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Hallo Elmetall Freunde, Freunde der Wahrheit! Ich begrüße euch an einem frühsommerlichen Frühlingstag, inmitten eines sich gerade abzeichnenden Crashs. Zu den Top-News: Gestern rumpelte es heftig, dazu komme ich heute auch kurz. Aber das Hauptthema ist natürlich – ihr wartet vielleicht schon darauf – was habe ich mir denn überlegt? Was könnte denn so eine regelrecht verrückte Wette sein? Das kommt am Ende. Zuerst kommen ein paar spannende Kurzmeldungen.
Und ihr habt es vielleicht gehört: In den USA droht ein Rekord-Unwetter, aber es könnte mehr dahinter sein. In nur fünf Tagen werden Teile einer 1000-Meilen-Panne von Texas bis Ohio, nach Angaben von AccuWeather, Regenfälle im Umfang von bis zu vier Monaten erleben. Von den heftigsten Regenfällen über dem Zentrum der USA werden fast 46 Millionen Menschen betroffen sein; mindestens 13 Millionen von ihnen werden in einem Gebiet mit hohem bis extrem hohem Überschwemmungsrisiko leben. In einigen Gemeinden in diesen Hochrisikogebieten könnte es zu katastrophalen Überschwemmungen kommen. Soweit so Mainstream. Aber schaut euch mal die Überschwemmungs- oder potentielle Überschwemmungskarte an und was sich dort auch noch befindet. Hier, von Mr. MBB, werden die schlimmsten Regenfälle erwartet, also wo es am dunkelsten ist, und da liegt die New Madrid Verwerfungszone. Also ein Gebiet, wo es immer mal Erdbeben gibt. Natürlich keine besonders großen; es gab wohl mal eins 1811 oder so. Aber jetzt könnt ihr euch vorstellen, wenn da diese Regenmassen draufkommen und welch Zufall es ist: Fast deckungsgleich. Dann könnte es hier zu großen Erdbeben kommen. Hoffen wir es nicht.
Anderes Thema: Das Kriegschaos nimmt seinen Lauf. Schweden rüstet seine Bunker auf. Schweden hat eine Investition in Höhe von 100 Millionen Kronen angekündigt, um seine Zivil-Schutzbunker zu renovieren, nachdem es seine Bürger gewarnt hat, dass sie sich angesichts des anhaltenden Konflikts zwischen Russland und der Ukraine auf das Kriegsrisiko vorbereiten sollten. Mit 64.000 über das ganze Land verteilten Standorten verfügt Schweden bereits über mehr Schutzräume als fast jedes andere Land und bietet Platz für rund sieben Millionen Menschen – mehr als zwei Drittel der Bevölkerung. Und auch der Ferne Osten kommt nicht zur Ruhe. Über China berichte ich euch sowieso immer mal was, besonders auf Telegram. Wer noch nicht drin ist, kommt gern dort rein. Also, China bereitet Invasion vor. Binnen 24 Stunden zählte Taiwans Verteidigungsministerium zehn Kriegsschiffe dicht vor seiner Küste, dazu 76 Militärflugzeuge. Auch eines der chinesischen Flaggschiffe, der Flugzeugträger Shandong, erreichte die Meeresenge zwischen dem Festland und Taiwan. Der Aufmarsch der chinesischen Armee diese Woche ist Teil einer groß angelegten Militärübung in der Taiwanstraße, mit dem erklärten Ziel, Blockade und Kontrolle sowie Präzisionsschläge auf wichtige Ziele zu testen, wie das chinesische Oberkommando mitteilte.
