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Maximilian Krah (AfD), Spitzenkandidat bei der Europawahl - Jung & Naiv: Folge 701

Jung & Naiv6:30:31

Transcription

[Musik] [Musik]

So, eine neue Folge Jung Naiv. Ich habe einen neuen Gast. Wer bist du? Ich bin Maximilian Krah. Maximilian, was machst du? Ich bin Abgeordneter im Europäischen Parlament und Spitzenkandidat der AFD für die Europawahl.

Warum bist du das? Weil ich es sein wollte. Weil ich mich immer für Politik interessiert habe. Weil das meine Leidenschaft ist. Und weil ich mich der AFD angeschlossen habe aus Überzeugung. Und die das für eine gute Idee fand, findet, äh, mich ins Rennen zu schicken als Spitzenkandidat.

Und warum? Also, was qualifiziert dich im Vergleich zu, gibt ja noch viele andere AFD? Zum einen offensichtlich gibt es Leute, die meinen, dass ich ihre Anliegen gut vertrete, gut verkaufe und dass sie sich in mir sowohl inhaltlich wie auch im Stil wiederfinden.

Was für ein Stil hast du? Ähm, ich bin direkt, ich bin kontrovers und hoffentlich unterhaltsam. Ja, und freundlich habe ich, habe ich gelesen. Ich den, dein Buch gelesen, den "Manifest Politik von Rechts". Und da, da hast du geschrieben: "Zur politischen Freundlichkeit gehört auch, den politischen Gegner zu respektieren. Die politische Rechte hat, das ist unsere Überzeugung, die besseren Lösungen für unsere Zeit. Sie kann diese in aller Ruhe, Gelassenheit und Unaufgeregtheit vortragen. Persönliche Angriffe gar in Gleißungen sind nicht nötig, oben rein kontraproduktiv." Exakt. Daran werden wir uns halten, also hoffe ich jedenfalls. Oder? Ja, ich bemühe mich.

Erzähl mal was. Erzähl mal was zu dir. Wo kommst du her? Ich bin geboren 1977 in einem kleinen Dorf namens Reichenwitz. Wo ist das? Das ist bei Bautzen in der Oberlausitz. Kommst du aus der DDR? Ich komme aus der DDR. Das haben wir gemeinsam. Und bin schon '79 mit meinen Eltern mit zweieinhalb Jahren nach Dresden gezogen und da bin ich dann aufgewachsen, zur Schule gegangen, Wehrdienst, Jura studiert, dann noch mal in den USA Wirtschaft studiert, USA, England, war Rechtsanwalt, zugelassener Rechtsanwalt, Stiftungsvorstand. So weit so normal für Juristen. Oder ambitioniert.

Und da ich aber in der Wendezeit politisch sozialisiert bin und meine Eltern schon, mein Vater sehr politisch unterwegs war, habe ich diese Leidenschaft für Politik gehabt. War CDU-Mitglied und irgendwann habe ich Merkel nicht mehr ertragen. Und manche sind dann von Merkel nach links gegangen, andere sind von Merkel nach rechts gegangen. Ich bin nach rechts gegangen. Und AFD, glaube ich, ist jetzt die Partei, die die, die die richtigen Lösungen für die Zukunft hat.

Meinst du, deine Eltern waren politisch? Beide waren sie in der SED? Nein, sie waren gegen die SED. Also mein Vater war immer aktiv, hat rumgelästert, gestichelt, dann bei den Demonstrationen recht früh dabei. Ja, und am Ende, da wo in Sachsen eigentlich die meisten Regimegegner gelandet sind, CDU.

Wie, wie ist das? Auf was, 13 Jahre lang in der DDR. Wie ist das als junger Mensch dort aufzuwachsen? Hast du gewusst, dass ihr in einer Diktatur lebt? Also, die Familie war gegen die Kommunisten. Ja, die mochten wir einfach nicht. Warum? Weil wir ihnen die Verantwortung dafür gaben, dass das Land unterentwickelt war. Man wusste, dass man nicht alles sagen konnte, was man wollte. Man konnte nicht reisen. Äh, man sah durch die Briefe von den Westverwandten, da war es besser. Man empfand diese Regierung, diese Gestalten als doof. Ja, also Honecker und Krenz empfanden wir jetzt nicht als brillant. Und auch die, äh, Vertreter der SED oder des Regimes, die wir vor Ort kannten, waren es auch keine leuchtenden Gestalten. Also insgesamt, man verachtete eigentlich diese Regierung, man wollte sie loswerden. Und insofern haben wir so einen gesunden Oppositionskreis mitgenommen.

Aber, aber haben sie, deine Eltern dir diese Verachtung für das System mitgegeben oder bist du darauf selbst gekommen? Was, worauf kommt man selbst als als Grundschüler? Was wird mitgegeben? Es ist ja immer eine gegenseitige Befruchtung. Also meine Eltern haben, mein Vater hat im Wesentlichen dieselbe Meinung vertreten wie ich jetzt. Von daher ist es jetzt kein Revolutionsgeist gewesen, ich gegen die Kommunisten gewesen bin, sondern ich bin da ganz offensichtlich im Familien-Mainstream mitgeschwommen.

Aber Revolution ist ja rausgekommen. Dafür seid ihr auf die Straße gegangen. Also, wir mochten die Regierung nicht. Und wir sind, also mit der, mit der Erkenntnis aufgewachsen, Regierungen können schrecklich dumm und und unfähig sein. Öffentlich-rechtlicher Rundfunk kann lügen. Und und man soll selbst denken. Also insofern etwas, was Konservative im Westen oft nicht so haben, ja, gewisse Bereitschaft auch mal aufzubegehren. Die hat man als Konservativer, der in der Endphase der DDR sozialisiert ist, schon mitbekommen.

Dass, dass die DDR-Fernsehen gelogen hat, ist belegt und wissen alle. Habt ihr dann Westfernsehen geguckt und und Ding geglaubt? Wir haben Westfernsehen geschaut durch eine Antennengemeinschaft ab April 1989 dann, also RTL, 1, ZDF. Und das war genau da, wo wir die Niederschlagung des Tiananmen-Aufstands in China gesehen haben. Und da sahen wir den Unterschied zwischen der Berichterstattung West und der Berichterstattung Ost. Ja, wir haben selbstverständlich erstmal dem Westfernsehen komplett geglaubt.

Mm. Hat, ich, ich wollte ja nur wissen, hattest du gewusst, dass du in der Diktatur lebst als junger Mensch? Ich glaube, dass diese Begriffe Demokratie, Diktatur, ne, die, die der Deutsche Demokratische Republik sich lustig gemacht hat. Bei uns in der Familie, dass wir nicht gefragt werden, dass unsere, unsere Meinung, wenn wir sie öffentlich äußern, uns zu Problemen bringt. Ja, dass nahzu das halbe Umfeld meiner Eltern entweder Ausreiseantrag gestellt hat oder zumindest darüber nachdachte. Das war klar. Aber das jetzt runterzubrechen auf diese abstrakten Begriffe, das habe ich zumindest als Zwölfjähriger nicht hingekriegt. Das war dann klar. Das war dann der Schub ab '89, wo man dann sagte, jetzt sind wir für eine Demokratie, jetzt entscheiden wir selbst.

Siehst du irgendwelche Parallelen zur heutigen Zeit? Ich meine, es gibt ja viele Menschen, die, und kein unbeachtlicher Teil, der sagt, äh, wir haben ja auch schon wieder fast eine Errichtung der Diktatur in Deutschland. Ich glaube nicht, dass sich Geschichte wiederholt, äh, aber trotzdem gibt es Erfahrungen, die man weitergeben kann. Also z.B. das wieder in Sachsen ganz häufig den Kindern gesagt wird: "Wir reden zu Hause diese Version des politischen Lebens, aber in der Schule sag bitte nicht, dann kriegst du Ärger." Z.B. z.B. bei Meinungen über die Frage der Einwanderung. Ist das der Fall, dass man zu Hause oft anders redet als in der Schule? Das heißt, mir sagen Eltern, das, was meine Eltern mir beigebracht haben, nicht alles zu sagen, das gebe ich jetzt meinen Kindern weiter. Oder dieses zwischen den Zeilen lesen in der Zeitung, dass man sagt, da steht irgendwas drin, aber es ist nur die halbe Wahrheit und den Rest müssen wir uns selbst schlussfolgern. Das sind ja alles Techniken, die man so in der Spätphase der DDR kannte und die jetzt wieder angewandt werden. Und die zumindest in unserer Wählerschicht, und wir sind nun mal in Sachsen-Thüringen eigentlich im ganzen Osten die stärkste Partei, die da prakti.

Aber wer wendet das an? Wer macht das? Unsere Wähler, die Masse der Leute. Aber du meinst ja gerade auch öffentliche Meinungsbeeinflussung, Medien und so weiter. Da meinst du, das wird, diese Technik werden angewandt? Na, die, also das zwischen den Zeilen lesen wird angewandt. Aber das, das natürlich, wir haben ja Umfragen, Vertrauen in die Medien, Vertrauen in die Zeitung, Vertrauen in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, schaut aus, ziemlich gut. Die Hälfte glaubt nicht dran. Dann gibt es die Frage, darf man seine Meinung offen sagen? Da sagt 45% der Deutschen, Ost wie West, sagen, äh, nein, man muss aufpassen, darf nicht alles sagen. Das sind so die Stimmungsbilder, die wir haben. Also Vertrauen in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, Glaube an die Meinungsfreiheit, dass man das, was man wirklich denkt, sagen darf. Das sieht ja, da sind die Umfragen werden immer schlechter von Jahr zu Jahr.

Siehst du das dann auch so, dass man nicht alles sagen darf? Ich empfehle Menschen, die nicht in dem Glück sind wie ich, dass sie ein sicheres Abgeordnetenmandat haben, mhm, dringend nicht immer tatsächlich alles zu sagen, was sie glauben. Also, wenn, wenn du jetzt ein Polizeibeamter wärst, jetzt sagen wir mal Streifendienst, Anfang 50, will ich dir dringend empfehlen, nicht in der Kaffeerunde zu sagen: "Hey, ich finde die AFD super, die wähle ich auch." Wieso? Das würde ihm wohl, wenn er in der falschen Landespolizei ist, ein Disziplinarverfahren unter Umständen einhandeln oder zumindest hätte er ein Problem mit der nächsten Beförderung. Aber wieso? Also, man, warum soll Disziplinarverfahren geben, wenn man sich für eine Partei ausspricht, die im Bundestag sitzt, die nicht verboten ist? Super Einschätzung. Sehe ich ganz genau so. Aber die Realität ist leider anders. Das mittlerweile im öffentlichen Dienst. Kennst du einen Fall, wo, wo es ein Disziplinarverfahren von Polizisten gab? AFD-Mitgliedern wird es angedroht, z.B. in Thüringen vom Innenminister ganz offen. Also, wird gesagt, wer sich da, die haben ja die AFD eingestuft. Also, das Innenministerium hat ja den Verfassungsschutz als nachgeordnete Behörde. Die haben die Thüringer eingestuft als gesichert rechtsextrem. Und wer jetzt als, sagen wir mal, Polizeiführer bei uns Mitglied wäre, würde nicht mehr befördert werden. Das ist geltende Rechtslage da in Thüringen. Aber nimm mal einen ganz aktuellen Fall aus dieser Woche. Da gibt es einen Landtagsabgeordneten der AFD im Saarland. Der ist in seiner Pfarrgemeinde, seiner Kirchgemeinde ist er ehrenamtlicher Verwaltungsrat. Der ist jetzt einfach mal entlassen worden. Der hat sich darum gekümmert, weil man sagt, Mitgliedschaft in dieser Partei sei nicht vereinbar mit einem Ehrenamt. Das sind Dinge, ähm, die gehören sich in einer Demokratie nicht. Die sind meines Erachtens indiskutabel.

Hm, ähm, du bist aber nur ein Beispiel. Wir haben gestern haben wir ein Video auf auf auf auf X gesehen, da war meine Spitzenkandidatin, Konkurrentin der FDP, Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Und die ist in Ravensburg von einem Zuhörer einer Wahlkampfveranstaltung relativ hart kritisiert worden. Und hat sie ihm gekontert und gesagt: "Bei wem arbeiten Sie? Weiß Ihr Chef, was Sie sagen?" Das finde ich schon eine Einschüchterung. Aber hast du andere Beispiele, welche, welche Meinung man öffentlich nicht mal sagen darf oder kann? Ich meine, AFD wählen. AFD wählen. Einwanderungskritik. Also, ich, wenn du jetzt sagst, höre ich überall, auch im Bundestag, nicht nur von von unseren Leuten. Nein, ja, die CDU. Sind wir stehen kurz vor den Wahlen. Die CDU entdeckt wieder, dass sie was recht blinken, wieder Stimmen bringen könnte. Aber, und der Bundestag könnte ihr das doch sagen. Dann sagen ja auch, wir sagen es ja. Aber, aber du meinst ja gerade, man kann manche Sachen nicht. Politiker sagen das. Dafür sind wir da. Aber du bezahlst ein Bekenntnis zu unserer Partei oder auch zu unseren Inhalten allzu deutlich. Bezahls du womit? Mit einem, mit mit deinem gesellschaftlichen, mit einem, also mit dem Verlust eines gesellschaftlichen Ansehens. Beispiel: Wir haben hier in Berlin den ehemaligen CDU-Finanzsenator Peter Kurth. Mhm. Ein honoriger Mann. Der hat, weil wir lange genug befreundet sind, hat er mich mal auf eine Dachgeschoss-Party oder auf eine Dachterrassen-Party von sich eingeladen. Das stand in der Zeitung. Ähm, dessen bürgerliche Existenz, seine bisherige, ist jetzt ruiniert. Also, dem hat man, mit dem CDU-Ausschluss gedroht. Dem ist er zuvorgekommen. Der war noch eine Woche als Geschäftsführer interimsmäßig eines Umweltverbandes. Das hat man beendet. Den hat man jetzt überall gebrandmarkt als quasi Faschist. Der wird auch nicht mehr eingeladen. Das gleicht er natürlich aus, weil er dann andere Freundeskreise sich aufbaut. Nächstes Beispiel: In Dresden die Buchhändlerin Susanne Dagen. Seitdem die sich inhaltlich zu uns bekannt hat, sie ist ja nicht Mitglied, hat die einmal ihren Kundenstamm wechseln müssen. Aber ist dieser Peter Kurth nicht derjenige, der bei dieser Konferenz in Potsdam im November dabei war? Nein, das sind andere. Er war definitiv nicht dabei. Peter Kurth war nicht dabei. War ja andere CDU dabei. Ja, da waren viele CDU dabei. Aber Peter Kurth war nicht dabei, weil er genau die CDU, die da dabei war, nicht leiden kann. Geht ihm wie mir. Warum warst du nicht dabei? Andererseits waren ja auch dabei. Nein, das war das, das du kannst die Hausherrin ganz gut. Die Grundmelodie dieser Konferenz ist eher Werteunion gewesen. Also, das ist, ich war da nicht dabei, weil ich, warum gehen AFD dann zu einer Werteunion? Gibt es Überschneidungen? Ja, ja. Okay, gut. Zurück zu dir. Apropos Union. Du bist direkt nach der Wende, hab ich gesehen, die Junge Union, mit 14 war das, ne? Die Junge Union mit ein, mit 14, mit 1991. Warum? Ja, weil ich politisiert war und dachte, das ist jetzt der Moment, dass ich mich einsetze und was mache. Warum CDU? Weil das die Partei war, von der wir überzeugt waren, dass sie für genau die Prinzipien und Vorstellungen vom vom Land steht, die wir glaub, immer gegen die DDR verteidigt zu haben und die wir jetzt zum Sieg gebracht haben. Okay. Und war die Partei, du bist irgendwann raus. Das ist eine interessante Frage. Ich erinnere mich, ich hatte als Student, da war ich dann Chef des Rings Christlich-Demokratischer Studenten an der Dresdner Universität, hatte ich eine Diskussion mit dem damaligen Assistenten Christoph Möllers. Der ist jetzt hier ein super linksliberaler Public Intellectual in Berlin. Und der sagte dann zu mir: "Ich würde nie CDU wählen." Aber wissen Sie, wofür ich die CDU wähle? Dass die Leute wie Sie neutralisiert werden." Was meint er damit? Fand ich natürlich extrem empörend, dass er dachte, ich lasse mich neutralisieren. Ich befürchte, er hatte Recht. Aber was meint er damit? Er meint damit, dass die CDU, denke ich, über die vergangenen Jahrzehnte bis zum Auftauchen der AFD, hat sie Leute, die eigentlich den echt konservativ oder wie ich es jetzt in der Rechts-Denkenden, diese Überzeugung hatten, hat sie bei sich aufgenommen und dafür gesorgt, dass sie politisch über Nichts bewirkt haben. Also, Alfred Dregger, der meinte, rechts CSU ist nur die Wand. Ja, wobei Bayern ist immer ein Sonderfall. Aber nehmen wir z.B. Alfred Reger. Das war ein klassisch altkonservativer, rechter Hesse, der hat in Hessen ja die Vorherrschaft der SPD gebrochen. Also, was hat man gemacht? Man hat ihn dann nach Berlin geholt und wurde er sogar Fraktionsvorsitzender. Aber er hat ja politisch keine Spuren hinterlassen. Man hat ihn eingebunden und dafür gesorgt, dass er sich da um seine Themen kümmert, aber auf die deutsche Politik Einfluss konnte man nicht nehmen. Und ich denke, dass das im Nachhinein, ich habe dann immer noch über 10 Jahre gebraucht, um die Konsequenz zu verstehen, das umzusetzen. Aber dass die CDU die Konservativen, die es in Deutschland immer gab, die ich jetzt die Rechten nenne, weil der Begriff konservativ so schwammig ist, dass sie die zu sich reingeholt hat und dann dafür gesorgt hat, dass die nicht politisch wirkmächtig werden, Einfluss auf die Republik nehmen. Diese Analyse war leider richtig. Und insofern muss ich sagen, habe ich mich da wahrscheinlich geirrt. Mit einer Einschränkung: In Sachsen war es anders. In Sachsen in den 90er Jahren war die CDU eine echt coole Truppe.

Hat die CDU versucht, dich einzubinden? Na ja, ich war RCDS-Chef, ich war Bundesparteitag-Delegierter. Allerdings war es so, die meisten meiner Generation haben ja schon im Studium quasi Politik gemacht. Und mir war das zu heiß. Ich wollte ein anständiges Examen und das habe ich mich dann ausgeklingt und habe erstmal geschaut, dass die Examensnote stimmt, dass die Promotion hingekriegt habe. Ansonsten hätte ich, glaube ich, nicht die innere Freiheit, mich so zu exponieren, wie ich es tue. Aber haben sie, haben sie dich nie irgendwie mal ein Mandat in Aussicht gestellt oder wolltest du auch irgendwas werden? Also, irgendwie kann auch Bundestag. Ich wollte 2013, aber da war ich schon ein Großmaul. Da bin ich angetreten gegen den amtierenden Kreisvorsitzenden und Amtsinhaber, knapp verloren in Dresden. Ja, aber das Entscheidende ist ja, diese Neutralisierung erfolgt ja auch durch die politische Bildung, durch die Form, durch die Formung der der der Kandidaten. Die Junge Union Leute kommen ja rein und sind meist ungestüm und haben ihre Ideale. Und dann ist es ja klar, man wird dann eingeladen, man macht erstmal ein Presse-Seminar, macht ein Rhetorik-Seminar, macht auch innerlich Seminare, man unterhält sich dann mit älteren Abgeordneten und dann versucht man sich und durch im im Laufe der Zeit, wenn man dann dabei ist, wenn man immer wieder auch die nächste Stufe erklimmt, schleift man ein bisschen ab. Ja, also eine Partei formt ihren Nachwuchs auch. Und ich, wenn ich mir jetzt die heutigen CDU-Typen anschaue, so meine Generation, gibt es einen, der dich vom Hocker haut, der irgendwie kantig ist, der, der Prinzipien hat, wo du sagst: "Hey, das ist ein cooler Typ, mit dem würde ich gerne auch abends mal ein Bier trinken, wenn die Kamera aus ist." Und selbst wenn ich mit dem überhaupt nicht übereinstimme, aber zumindest kann er mir was erzählen, was mich selbst weiterbringt. Ich, ich kenne keinen.

Hast du deine deine Auffassung über Politik, Deutschland, Europa und so weiter, über die du später noch reden wirst, eigentlich für dich behalten, während du der CDU warst, oder bist du damit offen umgegangen? Ich war schon ziemlich laut. Wie ist die CDU damit umgegangen? Also, das, was du jetzt auch sagst, das hast du damals auch schon gesagt. Das Denken entwickelt sich ja. Und Nietzsche sagt ja nicht zu Unrecht, der denkende Mensch, seine Meinung. Aber die Prinzipien sind immer dieselben. Also, ich habe im, ja, ich irgendwie kurz nach dem Jahr 2010 bereits in der Sächsischen Zeitung als Gastbeitrag meinen langen Artikel geschrieben. Und als ich dann Oberbürgermeisterkandidat in Dresden war, sagt der Journalist zu mir: "Na ja, Herr Krah, was Neues erzählen Sie mir hier nicht. Das habe ich ja alles schon vor 10 Jahren von Ihnen gelesen." Also, ich glaube, die Prinzipien sind gleich geblieben. Aber es zersplittert sich aus. Es gibt ja auch ganz neue Fragestellungen, die wir vor 15 Jahren nicht hatten. Also, vor 15 Jahren musste ich mir nicht Gedanken machen über Außenpolitik. Da war das ziemlich klar. Und ich war, ich war immer ziemlich, ja, outspoken. Das ist richtig. Und das war sicher etwas, was in der CDU nur begrenzt ankam. Also, Kreisvorstandsmitglied konnte ich werden. Ja, wahrscheinlich hätte ich es auch in den Stadtrat geschafft. Aber schon für ein Landtagsmandat, da passt man dann auf, dass es nicht passiert. Und wie gesagt, beim Bundestag war es so, dass da eine große Mobilisierung kam, dass dann der Amtsinhaber und Kreisvorsitzende doch noch mal mit 53% das Mandat bekommen hat.

Dein Vater ist auch gleich in die CDU reingegangen? Ne, ist sofort rein. Ist auch Funktionär geworden? Nein, er war ja, war im Ministerium, hat gearbeitet. Aber das ist ja Beamtenjob. Also, er konnte gerade kein Parteifunktionär werden, ja, weil er ja Beamter war. Also, er war passives Mitglied und war halt dann im im Ministerium, am Ende Ministerialrat.

Hast du deine Auffassung von deinem Papa geerbt oder habt ihr unterschiedlich? Weil er ist ja immer noch in der CDU? Ja, der CDU, weil er sagt, er ist jetzt in einem Alter, wo er nicht mehr wechselt. Ach so. Ja. Und ich, was habe ich geerbt? Ich glaube, ich habe, also wir haben uns eigentlich immer gestritten und Politik. Ja, und trotzdem würde ich heute sagen, dass ich in allen wesentlichen Fragen eigentlich mit ihm übereinstimme. Ja.

Warum holst du den nicht in die AFD? Weil er mittlerweile eigentlich schon pflegebedürftig ist. Also, er hat drei Schlaganfälle, er ist am Ende seines Weges angekommen und hat er zur Zeit andere Themen als Politik. Er interessiert, er schließt ab gerade. Aber hat er noch mitbekommen, dass du in die AFD gegangen bist? Wie fandet er das? Wie findet er das? Super. Ah, ja, ja. Warum? Weil er sich selbst immer brennend für Politik interessiert hat. Weil ich von seinen drei Kindern der einzige bin, der dieses brennende Interesse übernommen hat. Und weil es jetzt halt umsetzt. Und welcher Vater ist da nicht stolz drauf? Mm.

Ich hatte jetzt gelesen, du bist für die Zerstörung der CDU. Ja, aus reiner, doch, ist doch klar. Ganz weiß der Papa das, dass du seine Partei zerstören willst? Weiß. Okay. Warum willst du die CDU zerstört sehen? Weil wir einen Wandel in Deutschland nur hinbekommen, wenn die CDU in ihrer heutigen Form nicht mehr da ist. Der Punkt ist, die CDU bindet, sie neutralisiert. Nehmen wir das Wort Wähler, die eigentlich eine eher konservative, sagen wir mal, eine nicht-grüne Politik wollen. Die CDU tut immer eins: Vor den Wahlen blinkt sie nach rechts. Dann wählen die Leute die CDU, weil sie sagen, na ja, da wissen wir, was wir haben und so weiter. Nachher macht die CDU eine Koalition mit den Grünen. Und wir sehen in ganz Europa, dass es zu einer Änderung der Politik weg von diesem dominierenden grünen Mainstream nur dann kommt, wenn eben diese christdemokratischen Parteien, die die rechts die Wähler abgreifen, aber dann links mitmachen, wenn die klein werden oder verschwinden. Also, in Italien war der Weg freier, als die Democrazia Cristiana verschwunden ist. In Ungarn war der Weg für Orbán frei, als die Christdemokratie verschwunden ist. In Polen war der Weg für die Kaczyńskis freier, als diese christdemokratischen Mittelparteien verschwunden sind. In Frankreich hätte Marine Le Pen niemals über 40% geholt, wenn nicht die Gaullisten mittlerweile unter 10% werden. Und das ist mittlerweile, also bis in die 90er Jahre hinein war es in Europa ja insgesamt so, dass die Politik dominiert wurde von diesen christdemokratischen Parteien der Mitte. Mittlerweile ist es eigentlich so, dass wir in ganz Europa, nur noch in Deutschland, diese dominierende christdemokratische Partei haben, vielleicht noch in Spanien. Dass überall sonst, aber diese starken staatstragenden Parteien christdemokratischer Prägung verschwunden sind. Und dass dadurch überhaupt erst der Weg frei ist, dass dezidiert konservative, rechte Parteien zu Volksparteien werden können.

Wie zerstört man die CDU? Sie zerstört sich selbst. Wie denn? Sie wird ab 2025 eine Koalition mit den Grünen eingehen. Es werden sehr, sehr viele Leute, die von der Ampel enttäuscht sind, werden 2025 CDU wählen. Sie werden sagen: "AFD, na ja, kann man denen das Land anvertrauen? Noch zu jung, vielleicht zu radikal. Wählen wir doch mal den März. Der sieht so schön aus wie die alte Bundesrepublik." Und dann wird Herr März regieren mit den Grünen. Und die Politik von Schwarz-Grün wird im Wesentlichen dasselbe sein wie die Ampel. Und dann werden wir 2029 erleben, dass viele Leute sagen: "Wahrscheinlich geht es eben dann doch nur mit der AFD."

Ich hatte jetzt auch mitbekommen, dass viele fürchten, wenn die CDU mit der AFD in Thüringen oder Sachsen gemeinsame Sache entweder Koalition oder Duldung machen würde, das würde die CDU zerstören. Das würde sich wahrscheinlich umgekehrt ausstudieren. Das kann schon sein. Also, in Sachsen und in Thüringen zerstört ist die CDU gerade, dass sie die ganze Zeit mit den linken Parteien zusammenarbeitet. Aber es ist richtig, wenn man die sächsische und Thüringer CDU das tun lässt, was sie will, nämlich mit uns kooperieren würde, das für die CDU, sagen wir mal, im Rheinland oder in Münsterland oder in Baden, wo es eher eine mittlerweile schon Partei ist, die links der Mitte unterwegs ist, würde es zu furchtbaren Konflikten führen. Und deshalb wird die Bundes-CDU alles tun, die sächsische, sachsen-anhaltische und Thüringer CDU daran zu hindern, mit uns eine Tolerierung auszuhandeln. Das wird für die sächsische, Thüringer, sachsen-anhaltische CDU ein furchtbares Problem, weil dann muss sie weiter, weil sie ja keine Alternative hat, grüne Politik machen. Und das treibt die Wähler weiter zur AFD. Und umgekehrt ist es ganz klar, wenn sie aber, wenn die CDU eben konsequent eine Politik macht, die sich von der Ampel nur graduell unterscheidet, werden all jene, die die Verlierer dieser Politik sind, das sind sehr viele Menschen in unserem Land, mhm, werden am Ende sagen: "Ja, AFD. Wir haben Punkte an ihr zu kritisieren, aber es geht halt nicht anders. Was sollen wir sonst wählen?" Und das wird uns dann den nächsten Schub bringen.

Meinst du, gerade Thüringer CDU macht gemeinsam Sachen mit den linken Parteien? Also, ich habe eher so mitbekommen, ihr habt gemeinsam Kemmerich gewählt, zumindest hat das einen Tag gehalten. Gemeinsame Gesetze wurden mittlerweile in Thüringen schon ein. Na ja, aber die CDU hält seit 5 Jahren den Ramelow als Ministerpräsidenten. Der ist ja Ministerpräsident ohne parlamentarische Mehrheit. Er ist gewählt worden mit Stimmen der CDU. Und er hält sich ja, er kriegt ja seinen Haushalt nur durch dank der CDU. Er kann ja tatsächlich nur regieren, weil die CDU im richtigen Moment äh, entweder zustimmt oder sich enthält. Das heißt, dass es den Ministerpräsidenten Ramelow in Thüringen überhaupt gibt und dass es ihn überhaupt noch gibt, obwohl Neuwahlen versprochen waren, verdankt Ramelow der CDU. Wenn sie dann irgendwie zweimal bei völlig klaren Dingen mit der AFD stimmen, dann ist das gar nichts. Das ist, äh, ja, eine nette Geste. Aber wir haben in Thüringen einen linken Ministerpräsidenten Ramelow, den es da nicht gäbe ohne die CDU.

Ihr seid ja gerade in Thüringen sagen, zumindest in Umfragen die stärkste Partei. Könnte ja sein, dass er dann damit, also es wird schwer gegen euch in Regierung wird es zu machen. Wenn du die CDU zerstören willst, dann werden die ja bestimmt nicht sagen: "Okay, dann dulden wir die AFD-Regierung mal oder machen wir denen eine Koalition?" Das ist, denke ich, eine Frage, wie wir das vor Ort machen. Du bist aus Sachsen, also ich bin aus Sachsen. Was, was willst du denn als AFD Sachsen? Dass die CDU Sachsen mit euch, also ich hoffe, dass wir es schaffen, ohne die CDU regieren zu können. Das ist unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. Ja. So, ansonsten, wenn es so ist, dass die CDU, also die, das Wahlergebnis wird mutmaßlich so sein, dass die CDU mit allen anderen Parteien koalieren muss, um uns zu verhindern. Das ist die Zerstörung der CDU, die Selbstzerstörung. Wenn die CDU sagt, wir wollen uns aber nicht selbst zerstören, würdet ihr uns tolerieren? Würde ich meinen Parteifreunden empfehlen: Land geht vor Partei. Macht es. Wenn, wenn Kretschmer, Sachsen-Union sagt, wir wollen eine eigene Regierung machen und die AFD toleriert uns, da würde ich empfehlen zuzustimmen. Obwohl du diese Partei zerstörst. Geht vor Partei. Landeswohl geht vor Partei. Sachsen noch mal fünf Jahre mit grünen Ministern. Das ist eigentlich, oder was heißt eigentlich, das ist ein Disaster. Aber da müsstet ihr, wenn ihr die CDU dann duldet, dass ja dann alles dulden. Na, wieso alles dulden? Sie, und wenn sie unsere Stimmen haben will, muss sie halt von Einzelfall zu Einzelfall mal vorbeiklingeln kommen. Und warum nicht andersrum, dass die CDU euch duldet? Das ist noch besser. Aber das ist noch unwahrscheinlicher. Das Allerbeste ist natürlich, in der Staatskanzlei sitzt Jörg Urban. So, die super schönste Lösung ist mit einer eigenen parlamentarischen Mehrheit. Die zweitschönste Lösung ist von der CDU geduldet. Koalition ist auch nett. Ja. So, alles das, also die, die absolute Mehrheit ist im Bereich des unwahrscheinlich Möglichen. Duldung und Koalition halte ich für noch unwahrscheinlicher, eben wegen der Bundes-CDU, wegen der West-CDU. Würden wir auch mitmachen. Wir würden auch helfen, wenn die CDU sagt, wir wollen mit den Grünen koalieren. Auch das wird die West- und Bundes-CDU verhindern. Das heißt, das, was leider wahrscheinlich ist und wogegen wir kämpfen und wo wir auch unsere, unsere Landsleute in Sachsen wachrütteln wollen, heißt, wir kriegen eine ganz scheußliche CDU-Grüne-Linkspartei-Koalition.

Zurück zu deinem zu deiner Biografie. Klar, war ein guter Schüler offenbar. Warum hast du Jura studiert? Das war damals gerade die Mode. Also, damals studierten die guten Schüler Jura. Das galt in den 90er Jahren. Ist das Fach, wo man eben die meisten Karrierewege offen hat und wo man jetzt in diesem neuen Deutschland, in dem man angekommen ist, was werden kann. Meine, meine Schwester Zahnärztin, mein Bruder ist Arzt. Ich habe keine Affinität zur Medizin. Mhm. Und es war jetzt nicht die Zeit, wo Ingenieurwissenschaften gerade hoch im Kurs waren. Die ingenieurwissenschaftlichen Fakultäten waren sehr leer in Dresden. Ich, was ich, ich war vor allem gut in Mathematik, hatte sogar mal irgendeine Mathematik-Olympiade den ersten Preis gewonnen. Und in der Tat bedauere ich, dass ich ein Studienfach gewählt habe, wo ich mein Mathe-Talent nicht eingesetzt habe. Das habe ich dann so ein bisschen nachher im Wirtschaftsstudium nachgeholt. Aber damals war Jura, zumindest nach meiner damaligen Wertung, das Fach.

Was hat das mit deiner, mit deinen Ansichten gemacht? Also, dieses juristische Wissen zu haben? Jura ist ein Fach, das Denken strukturiert. Mhm. Also, der Jurist ist imstande, die Realität, die komplexe Realität zu strukturieren. Mhm. Insofern glaube ich, dass man, wenn man ein Jurastudium hat, selbst wenn man zurzeit nicht in einem juristischen Beruf tätig ist, man ist imstande, Komplexität in eine, in eine strukturierte Ordnung zu bringen und das dann auch rhetorisch umzusetzen, auch inhaltlich umzusetzen. Also, man lernt über Sachverhalte, wenn man so will, Raster zu legen und dadurch sie für sich greifbar zu machen, erklärbar zu machen, verständlich zu machen. Das ist eine juristische Technik. Das ist da. Das zweite ist, ich habe bei Jura jetzt nicht nur die Gesetze und Anwendung gelernt. Ich habe auch versucht zu verstehen, was ist das Recht überhaupt, wie funktioniert es. Also, ich habe mich in die sogenannten Märchenfächer reingesetzt, Rechtsphilosophie, Rechtsgeschichte. Und man kann von der Rechtswissenschaft her hat man einen interessanten und ich glaube auch brauchbaren Zugang in die Welt der Geisteswissenschaften hinein.

Das funktioniert. Wird man, äh, du hast zweite Staatsexamen und so weiter, alles gemacht. Ist man dann als Anwalt, als Jurist auch Verfassungspatriot? Verfassungspatriotismus ist ein schwieriges Konzept. Also, man, man ist rechtstreu. Man, man glaubt auch an das, an das Rechtssystem. Beim Verfassungspatriotismus geht es ja eigentlich um die Idee, dass man sagt, das, das gesellschaftliche Zusammenleben braucht gar keine Kultur, es braucht, es braucht eigentlich nur das Recht. Der Verfassungspatriotismus sagt, alles, was wir brauchen, um in unserer Gesellschaft zusammen zu leben, ist Recht. Das teile ich nicht. Na, in der Demokratie ist der Rechtsstaat eine Voraussetzung. Oder ich würde das sogar insofern teilen. Du kannst ja auch eine unheimlich plebiszitäre Demokratie haben, wo die, also, wo gerade die Rechte der Minderheiten nicht berücksichtigt sind. Eine Demokratie kann ja auch mit Mehrheit entscheiden, dass die Verfahren im Lande oder dass der Umgang mit Minderheiten gerade eben wenig Rechte übrig lässt. Also, der Rechtsstaat, dass der Rechtsstaat und die Demokratie Hand in Hand gehen. Das ist der Regelfall. Auch für dich? Das ist der Regelfall. Aber es ist z.B. auch denkbar, dass es eine sehr stark plebiszitäre Demokratie gibt, die das Recht, plebiszit. Für unsere Zuschauer, du meinst, direkte Demokratie. Direkte Demokratie. Auch sehr, sehr wenig regulierte Demokratie. Eine Demokratie, die wenig Verständnis für rechtliche Verfahren hat und die einfach sagt, wir ändern jetzt die rechtlichen Verfahren, ja, äh, und wir nehmen auch keine Rücksicht auf das System dieser Verfahren. Wir, wir, wir schaffen das Recht einfach ständig neu, weil wir es können. Ja, und damit leidet der Rechtsstaat. Umgekehrt ist es auch denkbar, dass man eher limitierte Demokratien hat, die sich dann aber gerade, weil sie da ein Defizit haben, sehr, sehr genau an juristische Verfahren halten. Ich weiß, das ist eine sehr, äh, wenig bekannte Meinung. Aber das Grundgesetz ursprünglich in den 50er Jahren hatte ein gewisses Misstrauen gegenüber der Demokratie, logischerweise, weil man ja wusste, dass viele der Menschen, die damals lebten, bis '45 mit dem Nationalsozialismus keine Probleme hatten. Und man sprach sogar in der älteren juristischen Literatur von einer limitierten Demokratie. Willy Brandt hatte diesen Wahlspruch: "Mehr Demokratie wagen." Den verstehen wir heute gar nicht mehr. Denken war geil. "Mehr Demokratie wagen" war eine Antwort darauf, dass die frühe Republik eigentlich gar nicht so demokratisch war, sondern dass sie sehr, sehr viele Checks and Balances eingeführt hat, um auch der demokratischen Willensbildung notfalls rechtlich entgegenzutreten. Gut, gab ja die historischen Schwachstellen der Weimarer Verfassung. Dem war in vielerlei Hinsicht hatte sie mehr demokratische und weniger rechtsstaatliche Elemente. Das Grundgesetz, Grundgesetz ist rechtsstaatlicher und weniger demokratisch. Aber du stehst klipp und klar zum Rechtsstaat. Und ich bin Jurist. Es ist genau mein Handwerkszeug. Also, der Rechts-, was heißt Rechtsstaat? Rechtsstaat heißt, dass es für alle geltende, auch für die Mächtigen geltende juristische Verfahren gibt und dass diese Verfahren einzuhalten sind und dass sich jeder.

Auf die Gültigkeit und Unparteilichkeit dieser Verfahren verlassen kann und dass jeder auch gleich ist, vom vom Recht absolut die Gleichheit, der gleiche Zugang zum zum zum Rechtsstaat. Jeder kann sich an Gerichte wenden, jedem wird rechtliches Gehör gewährt. Das heißt, der Rechtsstaat ist für mich, oder er ist nach den klassischen Definitionen ein formales Kriterium. Und wenn man formale Verfahren hat, haben die etwas unglaublich Beruhigendes, weil sie eben nicht nach der politischen Meinung schauen. Vor dem Gesetz sind alle gleich, und das ist ein großer Wert, von dem ich ja Prof. zitiere. Denn wenn zur Zeit es eben diese Gleichheit vor dem Gesetz nicht geben würde, in der zurzeit gegen meine Partei doch recht aufgeheizten Stimmung, wäre das für mich nachteilig. Insofern ich mag das Recht, ich mag dieses diese rechtsförmigen Verfahren, äh, und ich setze mich sehr dafür ein, dass sie gewahrt werden, äh, und auch nicht abgeschliffen.

Mhm. Bist du, bist du jetzt ein Verfassungspatriot oder nicht? Der unter Verfassungspatriotismus versteht man leider, dass man, dass das Recht ausreicht, um eine Gesellschaft am Leben zu halten. Das teile ich nicht. Also, ein Haus hat eine Hausordnung, das ist die Rechtsordnung, aber sie hat eben auch eine Statik, sie hat eine Architektur. Man kann nicht mit dem Recht die Ethnologie, die Soziologie, die Kommunikationswissenschaft, die Politik ersetzen. Sondern das Recht ist eine Sphäre im Funktionieren einer einer Gesellschaft. Und der Name Verfassungspatriotismus, der tut so, man braucht eigentlich nur die Verfassung und dann hat man alles. Und diese Ausdehnung des Rechts, dass das Recht quasi alles andere ersetzt und dass man nur die Rechtsordnung braucht, das glaube ich nicht. Insofern den Begriff des Verfassungspatriotismus halte ich für scheußlich, unterkomplex. Er klingt toll, aber es ist etwas, was am Ende nicht funktioniert. Sondern eine Gesellschaft braucht schon mehr.

Ich will es auch kurz erklären, weil das Grundgesetz da hast. Das Grundgesetz regelt zwei Dinge: das Verhältnis des Einzelnen zum Staat und das Verhältnis der Staatsbehörden untereinander. We, das Grundgesetz regelt nicht das Verhältnis zwischen uns beiden. Ja, dafür gibt's das BGB, das Bürger. Du kannst jetzt nicht aus der Verfassung ableiten, wie sich die Menschen untereinander verhalten sollen. Ja, gut, es gibt ja so Artikel 1, Menschenwürde. Also, wenn du, ja, aber das ist auch so, dann da steht dann alles drin. Ich meine, für in in dem juristischen Grundgesetzkommentar steht im Artikel 1, steht 30 Seiten, meine Menschenwürde nicht antasten, nicht deine, nicht das ist z. Artikel 1, das ist das Wichtigste. Selbst das ist im im Artikel 1 steht drin: Sie zu achten und zu schützen ist die Aufgabe jeder staatlichen Gewalt. Ja, das heißt, die Artikel 1 und die Grundrechte, sie verpflichten zu allererst einmal den Staat. Aber sie verpflichten jetzt nicht zwingend. Also, du z.B. darfst Unterschiede machen zwischen Menschen. Der Staat nicht. Der Staat muss alle gleich behandeln. Aber du selbst darfst z.B. sagen, der Freund ist mir lieber als jener Freund und deshalb schenke ich dem zu Weihnachten mehr als dem. Mhm. Das kannst du rein willkürlich machen. Der Staat darf das nicht. Das heißt, Artikel 1 und die Grundrechte, sie verpflichten den Staat, aber sie verpflichten nicht die Privaten. Und die Privaten untereinander finden sich aufgrund sehr komplexer Normen, kultureller Normen, tradierter familiärer Normen, auch Normen, die sie regelmäßig neu aushandeln. All das findest du nicht im Grundgesetz. Insofern das Funktionieren einer Gesellschaft ist sehr, sehr viel komplexer, als dass du es den Juristen überlassen solltest.

Ich wollte ja auch nicht suggerieren, dass es nur Verfassungspatriotismus braucht, aber man kann ja unter Verfassungspatriotismus auch verstehen, das Grundgesetz ist eine gute Sache. Das Grundgesetz ist eine gute Sache. Da stehen viele Grundrechte drin, die, wo andere Staaten drauf neidisch wären. Da stehen viele Grundrechte drin, wo andere Staaten drauf neidisch wären. Und darauf kann man ja stolz sein. Darauf bin ich stolz. Und das ist trotzdem noch nicht Verfassungspatriotismus.

Äh, weil du die Volksentscheider angesprochen hast. Bist du dann auch für Volksentscheide, die potenziell Grundrechte betreffen könnten? Also, dass dann der Mehrheitsentscheid des Volkes Grundrechte verletzen könnte? Also, jedes Gesetz kann ein Grundrecht verletzen, sofern es verhältnismäßig ist. Also, Beispiel, es gibt ein Gesetz, das sagt, wenn jetzt du ein Grundstück hast und da will die Stadt jetzt aber eine wichtige Straße drauf bauen, dann darf sie dich in gegen Entschädigung. Da wird Artikel 14 in dein Grundrecht auf Eigentum eingegriffen. Mhm. Das heißt, in ein Grundrecht darf eingegriffen werden, aber natürlich muss am Ende von dem Grundrecht noch was übrig bleiben. Was überhaupt nicht geht, ist das komplette Abschaffen eines Grundrechts. Also, ein ein Gesetz darf in ein Grundrecht eingreifen, wenn dieser dieser Eingriff notwendig, verhältnismäßig, angemessen ist, aber es darf keine Willkür entstehen. Dasselbe gilt jetzt auch für ein für ein Volksentscheid. Ein Volksentscheid darf nie mehr machen als der Bundestag tun dürfte. Mhm. Also, das bei einem Volksentscheid darf nicht einfach mehr entschieden werden als das, was der Bundestag auch entscheiden dürfte. Auch bei einem Volksentscheid darf am Ende das Verfassungsgericht kommen und sagen: Tut mir leid, liebes Volk, habt ihr zwar schön entschieden, aber geht nicht. Mhm. Das verletzt die Verfassung. Das muss klar sein. Also, insofern ein Volksentscheid ist jetzt nicht das Mittel, die Verfassung zu zerstören, sondern ein Volksentscheid würde nichts anderes sein als das, was der Bundestag ohnehin darf, aber dann eben in einem anderen alternativ Verfahren.

Zurück zu de Jurstudium. Wo hast du, wo hast du dein Studium drin? Nur in Dresden. Nur in Dresden. Ich bin stattdessen lieber in den Semesterferien durch die Welt gefahren, habe Sprachen gelernt. Was, was sprichst du alles für Sprachen? Ich habe Spanisch gelernt, regelmäßig. Ich habe noch ein bisschen Schulrussisch, dass ich ja mal aufgeppppt habe, aber was wieder leider vergessen ist, logischerweise Englisch. Und dass mein Französisch so schlecht ist, obwohl ich jetzt viel in Brüssel bin, ist eine Schande. Aber das ist ein Ziel für die nächste Legislaturperiode. Und aber später kam noch ein MBA-Studium dazu, ne? So, wo hast du da studiert? London und New York. An welchen Unis? In New York, Columbia. Und in London? London Business School. Columbia. Wir hatten letztens Professor hier davon. Das ist ja eine Ivy League, also Elite-Schule. Ja. Also, bist du hast du an der US-Elite studiert? Ich habe ein Alumninetzwerk, das ist charmant. Ja, ja, ja. Ich meine, mehr Establishment geht da nicht, ne? Mehr Establishment geht nicht.

Bist du, bist du ein aus dem Establishment? Du bist, du bist Jurist, hast ein Doktor, hast an der US-Elite-Uni studiert. Also, das ist doch Establishment per Definition. Genau. Ich bin wahrscheinlich von genau diesen objektiven Maßstäben ziemlich Establishment. Aber von meinen politischen Ansichten und dem, was ich zurzeit mache, bin ich ein ziemlicher Rebell. Also, ich bewege mich da in einem Spannungsbogen.

Ich hat nur gesehen, auf deiner Bewerbungsrede auf Parteitag hast du dich ja als Vertreter der kleinen Leute. Das kann man ja sein. Ja, ja. Muss kein Widerspruch sein. Aber, aber ich gerade weiß, was. Also, ich glaube, dass ich auch über die Defizite, auch die Schwachstellen, auch die festgefahrenen Denkstrukturen gerade des Establishments und der akademischen Welt weiß ich eben ein bisschen Bescheid. Und es führt dazu, dass ich sage, es ist auch richtig und notwendig, das zu kritisieren. Und ich glaube tatsächlich, dass die Eliten, die wir zurzeit haben, sowohl in Deutschland wie in Amerika, dass sie ihrer Verantwortung gerade für die Masse der kleinen Leute, also der einfachen Leute, dass sie da nicht gerecht werden. Ich glaube, dass da eine Missachtung, auch eine Verachtung weiter Teile der einfachen, arbeitenden Bevölkerung gehört da zum guten Ton. Und das fand ich immer unangemessen.

Aber, ähm, wissen deine Wähler? Wissen eure Wähler, dass du eben nicht ein, also einer von ihnen bist? Ich glaube, das. Ja, ja. Dann ist das, dann egal. Oder sie finden es gut, weil sie, weil sie sehen, dass ich mich sehr glaubwürdig, sehr hart und auch unter Inkaufnahme eigener Nachteile für sie einsetze. Mhm. Wenn du vor Gericht gehst, willst du jetzt auch nicht ein Anwalt haben, der genauso ist wie du, sondern du möchtest eigentlich einen haben, der vielleicht anders ist als du, aber der sich trotzdem mit voller Kraft für dich einsetzt. Vor Gericht brauche ich einen Anwalt, der Jurist ist. Der, du brauchst auch im im Parlament einen Anwalt. Du brauchst auch in der Politik einen Anwalt. Du, du wirst davon, davon gibt's doch schon so viele Juristen im im im Bundestag. Es wird, es wird weniger, was schlecht ist. Du brauchst einen Volksvertreter, ähm, der auch so viel Fachkenntnis hat und vielleicht auch so viel Lebenserfahrung, die die auch vielleicht zicken Tacken mehr ist als das, was du selber hast, damit er effizient deine Interessen vertreten kann. Ich glaube, dass man das vergleichen kann mit dem Gerichtssaal. Aber die hast du ja nicht, wenn du Establishment bist. Was die armen Leute alles interessiert und was kleine Leute. Also, meine Mutter war Sonderschullehrerin. Das ist schon sehr, also, da sieht man schon viel Not. Sie, ich habe, also, ich habe sie regelmäßig abgeholt und dann weiß ich noch, war auf so, dass sie sagte: Pass mal auf, ich muss noch arbeiten. Sie war nach der Wende stellvertretende Schulleiterin geworden. Wenn man die Roten alle rausgehauen hat, geh doch mal die Ganztagsbetreuung und ich hole dich dann da ab. Also, ich habe gute Erinnerung. Ich habe noch bis weit ins Grundschulalter regelmäßig mal, vielleicht ein, zweimal im Monat, Nachmittag in der Ganztagsbetreuung mit in der Sonderschule zugebracht. Ja, das ist, ist ein Besuch. Ja, aber ich erinnere mich an diese, also, weil du Sonderschüler beobachtet hast, weil wie kleine Leute beobachtet man ja als Kind. Beobachtet man ja nicht nur als Kind, ist man ja, man spielt gemeinsam und so weiter. Ich bin durchaus mit der Erfahrung groß geworden, dass ich sicher privilegiert bin, aber ich habe immer darauf Wert gelegt oder auch durch Zufall die Chance gehabt, dass ich mit nicht nur mit mit Kindern, die ähnlich privilegiert waren wie ich, zu tun hatte oder auch später, sondern ich hatte immer die Bandbreite. Ich war eben auch bei der Bundeswehr in der Achtmannstube. Mhm. Das war, es war nicht immer schön, aber es gehört auch einmal, dass man, also, ich möchte die Erfahrung nicht missen. Aber wann war das mit der Sonderschule, der Mama, in den 90ern oder was? Ja, gut, die war schon in den 80ern Lehrerin und dann in den 90ern ist sie dann, äh, also, wahrscheinlich war das noch in den späten 80ern und dann in den 90ern. Aber hast du denn jetzt in den letzten 30 Jahren was mit den kleinen Leuten zu tun gehabt? Ja, sicher. Okay. Also, zu mein, als Anwalt hat man sicher eine ganz gute Bandbreite, aber darfst du kleine Leute vertreten? Ich habe im Wesentlichen kleine und mittelständische Unternehmen vertreten. Das sind nicht kleine Leute. Ja, aber ich, ich nehme mal ein Beispiel. Ich, ich rede mit den Leuten, ich sehe sie, ich habe mit ihnen zu tun, dass sie, also als Politiker sowieso, dann dann ertreibe ich sie häufig, aber auch als Anwalt, dass man mit Handwerk zu tun hat und dann auch mal mit den Mitarbeitern redet oder mit den Mitarbeitern. Man wird dann ein, also Klassiker ist ja, der Anwalt wird dann eingeladen, wenn Betriebsfeier ist. Ja, und dann eine Betriebsfeier bei einem Bauunternehmen ist eine rustikale Veranstaltung und da habe ich schon drauf geachtet, dass ich nicht die ganze Zeit am am am Tisch vom Chef gesessen habe und dann aber 20:30 Uhr muss ich nach Hause, sondern ich habe da natürlich mit am Grill gestanden, ich bin dann mit durchgelaufen und habe mir mal die Geschichten der Leute erzählen lassen. Also, wenn man ein bisschen mit offenen Augen durch die durch die, wenn man sich, man muss sich interessieren, man muss sich interessieren für andere Leute, man muss offen sein und man lernt ja auch davon, denn die haben ja Erfahrung, die ich nicht habe. Aber wenn man sie sich erzählen lässt, dann kann man diese Erfahrung auch für sich selbst nutzbar machen.

Welche Rolle hat die Kirche und die Religion bei euch zu Hause gespielt? Also, bei meinem, also, bei uns ist so, mein Vater war katholisch, meine Mutter war Taufschein-Protestantin und mein Vater hat eigentlich darauf geachtet, dass wir Sonntags mit ihm in die Kirche gehen und dass wir zum Erstkommunionunterricht, Religionsunterricht gehen. Das war alles. Das heißt, also, wir hatten so ein Grundbewusstsein, wir sind katholisch, aber ich kann, also, wir hatten kein Tischgebet. [Musik] Äh, also, so die klassische Familienfrömmigkeit war nicht da. Bei mir war das eigentlich so ein Punkt, dass ich immer an gewisse Situationen gekommen bin, wo ich mich bekennen musste. Also, Beispiel, 11. Klasse, ich war bei meiner Englischlehrerin, wir hatten kurzes Gespräch. Ich wusste, das war die vorherige SED-Parteisekretärin in der Schule. Mhm. Und dann sagt sie zu mir: Du bist doch katholisch, oder? Bin ich. Meinst du das ernst? Also, so Jungfrauengeburt und so. Und ich hab, ich habe bis dahin nie über die Jungfrauengeburt nachgedacht, aber ich wusste in dem Moment, die will mir ans Leder. Und habe ich sie angegrinst und habe gesagt: Na klar, Frau Bohmann, Sie nicht. Und in dem Moment sah ich, wie das Gesicht zusammenfiel und sie kein Wort mehr sagte. Das heißt, also, ich hatte kommunikativ Diskussion durch dieses einfache: Klar, Sie nicht, gewonnen. Das fand ich unheimlich super. Also, ich bin da rausgegangen, gesagt: Wow, ich habe jetzt gegen die Tante, die jetzt nicht mein größter Fan ist, einfach mal eine Diskussion gewonnen. Das ist jetzt für ein 17 oder 16-Jährigen ist das. Weil du gelogen hast. Ich habe nicht gelogen. Ich habe es in dem Fall einfach gesagt. Und danach habe ich über die Jungfrauengeburt nachgedacht.

