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Wenn du Cloud Code nutzt, solltest du ein paar Tricks und Best Practices kennen, um damit wirklich gut zu arbeiten. Denn mit den richtigen Methoden liefert Cloud beim ersten Versuch das, was du im Kopf hattest, und du sparst dir ewige Korrekturschleifen.
Die meisten von diesen Tipps sind keine komplizierten Sachen, sondern simple Gewohnheiten, die im Alltag einen großen Unterschied machen. Manche helfen dir beim Prompten, manche beim Setup deines Projekts, manche bei größeren Aufgaben mit mehreren parallelen Schritten. Ich zeige dir in diesem Video 20 Tricks, die meine Arbeit mit Cloud deutlich verbessert haben.
Alle Tricks funktionieren in jeder Variante von Cloud Code, egal ob du im Terminal bist, in der Cloud Desktop App oder in VS Code mit dem Plugin. Also lass uns direkt loslegen.
Fangen wir mit einem Tipp an, den schon viele kennen, der aber wirklich einen Unterschied macht, wenn du ihn richtig nutzt, und das ist der Planmodus. Im Planmodus darf Cloud nur lesen und analysieren, aber nichts ändern. Und es geht dann nicht nur darum, dass Cloud dir einen Plan vorlegt, sondern darum, dass du in dem Modus in einen richtig guten Austausch mit Cloud gehen kannst. Das heißt, du gibst Feedback, Cloud passt den Plan an, du gibst wieder Feedback, und ihr schreibt so lange hin und her, bis Cloud wirklich verstanden hat, was du bauen willst, und das, was du im Kopf hast, sauber im Plan abgebildet ist. Erst dann schaltest du um und Cloud legt los.
Sinnvoll ist der Planmodus vor allem in zwei Situationen. Wenn du ein neues Projekt startest, fang direkt mit dem Planmodus an, damit du und Cloud dasselbe Bild davon habt, was gebaut werden soll. Und bei größeren Änderungen an einer bestehenden App, weil du da sichergehen kannst, dass nicht sofort losgelegt wird, sondern du erstmal in Ruhe siehst, was Cloud gleich tun würde und ob das auch so passt.
Was du dadurch sparst, sind enorm viele Korrekturschleifen und damit auch enorm viele Tokens, die Cloud verbrennt. Und dadurch hast du dann natürlich mehr von deinen Nutzungslimits. Gerade wenn du auf einem Pro Plan bist und nicht auf dem Max Plan, merkst du sonst oft sehr schnell, dass du an deine Grenzen stößt.
Tipp Nummer 2 ist: Frag, bevor du baust. Das passt eigentlich super zum Planmodus und zwar solltest du immer, wenn du eine größere Anwendung baust oder irgendeine große Funktion implementieren möchtest, sowas wie folgenden Prompt nutzen: "Stell mir Rückfragen, bis du dir absolut sicher bist, was ich will, und fang erst dann an." Ab dem Moment rennt Cloud nämlich nicht mehr sofort los, sondern stellt dir mehrere gezielte Fragen, bevor es überhaupt anfängt zu planen oder zu entwickeln. Das heißt, z.B. welche Farben soll das Ganze haben, wo soll welcher Inhalt hin, wie soll ein bestimmter Sonderfall behandelt werden? Bei einer einfachen Landing Page stellt Cloud dann z.B. Fragen, wie: "Wie viele Sektionen soll die Seite haben? Wo soll der Call to Action stehen, oder soll oben ein Bild oder ein Video sein?" Mir hat dieser einfache Satz schon so viele Korrekturen gespart, weil Cloud wirklich verstanden hat, was es bauen soll, statt einfach nur eine grobe Annahme zu treffen und dann irgendwas zu machen.
Kommen wir zum dritten Punkt und zwar: Diskutiere mit Cloud, statt zu kommandieren. Was meine ich damit? Du sollst Cloud weniger wie eine Maschine behandeln, der du fertige Aufträge hinwirfst, und mehr wie einen erfahrenen Sparringspartner, der mitdenken soll. In der Praxis heißt das, du gibst Cloud nicht direkt die fertige Lösung oder Anweisung vor, was du haben willst, sondern beschreibst nur das Problem und überlässt Cloud einen Teil der Denkarbeit. Das heißt, statt zu sagen: "Bau mir ein Kontaktformular mit Name, E-Mail und Telefon und Nachrichtenfeld", fragst du lieber: "Wie sollte ein Kontaktformular auf meiner Website aussehen, damit möglichst viele Leute es auch wirklich ausfüllen?"
