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Schlacht bei Jena und Auerstedt (1806)

Aus der Geschichte lernen41:19

Transcription

Europa zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts. Frankreich war die dominierende Macht in Europa. Mit seiner Krönung zum Kaiser im Jahre 1804 hatte Napoleon Bonaparte die Feindschaft der europäischen Monarchen auf sich gezogen. Um eine französische Invasion abzuwenden, finanzierte Großbritannien Koalitionen gegen Frankreich.

1805 unterlagen die Heere von Österreich und Russland Napoleons Grand Armée bei den Schlachten von Ulm und Austerlitz. Napoleon nutzte diese Siege, um seine Vormachtstellung zu sichern und die Grenzen Europas nach seinen Vorstellungen umzuordnen.

1806 löste sich durch seine Intervention das Heilige Römische Reich Deutscher Nation nach über 1000 Jahren Bestand auf. Zur gleichen Zeit gründete er den Rheinbund. Die südlichen Rheinbund-Staaten dienten der Grand Armée als Garnison und bedrohten damit das bis dahin neutrale Königreich Preußen. Im September 1806 mobilisierte König Friedrich Wilhelm III. sein Heer und forderte Napoleon mit einem Ultimatum auf, sich zurückzuziehen. Napoleon reagierte unverzüglich mit der Aufnahme der kriegerischen Handlungen.

Preußen war als letzte europäische Landmacht noch ungeschlagen. Würde Napoleon in diesem Krieg siegen, wäre Zentraleuropa in seiner Hand. Schon lange war der Feldzug gegen Preußen von Napoleon durchgeplant. Das Kommando über die Corps hatte er sieben ausgewählten Männern zugewiesen, die für ihre Entschlossenheit und Tatkraft bekannt waren. Es waren dies die Marschälle Bernadotte, Davout, Lannes, Ney, Soult, Augereau und Murat.

Sie sollten getrennt voneinander geradewegs auf Berlin zu marschieren und so Preußen und das verbündete Sachsen zu einer entscheidenden Feldschlacht nötigen. Das Ziel war die schnelle, vereinte Zerschlagung der preußischen Kräfte, bevor Russland wirksam eingreifen könnte. Jeder befehligte einen Druckenkorps von etwa 20 bis 25.000 Mann, der wie eine eigenständige Armee operieren konnte.

Der Oberbefehl über die insgesamt etwa 170.000 Mann starke Invasionsmacht lag direkt in den Händen des Kaisers. Der preußische König selbst maß sich keine militärischen Kenntnisse an. Er übertrug den Oberbefehl an den Herzog von Braunschweig, der bereits während der Revolutionskriege gegen Frankreich gefochten hatte und als erfahrener Taktiker galt.

Soult kommandierte den linken Flügel, Fürst Hohenlohe den rechten, das Flankenkors und Graf Kalkreuth die Reserve. Die Größe der Verbände hing von Stand und Stellung ihrer Befehlshaber ab. Einheiten ließen sich abhängig von der strategischen Situation untereinander umverteilen. Die verbündeten Sachsen wurden vom Kavalleriegeneral Zeschwitz angeführt, waren aber teils dem direkten Kommando der Preußen unterstellt. Blücher kommandierte die preußische Kavallerie. Der Aria gab Fürst Carl August von Weimar und der einzig jüngere General im Kader, Prinz Ludwig von Preußen, befehligten jeweils eine Avantgarddivision und preschten zu beiden Seiten des Thüringer Waldes als Vorhut voraus.

Der größte Teil der preußischen Armee war auf der Ebene bei Erfurt aufmarschiert und sollte dort den Angriff mit ihrer Linieninfanterie und überlegenen schweren Kavallerie parieren. Napoleon selbst befand sich mit seiner Garde auf der mittleren Straße. Dorthin ließ er sich von allen Einheiten täglich Bericht erstatten.

Zu ersten Zusammenstößen mit den Preußen kam es bei Schleiz und Saalfeld. Schlagartig wurde die Position der Preußen klar. Sie bewegten sich hinter der Saale in Nordrichtung. Napoleon befahl einen Linksschwenk. Er musste sie abfangen. Alle Corps sollten sich auf die wichtigen Saaleübergänge konzentrieren. Hier sollten sie entscheiden.

