Transcription
Ja, meine Damen und Herren, liebe Therapeutinnen und Therapeuten, ich begrüße Sie im österreichischen Land, sozusagen, was ich sehr schätze, und heute aus Berlin, sozusagen live aus meinem Studio, das ich mit 70 noch mal aufgemacht habe, weil ich gedacht habe, es wäre gar nicht schlecht, dass man vielleicht zu der Parasitologie noch oder Infektiologie noch ergänzende Dinge für die Therapeuten aufbereitet. Denn ich habe immer noch festgestellt, und da bin ich ganz eins mit dem wunderbaren Professor Auer und Professor Asböck, das sind so die Lichtgestalten aus meiner Sicht in der österreichischen Infektiologie und auch Parasitologie. Wir sind uns einig, gerade ich auch mit Professor Auer, dass wir eben unbedingt noch mal einen Fokus legen müssen auf die Infektiologie und auch Parasitologie.
Und er hat damals in Berlin im Steglitz Hotel einen seiner wunderbaren Vorträge halten, die auch mal sehr gut bebildert sind. Und er ist ja wirklich Parasitologe von altem Schrot und Korn, will ich mal sagen. Und er hat damals appelliert an die Studenten: "Kümmert euch, kümmert euch, das ist ein wunderbares Thema!" Denn kaum jemand interessiert sich ernsthaft dafür. Leider ist dieser Aufruf eben halt kaum befolgt worden. Wir sehen allerdings heute im Internet, nachdem ich also wirklich durchgestartet bin, noch mal, und damals auch schon, ja, für Dietrich Klinghardt viele Vorträge gehalten habe, wenn er seine Veranstaltung gegeben hat in Berlin oder an anderer Stelle, oder ich natürlich heute auch für Biovis unterwegs bin und dann teilweise mit Burkhard Schütz oder auch den anderen lieben Kollegen zusammen Dinge zusammenstelle, die weit über den Darm hinausgehen, die also in die tief in die Parasitologie gehen und die Infektiologie.
Und da ich das Glück hatte, eben eine Ausbildung zu genießen in England, zweimal auf Bundesstipendium der Bundesregierung, einmal im Hospital for Tropical Diseases. Das ist das führende Hospital eigentlich der Welt, was Tropenmedizin und Infektiologie nach auch nach altem, wirklich gutem Lehrbuch und auch mit hervorragenden Kollegen betreibt. Und ich hatte das Glück, eben damals Ihren Woodruff, den großen Professor der Infektiologie und Tropenmedizin, noch kennenzulernen. Der war mein Lehrer. Und dann später war ich auch noch in Liverpool und habe da Dion Bell kennengelernt. Beide sind schon verstorben, viel zu früh, wie ich finde. War noch gar nicht so alt. Und Dion Bell war auch einer der ganz Großen. Der hat "Lecture Notes for Tropical Medicine" geschrieben, sozusagen direkt live aus seinen wunderbaren Vorlesungen. Und wir haben damals eben halt aus 50 verschiedenen Ländern, glaube ich, war es, haben wir damals Tropenmedizin gelernt. Das war eine ganz, ganz spannende Geschichte und viele, viele Fallbeispiele und auch sehr gute Erzählungen sind mir noch durchaus im Gedächtnis.
Und wir wollen heute mal so eine kleine Tour de Force machen, da ich ja noch mal mit 70 auch noch Praxis eröffnet habe, eigentlich 2019, und war da ganz zufrieden, äh, mich ausschließlich auf die Parasitologie und Infektiologie zu konzentrieren, die sich ja in der Welt, die Sie kennen, nämlich die Welt Ihrer Patienten, oft etwas anders darstellt. Das heißt, wir verkennen oft den Patienten, der eben halt gar nicht wie so ein parasitologisch-infektiologischer Patient daherkommt. Der kann ja z.B. mal Wechseljahresbeschwerden haben. Und was steckt denn dann für ein Parasit dahinter? Vor allen Dingen dann, ja, für mich auffällig, wenn man 10 Jahre als Frau Wechseljahresbeschwerden hat, dann kann ja irgendwas mit dem Gynäkologen stimmen, und das sollte einem dann auffallen. Und dann sollte man natürlich gewisse Schlüsse ziehen. Wir werden heute ein klein wenig drüber hören. Ich glaube, also, wir müssen wieder zurück zu der alten, traditionellen Infektiologie und auch Parasitologie. Da gibt's wunderbare Lehrbücher, die einen daranführen, aber die werden heute kaum noch verlegt oder auch nicht mehr gelesen. Teilweise sind sie auch nicht mehr in den Archiven erhältlich oder auch antiquarisch nicht mehr zu kaufen, selbst im Internet nicht. Deswegen glaube ich, es tut Not, dass nicht nur ich, sondern auch von später noch werde ich da drüber reden, Kollegen, die Interesse daran haben, die auch vielleicht Patienten wiedererkennen.
Und wir haben auch viele Rückmeldungen natürlich von unseren Therapeuten, die ich ausgebildet habe inzwischen, weil ich mittlerweile eine Online-Fortbildung anbiete, die es uns ermöglicht, auch von Wien aus oder wo auch immer man sitzt, Salzburg oder die vielen schönen anderen Städten in Österreich oder natürlich auch woanders in Europa, einen Kurs mitzumachen, der ein wieder auffrischt mit dem, was man weiß, oder vor allen Dingen neue, spannende Dinge unter völlig anderen Aspekten, als sie normalerweise auch in den Lehrbüchern oder auch in den Vorlesungen an der Universität zu hören sind, einfach noch mal neu darstellt und wieder Freude und Spaß macht, eben bestimmte Patienten ganz anders zu diagnostizieren und zu therapieren. Also, in diesem Sinne starten wir heute mal. Ich würde Sie bitten, Ihre Fragen nach dem Vortrag an mich zu richten. Dafür ist dann auch noch Zeit genug. Wir haben das alles so getaktet, dass wir also ausreichend Zeit zur Verfügung haben, die vielen Fragen auch sehr detailliert zu beantworten.
Ja, beginnen wir zunächst mal mit mir. Ich bin selbst Arzt, heiße Rolf Jansen Rosseck und habe Diplom in Tropenmedizin, Hygiene gemacht, wie ich gerade berichtet habe, an der Universität Liverpool. Bin also auch noch Umweltmediziner geworden, habe mich von Anfang an sehr früh, äh, nicht mit der Medizin beschäftigt. Wollte aber gar nicht Mediziner werden, sondern wollte eigentlich Astrophysiker werden. Und auch das Beispiel, das gute Beispiel einer Frau im Hause, die Sie gleich sehen werden, hat mich erst nicht überzeugt, Medizin zu machen. Später, als ich aber dann viel in die Sterne geguckt habe, habe ich begriffen, die Sterne, die kann man betrachten, aber sie sprechen nicht mit mir. Und da ich recht kommunikativ bin, eigentlich als Rheinländer geboren in Düsseldorf, habe ich mich dann doch entschieden, also in die Medizin zu gehen. Und äh, mir geht's um Ursachenbehebung statt Symptomunterdrückung bei chronischen Erkrankungen, da ich glaube, und das werden Sie auch sehen, Heilung ist möglich. Chronische Infektion als Ursache chronischer Krankheitsbilder müssen wieder neu in den Fokus kommen.
Und früh habe ich also schon begonnen, eben halt mich auch mit den fremden Bereichen sozusagen, den Nachbarbezirken der Wissenschaft zu beschäftigen, der Biologie, der Veterinärmedizin, der Physik und auch der Chemie, die ja nur ein kleiner Teil unserer Ausbildung leider darstellt, viel zu wenig, um wirklich die entsprechenden Zusammenhänge auch zu begreifen. Wir haben dann vor über 23 Jahren einen wissenschaftlichen Verein gegründet, Parasitus Ex genannt. Ist ein gemeinnütziger Verein zur Erforschung von Infektionskrankheiten bei Hund und Katze. Wir haben tausende, aber tausende von Hund und Katzen untersucht, übrigens interessanterweise genau mit demselben Spektrum, was für mich heute in meiner Praxis und später vielleicht, wenn Sie als Therapeuten Interesse haben am Kurs teilzunehmen, auch für Sie dann ganz klar im Fokus stehen. Das sind also die Zoonosen, die Erreger, die von Mensch auf Tier und von Tier auf Mensch übertragen werden können. Anthropozonosen nennt man sie auch.
Später hatte ich das Glück, Dozent mal zu werden im Studiengang Gesundheitswissenschaften an der internationalen privaten Universität in Warschau. Meine Urgroßmutter und meine Großmutter hätten sich gefreut, die waren nämlich beide Polin. Das ist auch der Teil Rosseck sozusagen in meinem Namen, der hat polnischen Ursprung. Hier sehen wir die Frau, die mein Leben schon massiv beeinflusst hat, schon dadurch, dass ich als Kind in ihre Augen schauen wollte. Und es war nur eins da, dass meine Mutter Ärztin aus Überzeugung war. Mal wunderbare Artikel über sie in der Zeitung. Und ich habe mich damals gefragt und habe sie auch gefragt. Ich sag: "Wie kommt das, dass du nur ein Auge hast?" Und da ich etwas betrübt darüber war, weil ich sah, dass alle meine anderen lieben Schüler, Mitschüler eben halt Mütter hatten, die zwei Augen hatten, wollte ich das natürlich genau wissen. Und erstmal hat sie mich getröstet, hat gesagt: "Versuch mir doch mal bitte in beide Augen zu schauen gleichzeitig." Das ist mir dann misslungen. Sagst du, siehst du, du kommst doch mit dem einen Auge, was ich habe, aus sehr kluge Frau mit IQ von über 160, die also nicht sich habilitiert hat mit ihrer Doktorarbeit, sondern einfach damit zufrieden war, dass sie eine Promotion geschrieben hat über die physiologische Pathologie in der Schwangerschaft. Ein hochinteressantes Thema, will ich jetzt hier nicht drauf eingehen, kann man mal nachlesen. Aber das Interessante war, sie hatte nur ein Auge, und die Ursache dafür war eine Toxoplasmose, die meine Großmutter bekam, als sie in der vulnerablen Zeit der Schwangerschaft war. Und das hat dann dazu geführt, dass das linke Auge verkümmert war. So war ich also schon als kleines Kind mit einem Bein in der Parasitologie.
Später ist sie dann gestorben an der Bartonellose, einer der vielleicht heute wichtigsten Erkrankungen, die man kennen muss. Die Katzenkratzkrankheit. Bartonella henselae und Quintana sind also häufige Begleiter meiner Patienten. Leider auch Begleiter auf dem Weg in die Psychiatrie, denn die machen teilweise auch schwere Psychosen. Und da werden wir gleich noch ein bisschen drüber sprechen und später können wir dann auch noch mal detailliert drauf eingehen. Also hier war für mich klar, hier ist irgendwas Besonderes. Es gibt wohl Parasiten, die meiner Mutter ihr Auge wegfressen können. Das ist ja schon gruselig. Aber ich habe dann durch Kenntnisse, die mir meine Mutter auch dann vermittelt hat in den ersten Jahren. Ich habe also weit vor der Schule schon Hygiene gelernt und solche Zusammenhänge eben halt, weil sie die ganzen Vorlesungen ihrer Lehrer im Kopf hatte und mir die auswendig vortragen konnte. Das war schon eine kleine Uni auf zwei Beinen zu Hause, allerdings mit einem Auge.
Ja, ich will einen neuen Weg eigentlich gehen. Das ist eigentlich ein alter Weg. Es geht wirklich um die Heilung. Es geht also darum, möglichst mit den Möglichkeiten, die wir heute als Therapeuten haben, oder die uns die guten Labore zum großen Teil bieten, oder die uns die Labore bieten, die wir selektiv eben herausgefiltert haben in den letzten Jahren. Denn es gibt immer noch Labore, die können vieles nicht, die wollen vieles nicht, die machen vieles nicht, und manches machen sie auch nicht zuverlässig. So haben wir also den Weg beschritten über unsere Patienten, teilweise aber auch in Eigeninvestitionen, aber auch durch die Erkenntnisse, die ich hatte aus unserem Forschungsverein, wo wir ja ein eigenes Labor seit Jahren betreiben, mit eins der, ja, würde ich mal sagen, modernsten Kleinlabore in Europa für diese Zwecke, also zur Diagnostizierung von bakteriellen, aber im Wesentlichen parasitären Erkrankungen.
Für meinen Neupatienten gibt es Kontaktformular, aber leider kann ich gar keine Neupatienten mehr annehmen. Wir haben also seit einiger Zeit die Praxis schließen müssen, weil eben durch meinen Auftritt im Internet die Nachfrage so riesig geworden ist, dass wir – und das war auch der Grund, warum ich das Netzwerk gegründet habe – gezwungen waren, den Weg nach außen zu wählen über die entsprechenden Therapeuten, die wir jetzt ausgebildet haben. Und wir haben auch einen Therapeutenfinder, mit dem man sich per Postleitzahl sozusagen durch Deutschland oder teilweise auch durch Europa klicken kann, um dann eben Patienten direkt verweisen zu können an den Kollegen, der bei mir die Ausbildung gemacht hat. Alles das sind wichtige Dinge. Wir können im Moment keine Neupatienten mehr aufnehmen, da ich vor allen Dingen auch sehr intensive Auslandsreisen mache und sehr viele eben Videos noch drehe und eigene Studioarbeit eben halt mit meinem ganzen Team eben mache.
Die Praxis heißt Symetpraxis, das steht für Systemmedizin. Ich habe früh schon mit Kollegen zusammen im Tropeninstitut in Berlin auch publiziert. "Immunodiagnosis of human anisakiasis" haben wir mal publiziert. Das ist also der Heringswurm. Da ging es darum, dass wir eben halt gefunden haben, dass in den Rollmöpsen z.B. noch lebende Würmer drin sind. Das heißt, wenn man also dann in entsprechende Supermärkte geht, kann man sich die Rollmöpse besorgen, man kann sie dann auf einen damaligen Dia-Betrachter legen, er kennt den vielleicht noch, und dann sieht man plötzlich die Würmer in den entsprechenden Rollmöpsen. Wir haben die dann mit der Stricknadel rausgeholt, haben die in entsprechendes Medium getan, und dann leben die wieder und geben auch bestimmte Antigene ab, also bestimmte Proteine, die wir dann hinter genommen haben, um eine Nachweismethode zu schaffen und konnten dann Antikörper bei diesen Patienten, die betroffen waren, die konnten wir eben halt finden. Leider hat die Fischindustrie da uns einen Strich durch die Rechnung gemacht und wir mussten dann hinter diese Versuche noch die Diagnostik einstellen.
Dann gab es auch noch über Trichinen viel zu sagen, und wir haben da besonders nachuntersucht, eine Studie, eine Kohortenstudie da gemacht und haben dazu eben viele Dinge rausgefunden. Vor allen Dingen war für mich am wichtigsten die Erkenntnis, dass die Patienten noch nach 10, 15 Jahren enorme Beschwerden haben. Leider hat uns das keiner abgenommen, das hieß also, die Patienten simulieren. Aber in Wirklichkeit werden offensichtlich durch die immer noch lebenden Larven Stoffe abgegeben, die immunologische Wirkung haben und den Patienten eben dann sowas ähnliches wie eine Fibromyalgie machen, teilweise aber auch lokalisiert, insbesondere Nackenmuskulatur, Gesäßmuskulatur, Oberschenkelmuskulatur sind da sehr stark betroffen, und die Patienten sind durchaus auch noch nach vielen Jahren krank. Also, das ist eine Wurminfektion, die darf man nie eigentlich haben. Deswegen verbietet sich in jedem Fall das schon mal vorab, eben rohes Schweinefleisch zu essen.
Ja, also, was man als Mett bezeichnet, ist da ist immer noch in Deutschland sehr beliebt, ich glaube in Österreich zum großen Teil auch. Also, da muss man aufpassen, denn wir haben auch eben gesehen, wie einige Ausbrüche passiert sind, die eben halt zu 4, 5 oder 600 Erkrankten geführt haben, einige sogar sind gestorben. Und diese Menschen haben bis zu ihrem Lebensende eben Beschwerden, die wir auch nicht beseitigen können, sei wir sein wir noch so gut als Therapeuten und sein wir noch so gut mit der Diagnostik oder mit der Therapie, da ist dann nichts mehr zu machen.
Wir wollen heute über die Begriffsdefinition Parasiten noch mal nachdenken. Wir wollen Fallbeispiele uns angucken, die sehr spannend sind, die vielleicht für Sie erstmal ungewöhnlich sind, was die Interpretation angeht. Und wir wollen sehen, hinter welchen chronischen Krankheitsbildern sich unter Umständen auch chronische Infektionen verstecken können, was viel häufiger ist, als wir denken. Chronische Infektion sehen wir als übergeordnete Ursache, nämlich vermeintlich zuvor als Ursache identifizierter Infektionsfolgen. Chronische Infektion ist oft eine tickende Zeitbombe, auch bei dir kann man sagen, oder bei deinen Verwandten. Wir gehen noch mal auf die Grundlagen der Labordiagnostik ein. Wir gucken noch mal die Fallstrecke auch an, was kann man falsch machen, wo sollte man aufpassen. Und dann typische Befunde, die Sie auch bei Ihren Patienten so sehen und später dann auch interpretieren können. Und wir haben den Blickwinkel auf die Infektionen, und wir müssen die auch erweitern.
Dann gibt's bei uns mittlerweile einen Informationskanal, Rolf Jansen, auf Telegram, und wir haben auch einen Newsletter und natürlich die eben schon erwähnte Online-Fortbildung für Ärzte, Zahnärzte, Heilpraktiker und andere Therapeuten. Denn wir glauben, dass egal, was man jetzt verschreiben kann oder darf oder soll, dass eben halt wir im gesamten Bereich aller Therapeuten eben die Kenntnisse wieder auffrischen müssen. Wir müssen auch, wenn jemand z.B. Osteopath ist, wissen als Osteopath, wenn jemand dauerhafte Schmerzen hat, dass man mit ihm in Dialog kommen kann und vielleicht mal über seine Beschwerden redet und nicht nur eben halt seine osteopathischen Fähigkeiten und seine goldenen Hände walten lässt, sondern dass man den Patienten auch während des Dialogs gewisse Hinweise geben kann auf mögliche Parasitosen, Infektionen. Das ist überall noch nicht so richtig im Fokus, und das wollen wir ändern. Teil soll eben diese Forschung oder diese Fortbildung, meine ich jetzt hier, dazu beitragen.
Parasiten stehen bei mir im Fokus. Und wenn wir dann schauen, was da alles so zu zählt, eigentlich übergreifend, die Viren natürlich, die Pilze, dann natürlich die Protozoen, die Einzeller, die auch eine sehr dominante Wirkung haben auf das Immunsystem, das darf man nicht vergessen, wird immer wieder übersehen. Die Metazoen, die Mehrzeller natürlich, das sind die klassischen Parasiten, die fast jeder kennt. Wer Kinder hat, weiß, dass man mal die Madenwürmer gesehen hat. Und manchmal hat man auch das Glück, in Anführungsstrichen, dass man mal Ascaris, ein Spulwurm, der ja wesentlich größer ist, in der Toilette sehen kann. Und die Kinder sind dann ganz entsetzt, manche Erwachsene sind auch immer noch entsetzt. Aber das sind halt Dinge, die uns begleiten. Und ich denke, also an einen Professor der Tropenmedizin in Liverpool, der gesagt hat: "Kinder, ihr braucht nicht in die Tropen zu fahren, schaut einfach nur aus dem Fenster, da habt ihr Parasiten genug." Er hatte wohl recht.
Und wir sehen auch, es gibt einige, auch Hess, z.B. Professor Hess in Amerika, hat immer wieder darauf hingewiesen, dass wir natürlich sehr viele Parasiten auch hier haben bei unseren Patienten. Und wir sehen sehen natürlich durch die Reisetätigkeit der Patienten, ich bin ja noch Reisemediziner, die kommen dann aus den entsprechenden Endemiegebieten wieder, bringen die Parasiten mit. Wir haben natürlich heute auch viele, die die Parasiten gleich mitbringen, also infizierte Personen. Wir haben also die sozusagen Migration auf der Luxusseite und die Migration auf der Fluchtseite sozusagen. Und dadurch hat sich natürlich auch vieles verschoben. Also, die Parasiten sind immer wieder im Fokus, und sie sind so häufig, dass man sich immer wieder fragt, was machen die anderen Kollegen, die sich gar nicht darum kümmern?
