📱

Get Our Mobile App

Take your business learning on the go!

Download on the App StoreGet it on Google Play

Er glaubte an ihn ﷺ vor allen anderen! | Sira

Deen Akademie34:46

Transcription

Das waren die Worte der ersten Offenbarung: "Lies im Namen deines Herrn, der erschaffen hat." Und das waren nicht nur die Worte der ersten Offenbarung. Diese Worte sind zugleich eine direkte Erfüllung einer Prophezeiung, einer Prophezeiung aus dem Alten Testament.

Und wir haben den ersten Teil davon bereits angesprochen. Es war die Prophezeiung, die die Juden ursprünglich nach Medina geführt hat, mit denen sie die Araber Jahrhunderte lang geärgert haben, wo sie immer gesagt haben: "Es kommt irgendwann einmal der letzte Prophet, und er wird den Sieg davontragen." Es war diese Prophezeiung.

Was stand in ihren Schriften über diesen Propheten? Es wurde ihnen gesagt: "Eine Prophetin wie dich will ich Ihnen aus der Mitte ihrer Brüder erwecken." Das war der erste Teil der Prophezeiung. "Eine Prophetin wie dich will ich Ihnen aus der Mitte ihrer Brüder erwecken."

Und wir hatten schon gesagt, der Prophet wie Musa, das war kein anderer als der Prophet Muhammad. Sondern zur Zeit von Isa hat man auch auf diesem Propheten gewartet. Und während der Zeit von Isa und danach gab es niemanden, auf den diese Beschreibung passen würde. Außer er war wie Musa, mit 40 Jahren zum Propheten berufen. Er sollte antreten gegen die Top-Anführer des Unglaubens. Er hat sie gewarnt, hatte mit ihnen eine Auseinandersetzung, und Allah rettete ihn durch eine Auswanderung. Er wanderte mit den Gläubigen aus, deren Staatsoberhaupt er geworden ist. Er bekommt neue Gesetze offenbart, eine neue Scharia, und er hatte einige Probleme, Auseinandersetzung mit Leuten, die nur noch außen vorgegeben haben, dass sie glauben würden. Das ist die Beschreibung des Propheten Muhammad. "Eine Prophetin wie dich."

Das Leben des Propheten Muhammad, das Prophet wieder. Aber es steht noch mehr darin. Das war nur der Teil "eine Prophetin wie dich". Allah sagt über diesen Propheten noch mehr: "Und ich will in meine Worte in den Mund legen, und er soll in alles verkünden, was ich ihm geblieben werde." "Ich will in meine Worte in den Mund legen." Das ist, was lesen ließ: "Lies im Namen deines Herrn, der erschaffen hat." Lies die Worte Allahs. "Ich will in meine Worte in den Mund legen, und ich soll, und er soll in all das verkünden, was ich ihm geblieben werde." Das ist die Erfüllung in etc.

Die erste Offenbarung ist eine Erfüllung dieser Prophezeiung. "Ich will ihm meine Worte in den Mund legen." Deswegen war es für Waraqa, im Notfall den Cousin von Tradition, nicht besonders schwer zu erkennen, wen er da vor sich hat. Er kannte sich gut mit den Schriften aus. Und als er das hörte, und er hat ja, er hat ja nicht viel von Offenbarung kennengelernt. Er hat nur die ersten sechs Verse gehört. Er hat nur: "Okay, ein Engel kam zu mir, er sagte mir..." Und er hat sofort gesagt: "Okay, das ist derselbe Engel, der zu Musa kam." Er hat ihn sofort erkannt, aufgrund seiner Kenntnisse der Schrift. Das war wirklich schwer.

Aber das war nicht der einzige Grund, warum er ihn erkennen konnte, bzw. warum er ihm nicht nur erkannt hat, sondern warum man gefolgt ist. Es war seine Aufrichtigkeit. Das war das Besondere an Waraqa. Er war nicht der einzige, der ihn erkannt hat, erkannt als Propheten. Haben viele aufgrund seiner Glaubwürdigkeit haben viele in seinem Volk damals gesagt: "Okay, selbst die Anführer der sagte ja, wir wissen es, ein Prophet. Das sind nicht die Worte von einem Menschen. Das können nur die Worte damals sein."

