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„Unser Bildungssystem ist kaputt – und keiner tut was!“ | Daniel Jung

Marc Friedrich47:16

Transcription

Würdest du, wenn du Kinder hättest, die Kinder auf die Staatsschule schicken? Was willst du da mit künstlicher Intelligenz? Du brauchst da mehr Menschen eigentlich. Du brauchst eigentlich eigentlich eigentlich Leute, die dann mehr unterrichten und dich wirklich abholen. Weil du musst dich mal fragen: Wer will denn noch an eine staatliche Schule gehen? Wenn du ein richtig guter Mathematiker bist, verdienst du in der Wirtschaft das Zehnfache. Glaubst du denn, dass z. B. in Social-Media-Verbot wie jetzt in Neuseeland oder ein Smartphone-Verbot an Schulen Sinn machen würde? Das ist wirklich schlimm, und ich erinnere mich immer mit Schmerzen dabei. Jetzt kommt das Geständnis, ihr Lieben. Achtung, herzlich willkommen zu einer neuen, spannenden Folge „Mark spricht mit“. Heute Daniel Jung. Daniel, schön, dass du da bist.

Danke für die Einladung. Ich freue mich sehr. Sehr gerne. Es war überfällig, würde ich sagen. Also, meine Kids sind ja schon große Fans von dir, und auch ich habe tatsächlich, obwohl ich Schwabe bin und sogar Wirtschaftsgymnasium absolviert habe, doch einiges gelernt bei dir auf dem Kanal. Kannst nur empfehlen. Ich möchte trotzdem kurz vorstellen, ich glaube, die meisten werden dich kennen. Ich meine, Mr. Mathematik, würde ich sagen, oder hast du schon einen Spitznamen? Ähm, ja, Mr. Mathe, äh der Matheretter, genau. Der Matheretter ist der Mathemann. Ja, der Mathemann, genau. Also, dahingehend: Wer ihn noch nicht kennt, aber ihr müsst seinen Kanal auschecken. Ich werde unten natürlich alles zu ihm verlinken. Du hast in Wuppertal Wirtschaftsmathematik und Wirtschaftswissenschaften studiert. 2011 hast du dann das erste Mathideo auf YouTube hochgeladen, und das natürlich mit einem grandiosen Erfolg, muss man sagen: Fast eine Million Abonnenten, Chapeau! Und äh deine Videos haben wahrscheinlich Millionen Schülern vor dem Sitzenbleiben gerettet und haben endlich mal Licht ins Dunkle gebracht. Dafür schon mal Chapeau! So wie ich praktisch finanzielle Intelligenz verbreiten möchte, hast du die mathematische Intelligenz verbreitet. Und ja, heute möchte ich mit dir einfach mal einen Rundumschlag machen, ähm über die Bildung generell, vielleicht auch bei Mathematik, vielleicht auch mal warum in der Politik 1 + 1 = 3 ergibt und ob das tatsächlich so sein kann, und natürlich künstliche Intelligenz, großes Thema in der Zwischenzeit. Aber die Einstiegsfrage, lieber Daniel, ist tatsächlich: Du erklärst, versuchst genauso wie ich, Sachen verständlich zu erklären, herunterzubrechen. Was war denn für dich der Ausschlag zu sagen: „Ich möchte dieses Thema, dieses komplexe Thema Mathematik, jetzt in Videoform rausbringen und den Menschen näherbringen“? Was war die Intention? War das irgendwie nachmittags auf dem Klo, oder wie ist es entstanden?

Ja, der auslösende Punkt war tatsächlich äh ein Blick über den Teich Richtung USA. Ich ähm hatte in den 2000ern äh ein klassisch analoges Nachhilfegeschäft, also wirklich äh im mit Zettel, äh Papierstift, äh vor Ort und habe mich dann Ende der 2000er ähm damit beschäftigt, was passiert in den USA: Digitalisierung, Plattformen, Plattformlernen, was geht. Habe dann amerikanische Universitäten entdeckt und war fasziniert, dass die eigentlich seit Anfang der 2000er eigene Plattformen hatten und so 2005/06, als YouTube ja begann, auch YouTube benutzten als Distributionsmittel, um einfach Wissen bereitzustellen und mal schauen, was geht. Und die haben ihre Vorlesungen in anderthalb Stunden äh rausgestellt. Und ähm ich hatte aus der Erfahrung äh auch ein bisschen das Gefühl, dass diese 5 bis 10 Minuten Tutorials, wie ich sie ja aufnehme, dass die Lücken schließen auf einer Reise zum Verständnis. Das heißt, egal in welcher Klasse du bist, ob du im Studium bist, du hast immer Lücken, die sich über die Jahre irgendwie aufgebaut haben, und die will ich nur kurz schließen und muss mir nicht anderthalb Stunden angucken. Und da habe ich mir gedacht: Okay, was amerikanische Eliteuniversitäten machen kann, nicht so schlecht sein, habe ich mir gedacht, hol dir eine Kamera und verfilm dich. Das fand – so habe ich Digitalisierung verstanden – wie ich mein Wissen digitalisieren kann. Hab da eine eigene Plattform probiert 2012, die jämmerlich gescheitert ist. Hallo Deutschland, wir sind immer ein paar Jahre zurück. Mm, finanziell nicht tragbar. Schulen, Unis äh wollten nicht zahlen für Zugänge. YouTube war halt in dem Sinne kostenlos, ähm und habe dann auf das Pferd YouTube gesetzt und dort weiterhin knallhart jede Woche Videos hochgeladen. Und mit der Zeit ähm kam dann der Erfolg, sage ich mal, von Klickzahlen, ähm dann natürlich äh Verteilung über WhatsApp: „Schau dir das Video mal an“, ähm und diese Kurzvideos, diese Erklärmethode, hat sich dann tatsächlich durchgesetzt. Mhm.

Warst du vom Erfolg überrascht? Der Erfolg kam ja nicht so von heute auf morgen, so: „Jetzt ist Erfolg da“, ne, sondern ich wusste ja aus knapp 10 Jahren vorher Nachhilfe vor Ort, dass das Identifizieren von Wissenslücken, das dann Schließen funktioniert. Du musst halt nur einen Weg finden, wie du es halt digital bereitstellen kannst. Und da für mich war es eigentlich logisch, dass das in Form von einem Video, wo ich ja etwas sehe, ich höre es, ich kann es zurückspulen – von Kaiba damals noch keine Rede –, ähm also es war mir eigentlich schon klar, dass es irgendwann funktioniert. Die Frage war halt nur: Wann. Mhm, mhm. Okay, spannend. Warst du denn in der Schule eigentlich so der typische Mathenerd, der Streber, oder doch der Klassenclown? Äh, ich war tatsächlich in Mathe auch Nerd. Ich habe aber auch immer sehr gern Sport gemacht. Das hat mich dann nicht in diese Nerdecke gedrängt, äh genau, sondern ich war halt auch immer sehr robust. Das war eigentlich ein guter, ein guter Mix. Und ich habe schon in der in der ähm in der Schule anderen immer geholfen. Habe dafür einen Tadel morgens bekommen, weil ich bei den Hausaufgaben geholfen habe. Und so zieht sich das eigentlich mein Leben lang durch: Oberstufe, Mathe, Sport, dann äh Mathe-Nachhilfe und äh Tennistraining und Fitnessstudio-Training, dann selbstständig gemacht, erstes Studienjahr äh im Jahr 2003 komplett durchgezogen, 2011 ähm und bis heute einfach durchgezogen. Mhm. Und macht Mathe dir noch Spaß?