Nehmen wir mal erstes Fallbeispiel: Patientin 35 Jahre alt, hat chronische Müdigkeit, was ja sehr, sehr häufig bei ihren Patienten sich haben. Häufige Durchfälle, ist auffällig, Blähbauch, charakteristisch übrigens Laktoseintoleranz, Glutenunverträglichkeit und Histaminintoleranz. Gerade die Dinge, die Sie natürlich alle so direkt als Therapeuten ansprechen. Der eine ist mehr oder weniger auf Darm fixiert. Wir wissen, der Darm hat eine zentrale Rolle, und wir wissen aber auch, diese Intoleranzen spielen für die Patienten eine ganz große Rolle. Was steckt dahinter? Verdachtsdiagnose für mich persönlich ganz klar: das dritte Symptom, was hier angegeben ist, der Blähbauch. Da weiß ich schon gleich, die Patientin muss mit großer Wahrscheinlichkeit einen Hund haben, und sie hat eben eine Giardieninfektion. Giardia intestinalis, heißt der einzig Parasit, der eben überaus häufig ist, haben über 80% unserer Patienten, ihre auch, aber sie haben es noch nicht feststellen können. Das heißt, wir gehen jetzt davon aus, wir schicken das in ein bekanntes Labor und gucken mal, was da gemacht wird. Da werden ja heute PCR-Untersuchungen gemacht, heute nach Corona jedem bekannt, auch den Laien, unseren Patienten, jeder weiß, was eine PCR ist. Das sind also eben halt die Versuche, aus einem Stuhl in diesem Falle die entsprechenden Anteile des Parasiten nachzuweisen, mit sehr interessanten Sonden, die heute sehr spezialisiert sind.
Wir sehen ja die Aufzählung: Blastocystis hominis ist untersucht, Giardia, Lamblia, die an der Möhre, Fragilis, Entamoeba histolytica sehen wir gar nicht so häufig, dann aber auch die Cyclospora und auch die Cryptosporidien. Wir sehen aber, der Verdacht, den ich ausgesprochen hatte, aufgrund des Blähbauches nach dem Hund habe ich noch nicht gefragt, dass eben Giardia negativ ist. Wie ist das möglich? Ja, eine PCR ist dann gut, wenn sie positiv ist, aber nicht dann, wenn sie negativ ist. Und das ist kein Ausschluss. Das ist das Wichtigste, was man hier erstmal zu sagen muss. Die PCR-Untersuchung, die darf man nicht überschätzen. Ja, wir wollen also der Sache nachgehen, weil uns eben der Verdacht ganz hoch steht, dass eben hier doch durch den Blähbauch bedingt oder auch die anderen Symptome, komme gleich drauf zu sprechen, wie die sich auch begründen, möglicherweise durch Giardia lamblia.
Wir gehen also einen Schritt weiter. Das wäre jetzt der Schritt, den Sie gehen würden. Erstens: Sofort Kuhmilchprodukte dürfen nicht mehr konsumiert werden. Histaminhaltige Lebensmittel sollen aus dem Speiseplan gestrichen werden, gerade der schöne Rotwein oder natürlich auch der Portwein, der ja aus über 40 Rotweinen verschnitten ist sozusagen, der enthält große Mengen an Histamin. Glutenhaltige Nahrungsmittel werden sozusagen vom Speiseplan auch gestrichen. Ja, was soll der Patient denn am Ende alles noch konsumieren? Da bleibt nicht mehr viel. Und viele Ärzte sind ja da sehr streng. Ich eigentlich gar nicht, bin großzügig und sage also, es ist das, was ihr vertragt. Und wir werden erstmal gucken, wie er damit klarkommt. Und wir werden vor allen Dingen, und das ist der Aspekt, ja, der hier so wichtig ist, gucken, wenn wir irgendwelche Parasiten finden, ob die möglicherweise in Zusammenhang herstellen können zwischen euren Unverträglichkeiten, ne?
Und wir schauen dann eben halt mal in ein anderes Labor. Da wird eben halt nicht nur die PCR gemacht im Stuhl, sondern wir können hier Antikörper bestimmen. Antikörper gegen Giardia lamblia, die, obwohl diese Giardia, wie Sie sicher wissen, aus Ihrer Ausbildung, noch gar nicht so invasiv sind wie z.B. Entamoeba histolytica, schon im Namen sieht man ja die Aggressivität sozusagen. Und Entamoeba histolytica kann aus dem Darm auswandern, den Darm, die Darmwand penetrieren, hinterlässt natürlich dann entsprechende Spuren im Immunsystem. Das macht Giardia nicht. Wie kommt es dann trotzdem dazu, dass wir Antikörper sehen in diesem Fall, so auch die IgG-Fraktion? Und da muss ich auch bisschen aufräumen mit den alten Vorstellungen. Dann hieß immer: IgG ist alt, wie bei Röteln z.B. Wir reden aber hier von Parasiten, das ist noch was anderes. Also spezielle Einzeller-Parasiten. Jeder erwartet jetzt IgM, das erwarten wir nicht mehr, da wir in unserem Forschungsverein lange Studien gemacht haben, wo wir eben die Hunde z.B. alle vier Wochen untersucht haben, und dann sieht man ein wunderbares kunterbuntes Auf und Ab von IgG und IgM über ein, zwei Jahre sogar, so dass wir uns an diese traditionellen Vorstellungen hier nicht mehr halten können, zumindest im Bereich der Parasitologie.
Beurteilung, also dieser PCR-Befunde ist von entscheidender Bedeutung. Das, was man im Stuhl natürlich finden kann, das wird auch in der PCR nachgewiesen. Aber das Problem ist eben halt, wenn die Giardien oder andere Parasiten noch leben, dann sitzen die noch oben. Und Giardien gerade, die haben eine sehr starke Haftung an ihrer Ventralseite, haben Sie so einen kleinen Dorn sozusagen, da haften sie sich in die Schleimhaut an und bleiben da auch sitzen. Solange die leben, kommen die gar nicht unten an. Wir sehen hier rechts etliche Stuhlproben. Wir haben das in den letzten Jahren so optimiert, dass wir drei Stuhlproben in ein Röhrchen packen. Früher war es ja so, dann kam die Patienten ins Tropeninstitut, mussten dann Montags, Mittwochs und Freitags Stuhl abgeben. Das geht bei unseren Patienten gar nicht mehr, weil die reisen nur einmal von sehr weit an. Die kommen ja aus allen möglichen Ländern auch Europas oder weit aus Deutschland zu mir nach Berlin oder auch mittlerweile zu den anderen Kollegen. Und dann ist es in jedem Fall besser, wenn man sofort alle Blutproben abnimmt und dann natürlich auch möglichst aus einer Stuhlprobe eine bessere Aussage machen kann. Und dann potenziert man das sozusagen, ist praktisch eine Anreicherung, eine indirekte, indem man eben halt drei Stuhlproben in ein Röhrchen bringen lässt und hat man eine höhere Ausbeute. Aber um es noch mal zu sagen, wenn eben da gar keine Giardien ankommen, denn die leben unter Umständen alle noch. Die wissen ja, wenn sie tot sind, dann oder dann ist es vorbei. Oder wenn sie sozusagen lebend in den Stuhl kämen, dann ist ja praktisch ihre Art gefährdet. Und das muss man immer überlegen, wenn man mit Parasiten zu tun hat. Man muss sich immer in deren Lage versetzen. Die wollen überleben. Die haben über die Evolution viele Tricks gelernt, die wir nicht beherrschen. Und wir können uns eigentlich als Mediziner, die wir nur ein paar Semester studiert haben, nicht mit der Evolution messen. Das darf man nie vergessen. Das heißt, "the survival of the fittest" hat hier stattgefunden. Die sind wirklich clever und die nutzen uns schonungslos aus. Die wollen ihre Art erhalten und wollen sich vermehren. Und manchmal, wie gesagt, lassen sich im Stuhl gar nicht erst nachweisen, weil sie gar nicht angekommen sind da unten.
Und noch eins ist wichtig bei der PCR: Die PCR hat eine gewisse Sensitivitätsgrenze. Wir sagen bei den Parasiten immer, in einem Milliliter Blut müssen mindestens über zehn Erreger sich befinden, um die PCR positiv zu machen. Leider ist bei vielen chronischen Infektionen, insbesondere der bakteriellen Art, aber auch parasitären Art, diese Zahl nicht vorhanden, sodass oft PCRs negativ sind. Das hat uns im Verein dazu geführt, dass wir bei den Hunden gar keine PCR mehr machen, weil die oft nicht verlässlich ist, weil die chronischen Infektionen des Blutes, insbesondere hier, keinen Nachweis ermöglichen.
Was lernen wir also? Giardien-Infektionen können bei positiven PCR sicher nachgewiesen werden. Bei negativer PCR doch nicht ausgeschlossen werden. Das ist der Kernsatz, den man sich merken muss. Antikörpertests können die Diagnostik bei der negativen PCR unterstützen und sie ergänzen. Wir gehen grundsätzlich davon aus, dass wir bei negativer PCR immer die Antikörper bestimmen. Infektionen können hier in diesem Fall auch zu Erschöpfungszuständen führen. Die machen insbesondere viel Blähung, die Giardien fast immer. Also, ich habe fast noch gar keinen Patienten gesehen, der Giardien hat, der kein Blähbauch hat. Und das, was ich eben schon angedeutet habe, dass es doch Zusammenhänge zwischen der Kausalität gibt, die die Parasiten verursachen und die dann zu Laktose-, Glutenunverträglichkeit und auf Fruktoseintoleranz führen können. Das bedeutet, wenn wir die Patienten adäquat therapieren in diesem Falle, dann ist die Glutenunverträglichkeit weg, ist die Fruktoseintoleranz weg, und auch die Laktoseunverträglichkeit, die ist dann plötzlich verschwunden, und wir können den Patienten dann von dieser strengen Diät wieder erlösen. Ich sage immer, bevor ihr jetzt großartig eure Diät umstellt, lassen wir erstmal gucken, ob Parasiten die Ursache sind. Was nicht immer der Fall ist, aber immer häufiger sehen wir das. Und dann können wir den Patienten natürlich schon wieder lassen, und er glaubt auch dann nicht mehr, dass das eben genetisch bedingt ist. Das ist für uns persönlich heute gar nicht mehr so häufig. Für Sie ist das überraschend, aber ich glaube, das sollte man sich merken, und da sollte man seinen Patienten noch die Unterstützung gönnen durch eine differenzierte Diagnostik.
Patientin 44 Jahre alt. Wir sehen hier schon Größe haben wir angegeben und Gewicht, also die ist deutlich untergewichtig. Hat nämlich eine Essstörung. Sie hat auch Erbrechen, sie hat Gewichtsverlust, sie hat auch wieder Blähung, sie hat wechselnde Stuhlkonsistenz und manchmal auch wechselnde Stuhlfrequenz. Was vermuten Sie, was könnte das sein? Schauen wir mal. Wir sind wieder bei demselben Parasiten, wir sind bei Giardia lamblia. Wir haben wieder versucht im Stuhl mit der PCR eben was nachzuweisen. Ebenfalls haben wir wieder ein negativen Befund. Wiederum sind wir veranlasst, die Antikörper zu bestimmen. Was gucken wir uns an? Des IgM. In diesem Falle hier ist die Fraktion des IgM mal positiv in 1:32, durchaus schon ein deutlicher Titer. Wir haben bei uns für die Hunde etwas andere Cut-offs sozusagen. Hier liegt der Cut-off bei kleiner 1:16. Bei uns ist der Hund schon bei 1:16, 1:10 positiv. Das heißt, wir sehen im Bereich der Veterinärmedizin eine viel höhere Sensitivität der Tests. Es ist unklar bis für mich bis heute, warum das eben halt in der Humanmedizin nicht der Fall ist. Das heißt, wir verlieren viele Patienten, weil die praktisch erst mit 1:16 oder größer 1:16 positiv sind.
Hier gilt aber wieder das, was ich immer wieder sage: Verlasst euch nicht auf die Labordiagnostik zu sehr. Selbst wenn ich jetzt bei dieser Patientin nur die Symptome hätte und nur entsprechend diese Essstörung und so weiter, was hier als Symptomatik angegeben ist, und ich hätte auch noch einen negativen Giardia lamblia Befund in dem IFT, das sind ja Immunfluoreszenztests, die sehr sensibel, noch sehr spezifisch, würde ich trotzdem ex juvantibus behandeln. Und das kenne ich u.a. aus der Praxis meiner Mutter. Da hatten wir ja diese Tests überhaupt gar nicht. Wir hatten kein Biovis, wir hatten die ganzen großen, wunderbaren Labore nicht. Wir hatten verschiedene Nachweismethoden auch nicht, die routinemäßig heute angegeben und angeboten werden. Und so wurde bei uns meistens ex juvantibus nach diesem klinischen Bild, wie auch bei der ersten Patientin, behandelt. Und das auch mit Erfolg. Da sollte man sich auch mal wieder drauf konzentrieren. Leider ist es heute so, die Krankenversicherer fordern natürlich was ein, der Kollege, der überwiesen hat, fordert was ein, und der Patient selber möchte natürlich auch den Beleg, den Beweis haben. Also, insofern ist heute eine etwas andere Gemengelage, auf die man sich auch einstellt. Das machen wir auch.
Wir lernen also hier wieder: Giardien-Infektionen können Essstörungen verursachen. Da gibt es nämlich wunderbare Publikationen aus Norwegen, da ist aufgefallen bei einem größeren Ausbruch eben halt, dass da auch eine Patientin mit Essstörung dabei war, die hatte aber eben halt nicht direkt am Ausbruchsgeschehen teilgenommen, sondern die hat eben halt offensichtlich wieder hinter raus schon lange die Störung gehabt. Und dieser brillante Arzt aus Norwegen, der die Publikation gemacht hat, kam auf die Idee, ob möglicherweise da ein Zusammenhang sein könnte. Und siehe da, nach der Diagnos-, nach der Diagnostik, die vorher nie gemacht worden war bei dieser essgestörten Patientin, fand sich dann die Giardia-L-Infektion positiv, glaube sogar mit Nachweis im Stuhl. Und dann hat man die entsprechend behandelt diese Infektion, und siehe da, die Essstörung war weg. Wir müssen also annehmen, dass auch über bestimmte immunologische Einflüsse, die von Parasiten ausgeübt werden können, insbesondere wenn chronische Infektionen vorliegen, dass hier bestimmte Verhaltensstörungen, wie Essstörungen z.B., sich als durchaus verlässlicher Hinweis geben können auf eine Parasitose, ne? Wir haben das bis jetzt so nicht gelernt, aber die Zusammenhänge werden immer offensichtlicher.
Die Neuropsycho-Biologie spielt dabei eine ganz, ganz große Rolle. Und wir sehen das durch bestimmte Veränderungen im Hirnstoffwechsel, aber auch was das Immunsystem des Gehirns angeht, Neuroglia z.B. die Aktivierung, je nachdem, was da für Antikörper oder auch Autoantikörper zirkulieren, kommt es eben halt dann zur Verhaltensstörung. Und wir müssen lernen, noch mal: Infektionen können zu Malabsorption führen, das ist ganz wichtig, und damit sind ja auch viele Syndrome verbunden, Mangelzustände verbunden, auf die wir später noch mal eingehen können.
Giardien, wir sehen ein enorm breites Spektrum, was man noch mal hier aufgelistet sich betrachten sollte. Und vor allen Dingen die sehr schönen rasterelektronenmikroskopischen Aufnahmen auf der rechten Seite zeigen, wie fast tapetenartig diese Erreger, insbesondere wenn Neuinfektionen immer wieder stattfinden, man wird ja nicht immun dadurch, oder wenn eben eine chronische Quelle da ist, ich komme auf die Quellen gleich noch mal zu sprechen, letztendlich dann die gesamte Darmwand eben oft befallen ist und dadurch kommt es zu massiven Resorptionsstörungen, Malabsorption. Und wir haben eben halt hier auch große Probleme, was die Zusammensetzung der Rückstände im Stuhl angeht. Das finden wir nämlich dann Zucker und finden häufig Fett. Und das sind auch, wenn man jetzt ein Mikrobiom macht und das sollte man immer dazu ergänzend machen als Untersuchung, dann können wir gleich schon sagen, wenn Fett und Zucker im Stuhl ist, können Sie zu 90% davon ausgehen, dass eine Giardiose da ist, auch wenn sie überhaupt noch keine Untersuchung auf Parasiten gemacht haben.
Also, Bauch- und Magenkrämpfe, Blähbauch, Blähungen, Übelkeit, auch intervallartig, wichtig, gerade diese parasitische, will ich mal sagen, Änderung dieser Stuhlfrequenz, die mal mehr, mal weniger ist, oder die Stuhlkonsistenz, die sich ändert. Immer diese Änderung, diese mal kommen und gehen, nicht so präzise wie Ebbe und Flut, aber doch ständig die Wandlung. Das ist das Parasitische sozusagen. Oft sind es eben keine stabilen Zustände. Die haben wir eher bei Bakteriosen oder bei Virosen z.B. oder reaktivierten Virosen haben wir das dann. Erbrechen kann sein, ist selten, aber ist möglich. Durchfälle, hier breiig und stinkend, oft im Wechsel, wie gesagt, mit normalem Stuhl. Drängender und unbeherrschbarer Stuhldrang ist besonders auch nach dem Frühstück auffällig. Müdigkeit hatte ich schon gesagt, bis zur extremen Müdigkeit, auch bis zum Ermüdungssyndrom. Das wird dann als CFS missinterpretiert, denn das ist aus meiner Sicht kein CFS, sondern hier ist ja ganz bestimmter Keim, in diesem Fall ein Parasit, eben zuständig. Und dann das, was ich schon gesagt habe, Malabsorptionssyndrom, Intoleranzen, Glutenunverträglichkeit, Histaminintoleranz. Auch wir finden also dann sehr häufig Histamin im Stuhl erhöht. Das sollte man prüfen, weil wir wissen ja eben über die entsprechenden Verbindungen zum Immunsystem, kommt es eben halt auch bei den Mastzellen zu einer Aktivierung. Das heißt, also viele Histaminunverträglichkeiten und Intoleranzen sind eben durch Parasiten getriggert.
Wenn man die Parasiten erkennt, behandelt adäquat, dann geht auch auf einmal die Histaminintoleranz zurück. Daran müssen Sie immer grundsätzlich denken. Wir müssen diese ganzen Dinge, die so klassisch bekannt sind, die auch bei den Heilpraktikern heute bekannt sind, wieder neu deklinieren, unter neuen Aspekten, unter parasitischen Aspekten betrachten. Fieber ist selten, kommt aber vor, und Raritäten sind Psoriasis, Erythema nodosum, reaktive Arthritis. Also, wir sehen häufig, allerdings auch schon mal gewisse Hautreizungen, die sich sonst nicht erklären lassen. Und wenn man dann die Parasitose beseitigt, dann sehen wir sozusagen, der Spiegel unserer Gesundheit, unseres Immunsystems ist die Haut, und dann verschwinden eben halt auch diese Hautrerscheinungen.
Und noch mal, Essstörung nicht vergessen. Immer bei Essstörung Parasiten ausschließen, ganz wichtig. Im Vordergrund stehen sicher die Lamblien. Hier sehen wir die Tragungswege, einmal, wie sich der Hund links infiziert. Das sind ja die Hunde, die wir immer wieder in unserem Labor haben. Parasitus X. Wir beraten die Veterinärmediziner und wir forschen, wie gesagt, über die Zusammenhänge. Wir sehen vor allen Dingen, das war der Anlass der Gründung, dass die Epidemiologie sich geändert hat, weil eben jedes Jahr nach Deutschland, zumindest in Österreich weiß ich jetzt nicht, 1,5 Millionen Hunde im Mittel importiert werden, pro Jahr, nicht in 10 Jahren, sondern pro Jahr. Und unter Corona-Bedingungen waren es fast 3 Millionen. Das muss man sich vorstellen. Da kommen 3 Millionen Hunde aus Endemiegebieten, die mit Deutschland gar nichts zu tun haben. Südfrankreich geht ja noch, aber Südportugal, Südspanien, Griechenland, aber vor allen Dingen aus den Maghrebstaaten. Da werden sehr viele Hunde eingesammelt. Oft fährt dann eine alte Dame mit einem Track, gibt dem Bauern ein bisschen Backschisch, und dann fahren die eben übers Land und sammeln die Hunde ein. Und dann werden die hinter ganz schnell, husch, husch, husch, sozusagen den Veterinär vorgestellt, kommen dann nach Deutschland, und wir werden dann hier letztendlich über das Internet, über irgendwelche "Ein Herz für Hunde"-Initiativen verteilt. Nichts gegen die Initiativen, nichts dagegen, dass man Hunde, die leiden, eben halt aufnehmen sollte, aber das Problem ist, dass eben halt hier nicht adäquat therapiert wird, und die Hunde schleppen eben dann neue Erreger ein, die zum Teil eben hier nicht endemisch sind, aber jetzt endemisch geworden sind. Und das sehen wir natürlich. Wir benutzen also die Hunde heute als Monitor für verschiedene Erkrankungen, die dann bei Menschen auch plötzlich auftreten, die einfach direkt, wie wir es ja hier sehen, übertragen werden.
