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Man redet immer nur über Rauchen oder hat jemand Diabetes, aber das ist ja nicht alles, sondern geht es um viel, viel, viel mehr. In welcher Konstitution ist der Patient? Und wir haben teilweise 80-jährige Patienten, die erhalten die Wunde deutlich besser und schneller.
Der Zahn ist wie ein Stein. Das heißt, Zahn zu reparieren ist kein großes Thema aus meiner Sicht. Das heißt, entweder der Zahn wird repariert oder er wird halt gezogen. Aber Hauptsache, du bist entzündungsfrei. Eigentlich sitzt du ja da und musst das reparieren, was andere kontinuierlich kaputt machen. Bei so heftigen Auswirkungen frage ich dich als Profi, was muss ein Mensch denn tun, um das zu vermeiden?
Hat dein Zahnarzt dir schon mal gesagt, dass die Zahngesundheit auch etwas mit deiner gesamten körperlichen Gesundheit zu tun hat? Nein, vielleicht könntest du dann mal über einen Wechsel nachdenken, oder du kannst es zumindest mal ansprechen, denn manchmal wollen sie es auch einfach nicht mehr erzählen, weil vielleicht auch keiner drauf hört. Ich kann es nicht beurteilen, ich bin kein Zahnarzt.
Ich habe ja aber heute jemanden zu Gast, der tatsächlich relativ innovative Arbeit leistet mit seiner Zahnarztpraxiskette Zähne, und das ist Dr. John Jennison. Er hat tatsächlich schon sehr früh einen Schritt auf uns zugemacht und hat gesagt: "Ich sehe jeden Tag in der Praxis, dass da so viel mehr passieren muss, aber ich kann nichts machen und ich wüsste auch nicht, wohin ich die Leute vermitteln soll." Er spürt den Druck der Menschen. Sie fragen nach Longevity. Sie fragen nach irgendwelchen alternativen Möglichkeiten nach Operationen, aber nirgendwo wird dieses Potenzial wahrgenommen. Er hat das als erster erkannt und ist auch Teil unseres Netzwerks. Ich bin super froh, dich heute hier zu haben, denn wir werden heute darüber sprechen, was mehr Bewusstsein schaffen muss, was vielen nicht bewusst ist und wie Zahnmedizin dann doch mit der gesamten körperlichen Gesundheit zusammenhängt. Vielleicht kriegen wir so auch ein paar mehr Leute in das richtige Empfinden dafür. Herzlich willkommen. Schön, dass du da bist. Schön, dass du mich eingeladen hast. Vielen Dank. Ich freue mich auf jeden Fall.
Was war dein, was war dein Initialmoment, um dich dann bei mir quasi zu melden? Es muss ja irgendwas passiert sein. Du musst ja irgendwie Tag für Tag in die Praxis gegangen sein und irgendwann muss der Moment gekommen sein, an dem du gesagt hast: "Das kann ja wohl nicht wahr sein."
Ja, gibt schon zwei unterschiedliche Themen bei mir natürlich. Ich bin selber relativ sportbegeistert und weiß, dass und ich sehe es auch in meinem Freundeskreis, einige altern anders als andere. Das muss man schlicht sagen. Ich meine, BS38 ist noch nicht so alt, aber man sieht trotzdem schon Unterschiede. Und ich mache mein ganzes Leben lang Sport. Ich bin aus dem Leistungssport gekommen und kümmere mich mein ganzes Leben lang auch um mich und versuche auch immer bei uns in Personal, wir sind jetzt über 150 Mitarbeiter, auch da sehen wir Unterschiede natürlich, wie ist die Konstitution, wie sind da Krankheitstage, die wir, die wir einfach zu verkraften haben. Und wir waren schon immer so, dass wir nicht gesagt haben: "Ja, ist dein Pech", sondern wir haben schon immer gesagt: "Komm, da können wir was gegen tun oder wir können was für dich tun." Und das hat natürlich sehr viel mit Lifestyle zu tun und dann auch mit Longevity, wenn man so möchte. Wie bewegen sich die Mitarbeiter, wie ernähren sich die Mitarbeiter? Das ist ein riesen Thema für mich, weil Mitarbeiter einfach, das ist unser Team, das ist unsere Familie, darum muss, müssen wir uns kümmern, darum möchte ich mich mit kümmern.
Da haben wir also schon die ersten Themen gesehen, das heißt aus meiner Vergangenheit und in meinem alltäglichen Leben mit meinen Mitarbeitern und dann kommen natürlich noch die Patienten mit dazu und da sehen wir, wir machen viele Operationen. Natürlich sind das kleinste Operationen der in der Zahnheilkunde, das heißt, wir machen hier keine offene Herzchirurgie, aber wir machen trotzdem sehr viele kleinere Eingriffe. Wir entfernen Zähne, wir machen Schleimhautplastiken, wir machen Implantate, die wir setzen und da geht es trotzdem immer um Gesundheit und um Heilungsprozesse. Und die Heilungsprozesse sehen wir riesen Unterschiede zwischen den einzelnen Patientengruppen und man redet immer nur über Rauchen oder hat jemand Diabetes, aber das ist ja nicht alles, sondern geht es um viel, viel, viel mehr. In welcher Konstitution ist der Patient? Und wir haben teilweise 80-jährige Patienten, die erhalten die Wunde deutlich besser und schneller als bei jemandem, der 25 ist. Und das hat natürlich Gründe und da geht es auch nicht nur um allgemeinmedizinische Grunderkrankungen, die relativ ja bekannt sind in der Bevölkerung, sondern es geht auch um Kleinigkeiten, nämlich, wenn jemand außerordentlichen Stress hat, blass aussieht, schlechte Sportsituation hat, ähm, wenig schläft. Das sind Themen, wo wir immer direkt sehen, wenn jemand in so einer Stresssituation ist, dass danach auch die Heilungen äh ähm beansprucht werden. Und bei uns sind irgendwo da die Hände gebunden gewesen, jetzt bis vor einige Zeit.
