📱

Get Our Mobile App

Take your business learning on the go!

Download on the App StoreGet it on Google Play

Diese Strategie schlägt 90% aller Anleger – auch in der Krise!

Thomas der Sparkojote24:11

Transcription

Panik an der Börse, und das ist eben genau der perfekte Zeitpunkt, um jetzt einzusteigen. Verpasse diese Chance nicht, denn jetzt kriegen wir mehr Anteile für weniger Geld. Und damit herzlich willkommen, ich bin Thomas e.K. Sparcoyoto, und ihr habt richtig gehört: Aktuelle Marktphasen, wo etwas mehr Panik, Angst oder auch insgesamt einzelne Titel, Aktien wirklich deutlich, deutlich eingesteckt haben, sind die Momente, wo ihr langfristig schne macht. Ich sage nicht, dass wir jetzt den Boden schon erreicht haben, aber ich sage, bei einzelnen Titeln oder auch ETFs kann ein Einstieg schon durchaus Sinn machen, stufenweise oder tröpfchenweise. Und wir schauen uns heute Punkte an, die tatsächlich dir helfen können, dein Portfolio in der aktuellen Lage weiter auszubauen, zu verstärken und tatsächlich die ersten oder vielleicht auch die zweiten Schritte für den fundamentalen Vermögensaufbau langfristig zu machen.

Zunächst einmal: Hohe Zinsen verhindern deinen Reichtum. Und was ist genau damit gemeint? Wenn hohe Zinsen da sind, dann sind viele der Investments oder auch Unternehmen in einer prekären Lage, denn ihre Schulden, die sie haben, oder auch das Kapital, mit dem sie arbeiten, kostet deutlich mehr Geld. Das heißt, Expansion und Wachstum ist bei hohem Zinsumfeld deutlich schwieriger, und eben niemand wird reich, wenn Zinsen hoch sind, weil sich dann eben niemand Geld leihen kann. Und hier geht es besonders um Unternehmen, kleinere Unternehmen, aber auch die sehr, sehr großen Unternehmen. Ja, das heißt, hohe Kredite machen Zinsen teuer, äh hohe Zinsen machen Kredite teuer, ähm wodurch eben Investitionen erschwert werden. Unternehmer und eben Verbraucher halten sich dann auch mit den Ausgaben gleichzeitig zurück, allgemein die Wirtschaft bremst, und hier leiden dann eben die Aktienmärkte und die Immobilienpreise. Dagegen niedrige Zinsen, und wir bewegen uns langsam, aber sicher auch immer wieder in diese Richtung, dass wir immer niedrigere und niedrigere Zinsen haben. Das sehen wir auch an diesen ganzen Zinssenkungen, sei es auch von der SNB oder der FED über die letzten Jahre oder auch der EZB. Das heißt, eigentlich bereiten wir uns wieder vor auf eine Wachstumsphase. Wann diese aber wirklich kommen wird, ob die in einem Jahr, in sechs Monaten oder erst in drei Jahren kommen wird, schwierig zu sagen, aber zinstechnisch bewegen wir uns schon mal in die richtige Richtung, und das ist ein erster Indikator, der uns mittelfristig zeigt: Wachstum wird wieder kommen.