Als er später nach Medina ausgewandert ist, dann war der Grund, warum die Juden ihn abgelehnt haben, nicht derjenige, dass sie an dem Zweifel haben. Sie wollten das nicht. Er hatte Aufrichtigkeit. Das war das, was sie dazu geführt hat, seine Botschaft anzunehmen. Und man erkennt das an dem, was er sagt. Er hatte ihm prophezeit: "Dein Volk wird dich wirklich vertreiben." Und für den Propheten ist eine Überraschung: "Wie kann das sein? Ich meine, ich bin doch ein Armer, ich bin beliebt und geehrt und geschätzt in meinem Volk. Wie kämen sie auf die Idee, mich zu vertreiben?" Ausgerechnet ihm. Unter normalen Umständen wäre das auch kaum vorstellbar gewesen. Aber Waraqa hat ihm schon gesagt: "Ich kenne das von früher. Es ist noch nie jemand gekommen mit dem, womit du gekommen bist, ohne dass er Probleme hatte mit seinem Volk, und sie haben versucht, ihn zu vertreiben. Der Erfolg wird dich vertreiben."

Und was sagt er dazu? Ich meine, was würde jeder normale Mensch jetzt sagen? "Okay, dein Volk vertreibt dich, dann viel Spaß. Also, ich halte mich raus. Ich habe hier mein eigenes Leben. Also, besser du kommst nicht mehr zu mir. Ich möchte nicht, dass die Leute denken, ich habe irgendwie viel mit dir zu tun. Und wenn sie zu mir kommen und Fragen, dann weißt du ja, also ich kenne dich grob und mehr auch nicht. Ich weiß zwar, du bist wahrhaftig, aber die Umstände, du weißt ja auch, jemand eigenes Leben." Das wäre normal.

Aber er sagt zu ihm: "Ich wünschte, ich könnte mit dir sein. Ich wünschte, ich könnte an deiner Seite sein, wenn dein Volk dich vertreibt." Manchmal muss man sich einfach entscheiden zwischen einem angenehmen Leben und der Belohnung von Allah. Manchmal kann man beides haben, und das auch nicht schlimm. Ist nicht verboten, dieses Leben zu genießen und sich zu bemühen, dieses Leben angenehm zu gestalten. Warum soll man sich unnötig Probleme machen? Aber manchmal steht das angenehme Leben in einem Konflikt mit der Belohnung und der Zufriedenheit. Und was machst du dann? Was, wenn du dich entscheiden musst? Das ist der Moment, wo sich Aufrichtigkeit zeigt. Wenn du sagst: "Okay, ist mir egal. Ich bin bereit, auf das angenehme Leben zu verzichten, wenn es keine andere Möglichkeit gibt, die Zufriedenheit Allahs zu erlangen." Das ist Aufrichtigkeit.

Wie oft haben wir das heute schon gesagt: "Ich wünschte mir, damals mit dem Propheten gewesen zu sein." Ich selber schon, und ich habe schon oft gehört: "Was wäre das schön, mit ihm, mit ihm, all diese Geschichten einmal live zu erleben." Wir betrachten das jetzt so aus der Ferne, aber ich stelle mir manchmal die Frage: Wie wären wir gewesen? Du und ich, wie wären wir damals gewesen? Wären wir Leute gewesen, die gesagt hätten: "Okay, ich wünschte mir an deiner Seite zu sein, wenn dein Volk dich vertreibt." Ich wünschte, ich wäre mit dir, von deiner Gruppe, mit den Leuten, die vertrieben werden. Zu wem würden wir gehört haben? Wären wir wirklich an der Seite des Propheten gewesen, oder hätten wir nicht Ausreden gesucht?

Außerdem gibt es zu Hause auch seine Gegner. Haben ihn erkannt. Haben gewusst, wie er das ein Prophet. Aber es war ihnen zu unbequem, ihm zu folgen. Das war der Grund, warum sie ihn abgelehnt haben. War ein alter Mann, wer war dem Tode nah. Und er sagte: "Ich wäre gerne mit dir." In dem Moment, wo es unangenehm wird. Die ganze Auseinandersetzung war damals nicht ideologisch. Es ging nicht um einen Gott, um mehrere Götter. Es ging um die Annehmlichkeiten dieser Welt. Das war alles, was die Koreisch getrieben hat, diese Botschaft abzunehmen.

