Transcription
Stellt euch vor, ihr steht vor einer Frage: Wie alt sind diese Kinder?
Okay, ich als Vater der beiden Kinder könnt ihr euch das jetzt natürlich sagen, aber dann wird sich diese Folge auf YouTube übrig. Wie ist es möglich, herauszufinden, wie alt die Kinder sind? Hier schlägt die Stunde der Entwicklungspädagogen. Wie viele haben die Produktion?
Badelt! Psychosexuelle Entwicklung nach Freud, psychosoziale Entwicklung nach Eriksson, moralische Entwicklung nach Kohlberg. Community, was Konjunktiv, das klingt vielversprechend. Wir machen uns heute daran, den Alltag von Kindern aufkommenden die Tiefebene zu bestimmen, mit Hilfe der Theorie-Praxis, in die ich euch ein bisschen einführen möchte. Ihr seid hier, weiß Marktwerts. Viel Spaß!
Dieser Piaget, wer ist das eigentlich geworden? Der Schweiz widmete er sein Leben der Erforschung kindlichen Denkens und Entwicklungsprozesse. Zwei Dinge sind dafür bei uns im Pädagogikunterricht wichtig: Seine Lerntheorie, die unsere Vorstellung von Lernen und Unterricht eigentlich weltweit nachhaltig beeinflusst hat, und zweitens seine Entwicklungstheorie, die auch großen Einfluss auf das pädagogische Handeln vieler, vieler Menschen hinter welt hat.
Okay, zunächst zu lassen: Wie lernen Menschen? Eine große Frage, mit der sich viele schon beschäftigt haben. Und Piaget hat eine ziemlich beeindruckende Antwort darauf gefunden: Allen voran aktiv. Man kann nicht gelernt werden, sagt Piaget, man kann jemandem nicht zum Lernen zwingen, ihm Lernprozesse quasi vorgeben. Jeder konstruiert sein eigenes Wissen selbst.
Nutze ich noch mehr erklären? Ja, nur deshalb nennen wir seine Theorie auch konstruktivistisch. Wissen wird konstruiert und zwar aktiv von jedem Lernenden selbst. Das wird natürlich dazu, das Portal Unterricht und Belehrungen gesehen, bis damal in der Schule vorherrschten ad absurdum geführt werden und eigentlich gar nicht so sinnvoll sind.
Ist da er dachte: Wie lernt ein Mensch? Also, er interagiert mit der Umwelt und sieht neue Informationen, die er bis dahin noch nicht kannte. Piaget spricht hier von Assimilation. Das gilt oder der Lernende nimmt neues Wissen in bestehende kognitive Strukturen auf und integriert diese darin. Wissen ist dabei in Schemata gespeichert.
Thema sind kognitive Strukturen, in denen Informationen organisiert sind, zum Beispiel wie Ordner am Computer. Okay, das Kind assimiliert also neue Informationen. Zum Beispiel: Es gibt Äpfel, Bananen, Mangos. Der Text, also das Schema, kann problemlos durch Assimilation erweitert werden.
Aber irgendwann gibt es dann Informationen, die uns total durcheinanderbringen. Bleiben wir beim Obst: Es gibt Kiwi und Tomaten. Rohe Tomaten, ja, liebe Unwissenden! Tomaten sind Obst. Tomatenpflanzen sind einjährige Pflanzen, deren Früchte man auch dem Gemüse zuschlägt, ebenso wie Zucchini, Kürbisse. Und ihr seht, der Turm wackelte.
Die bisherige Struktur und das Thema erlauben uns nicht, die neue Information einzupassen. Der Turm droht zu kippen. Das mentale Schema ist im Ungleichgewicht. Das, was er gerade erlebt, nennt Piaget ein mentales Ungleichgewicht zwischen eurem kognitiven Schema und der Realität. Das stimmt nicht überein, und ihr schafft das nicht, beides auf einen Nenner zu bringen.