Mathe macht mir tatsächlich immer noch Spaß. Bei all dem, was so drum gerade passiert – es passiert ja extrem viel –, ähm wenn ich in mein Kämmerchen gehe, wie ich immer sage, und dann ein Mathe-Video aufnehme, dann bin ich irgendwie, dann ist, ist steht die Welt still. Ich habe meine Ruhe und kann das machen, was ich vermeintlich immer noch am besten kann, nämlich die Mathematik in Kürze, aber auch wirklich so erklären, dass du etwas verstehst. Das heißt, bis heute nehme ich noch Erklärvideos auf. Schau natürlich, wie du es jetzt noch anwendungsorientierter machen kannst, im Sinne von: Wenn ich vor 10 Jahren gesagt hätte: „Ich sag euch mal heute, wie die Mathematik in…“ keine zugeschalteten, ja, die wollten einfach wissen: Tangentengleichung in 5 Minuten, was ein Extrempunkt, was eine Potenz, ähm und jetzt versuche ich das Ganze noch so in diese Anwendung reinzubringen. Mhm. Deine hauptsächlichen Zuschauer-Zielgruppe sind dann Abiturienten, Realschüler, Oberstufe oder Studenten bei dem bei dem Matte-Channel? Ganz klar, ähm je näher du zur Oberstufe kommst, desto frequentierter ist es, und dann natürlich aber auch eben Studium. Also, ich glaube, viele Wirtschaftsstudenten, Informatikstudenten, Ingenieursstudenten, äh die mir teilweise Denkmäler bauen, weil sie eben durch die Unterstützung, muss immer sagen, durch die Unterstützung des Contents ihr Studium bestehen. Ja, ich muss mich auch outen: Wenn ich meinen Kindern helfen muss, teilweise, dann gucke ich auch mal kurz bei dir rein, weil es ist nicht mehr alles so frisch da nach – ich bin ja jetzt 26 nach über nach über ähm ähm 8 Jahren weg vom Gymnasium – und es hilft dann doch schon sehr, weil du ja die Komplexität der Mathematik dann doch schön zusammenfasst und auch runterbrichst. Aber du sagst was ganz Interessantes, dass du es unterstützend nimmst, praktisch als als Lehrperson. Mm, bist ja eigentlich nicht die Lehrperson, sondern du brauchst, du brauchst ja nur irgendwelche Informationen, und du wirst dich auch dran erinnern: Ich musste damals noch zur Bibliothek fahren, Stunde, eine Stunde suchen, um hoffentlich die richtige Wissenseinheit zu bekommen. Und eigentlich solltest du jetzt instantly mit dem Smartphone, was auch immer, Informationen haben, äh und diese auch verwerten können. Und das ist natürlich super, und das Video ist ja bis heute eine super Form, die gegenüber von dem Lesen noch irgendwie… Du liest ja auch immer noch in dem Video, wenn das Tafelbild da ist, aber es erklärt immer noch einer, und du hast, wenn wir wahrscheinlich noch drüber sprechen, äh das Vertrauen, wenn du eben Personen, Menschen, vielleicht teilweise auch Institutionen dahinter hast, wo du weißt: Das stimmt, gegenüber… Du könntest jetzt auch sagen: „Ich frage nur noch Chat GPT“, aber da gibt’s ja noch ähäh gewisse Hürden. Und von daher halte ich auch bis heute immer noch das Erklärvideo, das Format eben brutal stark. Warum verfilmen wir die Podcasts? Ja, warum Videomaterial? Video ist einfach ein ein super starkes Medium. Also, ich, ich finde das super zum Weitertragen von Wissen.

Ja, also erstens gebe ich dir vollkommen Recht, das Visuelle ist wichtig. Der Mensch lernt visuell, aber natürlich auch durch Audio, und dann hast du natürlich auch eine gewisse Absenderkompetenz. Man baut eine Verbindung auf zu demjenigen, der vor der Kamera steht. Ist der authentisch? Ist der ehrlich? Hat er schon eine Absenderkompetenz? Und wenn ich natürlich gucken würde: „Erklär mir jetzt was, weiß ich, Pythagoras“, ich sehe einen Videokanal mit 300 Abonnenten oder mit 940.000, dann gehe ich natürlich zu dem, der mehr Klicks hat, der mehr Absenderkompetenz hat. Das ist schon so, und das ist auch so eine ja, so eine Schwarmintelligenz eigentlich. Ähm, jetzt gibt’s dann auch ein Thema, wo du halt schon 50 mal ein Video angefangen hast, es nicht schaffst, es zu erklären. Also, gibt’s irgendeine mathematische Formel, irgendwas aus dem mathematischen Bereich, wo du verzweifelst, wo du die Zähne ausbeißt, oder sagst du: „Es ist alles erklärbar. Ich kann dir die Relativitätstheorie morgen runterbrechen in 3 Minuten“? Also, die Relativitätstheorie, da wäre ich vorsichtig. Ähm, grundsätzlich finde ich alles erklärbar, wenn man entsprechend auch Zeit einsteckt. Also, es gibt natürlich Themen, ähm wenn ich in der Oberstufe bin und man sagt mir: „Erklär mal einen Hypothesentest“, dann gehe ich jetzt an die Tafel und mache den Hypothesentest linksseitig, rechtseitig, beidseitig, was auch immer. Wenn du ins Studium gehst, je tiefer du in der Materie einsteigst, äh und ich sag jetzt mal bei Fourier-Transformation landest, dann musst du schon bisschen Zeit reinstecken, um es auch wirklich so rüberzubringen. Du musst dich in den anderen hineinversetzen, der eigentlich nichts versteht, so dass er es wirklich versteht, und das in einer äh Art und Weise, die eben die Komplexität so runterbricht, ähm und es gibt sicherlich Themen, wenn du in die tief und anhaltende Mathematik gehst, ja, also wenn ich vorhin Krypto angesprochen habe, ähm keine Ahnung, wenn du den Bitcoin nimmst, ähm SHA-256, so etwas, das ist schon, wo ich sagen würde: Da suche ich mir dann schon lieber Partner, die auch aus dem Bereich dort drin sind. Dann machst du was mit denen zusammen. Aber grundsätzlich glaube ich, ist wirklich alles erklärbar, wenn die richtigen Leute äh zusammenkommen. Okay. Mhm. Spannend. Ähm, jetzt haben wir ja künstliche Intelligenz, die langsam kommt, auch Quantencomputer. Inwiefern beein… Ja, du: „Langsam kommt, langsam“, ja, sehr langsam, ja. Also, noch so einen richtigen Quantencomputer haben wir noch nicht. Aber… Ja, genau. Aber ähm wie, wie siehst du da äh die Gefahr vielleicht für deinen Kanal oder auch für die Mathematik, dass die Jugendlichen, dass die Studenten vielleicht noch schneller über Croc oder über den Quantencomputer Willow, wie sie alle heißen, noch schneller irgendwas sich erklären lassen können?