Danach. Was, was die Antwort jetzt? Glaubst du an diese Märchen aus aus der Bibel? Nein, absolut. Finde ich richtig. Ja, glaube ich. Es gibt Wunder, gibt es. Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die übersteigen uns. Hast du das, hast du das erst alles verstanden und angefangen zu glauben, als du erwachsen warst? Ja, vorher habe ich das halt einfach mitgenommen und und aufgenommen. Und ich habe erlebt, immer dann die zweite lustige Geschichte war, werdienst in Bayern, aber die Mannschaften kamen meist aus Sachsen. Und dann kam, gibt's ein Standort-Gottesdienst, einmal im Monat gibt's den Militärgottesdienst. Mhm. Dasselbe Situation wie wieder. Also, Schluss des Antretens. So, heute ist Militärgottesdienst. Wer mitgehen will, Hand hoch. In dem Moment habe ich nicht groß nachgedacht. Ich habe mir nur gedacht, na ja, was ist schöner? Militärgottesdienst oder Kaserne? Mhm. Was war das Problem? Ich war der Einzige, der sich gemeldet hat. Das heißt, ich stand da, melde mich und 300 lachen. Egal, was war das Ergebnis? Diese lustige Geschichte, die offenbar unheimlich komisch war, wurde dem Kompaniechef, einem Major, übermittelt, der, wie ich dann später herausbekam, ein relativ braver Katholik war. Das heißt, also, ab dieser Begebenheit hieß es dann: Einmal im Monat, heute ist Standort-Gottesdienst, Krah, der Herr Major erwartet Sie. Der Rest ab zum Dienst. Ab diesem Moment waren alle Unteroffiziere meine Freunde. Mhm. Das heißt, was ich, gibt's noch einige andere, was ich also sagen kann, ist, wer den Mut hat, selbst wenn er nicht groß über theologische Feinheiten nachdenkt, sich in der richtigen Moment zu bekennen, von meiner Erfahrung heraus gewinnt. Und deshalb empfehle ich jedem: Bekennermut ist für dieses Grundgesetz wichtiger oder die Bibel? Ich sehe das nicht als Widerspruch. Ich glaube, die Mehrheit der Mütter und Väter des Grundgesetzes waren sehr, sehr deutlich fromme Katholiken als ich.

Ähm, welche, welche Bedeutung hat die, hat die Bibel denn für dich als Katholik? Ist die Bibel jetzt nicht das zentrale, ne? Na, das ist, also, so Sola Scriptura ist ziemlich Luther. Der katholische Glaube ist schon ein bisschen bunter. Das ist so, bisschen vielleicht wie beim Verfassungspatriotismus. Die Verfassung ist wichtig, aber sie ersetzt nicht alles drumherum. Der Katholik schätzt die Bibel, aber eigentlich lebt er in einem, in einer Welt, die doch sehr viel sinnlicher ist. Also, da gehört dann eben dazu, dass man in die Kirche geht, dass die auch schön ist. Da gibt's ja die sieben Sakramente, zu denen man bitteschön gelegentlich gehen sollte, nicht zur letzten Ölung, aber zu denen, die man kann. Es ist eine sehr, sehr schöne Welt des Geistes. Und wir sind jetzt hier festgesetzt auf diese Welt mit unserem Tisch und mit unserem irdischen Leben. Aber ich glaube, dass sehr viele Menschen in unserem Land auch die Sehnsucht haben oder die Ahnung haben, dass es irgendwie etwas gibt, was das unser alltägliches Leben übersteigt. Und der Katholizismus ist ein Weg. Himmel, Hölle? Nein, einfach übersteigt. Das ist einfach Dinge gibt, die wir nicht mit Mathematik, Physik, Ökonomie und Soziologie fassen, sondern dass wir als Menschen auch ein Platz haben, der vielleicht mehr ist als die rein physische Welt.

Glaubst du an den Himmel und die Hölle? Ich glaube daran, dass es mehr gibt als die physische Welt. Himmel und Hölle sind dafür schöne Bezeichnungen. Glaubst du, dass du in den Himmel kommst? Na, das hoffe ich. Ob ich das zurzeit glaube, das ist bei Politikern schwierig. Ja, kann ja sein, dass du sagst, bisher spricht nichts dagegen oder so. Ich glaube, ich muss mich ein bisschen anstrengen.

Meinst du, dass Jesus in der AFD wäre heute? Jesus war revolutionär. Also, ich glaube, es gibt zurzeit keine revolutionärere Partei als die AFD. Allerdings würde ich jetzt ungern Jesus politisch vereinnahmen wollen. Ihr seid revolutionär. Das heißt, revolutionär, dann Umsturz? Wir sind revolutionär im Sinne von, na ja, wir sind revolutionär im Sinne von, dass wir Fragen aufwerfen, vor denen die anderen Parteien sich drücken oder die sie überhaupt nicht zur Kenntnis nehmen. Wir sind revolutionär in dem Sinne, dass wir bereit sind, altbewährte Routinen und immer wieder dasselbe, einfach mal anders zu machen. Wir sind revolutionär in dem Sinne, dass jeder, der glaubt oder dass das, was wir in Deutschland zurzeit haben, so nicht ewig weitergeht, sondern dass wir neue Ansätze in der Politik brauchen, dass er eigentlich bei uns, dass er den einzigen Platz, wo den finden kann, dass der bei uns ist. Und bei uns, wir lieben neue Ideen und wir wollen tatsächlich eine Zukunft haben, die lebenswert ist. Und wir glauben oder sind überzeugt, dass wenn wir einfach den Weg, der jetzt beschritten wird, weiterlaufen, dass das uns in eine Dystopie führen wird.

Welche Bedeutung haben die Zehn Gebote für dich als Katholik? Die sind, glaube ich, die Zehn Gebote sind so allgemein, dass sie für jeden Menschen eine Bedeutung haben. Also, du sollst nicht töten. Wüsste jetzt nicht, dass irgendjemand, egal ob er Katholik ist oder nicht, sagt: Super, jetzt gehe ich mal töten. Also, insofern, das sind ja einfach zivilisatorische Grundregeln. Aber man kann jetzt den Katholizismus nicht auf zehn Gebote runterbrechen. Aber die sind schon wichtig. In der, alles wichtig. Teil des, Teil des sicher Teil des Fundaments. Kennst du alle? Gott ehren, den Namen, kein Bildnis. Und dann kommen die sieben. Dann kommt die sieben [Musik] zwischenmenschlichen. Also, nicht töten, nicht stehlen. Mhm. Ich begehre das anderen Weib nicht. Falsch Zeugnis geben. Den Nächsten lieben. Das ist, äh, Neues Testament. Das ist nicht Zehn Gebote. Das ist schon. Ja, gut, dann fehlen noch drei. Äh, Moment. Morden, stehlen, Zeugnis. Ähm, stehlen, Zeugnis. Ich begehre das anderen Weib. Fehlen zwei. Fehlen noch. Ich dachte so als überzeugter Katholik kennt man das. Nein, ne, nicht so wichtig. Katholizismus ist ihr ein Lebensgefühl.

Du bist ja nicht so Fan der Kirchen in Deutschland. Wieso? Deut, der Kirchen in Deutschland bin ich sehr Fan. We, selbstverständlich. Aber die Kirchen in Deutschland sind ja auch fern der Religion. Lass wir mal so stehen. Aber wie sollte dann aus deiner Sicht Kirche sein in Deutschland? Sie soll vor allen Dingen aufhören, sich um irdische Dinge zu kümmern. Und sie soll genau sich um das kümmern, wozu es an der Kirche braucht, nämlich um die, um den Platz des Einzelnen, wenn man so will, im großen Kosmos. Sie soll nicht über Klimawandel reden, sie soll nicht über Politik reden, sie sollen nicht über Gender reden, sie sollen nicht über, sondern sie soll dem Einzelnen sagen: Pass mal auf, du bist viel mehr als ein einfacher Mensch, der regelmäßig zur Arbeit geht und dies und jenes tut, sondern du hast die Chance, teilzunehmen an einer an einer spirituellen Welt, die und Raum und Zeit übersteigt. Du bist dazu berufen, mehr zu sein. Du bist jetzt, ist ein theologisches Wort, Gottes ebenbild. Und wir helfen dir, genau diese Existenz, die eben nicht deine irdische Existenz ist, wir helfen dir, deine geistige Existenz zu erkennen, in sie reinzuwachsen und in ihr zu leben. Wir machen dich so. Die Kirche muss, die Kirche muss spirituell sein. Sie darf nicht irdisch sein. Sie darf nicht, sie darf sich nicht um den Alltag kümmern, sondern sie muss dem Einzelnen eine Chance eröffnen, gerade aus diesem Alltag in eine geistige Welt auch mal rauszutreten. Und das tut sie nicht. Sie ist die deutsche Kirche ist völlig unspirituell. Sie kümmert sich nur um Politik. Sie ist völlig lächerlich. Sie kann kein, sie schafft es weder intellektuell noch sinnlich in irgendeiner Form auch nur den Anschein zu erwecken, dass der einzelne Mensch eine Existenz hat, die seine rein alltägliche, irdische Existenz überschreitet. Ist eine, eine, eine furchtbare Idiotenveranstaltung.

Aber hat sie, hat sich die Kirche oder die Kirchen nicht seit Jahrhunderten politisch eingemischt, engagiert, Politik gemacht? Vielleicht hat sie Politik gemacht, aber sie hatte immer dieses dieses Fundament des des spirituellen, geistigen. Und das hat sie nicht mehr. Sie ist heute nur noch NGO. Echt? Ja, ja. Bitte, wie heißt der Erzbischof von Berlin? Keine Ahnung. Gut. Glaubst du, dass dieser Erzbischof, wenn du mit ihm jetzt reden willst, über die Frage, wie kann ich in eine geistige Welt rein kommen und vielleicht was bedeutet Gott in meinem Leben, dass dieser Erzbischof in irgendeiner Form für dich relevant? Also, du hast es die Wahl. Du kannst den Erzbischof von Berlin fragen und sagen, wir mal, und einen buddhistischen Mönch. Wer glaubt dir, wer glaubst du, erzählt dir eher, äh, etwas von einer spirituellen, geistigen Existenz? Der buddhistische Mönch oder der Erzbischof von Berlin? Aber wie, wie wird denn so ein, also sonntags in der Kirche so ein Gottesdienst aussehen, wenn du dir das mal malen könntest? Mal so, wie der z.B. da aussieht, wo ich regelmäßig, wenn ich in Brüssel bin, zur Kirche gehe, nämlich in einem, in einem, in einer Form, in einem Ritus, dass man im Kern zurückverfolgen kann aufs vierte Jahrhundert. Und wo, selbst wenn ich kein Katholik bin und nicht glaube, ich zumindest erkenne, dass hier etwas passiert, das in sehr ähnlicher Form vor 100, 400, 800 Jahren passiert ist. Das heißt, also, ich weiß, wenn ich da bin, bin ich Zeuge von etwas, wo auch vor 400, 800 Jahren Leute, die ähnlich gerungen haben um ihre geistige Existenz, wie sie es erfahren haben. Das Entscheidende an einer Religion besteht darin, dass sie dich aus Zeit, Ort und Alltag herausholt in eine Ex, in eine geistige, in eine geistige Welt, die überzeitlich und überörtlich ist. Interessanterweise hat ausgerechnet, oder in der letzten, im letzten Lehrschreiben darum, also erinnere mich gerade darum, nehmen manche Leute Drogen. Qui, Drogen sind aber schädlich für deine Gesundheit. Und nicht schädlich für deine Gesundheit ist es, wenn du, na gut, außer wenn so einem pädophilen Priester kommst, ne? Ja, aber die gibt's komischerweise bei den Modernen deutlich häufiger als bei den, bei den Konservativen. Ist auch interessant. In den konservativen Gemeinschaften ist das so gut wie nicht vorgekommen. Gerade in den 70er Jahren ist es davor gekommen, wo die Kirche besonders modern und zeitgemäß, dieszeitig war. Aber das nur am Rande. Aber ich glaube, das mit der Pädophilie, das ist auch Jahrhunderte alt. Nicht jetzt, nicht, nicht, weil wir die, weil wir die Fälle ja zurückverfolgt haben und wir sehen ja an den jetzigen Untersuchungen auch, wo der Peak war. Und der Peak war eben genau als die Kirche Mitte der 60er Jahre, in den 70er Jahren entschieden hat, dass sie jetzt mal super-duper weltlich wird. Da fing es an. Warum? Mit, wir hatten letztens gerade vor Weihnachten, jemand zum Zweiten Vatikanischen Konzil hier. Das, der Grund, warum die, aber das führte, das setzte Prozesse in Gang, ja, die dazu geführt haben, dass die Leute eben sich mehr aus ihrer geistigen Existenz meinten, sie müssten sich um irdische Probleme kümmern und und irdische Kinder anfassen. Nein, aber z.B. dass, dass ein, ein Priester, der sich, der vorher vielleicht überhaupt nicht über irgendwelche Sexualität groß reflektiert hat, jetzt plötzlich der Meinung ist, na ja, mein, meine geistige Welt ist mir versperrt, äh, und dann anfängt, irgendwie Pornografie, Kinderpornografie kommt ihm dann vor die vor die Hand und und und er er steigert sich rein. Sexualität ist ja durch das Fließende. Es ist ja nun sicherlich gibt's Tendenzen und Neigung, aber so ist dann plötzlich auszuleben, sich da reinzusteigern, auch überhaupt nicht mehr sich innerlich zu bremsen. Das ist ja das Ergebnis auch von von Entwicklungsprozessen.

Welche Sprache sollte deiner Meinung nach dann die Predigt immer in der Landessprache? Aber es geht ja um die Gesänge und nicht Latein. Selbstverständlich. Also, die Gesänge, die Gebete. Warum Latein? Ich habe gesagt, es geht darum, sich über Raum und Ort. Der Sinn und Zweck der Religion ist es, Raum, Ort, Alltag zu verlassen und sich in eine überzeitliche, überörtliche Gemeinschaft einzufügen. Ja, und wenn ich das jetzt aber alles nur in der heutigen Sprache mit heutigen Worten mache, was ist dann überzeitlich, überörtlich? Überräumlich? Das heißt, in dem Moment, wo ich mich aber hinsetze und dann dann singt er von irgendeiner Litanei in Latein, ich habe ja die Übersetzung im Buch, ich weiß, was er macht. Ich kann mein Latein ist lausig, dann dann weiß ich, okay, ein ein Christ im sechsten Jahrhundert irgendwo in Frankreich, Mhm. Der hat jetzt dasselbe Lied gehört. Er ist jetzt eigentlich mit mir gemeinsam vor diesem Schauspiel. Ich bin Teil einer Gemeinschaft, die nicht auf die heutige Zeit beschränkt. Am 16. Jahrhundert auf Latein vorgetragen hat, wie heute, dann teilweise dieselben Worte, dieselbe Melodie. Mhm. Das ist ja, die Religion gewinnt ihre Glaubwürdigkeit genau durch die Überzeitlichkeit. Eine Religion, die heute anders ist als in 5 Jahren, braucht keine Sau. Das ist Esoterik, a, nicht mal, das ist gar nichts. Aber eine Religion, die mir garantieren kann, wir sind eine Gemeinschaft, wo du heute von mir bis in die Kunstform hinein etwas hörst, was jemand im 7. Jahrhundert an ganz anderen Ort der Welt hat. Genau bis in die Melodie von einem Priester gehört hat, der vielleicht sogar ein ähnliches Gewand an hatte. Mhm. Das ist etwas, was diesem Anspruch, eine geistige Welt zu sein, eben sehr, sehr schön künstlerisch umsetzt.

Ähm, gibt's so heilige oder bedeutende Personen, Persönlichkeiten in der Kirchengeschichte, die dir nah sind? Also, wo du sagst, das ist. Es gibt zum, zunächst mal gibt's die, die wert sind, dass man sich mit ihnen beschäftigt. Ja. W, nehmen wir den Heiligen Augustinus, ohne den das Abendland nicht gäbe. Aha. Ohne, dass ich ihm, also, bisweilen ist es ziemlich, ziemlich hart. Nehmen wir den Heiligen Thomas von Aquin, der eigentlich Aristoteles wieder in die Jetztzeit geholt hat, wo man dann so lustige Diskussionen führen kann, wer wäre der bessere Aristoteliker, Aristoteles selbst oder Thomas von Aquin. Wir haben in der Renaissance ganz tolle Intellektuelle, also richtige Universalgenies. Ja, Robert Bellarmin. Mhm. Finde ich schon stark, muss man sagen. Der hat damals Kopernikus gejagt? Nee, Kopernikus nicht, sondern Galilei. Ja, aber war anders. Aber die Kopernikaner waren auch ein Problem für Bellarmin? Nicht wirklich, weil bereits an der Katholischen Universität von Salamanca Kopernikus gelehrt wurde. Und Bellarmin hat damals Galilei zum Gespräch eingeladen. Das fand aber in der Villa des Kardinals statt, in der Regel beim Essen. Und man hat dann miteinander pariert. Insofern, ich sag noch mal, Heilige sind nicht deshalb heilig, weil sie nie einen Fehler gemacht haben. Jedes große Leben, eigentlich auch jedes kleine Leben, aber bei großen Leben noch mehr, hat natürlich auch große Fehler. Es hat Missgriffe. Ein ein ein Leben ist nicht nur im positiven Bereich. Ein Leben hat auch Nachteile. Ein, das ist ja die große. Was ist die, was ist die Botschaft der Kirche? Die Botschaft der Kirche ist ja nicht: Du bist ein ein blöder Sünder, ich kann dich nicht leiden. Die Botschaft der Kirche ist Verzeihung. Es ist, du machst Fehler, aber du kannst trotzdem weitermachen. Steh auf. Ja, du hast einen Fehler gemacht, wir geben dir trotzdem eine zweite Chance. Wir geben dir dritte Chance, wir geben eine vierte Chance. Du bist es wert, dass du trotz deiner Fehler weitermachen kannst. Sofern finde ich das jetzt nicht verkehrt, wenn wenn ein Heiliger seine schwachen Seiten hatte. Aber warum, warum war er denn genier? Also, er stand ja zuvor. Ich habe ihn so als Inquisitor, äh, als wissenschaftsfeindlich, wegen der. Er hat dafür gesorgt, dass Galilei und meinetwegen auch die kopernikanischen Erkenntnisse, dass die Erde um die Sonne kreist, dass er das bekämpft? Nein, das ist nie, z.B. es gibt katholische Universitäten, die haben es unentwegt weitergelehrt. Also, zunächst mal bereits Kopernikus war ja, war ja Kleriker. Und Galilei im Übrigen, kann man bei Berthold Brecht ja schön nachlesen. Mhm. Das Problem bei Galilei war ja nicht, dass das, dass das kopernikanische Weltbild vertreten hat. Das Problem bei Galilei war, dass er aus seinem kopernikanischen Weltbild heraus theologische Aussagen gemacht hat. Also, er hat gesagt, m, ja, die, die Erde dreht sich um die Sonne. Und dann hat er das aber übertragen auf irgendeine theologische Fachfrage. Es tut mir leid, ich hätte mich jetzt z. GAL lebe lesen, wenn ich gewusst hätte, dass es dran ist. Und dann haben sie ihm eingeladen und haben gesagt: Pass mal auf, du kannst eine Naturwissenschaft machen, aber hör mal bitte auf, dich in die Theologie einzumischen. Und darüber haben die mit mit Bellarmin nicht im im Folterkeller, sondern sie haben damit in seiner Villa beim Essen epaliert. Und irgendwann haben sie aber gesagt: Wir haben den Luther in Deutschland, jetzt haben wir den Galilei hier. Die fuschen uns in unsere Theologie rein. Jetzt reicht's aber mal. Und haben den großen Fehler des Jahrhunderts gemacht, indem sie gesagt haben: Er muss jetzt alles abschwören. Absolut. Völlig idiotisch. Aber wenn man sich Bellarmin anschaut, das war ein Universalgelehrter, der die ganze Antike Philosophie, den Humanismus gebracht hat, der den doch weit mit der Theologie versöhnt hat. Also, es war in der Tat, nebenbei war er gebildet, er sprach mehrere Sprachen. Ja, aber er hat auch die, aber er hat auch Fehler gemacht. So muss das sein. Jeder große Mensch. Damals den damaligen Stand des Wissens oder der Wissenschaft bekämpft. Das kannst du. Der damalige Stand der Wissenschaft war wahrscheinlich Galileo und Kopernikus. Weiß nicht, ob das der Stand der Wissenschaft war. Das war eher die die Avantgarde. Ja, also, wir einigen uns darauf, Bellarmin ist Heiliger trotz massiver Fehler. Und ich würde sagen, ein Heiliger muss Fehler auch haben. Das ist einfach so, denn er ist auch ein Mensch.

Wen wir vor sch, dann dann Jurastudium. Dein Jurastudium. Wie bist du bei der Piusbruderschaft als Anwalt gelandet? Erklär mal kurz, was die Piusbruderschaft ist. Bruderschaft ist eine Organisation, die sagt, diese Selbstsäkularisierung oder diese Modernisierung der katholischen Kirche machen wir nicht mit. Sie radikal, radikal. In der katholischen Kirche, was ich so weiß. Ja, sie sagen einfach, also, die Kirche modernisiert sich, Zweites Vatikanisches Konzil, du hast es wahrscheinlich in der Sendung gehabt, hast du mir gerade gesagt. Und dann gibt's einen französischen Erzbischof, der sagt: Ihr habt einen an der Waffel, das geht schief. Marcel Lefebvre. Und der lädt dann, dann kommen lauter junge Männer und sagen: Wir wollen gern Priester werden, aber in den modernen Priesterseminaren erzählen sie uns irgendwas Neues. Sie erzählen uns das, was eben auch Seminaristen im 14. Jahrhundert so gelernt haben können. Können sie uns nicht aus. Und da sagt er, er war schon über 60, mache ich so. Und daraus entsteht die Piusbruderschaft. Ja, und die brauchten einen Anwalt. Und da, wofür? Zunächst mal brauchten.

Sie sind Anwalt, unter anderem für Presserecht. Aber später ist dann dazu gekommen, dass Sie eine größere Erbschaft bekommen haben, und die musste rechtlich strukturiert werden. Ich hatte jetzt gelesen, dass Sie eine Firma in Liechtenstein eingerichtet haben, für die genau eine Privatstiftung in Wien sowie eine Aktiengesellschaft in der Schweiz. Und diese Konstruktion war dafür da, Steuern zu vermeiden.

Absolut legal. Na klar, klar war es legal. Ist super, dafür sind Anwälte da. Anwälte sind dafür da, für ihre Mandanten legal das herauszuholen, was ihrem Interesse entspricht. Das habe ich getan.

Jede Organisation, jede, aber damit hast du dem deutschen Staat ja, in dem Fall dem österreichischen, ja, ja. Jede Organisation ist dazu da, braucht ja Geld. Also, man, man, wenn man seine Miete nicht bezahlen kann, rettet man nicht die Welt. Und ging um Millionen, nicht ein paar tausend Euro, womit man die Miete zahlen muss. Jede weltweit umspannende Organisation braucht halt auch viel Geld.

Und da sie das Geld hatten, musste es in eine rechtlich saubere Form gebracht werden. Und dafür gibt's Experten. Ich war einer davon. Hast du das für andere gemacht? Nicht in dem Maß. Das war sicher das größte Mandat. In dem Maß, was heißt das? Wie kann man das vorstellen? Immer. Ich helfe immer. Als Anwalt hilfst du Leuten und redest nicht darüber. Das ist dann in die Presse gekommen. Du bist als Anwalt dafür da, dass Leute auf innerhalb der Legalität ihre Interessen durchsetzen können. Und du hast ein Steuerberater ja auch deshalb, damit du wenig Steuern zahlst? Oder korrekt? Also, mir geht's eher um das korrekte. Korrekt und wenig. Äh, gut. Hast also der Pios Bruderschaft bei Steuervermeidung geholfen? All, beim, beim Sichern, bei der langfristigen Sicherung ihres Vermögens.

Jährlich entstehen ca. 100 Milliarden Euro Schaden für die Volkswirtschaft in Deutschland durch durch Steuervermeidung, durch Hinterziehung. Steuerhinterziehung, also auch auch legale Steuervermeidung. Steuerhinterziehung. Genau. Hast du da ein paar Tipps? Kannst dich aus, wie wie der Staat das eindämmen kann? Ja, indem man das Steuersystem muss zwei Dinge machen. Er muss das Steuersystem so einfach machen, dass es für beide Seiten klar ist, was gewollt ist. Das heißt, also, wir haben das deutsche, es gibt kein Land mit einem derartig komplizierten Steuersystem wie Deutschland. Es gibt also zu jeder Regel gibt's eine Ausnahme, gibt eine Ausnahme von der Ausnahme, Ausnahme von der Ausnahme der Ausnahme. Es gibt Unterpunkte mit Buchstaben, also Paragraph, Absatz, dann hat er noch ein Buchstaben und der Buchstabe geht über das gesamte, die gesamte Textseite von so einer Beck-Ausgabe.

Das heißt, was muss das Steuersystem machen? Ein Steuersystem muss so einfach sein, dass eigentlich ein normaler Angestellter oder keiner Selbstständiger es selbst versteht. Das ist das eine. Das zweite ist, das Steuersystem muss Steuersätze haben, wo die Menschen zwar immer noch sagen, aber wo sie sagen, ich sehe es auch ein. Es gibt z.B. in der Schweiz so gut wie keine Steuerhinterziehung, nicht, weil die Schweizer gern Geld an den Staat zahlen, sondern weil sie sagen, mit allen Einschränkungen, wir haben, es ist fair, es ist fair und ich verstehe es. Und das sind die beiden Grundsätze eines Steuersystems. Es muss fair sein und die Leute müssen es inhaltlich verstehen, wie es funktioniert und den Eindruck haben, sie werden gerecht behandelt. Und das tut das deutsche Steuersystem nicht mehr. Insofern bräuchten wir eine grundlegende Steuerreform. Hat die CDU mal versprochen 2002. Wir sind natürlich nichts mehr von wissen, aber das ist auch nicht so schlimm, weil jetzt gibt's die AFD, die spricht jetzt. Aber kannst du das mal konkret machen, wie ihr das? Also, Steuern hinterzogen werden natürlich Reiche und die Superreichen. Das macht ja jetzt nicht, er auch die Unternehmen. Ja, wie er zahlt keine Steuern. Wie kommt man dazu, dass die Steuerhinterziehung ein Ende hat? Nur, wenn du das Steuersystem insgesamt änderst. Ja, wie denn? Du machst einfach ein Cut und setzt ein neues Steuergesetzbuch in Kraft. Und dieses Steuergesetz muss zwei Grundprinzipien haben. Es muss einfach und verständlich sein, wenig Ausnahmen haben. Also, und die Steuersätze müssen so sein, dass auch der Steuerzahler sagt, habe ich verstanden. Aber ich habe jetzt noch nicht verstanden, wie man dann die Steuerhinterziehung bekämpft. Darauf gibt's weniger Steuerhinterziehung. Die Steuerhinterziehung ist eine Folge des irren Steuersystems. Denn du siehst Länder, die ein Steuersystem haben, das meinen Prämissen entspricht, haben sehr, sehr wenig Steuerhinterziehung. Die Schweiz hat kaum Steuerhinterziehung. Sie hat ein bisschen, hat überall, aber die decken sie auf. Aber je komplizierter ein Steuersystem ist, umso mehr Steuerhinterziehung hast du. Das heißt, simplifiziere das Steuersystem und mache Sätze, wo die Leute sagen, bin ich bereit zu zahlen, mit Schmerzen. Da hast du keine Steuerhinterziehung. Wenn du irgendwelche astronomischen Sätze hast und dazu auch noch ein System, das so kompliziert ist, dass selbst dann Steuerberater dran verzweifeln, dann hast du Steuerhinterziehung. Aber wie ich verstehe, den ganzen. Wir haben z.B. keine Vermögenssteuer und trotzdem hinterziehen die Vermögen in Deutschland die Steuern. Ja, aber das ist ja, was ich, was hinterziehen. Ganz einfache Regeln und eine sehr niedriger Satz. Also, kein geht nicht. Was sie hinterziehen, mutmaßlich sind Einnahmen, nicht Vermögen. Sie hinterziehen ja ein. Also, in Deutschland werden nur Einnahmen besteuert. Na gut, wenn ich auf Cayman Islands Vermögen liegen habe, dann ist das. Warum habe ich aber auf den Cayman Islands? Weil in Deutschland das System so ist, dass die Leute dem Staat nicht vertrauen. Kein Schweizer, so gut wie kein Schweizer hat Geld auf den Cayman Islands. Warum nicht? Warum hat ein Schweizer, der und bitte, also nehmen mal, du hast einen reichen Sack am Bodensee auf deutscher Seite und du hast einen auf Schweizer Seite. Einer wohnt in Konstanz und einer wohnt in Kreuzlingen. Beide sind gleich reich. Warum schickt der, der Konstanz sein Geld auf die Cayman Islands und der Kreuzlinger nicht? Warum zahlt der Kreuzlinger seine Steuern brav beim Kanton, wo er ist? Und warum gibt der deutsche Unsummen aus und riskiert Gefängnisstrafen, nur um sein Geld zu verstecken? Das doch die Frage. Der Kreuzlinger hat dasselbe Geld, aber er zahlt brav Steuern. Kreuzlingen, der Deutsche nicht. Das heißt, du musst auch immer, gerade im Bereich des Steuerrechts, musst du das System so machen, dass der Steuerpflichtige mitmacht. Wenn du den Steuerpflichtigen in eine Feindschaft hereinziehst zum Steuerrecht, wird er anfangen nach Schlupflöchern und auch nach kriminellen Schlupflöchern zu suchen. Wenn der Steuerpflichtige aber bereit ist mitzumachen, weil er das Steuersystem für nachvollziehbar und unter Schmerzen gerecht hält, wird er nach diesen Schlupflöchern nicht suchen.

Hast du Konten im Ausland? Nein. Also all dein Geld, Alter Vermögen? Alter Moment, ich habe eins in Belgien. Natürlich, ja. Okay, aber weil du in Brüssel, Brüssel da bin, aber ich konnte lokal. Du hast nicht in der Schweiz, Liechtenstein. Du kannst mir durchaus glauben, dass ich imstande war, als ich entschied, Politiker zu werden, einmal mich komplett selbst zu durchleuchten. Vielleicht hast du irgendwelche Konten gefunden, von denen nicht klar war? Weiß ich nicht. Ich hab nichts. Ich, ich, ich gehe doch nicht ins Rampenlicht, bevor nicht klar ist, dass wenn das Licht auf mich ist, keine Schatten fallen. Mir ist von bei der CDU noch eingefallen, den Marco Wanderwitz, den musstest du ja auch kennen. Klar, wir waren zusammen bei irgendeiner Premiere von irgendeinem schlichen Star Wars 6 oder so sogar. Ja, aber er ist auch aus CDU Sachsen. Dein Alter war irn mal Perd und dann ist er muss irgendwas auseinandergegangen sein, weil er ist so einer, der Vorreiter in der Union, der S-Verbote will, der die AFD verbieten will. Ist viel lustiger. Er hat seinen Wahlkreis verloren an AFD-Kandidaten, der war damals mein Mitarbeiter. Aha. Und mit Wanderwitz das letzte Mal live zusammen waren wir bei der Premiere hier in Berlin von irgendeiner Star Wars Sendung. Da hatte er noch meine Partnerin und mich eingeladen auf irgendwie Tickets, die er bekommen hat, der Bundestagsabgeordnete. Warum ist das so auseinandergegangen? Ihr wart, ihr wart ja mal zusammen in einer Partei. Wir waren sogar persönlich ein befreundete. Ja, weil sich leider unser Land politisch sehr, sehr stark polarisiert hat, weil das Land sich ändert, weil die um, weil die Weltlage sich ändert und Wander und ich eben entschieden haben, jeder für sich in verschiedene Richtungen zu gehen. Und ich bedauere das. Bei mir hängen persönliche Beziehungen nicht an der politischen Gesinnung. Also, ich, ganz im Gegenteil, ich finde es ja befruchtend, mit Leuten Umgang zu haben, die eigentlich alles, was ich sage, furchtbar finden, weil die mehr helfen, meine Argumente besser zu machen oder auch mal zu sagen, okay, hast du Recht, da muss ich mal mich korrigieren. Es gibt aber auch Leute, die eben diese, diesen intellektuellen Spaß nicht teilen und dann sagen, also Leute, die komplett anderer Meinung sind als ich, die will ich in meinem Umfeld nicht haben. Und offenbar ist der, der liebe Marco da im eher im denkfulen Camp.

In welche Richtung hast du pa mal gesagt, bist du, bist du gegangen? Wie, also, welchem Weltbild hängst du heute an? Von den Prinzipien ist es dasselbe, aber du musst ja immer die konkreten Antworten sehen. Also, eine Migrationsfrage, die heute nach allen Umfragen für die meisten Deutschen die wichtigste politische Frage ist, stellte sich vor 2015 in der Dringlichkeit nicht. Stellt sich danach. Wie hältst du es mit Russland? Ist eine Frage, die sich glaube ich vor 2000, 2021, spätestens 2022 nicht als eine primäre Frage gestellt hat. Doch, also Russland, seitdem ich politisch denken kann, ist immer ein Thema, aber nicht in dem Maße. Also, Gerhard, als Gerhard Schröder Kanzler war und die und die Gas Deals gemacht hat, waren alle Parteien im Bundestag eigentlich ziemlich zufrieden damit, gab's keinen Widerspruch. Das ist erst jetzt emotionalisiert worden. Die Grünen haben schon immer, waren schon immer gegen. War Regierung drin, als als die Gas Deals gemacht wurden. Merkel hat den Nord Stream 2 gemacht. Ja, aber den Nord Stream generell, dass man den, dass man den Atomausstieg mit Nord Stream kompensiert, war eine Schröder-Idee und der hat mit den Grünen regiert. Hat er ja, aber Nord Stream 2 kam durch Merkel und die Partei damals ja immer noch eine sehr gute Idee. Ja, aber ich hatte gefragt, was ist dein Weltbild jetzt? Migration. Weltbild ist immer dasselbe geblieben, aber das Entscheidende ist ja, ein Weltbild ist das Abstraktes und das konkretisiert sich dann im politischen. Beschreib das mal. Also, deine Ideologie, beschreib das mal. Meine Ideologie wäre, dass ich sage, ich will leben. Ich will leben als das, was ich bin. Ich glaube, dass die große Frage, die sich jeder stellen muss, ist, eine leere Hülle, die von der Gesellschaft und den Diskursen geprägt wird, oder ist er einfach ein Ich, das was in sich hat, eine Identität hat und das die Umwelt nach seiner eigenen Veranlagung und nach seinem Wesen prägt? Prägst du deine Umgebung nach dem, was du bist, oder prägt der Diskurs, die Gesellschaft dich? Was ist das? Du kannst sagen, sicher, weil du willst, dass die Gesellschaft so lebt und ich will, will. Nein, ich möchte, dass jeder sich die Frage stellt, wer bin ich, dass er sich selbst erkennt und dass er selbstbewusst aus dem, was er selbst ist, anfängt, in seinem Umfeld Dinge zu gestalten, seine Meinung zu äußern, dass er von sich von innen nach außen agiert. Und das, was aber heute Mainstream ist, du bist die leere Hülle, du hast noch nicht mal ein Geschlecht, sondern du bist, es gibt Diskurse, es gibt gesellschaftliche Trends und du kannst darauf jeweils reagieren, aber du hast kein Geschlecht, du hast nicht kein Ich, sondern du wirst geformt von dem, was kommt und dann kannst du damit interagieren. Aber die Vorstellung, dass du jemand bist, der eigentlich ganz viel schon in sich hat, sehr viel Potenzial, der ein Geschlecht hat, der eine gewisse Form zu denken hat, der auch geprägt ist durch seine Eltern, seine Vorfahren und der damit nach außen geht und der selbstbewusst sagt: Hey, ich will leben, ich bin der, der ich bin, ich habe jetzt meine Zeit, ich baue ja was auf, ich hinterlasse was, ich gründe eine Familie, ich baue mir mein eigenes Haus oder ich pflanze einen Baum, aber von mir bleibt was übrig, was weiterlebt. Ich gebe etwas von dem, was ich bin, in die Welt, in die Zukunft hinein. Dieses Selbstbewusstsein, das ist eigentlich der Kern, der unverhandelbare Kern für mich. Und den möchte ich geben in eine Zeit, wo ich leider sehr, sehr viele orientierungslose Menschen erlebe, bei denen ich den Eindruck habe, dass sie völlig fremdbestimmt sind. Aber jetzt nach deiner Logik, wenn ich mich selbst erkenne, in mich reinhöre und feststelle, du bist schon Teil. Ich möchte als Frau leben und ich will mein Leben leben, so wie du das forderst. Und mein Leben würde ein glücklicheres und freieres für mich selbst sein, wenn ich so leben kann, wie ich das möchte. Dann argumentiere ich, dir komme ich dir damit, dass es eben auch so etwas für eine objektive Realität gibt. Es gibt eine Natur. Also darf ich nicht abweichen von deinen Vorstellungen? Ben Schau, stell dir vor, du sagst jetzt, ich bin Chantal und dann stirbst du und nach 60 Jahren werden deine Gebeine gefunden und dann kratzen die Wissenschaftler und wollen rauskriegen, wer liegt denn da? Name dran? Nee, da sagen sie, da liegt ein Mann. Es heißt also, es gibt einfach Grenzen dessen, was ich. Ich bin frei in den Grenzen dessen, was ich objektiv tatsächlich bin. Und das hast du mir, hast du vorher nicht gesagt, weil du meinst, man muss sich erkennen. Und wenn ich mich, ich kann nur etwas Objektives erkennen. Also, ich erkenne die Wahrheit. Ich, also, ich erkenne, erkenne, dass 2 + 2 = 4 ist. Dein Kopf ist ja nichts Objektives. Ich, das bestreite ich. Ich glaube, es ist was Objektives. Ich glaube, das ist tatsächlich so eine Art, also, ich weiß nicht, hast du noch Computerunterricht gehabt, wo es, wo es das gibt, was auf der auf einer Festplatte immer drauf ist und dann erst wird das System aufgespielt? Also, wie hieß es? Oder nee, kein, bin zu jung dafür. Okay, danke. Also, es gibt, ich glaube, dass tatsächlich einen gewissen Set gibt, das in dir drin ist. Es gibt ein Potenzial, dass indem du dich, indem du hineinwirkst. Aber du, du, du kannst nicht sagen, ich bin jetzt eine Frau. Du bist keine Frau. Du kannst es auch nicht sagen, ich bin jetzt aber in Wahrheit ein Klingone. Du bist ein Mensch. Da kommst du nicht drüber weg. Du kannst nicht sagen, ich bin aber eine Mizze Katze. Warum bildest, bildest du dir ein, mir zu sagen, was ich bin? Ich bilde mir das nicht ein, aber gerade das ist einfach eine Sache. Dann, dann der Mensch ist eben nicht nur reiner Geist. Der Mensch ist auch Körper. Und dann, dann lad man Mediziner oder Biologen ein und die sollen dir mal was über XY-Chromosom erzählen. Und dann werden sie dir sagen, ja, die, die, die, die, die Zweigeschlechtlichkeit ist eben sehr fundamental für jedes Lebewesen, gerade für Säugetiere. Also, wenn wir so fundamental sind, was ist der Mensch? Der Mensch ist Geist und Körper untrennbar verbunden. Und selbst wenn du jetzt sagst, ich habe einen Gedanken, dann hat dieser Gedanke eine körperliche Entsprechung. Jeder Gedanke hat ja eine neuroek, also hat eine, hat da eine Entsprechung im Körper im Sinne eines elektromagnetischen Impulses oder im Sinne, dass da irgendwie was spielt. Das heißt, dein Geist und dein Körper sind eine Einheit. Und wenn du jetzt aber erkennst, dass du im falschen Körper bist, ist ja der übliche Spruch. Ich bin im falschen Körper. Dann würde das ja logisch bedeuten, dass dein Körper nicht zu dir gehört. Ich im falschen Körper heißt, mein Körper ist nicht ich. Richtig. Geht nicht anders. Und damit bist du leider im Irrtum. Dann hast du was falsches erkannt, denn du bist dein Geist und dein Körper. Und wenn du nun mal einen männlichen Körper hast, dann bist du ein Mann. Und wenn du jetzt aber sagst, ich bin kein Mann, aber dein Körper ist nun einfach mal männlich, weil du halt XY hast, dann hast du was falsches erkannt. Dann hast du halt erkannt, 2 + 2 ist 5. Ist zwar ein netter Versuch, aber 2 + 2 bleibt trotzdem 4. Also, deine, deine Selbsterkenntnis, deine Freiheit endet natürlich an dem, was einfach objektiv gegeben ist. Es gibt eine objektive Wahrheit. Es gibt eine eine Körperlichkeit. Du als Mensch bist eben auch dein Körper. Wir dürfen nicht den Körper komplett vergessen und denken, alles ist nur freier Wille, was ich gerade will, ist das, was zählt. Nein, dein freier Wille, der Geist zählt nicht. Der Geist und der Körper müssen übereinstimmen, weil der Mensch Geist und Körper in einem ist. Ja, aber wenn man Geist weiblich wäre, dann sagst du halt die Fresse, weil dein Körper männlich ist. Ja, die Körperlichkeit beschränkt ist. Was, was würde Transsexuellen in Deutschland drohen, wenn die an ihr Macht sein? Gar nichts. Wieso wird gar nichts? Würden wir, würden allerdings versuchen zu verhindern, dass jetzt irgendwelche Drag Queens in die in die Grundschulen gehen und den armen Mädels und Jungs versuchen einzureden, dass sie was anderes sind als sie sind. Aber wer, wer jetzt, wer jetzt als in Deutschland lebt, der lebt selbstverständlich weiter. So, niemand muss Angst davor haben, dass wir irgendjemand, der zurzeit irgendwas hat und irgendwas hat, das ihm wegnehmen. Wir glauben nur, dass es kein gesunder Trend ist, dass wir, dass wir das im großen Stil propagieren, dass wir Drag Queens in die Schulen schicken und so weiter. Ich hatte ja nach deiner Ideologie gefragt. Der Buch ist der Politik von rechts. Du bist ein rechter. Klar. Was heißt das? Ich glaube, wir müssen Politik ähnlich wie Jura, basiert auf auf Klarheit der Sprache. Und der typische Mensch, der so denkt wie ich, sagt, ich bin konservativ. Problem, Armin Laschet sagt auch, ich bin konservativ. Jetzt habe ich zwei Chancen. Ich kann mich mit Armin Laschet über den Begriff konservativ streiten, oder ich kann sagen, oder ich kann sagen, hey, Armin Laschet, dann bist du halt konservativ, bin ich rechts. Die Frage ist, was ist effizienter kommunikativ? Aber gibt's, gibt's den so ein un, also objektiven Unterschied zwischen konservativ, rechts, rechtsradikal? Na, das sowieso. Der Unterschied ist, dass, dass das sind Etiketten, sind Bezeichnungen. Ja, was konservativ bezeichnet, ist zurzeit nicht klar. Du kannst sagen, ich bin ein Konservativer, aber Armin Laschet ist auch ein Konservativer. Das heißt, also, du hast ein Wort, das zwei sehr verschiedene Dinge bezeichnet. Ein Wort, das zwei sehr verschiedene Dinge bezeichnet, ist kommunikativ wertlos. Denn der Sinn der Kommunikation ist ja die Klarheit. Du willst ja genau wissen, was ich dir sage. Wenn ich ein Wort nutze, also, wenn ich dir sage Sonne, aber Sonne bedeutet Mond und Sonne, und du weißt am Ende nicht, meine ich jetzt den Mond oder die Sonne, dann veralbere ich dich. Das heißt, das Problem, was wir haben, ist, ich möchte Klarheit in der Sprache haben. Und da ich keine Lust habe, mich mit Armin Laschet zu streiten über den Begriff konservativ, sage ich, okay, ich lasse ihm das Wort konservativ und nehme mir das unschönere Wort rechts. Und weil ich aber so ein lustiger Typ bin, mache ich das Wort schön. Wenn du bist, was ist dann rechtsradikal? Rechtsradikal, fang mit rechtsextrem an. Rechtsextrem hat nach den gängigen Definitionen, die bis vor 20 Jahren noch galten, immer ein Gewaltaspekt. Also, wer Gewalt einsetzt zur Erreichung politischer Ziele, wer bereit ist, Gesetze zu brechen, der ist ein Extremist. Das ist die klassische Definition, an der ich festhalte. Oder oder verfassungsfeindliche Sachen. Sag, das ist deshalb schwierig, weil mittlerweile der Verfassungsschutz ja über die Frage der Verfassungsschutz-Gesinnungssätze schreibt. Also, lassen wir es. Diese, diese Vorstellung der Gesinnungsaufsätze gibt's nur in Deutschland. Außerhalb Deutschlands bist du immer dann ein Extremist oder Verfassungsfeind, wenn du gegen Gesetze verstößt. Ganz einfach. Und der extrem, der Extremismusbegriff hat immer ein Gewaltaspekt. Das ist das, was Haldenwang jetzt gerade abschaffen will, damit er uns zum Extremisten erklären kann. Als ich Jura studiert habe, war Extremist immer verknüpft mit Gewalt. Und jetzt stellt sich Haldenwang hin und erzählt, wir müssen den Gewaltaspekt aus dem Extremismusbegriff loswerden. Okay, also rechtsextrem ist für dich halt bei? Genau, der, der Gewaltbereitschaft. Zum Beispiel. Gewaltbereitschaft würde reichen. Auf alle Fälle, ja. Auch mal, also, wer Gewalt einsetzen möchte zur Erreichung politischer Ziele. Was ist der Unterschied zwischen rechts und rechtsradikal bei dir? Ja, der, ich glaube, der Radikale ist dann derjenige, der eben nicht mehr, nicht mehr diskursiv anschlussfähig ist. Also, der jetzt ä, nicht führen könnte, weil überhaupt nicht mehr versteht, worüber du redest. Darum bist du jetzt z.B. nicht rechtsradikal. Ich selbst halte mich weder für radikal noch für extrem. Also, Gewalt setze ich nicht an. Und ansonsten leiste ich mir durchaus den Luxus, auch gern linke Autoren zu lesen, weil ich tatsächlich glaube, wie, wie du es ja am Anfang vorgelesen hast, wir müssen zuhören, wir müssen diskutieren, wir müssen freundlich sein und wir müssen akzeptieren, dass es auch Themen geben kann, wo ich unrecht habe und vielleicht ein Link Recht hat, wo man voneinander lernen kann. Gut, steigen wir mal ein in. Gibt ja viele Probleme, die die Menschen in Deutschland haben, warum sie auch vielleicht überlegen. Steigen wir mal ein. Finde ich jetzt aber nach anderthalb Stunden eine mutige Aussage, aber ja, das ist das ist Teil von Jung. Ich mal mit der Biografie anzufangen und dann über die Themen zu reden. Steigen wir ein. Oder? Ja, steig ein. Na gut. EU-Europawahl. Du bist Spitzenkandidat. Warum will jetzt eine Partei, die die EU hasst, ins Europaparlament? Die AFD möchte dahin, wo die wichtigen Entscheidungen getroffen werden. Wir schulden unseren Wählern, dass wir dahin gehen, wo die wichtigen Entscheidungen getroffen werden und dass wir versuchen, auf diese Entscheidungen in ihrem Sinne Einfluss zu nehmen. Die wichtigen Entscheidungen heutzutage werden in Brüssel getroffen. Also gehen wir dahin. Ja, aber ihr wollt das ja beenden und abschaffen und zerstören. Wir wollen die EU transformieren. Wir wollen nicht die Renationalisierung. Wir wollen nicht die Renationalisierung. Wir brauchen in der Welt von der Zukunft eine europäische Ebene, aber wir wollen die EU umbauen. Und solange das eben noch nicht der Fall ist, der Umbau, müssen wir in den bestehenden Institutionen arbeiten. Ich weiß, dass da drin steht, das Parlament soll weg. Aber das ist gemeint, wenn die EU umgebaut ist. Zum jetzigen Zeitpunkt werden wir sicherlich nicht die Institution abschaffen, die uns als einziges die Chance gibt, unsere Meinung zu vertreten, unsere Wähler zu vertreten. Da steht aber jetzt bei euch anders drin. Ihr sagt, also euer Wahlprogramm, das undemokratisch gewählte EU-Parlament wollen wir abschaffen. Die Rechtssetzungskompetenz wird bis zur Neuordnung der Verhältnisse allein dem Rat übertragen. Das heißt, ihr schafft das Parlament ab und dann gibt es solange noch ein eine eine EU. Die Kurzfassung ist unglücklich formuliert. Da ist wahrscheinlich was vorbeigekommen. Also, wenn die EU umgebaut ist und weniger zu tun hat, auch dann können das auch die Regierungen machen. Wir werden sicherlich nicht in der jetzigen Situation das einzige Instrument abschaffen, wo wir unsere Wählerauftrag erfüllen können. Aber im Grunde wollte dieses, wir wollen die EU komplett umbauen. Und was danach kommt, wird eine andere Form der Volksvertretung haben. Äh, wie bist du denn jetzt, me, du bist 2019 im EU-Parlament. Wie, wie bist du gekommen? Was hast du gemacht, um die EU abzuschaffen in den letzten fünf Jahren? Umbauen, transformieren. Das Abschaffen hat immer, wie, wie, wie weit bist du mit dem Umbau und der Transformation gekommen? Was hast du gemacht? Soweit gekommen, dass wir zunächst einmal ein ganz gutes Netzwerk aufgebaut haben, weit auch über die eigene Fraktion hinaus, z.B. in die Fraktion ECR, also alles, was rechts der Union ist, wo wir zur Entwicklung der EU und möglichen Zukunfts-Alternativen im Wesentlichen übereinstimmen. Das heißt, also, wir haben die Plattform aufgebaut, um eine Antwort zu geben auf die Pläne der linken Mehrheit aus der EU, so eine Art Superstaat zu machen. Das heißt, wir haben, wir sind nicht mehr alleine und wir haben über Einstimmung dahin, wo wir hin wollen. Das haben wir geschafft. Ja, habt ihr irgendwas gemacht? Die Leute wählen euch ja, weil ihr le. Wäh uns, weil sie eine realistische Chance sehen, dass es eine starke Kraft gibt, die eine immer weitere Zentralisierung verhindert. Dafür sind wir da. Ja, und das, das können wir garantieren. Nach den heutigen Umfragen können wir garantieren, dass wir so stark sein werden, dass es, dass wir deutlich mehr als ein Drittel der Stimmen haben, so dass also fundamentale Änderungen in die falsche Richtung nicht mehr möglich sind. Wie, wie würdest du beschreiben, wie deine Arbeitsintensität die letzten fünf Jahre war? Oh, die ist deutlich besser als das, was mittlerweile ZDF Frontal sagt. Ich bin nämlich Mitglied in nicht nur einem Ausschuss. Ich bin Mitglied Handel, Menschenrechte, ich bin Stellvertreter Außenpolitik, ich bin in der Regionalförderung drin. Im Handelsausschuss warst du in den letzten 12 Monaten bei keiner Abstimmung dabei? Ja, das muss man auch nicht hingehen, weil ich habe den Vorteil, ich kann zu den Sitzungen Teammitglieder schicken. Das tue ich. Und ich gehe natürlich zu den Abstimmungen im Ausschuss nur dann, wenn es knapp wird. Ansonsten lasse ich mich vom Teammitglied briefen und sage: Okay, die Sache ist eindeutig, das ist 90:10, ich würde vielleicht selbst zustimmen, da muss ich nicht hingehen, sondern kann Sachen machen, die vielleicht anderswo wichtig sind. Das, das eine. Das zweite ist, ich bin im Handels, ich bin im Handelsausschuss der Berichterstatter für den gesamten Handel der EU mit folgenden Ländern: Bangladesch, Sri Lanka, Malediven, Bhutan und Nepal. Und ich bin der einzige, das einzige AFD-Abgeordnete, der so eine Berichterstatterstelle bekommen hat, die ich auch ausfülle, indem ich mich um den Handel mit diesen Ländern kümmere. Also, die Vorstellung, man beweist seine Wichtigkeit nur dadurch, dass man jetzt 8 Stunden in einer Sitzung sitzt, in der man genauso gut seinen wissenschaftlichen Mitarbeiter setzen kann, teile ich nicht. Das Entscheidende beim Politiker ist ja das, was wahrgenommen wird und inwiefern er den öffentlichen Diskurs zu einem bestimmten Thema beeinflussen kann. Und dazu geht auch um die Wahrnehmbarkeit. Deine Wähler würden ja erwarten, wenn sie dich als Abgeordneten, der die Interessen von denjenigen vertritt, nach Brüssel schicken, dann arbeitet er auch erstmal zunächst da. Ich sehe das anders. Meine Wähler erwarten genau, dass ich mich nicht, meine gesamte Zeit damit verbringe, dass ich in endlosen Sitzungen sitze, wo man sich auch vertagen lassen kann. Meine Wähler erwarten, dass ich genau dahingehe, wo ich den Kontrapunkt setze, dass ich also auf irgendeiner Podiumsdiskussion sitze, wo fünf Leute erzählen, wie geil die EU ist und dass wir noch viel mehr EU brauchen, mehr Zentralisierung, dass ich dann der einzige bin, der sagt: Tut mir leid, ich sehe es anders. Und dass ich diese, diese, diesen, diesen Einheitsklang und diese Einheitsmeinung konterkariere. Und ich denke, über mangelnde Arbeit, über mangelnde Präsenz, über mangelnde öffentliche Wirksamkeit auch über Einfluss auf den Diskurs im Land kann sich man sich bei mir nicht, nicht, nicht beschweren. Also, es gibt wohl wenige Abgeordnete, die so präsent in der Öffentlichkeit gewesen sind, so deutlich zu Wort gemeldet haben, anders als parlamentarische Arbeit. Na, die parlamentarische Arbeit muss organisiert sein. Also, sie muss organisiert sein, dass man, du lässt arbeiten. Ja, z.B. man delegiert. Aber die sind nicht gewählt. Nein, die sitzen da drin. Die, die haben die besprechen die Themen vorher mit mir ab. Die schreiben mit, was geht. In der Regel geht es dann um die Frage, was ich Handelsquote mit mit Vietnam oder so und sagen: Pass auf, an dem und dem Tag geht's ins Plenum, hier würde ich Rede halten, hier ist die Abstimmungsempfehlung. Oder sie sagen: An dem und dem Tag wird im Ausschuss zu dem Thema gesprochen, das erscheint uns wichtig, geh bitte rein und bitte ums Wort. Und dann wird das durchgeplant. Anders kann man das auch nicht machen. Also, der Abgeordnete, der sich in seiner Ausschussarbeit vergräbt, der öffentlich nicht wahrnehmbar ist und der dann am Ende ganz stolz sagt: Ich habe aber gestern wieder 8 Stunden auf dem Sessel gesessen. Das ist sicher der falsche Volksvertreter.

