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Stellt euch mal vor, ihr legt euch heute Nacht schlafen und wacht morgen früh auf und befindet euch in einem fahrenden Zug. Was würdet ihr machen? Würdet ihr aufstehen, frühstücken gehen, Kaffee holen, Zeitung lesen? Ich bin sicher, ihr würdet nichts davon machen. Ihr hättet keine Ruhe, bis nicht jemand vorbeigekommen wäre, um euch zu erklären, wer euch hier reingesetzt hat, warum er euch da reingesetzt hat und wo der Zug hinfährt.
Was, wenn ich euch sage, ihr sitzt alle in so einem Zug? Dieser Zug heißt Leben und dieser Vortrag geht darum, wer euch da reingesetzt hat, warum er euch da reingesetzt hat und wo der Zug hinfährt.
Wenn ihr irgendeinen Menschen auf der Straße fragt, nachdem was er gerade macht, egal welche Tätigkeit, ob er im Auto sitzt, ob er einkaufen geht, gerade telefoniert, sich zu Hause befindet, was auch immer, er wird euch immer erklären können, was er da gerade macht und warum er das macht. Egal was das ist, interessanterweise können die meisten Menschen bei der einzigen Tätigkeit, die sie seit ihrer Geburt machen, nämlich leben, können sie nicht sagen, warum sie das machen. Die häufigste Antwort der Menschen auf diese Frage ist keine Ahnung, ich weiß gar nicht, warum ich lebe und warum ich hier bin. Er stellt sich die Frage, wie man auf diese Art und Weise ein zufriedenes Leben führen kann.
Kennt ihr den deutschen Ausdruck Sisyphusarbeit? Habt ihr den schon mal gehört? Sisyphus war ein griechischer Held. Ja, das ist nur eine Geschichte, die die Griechen erzählt haben. Sisyphus wurde nach ihrer Erzählung von den Göttern bestraft mit einer der härtesten Strafen, die sie die Griechen sich vorstellen konnten. Sisyphus musste für den Rest seines Lebens, nicht den Rest des Lebens, in alle Ewigkeit einen Stein, einen Berg hochrollen und kurz bevor er oben ist, rollt der Stein wieder runter bis in alle Ewigkeit. Was hat diese Strafe so schwer gemacht? Nicht, weil der Stein so schwer zu heben war oder weil der Berg so hoch war. Das war deswegen, weil es eine sinnlose Tätigkeit ist. Das hat das zu einer Strafe gemacht. Wenn ihr morgens um 9 Uhr zur Arbeit geht und um 5 Uhr ist die Arbeit beendet, dann wisst ihr alle, warum er das macht. Stellt doch mal vor, ihr wüsstet überhaupt nicht den Sinn von dem, was er da macht. Das würde euch schwer fallen, zur Arbeit zu gehen, oder nicht? Jetzt stell dir vor, nicht die Zeit von 9 bis 17 Uhr ist sinnlos. Die ganzen 24 Stunden wären sinnlos, dein ganzes Leben. Es stellt sich deswegen wirklich die Frage, wie die Menschen in so einem Zustand zufrieden leben können.
Fragt man aber einige Menschen, sagen sie: "Nein, wir haben eigentlich ein schönes Leben." Wisst ihr was die machen? Die lenken sich einfach von ihrer eigenen Sinnlosigkeit ab. Das ist die Wahrheit. Die nehmen dafür eine der härtesten Drogen, die die Menschen je empfunden haben: Konsum. Das geht sogar soweit, dass einige Menschen in ihrem Konsum den eigentlichen Sinn ihres Lebens sehen. Deswegen ist die zweite Antwort, die ihr häufig hört von den Menschen, wenn du sie nach ihrem Sinn fragst, dem Sinn ihres Lebens: Spaß haben oder zufrieden leben. Hängt ein bisschen davon ab, wie alt die Leute sind. Wenn ihr jemanden unter 25 fragt, der sagt meistens Spaß haben. Über 25 sagen die Leute Zufriedenheit, glücklich sein, ähnliches, bis der Zeitpunkt kommt, wo sie dazu nicht mehr in der Lage sind. Wenn z.B. jemand seine Arbeit verliert und kein Geld mehr hat, er kann das Leben nicht mehr genießen. Oder jemand wird 90 Jahre alt, hat kaum noch die Möglichkeiten sich zu bewegen, wie kann er das Leben genießen? Oder jemand hat einen Autounfall, Querschnittsgelähmt. Wie kann so jemand noch das Leben genießen? Dann, wenn so etwas passiert, dann steht diese Droge, die Sie vorher genommen haben, dieser Konsum nicht mehr zur Verfügung. Die Menschen, die sind da nicht einfach verzweifelt oder unglücklich, die sind auf Entzug. Die Menschen in solchen Situationen sind einfach auf Entzug.
Andere sind hingegangen und haben sich bestimmte Ziele in ihrem Leben gesetzt und sehen darin ihren Sinn. Beispielsweise ihre Karriere, ja, eine bestimmte Position erreichen, Professor, Doktor, Ingenieur, was auch immer, oder ein guter Familienvater sein. Und sie verfolgen diese Ziele ihr ganzes Leben, immer auch in der Hoffnung dadurch Zufriedenheit zu erreichen. Und das funktioniert gar nicht. Egal, was du an dem Menschen in dieser Welt gibst, egal was er bekommt, er wird nicht zufrieden damit. Das ist sogar einer der wesentlichen Unterschiede zwischen einem Menschen und einem Tier. Wenn du einem Tier einfach genug zu essen gibst und ein Dach über dem Kopf, dann ist das Tier zufrieden. Das Tier will gar nicht mehr als das, was es unbedingt zum Leben braucht. Die Menschen hier, die haben 100 mal so viel. Die haben nicht nur einfach das Nötigste zum Überleben, gerade ein bisschen genug zu essen, die haben alle möglichen Variationen. Die haben nicht einfach nur ein Dach über dem Kopf, die haben Paläste und interessanterweise sind die Menschen nicht zufrieden. All diese Dinge können einen Menschen überhaupt gar nicht zufrieden machen.