Da sehen wir ja Mr. Lamblia, der leckt und lutscht natürlich an dem Mädchen rum, und die finden das auch noch alle niedlich. Ich finde das auch nicht schlecht. Ich meine, ich habe auch immer Hunde gehabt, manchmal bis zu drei Stück. Aber erstens sollte man sich nicht belecken lassen, und wenn man sich schon belecken lässt, sollte man wissen, was dann übertragen werden kann. Hunde haben immer Lamblien. So haben fast alle Hundebesitzer. Und deswegen gehört das auch in Ihrer Anamnese immer die Frage nach Hundehaltung oder Hundekontakten. Ich muss ja nicht unbedingt selber einen Hund haben oder eine Katze, dann kann ich mir eben halt diese Erreger zuziehen. Und deshalb Übertragung von Hund zu Mensch ist das normale, und das ist eben halt eine Zoonose at its best, will ich mal sagen. Und das ist ganz, ganz wichtig. Weisen Sie also Ihre Familien drauf hin, und wenn die Kinder Verdauungsstörung haben oder die Intoleranzen, die wir besprochen haben, dann fangen Sie immer erst beim Hund an. Ich habe so ein schönes Podcast mal gemacht, wie man von der Katze auf den Hund kommt. Da kommen wir später vielleicht noch drauf zu sprechen.
Wie können wir uns infizieren? Kontaminiertes Wasser, und immer dran denken, ich kann mich jederzeit neu infizieren. Kontaminierte Lebensmittel mit Fäkalien, kopfgewaschene Salate und so weiter, gewaschenes Obst. Kann sogar so weit gehen, dass man eben Südfrüchte, wie wir das früher mal gemacht haben im Tropeninstitut, als man uns beibringen wollte, wie kommt man denn an die Wurminfektion, haben wir eben halt 10 kg Südfrüchte abgewaschen, haben das Abwaschwasser aufgefangen. Am nächsten Morgen dann im großen, riesigen Erlenmeyer haben wir dann eine große Pipette genommen und haben das den Bodensatz rausgenommen, den entsprechend noch bisschen zentrifugiert und dann auch entsprechend angereichert und im Mikroskop betrachtet. Sie glauben nicht, was da an Wurmeiern sozusagen von den Südfrüchten abgewaschen werden konnte. Denn wenn jemand die Apfelsine pflückt und muss man dringend zur Toilette, auch wenn er sein großes Geschäft macht, dann geht er nicht noch zur Toilette, dann macht das um die Ecke, und dann sind die entsprechenden hygienischen Bedingungen natürlich nicht da. So gelangen dann natürlich vom Stuhl des Pflückenden auf die Früchte, gelangen dann entsprechend natürlich die Überträger bzw. die Wurmeier und so weiter. Was wir alles gefunden haben, ne? Vorsicht beim Wechseln von Windeln. Mütter können sich natürlich auch anstecken. Ping-Pong-Effekte gibt's in der Familie auch durch asymptomatische Scheider. Man muss also nicht unbedingt jetzt Symptome haben, wie ich die geschildert habe, ne? Das Schwimmen in öffentlichen Gewässern, insbesondere dann, wenn eben halt das Oberflächenwasser durch z.B. schwere Regenschauer jetzt hier kontaminiert wird und das für ein, zwei Tage ungefähr dann hochinfektiös ist. Ich habe das selber auch mal erlebt, dass hier bei einem Triathlon, der in Berlin gelaufen ist, jemand sich infiziert hat, der nach einem Gewitter eben halt sich in dem Gewässer, Oberflächengewässer angesteckt hat, als der Wettbewerb da stattgefunden hat, und der ging dann mit einer allerdings Listerieninfektion ging der ins Krankenhaus und war sehr, sehr schwer krank, muss auch intensiv behandelt werden.
Sexualpraktiken sind beim Kontakt mit Fäzes natürlich auch eine Möglichkeit, sich zu infizieren. Wir müssen immer wieder auf die Sexualpraktiken zu sprechen kommen. Wir sehen das später bei einem anderen Erreger auch noch. Darüber wird viel zu wenig nachgedacht. Also zu katholisch sollte man nicht sein, sondern wir sind ja schließlich Therapeuten, die in der Verantwortung stehen für Patienten, die krank sind, die möglicherweise auch andere anstecken können. Ich war lange mal in Berlin zuständig für die sexuell übertragbaren Erkrankungen, auch in der Prostitution und so weiter, weil ich mal der solchen Referent des Landes Berlin gewesen bin, unter anderem auch der Umweltreferent, weil ich ja beide Ausbildung gemacht habe. Das war eine spannende Zeit, und da sieht man eben halt sehr viel, was man halt in der Zeitung nicht jeden Tag liest. Aber wir sind ja Therapeuten, sind ja auch keine Fahrer. Wir müssen aber uns eben halt mit dem Leben der Menschen auch genau befassen, denn die Parasiten nutzen alle Wege, auch z.B. die Wege über Sexualpraktiken.
Präventive Maßnahmen: Klar, Wäsche mindestens bei 60 Grad waschen. Wasser abkochen tötet die Zysten, Chlor jedoch nicht. Das ist auch wichtig. Viele überschätzen Chlor in diesem Falle hier. Das ist wichtig, dass man das erwähnt. Eigene Toiletten natürlich benutzen. Horridiculus, wie ich mal von meinem Hygiene-Professor gelernt habe, ist z.B. über die Toiletten nachzudenken in den ICEs, in den Fernzügen oder natürlich auch in Flugzeugen. Wenn man da Abklatsche macht, dann wundert man sich, was man alles so unter dem Mikroskop betrachten kann. Denken Sie bitte immer daran, dass Sie da sehr vorsichtig mit dem Berühren der Handgriffe und und so weiter sind, auch der Flächen, die sind alle hochkontaminiert. Gibt's wunderbare Untersuchungen zu. Deshalb wichtig: eigene Toilette. Wenn es also gar nicht geht, muss man halt drauf achten und sich die Hände besonders gut waschen. Wer will, kann sich auch noch Handschuhe anziehen. Ist nicht unbedingt notwendig, aber muss das einfach wissen. WC-Sitz, natürlich, Wasserzug, Spülknopf, all diese Dinge sind kontaminiert und gehören eigentlich desinfiziert. Und ich sehe das eben mit meiner Familie häufig, dass mit dem Ellenbogen die Tür aufgemacht wird und nicht mit der Hand. Also sogar meine beiden Söhne haben das ganz früh gelernt, eben solche Türen grundsätzlich nur mit dem Ellenbogen zu öffnen, auch mit dem Fuß dann wieder zu schließen, ne?
Umkehrosmoseanlagen entfernen die Lamblien-Zysten. Das ist wichtig. Die sind sowieso wichtig, die Umkehrosmoseanlagen. Da könnte man noch mal ein ganzes Webinar zu machen, weil das von großer Bedeutung ist aus verschiedenen Gründen, aber hier speziell die Zysten werden dann zurückgehalten. Es gibt keine Immunität. Ich habe es schon gesagt, Sie können sich jederzeit, insbesondere an Ihrem Hund, wieder anstecken. Den Hund zu diagnostizieren und zu therapieren ist vollkommen sinnlos, denn spätestens, haben Sie ja gesehen, wie er im Wasser gelegen hat und an der Pfütze schleckt, ist der nach zwei, drei Tagen wieder infiziert. Das ist rausgeworfenes Geld. Man muss halt die Hygieneregeln einhalten, denn der schleckt sich den After, da sind die Zysten, dann sind die Zysten auf seiner Zunge, dann leckt er sich das Fell, und Sie streicheln den Hund, und schon läuft das fäkal-oral ab von Fäzes des Hundes natürlich dann in Ihrem Magen-Darm-Trakt, ne?
Wasser aus versiegelten Flaschen zum Trinken und Zähneputzen verwenden ist wichtig. Tropen ja sowieso, aber uns ist auch nicht ganz unwichtig. Selbst versiegelte PET-Flaschen sind in manchen Ländern kein Garant für sauberes Wasser, ne? Da teils keinerlei Produktionsstandards existieren und man weiß wirklich gar nicht, wo die Quelle ist, wer weiß, wo die das abgefüllt haben. Ich habe selber erlebt, wie man auch auf mein Geheiß hin die Eiswürfel eben halt nicht akzeptieren wollte, bzw. ich gesagt habe, ich hätte gerne einen Drink ohne Eiswürfel. Dann kam der mit Eiswürfel, und ich habe den dann hinter der Bar erwischt, hatte dann mit der Hand einfach die Eiswürfel aus meinem Drink rausnehmen wollen, wollte mir den wieder servieren. Achten Sie auf solche Sachen. Mittlerweile muss man da auch bei uns in Deutschland drauf achten. Ist ganz wichtig, ne?
70% Ihrer und meiner Patienten haben eine chronische Giardia Lamblia Infektion mit all den Risiken und Folgen. Das kann man einfach so pauschal sagen, wenn ich auch jetzt keine exakte Statistik dazu habe, aber die Lamblien sind einfach viel, viel häufiger, als wir denken. Deswegen einfach mal mit aufnehmen in die Betrachtung der Symptome als Abklärung, differentialdiagnostisch mit den möglichen Untersuchungsmöglichkeiten, die wir haben. Also einmal den Stuhl untersuchen. Direkt kann man machen. Das wird aber heute in der Manglung von guten MTAs, die das ja am Mikroskop machen können, leider nicht mehr gemacht. Ist auch sehr, sehr zeitaufwendig. Dann haben wir eben die PCR, die das ersetzen kann, aber sie ist nicht allwissend, sozusagen. Und deshalb bleibt uns dann, was auch wichtig ist, weil oft ja eine chronische Infektion vorliegt, ist die Chance, also Antikörper zu finden, noch wesentlich größer, als wenn das jetzt eine spontane Infektion wäre, die wir ja meistens gar nicht sehen. Denn wenn Sie den blauen Bauch haben, dann haben Sie eine chronische Infektion. Wer das nachlesen will: CFS und Reizdarmschwerden, Lamblieninfektion. Sehr schöne Arbeiten hier gemacht worden, sollten Sie sich angucken. Sie bekommen ja den Skript zur Verfügung hier. Reizdarmsyndrom wieder und CFS 3 Jahre nach einer Lamblieninfektion. Auch hier sehen wir oft lange Folgen, die bis jetzt auch noch einer Erklärung bedürfen, denn das ist nicht immer ein Therapieerfolg, was hier eine Rolle spielt, sondern sind offensichtlich auch noch immunologische Konsequenzen, die eben viele Patienten auch nach der Therapie, das war in der Studie, die in Norwegen gelaufen ist, sichtbar, dass da eben viele Leute nachhaltige Beschwerden hatten über mehrere Jahre. Das muss man noch mal abklären. In jedem Fall drauf achten, vermeiden oder dran denken, ob es wieder eine Neuinfektion ist, ob man noch mal therapieren muss. Und teilweise sind auch die therapeutischen Strategien nicht ganz verlässlich, und wir müssen heute von gewissen Resistenzen ausgehen. Also das bedarf noch mal einer besonderen Betrachtung, und man darf sich eben nicht auf das einmalige Geben von irgendeinem Antiparasitikum verlassen.
Jetzt kommen wir zum Fall 3. Das ist ein Patient, 48 Jahre alt, der imponiert mit besonders postprandial, wichtiges, wichtige Erkenntnis, postprandial hat Übelkeit, hat Magenbrennen, hat Unverträglichkeiten, hat auch Durchfall gelegentlich. Interessant, dass auch Prostatabeschwerden hat, hat Hashimoto. Wer sagt, die ist gut eingestellt, hat Nährstoffmängel, Aminosäuren, Mineralstoffe, Vitamine, also im Grunde die Routine, was Sie häufig sehen. Was könnte das sein? Verdacht hier, wenn der Magen so ein bisschen im Spiel ist, eigentlich Helicobacter. Schauen wir mal, was war ein bisheriger Diagnostik bei den Patienten gemacht worden? Der kommt also an dreimal Gastroskopie, alles negativ, heißt dann immer Typ C Gastritis, ne? Und dann sagt er, nee, Magen brauchst du dich nicht zu kümmern, Helicobacter habe ich nicht. Ich sag, wie kommen Sie auf die Idee? Ja, wir haben ja schon beim Gastroenterologen alles untersuchen lassen, Gastroskopie ist gemacht worden, und da brauchst du dich jetzt nicht mehr drum zu kümmern. Dann gucke ich mir an: Urease-Schnelltest ist negativ gewesen, dann haben wir Antigen im Stuhl ist negativ, dann haben wir manchmal sogar C13-Harnstoff-Atemtest, der auch gar nicht so schlecht ist, aber war negativ, und Antikörper auch negativ. Was machen wir jetzt? Gehen wir von der Verdachtsdiagnose ab? Ich würde es nicht sagen, auf Grund meiner Erfahrung nicht. Der Patient bringt auch noch einen Blot mit, sehr umfänglichen Blot. Können Sie sich mal ansehen, was da alles für Banden getestet worden sind, alles negativ. Ja, dieser mitgebrachte Befund, der bringt mich auch nicht von meiner Verdachtsdiagnose ab. Viele Kollegen geben jetzt schon auf und sagen, nee, dann ist das alles klar, ist erledigt. Hier ist gar nichts erledigt, denn bei dieser Symptomatik erinnere ich mich auch noch an die Praxis meiner Mutter. Da war eigentlich klar, dass da irgendwas besonders im Bett liegen musste. Nur damals gab's ja noch kein Helicobacter, der war ja noch gar nicht entdeckt, ne? Also wir hatten da teilweise ja noch die psychischen Diagnosen, das waren die Männer, die dann zum Psychiater oder zum Psychotherapeuten mussten, mussten sich da eine langen Kur unterziehen, Rollkur und was da alles mit den Leuten gemacht worden ist. In meinen Augen war das mal so ein Musterbeispiel für die Diskreditierung von Patienten, nur weil man eben als Arzt oder als Wissenschaftler die Mühe gegeben hatte, mal nachzuforschen, was ja unser Barry Marshall, der ja jetzt mittlerweile den Nobelpreis bekommen hat, gemacht hat und uns gezeigt hat, was eine Hake ist, wenn man wirklich mal reinguckt ins Mikroskop, was der Lehrer neben ihm gar nicht machen wollte. Das heißt, obwohl der Junge gesagt hat, im Ulkus zu hier gibt's ja in dem Ulkus, den er sich da angeguckt hat, ganz viele Bakterien, die wimmeln darum, hat der Professor es vermieden, da reinzugucken. Er hat das nicht für möglich, das müsste steril sein, war wohl seine Aussage. Das war natürlich falsch. Also wir sehen, wie auch teilweise durch alte, traditionelle Denkweisen, die sich immer wieder festhalten an dem, was wir mal gelernt haben, Dinge übersehen werden. Müssen nach wie vor neugierig bleiben. Wir müssen ganz besonders neugierig sein auf die Parasiten, denn die können uns Morbus Crohn lehren, dass wir eben halt wirklich doch bei unseren Patienten die viel häufiger finden und dann natürlich ganz andere therapeutische Optionen haben, die ansonsten gar nicht in Anspruch genommen werden.
Wir sehen, wenn wir jetzt in diesem Fall hier mal einen differenzierten Blot machen. Blot kennt ihr ja fast, das sind eben halt bestimmte Proteine, die nach Größen klassifiziert werden, also nach Kilodalton, in diesem Falle 66, 57, 54, 41 und so weiter, die alle unterschiedliche, diese Banden haben unterschiedliche Bedeutung. Aber die 26er Bande hat eine Bedeutung. Wir sehen das in dem kleinen Text, der unten drunter steht, da stehen die drin, das sind die rekombinanten Banden, und die rekombinanten, insbesondere die 33, 30, 29, 26, 19 und 17, die spielen für uns eine Rolle. Wir sehen im Test im IgG die 26er Bande schwach positiv. Also das muss zumindestens ein Hinweis geben, dass möglicherweise hier die Symptome begründet sind durch eine Infektion des Magens. Für uns war das ganz klar. Wir müssen lernen, ganz entscheidend wichtig. Infektionen können weder durch mehrfache Gastroskopien, ganz, ganz wichtig. Wir haben eine Patientin gehabt, 10 Jahre lang Gastroskopie gemacht worden, jeweils negativ, und wir haben unsere entsprechende differenzierte Diagnostik gemacht, und sie hatte ganz eindeutig diese Beschwerden begründet, nämlich aufgrund der Infektion mit Helicobacter. Wir haben sie adäquat therapiert, und die hat wirklich nur noch Tränen gehabt, hat gesagt, das ist doch unfassbar, 10 Jahre lang hat man mich an der Nase rumgeführt, hat sie wirklich gesagt. Ich weiß das noch sehr genau. Achten Sie bitte darauf, dass Gastroskopien kein Ausschluss sind, absolut nicht. Ja, und wir können auch die Atemteste machen, die ich sehr gerne mache bei Kindern z.B., und die dann immer immer wieder was zeigen, aber wenn die negativ sind, kann ich mich auch nicht drauf verlassen. Antigen im Stuhl ist auch nicht verlässlich. Habe eben das kurz erwähnt bei der Lamblieninfektion, dass die PCR das nicht alles bringt. Wir müssen also bei vielen Patienten, wenn so begründete Symptome da sind, über lange Zeit möglicherweise anhalten, wenn viele Ausschlüsse schon gelaufen sind, müssen wir konsequent alles anwenden, was die Diagnostik heute zu bieten hat. Und ich bitte Sie ernsthaft darum, das zu machen. Bei uns ist ja oft die Frage, bezahlt meine Krankenversicherung das? Wir haben praktisch gar keine Patienten mehr, die auf Krankenversicherung wertlegen. Das heißt, wir haben 80% Selbstzahler, die alle diese Erfahrung, die ich kurz eben erwähnt habe, hinter sich haben. Die haben die Nase voll, im wahrsten des Wortes. Und ich sage auch immer, wenn ihr in die Pizzeria geht, bezahlt das auch nicht eure Krankenversicherung. Wenn ihr ein Auto kauft, sowieso nicht. Beim Urlaub ist dasselbe. Und wenn es um eure Gesundheit geht, dann investiert mal euer privates Geld in die vernünftigen Diagnostiken, damit ihr endlich nicht 10 Jahre ohne Diagnose rumlauft und ohne Therapie, sondern endlich nach kurzer Zeit mit dem kurzen und gar nicht so hohen Einsatz von Finanzen eben dann zu einer Antwort kommt und der Arzt kann euch dann auch helfen. Das ist ganz, ganz wichtig.
Infektionen führen häufig auch zu Müdigkeit. Das wiederum wichtig, besonders postprandial. Ich hatte das eben schon kurz erwähnt. Fragen Sie immer nach postprandialer Müdigkeit, dann haben Sie das erste Indiz, dass hier Helicobacter-Infektion im Spiel sein kann. Wir sehen das immer wieder, ich habe eigentlich keine Ausnahme. Ja, und ganz, ganz wichtig oder auch Völlegefühl z.B. ist ganz entscheidend. Ich war jetzt mit meinem Sohn in der Pizzeria, und dann hatte der plötzlich Völlegefühl nach der Pizza. Isst also die halbe Pizza, isst ein, haben die mit nach Hause. Ich sag, jung, wie kommt das? Du hast doch sonst immer deine ganze Pizza gegessen. Aber ich sag, ich habe eine Idee, du hast nämlich eine Freundin seit einem Jahr, und ich kann mir vorstellen, die hat Helicobacter. Ich sag, komm, bring die mal her, wir diagnostizieren das mal. Und so war es auch. Beide hatten Helicobacter. Das war der Grund, warum nur die halbe Pizza gegessen hat. Also hier sieht man schon an einem einzigen Kardinalsymptom, das war nicht die postprandiale Müdigkeit, sondern in diesem Falle das Völlegefühl. Ganz wichtig.
