Transcription
Was geht ab, Freunde? Willkommen zu einem neuen Video auf meinem Kanal.
Heute gibt es den ersten richtigen Podcast auf meinem Kanal, den ich hier gedreht habe, und zwar mit keinem geringeren als dem lieben Michel Kühn. Heute wird es nämlich über Blutwerte gehen, und wir werden jetzt auch heute, denke ich, ein etwas fortgeschrittenen Talk machen. Das bedeutet, wir wollen jetzt nicht den hundertsten Podcast machen, wo wir euch erklären, dass der GOT-Wert auch durch Training verfälscht werden kann. Ich denke, das weiß inzwischen jeder. Ich meine, wir werden auch natürlich ein paar Basics klären, keine Frage, aber trotzdem wollen wir heute nur mal ein bisschen tiefer reingehen. Und entsprechend, Michel, mach das noch mal gerne so, dass du dich kurz vorstellst und sagst, warum du ausgerechnet eigentlich qualifiziert dafür bist, über Blutwerte zu reden und was so ein bisschen dein Background ist.
Ja, also vielen, vielen Dank, dass ich da sein darf heute bei dir, bei deiner Premiere sozusagen. Ähm, ja, mein Name ist Michel Kühn. Ähm, ich bin äh Muskelphysiologe vom Beruf her, tatsächlich auch Coach, nebenbei. Ähm, Bodybuilding, Powerlifting, Fitness und beschäftige mich schon seit ziemlich langer Zeit ähm mit Blutbildern, aber wie gesagt, hauptsächlich mit Krafttraining und ähm ja, Muskelanpassung, aber natürlich auch Hormonen. Ähm, ob ich dafür völlig qualifiziert bin, weiß ich gar nicht. Ähm, ich bin kein Mediziner, wie gesagt, ich mache gerade meinen Doktor in der Molekularbiologie ähm Bereich Physiologie, aber da kann man sich jetzt streiten, aber ich würde sagen, ein bisschen was weiß ich und ein paar Blutbilder habe ich schon gesehen.
Würde ich dir auch tatsächlich zusprechen. Und ich meine, Hand aufs Herz, im Medizinstudium, ich bin ja mit einer Medizinerin zusammen, die gerade die Studien fertig macht, da lernt man nicht viel über Blutwerte. So, da lernt man wirklich nicht viel. Das heißt, ein Mediziner, der sich gut mit Blutwerten auskennt, der hat sich das Wissen halt selbst angeeignet und hat natürlich geiles Grundwissen aus dem Studium, keine Frage. Trotzdem lass uns mal gerne reinstarten und wir können ja erstmal bei dem absoluten Basic anfangen, ne? Wir können ja, wie gesagt, erstmal so ein paar Basics machen und dann immer fort schneller und fortschrittlicher werden. Deshalb würde ich sagen, let's start mit dem großen Blutbild, was das überhaupt ist und welche Werte daraus überhaupt interessant für uns sind, ne? Weil das große Blutbild besteht ja aus dem kleinen Blutbild plus Differentialblutbild, wo quasi die weißen Blutkörperchen noch mal aufgeschlüsselt werden. Und Michel, für dich, welche Blutwerte aus dem großen Blutbild sind überhaupt nicht interessant, weil es gibt ja ein paar, da denkt man so, okay, ja, nice, aber so interessant sind die eigentlich gar nicht.
Ja, also für uns Kraftsportler, ich glaube, wir wir halten es jetzt kraftsportspezifisch, oder?
Ja.
Ja. Also, es soll schon um Kraftsportler gehen und auch um Enhanced Athleten. Ganz klar, ne?
Okay. Gut. Ähm, tatsächlich ähm, wenn wir uns das große Blutbild anschauen, dann ähm, oder dann würde ich sagen, bin ich immer hauptsächlich am roten Blutbild interessiert. Also alles, was uns Informationen über die roten Blutkörperchen gibt, eben auch um die Zusammensetzung des Blutes, Viskosität etc. pp. Haupt ähm, du hast jetzt gerade eben gesagt, wir gehen tiefer rein, wollen nicht die Standard sagen, aber der Standard ist eben der Hämato.
Ja, du musst den Standard schon sagen, also das können wir jetzt nicht auslassen, aber wir wollen nach den Basics halt noch ein bisschen tiefer gehen sozusagen. Genau. Also erster Blick geht bei mir selbst nach, egal ob das Anfänger oder Profi ist, immer zuerst auf den Hämatokrit, ne? Hämatokrit, ich glaube, dazu muss man nicht mehr viel sagen, gibt Informationen über die Viskosität. Ja. Ähm, also wie dick euer Blut ist, wie dick genau, wie gut euer Blut fließt sozusagen. Und ähm, der ist natürlich meistens bei Männern ein Ticken höher, ja, als bei Frauen. Bei Enhanced Athleten ist er auch noch mal dann ein kleines Tickchen größer. Ich habe immer so als Referenzwert, er soll maximal um die 50 sein. Ja, 50er Hämatokrit zu niedrig ist auch suboptimal. Das bedeutet, der gibt uns ja, wie viele rote Blute Rotkörperchen haben wir im Verhältnis zum Blutplasma, zum flüssigen Anteil und ähm, das bedeutet, wenn er zu niedrig ist, haben wir auch Einschränkung im Sauerstofftransport und damit auch in der Regeneration.
Ganz genau. Dann das Hämoglobin, das ist ja quasi so das, was das Blut überhaupt rot macht. Das transportiert der Sauerstoff und das bedeutet ein Hämatokrit von so 48 bis 50 finde ich immer optimal, weil immer so eine tolle Ratio aus gute Leistungsfähigkeit, aber nicht so dickes Blut, dass man Probleme hat. Wenn Blut jetzt so dick ist wie Rohhonig, dann wird es natürlich dazu führen, dass das Herz auch viel härter pumpen muss, um das Blut zu transportieren. Und das kann auch eher zu einer Herzvergrößerung führen, kann aber auch z.B. das Risiko von einer Thrombose sehr stark erhöhen. Und um das jetzt auch so ein bisschen in Kontext zu setzen, ist es auch wichtig mal zu sagen, ähm, welche Werte sollten nicht und top noch erhöht sein, wenn wir mit einem erhöhten Hämatokrit zu tun haben, weil wenn gleichzeitig auch noch die Thrombozyten stark erhöht sind, dann ist das Risiko für die Thrombose viel höher, als wenn nur isoliert der Hämatokritwert erhöht ist. Deshalb wir können euch eigentlich dieses gesamte Video merken, es kommt selten auf einen einzelnen Wert an, sondern man muss die Werte immer im Verhältnis sehen. Ich meine, auch wenn die Thrombozyten niedrig sind, sollte jetzt kein 56er Hämatokrit haben. Ist jetzt gar nicht mal so förderlich für die Gesundheit, würde ich behaupten, aber wie gesagt, wenn der Hämatokritwert leicht erhöht ist, aber Thrombozyten niedrig sind, ist das Risiko nicht per se krass erhöht. Und auch noch mal kurz auf mechanistischer Ebene, warum das überhaupt so ist, dass Hämatokrit eigentlich steigt, wenn man auf Stoff ist. Da ist es so, dass alle Roids, manche mehr, manche weniger, z.B. Boldenon oder Oxy besonders stark stimulieren die Erythropoese. Das ist die Produktion von roten Blutkörperchen. Das sind die Erythrozyten. Ist auch ein Blutwert, der auch bei Enhanced Bodybuildern deshalb halt gerne mal erhöht ist.
Absolut. Und das ist auch interessant bei allen, die PEDs nehmen. Ähm, und eigentlich bei allen Steroiden auch der Fall. Ähm, es gibt eine Dosis-Wirkungs-Beziehung in Bezug auf Muskelmasse und auf den Hämatokrit oder und eben auf die Anzahl der roten Blutkörperchen. Oder je mehr wir an Steroiden missbrauchen, desto mehr Muskeln wachsen, aber desto auch mehr geht die Anzahl an roten Blutkörperchen hoch, ne? Also deshalb hat man z.B. auch aus Studien gesehen. Vielleicht kennt sich der ein oder andere aus. Ähm, bei Primobolan wurde bei Anämie, aplastischer Anämie, also Blutarmut, wurden bis zu äh 300 mg Primobolan am Tag verschrieben oder bis zu 500 mg Anapolon am Tag. Das ist schon eine stabile Menge. Das ist eine stabile Menge. Nur damit man sieht, äh das wird wirklich medizinisch auch für diesen Einsatzzweck verwendet.
Ja, ansonsten, welche weiteren Werte interessieren dich beim großen Blutbild? Gibt's da überhaupt noch welche oder sagst du, Hämatokrit ist das Einzige, wo es für dich wirklich drauf ankommt?
Nein, also ähm, klar, man schaut natürlich auch auf das Immunsystem, ne? Leukozyten zum Beispiel. Ähm, solche Werte, die sollten sollte man sich immer anschauen, ne? Gibt's irgendwie ein Infekt oder gab's ein Infekt? Entzündung, äh chronischer Stress. Ja. Ähm, deshalb das schauen wir uns an. Meistens, also es gibt natürlich noch Informationen über die Größe, ne, der Erythrozyten, ne? Zum Beispiel MCV gibt es, MCH. Diese Werte werden aber tatsächlich selten, sind selten verändert, ne? Auch bei jetzt, ich würde sagen,
Sorry, dass ich unterbreche. Ich würde sagen, die zwei Werte sind durch Enhanced Bodybuilding nicht unbedingt verändert, aber generell in der Allgemeinheit sieht man das schon manchmal, aber jetzt nicht so häufig. Hämatokrit natürlich logisch. Und der MCH-Wert ist ja quasi der durchschnittliche Hämoglobin in den roten Blutkörperchen und MCV hast du auch schon gesagt, ist quasi das durchschnittliche Volumen, weil V steht halt Volumen von roten Blutkörperchen. Ich finde beide Werte tatsächlich ziemlich interessant, muss ich sagen. Und das liegt daran, dass wenn die roten Blutkörperchen vergrößert sind, das heißt, der MCV-Wert ist erhöht, kann das auch auf einen Folsäure oder Vitamin B12 Mangel deuten. Wenn der MCV-Wert erniedrigt ist, kann das auf ein Vitamin B6, Eisen oder Kupfermangel deuten. Das bedeutet, darüber kann man wirklich teilweise Schlüsse über die Nährstoffversorgung treffen. Und auch hier muss man die Werte wieder so ein bisschen im Kontext sehen. Dasselbe geht übrigens auch für den MCH-Wert. Das ist genauso, wenn er erhöht ist, wahrscheinlich ähm B12 oder auch z.B. Folsäure. Wenn er niedrig ist, Kupfer, B6 oder Eisenmangel. Und jetzt ist natürlich so, die Werte können natürlich auch durch andere Faktoren erhöht werden, aber was ich gerne mache, ist diese Werte in ein Verhältnis mit dem RDW-Wert zu setzen, weil der RDW-Wert ist die Erythrozyten-Verteilungsbreite und wenn der RDW-Wert erhöht ist, deutet das auf einen Folsäure oder auch Eisenmangel oder B12-Mangel hin. Und jetzt müssen wir uns vorstellen, okay, was ist, wenn jetzt z.B. der MCV erhöht ist und der RDW-Wert auch, dann wissen wir, okay, es ist kein Eisenmangel. Wenn es Eisenmangel wäre, MCV erniedrigt. Das heißt, wahrscheinlich ist es ein Folsäure oder B12-Mangel. Wenn es jetzt aber so ist, dass RDW niedrig ist und MCV ist z.B. einfach nur hoch, was tatsächlich eine seltene Kombination ist, dann kann es auch was ganz anderes deuten. Wenn ihr aber z.B. RDW erhöht ist und MCV erniedrigt, dann ist es wahrscheinlich ein Eisenmangel. Das ist ja auch wirklich eine sehr häufige Sache, sogar im Bodybuilding tatsächlich, weil Bodybuilder, die haben immer super viel Angst vor Eisen, weil Eisen natürlich auch indirekt den Hämatokrit bisschen erhöhen kann. Und ja, es ist zwar so, dass Roids auch Hepcidin so beeinflussen, dass die Eisenaufnahme theoretisch gesteigert wird. Wir haben aber auch einen krassen Eisen-Turnover. Deshalb sag du mir mal gerne aus der Praxis, beobachtest du es auch sehr oft, dass Bodybuilder harten Eisen, gerade ein sehr niedrigen Ferritinwert haben?
Ja, also man kennt's vor allem ähm mit den Mädels natürlich. Ja, ich arbeite jetzt nicht so viel mit ähm zumindestens Wettkampfathletinnen zusammen. Ähm, aber wie du das so schön gesagt hast, deshalb das sind perfekte ergänzende Werte zu oder man sollte eben diese Werte immer zu Ferritinwerten oder dann noch mal B12-Wert ähm Werten setzen. Am besten noch Holotranscobalamin.
Ja, aber recht teuer. Ich wollte schon sagen, ähm, man muss natürlich das Ganze auch immer in Kontext setzen, kann sich das jemand alles leisten, ne?
Ja, safe. Also das ist ein wahrer wahrer Fakt, weil viele Werte messen, ne? Also mein letztes Blutbild ist gerade heute angekommen, weil ich mache gerade alle vier Wochen Blutbild und das kostet mich jedes Mal so fast 400 €. Aber ich hatte auch schon für 800 € also BLP können auch echt teuer sein, ne? Kannst du mal, wenn du willst, dann können wir ja durchgehen und da entl mache ich tatsächlich in meinem nächsten Roached 130 kg Vlog, den ich morgen abdrehe. Also morgen mache ich quasi eine Blutwertbesprechung. Ähm, sieht aber tatsächlich richtig gut aus, muss ich sagen. Also kleiner Flex an der Stelle, aber das sehen Leute dann im nächsten Vlog sozusagen.
Trotzdem auf jeden Fall soweit schon mal super wertvoll. Ähm, gibt es noch Werte vom Differentialblutbild, die du dir gerne anschaust?
Ähm, na ja, gut, Lymphozyten wichtig, ne? Gerade ähm, ne, noch mal in Bezug auf Immunsystem, virale Abwehr. Es ist nun mal so, das kann gestört sein. Ja, wir, also gerade, wenn man wirklich super hart trainiert, ja, dann haben wir natürlich hier auch können hier Verschiebungen stattfinden. Vor allem, ne, wenn man eben meint, man müsste immer noch weiter trainieren, obwohl man eben einen kleinen Infekt hat. Ähm, also wenn ihr chronisch irgendwie Probleme habt, ja, checkt unbedingt euer Differentialblutbild aus. Ähm, eben Lymphozyten, was ist noch drin? Monozyten. Monozyten. Genau. Granulozyten. Das heißt, ich finde tatsächlich auch die Basophilen Granulozyten sehr wichtig, was Allergien angeht, um zu schauen, okay, ist jemand auf Lebensmittel, was er vielleicht gar nicht verträgt, weil du weißt selbst, Verdauungsschwierigkeiten und Bodybuilding sind leider keine Seltenheit, teilweise aber auch einfach durch das reine Nahrungsvolumen. Ich meine, wenn du 4, 5 kg Essen am Tag isst, da kannst du es auch gut vertragen, aber es sind halt 4, 5 kg, die in dein Magen reinwandern. Dann finde ich die Eosinophilen Granulozyten recht wichtig. Die haben zwar auch ein bisschen was mit der Abwehr gegen Viren und Parasiten zu tun, was jetzt im Bodybuilding nicht so wichtig ist, aber auch mit Allergien. Das bedeutet, alleine nur anhand der Werte, die wir jetzt besprochen haben, da seid ihr nur bei 5 € Leute. Ja, das heißt, der Unterschied zwischen einem kleinen und großen Blutbild, das ist etwa 1 € und deshalb bin ich der Meinung, das große Blutbild sollte immer die Baseline von jedem Blutbild sein, bzw. Also von jeder Blutwerteabnahme, weil Blutbild ist ja streng genommen nicht das, was wir meinen, wenn wir über Blutwerte reden, aber ich denke, da müssen wir jetzt gar nicht so genau drauf eingehen, weil ist viele Leute eigent.
Ja, absolut. Jetzt aber dann, wie gesagt, soweit sind wir schon mal sehr kosteneffizient unterwegs. 5 € und schon sehr, sehr viele wahnsinnig geile Kenntnisse. Und wie gesagt, Leute, bei mir kann mal sehr teuer sein. Das heißt nicht, dass jedes eurer so teuer sein muss. Aber was ich auch sagen würde, wenn ihr Enhanced Bodybuilding betreibt, dann müsst ihr auch ein gewisses Budget haben für Blutwerte. Ansonsten könnt ihr es halt einfach nicht verantwortungsvoll machen. Und auch wie ich jetzt jetzt mache, mit alle vier Wochen, das müsst ihr auf keinen Fall machen, denn Micha, ich weiß nicht, ob du es weißt, aber ich mache gerade jede jeden Monat ein vierwöchiges Selbstexperiment mit diversen Peptiden etc., um genau zu schauen, wie sich ein einzelner Faktor auf die Werte auswirkt. Das heißt, normalerweise würde ich auch nicht alle vier Wochen Blutbild machen. Ist ziemlich unnötig in den meisten Fällen zumindest, aber hier geht's halt auch quasi darum, Daten zu sammeln und nicht nur meine Gesundheit zu interpretieren.
Interessant. Sehr geil. Yes. Deshalb da werden die Leute bald sehen, wie sich LHRH auf meine Blutwerte gewirkt hat und da gibt's so ein paar relativ interessante Sachen, aber Spoiler, das Peptid ist kacke, aber da wirst du wahrscheinlich zustimmen, oder?
IF1, welche Form? LHRH, nicht Incalex.
Incalex wäre cool, aber ein bisschen teuer.
Ja. Ja, halte ich nichts von tatsächlich, das habe ich schon eingesetzt. Also wenn dann Incilex, aber Incilex wird eh gefälscht und wenn es nicht gefälscht wird, kann man halt danach sein Haus verkaufen. So ungefähr dann. Ähm, ansonsten können wir mal rüber zu Organwerten gehen und da würde ich sagen, lass uns doch mal gern bei der Leber starten. Welche Leber, welche Leberwerte findest du interessant?
Welche Leberwerte finde ich interessant? Ähm, wenn es wie gesagt, ich ich bin da ganz ehrlich, mit meinen Athleten mache ich gar nicht äh mache ich meistens gar nicht die komplette Palette, ne? Ähm, ich hau mir vor allem Gamma-GT rein. Na, das ist der einzige.