Ich habe dich kennengelernt über Social Media, hab gesehen, was du machst, hab gesehen, dass bei dir sehr viel Wissenschaftlichkeit mit dabei ist. Das heißt, alles hat Hand und Fuß. Ich habe verstanden, was du da gesagt hast. Ich habe die Rezeptorwege nachvollzogen, habe gesagt: "Okay, das macht total Sinn, da kriegen wir nicht so wahnsinnig viel von beigebracht." Ich glaube, das wurde jetzt wahrscheinlich schon häufiger gesagt. Also in unserem Studium hören wir davon nicht viel, aber wenn du dich damit beschäftigst, dann kannst du natürlich darauf aufmerksam werden. Ich fand das schon immer sehr interessant, deswegen war mein Wissen und ist mein Wissen sicherlich die gegenüber ein ein Bruchteil davon. Aber trotzdem kann ich die Grunddinge verstehen, die du sagst. Ich verstehe die Studien, die du dort vorlegst. Und es macht komplett Sinn. Aus wissenschaftlicher Sicht macht es Sinn, nicht einfach nur, weil ich daran glauben möchte. Und wenn ich dadurch sehe, dass ich endlich einen Schlüssel dafür bekomme, meine Patienten auch noch in einem Bereich betreuen zu können, wo es bisher nicht möglich war, macht dieses Gespräch, was wir ja heute führen, total Sinn. Denn ich glaube, dass grundsätzlich in Deutschland darüber viel zu wenig über den Tellerrand hinausgeguckt wird. Liegt auch ein bisschen an unserer Situation. Wir haben super viel zu tun in der Zahnarztpraxis, das heißt, Patienten kommen, da ist natürlich immer auch ein gewisser Druck, eine gewisse Pace da. Und da über den Tellerrand hinauszugucken, wir arbeiten da auf unserer Seite sehr stark daran, unsere administrativen Vorgänge so zu regeln, dass wir uns auf diesen Service konzentrieren können. Aber jetzt sind wir soweit. Ja, wir haben jetzt sechs Jahre dafür gebraucht, dass ich auch sagen kann: "Okay, jetzt gehe ich den Schritt auf dich zu." Deswegen bin ich auf dich zugekommen. Vielleicht haben wir eine Möglichkeit, dass wir da den Patienten wirklich etwas anbieten können, was sie sonst nirgends finden, wo wir also wirklich ein Schlüssel geben, um am Ende des Tages diese gesamten Thematiken, die auch in der Zahnmedizin da sind, aber die wir auch als erster sehen, wirklich in eine bessere Zukunft zu führen mit einem Longevity Programm, mit einem Selbststeuerungsprogramm.
Was läuft falsch deiner Meinung nach in der Zahnmedizin? Was machst du besser?
Ja, ich glaube, ich glaube, alle sind sehr bemüht. Ich glaube, alle versuchen den Alltag zu stemmen. Wir werden immer weniger Zahnarztpraxen. Es gibt da unterschiedliche Studien zu. Die einen sagen, drei Zahnarztpraxen am Tag sterben, die anderen sagen, acht Zahnarztpraxen am Tag sterben. Klar ist, es sterben Zahnarztpraxen. Ja, die Nachfolge, die Babyboomer sind vorbei. Das ist ganz klar, ne? Wir hatten, also ich glaube, das geht ja jeder Branche im Moment so, dass also die Babyboomer sind vorbei und es kommen zu wenige in die Selbstständigkeit nach. Und dafür sind die Gründe mannigfaltig. Wir haben eine Feminisierung, das einfach dazu führt, in einer ganz normalen Situation einer Frau sich vor dem 30. Lebensjahr oder im 30. Lebensjahr selbstständig zu machen. Da sind andere Gedankengänge vorhanden als bei Mann. Dadurch, dass wir da einfach eine komplette Umkehr haben, wir haben teilweise 100% Studiengänge, kommen einfach viele Frauen auf den Markt und diese Frauen suchen auch Anstellungsverhältnisse. Genauso tun das aber auch Männer. Und wir sie leben da einfach ein bisschen im Kulturchange. Ja, ich glaube, das sehen wir überall. Das ist überhaupt nicht wertend gemeint, sondern es ist einfach so, ist die aktuelle Realität. Und das, was wir sehen ist, dass die Jungzahnärzte weniger in die Selbstständigkeit gehen. Früher hat man gesagt, nach 10 Jahren nach der Ausbildung, also nach dem Abschluss des Studiums, geht man in die Selbstständigkeit. Das ist heutzutage anders. Heutzutage lassen die Leute sich, ich, da gibt es Durchschnittszahlen, ich möchte jetzt nichts falsches sagen, aber wahrscheinlich ungefähr sechs Jahre brauchen die Leute, um da in die Selbstständigkeit zu kommen. Und auch dann ist es immer noch schwierig. Übernimmt man eine Zahnarztpraxis, gründet man eine Zahnarztpraxis neu, sind ganz viele Felder, die da aufgemacht werden. Und ich glaube, einer der größten Themenpunkte ist, die Leute können nicht mehr wirklich abschätzen, was ist auf der anderen Seite, verdiene ich damit genug Geld?