Aber warum fällt denn der Aktienmarkt gerade? Wir haben eine perfekte Sturm-Situation. Also, die Zinsen sind eigentlich immer noch, vor allem in den USA, zwar niedriger als schon zuvor, aber immer noch auf einem gewissen Level. Wir haben natürlich den Handelskrieg aktuell mit den ganzen Zöllen oder Strafzöllen, sei das von Trump hier mit Kanada, mit China, mit Mexiko. Also, ist wirklich eine brisante Zeit, wo sich auch Dinge und Informationen irgendwie innerhalb von einem Tag mehrfach ändern können. News: Trump führt Zölle ein mit Kanada, und dann drei Stunden später doch nicht. Weil, warum auch immer. Also, das ist wirklich ein großes Hin und Her, und das sind halt allgemein wirtschaftliche Unsicherheiten, die durch die Politik hervorgerufen werden. Wie sagt man so schön: Politische Börsen haben kurze Beine, und das haben wir jetzt gerade. Politische Börsen eben durch die den neuen Amtseintritt vom lieben Trump, ähm genau, und eben allgemein solche Handelskonflikte und Zölle schüren halt einfach allgemeine Unsicherheit. Oder auch insgesamt: Preise werden in den entsprechenden Ländern teurer, Unternehmen müssen umdenken, und das heißt, Unternehmen zögern auch gleichzeitig mit Investitionen, weil sie wesentlich teurer sind, weil dann auch Zölle anfallen. Also, ist wirklich so eine Endlosspirale, bis sich das Ganze eben setzt, löst, oder man sich wirklich an den Tisch setzt und gemeinsam eine Lösung findet. Das heißt auch hier: Es gibt dann eine gewisse Angst vor der Rezession. Das führt dann zu Panikverkäufen bei gewissen Anlegern, nicht nur Privatanleger, sondern auch unter Umständen institutionelle Anleger sind ja auch nur Menschen am Ende des Tages, und das führt dann wiederum zu weiter fallenden Kursen, was diesen Loop allgemein ein bisschen mehr befeuert. Und viele Anleger handeln dann eben emotional, statt dass sie rational handeln würden und in so einem verstärkten Abwärtstrend vereinzelt natürlich Positionen weiter ausbauen würden. Ich sage nicht, man muss all in gehen, aber ich sage, man kann Auge drauf haben, um entsprechend gewisse Positionen, die wirklich runtergeprügelt worden sind, weiter aufzubauen, um da halt entsprechend wirklich deutlich günstigere Einstiegskurse zu haben. Das gilt natürlich für Unternehmensmodelle oder Geschäfte, die auch wirklich auch noch in 10, 15, 20 Jahren da sein werden und nicht Unternehmen, die dann wirklich komplett von der Bildfläche verschwinden. Im Vorhinein weiß man das natürlich nicht, aber man kann das schon auch antizipieren anhand des Geschäftsmodells, der Geschäftszahlen, ob das eher eine kurzfristige Sache ist oder eher etwas, was fundamental hey, das Geschäftsmodell wird es in 10 Jahren einfach nicht mehr geben, weil keine Nachfrage mehr da sein wird. Das geht dann eben die Unternehmensanalyse rein: Was ist denn genau die Psychologie dieser Panik? Wie kann man sich davor schützen? Selbst Panik erzeugt letzten Endes einfach mehr Panik, und das heißt, es ist ein endloser Kreislauf der Panik. Also, wenn du Panik hast, habe ich Panik, dann haben alle Marktteilnehmer Panik, und wir verkaufen, und das, also dieser Verkaufsdruck erzeugt weiteren Verkaufsdruck, und das ein ewig währender Loop. Genau das Umgekehrte übrigens auch: Wenn Euphorie herrscht, Geier herrscht, gibt es auch diesen Kaufdruck nach oben und FOMO. Das ist genau das Gegenteil wie diese Panik eigentlich. Also, FOMO ist das Gegenteil von Panik am Ende des Tages.

Und letzten Endes: Die Kernangst ist: Anleger verkaufen, weil sie Angst haben, noch mehr zu verlieren. Lieber habe ich das, was ich jetzt habe, statt dass ich noch weniger habe. Und so funktioniert halt generell der Mensch. Und die Medien, vor allem auch soziale Medien, verstärken das Ganze und beschleunigen diesen reißerischen Effekt mit reißerischen Schlagzeilen, mit irgendwelchen News, manchmal auch Fake News gibt es eben auch, oder schlecht recherchierte News, und das befeuert eben das Ganze noch. Man kann natürlich das Ganze auch noch mehr beschleunigen, man hat dann Stop-Loss-Orders. Das heißt auch, das kann den Kurschwund beschleunigen oder den Kursrutsch, weil einfach bestimmte Stoplosses bei bestimmten Trendlinien oder Kursen, Strike Prices, ausgeführt werden. Und historisch gesehen waren eben solche Panikverkäufe – und wir sind aktuell noch nicht in diesen Panikverkäufen drin – aber wenn solche Panikverkäufe stattfinden, historisch gesehen waren das immer gute Kaufgelegenheiten. Also, dann, wenn die Panik am höchsten ist, ist eigentlich der beste Zeitpunkt zum Einsteigen. Die Frage ist: Wann ist die Panik am höchsten, und wie bewerte ich das? Das ist eben, eben das Schwierige, dann dieses Tief der Tiefs zu erwischen, und das ist halt eben eine Kunst, die halt nicht ganz so einfach ist. Da bin ich ganz ehrlich, das ist sehr schwierig zu schaffen, aber es reicht ja schon, wenn man vielleicht ähm nicht im Tief der Tiefs den Einstieg gemacht hat, sondern einfach bei einem bestimmten großen Rückschlag, und vielleicht geht es dann noch weiter runter, aber irgendwann erholt sich das Ganze eben dann doch. Vor allem, wenn man auch breit gefächert auf bestimmte Länder, Indizes oder Welt-ETFs wie den „Vanguard All World“ setzt. Das hat man halt eben historisch über die letzten Jahre oder sogar Jahrhunderte beim S&P 500 gesehen.