Jena – ein kleines Universitätsstädtchen, Wirkungsort von Schiller und Goethe, Heimat der deutschen Romantiker, wie einer noch jungen geistigen deutschen Kultur. Ausgerechnet dieser Ort sollte Schauplatz der fatalen Entscheidungsschlacht werden. Die meisten Gelehrten der Jenaer Universität zählten zu den Anhängern Napoleons. Sie sehnten sich nach Freiheit und Gleichheit, den Idealen der Französischen Revolution. Sie blickten dem Einmarsch des großen Nachbarn insgeheim mit Hoffnung entgegen. Einer von ihnen war Hegel. Der bevorstehende Umbruch bedeutete für ihn das Ende der Geschichte. Hinter seinem Dachfenster wurde er Zeuge von Napoleons Ankunft. Sein Befreier beeilte sich bei der Durchquerung Chinas. Lannes hatte eine vorteilhafte Stellung auf den westlichen Hängen besetzt. Unterdessen mordeten, plünderten und brandschatzten seine Soldaten die von ihren Herren verlassene Stadt.

Es war der Abend des 13. Oktober 1806.

Der 14. Oktober, 5 Uhr morgens, auf dem Windknollen über dem Landgrafenberg. Die Truppen des Marschall Soult sollten die Schlacht eröffnen. Sie werden von den Soldaten des Gardecorps unterstützt.

Soult marschiert rechts, in der Mitte links davon Bülow bildet das zweite Treffen. Um sich in einer effektiven Schlachtformation zu entfalten, müssen sie die westliche Ebene erreichen. Ihr Weg führt über einen langen, schmalen Weg. Bevor die Preußen die Gefahr erkennen, General Savary richtet nun über.

Die Franzosen haben noch einen zweiten Trumpf. Am Abend zuvor haben sie Artillerie auf das Plateau hinaufgeschafft. Ein kleines Kontingent Sachsen leistet den Franzosen einige Zeit Geleitschutz, doch es kann sich nicht lange halten.

Von allen Seiten schlängeln sich die französischen Corps auf den kleinen Seitentälern, auf den schmalen Bergrücken heraus. Gemeinsam treiben sie die vorgeschobenen preußisch-sächsischen Verbände von Tauentzien und Holzendorf vor sich her.

Um 9 Uhr erreicht das preußische Hauptquartier Meldung vom Angriff auf die Vorhut. Der Befehlshaber vor Ort, Fürst von Hohenlohe, ist noch nicht fertig geschlagen. Auch die Stabsoffiziere trifft die Meldung unvorbereitet. Doch das Donnern der Kanonen ist nicht zu verkennen. Sogleich entschließt sich General Graf Tauentzien, die Zelte abbrechen zu lassen. 20.000 Mann seiner Division marschieren im Gänsemarsch los. Es gilt, die gefährdete linke Flanke gegen den heranrückenden Feind zu sichern.

Napoleon's Gardetruppen haben inzwischen in Dornberg gesetzt und damit ist die einzige Höhe und der Zugang zu Hoch-Thüringen in ihrer Hand. Den preußischen linken Flügel konnten sie vom Schlachtfeld verdrängen. Napoleons Disposition hat sich erfüllt. Dabei sind ihm preußische Geschütze in großer Zahl in die Hände gefallen. Hohenlohe ist aufgetaucht. Erst empörte, dass die Truppen über seinen Kopf hinweg in Marsch gesetzt worden sind. Er hat gar Arbeitskolonnen wieder halten lassen, bis die Gründe für den Marschbefehl aufgeklärt sind. Wertvolle Minuten verstreichen. Grawert lenkt Hohenlohe, darf uns überzeugen, dass die Dringlichkeit der Lage schnelle Entscheidung bedarf.