Das waren zwei Dinge. Zum einen war Götzendienst ihr Business. Das hat sie zu den Kollegen auf der arabischen Halbinsel gemacht. Alle Stämme kamen zu ihnen, und sie haben quasi die Götzen der verschiedenen Stämme als Geisel gehalten in der Kaaba. Das hat ihnen Vorteile gemacht. Und auf der anderen Seite wäre es komisch gewesen, wenn sie einfach so die Religion ihrer Vorväter verlassen hätten. Aber das wirklich machen? Tausend Jahre lang haben unsere Vorväter dies und das gemacht, und jetzt sollen wir einfach einen anderen Weg gehen? Was werden die Leute sagen? Sieht das nicht komisch aus? Das war das, was sie bewegt hat.

Das war damals so, und das ist doch heute so. Das sind die Hauptfaktoren, warum man diese Botschaft ablehnt. Es ist nicht unbedingt das Hinterfragen und die Zweifel. Gibt es einen Gott? Ein Prophet? Selbst wenn man davon überzeugt ist, selbst dann braucht es doch etwas, um die Botschaft zu akzeptieren. Das ist diese Aufrichtigkeit. Was hat Menschen heute davon ab, Muslime zu werden? Was sollen die Leute sagen?

Ich kann mich an mich selber erinnern, als ich auf dem Weg war, Muslim zu werden. Ich war ja schon mein ganzes Leben davon überzeugt, dass es einen Gott gibt. Und insofern war die Botschaft des Islams für mich eigentlich nicht leicht zu akzeptieren. Von innen her zu erkennen, dass das die Wahrheit ist, zu sagen: "Ja, das macht Sinn." Das ging relativ schnell. Aber es hat noch Monate gedauert, bis sie tatsächlich bereit war, diese Botschaft auch zu akzeptieren, anzunehmen, in dem zu folgen. Und diese Monate habe ich mit Diskussionen verbracht. Ich habe mit demjenigen, der mir diese Botschaft präsentiert hat, diskutiert bis aufs Messer. Aber nicht, weil ich von dem, was er sagte, nicht überzeugt war. Ich war davon überzeugt, von innen her wusste ich, dass er Recht hat. Aber ich wollte das nicht annehmen.

Denn wenn ich diese Botschaft annehme, dann muss ich ja irgendwann zu meinen Eltern gehen. Also, wenn die sagen: "Was wird meine Verwandtschaft sagen? Mein Freundeskreis? Was ist damit alles verbunden?" Das hat mich am Ende davon abgehalten, auch zu einem Zeitpunkt, wo ich davon überzeugt war. Und was ausgezeichnet hat, war, dass er sagte: "Nein, ist mir egal, was die Leute sagen." Das ist Aufrichtigkeit.

Das betrifft nicht nur die Botschaft an sich. Manchmal, wir haben heutzutage manchmal Diskussionen darüber, ist Kopftuch Pflicht oder nicht. Aber diese Diskussionen sind oftmals nicht argumentativ oder wissenschaftlich. Warum sagt jemand so etwas? Es ist unbequem, wenn es Pflicht ist. Wenn ich sage, das ist Pflicht, dann muss ich mich vielleicht irgendwann einmal daran gewöhnen. Ich versuche, das mal zu tragen, und wenn nicht, ja, dann muss ich damit leben, dass es gibt quasi einen gewissen Makel, eine Baustelle, die ich noch zu schließen habe. Also, was ist der einfachste Weg? Ich stelle das in Frage. Man ist nicht so. Aber was steckt dahinter? Was werden die Leute sagen?

Was werden die Leute sagen? Warum traut man sich nicht zum Arbeitgeber zu gehen und einfach zu fragen: "Hey, ich bin Muslim, kann ich hier mein Gebet verrichten?" Du musst endlich mal fragen. Es ist dein Recht. Du kannst mir einfach Bescheid sagen: "Hey, ich brauche zweimal am Tag fünf Minuten Pause." Aber warum macht man das nicht? Die Leute sagen: "Es sieht einfach nur komisch aus." Und das führt dazu, dass man sich lieber etwas anderes sucht, einen Ausweg, als das zu riskieren.

Was werden die Leute sagen? Warum ist es schwer, zu bestimmten Überzeugungen zu stehen? Eine Woche in der heutigen Zeit. Selbst so Dinge, die ja tausende Jahre lang völlig klar waren. Wenn ihr heute in Frage gestellt wird, wenn das Thema LGBT auf die Tagesordnung kommt, werden wir alle nervös. Das ist schwer. Aber aus welchem Grund? Weil man sich Gedanken darüber macht, was die Leute sagen. Das ist manchmal fällt es uns sogar schwer, zum Propheten zu dem, was er sagte, was er getan hat, wenn die Leute uns darauf ansprechen. Den wir so: "Warum? Was sollen sie denken? Was sollen sie über uns sagen?"