Also, ich finde ja immer, wenn man dann auch zurückguckt in der Zeit, ähm dann tut Wissen ganz gut. Ähm, deshalb versuche ich natürlich auch jetzt über die Mathematik hinaus immer zu animieren: „Beschäftige euch mit den Sachen.“ Ich habe vor 6 Jahren ein Buch geschrieben, dort habe ich äh alles angesprochen: Wo kommt KI her? Also, der Begriff künstliche Intelligenz, was hat man damals gedacht? Wann gab’s die KI-Winter? Wann gab’s die KI-Sommer? äh was ist in den 80ern passiert ähm mit Backpropagation? Warum hat es dann gedauert, bis die Computerpower so war, wirklich die Daten zu analysieren? Und wenn man das dann aufarbeitet, dann hätte es gar nicht so sein müssen, dass man jetzt auf einmal über Nacht überrascht wird, dass OpenAI sagt: „So, hier ist jetzt ein LM“, sondern hätte man irgendwie erahnt: „Ja, es kommt jetzt schon in den nächsten 5 Jahren, weil alle Anzeichen auch aus der Mathematik beruhen.“ Du kannst ja alles berechnen: Kosten gehen runter, Speed geht hoch, und dann hättest du sagen können: „Ja, irgendwo zwischen 2018 und 2028 wird das passieren.“ Dann ist es gar nicht so dieser Über-Nacht-Effekt. Da es nun mal jetzt so ist und wir als erstes natürlich immer geschockt sind. Die Amerikaner sind natürlich auch immer sehr stark medial das Ganze aufzuarbeiten, und alles geht, und jetzt brauchst du gar keine Lehrer mehr. Da steckt schon viel noch mit drin, dass wir halt immer noch hier vor Ort zusammensitzen, dass jemand dir auf die Schulter klopft. Also, wie willst du etwas, dass dir jemand auf die Schulter klopft und sagt: „Super, dass du die ähäh Formel verstanden hast.“ Das wirst du nicht ersetzen können. Wenn du in den Jahren äh zurückgehst – ich sage jetzt mal, mein Neffe, der ist sieben, ja, der ist jetzt in der zweiten Klasse – was willst du da mit künstlicher Intelligenz? Du brauchst da mehr Menschen eigentlich. Du brauchst eigentlich eigentlich eigentlich Leute, die dann mehr unterrichten und dich wirklich abholen. Aber und so war es ja schon mit mit der Digitalisierung, wo alle gerufen haben: „Wir müssen uns digitalisieren, wie machen wir das?“ Das heißt, die Frage ist jetzt: Wie setzt du künstliche Intelligenz ein? Was ist das überhaupt? Was ist maschinelles Lernen? Was sind tiefe neuronale Netze? Wie gehst du mit Large Language Models um? Wie können sie dir helfen? Es ist unabdinglich, dass so wie, wie jetzt die KI fortgeschritten ist, boostet sie das Lernen ungemein, wenn du es richtig einsetzt. So, die Frage ist jetzt: Wer nutzt es? Ähm, wer nutzt es wie? Wer kommt voran? Sind wir dann, wird die Zweiklassengesellschaft noch, wird die Schere noch größer, weil einige wenige damit umgehen können? Und eigentlich, wenn du die Schule guckst, die meisten es ja eigentlich nur nutzen wie: „Sind meine Hausaufgaben? Schreib mir mal eine Lösung, und fertig.“ Es ist ja kein sinnvoller Einsatz. Und da sind wirklich äh ich kann jetzt aus Deutschland sprechen, an einem sehr wunden Punkt, wo du bei knapp 45.000 Schulen eigentlich eher wirklich zusehen müsstest: Wie setzt du es aktiv ein? Die Chancen sind grenzenlos, und natürlich ähm wenn ich auf meinen YouTube-Kanal gucke, auch deshalb überlege ich ja jetzt gerade über eine über eine eigene App, die KI eben nutzt, meinen Effekt eigentlich 24/7 zur Verfügung zu stellen, optimierterweise noch mit KI. Und da denkt man natürlich drüber nach. Ähm, bis das im Schulsystem implementiert ist, das wird wahrscheinlich noch Jahre dauern. Aber ich kann auch nur raten, je jeder der jetzt zuschaut oder zuhört, der Kinder hat, ja, ähm führt es ein, sprecht über die Vergangenheit von KI: Wie ist es zustande gekommen? Was, was passiert? Was kann passieren? Was passiert in den nächsten Jahren? Und jeder, der sich damit beschäftigt und es wirklich ausprobiert, wird Vorteile haben. Mhm.

Ja, sehe ich genauso. Also, ich glaube, da wird sich jetzt ganz vieles tun, und ich glaube, es kommt wirklich aus dem privaten Bereich, dass dann private Unternehmer oder Unternehmen natürlich dann halt das Ganze auch dann händelbar machen für den Nutzer, wie du jetzt mit deiner App. Wir werden auch was machen im finanziellen Bereich, auch eine App, die natürlich auch KI-basiert ist. Und das ist dann glaube schon spannend, weil du einen Wissensvorsprung hast, rein mathematisch. Also, ähm glaubst du denn, dass es einen Quantencomputer geben wird, der dann praktisch wirklich irgendwie alles in Millisekunden ausrechnen kann? Z. B. auch dein GMX-Passwort oder ähm die die Kontoverbindung, den PIN-Code zu deiner EC-Karte oder irgendwie sowas? Ja, die Frage wollte ich dir gleich auch stellen, gerade gerade auch zum Thema Verschlüsselung, zum Thema Bitcoin, weil wir jetzt ja gerade, ich weiß nicht, wie viel Wochen es her ist, und ähm Google bekannt gegeben hat, dass sie jetzt ja einen Quantencomputer in dem Sinne am Laufen haben, der ja äh ich keine Ahnung, Millionen Jahre Berechnung innerhalb von Minuten zulässt. Ähm, versteht man das wirklich? Wie weit ist das? Und vor allen Dingen, welche Energie ist dafür äh notwendig, ähm und wer kann es dann überall nutzen? Ich glaube, wir sind ja jetzt gerade angekommen in dem Bereich, KI-Systeme, vor allen Dingen natürlich Large Language Models zu nutzen. Und dann gucke ich aber auch, wenn ich dann die erste Information von OpenAI höre, die jetzt auch noch ein unbezahltes, ein erstes bezahltes mit, ich glaube, 20 €, und jetzt für 200, und selbst das fährt miese ein, weil es alle so brutal nutzen. Und du musst es ja auch betreiben können. Und ich glaube, da sollten wir uns erstmal drum kümmern, äh dass wir keine Ahnung, das Thema Energie in den Griff bekommen, ähm bevor wir äh drüber nachdenken, ob jetzt irgendein Quantencomputer uns alle hackt. Äh, ich glaube, dann haben wir andere Probleme. Ich sag immer: Da muss man sich mit beschäftigen und in die Tiefe reingehen. Und ich muss ganz ehrlich sagen, beim Thema Quantencomputing, das ist ja so komplex von der Art und Weise her, da suche ich mir lieber auch Gesprächspartner, äh wie z. B. ähm ein Professor Dr. Baukhage vom ähm vom Institut Fraunhofer, der da vor Jahren schon drüber gesprochen hat. Dann versuche ich mit denen zu sprechen, um das zu verstehen. Ich glaube, bis das in der breiten Masse reinkommt, wird’s noch ein paar Jahre dauern. Und dann wird’s auch wieder Sicherheitssysteme geben, da gibt’s wieder einen anderen Quantencomputer, der es dann wieder abschmettert. Also, es wird unglaublich spannend die nächsten Jahre auf jeden Fall. Also, dass wir eine Zeitenwende leben, das sind wir uns ja einig. Ja, und übrigens, wir haben in der Zwischenzeit Raketen, die rückwärts eingepackt werden. Hätte mir vor 5 Jahren auch noch keiner wirklich sagen können. Es ist schon verrückt, was momentan alles passiert in der Welt. Aber das ist auch gut so, dass sich was tut, dass sich was wendet. Und eine Frage, die immer wieder kommt, auch aus von meinen Kindern: „Wofür brauche ich überhaupt Mathematik später?“ Und ich muss ja sagen, ich meine, ich habe Mathematik eigentlich gern gemacht und vieles, aber von dem, was ich in der Schule oder auch im Abitur gelernt habe, brauche ich eigentlich nicht. Ich würde mal sagen, 10 %, was man wirklich im Leben benötigt. Was erwiderst du denen dann, wenn die sowas fragen?