Jetzt ist ja die Europawahl Anfang Juni. Ihr wisst noch nicht, wie, wie, wie die Wahl ausgeht. Sie könnte, könnte auch so ausgehen, dass die AFD teilt sich ja quasi mit anderen rechten Parteien in Europa in der ID-Fraktion. Könnte sein, dass man mehr bekommt, woheit im Europaparlament. Das ist ja, das ist ja, das kann ja passieren. Ja, ja, sag ich, ich arbeite immer im Bereich von sogenannten Wahrscheinlichkeiten. Ja, also die Wahrscheinlichkeit, die wir zurzeit haben, ist ID plus ECR, das sind so Brüder im Geiste, mit Ausnahme der Außenpolitik, plus CDU hat die Mehrheit. Das ist zurzeit die, die Erwartung. Ja, aber erklär uns mal, falls es dann doch klappt, dass da eine Mehrheit zustande kommt. Ja, wie ihr denn die das EU-Parlament abschafft. Das werden wir nicht tun. Wir werden dann erstmal die, die alle Vorgaben der EU, die uns nicht passen, werden wir dann in dem Moment stoppen und dann werden wir eine Krise herbeiführen. Deine Wähler wählen euch aber auch, weil und das fordert ihr, dass abgeschafft wird. Wie, wie gesagt, die Forderung ist hier, das ist die Kurzfassung, unglücklich formuliert. Du bist der Spitzenkandidat. Das ist auch keine Kurzfassung, das sind 37, fast 50 Seiten Europa-Programm. Ich habe nicht gesehen, dass es die Kurzfassung ist. Also, dann erkläre ich hier als Spitzenkandidat: Die AFD wird nicht das einzige Instrument auf europäischer Ebene abschaffen, wo sie Mitspracherecht hat, bevor die EU nicht so umgebaut ist, dass ihr Mitspracherecht. Der Parteitag eurer Partei ist das letzte Gremium und Parteitag. Dem Moment, wenn du das möchtest, selbstverständlich diese Klarstellung mittragen. Da kannst du dich drauf verlassen. Warum schreibt ihr das nur rein? Es gibt gelegentlich Sätze, die un, die leider missverständlich sind. Ich nehme das mit. Ich danke für den Hinweis. Du bist der erste Journalist, der es mir vorwirft, dass also der Satz, das undemokratisch gewählte EU-Parlament wollen wir abschaffen, kann das ist missverständlich. Es geht hier um die, es geht hier um die Zeit. Ja, wir wollen es perspektivisch abschaffen, aber erst dann, wenn die EU so umgebaut ist, dass sie eben unseren Vorstellungen eher entspricht. Die zum jetzigen Zeitpunkt dieses Parlament abzuschaffen, bedeutete, dass wir die einzige Gelegenheit vergeben würden, äh, die Interessen unserer Wähler in Brüssel zu vertreten. Das wollen wir sicher nicht. Das heißt, es ist ein Missverständnis, aber ich nehme das mit und und sorge dafür, dass es korrigiert wird. Wie ist es eigentlich von einem System in Brüssel, in Straßburg mit Diäten und Pension versorgt zu werden, dass man eigentlich innerlich hasst und abschaffen will? Noch mal, wir hassen nicht die Vorstellung einer europäischen Ebene. Wir glauben nur, dass die heutige EU. Ja, das tun aber viele. Und diese EU versorgt dich mit Diäten und Pension. Das mag man für ein. Der entscheidende Punkt ist, dass auf dieser EU-Ebene, die ich tatsächlich in der jetzigen Form für scheußlich halte, extrem viele Entscheidungen getroffen werden, die das Alltagsleben aller Deutschen und damit auch meiner Wähler betreffen. Und aus dem Grunde müssen wir da sein. Und das ist im Übrigen kein Widerspruch. Also, Nigel Farage war ja auch ewig Europaabgeordneter und war für den Brexit. Aber es gibt auch berühmte historische Figuren. Also, der Vater der tschechoslowakischen Unabhängigkeit, Thomas Masaryk, war Zeit seines Lebens Mitglied des Reichsrates der österreich-ungarischen Monarchie. Warum? Weil es die einzige Chance war, unter den damaligen Gegebenheiten etwas für die Tschechen zu tun. Aber du behältst deine Diäten und Pension für dich. Man könnte ja auch sagen, ich bin ja konsequent. Ich muss davon irgendwas leben. Ich habe eine klare Haltung. Ich spende dieses Geld. Von diesem scheißem ist doch klar. Das hätte man natürlich immer gern, aber irgendwas muss ich.

Von irgendwas muss ich er leben, ja. Also auch bei mir muss wird der Kühlschrank ja nicht von Luft und Liebe voll. Dann kannst du ja 90% spenden, oder? H, spendest du irgendwas von deinem Diät? Natürlich, wir haben alle, alle Mandatsträger spenden an die Fraktion, die Partei. An die Partei? Ja, gut. Ich dachte jetzt an die. Und natürlich spende ich gelegentlich an gemeinnützige Vereine oder an die Kirchgemeinde.

Ähm, was würde denn Deutschland ohne diese EU bedeuten? Dass sie ein anderer, also nach unseren Vorstellungen, bliebe es bei dem Binnenmarkt, es bliebe bei den Handelsverträgen, es bliebe bei der Zollunion. Es gäbe weiterhin eine Abstimmung und Koordination der Außenpolitik. Es gäbe keine Grenzkontrollen. Die Straßenbahn von EU belasten? Nee, können wir nicht, weil es gäbe plötzlich keinen Verbrenner-Aus mehr. Das heißt, die Autoindustrie wär gerettet. Beispiel: Die Bauern würden von der Bürokratie befreit. Die klein- und mittelständischen Unternehmen würden von der Bürokratie befreit. Die kleinen Gemeinden müssten nicht mehr jedes Feuerwehrgerätehaus europaweit ausschreiben, wozu sie mittlerweile Dienstleister brauchen. Und und und. Das heißt, also es würde das Gute bleiben und die furchtbare bürokratische Überlastung, die kein Mensch braucht, die würde verschwinden. Also insgesamt ein sehr gutes Geschäft für Deutschland, wenn die AFD ihre europapolitischen Vorstellungen umsetzen könnte.

Er kennst du an, dass die, dass kein Land in Europa, also in der EU, sorry, so sehr von der, also wohlstandsmäßig von der EU profitiert hat wie Deutschland? Als Ökonom darf ich dir sagen, dass das ein Märchen ist, dass man, dass man mit Zahlen nicht belegt. Ökonom, du hast MBA studiert, da ist ja die Ökonomie drin. Ich hab das, das ist ein BWL mit mit ausreichend VWL drin. Ja, also es ist falsch. Es gibt, ich wollte sagen, hunderte Studien, aber wahrscheinlich von Herrn Fratcher, wahrscheinlich wahrscheinlich tausend Studien, die belegen. Gibt aber leider ist mittlerweile so, dass es, also der Experte ist ja mittlerweile zum Schimpfwort gekommen und im öffentlich-rechtlichen Rundfunk treten ja Leute aus, die in der Regel akademische Nullen sind. Dass irgendeine akademische Null aufschreibt, dass, dass Deutschland eigentlich nur dank der EU ein erfolgreiches Land ist. Darum, darum habe ich ja 1000 Studien gesagt und nicht eine Studie von dem. Die, aber die schreiben eben alle voneinander ab. Also Deutschland war bereits ein erfolgreiches Industrieland, als es noch keine EU gab.

Mm-hm. Ähm, als, als die, als die Engländer aus der EU ausgetreten sind, haben 1000 Studien vorhergesagt, dass jetzt in England die Lebensmittel im Supermarkt knapp werden. Die Wachstumsraten Großbritanniens sind seit dem Brexit besser als die der Rest-EU. Von daher muss man auch immer ein bisschen vorsichtig sein, wer da irgendwas in wessen Auftrag zusammenschreibt.

Deutschland, also das, das Prinzip der Einzahlung in die EU läuft so, dass das nach dem, nach dem Bruttoinlandsprodukt geht. Also wer hohe Wirtschaftsleistung hat, zahlt wenig. Wer geringer hat, zahlt er, zahlt viel. Wer geringer hat, zahlt wenig. Mittlerweile zahlt Deutschland aufgrund des Überaltes unserer Politiker so viel, dass es keine Berechnungsformel mehr gibt, die erklären kann den deutschen EU-Beitrag. Gleichzeitig sinkt aber durch die ständige Erweiterungspolitik der Anteil der Mittel, die nach Deutschland zurückfließen. Also wer, wer glaubt, dass das den Wohlstand in Deutschland mehrt, der glaubt doch an den Weihnachtsmann.

Ihr seid auch gegen die gemeinsame Agrarpolitik in der EU und D, in der heutigen Form, weil sie die Bauern, die Bauern protestieren zurecht dagegen. Sagen gleichzeitig gegen die Subventionspolitik. Wissen die Bauern, die eigentlich in Deutschland unterstützt, dass ihr das Fundament, auf dem sie leben, nämlich die EU-Agrarsubventionen, abschaffen wollt? Äh, wir würden dann eine, ein nationales Regime finden, das die Bauern besser stellt als jetzt die EU-Agrarpolitik. Wien in Deutschland? Ja, wie, indem wir sicherlich auch da zum zwei, also zwei Dinge. Das eine ist, wir müssen unsere Bauern vor unfairer Konkurrenz schützen. Das ist, ist sicher. Also der, der Erhalt des Bauernstandes und damit der heimischen Nahrungsproduktion ist von strategischem Interesse. Das zweite ist, braucht sicher aufgrund der Weltmarktpreise Subventionen, um das zu erreichen. Aber die kann man national deutlich besser und zielgenauer festlegen. Und vor allen Dingen würden wir die Bauern massiv von Bürokratie entlasten. Die Bauern stöhnen ja mittlerweile darüber, dass sie überhaupt nicht mehr dazu kommen, sich um ihre Tiere zu kümmern, weil sie ständig irgendwelche Blätter ausfüllen müssen. Ich habe mich bei den Bauernprotesten in Brüssel, bin ich dazu gegangen und habe nicht nur mit den, habe mich einfach mal mit, mit, mit belgischen Bauern unterhalten, die halt und dann hatten die ihre Tiere dabei. Und dann fragte ich, was ist denn euer Problem? Und dann sagten sie, na ja, früher brauchte ich für dieses Tier ein Tierarztbescheinigung, dass es gesund ist, und dann läuft das. Mittlerweile brauche, hat er mir erzählt, muss er alle zwei, muss er zweimal im Jahr muss er ein, ein mehrseitiges Formblatt aufgrund einer EU-Verordnung ausfüllen. Gibt es nicht, wenn es nur deutsche Subventionen gäbe? Wir würden das deutlich vereinfachen.

Ähm, ihr wollt die EU ja ersetzen durch was anderes und europäische Nation. Was heißt das? Das zunächst einmal ein Wort, um klarzumachen, dass wir ein, ein anderes Europa wollen. Also, dass die EU in ihrer heutigen Form die Herausforderung der Zukunft nicht bestehen wird. Das ist etwas, was die Linken auch zugeben. Deshalb gibt es die Konferenz für die Zukunft Europas. Da entwickeln die Linken ihren Zukunftsplan, der läuft auf einen Zentralstaat hinaus, den wir für furchtbar halten. Also sagen wir, unser Plan ist ein Europa, was ein paar Änderungen hat. Das erste ist, es muss in Zukunft klar sein, welche Kompetenz ist in Europa, welche national, welche Bundesland. Zur Zeit ist alles gemischt. Es gibt so gut wie kein Thema, wo die EU nicht irgendwie mitspielt und wo sich auch nicht für zuständig erklären kann. Sie kann sich nämlich immer über irgendeinen Nebenaspekt für zuständig erklären und danach entscheidet der Europäische Gerichtshof selbst, ob sie zuständig ist oder nicht. Das heißt, die EU hat hat de facto aufgrund der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs so eine Art Allzuständigkeit. Passt uns nicht, sondern es gibt klar abgegrenzte Kompetenzen. Punkt eins. Punkt zwei, wir wollen nach innen deutlich mehr Freiheit und nach außen so viel Einheitlichkeit wie nötig. Handelsverträge, Zollunion, das muss alles bleiben, auch Binnenmarkt. Das nächste, was wir wollen, ist, wir wollen mehr Transparenz. Beispiel: Hast du schon mal den Namen Dombrovskis gehört? Weiß ich nicht. Das ist ein EU-Kommissar, einer von 27. Der hat sicher mehr Macht als Dreiviertel aller deutschen Bundesminister. Das heißt, EU zurzeit heißt, du wirst von Leuten regiert, die du nicht mehr vom Namen her kennst. Ist völlig intransparent und undemokratisch. Aber, aber das stimmt ja nicht. Also keine Entscheidung der Kommission kann ohne die Zustimmung der Bundesregierung. Bitte, nein. Es ist doch die Kommission und das Parlament können ja nicht ohne Zustimmung des Ministerrates ähm zustimmen. Ja, aber im Rat gibt's auch mehr als Entscheidung. Der Rat in der Regel nickt ab. Das heißt, und du weißt auch nicht, was, kennst du die, äh, Rat? Also die Kommission hat ein eigenes Initiativrecht als Exekutivbehörde. Das heißt, der Kommissar, dessen Namen du nicht kennst und der unendlich viel Macht hat, denkt sich in seiner Weisheit eine Verordnung aus. Ja, aber, aber wenn, wenn das so wäre, die EU-Kommission wollte Verbrennerverbot, wie du vor gesagt. EU-Parlament auch. Wer, wer hat das denn den geschafft in der EU, dass das nicht so in der Form kommt? Das wurde ja, das wurde ja alles abgeschwächt. Das waren die, das waren die nationalen Regierungen. Ja, aber es gibt eine ganze Reihe Dinge, wo Mehrheitsprinzip auch im Rat gilt. Also du hast jetzt den, den Kommissar, den du nicht kennst, der denkt sich irgendeine eine eine Richtlinie aus, die dazu führt, dass die Kleinunternehmen noch tausendmal mehr Bürokratie. Wollte über euer Konzept ren. Gut, bei uns kennst du erst, weißt du erstmal, werde ich regiert, weil es weniger gibt. Es gibt nicht 27 Hanseln, sondern es gibt vielleicht am Ende noch vier oder fünf und die kennst du dann auch. Da weißt du auch, wie die gewählt sind. Das heißt, du kannst erstmal zuordnen, wie wählt man diese Hand? Dies, wenn es vier oder fünf sind, kannst du die Namen publik machen. Kein Mensch weiß bei 27. Ja, gut, ist ja jedes Land, jede Mitgliedsland stellt einen Kommissar. Ist das, ist das die Frage, ob das dann sein muss? Wenn du vier oder fünf hast, ist es ganz klar. Du einigst dich auf den Kommissionspräsidenten und der hat ein Vorschlagsrecht und immer noch Kommission. Dieses Bund, Bund europäische Nation, ob die Kommission heißt, weiß ich nicht, aber du brauchst eine Behörde. Ja, klar, du brauchst eine Zentralbehörde. Die braucht man. Wer, wer, wer führt dann dieses neue Europa? Gibt's dann, ist das alles demokratisch und fair, oder gibt's da jemand, der das führt? Natürlich demokratisch und fair. Ja, muss das nicht demokratisch und fair sein? Ja, kann ja sein, dass es da für ein Land gibt, das stärker ist als andere und für wen. Muss keine Sorge, die Absicht besteht jetzt nicht darin, dass wir sagen, die Europäische Kommission sitzt in Berlin. Na, also, wenn man, wenn man dein Buch durchliest, in der Außenpolitik, aber nicht in der, in der, aber liest vor, das ist ein lustiges Thema. Ja, Seite 70 sagst du, Deutschland muss Führung anbieten. Wenn Europa mehr sein soll als ein amerikanisches Protektorat, muss es auch Deutschland muss Führung anbieten. Aber das heißt nicht anbieten heißt, dass sie akzeptiert wird. Es heißt ja nicht, dass wir uns durchsetzen und sagen, du lässt dich nicht führen, ich fall jetzt in dein, in dein Land ein. Es gibt zurzeit gerade in Mittelosteuropa gibt es die, eine, eine großes Klagen darüber, dass Deutschland so passiv ist. Selbst der polnische Außenminister Sikorski, der nun politisch nicht mein Freund ist, sehr netter Mensch, aber politisch nicht mein Freund, hat immer gesagt, Deutschland muss Führung anbieten. Ein Zitat von, oder Deutschland muss mehr Führung übernehmen. Dadurch, dass die Bundesregierung so passiv ist, führt das dazu, dass es ein, ein Vakuum gibt und nicht klar ist, in welche Richtung sich Europa entwickelt. Wir brauchen ein selbstbewusstes Deutschland, das auch eine Idee von Europa hat, die darüber hinausgeht, irgendwie neue Bürokratie zu etablieren. Absolut. Das ist übrigens etwas, was dir jeder mittelosteuropäer bestätigen wird. Ja, aber, also dein Bund europäische Nation sieht so aus, dass am besten Deutschland da die Führung. Nein, mein Bund europäische Nation sieht so aus: Ganz klare Kompetenzen, die auch nicht gemischt sind mit den Nationalstaaten, weniger Kompetenzen, hohe Transparenz, aber geführt von Deutschland. Ein sehr kleines Team geführt von Deutschland. Nein, sag du, Deutschland bietet Führung an. Bedeutet, dass Deutschland in den Verhandlungen unter den Staaten, mhm, eine Idee anbietet, dass es auch Angebote macht, wie Europa sich weiterentwickeln kann. Z.B. indem man, indem man proaktiv den Leuten sagt, das wäre unser Vorschlag. Da kommt zurzeit überhaupt nichts. Führung heißt doch nicht, ich befehle und du folgst, sondern Führung heißt Motivation. In, in, also die, die Definition, die bei mir beigebracht hat in New York ist, was ist Leadership? Leadership ist die, ist die Fähigkeit, Menschen zum Wandel zu motivieren. Insofern, wenn wir von Führung reden, reden wir davon, dass wir eine Vision haben und dass wir andere Menschen, andere Länder dazu motivieren und ermuntern, diese Vision zu teilen. Neues Europa mit German Leadership, mit mehr German Leadership. Leadership ist nicht Null und eins. Leadership ist ein Spektrum. Ist ja, ist ja jetzt keine neue Idee. Ich habe hier mal was, eine Idee gefunden aus den 30ern noch. Da heißt es: Der Führer sieht ganz klar: Vereinigte Staaten von Europa unter deutscher Führung. Das wäre die Lösung. Dauert noch viele Jahre oder Jahrzehnte, aber ist ein Ziel. Na ja, also, wenn, was, was ist da der Unterschied zu deiner und eurer? Ich glaube, jeder, jeder, jeder Hitlervergleich in Bezug auf die gegenwärtige Politik verbietet sich selbst, weil das ist ja Polemik. Ich frage nach dem Unterschied, damit du das klar machen kannst. Das ist jetzt aus dem Goebbels-Tagebuch von '36. Hitler, Hitler meinte mit, mit Führung eben nicht Führung im heutigen Sinne einer, einer Führung als Motivation, einer, einer Gemeinsamkeit, einer Überzeugung, sondern Hitler meinte mit Führung: Ich befehle und ihr folgt. Das ist ein völlig anderes Konzept von Führung. Sicher, ja.

Ihr wollt auch den europäischen Sozialstaat? Also auf keinen Fall. Und selbst die EU-Sozialcharta? Natürlich, weil die zu maßlosen Ansprüchen führt und weil sie dazu führt, dass der deutsche Sozialstaat, der ohnehin überlastet ist, pleite gehen würde. Das haben wir angefangen, damit, dass du ein Kämpfer gegen, also für die Armen, gegen Armut bist und sozial Schwache. Die EU-Sozialcharta gibt 1961, da steht ja eigentlich eine Menge Errungenschaften drin. Absolut, aber man braucht nicht, weil sie nur zu mittlerweile zu Bürokratie führt und zu einer sinnlosen Ausweitung von Ansprüchen gegen den deutschen Sozialstaat. Wir brauchen nicht das Recht auf Arbeit, was da drin steht. Das Koalitions-Einigungsrecht, das Recht auf Kollektivverhandlung, das Recht auf soziale Sicherheit. Brauchen wir, aber das brauchen wir nicht in einer. Ich muss es kurz, unser Publikum, das soziale Fürsorgerecht, das Recht auf besonderen gesetzlichen, wirtschaftlichen, sozialen Schutz der Familie und die Schutzrechte für Wanderarbeiter und ihre Familien. Brauchen wir nicht. Doch, brauchen wir, aber das brauchen wir nicht in einer EU-Sozialcharta. Das brauchen wir im deutschen Grundgesetz. Da steht nämlich auch drin. Na, aber vielleicht brauchen das andere europäische Länder auch. Ich bin, du erzählst mir gerade, ich dürfe keine deutsche Führung nehmen und sagst aber, dass wir in Deutschland entscheiden müssen, was andere europäische Länder brauchen. Also entweder oder. Nee, aber andere Länder können sich ja ein gutes Beispiel an. Nein, andere Länder können selbst die Chance zu entscheiden, was sie brauchen, was sie nicht brauchen. Das muss ich nicht in Brüssel festlegen. Wenn, wenn jetzt ein anderes Land sagt, ich brauche eins davon nicht, dann glaube ich, dass dieses andere Land das Recht hat zu sagen, nee, brauche ich nicht.

Thema Sozialpolitik ist, ist ja für euch ein großes Thema. Wie sind super drin? Wir, wir haben, wir haben da echt die Kurve gekriegt und sind heute sicherlich die Partei mit der höchsten Glaubwürdigkeit bei sozialen Themen. Weil wir, weil wir jetzt mal feststellen, weil ich meine, dass ihr Flüchtlingen Menschen Leistungskürzungen wollt und sie abschieben wollt, weiß ich glaube ich mittlerweile jeder. Aber ich glaube, wenige wissen, dass ihr den Sozialstaat eigentlich abreißen wollt. Wollen nicht abreißen, umbauen. Mhm. Also, wir machen Politik zunächst einmal für jene, die hart arbeiten oder arbeitswillig sind und die erleben, dass sie von ihrer harten Arbeit am Ende so wenig übrig haben, dass sie kein anständiges Leben davon haben. Kann der Sozialstaat frisst Zeit, ein Drittel der deutschen Gesamtwirtschaftsleistung, des Bruttoinlandsproduktes, und das Ergebnis ist aber, dass der Anteil der armen Menschen in Deutschland immer weiter steigt. Das heißt, also ganz offensichtlich ist die Idee, immer mehr Geld aus dem Wirtschaftskreislauf rauszunehmen, irgendwie umzuverteilen mit einer riesigen, sauteuren Bürokratie und Leuten Geld zu geben. Diese Idee scheint nicht so richtig zu funktionieren, denn sie erhöht die Armut anstatt sie zu verringern. Was brauchen wir also? Wir brauchen einen Weg, dass die Leute Lust auf Arbeit haben, weil sie durch ihre eigene Arbeit letztlich sich ein, ein kleines Glück wirtschaftlich aufbauen können, dass es ihnen, dass es für sie wirtschaftlich und sozial attraktiv ist zu arbeiten. Der Sozialstaat verringert den Anreiz und die Lust zu arbeiten. Ja, aber es gibt ja trotzdem in unserem Land ökonomisch schwache, arme Menschen, die euch wählen, denen ihr antworten versprecht. Und ihr sagt ja, schreibst du ja selber in dein Buch, es geht hier um viel weniger Geld. Genau. Es, oder du schreibst, es ist sinnvoll, direkte statt Zuschüsse auf das absolute Minimum zu begrenzen, idealerweise durch Gutscheine, also nicht durch Geld und für die Maßnahmen der Förderung, Lebenshilfe auf nichtstaatliche Akteure zu verweisen, die Familie, lokale Gemeinschaften, religiöse Gruppen. Geld muss mit sozialer Kontrolle verknüpft werden. Und, ähm, du schreibst, rechte Politik will deshalb einen solidarischen Patriotismus statt eines administrativen Sozialstaates. Richtig. Wie passt das mit Artikel 20 des Grundgesetzes zusammen, weil wir sind ja ein Sozialstaat? Sozialstaat heißt für den Juristen, dass der Staat auch den sozialen Ausgleich im Blick hat und fördert. Es heißt aber nicht, dass er dafür ein Drittel des Bruttoinlandsproduktes ausgibt. Das heißt, der Staat hat die Verpflichtung, den sozialen Ausgleich im Land im Blick zu behalten und eben keine harte ökonomische Klassengesellschaft zuzulassen. Das unterschreibe ich sofort. Ähm, ja, aber es, es geht, es geht da, wie gesagt, darum, Artikel 20 legt fest, dass wir ein Sozialstaat sind. Du kannst das quasi jetzt finanziell doof finden, aber wenn du hier schreibst und und sagst, es geht hier, den Sozialstaat zu ersetzen. Wir können ja gleich mal reden, was ein solidarischer Patriotismus ist, aber den Sozialstaat zu ersetzen. Das Sozialstaatsprinzip des Grundgesetzes ist eine Verpflichtung des Staates, Maßnahmen zu treffen, die dem sozialen Ausgleich dienen. Das, was wir heute praktisch als Sozialstaat nehmen, festgelegt durch, ich glaube, mittlerweile 11 Sozialgesetzbücher, ist ein administratives Monstrum, das ein Drittel der gesamten deutschen Wirtschaftsleistung aus dem Wirtschaftskreislauf herausnimmt, zurückgibt mit dem Ergebnis, dass die Armut im Land steigt. Das heißt, ich kann dem Sozialstaatsprinzip sehr wohl entsprechen, aber, aber indem ich das, indem ich den sozialen Ausgleich anders organisiere. Aber wenn du, wenn du, wenn du weniger Geld in den sozialen Staat, werde, was da immer noch übrig ist, haben und auf den sozialen Staat angewiesen sind, noch weniger haben? Nein, sie werden anfangen zu arbeiten und sie werden mehr Netto vom Brutto haben. Was ist mit den Leuten, die schon arbeiten und trotzdem vom Sozialstaat Unterstützung brauchen? Die werden plötzlich, weil sie viel weniger Steuern und Abgaben zahlen, keine Unterstützung mehr benötigen. Nee, es gibt über eine Million Menschen, die Arbeit haben und trotzdem nicht genug haben und darum vom, von der Bundesagentur vom Sozialstaat unterstützt haben. Sie haben so hohe Abzüge, ne, dass das erst zweite, was wir vorschlagen, unter anderem ist eine sogenannte, ist ein sogenannter Kombilohn. Das heißt, wir wollen den Leuten nicht mehr einfach Geld geben, wenn sie zu Hause bleiben, sondern wir machen ein Kombilohn. Kombilohn habe ich da auch drin und sagen, ihr arbeitet, euer Lohn ist noch zu niedrig, weil ihr, ähm, weil ihr halt aufgrund eurer noch geringen Qualifikation und Arbeitserfahrung wenig verdient und wir geben euch was zum Arbeiten zum Lohn dazu. Das ist etwas, was übrigens Viktor Orbán gemacht hat. Interessantes Beispiel. Und zwar gibt es in allen mittelosteuropäischen Ländern ein großes Problem der Arbeitslosigkeit der Roma, gerade in der Slowakei. Ganz so. Und Viktor Orbán hat das Problem dadurch gelöst, dass er die, die Sozialhilfe, also die, die Zuwendungen ohne, dass man arbeitet, hat er auf ein absolutes Minimum reduziert, ganz massiv. Aber er hat ein Kombilohn eingeführt. Das heißt, wer ein bisschen arbeitet und zu wenig verdient, der kriegt ein Zuschuss und dadurch hat er erreicht, dass die Roma sich um sehr einfache Arbeit gekümmert haben und er hat auch dafür gesorgt, dass diese Arbeitsplätze gibt. Er hat also z.B. die, die Gemeinden in Ungarn verpflichtet, Gärtner einzustellen, die die öffentlichen Wiesen mit Rasenmäher mähen. Und auf einen Schlag mussten die Roma, damit sie überhaupt Geld bekommen, weil die, die Sozialhilfe, die es vorher hatten, war so gering, dass sie davon eigentlich kaum noch hätten essen können, aber waren halt wirklich Gutscheine dann dran, mussten also früh zur Gemeinde und mussten anfangen, den Rasen zu mähen. Und nachdem sie das ein halbes Jahr gemacht haben und sich daran auch nach Jahren, wo sie eben eher wenig gearbeitet haben, daran gewöhnt haben, ist dann der Baumarktbesitzer gekommen, hat sie zum besseren Gehalt eingestellt. Das Ergebnis ist, dass Ungarn heute eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten der Roma-Bevölkerung hat. Politisch ganz interessant, die ungarischen Roma wählen ganz überwiegend Fidesz von Viktor Orbán. Das heißt, wenn man Sozialleistungen umwandelt, klüger macht, also statt Bürgergeld Kombilohn. Ja, aber erreicht man, dass man weniger Geld ausgibt? Da zahlt der Staat dann auch wieder die Hälfte des Lohns. Ja, aber die Leute qualifizieren sich weiter. Zu Anfang, absolut korrekt. Zu Anfang zahlt der Staat die Hälfte, aber diese Leute werden durch die Arbeitspraxis plötzlich attraktiv auf dem Arbeitsmarkt. Warum, warum legst du den Lohn nicht so fest, dass der Lohn ausreicht? Ist, weil dann keine Arbeitsplätze entstehen werden. Die Leute, die die Arbeit, die Arbeitgeber sagt, was ist mir wert jemand, der keine Arbeitserfahrung hat, der keine Berufsausbildung hat, der erstmal lernen muss, wieder pünktlich zur Arbeit zu kommen und der nichts anderes tut, als jetzt vielleicht mal den Rasen zu mähen? Okay, 5 € ist er mir wert. Aber der Mindestlohn, sagen wir mal, liegt bei 20. Dann sagt er, den stell ich nicht ein, dann mache ich ein Rasenroboter.

Was heißt, du willst ja statt eines Sozialstaates den solidarischen Patriotismus? Was heißt das? Der solidarische Patriotismus ist das Sozialstaatskonzept der AFD. Das heißt, er sagt, dass jemand, der in Deutschland lebt, wissen muss, dass er aufgefangen wird. Aber das große Problem, das wir haben, ist, dass zurzeit die soziale Umverteilung vor allen Dingen eine Umverteilung zu Einwanderern ist. Also über 50% der Bürgergeldempfänger in Deutschland haben keinen deutschen Pass, sind also Ausländer rechtlich gesehen. Und der, der, das führt nicht nur dazu, dass der Sozialstaat immer teurer wird, weil er die, die Einwanderung vorantreibt, es führt auch dazu, dass der Sozialstaat zu einem Einwanderungsmagneten wird. Der solidarische Patriotismus will das verhindern. Mhm. Indem er den sozialen Ausgleich, übrigens komplett verfassungskonform, im Kern beschränkt auf Leute, die entweder Staatsbürger sind oder aber die schon eine gewisse Zeit ins System eingezahlt haben. Aber er möchte verhindern, dass jemand über die Grenze kommt, sofort nutzt dieses des Systems. Ist klar, Ausländer sind böse. Ist klar. Aber erzähl uns das mal plastisch. Was heißt dann, wie, wie kann ich dann solidarisch patriotisch sein? Solidarisch bist du erstmal, indem du, also jetzt anhand eures solidarischen Patriotismus, du bist deshalb, also erstens, dazu gibt es ein sehr, sehr schönes Buch, heißt "Solidarischer Patriotismus". Das ist insofern ist das tatsächlich ein AFD-Codewort. Sprudel, wenn es geht. Und M, der Punkt ist, dass wir die, die, die den Patriotismus, also das Bekenntnis zum eigenen Land, wollen wir nicht nur verstehen als so eine Art Sonntagsreden-Patriotismus. Ja, wir gehen einmal im Jahr zu irgendeinem Denkmal und haben halt eine schwarz-rot-goldene Fahne, sondern wir wollen klar machen, wir sind no solidarisch für Deutsche. Wir sind solidarisch in der Gemeinschaft der Staatsbürger. Deutsche bekommen Hilfe. Es bekommt derjenige Hilfe, der A Staatsbürger ist oder B, der hier eingezahlt hat. Aber es bekommt nicht derjenige Hilfe, der gerade ankommt und sagt, ich will jetzt aber den vollen Satz haben. Das kriegt er nicht mehr. Das gilt dann auch für Kinder und Studenten in Deutschland, die haben ja auch nie eingezahlt. Die sind aber Staatsbürger. Ach so, ich habe gesagt, Staatsbürger und jene, die eingezahlt haben. Du sagst ja auch, die Förderung und Lebenshilfe soll, soll Familien und lokale Gemeinschaften übernehmen, statt jetzt der Staat. Wir haben ein Problem. Wir haben z.B. hier in Berlin, wir haben Bürgergeldempfänger, die sind in dritter Generation Bürgergeldempfänger. Das heißt, also die haben schon von ihren Eltern es übernommen, dass man eigentlich nicht arbeiten muss. Das Problem, was wir haben, besteht darin, dass der heutige Sozialstaat des Sozialgesetzbuches, der Sozialgesetzbücher, dass er Geld gibt, aber nicht schaut, was die Leute mit dem Geld machen. Wenn du z.B. dich mal mit einem, mit einem Tankstellenpächter unterhältst, dann wird er dir sagen, dass an dem Tag, wo es Bürgergeld ausgezahlt wird, werden oft Taxifahrer gerufen, damit die mit dem Geld, das jetzt frisch auf dem Konto ist, zur Tankstelle fahren und abends ein bisschen für die Abendparty, bisschen Alkohol holen. Das mal weg von der anekdotischen Evidenz hin zu deinen, also verstehen, was ihr damit vorhabt. Ihr wollt, dass jemand, der jetzt sagen mal jahrelang auf Bürgergeld ist, dass dem auch jemand zur Seite gestellt wird, der ihm hilft, wieder ins Erwerbsleben zurückzufinden. Wer soll das sein? Idealweise NGOs, die man dafür unterstützt, statt der Staat. Der Staat macht ja nicht. Ja, aber jetzt kriegt man ja von Bundesagentur für Arbeit. Du kriegst einfach Geld, das kriegst du auch weiter, aber du musst es kombinieren mit Lebenshilfe. Du musst es kombinieren. Das, das meint ja nicht du. Ja, statt dem Sozialstaat, her, was gesagt, hab kein, kein, kein Geld mehr, also eher Kombilohn statt statt Bürgergeld nach einer gewissen Zeit? Nee, das, das erste, dann musst du schon mal arbeiten, das diszipliniert. Und das zweite ist, kombinieren der Leistungen, die du bekommst, mit Lebenshilfe. Du musst bereit sein, auch an dir zu arbeiten. Du kannst nicht einfach sagen, so, jetzt habe ich es und jetzt bleibe ich die nächsten 10 Jahre, bleibe ich auf Hartz. Das geht nicht, weil das ruiniert uns. Bist du, bist du gegen das Bürgergeld? Das Bürgergeld in der heutigen Form ist, ist ein Leistungskiller. Weil, wie, wie hoch das ist? Du kriegst vollen, volle Miete, volle Nebenkosten und hast einen Satz von rund 500 €. Bist ja, der Regelsatz liegt bei 563. 563, ne? Für alleinständige Person. Bist für Mindestlohn. Das Problem beim Mindestlohn ist, also es sollte ein Mindestlohn geben. Das Problem beim Mindestlohn ist, sind zwei Dinge. Der Mindestlohn sollte regional verschieden sein. Also ein Mindestlohn in München sollte sicher höher sein als ein Mindestlohn in Sachsen. Auch in Sachsen? Ja. Wie, wie sollte der Mindestlohn in München sein im Vergleich zu Sachsen? Ich denke, dass man das regional festlegen sollte, anhand von bestimmten Preisindizes. Kann ich dir nicht aus dem Kopf sagen. Wie hoch sollte er denn in Sachsen sein? Ich denke, dass 10 bis 12 € in Sachsen durchaus angemessen sind. Wer legt das fest? Das meine ich, sollten vor Ort sollten das die Tarifpartner festlegen und die, die, die Kammern im Zusammenarbeit sollte ein Vorschlag machen und der Landtag s bestätigt. Du weißt aber, dass in Sachsen die wenigsten angestellt oder Leute, die Job haben, Tarif gebunden sind. Was macht Partner? Nee, der gilt dann per Gesetz. Die machen einen Vorschlag an den Landtag und der Landtag beschließt es. Man kann auch eine Rechenformel festlegen. Ich glaube, dass es regional festgelegt werden sollte und wenn der Landtag sich nicht da drauf festlegen kann, dann gibt's kein Mindestlohn. Wenn der Landtag sich nicht festlegen kann, dann legt der Landtag sich nicht fest. Es ist meines Erachtens, sollte es regional festgelegt werden. Man kann im Landtag eine Vorgabe machen, was die absolute Untergrenze ist. Das soll man regeln, aber ich glaube, dass der Mindestlohn besser regional festgelegt wird als einheitlich, weil wir eben so große Unterschiede haben. Äh, du hast in deiner Rede auf dem Parteitag zum, als du Spitzenkandidat warst, auch die Flaschensammler-Rentner genannt. Was können die von dir und deiner Politik erwarten? Eine, was machst du für die? Eine Sicherung ihrer Rente. Wir haben folgendes Problem, dass zurzeit die, die, die, die gehen jetzt auf Flaschen sammeln, weil sie zu wenig Rente haben. Ja, ihr seid gegen das Rentensystem. Wir müssen das Rentensystem so umbauen, dass es zukunftsfest wird. Das ist es zurzeit nicht. Ja, jetzt ist die Rente der Flaschensammler-Rentner schon zu niedrig. Genau, die, die leiden unter Altersarmut. Wir haben ein Rentenkonzept verlegt, das sicherstellt, dass es ein gewisses. Du bist, du bist gegen die gesetzliche Rente an sich? Nein, du bist gegen die Rentenversicherung in ihrer heutigen Form. Funktioniert sie ja nicht. Wir müssen sie umbauen, aber es muss eine, es muss eine öffentliche Rentenkasse geben. Das sagt die AFD. Da gibt's ein Rentenpapier dazu. Es muss eine gesetzliche Rentenkasse geben. Aber die heutige Rentenkasse hat ja eine Schieflage. Mhm, mhm. Zur Zeit ist es so, dass der Zuschuss zur Rentenkasse der größte Einzelposten des Bundeshaushalts ist. Das heißt, die Rentenkasse ist so defizitär, dass der Bundeshaushalt mit seinem größten Einzelposten sie einigermaßen ausgleichen muss. Das heißt, diese Rentenkasse, wie wir sie jetzt haben, funktioniert nicht. Wer heute in deinem Alter in die Deutsche Rentenversicherung Bund einzahlt, was du wahrscheinlich nicht tust, denn du bist privat abgesichert, der weiß, dass er am Ende aus dieser Rentenkasse nichts bekommen wird. Das heißt, die Rentenkasse in ihrer heutigen Form ist ein Schwindel. Sie zahlt den Alten zu wenig und den Jungen macht sie ein Versprechen, das nie und nimmer eingehalten wird. Aber im Immer zahlen sie noch jede Menge aus. Und du bist da ganz klar gegen die gesetzliche? Bin ich nicht. Ich sage, wir brauchen eine gesetzliche Rentenkasse, aber die Rentenkasse, die wir zurzeit haben, ist ein Betrug an den Jungen. Wir müssen also eine Rentenformel finden, die dafür sorgt, dass auch wer jetzt einzahlt, er nicht den Eindruck hat, er wird betrogen. Aber sind betrogen an den Alten? Ne, die Jungen zahlen ein und kriegen gar nichts raus. Ja, aber wenn, wenn die, die jetzt eingezahlt haben, ihr ganzes Leben, immer noch zu wenig haben, es werden alle betrogen. Das ist wahrscheinlich richtig. Also, wir, der Rentenbeitrag in Deutschland, trotz, ich hab trotzdem nicht verstanden, was sie jetzt gegen die Rentenarmut genau tun wollt. Also, was die Sockelbetrag einführen, der, der garantiert wird, nämlich. Hab ich nicht im Kopf. Gibt's ein Papier vom Bundesparteitag in Karlsruhe im Jahr 2021. Was wäre denn, was wäre denn deine Summe? Was wäre so die Mindestrente, die jeder Deutsche dann haben sollte, damit er nicht mehr Taschen sammeln muss? Da muss ich jetzt tatsächlich passen, weil ich die dazu zurzeit die Lebenshaltungskosten, die auch regional verschieden sind, nicht kenne. Aber es sollte sicherlich ein Betrag sein, der ungefähr 1000 € beträgt. Mit 1000 € pro Monat, äh, werden Menschen nicht mehr Flaschen sammeln müssen. Glaubst du als absolute Mindestrente? Mit 1000, damit kann man, damit kann man seine Miete zahlen, damit kann man essen jeden Tag. Wenn du, wenn du, es gibt noch wirrente. Also nehmen wir mal an, du hast, du hast ein Rentner-Ehepaar, das hätte dann 2000. Sie hoffen, Opa stirbt oder was? Was soll Opa noch hoffen? Opa, nein, du hättest beide sind zusammen, beide haben Mindestrente, dann hätten sie beide zusammen 2000 €. Also für 2000 € kannst du eine Miete bezahlen und du kannst, du kannst dein, dein, du kannst dein Kühlschrank füllen. Noch mal, ich weiß, dass das sehr wenig ist. Es hat nur einen Nachteil. Heute ist es eben so, dass die Rentenkasse in einer unglaublichen Schieflage ist. Der Rentenbeitrag liegt bei 20%, der wird absehbar nach der heutigen Formel bis Ende des Jahrzehnts steigen in Richtung 30%. Das führt wiederum dazu, dass Arbeit sehr unattraktiv wird, denn es bleibt eben von Brutto kaum etwas übrig. Dazu kommt aber noch, es bleibt nicht nur von Brutto nichts übrig, sondern die Leute wissen, das, was wir da zahlen, dafür kriegen wir nie was für uns. Bleibt noch weniger. G. Das bedeutet, wenn wir das endlos ausweiten, stehen wir vor dem Problem, dass die Leute einfach nicht mehr arbeiten. Insbesondere die, die, die niedrigen Lohngruppen werden so unattraktiv, dass die Leute aufhören zu arbeiten. Dann, dann fallen noch mehr Einzahler weg. Das heißt, also wir sind einfach in einer Situation, dass wir zwar etwas tun können im kleinen Schritten, das aber das, was eigentlich wünschenswert wäre, aufgrund der ökonomischen und demografischen Situation nicht möglich ist. Aber wünschenswert wäre doch, wenn es keine Altersarmut und keine armen Rentner gäbe. Korrekt. Absolut. Das heißt, ja, dass in diesem System, diesem Rentensystem, was das Geld auszahlt, mehr Geld sein müsste, damit diese Menschen. Aber das muss ja herkommen, irgendwo das Geld. Ja, aber ihr wollt ja nicht, dass mehr Geld in diesem System drin ist. Das heißt, dann ist automatisch klar, dass die armen Rentner. Glauben wir, wir glauben, dass wir zurzeit, glauben, dass wir zurzeit bei der arbeitenden Bevölkerung, bei der Steuer- und Sozialabgaben jenseits des Verträglichen sind. Du kannst bei den, bei den, bei der Höhe der Steuer- und Sozialabgaben, also bei der Differenz von Brutto zu Netto, ja, kannst du nicht weiter erhöhen, weil die Arbeit bereits heute in Deutschland zu unattraktiv ist. Habe ich verstanden. Aber dadurch wird's denn nicht mehr Geld in dem neuen Rentensystem? Du kannst ja ein bisschen umschichten. Also du kannst von

Aus dem Bundeshaushalt selbst hast du gerade kritisiert, man kann umschichten. Ich kritisiere, dass es so viel ist, weil das Rentensystem über Jahre nicht angepasst wurde. Aber du kannst natürlich deshalb obenschichten, weil wir uns ja extrem viel Förderfonds leisten, den wir nicht brauchen. Also allein, dass wir zurzeit absichtlich wegen der Klimaschutzziele die deutsche Industrie zerstören und damit unsere wirtschaftliche Grundlage, würde die AFD beenden. Die AFD würde auch die Kosten der Einwanderung, die sich mittlerweile auf rund 50 Milliarden Euro pro Jahr, je nach Berechnung, summieren, signifikant senken können. Das heißt, wir könnten schon kurzfristig Gelder generieren, um eben eine Mindestrente einzuführen. Aber auch diese Mindestrente ist zwar besser als was wir heute haben, um Längen. In in in in in Sachsen hat mittlerweile selbst in Durchschnittsrenten keine 1000 € ja, nur damit es klar ist. Aber diese Mindestrente wird immer noch knapp bleiben, ja.

Wenn man sich dein Buch anguckt und sagst "Ökonomie und Steuern", dann bist du ja nicht nur gegen der Vermögenssteuer, was ja den Sozialstaat mehr Einnahmen generieren würde, bist für eine generelle Abschaffung der Erbschaftssteuer. "Steuerpolitik für Reiche", lese ich daraus. Ende Gesetz. Rent haben wir jetzt gerade schon besprochen. Wirklich Sozialabbau? Glaubst du, dass glaubst du, dass ein Reicher heute wirklich Steuerabschottung zahlt? Ja, je reicher du bist, desto weniger Erbschaftsteuern zahlst du. Na, also das das Problem der Erbschaftsteuer ist doch, es ist doch zurzeit eine Steuer, die vor allem die Mittelschicht trifft und nicht die Reichen. Die Reichen zahlen keine Erbschaft. Darum sollte es vielleicht gerecht sein und dass mindestens die Reichen genauso zahlen wie Chieren, weil es da das Privatsteuergesetz gibt, das Privatstiftungsgesetz.

Ich wollte, ich wollte nur drauf aufmerksam machen, dass jetzt kommt den Populismus, lass ich jetzt nicht durchgehen, weil der Punkt ist doch ganz einfach: Wenn du richtig reich bist, machst du eine Rechtswahl. Das heißt, du kannst, da bin ich nun mal Experte, du kannst jederzeit dein Vermögen so gestalten, dass es unter einer andere Rechtsordnung fällt. Es gibt einfach auf dieser Welt Rechtsordnungen, dagegen könntest du ja auch sein. Du könntest, ich meine, wie denn die Position von den Omas, die Position der Familienunternehmer, der Superreichen in Deutschland decken sich mit deinen? Du bist gegen die Erbschaftssteuer, du bist gegen die Vermögenssteuer, du bist gegen diesen Sozialstaat, nichts. Bist gegen diese diese dieses Rentensystem. Was was unterscheidet denn deine Meinung nach neoliberale Position? Ich gelte in der Partei fast als Marxist. Ja, das weiß ich, weiß ich nicht, aber die Realität sieht doch anders aus. Na, die Realität sieht so aus, dass wir ein völlig dysfunktionales Rentensystem haben, das endlich mal reformiert werden muss. Und jeder, der dieses System, das dysfunktional ist, reformieren will, muss sich anhören, dass er neoliberal ist. Das ist das Problem.

Wir haben ein Sozialstaat, der jedes Jahr teurer wird, aber noch mehr Armut generiert als er als als es vorher gab und der dazu noch ein massiver Migrationsmandant ist. Jeder, der diesen Sozialstaat in seiner heutigen Form angreift und umbauen will, muss sich anhören, er sei unsozial. Dabei gibt es einen Großteil der Armut, der erst dadurch produziert wird. Dann haben wir eine Erbschafts- und Vermögenssteuerdebatte, die völlig absurd ist, weil gerade die Superreichen, gegen die es immer geht, eh weder Erbschafts- noch Vermögenssteuer zahlen. So blöd, da wären sie schon blöd, wenn sie das tun würden. Das heißt, die ausschließlich die Mittelschicht trifft und die Mittelschicht verarmen lässt. Natürlich, wir kriegen in dem heutigen weltweiten System, wie es nun einmal ist, weil wir eben kein Deutschland wollen, wo in Berlin entschieden wird, wie das Steuersystem im Rest Europas aussieht. Das wollen wir nicht. Leadership hin oder her. Genau aus diesem Grunde ist es so, dass du oberhalb von sagen wir mal 20 Millionen imste, dein Vermögen so zu strukturieren, dass du keine Erbschaftssteuer zahlst. Das heißt, du erwischst die Mittelschicht, die Familienunternehmer, diejenigen, die vielleicht zwei, drei Häuser zusammengespart haben, die fette du ab. So. Und anstatt, dass die Superreichen auch Erbschaftssteuer zahlen wie die Mittelschicht, sagst du dann, müssen wir die Erbschaftssteuer ganz.

Wie willst du die Superreichen erwischen in einem Europa, wo wir nicht entscheiden können, wie andere Länder ihre Steuersysteme? Ja, das würde das würde jetzt euer Problem, wenn ihr nicht neoliberal werdet, aber ich stelle, es geht halt nicht. Ich stelle ja fest, dass deine Positionen, die du aufschreibst und hier nennst, äh nein, sind einfach vernünftig, sich sehr ähneln mit denen der Superreichen, mit der FDP. Also mit den Superreichen bestimmt nicht. Keine Erbschaftsteuer, keine Vermögenssteuer. Vermögenssteuer haben wir ja bereits gar nicht. Ja, die wird nicht angewendet. Wir haben eine, aber die die ist außer Kraft gesetzt, weil verfassungswidrig. Du Verfassungspatriot. Die Ausgestaltung der damaligen Vermögens, die kann man, das kann man ja anpassen. Nee, kannst du nicht. Weißt du, warum? Ich nenne dir ein Beispiel. Stell dir vor, irgendjemand hat von seiner Oma ein Gemälde geerbt. Dann ist das Vermögen. Jetzt stirbt jetzt äh die Oma. Jetzt hast du da dieses Gemälde. So. Damit du jetzt einigermaßen vernünftig machst, müsste jetzt ein Bewerter kommen und dieses Gemälde schätzen. Du hast einen bürokratischen Aufwand. Das ist doch immer das Problem aller dieser Umverteilungssysteme. Der bürokratische Aufwand ist so gigantisch und das Ergebnis ist eher so klein, dass man in Wahrheit sind diese ganzen Steuerformen, Erbschaftssteuer, Vermögenssteuer, diese ganze Umverteilungsmaschine, die dient nicht den Armen, sondern sie erzeugt einen riesigen Apparat an überbezahlten und ökonomisch unnützen Beamten. Das ist die Argumentation, die habe ich von vielen neoliberalen Ökonomen hier in der Sendung gehabt. Verweise ich gerne drauf, dass das ein riesengroßer Aufwand würde, wäre mit der Vermögens.

Sparen wir den Aufwand. Trotzdem erkennst du wahrscheinlich die Realität an, dass die Bevölkerung verarmt in Deutschland, die Reichen trotzdem immer reicher werden. Du schreibst selber in deinem Buch, dass ihr eine möglichst breite Eigentumsverteilung und Vermögensvermögensverteilung angehen wollt. Ja, wie wie passt das zusammen, wenn du gegen eine Vermögenssteuer bist, gegen Erbschaftsteuer? Na, genau deshalb. Was? Na, genau deshalb. Ich will die Leute, dass sie Vermögen aufbauen und Kinder haben, und das tun sie genau deshalb, wenn sie auf das Vermögen nicht noch versteuert werden. Und sie haben dann viele Kinder und werden Vermögen aufbauen, wenn sie wissen, meine Kinder kriegen das, was ich aufbaue. 30 Millionen Menschen haben kein Vermögen in Deutschland und zwei zu wenig. Wir müssen viel mehr Leute haben, die Vermögen haben. Und wir wissen auch, wie es geht. Der Trick, um Vermögen breit zu streuen, ist Wohneigentum. Wir sind in Deutschland bedauerlicherweise ein Land von Mietern und wir müssen es wieder schaffen, dass auch eine Sekretärin und ein Busfahrer, wenn sie zusammen leben, ja, sich eine Eigentumswohnung leisten können. Und das werden sie nur dann tun, wenn sie wissen, erstens, diese Eigentumswohnung wird mir am Ende nicht besteuert gegen die Vermögenssteuer und zweitens, diese Eigentumswohnung können wir irgendwann mal an unsere Tochter vererben ohne Erbschaftsteuer. Genau deshalb sind Erbschafts- und Vermögenssteuern Gift, denn sie verhindern den Vermögensaufbau der arbeitenden Mittelschicht.