Infektionen führen natürlich dann auch zu Mangel an Magensäure und deren Folgen. Ist alles bekannt. Aminosäurenmangel, damit auch Baustoffmangel für Proteine, Insulin, Immunglobuline und so weiter. Und wir sehen also, wie weitreichend dann letztendlich die Konsequenzen dieser Parasitose sind. Infektionen können auch zum B12-Mangel führen und Eisenmangel, insbesondere auch dann, wenn natürlich hier Pantoprazol eingesetzt wird oder eben die PPIs, die natürlich dann wiederum noch mehr den Vitamin B12-Mangel forcieren. Und wir sehen dann Patienten, die eben wie diese Frau, der ich gerade gesprochen habe, 10 Jahre eben halt mit der Gastroskopie gequält worden sind, ohne entsprechende Lösung, und dann natürlich nur Pantoprazol bekommen wegen ihrer Symptomatik, und wir haben eben keine kausale Ursache, die nachgewiesen wurde. Deshalb gibt es auch keine kausale Therapie. Genau da laufen wir Sturm und sagen, dafür brauchen wir eben wieder noch mal die neuen Erkenntnisse, die eigentlich die alten sind. Wir müssen eben konsequent und gründlich vorgehen und dürfen uns mit keinem Negativbefund abfinden. Das ist das entscheidend Wichtige bei uns im gesamten Strategie und Vorgehensweise in unserer Praxis.
Spezifische IgG und IgA Antikörper sind nach ca. 8 Wochen, das ist entscheidend wichtig, bei erfolgreicher Therapie nicht mehr nachweisbar. Das wird ja auch bezweifelt. Man geht immer von der lebenslangen Persistenz des Antikörpers aus, wie das bei Röteln der Fall ist. Wir sprechen aber nicht von Röteln hier, wir sprechen auch nicht von Virusinfektion hier. Geht es um parasitische Bakterien, sozusagen. Das sind ja Spirochäten auch. Und wenn wir die eben halt wirklich beseitigen, das geht, dann sehen wir immer wieder, wenn wir das konsequent machen, dass wir dann auch wirklich keine Antikörper mehr da sichtbar haben. Antikörperuntersuchung sollten grundsätzlich auch bei jedem Patienten erfolgen. Da gehe ich von aus, deswegen sage ich Ihnen das auch zum Schluss. Nehmen Sie das als Botschaft mit. Und es sollte auch der vernünftigste Test sein. Hier muss man auch eine selektive Auswahl der Labore treffen. Nicht jedes Labor kann das Gleiche leisten und am allerwenigsten jeder Test leistet das Gleiche. Sie wissen auch, verschiedene Restaurants können verschieden gute Speisen servieren, ja? Und das ist immer wieder zu berücksichtigen.
Wenn wir einfach mal über diesen Magen, über diesen Horizont hinausschauen, dann sehen wir, welches weit gefächerte Spektrum eben halt hier vorhanden ist an Symptomen. Zunächst mal, wir haben hier das Aufstoßen, die Blähung, den Durchfall, die Schmerzen im Oberbauch, die recht diffus sein können. Wir haben Reflux, das ist ja klassisch, eben das Sodbrennen, des Barrett-Ösophagus, das Spät-Syndrom. Da muss man auch immer wieder an Krebs natürlich denken, die Vorstufen. Wir wissen ja eben halt, dass diese Gastritis nicht so harmlos ist und die bakterielle eben halt, wo auch Toxine mit im Spiel sind, was auch sehr, sehr gut veröffentlicht ist, die führen dann unter Umständen ganz nicht nur zu Magengeschwüren, sondern später auch eben halt zu Magenkrebs. Und deshalb ist in meinen Augen hier absolut notwendig, die Diagnostik so weit wie möglich abzugreifen und eben halt auszuschließen, dass der Patient infiziert ist und zur Not auch wirklich mal ex juvantibus behandelt. Denn die Konsequenz ist ja erheblich, ja? Morbus Crohn, Lymphom, Hashimoto Thyreoiditis, sehen wir sehr häufig bei den Patienten. Morbus Basedow, was ist das? Warum kommt das zusammen? Das sind Folgen, die eben autoimmune Folgen einer chronischen intrazellulären Infektionen. Oft ist ja gar nicht so selten. Und wenn die Leute eben unsere Patienten Hashimoto Thyreoiditis haben, dann haben wir schon den Verdacht, die haben eine Helicobacter-Infektion. Dann forcieren wir die Diagnostik in dem genannten Sinne, und dann eradizieren wir die Infektion, und dann geht auch die Hashimoto Thyreoiditis weg. Das muss man sich vorstellen. Das sind aber alles keine Neuerungen, sondern das sind Dinge, die man längst in der Literatur auch lesen kann, wenn man eben etwas intensiver recherchiert. Wir sehen das alltäglich bei uns in der Praxis, ne? Eisenmangel ist klar, Anämie ist die Folge, dann B1-Mangel auch entsprechend da mit den Folgen, die ja bekannt sind. Wir schauen dann natürlich auch gleich beim Blutbild auf die Makrozytose oder Mikrozytose, da sehen wir gleich auch schon, welche Mangelszustände unter Umständen seit längerem auch persistieren. Das ist ganz wichtig.
Also wir können sagen, dass aber auch ein Großteil der Patienten asymptomatisch sein kann. Da muss man auch sehr vorsichtig sein, und die können ja trotzdem die Probleme haben, die langfristig eben halt hier zu den schweren Erkrankungen, tödlichen Erkrankungen führen. Ich habe in den letzten 10 Jahren habe ich noch mindestens sechs, sieben Leute sterben sehen an Magenkarzinom, und ich muss ganz ehrlich sagen, das ist überflüssig heute, ganz klar. Das ist iatrogen und sonst nichts.
Übertragungswege. Wir sehen hier die Bilder. Ich kann mich noch gut als Kind erinnern, ich fand das immer ekelhaft, wie die Mütter eben halt, wenn ich in der Schule war, teilweise, wenn die ihre Kinder noch dabei hatten, die klein waren und den Schnuller hatten, dann fiel der Schnuller auf den Boden, die Mutter lutschte den ab und steckte dem Kind dann wieder in den Mund. Ich finde das widerlich, muss ich ganz ehrlich sagen, unter erstmal ästhetischen Aspekten, aber selbstverständlich oder infektologischen natürlich sowieso. Und so wird ich weiß, ich wurde damals auch von meinen Tanten immer geküsst und die wollten meistens auf den Mund küssen, und dann haben die natürlich mir gleich ihre Helicobacter-Infektion beigebracht, sozusagen. Oben sehen wir das auch hier bei der Mama, und natürlich bei den Paaren ist das auch klar. Und so können wir eben halt davon ausgehen, dass wir zunächst mal über Partner infiziert werden oder über Sozialkontakte infiziert werden.
Vorsicht ist auch natürlich bei Kontakt mit Erbrochenem, gerade wenn man in der Pflege ist oder wenn man als Mutter mit den Kindern zu tun hat, wenn die mal sehr krank sind. In Gemeinschaftsunterkünften kann das passieren. Die Engländer sagen nicht umsonst: Helicobacter runs in families. Also es geht auch darum, dass man bei intensivem Zusammenleben ohne dass man jetzt sexuelle Kontakte hat oder eben andere Kontakte hat, sich in der Familie selbst infizieren kann. Intensive Gespräche über Stunden bei relativ kleiner Distanz führen ja auch dann zu Tröpfcheninfektion, da ist das auch möglich. Wichtig, was oft vergessen wird, es gibt aber auch schon wissenschaftliche Literatur dazu, dass der Oralverkehr den Prostatitis infiziert, wenn die Frau selber infiziert war. Und so kommen eben halt dann leider auch chronische Prostatitis Zustände zustande. Man muss gar nicht unbedingt eine Magensymptomatik entwickeln. Deshalb sage ich immer, macht die Antikörper, macht den Blot, guckt an, was im Immunsystem los ist, und dann kann möglicherweise auch mal eine Prostatitis durch Helicobacter verursacht sein. Und wir sehen eben halt sogar in der Literatur, dass dadurch eben Prostatakrebs möglich ist. Warum sollte der Erreger, der Magenkrebs machen kann, nicht Prostatakrebs machen? Das macht überhaupt gar keinen Sinn. Und erste wichtige Arbeiten dazu aus Indien, interessanterweise, gibt es da, die sollte man mal nachlesen.
Und das, was eben halt hier so wichtig ist, habe deshalb habe ich extra noch mal eine Folie gemacht: Schluss jetzt mit diesem Missbrauch sozusagen der PPIs. Wir müssen die Ursachen suchen und nicht die Leute eben halt mit ihren Symptomen sozusagen behandeln, was kurzfristig durchaus legitim ist in meinen Augen, aber wir sehen ja jahrelange Behandlung. Das verbietet sich in meinen Augen, denn an erster Stelle steht die Diagnostik, steht die Ursachenabklärung, ne? Also noch mal, 70% Ihrer und meiner Patienten haben eine Helicobacter-Infektion, die chronisch ist, mit allen Risiken und Folgen, wie ich die eben beschrieben habe. Bleiben Sie da dran und seien Sie ganz hartnäckig. Vor allen Dingen wird's interessant, wenn man sieht, dass eben, wie ich das eben schon angedeutet habe, mit der Prostata eben dieser Erreger, wenn man mal in die ganze Literatur reingeht, eben überall praktisch seine Prädilektionsstellen hat. Das kann also von der Blepharitis sein, und dann können es Augeninfektionen sein, Leber, Cholezystitis, und überall hat man die schon entsprechend bei der Histologie bzw. auch bei der Färbung oder eben halt auch bakteriologisch nachweisen können oder mit der PCR. Von Alopecia areata, Psoriasis, Rosacea, viele dieser Dinge, die hier noch mal nachlesen sollten, zeigen eben halt, dass diese Spirochäte, genau wie die Syphilis-Spirochäte, an vielen Stellen des Körpers Probleme machen kann. Die Literatur ist voll davon. Und deshalb sollte man davon absehen zu sagen, dass sein reiner Magenkeim. Also schauen Sie sich das bitte noch mal an. Die Arbeit ist ja schon 2014 im World Journal of Gastroenterology veröffentlicht worden: Beyond the Stomach. Genau. Das ist ganz wichtig.
Dann gibt es eben halt auch die Frage, wie wer wird wie behandelt. Gab es mal dieses Meeting hier, Houston Consensus Conference 2018 war das schon. Wer soll eradiziert werden? Ich fasse nur kurz zusammen: Ulkuskranke, Malt-Lymphom-Patienten, nicht geklärte Dyspepsie, idiopathische Thrombozytopenie, NSAR-Therapie über einen Monat ist ganz wichtig, Magenkarzinom, Ulkus in der Familienanamnese, denn Helicobacter runs in families, ne? Oder auch hier, wie es steht, Personen, die mit H. pylori-infizierten in einem Haushalt leben, habe ich ja schon gesagt, ne? Und dann kommt die erstgenannte Immigranten aus Hochprävalenzländern, ganz, ganz entscheidend wichtig, ne? Und vielleicht ein Hinweis an dieser Stelle mal zur Therapie. Wenn man sich das mal auf der Zunge zergehen lässt, Standard ist heute eine Vierfachtherapie und eine Therapiekontrolle ist obligat, sagt der Kollege Labens. Einwöchige französische oder italienische Triple-Therapien sind obsolet. Stellen Sie sich das vor. Erste Daten sprechen dafür, dass die HP-Eradikation zur Prävention des Magenkarzinoms auch in Europa wirksam ist. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Wir müssen uns viel mehr in diese Dinge kümmern. Wir müssen die Symptome der Patienten viel ernster nehmen. Die Abklärung soll gründlich gemacht werden. Alles andere ist Pfusch, muss ich ganz ehrlich sagen, und wir gefährden damit die Patienten, und wir haben teilweise dann Schicksale, die wir dann auch im Nachhinein nicht mehr beeinflussen können. Leider kommen solche Patienten auch zu mir in die Praxis, aber dann ist es oft schon zu spät. Das alles kann man nachlesen hier: Helicobacter als Ursache von Morbus Basedow und Hashimoto Thyreoiditis, wie ich das schon gesagt habe. Schauen Sie sich das in Ruhe an. Helicobacter als Ursache hier noch mal von Hashimoto, mehrere Arbeiten schon vor einigen Jahren dazu veröffentlicht. Überhaupt das ganze Thema Parasiten und Autoimmunität, auch die bakteriellen Parasiten sozusagen, spielt eine ganz, ganz große Rolle, denn der permanente Stachel im Immunsystem führt eben halt dann zur Autoimmunität mit vielen Konsequenzen. Deshalb müssen wir immer wieder reflektieren, auch die Autoimmunerkranken unter parasitischen Aspekten, bitte das nicht vergessen.
Hier Protease HTA und CAGA-Proteine, die spielen eine große Rolle, denn es geht letztlich drum, dass Proteasen und Giftstoffe, also Toxine, die eben halt über die Erreger in den Körper eingebracht werden und dann zu teilweise eben halt massiven Infiltrationen auch im Gewebe des Darmes führen und dann eben halt bestimmte Barrieren überschreiten und dann kommt es eben zum Ausbruch einer Krebserkrankung. Der Keim ist gelegt sozusagen. Der Parasit geht nach seiner Arbeit vor mit diesen verschiedenen chemischen Waffen, will ich mal sagen, und es kommt dann beim Patienten irgendwann dann auch zum Magenkrebs. Das brauchen wir heute nicht mehr. Wir müssen präventiv eben halt vorgehen, das heißt, die Infektion vermeiden und präventiv diagnostisch vorgehen, damit sie auch dann hinter zu einer Eradikation kommen können.
Also hier unser viertes Fallbeispiel: 55-jährige Patientin seit 10 Jahren Wechseljahresbeschwerden. Ich hatte das kurz schon erwähnt, das passt irgendwie nicht zu dem, was im Lehrbuch steht, aber auch nicht zur Erfahrung eigentlich auch von Gynäkologen. Deswegen verstehe ich auch nicht, wie man so eine Frau 10 Jahre auf Wechseljahresbeschwerden behandeln kann, aber ich bin gerne bereit, wenn Sie Gegenbeispiele haben, auch da noch zu lernen. Für mich persönlich ist das irgendwie nicht sinnvoll. Nachtschweiß hat die Patientin, Muskelschmerzen hat sie und Gelenkschmerzen, sie hat Kopfschmerzen, Migräne. Interessante Zusammenstellung. Sie hat einen Leistungsverlust und ist auch emotional instabil. Tja, auf welchen Parasiten kommt man? Man kommt nicht so leicht drauf, weil auch leider in Deutschland verbreitet wird, dass diesen Parasiten kaum gibt. Da sitzt ein Professor, ich sage mal jetzt nicht die Stadt, aber im Westen Deutschlands, der spricht von "one case of Babesia", nämlich so heißt der Erreger. Ist die Babesiose-Infektion, die Malaria des Nordens, die relativ weit verbreitet ist, gibt's auch in Österreich und die ist eben durch Zecken übertragbar, wahrscheinlich aber auch durch Moskitos übertragbar. Und wir sehen hier in diesem Falle bei dieser Frau eine klassische Babesia divergens Infektion, in diesem Fall sogar mit einem IgM von 1 zu 64 bei einem Cutoff von 1 zu 32 positiv. Wir weisen darauf hin, dass wir nicht selektiv einfach mal den Suchtest machen. Also IgG hätte ich den hier gemacht, dann wäre der negativ, dann hätte ich gesagt, die Frau hat ja keine Babesiose. Und erst dann, wenn ich eben das IgM mitmache, entdecke ich das. Über ich habe das leider ein paar Jahre gemacht, bis mir das dann aufgefallen ist. Einen weiteren Fehler haben wir zwangsläufig machen müssen, weil die Labore, die wir früher hatten, vor vielen Jahren, 20, 30 Jahren, die haben nur Babesia microti, die Mäusemalaria versucht nachzuweisen. Aber das ist das, was man in Deutschland auch in Österreich nicht findet, nur in Ausnahmefällen, weil die verbreitete Infektion ist Babesia divergens, die Rindermalaria. Und die Rindermalaria sitzt nicht nur im Rind, und da sehen wir wieder, dass die Speziespezifität gar nicht so hoch ist, wie man uns das im Lehrbuch immer erklärt oder wie das an der Uni auch immer wieder gesagt wird.
