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10 Endzeitprophezeiungen von Muhammad ﷺ

Sertaç Odabaş40:26

Transcription

Vom Orakel von Delphi bis zum Film 2012, Menschen waren schon immer von Prophezeiungen, also Vorhersagen über die Zukunft, fasziniert. Insbesondere in unsicheren Zeiten wächst das Bedürfnis, die Welt um sich zu verstehen und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Dieses Verlangen, die Zukunft zu enthüllen, ist ein Aspekt des menschlichen Verhaltens, das so alt ist wie die Geschichte des Menschen selbst.

Die Geschichte ist voll von Individuen und heiligen Texten, die behaupten, die Zukunft vorhersehen zu können. Doch wie können wir erkennen, ob eine Prophezeiung tatsächlich echt ist? Mit anderen Worten, wie unterscheiden wir einen wahren Propheten von einem falschen? Natürlich kann jeder Mensch Lügen, doch was wäre, wenn wir zusätzliche Kriterien aufstellen, die Lügen unmöglich machen? Eine echte Prophezeiung sollte so klar und präzise wie möglich sein und frei von Widersprüchen zu anderen glaubwürdigen Prophezeiungen.

Um einen Glückstreffer auszuschließen, könnten wir ebenfalls weitere Anforderungen hinzufügen. Der Prophezeiende müsste regelmäßig zutreffende Vorhersagen machen, die weder zeitlich noch durch Konventionen berechenbar sind und gleichzeitig seine persönliche Integrität unter Beweis stellen.

Der Prophet Mohammed (Friede und Segen sein mit ihm) stellte eine bemerkenswerte Behauptung auf. Er erklärte, göttliche Offenbarung zu empfangen und er beanspruchte, ein Prophet zu sein, in einer Reihe mit Noah, Abraham, Moses und Jesus, und Einblicke in zukünftige Ereignisse zu haben, die direkt von Gott stammen.

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Eine dieser fesselnden Endzeitprophezeiungen war, als Engel Gabriel ihn fragte: "Berichte mir von der Stunde." Fragte der Mann, der Prophet antwortete: "Der Befragte weiß nicht mehr davon als der Fragende." Dann: "Berichte mir von seinen Zeichen", sagte der Mann. Der Prophet antwortete: "Dass es barfüßige, mittellose Hirten geben wird, die im Bau hoher Gebäude wetteifern werden."

Als Mohammed (Friede und Segen sein mit ihm) gefragt wurde, wer diese barfüßigen, mittellosen Hirten seien, verwies er auf die Araber. Und die genaue Beschreibung als die "barfüßigen und mittellosen" lässt nur eine Gruppe unter den Arabern zu, nämlich Beduinen, Nomaden, die praktisch seit tausenden von Jahren im selben Zustand der Armut und Unbildung leben und vom Rest der Welt abgeschnitten sind.

Nun, diese Endzeitprophezeiung würde in Anbetracht dessen, dass Araber, geschweige denn Wüstenbeduinen, die nicht dafür bekannt waren, hohe Gebäude zu errichten, keinen Sinn ergeben. Ganz im Gegenteil, Wüstenbeduinen pflegten es, unterirdisch zu wohnen, um der Hitze der Sonne zu entkommen. Was brachte ihn also dazu, so eine gewagte Aussage zu tätigen? Wenn er sich eine solche Prophezeiung lediglich hätte ausdenken wollen, dann wäre es sicherer gewesen, sie auf die Supermächte seiner Zeit zu beziehen, beispielsweise Rom, Persien oder sogar China, die zu jener Zeit dafür bekannt waren, hohe und extravagante Gebäude zu erbauen.

Das Faszinierende an dieser Prophezeiung ist, dass wir Zeugen davon sind. Die höchsten Gebäude der Welt befinden sich auf der Arabischen Halbinsel. Durch die Entdeckung des Öls haben genau diese Wüstenbeduinen enormen Reichtum gewonnen, ohne zu wissen, dass sie auf schwarzem Öl lebten. War auch der Zeitpunkt der Entdeckung perfekt? Wäre das Öl nur 50 Jahre zuvor unter der Herrschaft der Osmanen entdeckt worden, hätten diese sich in ihrem damaligen militärischen Zustand bestimmt nicht auf dem Bau hoher Gebäude konzentriert, um eine Prophezeiung zu erfüllen.

Diese Prophezeiung erreichte sogar die Geburtsstadt von Mohammed (Friede und Segen sein mit ihm), nämlich Mekka. Der Abraj Al-Bait Tower, auch bekannt als Clock Tower, war mit seinen gigantischen 601 m jahrelang das zweithöchste Gebäude der Welt. Allein durch den Bau dieses Clock Towers wurde zwangsläufig eine weitere Prophezeiung erfüllt.

