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2024 war das erste Jahr, in dem die globale Durchschnittstemperatur mehr als 1,5° über dem vorindustriellen Niveau lag. Haben wir damit das 1,5°-Ziel des Pariser Klimaabkommens schon gerissen? Ist das überhaupt das Ende vom Klimaschutz? Brauchen wir uns gar nicht mehr anzustrengen, weil sowieso alles vorbei ist? Ist der Klimaschutz schon zu Ende oder was passiert jetzt als Nächstes?
Im Jahr 2015 hat man bei der Pariser Klimakonferenz in einer unglaublichen Aktion – ich erinnere mich an die Bilder, wie alle oben standen und sich umarmt haben – sich fast alle Staaten der Welt darauf geeinigt, erstens die globale Erderwärmung auf deutlich unter 2° zu begrenzen im Vergleich zur vorindustriellen Zeit, wie es so schön heißt. Also, es geht um die Zeit von 1850 bis 1900. Und zweitens, wenn möglich, die globale Erwärmung auf 1,5° zu begrenzen.
Und jetzt das: Laut dem Klimaüberwachungsdienst Kopernikus der Europäischen Union war 2024 1,62° wärmer als die Erde im vorindustriellen Zeitraum zwischen 1850 und 1900. Das heißt, wir haben zum ersten Mal ein Jahr, was deutlich über der 1,5° über diesem 1,5°-Limit liegt. Und da gibt es ja durchaus einige natürliche, sagen wir mal, natürliche Prozesse, die auch immer wieder zu einer Abkühlung führen können. 2023, 2024 waren Jahre mit El Niño, also bis zum Mai 2024 war El Niño am Werk. El Niño gilt im Allgemeinen als ein wärmendes Phänomen, das also im Mittel das Klima, die Mitteltemperatur anhebt. Jetzt stellt sich raus, seit Mai 2024 gibt es kein El Niño mehr, sondern die kühlendere Variante La Niña ist schon wieder am Werk an der Westküste von Südamerika, aber die Temperaturen sind nach wie vor sehr hoch. Also offenbar gibt es Heizmechanismen, die inzwischen so stark sind, dass die kühlende Funktion von La Niña offenbar nicht mehr ausreicht. Und man hat vor allen Dingen festgestellt, dass El Niño nur um ungefähr 0,1° tatsächlich die Temperatur erhöht hat. Es war also nicht El Niño, der in den letzten Jahren zur Heizung maßgeblich beigetragen hat, sondern offenbar ganz andere Phänomene, denn wir schießen ja nach wie vor Treibhausgas in die Atmosphäre. Im Jahr 2024 haben wir so viel CO2 emittiert wie noch nie. Die letzten Jahre waren die heißesten Jahre, seitdem wir Temperaturen messen.
Ist es überhaupt noch vernünftig, in Anführungszeichen, an so einem Ziel wie dem 1,5°-Ziel festzuhalten oder ist die Sache schon erledigt? Was ist denn die wissenschaftliche Basis für das 1,5°-Ziel? Also, was wäre der Unterschied zwischen 1,5° Celsius und 2°? Am besten lässt sich das erklären anhand des Eises, also des arktischen und des antarktischen Eises. Mit 1,5°, wenn wir das erreichen würden, hätten wir eine Chance, wir könnten die Festlandsgletscher auf Grönland und in der Antarktis noch stabilisieren. Das würde dazu führen, dass der Meeresspiegel vielleicht 1 Meter bis Ende des Jahrhunderts ansteigt. Wenn es aber schneller wärmer wird, wir also deutlich über die 1,5° kommen in Richtung 2°, hätten wir schlechte Chancen für eine Stabilisierung dieser Festlandsgletscher und entsprechend höher wäre natürlich dann auch der Meeresspiegel am Ende des Jahrhunderts. Was für eine Katastrophe, ahnt man schon, denn es gibt ja sehr, sehr viele Menschen, die entlang der Küsten auf der Welt leben.