Also, was macht man genau? Wir bauen den Turm um. Wir passen unser Schema an, reorganisieren unser Wissen, dass das neue Wissen besser angepasst werden kann. Diesen Vorgang der Reorganisation bestehender Wissensstrukturen nennt Piaget Koordination.
Und so weit, so Lerntheorie. Das geht ja eigentlich noch ein paar ganz anschaulich. Schauen wir uns mal an, warum das Ganze so revolutionär war. Erstens haben wir eine konstruktivistische Position. Das geht nicht wie bei Freud und Psycho-Sexualität. Es geht nicht wie bei Eriksson psychosoziales Denken.
Nicht wie bei Bjuristen, zum Beispiel beim Dura, um Verhalten. Es geht um... Es geht um das Denken, und das ist neu. Zweitens haben wir eine konstruktivistische Position. Bis zur PC-Hersteller eine Position vor Ort, die davon ausgeht, dass Lernprozesse von außen einfach vorgegeben werden. Man sprach auch vom Nürnberger Trichter, den Lehrer benutzen, um Wissen in die Köpfe ihrer Schüler abzufüllen.
Kleines Gehirn, kleiner Trichter, das geht auf jeden Fall nicht. Nerven im Gegenteil. Jeder lernt individuell. Jeder konstruiert sich seine eigene Realität. Deshalb hast du auch eine andere Vorstellung von zum Beispiel Schule als ich als Lehrer oder als meine Tochter.
Erinnert stark an Montessoris Ansicht vom Kind als Baumeister seiner selbst, nicht wahr? Was machen wir also, um Lernprozesse bei Kindern zu unterstützen? Ganz einfach: versucht, die neu zu lernende Information an bereits bestehende Schemata anzuknüpfen. Das macht die Einordnung jetzt sehr viel einfacher.
So weit, so gut. Den ersten Teil Klischees der Lerntheorie können wir also schon abhaken. Kommen wir also zum zweiten Teil, zur Entwicklungstheorie und zu unserer ursprünglichen Frage: Kann man aus den Denkmustern von Kindern ableiten, wie alt sie sind? Die Antwort ist ganz klar: ja!
Piaget erlaubt das. Piaget geht in seiner Entwicklungstheorie davon aus, dass alle Kinder einer bestimmten Altersgruppe ähnliche Denkmuster aufweisen und dass ihnen entsprechend auch ähnliche Denkfehler unterlaufen. Das liegt nicht daran, dass die Kinder vielleicht einfach nur doof sind, sondern daran, dass das Gehirn noch nicht ausreichend ausgebildet ist, um komplexere Denkmuster vollziehen zu können.
Das neuronale Netzwerk ist also noch nicht ausreichend ausgebildet und komplex, um spezielle Denkleistungen erbringen zu können. Oder für Computer-Nerds: Die Leistung der Software wird gebremst durch die noch schlechte Hardware.
Was gibt es also für Entwicklungsfragen? Hier seht zufolge vier Stück. Erstes, dieselbe Zumutung: Die erste Phase. Alles beginnt bei der Geburt. Der Neugeborene kommt quasi "tabula rasa" auf die Welt und muss alles, alles, alles neu lernen; alles, was wir auch als selbstverständlich voraussetzen, und allen voran den Gebrauch der Sinne und der Motorik oder anders gesagt, wirklich eine muss sensomotorische Kontrolle erlernen.
Daher auch der Name der Phase. Dies erreicht das Kind ganz klar durch Auseinandersetzung mit der Umwelt. Zunächst nimmt das Kind so noch nicht bewusst wahr, weil es ja auch noch keine Kontrolle über seine Sinne in dem Sinne hat. Irgendwann gelangt es zur Kontrolle über zum Beispiel den Sehsinn, kann bewusst sehen, Objekte fixieren, verfolgen.