War der Prophet Mohammed (Friede und Segen sein mit ihm) sagte: "Die Stunde wird nicht kommen, ehe nicht Berge von ihren Plätzen fortbewegt werden." Das wortwörtliche Abtragen von Bergen war notwendig, um Platz für den Bau des Clock Towers zu schaffen, wovon man heute noch Überreste im hinteren Flügel sehen kann. Eine Technologie, die erst im 20. Jahrhundert durch die Entwicklung von Sprengstoff möglich war.

Nun, als wäre das nicht beeindruckend genug, ist auch die Tatsache bemerkenswert, dass es sich hier um eine Endzeitprophezeiung handelt, also um die Stunde, um den Jüngsten Tag. Denn auf dem Clock Tower befindet sich keine gewöhnliche Uhr, sondern die größte Uhr der Welt mit einem gigantischen Durchmesser von 3 m, als wäre sie eine Anspielung auf das unmittelbare Ende der Zeit.

Unbeachtet davon gibt es den Burj Khalifa in den Vereinigten Arabischen Emiraten, ein Gebäude mit einer Höhe von 828 m, das seit seiner Fertigstellung im Jahr 2010 das höchste Gebäude der Welt ist. Nun plant eine arabische Familie den Bau des Jeda Tower mit einer Höhe von 1000 m. Zeitgleich meldet sich der Dubai Creek Tower und strebt eine Höhe von bis zu 1400 m an. Um dieses Phänomen ins rechte Licht zu rücken, wären der Kölner Dom und der Wiener Stephansdom jeweils nur ein Zehntel so hoch.

Auch dürfen wir das Element des Wetteiferns nicht außer Acht lassen. Die Prophezeiung besagt nicht nur, dass extravagante und hohe Gebäude gebaut werden, sondern viel mehr, dass diese Beduinen der Araber miteinander konkurrieren werden, was dieses Rennen noch deutlicher werden lässt.

Aber was, wenn man annimmt, dass es sich um eine selbsterfüllende Prophezeiung handelt? Vielleicht haben die Araber sich gedacht: "Wir investieren jetzt dieses ganze Geld in den Bau von hohen Gebäuden und wetteifern darin." Die Frage, die sich stellt, ist: Gibt es Aussagen des Propheten, die das Erbauen hoher Gebäude befürworten bzw. in ein positives Licht rücken?

In der Tat, im gesamten Korpus der prophetischen Überlieferungen oder dem Koran, dem heiligen Buch der Muslime, wird der Leser an keiner Stelle dazu ermutigt, hohe Gebäude zu errichten. Viel mehr warnte der Prophet davor, in Luxus zu verfallen und im Prahlen miteinander zu wetteifern. In einem Ausspruch von ihm lesen wir: "Bei Allah, ich fürchte mich nicht vor eurer Armut, aber ich fürchte, dass ihr ein Leben in Luxus führen werdet, wie es frühere Völker taten, woraufhin ihr miteinander darum konkurrieren werdet, wie sie darum konkurrierten, und es wird euch zerstören, wie es sie zerstört hat."

Auch der Koran selbst tadelt diejenigen, die glauben, dass das Erbauen hoher Gebäude sie vor dem Tod schützen könnte. Wir lesen im Koran: "Baut ihr etwa Wahrzeichen auf jeder Anhöhe, um euch zu vergnügen, und errichtet ihr Bauwerke in der Hoffnung, dass ihr ewig leben werdet?"

Es könnte nun ein Hardcore-Skeptiker einwerfen, dass er die Quellen des Islam samt ihrer Textbelege und Historie in Frage stellt. Doch selbst wenn er dies täte, würde das nicht erklären, woher wir vollständig erhaltene Manuskripte dieser Textbelege haben. Diese Überlieferung finden wir in den Hadithwerken Sunan Ibn Majah, Al-Bukhari und Sahih Muslim, deren erste vollständig erhaltenen Manuskripte aus dem Zeitraum zwischen dem 10. und 12. Jahrhundert stammen und diese Prophezeiung enthalten. In der Tat basieren alle Überlieferungen, die wir in dieser Dokumentation behandeln, auf vollständig erhaltene Manuskripte vor dem 13. Jahrhundert.

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Wenn wir nun einen Blick in die Geschichte werfen, sehen wir, dass sich zur Zeit des Propheten Mohammed (Friede und Segen sein mit ihm) zwei Supermächte über Jahre bekriegten. Zum einen die Byzantiner und das persische Reich. Der im Jahr 602 begonnene Krieg nahm zunächst einen Verlauf zu Gunsten der Perser. Nach 13 Jahren war für die Christen von Byzanz bereits das Undenkbare geschehen. Syrien und Palästina, einschließlich Jerusalem, wurde von den Persern eingenommen. Das Kreuz, eine Reliquie, die von den Christen als das wahre Kreuz Jesu Christi verehrt wurde, wurde gestohlen und nach Persien gebracht. Byzanz schien dem Untergang geweiht, und es war nur noch eine Frage der Zeit, bis das Reich von den Persern eingenommen werden würde.

