Transcription
Guten Tag, willkommen bei Deutsch im Alltag. Ich bin Samy und bevor wir anfangen, muss ich euch eine Geschichte erzählen.
Oh, welche Geschichte, Sami?
Also, ihr wisst ja, ich komme ursprünglich aus Syrien und als ich nach Deutschland kam, hatte ich meinen ersten Job in einem Büro. Ich war so nervös. Ich hatte drei Tage lang nicht gut geschlafen.
Oh je, das kenne ich. Was ist passiert?
Okay, stellt euch vor, ich stehe am ersten Tag vor meinem neuen Chef Herr Schmidt, ein sehr seriöser Mann mit Anzug und Krawatte. Und er fragt mich, wie heißen Sie?
Und was hast du gesagt?
Ich wollte sagen, ich heiße Samy. Das ist richtig, oder? Aber ich war so nervös, dass ich gesagt habe, ich bin heiß.
[gelächter] Nein, das hast du nicht wirklich gesagt.
Doch, doch. Ich habe gesagt, ich bin heiß. Statt ich heiße Sammy. Und mein Chef hat mich so komisch angeschaut.
Oh, Sammy, das ist so peinlich. Was hat er dann gemacht?
Zum Glück war er sehr nett. Er hat gelächelt und gesagt, sie meinen wahrscheinlich, ich heiße Sammy. Richtig? Und ich wurde total rot im Gesicht.
Aber weißt du was? Das passiert so vielen Menschen, nicht nur bei der Sprache, sondern auch bei der ganzen Situation.
Genau. Der erste Arbeitstag ist für alle stressig. Man weiß nicht, was man sagen soll, wie man sich benehmen soll, ob man du oder sie sagen soll. Und genau deswegen machen wir heute diese Episode. Wir wollen euch helfen, damit ihr diese Fehler nicht macht. Am Ende dieser Episode werdet ihr genau wissen, wie man sich professionell vorstellt, wie man mit neuen Kollegen spricht und wie man sich am ersten Arbeitstag sicher fühlt.
Also, herzlich willkommen zur allerersten Episode von deutschem Alltag. Ich bin Rema. und ich bin Sammy und wir sind hier, um euch zu helfen, Deutsch für echte Alltagssituationen zu lernen.
Weißt du, Samy, ich erinnere mich auch an meinen ersten Arbeitstag in Deutschland. Ich komme ja aus Ägypten und dort ist alles viel informeller, sagen wir mal.
Wie meinst du das?
Na ja, in Ägypten umarmt man sich oft bei der Begrüßung, auch im Büro. Aber in Deutschland am ersten Tag habe ich meinen Kollegen umarmen wollen und er ist drei Schritte zurückgegangen.
Oh nein! Was hast du dann gemacht?
Ich habe schnell meine Hand zum Händeschütteln ausgestreckt und so getan, als wäre nichts passiert. Aber ich habe mich so geschämt.
Siehst du, wir haben alle diese Momente und das ist völlig normal. Deswegen ist diese Episode so wichtig. Also, was lernen wir heute genau? Wir konzentrieren uns auf eine super wichtige Situation. Sich Arbeitsplatz vorstellen.
Richtig. Ihr lernt heute, wie man professionell guten Tag sagt, wie man sich und seine Position vorstellt, wie man Fragen stellt und wie man höflich mit Kollegen und dem Chef spricht. Und wir haben eine richtig gute Episode für euch vorbereitet. Zuerst spielen wir eine realistische Szene, einen ganzen ersten Arbeitstag von Anfang bis Ende. Dann analysieren wir die wichtigsten Vokabeln zusammen. Jedes Wort, jede Phrase, wir erklären alles ganz genau mit vielen Beispielen. Danach kommt ein bisschen Grammatik, aber keine Angst, wir machen das ganz einfach und praktisch. Wir sprechen über reflexive Werben und über Sie versus du. Und am Ende ein Quiz. Wir testen euer Wissen auf eine lustige Art.
Ach und etwas Wichtiges, das komplette Skript dieser Episode. Alles was wir sagen, findet ihr als PDF in der Beschreibung.