Brauchen mehr Vermögen in der Mitte. Als Anwalt weißt du, dass es Freibeträge gibt, auch heute schon und bei Vermögenssteuer wäre das ja natürlich ähnlich. Dieser Vermögen, diese Freibeträge decken zurzeit nicht einmal eine Eigentumswohnung in dem Ballungsraum in München ab. Das heißt, wer jetzt sagt, ich baue was auf, ich bin Münchner, nehmen wir München ist ein schönes Beispiel, und bauen auf und sparen sich vom Munde ab und haben rechtzeitig investiert und haben jetzt drei Eigentumswohnungen und zwei Kinder, dann wird eine dieser Eigentumswohnungen im Erbfall dran glauben müssen. Und das finde ich ungerecht. Trotzdem ist der Stand heute die Realität heute, dass zwei Superreiche in Deutschland so viel Vermögen besitzen wie die untersten 42. Finde ich nicht gut. Aber dass du da was ändern willst, das? Nein, es ist ein, der Politiker muss auch einsehen, wenn er etwas nicht ändern kann. Das kann man, da kann man nichts ändern, dass zwei Menschen in Deutschland so viel Vermögen haben wie die untersten 4. Nein, weißt du, warum nicht? Da kann man natürlich was ändern, weil der einfach geht. Der dieses Vermögen liegt doch nicht in Deutschland. Der hat das Vermögen doch nicht in dem Bargeldkoffer unterm Bett. Der hat das auch nicht in deutschen Immobilien. Der hat auch nicht nur deutsche Aktien, sondern dieses Vermögen. Der hat die Fabrik dann ab oder was? Dieses Vermögen besteht bereits heute, wird verwaltet von einem Family Office, das vermutlich noch nicht mal in Deutschland sitzt. Dieses Vermögen besteht aus Immobilien in der halben Welt. Es besteht weiterhin aus Aktienportfolios, die auch nicht nur deutsche Unternehmen betreffen, sondern die andere betreffen. Wenn du jetzt mit deiner Vermögenssteuer um die Ecke kommst, dann zieht er erstmal aus Deutschland weg. Dann kannst du ihm zwar deine deutschen Immobilien enteignen, aber seine österreichischen Immobilien, seine britischen Immobilien, seine Immobilien in Dubai.

Da könnte man ja Lösung finden. Ich meine, wir wissen, die USA machen es anhand deines Passes. Wenn du Amerikaner bist, hast du auch in Amerika Steuern zu zahlen, egal wo du in der Welt bist. Du kannst nicht, aber nicht vermögenssteuer, die gibt's in USA für ausländisches Vermögen auch nicht. Genau aus dem Grund. Ich möchte nur feststellen, du bist ein Vertreter, der für die Armen und kleinen Leute da sein will, aber wenn es darum geht, wie man die Superreichen weniger superreich macht, sagst du, kann man nichts machen. Ich bin, ich stelle fest, ich bin ein Vertreter, der die Armen reich machen will, aber nicht die Reichen arm. Das ist der Unterschied zwischen mir und Sozialisten. Ja, du willst den Reichen eben nicht weg. Nein, ich will den Armen reich machen, aber nicht den Armen reich. Wie willst du die Armen reich machen? Indem ich ihnen Wohneigentum z.B. verschaffe durch? Nein, durch günstige Kreditzinsen. Ja, aber wie bekommt man Zins und Kredit? Du bekommst, wenn du arbeitest. Mhm. Wenn die Arbeit nicht da ist. Die Arbeit ist da. Ah ja, die Arbeit ist da. Sie lohnt sich zurzeit nicht. Bei mir geht es um den Vermögensaufbau für die breite Mittelschicht. Das ist das, das heißt, die Armen reich machen. Bei Sozialisten geht's immer nur darum, die Reichen arm zu machen. Das ist ein absolutes Idiotenkonzept, weil die Reichen verschwinden einfach und mit ihnen letztlich auch deren Unternehmen, ja, und so weiter. Und das ist, das ist immer gescheiter. Aber wie gesagt, du bist ja Jurist, es gäbe ja rechtliche Möglichkeiten, wo man dieses, wo man, wo man genau das. Nein, die gibt's nicht. Die gibt's nur, wenn ich bereit bin, Kapitalkontrollen. Gibt's nicht, wenn die, wenn die Immobilien bereits jetzt im Ausland sind. Ja, das ist was anderes. Na ja, aber du hast ja gesagt, das Geld verschwindet ja dann ins Ausland. Die Immobilien sind doch schon im Ausland. Glaubst du wirklich, irgendein reicher Deutscher? Aber aber eben meintest du gerade, das steckt eh nicht in den Immobilien, in den deutschen Immobilien. Ach so, nee, der der Superreiche, der deutsche Superreiche, kein kein reicher Deutscher, mhm, hat heute mehr als 50 % seiner Assets noch im Inland und er wird auch die Masse seiner Immobilien längst im Ausland haben. Im übrigen genau wegen Diskussionen wie wir sie hier führen, weil er genau weiß, wenn ich nicht aufpasse, ist es bald weg. Also sichert er es jetzt bereits gut.

Vermögen ist das eine, Einkommen das andere. Ist das alles Fake News, wenn ich habe mal nachgeguckt, 23 verschiedene Wirtschaftsfakultäten, Unis oder Zentren sagen, die unteren Einkommensschichten bis 40.000 € Jahres pro Jahr profitieren gar nicht von den AFD-Vorschlägen. Lügen die alle? Können die nicht rechnen? Ich würde sagen, sie können nicht rechnen. Du ja schon. Wenn wir einfach die die Sozialkosten und wenn wir die Sozialabgaben reduzieren und das ja das der Kern, profitieren die kleinen Einkommensgruppen. Das Ding basiert in der Regel darauf, dass man irgendwelche komischen Gegenrechnungen macht und dann öffentliche Infrastruktur und so weiter mit einrechnen zu müssen. Würde ich nicht viel drauf geben. In der Regel schreiben die auch alle voneinander ab. Die irren sich alle. Ich habe das jetzt hier z.B. gerade vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung zitiert. Das ist glaube ich Fratscher. Der irrt sich immer. Nee, das ist Fratscher ist von deutschen. A, die IW. Okay. Ich kenne nur die Fratscher-Studie. Der hat immer, das ist immer eigentlich eine Bestätigung, dass wir recht haben, wenn der das Gegenteil. Keine einzige Studie gelesen, außer die, dass ihr selber sagt, dass ihr für die Armen, also die kleinen Leute seid, aber die kleinen Leute würden von euren Staufschlägen gar nicht. Aber lügen wir? Können gerne Studie erstellen. Mal, hast du ein bisschen Zeit mitgebracht? Ich hab Zeit. Ma, okay. Wir können bis zum 20. April machen, wenn du willst. Ist ja heute ist Freitag. Wochenendarbeit.

Wir haben angesprochen, wir setzen auf Vermögensbildung. Aber aber was ist das eine? Die Leute leiden aber heutzutage schon hier in den den Großstädten unter den hohen Mietpreisen. Absolut. Immobilienpreise gehen durch die Decke. Ist doch klar, warum? Ja, es gibt zwei Dinge. Das eine ist, die Bauvorschriften dank der Grünen sind so absurd, dass ich nicht mehr so bauen kann, dass ich am Ende zu einem sozialverträglichen Preis vermieten kann. Das heißt, selbst wenn die Grundstücke von der Stadt kostenlos zur Verfügung gestellt werden würden und ich müsste nach den heutigen Bauvorschriften zu den heutigen Preisen bauen, habe ich Quadratmeterpreise kalt, die nicht unter 12 € sind. Das ist nämlich in Dresden passiert. In Dresden gibt's Wohnungsgenossenschaften. Viel müsstest du ja noch kennen als Ost. Kenn die AG, die haben wir noch sehr viele und die haben relativ große Grundstücke, warum? Weil man in der DDR hat man mit sehr viel Zwischenraum gebaut und daraufhin hatte die Stadt die gute Idee, diese Wohnungsgenossenschaften sollen dichten, sie sollen also auf ihrem eigenen Grund neu bauen. Und das wollten sie auch tun. Das Problem ist, die Bauvorschriften und die Baupreise sind so idiotisch mittlerweile, dass dann selbst die neu gebaute Wohnung, damals waren es 10 €, mittlerweile ist es noch mal teurer geworden, ungefähr 12 € kalt Quadratmeter kostet, damit überhaupt keine Entspannung des sozialen der sozialen Frage bringt. Das ist das allererste Thema.

Das zweite ist, es tut mir leid, auch wenn es keiner hören will, wir haben eine Einwanderung nach Deutschland, die ist netto im Jahr 2023 bei 1,1 Millionen Menschen gelegen. Diese Einwanderung erfolgt ganz überwiegend in die Ballungszentren. Das heißt, also es strömen in die Ballungszentren sehr, sehr viele Menschen, die Wohnraum brauchen, aber aufgrund der falschen Baupolitik kann nicht neu gebaut werden. Insofern ist es jetzt ein ganz einfaches Spiel. Die Nachfrage steigt, das Angebot bleibt aber gleich. Es steigt der Preis. Bei 1,1 Millionen muss man muss man nur sagen, es gibt natürlich auch 100.000, die wieder Deutschland verlassen pro Jahr. Es gibt, das ist schon die netto, es sind 2,3 Millionen neu hinzu, also gekommen, um dauerhaft hier zu leben und es sind 1,2 Millionen gegangen. Netto heißt das, wir sind im letzten Jahr 203 um 1,1 Millionen Menschen mehr sind in Leben in Deutschland dauerhaft. Und diese Zuwanderung erfolgt nahzu ausschließlich in die Ballungszentren.

Die Ausländer, die Ausländer sitzen unseren Wohnungen, darum darum steigen die Mieten oder was? Nachfrage erhöht sich, Angebot bleibt gleich. Was heißt das für den Preis? Das ist jetzt, Entschuldigung, das ist Ökonomie, Realschule. Ja, aber heutzutage die Realität ist ja auch, die Wohnung, die Ausländer in Deutschland bekommen, sind meistens nicht die besten. Ja, aber genau, weil sie Ausländer sind? Nein, sie konkurrieren genau mit mit mit mit Menschen, die länger leben, sei Staatsbürger oder länger hier bereits integrierte Ausländer, die sogenannte kleine Leute. Natürlich gibt es keine Konkurrenz um die Luxuswohnung im Grunewald, aber es gibt eben eine Konkurrenz um einfachen Wohnraum. Und dieser einfache Wohnraum kann nicht neu gebaut werden, weil die Baukosten so hoch sind, dass ich keinen einfachen Wohnraum bauen kann. Ich habe also ein gleichbleibendes Angebot an einfachen Wohnraum, aber ich habe eine jedes Jahr massiv steigende Nachfrage. Und entschuldige, steigende Nachfrage bei gleichbleibendem Angebot heißt steigender Mietpreis. Das ist eine Binsenweisheit, über die wir hier sprechen.

Genau, weil es ein Markt ist, weil wir zulassen, dass Wohnraum in privaten Händen zu sein und dann ist natürlich die Marktlogik klar. Genau. Und daran möchtest du festhalten? Ja, selbstverständlich, weil es gibt kein besseres Verteilungssystem von Gütern und Dienstleistungen als den Markt. Hast du nicht gesagt, du bist nicht neoliberal? Ich bin nicht neoliberal, wenn ich sage, das ist eine ur-neoliberale Position zu sagen, also gerade beim Wohnungsmarkt, da auf Privateigentum zu setzen, was ja dazu führt, wie du es ja richtig sagst, mit Nachfrage und Angebot, dass der Preis unweigerlich immer weiter steigen muss. Wenn, wenn nur wenn die Nachfrage steigt und das Angebot nicht gleichzeitig. In einem idealen Markt würde jetzt die Angebotsseite nachziehen. Das heißt, also es würde wie verrückt gebaut werden. Das Problem ist aber, warum wird in Berlin nicht gebaut? Zwei Dinge. Erstens, weil zu viel Regulierung gibt. Hast uns ja gerade schon gesagt, bist für Deregulierung. Es war ja mal eine Bausenatorin der Linken, Frau Lomscher, glaube ich, die hat jedes Neubauprojekt sabotiert. Da sollte z.B. im Ernst-Thälmann-Park, gibt's eine riesen Freifläche, fertig erschlossen, da hätte man locker sozial Wohnungsbau steuerlich unterstützt machen können. Das Problem ist aber, im Ernst-Thälmann-Park wird ganz viel Linkspartei gewählt, weil da wohnen alte SED-Kader und die wollen nicht, dass die Wiese hinter ihren Häusern zugebaut wird. Also hat Frau Lomscher dafür gesorgt, dass da z.B. nicht gebaut wird. Wir haben in Berlin unter den Linken nicht eine Baupolitik, sondern eine Bauverhinderungspolitik gehabt. Das Ergebnis ist natürlich, wenn nicht gebaut wird, aber hier jedes Jahr hunderttausende Leute neu nach Berlin kommen, die Mieten steigen. Aber auch in Bayern, wo die Linken noch nie an der Macht waren und die Grünen in Bayern, steigen sie, weil da natürlich auch Zuzug innerhalb Deutschlands. Na, Bayern ist aber, wenn du du sagst gerade die Bauvorschriften und so weiter angesprochen, dass das Angebot von den Grünen und so weiter kommt. Deine Antwort ist ja, mehr bauen. Ja, aber du geißelst ja die Regulierung und bist für Deregulierung.

Der einzige Chance, um das gebaut wird, also Deregulierung und mehr Markt. Wohnungsmarkt erhalten bleiben. Mehr Baukredite für die Mittelschicht. Und das ist nicht neoliberal. Mehr Baukredite für die für die Mittelschicht mit staatlichen Wirksamkeiten ist garantiert nicht neoliberal, dass der Staat oder staatliche oder ähnliche, wie Genossenschaften und so weiter, die nicht Profit machen müssen, die keine schwarze Null machen müssen, dass die Wohnraum schaffen. Stadtkonzern und privat. Die Genossenschaften sind doch völlig frei, Wohnraum zu schaffen. Noch mal, ich habe das Beispiel Dresden nicht auch Grund gesagt. In Dresden haben wir haben wir einen gedrittelten Markt. Dresden ist immer ein schönes Beispiel, was einigermaßen funktioniert. Ein Drittel des Wohnraums ungefähr haben die Genossenschaften, ein Drittel hat die ehemalige städtische Gesellschaft, die man privatisiert und ein Drittel ist im privaten Streubesitz. Ja, wir haben auch Genossenschaften in Berlin, die müssen aber trotzdem, die müssen aber trotzdem eine schwarze Null schreiben. Das ist ja da wieder bei Markt. Genossenschaften in Dresden sitzen auf extrem hohen Geldvermögen, weil sie abgeschriebenen Wohnungsbestand haben, der bereits saniert ist und damit sie die Mieteinnahmen vereinnahmen. Und diese Genossenschaften wollten, weil sie eine soziale Verantwortung spüren, wollten auf ihren Grundstücken bauen. Genau, was du vor, sie wollten preiswerten Wohnraum bauen, haben fest durchkalkuliert und festgestellt, dass das mit den heutigen, die haben das Geld und die Grundstücke, die hätten die Grundstücke für ein symbolischen Preis in die Bilanz gestellt und sie haben festgestellt, dass es mit den heutigen Baukosten und Bauvorschriften nicht möglich ist.

Dass der Staat, dass der Staat Wohnraum schafft, weil ansonsten die armen Menschen, die kleinen Leute den Gesetzen des Marktes zu befolgen haben, wohl oder übel. Da dagegen bist du. Ich komme ja nun aus der DDR, da gab es genau das, was du vorschlägst. Gab so eine BD. Wir haben auch eine Folge dazu gemacht. Ja, aber das gab's in der DDR, war der Standard. Das Ergebnis war, war sehr, es ist es ist der gute Altbau, Substanz ist verfallen, weil man kein Geld mehr hatte, ihn zu erhalten und die Früchte dieses dieses tollen Wohnungsbaus sind die Problemviertel in den ostdeutschen Großstädten von heute. Zeige mir ein Land der Welt, das mit staatlichen Neubauprojekten irgendwie eine soziale Frage gelöst hat. Die Wahrheit ist, sie haben die soziale Frage vervielfältigt. Wenn ich, ich sitze ja nun in Brüssel, wenn ich da durch die staatlichen Wohnungsbauprojekte der 60er und 70er Jahre gehe, dann bin ich immer froh, wenn ich wieder rauskomme, ohne ausgeraubt zu werden. Fahr mit mit Zug nach Paris, da haben wir ja die Banlieues, da haben wir den französischen staatlichen Wohnungsbau der 60er, 70er und 80er Jahre, da traut sich abends nicht mehr die Polizei rein. Diesen allen Ernstes als Lösung einer sozialen Frage vorzuschlagen, mein lieber Schwan, da muss man aber schon sehr blind für die Realität sein.

Da ist aber die Frage, wenn man auf Deregulierung und den privaten Wohnungsmarkt setzt, dass der die soziale Frage löst, in welcher Realität lebt man dann überhaupt? Nicht, weil ich, weil in der in der absoluten gegebenen Realität, weil ich ja einen ganz wichtigen Aspekt drin habe, auch im Buch, nämlich das Programm für Baukredite mit besseren Zinsen und staatlicher Bürgschaft an junge Familien. Das heißt, bei mir bekommt die junge Familie Zugang zu einem sehr zinsgünstigen Baukredit. Aber ethnisch deutsche Familie sind das dann? Ne, deutsche Staatsangehörige. Ethnisch deutsche, schreibe deutsche Staatsangehörige. Niemand sonst. Ich rede, ich bin Jurist, ich gehe nach Staatsangehörigkeit. Nicht in dein Buch, die Deutsch. Darüber reden wir eh noch. Die die deutschen Staatsangehörigen bekommen bei mir zu Zugang zu staatlich garantierten zinsgünstigen Krediten. Und das führt dazu, dass diese Leute dann selber entscheiden können, was sie sich erwerben und errichten wollen. Dadurch erzeuge ich den den Markt des Bauens, aber so, wie die Leute es gern hätten und wollen, und nicht, wie irgendwelche absurden Stadtplaner es sich vorstellen. Zu besichtigen in Berlin Marzahn, in den Banlieues von Paris oder in den ganzen anderen Elendsghettos der westlichen Welt, die ja zeigen, wohin staatliche Wohnungspolitik führt.

Was hältst du von der Mietpreisbremse, die in der Bevölkerung sehr beliebt ist? Sie führt nur dazu, dass nicht saniert wird. Sie führt dazu, dass Abstandszahlungen geleistet werden. Sie erzeugt einen Schwarzmarkt. Sie wird scheitern. Sondern sie sie führt zu einer massiven Verzerrung der Wohnungssituation. Wohnen ja nicht in Berlin, aber wir hatten das in Berlin und gerade kleine Leute haben von einer Mietpreisbremse profitiert, nur die, die bereits an der Wohnung haben. Aber sie verzerrt den Wohnungsmarkt und verhindert Neuvermietung und ist im übrigen verfassungswidrig. Wie gesagt, tut mir leid, ich ich bezeichne mich z.B. nicht als Verfassungspatriot, aber ich lege Wert darauf, dass das, was wir tun, im Rahmen von Recht und Gesetz stattfindet. Sie war verfassungswidrig in dem Sinne, dass das Land Berlin sie nicht hätte einführen dürfen, sondern hätte bundesweit machen müssen. Das könnte die AFD ja machen. Machen wir aber nicht.

Ja, ich war auch noch interessant in deinem Buch, da schreibst du, also du wolltest auch was gegen die Landflucht tun. Und du stellst dir Wohnprojekte aus 30 bis 40 Familien vor, die ein Zitat gemeinsames Leben aus Tradition und Natur führen. Warum ist das keine Hippie-Kommune dann? Es ist es ist halt Hippie von rechts. Was heißt das? Ich find das, ich finde solche. Ich glaube, wir müssen den Mut haben. Wir sind in gewisser Weise am Ende auch der sehr stark konsumorientierten, hedonistischen Zeit angekommen. Die Geburtenrate verfällt. Wir kriegen unsere sozialen Probleme nicht in Griff. Das heißt, wir müssen offen sein für neue Ideen. Und ich glaube, dass auch eine große Sehnsucht nach einem Leben da ist, nicht bei der Mehrheit, aber doch bei einer ausreichend starken, avantgardistischen Minderheit, andere Wege zu versuchen. Und wir haben in Deutschland gerade im ländlichen Raum Dörfer mit großem Leerstand. Und wenn da neues Leben einzieht, ist es befruchtend. Und ein Beispiel. Wir haben, wir haben das in einem Dorf in der Nähe von von von Jena. Mhm. Der ist vor kurzem ist da eine Familie hingezogen mit vier Kindern und der Mann hat als erstes einen Karnevalsverein und ein Feuerwehrverein gegründet. Gab's da nicht? Mittlerweile ist das ansteckend. Es gibt, es ziehen Familien nach und es gibt auch, man hat wieder Mut zu Kindern, weil man sich untereinander bei der Betreuung hilft und man man man reicht die Babys weiter und so oft. Das heißt, also aus solchen sehr kleinen Kernen können Dynamiken entstehen. Und das ist etwas. Ich hatte letzte Woche oder diese Woche hatte ich ein Mittagessen mit einem mit einem Kardinal. Also es gibt schon noch Kirchenvertreter, die mit mir reden. Und Namen, ich nenne jetzt nicht, weil dann ist er dran. Aber da kommt ja von den Pios Leuten. Nee, nee, nee, ein richtiger Kardinal. Also die Pios hat nur Bischöfe. Okay. Und die Frage war eben, was kann man tun, dass das Christentum in Deutschland verschwindet? Und ich habe gesagt, Eminenz, suchen Sie sich ein Dorf raus mit großem Leerstand, kaufen Sie diese Häuser und bieten Sie die jungen Familien zur Erbpacht zu vergünstigten Preisen an. Und dann schicken Sie in dieses Dorf drei charismatische Priester und sorgen Sie dafür, dass die Grundschule aufgemacht wird. Und ich verspreche Ihnen, Sie werden Leuchttürme schaffen und das wird an das wird sich weiter verbreiten. Das heißt, also gerade, weil wir in vielerlei Hinsicht in Sackgassen gelandet sind, müssen wir den Mut haben für neue, mutige, alternative Projekte. Und ich glaube, dass zur Zeit nicht mehr, eben in den 60ern kam die alternativen mutigen Projekte von links, aber links ist heute total langweilig, staatstragend und und deshalb müssen die neuen mutigen alternativen Projekte heute von rechts kommen.

Kommen zur Pflege. Wir haben Pflegenotstand in Deutschland. Das wirst du anerkennen. Das ist ohne Frage so, dass es zu wenige Pflegerinnen und Pfleger gibt. Es gibt zu wenig. Wir haben ja offen. Oder gibt zu viele Leute, die gepflegt werden müssen. Was ist das Problem? Na ja, wir haben deshalb so viele Leute, die gepflegt werden müssen, weil es eben in den Familien nicht mehr richtig funktioniert, weil auch die Familienverbände schwächer geworden sind. Insofern ist klar, wir haben sehr viele Menschen, die gepflegt werden müssen. Und da kann man lange darüber reden, warum das so ist. Es ist einfach so. Und in der Tat, diese Pflege ist sehr teuer und es fehlt am Personal. Du willst, wenn wir gleich noch besprechen, dass das Ausländer Deutschland verlassen. Es gibt einen großen Ausländeranteil unter den Pflegenden, die doch gar nicht verlassen sollen. 80 % der Pflegekräfte sind Frauen. Immer in deinem Wahlprogramm hier steht drinne: Zu Ärzten, Therapeuten, Apothekern oder Pflegekräften, die sprachliche Defizite aufweisen, kann weder Vertrauen aufgebaut werden, noch können Missverständnisse im Behandlungsablauf ausgeschlossen werden. Die Schlussfolgerung: Lasst sie weg? Nein, das ist es gibt keine Schlussfolgerung, es ist nur eine Beschreibung. Der Satz ist eine Beschreibung, ist deskriptiv, er ist nicht, er ist nicht. Ja, aber denk das doch mal zu Ende. Wenn Ärzte, Therapeuten, Apotheker und Pflegekräfte, die wir hier hunderttausendfach haben, die uns unser System am Laufen halten, die aber tatsächlich sprachliche Defizite haben, haben sie ja zu dem man da sagt, ihr zu den kann man kein Vertrauen aufbauen. Das ist doch das ist doch eine reine eine reine Beschreibung. Denkt das mal zu Ende. Ne, ich denke nicht zu Ende. Ich sag, es ist eine Beschreibung. Es ist eine Zustandsbeschreibung. Die Zustandsbeschreibung ist unbestreitbar. Was folgt denn aus dieser angeblichen Zustandsbeschreibung? Unter Umständen, dass man vielleicht dafür sorgen soll, dass diese Leute Sprachkurse bekommen? Du musst nicht raus. Jemand, der hier in Deutschland ist und einen Job hat, ist muss nicht raus. Aber am liebsten wäre das schon. Nein, ne, natürlich nicht. Was mit den, was mit den ganzen Frauen, die Pflegekräfte sind? Was soll mit den Frauen sein? Das ist eine harte Arbeit. Da kann ja sein, dass die dann andere andere Jobs besser machen müssten. Keine Ahnung. Du bist auch fürs Kinderkriegen und so weiter. Man kann ja nicht Kind kriegen und gleichzeitig noch pflegen. Also diesen Connex habe ich noch nie gezogen und sehe ihn auch nicht.

Was wollt ihr dann beim Pflegenotstand tun, konkret? Wenn ihr jetzt die großen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund, die unsere Alten pflegen und Ausländer, die unsere Alten pflegen, angeblich nicht raus haben wollt, der Pflegenotstand ist ja trotzdem da. Was tut ihr dagegen? Der Pflegenotstand ist da. Es gibt auch andere Notstände. Wir wir glauben tatsächlich, dass wir in den nächsten Jahren am Arbeitsmarkt sehr, sehr große Verwerfungen erleben werden, weil durch die durch die Einführung der künstlichen Intelligenz in den Arbeitsmarkt wird es z wird es in sehr, sehr vielen Berufsfeldern wird es zum Abbau von Arbeitsplätzen kommen. Also die die die Arbeitsplätze, gerade in Bürojobs etc. etc. werden im großen WD ein signifikanter Anteil wird entfallen in den nächsten 10 Jahren. Das heißt, es geht darum, dass wir in Zukunft den den knappen Faktor Arbeit, den wir in Deutschland haben, dass wir bereits zu Anfang bei der Berufswahl, bei der Ausbildung dafür sorgen, dass eben in die Jobs qualifizierte, fähige Leute kommen, die auch noch gebraucht werden und nicht, dass wir jetzt irgendwas ausbilden, was absehbar in 5 oder 10 Jahren einem Computer zum Opfer fällt. Also, wir brauchen stand jetzt 100.000 Pflegekräfte in Deutschland, damit unser Pflegenotstand. Auch wir werden auch demnächst 100.000 Arbeitslose haben in anderen Bereichen, weil aufgrund der technischen Revolution sehr, sehr viele Arbeitsplätze wegfallen. Ja, aber wie, ich habe jetzt nicht verstanden, wie der Pflegenotstand überwunden wird durch euch? Durch die Umschichtung der in Zukunft entstehenden Arbeitslosen in die Pflege. Zweitens, indem da womöglich ebenfalls rationalisiert und technisiert wird. Also es ist ja gerade, äh, den nächsten Jahrzehnten werden wahrscheinlich werden überhaupt durch KI die Jobs, die so Bullshit Jobs, genau, äh, die von den kleinen Leuten, die euch wählen sollen, gemacht wird und die sollen. Nein, ersetzt werden nicht die, die ersetzt werden, werden Bürojobs. Es werden White-Collar-Jobs ersetzt. Es werden nicht Blue-Collar-Jobs ersetzt. Das ist nicht wahr. Nicht, also der Handwerker, der hier kommt und dir da hier die Neonröhre austauscht, der bleibt, der wird nicht vom Roboter ersetzt. Ersetzt wird z.B. die Frau, die Frau an der Marktkasse an der Supermarktkasse. Schon, das wird das passiert doch jetzt schon. Ja, mag sein, aber es wird ersetzt, der der Sachbearbeiter, der in der Schadensregulierung der Versicherung. Es wird unter Umständen der Jurist, Zivilrechtliche Fälle machen. Erner pflegen. Das hast du ja gerade gesagt. Diese Leute, die jetzt hochqualifizierte White-Collar-Jobs haben, werden im großen Stil ersetzt werden. Und in der Tat, e, die dauerhaft Arbeitslosen. Ich glaube, dass die Pflege ein ehrbarer Beruf ist. Bin gespannt, ob deine deine Wähler das wissen, dass sie dann, wenn sie einen Job wegen KI verlieren, dann pflegen müssen. Findest du, findest du Pflege so unanständig? Nein, aber ich kann mir vorstellen, dass manche andere Zukunftsplanung haben. Kann sie ja sein. Müssen ja arbeiten. Kann ja sein. Sie müssen aber einen Job annehmen. Das hatten wir ja erst. Wir wollen ja nicht, dass die Leute dauerhaft von staatlichen Zuwendungen leben. Wir reden von Kombilöhnen. Wir möchten, dass Leute arbeiten. Und die Frage ist, welche Arbeitskräfte gibt es in 10 Jahren noch? Und es wird eben in 10 Jahren immer noch sehr viel Pflegekräfte geben. Es wird Handwerker geben. Es wird Mensch, es wird es wird den den den Schaffner im Zug geben, aber nicht mehr den Lokführer. Der Lokführer, das ist ja das, wo wir hinkommen. Und von daher werden wir sehen, dass sehr, sehr viele Berufe, für die heute auch noch ausgebildet wird, werden wegfallen. Und es werden aber Berufe, wo zurzeit Knappheit ist, Handwerk, Pflege, Dienstleistung am Menschen, die werden bleiben. Und wir müssen einfach mal anfangen, dass wir die Prognosen, wie viel Kräfte, wie viel Arbeitskräfte in der Zukunft fehlen, abgleichen mit den Prognosen, welche Jobs von KI betroffen sein werden. Wenn wir das miteinander abgleichen, werden wir feststellen, dass wir zurzeit weniger an einem absoluten Mangel an

Arbeit leiden als viel mehr einer gravierenden Fehlallokation von möglicher Arbeitskraft. Dann kommt ja noch zu, dass am Ende des Jahrzehnts die ganzen Babyboomer in Rente gehen. In Rente gehen, das heißt, noch mehr Arbeitskräfte fehlen uns und noch mehr Leistungsbezieher ins Rentensystem einfließen.

Mm, die sollen nicht durch Fachkräfte und Menschen aus dem Ausland ersetzt werden. Wir haben seit 2. Schau, wir müssen unterscheiden. Reden wir über eine fiktive ideale Einwanderung oder reden wir über die reale Einwanderung, die wir seit 2015 haben? Wir haben seit 2015 eine reale Einwanderung und diese reale Einwanderung ist ökonomisch. Da verweise ich jetzt auf Herrn Raffelshüschen, der das untersucht hat, ein des Sason, und auch Herr Fratzscher, der immer der Regierung zujubelt hat, 2015 gesagt: "In 5 Jahren, wenn die Leute, die jetzt reinkommen, die Rentner, die Renten der heutigen Rentner bezahlen." Das ist ein Witz. Diese Leute sind zu über 50, über pardon, über 50% der deutschen Bürgergeldempfänger sind Ausländer. Die Zahlen überhaupt nicht. Eine Einwanderung, die wir haben, hilft nicht gegen Fachkräfte.

Also, Fakt ist, habe ich mir extra rausgeschrieben, dass die Geflüchteten, die 2015, 2016 hergekommen sind, in der Mehrheit mittlerweile Fachkräfte in diesem Land sind und Steuer sind Fachkräfte. Sie arbeiten. Und dann musst du zwei Unterscheid machen. Nein, das sind keine Fachkräfte. Das kann man leicht nach. Darauf verweise ich. Das stimmt nicht, was du gesagt hast. Worum es doch geht, ist doch eins: A, eine Mehrheit hast du auch mit 55%. Punkt 1. Punkt 2, du musst eine Unterscheidung machen nach den Herkunftsländern, dann sieht das ganze schon sehr differenziert aus. Und Punkt 3, dass sie arbeiten, ist das eine. Es gibt auch noch einen zweiten Aspekt. Auch wenn du arbeitest, nimmst du ja öffentliche Infrastruktur in Anspruch: Straßen, Schulen, Gesundheitswesen, öffentlichen Personennahverkehr. Das heißt also, es reicht ja nicht nur aus zu arbeiten, sondern du musst auch so arbeiten, dass dass du so viel Steuern abdrückst, dass du zumindest deinen Anteil an der öffentlichen Infrastruktur übernimmst. Darauf hat hingewiesen Professor Sinn, den ich für ein sehr soliden Ökonomen halte. Und wenn du das als Maßstab nimmst, also wer erwirtschaftet so viel Geld, dass er seinen Anteil an den Kosten der öffentlichen Infrastruktur mit übernimmt, es tut mir leid, dann liegen wir in einem Bereich, der so marginal ist, dass es beschämend ist.

Schau dir die Zahlen liegen da. Diese Einwanderung, die reale Einwanderung, ich sage nicht, dass es eine ideale Einwanderung geben kann, die wunderbar funktioniert. Das ist möglich. Aber die reale Einwanderung, die wir haben seit 2015, ist ein ökonomisches Disaster. Es gibt genug Studien. Ich habe jetzt nicht genau nachgezählt, die aufzeigen, dass die Zuwanderung der letzten 10 Jahre sogar der Volkswirtschaft geholfen hat, noch mehr Wachstum. Also er se, die ist von Fratzscher, aber der liegt immer daneben. Aber seriöse Ökonomen, die das behaupten, die Studie möchte ich sehen, die diskutiere ich mit dir. Das kann nur auf grobfalschen Zahlen basieren. Ich verweise auf Professor Hans-Werner Sinn. Gut. Und ich verweise, man muss einfach nur googeln, gibt dann kommen hunderte Studien dazu. Wirtschaftswachstum Deutschland. Eine Flasche Champagner, dass du keine hunderte Studien dazu findest. Ich glaube, die Lage ist eindeutig.

Apropos eindeutig: Klimawandel. Dass der von Menschen gemacht ist, leugnest du, richtig? Ich sage, es gibt einen Klimawandel und es gibt aller Voraussicht nach einen menschlichen Anteil. Die Frage ist, ist der 10 oder 90%? Und großer wissenschaftlicher Streit. Nein. Doch, ich bin eigentlich nach Princeton geflogen und habe mich mit einem Physiker dazu unterhalten. Physiker? Ja, Physiker, der sich seit Jahrzehnten mit Klimawandel beschäftigt. Und also, ich glaube, wenn ich mir das in Princeton erklären lasse, da bin ich dann doch ein ein Education Snob und stehe auf Ivy League. Also, ein Princeton-Physiker ist für mich eine andere Autorität als irgend so ein Klimalobbyist. Ein Physiker. Ich unterhalte mich mit anderen, aber ich habe mir natürlich erstmal einen ausgesucht, von dem ich wusste, dass er jahrzehntelange Forschung, Jahrzehntausende, der forscht auch. Die Frage ist, wie hoch ist der Anteil? Es gibt zur Frage, wie hoch der menschliche Anteil ist, gibt es keinen wissenschaftlichen Konsens. Ist falsch. Der Konsens ist aber, dass der Klimawandel, den wir jetzt erleben, seit 150 Jahren, seit dem Industriezeitalter, ne, seitdem wir CO2 in die Luft, dass einen menschlichen Anteil gibt. Aber nicht wie hoch der ist. Das ist der ist ganz klar dadurch gekennzeichnet, dass durch durch uns Menschen kommen. Das ist kein Konsens. Nein, den gibt's nicht. Den gibt's vielleicht in dem in dem in der Vorstellung, in der rosaroten Vorstellungswelt von Marie-Luise Neubauer oder Maria Luise Neubauer, aber den gibt es nicht unter seriösen Wissenschaftlern. Wolltest, wie gesagt, freundlich bleiben, respektvoll und okay, der Punkt geht an dich. Also, es gibt diesen Konsens nicht. Es gibt einen Konsens, dass es ein Klimawandel gibt. Es gibt einen Konsens, dass es zu diesem Klimawandel einen menschlichen Anteil gibt. Es gibt keinen Konsens, ob dieser Anteil 90 oder 10% oder irgendwas in der Mitte ist. Darüber kann man streiten, darüber wird gestritten. Und wie gesagt, um mich da auf den Stand bringen zu lassen und da ich jetzt nicht irgendwelchen Lobbyisten glauben wollte, bin ich nach Princeton geflogen. Du brauchst doch kein Lobbyisten glauben, sondern einfach nur der Wissenschaft oder oder oder Unternehmen und so weiter. Und das ist eine objektive Wahrheit. Die Wissenschaft gibt es nicht. Den anderenfalls hätte ja Kopernikus auch unrecht gehabt, den er hat auch gegen die Wissenschaft seiner Zeit argumentiert. Es gibt nicht die Wissenschaft, sondern es gibt in jeder anständigen Wissenschaft, aber aber Maxim. Es gibt die objektive Wahrheit, dass der Klimawandel durch durch uns Menschen, zu welchem Anteil, zu 99%? Gut, diese Wahrheit gibt es nicht. Nein, gibt's nicht. Selbst übrigens, dass der zu 99% menschlich ist und das also ein Vulkanausbruch, die Sonnenleistung, dass die weniger als ein oder 2% Anteil haben, da gehe ich soweit zu behaupten, dass es einen wissenschaftlichen Konsens gibt, dass das nicht stimmt. Aber das recherchiere ich und schickst dir gern zu. Du erkennst aber an, dass ein Klimawandel geht? Selbstverständlich. Warum wollt ihr denn da nichts dagegen machen? Weil wir glauben, dass wir gegen den Klimawandel oder weil ich der festen Überzeugung bin, dass die Vorstellung, dass Deutschland imstande sei, die durchschnittliche Welttemperatur in 100 Jahren auf 1,5 Grad genau zu justieren, eine absolute Hybris ist. Das bewegt sich auf dem Niveau eines Regentanzes. Wir könnten das anderen Staaten. Nein, in eurem Bund europäischer Nationen. Aber wir tun es zurzeit alleine. Weil wenn wir, wir schaffen unsere Kohlekraftwerke ab, aber in Indien und in China werden eine höhere Anzahl an Kohlekraftwerken errichtet. Sind die Chinesen nicht bekloppt, wenn sie die mit weitaus meist, mit großem Abstand, die meisten Solar- und Windräder aufstellen? Nein, sind sie nicht, weil sie dadurch einen industriellen Vorsprung erreicht haben und mittlerweile den Solarpanelmarkt der ganzen Welt dominieren. Und den industriellen Vorsprung, den brauchen wir hier nicht. Den hätten wir gebraucht, aber den haben wir ja selbst. Den haben wir ja selbst aufgegeben. Aber du bist doch gegen Solar? Ich finde, das ist eine furchtbare Landschaftszerstörung. Aber Tatsache ist, dass die Chinesen den Markt erkannt haben und mittlerweile vor allen Dingen ihre Solarpanels natürlich exportieren, weil sie sich einen Vorteil erkauft haben. War, warum bist du denn gegen die deutsche Solarindustrie? Ich war nicht gegen die deutsche Solarindustrie. Mittlerweile ist sie halt tot, weil unter anderem die AFD den Leuten das Solar und Windkraft. Die AFD in irgendeiner Form kein Klimawandel? Weil wir gegen den Klimawandel nichts machen können und den auch nichts machen brauchen. Wir können sehr wohl was machen. Wir können uns zunächst einmal überlegen, indem wir eine Klimafolgenforschung machen und sagen, welche sind die sind die wahrscheinlichsten Szenarien, von denen wir ausgehen, was der Klimawandel bei uns auswirkt. Und dann können wir sagen, wie können wir uns z.B. darauf einstellen? Mm. Man kann ja auch mal überlegen, dass man ein Teil der Klimafolgen einfach einplant und sagt, wir haben so viel Technik und wir sind so wohlhabend, unsere Industrie funktioniert, dass wir Vorkehrungen treffen für das, was der Klimawandel bringen wird. Also nehmen wir ein Beispiel: Sehr, sehr viele Deutsche lieben es mittlerweile in Dubai Urlaub zu machen. Das ist an sich klimatisch, mhm, ein ziemlich heftiger Ort. Es ist nämlich Wüste. Man hat es aber mit Intelligenz, Innovation, Technik und Geld geschafft, aus einem Wüstenort einen global akzeptierten Urlaubs- und Wissenschaftsstandort zu machen, Wirtschaftsstandort zu machen. Das heißt, es ist also offenbar möglich, dass man, dass man sich auf veränderte Klimabedingungen einstellt. Wir aber erklären: Nein, wir müssen unseren Wohlstand aufgeben, wir müssen unsere Autoindustrie aufgeben, wir müssen, wir müssen unsere Art zu leben aufgeben. Das wird aber behauptet, das alles müssen wir. Wir müssen sogar teilweise unsere Demokratie aufgeben, weil es halt keine, wegen Leuten wie mir, keine Mehrheit gibt, das alles umzusetzen. Damit sagt, wer sagt diese Sa? Na, jetzt darf ich aber mal Luisa Neubauer zitieren. Die sagt, wir sollen unsere Demokratie aufgeben. Die sagt, dass man gewisse Entscheidungen zum Klimawandel nicht demokratisch abstimmen muss, sondern dass wir dazu eine, dass die Wissenschaft und eine Expertenrunde da einfach sagen muss und dass es dann nicht möglich sein soll, dass hier eine Mehrheitsentscheidung dagegen ist, weil es mittlerweile geht es ja soweit, dass das Verfassungsgerichten geklagt wird auf einen Anspruch auf Klimaschutz, selbst wenn die Mehrheit der Menschen und wenn die Parlamente dagegen stimmen. Gibt's Urteile aktuell aus Holland und aus der Schweiz. Du kennst aber das Grundgesetz, das auch der Schutz zukünftiger Generationen garantiert sein muss. Nicht einklagbar? Doch, genau das hat das Verfassungsgericht. Nein, das Verfassungsgericht hat beim Klimaschutz gesagt, jetzt gesagt, dass Einschränkungen dann möglich sind, wenn der konkrete Nutzen nachgewiesen ist. Aber es ist nicht so, dass wenn jetzt eine AFD-geführte Bundesregierung sich für eine andere Klimapolitik entschiede, nämlich eine Klimapolitik, keine, eine andere, dass dann ein ein einklagbarer Anspruch entstünde aus so einer Art Luisa Neubauer Klimapolitik. Das ist nicht der Fall. Wie gesagt, die Artikel des Grundgesetzes, die Grundrechte, könnt ihr nicht ändern. Bzw. das ist aber nur eine Statzzielbestimmung. Artikel 20 ist kein Grundrecht. Nee, ich habe jetzt nicht auf Artikel 20 bezogen, aber die Verantwortung für die. Natürlich ist kein Grundrecht. Artikel 20A ist eine Statzzielbestimmung. In jedem Grundgesetzkommentar steht drin, dass der nicht einklagbar ist. Mm. Dass Luisa Neubauer das gesagt hat, bezweifle ich. Und dass sie irgendwelche politische Macht hat. Äh, sie hat aber eine, sie hat eine öffentliche Macht, sie hat eine diskursive Macht. Mm. Wir werden also belogen von allen im Klimawandel. Also, noch mal, dass das 99% des heutigen Klimawandels menschlich verursacht ist, das war deine These. Das halte ich für eine These. Das ist Wissenschaft. Gut, da we agree to disagree. Und ich zeige dir nach, dass es keinen Konsens über diese Zahl gibt, 99 oder 98%. Das ist eine relativ leichte Übung. Und die Frage, wie wir mit dem Klimawandel, den wir haben, umgehen, ist eine politische Frage, die demokratisch entschieden werden muss. Wir sagen: Abschaffung des Wohlstands, Abschaffung der Autoindustrie, Abschaffung der Art und Weise, wie wir leben, in der vagen Hoffnung, dass das das Klima beeindruckt, halten wir für falsch. Schwerpunkt Klimafolgenforschung und Reaktion auf die erwartbaren Klimawandelfolgen. Das ist der Weg, den wir gehen, und ich glaube, dass wir dafür auch eine Mehrheit finden werden. Und in der AFD-Regierung würde die Autoindustrie einfach weiter Verbrenner bauen lassen? Ja, natürlich. Die dann weltweit gar nicht mehr gefragt werden. Wagen. In Deutschland wird kein Mensch kauft ein Elektroauto. In Deutschland, doch, immer mehr. Nee, letztes Jahr, letztes Jahr war neu, neuer Rekord. Und das, deshalb haben auch alle Mietwagenfirmen mittlerweile mehr und mehr die Verbrenner rausgenommen, weil sie sagen, es rentiert sich nicht. Es gibt keine Nachfrage. Warum, warum sind die anderen Autohersteller auf der Welt anders als die Deutschen so dumm, sich auf Elektroautos zu setzen? Sie sind nicht dumm. In Ü. Das tun sie. Das kannst du nicht leugnen. Das tun die Chinesen. Haben es getan. Chinesen, die Japaner. Die Japaner, also Toyota ist erst, hat erst jetzt den ersten Elektro, weil sie lange auf Hybrid gesetzt haben. Sind die so dumm? Nein, die richten sich natürlich nach der Regulierung. Die politische Regulierung geht voran. Ach so, und daraufhin wissen die Leute, wenn wenn wenn ich als Automanager weiß, ich kriege in der EU ab 2035 keinen Verbrenner mehr zugelassen, ja, dann dann wäre ich doch jetzt keine neue Verbrennerfabrik bauen, sondern dann versuche ich, mein mein meine Haut zu retten, indem ich ein, indem ich ein Elektromodell auf dem Markt bringe. Aber das Verbrennerverbot will doch jetzt nicht nur die AFD kassieren? Also, selbst die CDU, Europäische Volkspartei, hat in ihrem Europamanifest erklärt, sie will aus dem Verbrennerverbot raus. Also, ich, ich muss mich jetzt hier nicht kritisieren lassen, weil die CDU, CSU oder die Europäische Volkspartei, wie sie auf europäischer Ebene heißt, jetzt mit ein paar Jahren Verspätung erkannt hat, dass wir recht gehabt haben. Wir reden ja nicht über die europäische CDU, sondern über euch. Und wir wollen das auch. Wir wollen weiter Verbrennermotor und wir finden die ökologisch und auch unter Klimaschutzgesichtspunkten gut. Ein moderner Verbrenner verbraucht 5, 6 Liter pro 100 km. Es gibt Untersuchungen über die CO2-Gesamtbilanz eines Elektroautos unter Berücksichtigung der seltenen Erden, der Rohstoffe für die Batterien und so weiter. Danach ist ein Elektroauto in der Gesamtschau erst, ich glaube, ab einer Laufleistung von weit über 100.000 km unter CO2-Gesichtspunkten besser als ein Verbrenner. Und von daher ist dieser angebliche CO2-Vorteil des Elektroautos, das ist doch sehr stark zu hinterfragen. Lass wir mal so stehen.