In diesem Kontext offenbart Gott dem Propheten Mohammed (Friede und Segen sein mit ihm) folgende Worte: "Besiegt sind die Byzantiner in dem nahe gelegenen Land, doch sie werden nach ihrer Niederlage siegen in wenigen Jahren. Allah ist die Herr vorher und nachher, und an jenen Tag werden sich die Gläubigen freuen über Allahs Hilfe. Er hilft, wem Er will, und Er ist der Allmächtige, der Barmherzige."

Diese gewagte Behauptung besagte, dass die Christen in wenigen Jahren (was im Arabischen eine Zeitspanne zwischen 3 bis 10 Jahren zulässt) siegen werden. Eine Aussage, die selbst Historiker erstaunen lässt. In seinem Buch "The History of" schreibt Historiker Edward Gibbon: "Am Rande der beiden großen Reiche des Ostens platziert hat Mohammed also Mohammed den Fortschritt ihrer gemeinsamen Zerstörung beobachtet und inmitten der persischen Triumphe wagte er sich an die Vorhersage, dass vor dem Ablauf einiger weniger Jahre der Sieg wieder zu den Bannern der Römer zurückkehren wird."

Zu der Zeit, als diese Vorhersage getätigt worden sein soll, konnte keine Prophezeiung weiter von der Realität entfernt sein. Selbst unmittelbar nach dieser Prophezeiung wurde die Stadt Chalzedon eingenommen und die Pest brach im gesamten Byzantinischen Reich aus. Aber im Jahr 627, exakt 7 Jahre nach dieser Prophezeiung, konnten die Christen zum ersten effektiven Gegenschlag ausholen und auf wundersame Weise wurden im Jahr 628 die Perser vollständig zurückgeschlagen. Es wurden nicht nur alle verlorenen Gebiete zurückerobert, sondern der persische Feuertempel wurde im selben Jahr 624 von den Byzantinern zerstört.

Nur wenige Jahre später, im Jahr 677 nach unserer Zeitrechnung, befand sich Mohammed (Friede und Segen sein mit ihm) selbst in einer Schlacht gegen die Heiden aus Arabien. Die heidnischen Araber hatten eine Armee von 10.000 Mann gegen 3.000 Muslime, und ihr einziges Ziel war es, die Muslime, die einzigen Muslime zu jener Zeit, auszulöschen. Diese Schlacht, die als Grabenschlacht bekannt ist, trägt ihren Namen von der Idee der Muslime, einen gigantischen Graben rund um die Stadt Medina zu bauen, um eine Falle für die Feinde zu schaffen.

Diese Kriegsstrategie der Perser half den Muslimen Zeit zu gewinnen, denn die heidnischen Araber waren dann gezwungen, die Muslime zu belagern, aber nicht angreifen zu können. Als die Gefährten Mohammeds (Friede und Segen sein mit ihm) beim Bau dieses Grabens auf einen Felsen stießen, der aufgrund seiner Größe unzerstörbar schien, baten sie den Propheten um Hilfe. Dieser kam, nahm einen Spaten zur Hand und sagte: "Im Namen Gottes!" Dann schlug er zu und sagte: "Gott ist größer! Mir sind die Schlüssel von Großsyrien gegeben worden. Bei Gott, ich sehe gerade seine roten Paläste." Beim zweiten Schlag sagte er: "Gott ist der Allergrößte! Mir wurde Persien gegeben. Bei Gott, ich kann jetzt den weißen Palast von Persien sehen." Beim dritten Mal schlug er auf den Felsen und sagte: "Im Namen Gottes!" und zertrümmerte den Rest des Felsens und er sagte: "Gott ist größer! Mir sind die Schlüssel des Jemen gegeben worden. Bei Gott, ich kann die Tore von San sehen, während ich bei euch bin."

Mit anderen Worten, er sagt hier, dass die Muslime Byzanz, Persien und den Jemen erobern werden. Ein Prophetengefährte war so verblüfft über diese Aussagen, dass er sich vergewissern wollte, ob er richtig lag, ob hier vom damaligen Herrscher Persiens die Rede war. Er fragte: "Sprichst du von den Schätzen von Kisra bin Hurmus?" Und der Prophet antwortete: "Ja, die Schätze von Kisra bin Hurmus."