Aber nun die vielleicht wichtigste und gefährlichste Meldung, und die führt dann direkt auch zur Extremspekulation: Der Iran wird bis September verschwunden sein, wenn er nicht einem Atomabkommen zustimmt und mit dem Abbau seines Programms beginnt, versprachen Quellen, die der Trump-Regierung nahe stehen, gestern Abend. US-Präsident Trump hat den Iran bereits gewarnt, dass er bombardiert wird, wenn kein Abkommen zustande kommt, und hat mehr strategische Luftstaffeln und eine zweite Flugzeugträgergruppe in den Nahen Osten beordert. „Die Vereinigten Staaten und ihre Partner bleiben der regionalen Sicherheit verpflichtet und sind bereit, auf jeden staatlichen oder nichtstaatlichen Akteur zu reagieren, der versucht, den Konflikt in der Region auszuweiten oder zu eskalieren“, sagte Sean Parne, Sprecher des Pentagons. Und Israel, wo ein Krieg mit dem Iran in aller Munde ist, auch wenn man sich weigert, dies offiziell zuzugeben, ist bereit. Es besteht ein Gefühl der Dringlichkeit. Falls ihr übrigens noch nicht abonniert habt, dann tut das gerne. Es rumpelt ja bei den Edelmetallen. Darüber habe ich natürlich sehr ausführlich mit meinem Spezialgast gesprochen. Freut euch drauf! Teil 1 kommt morgen, Teil 2 hoffentlich nächste Woche, wo ich ja mal verreist sein werde.
Noch ein kurzer Blick auf das, was gestern passiert ist. Der Dow hat natürlich verloren, aber es hielt sich in Grenzen, und es kam sogar zu einer Stärke im Tagesverlauf gegen Ende der Sitzung, was ein gutes Zeichen ist. Hier seht ihr den Dow-Index: Gestern ging es runter und dann wieder deutlich hoch. Hier aktuell der Dow-Future – mal sehen, wo er liegt, oder wo der Dow liegt, wenn ihr das hier seht. Also, es ist wieder blutrot, unter 40.000. Ganz interessant gestern: Rebound Precious Metals, der Einbruch, als der Dow runterging, und dann sofort eine Erholung. Jetzt natürlich auch wieder Schwäche, aber das war gestern auf alle Fälle relative Stärke. Panamerican Silver sah nicht ganz so stark aus, aber auch nicht so dramatisch, wie man es hätte vermuten können. Ihr kennt ja meine These: Edelmetalle wird man haben müssen, Minenaktien, wer es etwas risikoreicher mag, und so weiter. Der Inflations-Tsunami, ich denke, der ist unvermeidbar.
Und nun: Was passiert denn, wenn Trump tatsächlich das wahrmacht, von dem er sprach? Schauen wir uns mal den Ölpreis an. Brent und WTI, beides runtergegangen, also das europäische Öl und das amerikanische. Und wenn ihr das mal etwas längerfristig anguckt – das ist der 10-Jahres-Chart – na ja, also diese Spitze, wo wir bei 120 waren, die scheint weit entfernt. Wer fördert denn nun das meiste Öl? Je dunkler, umso mehr Förderung. Russland, USA, die größten Förderländer, und Saudi-Arabien. Stellt euch die Frage, wie die Beziehungen zu all diesen großen Förderländern gerade aussehen. Wer hat die größten Vorräte? Die Grafik ist zwar einige Jahre alt, aber prinzipiell hat sich daran ja nichts geändert, und die Frage ist die gleiche. Ihr könnt euch vielleicht denken, worauf ich hinaus will: Wenn der Iran jetzt angegriffen wird, Israel vielleicht mit reingezogen wird, dass also ein Hexenkessel buchstäblich in die Luft fliegt, denkt ihr, es wäre dann total unwahrscheinlich, dass sich die Saudis oder die Emirate nicht mit dem Iran solidarisieren und ihre Feindschaft überwinden? Denn sie haben ja einen großen gemeinsamen Nenner. Was könnte denn dann passieren mit dem Westen? Rationale Entscheidungen werden sowieso immer weniger getroffen, das fällt doch auf. Wie wäre es denn, wenn die ein Ölembargo gegen den Westen verhängen? Und genau damit rechne ich. Was das für die Weltwirtschaft bedeutet, besonders für die EU – ihr habt’s gerade gesehen – die kaum Öl hat, könnt ihr euch vorstellen. Und vielleicht ist ja auch das genau der Plan, denn das würde Europa, besonders den Rest geben. Andere Länder wie USA und Kanada werden sicherlich Exportverbote verhängen, denn sie brauchen ihr Öl selber. Russland und China, Indien, die haben ihr eigenes Öl. Nur wir sehen mal wieder mit Abstand am schlechtesten aus.
