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Herzlich willkommen, liebe Zuschauer, zu einem aktuellen Interview hier auf Apollo News.
Die Nachricht geistert durch die Medien. Die Gasspeicher lehren sich in beunruhigendem Ausmaß. Die Bundesnetzagentur beschwichtigt, aber wenn man sich die Zahlen anguckt, zumindest als Laie, wirkt das Ganze schon etwas bedrohlich. Und darüber sprechen wir heute mit dem Energieexperten und ehemaligen Umweltsenator der Stadt Hamburg, Professor Fritz Fahrenhold, der auch einen monatlichen Newsletter betreibt, den Sie unter fahrenhold.net gerne bestellen können. Herzlich willkommen bei uns, lieber Herr Fahrenhold.
Ja, ich grüße Sie, Herr Mannhard. Herr Fahrenhold, die Situation ist etwas unübersichtlich. Holen Sie doch unsere Zuschauer einmal ab. Wie bedrohlich ist gerade sozusagen die Gaslage und Gaskrise jetzt gerade in Deutschland?
Nun, wir haben im Augenblick etwa 40,5% äh Füllstand der Speicher. Es wird pro Tag bei dieser Wetterlage 1% entlehrt, sodass wir davon ausgehen müssen, dass wir äh bis äh Anfang Februar äh bei den kritischen 30% angekommen sind. Und darunter wird's dann deswegen kritisch, weil wir nicht, weil der Gasdruck bei der Entnahme dann absinkt. Wir wir können nicht das gesamte Arbeitsgas aus den Porenspeichern herausholen. Und deswegen ähm kommt's jetzt darauf an, was im Februar äh die Wetterlage macht. Wenn wir noch eine weitere Ostwetterlage dieser Qualität äh, die wir jetzt im Augenblick haben, nicht schau aus dem Fenster, es ist kein Wind, äh ein bisschen sonnig, aber die Sonne bringt keinen Strom. Ähm, wir haben also im Augenblick äh eine Wetterlage, die äh typisch für den Winter ist und äh wenn sie im Februar wiederkommt, werden wir die 30% unterschreiten und dann äh kommen wir in die Notfallstufe. Zunächst wird der Alarm ausgelöst, Alarmstufe, das ist dann nur noch so erstmal ein Appell an alle. Verbraucht man ein bisschen weniger und wenn es dann zur Alarmstufe kommt, dann wird das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ähm die äh Industrie drosseln, den industriellen Verbrauch, also man nennt das Lastabwurf, nicht? Das heißt also ähm Stillstand bei äh Glaswerken, Papierfabriken, Chemianlagen, metallverarbeitender Industrie, ähm die äh Wohnungen, Haushalte, äh Krankenhäuser äh und so weiter sollen dann weiter beliefert werden, können auch weiter beliefert werden. Denn was wir wissen müssen ist, wir bekommen ja immer noch Pipeline-Gas aus Norwegen. Ja, das ist äh wir brauchen etwa 5 Terawattstunden im in so einem an so einem Wintertag und davon kommt kommen etwa drei aus der norwegischen äh Pipeline und ähm etwas weniger als 1 Terawatt aus den Flüssiggasterminals. Äh so viel kommt da eben gar nicht. und aus den Speichern äh etwas mehr als eins und das ist dann am Ende und das heißt, wir kriegen dann zwar immer noch etwa dreiviertel äh des Gases, aber es reicht nicht, um alles zu versorgen und wir müssen dann industrielle Nutzer abschalten.
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Jetzt sagt ja die Bundesnetzagentur Klaus Müller, das wäre alles gar nicht so problematisch, denn am Weltmarkt wäre es möglich, weiter sozusagen LNG einzukaufen und die Probleme damit in den Griff zu kriegen. Gleichzeitig sehen wir bisher diese sozusagen Zuläufe nicht. Wie schätzen Sie denn äh diese Aussage ein?