Wir haben Personalmangel wird immer wieder gesagt. Ich halte davon gar nichts von dieser Äußerung. Ja, wir haben genügend und vor allen Dingen hervorragendes Personal in unserer Branche, aber wir adressieren schlecht. Ähm, wir haben aber viel Bürokratie, um die wir uns kümmern müssen. Und diese Bürokratie, die hast du nicht gelernt im Studium. Das heißt, da haben viele einfach und da sind uns auch unsere Gespräch, wir haben Nett Founders Club gegründet, um genau zu adressieren an die jungen Leute, um sich selbständig zu machen. Das heißt, wir versuchen Leute in die Selbstständigkeit zu führen, aber auch mit denen gemeinsam selbstständig zu werden. Also unsere Idee ist ja Dental, eine Dental Partner Organization zu werden. DPO nennt sich das. Und das bedeutet, wir sind mit allen gemeinsam zusammen an einem Projekt, nämlich der Patientengesundheit, Mitarbeiterzufriedenheit und natürlich muss das Unternehmen auch funktionieren. Da sind unsere Themen, die wir dort in den Vordergrund spielen. Wir haben jetzt drei Veranstaltungen gemacht und das, was uns immer wieder entgegengebracht wird, ist die Leute haben eigentlich Bock. Die sind total bockgeladen. Ja, also ist nicht so, als wüssten sagen, ich habe da keine Lust mehr drauf, aber die Leute finden auch da diesen Schritt nicht. Ich mache es jetzt. Und ich verstehe aber auch, warum. Wenn du mich damals gefragt hättest vor sechs Jahren und du wärst da auf mich zugekommen und hättest gesagt: "Ey, ich bin der Me, ich habe schon eine riesen Zahnarztpraxis und ich habe vor allem die Prozesse gesteuert. Ja, ich habe die Patientenzufriedenheit gemanaged über ja über schlaue Kommunikationstoolings. Ich habe die digitale Welt gemanaged, ich habe die Behandlungsprozesse gemanaged, ich kann dir also eigentlich in jedem Bereich etwas zeigen. Ich habe gute Einkaufskonditionen verhandelt, alles." Dann hätte ich nicht zu dir gesagt: "Nein, das mache ich nicht." Ich hätte zu gesagt: "Ja, das machen, lass uns das gemeinsam machen." Und ich hätte heute aber wahrscheinlich schon alleine geschafft, fünf weitere Zahnarztpraxen auf deiner Grundlage zu bauen. Und genauso gehen wir es auch an. Und deswegen wir versuchen das also zu verhindern, dass es dazu kommt, dass immer weiter die Zahnarztpraxisanzahl sinkt, aber wir müssen da schon gemeinsam dran arbeiten. Und ich glaube, dass es ein sehr guter Schritt ist, wenn wir uns da zusammentun. Und ich glaube, dass wir dadurch auch viel mehr erreichen werden am Ende des Tages und auch unsere Arbeitswelt viel schöner wird und die Patientenversorgung auch viel, viel besser wird, genauso auch wie die Mitarbeiterzufriedenheit viel besser werden wird, wenn wir unsere Power bündeln, wenn wir alle an Kleinigkeiten arbeiten, aber jeder an unterschiedlichen, werden wir viel, viel besser. Wenn wir aber alle versuchen, die gleichen Probleme zu managen in der Praxis, das ist unser täglicher Alltag, dann kommen wir bleiben auf der Stelle stehen. Und deswegen, das ist so ein Themenpunkt, wo ich sage, wir sehen, dass es so ist. Der Grund dafür ist relativ klar. Das heißt, finanzielle Last, bürokratische Angst. Und wir versuchen da den Ausweg zu suchen.
Lass uns mal kurz in das Thema einsteigen, wie sehr Zahngesundheit sich systemisch auswirken kann. Wir haben Daten und Hinweise, dass z.B. wie Parodontitis sich kardiovaskulär sehr gefährlich auswirken kann über die Zeit, neuere Hinweise im Bezug auf Alzheimer sogar und die bekannteste bidirektionale Beziehung, die es eigentlich gibt zu Diabetes. Schildere uns aus deiner Sicht, wie du das im Alltag spürst und ähm erkläre uns gerne ein bisschen was dazu, wenn du da konkrete Beispiele dazu hast. Und hast du das Gefühl, den Menschen, den Menschen ist das bewusst?
Zu wenig. Okay. Wir sehen immer wieder, dass Patienten zu uns kommen und am Pflegegrad der Mundhöhle sehen wir schon sehr viele Thematiken. Das heißt, wie kümmert sich ein Mensch um sich selber? Und auch da muss man ehrlich sagen, es gibt keinen, den ich kennengelernt habe, der das gerne mir präsentiert. Ganz viele kommen mit einem mit einer starken Zurückhaltung und den ist das richtig unangenehm, weil sie wissen, dass etwas nicht rundläuft. Aber auch da fehlt der Schlüssel, um auf die andere Seite zu kommen. Und immer wieder werden die Patienten nicht richtig vom Zahnarzt dort an der Stelle betreut, aufgenommen mit Verständnis und nicht und mit mit einem längeren Blick, nicht einfach nur mit dem Zahn. Wenn ich den Patienten kennenlerne und das ist bei der gesamten Struktur so, keiner von uns sieht den Patienten und dann gucke ich mir einen Zahn von dir an und sage: "Ah, dein Zahn ist kaputt." Sondern es geht immer um die Gesamtgesundheit der Mundhöhle und wir gucken also immer direkt, wie geht's den Schleimhäuten? Wie blass sind die? Hier sind die komplett entzündet, dann wissen wir, wir haben chronische oder aktive Entzündungen aktuell. Natürlich geht's dann auch nachher um den einzelnen Zahn, aber der Zahn ist wie ein Stein. Das heißt, den Zahn zu reparieren ist kein großes Thema aus meiner Sicht. Das heißt, entweder der Zahn wird repariert oder er wird halt gezogen. Aber Hauptsache, du bist entzündungsfrei, weil das geht auf deinen gesamten Körper. Und das erkennst du bei den Menschen, die kommen zu dir rein. Du weißt schon an der an der Gangart, wie zufrieden ist der Patient, aber auch wie fühlt der Patient sich. Mhm. Auf der einen Seite psychologisch der Situation