Einer der wichtigsten Punkte, die ich dazu nutze, um nicht emotional an der Börse zu handeln, sind Sparpläne. Das heißt, ich investiere automatisiert, sei das in Bitcoin, sei das in Netflix-Aktien, Meta-Aktien, Lindt und Sprüngli, aber auch den Vanguard All World über Sparpläne. Jeden Monat eine fixe Summe in diese ETFs, in diese Aktien. Ich muss mich um nichts kümmern, außer dass genug Geld auf dem Rechnungskonto ist. Und das ist eine der besten Möglichkeiten, um nicht emotional an der Börse zu handeln. Das mache ich vor allem z.B. über mein Hauptdepot Swissquote oder über mein Zweitdepot U. Da gibt es aktuell für beide Depots gerade Aktionen, wo ihr euch jeweils 100 Franken Trading Credit bei Swissquote sichern könnt oder 50 Franken Trading Credit bei U. Checkt unten in der Videobeschreibung alle Links ab: Einfach für youspark.c/u oder für Swissquote sparqude.c/swissquote. Und wenn ihr gerade auch wissen wollt, für wen jetzt mehr U Sinn macht, für wen mehr Swissquote: Swissquote ist tatsächlich eher für etwas größere Depots gedacht, wo ich jetzt sage, so ab 30.000, 40.000, 50.000. U kann man bereits schon ab 25 Franken pro Monat Sparpläne machen. Das ist ideal für Anfänger, die vielleicht ein paar hundert Franken übrig haben und hier loslegen wollen. Das heißt, checkt unten alles in der Videobeschreibung ab. Weiter geht’s mit dem Video. Kommen wir noch mal zurück auf die Handelszölle und deren Auswirkungen. Ja, also, wenn z.B. jedes Mal ein neuer Zoll oder Zölle angekündigt werden, und das haben wir jetzt sehr, sehr oft in den letzten Wochen gehabt, reagiert der Markt tatsächlich relativ stark, sowohl positiv als auch negativ. Er kann sich dann aber auch gut erholen, wenn dann am selben Tag wieder gesagt wird: „Ah, die Zölle kommen dann doch nicht.“ Hier in diesem Bereich, und das ist halt wirklich was Perfektes. Ja, Trump verwendet hier letzten Endes diese Zölle als Verhandlungsmittel, Druckmittel, Mittel, oder kurzfristig vor allem, was eben für diese extreme Marktvolatilität sorgt. Wiederum bedeutet das, dass diese Marktvolatilität zwangsweise irgendwann ein Ende haben wird, weil entweder sich die Anleger drauf einstellen: „Hey, da kommt immer irgendein Gedankenwusel, und der Zoll wird dann doch nicht eingeführt, oder doch, und dann nicht, aber so stark wie angekündigt.“ Die Leute gewöhnen sich dran, und irgendwann fällt das im Rauschen runter. Das heißt, die Lage wird sich dann auch irgendwann wieder legen. Ja, und das Ding ist halt auch eben, wenn wir das noch mal einen Schritt zurückgehen und wirklich nicht nur auf den Aktienmarkt angucken: Die einzelnen Unternehmen haben sehr viel Mühe, um zu planen. Sie wissen nicht, wie viel sollen sie jetzt kaufen, weil es kann ja sein, dass die Zölle wieder weggenommen werden. Das heißt, wir sparen dann 20%, und wenn, wenn ich für 20 Millionen Aluminium kaufe und ich habe 20% noch Zölle drauf, dann spart man 4 Millionen, wenn man einfach ein, zwei Monate später kauft, wenn die Zölle wieder aufgehoben werden, oder umgekehrt. Das ist sehr, sehr, sehr schwierig, und das führt dann halt eben wieder zum Gleichen, zum Aktienmarkt, weil die, der Aktienmarkt versucht ja irgendwie zu einem großen Grad die Realität und die Erwartungen wiederzuspiegeln, die die Privatanleger eben auch haben.