Aber auch so etwas wie den Amazonas-Regenwald oder die borealen Wälder, die verschwinden. Die Frage, wie viel Feuer wird es geben, ob wir 1,5° haben oder 2°, das können wir beantworten. Wir haben Zuordnungswissenschaften, die das Risiko für katastrophale Ereignisse, also katastrophale Naturereignisse, ziemlich gut berechnen können. Es ist völlig klar, dass mit zunehmender Mitteltemperatur die Wahrscheinlichkeiten für Extremwetterereignisse in jeder Hinsicht steigen. Es gibt eine wunderbare Zahl, nämlich "The Number of Days between Billion Dollar Catastrophies". Das war in den 70er Jahren 85. 85 Tage zwischen einer Katastrophe, die eine Milliarde Dollar an Kosten hat. Heute sind es noch 15.
Auf was steuern wir zu? Na, also erstmal die gute Nachricht: Wenn ich dieses Video vor 10 Jahren gemacht hätte, 2015, damals war der Weg noch in eine 3,5°-Hölle. Oh Gott, 3,5° höhere Mitteltemperatur, katastrophal, ne? Wenn alles passieren würde, wenn alles wirklich passieren würde, was die Länder so versprechen, dann würden wir auf eine 1,8°-Welt zusteuern, so wie es auf dem Papier steht. Der aktuelle Stand der Dinge, also das, was wirklich passiert, lässt uns allerdings auf eine 2,7°-Welt zusteuern. Eine etwas kühlere Hölle als die 3,5°-Welt.
Aber was bedeutet das? Es bedeutet nach wie vor, dass Bereiche in den Tropen und Subtropen, also so Gebiete 1000 km nördlich und südlich des Äquators, einfach unbewohnbar werden. Man spricht von den "Number of Days above Deadly Threshold", so heißt es offiziell. Also die Anzahl der Tage oberhalb des tödlichen Limits nähert sich immer mehr und mehr der Zahl 100. Also das heißt, es sind die Tage, wo es so heiß und so feucht ist, dass Menschen ihre Innentemperatur nicht mehr durch Schwitzen regulieren können. Jetzt können sie natürlich mit Klimaanlagen sich so weit abkühlen, aber wenn der Strom für die Klimaanlagen wiederum aus fossilen Rohstoffen kommt, dann heizen sie praktisch ihre eigene Situation nur noch immer mehr und mehr auf. Ist also eine ziemliche Katastrophe. Dann haben wir Extremwetterereignisse bei 2,7°, die natürlich dramatisch sind und viele urbane Infrastrukturen ziemlich überfordern werden. Und natürlich, last but not least, die Biodiversität, die Gesundheit und die Nahrungssicherheit von allen möglichen Lebewesen, auch und insbesondere von uns Menschen, werden gewaltig leiden.
Anfang 2020 hatte das International Panel of Climate Change festgestellt, Zitat: "Es dürften noch 400 Gigatonnen CO2 in die Atmosphäre abgegeben werden." Zu Beginn 2025 sind von diesem Budget noch 235 Gigatonnen übrig. Also, wenn wir so weitermachen, dass wir jedes Jahr quasi 40 Gigatonnen in die Atmosphäre blasen, was jetzt gar keine Steigerung bedeuten würde, dann bin ich ja direkt optimistisch, dass wir praktisch auf dem Niveau von heute bleiben, aber auf dem Wahnsinnsniveau von heute bleiben. Sagen wir mal, wir hätten noch 240 Gigatonnen übrig. Lässt sich das, dann könnt ihr das auch selber nachrechnen. Also, wir würden ungefähr 40 Gigatonnen pro Jahr emittieren. 240 Gigatonnen wären noch übrig. Wann hätten wir es dann erledigt? Na, 240 geteilt durch 40. Habt ihr es? Genau sechs, in Worten: sechs Jahre. Und dann ist es vorbei. So sieht's aus.
Also die Emissionen müssten, wenn wir das 1,5°-Ziel tatsächlich erreichen wollten, drastisch sinken. Also drastisch ist eigentlich noch viel zu wenig drastisch ausgedrückt, um es mal so zu sagen. Es müssten in einem Ausmaß die Emissionen sinken, wie man sich das gar nicht mehr wirklich vorstellen kann. Die andere Variante wäre, und das haben wir ja in dem Video auch schon mal besprochen, CO2 aus der Atmosphäre rauszuholen. Allerdings ist das einfach tierisch schwierig. Also stellt sich raus, man braucht unbedingt Energie dafür, wenn man es auf industriellem Niveau machen wollte. Die Nature Based Solutions, das also die Natur das CO2 aus der Atmosphäre holt, die sind eben leider Gottes ein bisschen langsam.