Kommen wir mal zur Familie. Euch ist ja auch in der Familie im Europawahlprogramm allgemein in eurer Partei sehr wichtig. Familie ist uns wichtig. Erklär doch mal unserem naiven Publikum deine ideale Vorstellung von einer Familie. Das ist dein traditionelles Familienmodell, na? Eine Familie ist, wo es Leben weitergegeben wird und zwar nicht nur das Leben, sondern auch die Tradition, die Erziehung, die Wertvorstellung. Insofern ist eine Familie immer gebaut um mm die die Weitergabe der Tradition und der Generation, vor allen Dingen. Insofern ist die Kernfamilie natürlich da, man ja, um ein Kind zu bekommen, eine Mama, ein Papa braucht, ist die Kernfamilie natürlich gebaut um die um die Kernzelle Mama, Papa, Kind, im Idealfall. Wir wissen, dass das nicht mehr der Fall ist, immer weniger, aber das ist erstmal der Idealfall. Man hat ein Idealfall und weiß, die Realität weicht halt davon ab. Aber das ist etwas, was wir wünschen. Aber sie ist nicht damit beschränkt, sondern da gibt's auch noch die Großeltern, die vielleicht helfen bei der Kindererziehung oder beim Märchen vorlesen. Dann gibt's vielleicht noch die Tante, die selbst keine Familie hat, aber die man trotzdem immer einlädt und einbindet. Das heißt also, es gibt eine Kernfamilie und es gibt eine weitere Familie, wo dann die anderen Verwandten dazu gehört. Das ist die Familie, und in dieser Familie spendet man sich gegenseitig Solidarität, man passt auf sich auf und man sorgt dafür, dass es eben nicht abreißt und dass immer wieder neue Generation gibt. Das ist stark vereinfacht unser Familienkonzept. Aber deine deine Vorstellung von Familie ist Mutter, Vater, die dann Kinder machen, machen. Klingt furchtbar. Haben wir, haben die haben dann Kinder, erziehen sie, haben sie, lieben sie und untereinander spendet man sich Solidarität. Das ist dies Ideal, um das herum alles aufgebaut. Jetzt haben wir aber in Deutschland andere Realität. Absolut. Auch homosexuell Eltern Kinder haben oder adoptieren können. Gut, da sollten wir immer schauen, um wie viel es ist. Es sind sehr wenige. Gibt es wunderbar. Wir haben Patchwork-Familien, sehr viele. Was hast du für eine? Ich bin verwitwet und bin jetzt mit meiner und hab jetzt. Du hast acht Kinder von drei Frauen, habe ich gesehen. Genau. Also, ich bin verwitwet und habe zwei Kinder mit meiner Partnerin plus ja, zwei Kinder aus einer geschiedenen Beziehung. Ich muss also zugeben, es gibt ein Ideal und ich bin dem Ideal nicht gerecht geworden. Was würde dann bedeuten? Also, wenn ihr euer Art von Familienmodell beschließen würdet? Wieso beschließen? Das kann man nicht beschließen. Das ist ein kulturelles Leitmodell. Das kannst du nicht staatlich beschließen. Ihr wart ja dagegen, dass Homosexuelle Eltern adoptieren können, dass sie Eltern sein können, dass es zwei Mütter gibt, dass zwei Väter gibt. Da seid ihr dagegen. Was, was würde? Würde erstmal immer eine Mutter und ein. Also, rein fangen wir ganz nüchtern an. Jedes Kind hat nun einmal Mutter und ein Vater. Rein genetisch. Oder ja, gut, daraus ergibt sich ja nach dem schönen Satz, dass gelegentlich auch mal aus dem Sein ein Sollen folgt, ergibt sich ja erstmal eine eine Grundidee. Und dann gibt es zu jeder Grundidee aufgrund gesellschaftlicher Umstände aus denen, die da sind, ohne Frage. Aber wogegen wir uns wehren, ist, dass so getan wird, als da gäbe es nicht mehr Regel und Ausnahme, sondern irgendwie so alles Regel. Es gibt eine Regel, ein Ideal, und dann gibt es Ausnahmen. Und die Regel ist aber Mutter, Vater, Kind. Das Ideal. Das ist das hohe Ideal auf auf dem Berg, nicht der Shining City upon the Hill. Das ist die Regel. Das ist das das Ziel. Und dann wissen wir aber, die aus ausnahmslos soll nicht geben. Doch, natürlich, die gibt es. Die sind da. Wir leben in einer Plur. Das heißt, die heutigen homosexuellen Eltern, die Kinder haben, müssen bleiben. Homosexuelle Eltern, die Kinder haben, die werden, die müssen die Kinder nicht weg. Selbstverständlich nicht. Ihr würdet auch das Adoptionsrecht nicht ändern? Wer adoptiert hat, hat adoptiert. Mm. Wir ändern doch nicht, was fertig ist. Wir sagen nur für die Zukunft möchten wir eine verstärkte Wertschätzung, unter anderem eben durch meine erst schon angesprochenen wunderbaren Baukredite, wo wir sagen, wenn ihr Kinder habt, macht ein Bau-Kredit. Ja. Du sprichst oft in deinem Buch von Wertschätzung. Wertschätzung der Mutterschaft z.B. Wertschätzung der Mutterschaft. Du propagierst also auch eine klare Trennung der Geschlechterrollen? Na, keine Trennung, aber eine eine eine eine Unterscheidung. Ja, genau. Erklärt das mal. Also, ein Mann und eine Frau, was ist da die Unterscheidung in der Familie? Ich denke, Partnerschaft. Also, ich glaube nicht, dass dass oder schauen wir uns mal den Anteil der Frauen bei den ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen. Der ist ja eher niedrig. Es gibt ja keinen Zwang, der sagt, eine Frau darf kein Ingenieur werden, sondern es ist eine freie Wahl und viele Frauen sagen, wir wollen kein Ingenieur werden. Das interessante an Ingenieurwissenschaften. Das interessante an den ist auch, dass die der IQ der durchschnittliche von Frauen niedriger ist. Interessante an den, das interessante an den anders verteilt ist er. Der durchschnittliche ist eben nicht niedriger, ist nur anders verteilt. Aber ist ein anderer Punkt. Das interessante an den, das interessante Männer sind hochbegabt als Frauen, hast du gesagt. Das interessante an den inwissenschaftlichen Studiengängen besteht darin, dass er gerade z.B. in Schweden unheimlich feministisch, unheimlich frei, der Anteil der Frauen in den ingenieurwissenschaftlichen Studien gegen eher niedrig. In Indien. Ich, ich möchte dich darauf hinweisen. Meine Frage war, welche Rolle hat der Mann in einer Partnerschaft und welche Rolle hat eine Frau? Das entscheidet sich in jeder Partnerschaft individuell. Sag, sagst du aber selbst nicht. Du, du, du hast in deinem Buch. Aber es gibt eine, es gibt eben, es wird einfach aufgrund der Tatsache, dass wir wahre Wahlfreiheit wollen, dass wir Frauen nichts vorschreiben, wird es am Ende dazu kommen, dass Frauen z.B. wenn sie Kinder haben, erstmal ein Jahr zu Hause bleiben, in der Regel. Das wird der Normalfall sein. Sie werden einfach sich dafür mehr verantwortlich fühlen. Das heißt aber nicht, dass das so sein muss. Das heißt, dass das, wir in irgendeiner Form durchsetzen, sondern wir möchten einfach, dass jeder entsprechend dem, was er für richtig hält und zwar ohne, dass man ihm vorschreibt, seine Beziehung nach seinen Vorstellungen regeln kann. Aber charakterisiere mal den Mann und dann die Frau, weil das hast du oft genug getan. Genau. Also, ich glaube, dass dass Frauen z.B. die sehr oft immer Ausnahmen empathisch sind, dass sie streitschlichten können, dass sie imstande sind, komplizierte Sachverhalte eher intuitiv aufzunehmen, anstatt zu übertheoretisieren, dass sie einen einen Sinn haben für Harmonie und mehr als Männer, die oft ein bisschen rumzoffen. Dass sie imstande sind, Heimat zu schaffen und Wohlbefinden. Und das Männer eine Tendenz dazu haben, eben Dinge oft auszudiskutieren, kontroverser sind, konfrontativer sind und da ein bisschen die Empathie fehlt. Das würde ich sagen, lässt sich auch aus aus den Studien, die ich kenne, so als typisch mit den üblichen Abweichungen ableiten. Du hast es ja quasi gesagt, in Kurzform habe ich mir aufgeschrieben. Für dich ist der Mann jemand, der dominant und gefühlskalt ist? Nein, das habe ich nie gesagt. Du hast gerade selbst gesagt, die Empathie fehlt da. Dominant und gefühlskalt sind Worte, die ich nie gesagt habe. Und eine Frau hat für dich erstmal eine Aufgabe, dass sie gebärt? Hab ich auch nicht gesagt. Ich habe gesagt, es ist eine Aufgabe neben anderen und es ist eine eine wichtige Aufgabe und sie gehört, wenn wir über Frauen sprechen, gehört die Mutterschaft sicherlich dazu, dass man sie erwähnt und wertschätzt. Aber von dominantem, gefühlskalt habe ich noch nie geredet. Ich würde auch sagen, dass die Vorstellung, ein Mann soll dominant und gefühlskalt sein, der liegt mir komplett fern. Nicht soll, sondern du hast es ja als, nicht gesagt. Ich habe gesagt, er ist eher konfrontativ und es ist gut, dass es eben Frauen gibt, weil sie uns helfen, weil sie uns gelegentlich an die Notwendigkeit von Empathie und und Harmonie erinnern. Mm. Habe ich auch was, was gefunden. Also, der, ja, das ist Hitler-Zitat oder Göbbels. Ich kenn ja Hitler, 34. Das Empfinden, vor allem der das Gemüt der Frau, hat zu allen Zeiten ergänzen auf den Geist des Mannes gewirkt. Was der Mann an Opfern bringt im Ring seines Volkes, bringt die Frauen Opfern im Ring um die Erhaltung dieses Volkes in den einzelnen Zellen. Das kennst du selbst. Das ist mir irgendwann mal zugeschickt worden. Ja. Was, was ihr wollt? Ja, dass mehr Kinder. Ausländer, am besten nicht mehr nach Deutschland. Mehr Kinder. Soll wir haben eine Geburtenrate, die ist halt ja im freien Fall und sie wird mutmaßlich bis Ende dieses Jahrzehnts äh um die eins liegen. Wie wollt ihr, wie wollt ihr es denn schaffen, dass die Frauen mehr Kinder gebären? Das gibt keine einfache monokausale Lösung dafür, weil die Frage, ob man sich für Kinder entscheidet, hängt von so vielen Faktoren ab, dass es generell schwierig ist zu sagen, wir drehen an dem einen Schräubchen und das Ergebnis ist hier. Aber dann nennen wir mehr Schräubchen. Genau. Also, das erste ist, wir verweisen immer gern auf unseren lieben Freund Viktor Orbán in Ungarn. Der hat ein paar Maßnahmen ergriffen. Erstens, Familien, die ich glaube, mehr als drei Kinder haben, sind lebenslang einkommenssteuerbefreit. Punkt eins. Punkt zwei, er hat äh gezieltes Wohnungsprogramm für für Familien mit Kindern erreicht. Und drittens, er hat in der Öffentlichkeit die Idee, dass man mehr als zwei Kinder hat, äh einfach positiv dargestellt. Das heißt also, in in Deutschland hängen mittlerweile in U-Bahn-Schächten Plakate, wo drin steht, äh ein kleines Baby, Klimakiller, Fragezeichen. Wo hängt es? In München hat gehangen, habe ich sogar auf dem Handy, zeig ich dir. Solange man natürlich, oder das nächste ist, in der Tat, wenn ich das Wort Mutterschaft erwähne, ist es ein absoluter Trigger. Das heißt, ich muss nur ein Video machen und sagen: Mutterschaft, Mutterschaft, Mutterschaft, habe ich einen wunderbaren Shitstorm. Das heißt, wenn man natürlich es gesellschaftlich schon für problematisch erklärt, für eine kinderreiche Familie zu werben, das ist in Deutschland der Fall, dann ist es natürlich klar, dass es wenig kinderreiche Familien geben wird. Zurzeit sind Kinder Armutsrisiko. Sich für viele Kinder zu entscheiden heißt, dass man massive wirtschaftliche Nachteile in Kauf nehmen muss und dass man ein bisschen komisch angeguckt wird. Und da kann der Staat helfen. Er kann dafür sorgen, dass viele Kinder zu haben kein Armutsrisiko ist, indem er im Steuersystem und eben bei Baukrediten gegensteuert. Er kann dafür sorgen, dass in der Öffentlichkeit Kinder etwas Positives dargestellt werden. Und er kann rechtliche Rahmenbedingungen schaffen, etwa, indem man nicht das Erziehungsgeld kürzt, was die Ampel getan hat, sondern indem man das wieder auf die auf die Höhe von die es vorher gab, hochsetzt, damit eben jetzt, wenn man sich für ein Kind entscheidet, man nicht in die Armutsfalle fällt. Das kann der Staat machen. Was er natürlich nur indirekt machen kann, sind die ganzen kulturellen Aspekte, dass es einfach positiv dargestellt wird, äh eine Familie zu haben und Kinder zu haben, dass das ein positives Leitbild ist. Das kann das Staat nicht. Das ist eine Frage, die in der Gesellschaft entstehen muss. Aber wenn, wenn, wenn und da muss man dran arbeiten, aber wenn immer mehr Frauen es heute noch so sagen, sie wollen keine Kinder gebären, ist es ein Problem. Wie löst man das? Muss man da Druck dann machen auf die Frauen? Also, die, um Gottes Willen, wir wollen kein Druck machen. Ne, das ist eine höchstpersönliche Eigenschaft. Familienbildung und Familiengründung und Kinderkriegen ist eine höchstpersönliche Eigenschaft. Da, wenn deutsche Mütter nicht an der Reproduktion des deutschen Volkes beteiligen wollen, wir machen kein Druck, wir setzen Anreize. Wir machen kein Druck. Ja, Anreize. Wie gesagt, der Staat kann nur ökonomische Anreize setzen und er kann in der Öffentlichkeit Werbung machen. Er kann, es geht niemals um eine negative Sanktionierung. Aber das Thema der der Zukunft der Familien ist ja weit komplexer. Ich habe aktuell eine Studie von Morgan Stanley, die sagt, es ist für Amerika, aber kann man auf Europa übertragen, die sagt, dass im Jahre 2030 50% der Frauen zwischen 25 und 35 Single und kinderlos sein werden. Wir haben eine andere Studie aus den USA, die sagt, dass bereits heute 30% der Männer, 30, 30% der 30-jährigen Männer noch nie eine Freundin gehabt haben. Das heißt, was wir ja zurzeit erleben, ist, dass für einen kulturellen Wandel, dass uns in der Tat die ganze Familienvorstellung, also dieses ganze auf jeden Topf ein Deckel, das rutscht uns gerade dahin. Das ist ein kultureller Wandel, ein fundamentaler kultureller Wandel. Und tatsächlich, weder in unseren in unserem Familienrecht, noch in den familienpolitischen Vorstellungen aller Parteien spiegelt sich dieser dramatische kulturelle Wandel zurzeit nieder. Die AFD ist immerhin die einzige Partei, die darüber diskutiert. Mm. Aber aufgrund dieses kulturellen Wandels müssen wir davon ausgehen, dass die Geburtenrate und zwar wohl weltweit weiter fällt. Sie ist mittlerweile selbst in den meisten Entwicklungsländern unter 2,1 und sie wird absehbar in Westeuropa in Richtung 1 gehen. Möchte nur hinweisen, dass diese Zahlen mit 30% äh von Männern haben noch nie eine Freundin gehabt, die behauptest du auch in dem Buch mehrmals. Quellen werden die, die Quellen werden die angegeben? Äh, schick wir zu. Japan liegen wir bei 4. Alles mit Vorsicht genießen. Mm. Wertschätzung der Mutterschaft. Habe ich auch ein bisschen an das Mutterkreuz gedacht. Wie ist das eine Idee? Ah, ja. Weißt du, wenn man immer bei jeder, wenn die einzigen historischen Bezüge, die man ziehen kann, das Dritte Reich ist, dann sollte man Geschichtsbuch nehmen. Mm. Also, es gibt schon ein bisschen mehr. Also, ich denke bei Wertschätzung der Mutterschaft z.B. an die unglaublich vielen und künstlerisch extrem wertvollen Ikonen, die in der gesamten christlichen Welt ja hängen. Also, das Christentum hat es ja immerhin geschafft, die Wertschätzung der Mutterschaft, verkörpert durch die Verehrung der Maria mit dem Kind, mm, zu einem absoluten kulturellen Leitmotiv zu machen. Ja, und wir haben, also, egal, ob ich in Antwerpen ins Museum gehe, in Dresden in die in die in die Gemäldegalerie Alte Meister oder ob ich irgendwo in in in Russland bin, ich brauche kein Stück Blech, um Mutterschaft wertzuschätzen, aber ich habe ja ein ein ein Fundus an Kunst, an an an an an Malerei, aber auch an Bildhauerei, wo diese Wertschätzung zum Ausdruck kommt. Das ist Wertschätzung der Mutterschaft. Und also, bitte, die Geschichte ist schon ein bisschen mehr als ständig irgendwie Nazivergleich zu ziehen.

Darum seid ihr aber auch gegen Abtreibung? Ne, wir sind, wir werden die Abtreibung nicht strafbar stellen, aber wir halten Abtreibung generell für etwas Negatives. Na, Abtreibung steht ja schon im Strafgesetzbuch. Sie steht im Strafgesetzbuch nach drei Monaten und ohne vorhergehende Beratung. Aber es ist generell kriminalisiert. Wisst ihr, das ist ja gerade. Sie ist nicht kriminalisiert. Eine Abtreibung, wer wer sich beraten lässt und innerhalb der ersten drei Monate abtreibt, ist in Deutschland straffrei. Das ist die Ausnahme von der Kriminalisierung der Abtreibung. Ja, aber sie ist, das ist der, das ist der tatsächliche Normalfall. Wir werden an dieser Rechtslage nichts ändern, aber wir sagen auch ganz klar, jede Abtreibung ist eine Tragödie und es gibt auch kein Menschenrecht auf Abtreibung, nur um das nachzuschicken. Ist in Deutschland übrigens Rechtsprechung. Aber wenn, wenn, wenn jemand in Zukunft unter euch ungewollt schwanger wird, dann hat er dieselbe Rechtslage wie zur Zeit. Da wollt ihr nichts machen? Wir gehen an das Strafgesetzbuch nicht ran. Woran wir sicher gehen werden, ist, dass wir bessere Hilfsangebote für schwangere Mütter machen. Mm. Aber wo Frauen, du, du in deinem Buch sagst du auch, es gibt Männerberufe und es gibt Frauenberufe. Ja, ich habe ja schon über die Quote der Ingenieurstudentinnen gesprochen. Mm. In der Bundeswehr sind mittlerweile 14% Frauen. 14. 14%? Ist das nicht ein männlicher Beruf? Es gibt, nein, also Beispiel, ich hatte mal einen Freund, der hat mich mal eingeladen zur israelischen Armee und dann hatten wir, durften wir ein Schießtraining machen in so einer Simulation. Und da war die Schießtrainerin war eine Frau. Und dann haben wir nachher, ist glaube ich schon über 10 Jahre her. Und dann hat er uns nachher erklärt, wir haben ja eine Wehrpflicht auch für Frauen, die ist kürzer als für Männer. Also auch da unterschieden. Und deshalb haben wir eine sehr gute Forschung, in welchen militärischen Bereichen Frauen besser sind als Männer und in welchen sie gleich und in welchen Männer besser sind. Und z.B. als Ausbilderinnen, so beim Schießen und so weiter oder beim Sport sind Frauen super, weil alle Männer sich mehr anstrengen. Also, insofern, es gibt eine, es gibt gerade zu Frauen im Militär, gibt's eine ganz fantastische israelische Forschung mit unheimlichen Datensätzen, die sollte man heranziehen. Das Problem wird's doch immer nur dann, wenn man es blind macht, wenn man also sagt, wir müssen jetzt eine Frauenquote beim Kommando Spezialkräfte einführen. Da würde das Kommando Spezialkräfte leiden. Wenn wir aber sagen, wir nehmen zur Kenntnis, dass wenn Frauen Ausbilderinnen sind, sich die Männer mehr anstrengen, dann sollten wir dringend mehr Frauen als Ausbilderinnen bei der Bundeswehr einstellen. Was sind denn weibliche Berufe in Deutschland? Schau einfach mal vor, dass wir die ganzen Berufe nehmen und dann schauen wir, wo haben wir einen hohen Männer- und wo einen hohen Frauenanteil. Da in der Regel suchen sich in Deutschland die Männer und die Frauen ihre Berufe selbst aus. Das heißt also, wir können. Eher sagst, und weibliche Berufe gibt. Welche sind dann das? Na, wenn zurzeit der Anteil der Frauen in den Ingenieurwissenschaften, ich weiß es nicht, aber er ist glaube ich unter 20%, dann spricht einiges dafür, dass z.B. ein Ingenieur ein eher männlicher Beruf ist. Wenn umgekehrt der Anteil der Frauen in in bei den Erzieherinnen mutmaßlich über 70% ist, es ist jetzt bitte, wenn es 68% sind, tut es mir leid, das sage ich jetzt, ohne dass ich die Zahl parat habe, dann spricht einiges dafür, dass die Erzieherin oder der Erzieher ein tendenziell eher weiblicher Beruf ist. Ich würde da einfach nach den Fakten gehen. Ja, hin und wieder ist die Realität ein ganz guter Maßstab für die Politik. Also, weil der Anteil Mann und Frauen im Beruf so und so ist, macht das dann diesen Beruf? Macht spielt es wieder? Es ist ein ein Zeichen, ein Anzeichen. Es spiegelt es einfach wieder. In der Regel sind solche, ist ein Blick auf die auf die Realität ist sehr erhellend.

Apropos Bundeswehr: Du sagst ja, deutsche Soldaten sollen nicht für schwachsinnige Interessen fremder Mächte eingesetzt werden. Genau. Von wem werden deutsche Soldaten aktuell also von?

Welchen fremden Mächten werden deutsche? Warum war die deutsche Bundeswehr in Mali? Was hat, was S deutsche Interesse in Mali gewesen? Erklärst mir also, ich weiß es nicht. Ich finde, ein deutscher Bundeswehreinsatz in Mali war völlig sinnlos. Es war ausschließlich, welche fremde Macht hat die Bundeswehr dahingebracht nach Mali? Sind wir ausschließlich gegangen, um, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, Frankreich zu helfen? Gab keinen Grund. Es gab, gibt kein einziges deutsches Interesse in Mali. Gibt's nicht. Und die und die, das dieses fremde Macht, Frankreich, eine fremde Macht, Frankreich. Das war eine schwachsinnige Idee nach Mali, die deutsche Bundeswehr nach Mali zu schicken. War schwachsinig. Und die fremde Macht, die uns hingeschickt hat, war Frankreich. In dem Fall ging es nicht um deutsche Interessen. Sollte man den Bundesverteidigungsminister fragen, warum er nach Mali gezogen ist. Der Afghanistan-Einsatz war, nachdem man die Taliban das erste Mal vertrieben hat, da da zu bleiben, war nicht im deutschen Interesse. M, es ist meines Erachtens nicht im deutschen Interesse, dass die Deutsche Marine in der Straße von Taiwan ist. Ich weiß auch nicht, warum deutsche Kriegsschiffe mittlerweile im Südchinesischen Meer kreuzen müssen. Ja, all das ist nicht im deutschen Interesse und sollte unterblieben sein.

Der der Mali-Einsatz war im Interesse, dass keine Terroranschläge bzw. Terroristen nach Europa kommen. In Mali ging es darum, dass die, dass die militärische militärunter äh sich von Frankreich emanzipieren wollte, indem sie sich andere Schutzmächte gesucht hat, und das wollte Frankreich verhindern. Im in Afghanistan ging es ursprünglich darum, die Taliban loszu werden. Das verstehe ich, weil sie Osama bin Laden Unterschlupf gewährt haben. Aber anschließend in Afghanistan drin zu bleiben und da so eine Art Besatzungsregime zu etablieren, war schwachsinig. Und in und welche fremde Macht stand stand dahinter? In dem Fall war es die Vereinigten Staaten. Und in äh in in was die deutsche Bundeswehr im südchinesischen Meer zu tun hat, erschließt sich mir überhaupt nicht. Oder erkunden sie ne? Nein, sie nehmen da an irgendwelchen Flottenverbänden Teil. Es gibt es gibt keinen Grund, dass deutsches Militär äh äh im Pazifik kreuzt. Gibt's nicht. Das ist vielleicht aus Übungszwecken, aber was ist es? Ja, nicht. Soll er da abschrecken? Also kann ich kein, kann ich keinen Zweck erkennen.

Mm, wann sollten deutsche Soldaten dann eingesetzt werden? Ausschließlich bei Angriffen auf das Bundesgebiet selbst oder auf das NATO-Territorium. Da haben wir eine Beistandsverpflichtung. Aber du bist gegen die NATO? Bin ich gegen die NATO? Bist nicht gegen die NATO? Die NATO, was ich g, die NATO, das überrascht mich jetzt. Die NATO ist zurzeit das einzige Verteidigungsbündnis. Du schießt doch ständig gegen die USA. Ich bin nicht gegen die NATO. Ich bin in den USA ausgebildet. Im Gegensatz zu allen Leuten, die hier ein auf großen USA-Versteher machen, habe ich ein einheitliches Abschluss. Das heißt also, diejenigen, die mir vorwerfen, ich sei irgendwie antiamerikanisch, waren vielleicht mal als Tourist im Disneyland. Ist okay, ja. So reden sie ja auch. Also, ich sage ganz klar, ich habe an den USA viel zu kritisieren. Ich kritisiere auch die Politik der USA. Ja, das ist keine Frage. Ich glaube auch, dass diese Politik oftmals mittlerweile nicht im deutschen Interesse ist. Aber zum heutigen Zeitpunkt, das habe ich immer gesagt, ist die NATO das einzige Verteidigungsbündnis, das überhaupt da ist. Aber und jetzt kommt, g ist großer aber. Die Vereinigten Staaten werden sich in den nächsten Jahren von Europa wegentwickeln. Sie tun es bereits jetzt. Das heißt also, Europa muss lernen, für seine Sicherheit selbst zu sorgen. Mhm. Insofern, ja, heute ist die NATO alternativlos. Aber wir müssen anfangen, in die Zukunft zu denken und zu fragen, was müssen wir tun für den Fall, dass die europäisch-amerikanischen Beziehungen sich in eine Richtung entwickeln, die für uns nachteilig ist. Und das ist das, was ich sage. Aber ich habe zu keinem Zeitpunkt den Austritt Deutschlands aus der NATO gefordert. Die AFD schon? Die AFD nicht. Die AFD hat im Grundsatzprogramm drin, dass Deutschland in der NATO drin bleibt. Und die AFD sagt, weil die Welt sich verändert, müssen auch wir über mögliche europäische Sicherheitsarchitektur nachdenken. In eigenständige europäische Sicherheitsarchitektur. Der deutsche Führung hatten wir schon, ne? Ja, aber sie sagt nicht, wir sollen aus der NATO raus. Die die der die Mitgliedschaft in der NATO ist Teil des Grundsatzprogramms. Also, da wird viel Unsinn erzählt.

Mhm. Du hast zum Thema Ukraine, wo wir gerade bei NATO und so weiter sind, äh den Satz gesagt, was auf der Ostalp oder in der Ostalp vor fünf Monaten mit uns, hätte es keinen Ukrainekrieg gegeben. Man hätte es locker leicht verhindern können. Ist der dümmste Krieg der letzten 20 Jahre. Ist auch erzähl mal, wie man den verhindert hätte können. Indem man Minsk 2 umgesetzt hätte. Das Minsk 2 Abkommen ist 2015 geschlossen worden. Hat Merkel gute guten Vertrag gemacht. Hat sie? Hat sie? Und das hätte man umsetzen müssen. Leider hat Angela Merkel selbst 2022 gesagt, sie hätte diesen Vertrag nicht ernst gemeint, wäre nur geschlossen worden, um Zeit zu schinden und die Ukrainer aufzurüsten. Ich hoffe, dass das nicht stimmt und dass sie da Unsinn erzählt hat. Ich halte diesen Minsk 2 Vertrag, das war ein kluger Vertrag. Es war ein ausgewogener Vertrag. Man hätte diesen Minsk 2 Vertrag umsetzen können. Dieser Minsk 2 Vertrag ist nicht umgesetzt worden, weil von wem? Von der Ukraine. Äh, es war nicht von nicht von Putin und den? Nein, die Ukraine hatte nach dem in z-Vertrag die Aufgabe, für die Gebiete der russischen Minderheit ein Autonomiestatut zu erarbeiten. Dazu musste die ukrainische Verfassung geändert werden. Die Vorlagen waren bereits im parlamentarischen Geschäftsgang in Kiev. Das weiß ich zufällig, weil ich dann Abgeordneten kenne oder kannte. Ja, ich weiß. Und diese Vorlagen sind anschließend nicht ins Plenum gegangen. Das heißt, die Ukraine hat die versprochene Autonomie für die russischen Autonomiegebiete hat sie einfach nicht ins Gesetz gesetzt. Das zweite war, es sollte freie Wahlen geben. Da ist die Frage, wer soll wählen? Die Stellung war, es wählen die Leute, die da wohnen. Die Ukraine hat aber gesagt, es müssen auch alle wählen, die von da geflohen sind. Da hätte man mitgehen können. Dann ist nur die Frage, wer kontrolliert denn, wer von da geflohen ist? Also, wer entscheidet übers Wählerregister? Das einfachste ist, man lässt einfach die abstimmen, die da ihren Wohnsitz haben, denn die trifft man an. Jetzt war aber der Vorschlag der Ukraine, dass quasi in der gesamten Ukraine jeder wählen darf, der sagt, ich komme von da. Mit diesen beiden Tri ist Minsk i sabotiert worden. Der Westen hat das durchgehen lassen. Er hat die ukrainische Regierung nicht angehalten, Minsk i umzusetzen. Und das der dritte große Punkt ist, und da habe ich sogar eine Plenarrede im Dezember 2021 gehalten. Es war jedem klar, auch jedem westlichen Außenpolitiker, dass Russland eine Ukraine als NATO-Mitglied nie, nie, nie akzeptieren würde. Hätte man also den Russen gesagt, wir stimmen zu, dass die Ukraine ein neutraler Staat bleibt, er hätte der Krieg auch wahrscheinlich verhindert werden können. Das heißt, dieser Krieg hätte relativ leicht verhindert werden können. Aber der war doch, der war doch schon längst, als Minsk vereinbart wurde, haben die Russen die Krim schon besetzt und annektiert? Die Russen haben in der Ostukraine einmarschiert. Der Krieg lief doch schon. Ostukraine sind sie nicht einmarschiert. Das waren von Russland unterstützte Separatisten. Es waren aber keine regulären Truppen. Und in der Tat, die Krim war weg. Aber wir reden jetzt nicht von dem Krieg, der 2014 war. Wir reden von dem Krieg von 2022. Nee, aber der Krieg hat ja da schon begonnen. Die Invasion ging dann weiter 2022. Ja, also es gab nach den Vorkommnissen von 2014 Minsk i und der Krieg von 2022. Die Eskalation hätte man verhindern können, wenn man Minsk 2 umgesetzt hätte, sagt im übrigen jeder nicht-westliche Diplomat in Brüssel.

So, mhm. Und Putin hat hat damit keinen? Also für dich hat der Krieg gar nicht angefangen mit der Annektion eines ukrainischen Staatsgebiets? Ja, durch Putin. Die Krim sicher? Ne, ja. Das doch nicht schön reden. Ja, aber du sagst, der Krieg, den hättest gar nicht geben brauchen. Den Krieg 2022 hätte es nicht geben müssen. Man hätte Putin einfach mehr mehr geben müssen. 2022 hätte es nicht gegeben, wenn W 2 umgesetzt worden wäre.

Mhm. Hat die Position eigentlich irgendwas damit zu tun, dass du äh laut verschiedener Berichterstattung nah den Russen stehst? Überhaupt nicht. Das ist meine Meinung, die ich schon immer vertreten habe. Und im übrigen, äh ja, ich stehe vielen Menschen nah. Und ich gebe zu, ich glaube, dass also, ich habe eine große Achtung und Respekt und auch Verehrung für die russische Kultur und bin insofern sicherlich kulturell russophil. Das FBI hat dich im Dezember vernommen, als du in Amerika warst? Da hast du, da ging es darum, dass du Geld von prorussischen Aktivisten erhalten haben sollst? Nein, das FBI hat mich eine reichliche Stunde zu sehr vielen Fragen, unter anderem zu meinen Mitarbeitern, ja, zu meiner Politik, wie es zu zu Reisen nach China und so weiter. Und eine Frage davon war, dass man mir eine Chatnachricht von 2020 vorgelesen hat, wo ein Freund von mir aus der Ukraine fragt oder mitteilt, das Problem mit meinen technical expandites, also mit meinen technischen Ausgaben sei gelöst. Das Interessante an der an der Nachricht ist, dass ich diese nicht gelesen hatte und auch nie beantwortet hatte. Ja, von diesem Hintergrund ist das natürlich eine sehr sinnlose Nachricht, den weder gelesen noch beantwortet. Aber W ich we, wollte wissen, mit dem was mit dem Geld ist, was er er wollte, er wollte irgendwelche Ausgaben ersetzen, was er aber nie getan hat. Ich weiß auch nicht, was er damit gemeint hat. Ich geb dir aber gerne seine E-Mail-Adresse und du schickst Frage. Es ging um die Kompensation für deine technischen Aufgaben, so heißt es. Also, er will dir Geld geben. Aber ich habe halt nie Geld von ihnen empfangen. Und ich habe auf die, ich habe auf die Anfrage nie geäußert. Das ist halt schwierig im Jahre 2 23 oder dann jetzt 24 äh eine Chatnachricht einzuordnen, die an mich geschickt wurde, aber auf die ich selbst damals nicht geantwortet habe. Außerdem war das ja vor dem Ukrainekrieg. Also, er war damals noch demokratisch gewählter Abgeordneter des ukrainischen Parlaments. Und er musste dann 2022 ist dann 2021 in Exil gegangen, ja, weil er prorussischer Ukrainer war. Trotzdem ist er ins Exil gegangen. Das heißt also, das hat sich ja alles erledigt, weil er ja irgendwo sitzt und und und schaut, dass er über die Runden kommt. Also, von daher ist es, ist es, aber war jetzt noch nicht der einzige Fall. Du sollst auch von Voice of Europe ist ein russischesav? Soll ich nicht. Also, selbst der tschechische Geheimdienst behauptet, dass ich nicht, dass ich da von denen Geld bekommen hätte. Ja. Kannst du ausschließen, dass du Bargeld bekommen hast? Also, bei Peter Büstron ist ja heute rausgekommen, dass also, ich kann auch über journalistische Kreise, da kannst du ab, kannst du reinhören, wie er im Auto die Scheine nachzieht. 20.000 € heute früh am Flughafen getroffen, hab sogar ein Bild auf Instagram gepostet. Er hat mir versichert, dass er nichts bekommen hat. Und ich kenne ihn lang genug. Ich, das sind so Geheimdienstnummern, die werden jetzt bis zum 9. Juni kommen jetzt ständig irgendwelche Geheimdienstnummern, um den Wahlkampf bisschen anzuheizen. In Wahrheit ist es der Versuch von Geheimdiensten, Einfluss auf den Europawahlkampf zu nehmen. Wir nehmen das zur Kenntnis. In meinem Fall ist es ganz klar, es, was wir hier haben, ist eine Chatnachricht, die ich nicht gelesen, nicht beantwortet habe, von 2020. Und ich habe kein Geld genommen. Aber es ist ja, es steht ja manchmal ein Muster, wenn das nicht nur bei den Russen passiert, sondern z.B. bei den Chinesen. Du warst ja auch in China. Natürlich, über ich hab viele Freunde. Hast ja selbst zugegeben, dass du da mit dem Geheimdienst? Nein, ich habe mich nicht mit dem Geheimdienst getroffen. Du hast ein Gespräch gehabt mit dem IDC PC. Das IDC PC ist die internationale Kommission der regierenden Partei. Dass man in einem Einparteienland, wenn man als Politiker fährt, Vertreter der Regierungspartei trifft, lässt sich nicht vermeiden. Du, du hast damit drei auf Deutschland spezialisierte Diplomaten geredet. Das sind im umgangssprachlichen Deutschland die Spione. Nein, es sind keine Spione, es sind Diplomaten. Weil in ein Diplomat in jeder Botschaft hier heißt, also die die Spione heißen auch Diplomaten. Das ist so gängiger. Aber ich kann doch jetzt mal bitte, ich kann nicht behaupten, dass jeder Diplomat ein Spion ist. Das ist doch absurd. Das stimmt, aber wenn, wenn du mit dem mit dem Geheimdienst, drei Diplomaten? Nein, China hat wahrscheinlich viele Geheimdienste. Es hat auch ein Auslandsgeheimdienst. Das IDC PC ist ein Geheimdienst? Nein, ist er nicht. Es ist eine eine Abteilung der der Staatspartei, die sich um die Auslandsbeziehungen kümmert. Stopp. Die CDU Deutschlands hat ein Partnerschaftsabkommen mit der Kommunistischen Partei Chinas. Wer hat dieses Partnerschaftsabkommen auf chinesischer Seite ausgehandelt? Die internationale Kommission. Das heißt also, Olaf Scholz ist jetzt in in in Peking, mit wem redet er denn da? Doch nicht nur mit dem Außenministerium. Er redet selbstverständlich auch mit Vertretern der regierenden Partei. Das heißt also, jeder Deutsche, jeder ausländische Politiker, Diplomat, der in China offiziell Gespräche führt, hat immer irgendwelche Vertreter auch der Staatspartei am Tisch. Und die kommen immer von dieser Kommission. Zu behaupten, dass diese ganze Kommission ein einziger Spionageclub ist, das ist völlig absurd. Es hat auch mit der Realität nichts zu tun. Wenn wenn wenn Olaf Scholz nach nach China reist, dann lässt er sich aber nicht von Huawei, dem staatlichen nationalen äh Öl, der der Ölkonzern, genau, und mehreren Stadtverwaltungen bezahlen, wie du? Ich habe, ich habe mir das Essen bezahlen lassen und das Bahnticket. Ich habe den Flug selbst wahrscheinlich selbst bezahlt. Hotelkosten hat die Stadtverwaltung übernommen. Das hast du hast du selbst eingeräumt. Genau. Ja, wenn ich, wenn ich eingeladen werde und soll mit denen reden, dann ist es normal, dass man die Hotelkosten erstattet bekommt. Aber und jetzt kommt der Punkt, die Regeln sagen, ich muss dies im Transparenzregister des Europäischen Parlaments angeben. Was habe ich getan? Ich habe es korrekt im Transparenzregister des Europäischen Parlaments angegeben. Wir reden hier also über eine Bahnfahrkarte und zwei oder drei Hotels und ein Essen. Lass es 500 € Luxushotels, die die Stadtverwaltung? Luxus, wo hast du Luxushotels? Ja, da war ich, aber in anderen. Wer war denn Luxus? Bist du per Business Class nach Beijing geflogen? Das habe ich selbst bezahlt. Und die Luxushotels in Beijing, es waren, es war kein Luxus, waren ganz normale Business Hotels, keine Luxushotels. Ich habe die Flugtickets selbst bezahlt, hin und her. Wir reden von den Hotelübernachtungen und wir reden vom Zug. Okay, also eine Bahnfahrkarte und dreimal Business Hotel. So, was sind das 400 €, 500 €? Und das habe ich angegeben im Transparenzregister des Europäischen Parlaments im Jahre 2019. Das viereinhalb Jahre später aufzubauen, zeigt letztlich nur die argumentative Hilflosigkeit meiner politischen Gegner, weil sie nichts, weil sie mir natürlich argumentativ nicht beikommen können. Wollen sie dann sagen, ja, so, wer mal im Business Hotel in China pennt, der redet dann irgendwie mit Spionen. Das ist völlig absurd. Und das Schöne ist, dass meine, wer das auch durchschaut, nicht drauf reinfallen. Du hast ein ganzes Programm abgearbeitet, natürlich. Ich habe mich informiert. Huawei bei dem Ölkonzern. Ich hab mir Huawei das Forschungszentrum angeschaut. Genau. Dann kamst du, kamst du wieder nach Deutschland und hast zufälligerweise im Interesse Huawes dafür gekämpft, dass wir unsere 5G-Technik in Deutschland von wem uns falsch? Ich habe dagegen, ich habe dafür gekämpft, dass wir einen Kompromiss, den Angela Merkel damals auch eine kluge Sache bereits vorgegeben hat, dass der nicht von meiner Partei angegriffen wird. Merkel hatte vorgeschlagen, dass Huawei 20% des deutschen 5G-Netzes bekommen und 80% gehen an amerikanische Unternehmen. Das wollten Huawei. Na, das finde ich super, weil ich immer der Meinung bin, dass damit angefangen, nachdem du wiedergekommen bist? Nee, zufälligerweise hat meine Partei erst, nachdem ich wiedergekommen bin, erklärt, dass sie Merkels Vorschlag angreift. Und dann hast du gesagt, da habe ich gesagt, das finde ich aber eine ziemlich doofe Idee, dass ihr Merkels Vorschlag angreift, weil ausgerechnet jetzt hat Merkel mal recht. Bist ja guter Buddy mit dem chinesischen Großkapital, offenbar. Bin ich Buddy mit dem chinesischen Großkapital, wenn ich mir ein Forschungszentrum anschaue? Mhm. Und gleichzeitig deren Interessen dann später vertrete? Nein, ich vertrete deutsche Interessen. Und es ist im deutschen Interesse, dass wir ein sicheres 5G-Netz haben, das eben nicht zu 100% amerikanisch ist und das vor allen Dingen technisch advanced ist. Denn der technologische Vorsprung der Huawei-Technik ist nun mal unbestritten. Insofern habe ich mich dafür eingesetzt, dass Deutschland ein ausgewogenes, technisch hochwertiges System bekommt. Im übrigen, dasselbe wie Angela Merkel vorgeschlagen hat. Also, dass ich mir jetzt vorwerfen lassen muss, eine Geschichte, in der ich eigentlich Merkels Vorschlag unterstützt habe, ist wirklich absurd. So kann man sich zurechtlegen. Auf der anderen Seite, du vertrittst die Interessen in in aller Konsequenzen am Ende der russischen Diktatur in Sachen Ukraine-Krieg z.B.? Nein, ich vertrete immer deutsche Interessen. Ja, und deutsche Interessen heißen chinesische Interessen? Nein, es ist im deutschen. Also, dann hätte Angela Merkel auch chinesische Interessen vertreten. Das hat sie nicht. Sie hat deutsche Interessen vertreten. Und im übrigen kann man auch argumentieren, wer die 20% was nicht sehr viel ist, Huawei auch den Amerikanern geben will, der vertritt dann eben die Interessen der amerikanischen 5G-Unternehmen. Welche, welche sind das? Warum warst du bei denen nicht? Weil der schon 80% hatten. Welche 5G-Unternehmen sind das? Also, das eine, was halb europäisch, halb amerikanisch ist, ist Sony Ericsson. Das zweite zweite Ausstatter ist Bo. Die Namen ändern sich. Wusste jetzt nicht, dass das amerikanische 5G-Technik ist. Es ist zurzeit so, dass wir dadurch, dass wir Huawei rausgehauen haben, haben wir jetzt nur noch Unternehmen drin mit bestimmten Anteil amerikanische Investoren. Aber es ist schon auffällig, dass du insbesondere gute Kontakte zu Abgeordneten staatlichen Institutionen hast in autokratische Länder. Na, das ist nicht, erstens stimmt das nicht, weil da unterschlägst du natürlich meine USA-Reisen, unter anderem, dass ich eben bei Steve Bannon war und so weiter. G bei den bei den rechten Republikanern, möchtest du sein Verbündeten Trump und sowas? Trump auch nicht persönlich, aber ich war natürlich bei seinem Auftritt in New York. Also, dass ich Donald Trump cool finde, kannst du dir ja denken, sonst wäre ich nicht in der AFD. Dass ich hoffe, dass er wiedergewählt wird, das ist auch klar. Mhm. Möchte ja auch sein. Aber ansonsten, warum fahre ich in Länder, die jetzt nicht westlich sind? Ganz einfach, wenn du mich fragst, was ist der entscheidende politische Trend, den wir gerade haben? Weil sie Diktaturen sind? Nein, dann ist es, dass das, dass der globale Süden plötzlich mächtig wird. Das heißt, die ökonomische und politische Macht und auch das demografische Hauptgewicht der Welt wandert zurzeit im Zeitraffer-Tempo vom Nordatlantik in den globalen Süden. Indien hat 1,3 Milliarden Menschen, ist mittlerweile Bevölkerungsreichste Land der Welt. China, das vor als ich geboren wurde, noch ökonomisch völlig irrelevant war, ist die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. War, war, du zuletzt in Indien? Das heißt also, wann warst du zuletzt in Indien? So, Demokrati? Ich war, ich war in, ich war in Nepal und Bangladesch. In Indien war ich, bin ich eingeladen, habe sie aber wegen des Wahlkampfs nicht gemacht. Werde ich nach der Wahl hinfliegen. Mhm. Also, worum es, ich in Brasilien war ich ja letztes Jahr, nur als Beispiel. Das heißt, worum es geht, ist, die die Länder des globalen Südens sind maßgeblich für die Zukunft. Und diese Länder des globalen Südens, die richten sich bestimmt nicht nach unseren westlichen Politikvorstellungen. Wenn wir also mit den Ländern des globalen Südens, die die Länder der Zukunft sind, in guten einführenden sein wollen, dann sollten wir aufhören, die ständig zu belehren, sondern wir sollten lernen, ihnen zuzuhören. Und wir sollten lernen, im gegenseitigen Respekt unsere Interessen wechselseitig zu maximieren. Und genau das tue ich. Annalena Baerbock macht das Gegenteil. Sie belehrt die ganze Welt. Sie zerstört Deutschlands Ansehen in der Welt. Sie sie wird Wolltest du freundlich sein? Nicht zu kritisieren ist eigentlich ein Dienst an der Wahrheit. Und ich glaube, das ist der Unterschied. Bei mir heißt Diplomatie nicht belehren, sondern respektieren. Und bei Annalena Baerbock heißt Diplomatie eben seine eigene politische Meinung allen Leuten vorzuschreiben und sich dann zu wundern, dass man nicht mehr eingeladen wird. Mhm. Wie gesagt, kann sich jeder selbst ein Bild machen, einfach deinen Namen googeln. Russland, China, ich spricht vieles für sich. Ukraine noch mal eine Sache. Da hast du ja gesagt, keine deutschen Soldaten sollen, weil dann ist es ist ja nicht unser Krieg. Exakt. Sonst müsst also hast ein TikTok gesagt, müsst ihr noch an die Ostfront, wie schon unsere Opas? Die haben ja, die waren ja auch in der Ostfront, waren auch an der Ostfront. Haben die, haben unsere Opas an der Ostfront Europa verteidigt? Nein, was haben sie da gemacht? Sie haben einen Eroberungs- und Vernichtungskrieg geführt. Er sind dafür schrecklich missbraucht worden und haben dafür furchtbar gezahlt. Warum bringst du denn diese Zeit mit? Müssen wir wieder, müssen wir wieder an die Ostfront? Ja, weil es dasselbe ist. Es müssen wieder deutsche Soldaten. Genau das Gegenteil? Oder nein, nicht das Gegenteil. Das ist exakt dasselbe, dass nämlich junge Leute von ihrer Regierung an eine an in Städte geschickt werden und Kriege führen an Orten, wo sie nichts zu suchen haben. Sie haben nichts zu suchen. Und es ist mir auch völlig egal, wie man den Krieg verbrämt und wofür man ihn angeblich führt. Am Ende sitzt da ein junger Deutscher, einer deutschen Uniform, mit dem deutschen Schießgewehr, auf Befehl eines deutschen Kanzlers und soll auf Russen schießen und wird am Ende selbst erschossen. Und da sage ich ganz klar, nein. Ne, aber es wäre, nein, aber es wäre was anderes, wenn man heutzutage, also angenommen, die NATO würde in der Ukraine einmarschieren, deutsche Soldaten müssten müssten an die Ostfront, dann würde das eine Verteidigung Europas sein, anders als damals, als wir einen illegalen, völkerrechtswidrigen Angriffskrieg in Ost geführt haben. Mein einer meiner Söhne, einer meiner Söhne ist 21. Das ist also ideales Kanonenfutteralter. Als seine Mutter starb, war er zehn. Danach ist meine Mutter eingesprungen. Ich weiß, wie viel wir gekämpft, in diesen Jungen investiert, mit ihm an ihn geglaubt haben. Er hat sich wunderbar entwickelt. Es hat alles geklappt, trotz der schweren Bedingungen, unter denen er aufgewachsen ist. Jetzt stelle ich mir vor, er wird eingezogen, bisschen ausgebildet, kommt schlecht ausgebildet da an der Ostfront an. Es macht Peng und er ist tot. Das will ich nicht. Das will ich für niemanden. Glaub ich, niemand. Und da ist mir auch völlig egal, welche Herrenworte von der Verteidigung Europas man da findet. Dieselben Herrenworte findet man für jeden Krieg. Diejenigen, die junge Männer, auf die die ganze Hoffnung ruht, die ihr Leben vor sich haben, für irgendwelche Herrenworte in den Krieg schicken, die verachte ich. Und ich werde meinen Sohn dafür nicht opfern. Und wer meint, er müsse das fordern, moralisch überhöhen und toll finden, der kann gerne irgendwelche Kriegstreiber von FDP, Grün und CDU wählen. Den wollen wir gar nicht. Wir wollen diejenigen, die so viel Menschlichkeit sich bewahrt haben, dass sie nicht unsere Söhne ins Grab an der Ostfront schicken wollen. Deutsche Waffenexporte in die Ukraine? Brauche ich gar nicht nachfragen, sind wir dagegen? Ja, damit damit Putin gewinnt? Nö, wir sagen einfach, wir erwarten eine Friedensinitiative. Mm. Diese Friedensinitiative gibt es. Es gibt auch ehrliche Vermittler, auf die Putin hören würde, z.B. die Türkei. Man soll die machen lassen. Die machen eine sehr vernünftige, ausgleichende Außenpolitik im Gegensatz zu uns. Wenn man es schafft, zusammen mit der Türkei und China, auf die, auf die Putin hört, eine Friedensinitiative aufzubauen, könnten wir den Krieg beenden. Das sage übrigens nicht nur ich, das sagt auch Donald Trump. Das sagt in Deutschland der sehr linke Professor Warwig von der Uni in Halle. Das sagen sehr kluge Leute. Da bin ich sogar mit mit dem Team Wagenknecht einer Meinung. Also, von daher, wer hier meint, man müsse das Sterben junger Menschen an der Ostfront zur moralischen Pflicht erhöhen, es tut mir leid, das halte ich für eine absolute Wider-Moral und davon distanziere ich mich. Krieg ist ja nicht Ukraine, sondern auch im Nahen Osten. Ja, ich meine, angenommen, es eskaliert jetzt im Nahen Osten. Israel könnte in einem Flächenbrand verwickelt werden. Ähm, es könnte sein, dass der Krieg dann schlecht aussieht und Millionen von Israelis ein sicheres Zufluchtsland brauchen. Ähm, machen wir die Tore auf? Also, dass Israel in eine Lage kommt, dass seine Einwohner fliehen müssen? Muss ich jetzt ja nicht nach arabischen Flüchtlingen fragen. Da ist mir die Frage klar. Bei euch, also halte ich halte ich für, was ist mit, was ist mit jüdischen Flüchtlingen, die aufgrund der äh eines Flächenbrandes, der nicht unwahrscheinlich ist, wie du zugeben musst? Also, ich halte die allein die Vorstellung, dass das, dass die Existenz des Staates Israel mit der Armee, die sie haben, und der Unterstützung weltweit in Gefahr ist, für völlig absurd. Aber es könnte ja trotzdem dann sein. Dann sollen sie kommen. Nehmen alle auf. Wenn ich alle aufnehme? Es wird eine Verteilung geben, ohne Einschränkung. Also, du teilst die Auffassung, dass Deutschland aus einer historischen Verantwortung zuständig ist? Nicht aus einer historischen Verantwortung. Ja, und jüdischen auf der Welt einen sicheren Ort zu bieten. Wir haben das bereits getan mit den Kontingentflüchtlingen aus der ehemaligen Sowjetunion nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Deshalb haben wir wieder jüdisches Leben in Deutschland. Sollte es dazu kommen, dass Israel tatsächlich geräumt wird, ich wiederhole, ich finde allein die Vorstellung. Hätte ich Bedenken, ob die nicht nach den heutigen Maßstäben, was antisemitisch gilt, ja, weil daran denkt ja niemand. Und das ist auch militärisch ausgeschlossen. Aber wenn wir jetzt diesen hypothetischen Fall zulassen und es käme zu einer Konferenz über die Frage, was passiert dann mit den mit den Juden, die verteilt werden müssen, würde Deutschland selbstverständlich den fairen Anteil nehmen. Klar, aber nicht mehr, nicht mehr als andere. Das würde aufgrund unserer Verantwortung, die du gerade verneint hast, die historische Verantwortung? Nein, also, ich argumentiere selten mit historischer Verantwortung. Wir würden tun, was zu tun ist. Es würde sicherlich niemand, der als israelischer Staatsbürger in Gefahr um sein Leben ist, nicht Aufnahme in Deutschland finden, wenn wir das sagen haben. Aber ich versteh nicht mit der historischen Verantwortung. Also hat Deutschland keine historische Verantwortung den Juden und Jüdinnen? Ich argumentiere nicht mit mit der historischen Verantwortung. Ich glaube, dass du argumentierst. Aber gibt es diese? Es gibt selbstverständlich eine eine historische Verantwortung Deutschlands gegenüber der jüdischen Gemeinschaft. Die gibt es. Aber das ist erstmal der Nullsatz. Die Frage ist ja immer, wie man das dann konkret runterbricht, was es heißt. Aber in diesem absolut hypothetischen Fall, der nicht eintreten wird, ist völlig klar, äh, wir würden Aufnahme gewähren. Welche Rolle spielt der Holocaust in deinem Bild von den Deutschen? Er hat stattgefunden. Es war ein riesen Verbrechen. Was hat er stattgefunden? Die am am es sind mehrere Millionen europäische Juden mit dem Ziel, insgesamt die jüdische Gemeinschaft zu vernichten, aufgrund eines Befehls, organisiert, geplant und grausam ermordet worden. Mhm. Welche Rolle spielt da der Holocaust in deinem Bild von den Deutschen? Der spielt insofern eine Rolle, als dass wir uns natürlich immer fragen müssen, welche Fehlentwicklungen der Vergangenheit in unserer Geschichte haben das möglich gemacht und wie können wir solche Fehlentwicklungen in der Zukunft vermeiden. Warum bist du dann, warum wettest du dann gegen den sogenannten Schuldkult? Den Begriff habe ich wann benutzt? Zum Beispiel, ich habe ihn mehrfach gefunden. Ich habe einmal aufgeschrieben, da hast du mit Höcke Talk gemacht. Da, ich habe aber nicht benutzt. Hast du, du ihn benutzt in Minute 21:30, kann sich jeder gerade hinspringen. Ja, ich habe mir sehr selten. Du hast ihn aber benutzt. Was verstehst du unter Schuldkult? Ich glaube, dass wir lernen müssen, auch ein positives Verhältnis zu unserer eigenen Geschichte zu haben. Wir können, wir müssen, wir müssen uns klar sein, dass es, dass das Nazizeit ein Zivilisationsbruch war, der uns gegeben hat. Und wir dürfen nicht anfangen, die gesamte deutsche Geschichte und Tradition und Kultur ausschließlich auf diese negative Seite zu zu beschränken. Wir müssen auch sagen, es gibt auch fantastische Höhen der deutschen Geschichte und Kultur. Und deshalb ist es nach wie vor sinnvoll, auf seine eigene Geschichte, Kultur stolz zu sein. Wir können also trotz dieses Zivilisationsbruchs an unsere eigene Kultur und Geschichte anknüpfen, weil sie so viel Positives enthält, dass wir anknüpfen können, dass es immer noch reicht, ein positives Verhältnis zu uns selbst zu finden. Nun weißt du aber selbst, dass wer Worte wie Schuldkult benutzt, den geht auf den Sack, dass wir hier Deutschland ständig an den Holocaust gedenken. Wer Worte wie Schuldkult benutzt, meint, dass wir in der Darstellung unserer Geschichte und unsere Tradition eine Schlagseite haben. Wenn es um das größte Menschheitsverbrechen der Geschichte geht, ist es vielleicht nachvollziehbar oder ist vielleicht nachvollziehbar auch nachvollziehbar, dass man sagt, es gibt mehr. Ich würde nicht sagen, es geht mir auf den Sack. Ich habe mich damit ja intensiv beschäftigt. Ich kenne die Geschichte. Aber ich glaube, dass wir einen Weg finden müssen, trotz des Wissens um dieses Menschheitsverbrechen, ein positives Verhältnis zu unserer Geschichte zu finden. Das ist ja eine alte Diskussion. Es gab ja nach dem Krieg die Frage, darf man nach Auschwitz noch Gedichte, also ist noch Poesie möglich? Die Antwort lautet ja, natürlich. Das Leben geht weiter. Gedenken an den Holocaust findest du also nicht falsch? Wir übertreiben da nicht, obwohl du vom Schuldkult ja selbst widersprichst? Ich glaube, dass wir eine Schlagseite haben. Wir müssen daran erinnern, wir brauchen Denkmäler, wir müssen darüber aufklären. Das heißt aber nicht, dass die gesamte äh offizielle Geschichtspolitik mittlerweile ja nur noch um um den Nationalsozialismus kreist. Also, wir brauchen auch positive Bezüge. Brauchen nicht nur negative. Positive. Welchen denn? Also, wenn man z.B. die Rede des Bundespräsidenten zur Gründung des neuen Nationalstaates 1871 gehört hat, dann hat man ja den Eindruck, dass er bereits die Gründung des des des des modernen deutschen Nationalstaates 1871 ganz furchtbar findet. Das ist nicht wahr. Das war ein positives, ein positives Geschichtsjubiläum. Wer war das? 1871? 2021 hat er 150 Jahre äh, ja, wer war das denn? Steinmeier. Ja, aber wer hat dann 1871 da die Rede gehalten? Nein, 2021 hat Steinmeier die Rede gehalten zum Jubiläum 150 Jahre moderner deutscher Nationalstaat und hat im Wesentlichen gesagt, dieser ganze Nationalstaat ist eigentlich ganz furchtbar und hat das Kaiserreich einseitig negativ dargestellt. Ich will ja wissen, an welche positiven Sachen du denn erinnern willst. Ja, so geh doch mal durch deutsche Stadt und schau dir an, welche, welche Geh durch eine beliebige deutsche Stadt und such dir mal ein schönes Wohnviertel aus, schöne Gebäude. Dann sind das im Regelfall Gründerzeitgebäude. Wann war es denn so, dass die Nobelpreise alle nach Deutschland gekommen sind? Wann war plötzlich die deutsche Wissenschaft und Kultur weltweit Spitze? Das heißt, das Kaiserreich hat ja bemerkenswerte zivilisatorische und kulturelle Leistungen auf die Beine gebracht, die werden heute aber mittlerweile alle irgendwie da gestellt als Prolog des Nationalsozialismus. Völlig lächerlich. Aber Kaiserreich heißt auch Diktatur. Also, nein, Kaiserreich heißt vor allen Dingen allgemeines, gleiches und geheimes Wahlrecht für jeden, in dem Fall für jeden Mann. Das war damals so. Aber wir hatten immer noch ein Kaiser. Ja, aber wir hatten eine England hat immer noch eine Monarchie und ist keine Diktatur. Der Kaiser in Deutschland hatte verfassungsmäßig ungefähr dieselben Rechte wie der englische König zur damaligen Zeit. Und wir hatten ein weitaus liberaleres Wahlrecht zum Reichstag, nämlich frei, gleich und geheim, als die meisten europäischen Länder zu dieser Zeit. Das Kaiserreich war in für die damaligen Verhältnisse liberale konstitutionelle Monarchie. Was war, was war Hitlers größter Fehler? Es ist Legion. Die

Ein großer Fehler. Also, wir über den Holocaust haben wir gesprochen, aber natürlich den Krieg anzufangen. Welchen insgesamt den Krieg anzufangen? Hätte kein Krieg anfangen. Den Zweiten Weltkrieg. Zweiten Weltkrieg, ja, nicht angefangen. Mm.