Ja, ladet es herunter. Ihr könnt mitlesen, nachschauen, wiederholen. Es ist super hilfreich. Und wisst ihr was? Wir freuen uns wirklich sehr, dass ihr hier seid. Deutsch lernen ist nicht einfach. Das wissen wir beide aus eigener Erfahrung.
Absolut. Aber ihr schafft das und wir sind hier, um euch zu helfen. Also, seid ihr bereit? Los geht's mit unserer Dialogszene.
Okay, jetzt kommt unsere große Szene. Die Situation ist, Laura Schneider kommt an ihrem ersten Arbeitstag in ein Marketingbüro in München. Ich spiele den Teamleiter Thomas und den Kollegen Klaus. Rima spielt Laura und eine andere Kollegin, Maria.
Genau. Hört gut zu, wie Laura sich vorstellt und wie sie mit ihren neuen Kollegen spricht. Die Szene dauert etwa 10 Minuten und wir zeigen euch einen ganzen Morgen am ersten Arbeitstag.
Guten Morgen. Sie müssen Frau Schneider sein, richtig?
Ja, genau. Guten Morgen, ich bin Laura Schneider. Heute ist mein erster Arbeitstag.
Wunderbar. Willkommen bei Media Plus. Ich bin Thomas Müller, der Teamleiter vom Marketingteam. Es freut mich sehr, Sie kennenzulernen.
Sehr angenehm, Herr Müller. Ich freue mich auch sehr, hier zu sein. Ich habe viel Gutes über Ihre Firma gehört.
Das ist schön zu hören. Kommen Sie, ich zeige Ihnen erstmal alles. Haben Sie gut hergefunden?
Ja, zum Glück. Ich wohne nicht weit von hier, nur 20 Minuten mit der U-Bahn.
Oh, sehr praktisch. Also, hier ist unser Büro. Wir sind ein Team von zehn Leuten. Alle sind sehr nett und hilfsbereit.
Wow, das Büro ist sehr modern und so hell.
Ja, wir haben letztes Jahr renoviert. So, und hier ist ihr Arbeitsplatz, direkt am Fenster.
Oh, das ist perfekt. Vielen, vielen Dank.
Merkt ihr, wie höflich Laura spricht? Sie sagt: "Sie und Herr Müller sehr professionell."
Genau. Und sie sagt: "Sehr angenehm." Das ist eine sehr gute Phrase für den ersten Tag.
Hier ist Ihr Computer schon eingerichtet. Das Passwort liegt hier auf dem Zettel und das ist Ihr Telefon. Die Nummer steht auch dort.
Perfekt. Und wo finde ich ähm die Toilette und die Küche?
Ah, die wichtigsten Orte. Die Toilette ist dort hinten links und die Küche ist gleich hier rechts. Kaffee, Tee, Wasser, alles kostenlos.
Super, das ist gut zu wissen.
Hallo, guten Morgen. Du musst die neue sein.
Oh, hallo. Ja, ich bin Laura. Laura Schneider.
Ich bin Klaus Klaus Werner. Ich arbeite auch im Marketingteam.
Angenehm. Sehr angenehm. Freut mich dich sie kennenzulernen.
Du kannst ruhig du sagen. Hier im Team sind alle per Du. Nur Thomas. Ich meine Herr Müller. Nur mit ihm bleiben wir beim Sie, weil er der Chef ist.
Ah, okay. Gut zu wissen. Dann freut mich dich kennenzulernen, Klaus.
Genau. Und woher kommst du? Du hast einen leichten Akzent, oder?
Ja, ich komme ursprünglich aus Österreich, aus Wien, aber ich lebe schon seit 5 Jahren in Deutschland.
Ah, cool. Wien ist wunderschön. Und was hast du vorher gemacht? Wo hast du gearbeitet?
Ich habe bei einer kleinen Marketingagentur in Stuttgart gearbeitet, drei Jahre lang. Ich war dort für Social Media zuständig.
Oh, perfekt. Das machen wir hier auch viel. Wir arbeiten mit Instagram, Facebook, LinkedIn, alles mögliche.
Das klingt super. Ich freue mich schon sehr auf die Arbeit.
So, Frau Schneider, ich sehe, Sie haben Klaus schon kennengelernt.