Also, ich bin der festen Überzeugung, dass die Lücke des äh Speichergases nicht durch unsere LNG äh äh Kapazitäten abgedeckt werden müssen und außerdem äh das kriegen sie auch nicht innerhalb von 2 d Tagen mal eben so ein Schiff äh nach Deutschland äh geschippert. Man muss einfach feststellen, äh Bundesregierung, Bundesnetzagentur und Gaseinkäufer haben offensichtlich die Winter der letzten drei Jahre als Maßstab genommen, gesagt, das bleibt ja so, nicht Klimaerwärmung ist ja angesagt und äh haben vergessen, dass es äh kalte Witter geben kann. Und das ist im Übrigen äh immer am Ende einer Solarperiode. Immer wenn die Sonne sehr schwach ist, dann verändern sich die Windströmungen im Nordatlantik und wir bekommen die Ostwindwetterlage. Das wird also in den nächsten Jahren ähm wahrscheinlicher sein, dass wir eine solche Wetterlage bekommen. Und vor dem Hintergrund ist natürlich die zusätzliche Entnahme an solchen Tagen, denn wir haben natürlich heute auch eine Stromproduktion, die im Wesentlichen äh von fossilen Quellen gedeckt wird. Äh zusätzliche Gaskraftwerke in der Größenordnung von 12 Gigawatt zu versorgen, ne? Das macht noch mal ungefähr 0,8 Terawattstunden aus. Das Gas ist nicht da. Und äh deswegen werden wir dann in Zukunft äh immer in diesen Wintermonaten ein bisschen zittern. Und deswegen glaube ich, ist jetzt höchste Zeit, dass ich die Bundesregierung und der deutsche Bundestag mal ehrlich machen und sagen, ähm, wir müssen endlich das deutsche Fracking-Verbot aufheben. Seit 2017 haben wir ein Verbot zur Förderung von Schiefergas, also Gas, das in 1000 m Tiefe liegt. Mhm. Importieren aber äh Gas aus den USA, Schiefergas und gerade kürzlich hatte die deutsche deutsche Gasimporteur Se geschlossen mit Argentinien, dass in Argentinien Schiefergas gefördert wird, um es nach Deutschland zu holen. Wir hätten in der norddeutschen Tiefebene für die nächsten 30 Jahre äh ausreichend äh Schiefergas. Das wäre übrigens auch billiger. Es würde auch wahrscheinlich umweltfreundlicher gefördert als in Amerika, aber Bundesregierung macht die Augen zu und sagt irgendwie wird schon gut gehen. Gerade nach dem Ausstieg aus der Kernenergie und der Entscheidung jetzt wieder die Kernenergie, den Kernenergie-Backup durch Gaskraftwerke zu ersetzen. Das ist ja der Plan, nicht? äh 12 Gigawatt Gaskraftwerke muss auf die Tagesordnung der Politik die eigene Gasförderung. Mhm.
Jetzt haben Sie ja gesagt, dann drohen Abschaltungen in der Industrie. Können Sie das ein bisschen ausführen? Das hört sich jetzt so lapidar an. Was für Konsequenzen, in welcher Größenordnung kann man sich das vorstellen? Hat das denn tatsächlich dann für den Standort Deutschland den berühmten und eben tatsächlich die Lage der Industrie?
Nun ja, es wird natürlich es trifft natürlich eine Industrie, die ohnehin wegen hohen Energiepreisen zu kämpfen hat und ähm ist mit Sicherheit kein Anreiz in Deutschland zu investieren, nicht? Also, wenn ich als Investor in äh die Grundstoffindustrie nach Deutschland gehen würde und würde sagen, okay, ich muss damit rechnen, dass im Februar äh und zwar ungeplant, also unverhersehbar für Tage äh die äh Fabrikation stillgelegt wird, äh meine haben ja Lieferverpflichtung, ne? Ist ja nicht so, dass sie äh äh so eine Motor auf Delcom rausproduziert, sondern produzieren natürlich auf Auftrag und das das schadet dem Standort natürlich äh zusätzlich. Äh die Debatte wird jetzt kommen und äh wir haben noch zusätzlich ein ein süddeutsches Problem. Der Minister Habeck seinerzeit seiner Kollegin, seiner grünen Kollegin aus Österreich, der Ministerin Gewessler, den Zugriff auf den von Deutschland belieferten gefüllten Speicher Heidach zugesichert. Ähm, nicht Heidach wird aus deutschen Pipelines gefüllt, liegt aber in Österreich und hatte äh nie eine Pipeline nach Österreich, war immer nur sozusagen ein und ausgespeist von Deutschland und jetzt darf Österreich da genauso zugreifen zur Hälfte wie wir. Und wir sehen das Resultat. Österreich steht jetzt gut da, haben 252% äh Füllstandsgrad. Wir liegen jetzt bei 40 und für Süddeutschland wird die Sache insofern auch ein bisschen präkärer. Damit haben haben wir Österreich geholfen aus russischem Gas auszusteigen. Aber ich darf auch hierbei erwähnen, Deutschland und Österreich sind die einzigen, die aus russischem Gas ausgestiegen sind. Frankreich hat immer noch 12, 13% russisches Gas, Belgien 20% und natürlich die osteuropäischen Länder äh Ungarn, ähm Slowakei äh können gar nicht ohne russisches Gas äh äh weiter existieren.