Du bist ja eng mit Höcke, ne? Das heißt, ich bin eng mit Höcke. Ja, ich meine, ihr macht ja gemeinsame Sendungen. Habe ich sind Parteifreunde und ich glaube, dass er insgesamt viele positive Aspekte und Impulse gegeben hat. Wenn Höcke schreibt, ich zitiere ihn: "Eine Ahnung schleicht sich dabei vielleicht bei immer mehr gebildeten Angelsachsen ein, dass eben nicht die Aggressivität der Deutschen ursächlich für zwei Weltkriege war, sondern letztlich ihr Fleiß, ihre Formliebe und ihr Ideenreichtum. Das europäische Kraftzentrum elte sich so prächtig, dass die etablierten Machtzentren sich gezwungen sahen, zwei ökonomische Präventivkriege gegen das Deutsche Reich zu führen."

Der Zweite Weltkrieg war allerdings nicht nur ökonomisch motiviert, sondern darf auch als ideologischer Präventivkrieg angesprochen werden. Hatte sich im nationalsozialistischen Deutschland doch eine erste Antiglobalisierungsbewegung staatlich etabliert, die wären ihr mehr Friedensjahre zur Erprobung vergönnt gewesen, wahrscheinlich alle Orte Nachahmer gefunden hätten. Das war nicht Höcke. Er bestreitet den Artikel geschrieben zu haben. Es ist bewiesen, dass Björn Höcke das geschrieben hat. Das ist gar keine Frage. Dass er unter dem Alias Landolf geschrieben hat. Das ist durchaus eine Frage. Wir hatten ein eigenes Parteichiedsgerichtsverfahren zu der Frage und eigene Partei hat das ja sch. Nein, das Schiedsgericht hat gesagt, das sei nicht so gewesen. Kann sich jeder, kann jeder nachlesen. Das, also wie gesagt, ich kenne den Artikel nicht. Ich habe jetzt gerade durch das durchscheinende Papier gesehen, dass es Landolf Ladig gewesen ist und ich glaube, glaube Björn Höcke, dass Björn Höcke nicht Landolf Ladig ist. Und insofern, wenn nur eine Frage an Björn Höcke hast, lad ihn ein. Ich bin sicher, dass Björn Höcke gern kommt. Meinst du ja, lad ihn ein, lies ihm das vor und frag, was er dazu hält. H, was hältst du von sowas? Von was? Dass ein Landolf Ladig das schreibt, obwohl du jetzt jetzt leugnest, dass es Björn Höcke ist? Es ist klar, es ist bewiesen. Meinst du nicht? Ja, kann ja deine Meinung sein. Wenn Björn Höcke BW Landad schreibt, dass Deutschland zweimal befallen wurde und die Weltkriege. Meine Geschichtsverständnis ist das nicht. Hast du ihm das mal gesagt? Natürlich. Das weiß ich. Habe dazu eine öffentliche Podiumsdiskussion geführt mit jemanden, der behauptet, dass der Eingriff in die Sowjetunion 41 ein Präventivkrieg war und ich habe die These vertreten, es war kein Präventivkrieg, es war Angriffskrieg. Warum? Warum hat dieser Mann denn überhaupt irgendwas bei euch noch zu sagen? Weil er nicht Landolf Ladig ist. Das glaubst du echt? Ich habe keinen Anlass für das Gegenteil. Ich empfehle dir die Folge dazu, die wir dazu gemacht haben. Dann werde ich schick mir den Link.

Erklär uns noch mal, wer zum deutschen Volk gehört. Es gibt das Problem des Begriffes des Volkes im Deutschen, ist, dass er zwei griechische Begriffe vermischt, den des Demos und den des Ethnos. Es gibt ein Staatsvolk und die Kombination von Demos und Ethnos ist wunderbar dargestellt in der Verfassung des Freistaates Sachsen. In der Verfassung des Freistaates Sachsen heißt es in Artikel 5: "Zum Volk des Freistaates Sachsen gehören Bürger deutscher, sorbischer und sonstiger Volkszugehörigkeit." Die Juristen unterscheiden deshalb zwischen der Staatsangehörigkeit, dem Demos, und der Volkszugehörigkeit, dem Ethnos. Man erklärt das sehr schön am Beispiel von Südtirol. Alle Südtiroler sind italienische Staatsangehörige, sie gehören zum italienischen Staatsvolk mit gleichen Rechten und Pflichten. Aber in Südtirol leben zwei ethnische Völker. Es leben die ethnischen Italiener und es leben die ethnischen deutschen Tiroler. Z.B. Markus Lanz oder mein Parteifreund Mark Jung. Das bedeutet auf Deutschland bezogen, die Bundesrepublik, das das Staatsvolk der Bundesrepublik Deutschland besteht aus Bürgern deutscher und anderer Volkszugehörigkeit. Es gibt also z.B. Menschen, die sind aus der Türkei eingewandert, die sprechen zu Hause türkisch, die feiern Zuckerfest. Mhm. Die ähm sind insofern, selbst würden sie sagen, ja, wir, die wählen, sind doch Doppelstaatler, die wählen zu Hause Erdogan. Die sind aber deutsche Staatsangehörige. Das heißt, die gehören zum deutschen Staatsvolk mit allen Rechten und Pflichten. Keine Diskriminierung auf der einen Seite, aber auf der anderen Seite würden sie immer sagen, Volkszugehörigkeit im Sinne des Ethnos sind wir eher Türken. Das ist die, das ist die Realität.

Was im Grundgesetz drin steht. Ich kann noch mal, ich habe Jura studiert und das, was ich hier sage, ist hundertprozentig rechtlich einwandfrei, denn ansonsten wäre die sächsische Verfassung verfassungswidrig. Zum deutschen Volk gehört jeder, der einen deutschen Pass hat. Zum Staatsvolk. Richtig. Genau. Und jetzt gehst du bitte in 116. Geh 116. Erzähl mal weiter. Dann bevor ich suche. Ja, deutscher im Sinne dieses Grundgesetzes ist ja heißt der Artikel. Deutscher im Sinne dieses Grundgesetzes ist, wer deutscher Staatsangehöriger ist oder wer als deutscher Volkszugehöriger im Gebiet des Deutschen Reiches nach den Grenzen vom 31.12.1937 Aufnahme gefunden hat. Ja, gut. Jetzt erklärst du mir bitte, deutscher Volkszugehöriger im Sinne des Grundgesetzes. So, da ging, da ging es doch um die Leute, die dann deutsche. Was ist der deutsche Volkszugehörige im Sinne des Grundgesetzes? Der hier Deutscher ist. In dem Artikel geht's doch um Deutsche, die flüchten müssen aus aus Polen, den Ostgebieten, um. Ach, das sind Deutsche, aber die sind keine deutsche Staatsangehörigen. Trotzdem Deutsch? Oder was? Ja, die waren doch Teil des Reichs. Nee, es geht doch um Deutsche, die nicht Teil des Reichs waren. War ein Russlanddeutscher Teil des Reichs? Wann war ein Russlanddeutscher Teil des Reichs? Bitte. Ein Wolgadeutscher. Der war Teil des Reichs. Niemals. Niemals. Der ist aber deutscher im Sinne des 107, 116 Grundgesetz. Also, nimm es nicht übel, dem Doktor der Rechtswissenschaften das Grundgesetz zu erklären, geht immer schief. Will ich, wollte ich, wollte ich da gar nicht. Das das Grundgesetz erklären, sondern du hast mir gerade raus vorgelesen. Also, deutscher im Sinne des Grundgesetzes ist jeder deutsche Staatsangehörige. Das ist der Demos. Und jeder deutsche Volkszugehörige. Das ist ein Deutscher, der nicht Staatsangehöriger ist, der im Gebiet, in der Regel der heutigen Bundesrepublik Aufnahme gefunden hat. Das heißt, also, ich möchte ein ein Deutscher, der nicht deutscher Staatsangehöriger ist, aber ethnisch Deutscher hat ein Aufnahmerecht. So. Das ist die Frage war ja, wer gehört zum Staatsvolk? Und da ist zum Staatsvolk gehört jeder, der einen Pass hat. Genau. Und für dich, du machst da eine Unterscheidung, weil für dich gibt's doch, ne? Du hast ja gerade von ethnischen Deutschen gesprochen. Zum St. Schau, jeder Südtiroler gehört zum italienischen Staatsvolk. Punkt. Auch wenn er ethnisch kein Italiener ist. Jeder Deutsche, der, jeder, der einen deutschen Pass hat, gehört zum deutschen Staatsvolk, auch wenn er kein ethnischer Deutscher ist. Das ist eigentlich nicht schwer.

Was ist ein ethnischer Deutscher? Ein ethnischer Deutscher ist jemand, der z.B. zu Hause deutsch spricht, der seine Alltagskultur, ähm, eben, der seinen Kindern deutsche Märchen erzählt, der Weihnachten feiert und nicht Zuckerfest. Der, das ist nicht klar abzugrenzen, sondern es ist eine Vielzahl von Einzellementen. Warum benutzt du den Eten? Ja, Ethnie hat doch, ist doch klar, was Ethnie heißt. Ethnie hat jetzt nichts mit welchen Gedichten ich mal zu Hause meinem Kind was vorlese. Also, ist die Ethnologie jetzt problematisch als Wissenschaft? Ich will ja wissen, warum du ethnische Deutsche verwendest. Weil ich den Begriff, weil der Begriff Volk in der deutschen Sprache unklar ist, denn er bedeutet sowohl Demos wie auch Ethnos. Und von dem griechischen Wort Ethnos, was auch die Übersetzung für Volk ist, komme ich dann da. Wir ja hier uns heute auf Deutsch und nicht all griechisch unterhalten, zu dem Begriff ethnisch. Eigentlich ist das kein Problem. Etn heißt ja Hautfarbe und Aussehen. Nein, nicht. Etn heißt also, also, wenn du in das, wenn du das Wort Volk ins Google eingibst, dann sagt dir das Google Wörterbuch: "Eine gemeinscha, eine große Gemeinschaft von Menschen, die durch gemeinsame Abstammung, Sprache und Geschichte miteinander verbunden sind." Das ist Google. Ich will Jania wissen. Das ist die Definition von Ethnie: "Eine große Gemeinschaft von Menschen, die durch gemeinsame Abstammung, Sprache, Kultur und Geschichte miteinander verbunden sind." Woher weiß ich, ob ich ein ethnischer Deutscher bin? Das musst du nicht wissen. Das ist keine rechtliche Frage. Du schreibst ja davon, ob, was du persönlich weißt und wofür du dich hältst, interessiert mich nicht. Rechtlich gesehen, ich will ja wissen, für wen du als ethnisch deutschen bezeichnest. Ich würde als ethnisch deutschen jeden bezeichnen, der zu Hause in seiner Alltagssprache Deutsch spricht. Warum? Mein, du willst ja in Sachen Remigration geht's ja um 25 Millionen Menschen in Deutschland. Geh nicht. Es geht darum, dass eine Auswanderung jedes Immigranten unmöglich ist. Das Buch richtet sich an ein mehrheitlich rechtes Publikum und da gibt es durchaus Leute, die die Idee haben, eigentlich müsste man doch die ganzen Migranten dauerhaft aus dem Land werfen. Und denen sage ich: Hört mit diesem Schwachsinn auf. Wir haben 25 Millionen im Land, die sind da, die sind wertvoll, die sind angekommen, die bleiben. Ist auch richtig so. Willst du aber nicht? Natürlich will ich das. Wir kommen, wir kommen da gleich noch mal zurück. Aber einfach nur bei den ethnischen Deutschen bleiben. Ich meine, du musst doch erklären können, was du damit meinst und wie man das herausfindet. Wenn du zu Hause als deine Umgangs- und Alltagssprache Deutsch sprichst, dann hast du eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass du ethnisch Deutscher bist. Das heißt, auch ein schwarzer Deutscher kann dann ein ethnischer Deutscher sein. Das glaubst du selbst? Das glaube ich. Warum hast du denn Tour, die ist ja eine schwarze Deutsche. Ich hab gelöscht, weil sie in Deutschland geboren ist. Das war ein Fehler. Sie hat Januar, hast du im Jahr 24 hast du geschrieben im Bezug auf Aminata Touré, ist Ministerin in Schleswig-Holstein, in Schleswig-Holstein, was zu geschrieben: "Der ethnische Afrikaner und Afghan in die Regierung nimmt, macht die Regierung auch kulturell afrikanisch und afghanisch." Genau. Dass ich, der Mensch formt seine Umgebung nach der eigenen Veranlagung. Also bei der Genetik, ne? Der Mensch formt seine Umgebung nach der eigenen Veranlagung. Ist zunächst einmal das, was ich am Anfang erklärt habe. Es geht darum, dass ich von innen nach außen und dass ich nicht eine leere Hülle bin, die durch meine, die durch Diskurse und die Gesellschaft geformt wird. Das, das war nicht rassistisch, was du da gesagt hast? Ne? Nein. Allerdings war es falsch. Es war deshalb falsch, weil Aminata Touré in Deutschland geboren ist und genau deshalb habe ich den Tweet gelöscht. Mhm. Du hast dazu auch noch geschrieben: "Natürlich ist Korruption korreliert mit Kultur und Kultur mit Ethnie." Na, das, die Frage, das die französische Kultur irgendwas mit dem ethnisch französischen Volk zu tun hat, ist, glaube ich, eine Binsenweisheit. Mhm. Und dass die polnische Kultur was mit dem Volk der der Polen zu tun hat, ist auch eine Binsenweisheit. Bei den Ungarn würde ich es auch bejahen. Das heißt, also, der Satz: Kultur hat was mit Ethnie zu tun, zu bestreiten ist etwas. Da können wir die ganze Ethnologie abschaffen. Und dann ist die Frage, gibt es eine Connex zwischen Kultur und gibt es und zwischen Korruption und da sagt zumindest die angelsächsische Wissenschaft, die man mir 2011 in London beigebracht hat, dass es tatsächlich so ist, dass es Länder gibt, wo Korruption kulturell weiter verankert ist als weniger. Also beziehen wir das mal auf die ehemalige Sowjetunion, weil da haben wir kein Rassismusproblem. Ohne Frage war in Estland Kultur, war in Estland Korruption weitaus weniger verbreitet als in Russland und sie war in Russland weniger verbreitet als in Tadschikistan. Mhm. Warum? Weil der Umgang mit einem gewissen sozialen Phänomen, z.B. Korruption, immer auch kulturell bedingt ist. Das heißt, es gibt einfach Kulturen, die finden, sag mal, Korruption ganz, ganz scheußlich. Das sind in der Regel nordeuropäisch-protestantische Kulturen, da ist man extrem korrekt und büst und sauber. Und dann gibt's eben Kulturen, die sind da, na ja, lässiger und sagen, wir sind heute mal großzügig, z.B. katholische Kulturen. Ja, also sicherlich gibt's ein Unterschied im mit Korruption zwischen Süditalien und Finnland. Das sind letztlich Sachen, die mögen unpopulär sein, aber die sind ja statistisch belegbar. Wie gesagt, du hast dir gesagt, es ist afrikanergan, Reg macht Regierung kulturell afrikanisch, afghanisch. Menschen, ich wusste damals nicht, dass Aminata Touré in Deutschland geboren ist. Damit ist der falsch. Wenn sie nicht hier geboren wäre, wäre richtig gewesen. Wenn sie gerade frisch gekommen ist, ist die Tatsache so. Warum es mir geht, ist, dass Einwanderung ein. Sag, du sagst doch, wenn sie in Afrika geboren wäre, wäre sie korrupter auf die Welt gekommen? Nein, nicht korrupter, sondern sie würde mehr von ihrer Kultur, in der sie sozialisiert ist, natürlich auch hier einfließen lassen. Wenn du jetzt, nehmen wir an, du wanderst aus, wir machen es mal anders rum. Du wanderst jetzt aus nach Syrien, dann wirst du doch deine deutsche Prägung nicht an der syrischen Grenze loswerden und und du wirst auch in Syrien gewisse Verhaltensweisen mit dich mit mit dir führen, deine Logik, dich ohne ohne weiteres als Deutschen erkennen lassen. Nach deiner Logik bin ich ja weniger korrupt, weil ich Deutscher bin. Nicht, du bist weniger korrupt, aber die Wahrscheinlichkeit oder die Verbreitung der Korruption, das Ansehen ist geringer. Sag, ein ethnischer Deutscher ist weniger korrupt als ein ethnischer Afrikaner. Was das überhaupt an sich schon leisten soll, das ist schon problematisch und Afghane. Völlig logisch. Einzelnen. Ich sage, dass in einer, ich sage, dass z.B. in einer, in der süditalienischen Kultur der Umgang mit Korruption entspannter ist als in der finnischen und dass deshalb in Süditalien Korruption häufiger vorkommen wird als in Finnland. Das ist unbestreitbar. Noch mal, äh, das ist, ist einfach logisch, dass du sagst, wenn man in Afrika geboren wird, dann ist ist man kup. Nein, das ist nicht logisch. Nein, das ist nicht logisch, weil das Problem, was du hast, ist, dass du nicht unterscheiden kannst zwischen einer allgemeinen mathematischen Aussage, den Durchschnittswert und eine Standardabweichung. Hast du kannst nicht den Einzelfall schließen. Es gibt immer den Einzelfall, der komplett anders ist. Es gibt also den korrupten Finnen und den absolut unkorrupten Süditaliener. Mhm. War äh, was in Südafrika als das Apartheidregime an der Macht war, weniger korrupt, weil es er weiß war? Nach Transparency International war Südafrika in den 80er Jahren tatsächlich hatte weniger Korruptionsprobleme als heute. Woran liegt das? Es liegt daran, dass die Kultur. Riger, weil, weil, weil die. Es liegt sicherlich daran. Nein, es liegt nicht, weil sie weiß war. Es liegt daran, weil es andere kulturelle, ähm, weil es andere kulturelle Schwerpunkte gegeben hat. Aber natürlich haben wir zur Zeit in Südafrika eine grassierende Korruption, sagt Transparency International und die sind nicht, die sind ja nur nicht AfD und wir hatten diese grassierende Kulturkorruption in den 80er Jahren nicht. Das heißt, also, wir haben einen kulturellen Wandel und dieser kulturelle Wandel hat dann dazu geführt, dass offensichtlich die Korruptionsbekämpfung nicht mehr hart genug geführt wurde. Mhm. Findest du nicht, wenn den Satz, du zwar gelöscht hast, aber klar gesagt hast und bestätigt hast, wer ethnisch Afrikaner, Afghan in die Regierung nimmt, dass es eine Herabwürdigung ist? Nein, ist es nicht. Das ist es nur in deinen Augen, weil du offensichtlich ethnische Afrikaner und ethnische Afghan für etwas Negatives hältst. Ich finde z.B. Afghanen und und Afrikaner für etwas sehr Positives. Umgekehrt könnte ich sagen, du findest ethnische Deutsche am besten. Nee, finde ich überhaupt nicht. Ich könnte ja genauso sagen, wer ethnische Deutsche in in eine Regierung in Syrien nimmt, muss ich nicht wundern, dass plötzlich außer irgendwelchen sinnlosen Regulierungen keine praktische Lösung mehr rauskommt. Mhm. Ich gibt durchaus eine ganze Reihe Sachen, wo ich sage, finde ich anstrengend in Deutschland, z.B. diesen ewigen Regulierungsfahn oder diese diese Spitzelei. Also, nehmen wir mal, nehmen wir mal Covid in Deutschland. Haben ja die Nachbarn, hat mir ein gemeindlicher Vollzugsbeamter gesagt, das Schlimmste in Covid waren die Leute, die bei ihm im Büro angerufen haben, um die Nachbarn anzuschwärzen, wenn sie sich nicht an die Covid-Regeln gehalten haben. Das ist ganz eklig. Das gibt's nur in Deutschland. Das heißt, also, es gibt ganz einfach überall Vorteile, es gibt überall Nachteile. Ich wehre mich dagegen, dass ein Volk wertvoller ist als ein anderes, sondern ich sage ganz offen: Es lebe die Vielfalt. Das Gegenteil dazu. Kommen wir gleich. Das Gegenteil sagst du ja sonst. Ich lebe die Vielfalt. Na gut, dann machen, dann machen wir das jetzt. Komm jetzt. Du hast nachweislich in Freital gesagt, ich zitiere: "Aber sie sind die Mehrheit, für die wir Politik machen. Wenn ich in den Raum schaue, ist es nicht bunt und vielfältig. Dass das schöner in Freital. Sie sind alle hier, sind deutsch, sächsisch und weiß." Ja, genau. Da fehlt aber der Vorspann. Fehlt der Vorspann. Stopp, stopp, stopp. Da fehlt der Kontext. Der Vorspann war: Ich komme gerade von einer Veranstaltung, wo der Tenor war, dass die alten weißen Männer an allem Übel der Welt schuld sind. Und dann drehe ich das um von alte weiße Männer auf und sie sind weiß und das ist okay. Das war der Um. Das heißt, ich habe den Leuten erklärt, dass es mittlerweile einen Diskurs gibt, der sagt, alte weiße Männer sind an allem schuld. Ganz klar, wer öffentlich erzählt, dass alte weiße Männer an allem schuld sind, der darf sich dann nicht wundern, dass Leute wie ich auch mal sagen: Schön, dass hier alte weiße Männer sitzen. Entweder wir machen, was ich sehr begrüßen würde, wir hören generell auf, über Hautfarben zu reden. Aber wenn wir nur noch über alte weiße Männer schimpfen und Black Lives Matter rufen, na ja, dann gibt's halt auch eine Retourkutsche. Im Übrigen will ich das nicht schön reden, das war eine freigehaltene Rede und es war unter Umständen nicht der allerschlauste Satz meiner politischen. Sag, du hast gesagt, hier ist es nicht bunt und vielfältig, das ist das Schöne. Dann hast du an anderer Stelle auch gesagt, kann jeder nachgucken, Zitat: "Bunt und vielfältig ist jede Müllhalde. Ich bevorzuge aber durchaus auch mal eine gepflegte, hellere Farbe." Letzte Woche und hier eben gerade hast du genau das Gegenteil gesagt. Also vor Gericht in Münster: "Es lebe die Vielfalt. Das Leben ist bunt. Es lebe die Vielfalt." Ja, natürlich lebe die Vielfalt. Ich mache keine Hierarchie, aber es ist durchaus so, dass ich gelegentlich auch mal mich freue, wenn ich alles. Also, ich lebe, ich lebe. Du sagst, du sagst, hier ist lebe die Vielfalt. Du sagst vor Gericht als äh, du letzte Woche vor Gericht warst mit der AFD. Ich wehre mich dagegen, dass mir unterstellt wird, dass ich eine Hierarchie der verschiedenen Ethnien aufmache. Ganz gegenteil. Ich schätze die verschiedenen Ethnien und die Verschiedenheit. Aber ich, ich, was ich nicht möchte, ich will nicht den großen globalen Schmelztiegel. Ich will also nicht, dass am Ende alles aufhört, original bei sich zu sein. Also, ich wünsche auch den Syrern nicht, dass sie jetzt eine Masseneinwanderung von Deutschen erhalten. Ich wünsche grundsätzlich, dass es möglich ist, dass z.B. die Polen weiterhin in einem Land leben, in dem die Mehrheit der Menschen polnisch spricht und sich am polnischen, an der polnischen Kultur und den polnischen Werten aufrichtet. Man, man, das Problem ist doch nicht, dass ich der Meinung bin, ein Volk sei mehr wert als ein anderes. Das Entscheidende ist, ich möchte, dass die Völker erhalten bleiben. Ich möchte die Vielfalt erhalten und nicht so einen einheitlichen Mischmasch haben. Das ist alles. Da habe ich den, also den passen, die passen in deinem Buch gefunden. Da sagst du, Zitat: "Die Pol Rechte muss deshalb der Fürsprecher der Vielfalt der Menschen und Völker sein, weltweit." Genau. Jeder unter seines Gleichen. Jede Gruppe am Ort, der sie evolutionär und kulturell geformt hat, den sie nach ihrem Wesen für sich geprägt hat. Sie tritt dann als wertvoll in Austausch mit anderen Völkern in deren Orten. Genau. Hat mich ein bisschen. Kannst du diesen, diesen Satz? Woran hat mich das erinnert? Hier mit jedes Tier, Pig, ach Quatsch, unter ne Pat sich nur unter mit einem Genossen der gleichen Art. Meise geht zu Meise, Fink zu Fink. Habe ich nie benutzt. Feldmaus, Feldmaus, Hausmaus zu Hausmaus. Nehmen wir doch mal. Wir machen noch ein Beispiel. Du willst mir also erzählen, dass du es okay findest, wenn es jetzt in Tibet eine forcierte Masseneinwanderung von Han-Chinesen gibt? Ja, du bist der Meinung, dass die Tibeter in Tibet nicht das Recht haben, dass sie da weitgehend unter sich ihre Kultur leben können. Das ist also deine Meinung. Die Frage ist doch immer, hier wird doch mit zweierlei Maß gemessen. Wenn die Deutschen, wenn ein Deutscher sagt, ich, ich bin der Meinung, jedes Volk sollte an seinem Ort weitgehend unter sich nach seinen Regeln leben, dann heißt es: Böser Nazi. Aber umgekehrt sagen dieselben Leute in der ganzen Welt, also, wenn jetzt plötzlich immerhin innerhalb desselben Landes Han-Chinesen in Tibet siedeln, das Völkermord, das Völkermord. Wir sagen, dass in den Entwicklungsländern gilt plötzlich das genaue Gegenteil. Es gibt eine eigene Gesellschaft, die Gesellschaft für bedrohte Völker, die es genau kritisiert, wenn bei kleinen Völkern es plötzlich zu einer Einwanderung kommt. Und deshalb nehme ich ja immer das Beispiel von Südtirol. In Südtirol gab es ein internationale Verhandlung, es gab ein Autonomiestatut dagegen, weil die, weil die deutsche lokale Mehrheit sich dagegen wehrte, dass Italiener angesiedelt wurden. Also von daher, gleicher Maßstab für alle. Und das, was ich da beschreibe, in der Tat, ich finde die Vielfalt der Völker und damit auch die Unterscheidbarkeit der Völker großartig. Ich bin gern in anderen Ländern, weil es da anders ist. Ja, jeder soll unter seines Gleichen bleiben. Ich bin gern da, wo es anders ist. Genau. Und und ich habe, ich habe gerade nicht meine Meinung gesagt, sondern ich habe, du hast aus meinem Buch sehr richtig zitiert. Ich finde, wenn ich das höre, das sind kluge Worte. Und ich habe aus dem anderen Buch zitiert, da was mir halt sehr weltliches mit dem Meise geht zu Meise, Fink zu Fink. Welches Buch ist das? Kennst du nicht? Kenne ich nicht. Also, von mir ist es nicht. Siehst es selbst. Also, es tut mir leid. Wenn alles, was du hast, wenn alles, was du hast, ist immer Hitler verweist, dann ist es dürftig. Ja, außer wenn er passt. Ja, passt nicht. Das kann sich selbst zurückspulen. Es gibt, es gibt fast dasselbe. Es gibt fast ein ähnliches Zitat von. Okay, wie H. Der berühmte amerikanische. Mein Kampf nicht gelesen. Das M. Was echt? Nein, interessiert mich überhaupt nicht. Gibt, gibt's ethnische Österreicher? Nein. Was sind denn das? Die Menschen, Staatsvolk, ein Staatsvolk. Aber welche Ethnie haben die Österreicher? Da sie zu deutschen Sprach- und Kulturgemeinschaft gehören, ist es ist es nach der Ethnologie. Aber bitte frag kein Ethnologen, der wird dir sagen, es sind ethnisch Deutsche. Also gehören sie zum deutschen Volk? Nein, sie gehören nicht zum deutschen Staatsvolk, weil es ein österreichisches. Nicht zum Staatsvolk, aber sie gehören zum deutschen Volk, zu der Volksgruppe der Deutschen, zu der Volksgruppe der Deutschen. Ja, wir feiern übrigens dieses Jahr 200 Jahre deutsche Auswanderung nach Brasilien. Großes Fest, auch durch die deutsche Botschaft in Brasilia. Es gibt über eine Million Brasilianer. Mhm. Die zu Hause deutsch sind. Ukrainer, eigentlich ethnische Russen oder ethnische Ukrainer? Die Mehrheit sind ethnische Ukrainer. Also, das kann man feststellen. Durch die Sprache. Ach, durch die Sprache. Durch die Sprache stellt man das fest. Ja. Es gibt was mit der Schweiz, dann da wird ja auch Deutsch gesprochen. Das sind ethnische Deutsche. Ja, und ethnische Franzosen und ethnische Italiener. Teile der der Menschen in der Schweiz gehören zum deutschen Volk, zu zu deutschen Volksgruppe. Es gibt Deutsch-italienische, gehören zur italienischen Volksgruppe. Und es gibt natürlich französischsprachige Schweizer, die werden ja auch so genannt. Oder und dazwischen ist der Röstigraben. Sind Menschen im Saarland eigentlich ethnische Deutsche? Da sie in der Regel zu Hause Deutsch sprechen, würde ich das mal stark annehmen. Oder immerhin die Hymne des Saarlandes heißt: "Deutsch ist die S..." Nur hat das Saarland ja öfter mal zu Frankreich gehört. Dann wurde, na ja, nach dem Krieg kurz, dann haben sie, war selbständig, als Gebiet. Ja, nee, dies, die Hymne des Saarlandes, dies ST S heißt: "Deutsches". Ja, aber das Saarland hat auch mal zu Frankreich gehört. Richtig. Unter Napoleon. Vielleicht waren das dann ethnische Franzosen oder ethnische Deutsche? Es waren ethnische Deutsche. Ach, immer? Ja, wenn sie zu Hause Deutsch gesprochen. Was im Saarland wohl der Fall ist. So gut kenne ich die saarländische Geschichte nicht. Aber sie waren halt, werden sie zu Frankreich gehört haben, also unter Napoleon waren sie natürlich staatsrechtlich oder oder oder rechtlich waren es Franzosen. Was mit Belgien? Da gibt es ethnische, ethnische Holländer und ethnische Franzosen. Und Holländer gehören nicht zur ethnischen deutschen Rasse. Was? Es gibt ethnische Holländer. Dutch. Klar. Dutch people. Ja, sind das ist eine eigene Ethnie. Mhm. Aber ich bin kein Ethnologe. Aber das sind jetzt Grundlagenwissen. Aber einfach ein Ethnologen einladen, der wird das erklären. Wenn du einem, wenn du meinem holländischsprachigen Kollegen erzählst, dass Menschen so so eine Haltung öffentlich vertreten würden, das macht jeder Ethnologe in Deutschland über über ethnische Deutsche zu reden, wie im Grundgesetz heißen die ethnischen Deutschen deutsche Volkszugehörige. Finde ich einen schlimmeren Begriff. Mhm. Was ist mit den ganzen Ruhrpolen, die zwischen 1870 und 1920? Mittlerweile, wer von denen spricht denn zu Hause noch polnisch? Weiß ich nicht. Gibt ja zweisprachig. Ja, dann müssen sie sich selbst entscheiden. Oder das ist ja kein kein rechtlicher Zugriff. Das ist eine Frage, das ist letztlich auch eine Frage der Selbstdefinition. Du brauchst einen gewissen Anknüpfungspunkt. Also, du kannst es nicht sagen, äh, ich bin ein ethnischer Franzose, wenn du kein Wort Französisch kannst. Das wird schwierig. Ja, aber wer im Ruhrpott wohnt, polnische Vorfahren hat und die polnische Sprache absichtlich pflegt und in die polnische Messe geht und so weiter, na, der ist halt ein Poler. Das muss das auch selbst definieren. Das ist doch deine, deine individuelle Definition. Das gilt ja auch für die Türken der dritten Generation. Wenn die mittlerweile längst besser Deutsch sprechen als Türkisch, dann sind sie natürlich Deutsche. Wenn sie aber zu Hause das türkische Brauchtum pflegen, wenn sie zum Zuckerfest gehen, wenn sie ihre Verwandten besuchen, wenn sie enge Beziehungen halten und wenn sie selbst für sich sagen, hey, wir sind Deutschtürken. Das sind Türken. Im Übrigen, die, die, die, wie heißt es, die Diyanet? Nee, die Moscheeverein, komme ich jetzt nicht drauf, von der türkischen. Der türkische Moscheeverein, der selbst warnt ja vor Assimilation und sagt: Bitte tragt eure türkische, euer türkisches Erbe weiter, bewahrt es und so weiter. Also, die Frage ist schon ein bisschen komplizierter, als es bisweilen dargestellt wird. Du bist ja für Assimilation. Hast letzte Woche aber. Nein, ich bin nicht für Assimilation. Du hast für, also vor Gericht hast du letzte Woche in Münster das dokumentiert worden, behauptet, dass du gegen Assimilation von Menschen ist. Du weißt, du weißt, was du in dem Buch geschrieben hast. Gibt assimilierte. Ich bin gegen eine Pflicht zur Assimilation. Also, ich zitiere es mal. Es geht also, du schreibst: "Es geht um einen Weg, das patriotische Bewusstsein der Autochtonen, ja, und der Assimilierten wiederzuheben und die Migranten dazu bewegen, sich entweder zu zu assimilieren oder aber zu remigrieren." Also, entweder assimilieren sich Migranten in Deutschland, passen sich total an, oder raus. Nee, nicht raus, weil es bei mir keine Deportation gibt. Es ist ganz klar, es muss ein Angebot der Assimilation geben. Es gibt keine Pflicht. Es gibt bei mir keine Pflicht zur Assimilation. Den Satz, ich gerade gesagt habe, das heißt nichts anderes: Entweder sie assimilieren sich oder sie müssen raus. Nein, sie müssen nicht raus, weil bei mir Remigration keine Verpflichtung ist. Remigration, wenn du, stell dir vor, du bist, du gehst jetzt nach und machst dann Unternehmen auf und irgendwann bist du aber 70 und sagst, es ist mir zu warm hier und du gehst zurück nach Deutschland, dann ist dein freiwilliges Zurückkehren aus Sen nach Deutschland in Remigration. Es ist keine Verpflichtung. Und ich bin strikt dagegen, von jemandem zu zu verpflichten, auch noch rechtlich zu verpflichten, sich zu assimilieren. Ob du dich assimilierst oder nicht, kann von dir nicht verlangt werden. Dein Wunsch. Ich hab gerade vorgelesen. Zur Remigration. Du schreibst das ja auch klar in deinem Buch. Was war Pozam im November nicht dabei, aber reicht einfach nur ein Buch zu lesen. Da steht auf Seite 60, ich zitiere: "Aber selbst wenn sich eine restriktive und differenzierende Einwanderungspolitik in 10 Jahren politisch durchsetzen ließe, du spekulierst, wenn ihr an der Macht wärt, was angesichts der anstehenden ökonomischen, sozialen und politischen Verwerfungen zumindest vorstellbar ist, bleibt die Frage, was mit denen dann im Land befindlichen Menschen mit Migrationshintergrund geschehen soll. Das werden in Deutschland prognostisch über 25 Millionen Menschen sein, davon deutlich über 15 Millionen Staatsangehörige." Und dann kommt der Satz: "Es gibt keinerlei Möglichkeit, diese Menschen gegen ihren Willen zur Ausreise zu." Ich bin noch nicht fertig. Du hast tatsächlich K Satz. Ich, was ich schreibe. Es geht dann weiter: "Es wird auch in 10 Jahren nicht ansatzweise eine politische Minderheit, gar die verfassungs- und völkerrechtliche Möglichkeit, ganz zu schweigen von der praktischen Umsetzbarkeit geben, diese Menschen gegen ihren Willen aus dem Land auszuweisen." Und dann schreibst du aber weiter: "Wie geht's dann weiter, dass jeder, der von Remigration will, ist nur auf Freiwilligkeit, auf freiwilliger Basis?" Nee, du schreibst: "Die Remigration der nicht integrationswilligen, integrationswilligen und fähigen kann nur in großer Zahl gelingen, wenn sie kooperieren." Also, freiwillig. Hierzu müssen sie die richtigen Ansätze gesetzt werden. Der erste: Es geht um die nicht integrationswilligen. Also um jene, die partout sich hier gegen die Regeln verwerfen. Ich habe, wir hatten ja gerade Assimilation schon. Entweder die nicht integrationswilligen. Genau. Lesen. Ich bin Jurist. Die nicht integrationsfähigen. Du willst die, die sich assimilieren. Nein, die nicht integrationsfähigen. Hier schreibe ich hier. Nein, die nicht integrationswidersprichst du dich laufend. Ich sage doch, die nicht integrationswilligen. Lies doch noch mal den Satz vor, den du gerade gelesen hast. Jetzt komm. Die die Remigration der nicht integrationswilligen, unfähigen kann nur in großer Zahl gelingen, wenn sie kooperieren. Das heißt, die nicht, selbst bei den nicht integrationswilligen, nicht integrationswilligen setze ich auf Freiwilligkeit. Absolut einwandfrei. Du möchtest, dass zwischen 15 und 25 Millionen Menschen. Nein, die nicht integrationswilligen. Das ist ein Teil davon. Ich habe doch gerade, wir haben gerade, also Maximilian, kein Scheiß, wir haben gerade vorhin festgestellt, dass du selber gesagt hast, entweder assimilieren sich die Menschen oder sie hauen ab, sie remigrieren. Aber nicht per Zwang. Richtig. Darum musst, musst ihr sie ja zur Kooperation bringen. Aber freiwillig ist was anderes als freiwillig. Da alles, man darf nur nicht zensieren, aber man kann ja, man kann ja Druck erhöhen, man kann das Leben schwer machen. Nein, freiwillig sage ich. Wie dann? Wie wie bringst du die 15 bis 25 Millionen Menschen? Geh, es geht um diejenigen unter. Moment. Es geht um diejenigen unter den 15 bis 25 Millionen Menschen, die nicht integrationswillig und fähig sind. Das ist eine Minderheit. Und diese Minderheit, sage ich, muss muss freiwillig gehen. Kann ich dir ganz einfach sagen, z.B. durch das, wovon wir erst sprachen, das ist Stadtgeld, Kombilohn gibt, weil dann muss man arbeiten. Wie gesagt, du fragst dich selber, ich habe gerade zitiert, was mit 25 Millionen Menschen passieren soll, 15 Millionen allein Staatsangehörige. Und dann sage ich, es gibt keinen politischen Willen und es gibt keine Mehrheit und es gibt keine rechtlichen Möglichkeit, dass diese Menschen gegen ihren Willen gehen. Und dann sage ich, die nicht integrationswilligen, das ist ein neuer Gedanke, die nicht integrationswilligen. Das heißt, das ist eine Teilmenge. Werden nur dann gehen, wenn sie freiwillig gehen und Anreize bestehen. Also, ich erkläre erst, dass die Hoffnung, dass die Idee mancher Leute, man könne alle Migranten aus dem Land schaffen, dass die völlig absurd ist.

Und dann sage ich aber, wer nicht integrationswillig ist, der muss auch gehen. Ich, in der Tat, wer nicht willig ist, sich zu integrieren, den will ich ja nicht haben. Ja, wie gesagt, du, du sprichst nicht von Integration, du willst, dass die sich nicht integrieren, sondern assimilieren. Sage: Können sich assimilieren, schwarz auf weiß, können sich assimilieren, wird's auch tun. Sie entweder assimilieren sie, oder sie remigrieren. Also, entweder passen sich total. Die Masse wird sich assimilieren. Und wie gesagt, es geht bei dir um 15 bis 25. Geh nicht, es geht um die nicht, ich vorgelesen, es geht um die nicht integrationsfähigen unter den 15 bis 25. Was du unter, was du unter integrationsunwillig verstehst, habe ich auch gerade vorgelesen, dass sie entweder assimilieren. Nein, du hast hier komplett zwei, du hast aus zwei verschiedenen. Nein, ist es nicht. Du hast hier auch aus zwei verschiedenen Kapiteln was zusammengestückelt. Das Interessante ist, dass deine Lesart dieses Textes überhaupt, wurde noch niemand gehabt. Und das Buch ist schon von vielen sehr kritisch gelesen worden. Also, mE, das eine ist auch passiert auf Seite 47, das andere Seite, n, ein paar zehn Seiten weiter. Das ist alles ein, ein großes Kapitel. Es geht um die nicht integrationswilligen und nicht integrationsfähigen unter den Menschen mit Migrationshintergrund. Das ist eine Teilmenge. Und ich gebe offen zu, wer nicht integrationswillig und fähig ist, mhm, der sollte tatsächlich besser das Land verlassen. Und das tun wir durch nicht durch Zwang, sondern durch ökonomische Anreize. Und ein solcher ökonomischer Anreiz ist es, dass es in Zukunft Kombilohn sch Bürgergeld gibt. Funktioniert wunderbar. Wie gesagt, was du unter Integration verstehst, war entweder assimilieren sich die Leute, oder fliegen raus. Von Umvolkung sprichst du ja auch. Ist ja auch ein problematischer Begriff. Weißt du nicht, das ist sächsischer Lokalkolorit, weil wir hatten im Jahre 2016 eine CDU Bundestagsabgeordnete, die hieß Bettina Kudla, und die hat in Sachsen über Umvolkung gesprochen. Und in der Tat, äh, haben wir dann den genommen, den nehme ich mittlerweile nicht mehr, weil der Begriff unnötig polarisiert. Wer, wer meinst du denn damit? Wer, wer will denn umvolken? Wer plant? Einmal erklärt. Ich habe gesagt, was ist Umvolkung, habe ich per Tweet erklärt. Umvolkung ist, wenn aufgrund politischer Maßnahmen die Zusammensetzung einer Bevölkerung, mhm, sich in kurzer Zeit massiv ändert. Mhm. Nach der Definition klappt das da. Aber der Begriff in der Tat zu hart klingt, verzichte ich auf ihn. Aber dass ich die Zusammensetzung, die demografische Zusammensetzung unserer Bevölkerung zur Zeit massiv aufgrund von politischen Entscheidungen ändert, das ist wohl evident. Denn wir haben eben eine, ein, eine massive Verschiebung der Zusammensetzung unserer Bevölkerung. Und das haben wir nicht als Folge von Naturkatastrophen. Das haben wir als Folge von, von politischen Entscheidungen. Aber ich gebe zu, der Begriff ist unglücklich, weil der auch aus der Zeit. Stimmt. Nein, stammt er nicht. Doch, Umvolkung ist NS-Sprache. Ist aber, er stammt nicht aus der Zeit. Ich habe gegoogelt. Wer, aber wer folgt denn um, wer plant das? Wer will das? Das habe ich noch nicht verstanden. Ich sage, auf der Basis von politischen Entscheidungen. Entscheidung, 2015 die Grenze aufzumachen, im einem Jahr eine Million Menschen nach Deutschland zu lassen, war ein Entscheidung von Frau Merkel, Bundesregierung. Die hat die Grenze nicht aufgemacht. Die waren auf. Doch, sie hat sie, weil sie nach dem Dublin 3 Verordnung war für die Aufnahme das erste EU-Land an der Außengrenze zuständig. Und sie hat ein Selbsteintrittsrecht behauptet. War die Grenze offen oder nicht? Sie hat ein Selbsteintrittsrecht. War die Grenze offen oder nicht? Grenzurückweisen. Ja, hat sie nicht gemacht. Das ist was anderes, als dass die Grenzen öffnen. Nein, sie hat ein Selbsteintrittsrecht in die Dublin 3 Verordnung positiv akformuliert. Und das hätte sie nicht tun müssen. Die Dublin 3 Verordnung sahen zu, dass die im ersten EU-Land bleiben müssen. Und sie hat gesagt, das akzeptieren wir nicht. Deutschland akzeptiert diese Leute, obwohl dazu nicht verpflichtet ist. Und das ist Dublin 3. Und von daher, ganz klar, das hat Frau Merkel zu verantworten. Die hat umgevolkt. Umgevolkt? Ja, sie hat eine Million Leute hereingelassen, die hier nichts letztlich Recht zu suchen haben. Haben wir das eine, äh, wir kommen, war zum Schluss. Hast du noch Kraft für gleich Publikumsfragen? Ich hab, ich muss z. ein mal auf Toilette. Aber beilallen ist ja egal. Sind die Antworten kürzer? Ich woll gerade sagen, lass laufen, weil das, das, das machen wir nicht. Nein, nein, nein, das ist, wir sind ja hier live. Äh, Menschenrechte. Ja, du forderst, dass es verschiedene Menschenrechte für verschiedene Menschen gibt. Falsch, falsch. Ich fordere, ja, ich weiß, was ich gesagt habe. Interpretation übersiehst du. Ich sage, die Menschenrechte sind allgemein anerkannt, aber die Auslegung und Interpretation soll dezentral erfolgen. Erkläre ich gern. Warum? Du schreibst, es ist richtig, wenn die konkrete Ausformung der Menschenrechte nicht global einheitlich. Konkrete Ausformung. Die konkrete Ausformung der Menschenrechte nicht global einheitlich. Global einheitlich. Anderes Wort für universell. Ja. Also der Menschenrechte nicht universell, sondern je nach Kulturkreis verschieden erfolgt. Du schreibst weiter, die politische Rechte muss aber nicht nur auf eine dezentrale Auslegung. Interpretation der Menschenrechte. Menschenrechte sind nicht absolut, schreibst du dann. Schreibst du auch, das Konzept der reinen Menschenrechte hat für diese Einbettung keine Instrumente weg. Daher potenziell destruktiv. Ja, das ist allgemein. Wir nehmen das an einem konkreten Beispiel. Ich rede von der Interpretation der Menschenrechte. Also, das ist, steht auch im Buch, dass es gewisse Menschenrechte gibt und dass die weltweit anerkannt, das ist unstreitig. Wir reden ausschließlich, wie jeder Jurist, über die Grenzfälle. Beispiel, gibt es ein Menschenrecht auf Abtreibung? Bitte, ich stelle hier die Fragen. Und es gibt sowas nicht. Doch, in der französischen Verfassung gibt's das neuerdings. Gut, wir reden jetzt aber über die Menschenrechte. Die kann, kennen wir. Vorlesen. Gibt es, gibt es, gibt es mittlerweile NGOs. Es gibt Auslegungen, die sagen, es gibt ein Menschenrecht auf Abtreibung. So, jetzt ist die Frage, wer entscheidet über die Grenzen der Menschenrechte? Wer entscheidet über die Konfliktfälle? Für Juristen ist nie der Regelfall entscheidend, sondern immer nur der Ausnahmefall. Das heißt, wir haben die Abtreibung, ist das ideale Beispiel. Wir haben auf der einen Seite Leute, die sagen, es gibt ein Menschenrecht auf Abtreibung als Ausfluss des allgemeinen Persönlichkeitsrechtes. Das sagt die französische Nationalversammlung. Das hat bis vor einem oder zwei Jahren der US Supreme Court gesagt. Auf der anderen Seite gibt's Leute, die sagen, nein, es gibt ein Recht auf Leben und das umfasst auch das Ungeborene. Jetzt ist die große Frage, wer entscheidet diese Rechtsfrage? Global einheitlich oder dezentral? Nur darum geht es. Der Punkt ist nämlich, und das erlebe ich als Mitglied des Menschenrechtsausschusses auch, wenn ich dann Vertreter hinschicke. Wir haben einige wenige globale Menschenrechts-NGOs. Wir haben Amnesty International, wir haben Human Rights Watch. Die arbeiten eng zusammen mit den Menschenrechtsausschüssen der nationalen, des Europäischen Parlamentes. Das Ergebnis ist, dass sie ihre Agenda und ihre Auslegung in den Geschäftsgang einbringen und anschließend das Europäische Parlament per Sank, per, per Resolution diese für weltweit verbindlich erklärt oder bestimmte Länder auffordert, sich an diese Auslegung zu halten. Und was ich sage ist, ob es ein Recht auf Menschenrecht, ob es ein Recht auf Abtreibung oder ein Menschenrecht auf, auf Leben für das Ungeborene gibt, soll in den USA der Supreme Court entscheiden. Soll in Europa der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entscheiden. Passiert auch. Maximilian, der Supreme Court in Amerika hat gerade jetzt letztes Jahr. Aber die Menschenrechte, der Menschenrechtsdiskurs in den NGOs, im Menschenrechtsausschuss sagt was anderes. Ja, das meinst, das meinst du aber nicht. Du geht es um die konkreten Menschen. Die Auslegung, mit der ich täglich als Mitglied dieses Ausschusses konfrontiert bin. Du bist Jurist. Die Menschenrechte sind universell, aber doch nicht die Interpretation. Unterscheidet doch mal zwischen dem Text und der Auslegung im konkreten Einzelfall. Der ist universell. Passt da aber die, die Anwendung auf den Einzelfall nicht. Und das Europäische Parlament in jeder Legislatur, in jeder Plenarsitzung hat drei Menschenrechtsresolutionen, wo es einen kon, jeweils konkreten Einzelfall in einem Land nach seiner eigenen Auffassung der Menschenrechte problematisiert. Das heißt, also du entscheidest dann über den Fall des Arztes Dr. XY aus Aserbaidschan und seine Behandlung durch die aserbaidschanischen Horden. Das haben wir jeden Monat auf der Tagesordnung. Und gegen diese Anmaßung, dass wir in Europa über die Anwendung der Menschenrechte in Aserbaidschan, in Indonesien, in Nigeria entscheiden, das halte ich für Neokolonialismus. Und dagegen wehre ich mich. Und jetzt unterhalte ich doch einfach mal mit dem Politiker aus dem globalen Süden. Diese Leute haben mittlerweile eine Verachtung und ein Hass gegenüber dem Westen, weil sie sich permanent bevormundet und geschulmeistert fühlen. Weil sie sagen: "Jungs, die Menschenrechte wenden wir in unserem Land alleine an. Hört auf, uns zu belehren." Und dieser, dieser, dieser Neoimperialismus, dass die Europäer den Aserbaidschanern, den Nigerianern, den Indonesiern vorschreiben, wie sie die Menschenrechte in ihrem Land anzuwenden haben, dagegen wehre ich mich. Das mit gutem Recht. Nach der Logik verstößt die chinesische Regierung bei den Uiguren ja auch nicht gegen die Menschenrechte. Und das siehst du ja genauso. Interessanterweise, noch mal, du sagst, äh, es gibt, es ist richtig, wenn es keine konkrete Ausformung der. Konkrete Ausformung. Lass mich doch mal kurz ausreden. Wenn es keine konkrete Ausformung der Menschenrechte, wenn die nicht global einheitlich ist. Genau. Du sagst, Menschenrechte sind nicht absolut und es geht um eine dezentrale Interpretation der Menschenrechte. Ich zitiere dir mal Artikel 1 unseres Grundgesetzes, Absatz 2: "Das deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrecht als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit." Aber doch nicht zur Interpretation. Inter. Das schau. Wir haben mittlerweile über 100 Bände Bundesverfassungsgerichtsentscheidung. Das heißt, wir könnten diesen ganzen Raum mit den Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichtes pflastern. Du bist der Meinung, dass in China und in Deutschland unterschiedliche Interpretationen Artikel 1 der Menschenrechte geben kann. Nein, aber z.B. in den USA: "Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist..." Du, du bist der Meinung, dass das nicht ein absoluter Menschenrechts. Schon, aber ich bin der Meinung, ich bin der Meinung, dass z.B. über die Frage der Zulässigkeit der Todesstrafe, man in Europa, Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte sagt, ist Menschenrechtsverstoß, ganz klar. Sehe ich übrigens genauso. Das ist doch Diktatur. Die Vereinigten Staaten von Amerika haben das Recht zu erklären, nach unserem Verständnis der Menschenrechte verstößt die Todesstrafe nicht gegen die Menschenrechte. Und Europa hat das Recht zu sagen, nach unserer Meinung stößt es gegen die Menschenrechte. Und jetzt ist die Frage, muss es zu dieser Streitfrage eine global einheitliche Antwort geben? Die niemand fordert. Doch, wer fordert das denn? Irgendwelche NGOs oder der Menschenrechtsausschuss des Europäischen Parlamentes in jeder Plenarsitzung dreimal. Und da bin ich Mitglied. Gut, gut. Da bin ich Mitglied und deshalb kann ich aus meiner leidvollen Praxis sehr wohl sagen, dass ich die Praxis des Europäischen Parlamentes mit drei Menschenrechtsresolutionen global pro Plenarsitzung für völligen Unsinn, für neokolonialistisch und für europäisch anmaßend halte. Das sage ich auch weiterhin. Das soll man halt nur richtig verstehen. Wie gesagt, Artikel 1 Absatz 2. Ich verstehe nicht, wie, weil du den Unterschied zwischen den Rechten und der Auslegung nicht kannst. Nach deiner Mö, nach deiner Logik reicht ja der Gesetzestext des Grundgesetzes aus und dann stellt sich ja die Frage, warum brauchen wir über 100 Bände Entscheidungssammlung des Bundesverfassungsgerichts, wenn eh alles drin steht. Der Text der Menschenrechte ist von mir völlig unbestritten, steht auch im Buch. Es geht aber um die über 100 Bände, die wir dann weltweit anwenden. Wir kommen zum Schluss. Ja, schade. Ich weiß nicht, wie, wie viel Frank Hans noch mit dabei hat mit den Vorfahren. Wie, wie weit gehst du eigentlich zurück bei unseren Vorfahren? So weit man Lust hat, sich damit zu beschäftigen. Wie, wie weit gehst du dann zurück? Ich weiß, dass die Vorfahren, wenn es dann unkonkret wird, alle aus K, aus Krens in Sachsen und waren da in der Regel Handwerker und so Kleinstadtpatrizia. Ich hatte Krass irgendwie in niederländisch verortet bei meiner Recherche. Waren. Das ist merkwürdiger. Waren die Ölchen Bruns aus Oldenburg und aus den Niederlanden, dann mütterlicherseits auf der anderen Seite Krens war Sachsen und teilweise war ein bisschen Oberschlesien. Und bei den Krass haben wir Sachsen sch dazu, dass unsere Vorfahren keine Verbrecher. In der Generalität glaube ich, dass wir sagen sollten, unsere Vorfahren waren keine Verbrecher, weil Verbrechen ein individuelles Fehlverhalten ist. Und wenn wir also einen allgemeinen Satz aufstellen, sollten wir dazu bekennen, dass in der Allgemeinheit und damit typisch, unsere Vorfahren keine Verbrecher waren. Wann, wann unsere Vorfahren, die im Dritten Reich gelebt haben, die Nazis? Nur diejenigen, die sich individuell schuldig gemacht haben. Mhm. Nicht der Rest. Rest nicht. Was haben die? Haben die keine Schuld? Nein, sondern Schuld ist individuell. Du musst individuell ein Verbrechen begangen haben. Wenn du 1928 geboren wurdest und du bist anschließend 1943 als Kanonenfutter eingezogen worden und hast es geschafft, den Krieg irgendwie zu überleben als, weiß ich, Lastkraftwagenfahrer oder oder Kanonenputzer, dann bist du nicht schuldig und das Recht kein Verbrecher. Aber ohne das deutsche Volk hätten die Nazis werden nicht an die Macht gekommen. Es gibt keine Kollektivschuld. Du sagst auch, wenn du wieder entdeckst, also hast du se den TikTok Followern gesagt, wenn du, wenn du wieder entdeckst, was deine Vorfahren alles getan haben, dann wirst du auch dich aufrichten können und musst keine Angst mehr haben. Genau. Weil wir zurzeit Menschen haben, die überhaupt keine Wurzeln mehr haben. Dass junge Leute heute wissen, dass die Zukunft für sie hart wird und sie wissen, dass die Erfahrungen ihrer Lehrer und Eltern sie nicht befähigen, in dieser Zukunft zu bestehen. Das heißt, das, was wir diesen jungen Leuten geben müssen, ist Selbstvertrauen und ein Bekenntnis zu sich selbst. Entdecke, wer du bist. Und um zu entdecken, wer du bist, ist es immer ganz gut, sich zu überlegen, wer waren eigentlich Oma, Opa, Uroma, Uropa. Das heißt, dass du die Vorstellung von dem hast, wo du herkommst. Und genau diese Idee, eine Vorstellung von dem zu haben, wo du herkommst, das richtet auf, das macht stark, das macht fit für die Kämpfe der Zukunft. Was mit deinen Vorfahren? Mein Großvater, der jetzt neuerdings als NSDAP-Mitglied enttarnt wurde, was ich nicht wusste, hat ein sehr bewegtes Leben, das offenbar einen dunklen Fleck hat. Mein Großvater hat als Frontarzt im Ersten Weltkrieg hunderten Menschen das Leben gerettet. Er war anschließend Kassenarzt mit großem Ansehen. Er ist 45 vertrieben worden, hat noch mal eine Kassenarztpraxis in Sachsen aufgebaut. Noch heute kommt zu meinen Wahlkampfveranstaltungen ältere Leute und sagen: "Ah, ihr Großvater war mein Kinderarzt." Und ist dann relativ früher am Herzinfarkt gestorben. Ein solches, er war nebenbei noch Vater von sieben Kindern. Also ein solches Leben in der Tiefe, in der Reichhaltigkeit, aber gleich do dertig gelebtes, intensives Leben mit Höhen, mit Tiefen, mit Enttäuschung. War verwitwet zwischendurch mal. Mit irgend so einem banalen Leben irgendeines ZDF-Journalisten, der meinem Großvater jetzt postum ans Bein pisst. Will ich lächerlich. Mein Großvater war ein großer Mann. Also letzt mal, na, de Großvater gefragt wurde, hast du gesagt, er war nicht in der. Die Story ist die, der sich mit Familienforschung betreffende Onkel mir mal gesagt hat, dein Opa war kein Verbrecher. Nein. Also, man kann im Bundesarchiv nachgucken. Er hat eine NSDAP-Mitgliedsnummer. Das hatten 8 Millionen Deutsche. Er war nicht nur Arzt, er war auch in der Hitlerjugend als. Nein, er war nicht in der Hitlerjugend. Er hat die Hitlerjugend betreut. Wenn ihm was passiert ist, offensichtlich war als Arzt bei der Hitlerjugend engagiert. Kann man im Bundesarchiv nachgucken. Und dort wird ihm auch bescheinigt, überhaupt aktiv im Sinne der Bewegung sich betätigt zu haben. Das reicht aus, dass er Hitlerjunge behandelt hat, um sich aktiv im Sinne der Bewegung betätigt zu haben. Im übrigen, stell dir vor, du hast kein. Na, stell in der NSDAP und hat Hitlerjunge behandelt. Er war in der NSDAP. Millionen Leute. Nein, war er nicht. Wenn du, wenn 8 Millionen Leute da Mitglied sind, müssen sie nicht Nazi sein. Sie können auch aus irgendwelchen Schwachsinnsgründen Mitglied gewesen sein. Eineinhalb Millionen NSDAP-Mitglieder waren keine Nazis, nicht zwingend. Es gibt ganz einfache Mitglieder, die waren halt Mitglied. Wenn du keine, wenn du keinen Job hast, wenn du kein Funktionär warst, wenn du nicht in der SS warst, wenn du, wenn du einfach Mitglied warst, warst du nicht automatisch Nazi. Du bist ein Nazi, wenn du eine Funktion übernimmst, wenn du Redner bist, wenn du, wenn du vorangehst. Du kannst doch nicht spontan und pauschal eineinhalb Millionen Deutsche einfach abwerten. In dieser Generation. Mein Großvater hat extrem viel Menschen das Leben gerettet. Er war ein Arzt. Stell dir vor, du bist ein Arzt und hilfst verwundeten Wehrmachtssoldaten. Hast du dich auch nach der damaligen Diktion aktiv im Sinne der Bewegung gesetzt? Wenn kein Nazi. Wenn ich in der NSDAP gewesen wäre, ich wäre Genser war in der NSDAP. Es war Helmut Schmidt, wenn ich richtig in Erinnerung habe, auch. Und war nach Wehrmachtsoffizier. Ich weiß aber nicht, ob die sehr aktiv in im Sinne der Szene gehandelt haben. Hans-Heinrich Genser, NSDAP-Verbrecher? Günter Grass war SS-Mann. Günther Grass war ein SS-Mann. Walter Jens war in der NSDAP. Die ganze linksliberale Schickeria der frühen Bundesrepublik war in der NDP. War das alles Verbrecher? Nein, waren sie nicht. Wahnsinnig. Dein Opa offensichtlich schon. Was, bitte? Ich mirh. Mein Großvater war Arzt. Er hatte keine Funktion in der Partei. Mein Großvater hat kein einziges Verbrechen begangen. Er hat Menschen behandelt. Mein Großvater war kein Verbrecher. Du hast letzt mal noch nicht mal gewusst, dass er in NSDAP war und jetzt bist du dir hier auch so sicher. Ja, bin ich, weil ich die Unterlagen gelesen habe. Jetzt. Er hatte kein Amt in der NSDAP. Was mit den anderen Großeltern auch sicher, dass da kein ist? Mein, mein anderer Großvater war Kriegsgefangener in Italien. Zum Schluss. Hans, kommt jetzt mit euren Fragen. Keine Ahnung, was ihr da jetzt die letzten Stunden für Maximilian gesammelt hat. Ich habe noch mal eine, eine kurze letzte Frage. Du hast am, hast wahrscheinlich mitbekommen, 1. Juni 2019 wurde Walter Lübke erschossen. Das war der Regierungspräsident von Kassel, richtig, CDU. Von Stefan Ernst. Das war spät abends um 23:20 Uhr, laut Polizeiangaben, wurde erschossen. Weißt du, wo du an dem an dem Tag warst? Nein. Du warst auf Parteitag in Sachsen. Hast du da nachmittags eine Rede gehalten? Weißt du noch, was du da erzählt hast? Das war im Schützenhaus in Lommatzsch. Ja, genau. Und da habe ich, passend zum Schützenhaus, gesagt, was habe ich da gesagt? Wenn wir ein gutes Wahlergebnis haben, dann ist der Weg freigeschossen dafür, dass wir auch in Sachsen an die Regierung kommen. Du hast gesagt, wir schießen den. Ist ein falsches Zitat. Wenn ich richtig in Erinnerung habe, der an das, das anwesende Journalisten. Das habe ich so nicht gesagt. Der hat das nur wiedergegeben. Da gibt's auch Videoaufnahmen, dass das so nicht gefallen ist. Abgesehen davon habe ich jetzt in den letzten vier Jahren eine Korrektur nicht gesehen. Das Zitat, was ich gefunden habe, ist: "Wir schießen den Weg frei. Es gibt nur uns, ansonsten geht alles den Bach runter." Das Zitat, Zitat, habe ich so wirklich nicht gesagt. Ich habe gesagt, wir sind hier im Schützenhaus. Es geht darum, bei der Europawahl den Weg freizuschießen, dafür, dass wir bei der Landtagswahl in Sachsen klar stärkste Kraft werden. Was hast du gedacht, nachdem du mitbekommen hast, dass Walter Lübke ermordet wurde? Ich habe sicherlich nicht diesen idiotischen Zusammenhang gesehen. Was hast du aber gedacht, als Walter Lübke erschossen wurde? Ich bin gegen jede Form von Extremismus. Wer Gewalt, gar tödliche Gewalt zu Erreichung irgendwelcher politischer Ziele einsetzt, dessen Gegner bin ich. Was hast du gefühlt, als du gehört hast? Ich meine, du warst selber in der CDU, dass Walter Lübke erschossen wurde. Ich bin ein Gegner jeder politischen Gewalt, aber ich kann es auch nicht sagen, dass als ich das gehört habe, außer meiner tiefen Verachtung und meinem Erschrecken irgendwie, ich keine Trauermitteilung oder irit. Das ich jetzt, weil ich, dass ich jetzt, weil ich jetzt nicht irgendwie ein, ein, einen großen Traueraussatz schreibe, ich in irgendeiner Form diesen, diesen Mord gut heiße, ist ja nun wirklich absurd. Es gibt keine Verpflichtung auf Twitter Trauer aussätzw. Lübke zu schreiben. Ich lehne, und das ist nun wirklich glaubwürdig, habe ich immer so gehalten, jede politische Gewalt rundrum ab. Das weiß auch jeder. Aber das heißt jetzt nicht, dass wenn irgendwo politische Gewalt ausgeübt wird, ich sofort rufen muss, ich bin furchtbar betroffen. Also solche, solche Zwangsgesten, solche Zwangsgesten, an den beteilige ich mich schon aus Rebellentum nicht. Ich wollte in keinster Weise gerade suggerieren, dass du an dem Mord beteiligt warst. Nein, ich muss auch keine zwangsweise irgendwelche Kondolenzbekundungen abgeben. Was ich aber in dem Zusammenhang interessant fand: Du hast 2017, also zwei Jahre vor dem Mord an Lübke, Männer vertreten, die 2016 vor einer Kaufhalle im sächsischen Arnsdorf einen irakischen Flüchtling an einen Baum gefesselt hatten. Da gab's ein Prozess gegen diese Männer, sind dann Verfahren eingestellt worden. Kurz vor Prozessbeginn wurde wichtigste Zeuge, nämlich dieses Opfer, der Iraker, tot im Wald gefunden. Weißt du noch, mit wem du damals die Männer verteidigt hast? Mit Frank Hannig. Wer war Frank Hannig? Ein Rechtsanwalt aus Dresden. Wer, wen hat Frank Hannig später verteidigt? Weiß ich ja nicht, wen der später verteidigt hat. Walter Lübkes Mörder. Ja, gut, Stefan Ernst. Da kann ich ja nun 2017 in die Zukunft schauen. Frank Hannig war ein in Dresden bekannter Strafverteidiger. Mhm. Und einen Rechtsanwalt vorzuwerfen, welche Mandanten er hat, ist völlig lächerlich. Jeder Angeklagte, habe ich dich, habe ich dir das gerade vor, jeder Angeklagte hat ein Recht auf einen Anwalt. Ich habe diese Männer in Arnsdorf gern vertreten, übrigens. Das war ein CDU-Gemeinderat. Ich war noch CDU-Mitglied. Den Prozess natürlich gewonnen. Es war eine klare Notwehrhandlung. Die Männer durften das, sind Hauptzeuge wurde tot. Sie haben das, die Männer durften das ohne jede Frage. Ähm, das war ganz klar vom Gesetz gedeckt. Das heißt, es war legal. Ich habe sie gut vertreten, sie sind freigekommen, ohne dass irgendeine Blessur an ihnen hängen geblieben ist. Und Frank Hannig, dass Frank Hannig zwei Jahre später den Mörder von Walter Lübke verteidigt, das, ich bin leider niemand, der hellsichtig begabt ist und weiß, wen Frank Hannig zwei Jahre später vertreten hat. Hätte mich im übrigen auch nicht interessiert, weil es der Job eines jeden guten Anwalts ist. Man könnte sagen, Straftäter zu vertreten. Sagen, Frank Hannig verteidigt gerne Rechtsextreme. Das weiß ich nicht. Frank Hannig vertritt gerne Straftäter. Das ber Strafverteidiger. Maximilian, vielen Dank für deine Zeit. Gern. Willst du kurz auf Klo, od bevor Hans die Zuschauerfragen macht, oder vielleicht einfacher, etwas entspannter? Gut, dann machen wir hier kurz eine Pinkelpause. Sind ein paar Minuten wieder da. 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mindestens auch eine Stabilisierung eines diktatorischen Systems, dass du eigentlich als schlecht bezeichnest. Das nenne ich inhuman. Ja, aber glaubst du denn wirklich, dass du den Menschen in Syrien hilfst, wenn du ein Land, das ohnehin ausgebombt ist und vom Krieg zerfressen, jetzt noch über Jahre hinweg mit Sanktionen in der Armut hältst? Ich finde, noch mal, Politik ist oft die Wahl zwischen zwei Übeln. Die Frage ist, was ist das Schlimmere? Ist es schlimmer zu sagen, ja, wir haben da ein Regime, das wir nicht mögen, aber da leben Millionen Menschen, und wir finden es nicht korrekt, dass die jetzt über Jahre in bitterer Armut leben, in der Hoffnung, dass sie irgendwann wieder eine Revolte machen, die wieder blutig sein wird?