In einer so misslichen Lage für die Muslime tätigte er eine Aussage, die auf den ersten Blick keinen Sinn ergeben sollte. Den Muslimen fehlte es an Mannstärke, sowie an militärischer und finanzieller Stärke, als auch an Erfahrung. Und dennoch gelang es ihnen, selbst zeitgenössische Historiker zu begeistern. Der säkulare Historiker Barnaby Rogers schrieb dazu: "Man muss sich daran erinnern, dass die beiden großen Supermächte das Byzantinische Reich und das sassanidische Perserreich waren. Sie waren die dominierenden Mächte. Wenn man es in einem modernen Jargon ausdrückt, ist es ein bisschen so, als wenn die Eskimos es mit den Vereinigten Staaten von Amerika und Russland aufnehmen."

Von einem Moment der Angst und Furcht unter Belagerung von den Feinden hin zu einem anderen, in dem all diese Orte in einer unvorstellbaren Geschwindigkeit zur Zeit des Kalifen Umar al-Chattab eingenommen wurden. Die Verwirklichung einer Prophezeiung, die Menschen von damals und von heute zum Erstaunen bringt.

In seinem Buch "Empire in the Seventh Century" schreibt Professor für Byzantinische Studien Andrew L. "Die Geschwindigkeit, mit der die östlichen Provinzen des Byzantinischen Reiches den Arabern unterlagen, bleibt für die Historiker erklärungsbedürftig." Der Mönch Johannes von Damaskus aus dem 7. Jahrhundert schrieb: "Die Expansion der Ismaeliten sogar göttlichem Wirken zu und begründete dies mit Deuteronomium 32. Er sagte: 'Als das Königreich der Perser zu Ende ging in den Tagen ihres Königs Chosrau, gewann das Königreich der Kinder Hagar sofort die Kontrolle über mehr oder weniger die ganze Welt, denn sie nahmen das ganze Königreich der Perser und stürzten alle ihre Krieger, die auf ihre Kriegskünste stolz waren. Wir sollten das Aufkommen der Kinder Hagars nicht als etwas Gewöhnliches betrachten, sondern wie durch göttliches [Musik] Wirken.'"

Wenn wir nun einen Blick in die moderne Welt werfen, sehen wir eine weitere gewaltige Prophezeiung von Mohammed (Friede und Segen sein mit ihm). Er behauptete, dass der Handel mit Zins eines Tages so dominant werden würde, dass selbst diejenigen, die versuchen, ihn zu vermeiden, seine Auswirkungen spüren werden. "Es wird eine Zeit über die Menschen kommen, in der sie Zinsen verzehren werden." Die Prophetengefährten fragten ihn: "Alle Menschen?" Der Prophet sagte: "Wer nicht davon nimmt, wird von seinem Staub berührt werden."

In Anbetracht dessen, dass das Handeln mit Zinsen im Islam in jeglicher Hinsicht verboten ist, beschreibt diese Prophezeiung den Zustand der heutigen Weltwirtschaft. In der modernen Welt ist es fast unmöglich, nicht mit Zinsen zu tun zu haben oder zumindest von ihnen betroffen zu sein. Man denke nur daran, wie viele Menschen zinstragende Bankkonten haben und mit Kreditkarten einkaufen. Selbst wenn man es irgendwie schafft, den direkten Umgang mit Zinsen zu vermeiden, ist fast jeder Aspekt unseres Lebens von ihnen betroffen. Daher auch die perfekte Wortwahl: "Derjenige wird von seinem Staub berührt werden." Die Zentralbanken beeinflussen die Kaufkraft unseres Geldes, und praktisch jedes Land der Welt, selbst die als wohlhabend geltenden, ertrinkt in zinsbedingtem Schulden.

Das Finanzsystem erlitt 2008 sogar einen globalen Zusammenbruch, eine Katastrophe, die die Welt in wirtschaftliche Turbulenzen stürzte und deren Folgen daraus noch über Generationen hinweg zu spüren waren. Das Erstaunliche an dieser Vorhersage ist, dass die Finanzlage der Welt im letzten Jahrhundert einzigartig in der Geschichte ist. Zur Zeit Mohammeds (Friede und Segen sein mit ihm) basierte das Finanzwesen auf Gütern mit intrinsischem Wert wie Gold oder Silbermünzen. Gold und Silber waren im Laufe der Geschichte stets das gängigste Zahlungsmittel. Die Verwendung von Papiergeld ohne intrinsischen Wert und die daraus resultierenden massiven Schulden und Zinsen sind ein Phänomen des modernen Finanzwesens und nicht etwas, das der Prophet Mohammed (Friede und Segen sein mit ihm) vor über 1400 Jahren hätte erahnen können.