Übrigens, es ist natürlich völlig richtig, lokal, also an einem Ort, mehr CO2 reinzupumpen, zum Beispiel in ein Treibhaus, da wachsen die Pflanzen besser. Das ist völlig korrekt. Stellt sich nur raus, es ist eben nicht so gut, wie man denkt. Also die Effekte, die das CO2 auslöst bei dem Wachstum von Pflanzen, sind viel geringer als die Schäden, die eine hohe CO2-Konzentration verursachen. Vor allen Dingen in dem globalen Klimasystem. Man muss einfach sehen, was für eine Balance passiert da in der Atmosphäre oder was für Prozesse passieren in der Atmosphäre durch zu viel CO2. CO2 ist definitiv ein Treibhausgas, nimmt also die Wärmestrahlung der Erdoberfläche auf und gibt es dann eben in Teilen wieder runter. Führt zur Aufheizung der globalen Mitteltemperatur und die Schäden, die damit zusammenhängen, sind einfach viel, viel katastrophaler als das kleine bisschen Bonus, was einige Pflanzen haben, wenn der CO2-Gehalt der Atmosphäre höher wird. Gibt's dazu noch Fragen? Danke, wir machen weiter.
Nichts von dem, was 2015 beschlossen worden ist, scheint irgendwie so einen starken Eindruck auf die Weltgemeinschaft hinterlassen zu haben, dass man sich tatsächlich einer deutlichen Senkung der CO2-Emissionen irgendwie verpflichtet fühlte. Im Gegenteil, die Emissionen steigen und steigen. Das CO2, das bleibt für Jahrhunderte bis zu einem Jahrtausend in der Atmosphäre. Es wird also niemanden mehr geben auf dem Planeten, der in absehbarer Zeit jemals wieder erfahren wird mit einem Messinstrument, dass die Konzentration an Kohlendioxid in der Atmosphäre sinken wird. Niemand, der heute auf dem Planeten lebt, wird das erleben.
Das Einzige, was wir erreichen könnten, wenn wir es gut machen, ist, dass die Kurve ein Plateau zeigt, das nämlich die Balance zwischen den Quellen von CO2, also namentlich unserer industriellen und anderer Tätigkeiten wie Mobilität und so weiter und Heizung, Industrie und so weiter, dass gegen diese Quellen es natürliche Senken gibt, die den CO2-Gehalt in der Atmosphäre praktisch sättigen. Und aber solange wir immer mehr und mehr und mehr reinpumpen in die Atmosphäre und die natürlichen Senken diese Mengen nicht mehr abbauen können, dann wird die Konzentration einfach immer mehr und mehr ansteigen.
Warum haben wir immer noch nicht das Ziel erreicht, was wir erreichen wollen? Woran sind wir gescheitert? Der Hamburg Climate Future Outlook, also der Hamburger Klimazukunftsausblick, ein sozialwissenschaftlicher Bericht von verschiedenen Klimaakteuren wie dem Max-Planck-Institut, den Helmholtz-Instituten, der Universität und etlichen anderen, der sagt uns: 2050 müssten wir eine Netto-Null-Emission haben an CO2. Das ist aber nicht mehr plausibel. Das werden wir nicht mehr hinkriegen. Und als Hauptgrund dafür, dass wir es nicht mehr hinkriegen, geht es um die Reaktion der Unternehmen, das Konsumverhalten der Gesellschaften und tatsächlich auch die Ausgliederung von fossilen Energien. Geschieht einfach alles nicht schnell genug. Es müsste alles schneller sein. Das heißt, das ist eine Verhaltensfrage, Verhalten von wirtschaftlichen Gruppen, von gesellschaftlichen Gruppen und insgesamt vom politischen Establishment überall auf der Welt. So sieht's aus.
Und momentan, wenn man das mal anders beschreiben wollen, dann bekämpfen wir Symptome, aber nicht die Ursache. Und so kommt der Klimawandel praktisch wie so ein Einschlag daher, wie so ein sozialer Meteoriteneinschlag. Das ist es nämlich, was wir verursacht haben durch unsere Tätigkeit über zwei Jahrhunderte: So viele Energiemengen zu verbrauchen in 70 Jahren, wie die Menschheit vorher in 12.000 Jahren verbraucht hat. Oder andersrum gesagt, wir setzen so viel Kohlenstoff frei, wie die Erde in einer Million Jahren abgelagert hat. Das sind wir.