Der Punkt dahinter ist nämlich folgender: Bei einem reinen Befehl baut Cloud exakt das, was du gesagt hast, selbst wenn deine Vorgabe gar nicht die beste Lösung war. Wenn du das Problem dagegen offen stellst, kommt Cloud oft mit zwei oder drei Vorschlägen, vergleicht sie, weist dich auf Stolperfallen hin und sagt dir dann auch, was es selbst empfehlen würde. Du triffst die finale Entscheidung dann mit deutlich mehr Kontext, und das Ergebnis ist auch meistens spürbar besser.
Punkt Nummer 4 ist der Autoaccept Modus und die Permissions JSON Datei. Wenn du nicht gerade im Planmodus bist, würde ich dir den Autoaccept Modus als Standardmodus bei Cloud Code empfehlen. Denn in diesem Modus fragt Cloud nicht jedes Mal nach, bevor es einen Befehl ausführt, sondern macht die meisten Sachen einfach selbst. Bei wirklich riskanten Aktionen, also z.B. Dateien löschen oder andere gefährliche Befehle, fragt Cloud trotzdem vorher nach. Das heißt, du bist nicht ständig am Bestätigen, hast aber bei den gefährlichen Sachen weiter eine Bremse drin, sozusagen.
Wenn du noch mehr Kontrolle haben willst, dann kannst du dir zusätzlich eine `permissions.json` Datei anlegen, bzw. kann Cloud dir auch für dich anlegen. Und zwar sagt diese Datei, was Cloud machen darf und was nicht, also bzw. welche Befehle es ausführen darf und welche nicht. Du kannst dort z.B. reinschreiben, dass er bestimmte Dateien gar nicht erst öffnen darf. Also sowas wie die `.env` Datei mit wichtigen Informationen wie API Keys oder irgendwelchen anderen Zugangsdaten. Auf die sollte Cloud Code nicht direkt Zugriff haben. Deswegen kannst du das in dieser Permissions Datei eintragen.
Punkt Nummer 5 ist: Sprich anstatt zu tippen. Das heißt, nutze einfach einen Voice Input, denn lange Prompts gesprochen einzugeben ist viel angenehmer und geht auch deutlich schneller. Und Cloud versteht dann oftmals sogar den Kontext deutlich besser, weil du viel mehr kommunizierst, wenn du sprichst, als wenn du irgendwas eintippst. Und wie du jetzt diktieren kannst, hängt ein bisschen davon ab, wo du arbeitest. Im Terminal gibt es den `/voice` Befehl, den musst du einmal aktivieren, dann kannst du auch im Terminal mit Cloud sprechen. In der Cloud Desktop App gibt es auch ein Diktier-Button und in VS Code mit dem Plugin gibt es das mittlerweile auch, aber ich glaube, da ist es eher für die englische Sprache gedacht. Deswegen gibt es aber auch Tools wie z.B. Whisperflow, das funktioniert systemweit auf Mac oder Windows und nicht nur in Cloud. Das ist einfach nur ein Diktier-Tool, das verschiedene Sprachen unterstützt und auch wirklich sehr gut funktioniert. Ich nutze das selber, ich bin nicht gesponsert von denen, aber ja, damit kannst du einfach sehr schnell Text einsprechen und es wird dann entsprechend hinterlegt.