Ja, das ist das ist natürlich die alles entscheidende Frage. Die schnelle Antwort ist erstmal: Nichts brauchst du mehr als Mathematik! Denn die Mathematik ist ja falsch verstanden aus dem, was wir in der Schule machen. Denn die Mathematik ist eigentlich die Lehre von der Erkennung von Strukturen und Mustern. Mhm. So, und wir leben jetzt in Zeiten des Wandels. Das wird do nicht mehr aufhören, und wir werden uns immer schneller wandeln, und du musst dich drauf einstellen. Du musst Muster und Strukturen erkennen. Und wenn man das mal nimmt, dass das die Mathematik eigentlich schult, und nicht, dass du eine eine PQ-Formel anwenden musst und dass du die nie mehr anwendest. Und du solltest eher verstehen, wie die PQ-Formel zustande kommt. Das ist eine Struktur, ein Muster, was du erkennst und dann zu einer Lösung kommst. Auch wieder das gleiche Thema: Du hast lauter Probleme und musst zu Lösungen kommen. Und so sollte ja eigentlich Mathematik in der Schule eigentlich gelehrt werden. Das war natürlich nicht nötig, weil aus dem System, aus dem wir kommen, musstest du halt in der Schule, ich sage jetzt mal, fleißige Arbeiter in der breiten Masse heranzüchten. So, so. Und wenn du jetzt natürlich überlegst, was alles möglich ist, eben auch die Mathematik so zu schulen, dass du verstehst, wofür du sie brauchst… Ich komme dann immer wieder drauf zu sprechen, dass du weißt, was elliptische Kurven sind, um beim Bitcoin jetzt von Private Key auf Public Key zu kommen, ist ja super spannend. Ob ich das dann genauso brauche, weiß ich nicht. Ob ich eine neue Formel erfinde, I don’t know. Aber überall kommt Mathematik vor, überall, alles, alles ist Mathematik. Wenn du diese Begeisterung eigentlich weitergeben würdest und das abdecken würdest in der Schule, dann würdest du nicht mehr fragen: „Wofür brauche ich das?“, sondern dann ist es ein Teil von dem Ganzen. Dann mache ich da Geschichtsunterricht, dort lerne ich, wo die ganzen Systeme herkommen, dort hat ein Mathematiker das erfunden, und dann zieht sich jeder seinen Teil raus. Ja, gesetzt, dass diese Frage immer mehr aufkommt. Ähm, ich weiß nicht, wie wir das, ich sag jetzt mal, systematisch lösen wollen, weil wir ja immer noch dieses System haben. Die Abschlüsse sind immer so immer zu dem Alter… Keine Ahnung, wird’s verstärkt Privatschulen geben? Werden sich Menschen überlegen: „Muss ich mein Kind immer noch dort durchferkeln?“ Geht die Schere dann weiter auseinander? Also, ich bin bei dir, ich bin bei dir. Ich finde, das ist das Fundament, äh ist tatsächlich: Wenn du mathematisches Verständnis hast, kannst du vieles erklären. Also, ich finde den Zinseszins-Effekt ganz wichtig, auch ums Geldsystem zu verstehen. Bitcoin natürlich, können wir gleich drüber reden, ist sehr mathematisch natürlich in auf der auf der technischen Seite. Würdest du, wenn du Kinder hättest, die Kinder auf die Staatsschule schicken?

Es ist also… Ich habe ja einen Neffen und zwei Nichten. Der Neffe ist sieben, und die beiden Nichten, die eine wird jetzt vier am Mittwoch, die andere ist eins. Ich mache mir insgesamt Gedanken, äh was passiert jetzt in den nächsten 10, 20 Jahren? Weil noch mal, wir sind ja in in so einem Zeitenwandel, der so ausgiebig ist. Also, meine Kinder, ich, ich vermute oder ich glaube, gerade wenn ich jetzt Kinder hätte in dem Alter, würde ich sie wahrscheinlich auf eine Privatschule schicken, einfach weil der Wandel so krass, so krass ist und du einfach nur an einer Privatschule die Möglichkeiten hast, dich auch auszutoben. Ähm, ich habe ein Beispiel: Der ehemalige Rektor vom Salem College, äh der ist innerhalb von Deutschland zu einem anderen College gewechselt und ist dann in die Schweiz gegangen, und er sagte nur: „Dieser Wechsel über die Grenze hinaus hat ihm so viele Freiheiten gegeben, äh sich in dieser Privatschule jetzt auszuleben und die Zukunft wirklich zu gestalten.“ Weil wir haben ja, wir kommen aus dem System, die immer irgendetwas vorgeben wollen, und es, du weißt es ja gar nicht, weil sich so viel ändert. Und diese diese Freiheiten… Man muss ja bei Privat schon auch überlegen, viele sind ja auch hauptsächlich staatlich finanziert. Aber wenn du wirklich, wenn wir uns eine Schule bauen könnten, ne, das keine Ahnung, das wäre schön, wenn du da wirklich Menschen mit reinnehmen würdest, äh Pädagogen, Informatiker, Geschichtler, ähm um da wirklich so einen Ort zu schaffen, der wirklich neu durchdacht ist. Ich könnte mir auch vorstellen, dass gerade jetzt in den nächsten 10 bis 20 Jahren da auch neue Schulformen entstehen. Gl… Ja, also, also ich glaube, die die Staatsschule, also ich war auf der Staatsschule, und die war noch okay, würde ich jetzt mal sagen, aber das Niveau hat massiv nachgelassen. Also, ich bin da oft und halte halt auch Vorträge bzw. weiß viel, hör viel und so weiter. Und wenn ich mir das Abitur jetzt anschaue, z. B. aktuell zu dem Abitur, das ich gemacht habe, ist schon Leistungsabfall. Und es ist glaube ich ein generelles Problem, dass man in den letzten Jahren auch wegen der Coronakrise natürlich da alle durchgewunken hat. Wir haben noch nie so viele Einserabiture gehabt wie aktuell, ne. Also, entweder haben wir da draußen lauter Einsteins, oder man hat halt einfach das Niveau gesenkt, damit man so viele wie möglich aus irgendwelchen Diversitätsgründen durchbringt, weil keiner ist ja mehr schlecht. Wir haben auch keine Leistung mehr im Sport, weiß ja Bundesjugendspiele, alles s gut. Selbst Kevin, der 200 kg wiegt, kriegt noch die Goldmedaille, weil dass der sich nicht schlecht fühlt. Das ist ein riesen Problem dahingehend. Auch die Frage: Glaubst du, dass unsere Kinder immer dümmer werden oder unser Bildungsniveau einfach immer nur schlechter wird und dadurch die Kinder nicht wirklich weiterkommen?