Ja, er war sehr nett und hat mir schon ein bisschen erklärt, wie das Team funktioniert.
Wunderbar. Jetzt möchte ich Sie den ganzen Team vorstellen. Ist das okay?
Ja, natürlich. Sehr gerne. Team, darf ich um eure Aufmerksamkeit bitten? Kommt alle mal bitte kurz her. Salo, willkommen. So, alle da? Perfekt. Ich möchte euch Laura Schneider vorstellen. Sie ist unsere neue Marketingmanagerin und wird hauptsächlich für Social Media und Content Creation zuständig sein.
Hallo zusammen. Wie Herr Müller schon gesagt hat, ich heiße Laura Schneider. Ich komme aus Wien, lebe aber schon länger in Deutschland. Ich habe vorher bei einer Agentur in Stuttgart gearbeitet und freue mich riesig jetzt Teil von eurem von ihrem Team zu sein.
Wunderbar, Laura. Das Team hier arbeitet sehr kollegial zusammen. Wenn Sie Fragen haben und Sie werden viele Fragen haben am Anfang, fragen Sie einfach. Jeder hilft gerne.
Ja, absolut. Ich bin Maria übrigens. Ich arbeite als Grafikdesignerin hier. Wenn du Grafiken für Social Media brauchst, komm einfach zu mir.
Oh, vielen Dank, Maria. Das ist sehr nett. Ich werde sicher oft zu dir kommen und ich kann dir die besten Restaurants in der Nähe zeigen.
[gelächter] Das ist auch wichtig. Danke, Klaus.
So, Frau Schneider, haben Sie noch Fragen? Irgendetwas, dass ich Ihnen zeigen oder erklären soll?
M ja, eine Frage. Wie sind hier die Arbeitszeiten und wann ist die Mittagspause?
Gute Frage. Unsere Arbeitszeiten sind flexibel. Die Kernzeit ist von 10 bis 4. Aber die meisten kommen zwischen und 9 und gehen zwischen 5 und 6. Die Mittagspause ist normalerweise von 12 bis 1, aber das ist auch flexibel.
Ah, verstehe. Das ist sehr flexibel. Das gefällt mir. Und die Kantine ist im zweiten Stock. Das Essen ist ganz gut und nicht teuer. Oder man kann auch in einem der Restaurants hier in der Gegend essen.
Super, vielen Dank für die Information.
Hey Laura, wir gehen normalerweise zusammen in die Kantine. Kommst du heute Mittag mit?
Ja, sehr gerne. Danke für die Einladung.
Ich komme auch mit. Dann können wir uns besser kennenlernen.
Das freut mich. Dann bis Mittag.
So, Frau Schneider, ich lasse Sie jetzt erstmal in Ruhe ihren Arbeitsplatz einrichten. Heute ist es wichtig, dass Sie alles kennenlernen. Das Büro, die Kollegen, unsere Systeme. Morgen fangen wir dann mit der richtigen Arbeit an.
Ja, das klingt gut. Ich schaue mich erstmal um und mache mich mit allem vertraut.
Perfekt. Und denken Sie daran, wenn Sie irgendwas brauchen oder Fragen haben, fragen Sie einfach. Wir sind alle hier, um zu helfen.
Vielen, vielen Dank, Herr Müller. Ich weiß das sehr zu schätzen.
Gern geschehen. Ich wünsche Ihnen einen guten ersten Tag.
Puh, das war intensiv, oder? Aber so ist ein echter erster Arbeitstag. Viele neue Gesichter, viele Namen, viele Informationen.
So, das war unsere Dialogszene. Jetzt kommt der wichtigste Teil. Wir schauen uns die Vokabeln ganz genau an.
Genau. Wir haben 15. Super wichtige Wörter und Phrasen für euch. Für jedes Wort geben wir euch mehrere Beispiele, damit ihr genau versteht, wie man es benutzt.
Okay, Wort Nummer 1: sich vorstellen. Das ist ein reflexives Verb. Laura hat gesagt, ich möchte mich vorstellen. Ich bin Laura Schneider. Andere Beispiele? Darf ich mich kurz vorstellen? Ich heiße Maria. Oder in der ersten Stunde stellen sich alle Teilnehmer vor. Man kann auch sagen, können Sie sich bitte der Gruppe vorstellen oder wir haben uns noch nicht vorgestellt, ich bin Sammy. Das sich ist wichtig, das kommt später in der Grammatiksektion, aber merkt euch, sich vorstellen ist reflexiv.