Wo wären wir also zur Zeit des Propheten gewesen, wenn ich das heute sehe? Wo wären wir damals gewesen? Wären wir nicht auch auf der Seite gewesen, vielleicht auch auf der Seite, die Ausreden gesucht hätten? Vom ersten Tag an anders. Er wusste, diese Religion, die ist nicht wegen Bequemlichkeit gekommen. Das Leben kann unter dem wunderbar sein, aber es kann auch unangenehm werden. Das ist okay. Das ist absolut okay. Ich suche die Wahrheit, nicht die Bequemlichkeit.

Der erste bzw. die erste, das war Chadidscha, die Frau des Propheten. Und damals ging das noch ohne, aber zu seiner Zeit gab es noch keine Chance. Aber er hat den Propheten bestätigt. Er hat nicht diese beiden Sätze gesagt und bestätigt. Er hat sowieso niemanden aus Allah angebetet, auch schon vorher nicht. Und jetzt kam der Prophet zu ihm, und er hat ihm gesagt: "Du bist wahrhaftig ein Prophet, kein Zweifel daran." Das hat ihn damals schon zu einem Muslim gemacht. Und wir wissen das aus dem, was der Prophet gesagt hat. Er wurde später einmal nachgefragt, denn er ist schon einige Tage später verstorben, nachdem er gefunden hat. Und der Prophet sagte: "Ich habe aber noch kein in einem Traum gesehen, und er hatte zwei weiße Gewänder an. Und wenn er zu den Bewohnern des Feuers gehören würde, dann hätten wir ihn bestimmt mit einer anderen Kleidung gesehen." Deswegen müssen wir im Laufe gehört zu den Bewohnern des Paradieses. Er war der erste Sahabi, die erste Gefährte des Propheten, gestorben ist wenige Tage, nachdem der Prophet ist Muslime unmittelbar nach der ersten Offenbarung.

Der Prophet kam zu ihm, gesagt: "Kann ein Engel zu mir haben, etwas offenbar?" Das waren die ersten sechs Verse. Und das hat ausgereicht. Und diese beiden waren in dieser Zeit wichtig für den Propheten. Denn er kam nach Hause und hatte Zweifel. Nicht unbedingt Zweifel an dem, was er gesehen hat, aber wenn man sich das einmal vorstellt, so ganz allgemein. Du bist jemand, der 40 Jahre lang im damaligen Arabien lebt, du führst ein aufrichtiges Leben, du bist bekannt und beliebt. Und plötzlich kommt ein Engel zu dir mit Offenbarung. Die erste Frage: "Warum ich?" Also, wer käme auf die Idee, dass er selber der letzte Gesandte Allahs sein könnte, dass er ein Empfänger von Offenbarungen von Allah wäre? Er wäre quasi ein Anrecht darauf, er wäre schon passend dafür. Also, von all den Menschen, die hier leben, ja, da wäre ich das wahrscheinlich. Wer würde so denken? Ich meine, niemand außer ein Betrüger würdest du denken, oder vielleicht ein Verrückter. Aber ein aufrichtiger Mensch kennt nicht auf die Idee. Das war deswegen auch eine normale Reaktion, dass der Prophet ist, sondern erstmal dachte: "Okay, was passiert ist? Ich, ich soll der letzte Gesandte Allahs sein? Wie? Wieso ich?"

Und Chadidscha waren diejenigen, die ihn bestätigt haben. Sie haben ihm seine Zweifel genommen. Chadidscha sagte direkt zu ihm: "Allah wird dich nicht enttäuschen. Du bist bekannt als guter Mensch. Allah wird dich wirklich nicht einfach so lassen. Du kümmerst dich um die Verwandtschaft, um die Armen, niemals." Sie hat ihm quasi aufgrund seines Charakters die zweite genommen. Und Waraqa war jemand, der die Schriften kannte. Und er sagte: "Das, was wir auf dem Bart wird, das war vorher passiert." Das hat den Propheten etwas beruhigt. Manchmal brauchst du solche Menschen. Und erst recht brauchst du sie, wenn du eine wichtige Mission vor dir hast. Menschen, die Zweifel nehmen.