Ich glaube, wir haben einfach ein Problem auf Entscheidungsebenen in Deutschland. Kommt das Problem der 16 Bundesländer, Föderalismus, mit dazu. Hatte sein Gutes, aber stört hier wirklich. Wir haben keine Ahnung, 500 Kommunen, äh Antragstellungen, Schulträger entscheiden, ob du Tablets einführst ja oder nein. Und dabei hast du ganz andere Sorgen und Probleme, die du eigentlich diskutieren müsstest. Und äh ich muss immer dran denken, äh seitdem ich dein dein Buch gelesen hast, welche Zyklen so aufeinander treffen. Ja, wir kommen ja eben auch aus einem System, da könnten wir eigentlich gesondert stundenlang drüber sprechen. Ich empfehle da immer, wenn ich eine Empfehlung aussprechen kann, wer sich damit beschäftigen möchte, das ist Salman Khan, ähm schnell zurückgespult hat. Ende der 2000er als gut bezahlter Hedgefonds-Manager sich überlegt: „Ich unterrichte meine Cousine unter anderem über YouTube, dann geht das gar nicht so schlecht, dann mache ich die Khan Academy auf.“ Er kriegt Sponsoren und hat jetzt, ich glaube, 180 Millionen Lernende in seiner Khan Academy, hat zwei Bücher geschrieben. Das erste ist von 2012, „Die Khan Academy, die Schule von morgen“, dort wird alles aufgedröselt. Und das neue ist „Brave New World“, wie er versucht, KI einzuführen. Und er beschreibt einfach dieses System, was ja aus so einem preußischen Modell kommt. Man schaue sich alleine die Architektur von Schulen an, die ja wie Kasernen gebaut sind. Also, wie willst du jetzt in so einer Struktur, wie willst du dort eigentlich ein komplett neues einführen? Du müsstest ja wirklich solche Kasten abreißen und müsstest neue, neue, neue Ebenen äh bauen. Ja, und dieses so grundfundamental zu überlegen, das wäre für mich, das habe ich auch 2019 in mein Buch geschrieben, das wäre wie so ein Masterplan, dass du sagst: „So, weißt du was? Wir gehen jetzt mal auf 10, 15 Jahre, und wir fangen wirklich an, diese Kasten abzureißen und neu aufzubauen.“ Geht natürlich nicht wegen Legislaturperiode. Wer tut sich das schon an, ne? Da sind wir wieder beim anderen Dilemma. Also, schwierig. Da ist jetzt aber jeder Gott sei Dank in der in der Gesellschaft, wo wir eben Wissen zur Verfügung haben, kann sich die Bücher durchlesen, kann selbst handeln, vielleicht selbst eine Schule bauen, äh und dann keine Ahnung, den Ruck geben, vielleicht auch für ein neues System. Äh, wahrscheinlich braucht es da auch Menschen aus der Wirtschaft, die wirklich sagen: „Hey, komm, wir bauen jetzt einfach eine neue Schule.“ Ja, ich glaube, wir…

Sind ja in diesem Paradigmenwechsel, dass es tatsächlich in den nächsten Jahren passieren wird, spüren wir ja auch intuitiv, dass da draußen etwas aus den Fugen geraten ist. Wenn du unserem Schulsystem eine Note geben müsstest, welche Note würdest du ihm geben? Das ist super, das also, es ist in dem Sinne schwierig. Ähm, ich habe jetzt in paar Wochen Aladdin Elma Fallani in meinem Podcast, die zweite Runde, äh mit dem ich vor zwei Jahren schon drüber gesprochen habe. Trotzdem hat eine Schule als Ort ja seine Berechtigung, weil nur dort kriege ich, kriege ich die Kids ja abgeholt. Das heißt, da sind ja immer noch Menschen, und viele Menschen sage ich, die, die geben ja auch ihr Bestes, um die Kids abzuholen, nach vorne zu bringen, pädagogisch zu begleiten. Und nur weil es auch jetzt zeitgleich die Welt so schnell tickt wie nie zuvor und sich permanent ändert, äh da können die ja nichts dafür. Also ich, ich würde wahrscheinlich jetzt eine vier minus geben, ähm aber das auch nur aufgrund, und jetzt gar nicht ähm, sie müssen jetzt alle technologisch ausgestattet sein. Es muss einfach grundprinzipiell neu gedacht werden, und das fängt bei der Gebäudestruktur an, und ähm wie gesagt, da würde ich mir manchmal, und ich habe es jetzt auch im Wahlkampf gar nicht mitbekommen, ne, irgendwie so ja, du hast mal über Bildung oder so gesprochen, aber wirklich so, so also wir kümmern uns jetzt um Schulgebäude, um Einrichtung, um Menschen und investieren da massivst. Ähm, das fehlt mir einfach, und ja, das ist sch-, also wenn du anschaust, wie in der Kaiserzeit die Schulen aussahen, die sind heute noch wunderschöne Gebäude, hohe Räume, hell, freundlich, Holzdielenboden und so weiter, ein schöner Ort des Lernens, auch in alten Bibliotheken, Universitäten und so weiter. Und die neuen, hast du schon Recht, sind eher so Katakomben, so Kasernenton etc., und da will man eigentlich gar nicht hin, ne? Sind so praktisch quadratisch, praktisch hässlich. Es ist ja auch gar nicht, es ist auch nicht zeitgemäß. Ja, es ist einfach, du hattest die Technologie damals nicht. Ja, du konntest eben nur mit einer Stimme so und so viel erreichen. Wie gesagt, im Buch „Kan“ ist es erklärt, warum du eben, warum schellst auch irgendwann, warum läutet dann die Glocke, warum hast du nur 15 Minuten Pause? Weil dann könntest ja irgendwann anfangen zu denken, dann geht's wieder weiter und durchgefahren, und das zerrt sich jetzt auseinander. Und es gibt halt einige, die das erkennen und dann ihren Weg gehen. Und unabhängig davon, dass du ja immer noch in einem System bist, wo du auch Abschlüsse brauchst, kannst du dich ja parallel weiter fortbilden. Ich sag auch jedem immer: Du musst jetzt nicht dein Studium abbrechen, noch sollst du die Schule abbrechen. Du kannst ja dann sagen: Okay, bevor du 7 Stunden auf TikTok hockst und verweilst, schaltest es lieber aus und gehst bewusst auf YouTube, ziehst dir bei dir Informationen, bei mir, bei wem auch immer, machst einen Kurs bei Udacity, You Skillshare, wie sie alle heißen, die Plattformen, und bildest dich selber fort. Und jeder hat es tatsächlich jetzt in der Hand, sich selbst vorzubilden und seine Zukunft zu schmieden. Es gibt keine Ausreden mehr eigentlich, ne? Ja, das ist tatsächlich so. Und ähm der, der Mensch ist ja auch individuell, ne? Uns wurde ja allen das gleiche äh Bildungssystem aufgepfropft, und manche sind halt durchgefallen. Es gibt ja auch unterschiedliche Lerntypen. Hast du da irgendwie eine Erkenntnis, wie kann man diesen Lerntyp erkennen und was empfiehlst du den Leuten? Ja, das äh Problem ist, ich sag jetzt mal auch strukturell, ähm du grundsätzlich, oder auch Lernmethoden, Entschuldigung. Ja, ja, grundsätzlich sollte man auch da wieder, bin ich wieder, sollst im Fundament anfangen: Was ist Lernen eigentlich? Wenn du auf die Straße gehst und fragst: Was ist Lernen?, wirst du wahrscheinlich 50 Millionen Antworten bekommen. Es ist eigentlich eine stärkere Synapsenverbindung im Kopf. Ja, die Neuronen feuern ja, und dann hast du irgendwann ein, ein Wissen und kannst, kannst Dinge ähm, und das ist per se erstmal bei jedem gleich. So der eine geht vielleicht ein bisschen mehr visuell, der nächste mehr