Ah, okay. Das ist interessant.
Ja, also man muss man muss aber führst gerne erstmal aus. Ja, man man muss es man muss natürlich unterscheiden. Ich lasse mit meinen Athleten meistens zwei große komplette Blutwerte äh Blutbilder machen im Jahr, ne, gerade bei Enhanced Athleten und dann eben nach Bedarf noch mal kleinere. Ja, und ähm deshalb gibt es so eine abgespeckte Variante, einfach um auch Kosten bisschen zu reduzieren. Und da ist für mich äh von ähm von den Blutwerten hauptsächlich dann bei den Leberwerten nur der GGT-Wert drin. Ja, den finde ich tatsächlich interessant, weil ich glaube, ich habe in den letzten zwei Jahren bei keiner Person GGT alleine abgenommen. Also es gibt auch Blutwerte, wo ich einfach gar kein Leberwert bestimmen lasse, weil wenn man weiß, die sind jedes Mal geil und wir haben nichts dazu genommen, was die Leber belastet, dann müssen wir die jetzt auch nicht abnehmen, ne? Aber muss sagen, viele Leberwerte sind auch sehr günstig. Das heißt, GOT, GPT, GGT, die kosten glaube ich alle 2,68 € oder so. Also, wenn da mal zwei Werte dazu kommen, denke ich, ist das für die meisten schon verkaufbar.
Der Grund, dass ich aber tatsächlich kein Fan vom Gamma-GT-Wert ist, ist, weil der nicht wirklich auf Leberzellschaden deutet. Ich glaube, das wissen auch die wenigsten, weil Bodybuilding ist ja ohne das verbreitet, was du gesagt hast, GOT, GPT sind doof, weil die werden durch Training erhöht durch Muskulatur und Gamma-GT wird nicht durch Training, Muskulatur erhöht und das stimmt ja auch erstmal zu 100%. Problem ist, Gamma-GT wird aber nicht durch ein Leberzellschaden unbedingt erhöht, GPT schon. Das bedeutet, ich selbst finde GOT und GPT sogar tatsächlich wichtiger als Gamma-GT, weil Gamma-GT zeigt eigentlich vor allem nur Probleme mit dem Gallenfluss aus. Das heißt, wenn wir irgendwie eine Cholestase haben, Gallenflussstau, dann steigt GGT. Wir können aber unsere Leber komplett frittieren und Gamma-GT, der ist bei 20, der sagt, alles cool, Bro. Aber GOT und GPT sind bei 300. Ich habe gestern erst ein Blutbild von Athleten analysiert, der hatte GOT bei 250, GPT bei 350 und Gamma-GT hat so bei, ich glaube 20 gechillt. Das bedeutet, das ist leider wirklich nicht selten, ne? Und wie gesagt, wir müssen unterscheiden, welche Werte sind für welche Teile der Leber zuständig. Und dadurch, dass halt Gamma-GT wirklich nur den Gallenfluss bestimmt und wirklich nur minimal ansteigt bei Leberschaden oder bei einem wirklich enormen Leberschaden ist halt einfach so, der Wert ist zu unsensibel, weil wir können mit GOT und GPT geil arbeiten, gerade wenn wir den AST/ALT-Quotienten bilden, weil die Leute müssen verstehen, GOT und GPT sind nicht gleichermaßen durch Training beeinflusst, denn GOT ist tatsächlich so relativ gleichermaßen verteilt in Skelettmuskulatur, Herz und Leber, also super unspezifisch. Deshalb wird GOT auch brutal von Training erhöht. Ein GPT ist aber mehr als zehnfach so stark in der Leber lokalisiert wie in Skelettmuskulatur, Herz. Das heißt, GPT ist schon relativ selektiv für die Leber. Wir haben nur auf die Gesamtkörpermasse natürlich Muskulatur als Lebermasse, zumindest hoffe ich das jetzt mal, wenn man trainiert. Und dementsprechend kann GPT natürlich auch durch Training ansteigen. Wenn wir jetzt aber einen Quotienten bilden, der ist wie gesagt der AST/ALT-Quotient, wo wir GOT durch GPT teilen, dann können wir darauf schließen, ist die Erhöhung dieser Transaminasen durch Training oder durch ein Leberschaden bestimmt? Und dadurch, dass GOT ja mehr muskulärspezifisch und GPT mehr leberspezifisch ist, sollte der Quotient am besten bei über eins sein. Wenn er bei eins oder unter eins ist, ist es sehr wahrscheinlich schon leichter Leberschaden. Also, das heißt sehr wahrscheinlich, ne? Jetzt bei 50 sind logischerweise nicht, aber um ein Beispiel aus meinem von heute zu nehmen, GOT ist bei 20, GPT ist bei 50, das heißt mein Quotient ist bei 2,5 und durch auch den Fakt, dass ich zwei Tage vor der Blutabnahme noch trainiert habe, logisch, es ist bei mir eine Erhöhung durch Training. Wenn jetzt aber z.B. ein GPT bei 80 wäre, was ja gar nicht so hoch ist, aber GOT ist nur bei 20, dann könnte man sagen, okay, GPT ist vierfach so hoch wie GOT, das wird wahrscheinlich auch echt was mit dem Leberschaden zu tun haben.
Yes. Lass mich noch eine Sache, also absolut, stell mich 100% zu. Ähm, warum gehe ich meistens bei dem einen Blutbild nur auf GGT? ist natürlich wahrscheinlich auch so ein bisschen beiß, weil ich eher aus der Powerlifting-Szene komme und dort natürlich ein Ticken mehr Orals eingebaut werden. Und wenn Orals, also ein Anstieg der Leberwerte unter Orals ist normal, physiologisch notwendig. Ja, kannst davon ausgehen, wenn das nicht der Fall ist, dann sind es wahrscheinlich Fakes. Was wir aber eben, was wir eben aber nicht haben wollen, ne, ist eben ist eben das Problem mit Gallen, ja, ähm und oder cholestatischen Zuständen. Und deshalb, weil der eben so spezifisch ist, schauen wir meistens primär oder schaue ich meistens primär eben da drauf unter der Verwendung von Orals, ne? Ähm, weil wie gesagt, in den meisten Fällen gerade bei den schweren Jungs, ähm die anderen Werte meistens pathologisch gut sind. Ja.
Ja, safe. Also die sind mit Orals plus, wenn man halt ein Powerlifter ist, natürlich mal eine ganz andere Trainingsintensität hat als die meisten Bodybuilder. Die können denke ich schon ein gutes Stückchen sein, aber auch hier, wie gesagt, für die ist es wert, diesen Quotienten zu bilden, um so ein bisschen zu lokalisieren, wo kommt es eigentlich her, denn man kann tatsächlich auch sagen, ab, wollen wir aber auch tatsächlich nicht mehr, dass GOT höher ist als GPT, weil es ist so, dass quasi GPT rein Zytosol ist, während GOT zu 80% in Mitochondrien und zu 20% im Zytosol ist. Das bedeutet, damit GOT leberspezifisch freigesetzt wird, brauchen wir einen richtig harten Leberschaden. Denn bei leichten Leberschäden steigt GOT bzw. nur diese 20% vom GOT an. GPT steigt aber bei leichten Leberzellschaden straight sehr stark hoch. Damit aber diese 80% vom GOT erhöht werden aus den Mitochondrien, muss die Leber echt ein bisschen zerfetzt werden, sage ich mal, also wirklich hart beschädigt werden, dass auch das freigesetzt wird und dementsprechend ähm, wie gesagt, finde ich, kann man auch daraus dann ableiten, wenn GOT krass erhöht ist, dass wahrscheinlich ein wirklich richtig harter Zellschaden gerade stattfindet.
Additiver Wert, der auf Hast du mal was erlebt? Ähm, das GOT viel höher als GPT war. Generell sage ich mal, im im Leberschaden. Ja, aber sehr, sehr selten. Also, dass jemand wirklich auch zum Leberspezialisten gegangen ist, habe ich tatsächlich noch nicht erlebt. Also, weil die Bodybuilder, du weißt das, die drücken sich selbst vom Kardiologen. Das heißt, da zu sagen, geh mal zum Leberspezialisten, da das braucht man gar nicht erst anzufangen. Aber was ich schon wirklich oft gesehen habe, ist, dass Leute, die wirklich viele Dinge nehmen, die auch auf die Leber gehen, dass dort gerade auch die Transaminasen GOT, GPT hart erhöht werden. Natürlich heißt das auch nicht immer unbedingt, dass es die Leber irgendwie krass beschädigt wurde. Es kann auch einfach heißen, dass die Leber gerade viel mehr arbeiten muss. Logisch. Aber ich finde, es ist halt ein sehr schöner schönes Frühwarnzeichen, weil damit GGT ansteigt, wie gesagt, es muss halt was mit den Gallenwegen zu tun haben und das muss es ja auch im Bodybuilding nicht unbedingt. Das heißt, machen ja nicht so viel, dass irgendwie die Gallenwege vom Fluss gestört werden oder so. Natürlich auch das kann passieren, keine Frage. Ähm, Stichwort Cholestase zum Beispiel. Aber da finde ich sogar GOT, GPT, wie gesagt, ein bisschen interessanter. Und wie gesagt, es gibt aber noch einen Wert, der kann ja zum Glück nicht durch Training verfälscht werden und das ist der GLDH, Glutamat-Dehydrogenase-Wert. Und der Wert, der ist ein paar Euro teurer, aber der ist auch nicht so teuer. Und das Ding ist, der ist ähnlich wie GOT, also zu 100% in den Mitochondrien sozusagen lokalisiert. Das heißt, damit GLDH ansteigt, müssen wirklich ein richtiges Absterben von Zellen stattfinden. Das heißt, wenn der ansteigt, dann habt ihr ein Problem. Das muss man sagen. Und jetzt ist aber wie folgt. Ähm, dadurch, dass nicht Training erhöht wird, können wir dort genau sehen, okay, wenn der Wert erhöht ist, dann haben wir wirklich gerade Zelltod in den Leberzellen und dann wissen wir, okay, das ist hart. Und auch beim Athleten, von dem ich dir erzählt habe, wo ich gestern Blutbild ausgewertet habe, der hat auch GLDH abgenommen, weil das mache ich auch gerne bei Leuten, die eine hohe Leberbelastung haben und auch der war ein bisschen erhöht. Das bedeutet, dort sieht man direkt, okay, das ist jetzt gerade schon eine ernste Nummer. Und ich kann auch aus der Praxis sagen, ich kenne auch viele Leute, nehmen so Low-Dose, ein bisschen Oxymetholon, vielleicht ein bisschen Anavar und dort ist es teilweise so, dass die Transaminasen gar nicht erhöht sind. Also GOT, GPT sind teilweise in Referenz.
Ja, ziemlich interessant. Ähm, was was ich noch äh äh vielleicht hinzufügen würde aus historischer Perspektive, man hat früher tatsächlich orale Steroide z.B. eingesetzt, um Lebererkrankungen zu heilen. Ja. Ähm, um unter anderem, wie gesagt, ähm Transportproteine zu steigern, die bei Lebererkranken tatsächlich niedrig waren. Und da wusste man dann, okay, wenn wir jetzt orale Steroide geben, dann ähm docken die natürlich dort auch an Androgenrezeptoren an und steigern, ne, den Proteinumsatz. Ja. Ähm, das hat man natürlich gemacht, bevor man dann irgendwie wusste, dass die auch eventuell lebertoxisch sind. Tatsächlich, vor allem auf lange Sicht, aber ziemlich interessant. Also, damit will ich noch mal sagen, man hat tatsächlich anabole orale Steroide entwickelt, um den Proteinumsatz in der Leber damals zu fördern. Das hört sich jetzt irre an, aber das war der ursprüngliche Einsatz. Also, wenn man sich mal klinische Studien anschaut, auch von Winstrol z.B., Spiel, da findet man genau in den Originalpapern das Ding. Also genau diese ist halt schon witzig, wenn man bedenkt, dass gerade so Trost neben Testosteron so mit das Leber toxischste überhaupt ist, ne? Ich meine, ich arbeite in der Praxis wirklich sehr gerne mit Oxymetholon, manchmal auch mit Anavar, weil beides, das weißt du auch, geht nicht so hart auf die Blutwerte, ne? Das heißt auch Leberwerte, die müssen nicht so kacke sein auf Oxymetholon. Und du weißt auch selbst, die Humanstudien mit Oxymetholon, die sind halt sehr hochdosiert mit einem sehr entspannten Nebenwirkungsprofil. Natürlich nicht so entspannt, wenn es jetzt eins zu eins die Dosierung von Primo wäre, aber sehr vertretbar, gerade wenn man bedenkt, was wir auch mit Oxymetholon zwecks Kraft bezwecken können oder auch um die nicht-genomischen Signalwege auszunutzen und deshalb halt auch einfach ein synergistischer Effekt mit den mit den etwas stärker genomisch wirkenden Roids sozusagen zu erzeugen. Ähm, ansonsten, was Leber angeht, würde ich zum Gamma-GT-Wert noch was kurz hinzufügen, weil der Gamma-GT-Wert, der ist trotzdem cool. Das heißt, ich sage jetzt nicht, der ist doof und sollte nicht abgenommen werden, bitte nicht. Aber der Gamma-GT-Wert, der kann halt auch tatsächlich durch andere Faktoren ein bisschen verfälscht werden abseits von Training. Also wie gesagt, von Training wird gar nicht verfälscht, denn auch tatsächlich bei Herzkreiserkrankungen oder Diabetes kann erhöht werden und auch bei oxidativem Stress. Und das finde ich am allergeilsten, weil es so Gamma-GT ist an Glutathionumbau beteiligt. Das bedeutet, Gamma-GT sorgt dafür, dass sozusagen extra Glutathion runtergebrochen wird in die einzelnen Aminosäuren, damit wieder von der Zelle aufgenommen wird und wir mehr zelluläres Glutathion haben. Und Glutathion werden die meisten von euch kennen, ist ein unfassbar starkes, unfassbar wichtiges Antioxidans auch für Lebergesundheit. Und wenn jetzt so es so ist, dass Gamma-GT im Glutathionbezug erhöht ist, wisst ihr, ihr habt anscheinend einen erhöhten oxidativen Stress und eine geringere antioxidative Kapazität. Ich denke über oxidativen Stress werden wir heute hoffentlich noch ein bisschen reden, weil das denke ich ist etwas, wo viel zu wenig geredet wird und deshalb ist Gamma-GT tatsächlich auch ein unabhängiger Risikofaktor. Das bedeutet, bei Gamma-GT ist es so, wenn der Wert erhöht ist, der sollte eigentlich nicht mehr in der mittleren Referenz sein. Also ich finde wirklich ein Wert von Gamma-GT sollte am besten nicht mehr über 20 sein, obwohl die Referenz so bis 50 geht, weil das der Wert erhöht ist, so gerade bedenkt, wie die Referenzwerte auch entstanden sind mit den Durchschnittswerten der Bevölkerung, da möchte ich den Wert wirklich richtig niedrig sehen, muss ich sagen. GOT, GPT, die dürfen auch mal problemlos bei bis zu 100 sein, beide wie gesagt auch im richtigen Verhältnis, aber Gamma-GT möchte ich persönlich gerne schon allein aufgrund der oxidativen Stressgeschichte sehr gerne sehr niedrig sehen.
Dann gibt es aber tatsächlich noch weitere Leberwerte, die gerade für Gallenfluss sehr, sehr interessant sind und zwar Bilirubin, alkalische Phosphatase und 5-Nukleotidase. Und ich würde mal, obwohl magst du mit einem Wert anfangen oder soll ich?
Ähm, darfst du gerne, da bin ich nicht so tatsächlich drin.
Ah, okay. Alkalische Phosphatase ist tatsächlich einer meiner liebsten Leberwerte, aber nicht wegen der Lebergesundheit, weil der Wert ist super geil, denn der Nachteil ist Leberwert ist auch der Vorteil, denn er ist unfassbar unspezifisch. Das heißt, die alkalische Phosphatase ist in der Leber, in den Nieren, in den Knochen und so weiter. Und gerade aber der Aspekt von den Knochen ist sehr interessant, denn jetzt ist wie folgt, wenn der Wert ansteigt, zeigt es auch hier.
Wieder, wir haben kein Stau, kein Problem und so weiter. Also im Grunde würde es dasselbe bedeuten wie ein höherer GGT-Wert. Aber damit die alkalische Phosphatase gebildet wird, brauchen wir Kofaktoren. Das sind Zink und noch viel wichtiger Magnesium. Und warum das so unfassbar genial ist, erkläre ich jetzt, denn ihr müsst wissen, um zu bestimmen, ob ihr ein Magnesiummangel habt, habt ihr keine guten Möglichkeiten. Magnesium im Serum, wie es mal bestimmt wird, sagt gar nichts aus, weil fast nichts von Magnesium im Serum ist. Dann gibt es Magnesium Vollblut, 1000 mal besser, aber immer noch schlecht, weil bevor der Körper zulässt, dass im Vollblut zu wenig Magnesium ist, zieht er das gesamte Magnesium aus den Knochen und sonst wo raus, sodass der Blutwert immer gut ist. Das heißt, auf dem Blutbild zu sehen, dass jemand einen Magnesiummangel hat, das kommt eigentlich nicht vor, selbst wenn die Leute eine unfassbare Unterversorgung haben.
Aber wir können das Ganze funktional messen, denn dadurch, dass die alkalische Phosphatase Magnesium braucht, um gebildet zu werden, können wir wissen, dass wenn der Wert sehr niedrig ist, dann haben wir eine Unterversorgung oder einen Magnesiummangel. Und hier ist es so, dass wenn der Wert bei unter 70 ist, die Wahrscheinlichkeit auf einen Magnesium- oder Potenzial auch auf Zinkmangel ganz, ganz stark erhöht ist. Deshalb nehme ich immer die alkalische Phosphatase ab und zwar nicht als Leberwert, sondern wirklich als Magnesiumwert. Der Wert kostet auch nur so 2,68 €. Also ist nicht teuer, aber dadurch, dass halt gefühlt jeder Bodybuilder einen Hardcore Magnesiummangel hat, sieht man das. Und ich mache das mal so mit meinen Athleten, wenn ich die Blutwerte analysiere, dann schreibe ich tabellarisch, also dort wird der Blutwert angeheftet und darunter wird geschrieben: "Okay, alkalische Phosphatase z.B. bei 58, dann kommt ein Pfeil und dann z.B. +1000 mg Magnesium bis das Beispiel." Und dann sieht man von Blutbild zu Blutbild, Magnesium wird erhöht, alkalische Phosphatase steigt auch. Und deshalb kann ich auch aus der Praxis sagen, der Magnesiumwert, der korreliert sehr, sehr, sehr gut mit der alkalischen Phosphatase. Deshalb versucht wirklich diesen Wert ruhig mitzubestimmen.