Im Laufe seiner Mission hatte der Prophet öfter mal Zweifel: "Mache ich das alles richtig? Ich präsentiere Ihnen die Botschaft, die Leute kennen mich, aber trotzdem sind sie alle mehr so freundlich gesonnen. Wie kann das sein?" Und manchmal hat Allah ihm selbst diese Zweifel genommen. Jetzt am Anfang, wo die erste Offenbarung kam und danach erstmal eine Pause war, waren es diese beiden Menschen, Chadidscha und Waraqa.

Ich wünschte mir, dass wir nur das schon aus, dass jeder mitnimmt. Heute bekommt niemand mehr Offenbarung. Es wird kein Prophet mehr kommen. Aber wir haben Geschwister, die sich was Wichtiges vornehmen, eine großartige Sache. Und das kann alles Mögliche sein. Eine muss sich selbstständig machen, Weiterbildung, ein Studium aufnehmen, vielleicht sogar schon später, er möchte lernen, ein Gelehrter werden, vielleicht ein Buch schreiben. Und man wird oft sagen: "Ja, du willst das machen." Leute werden die Geschwistern Mut machen. Wenn wir das sehen in jemandem, wo wir sagen: "Okay, der könnte das schaffen." Dann mache ich Mut. Sache, Miller, habe keine Sorge, Allah ist mit dir. Wenn du von Anfang an Leute hast, die immer an dir zweifeln, damit es schwer, irgendwas Großes umzusetzen. Egal, was es ist. Der Prophet ist am Anfang zwei Menschen und war da eben aufhören. Sie haben die Zweifel genommen.

Wenn man sich das nun vorstellt, ein Engel kommt zu ihm, und du weißt, okay, du bist ein Gesandter. Die erste Offenbarung. Ich versuche mir das immer im Nachhinein vorzustellen, was passiert danach? Wenn ich mich mal so in seine Lage versetze, wie waren die Tage danach? Wenn er mit seiner Frau Chadidscha, das war wie ein, wie ein Geheimnis zwischen den beiden. Was wusste ja sonst noch? Sie gehen quasi so durch den Markt und kaufen vielleicht irgendwas ein für den Haushalt, und sie sind da inmitten von all diese Leute. Und der Prophet ist ein Prophet, und seine Frau weiß, der Mann an meiner Seite, das ist der letzte Gesandte Allahs. Wie ist das so, wenn man so durch die Leute geht, man weiß das so?

Ich stelle mir das manchmal vor. Ich stelle mir vor, wie sie durch Mekka gehen und sie sehen den, den Berg des Lichts mit dieser Höhle, der erste Offenbarung. Wie würde das sein? Würde er nicht hochschauen und manchmal lächeln und dann diesen ersten Moment denken, wo die Offenbarung kam? Aber noch was anderes. Wenn er so durch die Straßen geht, würde er sich nicht fragen: "Wie geht es jetzt weiter?" Das ist eine großartige Sache, die vor ihm liegt. Das hat er ja gemerkt. Der letzte Gesandte Allahs zu den Menschen. Wie geht es jetzt weiter? Was passiert, wenn ich mir vorstelle, ein Chef kommt zu mir mit einer gewaltigen Sache, ein gigantisches Projekt. Das ist jetzt deine Aufgabe. Und er gibt mir so ein paar Informationen, und das war's. Ich würde jeden Tag darauf warten: "Okay, wie geht es jetzt weiter? Was passiert? Was sind die nächsten Stationen?" Und sowas auch mit dem gesamten Haus. Er hatte sechs Verse in seiner Hand. Du bist der Gesandte Allahs. Und jetzt, wo alles angefangen hat, wie geht es weiter? Das kann ja nicht alles gewesen sein.

Und der Prophet ist voller Sehnsucht auf die nächste Offenbarung. Wann würde er wieder kommen? Wann würde er sehen, wie es weitergeht? Der nächste Tag brach an und verging, und der Tag danach auch, und danach wieder ein Tag nach dem anderen verging, und es passiert ja nichts. Der Prophet ging sogar wieder zu der Höhle, dem Berg hoch und hat vielleicht gehofft, dass der Engel über die zu ihm kam. Und er ging hoch und wartete und ging irgendwann wieder runter. Nichts. Kein Offenbarung, kein Engel. Und er selber hat sich schon angefangen Sorgen zu machen, weil das doch nur ein Traum war. Das doch nur ein Traum.

