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Ich behaupte, und da stehe ich im Einklang mit vielen der alten Weisheitslehren, aber ich formuliere es jetzt folgendermaßen: Je mehr im Einklang, in Resonanz, in Harmonie sie sind mit ihrem wahren, eigentlichen Wesen, desto mehr passiert das, was sie nicht erzwingen können. Das heißt, Chancen kommen ihres Weges, günstige Gelegenheiten kommen ihres Weges, sie treffen die richtigen Leute, sie haben plötzlich Glück.
Das Universum, oder wenn wir unsere Welt nehmen, ist ein Ausbund an Reichtum, wo sie hinschauen, Pflanzenwelt und so weiter. Es ist eine unerhörte Fülle da. Man hat uns eingeredet, dass alles knapp ist. Da sind wir immer atemlos irgendetwas nachzujagen, was knapp ist.
In der Ex-DDR ist meine tolle Sache passiert mit Toilettenpapier. Das ist so ein Beispiel für selbsterfüllende Prophezeiungen. Da hat irgendein Oberbonze die Befürchtung ausgedrückt, dass die Zuteilung und so weiter etwas schwierig werden könnte, weil mit irgendeinem Zulieferer was nicht geklappt hat. Am nächsten Tag rasten sie alle, haben Klopapier gekauft wie blöd. Und natürlich waren übernächsten Tag die Läden leer gekauft. Und jetzt trat die Toilettenpapierknappheit ein, wie vorausgesagt, weil alle an die Knappheit geglaubt haben, haben alle gehortet. Jeder hat viel mehr gekauft, als er brauchen kann, in den nächsten drei Monaten, damit es im Jahr nicht ausgeht, wenn es soweit ist. Also konnten die, die wirklich keins mehr zu Hause hatten, jetzt mit Zeitungspapier, wozu ja die Zeitungen auch gut geeignet waren in der damaligen Zeit, das machen, weil die Knappheit eingetreten war.
Sie kriegen das, woran sie glauben. Wenn Sie glauben, es ist knapp, dann wird es knapp. Wenn Sie glauben, sie sind umgeben von Knappheit, andere, auf die sie neidisch sind, sind umgeben von Reichtum und Fülle, aber sie nicht. Suchen Sie die Latten im Zaun, suchen Sie die Affirmationen. Drum haben Sie die Liste bekommen als ersten Denkanstoß. Wenn Sie fernsehen gucken, worüber regen sie sich auf, was stört sie? Ob Spielfilm oder Diskussion, völlig egal. Aufschreiben. Cherche la programme. Suchen Sie die Latten.
Und erst, wenn Sie wissen, welche Latten im Wege sind, wo sie ständig Widerstand leisten, wo sie ihre wertvolle Energie damit vergeuden und wo sie die Welt nicht so wahrnehmen können, wie sie ist – das können sie sowieso nicht, aber dann eben noch weniger. Wenn das hier die Wirklichkeit ist, das Ding an sich, wie Kant sagte, dass wir nicht erkennen können, und wir sind hier als Wahrnehmender, dann meinen wir halt das auch. So ein Programm, dass man uns mitgegeben hat. Wir sind, wir haben so den Eindruck, man schmeißt seine Sinnesorgane, z.B. Auge, auf jenes da, und dann hat man es wahrgenommen. Da weiß man, was Sache ist. Wenn jemand etwas anders sieht, dann sieht er das zu eng, oder gerade ein anderes Detail mit dem Tunnelblick erfasst hat, sieht das zu eng, oder er sieht das gar falsch.
Wer von Ihnen mit Engländern oder Angelsachsen oder Australiern oder Kanadiern zu tun hat, der wird sich also köstlich amüsieren, denn man kann in diesen Sprachen nicht sagen: "You see this too narrowly. You see this wrongly. Just an insight." Das können sie nicht ausdrücken im Englischen. Dafür gibt es keinen Gedanken. Was sagt ein Angelsachse in so einem Fall? Sie erzählen ihm was, was er anders sieht. Erstmal hört er ihnen zu. Also, wir schaffen so 16 bis 19 Sekunden. Wenn der Luft holt, stoßen wir rein. Der Angel sagt: "Hört ihm zu, bis sie ausgeredet haben." Und dann sagt er: "Very interesting. Have you ever considered?" Er findet er das interessant, was sie sagen. Dann sagt er: "Haben Sie je über diesen oder jenen Aspekt nachgedacht?" und lädt Sie ein zum Mitdenken und hilft Ihnen, Ihren Geist zu erweitern.
