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ZUNGENREDEN UND DIE GABE DER HEILUNGEN - WAS SAGT DIE BIBEL DAZU? ZEICHEN DER ENDZEIT?

aus Glauben leben37:13

Transcription

Was ist in meinem Leben wirklich real? Was ist biblisch begründet? Was durch Zeichen und Wunder bestätigt wurde..., das ist von Gott. Hast du verstanden, was du gesprochen, was du gebetet hast? Ja. Du findest im Neuen Testament wirklich keinen Fall. Und das muss dich nachdenklich machen! Aber was? Wir müssen anhand des Wortes prüfen. Als der Heilige Geist vor 2000 Jahren auf die Erde kam, entstand etwas völlig Neues. Die Gemeinde des lebendigen Gottes. Jeder Mensch, der an Jesus Christus glaubt und ihn als seinen persönlichen Erlöser angenommen hat, gehört dazu. Aber das ist noch nicht alles, denn mit dem Kommen des Heiligen Geistes hat Gott den Menschen auch Gaben der Gnade geschenkt. Das sind Gaben, die der Heilige Geist verteilt, an wen er will. Und einige dieser Geistesgaben finden wir in 1. Korinther 12, in Römer 12 und auch in Epheser Kapitel 4. Und wir wollen uns heute zwei dieser Gnaden Gaben genauer ansehen. Die erste ist die Zungenrede und die zweite ist die Gabe der Heilung. Es wird darum gehen, warum Gott diese Gaben eigentlich am Anfang gegeben hat, was seine Absicht damit war und natürlich die spannende Frage, ob diese Gaben heute noch existieren. Und es geht überhaupt nicht darum, irgendjemanden oder irgendeine Gruppe zu kritisieren, sondern darum, das Ganze anhand der Bibel, des Wortes Gottes, wirklich zu prüfen. Roger, du hast dich ja auch mit diesem Thema beschäftigt. Könntest du vielleicht kurz damit anfangen, zu erklären: Worum geht es bei der Zungenrede oder den Heilungen, von denen wir in 1. Korinther 12 lesen? In Apostelgeschichte 2, am Pfingsttag, gab es dieses außergewöhnliche Zeichen, dass die Jünger in allen möglichen Sprachen sprechen konnten. Fremdsprachen? Fremdsprachen, ja. Es ist so: Am Pfingstfest – im Judentum sprechen wir von „Schawuot“, dem Fest der Wochen, das ist das Pfingstfest – da kamen die meisten Juden aus dem Ausland zu Besuch. Es war im Juni, was den Schiffsverkehr im Mittelmeer ideal machte. Und die meisten kamen aus drei Kontinenten: Juden aus Europa, Asien und Afrika kamen aus der Zerstreuung nach Jerusalem. Und als die Jünger die Sprachen aus allen drei Kontinenten akzentfrei sprechen konnten, waren sie so überwältigt. Sie sagten nicht nur „wir hören die großen Taten Gottes in unseren Sprachen“, sie sagten „in unseren Dialekten“. Also der Dialekt hat immer noch einen besonderen Klang, der wichtig ist. Und das konnten sie perfekt, ohne es gelernt zu haben. Also im Prinzip, genauso wie in Genesis 11, als Gott die Sprachverwirrung verursacht hat, gab es nur eine Sprache. Aber er hat verschiedenen Stämmen und Sippen neue Sprachen gegeben. Und die konnten sie perfekt sprechen, ohne einen Kurs besucht zu haben. Interessant ist auch, dass diese Sprachverwirrung zumindest für kurze Zeit in Jerusalem wieder aufgelöst wurde, als das Christentum etabliert wurde. Ja, aber der Unterschied ist: In Babel Genesis 11 wurde die Festplatte – das Broca-System, das ist das Zentrum der Sprachproduktion, und das Wernicke-Areal, da ist die Sprachverständnis – das wurde neu programmiert, so dass die alte Sprache weg war. Ja, okay. Nur die neue. Aber in Apostelgeschichte 2 blieb die alte Sprache erhalten, und dann kamen diese neuen dazu. Aber sie konnten sie perfekt sprechen. Von null auf hundert. Und das muss für diese fremden Juden unglaublich gewesen sein. Die einheimischen Juden sagten dann spöttisch: „Sie sind voll süßen Weins.“ Weil sie es nicht verstanden. Spöttisch. Aber sie spotteten, weil sie es nicht verstanden. Aber du kannst dir vorstellen, als die Jünger Elamisch oder Arabisch sprachen, das war eine Sensation! Und das akzentfrei! Und sie wussten, dass das Leute aus Galiläa waren, nicht besonders gebildet, und sie konnten das. Das war grandios. Also ich bin wirklich, wirklich begeistert vom Sprachensprechen. Aber mit echten Fremdsprachen, die gesprochen und verstanden werden konnten. Natürlich, genau. Deshalb sagen sie das. Wie hören wir sie? Es gibt Leute, die sagen: „Ja, das war ein Hörwunder.