Und dann eines Tages, wo er von der Höhle runter kam, so 30, 40 Tage sind zu die Meinungen nach der ersten Offenbarung, dem Berg runter. Und plötzlich hörte er, wie jemand seinen Namen ruft. Er schaute sich um und und dann schaut er zum Himmel empor und er sah den Engel. Und er sah ihn in seiner wahren Form, auf einem Thron sitzen, zwischen Himmel und Erde. Er hat sich so sehr danach gesehen, aber jetzt, wo er ihn gesehen hat, zitterte er, hatte Angst. Und er rannte zurück zu Chadidscha und er sagte: "Zarani, bedecke mich." Also, wer Decken über mich. Und dann folgte die zweite Offenbarung.

Und auch diese zweite Reaktion zeigt, er war ein aufrichtiger Mensch. Der prophetische Mensch, ein Betrüger oder ein Verrückter hätte keine Selbstzweifel. Er war völlig überzeugt. Der Betrüger wird es gar nicht mehr raus in den zeigen. Und der Verrückte ist ja gerade dadurch gekennzeichnet, dass er fest davon überzeugt ist, okay, das ist, ich bin wirklich ein Engel, ein Prophet oder was auch immer. Ein aufrichtiger Mensch ist nicht so. Ein aufrichtiger Mensch, der weder das eine noch das andere ist, er würde genauso reagieren, hätte auch Angst, würde sich Sorgen machen. Das hat den Propheten gekennzeichnet.

Und vielleicht war das auch einer der Weisheiten hinter dieser Pause. Warum nicht direkt nach der ersten Offenbarung eine zweite folgt? Vielleicht um der Welt zu zeigen, dieser Mensch ist aufrichtig. Das ist jemand, der sich Sorgen macht, wenn er eine Offenbarung erhält und dann einen Monat lang oder noch länger keine zweite. Dann denkt er: "Was passiert hier?" Vielleicht, weil das eine der Weisheiten dahinter ist, um zu zeigen, wie ein aufrichtiger Mensch reagiert. Aber es war noch mehr hinter dieser Pause nach der ersten Erfahrung. Steckte noch mehr.

Diese Pause hat dafür gesorgt, dass der, dass der Prophet eine unglaubliche Sehnsucht entwickelt. Das war keine Normalität. Es war nicht so, dass einfach jeden Tag der Engel in Bremen vorbeikommt, sondern er hatte diese erste Offenbarung und dann wartete er gespannt, was passiert. Das war für ihn etwas Besonderes. Die Offenbarung war keine Normalität.

Kann mich daran erinnern, wie ich das erste Mal gefahren bin, das war 1997. Das war was Besonderes. Zu allererste Mal vor der Kamera. Das war besonders. Aber jetzt war ich oft da gewesen. Und auch wenn es immer wieder was Besonderes ist, es ist nicht wie beim ersten Mal. Wenn man es so oft macht, wird es irgendwann zu einer Gewohnheit und das nimmt ein Stück weit die Besonderheit. Ich erkenne auch heute noch die Leute, die zum ersten Mal in Mekka sind und solche, die öfter dahin kommen. Man merkt das an der Reaktion. Das ist normal.

Und so gab es diese Sehnsucht im Herzen des Propheten nach der Offenbarung. Und ebenso war die Offenbarung eine, eine anstrengende Sache. Es war nicht leicht. Allah hat ihm quasi nach der ersten Offenbarung Zeit gegeben, um sich zu kommen und Kräfte zu sammeln, sich bereit zu machen für das, was kommt. Die erste Offenbarung war quasi eine Ankündigung. Es war ein bereit machen. Immer zu, es passiert jetzt etwas. Wie man das heute auch manchmal macht, wenn man jemanden sagt: "Okay, nächste Woche geht es los." Das ist nur erstmal eine Ankündigung. Das kann sein, dass eine großartige Sache, von eine Reise, ein großes Projekt, wenn man einen Schlacht zieht, all das große Dinge, und man kündigt sich vorher an.