Was kann jetzt diesem Leben einen Sinn geben? Könnt ihr mir erklären, was der Sinn der Schule ist? Ich weiß nicht. Geht hier noch jemand zur Schule? Schüler muss man meistens nicht fragen, die sehen keinen Sinn darin. Aber die Leute, die schon aus der Schule raus sind, was ist der Sinn der Schule? Du wirst niemals jemanden finden, der sagt, der Sinn der Schule ist darin, Spaß zu haben oder sich zu amüsieren, mit Freunden zu treffen. Das kann nicht der Sinn der Schule sein. Der Sinn der Schule kann nicht einmal sein, Bildung zu erlangen oder einen guten Abschluss. Das alleine gibt der Schule keinen Sinn. Stellt euch mal vor, nach der Schule gäb's nichts mehr. Kein Leben nach der Schule, nach der zehnten Klasse oder nach der 13. Klasse wäre das Leben einfach vorbei. Würde Schule dann Sinn machen? Wird keinen Sinn machen. Stellt euch mal vor, es würde keinen Unterschied machen für das Leben nach der Schule, was ihr euch in der Schule an Bildung angeeignet habt und welche Noten ihr bekommen habt. Es wäre einfach egal. Das Leben würde halt genauso weiter verlaufen. Würde Schule dann einen Sinn machen? Dann auch nicht. Schule macht nur deswegen einen Sinn, weil die Bildung, die ihr in der Schule bekommt und die Abschlussnoten eine Rolle spielen für das Leben danach. Das ist der einzige Grund, warum Schule einen Sinn macht. Dieses Leben kann nur dann einen Sinn machen, wenn die Art und Weise, wie wir dieses Leben führen, einen Unterschied macht im Leben danach.
Interessanterweise machen die meisten Menschen sich überhaupt keine Gedanken darüber über das Leben, was danach kommen könnte. Stellt euch mal vor, jeden Tag würden über dieser Stadt hier Vögel am Himmel erscheinen. Riesige schwarze Vögel. Die würden runtergehen und würden sich so 50 oder 100 Menschen aus der Menge herauspicken und wieder damit verschwinden. Wisst ihr, was hier los wäre? Meint ihr, die Menschen könnten noch ein normales Leben führen? Garantiert nicht. Das ganze Leben hier würde komplett zum Stillstand kommen. Das gesellschaftliche Leben würde überhaupt nicht mehr existieren. Keiner würde mehr zur Arbeit gehen, die Zeit mit Freunden genießen. Die würden alle nur noch da sitzen und sich fragen, wo diese Leute hingehen. Aber wisst ihr was? Das passiert. Jeden Tag verschwinden 50 oder 100 Menschen aus dieser Stadt. Die verschwinden irgendwohin und die kommen nie wieder. Aber die Menschen machen sich keine Gedanken darüber.
Die Menschen bereiten sich auf alle möglichen Dinge in ihrem Leben vor. Du siehst Leute, die sind 19 Jahre alt, die haben gerade ihre Ausbildung beendet, die treffen Vorbereitungen für ihre Rente, für die Rente mit 67 Jahren und die wissen gar nicht, ob sie dieses Alter erreichen. Die Menschen schließen alle möglichen Versicherungen ab gegen Diebstahl, Feuer, Haftpflicht, was auch immer und die wissen gar nicht, ob überhaupt jemals so ein Fall eintritt, dass sie diese Versicherung benutzen können. Die einzige Sache, von der jeder Mensch weiß, dass sie ihm garantiert passiert, da treffen die Menschen überhaupt keine Vorbereitung. Das ist irgendwie erstaunlich. Es gibt nur eine Sache, von der jeder Mensch weiß, dass sie ihm garantiert passiert und das ist, dass er irgendwann sterben muss. Die Menschen sind dem gegenüber so lange achtlos, bis sie einmal zum Arzt gehen und der sagt ihnen: "Tut mir leid, sie haben eine schwere Krankheit. 7 oder 8 Tage noch, dann ist die Sache vorbei." Dann geraten die plötzlich in Panik. Die meisten Menschen bekommen urplötzlich Angst. Aber warum? Wenn du vorher so davon überzeugt warst, dass einfach danach nichts mehr kommt, dann brauchst du doch keine Angst haben. Dann existierst du einfach nicht mehr. Vor 200 Jahren hast du auch nicht existiert. Warst du da traurig? Nein, hat dich doch da gar nicht interessiert. Dann könnte man das Ganze ganz ruhig angehen lassen. Aber die haben dieses Gefühl im Herzen, dass es nicht einfach vorbei ist. Wisst ihr, warum die alle Angst haben? Warum die alle in Panik geraten? Die haben das Gefühl, dass sie es verpatzt haben und das ist vielleicht das erste Mal in ihrem Leben, dass sie ihr Gefühl nicht täuscht. Die haben einfach eine einmalige Chance verpasst.
Wer könnte jetzt darüber Auskunft geben, wie man sich auf das Leben danach vorbereiten kann? Einzig und allein derjenige, der dieses ganze Universum mit dem Planeten und dem Leben darauf in Gang gesetzt hat, der den Plan dafür entwickelt hat, der das Ganze konstruiert hat. Kein anderer könnte das sagen. Heutzutage muss man aber erstmal mit den Menschen darüber diskutieren, ob es überhaupt so jemanden gibt, denn viele sind der Ansicht, das hier ist einfach eine Verkettung von lauter zufälligen Prozessen. Das ist der Grund, warum wir heute existieren. Das ganze Universum mit diesem Planeten und dem Leben darauf eine Verkettung von Zufällen.