“ Ein Hörwunder? Ja, sie sagen „wie hören wir sie“, das heißt, sie sprachen ihre normale Sprache und hörten es in Elamisch, Arabisch und so weiter. Aber das stimmt nicht. Denn Apostelgeschichte 2 sagt das in Vers 4: „Und sie wurden alle mit dem Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie ihnen der Geist eingab.“ Und das griechische Wort apo tengomei ist „aussprechen“ mit besonderem Bezug auf die Klangqualität. Akzent und Klang. Das ist es, was der Heilige Geist [bewirkt hat]. Es war ein Sprechwunder. Und die zweite Gabe der Heilung oder wunderbare Heilung, wie auch immer man es nennen will, wie würdest du das genauer definieren? Was hat es damit auf sich? Bestimmten Leuten wurde diese Gabe gegeben, damit sie auf Kommando jemanden heilen konnten. Ein Beispiel: Apostelgeschichte 3: Petrus am Schönen Tor sieht den Gelähmten und sagt: „Silber und Gold habe ich nicht.“ (Angeblich erster Papst – ohne Silber und Gold) Und er sagt: „Was ich habe, das gebe ich dir im Namen Jesu Christi“, das heißt, im Namen Jesu, des Messias, „steh auf und geh umher.“ Das war keine Gebetsheilung, dass er gebetet hätte, dass der Herr ihn gesund machen möge, wenn es erlaubt wäre. Er konnte ihm mit Autorität sagen: „Steh auf!“ Das ist die Gabe. Und wir müssen das klar unterscheiden von Gebet. Ja, genau, da kommen wir gleich noch mal drauf. Wir können alle Anliegen vor den Herrn bringen und wissen, dass er auch antworten kann. Gebet wird beantwortet, ganz klar. Nun ist eine wichtige Frage im Zusammenhang mit diesem Thema natürlich, warum hat Gott diese Gaben eigentlich gegeben? Es gibt eine ganze Reihe von Gnaden Gaben, wenn man 1. Korinther 12 ansieht. Aber es gibt diese besonderen, ich würde sagen spektakulären Gaben, die besondere Aufmerksamkeit erregen, weil sie so übernatürlich, so besonders sind. Warum hat Gott diese Gaben am Anfang gegeben? Was denkst du dazu? Zeichen und Wunder, das heißt diese übernatürlichen Ereignisse und Gaben, sind in der Bibel immer als Bestätigung. Wir finden bestimmte Punkte in der biblischen Heilsgeschichte – von der Schöpfung bis heute –, wo es Konzentrationen von Zeichen und Wundern gab. In der Geschichte von Adam bis Noah und dann von Noah bis Abraham, da finden wir keine Wunderwirker erwähnt. Und dann auch bei Abraham selbst nicht. Und das geht weiter bis Israel in Ägypten. Und da finden wir eine Konzentration von Zeichen und Wundern in Ägypten und dann auch in den 40 Jahren der Wanderung durch die Wüste. Und warum? Weil es Mose bestätigte, der die ersten Bücher der Bibel geschrieben hat. Da ist die Bibel, die Heilige Schrift, entstanden. Und Mose hat die 5 Bücher Mose geschrieben, Psalm 90 am Ende der Wüstenwanderung, und er hat Israel auch das Buch Hiob gegeben. Das ist in der jüdischen Tradition bezeugt, im Talmudtraktat Bawa Batra. Und das war die Bibel. Und dieser Mose wurde durch Zeichen und Wunder bestätigt, dass es wirklich von Gott war. Genauso wie die Einführung des Gesetzes am Ende. Und des Berges. Ja, da hat er die 10 Gebote gegeben. Und das musste durch diese Zeichen und Wunder bestätigt werden. Aber als Israel ins Land kam, hörte das auf. Obwohl Gott immer derselbe ist, handelt er nicht immer auf dieselbe Weise. Es kam später wieder mit Elia und Elisa. Elia und Elisa waren wieder eine solche grandiose Konzentration von Zeichen und Wundern und es ging um die Bestätigung der Propheten. Richtig, genau. Das Alte Testament wird in der Bibel immer wieder als „Gesetz und Propheten“ bezeichnet. Und so hat Gott das Gesetz durch Zeichen und Wunder bestätigt und auch das prophetische Wort – dass das wirklich von Gott gesandt war, um das Volk zur Umkehr zu bringen –, auch wenn sie nicht Mose, der Gesetzgeber, waren. Aber diejenigen, die das Gesetz durch das prophetische Wort bestätigt haben, wurden auch durch Zeichen und Wunder bestätigt. Und dann wieder ganz anders, aber als der Messias kam, sehen wir in den vier Evangelien, dass der Herr Jesus durch Zeichen und Wunder bestätigt wurde, so wie auch Jesaja 35 es vorhergesagt hatte. Und das war wichtig für Israel, zu erkennen: Dieser Mann aus Nazareth ist der verheißene Erlöser. Absolut. Daher diese Konzentration, und dann hat Jesus seine Jünger beauftragt, sein Werk fortzusetzen, und die Gemeinde begann zu Pfingsten. Und dann haben wir in der Apostelgeschichte noch etwas. Eine Konzentration von Zeichen und Wundern, und das war wichtig, um die Offenbarung des Neuen Testaments zu bestätigen. Ihnen wurden Geheimnisse gegeben, das heißt, Offenbarung, die im Alten Testament nicht zu finden ist. Und jeder hätte sagen können: „Aber das ist nicht möglich. Das sind Dinge, die in der Tora nicht zu finden sind, nicht in den Propheten. Und jetzt sagt ihr ganz neue Dinge!