auditiv, der nächste, die Haptik ist bei allen gleich. Du musst immer noch schreiben. Es ist ein Mythos, was du durchs Tippen besser lernst. Deshalb solltest du dann auch mit dem Stift, auch gerne digital schreiben. Du musst aktiv etwas, etwas machen. Das ist bei allen gleich. Und dann kannst du eben erkennen, ich sag mal, wenn du eine Klasse von 30 Leuten hast, da gibt's dann natürlich schon, ich sage jetzt mal, unterschiedliche Lerntypen, aber du musst sie eher auch alle befriedigen können, und das geht ja eigentlich technologisch nur, es wird halt eben nicht, nicht umgesetzt. Und ähm ich, ich sag mir immer, ich würde da gar nicht so sehr auf diese Lerntypen schauen. Wenn man mich jetzt fragen würde: So ein Masterplan für eine Schule, ist eigentlich: Brauchen wir massivst Investition in Menschen, weil du musst dich mal fragen: Wer will denn noch an eine staatliche Schule gehen, wenn du ein richtig guter Mathematiker bist, verdienst in der Wirtschaft das zehnfache? Da musst du halt sagen: Okay, die Kohle rein in die Schulen, Menschen rein, die werden sich schon dann darum kümmern, wie die Technologie eingeführt wird, wo einer noch eine Wissenslücke hat, wie er sie schließen soll, ob er in den Medienraum nebenan soll und sich mal einen Podcast anhören soll oder aktiv etwas machen. Ich kenne so viele Lehrkräfte, die wirklich gerade, ich sag mal, gegen das System ackern und kämpfen, und sagen: Einer macht in seiner Oberstufe ein Podcastprojekt, ja, der kämpft um 1230, 40 €, weil er eben eine Ausstattung dafür braucht, aber nur weil er den Antrag schreibt und hinterher ist und mit, und alles ist in diesem Verbund dann gegeben. Einer muss sich drum kümmern, dass ich da an die Schule komme, der nächste muss den Schnitt machen, der nächste muss sich um Audio kümmern, denn der nächste muss den Host machen. Du hast alles was drin ist, und da sage ich immer: „Mensch, investiert in die Menschen, investiert in die Lehrkräfte, gebt nach draußen auch den Status Quo, das ist echt ein super Ansehen, wäre wenn du Lehrkraft bist.“ Und das ist für mich tatsächlich die einzige Chance, das in die richtige Richtung zu lenken. Ansonsten keine Ahnung, gibt's halt verstärkt Privatschulen, keine Ahnung, wie das System dann shiftet. Das gleiche wie mit, mit Währungs- oder Geldsystem: Wo geht's hin? Wer ist der nächste große Player? I don't know. Für mich wäre es die Investition massiv in Menschen in der Schule. Ja, also ich bin ganz bei dir. Ich glaube, einer der wenigen Rohstoffe, die wir haben, ist tatsächlich unser Gehirn. Das ist vital, und müssten noch viel mehr in Bildung investieren. Also wir verplempern so viele Milliarden für irgendein Bullshit, aber in die Institutionen, in die Schulen, ich meine, wenn man sich die Schulen anschaut, ist es ja wirklich marode teilweise, alle Bauzustand 60er, 70er, 80er Jahre, bröckeln vor sich hin. Ich war vor kurzem in meinem ehemaligen Gymnasium, ich bin aus allen Latschen gefallen. Die haben einen, eigentlich einen Renovierungsstau, wahrscheinlich seitdem ich weg bin, also nichts mehr gemacht. Also die Toiletten waren, dachte ich, okay, bin am Frankfurter Hauptbahnhof gelandet. Wirklich schrecklich. Und äh, wenn man da ein paar Milliarden investieren würde, tatsächlich, dann könnte man unglaublich viel erreichen. Man muss in die Lehrkräfte investieren, man muss ins Bildungssystem investieren, weil das ist die Zukunft, die Kinder sind unsere Zukunft. Wenn die Politik das nicht erkennt, haben wir ein riesen Problem. Demografie ist noch ein ganz anderes Thema, da könnte man wahrscheinlich eine eigene Sendung drüber machen. Ja, es ist, es ist wirklich schrecklich, aber wir sehen ja, dass wir überall auf dem absteigenden Ast sind. Auch PISA-Studien beweisen es, das Niveau, äh Abitur oder von den, von der Allgemeinbildung bei den Schülern, auch hier bei den Bewerbern, ist teilweise katastrophal. Es gibt Ausnahmeerscheinungen, aber du weißt ja, Ausnahmen bestätigen die Regel. Und da finde ich schon, dass sie ein gesundes Selbstbewusstsein haben und dann irgendwelche horrenten Gehaltsvorstellungen haben, weil sie halt es aus ihrem TikTok- oder aus ihrem YouTube-Leben kennen wollen. Und alle wollen ja Star sein, und Arbeiten ist sowieso lästig. Glaubst du denn, dass z. B. ein Social-Media-Verbot, wie jetzt in Neuseeland, oder ein Smartphone-Verbot an Schulen Sinn machen würde, damit die vielleicht auch wieder auf dem Boden der Tatsachen landen? Ein super Thema, und das wird für mich auch immer nicht kontrovers genug diskutiert und aufgearbeitet, weil ich kenne das noch von vor ein paar Jahren, Manfred Spitzer, der dann ein Handyverbot gefordert hat, und alle so: Wie kann der denn die Zukunft verwehren und etc.? Und ich sag mal: Geht doch mal kontrovers rein. Und wenn ich jetzt überlege, wenn ich mit TikTok als Beispiel nehme, ähm und du gehst in die TikTok-App rein, und auf einmal sind drei bis sieben Stunden rum. In diesen drei bis sieben Stunden bist du nicht wissender geworden. Ich gehe also, ich gehe jetzt von Normalverteilung aus, du hast äh, du, du bist bespaßt worden, du hast Glückshormone zwischendurch ausgeworfen, du bist nicht fähig zu verstehen, wann du aufhören sollst. Wir, wenn wir in die TikTok-App gehen, du und ich, wir sind wahrscheinlich noch so ausgebildet und können irgendwann die Reißleine ziehen, aber nicht die nächste Generation, die danach kommt. Und deshalb unterstütze ich absolut dieses Social-Media-Verbot, ähm weil du ja eigentlich das Smartphone oder das Tablet oder den Laptop eigentlich als Arbeitswerkzeug sehen solltest, wie du es vernünftig einsetzt. Es spricht doch gar nichts dagegen, dass du mit einem Smartphone dich in Kambodscha verbindest mit deiner Tante in Berlin und dann eben einen Kontakt hast, den du sonst nie gehabt hättest. Du kannst dich quer durch die Welt vernetzen und parallel an einem Paper arbeiten und zeitgleich dran schreiben. Du kannst äh Lernkurse schauen in einer gesicherten Umgebung. Das heißt, wenn man das mal in die, in die Tiefe durchdenkt, ist ein Social-Media-Verbot bis zu einem gewissen Alter absolut berechtigt und sinnvoll. Alter, genau da scheiden sich tatsächlich die Geister. Ähm, wenn ich die Entwicklungsstufen von Piaget durchgehe, bist du ja irgendwann eigentlich zwischen 12 und 14 solltest du ja eigentlich ausgereift sein und fähig sein, so Dinge auch einzuordnen. Also ich sag mal, bis 14 auf jeden Fall, ob es bis 18 sein muss, weiß ich nicht, aber irgendwo zwischen 14 und 18 ist glaube ich irgendwo ein gutes Zeitalter. Soll nicht heißen, dass du in jungen Jahren nicht mit Devices arbeitest und Zugang zu Wissen ermöglichst. Und nur weil TikTok irgendwie eine, eine Mintecke hat, wo, wo wahrscheinlich nur aus dem Bereich