Ich habe hier mein Handy mitgebracht. Soll ich euch mal erzählen, wie ich zu diesem Handy gekommen bin? Ich erzähle doch mal eine Geschichte dazu. Wisst ihr, was das für Material ist? Das hier Plastik. Wisst ihr, woraus man Plastik herstellt? Aus Öl. Genau, Öl. Und da drin ist ein Mikrochip. Mikrochips werden aus Silizium hergestellt und Silizium findet man beispielsweise im Sand. Dieses Handy, das kommt ursprünglich aus Irak. Das fing wohl ca. 3 dreinhalb Millionen Jahren an. Ich weiß nicht, ob ihr davon gehört habt. Da gab es in Irak eine Reihe von Erdbeben zu der Zeit. Und eins von diesen Erdbeben, das hat aus dem Erdinneren Lava nach oben gespült und diese Lava kam in Kontakt mit dem Öl. Dadurch ist diese Lava dann zu Plastik hat, also es hat weiter reagiert zu Plastik. Flüssiges Plastik. Das ist runtergeflossen über einen Stein, der ungefähr diese Form hatte. Ja, dann kam Schneefall von oben, der hat das ganze runtergekühlt, dann hatten wir diese Plastikform, dann kam ein Blitz, der ist in den Sand eingeschlagen, der hat den Sand in zu Silizium umgeformt. Und nicht nur irgendwelche Silizium, exakt ein Siliziumchip mit der richtigen Programmierung für dieses Handy. Dann kam noch ein Erdbeben, der hat die Plastikhülle über diesen Chip gestülpt und das Ding war fertig. Und vor ein paar Tagen, ich lauf so durch Irak, ich gucke auf dem Boden, ich sehe: "Wow, ein Handy, ich mach's an und rufe meine Frau an." Unglaublich, oder? Aber das ist exakt das, was ihr in der Schule lernt.
Wenn ihr euch dieses Universum betrachtet, das ist ein Meisterwerk der Perfektion. Stell dir vor, du läufst in der Wüste und plötzlich siehst du einen wunderschönen Palast und du fragst dich, wo dieser Palast vielleicht herkommt, wer den gebaut haben könnte. Und wenn du danach fragst, dann gibt dir jemand zur Antwort: "Nee, den hat gar keiner gebaut. Es gab ein paar Erdbeben, die Steine sind rausgeflogen und plötzlich war dieser Palast da." Könntest du ihm das glauben? Das wäre unvorstellbar für jeden Menschen. Dieses Universum, das ist viel komplizierter und komplexer Design als jeder Palast. Wie kann man das glauben, dass das einfach durch eine Verkettung von zufälligen Prozessen so entstanden ist?
Interessanterweise muss man heute erstmal mit den Menschen darüber diskutieren, ob es überhaupt einen Schöpfer gibt. Denn viele Menschen sind in der Auffassung, dass das Leben, was wir hier führen und das gesamte Universum eine Verkettung ist von zufälligen Prozessen. Ich kann das auch nicht glauben. Und ich bin auch der Meinung, dass man ein Design, etwas Designtes von einer Intelligenz immer von einer Sache unterscheiden kann, die einfach so natürlich vor sich hingewachsen ist, die sich einfach so ergeben hat. In jedem Fall.
Ich habe zwei Bilder für euch mitgebracht. Das sind zwei Bilder von Bergen. Beides Berge hier auf dieser Welt. Ein Berg davon, der ist einfach so natürlich vor sich hingewachsen. Da hat nie ein Mensch Hand dran gelegt. Der andere Berg, der wurde von Menschen geringfügig verändert, in ein bestimmtes Design angepasst. Ich zeige euch mal beide Bilder und ihr müsst spontan entscheiden, welches welcher Berg natürlich gewachsen ist und welcher von Menschen ein wenig designt wurde, von Menschenhand verändert. Das ist der eine Berg. Okay, schaut genau hin. Das ist der eine Berg. Das ist der zweite. Könnt ihr spontan entscheiden, welcher Berg von beiden natürlich gewachsen ist und welcher design wurde? Habt ihr Zeit dafür gebraucht? Nein. Konnte man doch spontan erkennen, oder nicht? Was ist jetzt, wenn du dieses Universum betrachtest? Wie sieht das aus? Kann man sich das wirklich vorstellen, dass es einfach so vor sich hin entstanden ist?
Ich erzähle doch mal ein bisschen was über das Leben. Lebende Zellen bestehen alle aus Proteinen. Jede lebende Zelle auf diesem Planeten besteht aus Proteinen. Wenn einer von euch Bodybuilding macht, der kennt das. Proteine, Eiweiße, Muskelaufbau ist das gleiche. Und Proteinen, Proteine bestehen aus Aminosäuren. Habt ihr vielleicht auch schon mal im Biologieunterricht gehört. Aminosäuren, das sind die Bausteine von Proteinen. Und Aminosäuren gibt's zich verschiedene in allen möglichen Variationen. Und jede Aminosäure gibt's in zwei unterschiedlichen Typen: Rechtsdrehend und linksdrehend. Es klingt kompliziert, ist was ganz einfaches. Das sind die gleichen Moleküle, nur spiegelverkehrt. Das ist ungefähr wie linke Hand und rechte Hand. Sind identisch, aber spiegelverkehrt. Das gibt's auch bei Aminosäuren. Es gibt jeden Typ von Aminosäuren in linksdrehend und rechtsdrehend. Jede lebende Zelle auf diesem Planeten hat ausschließlich linksdrehende Aminosäuren. Wenn man nur eine rechtsdrehende Aminosäure einbauen würde, kannst du das Protein und damit die Zelle sofort wegschmeißen. Es gibt Leben ausschließlich mit linksdrehenden Aminosäuren.
So, jetzt stellen wir uns wieder vor, vor 3,8 Milliarden Jahren gab's ja diesen Ozean mit lauter Aminosäuren drin und einige davon sind linksdrehend und einige davon sind rechtsdrehend. Ein einfaches Protein besteht aus ca. 100 Aminosäuren. Du müsstest also aus diesem Ozean 100 linksdrehende Aminosäuren rausfischen, damit du ein Protein damit bilden kannst. Und sobald du eine rechtsdrehende dazwischen hast, kannst du das Ganze sofort wegschmeißen. Stell dir vor, du hast einen riesigen Sack, da sind lauter weiße und rote Kugeln drin und du greifst blind hinein. Kannst du dir vorstellen, wie die Wahrscheinlichkeit wäre, dass du 100 mal eine weiße Kugel herausziehst? 1 zu 100. Das sind Sachen, die passieren nicht. Das ist aber nur für ein einziges Protein. Das ist noch keine lebende Zelle. Ein Bakterium und das ist schon eine ganz einfache lebende Zelle besteht aus einer Milliarde Proteine. Wie soll das passiert sein?
Die Enzyklopädie Britannica, die hat daraufhin gesagt, die Wahrscheinlichkeit, dass Leben durch einen Zufall, durch zufällige Prozesse entstanden ist, ist ungefähr so, als würde man eine Münze hochwerfen eine Million mal und jedes Mal kommt Zahl. Fred Hoyle war ein Astronom, der sagte, die Vorstellung, das Leben durch zufällige Prozesse entstanden ist, ist ungefähr so, als würde man sagen, dass eine komplett funktionstüchtige Boeing 747 dadurch entstanden ist, dass ein Wirbelsturm über einen Schrottplatz fegt. Das sind Sachen, die passieren nicht. Das sind Sachen, die passieren nicht.