Tipp Nummer 6 ist es, Cloud schnell auf dein Projekt einzulernen mit `/init`. Das hängt ein bisschen mit der Art zusammen, wie Cloud eigentlich funktioniert, denn jede Session in Cloud Code startet eigentlich bei null, also mit komplett leerem Kontext. Was du in einer früheren Session besprochen hast oder wo welcher Code liegt, das weiß Cloud nicht mehr, wenn du einen neuen Chat anfängst. Was beim Start aber automatisch in den leeren Kontext geladen wird, sind bestimmte Dateien. Und genau die nutzen wir, um Cloud ein Projektgedächtnis zu geben. Cloud hat zwar ein Memory Feature, das ist aber eher für deine persönlichen Vorlieben gedacht, ne? Also, es weiß dann, dass du Deutsch sprichst, dass du vielleicht Emojis bevorzugst oder bestimmte Tools gerne magst. Für jedes einzelne Projekt fehlt sowas, aber und ohne Gegenmaßnahme müsste Cloud ja in jeder neuen Session in oder in jedem neuen Chat deinen ganzen Code wieder komplett durchlesen, um überhaupt zu verstehen, womit es zu tun hat. Und genau dafür gibt es jetzt den `/init` Befehl. Wenn du diesen Befehl eintippst, scannt Cloud deinen gesamten Ordner, erkennt die Struktur, die Dateien, die Konventionen und anschließend legt es dir eine `cloud.md` an, in der diese Infos zusammengefasst werden. Diese Datei wird bei jeder Session in den Kontext dazugeladen und Cloud weiß dann sofort wieder, worum es bei dem Projekt geht.
Damit kommen wir auch zum siebten Tipp und zwar ist es eben diese `cloud.md` aktiv zu pflegen, denn alles, was Cloud wiederholt falsch macht, gehört da als Regel rein und alles, was bei einem Projekt eine Eigenheit ist, gehört dort als Hinweis vermerkt. Das heißt, diese `cloud.md` soll eigentlich die wichtigsten Infos enthalten, die Cloud einfach in jeder Session wissen sollte. Was du dabei beachten musst, ist, dass diese `cloud.md` auch Tokens frisst, weil sie in jeder Session komplett reingeladen wird. Und es gibt so eine Faustregel, dass man die einfach unter 200 Zeilen lang halten soll und einfach wirklich nur die wichtigsten Informationen reinschreiben sollte, damit Cloud auch den Fokus nicht verliert.
Falls du merkst, dass deine `cloud.md` Datei zu lang wird, kannst du auch bestimmte Sachen in andere Dateien auslagern und diese Dateien dann einfach nur in der `cloud.md` referenzieren. Das heißt, du kannst z.B. sagen: "Okay, für die und die Style Guides, die du vielleicht dann nur manchmal brauchst, schaust du bitte in diese Datei", und das kann Cloud dann zu dem Zeitpunkt auslesen. Das heißt, es muss sich nicht immer wieder diese Style Guides jedes Mal in den Kontext laden, sondern eben nur, wenn es sie gerade braucht.
Tipp Nummer 8 ist die Notbremse und Rewind mit der Escape-Taste. Das ist praktisch dein Sicherheitsnetz für die Arbeit mit Cloud Code. Drückst du einmal Escape, stoppt Cloud sofort die aktuelle Antwort oder Aktion, und du kannst dann einfach einen besseren Prompt schreiben und noch mal neu starten. Und drückst du zweimal Escape hintereinander, dann kannst du Cloud zu einem früheren Stand zurückrollen. Das funktioniert, weil Cloud vor jeder Dateiänderung automatisch einen Snapshot im Hintergrund anlegt, ohne dass du irgendwas dafür tun musst. Das heißt, wenn Cloud mal was falsches gemacht hat und total viele Änderungen gemacht hat, die du gar nicht willst oder wolltest, dann kannst du das Ganze einfach zurückspielen und sparst dir natürlich auch noch mal deutlich mehr Tokens, weil du nicht wieder irgendwas neu erklären musst, sondern du gehst einfach zurück zum vorherigen Stand.
Tipp Nummer 9 ist es, File Mentions als Shortcut zu nutzen. Falls du Cloud bestimmte Informationen geben willst, die in anderen Dateien hinterlegt sind, kannst du diese Dateien einfach mit einem `@` direkt im Chat referenzieren und damit wird der gesamte Pfad dann sofort für Cloud Code zur Verfügung gestellt, und er kann dann diese Datei auslesen und muss nicht erstmal selbst im ganzen Projekt nach dieser Datei suchen, sondern du kannst dir einfach sagen: "Hey, guck mal, hier ist sie." Das heißt, ganz oft lege ich Dateien an mit wichtigen Infos und sag dann Cloud einfach: "Hier, guck mal, liest du mal bitte diese Datei durch mit dem `@`", und er weiß sofort Bescheid.