Ich bin vorhin über Südafrika gesprochen. Das Apartheid-System dort wurde auch überwunden durch Sanktionen, auch aus Deutschland. Unter diesen Sanktionen haben auch Schwarzafrikaner gelitten, objektiv und materiell. Und dennoch haben sie sich anschließend dafür bedankt, haben gesagt, das war nötig, äh, um dieses System zu überwinden. Ich glaube nicht, dass das Assad-Regime sich durch Sanktionen überwinden lässt. Das hat, das hat bei Saddam Hussein auch nicht geklappt. Wir haben halt nur sehr viel Tote produziert. Das heißt, diese, diese Länder, solche Regime werden überwunden durch Entwicklung, weil eine souveräne, stolze, selbstbewusste Bourgeoisie entsteht, die dann solche letztlich archaischen Diktaturen überwindet. Und diese Bourgeoisie kann eben zum Teil auch, auch das haben wir historisch erlebt, im Exil entstehen. Also das, was du forderst, wird unter Umständen geschaffen, dadurch, dass sie hier auch zivilgesellschaftliche Fähigkeiten entwickeln, die du ihnen aber nimmst, wenn du sagst, geht mal lieber wieder zurück.

Sie entscheiden ja selbständig. Ich würde ja niemanden abschieben. Ja, aber zu sagen, you are not welcome, und das ist ein Signal, das man damit sendet. Das schränkt dann doch, oder? Ja, das relativiert den Begriff der Freiwilligkeit.

In dem Zusammenhang gab es die Frage, weil du sagtest, die nicht integrationswilligen, den sollte man dann doch die Remigration nahelegen. Wer entscheidet anhand von welchen Kriterien, was integrationswillig ist? Na, zum Beispiel der Strafregister. Also wer strafrechtlich auffällt und das vielleicht wiederholt, da würde ich schon sagen, da hapert's so ein bisschen mit der Integrationswilligkeit. Aber Integration ist doch kein juristischer Sachverhalt. Nein, ein Beispiel wäre auch die Frage der Sprache. Also wer nach fünf Jahren partout kein Deutsch kann, äh, würde ich schon sagen, da muss man fragen, ob der überhaupt ankommen möchte. Wir haben vor kurzem, das ist ein Fall, ich bin jemand, der sagt, Finger weg von Staatsangehörigen, aber wir haben vor kurzem in Berlin ein einen einen Prozess gehabt gegen einen, äh, 19-jährigen deutschen Staatsangehörigen, der musste mit Dolmetsch geführt werden. Also wenn das jetzt nach fünf Jahren noch mit einem nicht-deutschen Staatsangehörigen passiert, würde ich schon sagen, da fehlt an der Integrationsfähigkeit. Ich glaube, die Sprache ist ein wichtiger Aspekt.

Sicherheit, das ist mit Sicherheit so. Deswegen wird die Frage des Spracherwerbs auch bei allen, die sich ernsthaft um Integration und zwar nicht nur in Form eines assimilativen Anpassungsprozesses, sondern als wechselseitige Verzahnung beschäftigen, sagt Spracherwerb ganz wichtige Kulturtechnik. Aber noch mal, wir haben ja keine Institutionen, die Integrationswilligkeit feststellen könnten, und damit wird dieses Kriterium zu einem politisch beliebig anwendbaren, und das ist die Problematik. Also noch mal, die Frage, wir haben ja nun seit 2015 sicherlich, manche sind auch wieder gegangen, ungefähr 10 Millionen Menschen gehabt, die einmal in dieses Land gekommen sind. Vielleicht sind einige gegangen, aber die einfach da sind. So, dass nicht jeder von den 10 Millionen bleiben kann, zumindest dann nicht, wenn er nach Jahren immer noch nicht imstande ist, seinen Lebensunterhalt wenigstens teilweise selbst zu verdienen, wenn er die Sprache noch nicht kann, wenn er, wenn er es nicht hinkriegt, sich den Gesetzen entsprechend zu verhalten. Ich glaube, das ist etwas, was zumindest von der Mitte bis rechts allgemein anerkannt ist. Da müssen wir uns auch die Frage stellen, wie wir diejenigen, die partout hier nicht ankommen, ob ob es nicht auch in deren Interesse ist, dass sie zurückgehen.

Denn wenn gibt's bei Integration auch eine Bringschuld der sagen wir Gastnation? Ja, aber das tun wir doch. Wie viel Geld geben wir denn aus? Wir bauen, wir bauen Wohnungen, wir bauen Flüchtlingsheime, wir bieten Sprachkurse an, wir, wir, wir erlauben Zugang zum Sozialsystem. Nehmen ein Beispiel, was weniger emotional ist: die Ukrainer in Polen, wo es deutlich weniger Bringschuld gibt. Ist der Anteil der Ukrainer, die sozialversicherungspflichtig arbeiten, bei ungefähr 75%? Bei uns ist ja glaube ich bei 35. Da sieht man doch, dass es offenbar auch anders geht. Und das sind ja keine anderen Ukrainer, die in Polen gelandet sind als in Deutschland. Von daher meine ich schon. Und Polen bietet deutlich weniger als Deutschland. Ja, aber sowohl die sprachlichen Unterschiede zwischen Ukrainern und Polen sind wesentlich geringer. Das heißt, für Ukrainer ist, sind die Barrieren, um in ein Arbeitsverhältnis reinzukommen, deutlich geringer als hier. Deswegen finde ich, das darf, wenn man diese Bedingungen mit berücksichtigt, gar nicht so verglichen werden, wie du es machst. Weil wir die Zahlen ja auch aus Belgien haben. Da ist es zwar nicht so hoch wie in Polen, aber das ist höher als in Deutschland.

Das zweite ist eben, wir müssen doch zur Kenntnis nehmen, dass manche der Angebote, die wir machen, kontraproduktiv sind. Vor kurzem mich mit einem Gastwirt aus Magdeburg unterhalten, der Kellner sucht. Und dann sagte er, ja, er hatte auch Ukrainerinnen, die sind zu ihm gekommen, haben sich beworben, dann haben sie aber gesagt, pass auf, wir machen es nur schwarz für, ich glaube, 12 € die Stunde. Jetzt hat er gesagt, die 12 € die Stunde locker bezahlt, aber nicht schwarz, weil sie nebenbei noch Bürgergeld abgreifen. Das bedeutet, das sind, wenn ich mir allein anschaue den Flixbus-Fahrplan von Berlin nach Kiew, dann habe ich ja pro Tag, wie viel Busse die da hin und her fahren. Also noch mal, Friedrich Merz ist ja ein Meister des Fettnäpfchens. Ja, dein Vorbild. Aber ich weiß nicht, ob ich so viel Fett. Ich trete wenigstens. Ich provoziere schon absichtlich nicht. Aber wenn wir das Gesamtbild sehen, wir haben diese vielen Flixbusse, woraufhin er sagte, Sozialtourismus. Wir haben diese, wir haben die, die niedrige Quote der sozialversicherungspflichtig arbeitenden Ukrainer. Wir haben die hohe Quote der Bürgergeldempfänger. Ja, es fehlt dazu die objektive Studie, aber die Indizien, die wir haben, zeichnen ein Bild, dass wir Fehler machen.

Ja, der größte Fehler liegt, glaube ich, darin, und der auch am Kasten eigentlich heilbar wäre, äh, wenn Herr Putin den Angriffskrieg beenden würde. Glaube, das tut er nicht. Ne, und das nehmen wir dann auch so hin.

Andere Frage, weil ihr über England gesprochen habt, die Entwicklung der Ökonomie post-Brexit. Da hattest du gesagt, es geht der englischen Ökonomie, der Wirtschaft besser. Das W. Es gibt es gibt ein gemischtes Bild, das mir bekannt ist. Aber ich frag einfach mal nach den Wachstumsraten, BIP-Vergleich Großbritannien, Deutschland. Gegangen. Ja, und ich zitiere mehrere Follower im Stream haben das angemerkt. Cambridge Economics ist eine aktuelle Untersuchung aus 2024. Das Beschäftigungsniveau wird bis zum Jahr 2035 um 3 Millionen Menschen sinken, und die Investitionen, die ländischen Investitionen in Großbritannien werden um ein Drittel sinken. Das sind solide Zahlen. Cambridge Economics ist nicht irgendwer, und sie sind kein gemischtes Bild, sondern sind ein eindeutig negatives Bild. Da war ich aber bisschen davor. Also als der Brexit kam, haben alle englischen Forecaster vor katastrophalen Szenarien gewarnt. Die Wahrheit ist, mit dem Brexit ist erstmal der Aktien, ist der Aktienindex massiv gestiegen. Es ist, es gab auch kein, keine, kein Mangel an Lebensmitteln und an Medikamenten. Das heißt, es sind in der Regel werden für England relativ schlechte Prognosen gestellt, die dann nicht eintreten. Das heißt, es ist ganz sinnvoll, ab Brexit. Ich war letztes Jahr in London. Es ist ganz sinnvoll, ab ab Brexit die Wachstumsraten des BIP zu vergleichen. Da laufen die nicht schlecht. Richtig ist, dass in England die soziale Ungleichheit stark wächst. Das Problem ist, das ist leider immer so, wenn die Tories regieren. Das heißt, ich kann dir jetzt nicht sagen, ist das eine Folge des Brexit oder ist es nicht einfach eine Folge der Wirtschaftspolitik der der Tories. Aber ich denke, in einem, ohne dass man jetzt sich streitet, wer macht welche Studie, denn wir wissen ja, dass die akademische Welt ganz überwiegend gegen den Brexit war, einfach vergleichen Wachstumsraten des Bruttoinlandsproduktes ab Brexit Deutschland, Großbritannien, dann sieht das Bild aber, aber, aber Entschuldigung, anders aus.

Nee, also, wenn, wenn die Prognose, seriöse Prognose zum Ergebnis kommt, bis 2035, 3 Millionen weniger Beschäftigte und die, die Produktion sinkt um ein Drittel. Aber das tut sie doch in Deutschland auch. Ach so, also die Frage ist doch immer der Vergleich. Mich interessiert, die Produktion in Deutschland sinkt um ein Drittel. Wir, wir, die Autoindustrie bis 2035 von ihren Verbrennern befreien, und wir zur Zeit ja schon erleben, wie stark neue Auslandsinvestitionen eben, also wie stark deutsche Unternehmen im Ausland investieren, haben wir ja auch. Müssen wir auch damit rechnen, dass die Industrieproduktion zurückgeht. Also, ich kenne keine Prognose, die sagt, bis 2035 wird die Inlandsproduktion ein Drittel sinken. Lass uns den, das hast du jetzt exklusiv. Lass uns die, lass uns die, lass uns die BIP-Wachstumsraten vergleichen. Äh, das ist glaube ich besser, als sich über Prognosen zu streiten. Aber ich, noch mal, ich kenne die, die Prognosen, ich kenne auch die Indizes, die negativ sind, insbesondere soziale Gleichheit. Du suchst dir die raus, die dir passen. Ja, ich gehe nach dem, ich gehe nach der einfachsten Lösung.

Produkt. Ja, aber das mit der einfachsten Lösung machst du in deinem Buch auch häufiger, und da kommen dann erstaunliche Ergebnisse auch manchmal raus. Vielleicht kommen wir dann auf einzelne Punkte. Es gab ein anderer Punkt, den ihr angesprochen hattet, als es darum ging um Steuervermeidung, Steuerfluchtkapitalverluste, wo du sagtest, ja, die Schweizer haben keine Konten auf den Cayman Islands und so. Da haben mehrere Menschen, den ich das jetzt mal glaube, gesagt, Entschuldigung, A, ich bin Schweizer, oder B, ich arbeite im Schweizer Finanzwesen. Diese Aussage ist sowas von falsch. Es gibt sie, es gibt massiv Steuerhinterziehung in der Schweiz, und es gibt massiv Konten auch auf den Cayman Islands. Einfach nur Bericht der Fakt dagegen gehalten.

Persönliche Fragen gab's auch. Gibt es in deinem privaten Umfeld eigentlich kritische Stimmen zu deinen Überzeugungen? Wenn ja, welche? Na klar. Also, ich umarme jeden in meinem Freundeskreis, der mich äh intellektuell herausfordert. Ja, also das beginnt schon mit meinem Bruder, mit dem wir regelmäßig politisch diskutieren, neuerdings häufiger, seitdem es um unser gemeinsames Oper geht. Ähm, wir machen uns auch im Team Mühe, dass wir versuchen, die Gegenargumente herauszufinden. Wo steht der denn politisch? Na ja, ich würde sagen, rechter CDU-Mann. Mhm. Ähm, Riesenabstand. Ich hoffe, ne, kein Riesenabstand, aber zumindest jemand, der andere Akzente setzt. Man kann ja auch mal andere Akzente setzen. Also, ich, es ist oft unfruchtbar jetzt fürs Publikum, wenn ich jetzt sagen würde, ich muss es die ganze Zeit mit einem Grünen diskutieren. Da redet man aneinander vorbei und irgendwann mag man sich nicht. Interessant sind ja die Akzente, die zwar verschieden von der eigenen Meinung sind, aber schon irgendwo in der Nähe, so dass man Brücken bauen kann, weil daran übt man ja auch, sich vielleicht zu treffen in der Mitte. Das ist wichtig.

Ja, an dem Punkt möchte ich gerne noch mal auf dein Buch zu sprechen kommen. Ähm, ein Manifest, knapp 230 Seiten. Ähm, es steckt von vorne bis hinten voll mit Aussagen und Thesen. Es gibt keine einzige Fußnote. Es gibt keine. Ja, ja, es gibt keine einzige Quelle darin. Du arbeitest zum Teil mit Zahlen und Behauptungen, die, wenn man sie dann checkt, an anderer Stelle einfach völlig andere Ergebnisse bringen. Ich nehme nur mal ein Beispiel, ja, z.B. als es bei der Frage 30% der 30-Jährigen hatten keine sexuellen Erfahrungen mit Frauen, steht da drin. Ja, so aktuelle Studien, es sind zwischen 5 und 12%. Dann schicke ich, dann schicke ich die Quelle, die ich benutzt habe. Ja, ja, also wie gesagt, für, für, ich habe keine. Ist das USA? Also meine Quelle war USA und dann schicke ich das rüber. Ja, weil da hatte ich, da habe ich eine Grafik gehabt. Ja, gut, weil alle Quellen, die ich gefunden habe, äh, keine von denen kam auch nur annähernd an diesen Wert. Das höchste, was zu finden war, war 12%, und 30% findet man dann bei, hatten im letzten Jahr keinen Sexualverkehr. Das ist aber was ganz anderes. Ich zeig die, wir hatten die, die schicken wir rum. Und in Japan sei es noch höher. Ja, ähm, wobei die Frage in Japan, weil wir ja überlegen müssen, woran liegen so hohe Quoten. Das sind zum Teil kulturell, ökonomisch, äh, ökonomische Bedingungen. Das hat was mit Wohnsituation zu tun, mit Arbeitssituation, äh, mit Gelegenheit. Das spielt bei dir alles keine Rolle, sondern es wird eigentlich nur gesehen als Ausweis einer dramatisch negativen gesellschaftlichen Entwicklung. Und das ist, das ist es ja in Ihrem Fall. Jetzt unabhängig von den Gründen, aber das ist eine dr. Aber das macht die Sache so, so problematisch, wenn du, wenn du sozusagen aus M, aus Befunden nur den Befund rausnimmst, aber überhaupt nichts dazu sagst, warum es zu diesem Befund vielleicht gekommen ist, dann ist das einfach ein verzerrtes Bild.

Na ja, aber das ist eine dramatische Entwicklung, ist, wenn ein steigender Anteil der Männer und im Übrigen auch 12 oder 15% wären ja sehr viel. Ja, ja, wenn diese de facto vom Sexualleben ausgeschlossen werden. Nein, sie werden nicht ausgeschlossen. Dann wäre das ja ein dramatischer Befund. Aber, aber Maximilian, das ist jetzt deine Formulierung eben, und sie ist auch die im Buch. Sie werden aus, sie werden vom Sexual, sie sind ausgeschlossen. Sie haben keinen Sexual. Ob sie sich selber und aus welchen Gründen davon fernhalten, ist eine ganz andere Formulierung als sie werden ausgeschlossen. Sie werden ausgeschlossen setzt ein aktiv ein ein aktives Verhindern von außen her voraus. Nehmen wir mal. Gut, und das ist eine ganz andere Aussage, weil darin kann wieder eine Freiwilligkeit stecken, die unterschiedliche Ursachen haben kann. Kann man auch problematisch finden, ist aber etwas anderes als eine, sag jetzt mal, biologistisch abgeleitete. Ich folge ja, die, die Diskussion in USA, und wir haben natürlich eine ganz starke Behandlung gerade in den Internetforen des Begriffs des Incel, des involuntary celibate. Und das ist ja ein neues Phänomen. Das heißt, also allein, wenn wir die, die Diskussion verfolgen, dann sehen wir das. Und ich gelegentlich, wenn ich ein junges Publikum habe, dann spreche ich das an, teilweise nur den Fragen, und es ist teilweise für mich, oder es ist regelmäßig für mich erstaunlich, was ich für Reaktionen habe. Also dann kommen junge Männer ans Telefon, die dann da teilweise Sachen preisgeben, die sie besser nicht preisgeben sollten. Das heißt, also diese, diese, dieses Thema ist gerade in der jungen Generation, bei jungen Männern, ist es virulent. Die Zahlen prüfen wir nach. Wir haben da eine Statistik gehabt, liefern wir nach. Aber dass wir da zurzeit mit einem Problem konfrontiert sind. Und dann eben auf der anderen Seite Morgan Stanley, das sagt, äh, im Jahr 2030 haben 50% der Frauen sind kinderlos und Single. Dann sehen wir ja, dass wir ganz offensichtlich das gesamte Beziehungsgefüge in der Gesellschaft, dass das zurzeit massiv rutscht. Ja, richtig. Und die Frage ist, A, was sind die Ursachen dafür, dass Beziehungsgefüge gegenüber vorherigen Zeiten sich verändern? Nebenbei gesagt, Beziehungsgefüge haben sich historisch gesehen immer verändert. Es gibt keine gesellschaftliche Statik, sondern es gibt immer eine gesellschaftliche Dynamik. Die bei dir aber auch nicht vorkommt. Aber wir solche Geburtenraten, also Geburtenraten, die sich, die zur Zeit ja im Freien. Wir sind gerade bei 1,3 in Deutschland, und die, die Kurve geht immer noch gerade nach unten. Also, ich, da haben wir, haben in den letzten Jahren, haben wir wieder zunehmende Geburtenrate. In den letzten drei Jahren haben wir fallende. Letzten, wir hatten einen Kick nach oben, in den letzten drei Jahren fällt es runter. Wir liegen jetzt, hatten wir nun auch wieder die Corona, die, also die Pandemie und Existenzunsicherheit und Berufsunsicherheit. Das sind immer Gründe, weswegen Menschen, wenn man so will, im elternfähigen Alter sagen, jetzt ist mir die. Aber wir haben das ja weltweit. Wir haben ja weltweit sinkende Geburtenraten, und zwar nicht erst seit Corona. Gott sei Dank. Ja, aber wir, wir liegen ja mit Ausnahme von Teilen des Subsahara-Afrikas und sehr wenigen Teilen des islamischen Gebiets, liegen wir überall unter 2,1. Und es ist ja schon eine Möglichkeit der Überbevölkerung entgegenzuwirken. Ich weiß nicht, ihr müsst doch froh sein. Warum seid ihr nicht froh darüber, wenn die Menschheit, die globale Menschheit? Es gibt ja nun mal eben doch nur die eine Welt. Ja, es gibt in der Hinsicht nur die eine Welt, und es gibt sozusagen nur die eine globale Kollektivressource an Nahrungsmitteln, an anderen Ressourcen, äh, die überstrapaziert wird derzeit. Wenn das sozusagen zurückgefahren wird, müsstet ihr eigentlich sehr dankbar sein. Nein, ich glaube, dass eine schrumpfende und alternde Gesellschaft zu unfassbaren sozialen Verwerfungen führen wird. Ich bin da tatsächlich bei Elon Musk, der das genauso sieht wie ich. Mhm. Ähm, ein weiterer Punkt. Wir waren ja bei den Punkten, wo ich finde, dass du in dem Buch mit, äh, nicht belegten Zahlen arbeitest. Äh, du schreibst, Testosteron ist bei den 30-Jährigen oder ja, bei jungen Männern, nie hat den weltweit niedrigsten Stand derzeit erreicht. Ja, und da hat die FAZ Recht gegeben. Bitte? Gab sogar einen FAZ-Artikel dazu, der mir recht gegeben hat. Ja, es gab, ich kenne auch die Studien dazu, oder mindestens die Kurzfassung der Studien dazu. Weißt du, wie die Entwicklung des durchschnittlichen Testosteronspiegels seit 1950 ist? Sie ist zumindest gesunken. Sie ist jedes Jahr um 1% gesunken. Jedes Jahr um 1% gesunken. Ja, das heißt, wir haben es in gar keiner Weise mit einer aktuellen Entwicklung zu tun. Es hat Moment, sondern wir haben es zu tun damit, dass der Spiegel dieses männlichkeitshormons in der Nachkriegsgeschichte, also in den letzten 80 Jahren, 70 Jahren, 75 Jahren deutlich gesunken ist. Die heutige junge Generation hat ein Drittel bis die Hälfte weniger Testosteron im Vergleich zu ihrer Großväter-Generation. Und damit sind die nicht, das ist eine irrige Annahme. Sie sind nicht zeugungsunfähig. Das habe ich ja nicht behauptet. Sie sind halt, es ist aber ganz klar, dass natürlich dadurch sie ja, also typisch männliche Attribute wären natürlich weniger. Nicht, es ist das ist also, was jetzt die Zeugungs, und das muss man mal sehen, aber wir haben natürlich auch eine steigende Anzahl an an an an an an an Problemen mit Zeugungsfähigkeit. Das habe ich aber im Buch glaube ich gar nicht drin. Das wollte ich nicht. Das fast wollte ich nicht aufmachen. Aber es ist schon auffallend, dass der Testosteronspiegel tatsächlich immer weiter, immer weiter sinkt. Ja. Weißt du, wann das erste Mal historisch in der Menschheitsgeschichte gesunken ist? Ich glaube, ab der Reformation. Nicht, dann zumindest hat die FAZ das behauptet. Dann, wenn das so wäre, liegt die FAZ nicht in Übereinstimmung mit der Wissenschaft, die sich da sehr einig ist. Es war am Ende der Steinzeit. Okay. Am Ende der Steinzeit, als die Menschen, oder die, ja, die Menschen nicht mehr jeden Tag auf lebensgefährliche Jagd gehen mussten, sondern als sie dann auch anfingen, sesshaft zu werden, Familien haben, ist Testosteron gesunken, weil Testosteron eben nicht nur als männliches Hormon für Zeugungsfähigkeit wichtig ist, sondern weil es ein Hormon ist, das Aggression steigert. Und wenn es sinkt, hat das die Männer damals im Grunde sozialfähiger gemacht. Oh, Frage. Das heißt, das heißt, also das, was du so einseitig als negativ auch im Buch darstellst, hat eine sozial positive Funktion.

Na ja, jetzt mal ganz offen, wir haben einfach ein bisschen zu viel Malte Sörensen, die umherspringen, die tatsächlich, ja, wo auch ein bisschen der der Drive fehlt. Ja, also, ich will doch auch, dass junge Männer mal sagen, hey, let's go und und und und wir haben auch mal einen Drive und wir stehen auch mal zum Wettkampf. Also ganz offen, zu viele Luschen. Und ich glaube, dass wir da ein bisschen. Was ist das für ein Männerbild? Na ja, was ist das für ein Frauenbild? Wir haben zu viele Luschen. Na ja, aber guck's doch an. Manchmal ist es doch bitter. Und jetzt, jetzt haben wir doch gerade eine Situation. Er will die ganze Zeit, dass wir jetzt in der in der Ukraine die europäischen Werte verteidigen. Mit wem denn? Wir haben Haupt nicht mehr die die Soldaten, die sagen, okay, dann machen wir was halt. Ich würde ja keiner hinschicken. Ja, also, ich bin da ja nun nun ganz anders. Aber einfach mal zu sagen, wir haben einen Punkt erreicht, wo es auch mal wieder ein Ticken im klassischen Sinn männlicher werden kann. Das darf ich, glaube ich, als Wunsch äußern, gerade auch als Vater von Söhnen. Ja, sozusagen, der bekennende Macho hat mir mal ein Parteifreund gesagt, gesagt, wusste ich gar nicht, aber du widersprichst dem nicht. Das bist du. Was bekennender Macho? Ich glaube, besser Macho als Lusche. Ah, ja. Du auch.

In dem Buch sprichst du, nachdem du Til hat das vorhin zitiert, gesagt hattest, ja, man muss eben auch den Gegner respektieren. Wer unfreundlich ist, der unrecht nicht nur, hat Unrecht, sondern ist kontraproduktiv, der setzt sich nicht durch. Und dann schreibst du aber in dem Buch von den ganzen grölenden Linksfeministinnen, die auch noch hässlich sind und die auch über ihre nicht vorhandene Chancen auf dem Sexualmarkt getrieben sind. Das hat doch nicht freundlich. Nee, es ist nicht freundlich. Es ist reiner Sexismus. Also, da ist da ist in der Tat etwas passiert. Das ist der Jordan Peterson These. Ja, aber ne, das ist hier eine Maximilian These. Das ist eine recycelte Jordan Peterson These. Also gut, insofern bin ich unkonsequent. An dem Punkt habe ich den eigenen Anspruch nicht erfüllt. Mm-hmm. Ähm, warum, warum machst du so einen Sexismus? Das war auch eine konkrete Frage. Ähm, im Bezug auf Ricarda Lang, die Bundesvorsitzende der Grünen. Da hat ein, also da muss ich ein, sag, gib, gibt's ein, seit, ich möchte, ich möchte den zitieren. Da hast du gesagt, die ist gar nicht in der Lage zu lieben, sonst würde sie nicht so aussehen. Ein dummer Satz. Ich bin einer von den Politikern, der, also noch mal, Ricarda Lang zu erwähnen, wird natürlich jede Wahlkampfrede. Sie ist, also sie ist natürlich ideal, weil sie verkörpert eine Politikerkaste, die zwar keine Ausbildung zu Ende gekriegt hat, aber das Land regiert. Insofern sollte man sie erwähnen. Ich habe, mit Ausnahme des einen einzigen Males und Satzes, bislang immer der Versuchung widerstanden, ihr auszuweichen, zu problematisieren. Dass ausgerechnet dieser Satz mir um die Ohren gehauen wurde, ist künstlerpech.

Nee, das ist völlig richtig, weil es ist, dieser Satz ist eine kleine, eine kurze sexistische Eruption. Okay. Aber dann will ich zu Ricarda Lang, dann trotzdem noch mal, vielleicht. Nein, mich interessiert sofort, aber warum machst du das? Was drängt, was trägt dich dazu? Das war in dem Fall wahrscheinlich eine Frage beantwortet. Es war spät und ich wollte auf Toilette. Aber warum es mir jetzt geht, ist doch eins: Ricarda Lang und ihr Aussehen ist doch das Problem, was wir haben, dass ihr Aussehen rhetorisch eingesetzt hat, um an die Spitze der Grünen zu kommen. Also sie hat ja ganz offen gesagt, seht, das bin ich, ich bin so, wie ich bin, ich sehe aus, wie ich bin, und dafür wurde sie ja gewählt. Sie wurde ja niemals, sie wurde ja nie gewählt, weil sie unheimlich genial, brillant ist und eine tolle Rhetorikerin.

Du glaubst, du glaubst, sie wäre nicht gewählt worden, wenn sie anders ausgesehen hätte? Sie hat das zumindest eingesetzt als ein Argument für sich. Das ist eine, das ist eine Verdrehung von Aussagen. Wenn jemand sagt, stört euch nicht an meinem Aussehen, ich bin so, wie ich bin, dann ist das etwas völlig anderes als das, was du gerade behauptet hast. Do kein Qualifikation. Wir haben jemanden gewählt, die Inhalt, die die fachlich, die hat keine abgeschlossene Berufsausbildung. Sie hat 10 Semester Jura studiert und ist nicht zum Examen angetreten. Und dann sag, wie viele Spitzenfunktionäre gibt es, die keine abgeschlossene Berufsausbildung haben? Ist das denn, aber Sinn und Zweck, dass wir von solchen Leuten regiert werden? Moment, die Frage ist, ist die Tatsache einer nicht abgeschlossenen Berufsausbildung ein Negativkriterium per se? Nein, es ist nicht. Aber du machst es gerade daraus. Ich glaube schon. Ich glaube, das ein spit, also wir haben das größte Industrieland Europas, ja, im Herzen Europas, und wir leisten uns, wenn es einen einzigen Fall irgendeines brillanten Politikers gäbe, der eben zehn Weltreisen gemacht hat und ein Unternehmen gegründet ohne Ausbildung, sofort. Aber wir leisten uns eine Politiker-Kaste, die hat keine Ausbildung abgeschlossen und sie hat ihr gesamtes Leben im politischen Betrieb zugebracht. Das heißt, alle Erfahrungen, die sie haben, haben sie aus dem politischen Betrieb. Und es tut mir leid, wer ein solches Qualifikationsprofil hat, der ist nicht in der Lage, einen solchen Industriestaat zu regieren. Und das sehen wir auch. Da bleibt. Also die Geschichte der politischen Jugendorganisationen ist äh sehr häufig gekennzeichnet äh zwischen äh wie war das Kreissaal, Hörsaal, Plenarsaal, und das, ja, und das gilt aber für die Organisation, der du selber angehört hast, in einem hohen Maße. Also du qualifizierst das, wo du selber herkommst, ab. Ja, tu auch die Junge Union produziert, dass die CDU heute so ist, wie sie ist, und wir wären sie ja beide nicht, liegt daran, dass sie ihren politischen Nachwuchs genau nach dem Muster geholt hat. Wir haben doch in Wahrheit völlig konturlose, langweilige und auch nicht besonders inspirierende Gestalten auch in der CDU. Ja, und wir haben jede Menge, wir haben jede Menge Akademiker auch im Parlament, nicht nur Akademiker, sondern promovierte Akademiker. Wenn man sich da Doktorarbeiten anguckt, sind die furchtbar. Ja, dann sind die furchtbar. Das heißt, die Abschlüsse, auf die du jetzt so großen Wert legst als Kriterium, sind in Wahrheit nichts wert. Nicht, aber ich partei der Handwerksmeister und hat daran auch gearbeitet. Find ich super. Ja, du meinst Kupfall. Genau. Ja, glaub Elektromeister ist er. Malermeister. Maler. Okay, gut.

Wir sind bei dem Punkt Berufswahl auch wieder in Zusammenhang mit KI. Ne, nein, nein, mit deinem Buch, mit dem Manifest. Zitat: Es gibt keinen Grund, Frauen in Männerberufe und Männer in Frauenberufe zu senden. Jeder soll selbst entscheiden. Aber ich mag diesen Gestus nicht. Aber wer sendet die denn dahin? Es ist doch n mittlerweile Hal. Wer sendet diese? Du behauptest in dem Buch, dass Männer in Frauenberufe gesendet werden und Frauen in Männerberufe gesendet werden. Wer sendet sie dahin? Es wird gezielt darum geworben. Wir haben einmal im Jahr diesen Girls Day. Es wird darum geworben, man lädt Menschen ein, das an. Wir freuen uns, wenn ihr das macht. Haben wir keine Quoten mittlerweile? Aber doch, Quote heißt doch nicht, dass die dahin gesendet werden. Hast ein Wording. Nein, nein, nein. Du hast ein Wording, das das das politische Dynamiken behauptet, die es so nicht gibt. Na ja, also gerade bei dem Thema. Gut, brauchen nicht streiten. Wie disagre? Ja, aber ich, Entschuldigung, ich sag jetzt mal als Germanist. Nicht t, aber abgeschlossen. Sprach- oder Literaturwissenschaft. Sprach- oder Literaturwissenschaft. Germanistik. Ist Sprach- und Literaturwissenschaft. Und wo war das? Sprachwissenschaft. Er war in beiden gleichermaßen, weil ich ein multiples Studium gemacht habe. Sozialwissenschaften und Germanistik. Bei Germanistik war Schwerpunkt Literaturwissenschaft und gleichermaßen Sprachwissenschaft. So. Aber wir reden ja hier über über dich.

Ja. Punkt aus deinem Buch, der auch angemerkt wurde. Es gab Leute, die das gelesen haben. Würde ich freuen. Du sprichst oder schreibst darüber, dass die Verteilung der Intelligenz, IQ, da sagst du, die Verlaufsform, also die Glockenkurve, man könnte auch sagen, die Sinuskurve des IQs verläuft bei Männern und Frauen unterschiedlich. Du sagst, sie ist bei den Frauen schlank, die Standardabweichung ist kleiner. Ja, die Standardabweichung ist kleiner. Das heißt, auf Deutsch, wenn man es übersetzt, bei den Männern gibt es mehr Idioten und mehr hochintelligente und mehr hochintelligente. Und daraus ziehst du dann den Schluss, deswegen ist gar kein Grund, sich, weil es eben weniger hochintelligente Frauen gibt, deswegen besteht gar kein Grund, sich darüber zu beklagen, wenn Frauen nicht mehr in den Spitzenpositionen der Wirtschaft vertreten sind. Der Wirtschaft oder Wissenschaft? Nee, der Wirtschaft. Das ist doch aber eine gakthe. Na ja, also mir hat man an der Business School beigebracht, dass tatsächlich der IQ korreliert sei mit den mit dem Aufstieg innerhalb von Industriehierarchien. Also das ist der Befund der Amerikaner. Da, die Amerikaner lieben ja IQ. Ja, das ist das bisschen Problem. Gelegentlich merkt man meinem meinem Buch halt an, dass ich zu viel dieses Zeugs lese. Und die sagen, zumindest, dass es eine direkte Korrelation gibt zwischen dem EQ und dem Aufstieg in Hierarchien. Das gab früher die These, dass es einen Peak gibt und dann ist Schluss, weil angeblich war so, alles über 120 ist gleich. Und dann gibt's, dann haben sie gesagt, das haben wir noch vor fünf Jahren euch erzählt in der Organisationssoziologie. Mittlerweile ist es so, es flacht dann zwar ab, aber es gibt eine Korrelation. So, das ist der Hintergrund, den ich im Kopf hatte.

Weißt du, wie der, weißt du, wie noch mal, um darüber Deutschland zu reden, weißt du, wie hoch der Anteil von Frauen prozentual in der Hochbegabtenförderung in Deutschland ist im Vergleich zu dem von? Ja, aber das, das, der ist sehr hoch. Aber der hat ein Nachteil. Ist höher. Ja, aber hat ein Nachteil, weil die Studienstiftung Deut, die Studienstiftung des deutschen Volkes prüft das ja nicht anhand des IQ und anhand von Vorschlägen und Gutachten und hat auch eine Quote. Der Anteil hat sich aber dynamisch verändert. Das heißt, es gibt keine Vorgabenquote, sondern es wurde befunden, dass der Anteil der förderungswürdigen Hochbegabten Frauen. Gibt dafür einfach ein Bewusstsein. Aber das ist nicht, das ist die, die Hochbegabtenförderung der Schulstipendien des deutschen Volkes basiert nicht auf einem standardisierten Test. Nicht so. Und alle standardisierten Tests sind wirklich sehr schön, weil diese These und da würde ich dann auch wieder sagen, das, was Maximilian K. in seinem Manifest zu schlank weg behauptet, ja, bei den Frauen zwar weniger Idioten, dafür aber auch weniger potenzielle Genies. Das hat etwas damit zu tun, wie die IQ-Tests, äh, die ja alle aus Untertests bestehen, zusammengebaut sind. Und die Erfahrung ist, dass Frauen in aller Regel viel besser abschneiden, wo es bei der sprachlichen Intelligenz äh geht, und Männer besser dort abschneiden, wo es um zum Teil mathematische, nennt ich das jetzt mal, technische Intelligenz geht. Das sind aber wiederum kulturelle Fähigkeiten, die historisch dynamisch sich verändern. Das spielt bei dir gar keine Rolle. Ich gehe jetzt von dem Standardtest aus, der in den Vereinigten Staaten angewendet wird. Ich kann jetzt nur reden vom standardisierten Graduate Management Admission Test, das ist der Business School Aufnahmetest. Da ist es tatsächlich so, dass man, weil man auch eine Quote für Frauen hat, da hat man eine, man will Frauen fördern, dass man unterschiedliche Zahlen hat. Also was Männer erreichen müssen, um zum Aufnahmegespräch geladen zu werden, was Frauen erreichen müssen, zum Aufnahmetest geladen zu werden. Das heißt, man differenziert da, damit man einen anständigen Frauenanteil hat. Was ich übrigens gut finde. Aber der Fakt bleibt doch gleich. Ich bin jetzt kein großer, also ich, ich glaube tatsächlich, dass der Mensch durch wesentlich mehr konstituiert wird als nur durch IQ. Aber das, das, das Problem an der, der Vorteil dieses IQ-Tests besteht darin, dass er eben am Ende eine, ein, ein klares Zahl auswirft und dadurch ist es das Argument geeignet. Und der Hinweis selbst, man, man muss nur mal ins Google eingeben, IQ Glockenkurve Männer und Frauen, dann hat man halt die unch. Aber wir wissen auch, wir kennen glaube ich beide die begrenzte Aussagekraft von Google. Da ist immer dann die Frage, wer was taucht als erstes auf, wer bezahlt dafür. Das ist als.