Nächstes Wort: Der Kollege und die Kollegin. Das sind die Menschen, mit denen man zusammenarbeitet. Klaus ist Lauras Kollege. Maria ist ihre Kollegin. Zusammen sind sie Lauras Kollegen. Mehr Beispiele? Meine Kollegen sind sehr hilfsbereit. Ich habe nette Kolleginnen im Büro. Mein Kollege Thomas hilft mir immer. Man kann auch sagen, sie ist meine Kollegin aus der Marketingabteilung oder ich gehe oft mit meinen Kollegen Mittagessen. Ein interessanter Punkt. In modernen Firmen sagt man oft einfach Kollege für alle. Egal ob Mann oder Frau. Meine Kollegen kann Männer und Frauen bedeuten.
Jetzt eines sehr wichtiges Wort für den ersten Tag. Angenehm, sehr angenehm, sie kennenzulernen. Das ist super höflich und professionell. Man sagt das, wenn man jemanden zum ersten Mal trifft. Beispiele: Angenehm, Herr Müller oder sehr angenehm, Frau Schmidt. Ich freue mich, Sie zu treffen. Manchmal sagt man auch nur angenehm, wenn jemand sich vorstellt. Ich bin Klaus, angenehm, ich bin Laura. Und manchmal in sehr formellen Situationen sagt man angenehm, die Bekanntschaft zu machen. Das ist sehr, sehr höflich.
Okay, nächstes Wort und das ist eines meiner Lieblingswörter. Sich freuen. Ja, sich freuen ist auch Reflexie. Laura hat gesagt, ich freue mich sehr hier zu sein. Sie ist glücklich in der neuen Firma zu sein. Andere Beispiele? Ich freue mich auf das Wochenende. Wir freuen uns auf euren Besuch. Sie freut sich über das Geschenk. Merkt ihr den Unterschied? Sich freuen auf, das ist für die Zukunft. Ich freue mich auf morgen. Und sich freuen über das ist für jetzt oder die Vergangenheit. Ich freue mich über die gute Nachricht. Noch ein Beispiel. Die Kinder freuen sich auf Weihnachten. Das ist Zukunft. Auf und ich habe mich sehr über deinen Anruf gefreut. Das ist Vergangenheit über.
Nächste Pase arbeiten als das benutzt man, um seinen Beruf zu beschreiben. Klaus hat gesagt, ich arbeite als Grafikdesigner. Maria arbeitet als Grafikdesignerin. Mehr Beispiele. Ich arbeite als Lehrerin in einer Grundschule. Mein Bruder arbeitet als Ingenieur bei BMW. Sie arbeitet als Krankenschwester im Krankenhaus. Man kann auch sagen, früher habe ich als Kellner gearbeitet oder ich möchte später als Anwalt arbeiten. Und manchmal hört man, ich arbeite als freiberuflicher Designer. Das bedeutet freiberuflich, selbständig.
Sehr wichtige Phrase zuständig für Laura ist zuständig für Social Media und Content Creation. Das ist ihre Verantwortung, ihr Aufgabenbereich. Beispiele: Ich bin zuständig für die Buchhaltung. Wer ist zuständig für dieses Projekt? Er ist für die technische Abteilung zuständig. Man kann auch fragen, wofür sind Sie zuständig? Oder: "Für welchen Bereich bist du zuständig?" Noch ein Beispiel: In unserem Team ist jeder für verschiedene Aufgaben zuständig.
Jetzt ein schönes Wort, das Team. Das kennen viele schon. Willkommen im Team. Das hört man sehr oft am ersten Arbeitstag. Beispiele. Unser Team besteht aus zehn Personen. Das Team arbeitet sehr gut zusammen. Ich bin stolz auf mein Team. Man sagt auch Teamarbeit ist wichtig oder wir arbeiten als Team an diesem Projekt und manchmal ich bin ein Teamplayer. Das bedeutet, ich kann gut im Team arbeiten.