“ Ja, aber es wurde durch Zeichen und Wunder bestätigt. Das ist von Gott. Deshalb waren diese Wunder nötig, sie waren notwendig. Ich denke auch an das, was der Herr seinen Jüngern ganz am Ende des Markusevangeliums gesagt hat. Er gibt ihnen den Auftrag: „Geht hin in alle Schöpfung und predigt das Evangelium aller Schöpfung.“ Und dann sagt er auch: „Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben. In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, sie werden in neuen Zungen reden, sie werden Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden. Sie werden Kranken die Hände auflegen, und sie werden gesund werden.“ Also der Herr selbst hatte seinen Jüngern schon vorhergesagt, dass diese besonderen Zeichen da sein würden. Ja, letztlich auch zur Bestätigung ihrer Botschaft, die sie nun brachten. Genau. Und das sagt er den 11 Aposteln. Und deshalb sehen wir diese Zeichen und Wunder sehr stark im Zusammenhang mit der apostolischen Zeit. Am Anfang des Christentums? Ja, als Bestätigung. Aber was vielleicht auch auffällt, ist, wenn man die Apostelgeschichte durchgeht, wenn Kranke durch eine Gabe geheilt wurden, dann waren es immer Ungläubige, die geheilt wurden. Es gibt kein Beispiel für einen Gläubigen, der durch eine Gabe geheilt wurde. Ich rede jetzt nicht vom Gebet. Wir bringen alle Bedürfnisse vor den Herrn, auch Krankheit. Das stimmt. Aber diese Wunderheilungen: immer Ungläubige. Und dann lesen wir von Timotheus, der ein treuer Gläubiger war. Paulus sagt ihm in 1. Timotheus 5: „Wegen seiner häufigen Unpässlichkeit und seines Magens soll er nicht mehr nur Wasser trinken, sondern auch ein wenig Wein trinken, um das Trinkwasser der Römer, das damals nicht sauber war, zu desinfizieren.“ Er sagt nicht: „Timotheus, du bist geheilt.“ Genau. Das hätte er schreiben können. Nein, das tut er nicht. 2. Timotheus 4: „Trophymus habe ich krank in Milet zurückgelassen.“ Und von Epaphroditus, diesem treuen Mann in Philipper 2, wo Paulus von ihm besucht wurde und er sich dem Herrn hingab, schwer krank wurde. Er war dem Tod nahe. Ja. Und Paulus sagt: „...endlich hat sich der Herr seiner erbarmt, damit ich nicht Kummer auf Kummer habe.“ Interessant. Also Paulus hat ihm nicht die Hand aufgelegt und gesagt: „Du bist gesund.“ Nein, das hat er nicht! Und du findest im Neuen Testament wirklich keinen Fall. Und das sollte dich nachdenklich machen! Und im Gegenteil: Gläubige tun: Keine Heilung durch die Gabe. Aber bei Ungläubigen, weil die Bestätigung gegeben werden sollte, dass diese Apostel wirklich Boten des Messias sind. Würdest du also sagen, dass gerade diese Gaben – Zungenrede einerseits und Heilung andererseits – besondere Gaben waren, die zur Bestätigung dienten, dass etwas völlig Neues eingeführt wurde und die Botschaft, die am Anfang gepredigt wurde, letztlich untermauert werden sollte? Genau. Und das wird ja auch explizit im Zusammenhang mit den Sprachen gesagt, zum Beispiel. In 1. Korinther 14 zitiert Paulus aus Jesaja, wo Gott versprochen hat, dass er eines Tages zum Volk Israel durch andere Sprachen reden würde, um das Wort gerade für sie zu bestätigen. Allerdings sagt er dann, und doch werden sie nicht hören. Aber er hat das vorhergesagt und Paulus zitiert diesen Vers aus Jesaja in 1. Korinther 14 und sagt in Vers 21: „Es steht geschrieben im Gesetz.“ Man kann also hier sehen: Der Begriff „Tora“ kann die 5 Bücher Mose bedeuten, aber auch das ganze Alte Testament. „Im Gesetz steht geschrieben“, und jetzt kommt Jesaja, nämlich Jesaja 28,11.12 Gott sagt: „Ich will zu diesem Volk reden in anderen Sprachen. Und trotzdem werden sie nicht auf mich hören, spricht der Herr.