Napoleon ist halt machen. Er muss Verstärkung abwarten. Die Sicht ist noch zu schlecht. Er schickt den Preußen größere Verbände leichter Infanterie entgegen und wartet. Hohenlohe und Grawert einigen sich auf den Verlauf in dieser Hauptplatz. Die preußischen Kolonnen haben ihre Aufmarschpläne. Als Hohenlohes Soldaten auf den Wiesen westlich des Dorfes Vierzehnheiligen ankommen, laufen ihnen plötzlich versprengte Reste von Tauentziens geschlagener Division aus Richtung Landgrafenberg entgegen. Ihre vom Kampf zerstörten Gesichter geben kein gutes Bild auf die frischen Truppen ab. Doch die Truppen Hohenlohes lassen sich nicht beirren und vollziehen ihren Aufmarsch wie nach Protokoll.

Unteroffizier Naundorf beschreibt den Vorgang in seinen Memoiren: "Die Züge waren schon formiert, alle Offiziere abgesessen, die Tempus schlugen und die Spieler lesen dann in das allein marschieren die Offiziere auf den Flügeln halt gemacht und eingeschränkt. Die übliche Schlachtaufstellung ist gewöhnlich die Kampflinie zu drei Reihen, damit bei einem Rechtsschwenk von der Marschkolonne in die Linie die vorgegebene Anordnung eingehalten werden kann, müssen die Reihen umgestaffelt werden. Bei jedem dieser Formationswechsel hat der Linieninfanterist seinen festgelegten Weg, sein festgelegtes Tempo. Die leichte Infanterie, die Schützen links in grüner Uniform, ist bei den Preußen in die Kompanien der Linieninfanterie eingegliedert. Nachdem die Division zusammen war, setzte sich die Linie in Marsch. Es wurde im währenden Marsch geladen. Für das Laden während des Marsches gibt es außer Neuendorf-Bericht wenige Belege. Es dürfte keine einfache Prozedur gewesen sein. Trotzdem muss die Formation gehalten werden. Ich befand mich hinter der Front mit dem Schützenoffizier des ersten Bataillons Grawert, und wir versprachen uns mit Handschlag wechselseitig tapfer zu unterstützen. Kurz darauf passierte der Fürst vom linken Flügel kommend an der Division vorbei. Bei jedem Bataillon wurde er mit wiederholten 'Vivats' empfangen. Alle Truppen waren vom besten Geiste gesehen, und es gewährt mir noch heute eine befriedigende Rückerinnerung, dass alle mich mit lautem Jubel begrüßten."

Durch die schwache Silhouette des Kirchturms ist jetzt das Dorf Vierzehnheiligen zu erkennen. Der Fürst lässt auf ganzer Linie Halt machen. Er hat den königlichen Befehl, wie jeglichen Angriff, unterbleiben zu lassen. Seine Aufgabe ist es, das 30 Kilometer entfernt operierende Hauptheer gegen den vorrückenden Feind zu verteidigen. Für einen Abwehrkampf garantieren seine dicht aneinander gerückten Linien maximale Feuerkraft.

Während sich die Masse des preußischen Heeres mit Trommelwirbeln für das bevorstehende Gefecht aufputscht, hat Napoleon seine leichten Verbände auf das Dorf vorrücken lassen. Sie sollen mit dem Feind Fühlung aufnehmen. Auf der Anhöhe sah man einen Teil der französischen Armee mit unserer Avantgarde im Gefecht. Gleich darauf war das Feld vor uns voll mit einzelnen, versprengten Leuten der Franzosen. Waren einige bis auf 50 Schritt gegen unser Regiment kamen. Unsere Kanonen waren vorgefahren und beschossen Vierzehnheiligen.