Dann betrachtet ihr diesen Planeten, das Universum, in dem wir leben. Ich muss manchmal schmunzeln, wenn die Wissenschaftler irgendwo einen neuen Planeten entdeckt haben und dann gucken die durchs Fernrohr und sagen: "Oh, da gibt's vielleicht sogar Wasser, dann gibt's sofort die Spekulation: Ah, da gibt's vielleicht Leben." Als wenn wir hier nur deswegen leben können, weil es hier Wasser gibt. Wir können hier nicht nur deswegen leben, weil es Wasser gibt. Wir können hier deswegen leben, weil die Erde eine bestimmte Größe hat. Weil die Neigung der Erdachse 23,5 Grad ist und nicht viel mehr und nicht viel weniger. Weil die Erde sich einmal in 24 Stunden um die eigene Achse dreht, nicht in 10 Stunden und nicht in 50 Stunden, dann wären wir nicht hier, weil wir einen bestimmten Abstand von der Sonne haben, 5% mehr oder weniger und wir wären alle nicht hier, weil wir eine Atmosphäre haben, die eine Ozonschicht hat, die uns vor schädlicher Strahlung schützt, ein Magnetfeld, was uns vor schädlichen Sonnenwinden schützt. Wir haben in der Atmosphäre einen Kohlendioxidanteil von 0,04%. Ist eigentlich nichts, aber nur dieser geringe Anteil von Kohlendioxid, der sorgt dafür, dass wir hier schnuckelige 14 Grad Durchschnittstemperatur auf der Erde haben. Wenn wir diese 0,04 % nicht in der Atmosphäre hätten, dann wäre es hier überall im Durchschnitt -19 Grad. Das sind Temperaturen wie in einer Gefriertruhe. Das ist ein faszinierendes Ding in dieser Planeterde.
Dann betrachtet ihr dieses Universum, allein die Entstehungsgeschichte dieses Universums. Ich muss gestehen, ich bin Hobbyastronom, seit ich klein war und ich beschäftige mich wirklich viel mit diesen Dingen. Ich habe ein interessantes Buch gelesen von einem Autor, der heißt Dieter Hermann. Hat ein Buch geschrieben, die Kosmos Himmelskunde und der hat darin erwähnt, dass Wissenschaftler sagen, die die Expansion des Universums untersucht haben, dass die Wissenschaftler heute sagen, würde das Universum oder hätte das Universum bei seiner Entstehung sich mit einer Geschwindigkeit, die 100 Trillionstel 100 Trillionstel 100 Trillionstel größer war als die Expansionsrate ausgedehnt, dann wäre die ganze Materie in diesem Universum auseinander geflogen und es hätten sich niemals Sterne oder Planeten gebildet. Hätte das Universum sich mit einer Geschwindigkeit ausgedehnt, die 100 100 Trillionstel 100 Trillionstel 100 Trillionstel geringer war, dann wär alles schon längst wieder an sich zusammengefallen und keiner von uns würde hier sitzen. Das ist perfektes Design.
Er schreibt weiterhin: Die Kraft, mit der sich Atome anziehen, die quasi Atomkerne zusammenhält. Wäre diese Kraft um 100 Trillionstel 100 Trillionstel 100 Trillionstel größer, wären wir nicht hier. Und wäre sie um ein 100 Trillionstel 100 Trillionstel 100 Trillionstel kleiner, wären wir auch nicht hier. Und du könntest noch 20 weitere Eigenschaften in diesem Universum aufzählen, die jedes Mal, wenn sie um diesen verrückt kleinen Wert größer oder kleiner werden, die Leben, Stern und Planeten sofort unmöglich machen würden. Will mir einer erzählen, das ist eine Kette von Zufällen.
Wenn wir schon sagen, dieses Universum hat jemand designt, dann wissen wir auch, dass er das zu irgendeinem Zweck, irgendeinem Sinn gemacht hat. Wenn wir eine Pyramide sehen, dann wissen wir, das hat nicht jemand einfach zum Spaß gebaut. Keiner würde sagen, da war vor 5000 Jahren, da gab's ein Ägypter, der hat in seinen Keller geschaut, da lagen ein paar Steine rum, da hat er gesagt: "Hey, super Steine, ich brauche eine Pyramide." Nein, das Ganze hat irgendeine Idee dahinter, irgendeinen Sinn. Und es ist auch klar, dass uns der Schöpfer von diesem Universum darüber in Kenntnis setzen muss. Der muss uns ja irgendwie mitteilen, was er von uns erwartet. Du würdest nicht eine Fabrik aufmachen, 1000 Leute einstellen und die kommen am ersten Tag und keiner sagt den, was von denen erwartet wird. Das wäre ein Rezept für das totale Chaos.
Wie könnten wir das jetzt herausfinden? Deswegen habe ich am Anfang das Beispiel mit dem Zug gewählt. Wenn ihr in diesem Zug sitzen würdet, ihr würdet die ganze Zeit damit rechnen, dass irgendjemand vorbeikommt und euch erklärt, was das Ganze soll. Und genauso müssten die Menschen sich in diesem Universum diese Frage stellen. Wenn sie schon wissen, okay, irgendjemand hat mich hier reingesetzt, da muss er mir auch irgendwie mitteilen, was er von mir will, was das Ganze hier soll.
Jetzt stellt euch mal ganz realistisch vor, ihr sitzt in diesem Zug, das ist jetzt wirklich passiert und ihr wacht auf und ihr lauft rum und ihr seht, da sind noch viele andere Menschen und ihr beobachtet den Zug, aber ihr findet einfach keine Erklärung und ihr geht zurück in euer Abteil und versteht einfach nicht, was los ist. Dann geht die Tür auf, jemand kommt rein und sagt: "Guten Tag, ich bin Professor Peter Meierer, ich komme von der Universität München. Wir haben in Kooperation mit der Regierung und mit dem Militär ein Experiment durchgeführt. Wir untersuchen das Verhalten von Menschen, wenn sie in ungewöhnlichen Situationen aufwachen. Wir haben dafür eine Sondergenehmigung, Kooperation mit BKA, mit den Gerichten und so weiter. Und wir möchten Sie bitten, jetzt einen Fragebogen auszufüllen, dann können Sie an der nächsten Station wieder aussteigen." Ist eine verrückte Geschichte, oder? Aber ich sag euch, ihr würdet diesem Typen glauben. Allein deswegen, weil ihr da sitzt und nur auf eine Erklärung wartet. Ihr sitzt da und ihr würdet die ganze Zeit damit rechnen, dass jetzt irgendjemand vorbeikommt und eine Erklärung dafür liefert. Ihr würdet diese Menschen glauben.