“ Also gab es im Alten Testament eine Verheißung, dass Gott zu Israel durch andere Sprachen, durch Fremdsprachen reden würde. Zu ungläubigem Israel, richtig? Und zu ungläubigem Israel, das nicht hören will, aber trotzdem [bekommt] eine besondere Chance. Und dann hat der Apostel Paulus erklärt: „Darum“ – das ist die Auslegung – „ist es ein Zeichen, nicht für die, die glauben, sondern für die, die nicht glauben. Und nicht für Ungläubige, sondern für Gläubige.“ Prophetieren ist reden zur Erbauung, Ermahnung und Tröstung. Das brauchen Gläubige. Aber Zungenrede ist primär für Ungläubige, als Bestätigung. Und deshalb heißt es: „ein Zeichen“. Und nun wichtig: Nun könnte man denken, dass Gott uns ab Pfingsten eine Möglichkeit gegeben hat, die Bibel in alle Sprachen der Menschheit zu übersetzen. Man muss sich einfach zu Hause an den Schreibtisch setzen und die Bibel in irgendeine Muttersprache schreiben. Ja, aber so habe ich das nicht gemacht. Man musste dorthin gehen, sich der Gefahr von Krankheiten aussetzen und Jahre damit verbringen, die Sprachen zu studieren und dann die Bibel zu übersetzen. Warum? Weil die Sprachgabe nur ein Zeichen war. Sie sollte zeigen: Ab jetzt ist eine neue Zeit. Jetzt geht das Wort Gottes hinaus in alle Sprachen der Völker, aber es ist nur ein Zeichen. Das Zeichen ist nicht die Sache selbst, sondern die Anzeige. Und deshalb sollte das keine Beschreibung dessen sein, was nun für die ganze Kirchengeschichte normal sein sollte. Sondern der Anfang von etwas. Genau! Das ist ja gerade die Bestätigung: Gott will nun alle Völker erreichen, nicht mehr nur ein Volk. Gott spricht nicht nur Hebräisch. Und so hat Gott sozusagen seinen Stempel auf die erste christliche Predigt gedrückt und gesagt: Das ist Bestätigung, das ist von mir, das ist neu, das müsst ihr gehorchen. Und das war für Israel sehr wichtig. Denn der Jona-Komplex war oft ein Problem. Jona wollte keine Gnade für die Heiden, er wollte sie für Israel. Aber Gott musste lehren: „Nein, ihr seid das auserwählte Volk. Aber Gott liebt auch die anderen Völker.“ Und die Botschaft sollte an alle gehen. Und deshalb brauchte gerade Israel diese Bestätigung durch dieses Zeichen, das die Umkehrung von Babel war. Babel bedeutete Trennung und Verwirrung. Und in Jerusalem: Zusammenkommen. Entstehung des Leibes Christi. Gott hat die zerstreuten Kinder Gottes zu einem zusammengeführt. Genau. (Johannes 11) Und wie würdest du sagen: Gibt es das heute noch oder wurde das wirklich nur für den Anfang als Bestätigung eines Neubeginns von Gott gegeben? Eine neue Sache, die er eingeführt hat und dann ist sie im Laufe der Zeit eingestellt worden? Die Frage wäre für mich also: Gibt es dafür aus der Schrift selbst Hinweise? Und wie hat sich das in der Kirchengeschichte praktisch entwickelt, zum Beispiel? Ich habe ein kleines Buch geschrieben, Zungenrede, und ganz am Ende bringe ich ein paar Zitate aus der Kirchengeschichte, zum Beispiel: Augustinus schrieb um 392 n. Chr. Augustinus hat auch einige lehrhafte Dinge geschrieben, die nicht korrekt waren, aber hier beschreibt er eine Beobachtung. In einer seiner Schriften spricht er über die biblische Zungenrede und erklärt dann: „Warum geschehen solche Dinge heute nicht mehr? Sie würden niemanden bewegen, wenn sie nicht wunderbar wären. Gott hat uns also weise gehandelt, indem er sie einmal für alle Mal gegeben hat, um die Welt zu überzeugen, damit sie sich anschließend auf die Menge stützt, die so überzeugt wurde.“ Und Chrysostomus, dieser berühmte Prediger – sein Name bedeutet Goldmund, weil er so schön sprechen konnte –, dieser große Prediger im vierten Jahrhundert sagt in Bezug auf Wunder zur Zeit der ersten Christen: „Behauptet nicht, dass damals keine Wunder geschehen seien, weil sie heute nicht mehr geschehen. Damals waren sie nützlich, aber heute sind sie es nicht. Es gibt keine Spur von übernatürlichen Kräften.“ Das hat der Mann geschrieben? Im vierten Jahrhundert. Ja. Und dann haben wir noch ein Zitat von Augustinus im Zusammenhang mit Sprachen. Früher ging es speziell um Zeichen und Wunder, die ich zitiert habe. Warum diese Dinge heute nicht mehr geschehen, dann sagt er: „Denn es war notwendig, dass der Heilige Geist auf diese Weise mit allen Sprachen besonders bezeugt wurde, weil das Evangelium Gottes mit allen Sprachen in die ganze Welt gehen sollte. Dies wurde besonders bezeugt und dann verging es.