Einem kleinen Schwarm Schützen gelingt es, ein preußisches Geschütz zu erobern, wahrscheinlich weil die eigene Batterie auf sie feuert. Gerade zwei schwere Kavallerie außer Kontrolle. Diese Tiere werden bei den Mäusen laut Verordnung mit einer Salve aus den eigenen Reihen zustehenden Stabsadjutant wie durch von Marwitz berichtet. Sie schossen nicht los. So wenig begriff herrschte von dem, was bei solchen Gelegenheiten geschehen muss, dass ein Offizier auf denen gerade stieß, ihn verwundert anwatt. Er musste also wohl glauben, wir hätten sie für Feinde. Mittlerweile sammeln sich die Courage-Patrone wieder von alleine. Doch der Schaden auf die Kampfmoral der Leute ist nicht wiedergutzumachen. Das Zutrauen zu der Kavallerie war weg. Sie wurde im großen gar nicht gebraucht, nicht einmal nach einer richtigen Idee ihrer Benutzung platziert. Ja, kein Anführer über sie gesetzt. Ungeachtet, wir schon anfingen merklich Leute zu verlieren, so sagen wir doch keinen Feind Ehrfurcht zu unserem großen Nachteil. Wie hinter einer Gardine seine Tiere des benutzten jede Unebenheit ist heraus und sich dahinter.

Auf der ganzen Linie folgte eine Bataillonsteil wie nach der anderen. An vielen Orten leider fand sich immer hätte die dicht stehenden Häuser und Scheunen hielt, so konnte es auf diese Weise nicht genommen werden. Wir standen nur wenige hundert Schritte vor seine Batterie und der katholische Hagel richtete in unseren Patronen unglaublichen Verheerungen an, die wir durch nichts zu ersetzen. Besonders die Gegend vor dem Eingang des Dorfes waren Schauplatz des nächsten Morgens und Blutvergießen. Vorzüglich waren die Offiziere die beständige Zielscheibe der feindlichen Diese, aber wissen nicht mehr, bis ihnen der Rückzug erfolgt.

Ebenso wie die Soldaten sind auch die Offiziere auf Befehl aus abgestimmt. Sich dem Befehl des Obersten zu widersetzen kommt. Fahren so lassen sie immer wieder auf das Dorf Feuer. So bleibt die preußische Tabelle oft. Wurde sie mit der Infanterie in Linie gezogen. Man muss dem pathetischen Feuer so lange halten oder schleichend vorrücken, bis Menschen und Pferde es nicht mehr aushalten konnten. Da warten unsere Artilleristen Brandkugeln hinein werfen zu dürfen. Es war erlaubt und gleich die Gäste bringt der Feind an sich von den Häusern zurück.

Kaiser Napoleon glaubte, das preußische Hauptheer vor sich zu haben. Unruhig über die Gefechtspause und auch seine Verstärkung wartend, versuchte er immer wieder ein Loch im Nebel zu erstehen. Nur langsam klärt sich der Nebelschleier auf. Seinen Standort auf dem Dornberg hat er den Vormittag über kaum verlassen. Hier erreichen ihn alle Meldungen sofort und jeder seiner Befehle kann durch die bereitstehenden Ordonnanzen ohne Umwege übermittelt werden. Napoleon wartet. Er muss den Eifer seiner Maschine zurückhalten. Er braucht noch mehr Information. Eine kleine Brise wurde um die preußischen Stellung zu entwickeln.

Marschall Linien-Gruppen von außerhalb des Sichtfelds der Preußen platziert, mit einer Stärke von etwa 25.000 Mann zum Angriff bereit. Weitere 60.000 werden gerade herangelenkt. Unsere Artillerie zerschmetterte beinahe, dass dort alle Terrios sich zurückzogen auf ihre Corps und es war jetzt einen Augenblick ganz ruhig. Während der Feind durch das ewige Feuer seiner Tiere Hughes und seiner leichten Batterien uns alle seine Bewegungen verbarg, manövrierte er hinter demselben, so dass nirgends eine formierte Linie oder auch nur Truppen zu sehen waren. Die Sachsen waren zu dieser Zeit noch gar nicht angegriffen worden und konnten um diese Zeit wahrscheinlich bei Isserstedt unseren Angriff und die Operation des Feindes wahrnehmen. Es war ein fürchterliches Schauspiel, welches wir somit ansehen konnten. Das Dorf Vierzehnheiligen stand ganz in Flammen. Doch wie hoch war unsere Freude, als wir die Unseren immer weiter vordringen sahen. Indes bildete der Feind neue Linien.