Ich meine, wenn der Wert viel zu hoch ist, kann das auch auf ganz viel anderes hindeuten. Z.B. erhöhten Knochenumbau, weil dadurch, dass halt wie gesagt es auch ganz mit dem Knochenstoffwechsel zu tun hat, sorgt z.B. auch HGH dafür, dass die alkalische Phosphatase erhöht ist und wie jeder von euch hoffentlich weiß, HGH ist natürlich nicht lebertoxisch, aber HGH über IGF-1 stimuliert die Osteoblastenaktivität, das heißt, wir haben einen erhöhten Knochenumbau. Ähnliches gilt auch für Schilddrüsenhormone. Das heißt, Schilddrüsenhormone, gerade eine Hyperthyreose oder exogene Schilddrüsenhormone sorgen ja auch dafür, dass wir einen krassen Knochenstoffwechsel haben. Das heißt, auch hier sieht man alkalische Phosphatase noch mal auf 300 ansteigen. Das ist wirklich crazy. Deshalb wie gesagt, sehr unspezifischer Wert, aber im Magnesiumkontext sehr wertvoll und im Leberkontext tatsächlich auch recht sensibel, weil selbst bei leichten Problemen im Gallenfluss steigt der Wert sehr schnell an. Aber wie gesagt, in der Praxis beobachte ich unfassbar selten, dass Leute irgendwelche Probleme mit dem Gallenfluss haben oder so.
Ähm, ansonsten, was die 5'-Nukleotidase angeht, muss ich sagen, ist ein Wert, den nehme ich fast nie ab. Finde ich es tatsächlich fast ein bisschen unnötig. Ist auch wirklich rein spezifisch auf Gallenfluss und ähm ist dafür extrem spezifisch. Das heißt, anders als Gamma-GT kann wirklich nur erhöht werden durch halt Probleme mit dem Gallenfluss und wenn man den abnehmen würde, müsste man auch noch mal im Verhältnis mit Bilirubin und alkalischer Phosphatase nehmen, aber würde ich tatsächlich abnehmen, weil die anderen Werte, die ich genannt habe, die reichen wirklich langsam aus, ne? Deshalb das wären erstmal so meine Tipps, lieber.
Abschließend können wir vielleicht noch kurz den Leuten folgendes erklären und zwar, warum ist ein, das ist jetzt doof formuliert, aber warum ist ein Leberschaden eigentlich gar nicht so schlimm? Ja, kommt drauf an, wie man den Leberschaden tatsächlich definiert. Ähm, oder ja, das ist das ist wichtig, also ja. Ähm, also aber sagen wir mal, es ist ein Leberschaden, so wie wir ihn kennen. Ja. Ähm, wenn es gerade im Bodybuilding um Missbrauch von oralen Steroiden geht, ähm die Leber als Entgiftungsorgan hat, wie gesagt, einen ziemlich starken Proteinstoffwechsel, was wiederum bedeutet, dass die Regenerationsrate der Leberzellen tatsächlich gegenüber anderen Gewebsarten, ja, z.B. Kardiomyozyten, also Herzmuskelzellen oder Nierenzellen, enorm plastisch und schnell ist. Das wiederum bedeutet, dass eigentlich ein Leberschaden, zumindest einmalig, nicht direkt zu enormen gesundheitlichen Konsequenzen führt und die Leber relativ schnell regenerieren kann, ne?
Also ja, definitiv kann ich dir nur zustimmen. Was ist da so deine Praxiserfahrung? Wie lange dauert es, bis Leute sich von erhöhten Transaminasen erholt haben, wenn es natürlich auch jetzt leberspezifisch war? Ähm, vier bis sechs Wochen. Aber das kann ich nicht so genau sagen, weil das ist das Zeitfenster, wo ich sage, ähm, da machen wir den nächsten, das nächste Blutbild, ne? Also so, ja, könnte theoretisch schon nach zwei, zwei Wochen regeneriert sein, so. Aber ich würde tatsächlich auch sagen, so vier bis sechs Wochen, sehr toller Richtwert. Gerade, wenn man halt die Leber noch mit Supps unterstützt. Sowas wie Tudca in der C ist dort halt echt krass. Also da kann ich auch sagen, manche Leute haben ohne die Leberbelastung zu reduzieren, teilweise die Transaminasen halbiert durch solche Supps. Also gerade was Leber angeht, haben wir eine geile Supp-Unterstützung. Ich meine, leider nicht, was jedes Organ angeht, haben unfassbar effektive Supps, vor allem was die Leber angeht, sind wir da schon wirklich gut aufgestellt und man kann nicht pauschal sagen, bei der Leber ist es erst so richtig doof, wenn über 75% vom Gewebe geschädigt ist, weil bis zu diesem Punkt, wenn ihr quasi noch 25% sozusagen unbeschädigtes Lebergewebe habt, kann sie sich noch sehr gut regenerieren und erst, wenn sich halt dann irgendwann Fibrose, also Narbengewebe gebildet hat, dann habt ihr ein Problem, weil dort, wo Fibrose ist, kann kein funktionales Lebergewebe mehr entstehen und das ist natürlich doof. Aber auch hier ganz wichtig, wie schnell entsteht Narbengewebe? Das passiert nicht schnell. Das bedeutet auch, wenn ein paar Wochen mit Oralen richtig dummes Zeug macht, was ihr natürlich nicht machen solltet, ist es so, dass da keine Fibrose entsteht. Da müsst ihr wirklich über Jahre hinweg immer wieder und wieder eure Leber schädigen, bis wirklich richtiges Narbengewebe steht. Und ich hoffe, dass niemand von euch über Jahre nonstop durchballert.
Ja, interessant. Ähm und zwar, es gibt eine ganz bekannte Schule, die habe ich jetzt mal hier gerade parallel geöffnet. Ähm ist von 2016 Kara et al. "Determination of DNA damage and telomerase activity in stanozolol treated rats." Da haben die den Ratten Stanozolol gegeben, also Winstrol. Und das Interessante ist und was die auch noch mal sagen, ähm, dass Stanozolol tatsächlich in Leberzellen zu DNA Damage führen kann. Ja. Ähm, wiederum, die haben auch Sport gemacht. Exercise konnte äh Exercise, wie gesagt, einen protektiven Effekt haben. Das Interessante ist, ähm, dass Leberwerte kein gutes Bild, ein kein guter direkter Marker immer sind für z.B. angehende strukturelle Veränderungen. Deshalb ganz wichtig, es muss immer vielleicht mindestens jedes Jahr oder jedes zweite Jahr ein bildgebendes Verfahren gemacht werden. Ja, wäre auf jeden Fall optimal, aber Hand aufs Herz, was denkst du, wie viel Leute werden das umsetzen? Ja, ich weiß, also, dass man mal Lebersteifigkeit und sowas misst, ne? Also, ähm, tatsächlich, ich hatte diese Untersuchung erst vor kurzem gehabt und bei mir war es jetzt, also ich bin jetzt jemand, der, sage ich mal, doch paar Sachen ausprobiert hat, gerade bei Orals und ich hatte perfekte Leberfettwerte, Steifigkeitswerte, die tatsächlich in der Range war, dass der Professor meinte, so gute Leberwerte oder so eine gute Leber hat er nie gesehen. Das liegt an dem jahrelangen Anabolika-Missbrauch. Ja, Leute, schmeißt euer Tudca weg, nehmt Anadrol für die Lebergesundheit. Nein, bitte nicht, ne? Also, man sollte es immer abchecken, ne? Blutwerte ergänzen zu bildgebenden Verfahren, Strukturanalysen ist schon wichtig, ne? Also, verlassen nicht nur auf Blutwerte.
Ja, das heißt, eigentlich wäre ich jetzt mit dir zu den Nieren gegangen, aber lass uns doch gerne mal stattdessen ganz kurz über das Herz reden, weil ich finde, du hast im Grunde schon das Stichwort jetzt bezüglich Herz gesagt und zwar bildgebende Verfahren, denn was viele Leute, glaube ich, nicht wissen, ist, wir können sowas wie Leberwerte, Nierenwerte cool abnehmen, die geben uns schon einen guten Überblick. Was die Herzgesundheit angeht, sieht sehr, sehr mau aus. Das bedeutet, um wirklich mal die Herzgesundheit zu evaluieren, muss man eigentlich zum Kardiologen. Es gibt ein paar ganz coole Werte, wie NT-proBNP etc., können wir auch gleich drüber reden, aber die ersetzen nicht den Besuch beim Kardiologen. Das heißt, wenn es wirklich eine Untersuchung gibt, die man neben Laborwerten machen muss, ist das der Kardiologe. Ich würde sagen, man muss jetzt nicht zwingend zum Neurologen sonst was gehen, auch wenn das super sinnvoll ist, keine Frage, aber man kann auch hier mit vielen Blutwerten schon wirklich vieles abschätzen. Doch die Herzgesundheit könnt ihr nicht abschätzen. Und Micha, ich glaube, in deiner Forschung bist du auch recht viel aufs Herz spezialisiert. Kann es sein? Ja, also unser Institut schon. Ich bin aber im Bereich Skelettmuskulatur, aber ich kenne mich natürlich auch ein Ticken mit Herz aus. Das heißt, dann mach du den Anfang. Ähm, ja, also noch mal, du hast ja gerade eben schon was gesagt, Herzecho, ne, ist äh ist super wichtig, ja, dass wir uns einmal auch anschauen, ne, wie ist die Auswurfrate beim Herz? Funktioniert das alles wunderbar. Und ähm, was definierst du mal kurz Herzwerte? Gehen wir mit den Blutfettwerten rein? Beschreiben wir das ganze kardiovaskuläre System oder richtest du dich jetzt eher wirklich auf lokale Werte wie NT-proBNP? Waren tatsächlich mit lokale Werte gemeint. Das heißt, ich rede jetzt nicht über Risikofaktoren wie LDL-Cholesterin, sondern wirklich erstmal Herzwerte selbst, wie die Leute ihre Herzgesundheit bestimmen können und wie gesagt, da sieht's halt richtig mau aus. Man kann super viele richtig relevante Risikofaktoren messen, keine Frage. Aber mal wirklich zu schauen, hey, wie geht's meinem Herz? Wie dick ist eigentlich meine Herzwand? Das kann man im Blutbild natürlich nicht wirklich erkennen. Ja.
Ja, absolut. Ähm, ja, also da gibt's auch, wie gesagt, nur ein paar gute präventorische Werte, ne? Wir haben jetzt schon gerade eben drüber geredet, ne? Das eine ist eben der NT-proBNP, ähm N-terminales Pro-BNP oder sowas. Ist ein schrecklicher Name. Ähm, einfach noch mal nachgoogeln, bitte. Ähm, äh ja, was was sagt der Wert aus? Im Endeffekt ist das ein Wert, der bei einer exzentrischen Dehnung, ne, der Herzwand gebildet wird, ne, oder ausgeschüttet wird, wenn die Herzwand eben gedehnt wird, also eine exzentrische Kontraktion durchführt, ähm bei verschiedenen Volumen und Druckbelastungen. Ja. Ähm, was kann man dazu sagen? Ähm, der misst im Endeffekt die Wandspannung des Herzens tatsächlich, ne, und ähm ist ein super Marker oder wird in der Kardiologie eingesetzt, um zu beurteilen, ja, Herzinsuffizienz, äh gibt es eine Volumenüberlastung und so weiter und so fort. Gibt es äh was gibt's noch? Ähm Vorhofflimmern, ja, eben bei diesen relativ mechanisch mechanischen äh Problematiken, ne? Ja. Wie ist es bei dir? Misst du den erst ab, oder lässt du den erst abnehmen, wenn es Symptome gibt, wie so Kurzatmigkeit etc. oder misst du den wirklich einfach regelmäßig die ganze Zeit mit Athleten, weil es halt ein cooler Wert, aber es ist auch ein etwas kostspieligerer Wert? Ja, einmal im Jahr groß, ne? Wenn er, wenn er, also wie gesagt, ich habe ja gesagt, es gibt so ein bis zwei große komplette Blutbilder und dann eben die kleinen, aber tendenziell eher ein bis zweimal nur, je nach Budget. Ja. Ja. War bei mir jetzt auch in dem Blutbild von heute nicht dabei, sondern im letzten davor, was jetzt auch nicht so ist und der war top. Also, da habe ich mir tatsächlich bei mir selbst sogar Sorgen gemacht, weil ich bin jemand, der, wie man vielleicht beim Reden hört, schon ein bisschen nach Sauerstoff schnappen muss, aber zum Glück war der sehr, sehr niedrig. Also, da bin ich auf jeden Fall beruhigt, kann man auf jeden Fall sagen. Ähm, ansonsten gibt's noch weitere Werte, jetzt rein herzspezifisch, die du gerne abnimmst? Ähm, ich würde jetzt mal Kreatinkinase CK-Wert außen vorlassen, weil der tatsächlich meistens wirklich super stark verzerrt ist. Äh, es gibt, muss auch mal ganz ehrlich sagen, Variante. Genau, also sag du ruhig. Ja, also es gibt noch eine herzspezifische Variante, die CK-MB Iso. Ähm, die wird tatsächlich heute natürlich hauptsächlich, also ja, setzt heutzutage in anderen Wert meistens, deshalb nehme ich das jetzt mal außen vor, aber der allgemeine Kreatinkinase-Wert ist natürlich bei Kraftsportlern enorm, meistens im pathologischen Bereich, gerade, wenn man irgendwie ein Tag vorher Kraftsport gemacht hat. Und dann gibt es aber von der Kreatinkinase von dem Kreatinkinase-Wert noch die MB-Isoform und die wird oder die wurde eigentlich heutzutage durch einen besseren Wert ersetzt, auch, ne? Genau. Durch Troponin. Troponin sensitiv, ne? Ultra-sensitives Troponin. Ja, beim CK-Wert muss man sagen, was lässt du es messen, weil ich ist das sensitiv ich nicht. Also mess ich tatsächlich aktuell gar nicht. Also, was heißt gar nicht, aber eher in Ausnahmefällen und bei CK-MB muss man folgendes sagen und zwar, der Wert, der steigt halt vor allem, wenn ihr Herzmuskelentzündung oder einen Herzinfarkt hattet. Das bedeutet, wenn der Wert bei euch gut ist, dann heißt das gar nichts. Also, wenn ihr jetzt nicht in den letzten paar Stunden einen Herzinfarkt hattet, dann ist der Wert sehr wahrscheinlich gut und ich würde jetzt einfach mal ein bisschen Geld drauf wetten, dass ich nicht in den letzten drei Stunden einen Herzinfarkt hatte, so ungefähr. Das bedeutet, dahingehend ist der Wert mir schon ziemlich egal. Welchen ich tatsächlich schon fast interessanter finde, ist den CK-Wert selbst, weil der sagt eigentlich überhaupt gar nichts aus, dadurch, dass er durch Muskelschäden so krass erhöht ist. Der kann noch mal bei 5000 sein. Das Ding ist nur, da kann man so ein bisschen ins Verhältnis setzen bei Merk-Werten wie so GGT, AST, Kreatinin, wie viel Muskelschaden man am Start hat und der CK-Wert ist ja günstig, aber ich würde den CK-Wert niemals als Marker für meine Herzgesundheit betrachten. Wirklich nur um halt andere Werte noch besser interpretieren zu können. Yes.
Ja. Jetzt ähm, ansonsten, lass uns mal gerne über Risikofaktoren für das Herz-Kreislauf-System reden, weil das ist ja extremst interessant. Da haben wir so vieles wie die Blutfettwerte, auch sagen die metabolische Gesundheit, wie Langzeitblutzucker und so weiter, aber lass uns mal bei den Blutfetten stehen, weil die finde ich persönlich auch einfach super interessant, teilweise auch sehr günstig. Deshalb let's go. Okay. Äh, jetzt direkt zu den Blutfettwerten. Okay. Ähm, was ich glaube, Blutfettwerte ist so ein Thema, was häufig missverstanden wird und fehlinterpretiert wird. Also, das ist, glaube ich, wahrscheinlich das Thema, wo die meisten Mythen auch so da sind. Was was kann man zu Blutfettwerten sagen? Ähm, oder was was sind Blutfette eigentlich? Ähm, das ist nichts anderes. Ähm, also viele stellen sich das wie so ein Fettklumpen wahrscheinlich vor im Blut, ne, die so rumschwimmen und so. Ähm, das sind, es gibt zwei Hauptblutfette, das ist Cholesterin und das sind Triglyceride. Ähm, beide absolut notwendig, ja. Ähm, es gibt auch nicht wirklich so ein gutes oder ein schlechtes Cholesterin, ne? Das ist was anderes. Ähm und das Ding ist, Fette sind natürlich hydrophob. Das bedeutet, die lassen sich nicht gut transportieren im Blut, ne, was aus Wasser besteht. Und das bedeutet, wir brauchen Transportproteine, Transporter und das sind die Lipoproteine. Ähm und äh, was gibt's dazu zu sagen? Äh, die werden halt durch diese Lipoproteine durchs Blut transportiert. Ja, und da gibt es eben welche mit einer unterschiedlichen Dichte. Ja, und jetzt kommen wir zu den Werten, die wahrscheinlich die meisten kennen. Da gibt es eben das Low-Density-Lipoprotein und es gibt, also das LDL-Cholesterin und es gibt das High-Density-Lipoprotein. Low, also was hat das mit der Dichte zu tun? Das hängt davon ab, wie so ein Lipoprotein aufgebaut ist. Das besteht eben aus einem Proteinanteil, ne, und je höher der Proteinanteil ist, desto dichter ist es. Und eben aus einem Cholesterinteil, ne, er und deshalb äh gibt es eben Low-Density und High-Density-Lipoprotein. Ja. Ja.