Jetzt ist die Frage, sind schon mal Leute zu den Menschen gekommen, um denen zu erklären, warum sie hier sind, um denen ihr Sinn ihres Lebens den Sinn ihres Lebens zu erklären? Ist das schon mal passiert in der Geschichte der Menschheit? Mehr als einmal. Selbst heute kommen noch jede Menge Leute und meinen, sie hätten die Erklärung dafür gefunden. Wie kann man jetzt solche Leute, die glaubwürdig sind, von denen unterscheiden, die sich einfach nur irgendeine Geschichte ausdenken?
Stellt da vor, ihr sitzt in diesem Zug, die Tür geht auf und jemand kommt rein. "Guten Tag, ich bin Professor Peter Meierer. Ich sitze im Nachbarabteil. Ich bin auch ja heute morgen aufgewacht und ich habe den Zug so beobachtet und ich habe mir Gedanken gemacht und mal das Material untersucht und äh je mehr ich den Zug beobachtet habe, desto mehr bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass wir in diesem Zug sind, weil..." Und dann würde ich schon gar nicht weiter zuhören. Das, was er mir präsentiert, sind nur seine eigenen Gedanken. Woher soll er das wissen? Er ist in der gleichen Situation wie ich. Ich will eine Botschaft von demjenigen, der das hier in Gang gesetzt hat, der diese Idee mit dem Zug hatte, um Menschen da reinzusetzen. Wenn einfach einer reinkommt und mir seine eigenen Philosophien erzählt, ja, das kann ich auch.
Jetzt kommt einer rein und sagt: "Guten Tag, ich bin Professor Peter Meier. Ich bin von der Universität München. Wir haben das Ganze hier als Experiment aufgezogen und ich bin mit ich bin gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass dieser Zug 28 Waggons und 70.000 Schrauben hat." Was soll ich damit anfangen? Ja, der ist geschickt von demjenigen, der das ganze Experiment gemacht hat, so wie er sagt. Aber was ist das für eine Botschaft? Du sollst mir erklären, warum ich hier bin. Wie lange der Zug ist und wie viel Schrauben der hat, das finde ich irgendwann selber raus. Ich würde dem Typen auch nicht glauben.
Jetzt kommt einer und sagt: "Guten Tag, ich bin Professor Peter Meier. Ich komme von der Universität München. Ich bin gekommen, um Ihnen zu erklären, warum Sie hier sind. Sie müssen dafür bei mir ein Jahresabo abschließen. Wenn Sie mir einmal im Jahr 899 € bezahlen, bekommen Sie jeden Monat eine Ausgabe von der Zeitschrift 'Sinn des Lebens von Professor Peter Meierer'." Würde ich so jemandem glauben? Definitiv nicht. Der will Geld damit machen. Wenn er tatsächlich von der Universität geschickt wurde, dann wird die Universität ihn bezahlen. Der braucht kein Geld von mir.
Betrachten jetzt noch mal all die Menschen, die im Laufe der Menschheitsgeschichte gekommen sind, angeblich mit der Nachricht, den Menschen zu erklären, warum sie hier sind. Und wenden wir jetzt diese Kriterien an, streichen wir alle Leute raus, die sich einfach nur ihre eigenen Gedanken gemacht haben, die nicht geschickt wurden von demjenigen, der es erschaffen hat, sondern die vor sich hin philosophiert haben. Streichen wir all die Menschen raus, die eigentlich gar keine richtige Botschaft haben mit dem Inhalt, warum wir hier sind. Streichen wir auch noch die Menschen raus, die damit Geld machen wollen oder berühmt werden wollen, eine Anhängerschaft haben oder was auch immer. Streich all die Menschen weg. Dann bleibt noch genau eine Kategorie von Menschen über, die tatsächlich gekommen sind vom Schöpfer, um den Menschen mitzuteilen, warum sie hier sind. Und das sind Propheten. Das sind die, die man gemeinhin als Propheten kennt.
Was war jetzt die Botschaft dieser Propheten? Betrachten wir noch mal dieses Universum. Wir wissen, die Erde läuft jedes Jahr einmal um die Sonne, einmal rundherum. Könnte die Erde irgendwann sagen: "Boah, ich mache das schon 5 Milliarden Jahre, ich mache erstmal Pause, ich gehe in Rente." Könnte die Erde das machen? Nein.
Betrachten wir die Tiere. Ein Löwe, der Hunger hat und sieht ein Zebra vorbeilaufen, der wird auf jeden Fall dieses Zebra versuchen zu fressen. Hat er die Wahl? Könnte er sagen: "Ach, das arme Zebra, das hat vielleicht eine Mutter, ist vielleicht ein Muttertier und das hat kleine Zebras. Das muss ich um die kümmern." Nein, der Löwe macht das auf jeden Fall. Wenn er Hunger hat oder sich von etwas bedroht fühlt, er wird angreifen. Definitiv. Das ist der wesentliche Unterschied zwischen dem gesamten Rest der Schöpfung und dem Menschen. Der Mensch hat so etwas, was wir Entscheidungsfreiheit nennen oder einen freien Willen. Er muss das nicht machen. Er kann entscheiden, ob er im Kreis läuft oder nicht, ob er jemanden angreift oder nicht.