Wird, wir sehen eben halt viel mehr, dass die Parasiten sich neue Wege suchen, oder auch teilweise das schon früher gemacht haben. Das heißt, wir sehen hier eine Rindermalaria, macht bei Menschen diese Symptome, nämlich Symptome der Wechseljahrsbeschwerden. Und wenn Sie sich die mal genau vor Augen halten, die Wechseljahrsbeschwerden, dann sind das genau die der chronischen Malaria. Und das ist das ja hier, die Babesiose, nach Victor Babes übrigens benannt, der sie damals entdeckt hat. Zu Ehren hat man die dann Babesien genannt. Die Erreger, die gehören zu den Pyroplasmen, den birnförmigen, wo auch die FS, die Plasmodium-Malaria-Parasiten drin sind. Das ist ganz wichtig, das sind entscheidende Erreger, die eben halt als Einzeller sehr klug sind, wesentlich überlegen der Intelligenz der Viren zum Beispiel. Und sie können eben das Immunsystem auch dominieren. Deswegen schießen wir hier diese Erreger immer als erstes raus. Das heißt, die Babesiose wird mit zwei Antimalariamitteln behandelt. Ist gar nicht so einfach zu behandeln. Beim Hund einfach mit einem Medikament, eine Spritze, im und ist alles gut. Babesikon heißt das Mittel. Beim Menschen geht das leider nicht. Wir würden es gerne nehmen, das Babesikon, denn wir haben teilweise auch Therapieversager, keine Neuinfektion, sondern Therapieversager. Und vielleicht mal zur Verbreitung, nur damit man auch diesen Professor eigentlich mal sagen kann, er sollte noch mal eine neue Publikation machen. Es gab eine Veröffentlichung, die nur als Poster veröffentlicht worden ist, auf demselben Kongress, wo ich auch den Professor Auer getroffen habe. Und in dem Poster wurde beschrieben, wie man in Berlin an fünf verschiedenen Steckenstellen Zecken gesammelt hat. Und diese Zecken wurden untersucht. Und man stelle sich vor, am allbekannten Wannsee, an dem gibt es einen Uferweg, der so zwischen 5 und 50 Meter jeweils vom Ufer entfernt ist. Und da gehen viele Touristen drüber. Und bei diesen Zecken, die man untersucht hat, hat man mehr Babesia divergens gefunden als Malaria, als mal als als Borreliose, Lyme-Borreliose. Das heißt also, wenn wir das statistisch betrachten, wir haben eine große Chance, z.B. nur hier in dieser Region Berlins, sich diese Babesieninfektion einzufangen. Und viele Touristen bleiben natürlich nicht auf dem Weg, die gehen zum Ufer. Das macht ja Spaß, auch mal mit dem Wasserkontakt zu haben, uns gar nicht so schmutzig da waren sie. Und dann kommen sie natürlich mit dem entsprechenden Gebüsch in Kontakt und mit den Zecken in Kontakt. Und dann ist wiederum die Übertragung gewährleistet. Und so kommt man sehr schnell auch in Berlin an Babesieninfektion, diesem Fall Babesia divergens. Der Test, die Immunfluoreszenztest bestätigt das sehr gut. So, die Patientin natürlich nach dem sechsten Tag der Therapie, ich hat ja gesagt, zwei Antimalariamittel, sagt sie, es wird immer besser, täglich. Inzwischen hat sie sich dann völlig überzeugen lassen, dass ich Recht hatte, hat mir erst nicht geglaubt. Und ich werde direkt am Montag meine Frauenärztin aufsuchen. Sie B B mit Ihnen in Kontakt zu treten. Das macht die natürlich nicht. Ich bin doch nicht die einzige Frau mit dem Problemen, dem dem mit 10 Jahren Wechseljahrsbeschwerden zu kämpfen hatte, sozusagen. Und vor zwei Jahren habe ich einmal die Gynäkologin gewechselt und war davor mehrfach bei meiner Behandlungsärztin sozusagen. Ich wurde von keinem dieser Ärzte darauf aufmerksam gemacht, dass eine Babesieninfektion vorliegen könnte. Ja, das kann man vielleicht auch nicht als Vorwurf jetzt werten, denn die Gynäkologin weiß bestimmt über Babesien nichts. Aber wir versuchen eben halt mehr auch für alle Therapeuten, die nicht nur Gynäkologen sind, dieses Wissen einfach zu verbreiten. Man muss einfach differentialdiagnostisch dann natürlich besonders scharf vorgehen, wenn man eben halt sieht, dass jemand 10 Jahre solche Beschwerden hat, was ja schon gar nicht logisch ist. Und dann muss man einfach mal schauen, was ist möglich. Sie wissen es auf jeden Fall jetzt, deswegen auch dran denken, wenn es nicht gerade 10 Jahre Wechseljahrsbeschwerden sind, sondern wenn der Sache mit Nachtschweiß, mit Muskelschmerzen, mit Gelenkschmerzen, mit Kopfschmerzen, Migräne anhängt und manchmal auch mit emotionaler Instabilität. Das ist insofern wichtig, weil es sich hier um eine zerebrale Malaria handelt, die allerdings nicht tödlich ist, wie die Plasmodium-Malaria, die sie ja kennen aus den Tropen, die ja schon nach 14 Tagen oder spätestens 3 Wochen zum Tod führen kann. Aber sie spielt sich eben halt im Gehirn ab und nicht in den Füßen oder nicht in der Leber, sondern im Wesentlichen gibt es eben halt da oben eine Infektion des gesamten Parenchyms. Und dadurch kommt es eben halt teilweise auch zu Depressionen oder auch zu verschiedenen emotionalen Explosionen, die wir bei Patienten erleben, manchmal auch Panikattacken oder Ängsten. Also auch das gehört in die Differentialdiagnose hinein, wenn eben halt Ängste, Panikattacken oder auch extreme Müdigkeiten, Konzentrationsstörung auftreten oder bei Kindern z.B. auch Lernstörung und so weiter. Ganz, ganz wichtig, da muss man die Babesiose als Differentialdiagnose zulassen. Die Patientin ist 32 Jahre alt, mal wieder müde seit Jahren. Ja, fast alle unsere Patienten, ihre ja wahrscheinlich genauso, Schlafstörung treten auf, Depression, sogar zeitweise auch Ängste und Panikattacken, stationärer Aufenthalt in der Psychiatrie, Leistungsverlust, berufliche und soziale Anforderung gestört. Ich habe selten, um das hier gleich zu sagen, nicht die Antwort schon zu verraten, was das für eine Infektion ist, selten eigentlich jemand in der Psychiatrie gesehen mit Babesien, eigentlich kaum. Ja, ich habe einen Patienten gesehen, der hatte eine cerebrale Malaria. Das war, als ich nach London kam und mein ersten Kontakt mit dem Hospital for Tropical Diseases hatte, war da auf der Station. Und da wurde ein Patient schwerst krank eingeliefert, 19 Jahre alt, der war aus Portugal gekommen, hatte da seine Tante besucht. Und keiner hatte gefragt, wo er vor Portugal gewesen war, nämlich leider in Afrika. Der hatte zwei, ja, zwei oder vier Tage genau in der Psychiatrie verbracht, hatte extreme psychiatrische Symptome, sonst praktisch gar kein Fieber. Und leider stellte sich dann heraus, dass er immer kränker wurde und dann ist er ins Tropeninstitut gebracht worden. Irgendwann fiel dann auf, dass er wohl aus Afrika kam. Der ist dann leider verstorben. Das war der Patient, von dem ich gesehen habe, der einzige eigentlich bis jetzt, der eben über die Malaria bedingt die zerebrale Malaria in die Psychiatrie gekommen ist und dann unglücklicherweise verstorben ist, weil man hier ja, wie Sie wissen, sehr gute Differentialdiagnose machen muss und vor allen eine Reiseanamnese, eine Reisebefragung und sehen, ob die leer ist die Anamnese, die Reiseanamnese oder ob da Afrika oder Südamerika oder möglicherweise Asien drin stehen als Reisen. Das muss man streng abfragen. Auch das gehört in meinen Anamnesebogen. Bei Ihnen sollte das auch sein, also die Tiere und natürlich die Tierkontakte, aber auch die Reisen spielen eine Rolle. In diesem Falle ist es keine Malaria, sondern es ist, ich löse es auf, es ist eine Bartonellose, eine Erkrankung, die durchaus auch psychiatrische Symptome macht. Also fast alle meine Patienten, die ich aus der Psychiatrie habe, sind Bartonella-Patienten. Der Erreger der Katzenkrankheit, in diesem Fall von Herrn Barton entdeckt und beschrieben und ihm zu Ehren auch so benannt. Sollten Sie kennen, nicht Corona, sondern Bartonella ist the new kid on the block und auch schon seit einiger Zeit. Und das ist der wirklich ein ganz großes Problem. Wir haben hier das Glück, wir haben hier einen extrem hohen Antikörpertiter. Und das Interessante ist hier wieder, und da könnte die kritische Frage später kommen, ja, das ist ja nur IgG. Das ist auch eine alte Infektion. Nein, meine lieben Zuhörer, das ist keine alte Infektion. Wir in unserem Verein haben Hunderttausende von Untersuchungen gemacht, auch bei der Bartonellose und sehen, dass praktisch gar keine IgM-Antikörper produziert werden können. Das heißt, in unserem Verein machen wir für Hund und Katze keine IgM-Antikörper mehr, um auch den Kunden das Geld zu ersparen. Für den Test ist nicht so teuer, aber immerhin ist ja Geld, weil wir eben halt bei tausenden von Tieren das nicht gesehen haben. Und das ist auch in der Literatur verankert. Das heißt, wir diagnostizieren nur noch nach IgG. Und die Untersuchung, die wir über die längere Zeit gemacht haben, ich hatte das kurz eben erwähnt, haben auch gezeigt, dass auch bei langen Infektionen von zwei, drei Jahren manchmal eben die IgG persistieren können, dann wieder verschwinden, dann die IgM wieder persistieren, dann beide persistieren und irgendwann haben die Hunde dann gar keine Antikörper mehr. Das ist meistens kurz vorm Tod, dann versagt das Immunsystem völlig. Ich habe eine Zeit lang auch den Fehler gemacht, gebe ich ganz ehrlich zu, dass ich nur IgG untersucht habe. Das mache ich heute nicht mehr. Das heißt, ich rechtfertige die Untersuchung des IgM nicht, weil das IgM der Beweis darstellt, dass eine akute Infektion ist, sondern weil ich eben einige Patienten hatte, die leider doch IgM hatten, aber keine IgG und dann habe ich das eben übersehen. Also der Suchtest kann negativ sein und dann kann der Folgetest, also in diesem Fall IgM positiv sein. Deshalb mache ich konsequent bei den Patienten immer bei Bartonella beide Antikörperklassen. Hier in diesem Falle das häufigste, nämlich dass wir eine IgG-Klasse haben, die hochpositiv ist, 1002, also 21 zu 2048 ist extrem hoch. Und dann weiß man, wie schwerkrank der Patient ist oder in diesem Fall die Patientin, dass die in der Psychiatrie war. Ist also keine Seltenheit, sondern eher die Regel. Ja, das heißt, immer bei Depressionen, bei aggressivem Verhalten, bei obsessivem Verhalten oder bei Panikattacken, bei Ängsten muss man immer als eine zerebrale Infektion denken. Und da sagen wir, das sind die fünf Bs: die Bartonella, die Babesia, die Borreliose, die Brucellose und das Bornavirus. Das sind bei uns die wichtigen Parasiten, die eben das Hirn eben halt befallen und dann eben halt unser Denken, unser Fühlen und unser Handeln stören und zwar massiv, so dass man eben halt in der Psychiatrie verschwinden kann. Und wenn das nicht abgeklärt wird, dann bleibt der Patient auch dauerhaft in der Psychiatrie. Alleine, das muss sie ja schon aufrütteln und veranlassen, eben halt die Bartonellose voll in den Fokus zu nehmen, insbesondere bei allen Jugendlichen, bei allen Erwachsenen, die eben psychische Störungen haben oder bei den Kindern noch mal Lernstörung oder obsessives Verhalten. Ganz wichtig. Ja, ich möchte mich bedanken. Viele Dankesschreiben bekommen wir natürlich. Wir machen das jetzt nicht aus Eitelkeit, sondern es ist immer wieder für mich persönlich erschütternd, wenn man das hört. Seit meiner Kindheit wusste ich nicht, wie es ist, ohne Müdigkeit, Schlafstörung, Depression zu leben. Erst durch Sie habe ich mein Leben zurückerlangt. Ich wünschte, ich hätte schon vor vielen Jahren den Weg in Ihre Praxis gefunden. Nun bin ich fast 33 Jahre alt und nur dank Ihnen endlich gesund. Bleiben Sie uns noch lange erhalten. Na ja, ich bin 73, solange wird das auch nicht mehr sein, aber ich versuche eben mein Wissen weiterzugeben an die interessierten, motivierten Kollegen, die auch solche Schicksale hier begreifen und sagen, das kann eigentlich gar nicht sein und es kann auch nicht sein, dass mir dieses Wissen fehlt und dann solche Schicksale bis zum 33. Lebensjahr vorangetrieben werden. Unfassbar. Und wir haben die Möglichkeiten der Diagnostik, aber wir haben vor allen unseren Kopf, mit dem wir denken können, den wir wieder neu aktivieren und möglicherweise auch mal in eine etwas andere Richtung, nämlich in die Richtung der Parasiten fokussieren. Ich kann Ihnen nur dringend dazu raten. Alleine, das muss sich erschüttern hier, was sie geschrieben hat. Es ist nicht, dass mich das stolz macht, im Gegenteil, das betrifft mich, das bedrückt mich, sage ich Ihnen ehrlich. Und das sage ich nach so vielen Jahren Praxis. Es ist immer noch so. Ich bin halt katholisch erzogen und irgendwie wirkt das noch auf mich, denn die die Empathie ist, glaube ich, die wichtigste Voraussetzung, die man als Therapeut braucht. Deshalb sind für mich die Mütter sowieso die besten Ärzte, weil sie genau das haben, was heute vielen Ärzten fehlt, neben den Kenntnissen in der Parasitologie auch die Empathie für die Patienten. Neues Fallbeispiel. Patientin 65 Jahre alt, jahrzehntelang Gelenkschmerzen, schon sehr auffällig. Knieprothese nach jahrelanger Arthrose geplant, Hüftgelenksersatz. Wohnt auf dem Land, damit Exposition, will ich damit sagen, hält ein Hund, isst gerne Schweinefleisch. Was ist das? Wir sehen auch hier in der Orthopädie immer wieder die Gelenkbeschwerden, die dann immer wieder als Arthrose entsprechend interpretiert werden, aber wo die Arthrose herkommt, wird nicht gefragt. Das sind dann Alterserscheinungen, die man vielleicht schon ein bisschen älter aus, aber Alter ist ja keine Grund für Erkrankung. Das wird auch falsch verstanden. Viele Erkrankungen, aber insbesondere durch Parasiten, brauchen jahrelang, bis wir alt sind, eben halt, bis sie eben halt ihre Wirkung am Körper eben Zeit steht. Der Tropfen, habe ich noch mal gelernt, höhlt den Stein. Und so ist das hier auch. Und man darf eben halt diesen Tropfen nicht die Möglichkeit geben, die Arthrose herbeizuführen. Das heißt, die Gelenke sozusagen auszuhöhlen. Und hier wird ja schon geplant, das Hüftgelenk zu ersetzen. Wir gehen gleich auf den Verdacht, weil wir haben in der Anamnese nämlich festgestellt, die hatte mal eine Infektionskrankheit und zwar hat sie sich nach dem Grillabend, glaube ich, infiziert, hatte also dann Durchfälle, eine Darmerkrankung und hat daraufhin, weil das keiner in der Anamnese abgefragt hatte, natürlich eben diese Gelenkbeschwerden entwickelt. Sie wissen, Yersinia enterocolitica ist auch ein wirklich perfekter Parasit, will ich mal sagen. Und hier sehen wir sehr schön IgG Klasse 46, 38, 36, 34, 25, die sind in Klammern gesetzt, weil die nicht so relevant sind, aber in jedem Fall eine hohe Positivität. Und IgA ist grenzwertig. Das heißt, die Frau hat eine chronische Yersinieninfektion, unter Umständen schon seit Jahrzehnten. Und die Ursache für ihre Gelenkbeschwerden kommen eben daher. Denn wir wissen, Yersinien gehören zu der Gruppe natürlich der Pesterreger, Yersinia pestis ist allen sicher noch in Erinnerung. Und die können halt migrieren, die gehen durch die Darmschleimhaut hindurch, die wandern ab, die suchen sich ihren Ort und zwar das bradytrophe Gewebe, da wo wenig Immunsystem zirkuliert, also wo wenig Gefäßversorgung ist. Das wären in diesem Fall die Gelenkflächen und die Gelenke. Wenn ich jetzt natürlich hergehe und das nicht berücksichtige, den Test nicht mache und nehme dann entsprechend das Gelenk raus und setze neues Hüftgelenk rein, die Prothese, dann wundere ich mich nicht, dass ein, zwei, vier Jahre später die Prothese wieder raus muss. Nicht, weil dann ihre Lebenszeit schon am Ende ist, der Prothese meine ich, die Lebenszeit. Nein, weil nämlich in ein Gebiet, was infiziert war mit Yersinien, plötzlich dann natürlich auch es eine Entzündung gibt, direkt an den Grenzflächen zwischen dem Körpergewebe und dem meistens Titan. Und dann hat man nämlich da einen sehr guten Biofilm. Und in dem Biofilm wachsen dann Yersinien. Und so sehen wir wissenschaftliche Publikationen, wo man hergeht, anstatt die Ursache zu suchen, die verhindern, dass man eben halt hier eine Knieprothese oder eine grundsätzlich eine Gelenkprothese erhalten muss überhaupt und die dann quasi therapiert, dann kann man im Nachgang drei, vier Jahre dann auf einmal Yersinien finden und sagt, ja, die Yersinien waren jetzt auf einmal die Schuld dafür, dass eben das Transplantat bzw. die Prothese nicht so lange verbleiben konnte. Jetzt fängt man dann an, das zu finden. Da gibt's paar interessante, in meinen Augen wirklich absurde Publikationen. Ja, man muss das doch vorher rausfinden. Man muss sehen, wenn jemand grundsätzlich eine Darmerkrankung hat, kann er Yersinien haben, dann muss das abgeprüft werden. Grundsätzlich gehört das immer bei jeder Darminfektion zur Differentialdiagnose. Auch die Campylobacter spielen eine ganz große Rolle. Und dann muss man eben davon ausgehen, dass die eben halt ihren Hobbys frönen, die gehen eben halt dann raus in die bradytrophen Gewebe und machen dann die Gelenkbeschwerden. Das kann ich nach dem Motto der Prävention eben halt abwehren. Und das ist in meinen Augen zwingend, da gibt's keine Diskussion. Die Patientin hat sich auch übers Bett bedankt dafür. Ich hab das jetzt einmal kurz übersprungen aus Zeitgründen. Wir haben neue Patientin, neun Jahre alt, Müdigkeit seit Jahren. Wieder die Müdigkeit steht fast immer im Vordergrund. Ich sag immer, müde ist immunmüde, weil das Immunsystem aktiv ist. Wir müssen nur wissen, warum es aktiv ist. Wir wollen das rausfinden. Wir sehen sogar, das Immunsystem überschäumt sozusagen schon. Es gibt Hashimoto, die typische Entwicklung einer Autoimmunerkrankung nach chronischen Infektionen. Schauen wir mal, was da los ist. Kopfschmerzen sind wieder da, Bluthochdruck ist da, zeitweise erhöhte Leberwerte. Na, was kann das sein? Dosis teilweise herabhängen eines Oberlids. Schauen wir mal. Wir kommen jetzt in das riesige Gebiet der Rickettsiologie sozusagen. Das sind riesige Gruppen von Erregern, die bei Napoleon eben halt mehr Soldaten getötet haben als im auf dem Feld im Kriegsgeschehen sozusagen. Rickettsien, Fleckfieber bekannt. Und denken Sie immer da dran, erstmal ohne jetzt an die chronische Patientin zu denken, wenn sie Patienten haben, der eine Reise getan hat und der hat Kopfschmerzen, der hat Fieber und der hat Hauterscheinungen, dann müssen sofort an Rickettsien denken, denn manche Rickettsiose sind tödlich, die akuten. Wir reden hier aber von chronischen Rickettsiose, die weniger bekannt sind. Wir sehen übers hier auch interessant, IgM Rickettsia felis. Das ist eine der häufigsten Rickettsien, die uns eingeschleppt worden sind durch die Hunde. Ich hatte das eben zu Anfang schon erwähnt, die machen uns auch Hauterscheinungen. Interessanterweise machen auch bei Tieren große Probleme, denn das ist ja auch mal wieder hier eine Zoonose. Rickettsia felis ist eigentlich die der Katze. Gonorrhoe, Alteweltzeckenfieber, helvetica, raoultii, typhi sind so die großen Gruppen, die wir ja haben. Und sind mehr Leute mit Rickettsien chronisch infiziert, als wir uns denken. In Kriegszeiten, ich hoffe, wir bekommen die jetzt nicht, oder in Hungerszeiten oder in Stresszeiten kommen diese Rickettsieninfektionen, die oft wirklich lange Jahre im Körper sich befinden, irgendwo geschützt, so wie früher bei der Malaria, die rückfällig wurde, dann eben, weil die Hypnozoiten in der Leber gesessen haben und dann durch Stress, durch Unterkühlung, durch Mangelernährung oder andere Kriegseinwirkungen und so weiter eben halt plötzlich wieder aktiv geworden sind. So kennen wir das bei den Rickettsien auch. Also sie haben eine akute Form der Erkrankung, sie haben eine chronische Form der Erkrankung. Das wichtig eben noch, was ich gesagt habe, das sind reaktivierte, so ähnlich wie bei den Viren, über die EBV-Reaktivierung redet jeder, aber über die Rickettsien-Reaktivierung redet keiner. Warum eigentlich nicht? Brill-Zinser z.B. haben das beschrieben, sehr schön, sogenannte Brill-Zinser-Fieber, Rückfallfieber, wo eine alte Rickettsiose, die vielleicht Jahrzehnte nicht mehr imponiert hat, mit keinem Symptom, plötzlich wieder reaktiviert wird. Und dann muss man daran denken, Brill-Zinser, vielleicht noch mal nachgucken, haben sie bestimmt mal gelernt irgendwann, ne? Wir sehen aber hier, dass wir eben halt hier Aktivität haben, auch in mehreren Gruppen, Akari felis und R. typhi. Und denken Sie immer dran, dass auch grundsätzlich IgG und IgM Antikörper testen. Ich hatte die Gründe eben auch schon genannt. In den meisten Fällen lassen sich bei