Und du hast ja schon Mythen angesprochen. Das bedeutet, lass uns mal folgende beginnen und zwar, der HDL/LDL-Quotient. Michel, wie toll findest du diesen Quotienten? Ist das der Quotient, der viel wichtiger ist als der Gesamt-LDL-Wert oder ist der vielleicht gar nicht so wichtig? Ähm, ja, also, was ich bin eigentlich tendenziell gar kein Freund von so riesigen Quotienten. Ähm, wir müssen wahrscheinlich erstmal sagen, was messen die eigentlich, oder? Ich glaube, viele wissen gar nicht, was äh, ja, was die, was die eigentlich messen, ne? Die messen ja im Endeffekt so ein LDL-Wert, der misst ja nicht, oder oder wie soll ich das sagen, der misst die Cholesterinmenge, ja, aber nicht die Partikelanzahl der äh, ja, nicht die Partikelzahl im Blut. Ja, man kann sich das so vorstellen. Ähm, bei LDL, wir haben, wir messen quasi, wie du schon gesagt hast, nicht nur die Partikel, sondern das Cholesterin in den Partikeln, weil Cholesterin. Es kommt aber nicht wirklich auf die Cholesterinmenge, sondern auf die Partikelanzahl selbst an. Genau. Das bedeutet, du kannst im Endeffekt eine Person haben, die hat riesengroße LDL-Partikel, ja, aber wenig Partikel. Und du kannst eine Person haben, die hat ganz kleine LDL-Partikel, aber viele Partikel, ne? Und im Endeffekt ist es so, dass die Person mit den vielen Partikeln, die hat äh, obwohl das LDL zwischen den beiden Personen gleich ist, ein deutlich höheres Risiko. Ja, finde ich hast, finde ich hast du extrem gut erklärt und du hast auch vollkommen recht, der Apolipoprotein B100-Wert, der ist natürlich noch mal deutlich aussagekräftiger als LDL, aber auch hier muss man sagen, der Wert ist halt signifikant teurer und der LDL-Wert finde ich selbst, der ist schon sehr wichtig, ne? Das heißt, auch dort sehen wir auch gerade in den Mendelian Randomization Trials können wir auch gleich gerne mal drüber reden, dass je höher LDL-Cholesterin ist, desto höher ist wirklich das Risiko für Herzkreiserkrankung und ApoB oder B100 um genau zu sein, misst auch wirklich die Anzahl der atherogenen Partikel, wie mich ja schon richtig erklärt hat. Das heißt, im Grunde ist es pauschal gesagt oft so, oft, dass ein LDL hoch ist, ApoB auch hoch ist. Aber was mich ja auch schon richtig geil erklärt hat, wenn ihr quasi wenige, aber fette Partikel mit viel Cholesterin habt, könnte es sein, dass LDL eigentlich ähm, ja, z.B. gar nicht so krass hoch ist, aber das Apolipoprotein B ähm super niedrig ist. Das heißt, wie gesagt, LDL könnte sehr hoch sein, aber ApoB könnte sehr niedrig sein. Und trotzdem ist jetzt die Frage, ab wann muss man ApoB statt LDL messen? Weil wenn jetzt z.B. ein LDL-Wert hat von 50 mg/dl, dann ist es sehr unwahrscheinlich, dass der einen hohen ApoB-Wert hat. Wie siehst du das? Also, ich sag mal ganz kurz, ich messe, ich lasse immer ApoB messen, einmal, ich lasse einmal im Leben Lipoprotein A messen, außer er wechselt jemand, wechselt das Labor, dann muss man es noch mal neu machen. Deshalb immer beim selben Labor bleiben. Aber ich lasse tatsächlich immer ApoB jetzt seit zwei Jahren tatsächlich. Also bei diesen großen Blutbildern oder auch bei den zwischendurch? Ja, bei den zwischendurch auch. Das finde ich krass. Das mache ich tatsächlich. Ich glaube, ich nehme generell mehr Werte ab als du, aber ich nehme nicht jedes Mal ApoB ab, weil ich habe bei vielen Leuten einfach festgestellt, dass LDL und ApoB bei vielen, nicht bei jedem, relativ gut korrelieren. Wenn man sieht, okay, ich habe jetzt schon eine Strategie angewandt, um LDL zu senken, dann geht ApoB halt auch meistens ziemlich gut runter. Ähm, trotzdem ApoB ist auf jeden Fall besser, kostet aber schon signifikant mehr. Ich weiß nicht aus dem Kopf, aber ich glaube so 16 € round about kann es sein. Ja. Ja. So. Ja, hätte ich jetzt auch 15 € irgendwas gesagt. Ja, und selbst kostet halt wieder nur so 2, 3 € also schon signifikant günstiger und dementsprechend, wie gesagt, ApoB ist auf jeden Fall wichtiger, aber wir können ja vielleicht erstmal noch ganz simpel bisschen über HDL reden, weil es sind die Werte, die haben die Leute auf jeden Fall schon mal abgenommen, hoffentlich und danach können wir auch noch mal über Apolipoprotein A1 reden, ist ja auch ein ganz interessanter Wert, denn wie gesagt, was halt immer früher behauptet wurde, ist der Quotient aus HDL und LDL, dass dadurch, dass ja HDL dafür zuständig ist, das LDL wieder in die Leber zurück zu transportieren, dass ein hoher LDL-Wert nicht schlimm ist, wenn HDL halt auch hoch ist und das ist Quatsch. Das bedeutet, wir sehen, dass LDL ein unabhängiger Risikofaktor ist. Das heißt, ihr könnt den geilsten HDL-Wert der Welt haben. Wenn LDL-Cholesterin bei über 100 mg/dl ist, dann ist das richtig kacke. Dann ist das wirklich nicht cool. Dementsprechend dort muss man auf jeden Fall Strategien anwenden, egal wie geil HDL ist. Ich finde es auch immer witzig, ne? Ich hatte es schon oft mit Athleten, die haben dann irgendwie eine LDL-Wert von 120 ist bei ihrem Labor noch in der Referenz. HDL ist z.B. so 31, unter der Referenz und dann so, oh nein, was mache ich denn wegen HDL? Und dann sage ich den, also dein HDL ist mir komplett egal, aber dein LDL, das muss aber ganz dringend runter hier, weil sonst wird's echt ziemlich hässlich irgendwann. Deshalb HDL ist nicht egal, aber HDL kann nicht die negativen Effekte von LDL kompensieren. HDL hat z.B. auch ein paar coole, gerade auch antioxidative Eigenschaften, die super wichtig sind, aber ganz ehrlich, solange HDL über 20 mg/dl ist, ist es mir relativ egal. Hauptsache LDL und noch wichtiger, ApoB ist niedrig. Und ähm, wir können ja auch kurz noch mal bei HDL im Grunde das Äquivalent vom ApoB-Wert besprechen, also den Apolipoprotein A1-Wert, denn da ist es genauso, wie mich ja auch schon erklärt hat. Es kann sein, dass ihr vielleicht z.B. einen niedrigen HDL-Wert habt, aber weil ihr einfach ganz viele Partikel gehabt und die deshalb nicht so viel Cholesterin transportieren können, aber das quasi der ApoA1-Wert, dass der sehr hoch ist und der Apolipoprotein A1-Wert, das merkt euch jetzt bitte, der misst quasi die Funktionalität vom HDL-Cholesterin. Das heißt, das, was wirklich wichtig ist und ich finde, der kann auch für manche Bodybuilder doof sein, denn auch wenn HDL generell viel unwichtiger als LDL ist, ist es trotzdem so, dass Bodybuilder viel öfter einen sehr niedrigen HDL-Wert haben als nur ein LDL, weil Steroide kann man immer im Hinterkopf behalten, stimulieren die hepatische Lipase, das ein Enzym, was dazu führt, dass HDL ausgeschieden wird. Das heißt, ihr könnt alles richtig machen, selbst wenn ihr nur eine Testosteron-Therapie macht, das wird dazu führen, dass HDL sinkt. Eine Testosteron-Therapie führt aber sogar meistens dazu, dass selbst LDL tatsächlich ein bisschen sinkt. Das bedeutet, Steroide haben nicht so einen starken Effekt auf LDL. Deshalb ApoA1 kann in meinen Situationen auf jeden Fall sinnvoll sein. Also es ist auch so, dass die meisten Androgene, vor allem auch DHT-Derivate, ähm die sorgen dafür, dass die Expression des LDL-Rezeptors ähm reduziert wird, ne? Bedeutet, weniger Rezeptoren haben wir, weniger LDL-Clearance. Ähm, LDL steigt. Mm, stimmt auf jeden Fall, aber ich muss sagen, in der Praxis finde ich, sieht man sehr moderate LDL-Anstiege nur, aber HDL wird halt gerne mal komplett gecrasht. Ich meine, du wirst bestimmt auch schon mal einen HDL-Wert gesehen haben, oder? Absolut. Vor allem orale Steroide, also orale DHT-Derivate, die crashen gerne mal um 50 bis 70% ne dein HDL. Ja, easy. Also gerade so Tren, das kann man was ganz anderes machen. Ich meine, wenn man bedenkt, in welchen kleinen Dosierungen die Studien waren, was im Bodybuilding verwendet wird, ne? Ich meine, vom Wettkampf mal ein paar Wochen 50 oder auch 100 mg Tren, das ist jetzt auch keine Seltenheit und da kann dann der HDL auch mal so ein stabiler Fünfer-Wert sein, ne? Also, da muss man schon echt ein bisschen aufpassen. Ähm, ansonsten ein Wert, den hast du schon angesprochen, aber nicht so genau ausgeführt. Das ist der Lipoprotein(a) Klein A-Wert. Ist auch ein Wert, den muss jeder Mann-Athlet immer einmal im Leben bestimmen lassen. Deshalb erklär uns doch mal gerne, was ist das für ein Wert? Ähm, ist ein genetischer Risikomarker im Endeffekt, ne? Ähm, deshalb, der lässt sich tatsächlich auch nicht so stark beeinflussen, ne? Eben, lass uns mal sagen, LDL lässt sich am einfachsten beeinflussen durch Medikamente, durch Nutrition, Supplement etc. pp. Dann haben wir so ein Zitrus-Berg, kann den schon krass senken, muss man sagen. Ja, dann dann haben wir ein HDL-Wert und dann haben wir äh ja, HDL-Apo und dann haben wir Lipoprotein(a), ne? Ähm, es gibt jetzt tatsächlich auch neue Medikamente, die auf dem Markt kommen, die tatsächlich Lipoprotein(a) positiv äh beeinflussen können. Ähm, genau. Was was gibt's dazu zu sagen? Ähm, zum Lipoprotein(a)-Wert noch. Äh, nur dazu, der der sagt dir im Endeffekt nur, wie genetisch du belastet bist für äh Arteriosklerose, ne, oder wie hoch dein Risiko für Arteriosklerose ist. Und das ist aber ein wichtiger Wert, denn anhand diesem Wert könnt ihr alle anderen Blutfettwerte ausrichten. So mache ich das. Das bedeutet, habe ich jetzt in, sage ich mal, ein äh ein Lipoprotein(a)-Wert, der in dem guten Verhältnis ist, dann kann ich ein bisschen lockerer mit dem ApoB-Wert umgehen. Ich kann ein bisschen lockerer mit Veränderung LDL, HDL umgehen. Wenn ich jetzt jemanden habe, der ein genetisches Risiko mit sich trägt, dann muss ich auf Veränderung in den anderen Blutfettwerten deutlich deutlich radikaler und eventuell auch pharmakologisch drauf eingehen, ne? Auf jeden Fall. Und ja, wie gesagt, um es einfach simpel festzuhalten, Lipoprotein(a) nicht zu verwechseln mit Apolipoprotein. Na ja, das habe ich auch schon gehabt, dass selbst Labore den falschen Wert bestimmt haben bei manchen Athleten. Das war echt crazy. Ähm, ist halt wirklich einfach nur euer genetisches Risiko sozusagen. Das heißt, wenn der Wert schlecht und hoch ist, dann habt ihr leider Pech gehabt und das heißt, ihr müsst noch alles viel penibler machen, um nicht an einem Herzinfarkt z.B. zu sterben. Und wie ihr wahrscheinlich alle wisst, die häufigste Todesursache weltweit sind Herzkreiserkrankungen und im Bodybuilding stirbt halt gefühlt jeder an irgendwas mit Herz. Natürlich nicht ganz jeder, aber der absolute Großteil. Da hört man immer wieder, dann war es halt hier ein Herzinfarkt und sonst was. Das bedeutet, da muss man schon richtig vorsichtig sein und ähm, boah, eigentlich, wenn wir jetzt über die Intervention reden, springt das so ein bisschen den Rahmen, weil gerade so was LDL angeht, finde ich, kann man halt so vieles manipulieren, ob das jetzt mit Supps ist wie Zitrus-Berg, schwarzer Knoblauch-Extrakt, Olivenblatt-Extrakt oder auch sowas wie Berberin, Metformin, Ezetimib finde ich auch als Alternative zu Statin super sinnvoll, weil Ezetimib ist halt ein Cholesterin-Absorptionshemmer, statt sozusagen die Cholesterinsynthese der Leber selbst wie Statine. Deshalb habt ihr auch nicht diese ekelhaften Nebenwirkungen von Statinen, Muskelschmerzen und so, aber ich glaube, wenn wir darüber jetzt genau reden, dann dauert der Podcast 12 Stunden und wir haben noch ein bisschen was vor uns. Deshalb lass uns mal schnell weitergehen zu Werten über Blutzucker und auch Insulinsensitivität. Auch das sind ganz wichtige Risikofaktoren für Herzkreiserkrankung tatsächlich, aber wir im Bodybuilding wollen natürlich auch generell drauf achten, dass wir einen guten Blutzucker- und Insulinspiegel haben. Deshalb Michel, im Angesicht der Insulinsensitivität, Blutzucker und so weiter, was sind da so deine Lieblingswerte? Welche nimmst du ab?
Ja, also Insulin ist ja immer so ein Thema im Bodybuilding. Ähm, ich glaube, jeder sollte mal seinen Nüchtern-Glukosewert natürlich gemessen haben. Ähm, vor allem jemand, der enhanced ist und eventuell mit dem Gedanken spielt, mit Insulin zu arbeiten. Ähm, ja, dann äh, also Nüchtern-Glukose, Nüchtern-Insulin, ne? Ähm, HbA1c natürlich ganz klassisch als durchschnittliche Glukose über die letzten 8 bis 12 Wochen, äh bis 12 Wochen und ähm deutlich sensitiver werden dann Werte wie der HOMA-Index, ne? Homöostatisches Modell Assessment, Insulin Resistance, ähm, der uns jetzt noch mal tatsächlich deutlich mehr über Insulinresistenz was sagt, ne? Ja, genau. Und dafür brauchen die Leute halt einfach ihren Insulin- und Blutzuckerwert. Also beides natürlich nüchtern gemessen, ne? Das ist ein Quotient im Grunde mehr oder weniger. Den kann man auch relativ easy selbst ausrechnen. Und ich find es auch richtig geil, dass du den Insulinwert angesprochen hast, weil das checken die wenigsten, denn die Leute und ich glaube, das betrifft wirklich fast jeden, denken Insulinsensitivität ist gleich Blutzucker. Das ist Quatsch. Insulinsensitivität beschreibt die Fähigkeit vom Körper mit Insulin, am besten mit wenig Insulin Blutzucker zu senken und in die Zellen zu bringen. Und deshalb ist der Blutzuckerwert für die Insulinsensitivität nur sehr bedingt aussagekräftig, denn es kann sein, ihr habt den geilsten, perfektesten Nüchternblutzucker der Welt, 70 mg/dl, aber die Bauchspeicheldrüse schüttet einfach so viel Insulin aus, um den dort zu halten und dann habt ihr schon Insulinresistenz oder eine verminderte Insulinsensitivität, denn es ist tatsächlich so, dass man schon seit Jahren, wirklich seit Jahren Insulinresistent sein kann und noch einen geilen Nüchternblutzucker haben kann, wenn die Bauchspeicheldrüse einfach nonstop viel zu viel Insulin produziert und auch das ist unfassbar ungesund und dementsprechend dort muss man auf jeden Fall auch mal entweder den Insulinwert und oder den C-Peptidwert abnehmen, denn C-Peptid ist quasi ein Stoffwechselprodukt, wenn der Körper Insulin herstellt. Und ich muss sagen, ich mag beide Werte sehr gerne, aber ich finde für meine persönliche Situation gerade ist C-Peptid noch cooler, weil der Wert ist nicht so schwankungssensitiv. Das bedeutet, bei Insulin ist das Problem auch HOMA-Index, der Wert an sich ist der geilste Wert der Welt. Problem ist, der wird super leicht verfälscht, ne? Wenn man dann Nacht schlecht geschlafen hat, wenn man mal kurz ein bisschen Stress hatte, weil natürlich mal was gegessen hat, was man natürlich nicht machen sollte vor der Blutabnahme, ähm wird der Wert brutal verfälscht und der Wert wird auch verfälscht durch natürlich Insulin. Gerade, wenn man ein Basalinsulin wie Lantus arbeitet, da muss man das wirklich mehrere Tage vom HOMA-Index, vom Nüchtern-Insulin weglassen, weil ansonsten kann es sein, dass irgendwie so ein HOMA-Index von 10 habt, also Typ-2-Diabetes-Level 1000 ungefähr und dementsprechend muss man leicht aufpassen. Beim C-Peptid, das ist so, der hat eine längere Halbwertszeit und der wird weder von Insulinantikörpern noch von exogenem Insulin erhöht. Das heißt, das C-Peptid wird wirklich nur dadurch erhöht, dass euer Körper, eure Bauchspeicheldrüse selbst Insulin herstellt. Und deshalb gibt es auch statt den HOMA-Index, den C-Peptid-Glukose-Quotienten, der im Grunde genau dasselbe ist, nur nicht so anfällig für Störfehler oder auch diese exogenen Faktoren, aber auch der C-Peptidwert kann, genau wie der Insulinwert, auch durch HGH verfälscht werden. Denn wenn Leute morgens um 8 Uhr eure Blutabnahme haben oder am Abend um 22 Uhr noch ihr HGH schießen, da ratet mal, was passiert. Der Körper wird dadurch auch indirekt ein bisschen Insulin ausschütten. Was heißt, der HOMA-Index ist akut verfälscht und auch der C-Peptid wird ebenfalls akut verfälscht, wie auch der Blutzucker logischerweise. Und deshalb hatte ich das auch schon erlebt, dass Leute wirklich eigentlich eine gute Insulinsensitivität hatten und trotzdem HOMA-Index von sowas echt nicht cool ist, muss man sagen. Und wenn sie dann mal das HGH z.B. einfach 24 Stunden von der Blutabnahme weggelassen haben, war der HOMA-Index bei sowieso 0,6. Also geiler HOMA-Index. Ja, absolut. Ja, was also vielleicht mal noch ganz kleine Side-Note ist, der C-Peptid-Wert, dem wurde früher tatsächlich, ich weiß gar nicht mal, wie es
Heute ist tatsächlich auch Insulinmissbrauch in der Doping-Analytik nachgewiesen, ne? Weil du eben anhand dieses Wertes unterscheiden kannst, wurde Exogeninsulin zugeführt, ja, vor einem Radsport damals beliebter Wert. Ähm, oder ist es endogenes Insulin gewesen? Ja. Ah, ich wusste gar nicht, dass das auch im Doping sozusagen, also sozusagen zur Doping-Ermittlung verwendet wurde, aber das ist interessant.
