay, kann ich das wieder zurückdrehen? Ja, und es hat sich gezeigt, man kann, aber es bringt ein natürlich ins Denken. Ja, sagte, das ist interessant, das steht nirgendwo, aber es ist so, ich muss das hinnehmen, dann nehme ich das doch mal zum Anlass herauszufinden, warum das so ist. Also irgendeine Art von wissenschaftliche Evidenz auch zu entwickeln, das ist ja das Interessante dabei, dass man dann sagen kann, ich überlege jetzt mal wirklich, warum ist das eigentlich so oder ich versuche das mal exponell äh nachzustellen, warum man das damit triggern kann und wenn man sich gescheit verhält, man gar keine Probleme hat. Ja, das ist jetzt ja schon 10 Jahre her und ich bin auch froh, dass es 10 Jahre ist, aber das ist ganz ich erinnere mich ja noch immer, wie das war. Ja, wie man ist auch seitdem nie mehr aufgetreten. Ich halte mich aber 100% Korrelation. Ja, das ist nicht mehr aufgetreten und ich halte mich aber auch an gewisse Dinge einfach. Ich bin auch in vielen Dingen bin ich jetzt bin ich einfach alerter, ja, dass ich weiß ähm man muss einfach sehen, dass man insgesamt im Gleichgewicht ist. Ich kann mir nicht aus allem Stress machen. Das lernt man dann natürlich auch, ja, dass man sagt, ich äh ich muss insgesamt eben auf den Rhythmus achten. Ja, und dazu gehört eben auch, dass man sich so ernährt, dass es zu einem passt. Das stört mich auch nicht im geringsten. Also, es scheint ja ein ganz ganz großes und ganz wichtiges Thema zu sein. Wieso ist es eigentlich in der breiten Öffentlichkeit noch nicht wirklich so ein Thema? Du schreibst ja jetzt ja gerade ein Buch auch da drüber, da freuen wir uns drauf, weil das wird ja sicherlich äh ein sehr interessantes Buch sein, was für viele wichtig ähm ist. Aber wieso? Es kommt gerade erst so auf. Deshalb reden wir ja heute auch drüber, dass es ein Thema ist. Aber gefühlt spielt es eigentlich so in der Medizin noch keine richtige Rolle. Ja, in die Medizin ist natürlich wie so ein Tanker, wenn der mal auf Hochsee ist. Ja, wenn du den anhältst, der fährt noch 3 km aus. Und die Medizin ist so nicht. Das Modell der Medizin, was wir haben, ist eben das, was wir eben schon sagten, dieses ich brauche eine Diagnose, ich habe eine Leitlinie, ja, ich brauche was greifbares. Das Kind muss einen Namen haben. Und hier haben wir aber was, was diffus ist. Die Fuß kommt langsam, hat kein klares Bild, ist so vielesichtig. Ja, ist übergreifend, ist vielschichtig, viel gesichtig. ähm kann man nicht so leicht in Worte fassen und erfordert eine andere Art der Behandlung, als wir das bisher haben, nämlich den aktiven Patienten. Ja, wir haben im Moment noch den passiven Patient, der eine Medizin bekommt und das erfolgt aber ein ganz andere Sicht der Medizin und bis man da ist, das ist glaube ich ein Weg dazu, hat man da ja auch keine Lobby. Wir haben ja auch Lobby, wir haben Lebensmittelindustrie, wir haben diese ganzen Zuckerproduzenten, wir haben die Pharmaindustrie, das ist ja auch was, es wird ja auch irgendwo verkauft und wenn ich so eine andere Art von Medizin mache, ist das eine dem Verkauf entgegengerichtete Medizin, vielleicht Nahrungsergänzungsmittel, ja, aber ich meine, das ist eine Medizin, die sagt, nee, du brauchst erstmal nicht ganz viele Produkte, sondern du musst dich mit einer gewissen Mühe selber drum kümmern. Das ist eine