Eine andere faszinierende Endzeitprophezeiung tätigte Prophet Mohammed (Friede und Segen sein mit ihm) auch hinsichtlich der Verbreitung sexueller Unmoral. Wenn wir berücksichtigen, dass zu seiner Zeit die Menschen im Allgemeinen schamhaftig und zurückhaltend waren, und insbesondere nach der Konversion des Römischen Reiches zum Christentum, wo die katholische Kirche strenge öffentliche Regeln für Moral und Anstand durchsetzte, genau dort wird diese Aussage des Propheten umso fesselnder.

Er sprach: "Die Stunde wird nicht eintreten, ehe nicht Menschen miteinander auf der Straße Unzucht treiben wie Esel Unzucht treiben." Ergänzend zu dieser Aussage sagte er auch, dass eine Zeit kommen wird, wo ein Mann zu einer Frau geht und er auf der Straße mit ihr Unzucht treibt. Die vernünftigsten Menschen an jenem Tage werden jene sein, die sagen: "Werdet ihr doch um die Ecke gegangen!" Ein damals unvorstellbares Szenario.

Aber wir leben heute in einer Welt, in der wir mit expliziten sexuellen Bildern im Fernsehen, Film und Werbung bombardiert werden. Mit dem Aufkommen des Internets ist Pornografie jederzeit und überall leicht zugänglich. Es wurden sogar schon Menschen verhaftet, weil sie an öffentlichen Plätzen Sex hatten. Diese Vorhersage ist auch konträr zu den islamischen Vorstellungen. Der Islam legt großen Wert auf Anstand und Moral. Allein die Tatsache, dass die islamischen Regeln dazu auffordern, seinen Blick gegenüber dem anderen Geschlecht zu senken, ist diese Vorhersage aus rein islamischer Sicht ein unerwünschtes Szenario.

Die aktuelle Lage der Welt ist beispiellos. Niemals in der Geschichte der Menschheit war sexuelle Unmoral so weit verbreitet. Sie ist nun die Norm geworden, genauso wie Mohammed (Friede und Segen sein mit ihm) prophezeite. Dahingehend sagte er nämlich auch: "Nie wird sich sexuelle Perversion verbreiten und manche Menschen werden öffentlich dafür bekannt sein, außer dass sie von Krankheiten eingeholt werden, die ihre Vorfahren niemals trafen." Wie wir sehen können, hat das Zunehmen sexueller Unmoral in der Tat bisher unbekannte Krankheiten wie beispielsweise AIDS mit sich gebracht, genau wie er es vorher sagte.

Bücher, wir haben sie massenhaft. Schulen und Universitäten sind voll damit. Aber das war nicht immer so. In der Tat war das die meiste Zeit der Menschheitsgeschichte nicht der Fall. Menschen waren überwiegend Analphabeten, wovon auch Arabien vor 1400 Jahren keine Ausnahme war. Schätzungen nach konnten in der Anfangszeit des Propheten Mohammed (Friede und Segen sein mit ihm) 17 Menschen lesen und schreiben.

In der folgenden Prophezeiung möchte ich die Sage Mohammeds (Friede und Segen sein mit ihm) anführen, die mehrere Vorhersagen enthält, werde mich jedoch nur auf den letzten Teil konzentrieren: "Bevor die Stunde kommt, werden Verwandtschaftsbande aufgelöst werden, die Menschen werden falsches Zeugnis ablegen und wahres Zeugnis verbergen, und das Schreiben wird sich durchsetzen."

Nun, die Aussage "das Schreiben wird sich durchsetzen" ist eine unmissverständliche Aussage hinsichtlich der revolutionären Entwicklung der Druckerpresse im 15. Jahrhundert, also 800 Jahre nach dieser Aussage des Propheten. Denn zum ersten Mal in der Geschichte konnten Schriftstücke in großen Mengen produziert werden. Das, was zuvor für eine Elite bestimmt war, wurde in den nächsten Jahrhunderten für die breite Masse zugänglich. Zum Vergleich: Allein im 15. Jahrhundert wurden in Europa etwa so viele Schriften gedruckt, wie in den gesamten vorangegangenen 14 Jahrhunderten von Hand hergestellt worden waren.

Man könnte meinen, diese große Informationsflut sollte eigentlich zum Aufblühen der Menschen führen, indem sie Wissen generiert und jedem zugänglich macht. Doch wenn wir die Aussage des Propheten Mohammed (Friede und Segen sein mit ihm) genauer unter die Lupe nehmen, sagte er im Satz zuvor: "Die Menschen werden falsches Zeugnis ablegen und wahres Zeugnis verbergen." Paradoxerweise wird das Schreiben zwar aufblühen, doch die Unwissenheit durch falsches Zeugnis wird zunehmen.