Es wäre aber jetzt komisch, wenn der Schöpfer von allem eine bestimmte Ordnung und bestimmte Naturgesetze nur für die Planeten und für die Sterne und für alles Getier, selbst für die Pflanzen bestimmt hat, aber für die Menschen überhaupt nicht. Wir können sicher davon ausgehen, dass dieser Schöpfer auch für die Menschen eine Ordnung bestimmt hat. So etwas wie bestimmte Gesetze und darum sind die Propheten zu uns gekommen. Die Botschaft der Propheten war im Endeffekt: "Seht mal Leute, das ist die Ordnung, die euer Schöpfer für euch bestimmt hat." Derjenige, der dieser Ordnung folgt, man könnte von ihm sagen, er ergibt sich dieser Ordnung oder er gibt sich dieser Ordnung hin. Man könnte das als Hingabe oder Unterwerfung bezeichnen. Im Englischen würde man dazu Submission sagen. Auf Arabisch heißt dieser Begriff einfach nur Islam. Und das war die Botschaft aller Propheten. Alle Propheten sind mit dieser Nachricht zu den Menschen gekommen. Es gibt eine Ordnung. Es gibt bestimmte Gesetze. Diese Gesetze hat euer Schöpfer für euch bestimmt. Ihr habt die Möglichkeit, diese abzulehnen. Aber das ist das, was der Schöpfer von euch erwartet.
Stellt euch mal vor, die Erde könnte das tatsächlich, die Erde könnte irgendwann sagen: "Nee, ich laufe nicht weiter um die Sonne." Wisst ihr, was dann passiert? Heiloses Chaos im Universum. Oder dasselbe passiert, wenn die Menschen dieser göttlichen Ordnung nicht folgen. Heiloses Chaos auf der Welt und das ist das, was man heute sieht. Und ich würde auch mit dem darüber diskutieren, dass diese Welt sich in einem einzigen Chaos befindet. Es leben hier 7 Milliarden Menschen. Es gibt mehr als genug Platz und mehr als genug zu essen für alle. Keiner von denen müsste in Unrecht leben. Und was wir sehen, ist das komplette Gegenteil.
Wir haben eben gesagt, die Propheten sind mit dieser Nachricht gekommen und sie hatten auch die Gesetze mit sich geführt, die der Schöpfer für die Menschen bestimmt hat. Jetzt ist die interessante Frage, wer war der letzte von ihnen? Warum ist das überhaupt eine interessante Frage? Der letzte von ihnen ist mit der Botschaft gekommen, die quasi aktuell gültig ist. Wir haben hier in Deutschland auch viele Gesetze. Einige von denen gab's schon vor 100 Jahren. Einige von denen wurden auch außer Kraft gesetzt. Ich könnte aber jetzt nicht sagen, ich befolge die ich befolge die gesetzliche Ordnung von vor 100 Jahren. Ich müsste mich hier an die Gesetze von 2013 halten. Ich kann nicht sagen 1950, da gab's noch keine roten Ampeln und keine Einbahnstraßen und ich fahre jetzt herum wie ich will. Nein, heutzutage gibt's das, also muss ich mich daran halten.
Der letzte von all diese Menschen, die zu den Menschen gekommen sind, um ihnen zu erklären, warum sie hier sind, das war der Prophet Mohammed (saws). Er kam mit der gleichen Botschaft wie alle Propheten vor ihm. Und deswegen habe ich auch ganz bewusst nicht gesagt, der Prophet ist Islam. Das ist zwar richtig, es ist am Ende der Prophet des Islam, aber das ist Jesus ist das genauso und Moses ist das auch genauso. Es sind alle Propheten des Islam. Islam hat nicht die Bedeutung, dass man ein Kopftuch trägt und kein Schweinefleisch isst. Islam heißt einfach nur, dass man sich unter die göttliche Ordnung unterwirft, nicht mehr und nicht weniger. Und er kam einfach mit der letzten Botschaft.
Das heißt, das Leben hier ist nichts weiter als eine Prüfung, inwiefern der Mensch sich, der ja einen freien Willen hat, bereit ist, sich unter diese Ordnung zu fügen. Und da macht das auch Sinn, dass es all diese Unterschiede zwischen den Menschen gibt, dass es Reiche gibt und Arme. Denn wie willst du einen Menschen beispielsweise auf die Probe stellen, ob er großzügig ist? Das geht nur dann, wenn es Menschen gibt, die viel Geld haben und gleichzeitig muss es dann Leute geben, die fast nichts haben, damit er das ihnen geben kann. Wie prüfst du einen Menschen, ob er geduldig ist? Das kannst du machen, indem er wenig zum Leben hat, aber sich gleichzeitig kontrollieren muss, sich nicht mehr anzueignen auf unerlaubte Weise, beispielsweise etwas zu klauen oder zu betrügen oder ähnliches. Das heißt, die Unterschiede zwischen den Menschen, die machen durchaus Sinn, wenn man das Leben als eine Prüfung von seinem Schöpfer betrachtet.
Es beantwortet auch eine andere Frage, denn ihr werdet schon oft gehört haben, dass Leute sagen: "Wir können nicht an einen Schöpfer glauben, weil es so viel Unrecht auf der Welt gibt. Es gibt Unrecht in dieser Welt und deswegen glauben wir nicht, dass es einen Gott gibt, denn Gott muss ja gerecht sein und die haben nicht Unrecht. Gott muss gerecht sein. Ein Gott ist vollkommen. Der kann nicht halb halb sein. Er ist vollkommen wissend, allwissend, vollkommen mächtig, allmächtig. Er muss auch vollkommen gerecht sein." Gerechtigkeit kann es aber in dieser Welt überhaupt nicht geben. Das ist gar nicht möglich. Simples Beispiel. Stell dir vor, jemand bringt einen anderen Menschen um. Er nimmt ihm das Leben. Und wir denken jetzt alleine in den Dimensionen der Gerechtigkeit. Wir wollen nur gerecht sein. Dann könnte man ja sagen, okay, er hat einem Leben, einem anderen das Leben genommen, dann nehmen wir ihm auch das Leben. Man könnte ja sagen, das wäre Gerechtigkeit. Was machst du jetzt mit jemandem, der 100 Menschen umgebracht hat? Kannst du ihm 100 mal das Leben nehmen? Was machst du mit jemandem, der einem anderen Menschen das Leben genommen hat, der für die Versorgung von 20 Kindern zuständig war? Und er selber, der diese Tat begangen hat, ist vielleicht ein Einzelgänger. Nichts hängt von ihm ab. Wäre das dann ausgleichende Gerechtigkeit, wenn man mir auch das Leben nimmt? Dem einen wurde das Leben genommen und 20 Kinder sitzen auf der Straße und hungern und dem anderen wurde das Leben genommen und nichts passiert. Das ist keine Gerechtigkeit. Diese Welt ist überhaupt gar nicht dafür gemacht, gerecht zu sein. Und deswegen muss auch derjenige, der an einen Gott glaubt und der Gott vollkommen gerecht sein muss, der muss an ein Leben nach dem Tod glauben. Es gibt gar es geht gar nicht anders. Und das ist die ausgleichende Gerechtigkeit.