Tipp Nummer 10 ist, dass du Cloud auch Screenshots oder Bilder geben solltest, um bestimmte Dinge zu erklären. Denn oftmals kannst du mit einem Screenshot, also oder einem Bild deutlich besser erklären, was du haben möchtest, als wenn du es jetzt versuchst irgendwie hineinzusprechen oder reinzutippen. Das funktioniert besonders gut bei jeglichen Designaufgaben. Also, wenn du z.B. irgendeine Website oder eine App siehst, deren Design du gut findest, dann kannst du einfach ein Screenshot machen, fügst den Screenshot in Cloud Code ein und sagst dann einfach: "Bau mir das nach, aber mit meinen Farben und für mein Produkt." Cloud kennt dabei die Design Patterns, die Layout Logik und die visuelle Hierarchie und überträgt sie dann einfach auf deinen Kontext.
Kurzer Einwurf an dieser Stelle: Alle Animationen, die du in diesem Video siehst, wurden vollständig von Cloud generiert. Und wenn du wissen möchtest, wie das funktioniert, dann keine Sorge, ich zeige dir das im nächsten Video. Das heißt, wenn du das nicht verpassen willst, lass auch gerne ein Abo da. Ich habe gerade gesehen, dass über 70% von euch da draußen noch nicht abonniert sind. Das heißt, falls dir die Videos gefallen und du auch nichts verpassen möchtest, dann lass gerne ein Abo da. Das ist komplett kostenfrei und damit würdest du mich auch enorm unterstützen. Vielen, vielen Dank und weiter geht's.
Tipp Nummer 11 ist: Lass Cloud sich selbst gegenchecken. Hier geht es darum, dass Cloud seine eigene Arbeit selbst kontrolliert. Denn wenn Cloud eine größere Aufgabe angeht, legt es zu Beginn meistens eine To-Do-Liste an, und du kannst beeinflussen, was in dieser Liste steht. Das heißt, du kannst Cloud sagen, er soll z.B. Verifikationsschritte direkt in seine To-Do-Liste einbauen und soll nach jeder Umsetzung erstmal checken, ob das Ergebnis, also das, was er gecodet hat, auch wirklich passt. Und erst dann soll er zum nächsten Punkt in seiner To-Do-Liste springen. Damit sparst du dir auch wieder viele Korrekturschleifen, weil Cloud die Inhalte schon selbst überprüft hat.
Die nächsten paar Tricks behandeln das Thema Kontext, denn das Kontextfenster ist womöglich einer der wichtigsten Parameter bei der Arbeit mit Cloud Code. Du musst dir vorstellen, jedes Sprachmodell, das wir nutzen, wir nutzen jetzt hier bei Cloud Code z.B. Opus 4.7 oder auch Sonnet. Diese Sprachmodelle haben alle ein begrenztes Kontextfenster. Das heißt, eine begrenzte Anzahl an Tokens bzw. Wörter, die sie gleichzeitig verarbeiten können. Bei Opus 4.7 sind es aktuell 1 Million Tokens. Das sind ca. 750.000 Wörter, die es gleichzeitig verarbeiten kann, und das klingt erstmal sehr viel, das ist es auch. Aber du musst dir vorstellen, je mehr Kontext das Sprachmodell verarbeiten muss, desto schlechter performt es auch. Dieses Phänomen nennt sich Context Rod. Das Kontextfenster ist praktisch das Kurzzeitgedächtnis, und du kannst dir auch nicht 100.000 Sachen gleichzeitig merken. Bestimmte Sachen gehen dann in dem ganzen Kontext sozusagen verloren, und die Qualität der Antworten leidet dann einfach darunter.
Tipp Nummer 12 ist: Eine Aufgabe pro Session bzw. pro Chat und nicht mehrere. Das ist eine Grundregel, die viele am Anfang ignorieren, und das beeinflusst aber wirklich die Performance von Cloud Code. Denn du musst dir vorstellen, je länger du in einer Session bzw. in einem Chat mit Cloud schreibst, desto mehr muss sich Cloud auch wieder merken, weil er immer den gesamten Chatverlauf wieder in seinen Kontext lädt. Und das ist vielleicht ganz okay, wenn du jetzt verschiedene Aufgaben nacheinander machst, die vielleicht miteinander zusammenhängen, aber wenn du mit einer kompletten neuen Aufgabe startest, die was ganz anderes behandelt als die vorherige Aufgabe, dann starte einfach einen neuen Chat, denn damit startet Cloud auch mit einem neuen, frischen Kontextfenster und kann dadurch auch deutlich bessere Antworten liefern. Das heißt, sein Kurzzeitgedächtnis ist sozusagen nicht zugemüllt mit irgendwelchen Infos, die es gerade nicht braucht.