Nächstes Wort: Der Arbeitsplatz. Das ist der Ort, wo man arbeitet. Der Schreibtisch, das Büro, die Station. Thomas hat gesagt, hier ist ihr Arbeitsplatz direkt am Fenster. Mehr Beispiele? Mein Arbeitsplatz ist sehr ordentlich. Sie hat einen neuen Arbeitsplatz bekommen. Ist dein Arbeitsplatz komfortabel? Man kann auch sagen, ich habe meinen Arbeitsplatz schön dekoriert oder am Arbeitsplatz bin ich sehr produktiv. Aber Achtung, Arbeitsplatz kann auch generell Job bedeuten. Ich suche einen neuen Arbeitsplatz. Das bedeutet einen neuen Job.
Sehr wichtig. Der erste Arbeitstag, das Thema unserer Episode. Mein erster Arbeitstag war sehr aufregend. Wie war dein erster Arbeitstag? Am ersten Arbeitstag lernt man viele neue Leute kennen. Andere Beispiele. Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Arbeitstag. Der erste Arbeitstag ist immer besonders. Man sagt auch, am ersten Arbeitstag sollte man pünktlich sein. Oder was ziehe ich am ersten Arbeitstag an?
Jetzt ein Gefühl, dass viele am ersten Tag haben. Nervös sein. Ich bin so nervös. Bist du nervös? Sei nicht nervös. Alles wird gut. Laura war am Anfang nervös, aber dann wurde sie entspannter. Beispiele: Vor Präsentationen bin ich immer nervös. Sie war nervös vor dem Vorstellungsgespräch. Die Studenten sind nervös vor der Prüfung. Man kann auch sagen, ich habe nervöse Gefühle oder das macht mich nervös.
Drei wichtige Werben zum Schluss: helfen, zeigen und erklären. Helfen? Kann ich Ihnen helfen? Wer kann mir helfen? Meine Kollegen helfen mir gerne zeigen. Ich zeige Ihnen alles. Kannst du mir zeigen, wo die Kantine ist? Er zeigt ihr den Arbeitsplatz und erklären. Können Sie mir das erklären? Ich erkläre dir die Regeln. Thomas erklärt Laura die Arbeitszeiten. Man hört diese drei Werben sehr oft am ersten Arbeitstag. Kann mir jemand helfen und zeigen, wo die Toilette ist? Können Sie mir erklären, wie das System funktioniert?
Letztes Wort: Gemeinsam. Das bedeutet zusammen. Wir arbeiten gemeinsam an diesem Projekt. Lass uns gemeinsam Mittagessen gehen. Das Team arbeitet gemeinsam sehr gut. Andere Beispiele? Gemeinsam sind wir stark. Wir haben gemeinsam eine Lösung gefunden. Sie machen wie Aufgabe gemeinsam.
Okay, das waren unsere 15 wichtigsten Vokabel. Habt ihr mitgeschrieben? Jetzt kommt die Grammatik. Und ich verspreche euch, es wird nicht kompliziert.
Genau. Wir erklären alles ganz praktisch mit vielen Beispielen. Heute haben wir zwei Grammatikthemen. Reflexive Verben, wie sich vorstellen und sich freuen und sie versus du. Wann sagt man was?
Okay, fangen wir mit reflexiven Verben an. Was ist ein reflexives Verb? Das ist ein Verb. Das sich bezieht sich auf das Subjekt zurück. z.B. ich stelle mich vor. Ich stelle wen vor? Mich. Ich stelle mich selbst vor. Oder du freust dich. Du freust wen? Dich, du selbst. Jetzt ist die wichtige Frage: Wie konjugiert man reflexive Verben? Das sich ändert sich je nach Person. Schauen wir uns sich vorstellen an. Komplett. Ich stelle mich vor. Du stellst dich vor. Er stellt sich vor. Sie stellt sich vor. Es stellt sich vor. Wir stellen uns vor. Ihr stellt euch vor. Sie stellen sich vor. Formal. Sie stellen sich vor. Plural. Seht ihr das Muster? Ich, mich, du, dich, er, sie, es, sich, wir, uns, ihr, euch, sie, sich. Das gleiche mit sich freuen. Ich freue mich. Du freust dich. Er freut sich. Wir freuen uns. Ihr freut euch. Sie freuen sich. Noch ein Beispiel. Sich fühlen. Ich fühle mich gut. Wie fühlst du dich? Sie fühlt sich müde. Wir fühlen uns glücklich. Fühlt ihr euch wohl? Sie fühlen sich unwohl. Noch eins sich setzen. Bitte setzen Sie sich. Setz dich. Er setzt sich auf den Stuhl. Wir setzen uns an den Tisch. Setzt euch.