Ich geh schon bisschen tiefer. Ah, ja, gut. Nee, weil du eben Google angemerkt hast. Nein, aber das ist ja jetzt, der Zuschauer kann es ja einfach mal überprüfen. Er gibt jetzt mal ein IQ, IQ Verteilung Männer, IQ Verteilung Frauen und dann Bilder. M, sich einfach nur die Form richtig, richtig. Und wenn er dann weiter recherchiert, wird er feststellen, dass eben diese Zahlen, die so präsent zu sein scheinen, von sehr begrenztem Aussagegehalt nur sind, weil darin nicht auftaucht, wie die jeweiligen IQ-Tests sich sozusagen zusammen. Wohl es gibt diese eine Gesellschaft, aber du kandidierst doch fürs Europäische Parlament. Keine europäischen Zahlen. Es gibt wenig bei uns. Die Zahlen sind in den USA einfach, die Datenlage in US besser. Weiß, wenn man ein Manifest über die Zukunft der Politik, der rechten Politik, der Alternative in Deutschland schreibt, dann sollte man das vielleicht doch, wenn man sich dazu schon äußert, mit Zahlen arbeitet, solche, die aus dem Bezugsrahmen kommen, arbeiten und nicht von irgendwoher, weil es gerade passt. Also die USA, wir haben einfach in in Europa gerade, weil wir da nicht diese Standardisierung haben, haben wir zu wenig valide Zahlen. Ja, dann lass doch den Scheiß einfach. Aber ist ein schönes Argument. Ja, gut. Ja, es ist ein schönes Argument. Genau. Und deswegen, das fällt Leuten auf, die sagen, Krah ist ein Populist. Dazu bekennst du dich, glaube ich, auch. Ja. Und er ist ein Opportunist. Er zieht das ran, was ihm gerade für seine Karriereperspektive opportun zu sein. Das ist ein bisschen gemein. Ich habe schon eine Überzeugung, die ich verkaufen möchte. Ich will ja nicht Karriere machen, weil ich einfach den Leuten nach dem Mund rede, sondern ich will erreichen, dass die Leute sich und mein Thesen auseinandersetzen und sagen, hey, aber stimme ich zumindest mal vielleicht 80% oder zwei Drittel zu. Und ich finde es mal spannend, dass ein Politiker mir nicht nach dem Mund redet und dass er auch noch erwartet, dass ich nach seinem Mund rede. Das kann man ja auch mal versuchen. Also insofern bekenne ich mich dazu, dass ich ein etwas kontroverseren Politikstil pflege. Und ich freue mich über jeden, der mir dann auch sagt, hier bist du aber zu weit gegangen, weil allein das er mit mir diskutiert, heißt ja schon, er hat sich ja schon auf mein Argument eingelassen bzw. sich damit auseinandergesetzt. Das ist noch was anderes, als sich drauf einlassen. Er hat es ja. Es gibt Menschen, die sagen, was wäre eigentlich, wenn Maximilian Krah vor 10, 12 Jahren es geschafft hätte, in den Bundestag zu kommen, der CDU? Ja, du hast damals versucht bei der CDU auf der, ja, war Landesliste oder Direktmandat? Direktmandat. Hat nicht, hat nicht geklappt. Und dann bist du anschließend. Reten. Ja, also mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung, ähm, kannst du ausschließen, dass wenn das mit dem Direktmandat geklappt hätte, wenn du christdemokratischer Bundestagsabgeordneter gewesen wärst, könnte sein, dass du jetzt noch in der Partei wärst? Das glaube ich nicht. Weil in der Legislaturperiode ging in Dresden die Pegida-Demonstration los. Und ich habe damals das sehr störend empfunden, dass der lokale Direktabgeordnete es nicht geschafft hat, sich damit auseinanderzusetzen. Mm. Es wäre sein Job gewesen, das Gespräch zu suchen. Ich meine, da waren in der Spitze fast 30.000 Leute. Er hätte das Gespräch suchen müssen. Er hätte dazu Stellung nehmen müssen. Und auch als die Stadt Dresden insgesamt angegriffen wurde, hätte ich von ihm erwartet, dass er sich ins Fernsehen setzt und sagt, das ist mein Wahlkreis, das sind meine Leute. Es mag sein, dass einiges an dem, was sie sagen, ungelenk, voreilig und so weiter ist, aber ich stehe zu ihnen, weil sie Ausdruck einer legitimen und ernsten Sorge sind. Und das hat er nicht getan. Hätte ich das getan, in der CDU, die ich kenne, hätten sie mich eh rausgeschmissen. Das heißt, also ich wäre halt dann nur so wie eben Frau Steinbach und so weiter gegangen. Also du wärst auf jeden Fall rausgegangen. Du hast selbst, wenn ich in den Bundestag damals gekommen wäre. Ich wäre in 20. Ich bin ein so freier Mensch, seitdem ich in der AfD bin, ist unfassbar. In der CDU muss man bei jedem Satz, den man sagt, tausendmal überlegen, ob man nicht irgendjemanden auf den Schlips tritt und dann am Ende ein Rüffel kriegt. Was ist mit den? Es gibt ja eine ganze Reihe, mindestens ein halbes Dutzend AfD-Funktionsträger im Bundestag und anderen, die in den letzten zwei, drei Jahren ausgetreten sind, die gesagt haben, wir halten das hier nicht mehr aus. Waren die nicht frei, ihre Meinung zu äußern? Die haben sich unter Druck gefühlt. Also das, was du jetzt der CDU nachträglich vorwirfst, sagen die, die jüngst aus der AfD ausgetreten sind, über euren Wagen. Das wundert mich. Ich kann nur von meinen Erfahrungen sprechen. Also für mich ist die AfD in der Tat ein Hort der Freiheit. Ja, deiner Freiheit. Genau. Also so ein Buch, selbst wenn ich so die Hälfte an Schärfe hätte, wäre CDU undenkbar. Die CDU ist intellektuell unheimlich langweilig, weil jeder Angst hat, meinen eigenen Gedanken zu formulieren. Und was die Leute, die jetzt raus sind, angeht, muss man auch gucken, viele sind ja raus, nachdem sie die Wiederwahl nicht gekriegt haben. Ja, also du kandidierst der Liste, hältst eine strafrechte Rede, danach wirst du trotzdem nicht aufgestellt, dann stellst du plötzlich fest, dass alles Nazis sind. Wie glaubwürdig ist das denn? Ähm, also da muss man die Einzelfälle sich anschauen. Viele, die gegangen sind, sind gegangen, nachdem sie in innerparteilichen Kämpfen den Kürzeren gezogen haben. Und danach erklären sie immer alle rechts. Mir fallen weniger ein, den ich glaube, dass sie aus Überzeugung gegangen sind. Ist es, du schließt aus die Möglichkeit, dass sie sozusagen vor dem, was sie auch vorher hätten erkennen können, die Augen verschlossen haben, weil sie gehofft haben, Karriere zu machen, und nachdem das nicht geklappt hat, sie erkannt haben, wovor sie vorher bewusst blind gewesen sind? Das schließt du aus. Das kann ich. Das kann vielleicht sein für Leute, die so gegangen sind 2017, 18, 19, aber nicht 22, 23, 24. Mhm. Weil die, die, die Entscheidung ist gefallen 2015, als Lücke ging und Petri kam. So. Und seitdem ist die Partei eigentlich, hat sie sich inhaltlich nicht so groß entwickelt, dass jetzt auch für eine Richtung kein Platz mehr wäre. Sondern, also, das wird von denen bestritten, die sagen, die sagen, spätestens seit neuen Weg ist seit, sagen wir mal, Weidel, Krupala und dem Hintergrund oder nicht mehr Hintergrund, ähm, Höcke ist diese Partei in einer zunehmend stramm rechtsextremen Entwicklung. Die ich nicht, das kann ich nicht sagen. Ich erlebe zurzeit eher, dass dass gewisse Dinge auch nach innen glatt gezogen werden. Was heißt das? Dass man tatsächlich aus, jetzt auch anfängt gezielt eben durchaus zu korrigieren, dass man, dass man Leuten, die in der Vergangenheit besonders, also nehmen ein Beispiel, in Landesverband in Baden-Württemberg, da war jetzt ein Parteitag, da haben eigentlich in der Regel oder fast durchgängig die Leute gewählt, die sich verständigt haben auf einen professionellen, sachlichen Kurs. Das heißt, die Partei unterscheidet gar nicht mehr so sehr zwischen, zwischen liberal und rechts, sondern sie unterscheidet zwischen den Konstruktiven und den Krawallschachteln. Und bei den Konstruktiven ist es so, es gibt sicherlich ein Spektrum zwischen, zwischen den eher Liberalen und den Konservativen, aber die Bedingung ist, sie müssen untereinander sprachfähig sein. Und wenn wir, wo wir sagen, es kommt zum Ende, ist bei denen, die nicht konstruktiv sind, sondern die nur kritisieren, die ständig Misstrauensanträge stellen, die einfach ohne eine eigene positive Idee zu haben angreifen, die nicht bereit sind im Team zu spielen, die sich auch nicht mal zurücknehmen können und selbst korrigieren können. Das ist das Entscheidende. Und wir haben einfach die, die jetzt gehen, sind eben bisweilen auch auf Leute, die nicht teamfähig sind, die es nicht ertragen können, meine Abstimmung zu verlieren, auch ich, Abstimmung, die nicht bereit sind, mal die Klappe zu halten. Ja, es gibt Menschen, die sehen deine Kandidatur, deine Spitzenkandidatur und auch die Art und Weise, wie du öffentlich, wie du auch selber sagst, bewusst provozierst und polarisierst. Die sehen das als ein weiteres Element einer Rechtsentwicklung der AfD. Das ist von dir gewollt. Du sagst nein. Also, dass das eine Rechtsentwicklung ist, wenn man, wenn man das sieht, gibt es ja durchaus einige Themen und Thesen. Also, ich, ich beschäftige mich mit Digitalisierung, ich beschäftige mich mit künstlicher Intelligenz. Das heißt, ich, ich erweitere das Themenspektrum. Aber das nur deshalb, weil ich jetzt sage, ich rede über Digitalisierung, künstliche Intelligenz, dass das eine Rechtsentwicklung ist, ist ja absurd. Also, mein Ziel ist ja immer eigentlich zu versuchen, eine Prognose für die Zukunft zu machen und ein Konzept zu entwickeln, wie wir diese Zukunft gewinnen können. Jetzt, äh, um das zu erreichen, dass die Leute sich mit meinen Thesen auseinandersetzen, muss ich mich natürlich klar und deutlich aussprechen. Also, wenn ich jetzt so ein Politiker-Blabla bringen würde, mit ewig denselben auswendig gelernten Sätzen, da würde kein Mensch überhaupt wahrnehmen, dass es mich gibt. Ja, du hast einen Führungsanspruch, den du als solchen auch. Da ist auch noch mal interessant, auf eurem Europaparteitag, deine, war eine kurze, aber deine, deine Vorstellungsrede, da waren wenig tatsächlich in konkrete Punkte drin, sondern es war ein Appell an die Mitgliedschaft zu sagen, ihr seid wer, man hat euch jahrzehntelang nicht gelassen, aber ihr seid wer, seid stolz, seid stolz auf das, was ihr seid, seid stolz auf das, was wir sind, wir sind stolze Rechte, sozusagen. Das war der Appell. Das war das Narrativ deiner Rede. Das ist ja meine Grundbotschaft. Das ist deine Grundbotschaft. Eine Grundbotschaft ist und das ist besinnt euch und seid wer. Ja, besinnt euch und seid wer. Und das ist eine, das ist das ist überhaupt gar keine inhaltliche, sondern das ist eine ideologische, eine emotionale, eine emotional-ideologische. Ja. Und diese emotional-ideologische Position, die durchzieht, das ist für mich auch eine Schwierigkeit gewesen im Nachfolgen dein Buch, weil du Feinderklärungen machst. Du beziehst dich auch auf Karl Schmidt, dem für den der Begriff des Feindes ein ganz wichtiger im politischen Kampf ist. Du hast Feinderklärung, indem du sagst, sie haben vorhin schon drüber gesprochen, ja, es gibt diese liberal-konservativen, diese Lachets und so, das sind eigentlich im Grunde sind das Feiglinge, das sind Hasenfüße, das sind Trittbrettfahrer, die akzeptieren den hegemonialen Anspruch der Linken und glauben an den ewigen Fortschritt. Und wenn sie dann sehen, na ja, wir gucken jetzt mal, und wenn sich da was bewährt, dann übernehmen wir Teile davon. So. Und dann sagst du, ähm, aber der wirkliche Gegner, der wirkliche Gegner, mit dem wir es zu tun haben, das sind eben die liberal, die linksliberalen. Den wirfst du vor, das sind Menschen ohne Bindung, das sind Menschen, die beliebig sind, das sind Menschen, die keinerlei normatives Gefüge haben. Das ist eine verlorene Generation, die gar nicht weiß, was sie ist. Das sind Menschen, die unsere Nation, unseren Staat zerstören wollen. Ja, das sind, weil sie reine Individualisten sind. Ja, ja. Das ist eine massive kulturkämpferische Ansage, für die du aber keinerlei, keinerlei Indizien bringst. Es ist reine Behauptung. Weiß ich nicht. Also, guck, sieh das Land doch an, wie es Land aussieht. Es sind Leute, die einfach sagen, die einzige Moral ist die komplette Freiwilligkeit und die keine Begrenzungen akzeptieren, auch kein Kollektiv. Na ja, so Foucault. Ja, Foucault. Foucault stellt die Mehrheit der, der, stellt die Mehrheit der, der linksalternativen in Deutschland ein intellektueller. Das stimmt nicht. Na, aber er ist schon der wirkmächtigste. Also, ich wehre mich ja auch gegen den Irrsinn, dass jetzt alle erzählen, das sei irgendwie neu aufgegossener Marx. Was ist denn die heutige Linke? Was sind denn die Voken? Die heutige Voken Mainstream, das ist doch nicht, das ist doch nicht Frau Wagenknecht und Herr und und Karl Marx, sondern das ist natürlich der Red, ist Judith Butler. Das ist ein strenger Individualismus. Das ist der Mensch als leere Hülle, der durch Diskurse geprägt wird. Und das ist, und das ist, äh, und auch da, ähm, kann man nur wieder sagen, das ist Ideologie. Es ist eine eindimensionale, ahistorische Ideologie, weil für dich nur möglich, offenbar möglich ist in deiner Darstellung, es gibt entweder die reine individuelle Freiheit, alles andere interessiert nicht, oder es gibt die in deinem Sinne rechtskonservative Gebundenheit, die Abhängigkeit von Tradition, Einbindung mit der Natur. Und so, dass beides zusammen möglich ist, ist dir eine unmögliche. Vorstellung. Fest, muss man ja erstmal soweit zuspitzen, dass überhaupt klar ist, was die Gegensatzpaare sind. So. Und dann kann man natürlich darauf hinweisen, dass es im realen Leben auch Grautöne gibt, aber wir wollen ja erstmal den Gedanken der Gegensätzlichkeit und die Grundstruktur des Denkens und die Modelle darstellen. Ich meine, wir wenden uns ja an an das Problem der Rechten, ist ja, dass sie ihre eigene Politik selten intellektuell begründet haben. Ja, das ist aber auch keine intellektuelle Begründung. Meistens aus dem, na ja, es ist zumindest eine in sich schlüssige Herleitung. Es ist mehr als einfach zu sagen, wir sind gegen schnellen Wandel und das, das schaffe ich schon. Also, ähm, deine, äh, dein positives Bild, sagst, also sozusagen unser, äh, unser Gesellschaftsmodell, unser nicht Staatsmodell, sondern unser Gesellschaftsmodell ist eben ausgehend von der klassischen Familie, wie du auch beschrieben hast, mit den definierten Rollen, ähm, und es gründet sich, äh, es ist abgeleitet aus Tradition und abgeleitet aus Tradition im Einklang mit der Natur. Und dieser, diese Verbindung von Tradition und, äh, Natur ist normativ. Genau. Das ist das, das ist dein Modell. So, das Modell. Schön zusammengefasst. Schön zusammengefasst. Und der Wahnsinn, sage ich jetzt mal, an diesem Modell ist, dass Tradition in diesem Dreiklang, Natur in diesem Dreiklang, statische Begriffe sind, was sie in der Realität nicht sind. Was heute Tradition ist, war vor 50 Jahren keine Tradition und vor 100 Jahren noch viel weniger. Für die Tradition können wir darüber diskutieren. Bei der Natur bin ich nicht der Meinung, die Natur ändert sich massiv, unter anderem durch den Klimawandel. Wo im Übrigen, gut, ich verstehe die Natur ja nicht nur empirisch, sondern auch metaphysisch. Und da, da komme ich dann halt ins katholische Naturrecht rein. Nicht, da merkst du den katholischen Einklang, dass ich eben den katholischen Naturbegriff nehme und damit ist die Natur mehr als nur Empirie, sie ist auch Metaphysik. Ja, aber, aber da ist die Metaphysik und da wirst du dann, finde ich, beliebig, weil du vorhin, als es darum, als du mit drüber gesprochen hast, wie ist das mit der Geschlechtsidentität, da warst du ganz streng biologistisch und hast gesagt, da gilt es dann nur auch auf der Ebene der, der, der elektrischen Impulse sozusagen, der neurophysiologischen Impulse, da gibt es nur das und das als objektive Realität von Gedanken und Vorstellung. Tatsächlich, aber ist auch diese Natur, wenn wir in die Spiritualität reingehen, sie ist eben nicht einfach nur objektiv nachweisbar, sondern sie hat eine nicht rational fassbare Dimension, die du jetzt begrüßt, vorhin aber und in deinen Aussagen bestreitest du sie und da wirst du beliebig. Vieles hat Ratio. Also meine Spiritualität und meine Metaphysik muss ich natürlich rational messen lassen. Und da kommen wir letztlich zum zur Frage des Menschenbildes. Also der Mensch ist bei mir Körper und Geist untrennbar vereint, nicht mal gegensätzlich. Also ich bin da, da bin ich tatsächlich. Platon hätte gesagt, es gibt Seele und Körper. Gehör in sehr wissenschaftlich. Aber was wir zurzeit haben, ist ja eher ein Menschenbild, dass der Körper zweitrangig ist. Nicht, ich bin im falschen Körper, impliziert logisch, dass der Körper nicht Teil meines Ichs ist. Aber die Vorstellung, dass nur der Wille und der Geist zählt und der Körper weniger wert ist, das haben wir das letzte Mal in der Gnosis gehabt. Aber das drehst du um, Maximilian. Du drehst es um, wenn du sagst, der Wille zählt nicht. Bei mir wird der Körper wichtig. Ja, nein, er wird, er wird nicht nur wichtig, sondern er ist das allein entscheidende Kriterium. Nein, du hast vorhin, du hast vorhin gesagt, wenn bleiben wir bei der Frage der Geschlechtsidentität, gesagt, es gibt nur Mann oder Frau. Und wenn ein Mensch sagt, ich bin zwar möglicherweise vom Chromosomensatz her Frau, ich, ich als mein mich empfindendes, wahrnehmendes Ich, empfinde mich aber als Mann, da sagst du, geht nicht. Ja, dann geht nicht. Dann hat er etwas falsches Wagen. Ja, Moment, aber diesen Widerspruch löst du auf, indem du dem Körper sozusagen die, die allein entscheidende Dimension gibst. Der Körper definiert die Grenzen, dessen, in dem Rahmen der Wille seine Freiheit hat. Ja, was hältst du von Kant? Na ja, da ich ja eher bei Thomas von Aquin bin, so viel, nicht so ganz so viel. Ja, ja. Aufklärung ist die Befreiung des Menschen aus einer selbstverschuldeten Unmündigkeit. Nicht, ob nicht heute nicht Post. Also, wir sind ja mittlerweile soweit, dass wir auch eine Dialektik der Aufklärung wissen. Und die Frage ist, Kant hat uns natürlich auch von der gesamten geistig-spirituellen Welt abgeschnitten. Nö, schon. Er hat sie ja. Nein, er hat sie eröffnet. Er hat sie eröffnet. Sie war ja das. Welchen Begriff hast du denn von Kant? Also, ich mir ist ein Z mechanisches auch, dass die ganze Erkenntnistheorie am Ende gibt's ja bei Kant noch das Ding für ihn und es gibt da nicht das Ding an sich. Kann er gar nicht mehr erkennen. Da hat er uns schon weit abgetrennt. Also findest du, dass die Französische Revolution, die Aufklärung ein kultureller Fortschritt der Menschheit ist? Die Französische Revolution sehe ich gemischt, weil ich natürlich, weil ich natürlich den Terror und das Massaker in der Vendée betrachte. Also, die Französische Revolution ist für mich nicht nur der Sturm auf die Bastille, ist auch die Zerstörung von Clé, ja, und von daher ist es so, es ist ganz klar, es hat die Volkssouveränität gebracht. Der dritte Stand wurde sich seiner entscheidenden Rolle im Staat bewusst und hat die Macht ergriffen. Er hat eigentlich die Souveränität ergriffen, die ihm schon zustand. Er hat die Demokratie ermöglicht. Na gut, das hat die amerikanische Unabhängigkeitserklärung auch schon getan. Und die hat nicht Klüny abgefackelt. Nee, aber die amerikanische Unabhängigkeitserklärung wäre ohne die Französische Revolution gar nicht denkbar gewesen. Na, die Französische Revolution war 1789. Wann war die Unabhängigkeitserklärung? Ja, die, die Unabhängigkeitserklärung hat aber noch keine Demokratie gebracht in dem Sinne, sondern sie war eine, sie war eine Befreiung vom Kolonialismus, aber keine, keine Demokratie. Also, dieser, dieser rechtliche, politische Aspekt ist völlig unbestritten. Allerdings muss man natürlich auch sagen, wir haben den Terror, wir haben, wir haben die Zerstörung von Clé, wir haben, wir haben das Massaker in der Vendée, wir haben unglaubliche Verwerfungen. Wir haben auch natürlich kulturell massive Kulturschande gebracht. Es ist schwer. Also, ich glaube, die interessierte Gleichheit, Brüderlichkeit ist wunderbar. Aber die interessante, die interessante, also für mich natürlich die interessante war natürlich auch wieder zwiespältige Person. Du hast das schon gemerkt, ich suche ja auch gerne dir aus, die nicht eindeutig sind. Ja, so die, die du gut verwenden kannst. Na ja, also Chateaubriand, Talleyrand de Périgord, ist schon gerade, wenn es um die Französische Revolution geht, denke ich, ich sollte man sich mit, mit Talleyrand beschäftigen. Ja, aber auch mit Voltaire. Welche der angeblich auf dem, auf dem Sterbebett dann doch wieder ruft hat und wieder katholisch werden wollte, aber das kann auch eine Legende der Kirche sein, das wissen wir beide nicht. Zuschauerfrage: Konkrete, vielleicht einfacher zu beantworten: Welche Beziehung hast du zu anderen Parteien wie der Dritte Weg oder Die Heimat? Was, was hältst du von deren Politik? Ich habe zu den, zu den, zu den, ich habe eigentlich zu den in Deutschland, zu diesen Splitterparteien, äh, die jetzt rechts der Union sind, egal, ob sie nun Bündnis Deutschland, Werteunion oder eben Dritter Weg oder Die Heimat heißen, habe ich keinerlei Kontakte. Ich lese, du, was die schreiben und was, warum nicht? Weil ich, der Tag hat nur 24 Stunden. Aber die beanspruchen ja dasselbe wie du, nämlich die hegemoniale Leadership einer offensiven Rechten. Ja, du kannst, viel behaupten. Ach so, also die können, können viel für sich beanspruchen. Es muss ja immer noch das, ja, mein, mein, mein Punkt, ich kann beanspruchen, was ich will, aber es muss mit der Realität in Einklang springen. Und das ist so, wenn, wenn du halt 0,3% Wählerzustimmung hast und behauptest aber, du sei der Führer des ganzen Volkes, dann finde ich den Anspruch nicht wert, ihn zu lesen. Okay, konkrete Frage, die sich auf die Diskussion zwischen dir und Tilo über Identität, was das Kriterium dafür sei, für Identität bzw. für für ethnisch Deutsch, du hast gesagt, Sprachgebrauch zu Hause ist wichtiger. Also ohne das geht's gar nicht. Da ist die Frage: Sind Wolgadeutsche, die daheim Deutsch sprechen, dann nicht auch ethnische Deutsche? Natürlich sind sie das. Also, Wolgadeutsche sind ethnische Deutsche. Ja, klar. Weil das wird, glaube ich, bestritten, dass sie zu den ethnischen Deutschen gehören. Aber gut, du sagst, die gehören dazu. Ja. Oh, Frage: Ähm, ist jemand, und ich vermute, die, äh, Fragestellerin meint sich selbst, ist jemand, ähm, der in Deutschland aufgewachsen ist, die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, Migrationshintergrund hat und muslimischen Glaubens ist, für dich auch ein Deutscher? Ja, sowohl Staatsbürger, also ja, sowohl sowieso, und aber auch da muss er jetzt sich sagen, wie er sich selbst sieht. Das Problem ist doch, die Frage der ethnischen Zugehörigkeit ist doch anders als die rechtliche. Keine, die ich anhand eines Registers nachvollziehen kann, sondern das sind doch ganz, ganz viele Faktoren, die miteinander spielen. Die Sprache spielt mit, das eigene Empfinden spielt mit. Also, ich brauche erstmal das eigene Empfinden, und das muss irgendwelche objektiven Anknüpfungspunkte haben. Da finde ich die Sprache ein ganz wichtiges objektives Anknüpfungspunkt. Aber da finde ich jetzt auch wichtig, z.B., wenn jetzt sagen wir mal, unterstellen wir mal, es ist jetzt jemand, der muslimischen Glaubens ist und sagt, er kommt vielleicht aus der Türkei. Jetzt spielt, äh, in irgendeiner Sportart, deutsches Team gegen ein türkisches. Mm. Fiebert da mit beiden mit und so weiter. Also, da gibt's doch, das erste ist mal, wie definiere ich mich selbst? Aber diese Definition, da sind wir wieder bei demselben, wie mit dem Geschlechtsidentität. Sie braucht irgendeinen objektiven Anknüpfungspunkt in der Realität. Ja, und die Frage ist wieder, kann das, du siehst es, glaube ich, auch in dieser Darstellung eher als statisch und nicht so sehr als dynamisch. Auch wieder Formulierung aus dem Buch: Heimat ist da, wo ich mich nicht erklären muss. Her God, Her Zitat. Ja, ja. Aber du machst es dir hier zu eigen. So, es gibt Menschen, die in der Welt, in der wir aktuell leben, die viel, die mehr mit Migration zu tun hat als früher. Es gibt Menschen, die sagen, ähm, ich habe Heimaten. Ist Heimat für dich pluralfähig? Unter engen Bedingungen, ja. Das ist aber ein Ausnahme und ein seltener Fall, der nicht, der Navid Kermani. Navid Kermani, wer ist das noch mal? Navid Kermani ist ein bedeutender Philosoph, der, der eine, der eine großartige Rede im Deutschen Bundestag gehalten hat, hat über Heimat und Integration und Migration. Er ist sozusagen einer der großen, wenn man so will, Versöhner. Und Navid Kermani ist, glaube ich, jemand, der für sich in Anspruch nehmen kann, nicht nur eine Heimat zu haben, sondern Heimaten zu haben. Das kann alles sein, aber es gibt ja den schönen, die schöne, etwas schlichte Unterscheidung zwischen den Somewheres und den Anywheres. Gauland nimmt das im Vorwort auf. Ich denke, dass die große Masse der Menschen sind Somewheres, haben eine tiefe Sehnsucht, suchen auch nach einem Ort, wo sie sich nicht erklären müssen. Das heißt, also für die breite Masse der Menschen gibt es eine Heimat und an der hängen sie und sie haben auch nur die eine. Das heißt nicht, dass es immer auch die Ausnahme gibt. Es ist immer ein Spektrum. Es gibt dann natürlich eben den einen Philosophen, den ich jetzt nicht kenne, ja, der sagt, ja, aber ich bin halt in dem Moment anders. Das mag es geben, aber der Punkt ist, aber die Zahl der Menschen, die sagen, und das gilt, glaube ich, für einen erheblichen Teil auch für Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland, vor allem, wenn sie dann auch in Deutschland, äh, geboren oder aufgewachsen sind, und die dennoch sowohl kulturelle als auch familiäre Beziehungen in eine andere Kultur haben, die sagen häufig von sich, ich habe nicht nur eine Heimat. Deutschland ist meine Heimat, aber sagen wir, die Türkei oder Iran ist ebenfalls Heimat. Ist das nicht eine Bereicherung, wenn man Heimaten haben kann? Da muss man dann immer sehen, ist das dann wirklich in dem Maße Wert? Ist es in dem Maße so, oder ist es dann nicht doch, dass es einen Schwerpunkt gibt, wo man sich sicherer und zufriedener fühlt? Die Frage ist, wenn wir bei den Somewhere und den Anywhere bleiben, die politische Macht, die kulturelle Macht liegt zurzeit bei den Anywheres, aber die Mehrheit liegt meines Erachtens, der Mehrheit der Menschen sind Somewheres. Und ich glaube, die Anywheres überfordern. Wo liegt, wo liegt die politische Macht bei den, bei den, die kulturelle Macht, und wer dominiert, wer dominiert die, wer dominiert die Filme, wer dominiert das Kulturleben, nach wem richtet sich die Politik? Also allein, was ich in Brüssel sehe, und Brüssel ist die politische Macht mittlerweile, leider der Mindset, den ich habe, wenn ich durch mein eigenes Parlament laufe, was ich erlebe, wenn ich mit den, mit den Kommissionsbeamten spreche, das ist ein Anywhere-Mindset. Das ist kein, da ist kein, ist auch kein Verständnis mehr für Sehnsucht nach Verwurzelung, auch vielleicht mal nach, nach der Abwesenheit permanenter Veränderung. Also, ich habe auch aus einer früheren Berufstätigkeit häufiger sowohl in Brüssel als auch in Straßburg zu tun gehabt, und die Menschen, die ich da kennengelernt habe, im Zusammenhang mit EU-Institutionen, Parlament oder eben dann auch Kommission, die alle sowohl eine, wenn man so will, Geburts- oder Herkunfts-Heimat haben, als auch dann eine durch die Tätigkeit gewonnene aktuelle Heimat, die waren alle, alle in der Lage, sowohl das eine als auch das andere zu empfinden. Wieso ist es dir unmöglich zu erkennen, dass das eine Bereicherung sein kann, wenn man nicht auf die eine Heimat reduziert werden kann, sondern wenn man sagen kann, ja, und das ist eben nicht Anywhere, sondern das wäre dann, das ist noch was anderes, glaube ich, tat. Also, das, was ich erlebe, ist tatsächlich ein, ein, eine gewisse Idealisierung dieser eigenen Brüsseler Blase bei einer Geringschätzung der Herkunft. Ich will das ein Beispiel erzählen. Wir hatten jetzt die slowakische Präsidentschaftswahl. Da hat er, der Somewhere über den Anywhere gewonnen, stark vereinfacht gesagt. Und ich erlebe das, die slowakische Brüssel-Blase, man war nicht nur schockiert, man hat öffentlich erklärt, wie sehr man sich für die Heimat schämt, für die Slowakei. Man hatte kein Verständnis mehr dafür, was da stattfindet. Das ist leider generell so, dass wir ein anderes Beispiel. In den europäischen Schulen gibt es ja so, dass es für jede europäische Nation eine eigene Klasse gibt. Das heißt, die Kinder können in der Heimat sprechen, na, auch nach einem am Heimatlehrplan orientierten Lehrplan unterrichtet werden. Gerade sehr, sehr viele Osteuropäer schicken ihre Kinder aber jetzt eben nicht in die slowakische, slowenische, tschechische, polnische Klasse, in die englische. Ja, das heißt, wir haben einen Fall, dass Kinder aufwachsen, dass sie in der Schule nicht in ihrer Muttersprache unterrichtet werden, schon in der Grundschule. Ja, weißt du, auf welche Schule Putin seine Kinder geschickt hat? Ja, ja. Aber weil sie in Dresden aufgewachsen sind. Na ja, aber in dem Moment, wo die, wo ein Kind aufwächst in einer Muttersprache und dann kommt es in die Schule, der Ernst des Lebens, und in dieser Schule wird jetzt aber nicht die Muttersprache gelehrt, dann ist das Bild, das ich dem Kind festsetzt, meine Muttersprache ist irgendwie etwas weniger ernst, wertvolles als die Fremdsprache, in der ich unterrichtet werde. Wie kommst du da, wie kommst du dazu zu dieser? Und stolz auf seine Muttersprache. Und erst einmal lesen und schreiben in der eigenen Muttersprache lernt. Es kann nachher gern fremdsprachlich lernen. Erst in der Muttersprache. Wo das ist deine anekdotische Evidenz. Ich halte dir eine andere entgegen. Befreundetes Ehepaar von mir, die Frau sozusagen ethnisch und staatsbürgerlich deutsch, der Mann Italiener, maritimer Ingenieur, in Singapur gearbeitet lange Jahre. Zwei Töchter, die sprechen fließend Deutsch, Italienisch, Englisch. Alle sind glücklich damit. Da wird keine Mutter, die haben nicht eine Muttersprache, die haben drei Muttersprachen, und sie, keine von denen wird gering geschätzt. Das kommt in deinem Erfahrungshorizont gar nicht. Nö, mein Sohn, mein Sohn ist 8 Jahre, der spricht vier Sprachen. Schön gut. Aber auch da finde ich es wichtig, dass er die Mama ist Slowakin, als er Sprache in der Schule, genau die Sprache seiner Mutter lernt, dass er schön schreiben lernt, weil das der Slowakei auf dem Lehrplan ist, weil es ihm eine Rückkopplung und Rückverbindung auch an seine Großeltern, seiner Onkels und Tanten gibt. Mit mir spricht er mir und meinen Kindern aus von meiner Verst spricht er natürlich Deutsch. Schadet ihm das? Schadet ihm das, er diese Vielsprachigkeit hat? Das ist, es war mir aber wichtig, dass er zunächst auch in der, in der Vorschule die Chance hat, die Sprache seiner Mutter als etwas wahrzunehmen, was auch in der Ferne in Brüssel gepflegt und unterrichtet wird. Gut, das heißt, du bist auch im konkreten Fall für sprachliche Vielfalt, die insofern stattfindet, dass wir nicht jede Nation ihre eigene Sprache pflegt, sondern dass in Individuen an einem Ort Vielfalt gelebt werden kann. Ich möchte aber, dass jedes Kind auch erfährt, dass seine eigene Muttersprache es wert ist, in der Institution Schule, und das ist ja für Kinder ein wichtiger Schritt in die Schule zu kommen, dass es in seiner Muttersprache zunächst einmal die ersten zwei, drei Jahre Lesen und Schreiben lernt. Und das ist dadurch erfährt, dass die Sprache, die es von seiner Mutter aufgenommen hat, für ihn auch, dass die auch einen formalen Rang hat, weil das gibt ihm Selbstgefühl. Ich habe ein, ein, mein Sohn hat einen Freund, der stammt aus Polen und seine Eltern schicken ihn in die englische Klasse als Erstsprache und die deutsche als Zweitsprache. Der arme Junge kann natürlich kein deutsches Land. Jetzt quasi erst da und die Botschaft, die bei ihm ankommt, ist eben, meine Muttersprache Polnisch, mm, ist noch nicht mal als Zweitsprache wert. Und ich glaube, dass da auch ein Selbstzweifel in den Kindern gesät wird. Möchte also genau diese Übereinstimmung, die Übereinstimmung mit dem, was man selbst gerade in frühester Kindheit erfahren hat, auch ein Sprachklang, wie die eigenen Gedanken sich formen, Sprache formt ja die eigene Gedanken, die Struktur des Denkens, dass ich dies auch im öffentlichen Leben widerspiegelt. Das ist auch kein falscher Wunsch. Viele nationale Minderheiten kämpfen mir genau aus diesem Grund so vehement für die muttersprachliche Grundschule. Natürlich, also auch, dass das Sorbische als eigene Sprache anerkannt, die Flamen in Belgien, auch. Ihr habt über Südtirol gesprochen, die Deutschen in Südtirol. Aber dort ist eben die Vielfalt der sprachlichen Möglichkeiten, der integrative Ansatz, die Gemeinschaft der Kulturen, nicht ihre Separation. Der an gem, der Kulturen. Muss ich erstmal meine eigene, zumindest soweit im Griff habe, dass ich mit ihr leben kann. Ja, möglicherweise ist es dein Verständnis von Kultur, Sprache, individueller Entwicklung, sagen wir mal, zeitlich und kulturgeschichtlich ähnlich angesiedelt, wie deine Vorstellung von Männlichkeit. Ich habe, ich glaube nicht, dass immer nur die Zukunft schön und die Vergangenheit schlecht ist. Wenn ich mir alte, wenn ich mir alte Fotos von deutschen Städten anschaue, dann finde ich viele Stadtansichten und Straßenbilder vor 100 Jahren schöner als heute. Ja, und wenn man sich die Lebensbedingungen anguckt, du kennst Zildes Zeichnung und seine Fotografien, dann ist die Lebensrealität in diesen Städten, die pitoresk waren, sozial grausam. Noch ein paar einfache Fragen. Gibt es Nazis in der AfD? Nein, nein, definitiv. Was ist ein Nazi? Ein

Nazi ist jemand, der zu Hause sich eine braune Uniform anzieht und irgendwie im Stechschritt vom Spiegel herumtappt. Gib nicht, ich glaube, er meint damit Faschisten. Faschisten müssen nicht unbedingt. Ist die Frage, was der Faschismusbegriff? Ich nehme immer Ernst Nolte, der Faschismus in seiner Epoche. Also, wir haben jetzt auch keine Mussolini-Kopien. Wir haben, wir haben niemand, der die ganze Zeit sich irgendwelche Hitler-Reden anhört und so weiter. Also, es gibt keine Menschen, die rassistische Vorstellungen haben. Ich kenne nun viele. Ich kenne, was ich erlebe, ähnlich wie in unserer Wählerschicht. Es sind vor allen Dingen Menschen, die verzweifeln an der Entwicklung in unserem Land, die sich. Ich habe wenig, also jetzt echte Menschenfeinde, Menschen, die Menschen aus anderen Ländern oder mit anderer Hautfarbe abwerten. Haben wir. Es gibt einen Verein mit Migrationshintergrund für die AFD. Ich bin da Mitglied. Die nehmen auch Leute ohne Migrationshintergrund auf. Auch die Mitglieder da bestätigen mir, dass sie in der AFD sich sehr willkommen fühlen. Also, ich kann, es gibt immer mal den einzelnen Ausrutscher, den ich auch nicht kenne. Ich persönlich habe diese Erfahrung nicht gemacht.

Die größten Sozialausgaben sind äh Renten und Krankheits- äh, also Gesundheitskosten. Äh, wieso muss man Menschen ähm, die davon leben, von Rente leben oder Krankengeld beziehen, wieso muss man die eigentlich zur Arbeit motivieren? Geht nicht um Rentner und es geht nicht um, es geht auch nicht um um um Krankengeldempfänger. Es geht konkret darum, dass wir eine steigende Anzahl von Menschen haben, die über Jahre hinweg von Bürgergeld lebt und darüber, dass sie von Bürgergeld lebt, auch natürlich den Rhythmus zu arbeiten verliert. Das ist ja, ja, ein großes Problem. Wenn ich zwei Jahre lang nicht arbeite, sondern ausschlafen kann und ich muss jetzt aber wieder früh äh um 7 Uhr klingelt da Wecker, um 8 Uhr muss ich an der Arbeit sein, dann muss ich halt mal vielleicht sogar körperlich vier Stunden durcharbeiten, bis ich die erste Pause habe, muss ich noch mal vier Stunden arbeiten. Man verlernt diese Fähigkeit und ja, man kann sie aber auch wieder, man kann sie auch wieder lernen.

Ähm, es hat jemand einen Widerspruch ähm gesehen in zwei Aussagen von dir, nämlich einmal, dass du sagst, ähm, die Armen, die trotz, obwohl sie in Lohnarbeit sind, äh staatliche Zuschüsse brauchen, hast du gesagt, ja, das ist korrekt, das ist nötig wegen der hohen Abgaben. Ja, davor hattest du aber gesagt, die Armen zahlen gar keine Abgaben. Was zahlen Abgaben, aber keine Steuern? Ja, also Sozialabgaben zahlen sie ja, aber sie zahlen keine Steuern. Ja, aber es sind nur sehr geringe. Wer wenig Einkommen hat, zahlt auch wenig. Also, wir haben Steuer- und Abgabenquote, die liegt über 30 %. Steuer- und Abgabenquote, aber bei den, bei den, bei den, bei den Geringverdienern ist ja die Steuerquote quasi null. Wir haben eine Abgabenquote allein, die über 30 % liegt und die ist ja, die ist ja nicht, die ist ja nicht, die ist ja nicht progressiv. Das heißt, also jemand, der jetzt sagen wir mal ein Brutto hat von 25, zahlt genau denselben Steuer- und Abgaben, denselben Abgabensatz wie jemand, der eben kurz unter der Bemessungsgrenze liegt. Okay, lassen wir so stehen.

Ähm, ich habe die Zahlen auch nicht so parat, dass ich sag, war Arbeitgeber in meiner Anwaltskanzlei, ich kenne sie noch. Ähm, in den nächsten Jahren werden 7 Millionen Menschen in Rente gehen. 1,4 Millionen kommen dann im nächsten Schub danach. Wie willst du diese Lücke schließen und zudem äh und zudem diese Menschen zu alten Pflegern motivieren? Wie willst du dann auch noch da die Rente sichern? Also, das Ding, was vor uns, wir schrecklich wird, unbestritten, dass wir tatsächlich in eine massive Finanzierungslücke reinkommen, unbestritten. Wir haben, ich komme aus Sachsen, da war Kurt Biedenkopf der große Held in den 90ern. Der hat in den gesamten 90ern ist er, ist er wie ein Wanderprediger das Land gegangen und hat vor dem gewarnt, was jetzt kommt und hat gesagt, ja, es wird nicht lösbar sein. Es wird am Ende um ein Management gehen, die schlimmsten Übel zu verhindern. Das heißt also, wenn wir, wir, es ist auf keinen Fall so, dass wenn wir kämen, wir diese beschriebenen Probleme so wie so und Deus ex machina einfach mal lösen könnten. Wir würden sie angehen, aber was wir sagen, wir würden halt umschichten von unserer Meinung nach unnötigen Projekten, die wir mit linker Ideologie gleichsetzen. Also, wir glauben, dass z.B. die, die Immigrationskosten betragen ungefähr 50 Milliarden im Jahr, die würden wir schon senken. Ähm, wir haben mittlerweile einen völlig aufgeblähten Beamten- und Staatsapparat, der sehr, sehr viel Geld kostet. Wir geben ja zurzeit Unsummen für den Ukrainekrieg aus. Die Klimapolitik belastet die, die wirtschaftliche Basis, weil die Industrie zurzeit massiv abschreiben muss. Das heißt also, auch die Steuereinnahmen gehen zurück. Wenn wir an all diese Punkte rangehen, können wir zumindest Gelder locker machen, um die in jedem Fall eintretenden massiven sozialen Härten.

Ja, aber wie du, du auch Prävention kostet Geld. Keine Prävention kostet in im nächsten Schritt noch mehr. Ähm, das, wo du sagst, wir investieren hier wahnsinniges Geld in Klimafolgenbekämpfung und ähm in in Umbau von Energie-Transformation, das hast du eben gesagt, sind eigentlich überflüssige Ausgaben. Die Ausgaben, die fällig werden, wenn wir und andere Nationen das nicht machen, die Folgen des Klimawandels, die dann kommen werden. Und da ist die Wissenschaft sich relativ einig. Da ist dein Satz, da haben viele drüber gelacht, als du sagtest, die Wissenschaft sich ist bei Klimawandel sich nicht einig. Sie sind sich zu über 90 % einig. IPCC, der die Mega-Studie, Studie, schauen, alles klar. Aber warum es mir geht, ist doch eins. Wir, wir, was Deutschland zurzeit macht, ist, dass es ja, ja, überobligatorisch ist. Das heißt, wir sind ja über dem, was weltweit verabredet ist. Nun ist das Klima aber global, es ist nicht national. Das heißt, allein, wenn wir die Klimamaßnahmen auf das auf das international verabredete Maß zurückfahren, ja, könnten wir a) Industrie erhalten und b) können wir Kosten sparen. Und dass wir allein deshalb, weil das kleine Deutschland jetzt überobligatorisch Geld ausgibt und seine eigene Industrie gefährdet. Weißt du, womit das internationale Tankstellenwesen angefangen hat? Nein.

Bertha Benz hat vor 130 Jahren etwa in der Stadtapotheke von Wiesloch 2 Liter Waschbenzin gekauft. Das war der Beginn des internationalen Tankstellenwesens. Die gesamte chinesische Solarindustrie basiert auf deutscher Entwicklung und Forschung. Jetzt können wir sagen, scheiße, dass das jetzt nicht mehr bei uns ist, aber zu sagen, weil wir so klein sind, nützt es überhaupt gar nichts, Front zu sein. Das ist eine These, die mit der historischen Realität von technologischer Entwicklung sein. Jeder rennt uns ja nach, wenn wir gerade irgendwelchen Unsinn machen. Und zumindest die deutsche Energiewende hat bislang noch kein einziges Land nachgemacht. Und da hatten sie nun einige Jahre Zeit. China überbaut gerade Kohlekraftwerke. Ja, und baut weniger Kohlekraftwerke als dass es erneuerbare baut. Das mag sein, aber sie bauen Kohlekraftwerke. Ja, ja, sie bauen aber mehr, sie bauen mehr erneuerbare Energie aus. Außer uns, doch alle Länder, die versuchen neue Atomkraftwerke zu bauen, sind auf einem Pfad, dass sie sich entweder enorm verzögern zeitlich oder teurer werden. Sie gibt, sie bauen, Polen baut, hatte keins, Ungarn baut, die Slowakei baut, Tschechien baut, Frankreich sowieso, alle bauen. Belgien hat gerade die Laufzeiten verlängert. Ja, und wir werden sehen, ob es Tschernobyl oder Fukushima noch mal gibt, dann wird wird der Jammer wieder groß sein. Ich nehme an, du würdest in kein Flugzeug steigen, wo die Piloten sagen, wir wissen zwar, wie man startet, wie wir landen, wissen wir aber nicht.

Also, mit der neuen Generation 4 ist das Abfallproblem soweit im Griff, weil die ja auch Abfall wieder verwenden können. Ja, der dann aber auch der wieder verwendete Abfall wird nicht ewig recycelt, sondern entsteht dann in höherer Konzentration als noch. Ja, aber das muss, da sind dann die, die Halbwertszeiten gehen in den Millionen Jahre Bereich und es gibt diese sichere Deponie noch nicht. Aber anderes Thema. Zwei letzte Fragen. Gut. Soll Deutschland aus dem Pariser Klimaabkommen austreten? Deutschland sollte generell keine Alleingänge machen. Sollte die Vereinigten Staaten nach der Wiederwahl der, der aus meiner Sicht hoffentlich eine Wiederwahl von Donald Trump, sollten die Vereinigten Staaten aussteigen, dann denke ich, dass die europäischen Staaten auch austreten sollten und gemeinsam mit den Vereinigten Staaten ein neues Abkommen schließen. Solange die USA drin sind und alle anderen auch drin sind, ich bin gegen deutsche Alleingänge. Mhm. Eine letzte Frage, die hat noch einer etwas mit dem Thema Sexualität, Sexualrollen und deiner Partei zu tun. Ähm, deine Parteivorsitzende hält sich sozusagen äh in mehrfacher Hinsicht eindeutig nicht an die von dir auch als natürlich definierte Rolle von Frau und Mutterschaft. Ist Alice Weidel insofern ein Schaden für eure Partei? Ganz im Gegenteil, sie ist unser Gesicht, sie ist unser Superstar. Und ich habe ja gesagt, es gibt ein Ideal, aber wir wissen natürlich, dass die Welt bunter ist und dass dieses Ideal eben ein Ideal ist, was nicht heißt, dass es jeder erreichen kann und erreichen muss, sondern es es gibt eben andere Wege. Aber das ist im im im Verhältnis eines Regel-Ausnahme-Verhältnisses. Es gibt ein Ideal und dann gibt's halt andere, die sind okay. Aber man sollte sich, wenn es um die um um um um den Sprachgebrauch geht, hat man eben das Ideal im Kopf, aber nicht im Sinne einer Diskriminierung des anderen oder im Sinne eines eines eines ist ist nur, es muss alles hundertprozentig so sein, alles andere ist scheiße, sondern im Sinne, ja, es gibt viele Wege, aber es gibt eben einfach ein ein ein Weg, der für, der den die meisten gehen, der auch statistisch nachweisbar äh die meisten im Kopf haben. Und von daher werden wir überhaupt niemanden, der sich selbst subjektiv entscheidet, es anders zu machen, diskriminieren. Sie selbst bringt das ja mit dem sehr, sehr schönen Satz zum Ausdruck: Ich bin lesbisch, aber nicht quer. Mm-hmm. Und das ist, das ist genau der richtige Ansatzpunkt. Also, was wir sagen ist, aber wenn das, wenn wenn diese Form, wenn diese Form von Vielfalt, kultureller Vielfalt, nenne ich das jetzt mal, in eurer Partei möglich ist, warum soll der dann nicht in einer Gesellschaft insgesamt möglich sein? Ist es ja möglich. Worum wir nur festhalten wollen, ist, dass eben es ein Ideal gibt im Sinne eines eines positiven Ideals, was aber nicht verpflichtend ist und wo wir sagen, schaut her, das ist das, was wir gut, was wir glauben, dass es der Regelfall, der normale gute Regelfall ist, aber nicht im Sinne, ihr weicht davon ab, sondern einfach nur im Sinne, schaut mal her, das ist halt so der Regelfall, das ist das Übliche, das ist der Normalfall. Aber aber was heißt denn geht anders? Was heißt denn dann normativ? Du verwendest den Begriff, diese Verhältnisse sind normativ. Nein, normativ ist z.B., dass man seine Eltern ehren soll. Normativ ist, dass man, dass man füreinander einsteht und so weiter. Das ergibt sich aus der Verwandtschaftsbeziehung. Du hast es im Buch in einem anderen Kontext gesagt, aber gut, wir, wir haben wirklich, wir richtig überzogen heute, oder? Ja, nö, es war ja, du hast ja gesagt, ich habe Zeit, ich habe kein, bin euch da. Ich habe mich heute den ganzen Abend freigekämpft. Das ist schön. Gekämpft ist schön. Kämpfen ist immer gut. Ähm, eine allerletzte Frage, weil du auch mehrfach in dem Buch auch einer der nie definierten Begriffe, du sprichst von der woken, linksliberalen Meinungsführerschaft. Was verstehst du eigentlich als woke? Woke heißt zunächst einmal erweckt, ja. Das heißt, es sind Menschen, die glauben, sie selbst haben ein höheres Bewusstsein, weil sie ein gewissen Erkenntnisgewinn haben. Woke ist zurzeit der Oberbegriff dafür, wenn man tatsächlich glaubt, dass alles, was wir so sehen, eigentlich nur konstruiert ist. Wer behauptet das denn? Na, das ist das, das ist das, was wenn wir das Haupt, das wenn wir uns ansaugen. Wer sich selbst woke nennt? Wer denn z.B. in den Vereinigten Staaten gibt's eine ganze gute, die ganzen Social Justice Warriors, die dann erklären, dass es eben. Wir reden über Deutschland. Wer bezeichnet sich in, wer bezeichnet sich in Deutschland als woke? In Deutschland selbst ist es eine Fremdbezeichnung. Ja. So, das heißt, du arbeitest hier mit einem Basis, dass du zum negativen Etikett machst für eine von dir zu bekämpfende, angeblich vorherrschende Kultur, die ich aber beschreibe, indem ich ganz klar sage, es ist ein falsches Freiheitsverständnis, es ist eine Bindungslosigkeit und es ist vor allem eine Ablehnung jeder Bindung. Nein, die, entschuldige, Foucault ist nicht die linksliberale. Deutsch, aber zurzeit der einflussreichste. Allein diese Begrifflichkeiten, strukturell, wir haben es hier mit struktureller Diskriminierung zu tun. Das ist doch alles Diskurstheorie. Weißt du, was Strukturalismus ist? Das ist der Redar, das ist dann, das ist der Poststrukturalismus. Ja, aber aber wir reden über. Also, Strukturalismus ist ist nun wirklich eine eine eine eine linguistische Theorie. Es ist eine linguistische Theorie, die die man dann über den Theorienmarkt in die Realität übertragen hat. Absolut. Aber in der Diskurstheorie geht's eben auch darum, dass man oder bei mal im Strukturalismus, dass man tatsächlich glaubt, dass deshalb, weil die Sprache z.B. männlich und weiblich ist, wir deshalb auch anfangen in männlich und weiblich zu denken und solche. Aber die Männlichkeit und Weiblichkeit ist eben auch eine objektive Tatsache. Und die Woken tun es nicht. Die Männlichkeit und Weiblichkeit, jetzt Geschlechtlichkeit ist eine ist eine biologische Tatsache. Sie ist, sie ist sowohl eine biologische Tatsache als auch ist sie m eine spirituelle ähm Eigenwahrnehmungs-geistige Dimension. Das spirituelle System oder die oder die die die die Tatsache, ich weiß nicht, ob er Henne oder Ei da war, sondern die beiden. Das Entscheidende ist, wie identifizieren sich Menschen in der Gesellschaft, in in der wir leben. Du stellst und das würde ich als eine rückschrittliche Position ansehen. Das hast du, da unterscheiden wir uns ja. Ja, du stellst sozusagen das Biologische ins Zentrum und sagst, diejenigen Menschen, die ihr Ich anders definieren, die agieren sich selbst und sind damit in sich widersprüchlich. Deshalb ist die Meinung, weil sie in sich widersprüchlich ist, ist sie letztlich nicht. Und du löst den Widerspruch auf zugunsten der Biologie und das ist eine biologistische und damit der Widerspruchsfreiheit des eigenen Ich. Ja, aber das ist, nein, wenn du, wenn du den Widerspruch auflöst zugunsten der Biologie, dann ignorierst du die Definition von Ich. Daher kommt der Begriff eigentlich, nämlich aus der Psychoanalyse, der hat nichts zu tun mit Biologismus. Du bist ja, aber damit habe ich ein Menschenbild, dass die Körperlichkeit negiert. Das ist goso. Nein, das ignoriert im, nein, es ignoriert die Körperlichkeit überhaupt nicht. Es gibt ihr nur nicht den allein entscheidenden dominanten Entscheidungspunkt, den du ihr einräumst. Du bist derjenige, der ein einseitige Ignoranz verkündet. Nein, ich verkörpere einfach eine Begrenzung des der des eigenen freien Willens durch die durch die körperliche Realität. Ja, für dich ist die, für dich ist die körperliche Realität der Faktor, der den eigenen freien Willen sozusagen overrule, overrule, der ihn overrule in Form einer Begrenzung. Innerhalb dieser Grenzen bist du völlig frei, weil sobald du dagegen verstößt, setzt du dich in Widerspruch zu dich selbst und wirst in sich widersprüchlich. Und der Widerspruch in sich, den den löst gebe ich kein Recht. Ja, und den löst du auf. Du gibst ihm kein Recht und den löst du auf zugunsten der Biologie. Und das ist, wenn man sich fragt, was macht den Menschen zu Menschen und was unterscheidet ihn vom Tier, dann ist es die Fähigkeit des Denkens, des Bewusstseins, der Reflexion. Und das ignorierst du mit in einer Grenze. Das ignorierst du ja, aber der eigenen Körperlichkeit. Wir sind auf Erden in die eigene Körperlichkeit begrenzt. Maximilian Krah, das war ein aufschlussreiches sechsstündiges Gespräch insgesamt. Ähm, danke, dass du das gesagt hast, was du gesagt hast. Danke für euer Interesse, eure Fragen, Anregung und danke auch für eure Unterstützung, ohne die ihr wisst es, es dieses Format gar nicht geben würde. Wir sehen uns hoffentlich bald wieder. Bis dann, tschüss.

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