Diese Unwissenheit wird in einer anderen Prophezeiung konkretisiert, in der er sagte: "Die Unwissenheit wird sich ausbreiten und das Töten wird sich vermehren." Dieser Kontext lässt uns verstehen, dass das falsche Zeugnis zu Krieg und Mord führen wird. Keine Phase in der Menschheitsgeschichte spiegelt diese Aussage besser als das 20. Jahrhundert. Das 20. Jahrhundert ist ohne Frage das blutigste Jahrhundert in der Geschichte. Die Statistiken über die Zahl der Todesopfer schwanken zwar, aber allein für den Ersten und Zweiten Weltkrieg wird die Gesamtzahl der Todesopfer auf 50 bis mehr als 80 Millionen geschätzt.

Die Entwicklung von Atombomben, die gegen Zivilbevölkerungen eingesetzt wurden, Atomwaffen, die in der Lage sind, ganze Metropolen auszulöschen, sind bereits fertig gestellt. Einige Regierungen besitzen genug Atomwaffen, um die gesamte Erde mehrere Male zu zerstören, und das, obwohl die Massen lesen können und Zugang zu mehr Bildung und Wissen haben als je zuvor. In der Tat befindet sich die Menschheit in der seltsamen Situation, dass ihr viel Wissen zur Verfügung steht und dennoch zügellos gemordet wird.

Diese Situation geht so weit, dass der Prophet Mohammed (Friede und Segen sein mit ihm) in einer anderen Überlieferung sagt: "Es wird ein Tag kommen, an dem der Tötende nicht weiß, weshalb er getötet hat, und der Getötete nicht weiß, weshalb er getötet wurde."

Kehren wir nun zurück nach Arabien. Erneut eine erstaunliche und unberechenbare Prophezeiung des Propheten Mohammed (Friede und Segen sein mit ihm) über den Zustand des Landes der Araber. Er sagte: "Die Stunde wird nicht eintreten, ehe nicht das Land der Araber wieder zu Wiesen und Flüssen geworden ist."

Versetzen wir uns in die Lage eines Menschen, der im Arabien des 7. Jahrhunderts lebt. Diese Region beherbergt einige der großflächigsten Sandwüsten der Welt. Könnte jemand, der in einer so rauen Umgebung lebt, jemals die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass es dort eines Tages reichlich Wiesen und reiche Ernte geben würde? Er selbst hatte keinen persönlichen Nutzen davon, eine solch abenteuerliche Vorhersage zu machen. Viel mehr gab er seinen Feinden damit einen Anlass, ihn zu verspotten und seine Rolle als Prophet in Frage zu stellen. Doch es war eine bedeutende Information, die weitergegeben werden musste, denn zum einen ist sie ein Zeichen für das Nahen der Endzeit und zum anderen war sie eine Botschaft Gottes, die er verkünden musste.

Heute erfüllt sich diese Prophezeiung vor unseren Augen. Durch uralte Wasserreserven, die tief unter dem Wüstensand verborgen sind, und moderner Bewässerungstechnik war es möglich, dieses Wasser zu fördern und dem Ergrünen Arabiens stand nichts mehr im Weg. Ein vor 1400 Jahren undenkbares Szenario.

Wenn wir jedoch genauer hinsehen, enthält die Prophezeiung auch eine Aussage über die Vergangenheit. Man beachte die Worte: "bis das Land der Araber wieder zu Wiesen und Flüssen geworden ist." Michael Petraglia, Professor für Evolution und Vorgeschichte an der Fakultät für Archäologie der Universität von Oxford, stellte durch Satellitenbilder fest, dass in Saudi-Arabien buchstäblich Tausende von alten Flüssen und mehr als 10.000 alte Seen gezählt wurden. Diese Vorhersage über die Vergangenheit und Zukunft kann nicht naturwissenschaftlich erklärt werden, da es damals keinen Zugang zu modernen Technologien gab, mit denen solche Erkenntnisse hätten gewonnen werden können. Zwar gibt es in diesem Gebiet noch keine Flüsse, doch auch das dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein.

Der Prophet Mohammed (Friede und Segen sein mit ihm) sagte ebenso voraus: "Bevor die Stunde kommt, werden die Menschen nur diejenigen grüßen, die sie kennen. Der Handel wird so weit verbreitet sein, dass Frauen ihren Ehemännern helfen werden." Hier wird behauptet, dass der Handel weiter zunehmen und schließlich so dominant werden würde, dass auch Frauen in das Geschäftsleben einbezogen werden. Obwohl Menschen fast so lange Handel treiben, wie es die Menschheit gibt, waren die Volkswirtschaften der Welt im 7. Jahrhundert, als diese Prophezeiung getätigt wurde, noch stark abgeschottet und der Handel trug nur einen kleinen Teil zum Wohlstand bei.