Das Kind hört immer genauer, kann besser räumlich zuordnen beim Hören und realisiert, dass die Fleischtämme, die sich in seinem Sichtfeld befinden, durch Gedanken kontrolliert werden. Das, was wir als vollkommen selbstverständlich voraussetzen für kleine Kinder, für Säuglinge, ist das die erste große Entdeckung:
Das, was ich sehe, kann ich kontrollieren. Meine Hände, ich kann greifen. So entwickelt sich mit der Zeit motorische Kontrolle vom Gesicht hin zu den Händen und irgendwann auch zu den Beinen, sodass das Kind motorische Kontrolle entwickelt. Die erste kognitive Denkleistung, die das Kind in unserem Sinne erbringt, nennen wir Objektpermanenz.
Das Bewusstsein um Objekte… Unter diesem verstehen wir die Tatsache, dass wir uns über die Gegenwart von Objekten auch dann bewusst sind, wenn sie außerhalb unseres Sichtfeldes liegen. Bei Kleinkindern ist das selbstverständlich erst mal anders. Woher sollen sie auch wissen, dass Dinge, die sie nicht mehr sehen, weiter existieren?
Ungefähr um das zweite Lebensjahr hat das Kind dann eine Reihe von Entwicklungsschritten gemacht, die zu einer neuen Phase führen. Hier geht es so richtig los. Das Kind lernt in atemberaubender Geschwindigkeit seine Welt kennen, assimiliert eine unglaubliche Zahl von Informationen, die für uns einfach schon nicht mehr haltbar sind.
Habt ihr schon mal gesehen, wie schnell Kinder Vokabeln, also neue Begriffe, lernen? Das haut mich um! Da komme ich nicht mehr mit! Je älter man wird, desto mehr verliert man diese Fähigkeit. Spricht auch von offenen Fenstern, von sensiblen Phasen.
Sowie von sensiblen Fassungen, die man eine Fähigkeit besonders, also auch beim Strache. Dabei haben Kinder ab etwa zwei schon durchaus ein Verständnis von Objektpermanenz. Trotzdem gibt es ein paar Denkfehler, auf die wir eingehen müssen, die ganz spezifisch für diese zweite Entwicklungsphase sind, etwa animistische Denkprozesse.
Bänke und Tische denken. Wir verstehen die Tatsache, dass Kinder eigentlich jedes Objekt als lebendig betrachten. Deswegen könnt ihr auch mit kleinen Kindern so reden wie: "Anna, jetzt kann ich dir nicht mehr vorlesen, das Buch ist müde." So etwas geht nur bei Kindern in der zweiten Entwicklungsphase, die fest davon überzeugt sind, dass alle Objekte leben und beseelt sind.
Die Sonne geht schlafen; der Tisch ist böse, weil er mir weh getan hat, als ich mir das Bein gestoßen habe.
Haltet aus dem Zeichen! Genau dieses Denken fehlt, müssen eigentlich. Dieses Zeichen von magischem Denken. Kinder der zweiten Entwicklungsstufe denken, dass Naturgesetze und Wörter wie Ursache und Wirkung, Kausalität, gibt es alles nicht.
Magisches Denken findet statt. Alles passiert auf magische Art und Weise. Und so… die Bewegung von Objekten. Stark hiermit verwandt ist auch der anthroposophische Aspekt: alles ist Menschen ähnlich.
Wie ein Mensch vom Menschen gemacht oder für den Menschen macht. Die Sonne ist glücklich und strahlt, wenn es regnet. [Applaus] [Musik]
Alle Dinge sind den Menschen ähnlich. Die Sonne lacht. Hier gehört das Klavier. Ich kann schön singen. Meine kleine Tochter sagt des Öfteren, dass ihr Bauch sagt, er hat Hunger.
Das Konzept verstanden! Zwei ganz interessante Sachen möchte ich hier noch nennen. Das erste nennen wir Egozentrismus. Kinder der zweiten Entwicklungsstufe sind, zumindest laut Piaget, kognitiv noch nicht weit genug entwickelt, um sich in andere Perspektiven hineinzudenken.