Und die erste Offenbarung, was ist das für eine Angelegenheit? Allah hat Musa zu Pharao geschickt, aber Musa hatte nach seiner ersten Offenbarung quasi die ganze Reisezeit über, um sich zu erholen, um das zu verarbeiten, um sich darauf vorzubereiten. Muss nicht den Auftrag bekommen, zum Pharao Haus zu gehen, und am nächsten Morgen steht da quasi im Verlauf vor dem Palast. So war das nicht. Diese Offenbarung ist eine gewaltige Mission. Und Allah hat den Propheten geführt. Auch das ist eine Weisheit hinter dieser ersten Pause nach der Offenbarung.

Was ist Offenbarung überhaupt? Offenbarung ist ein Engel kommt zu dir. Das ist eine der möglichen Formen. Insgesamt Offenbarung. Offenbarung ist ganz allgemein etwas, was von Allah kommt. Es ist nicht einfach etwas, was du dir gedacht hast, so eine logische Schlussfolgerung, sondern das ist eine Inspiration von Allah, etwas, wodurch Allah dir etwas klar hat, etwas Besonderes zeigt, etwas, was du sonst nicht hättest wissen können, etwas, was nicht einverstanden. Und deshalb verschiedene waren Traum. Ein wahres Traumgesicht, sagt man auch. Das bedeutet, dass man im Traum etwas sieht und das erfüllt sich so, oder im Traum erfährst du etwas und du lässt den Traum deuten und du gehst dann diesen Weg entsprechend der Traumdeutung. Und das war ein Hinweis von Allah. Das wahre Traumgesicht, das gibt es auch heute noch. Und auch der Prophet hat sowas schon vor dem Propheten tun.

Die zweite Form der Offenbarung ist eine eine Inspiration von Allah. Man nennt es auch, es ist wie eine eine Einflüsterung von einem Engel. Das hatten auch andere Menschen, nicht nur Propheten. Die Mutter von Musa zum Beispiel, als ihr eingegeben hat, dass sie Musa, ihr Neugeborenes in den Fluss wirft. Nicht einfach so in deinem Kopf, natürlich. Aber welche Mutter würde das machen, einfach so? Aber das war eine Inspiration von Allah. Offenbarung, so wird es auch bezeichnet. "Wir haben der Mutter von Mose eingegeben." Das ist eine Inspiration. Das ist nicht exklusiv für Propheten. Das können auch Menschen, die keine Propheten sind, bekommen. Aber es sind in der Regel sehr rechtschaffende Menschen, besondere Menschen, nicht einfach irgendwelche. Sie haben bei Allah eine besondere Stufe. Das ist die zweite Form der Offenbarung.

Die dritte Form der Offenbarung, der hat der Prophet erlebt und sie war leicht für ihn, so hat er erst später gesagt. Und das war, wenn der Engel Jubril in seiner menschlichen Form zu ihm kam. Und manchmal konnten ihn dann auch andere erkennen. Also, wenn jemand bei ihm war, konnte er sehen, dass der Engel kam. Und er sah in dieser Gestalt aus wie einer der Sahaba. Später ist er Sahabi geworden in Medina. Es war ein Mann namens, besonders schön. Und der Engel, wenn er in seiner menschlichen Gestalt kam, dann sah er aus wie diese Decke. Ein Akademie. Manchmal hat er eigentlich sogar verwechselt, wenn der Engel Jubril zum Propheten kam, von dir. Und der Prophet ist [Musik] auch in der Form von Menschen kommen, beispielsweise zu Propheten Ibrahim oder zu seinem Neffen im menschlichen Gestalt. Und das war leicht für den Propheten.

Aber manchmal war die Offenbarung sehr schwer. Sie kam dann zu ihm in einer Form, die er beschrieben hat, wie das Klingen von einer Glocke. Also, so groß und gewaltig, dass sie das überkommen hat. Und kann sie das vorstellen, wenn man so neben einer großen Glocke steht und ihr fängt an zu läuten? Das sind nicht mit. Und das war ein Zustand, wie der Prophet hat dann den Eindruck gemacht, als hätte er seinen Geburtstag verloren, die Augen geschlossen und der Kopf ist nach unten gesungen. Und dann war er quasi in einer anderen Welt. Er war nicht mehr hier. Er war in der Welt Offenbarung. Und das war schwer. Das war schwer für ihn, auch körperlich. Als sogar offenbart wurde, kam sie in dieser Form. Und der Prophet saß auf seine Kamel und das Kamel ist, das musste in die Knie gehen, weil das nicht tragen konnte. Und einmal hatte eine eine Habibi, seinen seine Knie, sein Oberschenkel. Der hat sich so drauf gelehnt, als ich Offenbarung kam. Und deshalb habe ich gesagt: "Ich hatte das Gefühl, mein Knochen würde brechen von diesem Gewicht der Offenbarung." Das war auch für den Propheten. Man denkt immer, das war so leicht, Offenbarung durch einen Engel. Aber das war es nicht immer.