Und generell bin ich persönlich der Meinung, dass ich dieses Jahr wahrscheinlich das Thema Zölle legen wird und wir nicht mehr solche extremen haben, weil sie auch die Anleger dran gewöhnen werden, und es dann auch nicht mehr so krasse Volatilität nur wegen irgendwelchen Zollankündigungen oder Zöllen geben wird, oder Tariffs oder Terrace, wie es der liebe Trump so schön sagt. Es gibt auch eine bestimmte Theorie, und da scheiden sich die Geister, dass z.B. der liebe Trump eigentlich marktabsichtlich eine Korrektur herbeiführen möchte mit diesem ganzen Hin und Her und Posts und Zöllen und so weiter. Die USA hat übrigens 36 Billionen Dollar Schulden. Ja, das ist wirklich crazy. Das sind 36 Trillionen in M, ja, auf Englisch „trillion“ und auf Deutsch Billionen. Und die wollen sie mehr oder weniger, oder die müssen sie irgendwann ja dann auch tragen können. Das Problem, was sich hier ist: Also, solange eigentlich deine Wirtschaft mehr steigt als deine Schulden steigen, hast du eigentlich kein Problem. Das Problem dabei ist, dass die Wirtschaft anscheinend nicht mehr so stark steigen wird wie die Schulden, oder zumindest viele Experten halt dann auch meinen: „Hey, wir müssen mehr Wachstum in der realen Wirtschaft haben, um dann auch diese hohen Schulden, die auch immer weiter, weiter wachsen, zu stemmen.“ Ja, also, ein Börsencrash. Wenn jetzt der Crash kommt – wir sind noch lange, noch nicht bei dem Crash, wir können von der Korrektur sprechen, aber nicht von dem Crash – könnte das z.B. auch die FED dazu zwingen, die Zinsen deutlich schneller zu senken, zu senken, zu senken, was wiederum – haben wir am Anfang des Videos gelernt – tatsächlich die Märkte wieder beflügeln kann, weil Unternehmen wieder relativ kostengünstig investieren können durch eben den Hebeleffekt durch Kredite und Schulden. Ja, und Trump hat das schon mehrfach betont, er möchte eigentlich generell niedrige Zinsen oder noch niedrigere Zinsen, und das eben um die Wirtschaft anzukurbeln. Das ist eine Theorie, ob das wirklich so ist, das wissen wir nicht, aber hört sich zumindest gerade sehr plausibel an.