“ Warum sagt er nicht: Das ist selbstverständlich? Nein, er macht deutlich: Es war nicht mehr selbstverständlich! Und heute, seit der Pfingst- und charismatischen Bewegung Anfang des 20. Jahrhunderts, 1904 ging es in Amerika los und breitete sich nach Europa und dann weltweit aus. Dann die charismatische Bewegung ab den 1960er Jahren und die dritte Welle, die Power-Evangelism-Bewegung in den 1980er Jahren. Nun, sie sagen, wir haben das alles wieder. „Letzter Regen“ oder so etwas? Ja, genau. Die Ausgießung des Heiligen Geistes wieder in der Endzeit. Aber der Punkt ist jetzt dieser: Aus diesen Millionen, die heute sagen, ich rede in Zungen, wähle zehn aus. Und dann sagst du: Jetzt gehen wir mal zusammen zu einem Tamilen. Mmm. Und jetzt kannst du ihm die großen Taten Gottes in seiner Muttersprache verkünden. Und mit dem richtigen Akzent. Und das ist nicht einfach, das richtig hinzubekommen. Ja, genau. Und was wird mit dem Tamilen passieren? Genau das, was am Anfang der Pfingstbewegung passiert ist. Dort, 1904, als es in der Topeca Bible School in Amerika losging. Die Lehrer sagten: „Oh, unsere Studenten, die müssen keine Fremdsprachen mehr lernen. Sie werden in die Völker gehen und ihnen die Botschaft in Zungen bringen.“ Das haben sie getan. Es hat nicht funktioniert. Die armen Eingeborenen! Und jetzt sage ich dir, natürlich versteht der Tamil nichts. Warum können sie das nicht? Wir versuchen es noch mal: Wir gehen zu einem Syrer, der nach Deutschland eingewandert ist. Und jetzt bitte in seiner Muttersprache, syrisches Arabisch, nicht ägyptisches. Syrisches Arabisch. Und die zehn, die du ausgewählt hast, die kennen das nicht. Und dann sagen sie dir: „Wir können Engelszungen reden.“ Ja, oh, woher weißt du, dass die Engel so reden? Tun sie das nicht? Wenn Jesaja die Engel, die Seraphim, beten hört in Jesaja 6: „kadosch, kadosch“ – „heilig, heilig“ und wieder „kadosch Adonai Tzevaod“ – „der Herr der Heerscharen“, dann hat er es verstanden. Ja, die Engel sprechen auch Menschensprachen. Deshalb konnte der Engel, der zum Zenturio Kornelius in Apostelgeschichte 10 kommt, mit ihm sprechen. Ja, er konnte Griechisch oder sogar Latein sprechen. Immerhin war Kornelius aus Italien. Und die Engel können Menschensprachen sprechen. Und deshalb sagt Paulus in 1. Korinther 13: „Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete…“ Richtig, genau. Das sind die Sprachen, die Menschen und Engel sprechen. Aber wo steht, dass Engel eine andere Sprache haben? Und übrigens, in dem Sinne: „Engelszungen“ – das kann ich auch. Wir haben als Kinder zusammen gespielt, wir haben in Fremdsprachen gesprochen. Und wir konnten: bla, bla, bla. Natürlich, jetzt ist die Frage, wer versteht das? Ja, natürlich. Aber wir hätten das sagen können, das sind Engelszungen. Ja: Beweis? Kein Beweis! Du machst dasselbe. Sie benutzen diese Laute und sagen: „Das sind Engelszungen.“ Das ist eine reine Behauptung. Aber der Test ist: Wenn sie Engelszungen reden können, dann sollten sie auch Menschensprachen reden können. Denn in Apostelgeschichte 2 konnten sie das. Das konnten sie. Aber genau das, was du überprüfen kannst, können sie nicht. Und was du nicht überprüfen kannst, können sie. Das geht nicht! Nun, ich habe mal eine andere Erklärung dafür gehört, dass es keine verständlichen Fremdsprachen gibt: Römer 8, Vers 26: „...denn der Geist selbst tritt für uns ein mit Seufzern, die nicht ausgedrückt werden können.“ Dann wurde das mal damit in Verbindung gebracht. Es wurde gesagt: „Das kann niemand verstehen, weil das Seufzer sind, die nur Gott verstehen kann, und der Geist ist derjenige, der das in uns wirkt.“ Aber nun haben wir gerade Apostelgeschichte 2 gelesen, Vers: „...wie der Geist ihnen eingab“ – also diese Sprachen wurden gesprochen. Aber dieses Seufzen in Römer 8, was der Heilige Geist für alle Gläubigen tut, ist unaussprechlich. Das heißt, es klingt nichts. Dann müsste es Zungenrede ohne Klang sein, dann ist es unaussprechlich. Ja, genau. Das passt nicht zusammen. Das ist ein Herumspielen mit den Worten. Das passt überhaupt nicht. Aber der Punkt ist: Sie konnten das. Und sie können es nicht, die zehn, die du auswählst. Und dann gibt es noch 1. Korinther 14, mit der Auslegung? Ja, mit der Auslegung und noch stärker: 1. Korinther 14 Vers 2: „Denn wer in einer Zunge redet…“ Nicht „Zunge“, übrigens, oder? Deshalb habe ich diesen Titel gemacht: „Zungenrede oder Sprachen?