Egozentrismus bedeutet, ein Kind ist in seiner eigenen Perspektive gefangen und noch nicht in der Lage, sich in andere hineinzuversetzen. Ich ergänze… und auch die Zentrierung. Kinder in der zweiten Entwicklungsphase schaffen es noch nicht, sich auf zwei Dinge gleichzeitig zu konzentrieren.
Ja, ja, liebe Frauen, jetzt macht eure Witze von wegen: "Für Männer können das auch nicht". Stimmlich: "Ich kann auch telefonieren und euch Dinge erklären!" [Musik]
Kinder in der zweiten Entwicklungsstufe schaffen das noch nicht, sich gleichzeitig auf zwei Dinge zu konzentrieren, etwa zu drücken und zu drehen. Als das Männchen genial oder eine Kindersicherung, die auf den kognitiven Barrieren und Denkweisen von Kindern basiert.
Mit anderen Worten: Kinder, die ihre Zentrierung nicht überwunden haben, schaffen es nicht, gleichzeitig zu drücken, zu drehen und die Flasche zu öffnen. Und nicht zuletzt in Varianz. Auch hier zugleich ein Experiment: Kinder der zweiten Entwicklungsphase haben noch nicht begriffen, dass Objekte unveränderbar sind, was Anzahl und Menge betrifft.
Werde ich zum Beispiel Wasser umfüllen, bleibt die Menge gleich. Kinder dieser Phase können wir mit Fug und Recht als naive Realisten bezeichnen. Sie nehmen die Umwelt als das wahr, wie sie auf den ersten Blick aussieht.
Sie sind quasi auf den Augenschein konzentriert und können nicht dahinter blicken. Aber dann bleibe ich stehen; das Gehirn entwickelt sich, ein Glück bei den meisten Menschen. Worker, und es geht weiter mit der dritten Entwicklungsphase.
Hiernach das Kind macht einen großen Sprung. Es wird logisches Denken entwickeln, wird seinen Egozentrismus los und es wird in der Lage sein, sich in andere hineinzuversetzen. Ebenso wird magisches Denken, anthroposophisches Denken, Animismus einer zunehmend naturwissenschaftlichen Denkweise von Kausalität, Ursache und Wirkung weichen.
Diese Denkweise ist aber noch auf Konkretes angewiesen. So sind die Kinder in der dritten Entwicklungsphase noch nicht in der Lage, politisch zu denken oder detektivisch zu denken, sondern auch an konkrete Gegenstände und Objekte gebunden. Diese Fähigkeit zur Reduktion, zur Hypothesenbildung entwickelt sich erst in der vierten Entwicklungsphase.
Hier können Kinder auch detektivisch vorgehen, denn es darum geht, neues Wissen zu gewinnen und hypothetisch denken, etwa in der Mathematik, wenn es um Variablen und Buchstaben geht, die völlig unklar sind. Allein aufgrund der Zentrierung würde ein Kind in Stufe zwei und drei das noch gar nicht hinbekommen.
Aber zurück zu meiner Frage vom Anfang: Wie alt sind sie? Gut, der kleine Julian hat ein solides Konzept von Objektpermanenz, das fast komplett ist. Er wäre also laut Piaget irgendwo im Umbruch zwischen der ersten und zweiten Entwicklungsstufe. Und genau dafür findet er sicher, ist nämlich ein Jahr und elf Monate alt, hat bald Geburtstag.
Die größere Johanna hat Objektpermanenz ganz vollständig aufgebaut. Das ist absolut offensichtlich. Sie weiß jedoch von starkem Egozentrismus, anthropophischen Fixierung und magischem Denken.
Es ist also ganz knallhart in der zweiten Entwicklungsstufe und es deckt sich mit ihrem Alter, denn sie ist dreieinhalb. [Musik]
Ja, das ist Julie. Julia wird mit uns austauschen, wie es mit Objekten aussieht. "Schau mal, probieren hier ist hier seine Kuh!" Wird eine Kamera. Ganz toll, so muss das sein, und jetzt ist der Kosovo.