Allgemein müssen wir auch so ein bisschen historische Marktbewegungen verstehen, um auch das Ganze zu relativieren, um langfristig auch wieder erfolgreiche und rationale Entscheidungen treffen zu können. Ja, wir erleben regelmäßig Marktbewegungen, das ist nichts Neues, aber Marktbewegungen, die nach unten gehen, tun halt eben weh. Das heißt, eine durchschnittliche Marktkorrektur, nicht Crash, kann zwischen 10 bis 15% sein, und da sind wir genau im Rahmen. Die Dauer in der Regel von so einer Marktkorrektur liegt bei ungefähr zwei bis drei Monaten, bis sich das Ganze etwas wieder mehr stabilisiert, und das haben wir auch in der Vergangenheit immer wieder gesehen, und dass diese Zeiträume werden auch immer kürzer. Und ich gehe mal schwer davon aus, es liegt an Social Media, am Internet, dem Informationsfluss, der deutlich schneller ist als noch vor einigen Jahren, vor 10 Jahren, vor 15, dann vor 20 Jahren. Da war das Ganze noch nicht so schnell unterwegs, dass man mit dem Handy überall alle Informationen accessen konnte, egal wo man auf der Welt tatsächlich ist. Und auch Bärenmärkte, die wirklich extrem sind, treten ungefähr alle sieben bis zehn Jahre auf, mit einem durchschnittlichen Rückgang von 30 bis 40%. Also, das sind dann schon nicht mehr Korrekturen, da reden wir schon von Crashes, aber das ist jetzt nicht etwas, was alle zwei Jahre mal kommt, so ein Crash, sondern eben pro Jahrzehnt ungefähr ein bis zweimal. Und da sind wir wieder eigentlich tatsächlich auf Kurs. Der letzte, meiner Meinung nach, größere Crash war halt 2020. Haben 2025, 26, also irgendwann sind wir wieder auf Kurs, um pro Dekade um die zwei Crashes zu erleben. Natürlich weiß man das nie exakt, das sind nur historische Daten, aber auch da, das ist völlig normal. Aber langfristig haben sich eben die Märkte immer wieder erholt. Und mein Gedankengang ist dabei: Solange die, solange man an dieses System glaubt und auch denkt, dass diese Unternehmen weiterhin wirtschaftlich gut dastehen werden, auch nach solchen Crashes, ist es eigentlich nicht negativ, nicht zu investieren. Das heißt, du bist immer auf der Verliererseite, wenn du nicht mit einem gewissen Grad investiert bist. Ich sage nicht, du musst all in sein, ich sage nur: Wenn du nicht investiert bist, bist du sowieso auf der Verliererseite, und das ist meiner Meinung nach die Realität so. Und viele sind auch immer auf diesem kurzfristigen Trip unterwegs: „Oh, jetzt muss ich raus, damit ich wieder rein kann.“ Nein, denk lieber lang. Baut euch eine langfristige Investitionsstrategie auf. Es gibt immer einen Grund, nicht zu investieren, aber langfristig zahlt sich eben das Investieren immer aus, oder fast immer, zumindest historisch gesehen. Wenn sich das die nächsten 100 Jahre ändert, dann habe ich halt falsch gelegen, aber ich versuche auf historischen Daten meine Entscheidungen zu basieren, so gut es halt eben geht. Wenn ich auch Unternehmen analysiere, sind das alles historische Daten, die auf die Vergangenheit basieren. Ich habe keine Daten zur Zukunft, niemand hat die, existieren. Ich habe auch keine Daten für morgen, weil ich nicht weiß, was morgen passiert, könnte Meteorit einschlagen. Das heißt auch als Beispiel: Wer 2011 Immobilien in den USA gekauft hat, wurde massiv gewannt, und heute, wie sehen die Preise da aus? Die haben sich vervielfacht. Das ist in vielen Ländern übrigens auch immer das Gleiche. Ja, in 2020 sind auch die Märkte massiv gefallen, und was ist da passiert? 2022 sind auch die Märkte gefallen, was ist da passiert? Wer durchhielt, wurde entsprechend belohnt. Und ich glaube, das ist immer wieder ein ewig währendes Muster, dass die, die immer dabei sind, längerfristig, mittelfristig fast immer belohnt werden, wenn sie ein diversifiziertes Portfolio haben. Das heißt, kontinuierlich investieren in Aktien, ETFs über Sparpläne schlägt langfristig die meisten Strategien, wo man rein, raus, rein, raus geht, hin und her. Gibt nicht umsonst ein Sprichwort: Hin und her macht Taschen leer. Darum ist wichtiger als Timing oder Timing, im Markt ist Time in the Market, also wie lange man im Markt tatsächlich drin ist. Ich glaube, das haben noch viele Privatanleger noch nicht richtig verstanden, aber es werden immer mehr und mehr, die es richtig verstehen, weil viele von euch jetzt noch nicht erst jetzt dazu gekommen sind, sondern vielleicht schon vor drei, vier, fünf Jahren dazu gekommen sind und jetzt langsam die Learnings machen. Und für alle, die jetzt neu dazu kommen: Lernt von denen, die schon länger am Markt dabei sind, und versucht, das, was halt für euch dann klappt, auch in eure Strategie zu implementieren.