“ Das Wort „Zunge“ – „glossa“ im Griechischen – bedeutet das Organ, hier im Mund, oder eine Sprache. Und der Kontext erklärt es. Wenn jemand in Lukas 16 sagt: „lass seine Zunge gekühlt werden“, ist die „glossa“ kein Sprachorgan, sondern ein Organ im Mund. Aber wenn es um das Sprechen von Sprachen oder Zungen geht, bedeutet es das Sprechen einer Fremdsprache. Und hier sagt der Apostel: „Denn wer in einer Zunge redet, redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott, denn niemand versteht. Aber im Geist redet er Geheimnisse.“ Das ist ganz anders als in Apostelgeschichte 2, wo man die Fremdsprachen verstanden hat. Und hier heißt es: niemand versteht. Der Punkt ist: Hier sind wir in Korinth und dort waren wir in Jerusalem zu einer günstigen Zeit, als die Juden aus dem Ausland, die Diasporajuden, in großer Zahl kamen und sie verstanden. Aber wenn jemand in der Gemeinde in Korinth Elamisch oder Arabisch, also Altarabisch, sprach, verstand es niemand. Niemand verstand es. Es war ein Geheimnis. Gott versteht es natürlich, aber das ist die Situation in Korinth! Und das ist kein Widerspruch. Und dann wurde der Trick angewendet: „Es gibt eben zwei Sprachreden, die in der Apostelgeschichte und die in 1. Korinther 14.“ Nein. In 1. Korinther 14 wird die Brücke zu Apostelgeschichte gebaut. Gott sagt: „Ich will zum Volk Israel in anderen Sprachen reden“, das ist Apostelgeschichte 2. Da haben wir die Verbindung. Das ist ein Trick. Und gerade dann würde man sagen: „Also das Schwierige“ – Apostelgeschichte 2 – „das können wir nicht.“ „Aber das Einfache“ – so wie Kinder Laute machen können – „das können wir.“ Nun, so geht das nicht. Ja, aber es gibt auch ganz klare Anweisungen, die Paulus schon damals in 1. Korinther 14 gegeben hat, dass er schon damals zu den Korinthern gesagt hat: „und wenn jemand unter euch das tut“ – und er spricht plötzlich Tschechisch oder was auch immer –, „dann muss jemand in der Gemeinde sein, der das übersetzen kann. Sonst soll er schweigen.“ Und das ist ein weiterer Test. Vielleicht, wenn du das heute in Gemeinden praktiziert hörst, kannst du fragen: Ja, gibt es da jemanden, der interpretiert? Jemand, der das für die Gemeinde zugänglich und verständlich macht? Und wenn das nicht der Fall ist, dann sollte es nach diesen Lehren eigentlich nicht praktiziert werden, oder? Genau. Und wir reden von „interpretieren“. Das griechische Wort für „interpretieren“ bedeutet „auslegen, übersetzen“. Ja, also ein Übersetzer. Aber nun musst du hingehen, wenn jemand sagt: „Ja, wir machen das, wir haben Leute, die die Gabe der Interpretation, der Übersetzung haben. Und wenn jemand in Sprachen redet, wissen sie nicht, was es bedeutet, niemand weiß es, aber sie übersetzen es. Nun musst du zu ihnen hingehen und sagen: „Hast du verstanden, was er gesagt hat?“ „Nein.“ „Ja, du hast es übersetzt.“ „Ja, ich habe eine Intuition bekommen.“ Aha, okay. Da kann man wieder Tricks machen. Absolut. Und deshalb hat jemand damals seine Zungenrede auf Band aufgenommen und es verschiedenen Leuten vorgespielt, die die Gabe der Interpretation hatten. Und sie haben es interpretiert, aber nicht sofort. Das ist ja unerhört! Ja, okay. So funktioniert das gar nicht. Und deshalb war es wichtig, dass wenn kein Dolmetscher, kein Übersetzer da war, dann musste derjenige, der die Sprache sprechen konnte, schweigen. Warum? Weil mindestens zwei Zeugen nötig waren. Nämlich derjenige, der sprach, der wusste, was er sagte. Deshalb sagt Paulus: „Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst.“ Aber die anderen, die nicht verstehen, werden nicht erbaut, das heißt: Erbauung geschieht nicht durch das Phänomen, das Übernatürliche, sondern durch das Verstehen des Inhalts. Genau. Hast du verstanden, was du gesprochen, was du gebetet hast? Ja. Nicht wahr, wenn ich sage: „Ashrai haish ashraim noch a lachwat satra shaim Uwe dere Chattaim Lohamad Uwe Moschable Ziem Noya Schaaf“, das bringt dir keine Erbauung. Aber du weißt, das ist Hebräisch, die Sprache des Heiligen Geistes in der Bibel. Aber das war: „Wohl dem Mann, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen, der nicht steht auf dem Weg der Sünder, der nicht sitzt auf dem Stuhl der Spötter.