MINT äh Wissen ähäh weitergegeben werden soll, das reicht eben nicht aus. Und deshalb finde ich, äh da könnten wir wahrscheinlich auch eine eigene Sendung drüber machen. Ich empfehle da immer, wer es noch nicht gesehen hat: „Social Dilemma“ ist auf Netflix, anderthalb Stunden, und „AI Dilemma“, das ist auf YouTube frei verfügbar. Einer der beiden äh, die das sprechen, hat früher maßgeblich bei Facebook mitgearbeitet, und der erklärt, warum Facebook, heute Meta, früher Facebook, ich sag jetzt mal, dahinedriftet ist, dass sie dich eigentlich nur lange drin lassen wollen, Kohle. Da konnte keiner was dafür, der Apparat hat sich dann so aufgebläht, selbstständig auch ein bisschen, und man muss es einfach diskutieren, und man muss es einfach richtig gut auch einführen in der Schule. Das Problem wird dann sein, wenn du in der Schule Social-Media-Verbot hast, was ist, wenn es dann gongt und du gehst aus der Schule raus? Ja, so, das heißt, das ist die Frage: Wann kommen Verbote? Wie sind die Verbote? Wo sind die Verbote? Ich würde dann eher sagen, wenn du einen charismatischen Menschen vorne stehen hast, der dich abholt und der heute drüber spricht, welche Gefahren lauern da draußen, dann klebst du dem am Mund, hörst den zu und verstehst die Dinge, ähm und sagst dir irgendwann selber: „Okay, dann gehe ich weg davon.“ Also der heilige Gral ist natürlich schwer zu finden. Wieder bist du bei Menschen. Nur einfach zu verbieten, damit du dann doch wieder irgendwo außerhalb der Schule konsumierst, oder wie sie es auch immer in den Griff kriegen wollen. Es soll ja so sein, dass du dann in Australien, wenn du drauf gehen willst und dein Alter irgendwie, dann darfst du nicht rein, aber die finden ja immer alle irgendwie, irgendwie Tricks. Also es ist schwierig. Ja, grundsätzlich muss ich sagen, also Social Media, so wie es jetzt heute, jetzt gerade da ist, ähm da muss man wirklich vorsichtig sein, Zeitverschwendung teilweise, und ja, Medienkompetenz ist wichtig, schon bei kleinsten Kindern. Und ich würde auch sagen, also wenn man Kinder hat, also frühstens so vielleicht mit, ja, 13, 14 Jahren, wenn sie ein bisschen da aufgeklärt sind. Aber wenn man dann schon die erst sieht mit ihrem iPhone oder auch, dann wenn man öffentliche Verkehrsmittel verwendet, das sieht man dann nach der Schule, alle sitzen sie so da, es gibt gar keinen Austausch mehr, kein Spielen mehr, alle zocken irgendwas, Brawl Stars oder whatever. Ich finde es schade, wie manche Großen, wie soll ich sie nennen, vielleicht auch Influencer aus den, aus den USA, die auch aus der Wirtschaft kommen, die dann sagen: Ja, früher hast du dann halt so vor der Zeitung gesessen, so bist du dann eben heute vom Smartphone. Das halte ich für gefährlich, weil das Ding ist, in der Zeitung hast du zwar so gehockt, aber du hattest eine begrenzte Anzahl von, von Zeilen. In dem Ding bist du so getriggert äh von Menschen, die dir etwas verkaufen wollen. Das ist schon echt gefährlich, und darüber muss man tatsächlich aufklären. Und da bin ich eigentlich wieder ein Freund davon, diesen Wissenstransport in die Schule zu ziehen, ähm das den Lehrkräften an die Hand zu geben und dann eigentlich eher drüber aufzuklären. Mhm. Ja, das glaube ich dir. Was fasziniert dich ähm an der Mathematik? Also hast du vorhin schon ein bisschen erwähnt, aber z. B. keine Ahnung, könntest du die Größe des Universums ausrechnen oder sowas? Also gibt's irgendwas, wo du sagst: Wow, das wäre mindblowing? Das, also erstmal ist für mich die Mathematik mindblowing, weil es so klar ist. Ähm, du hast, wenn du eine Formel hast, die ist so, die passt auch immer, und da kann es jetzt nicht verschiedenste Meinungen geben, und die eine Meinung hat eine Lobby hinten dran, die sagt: Das ist aber jetzt richtig, sondern ich kann dir beweisen, dass es so ist. Das ist so schön in der Mathematik, sie ist so klar, äh da kannst du nicht, da kommst du nicht gegen an. Und erklär mal den Politikern in Berlin, ja gut, das ist noch ein anderes Thema, wer da so äh in der Führung sitzt äh und wie das Verständnis von Zahlen ist. Manchmal würde ich mir ein paar mehr Mathematiker wünschen. Sind wir wieder beim gleichen Beispiel: Wenn du Mathematiker bist, gehst nicht in die Schule und gehst nicht in die, nicht in die Politik, dann gehst du halt in die Wirtschaft, und das ist eigentlich schade. Ähm, aber für mich war die Mathematik immer, ist sie einfach so klar, und sie beschreibt einfach so viel, und keine Ahnung, wenn ich, wenn ich mir etwas wünschen würde, keine Ahnung, was zu berechnen, ähm keine Ahnung, vielleicht einen heiligen Algorithmus, äh wie du dein Geld sicherst, keine Ahnung, das wäre vielleicht so. Das ist, apropos, den gibt's ja schon, der heißt Bitcoin. Wann hast du, nee, ist so, ist so, hast du, wann hast du Bitcoin entdeckt und hast du dir schon mal Bitcoin mathematisch angeschaut? Ja, also das, wirklich, das Schlimme, das ist wirklich schlimm, und ich erinnere mich immer mit Schmerzen dabei. Jetzt kommt das Geständnis, ihr Lieben, Achtung, er outed sich nun. Ja, es ist, es ist ein Geständnis, wie ich Kohle verpasst habe. Es war im Jahr 20, äh ich glaube, 13, ähm da fragte mich jemand, ich komme aus Remscheid, muss ich dazu sagen, und wir saßen da in einem, in Café, sagte Daniel: Sollen wir nicht mal für ein paar 1000 € Bitcoin holen? 2013, wurde gemerkt, also über ein Jahrzehnt her. Mhm. Und ich habe den angeguckt, ich so: Was willst du von mir? Er sagte: Ja, das ist, das kann so eine neue Währung sein, das geht so um Krypto. Ähm, ich so: Was willst du von mir? Ja, das, da sind jetzt schon so ein paar drin, und das kann so richtig durch die Decke gehen. Und das war für mich ganz, also das war für mich so damals so typisch: Das ist Scam, das ist, also ich bin mich auch gar nicht damit beschäftigen, ich kann jetzt auch nichts reinstecken. D habe ich mal auf die Wallet geguckt, wir haben, we, alt, allig jetzt heute, oder ich weiß nicht. Also, und dann erstmal weggeparkt. Dann habe ich mit den Jahren immer welche gehört, die sind dann in Berlin irgendwie in irgendwelche Keller gegangen, mit Klopfzeichen rein, wo du nur in mit Krypto bezahlen konntest. Ich denke mir so: Was ist da? Das ist ja Keller, also auch nicht weiter mit beschäftigen. Und ich sage jetzt mal so, in den letzten drei Jahren hast du schon so verstärkt dann auch so andere Sachen gehört. Du hast dann von Ethereum gehört, mit Ether in, in als Währung, und dann habe ich mich schon mehr damit beschäftigt, so, aber noch nicht so richtig intensiv. Und tatsächlich äh habe ich mich intensiver jetzt nach deinem, also keine Schleichwerbung, aber es ist tatsächlich so, nach deinem Buch damit beschäftigt, um einfach auch zu verstehen, was das für ein