ausgesetzt jetzt beim Zahnarzt zu sein, gar keine Frage, weil es gibt natürlich auch viele, die Angst haben, gar keine, also vollkommen logisch. Das heißt, der Schlüssel ist auch manchmal das Überwinden der Angst bei uns. Aber wir sehen, wie kompromittiert die Menschen in ihrem Leben sind. Und wir haben so, so viele Patienten, die wir nachher gesund gemacht haben. Und das ist wirklich einfach. Ich sag immer, Zahnmedizin ist keine Rocket Science. Das was du gerade an Konnektion schon hergestellt hast, das heißt, dass du sagst, die Entzündung in der Mundhöhle führt zu kardiovaskulären Problemen. Natürlich, ja. Wir müssen uns vorstellen, hier sind die Probleme in unserem Kopf-Hals-Bereich und hier ist unser Herz. Da sind 20, 25 cm, wo die Bakterien, wenn sie in der Mundhöhle ausgeschwemmt werden, sofort übers Herz in den großen Kreis aufgepumpt werden. Und das ist wenig Konfrontation mit unseren körpereigenen Abwehrstoffen. Und da das Verständnis aufzubauen ist einfach, denn das kannst du einmal erklären. Jeder Patient sagt: "Ah, ich verstehe, wenn ich hier eine Entzündung habe, dann geht das überall hin." Da muss ich nicht darüber reden, dass das Herzwände und ähm Gefäßwände, Herzklappen vor allen Dingen extrem risikobehaftet sind diesen Bakterien gegenüber, was wir wissen. Wir wissen, dass in Präparaten die parodontal aktiven Bakterien auf der Herzklappe gefunden wurden. Also das heißt, wir wissen, dass es ein total wichtigen Zusammenhang geht. Und genauso die chronischen Entzündungen führen zu der Diabetes. Es sind ja nicht die parodontalen Bakterien, die dazu führen, sondern sind die Entzündungen, die dadurch entstehen und die Mediatoren, wo unser Körper die ganze Zeit in dem in einem High Alert Status ist. Und diese Thematiken erkennst du wirklich als Zahnarzt eigentlich schon, wenn er ins Zimmer reinkommt. Und den Patienten schon im Erstgespräch, das ist unsere Devise, in jedem einzelnen Erstgespräch bekommt der Patient von uns eine Diagnose von A bis Z. Wir lassen nichts weg. Wir sagen nicht, wir beginnen jetzt mal mit dem Zahn, da geht der Patient nach Hause. Der normale Patient, der bei uns sitzt, sagt zu uns: "So viel Aufklärung wie von Ihnen habe ich noch nie bekommen." Das heißt, ist anscheinend die Realität da draußen so, ich kann es nicht beurteilen. Ich habe bei fünf verschiedenen Zahnärzten gearbeitet. Ich habe mein, hab es immer versucht anders zu lösen. Ich hatte auch das Gefühl, dass einige das auch sehr toll anders lösen, aber anscheinend, das ist auf jeden Fall das Feedback der Patienten, wird mit den Patienten zu wenig gesprochen. Das ist zu wenig, weil wir die Zahnmedizin ist einfach aus meiner Sicht einen Zahn gesund zu machen, habe ich eben schon gesagt, ist wie ein Stein. Den musst du halt irgendwie gesund machen. Das heißt, du musst die Bakterien rausbekommen und du musst es irgendwie wieder abdichten. Da sage ich jetzt schon hier sag: "Woher kommt's? Warum ist das so?"
Ja, genau. Woher kommt das? Welche Ernährungsgrundlage ist dafür da? Bakterien. Die Karies ist das einfachste der Welt. Du brauchst ein Bakterium. Das hat jeder von uns eigentlich in der Mundhöhle und spätestens, wenn du jemand anderen geküsst hast, hast du es in der Mundhöhle. Das zweite ist, du brauchst irgendein Substrat. Das bedeutet, du brauchst Zucker, irgendeine Form des Kohlenhydrats, was die Bakterien verstoffwechseln. Das Dritte ist, du brauchst Zeit. Und die Zeit, das können wir alle sofort verändern, indem wir unsere Zähne putzen und im Zahnzwischenraum und auch auf den Glattflächen brauchen wir irgendwann die professionelle Zahnreinigung. Damit hast du diesen aus diesem Dreieck hast du diesen einen Punkt rausgenommen und damit kann keine Karies mehr entstehen. Das heißt, das zu verhindern ist extrem einfach eigentlich schon. Ja, den Zahn zu reparieren ist auch so einfach. Die Parodontitis zu beheben, indem du die Bakterien wegbekommen hast, ist genauso einfach. Was noch ein bisschen problematischer ist, Funktion. Darüber reden viel zu wenige. Das heißt, Knirschen, Pressen ist ein Riesenthema aus meiner Sicht oder bzw. bei uns unsere intern, wir haben 30.000 Patienten aktuell. Interne Studien zeigen, dass wir 80% mit der kraniomandibulären Dysfunktion haben. Das heißt, die haben Knirschen, Pressen. Für euch im Leistungssport, wenn du wenn du Athleten betreust, ein riesen Faktor, weil du weißt, wie Stress durch die Kaumuskulatur auf den Körper ausgeübt wird. Nachts haben das ja viele, ne? Genau. Nachts, dann hast du dadurch eventuell noch eine Apnoe, weil du durch die starke Muskelanspannung und das ist häufig auch mit Stützmuskulatur, das heißt, du die Patienten ziehen auch ihre Schultern extrem nach oben. Die Zungengrundmuskulatur wird extrem angespannt. Dadurch verengst du deine luftführenden Wege. Dadurch kannst du sogar zu Schlafabnoe kommen. Diese Dinge zu regeln ist nicht so einfach. Da muss schon ein bisschen genauer hingucken, weil du siehst halt nicht einfach nur: "Ah, da ist ja ein Loch." Mm. Muss schon ein bisschen genauer hingucken. Aber der Link dann zu der allgemeinen Gesundheit, das heißt dazu gucken, wir machen eine Möglichkeit die Schlafapnoe zu beseitigen, wir reduzieren den Stress, wir verbessern die Schlafqualität, wir haben die Bakterienniveaus ja sofort gemanagt. Ehrlich, das brauchst du zwei Termine. Bei mir sind die gemanagt. Deswegen sage ich, da ist der Link super gut und wir erkennen die Themen früh.