Lass uns noch mal ein bisschen über die Ursache dieser jetzigen Krise sprechen, denn es ist ja schon bemerkenswert, diese ähm dieser Mangel wieder jetzt zustande kommt, weil die Gasspeicher schon auch im Sommer deutlich unter dem Niveau der Vorjahre waren. Äh unterhalb auch jetzt des Niveaus 2022/2023 über diesen Gaskrisenwinter, über den ja sehr sehr viel diskutiert wurde damals. Die Füllstände sind jetzt geringer und auch geringer unter dem Soll. Das Ganze wirkt ja aber doch relativ vorhersehbar, also im Verlauf. Äh, wie kann dann das sein? Also, wie kommt jetzt tatsächlich dieser Mangel zustande? Das ist, wenn man sich diese Grafik anguckt, für den Autonormalverbraucher etwas schwierig nachzuvollziehen.
Ja, da haben Sie völlig recht und ähm kann man nur so erklären, dass man geglaubt hat, das Glück, was Herr Habeck drei Jahre lang denn äh es waren sehr milde Winter, die dann sozusagen zu einer Entleerung bis zu 30% geführt haben und dann ging das ja im März wieder hoch und äh man muss wohl davon ausgegangen sein, ach, das äh wird schon so weitergehen. Und meine, wir haben ja auch den Mindset in Deutschland, ne? Es wird wärmer und Probleme von Kälte sind überhaupt nicht mehr da. Und gibt ja sogar Wissenschaftler, die behauptet haben, in im Jahre 2000 äh in 20 Jahren gibt's keinen Schnee mehr in Deutschland. Das ähm erklärt eigentlich nicht diese diese Nachlässigkeit und diese fehlende Vorsorge. Ähm und da muss man schon ganz klar sagen, der Chef der Bundesnetzagentur hätte natürlich die Gasimporteure anhalten müssen für Vorsorge zu treiben. Wozu ist der eigentlich da? Es ist nicht dazu da, dann Kakao zu schreien, wenn wenn der Kakao wenn der Kakao alle ist. Ja, äh nicht, wir werden ihn jetzt demnächst hören, wenn er sagt: "Oh, wir haben eine Mangellage, jetzt bitte nicht mehr so oft warm duschen und und ähnliche Dinge." Aber ähm die Aufgabe, die eine Bundesnetzagentur hat, ist auch dafür zu sorgen, dass Versorgungssicherheit in Deutschland durch Strom und Gas vorhanden ist. Und ich habe eher dann den Eindruck, da wurde immer abgewiegelt. Ist auch jetzt schon so. Alles im alles im grünen Bereich und keiner konnte sich vorstellen, dass es äh den kältesten Januar seit 15 Jahren gibt. Ja, es gibt es, das ist Natur.
Aber das ist ja, wenn ich das richtig verstehe, schon ein echt massiver Skandal, wenn wir darüber reden, dass die Ursache dieser akuten Gasmangelage, Sie haben das vorhin gesagt, es stehen wirklich zumindest Abschaltungen in der Industrie wirklich im Raum als wirklich realistisches Szenario, das als Folge einfach einer mangelnden Vorsorge eines dann letztlich ja immer auch politischen Versagens, denn die externen Faktoren, wenn ich sie richtig verstehe, abseits eines kälteren Januars, sind ja nicht da, denn ich meine, der Krieg in der Ukraine, der geht ja jetzt auch schon seit über drei Jahren. Fast vier Jahren.
Sie haben Sie haben es zutreffend zusammengefasst und äh ich frage mich immer noch, wie ruhig eine Bundesregierung äh sich das anschaut. Ja. Ähm die Führung der Bundesnetzagentur hat in den letzten Jahren ähm eher äh grüne Politik bedient. Ja. ähm in in indem sie auch die Frage der äh Sicherheit der Stromversorgung heruntergespielt hat, denn das ist ja das nächste Problem, was ja auch äh auf uns zukommen wird, dass wir eine immer unsicherere Stromversorgung bekommen, denn diese Gaskraftwerke, von denen ich gesprochen habe und die jetzt äh äh auch durch die EU-Kommission abgesegnet worden sind, die kommen ja frühestens in 5 Jahren. Das heißt, wir werden ja sozusagen 5 Jahre Zitterpartie haben und in der Zwischenzeit müsste man doch die Zeit nutzen und sagen: "Hey, äh wie sichern wir eigentlich eine Gasversorgung in solchen Wintern, ne?" Ich sag ja bereits, wir müssen davon ausgehen, dass in den nächsten drei, vier Jahren die Tendenz zu kälteren Wintern größer ist, nicht? Weil wir am Ende derjährigen Solarperiode sind und das ist 2008 bis 2011 gewesen. Das können Sie immer wieder zurückverfolgen. Das ist naturwissenschaftlich gesicherte Kenntnis, dass man am Ende der elfjährigen Sonnenaktivität, bei schwacher Sonnenaktivität sich die nordatlantische Oszillation verlagert und wir diese Blockaden kriegen, diese äh Nordostwetterlagen, die uns jetzt so zusetzen. Und deswegen hoffe ich, dass das ein Weckruf ist. Ja, dass das ein Weckruf ist. Ähm nicht so spielerisch und leichtfertig mit den Arbeitsplätzen in Deutschland umzugehen, wie das in den letzten 5 Jahren offenbar mit grüner Politik immer wieder gemacht worden ist. Das Ergebnis ist ja äh, dass wir äh dass unser Wohlstand dadurch gefährdet wird. Und äh deswegen ähm ich muss mit dem Kopf schütteln. Ja. Und wir haben es immer noch nicht begriffen, äh, dass wir uns ähm gegenseitige Märchen erzählen.