Jetzt ein wichtiger Punkt. Wo steht das Reflexivpronomen im Satz? Normalerweise direkt nach dem konjugierten Verb. Ich stelle mich vor. Du freust dich. Aber bei Fragen stellst du dich vor, freust du dich? Das Reflexivpronomen kommt nach dem Subjekt. Und bei Modalverben, ich möchte mich vorstellen. Kannst du dich bitte setzen? Es steht vor dem Infinitiv. Noch ein Beispiel. Ich muss mich beeilen. Wir wollen uns treffen. Sie soll sich ausruhen.
Hier ist eine Liste von wichtigen reflexiven Verben, die ihr kennen solltet. sich vorstellen, sich freuen, sich fühlen, sich setzen, sich beeilen, sich entspannen, sich treffen, sich erinnern, sich interessieren, sich beschweren, sich entschuldigen, sich verabschieden. Übt diese Werben, macht Sätze damit. Z.B. Ich muss mich beeilen, ich bin spät dran.
Okay, jetzt das zweite Thema. Sie versus du. Wann benutzt man was? Das ist super wichtig in der deutschen Kultur. Es gibt formelle und informelle Ansprache. Sie ist formal. Man benutzt es mit dem Chef, älteren Menschen, Fremden, Kunden in offiziellen Situationen, beim Arzt in Geschäft. Du ist informal. Man benutzt es mit Freunden, Familie, Kindern, Kollegen in modernen Firmen in lockeren Situationen. Im Dialog hat Laura zu Thomas Müller sie gesagt: "Sehr angenehm, Herr Müller, ich freue mich sehr, Sie kennenzulernen." Aber zu Klaus hat sie du gesagt. Freut mich dich kennenzulernen, Klaus. Hier ist der große Unterschied in der Konjugation mit Sie. Wie heißen Sie? Woher kommen Sie? Was machen Sie? Können Sie mir helfen? Mit du? Wie heißt du? Woher kommst du? Was machst du? Kannst du mir helfen? Merkt ihr? Sie plus Verbir. Du plus Verb mit ST am Ende. Noch mehr Beispiele mit Sie. Sind Sie neu hier? Haben Sie Fragen? Möchten Sie Kaffee? Kennen Sie Herrn Müller? Und mit du? Bist du neu hier? Hast du Fragen? Möchtest du Kaffee? Kennst du Herrn Müller?
Ein wichtiger kultureller Punkt. In Deutschland bietet normalerweise die ältere oder ranghöere Person das Du an. Genau. Klaus hat zu Laura gesagt: "Du kannst ruhig du sagen. Er hat es angeboten." Man sagt, wir können du sagen oder sag ruhig du zu mir oder lass uns du sagen. Aber man fragt nicht, kann ich du sagen? Das ist nicht höflich. Man wartet, bis die andere Person es anbietet. In modernen jungen Firmen, besonders in Startups, ist du sehr normal, aber zum Chef bleibt man oft beim sie. Und wenn ihr unsicher seid, benutzt sie. Das ist immer sicher. Die andere Person kann dann sagen, wir können du sagen.
Genau. Lieber zu höflich als zu informel.
So, jetzt kommt unser Quiz. Das wird lustig. Zehn Fragen. Wir testen alles, was ihr heute gelernt habt. Und Samy und ich machen einen kleinen Wettbewerb. Mal sehen, wer mehr Punkte bekommt.
Oh, ich werde gewinnen. Ich bin der Quiz Champion.
Wir werden sehen. Okay, liebe Zuhörer, nach jeder Frage habt ihr etwa 5 Sekunden Zeit zum Nachdenken. Überlegt gut.