Trick Nummer 13 ist: Nutze den Befehl `/context`. Der zeigt dir aufgeschlüsselt, was dein Kontextfenster gerade belegt. Also dein Memory, deine `cloud.md`, andere geladene Dateien, MCPS Server und auch die laufende Konversation. Damit siehst du praktisch sofort, wo du Platz frei machen kannst, ne? Etwa, indem du einen MCPS Server z.B. entfernst, den du gerade nicht brauchst. Das heißt, damit kannst du eigentlich aktiv Engineering betreiben, weil du genau analysieren kannst, was das Kontextfenster genau füllt. Und wenn du jetzt merkst, die Konversation nimmt zu viel Platz ein, dann kannst du entweder neuen Chat starten oder den nächsten Trick anwenden und zwar `/clear` oder auch `/compact` zu nutzen.
Mit `/compact` erstellt Cloud eine Zusammenfassung der bisherigen Konversation und schmeißt einfach viele Daten raus. Es behält dann einfach nur die Grundessenz. Dabei kannst du sogar Cloud mitgeben, worauf es besonders achten soll und welche Informationen es zusammenfassen soll. Also z.B. `/compact: behalte alle Entscheidungen zum Layout und meine Brandfarben`. Wenn dein Kontext mal automatisch bei 90% ankommt, macht Cloud das auch schon von alleine. Ich würde dir aber empfehlen, das auch schon früher zu machen, ne? Wenn du merkst, dass du z.B. jetzt in ein anderes Thema springst, aber gewisse Informationen von der vorherigen Konversation noch brauchst, dann nutz `/compact`. Ich nutze das immer so bei ca. 70%. Also, wenn 70% des Kontextfensters gefüllt ist. Und wenn du eine komplett neue Aufgabe angehen möchtest und gar nicht mal den vorherigen Kontext brauchst, einfach ein neuen Chat starten oder `/clear` nutzen. Damit wird das gesamte Kontextfenster geleert.
Bevor wir mit den letzten fünf Tricks weitermachen, eine kurze Anmerkung zu Brevo, dem Sponsor des heutigen Videos. Brevo ist eine All-in-One Plattform für Marketing, Sales und CRM, mit der du dein komplettes Kundenbusiness von einem Dashboard aus steuerst, statt für jede Funktion ein eigenes Tool zu nutzen. Im Marketingbereich erstellst du Kampagnen über E-Mails, SMS und auch WhatsApp mit einem Drag-and-Drop-Editor und auch fertigen Vorlagen. Und dazu baust du automatisierte Abläufe, ne? Z.B. eine Begrüßungsmail an neue Kunden, gefolgt von weiteren Mails über die nächsten Tage, und alles läuft im Hintergrund, ohne dass du jeden Schritt selbst auslösen musst. Im CRM verwaltest du deine Kontakte und behältst auch deine komplette Verkaufspipeline im Blick. Und über das integrierte Termintool lassen sich auch Meetings direkt buchen, und mit der Chatfunktion sprichst du auch in Echtzeit mit deinen Kunden, entweder selbst oder auch über einen Chatbot. Und dazu kommt auch noch Aura, Brevos KI-Assistent, der dir beim Schreiben von Mails und beim Erstellen von Kampagnen hilft und dir damit richtig Zeit spart. Brevo ist europäisch und komplett DSGVO-konform und auch deutlich günstiger als die großen amerikanischen Alternativen. Über 600.000 Unternehmen nutzen es bereits, und du kannst es auch kostenlos testen. Und mit dem Link in der Videobeschreibung und dem Code Julian Ivanov 50 kannst du dir auch noch mal 50% auf die ersten 3 Monate sparen.