Ich weiß nicht, ob jemand von euch in einer Firma arbeitet und mit Bilanzen zu tun habt. Am Ende des Jahres machen ihre ganzen Bilanzen und es kommt immer Null raus. Und das passiert an dem, was wir Tag der Auferstehung nennen. Du bekommst deine volle Belohnung für alles, was du im Leben gemacht hast und auch deine volle Bestrafung für alles, was du im Leben.
gemacht hast. Jedes Atom von Unrecht wird an diesem Tag ausgeglichen. Das heißt, beschwer dich nicht jetzt über Recht und Unrecht in dieser Welt. Warte bis zu diesem Tag.
Warte, wenn du eine Firma aufmachst und es fangen jetzt 1000 Leute an zu arbeiten und nach 10 oder 15 Tagen würden die sich anfangen zu beschweren über die Ungerechtigkeit. Der eine sagt, ich arbeite 8 Stunden, da ist jemand, der arbeitet nur 4er Stunden. Ein anderer sagt: "Boah, ich habe einen Job, ich musste vier Jahre dafür studieren." Der macht einen Job, den kann jeder machen ohne Qualifikation. Der eine sagt, ich muss am Sonntag arbeiten, ein anderer hat Sonntag frei. Ist das alles Ungerechtigkeit? Das ist nicht Ungerechtigkeit. Ungerecht wäre das, wenn die alle das gleiche Geld bekommen. Deswegen warte einfach bis zum Ende des Monats, dann kommt die Bezahlung. Und derjenige, der doppelt so viel gearbeitet hat, der wird auch doppelt so viel Geld bekommen. Vorher ist das noch keine Ungerechtigkeit und das auch die einzige realistische Möglichkeit, um um Gerechtigkeit herzustellen.
Habt ihr euch mal Gedanken darüber gemacht, wie eine gerechte Welt aussähe? Eine gerechte Welt hier im Dseits, das wäre ein Albtraum für die meisten Menschen. Keiner wollte da leben. Die Menschen haben so dieses Gefühl, dass Gerechtigkeit einfach nur das ist, dass in Afrika Kinderhundung und wir hier das schönste Leben haben. Das ist nicht die einzige Ungerechtigkeit. Wenn wir sagen, wir wollen vollkommen gerecht sein und ein Gott ist ja vollkommen gerecht, dann müssten alle Menschen auf der Welt das gleiche Geld haben. Wenn einer 5 Cent weniger hätte, das wäre schon ungerecht. Die müssen auch alle die gleichen Eigenschaften haben. Jemand, der 5 cm größer ist, der hätte einen Vorteil gegenüber allen, der 5 cm kleiner ist. Machen wir alle Menschen gleich groß. Die müssten alle das gleiche Wetter haben. Die Leute in Afrika könnten sich beschweren, boah, jeden Tag 40°, ihr habt in Europa so schönes Klima, kriegen alle das gleiche Klima. Unterschiede zwischen Mann und Frau ginge überhaupt nicht. Da müssen Männer auch Kinder kriegen, Kinder stillen können. Also das gleiche, wenn du diesen ganzen Gedanken weiterführst, dann kommst zum Ende dabei heraus, dass eine gerechte Welt nur dann existieren kann, wenn alle Menschen exakt die gleichen Eigenschaften haben und in jeder Sekunde exakt das gleiche tun. Und wenn es nur einen Menschen gäbe, der wäre 1 cm größer, wäre das schon ungerecht. Wenn es einen Menschen gäbe, der in 5 Minuten irgendwas anderes machen würde, wäre das schon ungerecht. Würde jemand in so einer Welt leben wollen? No way. Niemals.
Gerechtigkeit kommt danach. Dieses Leben ist deswegen nichts weiter als eine Prüfung, eine Vorbereitung für das Leben, was danach kommt, was wir am Anfang auch erwähnt haben, wie eine Schule überhaupt Sinn machen kann. Und ihr hört die Menschen sagen, dass die Abschlussprüfung in der Schule, die bereitet dich vor auf den Ernst des Lebens, oder nicht? Das nennen die Leute den Ernst des Lebens. Die prüf das Leben hier, das bereitet dich vor auf eine Prüfung, die nicht einfach nur der Ernst des Lebens ist. Danach kommt die Ewigkeit. Das ist der bitterste Ernst des Lebens überhaupt. Die Prüfung in der Schule bereitet dich vor auf eine Zukunft von 60 Jahren. Dein Leben hier bereitet dich vor auf eine Zukunft von 60 Milliarden Jahren und noch mehr.
Viele Leute haben aber hier ein Problem damit, sich einem Gott zu unterwerfen, einem Gott zu dienen. Und Gottesdienst ist auch im Islam nicht das, was viele Menschen hier darunter verstehen, sonntags von 8 bis 10 in der Kirche sitzen. Das ist für uns nicht Gottesdienst. Gottesdienst heißt für uns nichts weiter, als dass man der Ordnung, die der Schöpfer von dieser Welt sich überlegt hat, dass man diese Ordnung folgt. Das ist für uns Gottesdienst. Deswegen ist Gottesdienst für Muslime 24 Stunden. H nicht einfach nur einen Tag in der Woche von 8 bis 12. Die Menschen mögen das nicht und sie wenden sich deswegen von einem Gott an und nehmen sich zehn andere Götter. Kein Mensch auf dieser Welt lebt ohne Götter. Kein einziger.