Konstrukt ist. Ist das wirklich Scam? Hat das wirklich Potenzial, oder was steckt da wirklich dahinter? Da müssen, da müssen wir jetzt nicht drauf eingehen, weil deine Zuschauer werden es wissen, da werde ich dich aber gleich nach fragen. Das heißt, da haben sich ja echt, ob das jetzt einer war oder mehrere Menschen, durch Open Source machen, ja, mehrere, da, da ist, steckt ja echt Gedanken gut dahinter, und auch so mathematische Sachen, wie wenn du eine Verschlüsselung machen musst, die du von Private Key auf öffentlichen Public Key nur in Einrichtung machst und nicht rückwärts, mit eben einer Gleichung, die Weierstraß irgendwann mal erfunden hat. Es ist finde ich super spannend, und ich denke wirklich drüber nach, wie ich dort jetzt eben weiter tiefer mit reingehe und das dann mathematisch auch aufzunehmen in meinem Kanal. Das heißt, wie könntest du denn äh so eine, eine Gleichung mal deutlich machen? So, keine Ahnung, da muss ich mal gucken, mit wem kann ich mich drüber unterhalten, und was steckt wirklich dahinter? Welches Fundament? Warum ist es sicher? Welche, welche Maßnahmen gibt es da? Und ich sag mal, es ist tatsächlich so, seit ich sag jetzt mal so, seit, seit, seit ein, zwei Monaten bin ich da wirklich intensiver. Hast du den Bitcoin schon dann erworben? Hast du schon mal den Fuß in die Tür gesteckt, nach deinem Lesen von meinem Buch, oder ähm? Nein, noch nicht. Ich hab, ich hab, ich habe tatsächlich ein bisschen, da habe ich mal mit, aber Scam, das ist ja was anderes. Ja, ja, genau das äh sagst du ähm, aber nein, ich bin tatsächlich jetzt am Überlegen, wie, also wie kommst du in den nächsten Jahren da rein? Also ob, aber auch wirklich jetzt nicht um zu spekulieren, sondern wenn ich das ja richtig verstanden habe, ist es ja wirklich potenziell erstmal möglich, dass es wirklich die neue Leitwährung sein kann. Mhm. Und das finde ich halt interessant. Man muss natürlich vorsichtig sein, was ist, wenn es doch irgendwie ineinander bricht? I don't know. Keine Ahnung. Satoshi ist vielleicht irgendeiner, den wir nicht so gerne sehen würden, wollen, wird morgen Publik, alles geht runter. Ja, aber nach allen, ich komme ja aus der Welt, dass man Informationen zusammenträgt und zwar so lange, bis man der Wahrheit am nächsten kommt. Genau so. Und bisher deutet vieles darauf hin, dass es zumindest eine extrem stabile, die robusteste Blockchain, die es jemals gab, seit 16 Jahren, binär, dezentral ist, und jetzt nach Jahren kann man schon sagen: Also ist aus Kinderschuhen rausgewachsen. Die Wort, adaptiert, und dahingehend muss es auch Daniel Jung jetzt vielleicht adaptieren im Portfolio. Aber aus mathematischer Sicht ist es ja glaube ich auch sehr, sehr ja faszinierend, das ganze Bitcoin-Blockchain-Thema, weil es ja elliptische Kurven haben wir schon erwähnt, und es ist so viel Mathematik auch drin, mit dem Proof of Work und so weiter, das müsst, oder auch mit dem ähm Halving-Problem. Das sind ja so viele Themen, die vielleicht dich auch dann ansprechen müssten, und es ist ja sehr technisch auch im Buch beschrieben, wo er vielleicht der ein oder andere vielleicht aussteigt, oder du erst richtig dann sozusagen auf die Spur kommst und denkst: Wow, jetzt wird's richtig spannend für mich. Ja, wie gesagt, es ist, es ist wirklich super interessant. Ähm, ich kann nicht sagen, dass ich es in Gänze komplett exakt verstanden habe, weil es, ich find es immer noch, ist, ich finde es immer dieses, das Dezentrale hat immer noch so ein, ich will nicht sagen, Geschmäckle, aber es ist echt schwierig, bis in die Tiefe nachzuvollziehen. Ich find es aber spannend, auf die Reise zu gehen, das, das bis in die Tiefe so zu verstehen. Und wie du gesagt hast, jetzt nach, wann ist für 2009 ist glaube ich äh rausgekommen, nach knapp 16 Jahren ist aus den Kinderschuhen entwachsen, und es ist auf jeden Fall super interessant, und wieder die Mathematik äh oder die mathematischen Elemente, die überall irgendwo da Einzug finden, sind super interessant und machen das Ganze ja dann auch, wenn ich eben die Mathematik als, als, als klare Einheit sehe, als robustes Werk, äh die sichern das Ganze natürlich ab, und ähm, also ist super spannend. Genau. Also ich sag auch immer: Ich vertraue dem Naturgesetz und der Mathematik mehr als jetzt der EZB z. B., und der Erfolg von Bitcoin spricht da deutlich für sich. Also deswegen umso wichtiger, dass du da Erklärvideos vielleicht zu dem Thema tatsächlich machst, und wenn ich da hilfreich sein kann, komme ich natürlich auch gerne zum Interview dann zu dir auf dem Kanal. Abschlussfrage, mein Lieber: Was ist für Daniel Jung, ein Mathematiker, der alles in Zahlen sieht, der Sinn des Lebens? Der Sinn des Lebens? Ja, das ist dieser Tage, das ist äh, das ist interessant zu beantworten. Ich glaube, der Sinn des Lebens ist ähm wahrscheinlich frei zu sein, in Freiheit zu leben, und die Frage auch wieder, ich muss immer wieder sagen, dieser Tage ist tatsächlich, wie du diese Freiheit erreichst. Ja, die Freiheit, sag mal, für den einen ist die Freiheit vielleicht Multimillionär auf dem Konto zu haben, für den nächsten ist Freiheit äh Familie zu haben und mit, mit weniger Geld über die Runden zu kommen, äh aber auf jeden Fall solltest du in Freiheit leben können, und dafür gehört finanzielle Unabhängigkeit natürlich mit dazu. Ähm, es gehört Sicherheit mit dazu, auch ein brisantes Thema dieser Tage, ähm wer, wir vielleicht gleich in meinem Talk auch noch drüber sprechen, ähm und das ist, keine Ahnung, der Sinn des Lebens, ich, ich würde jetzt sagen, in Freiheit zu leben. Ja, und jeder muss äh für sich entscheiden, äh mit welchen Informationen er da am besten hinkommt. Mhm. Absolut. Letzte Frage ist mir gerade spontan gekommen, wirklich alle Fragen versprochen, ähm glaubst du denn an ein Leben nach dem Tod? Also bist du spirituell, oder glaubst du, es geht weiter? Also rein mathematisch überhaupt möglich, oder boah? Also ich, ich wage da keine Aussage. Äh, was ich nicht berechnen kann, wage ich nicht zu, zu beantworten. Ähm, keine Ahnung, ich, ich hoffe, dass ich lang genug lebe, um noch äh in Freiheit glücklich zu sein, und was danach passiert, schauen wir mal. Ja, Daniel, ich danke dir für das Gespräch. Hat mir großen Spaß gemacht, war sehr kurzweilig. Ich hoffe, euch hat's natürlich auch gefallen. Checkt mal seinen Kanal auf jeden Fall aus, und ich finde es, wie gesagt, immer sehr äh erfrischend, wenn man dann die alten Themen wieder mal auffrischen kann, mit Videos, vor allem auch für die Kinder, wenn die dann praktisch äh ja, Nachhilfunterricht brauchen, durch die Eltern bei den Hausaufgaben Verstärkung haben. Dir alles Gute auf jeden Fall, und ja, „Make Math Great Again“, würde ich sagen, ne? Danke dir.