Um 11:30 herrscht nahezu klare Sicht. Mit dem Fallenden Nebel hat sich auch die Laune des Kaisers aufgeklärt. Meldereiter schwärmen aus mit dem Befehl, sofort auf ganzer Linie anzugreifen. Norden, Rückzugs viertes Tor heran. Er hat weiter im Osten bei Leisten, Holsten-Dorf Truppen zurückgeschlagen, verzichtet aber auf deren Verfolgung und umgeht stattdessen Hohenlohes linken Flügel. Auf der Höhe der Krippendorf-Verwinden des frisch eingreifende Divisionen geben gleich aus dem Einmarsch heraus zum Angriff über. Im Süden des währenddessen auch große siebte Corps vollzählig. Er stößt in voller Stärke gegen den preußischen rechten Flügel Richtung. Bisher steht vor die vorhandenen Kräfte der Grand Armée wurden damit etwa vervierfacht. Somit tritt sie den Preußen mit doppelter Kampfstärke entgegen.

Eine typische Angriffsstrategie der französischen Armee ist die Kolonnen-Taktik. Acht Kompanien eines Bataillons sind hintereinander zu einem Block gestaffelt, der von zwei Kompanien Grenadieren und heute gehören flankiert wird. Hier rücken die beiden Batterien Spahnen-Auslands-Corps gegen die preußische Linie vor. Doch sie durch berechnen sie nicht sofort durch das Tempo und durch die Unebenheit des Terrors zerstreut sich der mächtige Anna-Los-Block aus Linien bilden sich Schwärmer, die sich den Deckungsmöglichkeiten im Gelände anpassen und so die starre preußischen Formation aus kurzer Distanz langsam aufbaut.

Die große Übermacht des Feindes warte jetzt erst. Sich der Feind fing nun an unter Trommelschlag und Musik auf allen Punkten rasch vorzurücken und wir bekamen ordentlich zu sehen. So wie es nun rückwärts ging, bei der Mut bei allem Truppen verloren. Wenig hat die bereits stark abgekämpfte preußische Infanterie der Wucht eines solchen Angriffs entgegenzusetzen, besonders an den Flanken, die mit Preußen reihenweise liegen. Hier sind die Offiziere aufgestellt, die bevorzugte Zielscheibe von chronischen Schützen. Ohne den Zwang, die Offiziere beginnen die ausgedünnten Linien an allen Stellen zu bröckeln und du weißt, das Vordringen der Franzosen wird vom konzentrierten Feuerwehrkran-Batterie und stürzten das Feuer der 42 Geschütze wird von Napoleon persönlich. Sie werden an diesem Tag tausende Männer, Arme und Beine kosten. Noch höher als die Zahl der Getöteten wird nach dieser Schlacht von Zahl der Föten unter unheilbar Verwundeten sein.

Gerade als die Preußen sich aus der Schlacht zurückziehen, trifft Marschall Ney mit der Reservekavallerie ein. Ihre Trompetensignale tönen zu den Preußen hinüber und kündigen die bevorstehende Hetzjagd dar. Spätestens jetzt versucht jeder, der eine preußische Uniform trägt, nur noch so schnell es geht dem Schlachtfeld zu entkommen. Blücher's Flankenchor erscheint noch, macht einen Frontalangriff und wird vernichtet. Erst jetzt bemerkt Napoleon, dass er es nur mit einem Teil des preußischen Heeres zu tun hatte. Wo befindet sich das preußische Hauptheer und was ist aus Marschall des Angriffsstoß von Norden geworden?

Davout hat mit seinem dritten Corps den Auftrag bekommen, den Gegner zu flankieren und ihn möglichst zu überraschen, so wie er es schon bei Austerlitz erfolgreich getan hatte. Er wählte dazu die Straße über Allstedt und Abholer Richtung Südwesten. Seine Gesamtstärke beträgt etwa 25.000 Mann. Genau auf dieser Straße ist auch die eigentliche Hauptmacht der Preußen in Richtung Naumburg unterwegs, nach Nordosten. Ihre Gesamtstärke beträgt 60.000 Mann. Beide Heere bewegen sich unwissend in Marschkolonnen auf das Dorf Hassenhausen zu.