Einige Male hat der Prophet den Engel auch in seiner wahren Form gesehen, nicht in seinem menschlichen Gestalt, sondern in der Gestalt eines Engels. Das war die Begebenheiten aus seiner ersten Offenbarung, wo er vor dem Hügel runter kam, er schaut zum Himmel und er sieht den Engel in seiner wahren Form. Und er beschrieb ihn später mit 600 Flügeln und von den Flügeln an vielen Juwelen, Perlen und Rubinen, von denen nur weiß. Das war die wahre Form von Jubril.

Und dann gibt es noch eine Form der Offenbarung. Das ist wie eine direkte Offenbarung von Allah. Manchmal finden Sie ein Hinweis darauf, sind, dass der Prophet Offenbarung bekommen, die nicht so erwähnt wurden, aber sie kamen von Allah. Beispielsweise in Al-Abran, wo Allah erwähnt ist: "Unser Leben, und als du zu den Gläubigen sagtest: 'Genügt es euch denn nicht, dass euer Herr euch mit 3000 Niedersachsen Engel hilft?'" Das war nur eine Offenbarung, quasi vor einer Schlacht, wo Allah dem Propheten mitgeteilt hat, dass ihr mit 3000 Engel unterstützt werdet. Aber das findet man sonst an keiner Stelle. Das vorher einmal den Propheten oder was gesagt hat. Aber woher kam diese Informationen über 3000 Engel, wenn Sie nicht über den Koran kommen? Aber das erwähnen einige Gelehrte. Es gibt eine direkte Offenbarung von Allah, nicht über einen Engel.

Und es gibt noch die siebte Form, und das ist die direkte Unterhaltung mit Allah. Das hat der Prophet einmal erlebt, und das war während der Nachtreise. Abgeholt hat sie sind noch Jerusalem. Er hat die Propheten im Gebet geleitet und von da aus ist er über die sieben Himmel gestiegen. Und er hatte einen ein direktes Treffen mit Allah, könnte man sagen. Er ist da zu einem Ort gekommen, wo selbst der Engel Gabriel nicht hinbekommen konnte. Der Engel Gabriel begleitete ihn über die sieben Himmel und irgendwann kamen sie an einer Stelle, wo Gabriel sagte: "Hier kann ich nicht weiter. Weiter darf ich nicht. Du gehst alleine." Und das war ein Gespräch zwischen Allah und nur Allah und der Prophet Muhammad. Das war der Moment, hat die Gebete wurden nicht verpflichte. Keine Offenbarung, oder sie waren ein direktes Gespräch mit Allah. Und der Prophet sagte: "Ich bin an eine Stelle gekommen, wo ich, wo ich den Stift schreiben gehört habe, ein Stück Eckstift. Es ist der Stift, den Allah 50.000 Jahre vor der Schöpfung erschaffen hat und immer befohlen hat, alles niederzuschreiben bis zum Jüngsten Tag." Der Prophet sagte: "Ich war an einer Stelle, wo ich das gehört habe, wie der, wie der Stift geschrieben hat." Was sie selber das Allah, mit dem man so direkt spricht. Allah hat das auch mit Musa getan, aber das war hier auf der Erde, auf dem Berg Sinai. Mit dem Propheten, oder was anders an einem Engel geholt und er hat ihn direkt über die sieben Himmel gebracht. Ich habe das heute manchmal als Argument von Christen gehört: "Euer Prophet, er hat nur über einen Engel Offenbarung erhalten, niemals von Allah direkt." Das ist nicht richtig. Allah hat den Propheten zu sich geholt für eine persönliche Unterhaltung.

Das sind die sieben Formen der Offenbarung, von denen einige beim Propheten. Die erste war: "Lies im Namen deines Herrn, der erschaffen hat." Und die zweite war: "Und du bedeckter, erhebe dich und warne." Und einige Gelehrte sagen, die erste Offenbarung, das war der Beginn des Prophetentums. Und die zweite Offenbarung: "Steh auf und warne", das war der Beginn seiner Mission. Vielen Dank fürs Zuhören.