Frage Nummer 1: Wie sagt man, ich stelle mich vor auf Deutsch? Ist es A ich vorstelle mich, B ich stelle mich vor oder Cichstelle? Überlegt mal, habt ihr eure Antwort noch? Ein paar Sekunden. Die richtige Antwort ist B. Ich stelle mich vor. Richtig. Das Verbt auf Position 2 und mich kommt danach. Punkt für mich.
[gelächter] Hey, wir haben noch nicht angefangen zu zählen. Okay.
Frage 2: Ergänze den Satz. Ich bin Marketing zuständig. Ist es A für B über oder C von? Denkt nach, was ist richtig? Habt ihr es? Die Antwort ist A. Für Ich bin für Marketing zuständig. Genau. Zuständig für Immer mit. Für
Frage 3. Du triffst deinen neuen Chef. Was sagst du? A. Hallo, wie geht's? B. Sehr angenehm, Herr Schmidt. C. Hey, alles klar? Hm. Was ist am höflichsten und professionellsten? Überlegt? Die richtige Antwort ist B. Sehr angenehm, Herr Schmidt. Ja, das ist formal und professionell. A und C sind viel zu informell für den Chef.
Frage 4: Konjugiere sich freuen für. Ist es A wir freuen sich? B wir freuen uns oder C wir freuen euch. Reflexive Werben. Erinnert euch an das Muster. Was ist richtig? Die Antwort ist B. Wir freuen uns. Genau. Wir geht mit uns. Ich, mich, du, dich, wir, uns.
Frage 5. Ich arbeite Lehrer. Welche Präposition? A wie, B, als oder C bei arbeiten. Wie geht das noch mal? Denk nach. Die richtige Antwort ist B. Als ich arbeite als Lehrer. Richtig. Arbeiten. ALS. Das beschreibt den Beruf.
Frage 6. Was ist informal? A. Sie. B. Du. C ihnen. Das ist eine einfache Frage, aber wichtig. Die Antwort ist B. Du. Ja, du bist informal für Freunde und Familie. Sie und ihnen sind formal.
Frage 7: Übersetze mit du. Kannst du mir helfen? Ist es A, können Sie mir helfen? B, kannst du mir helfen? C, könnt ihr mir helfen? Aufgepasst. Die Frage sagt mit du, also nicht sie. Die richtige Antwort ist B. Kannst du mir helfen? Perfekt. A wäre sie, C wäre ihr. Mehrere Personen?
Frage 8: Was bedeutet angenehm? Denkt an den Dialog. Was hat Laura gesagt? Überlegt. Die Antwort ist: Man sagt es, wenn man jemanden zum ersten Mal trifft. Genau. Sehr angenehm, sagt man bei der ersten Begegnung.
Frage 9: Welches Verb ist nicht reflexiv? A sich vorstellen, B arbeiten, C sich freuen. Hm, welches hat kein sich? Das ist die Frage. Die richtige Antwort ist B. Arbeiten. Richtig, arbeiten ist nicht reflexiv. Man sagt, ich arbeite nicht, ich arbeite mich.
Letzte Frage Nummer 10. Vervollständige, ich freue mich das Wochenende. Ist es A über, B auf oder C für? Erinnert euch, Freund mit welcher Präposition für die Zukunft? Überlegt gut. Die richtige Antwort ist B. Auf. Ich freue mich auf das Wochenende. Perfekt. Freuen auf für die Zukunft. Freuen über für Gegenwart oder Vergangenheit?
Das war unser Quiz. Wie viele habt ihr richtig? 8 bis 10. Ihr seid Profis. 5 bis 7, sehr gut. Weniger als fünf, kein Problem. Hört die Episode noch mal. Ja, und schreibt in die Kommentare: "Ich habe x von Ze Fragen." Richtig. Wir sind neugierig.
So, meine Lieben, wir sind fast am Ende dieser Episode. Wow, das war viel. Aber gutes Material, oder?
