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Da sind wir aber wieder mit einem neuen Video für alle, die uns noch nicht kennen. Wir sind Eliz Seidel von inmet Personal und Nina Kolett vom ärztesprech. Und bevor wir weitergehen mit unserem neuen Video, übergebe ich das Wort der Nina, die euch ein bisschen was Neues erzählt, was sie vorhat für die nächsten Monate.
Ja, hallo liebe Ärztinnen und Ärzte, schön, dass wir euch mal wieder mit einem Video versorgen können. Neben dem aktuellen YouTube-Video sind aber auch noch ganz viele neue Projekte in Arbeit. Und zwar drehe ich gerade einen Videokurs, den es ab Oktober oder November spätestens endlich zur Verfügung gibt. Und es gibt seit Juli einen neuen Gruppenkurs, der euch optimal auf die Prüfung vorbereitet, für den ihr euch einmal im Monat anmelden könnt. Jetzt wünschen wir euch viel Spaß mit dem neuen Video zum Thema Arzt-Arzt-Gespräch und sagen bis bald.
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Wir starten jetzt erstmal mit dem Abschluss der Patientenvorstellung und gehen dann über zu den Fragen. Aufgrund der anamnestischen Angaben gehe ich hier von einem Verdacht auf eine akute Cholezystitis aus. Differentialdiagnostisch kommen hier einmal Cholezystolithiasis, eine Appendizitis oder auch eine akute Pankreatitis in Betracht.
Okay, und was genau würden Sie im Rahmen der körperlichen Untersuchung durchführen?
Also, als erstes würde ich natürlich das Abdomen palpieren, um hier zu prüfen, ob wir einen Druckschmerz haben oder auch einen Loslassschmerz. Und ich würde auch untersuchen, ob wir eine Abwehrspannung vorfinden. Außerdem könnten wir das Abdomen auch auskultieren, um Darmgeräusche zu untersuchen. Und ganz standardmäßig können wir natürlich auch hier Herz und Lungen einmal auskultieren, um zu schauen, dass dort auch alles in Ordnung ist.
Und können Sie mir sagen, welche Laborwerte hier wichtig sind?
Ja, natürlich. Also, wir sollten ein kleines Blutbild veranlassen. Wir sollten die Cholestase-Parameter überprüfen, Pankreasenzyme und auch die Leberwerte. Und ganz wichtig hier natürlich auch Entzündungsparameter wie CRP und BSG.
Und Frau Colette, was ist mit der apparativen Diagnostik? Welche sollte da durchgeführt werden?
Also, als bildgebendes Verfahren bietet sich als erstes natürlich eine Abdomensonographie an. Gegebenenfalls kann aber auch eine Computertomographie durchgeführt werden. Und sollte sich hier ergeben, dass es doch keine Cholezystitis ist, könnte gegebenenfalls vielleicht auch eine Endoskopie durchgeführt werden.
Sie haben eine Ultraschalluntersuchung erwähnt. Können Sie mich mal bitte darüber aufklären?
Ja, eine Ultraschalluntersuchung ist ein bildgebendes Verfahren zur Beurteilung der inneren Organe. Die Untersuchung dauert ungefähr 15 Minütchen. Dafür wird ein Kontaktgel auf die Haut aufgetragen, sowie auch auf den sogenannten Schallkopf. Dieser Schallkopf, der sendet dann Ultraschallwellen aus, die von den Organen reflektiert werden und mit Hilfe dieser Reflektion erhalten wir ein Bild auf unserem Bildschirm und können anhand dessen die Organe beurteilen.
Und würden Sie diese Patientin stationär aufnehmen?
Das hängt ganz davon ab, ob wir die Patientin operieren werden, wovon ich mal ausgehe, dass wir hier eine Cholezystektomie durchführen. Sollte die Operation ohne Komplikationen verlaufen, dann kann die Patientin eigentlich auch wieder nach der Operation entlassen werden. Sollten jedoch Komplikationen auftreten, dann sollten wir die Patientin zur Beobachtung im Krankenhaus behalten.
Können Sie mir sagen, mit welchen Komplikationen wir rechnen sollten, wenn die Cholezystitis nicht behandelt wird oder nicht rechtzeitig behandelt wird?
Also, mögliche Komplikationen bei einer unbehandelten oder zu spät behandelten Cholezystitis sind ein Empyem, eine Perforation oder auch ein Gangrän.
Dann erklären Sie mir bitte, was ein Empyem ist.
Ein Empyem ist eine abgekapselte Eiteransammlung in einem vorgeformten Hohlraum.
Sehr gut. Und ein Gangrän?
Ein Gangrän ist eine Sonderform der Koagulationsnekrose.
Frau, der Ehemann von unserer Patientin, Frau Westenberger, hatte ein Kolokarzinom. Kann es sein, dass sie sich bei Frau Westenberger auch hier darum handelt?
Ich gehe bei Frau Westenberger nicht davon aus, dass es sich um ein Kolokarzinom handelt, da die Beschwerden akut aufgetreten sind und die Patientin auch nicht von einem langfristigen Gewichtsverlust berichtet hat. Und die Symptomatik auch sonst eher untypisch für ein Kolokarzinom ist.
Alles klar, vielen Dank.
Sehr gerne.
Und hat euch unser Arzt-Arzt-Gespräch gefallen? Das hoffen wir doch sehr. Dies waren jetzt ein paar mögliche Fragen, die zu einem Fall gestellt werden können. Es gibt aber natürlich noch viel, viel mehr Fragen zu den Fällen, zur Situation, zur Medizin allgemein, aber auch zu umgangssprachlichen Begriffen. Bereitet euch daher gut auf das Arzt-Arzt-Gespräch vor, indem ihr euch zu jedem Fall ein paar Fragen überlegt, die ihr dann schon einmal vorab beantwortet. Tipp von meiner Seite: Schreibt euch die Antwortmöglichkeiten vor und trainiert damit dann das Sprechen.
Und ein Tipp von meiner Seite noch: Denkt dran, dass diese Fragen nicht nur für die Fachsprachprüfung wichtig sind, sondern auch für euren Job später. Wie wir alle wissen, ist die FSP angelehnt am Klinikalltag und deswegen ist es nicht ausgeschlossen, sondern sogar sehr wohl möglich, dass euch ähnliche Fragen auch im Job von eurem Vorgesetzten gestellt werden. Also lernt das nicht nur für die FSP, sondern auch für eure Zukunft. Und hört nicht auf, die medizinische Fachsprache zu erlernen, auch nachdem ihr die Prüfung bestanden habt.
Wir wünschen euch viel Spaß bei der Vorbereitung und viel Erfolg bei eurer Prüfung. Bis zum nächsten Mal.