[Musik] Der Mensch anscheinend? Fragen da nicht rein… Jetzt schauen wir hier, hier Figur. [Musik]
Machen. Und genau das ist das, was Papa nicht die Fehler nennt. Julian reißt schon, dass das Objekt existiert und lag comments.
Aber er sucht, obwohl ich es vertauscht habe, immer noch an alten Bord. Er hat sein Konzept anschiebbar, Objektpermanenz. Aber das ist noch nicht ganz ausgemacht.
Siehst du, das Männchen? Du suchst nochmal. Ich zeige dir das Männchen. Weiß das Männchen ganz klar. Ich bin viel, wird nicht mehr gemacht.
Objektpermanenz jetzt deutlich komplexer ausgebildet. Gefangen, dass man werden sagt: "Hallo Leute, nein, guck mal, ich zeige was!"
Guckst du hin? Anna, Sommer, hier ist ein Glas. Und hier ist ein Glas: Ist hier mehr Wasser drin oder ist hier mehr Wasser drin oder sind beide gleich?
Richtig! Und was ist das hier? Hätte ich jetzt die Limo rein? Johanna, Schimmel, immer drin. Ist hier mehr drin oder ist beides gleich?
Ja, in Varianzbegriff. Wir haben das alles schon drauf, auch in Bregenz. Ich probiere es trotzdem immer, dann gefährlich.
Ein Moment, hier ist in beiden gleich viel drin. Jetzt schau mal, der kippe! Ich hier das Wasser, ist jetzt hier mehr drin oder ist hier mehr drin?
Lehrer, Kinder, nur noch ein Glas! Also, hier ist gleich viele drin. Und wenn ich das dann… schau mal, wo ist mehr drin? Ist hier mehr Limo drin oder hier?
Das hier ist eigentlich ein klassisches In-Varianz-Experiment von Piaget, wie ich vorhin erklärt habe. Piaget geht davon aus, dass Kinder bis zur zweiten Entwicklungsphase nicht dazu in der Lage sind, In-Varianz zu erkennen.
Also die Tatsache, dass sich das Volumen der Flüssigkeit nicht verändert, nur weil alles umgeschüttet wird – wie denn auch?
Manchmal wird meine Tochter nicht so viel sagen. Okay, wie die Pause! Meine Tochter hat hier natürlich mal wieder voll zugeschlagen. Und das Experiment: Fixierung. Ein Kind kann durch Licht, ein Kind in der zweiten Entwicklung jetzt nicht in der Lage, sich gleichzeitig auf 2D…
Okay, ich sage, ich zu viel, Mannschaft! Hier drin ist sagt: "Willst du den Träger? Kannst du die Flasche aufmachen?" [Musik]
Komm mal, da musste drücken und drehen. [Musik] Drücken und drehen! Und dann wird das auch... jetzt drücken und drehen!
Doch gut, abdrücken, denn du drehst, drücken und drehen!
Jetzt eine wirklich gute Kindersicherung. Das nennt Piaget Matrix-Experience. Zwei Dimensionen, Farben und Formen.
Und Piaget sagt, wenn man Kinder bis zu zwei Stufen darin bittet, nach Farben und Formen zu sortieren, dann können Kinder das nicht aufgrund ihrer Fixierung, da sie sich nur auf eine Dinge gleichzeitig konzentrieren.
Anna, kannst du mal alle gelben und alle roten und alle grünen zusammen tun? Mach mal, du kannst das ja schon.
Allein schon aufgrund ihres recht geringen Alters, würde sie die Aufgabenstellung, einmal nach Farbe und Form zu sortieren, überhaupt nicht verarbeiten können. Des Stammes, das ist frustrierend… möchtest du noch mehr bauen?