Und das könnte man jetzt in einer verrückten Wette umzusetzen versuchen. Aber ich warne euch: Taschengeld maximal! Ich hoffe ja selber, dass es nicht aufgeht. Ich bin mal zu Investor gegangen, da gibt’s natürlich Zertifikate, Optionsscheine, verschiedene Derivate auf Öl. So, und dann habe ich hier Basispreis 120 bis 300 gewählt und Restlaufzeit. Trump sprach ja vom September, also hier von Oktober 25 bis März 26. Und ihr seht, da gibt’s natürlich eine Menge Scheine. Ich orientiere mich an der impliziten Volatilität, wo die am niedrigsten ist. Dann wählt man sich mal was aus und kann auch den Rechner benutzen. Hab jetzt einfach mal beispielhaft diesen Schein genommen: Bis 25.11., Basis 125 $, und was auffällt: Ihr seht ja, der Ölpreis ist gefallen, der Briefkurs wird schon hochgezogen. Geld ist natürlich nicht mehr vorhanden. Also, wer hier auch nur ein kleines Geld reinwirft, hat natürlich in seinem Depot sofort fast einen Totalverlust. Aber wie sieht denn das nun aus, wenn man mal rechnet? Hier könnt ihr alle möglichen Daten eingeben, weil und wisst da… Ich habe einfach mal hier den Basiswert, also den Ölpreis entsprechend nach oben gezogen, und ihr habt gesehen: Der Schein kostete aktuell zwei Cent, knapp über zwei Cent, und er steigt hier in diesem Katastrophenszenario, wenn wir wirklich 250 $ erreichen und ein Ölembargo – das kann dann noch viel höher gehen – erreicht er hier 13 €. Von zwei Cent! Man kann es natürlich noch krasser machen, indem man die Laufzeit ein bisschen verkürzt und sich einen Schein sucht, der nur einen Cent kostet oder knapp drüber, und solche gibt’s natürlich auch. Hier, z.B. dieser: 25.09.25, Basis 135. Und mit dem Extremszenario 250 $ hier bis 2.9.25, 25… Ich bin auch von einem Verfall des Euros ausgegangen, denn wenn die USA noch Öl haben, aber Europa mit dem Rücken total zur Wand steht, wird das dem Euro natürlich nicht helfen. Also, was passiert in diesem Falle, laut Investor-Rechner? Über 11 €! Das heißt, das wäre Einsatz mal 1000, mehr als 1000. Das ist natürlich eine absolute Extremwette, und wie gesagt, ich hoffe selber, dass es nicht eintritt. Zu beachten ist natürlich auch Emittentenrisiko, Lehman 2.0 – das kann alles passieren. Wenn das hier eintritt und wirklich die islamischen Staaten da unten einen Boykott, ein Ölboykott gegen den Westen verhängen, und wir sind leider in Zeiten angekommen, wo rationale Entscheidungen nicht mehr so die Rolle spielen, die sie spielen sollten. Also muss man auch scheinbar irrationale Überlegungen anstellen. Das waren die Top News für diese Woche. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende, hoffentlich sonnig. Bisher sieht’s gut aus. Nächste Woche sehen wir uns nicht wieder, aber es gibt auf alle Fälle Teil 2 des Interviews. Bis übernächste Woche, tschüss! [Musik] [Musik]