Und einer der größten Fehler – das Punkt acht – den viele auch machen, ist diese sogenannte Overconfidence oder Überconfidenz. Das bedeutet, ähm je mehr man denkt, dass man den Markt versteht, desto eher verliert man. Und da erwische ich mich auch immer wieder dabei. Aber die Realität ist, und das ja auch der Punkt: Es ist nicht schlimm, wenn man sich irrt. Wichtig ist einfach, dass man eine bestimmte Strategie hat, die man weiter verfolgt. Nur weil ich jetzt bestimmte Vorstellungen habe oder bestimmte Analysen mache und denke, der Markt bewegt sich so, in der Realität kann er sich komplett anders bewegen. Das ist ja in erster Linie völlig egal, solange mein langfristiger Ansatz mich dahin bringt, wo ich möchte. Sei das über Sparpläne in den Vanguard FTSE All World, sei das über verschiedene Sparpläne auf Einzelaktien, die ich bereits schon analysiert habe und langfristig reininvestiere, oder auf Bitcoin und so weiter down the road. Wichtig ist einfach, dass man eine Strategie hat, die man langfristig verfolgt, unabhängig davon, ob man jetzt gerade sagt: „Hey, der Markt hatte, oder ich hatte Recht, was den Markt angeht, oder ich hatte nicht Recht.“ Am Ende des Tages, und das auch wieder so ein Punkt, zählt der Depotstand. Ja, wie hoch ist das Depot, wie viel war die Rendite? Manchmal war ich schlechter, manchmal war ich besser. Down the road, wo stehe ich gerade? Habe ich 100% Rendite gemacht, aber es handelt sich um 100 Franken Rendite, oder habe ich 100% oder 50% Rendite gemacht, und das halt sich um 50.000 Franken Rendite? Also, es kommt immer auf den individuellen Fall drauf an und nicht nur auf prozentuale Werte, sondern eben auch auf absolute Summen. Ein großer, großer Punkt, den viele, so meiner Meinung nach, nicht, oder viele eben auch außer Acht lassen. Ja, darum die besten Investments, und da zähle ich mich zu einem gewissen Grad immer wieder auch dazu, investieren in normale ETFs, Vanguard All World, MSCI World. Ja, weil du nimmst damit die Marktrendite mit. Das ist nicht umsonst einer meiner Haupt- und Kernpositionen in meinem Portfolio, der Vanguard All World, weil ich genau weiß, wenn ich Fehlentscheidungen treffe und diese mein Portfolio betreffen, habe ich immer noch einen bestimmten Core, das ist der Vanguard All World, der wirklich die Marktrendite widerspiegelt, und ich einen Großteil davon monatlich reinvestiere über einen Sparplan und den immer wieder fleißig bespare, jeden Monat kontinuierlich, automatisiert.

Ja, darum auch hier: Selbst Profis oder institutionelle Anleger machen Fehler bei der Einschätzung des Marktes oder Marktvorhersagen. Das ist völlig normal, aber sie können auch richtig liegen, genauso wie ein Privatinvestor falsch oder richtig liegen kann. Die Falle vom Market Timing. Market Timing funktioniert generell schwierig, und mit Market Timing meine ich speziell: Ich gehe jetzt raus beim Peak mit komplett all meinem gesamten Investments und gehe zwei Monate später wieder rein, wenn alles am Boden ist. Ja, diese Form von Market Timing, meiner Meinung nach, funktioniert in 0,00% der Fälle. Ja, die Art von Market Timing, die ich meine, wenn ich über Market Timing spreche, ist das punktuelle Nachkaufen oder Investieren in runtergeprügelte Titel. Das heißt aber nicht, dass ich die Investments, die ich jetzt schon habe, veräußere, sondern dass ich einfach punktuell nachkaufe. Diese Form von Market Timing meiner Meinung nach ist praktizierbar, machbar und sogar im zweistelligen Prozent realisierbar. Mit zweistelligen Prozent meine ich: Wenn du das machst, hast du eine sehr, sehr hohe Wahrscheinlichkeit im Vergleich zum Rein-Raus-Rein-Raus-Komplett, dass du das tatsächlich erfolgreich mit bestimmten einzelnen Titeln schaffen kannst und da deutlich günstigere Einstiegskurse bekommst. Das heißt, ich bin großer Fan von Market Timing, wenn es um Nachkäufe geht oder punktuelles Einsteigen bei Aktien, aber ich bin gar kein Fan von Market Timing von: Ich gehe komplett raus aus dem Markt und gehe wieder rein zu einem bestimmten Zeitpunkt. Diese Form denke ich ist praktisch unmöglich und nicht replizierbar über längere Zeiträume. Wenn du es machen möchtest, kein Problem, ich bin einfach nicht davon überzeugt und werde auch in Zukunft nicht so eine Strategie fahren, sondern wirklich langfristig mein Portfolio aufbauen und punktuell eben gute Momente nutzen, um bestimmte Unternehmen oder ETFs entsprechend dann zu Tiefpunkt oder nah dem Tiefpunkt zu kaufen.