einer aktiven Infektion nur IgM Antikörper nachweisen. Es gibt aber auch immer wieder Fälle, bei denen sich keine IgM Antikörper nachweisen lassen, dafür aber nur IgG. Also das ist ganz wichtig. Die Patientin hat also eine eindeutige Infektion mit Rickettsien. Wir sehen also, was wir sonst eben halt kennen, vor der Appendektomie und nach der Appendektomie gibt es eben halt die Sepsis und wir sehen, dass hier ein Zusammenhang existiert. Das ist ungewöhnlich, ein klassisches Beispiel, aber ich denke jetzt an den großen Rickettsienforscher, vielleicht an den größten aller Zeiten, Professor Jardin, der über 40 Jahre Leiter des Tropeninstituts in Antwerpen war. 20 Jahre hat er da vor Ort verbracht und 20 Jahre geforscht in Afrika über Rickettsien. Die Gruppe hat dann später am Institut Pasteur den Nobelpreis bekommen für die Rickettsiologie, war auch noch einige andere Kollegen dabei. Und die Tochter von ihm, von diesem berühmten Mikrobiologen und Rickettsienforscher, die sitzt in Südafrika, ist Chirurgin. Und die hat immer gesagt, wenn ich eine Appendizitis sehe, weiß ich von meinem Vater, dann ist oft eine Rickettsiose sozusagen im Spiel oder sogar die Ursache. Und hier sieht man ausnahmsweise mal die Sepsis, die Morbus, nur von der Borreliose kennen sicherlich eine Rarität, aber durchaus interessant, da mal drüber nachzudenken, ne? Wir sehen die Leberwerte sind oft erhöht, das ist ganz wichtig, auch typisch für die Rickettsien. Oft ist der Blutdruck auch gestört, Kopfschmerzen sind sowieso der Klassiker bei Rickettsien. Hashimoto als Folge von intrazellulären Erregern, die oft persistieren, wie ich ja gesagt habe. Wir gucken ja hauptsächlich auf chronische Infektionen, die akuten kennt ja fast jeder, aber die chronischen kennt keiner. Das wollen wir ja ändern mit unserem Kurs. Und die gezeigten Fallbeispiele wurden sehr vereinfacht und grob dargestellt, ne? Aber Mischinfektionen, die wir hier bei uns fast nur sehen, von 5 bis 15 gleichzeitig laufende Infektionen aus Bakterien, Pilzen, Viren und den klassischen Parasiten, die verbergen sich ursächlich hinter nahezu jedem chronischen Krankheitsbild. Das ist meine Aussage, die ich machen kann, wenn ich auch nicht alles dazu publiziert habe oder publizieren konnte. Das ist die wesentliche Botschaft, die Sie mitnehmen müssen und die Sie gerne auch in ihren Praxen überprüfen können. Und wenn wir mal auf das riesige Spektrum gucken von chronischen Infektionen und diesen entsprechenden Erkrankung oder diesen Krankheitsbildern oder diesen Syndromen, die wir ja oft als Krankheiten oder als ursächliche Krankheiten bezeichnen, die Möglichkeit, ja, chronische Müdigkeit, CFS, Erschöpfung, Belastungsintoleranz, ME/CFS, Long Covid, alles das sind oft Dinge, die mit chronischen Infektionen im Zusammenhang stehen. Man muss eben nur abprüfen. Immunsystem ist betroffen, Infektanfälligkeit, sehen wir häufig wiederkehrende Infekte, Allergien, Mastzellaktivierungssyndrom, habe ich eben drüber gesprochen, multiple chemische Sensibilität gibt es, habe ich oft gesehen, habe das früher nur unter umweltmedizinischen Aspekten betrachtet, bis ich dann später eben noch tiefer in die Infektologie und Parasitologie eingedrungen bin, habe gesehen, dass es da Querverbindungen gibt. Grippesymptome, Lymphknotenschwellung, Augen, grauer Star. Was macht man beim Hund, wenn ein grauer Star? Man behandelt mit Doxycyclin, der graue Star geht weg. Was macht man bei uns? Dann nimmt man diese Linse raus und dann wird eine neue eingesetzt. So geht man eben bei Menschen vor. Dies ist auch nicht kausal, aber man wartet so lange, bis natürlich der graue Star sich auch nicht mehr korrigieren lässt. Oft steckt beim grauen Star eben halt eine Infektion dahinter, intrazelluläre Erreger, wieder im bradytrophen Gewebe, da sind ja eben, grauer Star in der Linse, sind ja gar keine großen Gefäße, da findet ja alles mit Diffusion statt sozusagen und da bin ich natürlich vor dem Immunsystem geschützt. Nachtblindheit, Kontrastschwäche ist auch wichtig. Retinitis pigmentosa, habe ich jetzt gerade eine Patientin, der habe ich das Auge punktieren lassen, habe über 200 Parameter, Immunparameter aus 50 Mikroliter Kammerwasser bestimmen lassen. Und siehe da, sie hatte eben halt deutlich nachgewiesen Aktivitäten in ihrem Immunsystem, die für eine chronische Infektion gesprochen haben. In diesem Fall war es eine Bartonellose. Wir haben die behandelt und die Retinitis pigmentosa gilt ja eigentlich als nicht behandelbar. Das Schicksal dieser Frau war eigentlich schon besiegelt mit 40 Jahren Blindheit. Und wir konnten diesen Prozess nicht nur aufhalten, sondern sie konnte im Rahmen der Therapie schon sagen, ich kann ja meinen Schrift von Herr Doktor verkleinern. Wie geht das denn? Ja, ich sag, das geht, wenn man eben der Sache auf den Grund geht, wenn man 200 Parameter aus ihrem Auge, was sie großzügigerweise auch zu oder gestattet hat, dass ich das machen durfte, über eine sehr, sehr gute Kollegin von mir, die Augenärztin ist und die jahrelang Augen auch operiert hat. Und so haben wir also ohne Schaden eben dieses Auge punktieren können und stellen dann fest, da ist eine aktive Bartonella-Infektion, die eben halt ganz bestimmte Parameter, die eben auch speziell diese Retinitis pigmentosa-Symptomatik verursachen, die eigentliche Mitursache, wenn auch eine genetische Disposition da in Heidelberg an der Universität festgestellt worden ist, am Schädel und der Psyche und ZNS gibt so viel zu erzählen. Da gibt es so viele immer wieder kausale Zusammenhänge zwischen Kopfschmerz, Migräne, Schwindel, Angststörung, Panikattacken, das sind die Klassiker, Depression, Schizophrenie, sogar dann auch die bipolaren Störungen, ja, Stimmungsschwankungen, Essstörungen. Da müssen Sie immer die Erreger abtesten. Ich sag zu meinem großen Sohn, der ist Neurologe, Psychiater und Psychotherapeut, junge, bevor du in die Psychotherapie mit dem Patienten einsteigst, guck erstmal, ob der ein Wurm in der Birne hat. Und wenn du den gefunden hast, beseitige ihn und guck, ob deine psychische Störung sich vielleicht doch beseitigen lässt über eine antiparasitäre Therapie, nachdem man natürlich eine adäquate Diagnostik gemacht hat. Aggressivität, sehr, sehr, sehr, sehr häufig bei Bartonella. Wenn Sie zwei haben, die früher Katzen hatten und jetzt auch noch eine Katze haben, die werden dann beide aggressiv. Dann gehen die Paare meistens auseinander. Das kann man nicht tolerieren. Reizbarkeit, besonders auch Gedächtnis und Konzentrationsstörung bis hin zu Demenz. Ja, ich hatte jetzt gerade jemand, der hat eben halt eine alte Borreliose, nicht behandelt, nicht adäquat, obwohl ich die vor 20 Jahren diagnostiziert habe, dann hat sich impfen lassen und dann ist er in die Demenz gegangen und mittlerweile ist auch tot. Gruselige Sache. Parkinson ist auch schon lange im Verdacht eine Nocardia-Infektion zu sein. Da gibt's eine interessante Zusammenstellung von über 200 Literaturstellen zu. Also Nocardia ist eine Verwandte eigentlich der Tuberkulose. Suchterkrankungen sind sehr häufig assoziiert, gerade mit Bartonella-Infektionen, einigen anderen Erregern auch, aber im Wesentlichen Bartonella, gelegentlich auch mal Borna-Virus. Zwangserkrankungen, auch kognitive Störungen, Epilepsie, Sprachstörung, Wortfindungsstörung. Das fängt meistens damit an, erst die Müdigkeit, dann die Sprachstörung, die Wortfindungsstörung, delirante Zustände und so weiter. Krampfadern, will ich hier nur noch mal rausgreifen, was jetzt Gefäßsysteme angeht. Da hat meine Mutter immer zu mir gesagt, Rolf, Rolf, wir kümmern uns nur um die hochdruckgefäße, wir müssen uns viel mehr um die niederdruckgefäße kümmern. Und Krampfadern werden einfach nun mal so als schicksalhaft gesehen. Wir sehen heute, dass da eben halt Bartonella sehr assoziiert ist und wenn man eine adäquate Bartonella-Therapie macht, dann gehen plötzlich die Krampfadern weg. Und die Frau hat eine, wie eine 16, habe ich gerade wieder erlebt, ne? Small vessel disease ist auch Bartonella und small fiber, das heißt, all die feinen Nerven und natürlich auch die feinen Gefäße können hier infiziert sein. Es sind ja alles intrazelluläre Erreger, die speziell auch in der im Endothel, also eine Art Endothelitis hervorrufen und eben halt dadurch auch die Vaskulatur beeinflussen negativ und damit auch teilweise die Blutviskosität. Wir haben also dann auch Veränderungen bei diesen chronischen Infektionen im Gerinnungssystem. Ganz wichtig. Es könnte ewig hier weitergehen, ich will nicht nicht alles rausgreifen, da reicht die Zeit heute nicht für. Aber Reizdarm greife ich noch mal raus. Da stehen eben halt Parasiten dahinter, wie Blastocystis oder eben Giardia oder Dientamoeba fragilis. Erbrechen, Durchfall, Verstopfung hatten wir schon drüber gesprochen. Die Reizblase muss immer wieder untersucht werden. Da wird oft auch eben der Keim nicht gefunden. Machen Sie bitte keine Abstriche, denn der Abstrich kann eben nicht das zeigen, was ja in den Zellen drin ist. Machen Sie bei einer Frau mal einen Abstrich in der Scheide, da müssen Sie ja schon die Schleimhaut rausreißen, damit Sie an den Erreger kommen, denn der sitzt ja nicht auf der Schleimhaut wie Staphylokokken oder Streptokokken, der sitzt ja in der Schleimhaut drin. Also bitte Vorsicht, dann lieber wieder zu den Antikörpertesten greifen. Chronische Blasenentzündung, interstitielle Zystitis, gibt's allein 25 Zentren zu in Deutschland. Wir sehen die gar nicht. Wir sehen, dass im Interstitium eben ein Keim ist, der diese interstitielle Zystitis verursacht. Das ist nicht einfach zu finden. Ich weiß, ich will mich auch jetzt mit den 25 Zentren nicht anlegen, aber wir müssen einfach auf die Suche gehen und dann werden wir auch fündig, ne? Dann kommen die ganzen Sachen Bewegungsapparat, die sind ganz wichtig. Schauen Sie sich das alles noch mal an. Haut, vor allen Dingen Juckreiz, Rosacea, ganz wichtig, da sind meistens auch parasitische Milben dabei, die da z.B. in der Rosacea, in der Akne gefunden werden. Die können wir direkt nachweisen, indem wir Olivenöl auf die Haut aufbringen lassen, das ein Moment einwirken, kratzen das dann ab und gucken unter dem Mikroskop uns dann die entsprechenden Milben an, die man sehr gut über uns mit Ivermectin im Antiparasitikum behandeln kann, was ja heute bei der Krätze gemacht wird, z.B. Wir haben 600 Heim in Berlin, da ist die Krätze sehr häufig. Und dann gibt man heute natürlich Ivermectin, was nicht nur gegen Würmer wirkt, sondern eben auch eine sehr breite Wirkung hat. Wird wird bei uns relativ häufig verwendet. Wir hatten das ja von dem Kollegen, danke noch mal für die Einleitung, gehört. Ivermectin ist ein wunderbares Medikament, nicht nur als Antiparasitikum, sondern auch bei der Akne oder Rosacea und bei vielen anderen Krankheitsbildern wissen wir noch gar nicht genügend, um die Wirksamkeit dieses Medikamentes. Es gibt übrigens auch zu den Viren natürlich wunderbare Publikationen, zu die mir bekannten, zumindestens die in hochrangigen Journal veröffentlicht worden sind, zeigen auch, dass die Anhaftung an die Zellmembran, also vermieden wird und dann auch natürlich die Virusreplikation kann durch Ivermectin deutlich eingeschränkt werden. Da gibt's wunderbare Publikationen zu. Die ganzen Autoimmunerkrankungen will ich jetzt alle nicht aufführen. Wir sehen aber auf jeden Fall, das muss man sich merken, dass der Weg eben halt in die Autoimmunerkrankung immer über die Infektion geht, über über die intrazelluläre Infektion. Ich habe damals sogar eine Forschungsgesellschaft gegründet zur Erforschung der Autoimmunerkrankung mit einem Prof. Besser, der Molekularbiologe war. Wir haben uns da sehr intensiv mit beschäftigt. Das will ich aber im Einzelnen jetzt hier nicht aufführen. Am Lateralsklerose habe ich großen Respekt davor, muss ich sagen, ist eine der wenigen Erkrankungen, wo ich kaum noch Chancen im Moment zumindestens sehe. Da sind zwar oft eben halt Erreger, Mycoplasmen und zwar oft Mycoplasma hominis beteiligt, aber wir haben alles versucht, wirklich alles, was ich in meiner Möglichkeit und noch durch zusätzliche Ausbildung, die ich gemacht habe, versucht habe, ist alles gescheitert. Da wäre ich sehr vorsichtig. Das ist meistens auch so ein Autoimmunphänomen, was Folge z.B. von Campylobacter-Infektion sein kann, also auch Darminfektionen in Rolle spielen. Bei Rickettsien, bei Borrelien, bei Bartonellen ist auch sehr häufig Sarkoidose. Man hat nachgewiesen von einer Gruppe, die in in Norwegen tätig war, dass dahinter Rickettsien stecken. Also für die Eingeweihten ist sozusagen die Sarkoidose die Folge einer chronischen Rickettsiose. Die Virosgruppe hat das nachgewiesen mit elektronenmikroskopischen Präparaten. Ja, und erfüllter Kinderwunsch, den will ich mal hier rausgreifen. Fast immer die Infektion des Unterleibs der Frau, muss gar nicht bis zur PID, Pelvic Inflammatory Disease gehen, das kann einfach sein, dass es eine Chlamydiose ist, die lange nicht erkannt oder therapiert worden ist. Also, ich weiß nur aus der 55-jährigen Erfahrung meiner Mutter, alle Frauen wurden schwanger, aber alle Männer wurden mitbehandelt, wenn es nämlich um die sechs Wochen Therapie meistens mit Doxycyclin oder viel besser auch noch mit Oxytetracyclin ging. Und dann waren die Frauen immer schwanger. Die mussten allerdings dann noch zur Balneotherapie, in Deutschland ist sehr, sehr beliebt dafür eben das Seeklima. Und die mussten also auf Weisung der Hausärztin in diesem Falle vier Wochen nach Sylt und dann waren die entsprechend sexuell aktiv, dann haben sie auch ihre ganzen Mineralien und sonstigen Stoffe bekommen, der Kreislauf war angeregt, dann wurde Wassertreten gemacht, ne, dann lief man in der Brandung rum, hat vielleicht auch noch schön gebadet da und dann waren die Frauen immer schwanger. Ich habe also keine einzige Frau gesehen, die also keine Kinder hatte. Aber wenn man natürlich wie heute die Kinderwunschzentren gar nicht auf die Infektionen des Unterleibs schaut, wenn man nicht die Mycoplasma, die Ureaplasma und die Chlamydien untersucht, dann findet man natürlich auch nichts. Ja, aber wie kann man denn dann die IVF machen, indem man den Mann aus dem Hoden das Sperma rausnimmt und der Frau eben halt aus dem Unterleib die Eier und dann führt man die unter dem Mikroskop zusammen und packt die dann wieder in den infizierten Bereich der Frau. Was soll das Ganze? Und dann haben wir hinterher schon Kinder, die kommen auf die Welt mit einer Chlamydieninfektion, mit einer Bartonella oder sonstigen Infektion. Also all diese Dinge sind obsolet in meinen Augen, müssten längst reflektiert werden. Kann man aber nur, wenn man ein bisschen Ahnung von der Parasitologie und von der Immunologie und auch von der Infektologie hat. Und ich kann Ihnen nur dringend raten, kümmern Sie sich da drüber und da drum und hören Sie auf die Worte von dem wunderbaren Professor Auer, der gesagt hat, Leute, Leute, Kinder, Kinder, junge, junge Studenten, nehmt euch das als wichtigstes Fach, denn das ist spannend und da ist noch viel zu tun und da sind auch noch.
Viele Lücken zu schließen im Wissen, aber letztendlich auch in der Therapie. Natürlich, wir haben also enorme Möglichkeiten, kausal zu therapieren, und die Erfolge sind wirklich groß. Bis auf die AL, da bin ich vorsichtig. Ich nehme heute keine Patienten mehr mit. Als mehr, so die übergeordnete Ursache, ist immer die chronische Infektion. Und wir kennen das ja, wir gucken dann immer auf das spinnende Immunsystem, gestörte Tryptophanmetabolismus, gestörte Neurotransmitterhaushalt, Histamin im Stuhl ist erhöht, CRP ist erhöht, Gerinnungsstörungen sind da. Die Hyperkoagulation hatte ich ganz kurz eben erwähnt. Das ist die Folge, nämlich der chronischen Aktivierung des Gerinnungssystems über das Immunsystem, was eben halt bestimmte Faktoren abgibt und dann denkt eben, dass das Gerinnungssystem, der Patient hat sich geschnitten und fängt dann an, um die Verblutung zu verhindern, macht das Blut dick. Das macht auch extrem müde. Ganz wichtiger Faktor, Hyperkoagulation. Man merkt, Schilddrüsenunterfunktion haben wir darüber schon gesprochen. Vitamin D3 Wirkung ist blockiert, wirkt auch immunsupprimierend, wenn ich zu viel Vitamin D gebe, was ja heute an der Tagesordnung ist, extrem hohe Dosen zu geben. Wir neigen da nicht zu. Wir müssen also immer sagen, im Vorfeld prüfen wir das 1,25 und wenn das zu hoch, geben wir kein Vitamin D, schon gar nicht in großen Dosen.
Was steckt aber dahinter, oder was liegt da drüber sozusagen als übergeordnete Ursache? Die chronischen Infektionen, hauptsächlich dieser eben genannten intrazellulären Erreger, Bakterien, Pilze, aber auch die Mykotoxine dürfen wir nicht vergessen. Wir haben wenig über Toxine bis jetzt gesprochen. Fast alle Bakterien geben aber eben Toxine ab. Das machen aber auch die Pilze, und über die Mykotoxine muss man auch noch mal ein extra Seminar, anderen Vortrag machen. Das ist ein Thema für sich. Auch das ist noch völlig in den Kinderschuhen. Eigentlich wissen wir schon viel dazu, aber es findet in den Praxen praktisch keinen Widerhall, und es gibt auch relativ wenig Kollegen, die sich aktiv damit beschäftigen und die auch diese Botschaft verbreiten. Wir werden das in Zukunft machen, verlassen Sie sich da drauf. Chronische Aktivierung des Immunsystems führt dann eben halt zu diesem spinnenden Immunsystem. Wir haben Rezeptorblockaden. Im Rahmen der molekularen Mimikry kommt es natürlich dann dazu, dass eben halt bestimmte Dinge nicht mehr funktionieren. Wir sehen das ja jetzt an den Acetylcholin-Rezeptor-Autoantikörpern, die im Rahmen eben von COVID oder auch im Rahmen der Impfung auftreten. Wir haben das aber früher schon natürlich gesehen bei der Borreliose. Das war dann Post-Lyme, was es ja offiziell nicht gab. Interessant, dass es jetzt Post-COVID gibt, aber Post-Lyme gibt es nicht. Wie soll das funktionieren? In welchem Gehirn passt das denn nicht zusammen? In meinem Gehirn passt das zusammen. Deshalb waren wir nicht unvorbereitet auf Post-COVID und können natürlich mit den Erkenntnissen aus Post-Lyme hier weiterarbeiten.
Wir haben auch, wenn wir jetzt weitergehen, in den Därmen diesen BHG, Bioenergetischen Gesundheitsindex, ATP intrazellulär, mitochondriale Aktivität. Wir können ja heute die tollsten Sachen bestimmen. Wir dürfen aber eben halt nicht vergessen, dass das ja z.B. eine Mitochondropathie ist ja nicht die ursprüngliche Erkrankung ist, ja nicht eine primäre, sondern eine sekundäre Erkrankung. Es wird aber immer wieder als primäre Erkrankung gesehen. Wir sehen das nicht als primäre Erkrankung, wir sehen das als Folge von. Das heißt, alle Sachen, die hier unten stehen, sind die Folge. Wovon? Natürlich von den Dingen, die oben drüber passieren. Chronische Infektionen sind die Hauptursache. Dann haben wir wieder die Bakterien, die Pilze, die Mykotoxine, die Viren natürlich auch, und die klassischen Parasiten. Und dann ergeben sich daraus sekundär die Mitochondropathien, die Resorptionsstörungen, die Nährstoffmängel, denn die Würmer sind ja Mitesser und die anderen Parasiten natürlich auch. Wir sehen z.B. bei der Chlamydieninfektion intrazellulär, die Leute haben Wahnsinns Heißhunger auf Schokolade, auf Süßes. Dann therapieren sie die, nach drei bis vier Tagen geht der Heißhunger auf Schokolade weg. Das können Sie nachlesen, alles in der Literatur schon längst veröffentlicht. Entzündung der Hormondrüsen, die sind oft beteiligt. Das heißt, wir haben dann Cortisolmangel, Schilddrüsenunterfunktion und den ganzen, ja, das ganze Theater will ich mal sagen. Bei den Sexualhormonen, die Frauen haben keine Libido mehr. Wir sehen, den fehlt das Progesteron, den fehlt auch das Testosteron. Da brauchen die auch einen kleinen Schuss von, das Sahnehäubchen sozusagen für die Frau. Und beim Mann ist es natürlich wichtig, seine Vitalität geht auch verloren, weil wir eben durch die chronischen Entzündungen, insbesondere der Hormondrüsen, durch die intrazellulären Erreger eben halt hier genau diese Folgeerscheinung haben, die wir nicht als primäre Erkrankung betrachten dürfen, sondern nur als Folgen. Und dieser Zusammenhang muss ein für alle Mal klar werden.