ganz andere Sicht der Dinge und da muss man erstmal hinkommen. Also, es liegt gar nicht an der Unwilligkeit, sondern es liegt daran, dass das Ganze schon so lange in die andere Richtung fährt. Du musst da erstmal wieder Beweglichkeit ins Spiel bringen, dass die Leute denken, ja, vielleicht gibt's noch, ich sag deshalb nicht zuletzt, das ist ein Modell der Medizin, was wir gerade haben. Das ist nicht die Wahrheit. Es wird immer so verkauft, ne? So ist das und das müssen Sie einnehmen. Dann das müssen Sie nehmen. Ja. muss den Fettsenker nehmen, weil sonst kriegen sie ein Herzinfarkt, ne? Er muss den erstmal gar nicht nehmen. Das ist ein Modell, ist eine Modellvorstellung. Das ist aber gar nicht mehr bewusst, den Ärzten auch nicht. Das ist ein Modell, das Sichtweise ist, wie Gesundheit zu erreichen ist oder wie man den menschlichen Körper auffassen kann. Aber das Modell kann man ja auch anpassen. Ja, es ist ein Modell, was man anpassen muss um moderne Konzepte. Das ist ja auch irgendwo mittlerweile ein altes Konzept, was wir haben. Das wird jetzt so, das ist ja auch eine Cashcow. Ähm und moderne Medizin bringt ganz andere Gedanken ins Spiel und das wird aber eine Weile dauern, bis ich das durchsetze. Das ist eben nicht schnell. Ja, ist nicht schnell und erstmal nicht lukrativ. Ähm, also das wird noch sehr interessant. Ich glaube, es wird jetzt schon acceleriert eben durch KI etc. Die Leute informieren sich. Schneller und besser kriegen auch bessere Antworten. Ähm können mit so KI Agenten vielleicht schon mal ein bisschen was rauskriegen. Das wird jetzt KI die absolute Lösung sein, aber ähm das ist was, was ich ja bis vor kurzem überhaupt nicht zur Verfügung hatte und ich kann mich selber da auch mit diesen Agenten wahrscheinlich schon ähm erstmal besser einschätzen und zumindest rauszufinden, nach was muss ich eigentlich suchen. Mhm. und muss nicht zu zehn Ärzten gehen, die mir das dann vielleicht sagen oder auch nicht, sondern ich glaube schon, dass das auch eine ganz große Rolle in dem Zusammenhang ähm spielt und das wird auch unsere Medizin im Sinne von Eigenverantwortung und Eigenrecherche massiv verbessern. Letztendlich natürlich muss man das immer kritisch betrachten, was was da so rauskommt, aber es gibt einem schon, glaube ich, ganz ganz guten Hinweis. Also, wenn du jetzt damals ähm das wäre mal interessant, wenn du jetzt damals die Zeit von damals zurückspielst und in heutige Jet GPT so Information reingegeben hätte, okay, ne? Also, warst ja auf der Suche, also ich bin Marathonläuferin, ich habe das und das und das und das und das und ich habe die und die Symptome. Ähm, was ist mein wahrscheinlichstes Problem? Also, wenn man das könnte man mal jetzt über mal ausprobieren, das würde wahrscheinlich einen viel schneller zum Ziel bringen. Das ist richtig. Das kann gut sein, das wird ja alles die Daten integriert. Klingt das klingt mal im erster Linie nach dem Ernährungsproblem. Hast du mal geguckt, ne, irgendwie Einweisung das und das geguckt und dann hättest du vielleicht nicht ein Jahr gebraucht, sondern vielleicht eine Woche oder so. Ja, kann schon sein, dass es dass es schneller gehen würde und das effizienter wäre. Und ich glaube auch, dass vieles von dieser klassischen Medizin, was wir eben gesagt haben, dieses Diagnostik machen, Diagnose machen, und