Transcription
Je länger du zu Hause bleibst, desto weniger willst du hinausgehen. Und je länger du bleibst, desto schwerer wird alles. Du denkst, du ruhst dich aus, aber langsam entleerst du dich selbst. Dein Körper verlangsamt sich. Deine Gedanken werden lauter. Dein Verlangen schwindet leise. Dein Geist wird gefangen, steckt in der Vergangenheit, ängstlich wegen der Zukunft, erschöpft von der Gegenwart. Selbst ein kurzer Spaziergang fühlt sich überwältigend an. Selbst Sonnenlicht fühlt sich wie Anstrengung an. Das ist keine Faulheit. Das ist innere Erschöpfung. Das Feuer in dir erlischt. Und je länger du hier bleibst, desto schwieriger wird es, zu gehen. Menschen fühlen sich schwer, festgefahren, unfähig, voranzukommen. Sie versuchen, es mit Denken, mit Ruhe, mit Warten zu beheben, aber nichts ändert sich, bis eine Frage den Nebel durchschneidet. Wann bist du das letzte Mal nach draußen gegangen? Wann hast du das letzte Mal die Sonne auf deinem Gesicht gespürt? Stille. Denn hier ist die Wahrheit. Du musst dich nicht besser fühlen, um nach draußen zu gehen. Du musst nach draußen gehen, um dich besser zu fühlen. Tritt hinaus. Setz dich in die Sonne. Höre auf den Wind. Lass deinen Körper sich an Bewegung erinnern, denn Heilung beginnt nicht immer mit Ruhe. Manchmal beginnt sie mit Bewegung. Und in dem Moment, in dem du dich bewegst, beginnt das Leben sich mit dir zu bewegen.