Und generell, was ich eigentlich auch mal ansprechen sollte, ist: Der Wert ist auch sehr cool, um zwischen Typ-1- und Typ-2-Diabetes zu differenzieren. Denn es ist so: Bei Typ-2-Diabetes, Insulinresistenz, was für uns Bodybuilder viel relevanter ist, ist der Wert halt erhöht, was zeigt, der Körper, die Bauchspeicheldrüse muss sehr viel Insulin schütten, um den Blutzucker auf dem gesunden Niveau zu halten.
Bei Typ-1-Diabetes, das heißt, die Bauchspeicheldrüse ist nicht mehr dazu in der Lage, genug Insulin zu produzieren, was Bodybuilder fast gar nicht betrifft, außer man hat einfach dort eine schlechte genetische Veranlagung, hat über Jahre extrem HGH-Missbrauch betrieben, extrem viele Kohlenhydrate gegessen. Aber auch dort passiert das eigentlich nicht wirklich. Kann es halt auch zu Typ-1-Diabetes kommen und dann ist der C-Peptid-Wert sehr niedrig, extremst niedrig, auch weit unter der Referenz, weil die Bauchspeicheldrüse offensichtlich kein Insulin herstellen kann oder noch sehr, sehr wenig, weil es muss ja nicht immer sein, dass null Insulin hergestellt wird, aber es kann halt einfach zu wenig hergestellt werden.
Also beides ist niedrig, sowohl der Insulinwert als auch der C-Peptid-Wert. Ja, auf jeden Fall ein Diabetiker im Keller. Ja, und das Coole halt bei einem Typ-1-Diabetiker ist halt dann die Person, die muss natürlich nonstop Insulin nehmen, was bedeutet, dass dort der C-Peptid-Wert ein bisschen cooler ist und halt dort auch quasi halt durch die exogene Insulinzufuhr nicht den Insulinwert selbst zu verfälschen.
Ansonsten habe ich den HbA1c so kurz angeschnitten, durchschnittlicher Blutzucker der letzten 8 bis 12 Wochen im Wunderfach Glucose, die an Hämoglobin, weil der Wert heißt der HbA1c, H für Hämoglobin und misst halt quasi sozusagen so die Zuckerverklumpung, die am Hämoglobin dran sind. Kann deshalb auch theoretisch durch einen krass erhöhten Hämoglobinwert leicht verfälscht werden. Sogar tatsächlich kann es auch ein bisschen was mit der Zinkzufuhr zu tun haben, aber das würde jetzt, glaube ich, den Rahmen bisschen sprengen. Dennoch ziemlich cooler Wert, weil er ist halt nicht so sensitiv für Messfehler.
Aber auch hier ist es so: Ihr könnt einen tollen Langzeitblutzucker haben, aber trotzdem insulinresistent sein, wenn die Bauchspeicheldrüse nonstop sehr viel Insulin rausfeuert. Und ich finde auch, der HbA1c-Wert ist mal wieder so ein Beispiel für die schönen deutschen Referenzwerte, weil dort ist so: Wenn du unter 5,7 bist, dann ist so richtig geil, wow, also wirklich hammergeil. Und ab 5,7 könnte es dann potenziell eine Insulinresistenz sein und ab 6,5 wird's erst angeblich kritisch.
Ich selbst habe meinen Cutoff bei 5,2, was ungünstig ist, weil ich bei 5,3 bin, wie ich heute gesehen habe. Aber was ist dein persönlicher Cutoff? Mein persönlicher Cutoff-Value in Bezug, also wenn reden wir jetzt auch über Insulinresistenz, ja, einfach generell, wenn Athlet zu dir kommt, wenn du dein Blutbild anschaust, wo darf oder soll der HbA1c sein, ne? Ich meine, manchmal, wie jetzt bei mir, der ist 0,1 erhöht, ist noch in Ordnung, aber ich würde ihn lieber bei 5,2 oder niedriger sehen.
Soll ich dir sagen, warum ich mich nicht für diesen Wert so enorm interessiere, sondern was mein Hauptmessverfahren ist? Ähm, ist einfach Nüchternglukose oder Glukoseverlauf über den Tag. Denn wie gesagt, wir sehen, wann wird dann auch Hb... ich meine, diese Werte, die geben dann langfristigen Durchschnitt, ja, ähm, geben uns Information über den Verlauf über mehrere Wochen, Tage etc. und so weiter und so fort. Und wie du auch eben schön gesagt hast, der C-Peptid und HOMA-Index sind eben sehr störanfällig, wenn wir akut Blutbild machen.
Ja, das Schöne ist, du kannst deine Insulinsensitivität so top testen, alleine zu Hause. Ähm, und das einfach über deinen Glukose-Blutglukose-Wert. Bedeutet, das empfehle ich auch, wie gesagt, immer jedem: Wenn wir morgens ähm erhöhte Blutglukosewerte haben, weil wir eben viel Muskelmasse haben, ja, das bedeutet Glukoneogenese ist hoch, wir äh wir konsumieren viel Protein, plus man schießt sich abends noch HGH, dann hat man erhöhten Glukosewert. Morgens macht man 30 Minuten Cardio, wenn der sinkt, ist alles gut. Aktivierung GLUT4, Insulinresistenz ähm ist somit mehr oder weniger nicht vorhanden. Das bedeutet, wenn euer Blutglukosewert über den Tag sinkt, vor allem mit Aktivität, ja, nach Muskelkontraktion, dann habt ihr keine Insulinresistenz.
Und noch mal, das sage ich so oft schon: Ihr als Bodybuilder seid die Population, die am unwahrscheinlichsten eine Insulinresistenz entwickelt. Das ist eben diese Pseudinsulinresistenz.
Das Ding ist, ich würde hier begrenzt recht geben in zwei Punkten, und zwar erstmal, was so Bodybuilder und die Gefahr für eine Insulinresistenz angeht. Ich sehe tatsächlich schon ein sehr großes Risiko sogar tatsächlich. Denn klar, an sich, wir machen Krafttraining, wir haben eine krasse GLUT4-Expression, wir haben viel Muskulatur, die Glukose aufnimmt. Diese Faktoren sorgen jetzt erstmal für eine geniale Insulinsensitivität und top haben wir dann noch meistens einen niedrigen KFA, natürlich nicht immer, aber wir machen schon sehr vieles, was die Insulinsensitivität total verbessert und im Idealfall ernähren wir uns noch gesund.
Das Ding ist nur, wir ernähren uns zwar vielleicht gesund, aber trotzdem sind die Mengen natürlich enorm. Das heißt, selbst in der Diät so kann ich eigentlich... könnte oder ich könnte einfach 4000 Kalorien essen, ich würde trotzdem abnehmen, ne? Das bedeutet, rein die Mengen, die wir essen, die sind schon hart und on top kommen natürlich diverse Störfaktoren rein. Einmal hast du ja schon quasi halb angeschnitten HGH, aber auch man kann auch easy jetzt einfach mal HGH nehmen in normalen Zustand und man wird nicht insulinresistent, das ist Quatsch. Aber wenn man natürlich jetzt noch die anderen Faktoren mit rein nimmt, die sogar von Roids entstehen, wie gerade sehr, sehr stark erhöhter oxidativer Stress, sehr hohe Entzündungswerte, all das belastet die Insulinsensitivität on top.
Und deshalb muss ich sagen, gerade in der Praxis sehe ich das wirklich krass, wie Leute echt Probleme in die Richtung haben. Und ich rede jetzt nicht nur von Nüchternblutzucker, da natürlich auch, aber auch von HbA1c, ich rede auch von HOMA-Index, vom C-Peptid-Wert, auch vom Adiponektinwert, komme ich gleich noch drauf zu sprechen, dass da wirklich im Bodybuilding die Leute meistens überraschend schlecht aufgestellt sind.
Das heißt, wie gesagt, an sich, rein von dem, was wir machen, machen wir ganz, ganz vieles richtig, aber wir machen halt auch ganz, ganz vieles falsch sozusagen. Und ich würde sagen, netto überwiegt eher der Schaden, den wir der Insulinsensitivität zuführen, anstatt dass der Nutzen und die positiven Effekte überwiegen. Das kann man jetzt natürlich nicht pauschalisieren. Es gibt natürlich viele Bodybuilder, die haben eine geniale Insulinsensitivität, das ist gar keine Frage, aber ich sehe, wie gesagt, gerade in der Praxis unfassbar häufig, dass da Leute schon echt harte Probleme haben.
Und das andere ist dann noch mal kurz die Erfassung vom gerade Nüchternblutzucker zur Insulinsensitivität. Da, wie gesagt, kann halt durch so viele Störfaktoren der Wert so leicht beeinflusst werden, dass gerade Nüchternblutzucker ähm ich schon interessant finde, aber nicht zu interessant. Denn abgesehen von der späten Mahlzeit, so dann man vielleicht noch Retardit, Magenentleerung verlangsamt, ist erst recht der Blut noch biss... aber morgens ist halt auch so, dass wir Bodybuilder natürlich auch dazu neigen, in der Nacht sogar mal zu verzuckern. Das bedeutet, es gibt etwas, das nennt sich den Dawn-Effekt. Das kennst du wahrscheinlich, dass man quasi einfach nachts kurz aufwacht, unterzuckert, dann muss halt einfach Glukagon ausgeschüttet werden, um Blutzucker wieder hochzuregulieren und dann hat man halt beim Aufwachen, man misst meinen erhöhten Blutzucker, was ja eigentlich echt richtig schlecht ist, obwohl man eigentlich nicht unbedingt eine schlechte Insulinsensitivität hat.
Was ich da aber schon wertvoller finde, das hast du auch komplett richtig gesagt, ist, im Laufe des Tages seinen Blutzucker zu messen. Wie lange braucht mein Körper eigentlich, um nach einer Mahlzeit mit der standardmäßigen Kohlenhydratmenge den Blutzucker auch wieder zu senken? Und wenn der einfach nicht runtergeht, dann ist das leider kein gutes Zeichen, muss man ganz ehrlich sagen, ne? Ähm, aber auch hier, wie gesagt, kann das einfach, finde ich, so leicht durch eine erhöhte Insulinproduktion das Risiko auch steigen, dass der Blutzuckerwert selbst nicht ausreicht tatsächlich.
Ja, also wie gesagt, ähm, ich habe tatsächlich noch nie einen Bodybuilder mit Insulinresistenz tatsächlich gesehen, wenn man dann eben die genaueren Testungen gemacht hat. Und ich gebe dir aber völlig recht und deshalb bin ich ja kein Verfechter eben von diesen übermäßigen Kohlenhydratmengen, ne? Und da sehe ich einen absoluten Trend, der in den letzten Jahren komplett in die falsche Richtung gegangen ist. Diese Kohlenhydratmast, gerade im Bezug auf oxidativen Stress, ähm, äh, mitochondriale Stressschädigung, äh, wiederum Herzmuskelprobleme und so weiter und so fort.
Ich kenne niemanden tatsächlich, der ein Kilogramm an Kohlenhydraten braucht, um zu wachsen, weil er diese nicht verbraucht, ne? Und wenn du, klar, wenn du halt, sagen wir mal, was hast du für eine Time under Tension in dem Beintraining, in dem zweistündigen Beintraining? Vielleicht 25 Minuten? Niemals, niemals so viele, deutlich weniger. Ja, auf jeden Fall. Ähm, deshalb und du siehst ja gerade, ich sage immer, der Radsport ist ein perfektes Beispiel dafür. Wenn du das und da ich hatte, ich hatte früher Radsportler bei mir, die haben am Tag 400, 500 g Zucker konsumiert, rein Zucker, weil die ihn umgesetzt haben. Ja, also oder Ausdauersportler, Triathleten.
Wenn man das eben, sage ich mal, umsetzt, dann ist das kein Problem. Aber klar, wenn du als Bodybuilder nur einmal am Tag anderthalb Stunden trainieren gehst und dich dann eben mit einem Kilogramm Kohlenhydraten zuknallst, die du höchstwahrscheinlich nicht brauchst, dann wird das problematisch. Aber deshalb sage ich, mach da lieber, ne? Arbeitet an diesen Punkten, versucht die zu verändern, an denen Schrauben zu drehen und dann werdet ihr eigentlich nie eine Problematik diesbezüglich bekommen.
Das Problem ist halt, wenn man ein gewisses Maß an Kalorien braucht, um in den Überschuss zu kommen, was natürlich gerade bei Leuten auch mit schnellem Stoffwechsel, da bin ich auch ein Teil davon, auf jeden Fall der Fall ist. Da muss man natürlich trotzdem Kalorien irgendwie reinbekommen, ne? Und du möchtest jetzt natürlich deine Kalorien nicht über Protein einfach decken, ne? Da dein Bedarf decken, dann war's das. Wenn du Bock auf ein bisschen Protein aus geschmacklichen Sättigungsgründen hast, auch cool. Ich z.B. auch, also ich esse jetzt über 5000 Kalorien am Tag, ich bin voll hungrig, also ich esse gern viel Protein. Aber wenn du natürlich die ganzen extra Kalorien dann versuchst mit Fett zu decken, was natürlich rein volumenmäßig erstmal nach einer netten Idee klingt, dann ist dort das Problem, dass gerade gesättigte Fettsäuren auch kein Spaß für die Insulinsensitivität sind.
Das heißt, Fett ist jetzt auch nicht gleich Fett, ne? Das heißt, man kann jetzt das Fett von Oliven und Avocado nicht vergleichen mit dem aus irgendwie Pommes oder so, ne? Weil gerade gesättigte Fettsäuren sind für die Insulinsensitivität, ich finde gerade auch auf einer Kalorie-pro-Kalorie-Basis deutlich schädlicher als Kohlenhydrate, weil die gesättigten Fettsäuren können auch ein Zeit der Zähnenbrand werden, dass halt auch das Insulin schlechter quasi Glukose in die Zelle reindrücken kann. Weshalb ich sagen muss, gerade Homing an gesättigten Fettsäuren finde ich problematischer als Kohlenhydrate, aber trotzdem finde ich, merkt man auch ein bisschen, dass Leute mit mehr Kohlenhydraten oft im Training bis zu einem gewissen Punkt besser performen.
Ich würde jetzt nicht sagen, dass der Punkt bei Kilo ist, weil am Ende des Tages, da hast du vollkommen recht, man verbraucht halt nicht so viele Kohlenhydrate. Das heißt, dass man wirklich das braucht, das ist natürlich Quatsch, ne? Aber auch rein verdauungstechnisch z.B., ne? Wenn man halt dann irgendwie 200 g Fett essen muss, um auf seine Kalorien zu kommen, da hat die Verdauung einfach durch die verlangsamte Verdauung von Nahrungsfett auch nicht unf.
Aber das ist ja jetzt, wie gesagt, ist ja das, was ich meine, ist: Ich kenne ja, ich sehe ja viele Leute, die dann eben, was weiß ich, ein Kilogramm Kohlenhydrate essen und 30, 40 g Fett. Also, weißt du, es gibt ja noch was zwischen 200 und 40. Klar, klar. Aber da würde ich mich tatsächlich auch mit einordnen. Also, jetzt bisschen übertrieben gesagt, ne? Ich glaube, ich esse jetzt gerade so roundabout 800 g Kohlenhydrate so und so 50 g Fett, also ich sag mal ähnlich von dem, was du gerade beschreibst. Und ich merke das auch sehr stark bei mir selbst, dass z.B. 100 g Fett selbst, und ich meine, ganz ehrlich, sind 50 g Fett, das sind nicht viele Kalorien, die du damit deckst, dass das meine Verdauung schon wirklich hart verlangsamt, tatsächlich. Und ich meine, 50 g Fett, das sind 450 Kalorien. Damit spare ich mir dann so 100 g Carbs ein, so ja, ganz nett. Aber ob das jetzt dann irgendwann 900 oder 800 g Carbs sind, macht nicht so einen krassen Unterschied, finde ich. Aber wenn ich merke, boah, meine Verdauung, die ist viel schlechter, die ist viel langsamer, dann würde ich auf jeden Fall sagen, da profitiere ich schon eher von den Carbs rein performancetechnisch, weil sie einfach viel schneller durchgehen.