Wir wissen, dass sich Krebsarten teilweise sehr früh in der Mundhöhle schon äußern. Also, dass wir sehen, wir haben da irgendwie eine Problematik, eine dauerhafte Blutung, wir haben Blutgerinnungsprobleme, die wir sofort in der Mundhöhle feststellen, schon bei der Prophylaxe. Das ist alles etwas, wo wir als Zahnärzte sehr frühzeitig drauf aufmerksam gemacht werden durch die Mundhöhle. Das heißt, wie ein Alarmsignal. Und der Patient sitzt in der Regel mindestens einmal im Jahr, hoffentlich eher zweimal im Jahr bei uns in der normalen Kontrolle und zwei bis viermal im Jahr bei der professionellen Zahnreinigung. Das heißt, wir haben die Patienten in ein unserer Fachdisziplin eigentlich am häufigsten im Vergleich zu allen Fachdisziplinen bei uns. Also müssen wir doch auch darauf achten. Also muss ich doch den Link jetzt herstellen und sagen: "Pass auf, du hast da ein Thema. Ich sehe, vielleicht geht's auch hier um Übergewicht, vielleicht geht's hier um krankhafte Thematiken." Ich rede also auch immer mit Patienten, wenn ich sehr merke, die Mobilität wird immer weiter eingeschränkt und frage: "Was tun Sie dagegen?" Und da ein Link herzustellen, wirklich auch zum Live Coaching, zum Biohacking, wie auch immer man das bezeichnen möchte, ist glaube ich bei uns genau in der richtigen Position. Deswegen finde ich das so geil, dass wir jetzt miteinander sprechen, weil da ist bei uns normalerweise Schluss. Da sitzen wir als Zahnärzte da und wir wissen gar nicht mehr, wo sollen wir den jetzt wohin sollen wir den jetzt lenken, wo sollen wir den Patienten hinschicken, welche Empfehlung geben wir den? Wir müssen ja auch ein bisschen gucken, dass wir nicht zu viel reden. Ja, und da ist es jetzt, glaube ich, super gut, was wir hier denken, weil diese Konnektion gibt es so, zumindest mir bekannt, nicht. Und da endlich mal jemand mit ins Boot zu holen, der dann auf dieser Disziplin Fachexperte ist, das will ja nicht ich nicht sein. Ich habe meine Fachexpertise, ich mache das und versuche da alle zu betreuen, aber ich brauche ja jemanden, der genauso viel noch hat, wie du das hast, um da überleiten zu können.
Klar. Ich möchte, ich möchte das sogar am liebsten aufgreifen, weil du gerade diese Problematik, diese Grenze so ein bisschen noch mal aufgezeigt hast. Es ist ja quasi so, als könntet ihr in ein bestimmten Bereich arbeiten und ab irgendwann ist Schluss. Man hat so das Gefühl, dass es plötzlich auch, sobald das systemisch wird, plötzlich auch abgegrenzt. Wenn wir jetzt aber wissen, dass chronische Entzündungen auch aus der Mundhöhle Interleukine, also Entzündungsmediatoren wie z.B. TNF Alpha oder Interleukin 6 so weit nach oben treiben, dass es in verschiedenen Kaskaden z.B. zu Diabetes oder eben auch zu kardiovaskulären Problemen kommen kann, ist das Ganze ja irgendwie nicht fair. Also ist es nicht deiner Meinung nach ab dem Punkt, dass z.B. Parodontose, über die wir hier explizit reden und die ja wirklich die häufigste zahnmedizinische Problematik ist, sollte das nicht irgendwie gerade für den Bereich für euch ein erweitertes Feld darstellen, weil eigentlich verstehst du ja, was passiert. Du kannst Warnsignale geben, aber es ist quasi ab irgendeiner Grenze nicht mehr dein Bereich. Ist Schluss.
Ja, aber eigentlich bist du der erste, der das quasi sieht, bevor das systemisch gefährlich werden kann. Das ist ja eigentlich ein riesen Problem, wenn ich das so sehe.