Über die erste Feindberührung schreibt der Divisionsgeneral Moral des dritten Corps: "Als die Soldaten des 4. Regiment der Division den Befehl erhalten, sich kampfbereit zu machen, und noch keiner mit welch übermächtigen Gegner sie es bei Hassenhausen zu tun haben werden." Die Preußen haben zu dieser Zeit ebenfalls Meldungen von sich nähernden französischen Verbänden im Feld. Der preußische König ist zwar ein vorsichtiger Mann, aber alle Befehlsgewalt liegt in den Händen des kriegserfahrenen Herzogs von Braunschweig, und der sieht keine Bedrohung. Er vermutet nichts anderes als eine kleine Voraus-Einheit. Man vertraut auf Hohenlohe, der weiter südlich den Auftrag hat, ihre rechte Flanke abzuschicken.

Als die Franzosen vorwärts bei Hassenhausen sich bietet, General-Leutnant Blücher dem Herzog von Braunschweig eine Kavallerieattacke ausführen zu dürfen. Blücher erhält die Erlaubnis, obwohl sich seine eigenen Truppen nicht vor Ort befinden. Stattdessen versammelt Blücher die gesamte Kavallerie der Division Schmettau und alles, was ein Kavallerie greifbar ist, oder beginnt es sofort mit dem Handel. Sein Ziel ist es, den Bahnübergang bei Fuß in den Besitz zu bringen. Sein Plan ist Überrumpelung des Gegners.

Nach einem kurzen Reitergefechte treiben Blücher's Dragoner, Kürassiere und Husaren die kleine französische Kundschaft zurück. Als diese auf ihren Rückzug an Bron's Infanterie vorbei sprengt, warnen sie mit Signalen vor der Annahme. Sofort ertönen die Befehle zur Bildung von Bataillons-Kanonen. Innerhalb von 30 Sekunden formieren sich die französischen Bataillone in kleine Quadrate. An den Ecken wird Artillerie postiert. In wenigen Handgriffen werden die Bajonette auf die Muskeln aufgepflanzt. Es wird ein Kräftemessen zwischen der gefürchteten preußischen Kavallerie gegen die besten der französischen Infanterie.

Die Soldaten halten ihre Muskeln feuerbereit. Noch fragen sie an ihren Plätzen. Sie waren hier Signale der die Formation verlässt die besten Kreisen durchaus Reiter, die war Jo net festung. Sie suchen die empfindliche Stelle wieder durch. Immer dann, wenn ich Schwärme neu aus holen müssen, schicken die Franzosen Gebäude sein.

Die ganze Operation entwickelt sich und natürlich vielen Preußen zu. Einig ist der Kavallerieverband zusammenstellen. Die Schwadronführer erreichen keine klaren Anweisungen. Der Nebel erschwert die Orientierung. Die Vorstöße erfolgen und fordern eine mitgeführte Batterie muss aufgegeben werden. Mehrmals gelingt es Blücher, seine Kavallerie zu sammeln und den Angriff zu erneuern und immer wieder seinen Posten gehen. Super sind die Soldaten der US-Plan stand hat ganze Sport ohne haben sich in alle Winde. In Raguhn an gelingt es noch eine Formation, so z.B. die Soldaten können sich hinter die Reihen der Kameraden schlecht. Blücher wird das Pferd weggeschossen. Er muss von seinem Trompeter evakuiert werden. Die preußischen Verluste an Mann und Kerzen für ihn schließlich lässt er zum Rückzug blasen. Mannschaft vorwärts muss sich geschlagen geben.

Nach diesem ersten Gefecht, Division Gudow und zwar geschwächt, aber ihre Geschlossenheit könnte jetzt nicht besser sein. Die Atempause währt nur kurz. Kaum ist die Kavallerie abgewehrt, erscheint die Division Schmettau vor Hassenhausen. Sofort entbrennt ein Feuergefecht.