Auch wenn natürlich meine Muskelglykogenspeicher sind irgendwann voll, ne? Da geht halt nicht irgendwann noch mehr und noch mehr und noch mehr rein. Und das Schöne ist, man kann ja auch wirklich den Körper auch gerade bei Kohlenhydraten sehr stark unterstützen, indem man Verdauungsspaziergänge nach jeder Mahlzeit macht, weil da weißt du selbst, wir können sehr schön GLUT4 aktivieren, was dazu führt, dass halt auch insulinunabhängig die Carbs in die Muskulatur reingeschleust werden. Und bei Fett z.B. gehen halt solche Strategien teilweise zum halt ein bisschen weniger, ne? Deshalb das würde ich tatsächlich ein Stück weit anders sehen, aber ist trotzdem schön, da auch mal ein bisschen zu diskutieren. Absolut. Ja, und ja, ansonsten, ich hätte noch einen letzten Marker tatsächlich bezüglich Insulinsensitivität und das ist ein Marker, den kennt wahrscheinlich fast niemand, das ist der Adiponektinwert. Das wird vom subkutanen Fettgewebe produziert und das verbessert tatsächlich die Insulinsensitivität, ja, und dementsprechend ist ein niedriger Adiponektinwert auch verbunden mit einer Insulinresistenz oder Typ-2-Diabetes und erhöht sogar das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Nachteil bei dem Wert ist tatsächlich der Preis, der kostet etwa 50 €. Also ist ein bisschen hart, aber dafür wird der sehr, sehr, sehr schwer verfälscht und er misst relativ sensitiv. Das heißt, es ist ein super wertvoller Wert, den ich in der Praxis nur sehr selten abnehme, einfach weil die wenigsten Leute Bock haben und on top da noch mal 50 € für auszugeben, was man jetzt aber auch niemanden böse nehmen kann, muss man dazu sagen. Und wie gesagt, dahingehend finde ich den Wert super geil, weil der kann auch nicht durch irgendwie Insulingaben verfälscht werden. Ich meine, du kannst theoretisch was essen und danach den Wert noch abnehmen lassen und der wird dadurch nicht verfälscht. Ich meine, ich würde Blut generell nüchtern machen, aber dadurch, dass er überhaupt nicht verfälscht wird und so viele Werte im Bodybuilding sehr anfällig sind, durch die Dinge, die wir machen, verfälscht zu werden, ist das schon echt wertvoll. Und neben dem der Auskunft über die Insulinsensitivität kriegen wir noch eine Auskunft über das Risiko fürs Herz-Kreislauf-Erkrankungen und noch mal ein Stück weit. Deshalb dahingehend finde ich den Wert cool, aber wie gesagt, in der Praxis für viele nicht relevant, weil die sich wahrscheinlich sagen: "Boah, 50 €, da kannst mich ab mit jagen gehen."
Ja, absolut, genauso. Und ja, dann Triglyzeride kann man vielleicht noch sagen, also, ne, Triglyzeride und HDL-Quotient äh sind auch oft Marker für eine Insulinresistenz, ne? Das nennt man. Aber würde ich tatsächlich eher sagen bei normalsterblichen Menschen, nicht bei Leuten auf Stoff, weil dadurch, dass HDL so krass runtergeht, sagt das nichts mehr aus. Bei jemandem jetzt aber, ich sag mal Normales, da ist der Quotient schon okay. Also jetzt nicht genau, aber er ist halt günstig, weil beide Werte kosten 2, 3 €. Ja.
Und ja, dann würde ich sagen, gehen wir mal zur Niere oder möchtest du noch irgendwas anderes diesbezüglich ansprechen? Ich glaube, diesbezüglich haben wir eigentlich alles angesprochen, so was ich jetzt aus dem Kopf habe. Okay. Niere. Ja. Ähm, dann Niere, welche Werte ziehst du dort gerne in Betracht? Weil bei der Niere ist, glaube ich, das Problem, die meisten Leute haben keinen Bock auf einen Urintest, was aber eigentlich schon sehr sinnvoll wäre für viele.
Ja, ich wollte schon gerade sagen, also Niere müssten wir eigentlich aufteilen eben in Urintest und eben in ähm in Bluttest. Äh gut, Bluttest ist natürlich äh Kreatinin und Zystatin C ähm wenn wir das Blut abnehmen. Und ansonsten äh als äh Urin, da kann man jetzt sagen, okay, äh gehört auch irgendwie zur Leber. Ähm wäre Albumin noch gewesen. Ähm also Albumin in Bezug auf äh äh den Urintest. Ja, lass uns mal gerne mit den einzelnen Blutwerten anfangen und danach zu den Urinwerten rübergehen.
Okay, gut. Äh gut. Kreatinin, ne? Ich glaube, kennt eigentlich jeder. Abbauprodukt aus dem Muskelstoffwechsel von Kreatin, Kreatinphosphat. Ähm wird tatsächlich äh oder steigt, das steigt natürlich an, wenn die glomeruläre Filtrationsrate abnimmt. Ähm ist aber, wie gesagt, stark korreliert mit der Muskelmasse. Ja, und ähm deshalb ist es ein wichtiger Marker, denn gerade ich lasse es, ich lasse eigentlich Kreatinin häufig abnehmen, weil der Verlauf einen guten Trend gibt über die Nierengesundheit, selbst wenn wir natürlich mit mehr Muskelmasse einen erhöhten Wert haben. Mhm.
Dazu kann ich kurz eine witzige Anekdote reinwerfen, und zwar im Blutbild von heute. Ähm, habe ich auch Kreatin mitbestimmen lassen und dort kurze Backgroundinformation: Ich hatte am Tag vom Blut zwar Restday, aber davor habe ich durchtrainiert und ich nehme 30 g Kreatin am Tag zu mir. Mein Kreatininwert war trotzdem nur bei 0,78, glaube ich, also war so mittlere, bisschen vor, was untere Referenz sogar tatsächlich. Das bedeutet, dahingehend muss man auch sagen, der Wert, der muss nicht erhöht sein, weil ich weiß noch, ich habe auch mal Leuten erklärt, dass der Zystatin-C-Wert, kommen wir gleich auf zu sprechen, der kann tatsächlich von Schilddrüsenhormonen und HGH verfälscht erhöht werden und hat jemand gesagt: "Das stimmt ja gar nicht, schau mal, ich habe hohe Schilddrüsenwerte und hohen IGF-1-Wert und der ist gar nicht erhöht." Ja, das muss nicht bei jedem gleich sein. Jeder Mensch ist unterschiedlich. Das heißt, wenn andere Leute wie ich 30 g Kreatin zu sich nehmen würden und trainieren würden, hätten die vielleicht einen Kreatininwert von 1,5, obwohl alles cool ist. Und ich habe einen, der nur halb so ist. Das heißt, man kann sowas nicht pauschalisieren und sagen so: "Ja, nur weil bei dir das so ist, ist das bei mir auch so." Nein, absolut nicht, ne?
Und deshalb, ich finde, Kreatinin darf man ruhig mal mit abnehmen, auch wenn man natürlich on top noch Zystatin C bestimmen lassen sollte, weil Kreatinin, der kostet halt fast gar nichts. Und das Problem bei Kreatinin finde ich tatsächlich nicht nur, dass er durch so Training und Kreatin verfälscht werden kann, sondern vor allem, dass er sehr unsensibel ist, weil bis Kreatinin ansteigt, muss die glomeruläre Filtrationsrate halt um mindestens 50 % reduziert sein. Das heißt, bis Kreatinin wirklich was aussagt, ist es eigentlich schon grenzwertig zu spät, würde ich behaupten. Und Zystatin C ist ein Früherkennungsmarker. Dasselbe geht auch für den Albumin-Kreatinin-Quotienten, den du ja auch schon erwähnt hast. Kommen wir gleich noch drauf zu sprechen, aber erstmal bei Kreatinin, wie gesagt, finde ich es so nice to have. Und wenn man jetzt noch bedenkt, dass Zystatin C, was halt auch die wenigsten wissen, nicht nur nierenspezifisch ist, sondern auch durch andere Dinge erhöht werden kann, die halt zwar nicht Training sind, aber z.B. Entzündungen können ihn erhöhen. Das heißt, wir haben auch einen sehr stark erhöhten CRP-Wert hat z.B. oder, wie gesagt, das ist mein Favorit, HGH und Schilddrüsenhormone. Schilddrüsenhormone oder auch eine Hyperthyreose können nierenunabhängig Zystatin C erhöhen. Und dasselbe gilt für HGH und IGF-1 und das sind beide Sachen, die sind sehr häufig im Bodybuilding-Einsatz und das habe ich bei mir selbst schon oft beobachtet, dass Zystatin C durch diese Faktoren sehr stark erhöht wurde, obwohl es meinen Nieren top ging. Und deshalb habe ich halt zum Zystatin-C-Wert noch den Albumin-Kreatinin-Quotienten im Urin bestimmen lassen, was auch ein Früherkennungsmarker ist. Das heißt, der ist auch super sensitiv und der war brutal geil. Deshalb da muss man wirklich mal ganz vorsichtig sein.
Und witzigerweise ist auch so, dass Zystatin C nicht nur erhöht, sondern auch erniedrigt werden kann, wenn man eine Hypothyreose, also eine Schilddrüsenunterfunktion hat oder ähm wenn man einen sehr niedrigen IGF-1-Wert hat. Und bei Kreatinin, das ist quasi der Wert, der exakt das Gegenteil von Zystatin C ist, weil Kreatinin wird durch Schilddrüsenhormone, also hohe Spiegel und hohe IGF-1-Spiegel tatsächlich sogar ähm erniedrigt und andersrum durch eine Schilddrüsenunterfunktion und niedrige IGF-1-Spiegel sogar erhöht. Das heißt, da ist es eigentlich ganz cool, wenn man beide Werte am Start hat.
Ja, absolut. Deshalb lasse ich auch immer beide eigentlich messen, ähm, um einfach, wie gesagt, und das muss man jetzt auch einfach mal sagen, ein Blutbild sagt euch mehr oder weniger nur eingeschränkt, was. Blutbilder werden erst wirklich effektiv, wenn man mehrere Bilder macht über die Zeit, damit ihr eben kontrollieren könnt. Ja, also nicht immer direkt in Panik verfallen, wenn mal ein Marker erhöht ist, sondern ihr seht über die Zeit und vielleicht sind gewisse Marker bei euch immer einen Ticken erhöht, ja? Ähm, und dann dann sieht man das eben. Ja, das ist einfach, glaube ich, ganz wichtig zu sagen.
Ja, deshalb mache ich das, wie gesagt, auch so mit einmal Athleten, dass man wirklich tabellarisch die verschiedenen Blutbilder mit den wichtigsten Erkenntnissen festhält, weil das Problem ist halt, wenn man, egal ob als Athlet oder als Coach, sich mal dann halt alle 16 oder 20 Wochen ein Blutbild anschaut, dann weiß man noch nicht mehr auf Kopf, wo war vor 20 Wochen der Kreatininwert. Wenn man das aber tabellarisch genau festhält und ah, okay, da war ja das, das war mein Stack hier mit Datum eingetragen, das habe ich seitdem verändert und das hat sich jetzt so und so auf mein ausgewirkt. Wenn man halt nicht nachhält, dann finde ich, sind auch so anekdotische Erfahrungszeiten einfach wertlos. Das heißt, deshalb sage ich auch oft, Oldschooler, die machen vielleicht seit 20, 30 Jahren Bodybuilding, aber Erfahrungswerte sind teilweise komplett wertlos, weil die überhaupt nichts nachvollziehbar gestalten. Denn wie will man dann wissen, wie hat sich jetzt dieses Supplement oder dieses PED auf meinen z.B. Zink ausgewirkt, wenn man es nicht dokumentiert hat, was habe ich damals genommen und wie stark hat durch diese Intervention sich halt der Wert auch verändert?
Absolut, absolut. Erst äh, wie gesagt, ähm, die wiederholte Messung gibt erst Informationen. Ja, deshalb ist es auch äh, das kann man ja auch aufs Training beziehen. Wenn du jedes Training mit einer anderen Übung anfängst, wie willst du was vergleichen? Ob du 100 % dann... Bevor wir zu den Urinwerten gehen, gibt es noch andere Werte, z.B. Harnsäure und Harnstoff, die du gerne abnimmst?
Ähm, lasse ich tatsächlich meistens außen vor. Sollte man wahrscheinlich machen. Ähm, ich bin auch ganz ehrlich, ich habe so ein paar Blutwertfetischisten im Coaching, bei denen würde ich sowas oder mache ich sowas absolut. Und dann gibt's ein paar Leute, ähm, ja, die sind mehr oder weniger schon mit allem überfordert, die pisst schon an, wenn da äh, ne, überhaupt ein Blutbild gemacht wird und wenn sie dafür Geld ausgeben müssen. Und den muss man das natürlich auch vermitteln, warum die jetzt einmal mindestens 300 € oder das Ganze zweimal im Jahr machen und dann versuche ich doch, auch wenn es jetzt billiger ist, äh, gewisse Werte oder nicht zu viele Daten zu sammeln.
Der Athlet, der 800 € für Peptid und Stoff ausgibt: "Wie jetzt? Ich soll ein Blutbild machen, das ist doch viel zu teuer!" Ja, so ist es. Das ist aber auch die Realität. Prioritätensetzung, die ist halt wirklich witzig, ne? Das bedeutet, es geht halt wirklich um die Gesundheit und wenn man es halt auch mal übertrieben sagen möchte, es geht ein Stück weit um Leben oder Tod. Ich meine, man wird natürlich jetzt, egal, was man macht, nicht akut Steroide sterben, keine Frage, aber das sind Werte, die muss man messen. Das ist nicht so, die sollte man messen. Wenn man das nicht macht, dann ist man grundlegend dämlich und einfach verantwortungslos. Ja, ja, ja.
Ja, ich, ich würde vielleicht ganz kurz was zu Harnsäure und Harnstoff sagen. Muss ich sagen, sind Werte, die bestimme ich auch nicht bei jedem. Finde ich teilweise auch nicht so krass aussagekräftig, weil Harnsäure ist quasi etwas, was beim Purinabbau besteht. Purin ist halt auch in Fleisch, gerade in Wurstwaren enthalten. Das heißt, wer viel Fleisch isst, kann auch einen erhöhten Harnsäurewert haben, ohne Nierenproblem zu haben. Wenn aber auch hier, wie du richtig gesagt hast, im Laufe der Zeit der Harnsäurewert immer steigt und steigt und steigt und steigt und man isst jetzt nicht doppelt Fleisch, könnte vielleicht ein negativer Indikator sein. Harnstoff ist noch viel ungenauer, denn Harnstoff entsteht egal bei welcher Proteinquelle, weil Harnsäure kann zwar durch Fleisch erhöht werden, aber jetzt nicht durch irgendwie Magerquark oder Whey, aber Harnstoff entsteht immer bei Proteinabbau und wenn man halt dann seine 2, 300 g Protein am Tag isst, dann hat man auch nicht unwahrscheinlich einen netten Harnstoffwert. Auch hier nicht jeder, z.B. ich habe einen recht niedrigen Harnstoffwert und mein Harnsäurewert ist sogar unter der Referenz. Das heißt, auch hier wieder mal kann ich sagen so: "Ja, ich esse Protein, er ist erhöht", sondern nein, es ist immer individuell, aber trotzdem kann es sein, dass der Wert durch viel Protein erhöht ist. Muss aber nicht und ich esse, glaube ich, über 300 g Protein am Tag, nicht weil ich muss, sondern weil ich einfach Protein total gerne esse.
Absolut. Ja, wie gesagt, es gibt eben diese Marker, die äh verzerrt werden durch einfachen erhöhten Proteinkonsum, erhöhte Muskelmasse und so weiter und so fort oder Fruktose, ne, gibt's ja auch äh gerade bei der Harnsäure. Ähm, deshalb muss man dann als Coach gewisse Parameter außen vorlassen. Harnsäure wäre jetzt einer, da investiere ich das Geld lieber in ApoB. Ja, safe.
Ich meine, auch Harnsäure muss man sagen, glaube ich, ist echt nicht teuer, aber es ist, es hat keine Pflicht, ne? Harnsäure finde ich, könnte auch im Kontext von oxidativem Stress manchmal ein bisschen sinnvoll sein, weil Harnsäure ist so im Blut mit einer der wichtigsten, stärksten Antioxidantien, aber es geht natürlich auch viel darum, wie viel antioxidatives Potenzial und Schutz hat man in den Zellen und nicht im Blut. Aber das ist noch eine etwas andere Geschichte. Trotzdem, bevor wir jetzt auf die Urinwerte von den Nieren zu sprechen kommen, habe ich noch einen letzten Wert im Blut, den wahrscheinlich fast niemand kennen dürfte. Das ist der symmetrische Dimethylarginin-Wert und der Grund, dass es fast niemand kennt, ist folgender, weil der Wert fast nur in der Veterinärmedizin vorkommt. Das bedeutet, am Menschen ist der leider noch nicht gut integriert in der Labordiagnostik, was sehr schade ist, weil es ebenfalls wie Zystatin C ein Früherkennungsmarker ist und er wird nicht durch Bodybuilding-Faktoren beeinflusst. Das heißt, er wird nicht durch Training, Muskulatur, Protein, Schilddrüsenhormone, HGH und so weiter beeinflusst. Das heißt, eigentlich wäre das so der geilste Wert überhaupt, aber da muss man sportlich sein und erstmal ein Labor finden, das hat den Wert auch misst. Deshalb, Michel, kläre uns bitte auf über Urinwerte.
Ähm, ja, so Nierenwerte im Urin. Ja, äh, Nierenwerte im Urin. Ähm, gut, also sind, soll, wie gesagt, haben wir schon gesagt, Urinuntersuchung sollte äh ergänzend ähm zur Blutuntersuchung eigentlich stattfinden. Ähm, gibt uns Informationen über noch mal die Struktur, ob da wirklich alles stimmt und ist meistens wirklich vor allem akut, deutlich, deutlich besser als äh die Blutwerte. Ne, äh Urindiagnostik, so wie ich das weiß, besteht oder kann man im Labor machen, kann man auch zu Hause machen, ne? Mit Teststreifen z.B. im Labor. Aber die sind jetzt auch nicht wahnsinnig. Genau, ne? Ich meine, die sind cool so ein als Vortest. Genau. Absolut. Also, kann man zu Hause schon mal machen, ne? Ist wahrscheinlich besser, als es gar nicht zu machen, aber man braucht natürlich im Labor eine quantitative Proteinmessung oder eben auch äh mikroskopisch wird da dann auch gearbeitet.
Ähm, ja, was kann man sagen? Ich glaube, Albumin ist eigentlich der Hauptfaktor, ne? Und Gesamtprotein im Urin. Albumin als Transportprotein sollte eigentlich nicht groß in eurem Urin erscheinen. Ja, ähm, wenn es das tut, dann ist eben die glomeruläre Filtrationsrate oder Filtration gestört, ne? Und deshalb, wenn ihr Albumin ausscheidet, dann solltet ihr das auf jeden Fall noch mal selber nachmessen. Und wenn das häufiger vorkommt, dann äh sollte man auf jeden Fall weitere Maßnahmen ergreifen und mal zum Nephrologen gehen.
Lässt du persönlich den Wert lieber in 24-Stunden-Sammelurin oder Morgenurin bestimmen?
