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Multiple Sklerose, Parkinson und Alzheimer. Krankheit – hat fast jeder schon einmal gehört, was dahinter steckt, was das mit dem Nervensystem zu tun hat und was ihr darüber im Abi wissen müsst, erfahrt ihr jetzt. [Musik]
Fangen wir mal etwas weiter vorne an, und zwar bei dem Aufbau unseres Nervensystems. Eingeteilt wird es in zwei große Teile: das zentrale und das periphere Nervensystem. Das zentrale Nervensystem besteht aus Gehirn und Rückenmark – also diesen Teil hier. Auch das periphere Nervensystem lässt sich noch weiter unterteilen: es gibt einen efferenten und einen afferenten Teil. Der efferente sendet Signale, z.B. an die Muskeln, die dann eine Bewegung ausführen. Der afferente Teil leitet Reize und Empfindungen, wie z.B. die Schmerzempfindung bei einem Schlag in den Bauch, an das zentrale Nervensystem weiter. In diesem Zusammenhang könnte man gut abgefragt werden, was eigentlich hinter einem Reflex, wie dem Kniesehnenreflex, steckt.
Abgesehen von dem generellen Aufbau unseres Nervensystems solltet ihr den Aufbau einer Nervenzelle, also eines Neurons, kennen. Eine mögliche Abi-Aufgabe könnte lauten: Zeichnen Sie das Schema einer Nervenzelle. Beschriften Sie Ihre Zeichnung. Das könnte dann etwa so aussehen, wie Dinge aufgebaut sind. Mit entsprechenden Skizzen wird gerne abgefragt. Schafft euch das Wissen drauf, dann könnt ihr diese Punkte ganz einfach abstauben.
Gerne werden im Bio-Abi Fragen gestellt, bei denen ihr euer Wissen auf andere Sachverhalte übertragen müsst. Kann also gut sein, dass ihr erstmal da sitzt und denkt: „What? Davon habe ich noch nie was gehört.“ Das kann in dem Fall sehr gut sein. Lasst euch davon aber nicht aus der Ruhe bringen. Meistens sind alle nötigen Infos in der Frage oder dem Text enthalten, und mit eurem Schulwissen müsst ihr daraus Schlüsse ziehen.
Damit ihr euch da was drunter vorstellen könnt, schauen wir uns so eine Aufgabe mal an. Ihr habt einen Text über die neurologische Erkrankung Multiple Sklerose, kurz MS. Darin steht, dass MS eine Autoimmunerkrankung ist, bei der der Körper die Myelinscheiden der Neuronen im zentralen Nervensystem angreift. Leider ist ein solcher Text meistens noch super lang und voll mit Infos, die ihr nicht braucht. Lasst ihn also am besten mehrmals lesen und filtert, welche Infos davon für euch wichtig sind. Dazu braucht ihr natürlich die Fragestellung. Bei einer solchen Aufgabe könnte die lauten: Was passiert durch den Angriff der Myelinscheiden und was sind die Symptome? Wenn dann der erste Gedanke von euch ist: „Bin ich Arzt oder was?“ Keine Sorge, das wollen die gar nicht von euch. Und selbst wenn ihr absolut keine Ahnung habt, begründet immer alles so gut wie nur möglich. Da können ein paar Teilpunkte bei rausspringen. Aber schaut einfach fleißig weiter unsere Videos, dann kommt das gar nicht erst dazu.
So, jetzt langt’s mit den wertvollen Tipps. Kommen wir zur Lösung. Die Myelinscheiden sind an der Reizweiterleitung beteiligt. Werden die also zerstört, gibt’s da ein Problem. Die Erregungsleitung im Nervensystem wird dadurch eingeschränkt. Je mehr Schädigung, desto stärker die Einschränkung. Genauso ist das dann auch bei den Symptomen. Am Anfang hat der Betroffene nur leichtes Kribbeln und Taubheitsgefühle in den Gliedmaßen. Mit fortschreitender Krankheit kommt es zu Muskelschwäche, Sprach- und sogar Persönlichkeitsstörungen. Denn in all diesen Bereichen spielen Neuronen und somit die Myelinscheiden eine Rolle. Aha, klingt logisch, oder?
Um diese Denkweise noch bisschen zu festigen, haben wir noch zwei weitere Beispiele. Das erste ist die Parkinson-Krankheit. Hier sterben bestimmte Neuronen im Großhirn ab, die einen Transmitter namens Dopamin herstellen, der für das Abrufen von Bewegungen wichtig ist. Auch hier könnte nach Symptomen oder auch nach möglichen Medikamenten gefragt werden. Erstmal muss man sich überlegen, dass durch das Absterben dieser Neuronen kein Dopamin mehr hergestellt werden kann. Deshalb kommt es zu Zittern, Schwierigkeiten beim Ausführen von Bewegungen und einem schleppenden Gang. Und als Medikament wird den Betroffenen irgendwas mit Dopamin verabreicht. Das habt ihr euch auch gedacht. Super!
Dann noch ein letztes Beispiel. Nun geht’s um die Alzheimer-Krankheit. Bei Betroffenen sind hier im Gehirn an und um die Nervenzellen herum Proteine in riesigen Mengen angelagert, die sich wild zusammenlagern – sogenannte Amyloid-Plaques. Hört sich schon ziemlich krass an, und leider ist es auch so. Die sorgen nämlich dafür, dass der Stoffwechsel der Neuronen gestört wird, genauso wie die Verknüpfungen zwischen den Nervenzellen. Hier wieder die Frage: Was sind die Konsequenzen? Wie äußert sich das? Die Antwort schüttelt ihr jetzt vermutlich einfach aus dem Ärmel: Genau, die Neuronen sterben massenweise ab. Das wird dann zum Verlust geistiger Fähigkeiten und des Gedächtnisses. Später kann es dann auch zu Verhaltensänderungen bis hin zum Versagen der Körperfunktionen führen.
So ungefähr könnten also die Aufgaben im Abi aussehen. Also wisst ihr jetzt ungefähr, was ihr lernen müsst und wie ihr am besten Aufgaben löst. Wir wünschen euch jetzt schon mal viel Glück. Wer am Anfang des Videos keinen Schimmer hatte, was bei einem Reflex so abgeht, schaut sich unser Video an. Da erklären wir es euch. Hat euch das Video gefallen, dann gebt uns einen Daumen hoch und empfiehlt uns doch euren Kumpels. Macht’s gut, viel Spaß und bis gleich. Ciao.