Können wir es jetzt eigentlich lassen? Wir haben jetzt 1,62° gehabt im 2024. Können wir jetzt aufhören mit dem Klimaschutz? Bedeutet das jetzt, dass das Pariser Klimaziel, also die globale Erwärmung unterhalb von 1,5° zu halten, gerissen ist? Klima ist das über 30 Jahre gemittelte Wetter und ein Jahr macht noch keinen Vertragsbruch, wenn man so will. Aber wenn in den nächsten Jahren die Messungen zeigen, dass wir immer mit der Mitteltemperatur deutlich über 1,5° liegen, dann ist das Klimaziel in Paris gerissen. Dann ist dieser Vertrag von uns verletzt worden, nicht von der Natur, die kennt diese Verträge nicht, aber von uns.
Der Klimaforscher Jochem Marotzke vom Max-Planck-Institut für Meteorologie hat dazu zu diesem Thema gesagt: Zitat: "Das 1,5°-Ziel ist heute bereits Geschichte. Wer noch immer propagiert, die Welt könne unter 1,5° Celsius Erwärmung bleiben, gibt sich Illusionen hin. Wir müssen der Wirklichkeit ins Auge blicken und uns auf diese steigende Erwärmung einstellen." Zitatende.
Was wäre die Moral von der Geschichte? Erstens, wir haben gemerkt, wenn wir überhaupt nichts tun, wenn wir zu wenig tun, dann zeigt die Natur uns einfach das an mit Hilfe der globalen Erwärmung, was passiert, wenn man mehr und mehr CO2 emittiert. Es wird einfach wärmer. Zweitens, wir müssen jetzt, gerade nachdem wir zum ersten Mal die 1,5°-Grenze gerissen haben, ohne zu wissen, ob wir das langfristig getan haben, müssen wir um jedes Zehntel Grad kämpfen. Klimaschutz bedeutet jetzt aktuell, wenn ich das so mal in einem Satz zusammenfasse, das Schlimmste zu verhindern. Je früher wir es schaffen, tatsächlich die Mitteltemperatur zu stabilisieren, umso besser. Denn die Natur ist wie ein riesengroßer Tanker. Wenn du den bewegen willst, dann geht das nicht schlagartig, sondern da gibt es Nachlaufzeiten. Und deswegen müssen wir versuchen, so früh wie möglich kühlend gewissermaßen einzugreifen, indem wir immer weniger und weniger und weniger Treibhausgase emittieren. Denn eines ist klar: Je niedriger die Temperatur ist, auf der wir das Ganze begrenzen können, umso besser. Umso besser für uns, umso besser für unsere Kinder und für unsere Kindeskinder. Das ist völlig klar.
Und jetzt ist die Frage, wie bewerkstelligen wir das? Jetzt muss man natürlich mal überprüfen, was die einzelnen Staaten so an Klimaschutz eigentlich veranstalten. Also wie stark sie gesellschaftlich, politisch, industriell und so weiter tatsächlich Klima schützen. Und dafür gibt es eine Institution und die hat einen Index definiert. Das ist der CCPI, das ist der Climate Change Performance Index. Ist natürlich lustig, das genaue Spiegelbild von IPCC, dem Intergovernmental Panel on Climate Change. Also dieser Index, der gibt jetzt an, wie gut ein Land jetzt mit dem Thema Klimaschutz umgeht.
Da ist an allererster Stelle geht es erstmal darum: 40% der Bewertung – das könnt ihr in der Grafik sehen – 40% der Bewertung ist Treibhausgasemission. 20% sind die erneuerbaren Energien. Das heißt, wie wird es ausgebaut? 20% ist die Energienutzung, wie viel Energie wird gespart. Und das andere mit 20% die Klimapolitik insgesamt. Was da gemessen wird, ist die Produktion von Treibhausgasen in dem Land. Also, wenn wir in Deutschland ein Produkt kaufen, was in China hergestellt worden ist, dann wird es nicht auf den Konsum in Deutschland gerechnet, sondern auf das Land China, weil dort das Produkt erzeugt worden ist. Das wird da gemessen. Dazu gibt es eine Tabelle und dann stellt sich raus, es sind insgesamt 63 Länder plus die EU-Länder, die von dieser Institution CCPI bewertet werden. Es wird also alles Mögliche an Informationen gesammelt. Stellt sich raus, auf den Plätzen 1 bis 3 ist kein einziges Land. Dann kommt Dänemark und dann kommen die Niederlande und Deutschland ist irgendwo im Mittelfeld.