Weiter geht's mit Tipp Nummer 15 und zwar sind es Custom Skills, die du unbedingt nutzen solltest, wenn du regelmäßige Aufgaben machen musst. Wenn du bestimmte Aufgaben regelmäßig machst, etwa ein Brand Voice Check für deine Texte oder eine Vorlage für deinen Newsletter oder auch für deine Social Media Posts, dann solltest du nicht jedes Mal aufs Neue Cloud erklären, was er tun soll, sondern du solltest dir einfach einen Skill anlegen. Das ist einfach nur eine Markdown-Datei mit einer kurzen Beschreibung im Header, was der Skill macht, und dann da drunter eine ausführliche Beschreibung, also eine Anleitung praktisch, die Cloud nutzen kann, wenn es eine bestimmte Aufgabe erledigen soll. Wenn ich Cloud sage, er soll einen neuen LinkedIn-Beitrag schreiben, dann schaut er in meinen LinkedIn-Skill rein, wo genau drin steht, wie ich LinkedIn-Posts schreibe, und dann weiß er sofort Bescheid und fängt an. Und ich muss ihm nicht wieder erklären, wie mein Sprachstil ist und wie ich meine LinkedIn-Posts normalerweise schreibe.
Tipp Nummer 16 ist, dass du verschiedene Modelle je nach Aufgabe nutzt. Du musst dir vorstellen, in Cloud Code kannst du zwischen drei Modellen im Prinzip wählen, nämlich dem HighQ-Modell, Sonnet und Opus. HighQ ist für einfache Aufgaben gedacht, Sonnet für alltägliche Aufgaben und Opus wirklich nur für die schwierigen Aufgaben, weil es deutlich mehr Tokens verbraucht. Das heißt, bei sehr vielen Aufgaben reicht es eigentlich, wenn du Sonnet nutzt, und bei einfachen Aufgaben sowieso HighQ. Du musst ja jetzt nicht Opus 4.7 nutzen, um eine E-Mail zu schreiben. Das wäre total Overkill. Und im Prinzip ist es so, dass wenn du aktiv zwischen den Modellen wechselst, du auch langfristig in deinen Nutzungslimits bleibst. Das heißt, du hast einfach deutlich mehr Kontingent dann über, wenn du bestimmte Aufgaben auch mit Sonnet und HighQ machst, denn ich kann dir versichern, wenn du die ganze Zeit Opus 4.7 nutzt für jede Aufgabe, dann wirst du innerhalb von einer Stunde sofort auf dein Tageslimit kommen und oder auch dein Wochenlimit, je nachdem, was für ein Plan du hast. Im Prinzip verbrauchst du einfach deutlich mehr Tokens, auch wenn du es nicht brauchst. Also merk dir einfach: Für schwierige Aufgaben Opus 4.7, ne? Wenn du irgendwas komplexes programmieren willst, für alltägliche Aufgaben einfach Sonnet, und für wirklich einfache Aufgaben nutzt du HighQ.
Trick Nummer 17 ist es, dass du Bescheid bekommst, wenn Cloud Code fertig ist. Und das funktioniert mit Hooks. Hooks sind kleine Skripte, die an festgelegten Punkten in Clouds Workflow automatisch ausgeführt werden. Etwa, wenn Cloud z.B. stoppt oder eine Datei bearbeitet oder ein Tool benutzt oder so. Und du kannst Cloud einfach sagen, er soll einen neuen Hook anlegen, um z.B. sobald eine Aufgabe erledigt hat, einen kleinen Notification-Sound abzuspielen. Denn ich weiß nicht, wie es dir geht, aber wenn ich mit Cloud Code schreibe, habe ich meistens verschiedene Tabs offen, wo ich noch was anderes nebenbei mache, während Cloud Code gerade für mich arbeitet, und oftmals merke ich nicht, dass Cloud Code schon fertig ist und verliere dann dadurch Zeit. Aber wenn Cloud mir einfach Bescheid gibt mit einem kurzen Audiosignal, dass er fertig geladen hat, dann kann ich sofort wieder weitermachen und verschwende keine Zeit mit unnötigem Warten.