Was ist die Definition von einem Gott? Habt euch das mal gefragt. Wie ist allgemein ein Gott definiert? Ein Gott ist etwas, was angebetet wird oder? Das ist allgemein ein Gott. Warum haben die Menschen Götter angebetet? Einen Gott oder mehrere Götter. Weil sie der Auffassung waren, dass ihr Leben, die Zufriedenheit in ihrem Leben, ihr Schicksal, ihr Glück von diesem Gott, von diesem Gott abhängt. Die Römer hatten beispielsweise einen Kriegsgott und wenn sie einen Krieg geführt haben, dann haben sie geglaubt, der bestimmt der bestimmt den Ausgang des Krieges. Also haben sie bestimmte Rituale gemacht, Opfer gebracht, angebetet, ich weiß nicht was. Die Ägypter haben geglaubt, dass der Nil ein Gott ist und dass ihr Leben vom Nil abhängig ist. Und deswegen haben die jedes Jahr eine Jungfrau reingeschmissen. Sie meinten, der Gott verlangt das von uns und wir sind abhängig von diesem Gott. Ein Gott ist das, von dem du dich abhängig fühlst. Und aufgrund dieses Abhängigkeitsgefühl bist du bereit, eine ganze Menge Dinge zu machen. Das ist ein Gott. Und wenn du das so betrachtest, dann wirst du feststellen, die Leute hier haben alle möglichen Götter. Das allen voran natürlich das Geld. Geld ist ein mächtiger Gott in dieser Gesellschaft. Ruhm, Karriere, eine Frau, was auch immer. Und das passiert automatisch, wenn die Menschen sich von dem einen Gott abwenden, sie nehmen sich zehn andere. Aber wer hat jetzt das zufriedener Leben? Sowieso beide sind Diener. Beide dienen ihrem jeweiligen Gott bzw. ihre ihren jeweiligen Göttern. Aber wer ist in einer besseren Lage?
Kennt ihr noch die Sklavenmärkte von früher im Mittelalter? Da wurden noch Sklaven gekauft und verkauft und die Leute sind hingegangen, um sich einen Sklaven zu kaufen. Stellt dir vor, ihr seid Sklave auf diesem Markt. Ihr habt keine Wahl. Ihr seid Sklave. Ihr könnt nichts daran ändern. Was wäre euch lieber, dass zehn Leute zu euch kommen und alle euch kaufen? Zehn Leute mit vollkommen unterschiedlichen Ideen und jeder von denen will eure ganze Arbeitskraft. Ihr wisst gar nicht, wie ihr die aufteilen sollt. Jeder will völlig verschiedene Sachen von dir oder ob nur ein einziger zu euch kommt und euch als Skabe kauft. Noch dazu einer, der euch gar nicht braucht. Ihr braucht ihm nicht dienen, weil er euch ausnutzt, weil er eure Arbeitskraft braucht. Der hat schon alles. Ihr könnt ihm gar nichts geben. Noch dazu einer, der gar nicht das Beste für sich selber will, weil er braucht sowieso nichts. Er will das Beste für euch. Was wäre euch als Sklave lieber? Zehn Herren mit lauter unterschiedlichen Vorstellung oder ein einziger, der nur das Beste für euch will. Und das ist eine Sache, die liegt sowieso in der Natur des Menschen. Die Anbetung eines einzigen Gottes, die liegt in der Natur eines jeden Menschen.
Habt ihr mal als Kind auf eine Herdplatte gefasst oder ein heißes Bügeleisen, eine Teekanne oder irgendwas? Ist euch das mal passiert? Was habt ihr gemacht? Sofort die Hand weggezogen oder nicht? Es musste nicht eure Mutter euch erklären, liebes Kind, die Herdplatte ist heiß. Also als Mutter gebe ich dir den Rat, dass du die Hand, guck mal, die wird schon schwarz, nimm die lieber daund. Nein, das ist Reflex, das ist Programmierung. Es gibt einen ganz analogen Reflex, wenn die Menschen in einem Flugzeug sitzen und das Ding stürzt ab, was machen die? Die vergessen alle ihre zehn Götter, die sie vorher gehabt haben und die haben nur noch einen einzigen Programmierung. Wenn er sie gerettet hat, vergessen die das alle. Das ist richtig, aber das ein Reflex, das ist eingebaut und das auch die einzige Möglichkeit, wie du zufrieden in Zufriedenheit in deinem Leben finden kannst. Die ganzen Sachen in dieser Welt machen dich nicht zufrieden, denn der Mensch hat eine Seele, die mit solchen Sachen gar nicht zufrieden gestellt werden kann. Die braucht das Ganze nicht. Die Seele braucht nur eine einzige Sache und das ist ihren Schöpfer. Mehr will die nicht haben.
Wenn ihr mal mit konvertierten Muslimen sprecht und mal die Geschichten von denen hört, dann entdeckt ihr zwei Typen von Geschichten. Der eine, der hat irgendwas gesucht in seinem Leben, sich mit dem Islam beschäftigt und hat den Islam angenommen. Die anderen, die haben irgendwas gesucht und alle möglichen Religionen ausprobiert, alles mögliche, was der fer Osten zu bieten hat. Einmal quer durch China, alles mögliche. Buddhismus, Hinduismus, Esoterik, was weiß ich nicht alles. Wenn die irgendwann am Islam angekommen sind, dann ist auch bei denen die Suche zu Ende. Es spielt keine Rolle, ob du direkt zum Islam kommst oder du machst diesen riesen Umweg. Sobald du einmal angekommen bist, suchst du nicht mehr weiter. Das, was du gesucht hast, hast du da gefunden. Ich kann mich an eine Schwester erinnern, die wurde mal gefragt, warum sie zum Islam konvertiert ist. Und sie konnte das nicht richtig erklären. Sie hat gesagt, es ist das Gefühl zu Hause angekommen zu sein und das trifft es wirklich am besten.
Stellt euch vor, ihr seid ihr seid im Winter und ihr habt kalte Hände und ihr sucht irgendwas, um eure Hände warm zu halten und ihr macht euren Kleiderschrank auf und ihr probiert alle möglichen Kleidungsteile aus. Ein Pullover wickelt ihr drum, ah, der ist ein bisschen groß oder ein Schal, ah, der geht sofort wieder ab. Ein Jackett auch viel zu groß. Ein Schuh, der passt schon ein bisschen besser, aber auch noch ein bisschen umgequem. Ihr merkt die ganze Zeit, ja, das wärmt schon, aber irgendwas stimmt nicht. Irgendwas irgendwas passt nicht, irgendwas stört euch noch, bis ihr eine Handschuh findet. Ihr zählt den drüber, das passt. Das ist der Islam.