Jetzt das Zauberwort. Der letzte Versuch ist der berühmte "Drei-Berge-Versuch".
Piaget wollte wissen, wie stark der Egozentrismus bei Kindern ausgeprägt ist. Er selbst hat diesen Versuch, hat Matschi-Modell bestehend aus drei Bergen gemacht, wo das Kind eine Position eines anderen gebrachte einbüsste und sagen wollte, dass dieser sieht, welche Perspektive der drei Berge ich wollte, dass man etwas abgemachten Archiv verdient hat.
Das Grundkonzept ist aber dasselbe.
Das Kind wird gebeten, sich in die Perspektive eines anderen…
Jahren zu versetzen. Und das ist so, sagt Kirsch, bis zur zweiten Entwicklungsstufe für sehr, sehr bedingt kanal.
Sondern: "Weil ein Spiel spielen wir! Spielen mal, ich sehe was, was du nicht siehst." Okay? Siehst du das Männchen? Ja, siehst du das Schwein?
Pupsi das Schwein, richtig. Das Männchen, da ist das große Boot. Papa kann auch das Schwein sehen.
Kann Papa auch das Männchen sehen?
Kann das Männchen das Schwein sehen? [Musik]
Das Bild ist erschüttert! Was für eine Theorie. Modelle, Lerntheorie, mächtige Entwicklungstheorie. Und danach noch anschauen, ich mit tollen Experimenten.
Kein Wunder, dass Piaget es aussagen, bis zum heutigen Tag gelegt haben. Vor allem, wenn es um die Einschätzung der kognitiven Entwicklung und Fähigkeiten von Kindern geht.
Ist er wirklich Gold wert? Einer der wenigen Kritikpunkte, die man an Piaget richten müsste, wäre tatsächlich… und das ist ein wichtiger Begriff in dem Kontext: das Kompetenz-Performanzproblem. Nur weil jemand eine Fähigkeit nicht zeigt, heißt das doch nicht, dass er die Fähigkeit nicht hat.
Nur weil du in Mathe 16 schreibst, heißt das noch nicht, dass du Mathe nicht kannst. Ja! Das heißt, dass die Verwechslung von Kompetenz und Performanz also das erste Problem, das Piaget vorwerfen müssen.
Aber es geht noch einen Tacken weiter.
Piaget bemisst der Stufe eine zu hohe Relevanz. Seine Kritiker werfen ihm vor, dass seine Experimente zusprachlastig sind und Kinder nur deshalb kognitiv überfordert.
Eigentlich haben sie gewisse Fertigkeiten, schon zum Beispiel die Fähigkeit zur Perspektivenübernahme in der zweiten Entwicklungsstufe, aber sie können sich nicht äußern. Sie können sich nicht artikulieren.
Oder die Frage ist derart kompliziert gestellt, dass Kinder die Frage nicht verstehen, obwohl sie die Fähigkeit zur Perspektivübernahme durchaus haben. So schaffe ich es durchaus, meiner kleinen Tochter von dreieinhalb Jahren ein gewisses Maß an Fähigkeit zur Perspektivübernahme zu entlocken.
Trotz aller Kritik muss man sagen: Piaget ist und bleibt ein Gigant der Lern- und Entwicklungspsychologie und das wird wohl auch noch lange so bleiben.
Ja, das war es dann auch für heute. Ganz schön lang, ganz schön viel. Lasst das erstmal sacken. Ich hoffe, euch hat es gefallen. Falls ja, was man doch like, das man nach einer Ecke.
Ich freue mich über jede Rückmeldung, die ich kriege, über jeden Kommentar.
Ich hoffe, ich konnte euch auf jeden Fall etwas helfen. In der Video-Beschreibung unten findest du noch einen Link auf ein Arbeitsblatt, das ich vor einiger Zeit erstellt habe.
Hiermit kannst du die Theorie Piagets noch ein bisschen üben und anwenden, um zu trainieren.
Euch alles Gute, bis bald! [Musik]