Ähm, ich... Oh, jetzt pass mal auf, das ist interessant. Das ist äh, ist im Morgen, so wie ich das mache. Ich mach's auch immer morgens, aber tatsächlich aus praktischen Gründen, weil sonst müssen die Leute halt 24 Stunden lang nur in quasi eine Flasche reinpinkeln und ist halt in der Praxis auch ein bisschen schwieriger umzusetzen. Das heißt, ich mache das immer so, wenn ich ins Labor gehe, mein Blutbild mache, sage ich: "Ey, könnt ihr mir bitte einen Becher mitgeben, der passend ist, dass man da jetzt nicht seinen schönen GN Shaker für nehmen muss und dann ist man da dann auch ganz gut aufgestellt, ne?" Ansonsten ergänzend zum Albumin, sollte man auch den Kreatininwert im Urin nicht nur im Blut bestimmen lassen, weil man kann den Albuminwert nicht wirklich interpretieren, ohne den Kreatininwert ins Verhältnis zu setzen, weil ihr müsst bedenken, wenn ihr z.B. 1 l Wasser am Tag trinkt versus 4 l, dann ist in eurem Urin pro ml natürlich eine komplett andere Albuminkonzentration. Deshalb muss man irgendwie einen Faktor am Start haben, der dann sagt, okay, wie stark verdünnt ist denn der Urin? Und dadurch, dass ihr relativ konstant pro 24 Stunden etwa 1 g Kreatinin ausscheidet, kann man hier einen schönen Quotienten bilden. Und deshalb heißt der Wert auch Albumin-Kreatinin-Quotient, aber auch hier wichtig, natürlich kann eine Kreatin-Supplementierung den Kreatininwert auch im Urin leicht verfälschen, aber jetzt wieder, das wissen die wenigsten, der Wert im Urin wird nur minimal durch Kreatin verfälscht, also wirklich nur ganz, ganz wenig. Im Blut, da kann das schon mal sein. Wie gesagt, bei K ist es nicht wirklich so, dass Kreatin den Kreatininwert sehr stark erhöht, aber hier müsst ihr euch dann das über Sorgen machen. Das bedeutet, es ist nicht so, dass ihr dann sagt so: "Oh, nee, jetzt kann ich den Wert nicht rapportieren, ich nehme Kreatin", sondern nein, den könnt ihr auf jeden Fall trotzdem gerne abnehmen und solltet ihr filtriert wird.
Genau. Und das ist wichtig, also wenn ihr sagt, und das ist meistens so: "Ich möchte meinen Albumin im Urin messen", dann wissen die eigentlich, was sie machen, ne? Dann bekommst du meistens immer den Albumin-Kreatinin-Quotienten hingelegt. Ja, meistens auf jeden Fall. Aber du weißt, Labormitarbeiter in Deutschland ist auch mal eine schwierige Sache. Deshalb sollten es wissen. Ja, also ja, deshalb meine Athleten, wenn die von mir die Liste mit Blutwerten bekommen, die bekommen auch so eine Liste, worauf die achten müssen, mit Abstand von Nahrung, von HGH und sonst was, dass wirklich da nichts schiefgeht, weil ich weiß noch, als ich damals angefangen hatte zu coachen, da hatte ich einmal einen Athleten, der hatte mir so geschrieben und hat gesagt: "Ey, Bienne, ich bin jetzt gerade mal Blutbild machen und ich war jetzt gerade trainieren, habe ich auch meinen Booster getrunken. Ist eigentlich schlimm?" Ich war: "Wie jetzt? Du warst trainiert, hast schon so Pre-Workout-Mahlzeit gegessen, Booster getrunken und sonst was?" Und seitdem habe ich wirklich so eine fette Liste für den Athleten erstellt, worauf die alles achten müssen, weil für uns ist sowas...
Manchmal so selbstverständlich, dass du da nüchtern gehst oder so und auch vorher jetzt kein Kard noch machst. Und dass du trinken solltest, um hydriert zu sein, dass der Hämatokritwert z.B. auch nicht falsch hochgemessen wird oder auch der Cystatin C Wert. Aber für viele normale Leute, die sind so happy wie echt. Oh, okay. Deshalb finde ich das immer ganz wichtig, dass man auch auf die richtigen Parameter achtet und dass man sie standardisiert, dass ihr nicht einmal vielleicht das Blut mit macht, nachdem ihr gestern eure Beine mit Tom Platz zusammen zerfetzt habt und einmal nachdem ihr eine Woche Deload gemacht habt, sondern dass die Umstände immer so relativ gut reproduzierbar sind. Ja, ich empfehle auch immer wirklich zwei Tage Trainingspause vorher. Leute, es kostet ja alles Geld und dann was bringt euch das, wenn ihr ein verfälschtes Wert habt? Also entweder macht ihr es richtig oder ihr lasst es.
Ich mach es tatsächlich mal so, dass ich die Blutwerte immer am Tag nach meinen regulären Rest lege, so dass ich nicht extra ein Rest einlegen muss. So habe ich zumindest ein Tag Rest und bei mir, wie du merkst, mit den Leberwerten, Kreatininwert, da reicht das zum Glück aus, ne? Aber wenn man bei Leuten hat dann sieht, okay, die Werte sind halt immer durch Training ultra verfälscht, dann ja, muss man vielleicht auch mal die Trainingspause ein bisschen verlängern.
Ansonsten, wo wir übrigens das auch gerade mit dem Kreatininwert im Blut erklärt haben, dass man das quasi auch so ein bisschen fürs Verhältnis braucht, fällt mir etwas ein, worüber wir noch gar nicht geredet haben. Da müssen wir noch mal ganz kurz zum Hämatokritwert zurück. Denn es gibt auch ein Wert, der heißt Osmolalität. Der ist ziemlich günstig tatsächlich, kennt zwar die wenigsten, zeigt aber, ob ihr hydriert seid oder dehydriert oder auch überhydriert. Das bedeutet, wenn die Osmolalität zu hoch ist, seid ihr dehydriert und dann wisst ihr, okay, der Hämatokritwert z.B. oder auch der Cystatin C Wert, der Blutzuckerwert und so weiter, die wurden höher gemessen als sie eigentlich sind. Wenn der Wert zu niedrig ist, das kann auch sein, dann seid ihr überhydriert, weil die meisten Leute werden wissen, man muss vor dem Bluttest was trinken, damit halt Werte wie z.B. Hämatokrit nicht falsch erhöht sind. Ihr könnt den Wert aber auch falsch erniedrigen, weil wenn ihr vor dem Bluttest unmengen an Wasser sauft und überhydriert seid, dann wird die Osmolalität auch zu niedrig sein und dann wisst ihr, okay, mein Hämatokritwert ist normalerweise z.B. bei 52 und jetzt steht im Labor 49, weil ich halt einfach gerade gefühlt 2 Liter Wasser gesoffen habe.
Ja, absolut. Das war immer mein Nee, das darf ich gar nicht sagen. Ähm, wenn ihr Testosteronwerte verfälschen wollt, ja, z.B. dann geht das auch über Hydration, ne? Also kannst denken. Okay. Dann sagen wir mal nicht, bei welchem gemeinsamen Sponsor wir sind. Ja, Spaß. Aber ja.
Ähm, ansonsten, ich denke von der Niere wär's das eigentlich. Jetzt ähm sind wir schon eineinhalb Stunden dabei. Also allgemein Proteinurie, ne? Äh ja, safe. Kannst du gerne mal kurz ausführen, dann würde ich sagen, gehen wir vielleicht ganz kurz auf die Schilddrüse ein und dann wär's mir persönlich aber wichtig noch mal kurz über oxidativen Stress zu reden, weil da in Deutschland leider niemand drüber redet und ich finde, das sind tatsächlich mit die wichtigsten Werte. Genau.
Ähm, also eigentlich solltet ihr keine großen Proteinmengen im Urin haben. Kann nach dem Training äh vorkommen. Wenn ihr natürlich eben verstärkt Protein im Urin habt, ähm, dann ist das wiederum Zeichen, dass irgendwas mit der Niere nicht passt und eigentlich ist damit eigentlich alles gesagt.
Ja, dann ähm, ganz kurz Schilddrüse. Wie gesagt, wir müssen den Podcast ir versuchen, nicht zu lang zu ziehen, weil du hast mit Sicherheit dort auch noch was zu tun. Deshalb äh, ja, ganz kurz Schilddrüse. Also bei Schilddrüse, wenn ihr zum Arzt geht, sagt der TSH Wert reicht. TSH Wert: "Nein, der reicht absolut nicht. TSH ist faktisch kein Schilddrüsenhormon. Es ist ein Signalgeber, dass die Schilddrüse Hormon herstellen soll. Das heißt nicht, dass der Wert egal ist, aber was viel wichtiger ist, ist der FT4 und noch viel wichtiger der FT3 Wert. Denn der FT3 Wert ist das aktive Schilddrüsenhormon, was die genomischen Wirkung hat und dementsprechend auch über Nuklearrezeptoren dafür sorgt, dass er die ganzen metabolischen Benefits, erhöhte Proteinsynthese, erhöhten Proteinabbau leider oder auch z.B. erhöhten Kalorienverbrauch und gerade FT3 ist auch für eure Stimmung, euer Wohlbefinden, eure kognitive Leistungsfähigkeit ganz wichtig für eure Verdauung. Deshalb kann auch eine Überdosierung von T3 oder Schilddrüsenhormon auch dazu führen, dass ihr eine zu schnelle Verdauung habt und deshalb sogar Durchfall bekommt, während eine Hypothyreose, also eine Unterfunktion auch zu Durchfall Verstopfung z.B. führen kann. Und im Bodybuilding wird ja sehr oft gesagt, TSH ist total egal. Wie siehst du das Ganze? Weil ich bin nicht der Meinung, dass so ist.
Na ja, es ist wie gesagt, also man, ich meine, um es mal in Vergleich zu setzen, TSH ist ähm, es ist schwierig zu sagen, ähm, denn es geht gerade bei der Schilddrüse darum zu differenzieren, reden wir hier jetzt von Leistungssteigerung in der Wettkampfdiät oder reden wir einfach in der Offseason davon, okay, Schilddrüsenwerte zu haben? Ähm, ich meine äh TSH ist im Endeffekt das, was bei Testosteron LH oder FSH ist. Ja, und wenn wir z.B. exogen T3 geben, dann wird dieser Wert äh beeinträchtigt. Das bedeutet, ähm, wir haben dann keinen TS äh, wir haben verschobene TSH Werte und dann sagen viele: "Oh, ihr müsst aufpassen." Das Entscheidende ist aber bei der Schilddrüse oder im im System, ob genügend freies T3 vorhanden ist. Das ist der einzig entscheidende Wert, ob eure Es ist der wichtigste Wert, würde ich sagen. Ja, also wie gesagt, ob ob äh, ob eine Schilddrüsenhormonwirkung stattfindet. Genau.
Jetzt gibt's Leute, die sagen, dass mit der Schilddrüse, dass die ausbrennen kann. Wenn ihr euch mal informiert über den Regelkreismechanismus, negative Feedback der Schilddrüse, dann ist das nicht so stark wie bei z.B. Testosteron Hodenproduktion. Ja, denn ähm, im im Hypothalamus ähm ist das negative Feedback kaum stark. Das bedeutet, eure Schilddrüse auch, ne, das TSH, das wird immer noch mal anspringen. Ähnlich wie beim HGH auch. Das ist ja 100%. Und generell dieser Regelkreislauf, der ist eigentlich easy. Und zwar der Hypothalamus, der schüttet nicht TSH, sondern TRH aus, damit TRH dann die Hypophyse dazu stimulieren kann, genau äh TSH zu produzieren. TSH stimuliert dann die Schilddrüse dazu aus dem Blut ähm erstmal Tyrosin zu ziehen. Tyrosin. Wenn ihr nichts gegessen habt, kann die Schilddrüse tatsächlich auch aus der Leber Phenylalanin in Tyrosin umwandeln. In der Schilddrüse selbst ist für Jod gespeichert. Das heißt, Jod braucht natürlich auch für die Produktion der Hormone. Das heißt T4 auch T4. Es hat vier Jodatome. T3 heißt T3, weil es hat drei Jodatome. Aber es kommt wirklich eigentlich fast nur auf T3 an, aber ich würde sagen nicht ganz. Und natürlich es kommt auf das freie T3, nicht auf das Gesamt T3 an, ne? Gibt auch Leute heutzutage, die messen wirklich das Gesamt T3, Gesamt T4 für dich komplett wegschmeißen Werte. Aber wie gesagt, neben dem FT3 Wert, der wirklich für die wichtigsten Funktion zuständig sind, ist TSH tatsächlich ganz egal. Das heißt, ich finde die Analogie mit LH/FSH passt nicht zu 100%, auch wenn es natürlich ähnlich ist, weil das Ding ist halt, LH/FSH, wenn es auf null ist, ist es halt wirklich egal. Wenn TSH auf null ist oder auch bei 5 z.B. ist das nicht egal, weil es gibt sowohl eine subklinische Hyper- als auch Hypothyreose, also eine subklinische Unter- oder Überfunktion. Und jetzt ist es so, dass ihr perfekten FT3, perfekten FT4 Wert habt. Wenn aber TSH z.B. erhöht ist bei z.B. 5, habt ihr trotzdem ein erhöhtes Risiko zukünftig eine Schilddrüsenunterfunktion zu entwickeln oder auch ein erhöhtes Risiko sogar auch Herzkrankheiten zu entwickeln, auch Demenz zu entwickeln. Das heißt, TSH, das wird auch gerade noch weiter erforscht, das heißt, wir wissen noch gar nicht alles darüber, aber wir haben überall im Körper tatsächlich TSH-Rezeptoren. Das heißt auch in der Niere, in der Leber, in der Skelettmuskulatur, im Gehirn, sogar Immunsystem. Und deshalb hat TSH auch Effekte unabhängig von den Schilddrüsenhormonen und das ist wichtig zu verstehen, weil LH und FSH, da kann man wirklich sagen, die sind egal. Wenn ihr von außen Testosteron zuführt, dann LH, FSH juckt mich gar nicht, würde ich auch niemals messen lassen. Ich verstehe nicht, warum Leute das messen, wenn sie auf Testosteron sind, diger, wen juckt's? Aber wie gesagt, bei TSH ist es so, der Wert darf erstmal nicht zu hoch sein, auch wenn FT3 und FT4 perfekt sind. Der darf aber auch nicht zu niedrig sein und im Bodybuilding mit Schilddrüsenhormonen ist das oft ein Problem tatsächlich, weil die meisten die messen leider nicht mehr TSH, weil sie denken nur FT3 und FT4 und es ist halt so, dass wenn ihr halt exogene Schilddrüsenhormone zuführt, dann wird TSH sinken und der Wert, der kann gerne bei so 0,4 bis 1 sein, vielleicht bis maximal 2, der sollte aber nicht bei unter 0,4 sein, weil dann spricht man irgendwann von einer subklinischen Hyperthyreose, also einer Überfunktion und wenn der Wert dann Den gerade auch wenn er bei unter 0,1 ist, was ich in der Praxis schon auf beobachtet habe, was ich jetzt gerade aktuell auch tatsächlich habe, dann ist es so, dass dort schon die Hazard Ratio für ein Chron und Herzdruck bei 1,3 liegt, dass auch hier das Risiko für sowas wie vorne krass erhöht ist. Das bedeutet, man muss sagen, TSH ist nicht egal und wenn man gerade T3 und T4 kombiniert, ist es nicht selten der Fall, dass TSH wirklich zu niedrig runterscheppert. Deshalb mache ich auch die Scheidung, ob man eine Kombinationstherapie wählen sollte oder vielleicht auch eine T3 Monotherapie. Off davon abhängig, wo ist TSH, auch ein bisschen was von Reverse T3, ein bisschen was von TBG, aber es sind noch Werte, die man hier nicht jedes Mal mitbestimmen lässt. Es ist nur ganz wichtig zu verstehen, dass man auch eigentlich immer den TSH Wert mit abnehmen lassen sollte. Und wenn ich jetzt z.B. nur zwei Werte bestimmen lassen dürfte für die Schilddrüse, dann sind das nicht FT3 und FT4, es sind FT3 und TSH, weil FT4 ist mir relativ egal, nicht ganz, aber es ist nicht so wichtig, wo TSH ist, ist mir aber sehr wichtig, weil ich stelle Schilddrüse nur so ein, dass TSH und FT3 passen und man muss halt auch wirklich die Therapieentscheidungen teilweise sehr grundlegend anders treffen, je nachdem wie sensibel eine Person auf die Suppression von also mit TSH reagiert sozusagen.
Ja, also gebe ich dir auf jeden Fall recht. Das ist wie gesagt der medizinische Ansatz, wenn es um Leistungsperformance oder Performance Steuerung geht. Ähm, aber nur in der Wettkampfdiät, dann sieht das ganze anders aus. Dann wird der auch wahrscheinlich mal unter 0,1 sinken und dann ist es auch nicht schlimm. Ihr müsst ihn halt weiter temporär ist nie schlimm. Genau. Und darum geht's halt auch in den Studien, ich kenne die, es ist natürlich so, die sind nicht da, da sind wir nicht repräsentiert, ne, in den Studien, ne? Ähm, das bedeutet, man kann nicht sagen, jetzt nur, weil du mal vier, sechs Wochen T3 konsumierst und dein TSH Wert geht runter, ähm, hast du eben dieses Risiko für diese Nebenwirkung. Ähm, aber wie gesagt, man sollte gerade langfristig, wenn man sagt, man entscheidet sich langfristig Schilddrüsenhormone zu konsumieren, dann sollte das absolut im Augen betrachtet werden, ne?
Ja, definitiv. Und dann würde ich sagen, lass uns schnell noch zu oxidativem Stress geben. Es gibt zwar unfassbar vieles, was ich noch gerne über die Schilddrüse loswerden würde, aber das ist jetzt nicht so wichtig, wie der oxidative Stress und diesen Podcast zu Ende zu bringen. Ähm, dementsprechend oxidativer Stress, gibt es dort Marker im Blut und oder Urin, die du gerne abnehmen lässt?