Heute macht der Handel mehr als die Hälfte des weltweiten Bruttoinlandsprodukts aus. Die handelsabhängige Weltwirtschaft, wie sie heute existiert, ist nur durch eine Reihe monumentaler historischer Ereignisse möglich geworden, die erst nach dem 7. Jahrhundert stattgefunden haben. Im 15. Jahrhundert begann das Zeitalter der Entdeckung, indem europäische Reiche globale Handelsrouten einrichteten. Im 18. Jahrhundert kam es zur industriellen Revolution, durch die maschinelle Fertigung Waren schneller und günstiger als je zuvor in Riesenmengen produziert werden konnten. Im 20. Jahrhundert kam es zu zwei Weltkriegen und in der Folgezeit zur Gründung von Institutionen und zum Abschluss von Verträgen, die den internationalen Handel weiter erleichterten. Auch die jüngsten technologischen Revolutionen wie das Internet haben die Globalisierung des Handels beschleunigt, da Menschen aus aller Welt besser vernetzt sind als je zuvor.

Wir sehen, dass die Globalisierung und die Dominanz des Handels nur durch eine Reihe von weltverändernden Ereignissen in den letzten Jahrhunderten ermöglicht wurden. Die Globalisierung und Dominanz des Handels haben massive gesellschaftliche und umweltbedingte Veränderungen mit sich gebracht. Der unersättliche kapitalistische Drang nach Gewinnmaximierung war einer der Hauptantriebskräfte für den Eintritt von Frauen in den Arbeitsmarkt. Aus der Sicht der Kapitalisten erhöht der Eintritt der Frauen in den Arbeitsmarkt in großer Zahl das Arbeitskräfteangebot. Mehr Arbeitskräfte bedeuten mehr Wettbewerb um Arbeitsplätze, was wiederum zu niedrigeren Löhnen und höherem Gewinn für die Kapitalisten führt.

Erstaunlicherweise wurde dieses kapitalistisch motivierte Phänomen des 20. Jahrhunderts, in dem Millionen von Frauen in den Arbeitsmarkt eintraten, auch in der Prophezeiung vorhergesagt, in der es hieß, dass der Handel zunehmen werde, bis Frauen am Geschäftsleben teilnehmen, was Historiker bis heute beschäftigt.

Die rasche Ausbreitung des Islam in ihrer Anfangszeit. Der Prophet Mohammed (Friede und Segen sein mit ihm) er prophezeite die Ausbreitung als auch den Verfall der Muslime. Er sprach davon, dass die islamische Ummah sowohl den Osten als auch den Westen erreichen würde: "Gott hat die Welt für mich gefaltet. Ich habe ihren Osten und ihren Westen gesehen, und die Herrschaft meiner Ummah wird so weit reichen, wie die Erde für mich gefaltet wurde."

Die islamische Expansion ist bis heute selbst für säkulare Historiker ein Rätsel. Der Islam breitete sich in kürzester Zeit sowohl im Westen als auch im Osten rasch aus und drang bis nach Spanien und Teile Chinas vor, genau wie der Prophet Mohammed (Friede und Segen sein mit ihm) vorausgesagt hatte. Historikerin Carolyn Hillbrand schreibt dazu in ihrem Buch "Muhammad and the Rise of Islam", dass die Araber weder militärische Überlegenheit noch neue Techniken hatten und dass viel über das Phänomen der islamischen Eroberungen verbraucht wurde und dennoch können nur wenige feste Schlussfolgerungen gezogen werden.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Zivilisationen entstehen, dominieren und dann untergehen. Ein Beispiel dafür sind die Mongolen. Die Mongolen, die sich unter einem charismatischen Anführer vereinten und das größte zusammenhängende Reich der Geschichte schufen. Im Gegensatz zum islamischen Reich brach das mongolische Reich jedoch innerhalb eines Jahrhunderts zusammen.

Mohammed (Friede und Segen sein mit ihm) informierte uns nicht nur über den spektakulären Aufstieg der Muslime, der über 1200 Jahre andauerte, sondern sagte auch ihren Untergang voraus. "Die Völker werden bald über euch herfallen wie Leute, die zum Essen eingeladen werden, über die Schüssel herfallen." Ein Gefährte fragte: "Wird das aufgrund unserer geringen Zahl an jenem Tag passieren?" Der Prophet Mohammed antwortete: "Nein, ihr werdet viele sein, doch ihr werdet wie der Schaum sein, den der Sturzbach mit sich führt. Gott wird Furcht und Angst aus dem Herzen der Feinde nehmen und er wird eure Herzen mit Schwäche füllen." Jemand fragte daraufhin: "Oh Gesandter Gottes, was ist diese Schwäche?" Er antwortete: "Die Liebe zum Diesseitigen und die Abscheu vor dem Tod."