Ich möchte dazu auch noch eins sagen. Metallmatrixproteine wissen wir ja, dass wir über einfache Tests bei uns in der Praxis, die auch Hund abnehmen können. Es gibt bisher keinen Standard, dass wir in der Zahnarztpraxis das tun, sondern das ist natürlich auch eine Leistung, die muss natürlich auch irgendwo bezahlt werden. In der normalen gesetzlichen Krankenversicherung ist das nicht so. Wir müssen natürlich immer gucken, dass es irgendwo ähm die ganze Erklärung auch mit unserem Output irgendwo einhergeht. So ein Metallmatrixproteasen Test ist ungefähr ein Aufwand für uns von 30 € each. Das ist, kann man so ungefähr sagen. Das hemmt natürlich viele Zahnärzte, das in ein Samtkonzept aufzunehmen, weil sie natürlich sagen: "Ich kaufe mir hier ein Gerät, das kostet viel Geld für die Auswertung, dann nehme ich prozess pro Test noch 24 € in die Hand und dann ist am Ende des Tages auch ein Rechenbeispiel, das nicht mehr funktioniert." Dabei brauche ich das genauso, wie du es gerade sagst, ja, eigentlich eine Vitamin D3 Spiegel zu bestimmen für uns ist schon mal eine interessante Geschichte, weil wir genau wissen, dass die Parodontitis damit gelingt ist, verlinkt ist. Das heißt, vielleicht hier kurz zum Einhaken. Matrix-Metalloproteinasen versuche ich immer so ein bisschen einzuordnen. Ist eine Enzymgruppe, die bei dem Umstrukturierungsprozess von der extra Matrix, also von Gewebe, tatsächlich auch eine große Rolle spielt und das Verhältnis aus ihnen und den sogenannten TIMPs, also den Tissue Inhibiting Metalloproteinasis, ergibt immer so ein bisschen Aufbau und Umbau. Und hier hätten wir quasi einen sehr frühen Faktor, der, wenn er im Gewebe gut festgestellt werden kann, z.B. Aufschluss darüber geben könnte, ob wir stark abbauende Prozesse haben, z.B. oder auch gegenteiliges. Und wir könnten vielleicht sogar ein Stück weit feststellen, ob wir das mit verschiedenen Peptiden beeinflussen könnten, wobei so einfach ist das scheinbar nicht, aber auch da sind wir ja dran. Das wollte ich nur kurz einordnen.
Absolut. Und ist auch genau richtig. Und vor allen Dingen, jetzt führt es ja uns zu einem anderen Thema. Wenn ich die Möglichkeit habe, diese Metallo, also MP8, ich mach mal ein bisschen einfacher, die MP8 vernünftig nachzuweisen, bevor ein oder wenn ein Patient das erste Mal zu mir kommt und da also weiß, da passiert was, dann auch schon sehe, der hat eine Parodontitis. Ich bekämpfe die Parodontitis. Das heißt, ich weiß von meinem Fachbereich ist ja gesund gemacht und MMP8 sind immer noch weiter hoch, weil ich ja natürlich einen Test wiederhole, nachdem ich meine Therapie gemacht habe, dann weiß ich ja, dass auch noch weiter allgemeinmedizinische Faktoren dafür oder stattfinden, dass trotzdem der Wert erhöht ist. Und das sind wir in der Zahnmedizin halt überhaupt nicht. Wenn du mir kommst mit dem Bluttest, sage ich: "Aha, wir haben jetzt in unserer Praxis Anästhesisten, da machen wir natürlich Bluttests etc. Ja, ansonsten normaler Zahnarzt, der das gar nicht anbieten kann, einfach wegen der Infrastruktur gar nicht, weil das nicht unbedingt wollen würde, aber vielleicht brauch er so gar nicht, aber normalerweise hast du als Zahnarzt, was Diagnostik angeht, nichts, 0,0. Du hast eine Augen, du hast Röntgendiagnostik, also eigentlich sitzt du ja da und musst das reparieren, was andere kontinuierlich kaputt machen und du wartest so lange, bis sie wiederkommen, weil sie es wieder kaputt gemacht haben. Das ist nicht unser Weg, aber das ist der normale Weg. Norm das quasi, das ist das Schicksal, wenn man so möchte, eigentlich.
Ich möchte einmal, ich möchte einmal klar machen. Der normale Zahnarzt hat 800 Patienten und die schleust sein ganzes Leben lang durch. Manchmal kommt ein bisschen was, welche nach, einige sterben weg, aber da bleibt's. Mhm. Das ist nicht unser Konzept. Unser Konzept ist, ein Patient kommt, wir sanieren den komplett durch. Und natürlich behandeln wir ihn weiter, aber nur noch prophylaktisch, nur noch mit einer Nightgard, also das heißt mit einer Schiene, nur noch mit Prophylaxe. Wenn er ästhetische Voraussetzungen hat, Kieferorthopädie braucht, Veneers, klar, das machen wir auch, aber wir machen nicht mehr, ich repariere, ich repariere die nächste PA, der nächste Zahn, der bei dir kaputt gegangen ist, sondern du bist fertig. Das geht. Und damit habe ich erkauft mir Zeit, um auch auf die anderen Dinge zu achten. Und deswegen wird für uns jetzt auch diese Diagnostik, die ja auch mit dir jetzt noch mal auf ein anderes Level gekommen ist, weil ich mir darüber Gedanken gemacht habe, wie kann ich dein System irgendwo mitbespielen, dass du auch an Informationen kommst, womit du überhaupt arbeiten kannst? Weil ansonsten, ich kann ja nicht sagen, ich habe eine Blickdiagnose gemacht, sondern ich muss ja irgendwie verstehen, zu welchem Blutbild linke ich und wen bringe ich da überhaupt ins System oder welche Themen habe ich schon abgefrühstückt. Das heißt, was habe ich schon verstanden auch in der Diagnostik? z.B. von dem Vitamin D3 Spiegel, was für uns sehr einfach ist in der Praxis und dem MMP8 Spiegel. Das sind wenigstens zwei Dinge, die kriege ich Shareide hin. Normalerweise, wenn der Patient da ist, kriege ich es in der gesamten Zeit abgebildet, dass ich darüber Bescheid weiß und kann darüber den Patienten schon mal besser steuern und auch mal auf einer Blutbildgrundlage, weil alles andere ist manchmal sehr viel Gefühl in der Zahnmedizin. Da mal ein bisschen wissenschaftlicher, klarer zu werden, auch was die was die Zahlen angeht, ist unser Ziel.