Ähm, ja, also wir haben wahrscheinlich äh, wir haben direkte Marker und indirekte Marker. Wir haben ja schon so ein bisschen über die indirekte Marker geredet, ne? Gamma GT, Ferritin wird auch beeinflusst davon äh, gerade auch von Entzündungen. Das heißt, lass uns mal vielleicht sogar lieber über oxidativen Stress als über Entzündung reden, weil so CRP ist ja eher entzündungsbasiert und es wäre das sind ganz wichtige Werte gerade der hochsensitive CRP, aber auch Zeitgründen würde ich sagen, lass uns heute lieber auf oxidativen Stress fokussieren, weil das so viel Retin in Acute Phase Protein ist und so. Ich denke, das wissen viele jetzt leider natürlich auch nicht jeder, lass uns ehrlich sein. Aber vielleicht ein bisschen spezieller gezielt auf oxidativen Stress statt auf Entzündung eingehen. Okay.
Ähm, da bin ich ehrlich, da nehme ich gar nicht so viele Marker, ne? Ähm, man kennt natürlich Glutathion, dazu haben wir haben wir ja schon ein bisschen geredet. Ähm, ich weiß nicht, wie der Ich müsste jetzt lügen aus dem Kopf. Ähm, es gibt den F2 Marker noch. F2 Isoprostane, 8-Iso-PGF2-alpha. Genau, den gibt es noch und dann gibt es ein 8-OHDG, MDA. Ja, Malondialdehyd. Genau, das sind die Marker, die ich bis jetzt wahrscheinlich gemessen habe. Ja, wie sahen die bei dir aus? Gerade F2 Isoprostane finde ich interessant. Ich habe es tatsächlich bei mir selber nicht gemessen. Ah. Oh, das muss aber machen. Ja, tatsächlich ähm, habe ich nicht gemessen. Bei mir selber habe ich bei äh, vielleicht fünf Athleten bis jetzt messen lassen. Ähm, weil das tatsächlich bei mir dann erst zu Trage kommt, wenn ich Probleme in den anderen Organwerten sehe, ne? Die eben mit oxidativem Stress korrelieren. Ich weiß nicht, ob es bei dir ein Standard im Blutbild ist. Bei mir ist es bis jetzt tatsächlich tatsächlich schon, bin ich ganz ehrlich. Ähm, genau deshalb bist du der Spezialist. Ja, weil das Ding ist, ich weiß noch, als ich das erste Mal bei mir selbst Marker von oxidativem Stress habe testen lassen, das ist schon sehr, sehr lange Zeit her und das war damals die totale antioxidative Kapazität und Lipidperoxide, wobei Blut damals war so okay und diese zwei Werte waren unfassbar schlecht. Also die Lipidperoxide, die waren in einem nicht mehr messbaren Bereich. Lipidperoxide, der Referenzbereich geht meistens von 180 bis 320. Bei mir stand einfach größer als 1000, weil die haben über 1000 nicht mehr gemessen. Das heißt, könnte auch bei 3000 gewesen sein. Und damals dachte ich mir so, Digger, was ist das denn? Und das sind so Werte, die misst leider niemand. Und seitdem habe ich auch angefangen das bei Athleten zu messen und ich sag dir, wie es ist, ich sehe bei ohne Spaß 90% der Hans Bodybuilder, die jetzt mehr THT machen, dass diese Werte ehrenlos schlecht sind. Das bedeutet, jeder kennt sowas wie den Hämatokritwert, haben wir auch schon drüber geredet, dass die Werte gerne schlecht sind, aber genauso oft sind wirklich Marker von oxidativem Stress schlecht und das kann man auch sehr leicht begründen, weil alle Roids sorgen dafür, dass die Mitochondrien deutlich mehr ROS, also reaktive Sauerstoffspezies produzieren und Training sorgt auch dafür. Das heißt, wir Bodybuilder produzieren enorm viele freie Radikale und brauchen jetzt ganz viele Antioxidantien, um diese zu neutralisieren, damit kein schädlicher oxidativer Stress entsteht, weil oxidativer Stress, der ist von meiner Theorie her auch mit einer der Hauptgründe, warum so viele Bodybuilder sterben, weil es ist etwas, was niemand misst, wogegen fast niemand vorgeht und wenn die Leute mal anfangen zu messen, die würden sich erschrecken. Deshalb ich würde auch dir von Herzen empfehlen, bitte miss den und ohne Spaß, wenn dein Wert nicht schlecht ist, dann bezahle ich ihn dir. Das ist jetzt kein Spaß. Ja, du hast sie auf Video sozusagen, weil das ist unfassbar wirklich, was diese Werte ein sagen können und dementsprechend würde ich sagen, gerade wenn man denkt, dass oxidativer Stress dafür sorgt, dass wir schneller altern, dass wir richtige DNA-Schäden bekommen, dass das Risiko für Krebs erhöht wird, für Herz-Kreislauf, für alles schlechte, auch für Diabetes und so, dann muss man das unbedingt messen. Und deshalb ist es auch für mich so ganz wichtig, dass wir darüber noch kurz reden, weil halt in meinen Augen ein riesen Problem ist, dass ein Bodybuilding generell in Deutschland einfach nicht überhaupt nicht dabeiert wird. Niemand kennt diese Werte. Leute sagen so: "Ja, mein Blutbild ist total geil." Ja, cool, dass dein 50 € Blutbild cool ist, wo du kein einzigen dieser Marker hast abnehmen lassen. Und dementsprechend zwei Werte habe ich schon genannt. Totale antioxidative Kapazität. Misst im Grunde, wie viel antioxidativen Schutz wir haben. Wenn der Wert sehr niedrig ist, dann sagt es uns, wir nehmen zu wenig Antioxidantien zu uns. Und ich kann euch auch hier spoilern, wenn ihr diesen Wert noch nicht abgenommen habt und nicht den gesamten Tag von morgens bis abends Antioxidantien euch reinballert, dann wird ihr wahrscheinlich sehr schlecht sein, weil wir Bodybuilder haben einen absurd erhöhten antioxidativen Bedarf, denn normalsterbliche Menschen, die müssen auch aufpassen, dass sie nicht zu viele Antioxidantien zu sich nehmen, weil eine gewisse Menge an reaktiven Sauerstoffspezies super wichtig auch für die Trainingsadaptation, fürs Immunsystem, für die Mitochondrienfunktion, aber zu viel ist auch schlecht und wir Bodybuilder haben eine absurd hohe Menge. Das bedeutet, wenn ich den Leuten mal sagen würde, wie viel Antioxidantien ich nehme für halbwegs vernünftige Werte, das würden die mir gar nicht glauben, weil das so viel ist. Und dementsprechend antioxidative Kapazität, ganz wichtig, am besten sogar separiert in hydrophile und lipophile antioxidative Kapazität, weil die hydrophilen, die wasserlöslichen Antioxidantien, die sind vor allem wichtig für sowas wie DNA-Schutz oder auch Mitochondrienschutz. Und die lipophilen, die fettlöslichen Antioxidantien sind ganz wichtig gerade auch für den Membranschutz und auch ähm als Schutz vor Lipidperoxidation, denn wir haben ja schon über das LDL-Cholesterin geredet und das kann auch durch oxidativen Stress oxidieren und so ist es noch mal viel atherogener und sorgt dafür, dass das Risiko noch mal ganz anders erhöht wird für jetzt Kreislerkrankung. Danach Lipidperoxide hatte ich damals gemessen und wie gesagt, es wurde nicht wirklich gemessen, weil stand einfach größer als 1000, weil der Wert so schlimm war und ich habe auch damals gemerkt, ich habe mich so auch so ein bisschen entzündet gefühlt, muss ich sagen, weil ich habe mich echt nicht gut gefühlt und ähm der Wert zeigt im Grunde, wie viele von unseren einfach ungesättigten Fettsäuren quasi oxidiert werden. Und wenn der Wert erhöht ist, zeigt es im Grunde, dass wir aktiv Membranschäden haben und deshalb auch der Wert, der sollte wirklich niedrig sein. Und wie gesagt, wenn ihr den messt, der wird bei euch sehr wahrscheinlich leider nicht niedrig sein, wenn ihr mehr als eine THT nehmt und halt keine unmenge Antioxidantien ballert. Dann im MDA-Wert kann man auch Blut bestimmen lassen. Ist im Grunde ein Marker für Lipidperoxidation, wird auch nicht so leicht verfälscht wie der Wert Lipidperoxide. Mein Problem damit ist, er ist nicht sehr sensibel. Das heißt, man kann viel oxidativen Stress haben und MDA muss nicht anspringen. In der Forschung, in den Studien gibt es super oft, also es ist sehr oft, dass MDA verwendet wird, aber in der Praxis muss ich sagen, habe ich sehr schlechte Erfahrung gemacht, weil der Wert nicht sensibel genug ist. Ein Wert, der der Goldstandard für oxidativen Stress ist, den hast du schon genannt und zwar die F2 Isoprostane, also den 8-Iso-PGF2-alpha-Wert. Der muss leider im Urin bestimmt werden. Ich weiß, Leute, ist nervig und dort reicht aber sich auch der Morgenurin aus. Und der Wert ist wirklich der Goldstandard für Lipidperoxidation. Das bedeutet, wenn der Wert erhöht ist, muss muss ihr dafür sorgen, dass die Faktoren, die für oxidativen Stress sorgen, gerade Stoffwechsel, stark reduziert werden und vor allem, dass eure Antioxidantien geisteskrank erhöht werden. Also wirklich geisteskrank, glaub nicht, wie stark. Dann gibt es noch ein weiteren Wert. Das sind die F3 Isoprostane, weil die F2 Isoprostane, die messen quasi nur die Oxidation von Omega-6. Falls Problem ist für Bodybuilder, wir essen nicht viel Omega-6, wir essen sehr viel Omega-3 und die F3 Isoprostane, die messen, wie viele Omega-3 Fettsäuren oxidiert werden. Deshalb auch dort relativ interessant gerade für Leute, die auch viele Omega-3 Fettsäuren konsumieren. Und dann haben wir jetzt eigentlich schon mal die Lipidperoxidation und den Membranschutz abgedeckt. Und was jetzt noch ganz relevant ist, sind die DNA-Schäden und dafür gibt es den 8-OHG-Wert und das ist ein Wert, der misst wirklich die DNA-Oxidation und DNA-Schäden auch. Der muss leider im Morgenurin bestimmt werden, deshalb leider nicht so praktisch, aber auch hier ein Goldstandard, der sehr sensibel misst, der sehr spezifisch misst und deshalb könnt ihr dort sehr, sehr viele Schlüsse über euer Stoffwechselprotokoll und eure antioxidative Versorgung treffen. Dann was noch mal kurz Blut angeht, da gibt es den Glutathionwert, den hast du ja auch schon vollkommen korrekt angesprochen und da ist vor allem der GSH zu GSSG Quotient wichtig. Das ist quasi das reduzierte zu oxidierte Glutathion Quotient. Und es ist so, wenn ihr im Verhältnis viel reduziertes und wenig oxidiertes Glutathion habt, ist das richtig geil, weil es zeigt, ihr habt keine erhöhte oxidative Belastung und einen guten antioxidativen Schutz. Wenn den Wert misst, werdet ihr sehen, leider nicht ganz so geil, weil da werdet ihr sehr wahrscheinlich leider sehen, dass ihr im Verhältnis relativ wenig reduziertes Glutathion habt, weil das Glutathion wird verbraucht. Ihr habt eine eingeschränkte antioxidative Kapazität und ihr habt viel oxidiertes Glutathion, weil es wird wirklich gebraucht. Das heißt, wenn der Körper freie Radikale neutralisiert mit Glutathion, sorgt es dafür, dass GSH in GSSG umgewandelt wird, also das oxidierte Glutathion. Und dementsprechend ist es dann so, dass ihr dort auch seht, okay, oxidative Belastung, oxidative Schäden, also auch wenn die Schäden nicht direkt damit gemessen werden, sind erhöht, deshalb ist auch das GSSG erhöht. Deshalb das ist ein ganz wichtiger Quotient, um auch hier wirklich Schlüsse über eure oxidative Belastung zu treffen. Es gibt immer mehr Werte wie die Glutathionperoxidase, Katalase, Superoxiddismutase, aber die muss man nicht abnehmen. Wenn du die restlichen Werte abnehmen lässt oder mal zumindest Lipidperoxide und totale antioxidative Kapazität, kann man spannende Blutwerte messen und am besten im Urin noch die F2 Isoprostane und den 8-OHG-Wert, dann glaubt mir, ihr werdet leider feststellen, dass die Werte sehr, sehr wahrscheinlich schlecht sind. Deshalb für mich persönlich sind ein paar dieser Werte zumindest genauso wichtig wie der Hämatokritwert. Wie gesagt, Hämatokrit kennt jeder, aber der Grund, dass die Leute den anderen die anderen Werte nicht messen ist, weil sie haben sie noch nie gemessen. Wenn sie sie messen würden, sie würden sehen, ey, das sieht gar nicht gut aus, weil ich messe es wie gesagt mit jedem Athleten. Ich kriege jeden Tag ihre Blutbilder und ich sehe, wenn man dort nicht ganz ganz gezielt Strategien anwendet, dann ist der oxidative Stress von einem Hans Bodybuilder brutal bodenlos erhöht.
Mhm. Ja. Super interessant. Da habe ich absolut jetzt auch noch was lernen können. Muss ich mich auch deutlich tiefer reinlesen. Ähm, das Problem mit dem oxidativen Stress ist, was wir zumindestens wissen, der Großteil, das muss man halt auch ehrlich sagen, basiert auf ähm Invitro-Studien. Stimmt. Also sehr vieles auf jeden Fall, wie wir sie wir auch ähm ausführen im Labor, na ja, an permeabilisierten ähm Muskelzellen, Herzzellen etc. Das bedeutet natürlich, es fällt immer oxidativer Stress an, nur es gibt bis jetzt super direkte Messverfahren, die nachweisen können. Also, es gibt es gibt viel Korrelation, es gibt kaum Kausalität. Ja, klar. Ich meine, gehen gute RCTs schön zum werfen, das ist jetzt halt auch nicht so einfach. Ist auch ethisch vielleicht nicht ganz so einfach teilweise. Absolut. Ich ich will damit nur sagen, Pathways, ob das jetzt mTOR-Signalwege, IGF-Signalwege sind, ob es oxidativer Stress ist, korreliert häufig in Zellkulturen oder Mausmodellen mit gewissen pathologischen Erscheinungen. Wenn wir das Ganze auf den In-vivo auf den gesamten menschlichen Organismus übertragen, bestes Beispiel ist HGH-Aktivierung und Krebs. Sehen wir es nicht? Mhm. Auch dort. Wir haben nur ein paar epidemiologische Untersuchungen, aber die sind totaler Quatsch, ne? Also, da würde ich auch auf jeden Fall sagen, HGH erhöht nicht das Krebsrisiko. Wenn man Krebs hat, wächst der halt leider schneller. Da das will ich halt nur sagen. Ähm, es ist gerade bei den Werten wahrscheinlich super sinnvoll, sowas mal zu machen. Ich würde jetzt aber nicht sagen, nur weil der oxidative Stressmarker XY tatsächlich erhöht ist, ähm sorgt das automatisch auch für für Herzerkrankungen. Aber es kann sein, dass ich komplett falsch bin. Wie gesagt, ich muss mich da wirklich noch mal ein bisschen tiefer ein, weil glaub mir ähm, es geht natürlich auch bei diesen Markern nicht noch mal eine einzelne Wert, es geht immer das Gesamtbild. Deshalb am besten man nimmt auch wirklich mehrere dieser Werte ab, so würde dass man so ein bisschen sieht, wie viel antioxidativen Schutz ich habe, wie viel DNA-Schäden habe ich, wie viel Lipidperoxidation habe ich und wir sehen ja auch z.B. von Werten, die ja doch gar nicht so schlecht untersucht sind wie so oxidiertes LDL, dass das halt auch total stark ansteigt durch oxidativen Stress und deshalb wie gesagt, ohne Spaß, miss mal bitte ein paar der Marker und wie gesagt, wenn jetzt z.B. der F2 Isoprostane Wert bei dir nicht erhöht ist, kein Spaß, schick mir dein PayPal, ich schick dir das Geld zurück. Also ohne Spaß, ich bezahle diesen Wert. Wenn der bei dir nicht erhöht, ich meine, ich hoffe, dass der nicht bei dir erhöht ist. Ja, ich bezahle das dann sehr gerne, aber realistischerweise, er wird leider sehr, sehr wahrscheinlich erhöht sein. Ja. Ja. Ja. Super interessant. Ich lese mich ein. Sehr schön.
Und ja, dann würde ich sagen, zum Abschluss, vielleicht schaffen wir es noch unter zwei Stunden rauszukommen. Michel, du bist Coach, du analysierst Blutwerte und die Leute denken zwar leider manchmal, sie können Blutwerte analysieren, ist dann vielleicht doch nicht ganz so einfach, vor allem, wenn man bedenkt, dass sie wahrscheinlich heute sehr vieles lernen durften und wir auch teilweise nur an der Oberfläche kratzen mussten. Deshalb Michel, wo kann man dich supporten und wo kann man sich also mit dir ein Blutbild anschauen?
Ähm, man kann mich supporten, ähm, man kann mit mir ein Call natürlich buchen, einfach mir bei äh Instagram schreiben oder auf meine E-Mailadresse ähm, einfach in die Links gehen, mich kontaktieren. Man kann mich äh supporten bei Gen Vitaminversand 24, bei Doctrinos und bei Beyond Peptides, alles Code Michel. Ansonsten, ja, hat mich auf jeden Fall gefreut hier mit dir das den Podcast zu drehen und ich glaube, es ist ziemlich interessant geworden.
Ja, definitiv. Also ich denke, da haben wir beide heute wirklich viel mehr Wert rausgehauen. Deshalb Leute, mich könnt ihr auch gerne supporten erstmal mit einem Like und Abo hier hoffentlich. Schreibt mal in die Kommentare, ob der Michel hier noch mal kommen soll, weil ein paar Werte konnten wir heute nicht wirklich bannen, wie z.B. Entzündungsmarker. Deshalb, wenn ihr dort oder auch Hormone, auch dort haben wir über ganz wenig geredet, aber ganz ehrlich, der Testosteronwert ist finde ich stinklangweilig bei Hand-Athleten, da steht so größer als 15, geil, aber ja, auf jeden Fall schweife ab. Mich könnt ihr sonst noch gerne bei Gigas Nutrition, Biolab, Doctrinos ebenfalls oder auch bei Level Equipment mit dem Code Benus supporten und deshalb an der Stelle wirklich vielen Dank euch Leute und ich zähle gerade die Sekunden, bis die zwei Stunden übertroffen werden, aber wir schaffen das noch. Das heißt, mach's gut, Leute.