Ja, was sagt das CCPI zu Deutschland? Der Ausbau der erneuerbaren Energien funktioniert. Also, da kann man schon mal sagen: Daumen hoch, auch wenn er noch höher sein könnte, also wir könnten schneller sein. Aber der Daumen geht runter, wenn es um das Thema geht: Treibhausgasemission im Verkehr, also im Transport, und Treibhausgasemission der Gebäude. Also Wärmewende wäre dringend notwendig, genauso wie die E-Mobilität, der Ausbau der E-Mobilität. Und dann wird vor allen Dingen moniert, dass eine vernünftige Strategie fehlt, wie man aus den fossilen Energiequellen jetzt mal rauskommt.
Also, was das CCPI von uns möchte, ist eine Veränderung. Es wird auch oft von Transformationen gesprochen und es gibt in der Tat Wissenschaften, die sich damit beschäftigen mit der Frage, was macht eine Transformation erfolgreich? Und eines der interessantesten Ergebnisse der Transformationsforschung ist: Man muss nicht alle mitnehmen, damit eine solche Veränderung von der großen Gruppe, von den Gesellschaften, tatsächlich sich vollzieht. Man kann sogar quantifizieren, wie viel von einer bestimmten Population müssen tatsächlich dabei sein, damit eine solche Transformation erfolgreich ist. Und ich rede jetzt mal ein bisschen um den heißen Brei herum, weil ich es gar nicht verraten will, weil es erstaunlich überraschend wenige sind. Es sind nämlich nur zwischen 3,5 und 4% einer Population, die wirklich aktiv in einer Transformation tätig sein müssen, damit sie erfolgreich ist.
Man kann das ein bisschen in so einem Modell klar machen. Es gibt so diesen sozioökonomischen Mainstream, der läuft die ganze Zeit ab, weil er unglaublich erfolgreich war, lässt er sich kaum sozusagen verändern, scheinbar sieht es danach aus, wenn es immer gleich bleibt. Und dann passiert da so ein Einschlag, dann auf einmal muss der Mainstream sich überlegen, was machen wir denn jetzt? Und in der Situation sind wir gerade da. Was machen wir denn jetzt? Machen wir einfach so weiter wie bisher, Business as usual, oder schauen wir uns an, welche Optionen uns zur Verfügung stehen? Und genau da an dieser Stelle werden all diejenigen, die teilweise über Jahrzehnte in einer Nische gearbeitet haben, alternative Optionen entwickelt haben. Und die erneuerbaren Energien sind da alternative Energien gegenüber den alten fossilen Rohstoffen. Das sind auf einmal jetzt diejenigen, die sagen: "Ja, wir haben hier was anzubieten, wir können erneuerbare Energien aufbauen." Wir sind gerade dabei, wir haben eine Parallelentwicklung zwischen den Fossilen und den Erneuerbaren, aber die erneuerbaren sind noch viel zu wenig, die müssen viel stärker ausgebaut werden. Das heißt, irgendwann kommen diese Akteure nach oben mit ihren Optionen in den Mainstream und werden selber zum Mainstream. Dann hätte praktisch die Gesellschaft eine erfolgreiche Transformation vollzogen.
Und dazu gibt es wichtige Eigenschaften, dass es zum Beispiel vom "Wir" getragen wird, dass Menschen in einem Land das Gefühl haben, das ist unsere Energiewende, also zum Beispiel Energiewende in Bürgerhände, also Bürgerbeteiligung zu haben, wo Bürger nicht nur das Klima schützen, sondern sogar noch davon profitieren können. Und wie ich schon mal sagte, es fällt mir kein vernünftiger Grund ein, es nicht zu tun.
Bevor ich es vergesse: Mehr zum Thema Klimawandel, Klimaschutz und auch Klimamisere findet ihr in meinen beiden Sendungen Terra X. Wo? In der Mediathek. Ja, wo denn sonst? Und den Kanal könnt ihr auch noch abonnieren. Und wenn ihr mehr zu dem, wenn ihr überhaupt mehr wissen wollt, dann lest doch mal was. Ich glaube, doch mal was. Ja, perfekt. Danke dir.