Wenn wir uns das jetzt alles anhören und wir wissen z.B. durch das Kauen, wenn du Parodontitis hast, dann blutet dein Zahnfleisch schneller. Du kaust also Bakterien, Pathogene geraten ins System. Als nächstes haben wir in Gehirnproben Postmortem tatsächlich Toxine gefunden, die darauf hindeuten, dass sie Alzheimer ausgelöst haben und mit Parodontitis verlinkt sind. Und wir wissen das ganz über Diabetes. Das sind Auswirkungen von etwas, das fast jeder Mensch irgendwie hat, der nicht wirklich regelmäßig auf seine Zähne achtet. Deswegen bei so heftigen Auswirkungen frage ich dich als Profi, was muss ein Mensch denn tun, um das zu vermeiden? Ich meine, ich kann dir jetzt drei Peptide nennen, die all diese Signalwege hemmen, aber irgendwie ist mir so, als müsste das doch auch einfacher gehen, oder kann man das vermeiden?
Das einfachste der Welt. Du musst einfach nur, wenn man ehrlich ist, wir bräuchten noch nicht mal die häusliche Mundhygiene. Und ich will jetzt nicht dazu sagen, dass du dir Zähne nicht mehr putzen sollst, aber wenn du Ja, genau. Wenn du nur Öl ziehst, genau und das am besten 12 Minuten am Tag. Genau. Wenn du nur dreimal bis viermal im Jahr zur professionellen Zahnreinigung gehen würdest, würde ich sagen, hast du dein Risiko eigentlich auf null gebracht. Jetzt ist es natürlich vollkommen Quatsch. Natürlich reinigst du dir deine Zähne zu Hause, am liebsten auch mit Interdentalraumpflege. Das ist also wirklich wichtig, Zahnseide, Interdentalbürsten, egal wie du es machst, es hat immer einen guten Effekt. Wenn du dann noch mit uns arbeitest, wo wir also unter Sicht und das musst du dir wirklich vorstellen, wie du gehst ja immer jeder von uns hat seine Routine im Zähnebürsten dabei sind immer blinde Stellen da und ist auch klar, weil du guckst es ja nicht an. Mhm. Jetzt kommen wir und machen eine Unterbodenwäsche. Das heißt, wir machen eine richtige Tiefenreinigung deiner Mundhöhle, als würdest du mit deinem Auto zur Handwäsche fahren. Das machen wir und gucken natürlich, wo ist was, wo wo sind Bakterienbeläge. Man färbt an im Vorhinein, man geht mit dem richtigen Sandstrahler da drüber, der macht aber nichts an den Zähnen kaputt, sondern sind sehr kleine Granulate, die da auf den Zahn aufgebracht werden. Glyzin meistens, wie auch immer. Auf jeden Fall bereinigst du da die ganz geht's um mehr. Es geht nicht nur darum, sauber zu machen. Wir haben 350 verschiedene ungefähr Bakterienstämme in der Mundhöhle. Millionen von Bakterien. Davon wissen wir, dass ungefähr 20, 22, 25 für die Parodontitis verantwortlich sind. Dieses, deswegen sage ich auch nicht mehr Zahnreinigung eigentlich in meiner Patientenbahnung. Ich sage Biofilm Management. Es ist ein Biofilm Management. Wir wollen die Bakterien und die Bakterienstämme nicht aus der Mundhöhle vertreiben, sondern Biofilm ist ja genau die Definition, die quasi dazu führt, ne? Also das ist quasi der Weg, den man begeht. Ja. Und wir wollen aber einen gewissen Biofilm haben, weil die Biofilme sind unsere erste Abwehrinstanz, wenn unsere wenn wir unsere Luft einatmen, wo also das, was aus der Luft uns mitgegeben wird, konfrontiert werden mit Bakterien, die in deiner Flora dazu führen, dass du entweder eine gute Immunabwehr hast oder eine schlechte. Das heißt, auch da geht es schon darum, wie anfällig bist du für Krankheiten. Wenn ich das gut gemanagt habe, aber ich darf den natürlich nicht komplett kaputt machen. Und dafür ist eine richtige professionelle Zahnreinigung da. Und um deine Frage noch mal kurz zu beantworten, wir wollen klar machen, deine häusliche Mundhygiene, egal ob die gut oder schlecht ist, mit einer regelmäßigen Zahnreinigung, die für dich individuell festgelegt werden muss und das ist zwischen viermal und zweimal im Jahr, wird dich davor schützen, dass du jemals wieder eine richtige Entzündung durch Bakterien in der Mundhöhle bekommen kannst. Das heißt, die Parodontitis ist ausgeschlossen und die Karies ist ausgeschlossen. Du kannst sie nicht mehr bekommen, wenn du diese du putzt deine Zähne ganz normal. Du musst dir darüber auch keine 100.000 Instagram Videos angucken, du putzt deine Zähne, ob du es mit Hand machst oder mit der elektrischen Zahnbürste. Du musst einfach nur wissen, die elektrische Zahnbürste macht ungefähr 10.000 mal so viele Anschläge, wie du mit der Hand machen kannst. Also würde ich es machen, ist einfach besser als mit der Handzahnbürste. Aber es gibt auch Leute, die machen es extrem gut mit der Handzahnbürste. Und du gehst zur professionellen Zahnreinigung, du hast kein Risiko mehr, weil ich habe ja eben schon mal gesagt, was brauchen Bakterien, Substrat, Bakterium und Zeit. Wenn du die Zeit aufbrichst, ist es vorbei. Und deswegen sage ich, Zahnmedizin ist keine Rocket Science. Es ist so einfach.
Wie viel könnte man schon verhindern, wenn man einfach nur regelmäßig seine Zähne putzt?