Lassen Sie uns vielleicht zum Ende noch mal auf die Bedeutung einfach auch dieser Gasfrage auch im Kontext der Energiewende vielleicht so ein bisschen äh eingehen, denn die Entscheidung, gut, wir wollen unabhängig werden von russischem Gas, wir wollen sozusagen Energie souveräner mehr Energiesouveränität oder Autarkie, die kann man ja treffen, es ist dann nur so merkwürdig, dann will man gleichzeitig auch kein Fracking und dann will man gleichzeitig noch die Energiewende stabilisieren, indem man mit Gas auch noch die Stromversorgung rettet. Also ist eigentlich dieses Thema Gas sozusagen auch so die, ich sag mal, die Schwachstelle oder wo jetzt auch so die Energiewendeprobleme alle so auf einen Punkt zulaufen?
Ja, das ist natürlich die Folge des Kernenergieausstiegs, nicht, dass wir jetzt stärker äh auf Gas setzen müssen. Das haben wir ja schon die letzten 10 Jahre unter Merkelregierung äh gehabt. Der Ausstieg der Kernenergie wurde ja durch russisches Pipeline-Gas äh sage ich mal, verkleistert, nicht? Äh dadurch äh und weil das relativ preiswert war, ähm haben wir das auch ökonomisch nicht gespürt. Jetzt kriegen wir natürlich LNG-Gas aus Amerika, das deutlich teurer ist, nicht? Das darf man nicht vergessen, eigefördertes Gas wird preiswerter, billiger. Und den Ökologen sage ich auch, der CO2-Rucksack, der für das LNG-Gas aus den Vereinigten Staaten mitgeschleppt wird, der ist so groß, da können Sie gleich die Braunkohlekraftwerke hier weiterlaufen lassen. Ja, denn es entweicht immer ein bisschen äh Methan, also Erdgas beim Transport und Erdgas ist ein sehr viel stärkeres Klimagas. Und wenn man die Bilanz zieht, dann muss man sagen, zwischen einem Braunkohlewerk in Deutschland und einem LNG-gefütterten, also US-LNG-Flüssiggas-gefütterten Gaskraftwerk äh ist kein Unterschied. Und deswegen ähm ja, man geht den geringsten Weg des Widerstands und hofft, dass es irgendwie noch gut geht, aber die Gassituation ähm muss sehr viel ernster genommen werden, weil der Weg zurück in die Kernenergie, den wir uns den wir gehabt hätten übrigens auch noch in dieser Regierung, nicht? Die Regierung hätte ja nur im Koalitionsabkommen sagen können, wir setzen den Abbau von Kernkraftwerken aus. Ja. Ähm das hatte ja die CDU im Wahlprogramm drin. Ähm äh und hat aber das Wort Kernenergie kommt ja im Koalitionsabkommen nicht mehr vor. Das wäre das hätte uns geholfen. Jetzt müssen wir auf Gas setzen und äh wenn es nach der Wirtschaftsministerin geht, reichen ja gar nicht 12 Gigawatt. Die will ja 25 bis 35 Gigawatt haben, weil sie müssen sich ja vorstellen, was passiert eigentlich im Jahre 2045, wenn diese, ich sag mal, völlig äh unglaubwürdiges Ziel. Wir machen alles aus Wind und Sonne in 2045. Äh, wenn es ein Tag wie heute ist, die Sonne bringt keinen großen Beitrag, es ist Windstill, dann brauchen Sie einen vollständigen Backup für Strom. Und dann alle natürlich auch für die Wärme, weil ja das Ziel dieser verrückten Politik ist ja nicht nur den Strom, sondern auch die Wärme und die Mobilität, also das Öl durch Wind und Sonne zu ersetzen. Da brauchen Sie Backup und dieser Backup ist dann eine volle ja eine eine volle Erzeugung von 100 Terawattstunden. Ja. Äh, also am Tag, also jetzt äh äh äh zwei äh 2 Terawattstunden und die müssen Sie durch Gaskraftwerke abbilden, denn Sie wollen ja auch noch gleichzeitig die Kohle kaputt machen. Es ist alles so irrational und äh ich kann Ihnen nur recht geben. Ähm und selbst auf diesem irrationalen Wege macht man schlimme Fehler. Äh ja, man kann ja diesen Weg gehen. Der wird teuer, der wird Wohlstand kosten, aber da muss man wenigstens genügend Gas haben, um in überhaupt gehen zu können.