dann Algorithmen abarbeiten ist was auch eine KI kann. Im Prinzip, das ist tatsächlich ja so, da kann vieles davon, zumindest kann eine KI einem leiten. Dieses beratische, dass man dann das kann es nicht ersetzen. Genau, das kann es nicht ersetzen. Man sagt, okay, wie bist denn du gestrickt? Ja, du als Mensch. Ähm, ich rede auch immer mit dem Patienten und frag sie so alles mögliche. Ähm, so, ich hatte so ein jungen Patient, also ein junger Betriebswirt, der ger der so, der der gewohnt ist immer straight forward, der sagte so nach 10 Minuten sagen sie mal, es ist ja nett, dass sie jetzt mit mir ein bisschen Smalltalk machen wollen, aber können wir es nicht mehr zur Sache kommen? Sie sehen das mal verkehrt. Die Dinge, die ich sie frage, interessieren mich persönlich überhaupt nicht. Ja, und was sie ihre Vorlieben sind und wie sie schlafen, was ich interessiert mich alles mich als Person. Simone Kretiert es nicht. M Ich mache das nur, damit ich sie einschätzen kann. Ich will wissen, wie sie sind. Mhm. Wie sie ticken. Das sind natürlich nicht gewohnt. Sind nicht gewohnt? Ich will den Menschen irgendwie greifen können, der davor mir ist. Ich weiß, okay, wie ist denn der? Was wo kann ich angreifen bei dem? Also, wo ist die Stelle, dass ich ihm helfen kann, was zu verändern? Wenn ich gar nicht weiß, was wichtig ist für denjenigen und was er für Gewohnheiten hat, werde ich und das kann eine KI sicher nicht. Ja, das ist was, wo man sich in die Welt immer jeweils einstellen muss auf den, der vor ihm sitzt. Ja, und es braucht auch immer Zeit. Das ist nicht mit einer Ziffer 13 Minuten. Ja, Ziffer 33 ist ärztliches Gespräch. Das wird mit 10 Minuten im Allgemeinen Ja, 3, 10 Minuten. Was was kann man dafür abrechnen? 20 €. 20 € Das ist vor Steuer. Vor Steuer. Genau. Vor Steuer 20 €. Genau. Aber damit kriege ich das nicht hin. Mhm. Ja, ich muss mich auseinandersetzen und das ist auch eine Zeit, die was wert ist natürlich, aber das wird derzeit noch nicht so richtig abgebildet tatsächlich. Es wird sich aber wahrscheinlich verändern in den nächsten Jahren. Na ja, ganz bestimmt. Ja, also ähm ich könnte im Prinzip Stunden mit dir weiterreden, weil es so interessant ist. Es ist wirklich ein unheimlich spannendes Thema, unheimlich wichtiges Thema. Ähm, ich, wir haben ja immer einen Abschlusssatz. Ähm, wir müssen langsam zum Ende kommen. Dein Abschlusssatz ist diesmal mein Nummer 1 Ernährungstipp gegen stille Entzündungen ist. Geh weg von der konfektionalisierten Ernährung. Das ist wichtig. Koche selbst. Kauf gute Lebensmittel ein. Lass dich nicht verführen von den bunten Bärchen im Supermarkt, sondern gehen, geh zum Markt, kauf richtig gute Sachen ein, kauf Lebensmittel ein und koch mal wieder selbst. Schon mal ein ganz wesentlicher Punkt, ja, dass man nicht alles irgendwo verfügbar sich bringen und so weiter, sondern setzt sich auseinander, damit wie man möglichst mit richtigen natürlichen Lebensmittel sich ein Essen zubereitet. Das Wissen darum ist nämlich oft auch schon verloren gegangen, stelle ich fest, das ist was, was man sich wieder aneignen sollte. Das ist schon der erste erste Grundsatz zu einer besseren Ernährung mit auch zu einer besseren Entzündungsärmeren Gesundheit. Ist sicherlich die absolute Basis. Vielen Dank, Professor Simone Kreti. Danke für die Einladung. [Musik]