Die Analogie, dass Muslime wie eine Mahlzeit gegessen werden, wurde angeführt, um zu verdeutlichen, wie hilflos sie sein werden. Als Ursache für diese Schwäche wird die Liebe zum Materiellen und die Abscheu vor dem Tod genannt. Im 19. und 20. Jahrhundert geschah exakt das. Fast die gesamte muslimische Welt, von Indonesien im äußersten Osten bis Libyen im äußersten Westen, wurde von nichtmuslimischen Nationen besetzt, kolonisiert und militärisch besiegt. Als der Prophet Mohammed (Friede und Segen sein mit ihm) diese Aussage traf, existierten höchstens 100.000 Muslime. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es schätzungsweise 200 Millionen Muslime, was 12,5% der Weltbevölkerung entsprach, und dennoch konnte ihre große Zahl die Niederlage nicht verhindern.

Die nichtmuslimischen Völker, sie kamen, teilten auf, eroberten und luden sich förmlich gegenseitig ein, die muslimischen Länder einzunehmen, genau wie Mohammed (Friede und Segen sein mit ihm) vorausgesagt hatte. Wäre diese Vorhersage nur eine Vermutung gewesen, dann hätte es mehr Sinn gemacht zu sagen, dass die Muslime zahlenmäßig geschwächt sein würden und dies die Ursache ihrer Schwäche wäre. Doch Mohammed sagte genau das Gegenteil voraus: eine paradoxe Situation, in der die Muslime zwar viele, aber dennoch sehr schwach sein werden. Und genau das ist eingetreten.

Denn wenn Religionen auf diese Weise ihren Einfluss auf der Weltbühne verlieren, folgte darauf in der Regel ein Rückgang der Zahl ihrer Anhänger. Das ist zu erwarten, denn es liegt in der menschlichen Natur, mit Erfolg in Verbindung gebracht werden zu wollen. Doch Mohammed (Friede und Segen sein mit ihm) prophezeite für den Islam genau das Gegenteil.

Heute erleben wir, wie sich genau diese Prophezeiung vor unseren Augen erfüllt. Der Islam ist derzeit die am schnellsten wachsende Religion der Welt, und fast jeder vierte Mensch auf der Erde ist ein Muslim. Prognosen zufolge wird der Islam bis zum Jahr 2050 die größte Religion der Welt sein, und das, obwohl der Islam in den Medien ständig angegriffen wird, muslimische Länder kolonisiert wurden und in der muslimischen Welt viele Kriege geführt wurden.

Selbst der Name Mohammed, was "der Gepriesene" bedeutet, hat prophetische Implikationen. Gott sagte im Koran über den Propheten Mohammed: "Haben wir dir nicht deine Brust geweitet und dir deine Last abgenommen, die schwer auf deinem Rücken lastete, und deinen Namen erhöht?" Die Erhöhung des Namens Mohammeds ist eine Vorhersage. Heute vergeht keine Sekunde, in der nicht irgendwo auf der Welt ein Minarett öffentlich die Gebetszeit verkündet und sagt. Außerdem ist der Name Mohammed der beliebteste Name der Neugeborenen weltweit gegeben wird. Mehr als 1.550 Millionen Menschen tragen diesen Namen in seinen verschiedenen Schreibweisen, und das, obwohl Mohammed (Friede und Segen sein mit ihm) selbst seine Gefolgschaft nie dazu ermutigt hat, seinen Namen anzunehmen. In einem Ausspruch sagte er: "Die besten Namen sind Abdullah (also Diener Gottes) und Abdur Rahman (also Diener des Allerbarms)."

Mohammed ist auch die meist gefolgte Person der Geschichte. Diese Gefolgschaft ist nicht nur oberflächlich, denn mehr als eine Milliarde Muslime auf der gesamten Welt essen, trinken, schlafen, waschen, kleiden sich, gehen, reden, beten, fasten und geben Almosen, genau wie er es tat. Es gibt einfach keinen anderen Menschen in der Menschheitsgeschichte, der seit mehr als 1400 Jahren ständig auf diese Weise gepriesen wird.

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Am Ende unserer Reise können wir sagen, dass wir eine Reihe von erstaunlichen Prophezeiungen des Propheten Mohammed (Friede und Segen sein mit ihm) analysiert haben, die vor mehr als 1400 Jahren getätigt wurden. Rein aus der Perspektive der grundlegenden Wahrscheinlichkeit ist es für jemanden, der so viele zukünftige Ereignisse, die sich über mehrere Nationen und Zeiträume erstrecken, genau vorhersagen kann, völlig unmöglich. Es ist völlig unmöglich, so viele Vorhersagen zu treffen, ohne einen einzigen Fehler zu machen.

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