Die Kampfweise der Linieninfanterie hat sich im Wesentlichen seit 50 Jahren kaum geändert. Der stärkere Druckenkorps gibt eine Salve ab, damals ihr daraufhin den geschlossene Linie auf den schwächeren gegen dazu und versucht ihnen dabei durch seine zahlenmäßige Überlegenheit zurückzudrängen und schließlich in die Flucht zu schlagen. Dabei muss die angreifende Streitmacht zwei, manchmal auch drei Salven aus den Reihen des Verteidigers in Kauf nehmen. Wenn die angreifende Streitmacht nahe genug herangekommen ist, um zum Bajonettangriff überzugehen, ist der Kampf meistens schon entschieden. Durch die erzwungene Rückwärtsbewegung ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann Formationen des Verteidigers und Unordnung gerät oder sich auflöst.

Genau diese Art der Kriegsführung umzusetzen ist in diesen Minuten General von Braunschweig, jung im Vergleich zu Cottbus Division sind ihre Kräfte noch frisch. Er hält sich also für den Überlegenen und zögert nicht mit dem Befehl zum Offizieren. Im Gegensatz zu Napoleon, der die meiste Zeit der Schlacht auf einem Punkt verbreitet, von Braunschweig pausenlos die Hauptkampflinie ab, um die Koordination der nachrückenden Truppen zu leiten. Fast gleichzeitig kommen die Verstärkung auf beiden Seiten. Die preußischen Truppen stehen in eine leichte Senke. Als der Nebel sich verzieht, haben die Franzosen einen Blick auf die preußischen Nachschubwege und können daher schnell auf deren Verstärkung reagieren. Die französischen Manöver hinter Hassenhausen bleiben den Preußen im Verborgenen.

Damit den Stein-Schloss-Musketen eine zielgenaues Schießen nicht möglich war, lautete die Doktrin: geballte Feuerkraft. Die Aufstellung in der Linie garantiert also nicht nur ein geordnetes Manövrieren, sondern auch das synchrone Laden, Anlegen und Feuern auf Kommando. Vereinzeltes Schießen war zu vermeiden. Langes Zielen wird dadurch angerichtet. Man ist in einem Zustand der Gefühllosigkeit geraten und selbst unfähig über die Gleichgültigkeit. Jedes vereinzelt wird es verschwindet, aber auch jedes Mitgefühl. Elends ohne sonderliche Rührung sieht man seine Brüder zur Rechten und zur Linken fallen. Die Frau rechts verschwindet im selbstgemachten unter Dampf. Wenn jeder der gemeinen Ladet sein Gewehr nach Belieben schießt, es ohne lange zu zielen hat und wiederholt ich so oft, bis er selbst getroffen niederstürzt oder seine Patronen verteuert hat.

Zwischen 9 und 10 Uhr wird der General von Braunschweig durch einen Kopfschuss schwer verwundet. Wenige Wochen später erliegt der preußische Oberbefehlshaber an den Folgen der Verletzung.

Mit dem Ausfall Braunschweig's verwandelt sich die preußische Hauptarmee langsam in eine führunglose Masse. Guten Reiter er ziellos hin und her. Ihre unter höchsten Gefahren die Meldung und Lageberichte sind an einen toten Mann gerichtet. Der preußische Stabschef General von Scharnhorst ist zuvor von General von Braunschweig an die linke Flanke abkommandiert worden und steht nicht zur Verfügung.

Um 11 Uhr ist der wohl bedrängt. Das Dorf Hassenhausen muss nach drei Seiten verteidigt werden. Zudem taucht frische preußische Reservekavallerie am linken Flügel auf. Er muss seine Kräfte hinter der Gefechtsfront umdisponieren. Mit Bank hält man auf der französischen Seite Ausschau nach Davout's letztem Aufgebot. Seine ersten Division, die erste Division wird von General Moron kommandiert und ist vom Osten her im Anmarsch. Währenddessen deponieren im Westen die ersten Bataillone der Division Oranien in Schlachtformation. Jeweils drei Divisionen stehen sich insgesamt gegenüber. Doch ein Großteil der Linie der Division Schmettau ist schon zu Schlacke geworden und nicht mehr in die Zahl der aktiven Streiter mitzuzählen. Es stehen immer noch zwei frische Divisionen und weitere Kavallerie bereit.