Und zwischen uns und der Wirklichkeit sind jede Menge Filter. Das ist nicht unser heutiges Thema, aber nur mal andeutungsweise. Und jede Ihrer Latten ist ein Filter. Und je mehr Latten da stehen, desto weniger von der Wirklichkeit können Sie sehen. Wenn ein Mensch, der gegen ein Programm verstößt, das für Sie per Latte ganz wichtig ist, sofort ein Unmensch wird, fällt er in die Kategorie Unkraut, Ungeziefer, tot treten. Schauen Sie, wir sind sehr interessant, wir sind sehr sensibel geworden. Also, wir erzählen den Türken, was sie über Menschenrechte zu lernen hätten, und den Chinesen auch. Also, wenn ich sie so richtig mit Elektroshocks und so, dann sagen Sie: "Das ist ja unmöglich. Da haben wir schon ein Programm gegen." Sind wir schon ganze Schritt weiter als im Mittelalter. Da fanden wir das noch völlig okay. Aber die geistige Folter, wie manche Leute jeden Gedanken abwürgen, wenn er nicht von ihnen ist, jeden Gedanken zertrümmern, der mit ihren Lappen nicht zusammenpasst, das ist auch eine Art von Folter.
Und wenn wir sagen, die Industrie, Umwelt, ne, Gifte ins Meer, Wüst, Meer geht ja kaputt, aber diese Stresshormone, die viele den ganzen Tag produzieren und ständig in ihre Umwelt und ihre Umwelt damit vergiften, finden wir okay. Es hat einmal ein Autor gesagt, das war Luke Reinhard, wobei das ein Pseudonym ist, in dem Buch "Der Würfler", sehr interessanter Roman, hat er gesagt: "Also bei uns", er meint ja Amerika, aber das gilt für uns in Europa auch, "bei uns ist es also völlig okay, dass wir Leute verletzen, dass wir sie abwürgen, dass wir ihnen nicht zuhören, dass wir nicht eingehen auf Sie, dass wir ihnen unsere Meinung aufzwingen, aber den Stuhlgang woanders zu verrichten als vorgesehen, da werden wir gleich eingesperrt. Das ist völlig inakzeptabel." Aber was wir Menschen machen, ist ja oft viel beschissener, meinte er. Wenn wir Programme haben, dass das okay ist. Und das sind alles Energien, die Sie nicht in Ziele leiten können, die sie nicht ins Leben leiten können, nur in Kampf.
Und deswegen suchen Sie die wichtigsten Latten. Und immer, wenn Sie eine Latte finden, nicht sagen: "Scheiß Latte!", sonst gehen sie auf Widerstand. Sagen: "Liebe Latte, ich freue mich, dass ich dich erkannt habe. Ich bin voller Dank. Jetzt überlege ich, brauche ich dich noch?" Nehmen wir an, Sie stellen fest, dass Sie furchtbaren Schiss haben vor Situationen, wo dieses oder jenes passiert, und Sie erkennen das jetzt, dann danken Sie, dass Sie die Erkenntnis gewonnen haben, und fragen sie sich: "Brauche ich diese Furcht noch?" Dann warten Sie, wenn eine Stimme aufsteigt, die sagt: "Ja." Dann akzeptieren Sie ihre Furcht für die nächsten 10 Minuten, 10 Jahre, oder wie auch immer, völlig egal. Schauen Sie nur, wenn Sie kämpfen, machen sie sich kaputt.
Sie erkennen, Sie haben, ich habe Angst vor Hunden. Ich habe es erwähnt vorhin. Brauche ich sie noch? Ja. Also, was soll's. Ich kann sie offen zugeben. Ich habe keine Schuldgefühle, ich habe keine peinlichkeitsgefühle. Und wenn ich spazieren gehe, habe ich immer einen Stock dabei, nicht, dass ich damit schlagen will, um Gottes Willen, sondern ich habe dann ein Gefühl der Sicherheit, weil ich mir den Hund auf die Stongs halten könnte, wenn einer käme. Und dadurch, dass ich mich mit dem Stock sicher fühle, lassen die Hunde mich genauso allein spazieren gehen, wie ich sie alleine spazieren gehen lasse. Und das Problem wurde auf die Weise gelöst, weil ich immer weiß, wenn es ist, kann ich mir auf die Stong halt. Habe ich den Löwen abgeschaut, den Löwenbändigern, die ja auch mit ihrer Peitsche die Stong herstellen und ihr Revier damit vergrößern.
Also, sie sollen nicht alle Ängste fallen lassen, alle Ängste bekämpfen, dann sind sie auf Widerstand, sondern akzeptieren Sie einfach: "Hier habe ich eine Latte. Brauche ich sie noch? Okay. Kann ich damit leben? Kann ich anders damit umgehen? Ich brauche keine Schuldgefühle mehr haben, wenn die Situation auftaucht, wo sie aktiv wird."