Ja, wir haben natürlich auch die Möglichkeit heute, was weiß ich, Kalprotektin zu messen, ist erhöht. Alpha-1-Antitrypsin, Zonulin wird gemacht. Die Dysbiose wird charakterisiert nach Strich und Faden sozusagen. Es werden wirklich die tollsten Cocktails für Probiotika erstellt. Das ist alles ganz toll. Wir sehen das auch, das sekretorische IgA ist erniedrigt oder erhöht. Was steckt da drüber? Die chronische Infektion, die Störung des Darmmikrobioms, denn es gibt auch eben halt nicht nur durch Antibiotika eine Dysbiose, sondern insbesondere und da sehen wir primär durch eine Parasitose z.B. Wir hatten ja über die Parasiten gesprochen und die dominieren eben halt, weil sie durch die Evolution geschult, natürlich sehr klare Vorstellung haben. Das sind die Diktatoren unseres Immunsystems. Und dann haben wir natürlich das, was wir hinter messen können, Kalprotektin und so weiter. Wir können dann sogar abstufen, wie stark die Entzündung der Darmwand ist. Und dann wird das natürlich als katastrophale Folge gesehen. Aber dann kann ich das nicht alleine dadurch korrigieren, indem ich den Leuten Probiotika gebe. Das ist ein Traum, der sich aber leider nicht realisiert, muss ich ganz ehrlich sagen. Chronische Infektionen sind also das vergessene und völlig unterschätzte Puzzlestück. Ich wurde mal von einer Journalistin hier, sehen wir den Hinweis auf diesen Artikel, gefragt, was machen Sie denn eigentlich in Ihrer Praxis? Na ja, ich sag, wenn Sie mich so fragen, ich mache Puzzlearbeit am Patienten. Und das hat sie dann eben halt auch hier in diesem Falle im Tagesspiegel, als eine der großen Tageszeitungen Berlins, zur Überschrift des Artikels genommen.
Wir sehen aber auch hier gleich, was sie noch ergänzt hat, weil ich ihr das alles erzählt habe. Auf dem Ehebett sozusagen liegt dann gleich der Hund und die Katze zusammen. Die Katze bringt die Flöhe mit rein, der Hund hat die Flöhe, die Katze hat die Flöhe. Die Flöhe gehen auf den Menschen und dann geht es wieder los mit dem alten Spiel, ne? Wir haben jetzt eine Übertragung von Zoonosen und dann landet der Vater in der Psychiatrie, der Junge kommt in der Schule nicht mehr mit und die Mutter kriegt ihren Haushalt nicht mehr zusammen. Die Ehe geht in die Brüche, die Firma geht pleite und der Junge geht von der Schule ab, der geht dann auf die Sonderschule. Wer das so haben will, der soll das weitermachen. Ich will das nicht mehr haben. Und deshalb sage ich, gucken Sie sich die ganzen Puzzlesteine an. Machen Sie nicht eine Sache, auf die Sie sich fixieren. Wir machen alles: Vitamine, Aminosäuren, Mitochondrien, Mineralstoffe, Hormone, Omega-3-Fettsäuren und und und. Das ganze Immunsystem, die ganze Autoimmunität. Und dahinter ist genau der Puzzlestein, der hier oben rechts ist: chronische Infektion mit Bakterien, Viren, Pilzen, Würmern, intrazellulär. Ja, die Toxine spielen eine große Rolle, ich hatte es schon erwähnt. Und gehen Sie genauso in Ihrer Praxis vor und schauen Sie eben halt, was möglich ist. Ich diagnostiziere also in meiner Praxis keine seltenen Erkrankungen, sage ich immer wieder, sondern häufig Erkrankungen, die selten diagnostiziert werden, weil uns oft diese Versatzstücke des Wissens fehlen. Wir hatten sie alle mal, sie sind uns, fragen Sie nicht wie, aber sie sind uns verloren gegangen. Wir müssen uns nur wieder auf das konzentrieren, was längst da war und die neuen Erkenntnisse natürlich mit der ganzen wunderbaren Diagnostik ergänzen. Und wir haben ja heute ein Eldorado von Möglichkeiten.
Wie kann es also sein, dass chronische Infektion in der Praxis so häufig vorkommen? Meine Patienten behandle ich doch erfolgreich ohne Diagnose chronische Infektion, könnten Sie jetzt natürlich entgegenhalten. Ist klar. Wir sehen aber hier, es gibt eine individuelle Belastungsgrenze, nach dem Motto, das Fass ist voll. Wir sehen unten im Fass den Elektrosmog, die Genetik, die toxischen Metalle, Quecksilber, Blei, Aluminium, Umweltgifte, Toxine, Ernährung, Fett im Stuhl ist erhöht, hatte ich eben drauf hingewiesen. Die FOKs haben wir im Kieferknochen drin, CRP ist erhöht, Giardia lamblia. Und wir sehen eben halt, dass die Bombe dann irgendwann mal platzen kann. Wir können aber die individuelle Belastung, wir können korrigieren. Wir können da ansetzen an der Nebennierenunterfunktion, wir können ansetzen an der Schilddrüsenfunktion, wir können bei den Nährstoffen ansetzen. Ja, und das, was eben halt dann wegfällt, sind die entsprechenden Mängel, die beseitigt worden sind. Aber es bleibt die Grundbelastung. Und das entscheidend wichtige ist eben halt, dass man den Sachen wirklich auf den Grund gehen muss, eben die Zusammenhänge wiederherstellen. Und wir müssen nicht nur die Symptome beseitigen, sondern die Ursachen finden und dann da ansetzen in der Tiefe. Das heißt, wenn das Fass überläuft durch die Überforderung des Immunsystems, dann lässt sich das so einfach nicht in den Griff bekommen. Nur dann, wenn man den Ursachen nachgeht. Und das ist noch wichtig, dass wir eben halt begreifen, und das bringe ich auch im Kurs bei mir bei, dass es große Unterschiede gibt. Ich habe gesagt, klar, wenn ich im Restaurant denke, ich denke jetzt an Wien, da war ich mal im Imperial, habe da einfach mal ein Kaiserschmarrn gegessen, da habe ich gedacht, ich bin in der neuen Welt. Ich, sowas habe ich leben noch nicht gegessen. Und wir sehen auch im Restaurant dann in Berlin, da steht auch Kaiserschmarrn auf der Karte, schmeckt also scheußlich. Im Labor müssen wir da genauso unterscheiden wie bei den Restaurants. Wir müssen eben wichtige Tests kennen. Immunfluoreszenztests sind für mich immer noch der Goldstandard. Die sind abhängig vom Antigen, also was ist da an Erreger drauf, vom Konjugat, das ist der sozusagen die Verbindung, die hergestellt wird. Es braucht das die Erfahrung des Personals. Es gibt heute kaum noch MTAs, zumindestens auf dem deutschen Markt, die wirklich top sind. Wenige sind noch in der Forschung, vielleicht, vielleicht im Max-Planck-Institut oder einigen anderen Forschungsinstituten, die pipettieren können, die mikroskopieren können, die validieren können, die einfach Erfahrung haben, die Tausende von Präparaten gesehen haben. Das geht um die beste Technik. Es geht auch um die Inkubationen, die oft gar nicht richtig gemacht werden, denn bestimmte Temperaturen, wie im Körper, müssen erreicht werden, wenn der Test durchgeführt wird, sonst wird der Test eben halt nicht richtig ablesbar und er zeigt eben auch nicht die Antikörper, die wir normalerweise finden. Und das ist eben halt, was ich immer wieder bei meinen Kursen sage, es geht auch darum, dass wir eben halt nicht nur im Labor X Y Z die Untersuchung machen, sondern wir müssen halt differenzieren, wie beim guten Restaurant.
Wir haben hier z.B. das deutsche Chronikerlabor, die eben halt das machen, das was wir seit 30, fast 30 Jahren eben in unserem Verein machen. Die nehmen die gleichen Testsysteme, die haben eben halt auch erfahrene MTAs und noch Biologen, die da untersuchen. Auch bei uns im Verein werden eben von Biologen und MTAs die Untersuchung gemacht und die haben über Jahrzehnte die Erfahrung. Und dann sehe ich eben, wenn ich die beiden Labore vergleiche, hier habe ich einfach beim Borreliose-Hühner-Test IgG negativ, IgM negativ und auch bei Bartonella die zwei Spezies, die wir häufig sehen bei unseren Patienten, dann den Unterschied zu diesem Labor, was beim gleichen Serum eben halt in diesem Falle ein 1:24er Titer produzieren kann. Dann weiß ich, was ich mit dem Patienten machen muss. Und wir sehen auch gerade bei diesen Tests, ELISA, was sie häufig sehen auf den Bögen, wenn sie mal nachgucken, welches Testverfahren wird eigentlich verwendet im Labor, dann sehen Sie den ELISA, den EIA oder den CLEAR. Das sind Enzym-Immunoassays. Ich habe die selber alle gemacht, ich war ja 15 Jahre im Labor, kann mir also dadurch ein Urteil wirklich erlauben und habe die Tests doch selber entwickelt, habe selber die Proteinchemie gemacht, weil ich ja Chemie studiert habe, bevor ich Medizin gemacht habe. Also das ist mir alles geläufig. Und wir sehen eben für diese Tests, für diese Bakterien, für diese intrazellulären Erreger, die so dramatische Folgen in den Familien und bei unseren Patienten hinterlassen, sind diese Tests ungeeignet und deshalb verwenden wir die auch nicht. In seltenen Fällen gibt's mal Ausnahmen, deswegen sagen wir IFD, IFD, IFD. Das ist das entscheidend wichtige. Und wir sehen, wenn wir eben halt manchmal den IFD aus einem anderen Labor bekommen, der ist negativ, dann sind genau die Fehler, von denen ich eben berichtet habe, oft gemacht worden und dann fehlt es eben halt am Know-how oder an der Erfahrung, wie auch immer. Das muss geändert werden und Sie müssen die Entscheidung für Ihre Patienten treffen, in welches Labor Sie senden.
Und wenn wir mal so sehen, den Anforderungsbogen Infektiologie, das was wir regelmäßig laufen lassen. Oben die Babesien, die haben wir besprochen, intensiv. Bartonellen, Borrelien, dann die Chlamydien spielen eine Rolle. Helicobacter ist von extremer Bedeutung. Wir sehen manchmal, insbesondere wenn die weißen Blutkörperchen niedrig sind, Anaplasma und Ehrlichia. Das sind über Zecken übertragene Erreger, die intrazellulär sind und den weißen Blutkörperchen dann sind und dann reduzieren die die Zahl der weißen Blutkörperchen. Es gibt nicht so viele Ursachen dafür. Das ist eine Ursache, Brucella, die zweite Ursache und dann gibt's manchmal eben halt noch andere Probleme. Wir sehen häufig aber Brucella als wirklich wichtige chronische Infektionskrankheit, meistens durch Tierkontakte bei Jägern, aber auch bei Kindern haben wir jetzt wieder Brucellainfektion gehabt, z.B. durch einen Hund, der in der Kita eben ja die Kinder eben beglückt hat, weil er Therapiehund war, aber leider wurde er gebarft, also mit Rohfleisch gefüttert und dann war er infiziert und die Kinder haben ihn sehr eng geherzt und umarmt und haben sich dann eben mit Brucella infiziert. Brucella Canis in diesem Fall. Das ist die Brucellose des Hundes. Mycoplasma ist für uns immer entscheidend. Ich hatte eben auch gesagt, Mycoplasma hominis ist sehr häufig bei neurodegenerativen Erkrankungen zu finden, manchmal auch beim Parkinson oder auch bei der Demenz. Toxoplasmose ist ein riesen Kapitel, habe ich heute nur gar nicht erwähnt. Eigentlich 50% der deutschen Bevölkerung sind mit Toxoplasmose infiziert. Die haben alle, alle, aber auch alle ohne Ausnahme haben die ein anderes Psychoprofil. Das kann man nachprüfen. Da gibt's den Professor Pfleger in Tschechien, der hat das untersucht als Psychologe. Also die Infizierten unterscheiden sich psychologisch deutlich und zwar signifikant. Können Sie nachlesen, Pfleger heißt der Professor, von den nicht Infizierten. Ureaplasma hatte ich eben erwähnt. Chronische Infektion bei Frau und bei Mann wird fast überhaupt nicht diagnostiziert und die Beschwerden sind so marginal, die Folgen aber so hart, dass man ihm diesen Erreger untersuchen muss. Deswegen läuft das bei uns routinemäßig. Fast alle Patienten sind damit infiziert, denn die Urologen und auch die Gynäkologen kümmern sich gar nicht darum. Nennen Sie mir Beispiele, vielleicht ist das in Österreich anders, ich weiß es nicht, will hier auch keinen angreifen, aber das ist meine bittere Erfahrung.
Ja, Yersinien hatten wir eben drüber gesprochen. Giardia lamblia sowieso. Macht uns nur dieses eine Labor in ganz Deutschland im Moment. Schauen Sie mal, wer es in Österreich macht, ansonsten muss man eben halt auch hier dieses Labor mal wählen. Und wenn wir die Borrelien betrachten, dann gucken wir uns meistens eben halt über den Blot die entsprechenden Aktivitäten an. Und wir können auch die klare Aussage, die hier in Ausrufezeichen gemacht ist, sagen: Es gibt keine Borreliose ohne Koinfektion. Ich habe in meinem ganzen Leben noch keine Borreliose gesehen, die als Monoinfektion daherkommt und das macht eben das Krankheitsbild nicht besonders klassisch und die pathognomonischen Symptome sind einfach nicht da. Und sie haben weder die Rötung, noch haben sie die Ptosis, die wir ja eben sogar bei Rickettsien gesehen haben. Das sind also alles Dinge, die finden Sie nicht. Und deshalb muss man auch oft, wenn die Symptome eben keinen Hinweis geben, höchstens die Exposition. Deshalb sage ich ja, tun Sie eben den Bogen rein, Tier Exposition und natürlich die Reise Exposition ganz wichtig. Und dann können Sie eben halt über die entsprechende Labordiagnostik hier die Dinge aufdecken. Und wir sehen hier z.B. auch auf der mittleren Spalte die vermutliche geografische Verbreitung der humanpathogenen Rickettsien. Da kann man sich mal in Ruhe das ganze angucken. Wir sehen also, wie verbreitet sie sind. Ich hatte gesagt, es werden viele Rickettsien heute nach Deutschland importiert durch die Hunde. Gerade Rickettsia felis ist dann jetzt in der letzten Zeit wirklich bei uns hochendemisch geworden. Und wir haben dann dieses Ankreuzmuster, wo wir die Gruppen wenigstens abfragen, denn innerhalb der Gruppen gibt es noch einige kreuzreagierende Erreger, die dann eine Rolle spielen. Aber wenn wir dann bei den Rickettsien die GS ankreuzen, dann führt uns das oft direkt in die entsprechende chronische Infektion. Und wir sehen also bei der Standardanforderung, wie das auszusehen hat: Kopfschmerzen, Fieber, Hauterscheinung. Immer wieder dran denken, noch mal Kopfschmerzen, Fieber, Hauterscheinung aus dem Ausland zurück, sofort an Rickettsien denken, sofort mit Doxycyclin behandeln, gar nicht erwachen. Viele dieser Sachen auch Rocky Mountain Spotted Fever aus Kanada ist tödlich. Ja, Vorsicht, ja. Und wenn Sie einmal so einen Patienten verloren haben und haben dann nicht dran gedacht, dann werden Sie an meine Worte denken, aber dann ist es zu spät und Sie haben diesen Makel, den ganze das ganze Leben auf Ihrer Seele. Ich möchte davon dringend abraten.
Noch mal interessant für dieses Labor und für uns ist das in der in der Praxis von großer Bedeutung. Man braucht nicht den Patienten wieder neu einzubestellen, wenn man irgendetwas nachfordern will. Entweder hat man im Suchtest IgG positiv und möchte wissen, ob doch da bei bestimmten Erregern Aktivität im M-Bereich da ist oder im A-Bereich, dann braucht man den nicht neu einzustellen oder einzubestellen und wieder neu Blut abzunehmen. Bei uns sowieso unmöglich, weil wir eben halt die Patienten gar nicht einbestellen können. Die sind ja viel zu weit weg. Flugzeug, lange Autostrecken, Zugfahrten oder ähnliches ist da angesagt. Wir haben gar keine Laufkundschaft, die um die Ecke kommt. Die kommen alle von auswärts. Das heißt, wir müssen uns auf diese Nachforderung verlassen können. Wir können also dann einfach den Patienten kurz sagen, wir müssen die und die Sachen nachfordern. Der Patient gibt sein Einverständnis, unterschreibt den Schein und wir schicken den dann weg und das Labor reagiert und holt aus dem Depot sozusagen aus dem Tiefkühler eben halt dieses Serum wieder raus, wird aufgetaut und neu untersucht.
Wann kreuze ich das an? Auch das ist wichtig, dass man vielleicht etwas vereinfacht denkt. Borrelien können grundsätzlich nahezu alle Symptome verursachen. Da teste ich bei all meinen Patienten. Die Biose, Borrelien habe ich schon gesagt. Ängste, Panikattacken, Aggression und Depression, Schmerzen unter den Fußsohlen, vor allen Dingen ganz charakteristisch, Krampfadern, instabile HWS, instabile Gelenke, Lernstörung bei Kindern, ganz wichtig, vorher Note eins, plötzlich nur noch drei, wie geht das? Ja, Katze hat ihm den ganzen Arm aufgekratzt, dann schreibst du keine eins mehr. Nicht jeder, aber fast alle. Ganz wichtig. Aplasmatikum habe ich gesagt, häufiger Harndrang, Brennen beim Wasserlassen, unerfüllte Kinderwunsch, Reizblase. Wenn das alles nicht da ist, manchmal nur bei bei der Sexualpraktik, wenn die Frauen die Beine ganz hoch nehmen und der Mann sehr tief dringt, dann tut auf einmal eben mal, tun die Bänder weh, weil ja der Uterus nach oben geschoben wird. Das ist manchmal das Einzige für mich pathognomonische Zeichen. Ich frage das immer ja bei den Frauen grundsätzlich und dann bekommt man sehr häufig die Antwort und Sie sehen dann immer, dass Aplasma oral, positiv ist, manchmal auch die Chlamydien, Chlamydia trachomatis. Hatte ich heute gerade wieder ein Fall. Babesia Divergens, Mikroti. Mikroti sehe ich fast kaum, hatte ich schon erwähnt, weil das bei uns nicht endemisch ist. Natürlich bei den Reisenden, ja, wer aus bestimmten Regionen auch Amerikas kommt, kann die haben oder auch manchmal Zeckenbisse in skandinavischen Ländern, muss man also in jedem Fall mit dran denken. Also, wenn die Babesia Divergens mal nicht positiv ist, bei Nachtschweiß, da muss man noch mal die Mikroti nachfordern. Das kann man dann machen. Also Nachtschweiß, Luftnot, Brainfog, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Migräne, ganz wichtig. Ja, Migräne habe ich sehr häufig bei Babesien, aber auch bei Bartonella habe ich das schon gefunden. Ein Kontakt mit einer Katze mit 14 Jahren, ein Jahr später Migräne bis zum 52. Lebensjahr. Dann kam die Patientin zu mir, wir haben die Katzenkratzkrankheit diagnostiziert, die über so lange Zeit persistiert hat, haben die behandelt und die Migräne war schlagartig weg. Das muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen. Ich hoffe, Sie machen das auch bald bei Ihren Migränepatienten.
Ja, Yersinien, interkolitiker bei Gelenkschmerzen, hatte ich schon gesagt. Bereits schon Gelenkprothesen vorhanden, ja oder nein? Ich hatte einen Patienten jetzt, der hatte zwei Knie ersetzt, der hatte eine Hüfte ersetzt und freute sich schon auf die nächste Hüfte, die ersetzt werden sollte. Ich sag, hören Sie mal, haben Sie sich denn jemals oder Ihr Arzt Gedanken gemacht, wer Ihnen die ganzen Gelenke wegfrisst? Wieso, Herr Doktor? Ja, ich sag, es gibt vielleicht Erreger, die das machen. Das sind z.B. die Yersinien. Na ja, der hatte eine Yersinie extrem bis zum Anschlag und wir haben dann noch verhindern können, dass die zweite Hüfte ausgetauscht worden ist. Die Infektion haben wir genau besprochen. Wichtig, achten Sie auf die Symptome. Wir lassen das eben halt auch immer mitlaufen, machen dann auch gleich G und M, finden manchmal auch M, manchmal kein G und umgekehrt. Also, da muss man klein wenig aufpassen. Bei Asthma grundsätzlich immer, immer Chlamydia pneumoniae und Mycoplasma pneumoniae untersuchen lassen. Ich habe noch keinen Patienten gesehen seit ungefähr 20 Jahren, seitdem ich weiß, was ein Facharzt der Lungenheilkunde in Amerika gesagt hat, dass eben Asthma grundsätzlich durch Chlamydia pneumoniae und Mycoplasma verursacht wird. Ich habe noch keine Ausnahme gesehen. Mögen Sie mir die gerne zeigen, ich werde dann versuchen, das Gegenteil zu beweisen. Bei mir sind die Asthmatiker alle spätestens nach einem halben bis dreiviertel Jahr, wenn die konsequent antiinfektiv behandelt werden, vom Asthma befreit und zwar auf Dauer. Ja, ich könnte Ihnen viele Beispiele nennen. Ich will nur darauf hinweisen, dass sie wenigstens zwar das vielleicht nicht glauben, aber dass sie das versuchen bei Asthmapatienten dieser Infektion nachzuweisen. Und ich habe sie oft in Kombination auch. Und wenn Sie dann die adäquat behandeln, z.B. mit Oxytetracyclin, Doxycyclin, über Wochen und Monate, übrigens oder wiederholt in Zyklen von sechs Wochen, dann ist das Asthma weg, spätestens am halben bis dreiviertel Jahr. Ich garantiere Ihnen das. Versuchen Sie es, schreiben Sie mich an, wenn das nicht der Fall ist, oder machen Sie gleich den Kurs, dann werden Sie die vertieften Kenntnisse beherrschen, dass Sie auch selber mit souveräner Kenntnis an die Patienten rangehen.