Also, es gibt wirklich Patienten, die kommen bei mir nicht zur professionellen Zahnreinigung und die schaffen das nur mit ihrer häuslichen Mundhygiene alles zu bereinigen. Woran liegt das? Dass es manche schaffen und man hört ja immer wieder: "Ich habe schlechte Zähne, ich habe Pech. Bei mir ist das irgendwie so." Also, du sagst, das sage ich dir, das ist uns eine genetische Komponente, die dazu führt, dass du eine wirkliche eine wirkliche Problematik hast. Das ist immer eine Ausrede. Mhm. Punkt. Es gibt natürlich vielleicht Speichelbildung z.B. bei Zahnstein oder so. Ja, also Zahnstein führt zu, Entschuldigung, Speichelbildung führt etwas zu Zahn zum Zahnstein, aber Zahnstein ist eigentlich etwas gesundes, weil da drin sind Bakterien kaputt gegangen. Das heißt, sie können keine Säure mehr entstehen lassen, aber du hast natürlich eine deutlich höhere Pufferkapazität auf dem Zahnstein. Es wird sehr, sehr fachlich, aber trotzdem der Speichel, wenn es zu Zahnstein führt. Das heißt, man kann auch nicht sagen: "Oh, ich bekomme so viel Zahnstein, ja, das ist gesund." Aber du musst ja halt regelmäßig und frühzeitig wegmachen lassen, bitte. Weil da sind natürlich trotzdem Biofilme drauf. Mhm.
Die Grundthematik für alles, was du gerade gesagt hast, ist, wir brauchen nicht die Zahnmedizin zu verkomplizieren. Es ist eine einfache Situation, wo wir uns nicht zu viel Gedanken machen müssen, wie häufig mache ich dies oder jenes. Wenn du das Glück hast, mit ein bisschen Zahnlücken ausgestattet zu sein. Ja, das ist ästhetisch zwar nicht unser Anspruch, aber ist natürlich für die Zahnreinigung extrem einfach. Davon habe ich Patienten, die kriegen dann mit ihrer ganz normalen Zahnbürste alles sauber. Die haben andere Probleme, die impaktieren manchmal Speisereste, weil die Zähne nicht zusammenstehen. Das heißt, die Funktion ist da manchmal beeinträchtigt. Aber von der Reinigung der Zähne und deiner Schleimhäute ist das sehr, sehr optimal. Und ich habe Patienten, die wirklich ohne Zahnreinigung, also auch durch die Tür gehen, gar keine Frage, aber das ist nicht das Groh. 99% würde ich sagen, brauchen die professionelle Zahnreinigung und damit schaffen wir aber einen riesengroßen Prozentsatz. Und ich kann es jetzt nicht, ich kann ab dazu keine Studien, das heißt, jede Zahl, die ich sage, ist falsch, aber ich sage, fast alles können wir, wenn wir das tun würden, könnten wir in der Zahnmedizin verhindern. Dann geht es wirklich nur noch um Ästhetik, geht nur noch um Funktionen und es geht aber nicht mehr darum, ich muss ein Loch reparieren, ich musste Wurzelkanalbehandlung machen oder ich musste Parodontitis irgendwie beseitigen mit allen Folgen, die du eben allgemeinmedizinisch schon gesagt hast, die ja eklatant sind. Wer von uns will an Alzheimer erkranken? Wer von uns will an einer kardiovaskulären Problematik erkranken? Keiner. Und so einfach ist es zumindest die Zahnmedizin zu benutzen, dass das aus unserer Region nicht mehr kommen kann.
Ja, das ist ja genau der Punkt. Hättest du vielleicht gedacht, dass Diabetes Typ 2 von sowas kommen kann? Das ist halt wirklich die Frage. Wir wollen ein neues Bewusstsein schaffen und John sitzt hier und sagt, er sieht es, er deutet die Signale, aber ihm sind zumindest scheint es so die Hände gebunden, aber er hat eine Lösung gefunden bzw. Wir finden eine Lösung zusammen, denn wir haben uns quasi auch mit Zähne über das Dokrinus Research Netzwerk zusammengetan und werden Möglichkeiten schaffen, hier quasi übergreifend für euch ein Gesundheitsprogramm zu ermöglichen. Wir werden in einem extra Video noch mal darüber sprechen, wie genau wir das möglich machen wollen. Bis dahin glaube ich, dass das hier ein unfassbar wertvoller Beitrag von dir war, ein Weckruf vielleicht auch für viele, die das nicht verstehen. Und deswegen möchte ich dir schon mal wirklich herzlich danken. Wo kann man dich finden? Du machst ja auch auf Instagram über Zähne und so weiter ein bisschen Content. Möchtest du das vielleicht kurz in die Kamera für die Leute sagen?
Absolut gerne. Also, wenn ihr Lust habt irgendwie über uns mehr zu erfahren, wir machen auch immer ein bisschen Aufklärungsvideos. Zeh_ne ist der richtige Kanal auf Instagram oder ansonsten einfach geht ihr auf zähne.net und da findet ihr alles, was es über uns zu wissen gibt und da werden wir auch die Kooperation zu dir noch mal schön darstellen, wie wollen wir das Ganze angehen und auch zeigen, ja, was machen wir für die Zahnmedizin bzw. für euch als Patienten vielleicht ein bisschen anders, damit ihr am Ende des Tages sagt: "Okay, ich habe das Lächeln, das gesunde Lächeln, was ich gerne hätte." Longevity bedeutet im Vorfeld schon zu gewährleisten, dass wir Dinge vermeiden, die vermeidbar sind. Präventivmedizin und Gesundheit 2.0 ist das, was wir uns als großes Projekt auf die Fahne geschrieben haben und hierbei ist ein Experte in der Zahnmedizin unabdingbar. Genau deswegen dran bleiben für weitere geile Talks. Schreibt in die Kommentare, was ihr noch alles wissen wollt und ob ihr das wusstet, was wir hier gesagt haben.