“ Ja, und das bringt Erbauung. Natürlich tut es das. Also wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst. Ich glaube, wenn wir beten, auch persönlich, bringt uns das Erbauung. Uns selbst, wenn wir beten. Paulus sagte: „Ich bete in Zungen mehr als ihr alle“ oder in Sprachen mehr als ihr alle. Und das hat er privat für sich damals gemacht? Ja, oder eher, er ist von einer ethnischen Gruppe zur anderen gegangen und hatte dann viel mehr Gelegenheiten. Aber in Korinth, wenn niemand Elamisch und niemand Arabisch verstand, machte es keinen Sinn. Er konnte es viel mehr nutzen und das war natürlich nützlich. Ich stelle mir vor, als er nach dem Schiffbruch auf Melite war. Da kamen diese freundlichen Barbaren… Paulus konnte [sprechen] akzentfrei. Das war fantastisch. Es war eine göttliche Gabe. Ja! Ich habe auch an einen Vers aus 1. Korinther 13 gedacht, der sagt: „Liebe vergeht niemals. Die Prophezeiungen aber werden aufhören, die Sprachen werden aufhören.“ Und in der Fußnote steht: Vergehen oder zur Ruhe kommen. Das bezieht sich auch auf diese Gabe der Sprachen, die vielleicht im Laufe der Zeit, kurz nach dem Anfang, langsam erloschen ist, oder? Ja, das ist etwas ganz Wichtiges. Steht da, wann das passiert? Genau, aber es gibt einen Unterschied. Bei den Sprachen, sie werden vergehen. Bei anderen Gaben, sie werden erst bei der Entrückung weggenommen, wenn der Herr kommt, wenn das Vollkommene kommt. „Katargeo“ ist stark. Ein starker Ausdruck – im Nu wird es weggenommen. Aber bei den Sprachen bedeutet es „vergehen“. Es ist das griechische Wort „pao“. Es kommt auch in Apostelgeschichte 20,1 vor, nachdem dieser schreckliche Tumult in Ephesus endlich nachgelassen hatte, wo es langsam zur Ruhe kam. Und da steht das Wort „pao“. Das ist nicht auf einen Schlag. Und so würden die Sprachenrede vergehen. Und das bedeutet, dass all diese Sprecher ab Apostelgeschichte 2 einer nach dem anderen nach Hause in die Herrlichkeit gingen. Und zuletzt blieb Johannes, übrigens der letzte Apostel. Er ging auch nach Hause im Jahr 100. Am Ende seines Lebens hat er die Johannesbriefe, das Johannesevangelium und die Offenbarung geschrieben. Und dann war alles vorbei. Und dann ist er gegangen, und die Sprachenrede ist allmählich verblasst. Das ist nicht auf einmal passiert. Aber wenn der Herr heute käme, dann wäre unser stückweises Prophezeien und Erkennen weg. Und dann wird alles vollkommen sein. Ja, das heißt, zusammenfassend können wir eigentlich sagen, dass die Bibel uns in Bezug auf die Zungenrede eigentlich zeigt, dass etwas gegeben wurde, um das Neue zu bestätigen, das Gott am Anfang gewirkt hat. Um die Botschaft zu bestätigen, die durch die Apostel gegeben werden sollte, die auch in die ganze Welt gehen sollten. Das war eine solche Ermächtigung, eine Bestätigung durch Zeichen von Gott. Und gleichzeitig sagt die Bibel auch, dass es langsam zu Ende geht, das heißt, es verblasst im Laufe der Zeit langsam. Die Kirchengeschichte bestätigt das, wie du diese Zeugnisse vorgelesen hast. Und wie würdest du sagen, wie verhält sich das zu den wunderbaren Heilungen oder der Gabe der Heilung? Denn die gab es ja auch am Anfang. Du hast Petrus erwähnt, der sie ausgeübt hat. Und es wird berichtet, dass man nur irgendwie in Petrus' Schatten sein musste und sie wurden geheilt. Ja, genau. Inwieweit ist das zu Ende gegangen? Oder man könnte sagen: „Nein, aber Gott kann heute noch heilen! Und wir beten dafür“, und so weiter. Da gibt es auch eine Vermischung der beiden. Wie würdest du das beurteilen? Auch hier muss man sagen, dass diese Gabe der Heilung – die Fähigkeit, mit Autorität zu sagen: „Steh auf, geh umher!“ – mit dem Vergehen all dieser ersten Zeugen endgültig vorbei ist. Und ich habe aus der Kirchengeschichte zitiert. Es geht alles um Wunder. Dass das in den Jahrhunderten danach nicht mehr der Fall ist. Und heute, mit diesen drei Erweckungen, die ich erwähnt habe, von Anfang des 20. Jahrhunderts (erste, zweite, dritte Welle, Pfingst- und charismatische Wellen), sagen die Leute: „Jetzt ist es wieder da!