Mycoplasmen, immer wieder Müdigkeit, Müdigkeit und was ich eben hier nicht reingeschrieben habe, der Heißhunger auf Süßes, ja, bei Mycoplasmen und bei Chlamydien ist das extrem. Sie behandeln und oder auch auch Anstieg übers des Cholesterinwertes. Wunderbar, wenn sie eben Chlamydien behandeln, steht übers seit langem nicht mehr, aber früher immer noch auf der Seite des Robert-Koch-Instituts, RKI.de, da stand, dass bei Chlamydien eben halt alleine durch die Infektion eben die Cholesterinwerte ansteigen. Sie therapieren adäquat und gehen die Cholesterinwerte runter, ohne Änderung, bitte, ohne Änderung der Diät, ganz entscheidend. Brucellen ist ein ganz widerlicher Keim, muss ich ehrlich sagen. Die Türken haben sehr, sehr viel dazu veröffentlicht, interessanterweise, viel, viel mehr als andere. Das macht daran liegen, dass da eben zum Teil geschächtet wird aus traditionellen Gründen, wo dann der Junge, die Familie, wie auch immer beteiligt ist, also ein direkter Kontakt mit dem Blut auftreten kann, ungeschützt und dann haben wir eine Brucellose. Macht eine sehr, sehr, sehr chronische Infektion, furchtbar. Mimik, MS habe ich hier geschrieben, Neurodegeneration, orthopädische Beschwerden, Aneurysmen habe ich jetzt gerade wieder ein Patienten mit schweren Aneurysmen zu lose. Ja, und ich habe leider da sehr früh schon Gutachten zu schreiben müssen, etliche Dutzend Gutachten und diese Leute hatten ein elendes Leben, 30 Jahre krank, bis dann der ganze Körper inklusive der Wirbel, die eingesunken sind, waren zerstört waren und dann war es natürlich zu spät. Und ich musste das leider als Gutachten beschreiben. Das hat mich wahnsinnig gelehrt, noch mal, obwohl ich es eigentlich schon wusste, aber diese gruseligen Schicksale zu betrachten, die man alle hätte vermeiden können. Deshalb sage ich noch mal, seien Sie motiviert, kümmern Sie sich um diese Erreger, was die anderen Kollegen leider nicht machen. Sie werden Ihre Praxis voll haben, auch wenn wir dann hinter in unserem Netzwerk Ihren Namen stehen haben, dann sagen wir in Österreich geht dahin, dahin, dahin. Wir haben jetzt schon eine Kollegin, die gerade in Wien übt, ihre Praxis eröffnet. Sollten Sie vielleicht mal vorbeischauen, oder wer es sonst noch in Wien sitzt, da sind es ja Menschen genug, die auch diese Krankheiten alle haben. Die wird bald es sich nicht mehr retten können vor Patienten, kann ich Ihnen jetzt schon sagen, weil wir haben auch viele Patienten aus Österreich, die schicken wir nicht natürlich dahin.
Toxoplasma gondii, die Veränderung des Risikoverhaltens. Also das sind die, die dann bei uns geblitzt werden, weil sie zu schnell fahren, nach dem Motto, ich muss jetzt schnell nach Hause und so. Also, die haben ganz anderes Risikoverhalten, wie das ja bei der Maus auch ist, denn die Maus ist ja infiziert und die fängt dann an, wenn sie infiziert ist, mit der Katze zu scherzen. Hey Katze, heute ist schönes Wetter und so weiter. Wo fährst du denn hin in Urlaub und so? Und dann hat sie schon ihr Leben verloren und dann ist der Erreger nämlich genau wieder da, wo hin will, nämlich auf der Katze. Dann ist der Kreis geschlossen. Über die Evolution erlernt und das passiert uns natürlich so nicht, weil wir uns ja nicht von der Katze fangen lassen, aber unser Risikoverhalten ist nachweisbar messbar verändert. Und wenn man heute mal nach Flensburg, wo ja unsere Verkehrssünder registriert sind, gehen würde und würde sich da die Namen, was ja nicht erlaubt ist, nehmen und die sehen dann von diesen Leuten abnehmen und würde dann eine wirkliche vernünftige Untersuchung machen, eine richtige Studie zu Toxoplasma gondii, ich kann Ihnen sagen, 80 bis 90% der Leute, die geblitzt worden sind oder die Geschwindigkeitsüberschreitung gemacht haben, die sind aufgrund ihres veränderten Risikoverhaltens eben deshalb in diese Register gekommen. Also das wäre eine wunderbare Studie, macht natürlich keiner. Coxiella burnetii habe ich hier noch nicht erwähnt. Kuhfieber ist sehr häufig mit Müdigkeit, war mal Müdigkeit verbunden, war mal der Erreger, der als erster so auf die chronische Müdigkeit hat hinweisen lassen, aber noch mal, chronische Müdigkeit ist jetzt nicht das, was ich durch Coxiella burnetii habe als Erkrankung. Also ME/CFS ist ja noch mal was anderes, aber ich kann eben chronisch müde werden durch eine alte Lungenentzündung, die ich aufgrund einer einzigen Bakterie, die ich eingegeben habe, das ist einer der wenigen Erreger, die nur eine einzige Bakterie brauchen, um sie zu infizieren, Lungenentzündung zu machen. Kann ich also danach ein Post-Kuhfieber-Syndrom eigentlich bekommen, wie Post-COVID sozusagen. Und die Leute werden dann nicht mehr dieselben sein, solange sie eben nicht aufgrund ihrer noch mangelnden Kenntnisse eben halt das chronische Kuhfieber diagnostizieren mit den adäquaten Methoden in den adäquaten Labors, nehme ich mit einem IFD und dann werden Sie sehen, dass Sie da fündig werden.
Und so kann man das rausbekommen. Also das Investment in die eigene Gesundheit, muss ich manchen Patienten sagen, weil die sagen, mein Gott, was kostet denn das ganze Labor ist und bleibt das Investment mit der höchsten Rendite. So persönlich meine Einschätzung und ich hoffe, Sie können auch diese Einschätzung teilen. Das ist hier mein Arbeitsplatz, an dem ich bin. Ich habe also etliche Mikroskope. Leider komme ich heute kaum noch dazu, diese Laborarbeit, die ich so sehr geschätzt habe, zu machen, aber Sie sehen, ich wälze auch in alten Büchern, denn die großen Alten der Dermatologen, Parasitologen, auch Urologen und so weiter, die haben uns noch sehr, sehr viel, meistens in Büchern, die von einer Person geschrieben worden sind, mit 1000 Seiten hinterlassen. Gehen Sie bitte auch in die alten Bücher und recherchieren Sie nach, gerade zur Parasitologie und Infektiologie gibt es da viele Dinge, obwohl damals eben die Methoden, die wir heute haben, von der PCR bis zu noch raffinierteren konfokalen Mikroskopie z.B. gar nicht zur Verfügung standen und das ist enorm, was die eben halt dann so geleistet haben, schon ohne das, was Sie jetzt hier sehen.
Ein klassisches Befundbild, was wir sehen bei unseren Patienten. Also nicht nur eine Infektion. Was sehen wir hier? Die Borrelien sind da, nicht. Wir haben auch hier OspC, Outer Surface Protein C. Wir haben hier den Nachweis im Immunoblot. Wir haben eine Babesieninfektion, wir haben eine Bartonella-Infektion, wir haben eine Brucella Canis-Infektion mit einem IgM, immerhin von 1 zu 64. Glauben Sie denn, dass dieser Patient sich wohlfühlt? Glauben Sie denn, dass dieser Patient konzentriert ist, dass der nicht müde ist und dass der eben halt nicht möglicherweise Panikattacken hat, möglicherweise schon in der Psychiatrie sitzt? Aber glauben Sie, dass die Psychiater das rausfinden? Ich glaube es nicht. Denn ich kann ja auch meinen Sohn befragen, der ja die Patienten kennt und langsam kommt er auf die Spur seines Vaters, der ist nämlich auch bei mir schon im Kurs gewesen, also er ist auch schon äh aufgeweckt, so sozusagen und geläutert, auch zum großen Teil durch die Erfahrung, die er mittlerweile in seiner Praxis gemacht hat. Der hat eine schöne Praxis in Dessau, im Sachsen-Anhalt, im Osten der Republik. Wir sehen hier auch ein typischen Befund, das könnte auch Ihr Patient sein. Chlamydia 128 positiv, Helicobacter positiv, Mycoplasma pneumoniae positiv, HHV-6 für uns wichtig, auch wenn wir nur IgG haben, weil genau dieser Virus oder dieses Virus eben eine Aktivierung des Gerinnungssystems macht. Deswegen machen wir routinemäßig bei uns HHV-6. Denn David Berg, das war der große Mensch, der große Arzt, der eben das größte Gerinnungslabor der Welt gegründet hat, das Labor Hemex, der hat uns die Erkenntnisse verschafft über die Hyperkoagulation, also über die Verdickung unseres Blutes, z.B. wie er schreibt, über die Anwesenheit von HHV-6-Virus alleine, das, wenn Sie die mal durchgemacht haben, die Infektion, kann da bedeuten, dass Sie müde werden durch eine Hyperkoagulation, die man über uns mit Klexane, also mit einem hochmolekularen Heparin gut in Griff bekommen kann. Hier geht's aber weiter: Rickettsia felis, wir haben dann Toxoplasma gondii, wir haben Ureaplasma urealyticum, Yersinia intercolitica. Das sind die täglichen Bilder, die wir haben, wenn man denn nur so bereit ist, diese Tests durchzuführen und eben halt diese Positivität nachzuweisen. Und wenn Sie das Ganze dann auch mal auf dem Anamnesebogen nachverfolgen, wo die Expositionen waren, Sie kommen immer da drauf. Aber wenn Sie glauben, dass in die Berührung mit einer Katze oder das Kratzen oder das Beißen einer Katze oder eines Flohs mit dem zweiten und dritten Lebensjahr, mit dem 40. und 50. Lebensjahr nichts mehr zu tun haben kann, dann sind Sie auf dem Holzweg. Dann müssen Sie sich wirklich noch mal bilden lassen in dieser Sache, denn diese chronischen Infektionen, die intrazellulären, überleben Jahrzehnte und persistieren im Körper. Ich sag noch mal, das haben sie in der Evolution gelernt. Und wenn wir uns heute mit Gesundheit und Krankheit beschäftigen, kommen wir um dieses Thema nicht herum. Also schenken Sie chronischen Infektionen im im Sinne Ihrer Patienten mehr Aufmerksamkeit als jetzt und geben Sie ihnen den Stellenwert, den sie verdient haben, im Sinne Ihrer Patienten, und Sie werden das nicht bereuen.
Was machen wir? Wir haben Informationskanäle, wo Sie sich informieren können. Wir haben auch einen Newsletter. Wir haben hier die Möglichkeit, dass man das abscannen kann. So kommt man also auch in die entsprechenden Informationen ran. Wenn Sie mein gesamtes Konzept von A bis Z erlernen möchten, dann müssen Sie sich eben halt in diesen Kurs bewegen, wo ich eben 50 Jahre Erfahrung in über 50 Stunden eben halt nicht zu Papier, wie man das früher gemacht.
hat gebracht hat, sondern auf Video aufgenommen, und das kann man natürlich egal wo man wohnt, egal ob man auf Hawaii ist, oder ob man eben halt in Österreich in Wien sitzt. Man kann sich das wunderbar runterladen, man kann eben halt dann diesen Kurs machen, diese Online-Fortbildung. Wir sind ja durch Corona heute in die Lage versetzt worden, auch Ausbildung von zu Hause aus machen zu können. Ich finde, das ist ein wesentlicher Vorteil, wenn es überhaupt eingegeben hat.
Es geht um die Ursachenbeseitigung statt Symptomunterdrückung bei chronischen Erkrankungen, denn wir glauben nach wie vor, und Sie dürfen das auch BD glauben, Heilung ist möglich. Das ist eine Online-Fortbildung für Ärzte, Zahnärzte, Heilpraktiker und auch andere Therapeuten. Und in meiner Ausbildung zeige ich Ihnen, dass sich ursächlich hinter nahezu jedem chronischen Krankheitsbild eben halt Infektionen wie Bakterien, Pilze, Viren, andere klassische Parasiten, aber natürlich letztlich auch die Toxine verbergen können. Und Sie erlernen mein ganzheitliches diagnostisches und therapeutisches Konzept von A bis Z. Und es gibt auch ein kostenloses Fachgespräch, wo Sie noch mal sich informieren können. Und worum geht es eigentlich ganz genau? Ne, es geht um ges. Ich will es jetzt nicht alles vorlesen, gesamtheitliches diagnostisches Konzept. Es geht um die chronischen Infektionen, die die Gesundheit Z massiv beeinflussen können und oder unterwandern können, eigentlich. Es geht um die Hormonstörungen, die mitochondrialen Störungen, die man ja alle messen kann heute wunderbar. Es geht um die bedeutungsvolle Auswahl der richtigen Labore, die ich kurz erwähnt habe. Es geht um komplexe und scheinbar widersprüchliche Laborbefunde, die es zu interpretieren gilt, mit einer Erfahrung, die Sie e bei mir auch lernen können. Es geht dann letztendlich natürlich um die Entscheidung, welche Therapie wie sinnvoll ist.
Und wir sehen mal hier den DR M Universitäts David Koppensteiner aus Tirol, der sagt: "Als Vater und Arzt den eigenen Sohn zu retten, ist so ziemlich das Beste, was einem passieren kann." Denn es ging ihm wirklich jahrelang nicht gut, extrem schlecht, will ich noch ergänzen. Schon nach wenigen Wochen Therapie hat er um ein Vielfaches mehr Kraft und Energie, sensationell. Allein für ihn hat sich die Fortbildung schon gelohnt. Wir sehen auch sehr viel, dass viele Therapeuten sich selber betroffen fühlen, wenn man über das Thema redet, und in ihren Familien natürlich auch die Patienten eigentlich haben, die wir täglich in der Praxis sehen. Und ich glaube, das ist entscheidend wichtig. Lesen Sie sich das alles noch mal durch. Sie haben hinter auch unbegrenzten Zugriff auf das Fortbildungsportal. Das ist ganz wichtig, weil da die ganzen Therapeuten sich täglich austauschen und eben halt ihre Erfahrung dann die neue Erfahrung oder auch teils die alte sind, nämlich gute Kollegen, die ja top sind, die selber ja gestandene Ärzte sind und Diagnostiker, auch die große Praxen haben, aber sie haben dann noch mal ihr Spektrum eben halt um das Thema, was ich Ihnen heute vorgestellt habe, erweitert.
Wir haben eben halt in der Praxis auch bestimmte ein Arbeitsmaterialien, auf die wir hinweisen. Wir haben eben ein 300 Seiten großes Therapiehandbuch, an dem Sie sich wunderbar orientieren können, wenn Sie sich noch anfangs unsicher fühlen mit den therapeutischen Interventionen. Und es geht eben halt auch darum, dass wir teilweise nicht nur das, was ich sage, sondern eben halt ergänzend auch z.B. biologischen Zahnarzt dabei haben, der zwei Abende bestreitet, z.B. Und es geht auch darum, dass wir natürlich weitere Themen aus der Anregung, die eben halt kommt über die Therapeuten oder aus eigenen Ideen heraus, oder manchmal auch orientiert an den Patienten, die wir haben, organisieren und dann auch anbieten werden. Das ganz wichtig. Ja, also der Einstieg in die Fortbildung ist jederzeit möglich.
Wir sehen hier z.B. den wunderbaren Kollegen Dr. mit Dr. med. dent. Michael Rack, der also die biologische Zahnmedizin uns noch mal sehr, sehr nah bringt. Und ich finde, das ist ganz entscheidend wichtig. Wir haben natürlich viel Rückmeldung auch hier. Ich will sie nicht alle vorlesen, aber eine ist mir ganz besonders wichtig, die hier von Herrn Kaufmann kommt. Sie sagt nämlich: "Endlich eine Fortbildung, die viele offene Fragen beantwortet, die sich im Laufe meiner 20-jährigen Praxistätigkeit ergeben haben. Erschreckenderweise fallen mir immer mehr Patienten ein, die gestorben sind, ohne dass nach chronischen Infektionen geschaut wurde, deren Symptomatik in der Rückschau jetzt typisch erscheinen." Das finde ich, ist wesentlich. Und wir haben viele Kollegen, die eben halt auch heute dankbar sind, selber eben hier ist dieses Zitat noch mal Kira ist wunderbar. Die hat früh schon angefangen, auch durch eigene Erfahrung mit ihrer Familie in Düsseldorf eben halt. Erstmal hat sie eine Ausbildung als Wirtschaftsfrau gemacht, dann ist sie Heilpraktikerin geworden und ist jetzt mittlerweile im ersten Online-Medizinstudium, ist fast fertig mit ihrer Ausbildung. Also eine ganz wunderbare, intelligente Frau, die eben halt ihre Passion letztendlich der Medizin endlich umsetzen konnte. Anfangs war das alles nicht möglich aus verschiedenen Gründen, und jetzt hat sie es geschafft mit dieser Online-Fortbildung, die glaube ich in der Universität Leiden, glaube ich, läuft in Holland, so viel ich weiß, sehr, sehr teuer ist, aber sehr, sehr effektiv. Denn sie macht ja parallel noch ihre Familie und parallel natürlich auch noch ihre Heilpraktikerpraxis und studiert trotzdem noch Medizin nebenbei. Ich kann nur sagen, alle Achtung. Ich glaube, sie hat auch die richtigen Worte gefunden, die auch in meinen Augen tief gehen.
Und was haben wir noch zu berichten hier? Zur Vertiefung des heutigen Themas und Einblick in die Online-Fortbildung erhalten alle Teilnehmer kostenfreien Zugriff auf die Aufzeichnung des ersten Fortbildungsabends. Das könnte ich Ihnen gerne, schauen Sie sich mal an, wie ich da in der Bildung vorgehe. Es ist bisschen ähnlich wie hier, aber noch mal präzise auf den Punkt gebracht. Und diese kostenfreie zweistündige Wissensinfusion stelle ich Ihnen gerne zur Verfügung. Gönnen Sie sich diese zwei Stunden, suchen Sie sich einen ruhigen Abend aus, setzen Sie sich vielleicht noch mit Ihrem Kollegen zusammen oder mit Ihren Partnern, vielleicht bei einem guten Wein aus dem Burgenland. Das sind gute Weine, wie ich weiß, ne. Und das wird sich dann lohnen. Vielleicht können Sie damit auch Ihre Durchblutung noch steigern, denn oft haben wir ja Problem, was eben halt die Durchblutung angeht, weil viele unserer Patienten fast 80% eine Hypothyreose, eine Unterfunktion der Schilddrüse haben. Macht sie noch so versteckt sein, oft lässt sich das am TSH-Wert eben nicht finden. Und das ist schon der Einstieg, eben die Pforte sozusagen, durch die diese intrazellulären Erreger schreiten. Also mein Wunsch ist, dass die Infektologie in ihrem gebührenden Stellenwert wieder anerkannt wird. Daher ist die Weitergabe dieses Vortrages, sowie der Link zum ersten Fortbildungsabt, ausdrücklich erwünscht. Und hier unten sehen Sie auch die entsprechenden Links, z.B. wo Sie da rankommen. rolfjansenrosseg.de schäfortbildungsvideo, dann kommen Sie da dran. Ja, das war's, das was ich Ihnen heute Abend mitteilen wollte. Ich Sie werden mir gerade jetzt wieder ins Bild gebracht, so dass ich auch mit Ihnen optisch kommunizieren kann. Ich hoffe, es hat Ihnen gefallen, ich hoffe, ich konnte Ihnen Anregung geben und ich hoffe nicht, dass Sie nun gleich schon wieder wissen, wer von Ihnen selber betroffen ist oder möglicherweise von Ihren Verwandten. Wenn das aber der Fall sein sollte, dann beruhigen Sie sich. Es gibt genügend Wissen heute, um diese Dinge, teils chronische Prozesse, erkennen zu können und dann adäquat zu therapieren. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.