Absolut. Lass uns kurz zusammenfassen, was wir heute gelernt haben. Also, wir haben über den ersten Arbeitstag gesprochen, wie man sich vorstellt, wie man mit Kollegen spricht, wie man höflich ist. Wir haben 15 wichtige Vokabeln gelernt. Sich vorstellen, der Kollege, angenehm, sich freuen, arbeiten als zuständig für und viele mehr. Dann haben wir Grammatik gemacht, reflexive Werben wie sich vorstellen und sich freuen und den Unterschied zwischen Sie und du. Und wir hatten einen Quiz. Ich hoffe, es hat Spaß gemacht.
Wisst ihr, was ich gelernt habe, als ich diese Episode vorbereitet habe?
Was denn?
Der erste Arbeitstag ist für alle schwierig. Egal, ob man Deutsch kann oder nicht, egal, ob man aus Deutschland kommt oder nicht, es ist immer aufregend und ein bisschen stressig.
Das stimmt. Und weißt du was das Wichtigste ist?
Was?
Freundlich sein, lächeln, Fragen stellen, wenn man etwas nicht versteht. Die meisten Menschen sind nett und wollen helfen.
Absolut. Und habt keine Angst vor Fehlern. Jeder macht Fehler. Ich habe gesagt, ich bin heiß. Statt ich heiße Samy und ich lebe noch.
Genau. Fehler sind okay. Sie sind Teil des Lernens. Jetzt haben wir eine Hausaufgabe für euch.
Ja, übt euch vorzustellen. Vor dem Spiegel, mit Freunden, mit Familie. Sagt, ich heiße, ich komme aus, ich arbeite als, ich bin zuständig für und übt reflexive Werben. Macht Sätze mit sich vorstellen, sich freuen, sich fühlen. Und vergesst nicht, das komplette Skript gibt es als PDF in der Beschreibung. Ladet es herunter, lest es, markiert die wichtigen Teile.
Jetzt unsere große Frage an euch. Wir wollen von euch hören. Was war euer erster Arbeitstag? War gut, war er chaotisch? Habt ihr lustige Fehler gemacht? Oder wenn ihr noch keinen Job hattet, was ist eure größte Angst für den ersten Arbeitstag? Schreibt alles in die Kommentare. Wir lesen jeden Kommentar und antworten gerne. Wir wollen eure Geschichten hören. Egal, ob lustig, peinlich oder einfach interessant.
Und jetzt ein kleiner Teaser für Episode 2. Oh ja, nächste Woche gehen wir zusammen in ein deutsches Restaurant. Ihr lernt, wie man die Speisekarte liest, wie man bestellt, wie man nach Empfehlungen fragt und wie man höflich mit dem Kellner spricht. Ich hätte gern, könnte ich bitte die Rechnung bitte. Wir zeigen euch auch typisch deutsche Gerichte und wie man sie ausspricht. Schnitzel, Spetzle, Apfelstrudel.
Ich habe Hunger. Ich auch. Aber wirklich. Episode 2 wird super. Seid dabei.
Bevor wir gehen, wollen wir euch noch etwas sagen. Deutsch lernen ist eine Reise. Es ist nicht immer einfach. Manchmal ist es frustrierend. Aber wisst ihr was? Ihr macht das großartig. Die Tatsache, dass ihr hier seid, dass ihr zuhört, dass ihr lernen wollt, das ist schon ein Erfolg. Seid geduldig mit euch selbst. Feiert kleine Fortschritte. Jedes neue Wort, jeder richtige Satz, das ist ein Schritt vorwärts und wir sind hier, um euch zu helfen. Jede Woche eine neue Episode, eine neue Situation. Ihr seid nicht allein auf dieser Reise. Wir sind eine Gemeinschaft von Lernenden.
Genau. Also schreibt in die Kommentare, stellt Fragen, teilt eure Erfahrungen und wenn euch diese Episode gefallen hat, gebt uns einen Daumen hoch, abonniert den Podcast, teilt ihn mit Freunden, die auch Deutsch lernen. Das hilft uns wirklich sehr und motiviert uns weiterzumachen.
Okay, das war's für heute. Episode 1 ist vorbei. Vielen, vielen Dank fürs Zuhören. Es war uns eine Freude. Bis nächste Woche.
Tschüss. Tschüss und viel Erfolg beim Deutsch lernen. Ihr schafft das. Vergesst nicht, das PDF ist in der Beschreibung. Bis bald.