Genau. Wer also nun die guten Tage eben verpasst: Es gibt nicht so viele gute Tage. Ja, ähm die meisten, also wenn man jetzt z.B. von dem Investmentjahr sich mal das anschaut und man verpasst die 10 bis 15 besten Börsentage, dann verpasst man mehrere Prozent Rendite, die im Durchschnitt wirklich den Großteil der Rendite, bis zu der Hälfte oder ein Drittel der Rendite vom gesamten Jahr ausmachen kann, nur weil man 15 Tage vom Jahr verpasst hat. Und wir müssen überlegen: Es gibt über 250 Handelstage in einem Jahr. Das zeigt euch auch mal, wie krass das ist, wenn, wie die Fehlerquote sein kann, wenn ich nur schon diese 10 bis 15 Tage verpasse. Ich lasse einen Großteil der Rendite liegen, und die restlichen Tage halt den Rest der Rendite machen. Ganz klar nach dem Pareto-Prinzip: 20, sogar weniger als 20% der Tage machen 80% der Rendite. So ein bisschen nach dem Motto, und so müsst ihr halt eben auch denken. Ja, jetzt kommen wir zum zehnten Punkt, und der hat überhaupt eigentlich gar nichts mit Aktien investieren zu tun. Denn gute finanzielle Gewohnheiten zählen mehr als Timing oder diese ganzen Strategien. Und was meine ich mit gute finanzielle Gewohnheiten? Gute finanzielle Gewohnheiten sind unter anderem das Sparen und Investieren, dass man generell weniger ausgibt als man einnimmt, dass man eine Sparquote hat, egal ob der Markt fällt oder runtergeht, dass man regelmäßig investiert, sei das über Sparpläne, sei das über automatisierte Modelle, die man mit Revolut, mit U, mit Swissquote und so weiter aufbaut. Ja, das heißt auch hier: Finanzielle Disziplin, dass man sich mal sagt: „Hey, das kann ich mir nicht leisten, sondern ich spare lieber noch etwas mehr oder investiere zuerst mehr, bevor ich mir das leisten kann.“ Das ist gerade nicht in meinem finanziellen Rahmen, oder dass man einen soliden Notgroschen aufgebaut hat. Hat übrigens auch nichts mit Investition zu tun. Erfolgreiche Investoren oder Personen, die finanziellen Erfolg erleben dürfen, handeln eben strategisch und eben nicht emotional, und vor allem denken sie auch langfristig, und hat viel mit Disziplin zu tun und viel weniger damit, dass man einfach die beste Aktien raussucht und hier und da irgendwie sein Geld verhundertfacht. Nein, es geht so um diese alltäglichen Dinge, die man tagtäglich auch wirklich selber kontrollieren kann. Ja, selbst wenn es eben nicht cool ist, es sich aber trotzdem langfristig auszahlt. Das ist genau das, was eben ein langfristiger Investor macht, um an seine Ziele zu kommen. Das heißt, die besten Investoren bleiben ruhig, sind gesammelt und handeln und nicht emotional. Und wenn sie merken, sie werden emotional, versuchen sie sich wieder so ein bisschen zurückzuholen, um das Ganze von einer Vogelperspektive anzuschauen, und eben jede Generation denkt: „Dieses Mal ist es anders.“ Das sind neue Technologien, aber langfristig hat sich der Markt eben immer erholt, oder langfristig interessiert den Markt gar nicht, welche Generation du bist, was du denkst, denn der Markt ist letzten Endes der Markt, und er wird auch da sein, wenn du nicht da bist. Wer also eben regelmäßig investiert, profitiert langfristig von seinen Investitionen, vom Zinseszinseffekt. Marktbrüche sind keine Katastrophe, sondern eher eine Chance. Wer den Mut eben hat, in Krisen nachzulegen, wird am Ende – und das kann manchmal auch zehn, 15 Jahre dauern, meistens nicht immer, aber meistens – belohnt. „Die Zeiten sind anders“, ist die größte Lüge der Finanzwelt, denn am Ende geht es immer weiter. Und wenn wir schlafen gehen, kommt auch wieder die Sonne. Ne, und ja, das ist wirklich das, was ich euch noch mitgeben darf und kann für eure finanzielle Reise. Wenn ihr in Zukunft keine Videos verpassen wollt, dann checkt unbedingt dieses Video ab und abonniert den Kanal.