“ Aber der Punkt ist: Es ist auch mit dieser Zungenrede verbunden, wo wir sagen können, es ist nicht dasselbe wie in der Bibel. Ja, und der Herr Jesus hat in Matthäus 24 gerade für die Endzeit gesagt – Matthäus 24,24. Ich schlage es auf und hier sind wir in der Endzeit: „Denn es werden falsche Christusse aufstehen“ – immer noch falsche Messiasse, wie es sie im Laufe der Jahrhunderte gab, aber auch dort am Ende – „und falsche Propheten werden aufstehen und große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen.“ Der Herr sagt nicht, dass sie täuschen werden, sondern dass sie große Zeichen und Wunder tun werden, aber zur Verführung. In der Endzeit müssen wir mit einem gewaltigen Umbruch rechnen. Verführung durch Zeichen und Wunder? Ja. Aber wie kann man eine Heilung von Kranken von einer unterscheiden, wo es gefälscht ist nach dem Herrn – das heißt, nicht von Gott, sondern es ist ein Zeichen –, von der Art und Weise, wie es biblisch war? Sehr schwierig. Ja, wenn ein Gelähmter plötzlich aufstehen kann. Wie kann man den Unterschied erkennen? Absolut! Aber man kann den Unterschied erkennen, wenn es um die Zungenrede geht, da ist etwas wirklich falsch. Da ist etwas faul. Und so können wir verstehen, dass das, was damit verbunden ist, was faul ist, dem können wir nicht trauen. Und die Gläubigen müssen vorsichtig sein, dass sie sich davon nicht mitreißen lassen, denn der Herr sagt, es ist so, so nah am Original, um zu verführen, wenn möglich, auch die Auserwählten – das ist der Begriff für die echten Gläubigen, die sich wirklich bekehrt haben –, die Auserwählten. Aber nur ermutigend, zum Abschluss: Der Herr hat uns das Gebet gegeben, zu allen Zeiten. Es ist nicht an bestimmte Epochen gebunden und wir gehen auch zum Herrn, wenn wir krank sind, wie in allen Notzeiten. Aber Fakt ist, wir haben im Neuen Testament kein Recht zu sagen, Gott muss jetzt heilen, weil wir ihm das diktieren, aber wir dürfen es ihm vorlegen. Und wir erleben es. Kürzlich, oder vor kurzem, haben wir für eine Schwester gebetet, die schwer an Krebs erkrankt war und es sah tatsächlich so aus, als würde sie sterben. Und nun kommt die Nachricht: Der Krebs ist weg. Wie funktioniert das denn? Aber wir haben nicht gesagt, Oh, jetzt machen wir einen Heilungsgottesdienst und jetzt müssen wir… Nein, wir haben es dem Herrn vorgelegt und uns war klar, wenn der Herr sie heimholt in die Herrlichkeit, er muss entscheiden. Aber er hat so entschieden. Und ich meine, wie oft haben wir das in den letzten Jahrzehnten erlebt? Wir sind mit all unseren Krankheiten zum Herrn gegangen und er hat so mächtig eingegriffen. Ja. Aber manchmal handelt er so, und manchmal handelt er so. Ja, er ist nicht immer gezwungen, so zu reagieren. Aber ich habe meinen Kindern nie gesagt, als sie krank waren: „Im Namen Jesu Christi, steh auf.“ Nein. Wir haben es im Gebet vor den Herrn gebracht, und er hat wirklich immer wieder geholfen. Das ist sehr schön. Vielleicht schließe ich kurz ab: Es gibt auch einige Gläubige, die das früh erleben, die vielleicht auch von dieser Zungenrede mitgerissen werden. Und dann macht man etwas, weil es um einen herum passiert und man nicht wie ein Außenseiter dastehen will oder so. Vielleicht ist es trotzdem wichtig, den Schritt irgendwo zu tun und zu sagen: Was ist wirklich real in meinem Leben? Was ist biblisch begründet? Und wo bin ich nur ein Mitläufer, ohne jemanden verurteilen zu wollen. Aber man muss wirklich alles, was man tut, an der Bibel prüfen und dann entsprechend handeln. Ja, genau! Und wenn wir jetzt bestimmte Dinge anhand des Wortes Gottes kritisiert haben, dann ist es nicht so, dass wir nun jeden, der in dieser Bewegung ist, verurteilen, als wären sie keine Kinder Gottes. Absolut nicht. Nein: Wer dem Herrn seine persönliche Schuld bekannt hat, wer umgekehrt ist und das Opfer des Herrn Jesus im Glauben für sich wirklich in Anspruch genommen hat, der ist ein Kind Gottes, ob er nun durch Dinge fehlgeleitet wurde oder nicht. Aber wir müssen prüfen am Wort. Immer wieder. Ja, genau. Und der Herr kann dir das wirklich verdeutlichen.