Die französische Kavallerie von Wlan hat die Schlacht in weitem Bogen umgangen und verhindert allein mit ihrer Präsenz den eigenständigen Anmarsch der Reserve. Wie der tritt die Unselbstständigkeit der verbleibenden und der Führer deutlich zu Tage, die die starre Befehlsstruktur der preußischen Armee mit sich bringt. Der Vormarsch ist ins Stocken gekommen. Dass er wartet auf Anweisungen. Alleine preußische König kann in dieser Stunde die Lage retten. Nur er ist befugt, einen neuen Oberbefehlshaber als Ersatz zu ernennen. Doch wer soll es sein? Er zögert und legt damit seine Armee und sein Reich in die Hände des Schicksals.

Um 12 Uhr befiehlt Friedrich Wilhelm III. den geordneten Rückzug. Er will das Gefecht an einem anderen, günstigeren Ort austragen. Er weiß noch nichts von der Katastrophe, die sich zeitgleich bei Jena ereignet. Dieser Rückzugsbefehl ist Friedrich Wilhelms erste und letzte Anweisung an diesem Tag. Sie markiert den letzten Wendepunkt der Schlacht bei Eichstätt.

Um morgens noch der Nebel die Sicht genommen hatte, nehmen sie jetzt Qualm und Rauch. Was sich zu diesem Zeitpunkt noch geordnet zurückzieht, gerät spätestens in den engen Straßen von Eichstätt in Unordnung. Aus dieser Unordnung wird heilloses Chaos, als sich die Rückzugsorte auch noch mit den Flüchtlingsströmen aus Jena kreuzen. Verbände, die gar nicht im Ganzen bestanden, lösen sich im Allgemeinen durch. Nur die Erschöpfung und die starken Verluste und der seinen Truppen hindert Davout an einer wirksamen Verfolgung der ehemaligen preußischen Hauptarmee. Doch für dazu gibt es nichts mehr zu gewinnen. Er hatte an diesem Tag einen klaren Sieg über ein doppelt so starken Gegner errungen. Damit hatte er den Erfolg von Kaiser Napoleon bei Jena noch übertroffen. Doch zu welchem Preis?

Über 50.000 Menschen starben auf den Schlachtfeldern bei Jena und Auerstedt. In Jena siegte Napoleon gegen die Preußen und Sachsen mit einer doppelt so starken Übermacht. In Auerstedt waren die Preußen in einer doppelt so starken Übermacht und unterlagen einem einzigen Corps, dem dritten Corps von Marschall Davout. Napoleons geschicktem und entschlossenem Vorgehen war die preußische Führung nicht gewachsen. Der Schlagkraft seiner leichten Infanterie und seiner überlegenen Artillerie konnten die Preußen nichts Vergleichbares entgegensetzen. Das koordinierte Zusammenspiel der einzelnen Truppenteile hatte die Schlacht schließlich entschieden.

Nachdem das preußische Hauptheer so entscheidend geschlagen war, wurde der Rest des Feldzuges für Napoleon zum Spaziergang. Ganze Divisionen streckten die Waffen, Festungen ergaben sich, Berlin kapitulierte zwei Wochen später widerstandslos. Mit dem Frieden von Tilsit beendete Napoleon den Krieg nach seinen Bedingungen. Er war auf dem Höhepunkt seiner Macht.

Trotz zahlloser Reform war die preußische Armee lange ein überholtes Gebilde geblieben. Erst die militärische Katastrophe von 1806 führte zu einer Modernisierung von Staat und Armee. Heute spricht man vom Untergang des alten Preußen. Dank der Geschichtswissenschaft hat man heute ein klares Bild von den Ereignissen des 14. Oktober. Doch wie wurde dieser Tag von den Betroffenen erlebt? Wie diese Menschen die Schlacht wirklich sein, was sie dachten und was sie fühlten, wissen wird man es nie.