Und ein Punkt, der dann immer so beschwichtigend kommt, ist ja sozusagen die Grundvorstellung. Na ja, das wird immer alles weich ablaufen. Also dann wird das Gas eben so ein bisschen teurer, das setzen wir halt auf LNG und so so wird das ja immer beschwichtigt. Aber jetzt scheint es ja doch so und das ist ja sozusagen so ein bisschen das Irritierende jetzt denke ich auch für unsere Zuschauer, dass wir jetzt trotzdem in so Schocksituationen reinlaufen, wo also wir wirklich trotz allem, obwohl es ja schon teurer geworden ist, trotzdem noch einen akuten Mangel haben und es dann wirklich noch zur Abschaltung kommen kann. Sie haben vorhin schon gesagt, dann wird die Netzagentur dazu aufrufen, dass wir alle kalt duschen sollen. Da fragt man sich immer, wie ist das möglich, weil man eigentlich ja denkt, das wird immer irgendwie abgefedert und im Endeffekt wird es halt dann nur über den Preis äh sichtbar.
Ja, das ist äh möglich, weil immer noch ähm die Politik, die Energiepolitik sich leiten lässt äh von äh den primären Zielen, wir müssen das Klima retten, nicht? Und und äh insofern muss man ja sagen, dass auch die Bundesregierung diesen diesen Weg ins Gas ja ebenfalls nicht glaubwürdig vertritt, denn sie müssen ja wissen, 2045 soll das Erdgas abgeschaltet werden in Deutschland. Wie verrückt ist das denn? Wir bauen jetzt Gaskraftwerke, die kommen 31 und nach 14 Jahren sollen sie wieder abgestellt werden, weil ja das Gasnetz zerstört werden soll. Es soll stillgelegt werden. Tatsächlich ist das der Plan. Jede Gasleitung in Deutschland, in jeder Straße soll abgestellt werden. Und Sie merken das ja jetzt schon an den Gasnetzgebühren, die steigen, weil die Gasnetzbetreiber erhöhte Abschreibungen machen können, weil sie sagen, ja, ab 45 können wir ja kein Geld verdienen, also müssen wir uns jetzt sozusagen das Geld von den Kunden holen. Das ist alles so absurd. Äh und niemand wagt es zu sagen, der Kaiser hat keine Kleider. Er hat ab 45 keine Kleider. Und das erste Mindest das erste Mindestmaß an Vernunft wäre zu sagen, also 45 geht ja nur gar nicht, also dann verlängern wir das doch mal auf 50 oder wie es die Chinesen machen auf 2060 oder die Amerikaner, die sagen, wir machen gar nichts. Ja, die Amerikaner sagen, wir sind froh, dass wir unser Gas haben, dass wir unsere Kohle haben, dass wir die Kernenergie ausbauen und wie sie ja gesehen haben in in Davos von Windenergie hält Donald Trump ja nicht besonders viel sagte, das ist eine das ist eine Technologie für Dumme. Soweit würde ich nicht gehen, aber ich sage es äh wiederhole es, wer 100% durch Wind und Sonne machen will für ein hochentwickeltes Land, der muss sich zu den Dummen zählen.
Lieber Herr Fahrenhold, vielen Dank für das Interview. Vielen Dank auch an Sie, liebe Zuschauer. Vergessen Sie nicht, unabhängigen Journalismus gibt es nur unabhängig finanziert. Mit Ihrer Hilfe. Schauen Sie doch mal unser neues Programm an. Freunde von Apollo News gegen eine monatliche Zahlung. Erhalten Sie z.B. unsere Website werbefrei. Vielen herzlichen Dank. Bleiben Sie uns gewogen und bis zum nächsten Mal.