Kommen wir zu Trick Nummer 18 und zwar sind das Subagenten und Agent Teams. Beides hilft dir parallel an Sachen zu arbeiten mit unterschiedlichen Stärken. Ein Subagent ist ein temporärer Agent, der erstellt wird mit seinem eigenen Kontextfenster, um bestimmte Aufgaben, die sehr tokenintensiv sind, zu übernehmen, damit wir das Kontextfenster unseres Hauptagenten, mit dem wir einfach schreiben in Cloud Code, nicht zu überlasten. Das heißt, wenn ich z.B. irgendeine Rechercheaufgabe habe, dann würde Cloud Code sowas an einen Subagenten auslagern, der dann viel recherchiert, viel Text verarbeitet und dann nur das Ergebnis zurückgibt, und unsere Hauptinstanz, ne, unser Hauptagent kann dann einfach mit den Ergebnissen weitermachen und hat noch ein sauberes Kontextfenster. Und Cloud nutzt das auch schon oft von sich aus. Es gibt einige bereits integrierte Subagenten, ähm, aber du kannst auch eigene Subagenten anlegen für bestimmte Aufgaben, für deine Use Cases, ne? Wenn du oftmals einen bestimmten Subagenten brauchst, ne, für irgendeine Aufgabe, dann kannst du den einfach mit `/agents` anlegen.
Das heißt, Subagenten sind eine Methode, um auch wieder das Kontextfenster zu schonen. Und Agent Teams sind eigentlich eine Methode, das Kontextfenster noch weiter auszureizen, denn dort kannst du mehrere Cloud Code Instanzen erstellen, die alle untereinander kommunizieren. Das heißt, du hast praktisch mehrere Hauptagenten, die für verschiedene Aufgaben zuständig sind und untereinander kommunizieren. Denn Subagenten können nicht untereinander kommunizieren. Die kommunizieren immer nur mit dem Hauptagenten und geben einfach nur Ergebnisse zurück. Aber bei den Agent Teams können sie sich untereinander austauschen und damit auch sehr komplexe Aufgaben erledigen. Die Agent Teams Funktion muss man einschalten, indem man eine bestimmte Variable auf eins setzt. Das kannst du aber auch Cloud Code einfach sagen, und dann kannst du z.B. sowas sagen wie: "Erstelle mir ein Agent Team, dass die und die Aufgabe für mich erledigt oder die und die App programmiert", und dann kannst du auch sagen, welcher Agent welche Aufgabe haben soll, ne? Einer fürs Backend, einer fürs Frontend, einer für das Design, und die fangen dann an die Aufgaben zu erledigen und untereinander zu kommunizieren, aber verbrauchen natürlich auch deutlich mehr Tokens. Das heißt, wenn du es mit einer sehr großen Aufgabe zu tun hast, dann probier doch gerne mal die Agent Teams Funktion aus, vielleicht hilft sie dir.
Trick Nummer 19 ist das `UltraThink` Keyword. Wenn du ein wirklich hartes Problem hast, also eine große Architekturentscheidung oder ein richtig schwer zu findenden Bug oder sonstiges, dann nutz einfach das Wort `UltraThink` in deinen Prompt, denn das ist praktisch der Planmodus nur auf Steroiden sozusagen. Also Cloud nimmt sich noch mal deutlich mehr Zeit, um über das Problem nachzudenken. Was nämlich passiert ist, dass Cloud rund 32.000 Tokens nur fürs Nachdenken bekommt und erst dann eine Antwort generiert. Du kannst sowieso jederzeit den Reasoning Effort einstellen. Ich würde dir empfehlen, bei komplexen Aufgaben den auch wirklich hochzustellen. Aber wenn du das maximale herausholen willst oder du irgendwie merkst, dass Cloud einfach nicht das richtige Ergebnis liefert, dann probier auf jeden Fall den UltraThink Modus.
Damit kommen wir auch schon zum letzten Trick und zwar sind das Worktrees zu nutzen. Ein Problem bei Cloud Code ist nämlich, dass du Cloud Code nicht zweimal gleichzeitig auf demselben Projekt laufen lassen kannst, ohne dass sich die beiden Sessions in die Quere kommen, weil sie an denselben Dateien rumschreiben würden oder ne, das die gleichen Sachen bearbeiten würden. Genau das lösen Worktrees. Voraussetzung dafür ist, dass dein Projekt in Git versioniert ist. Falls du Git noch nicht kennst, ganz kurz erklärt: Git ist sowas wie ein Speicherstandsystem für dein Projekt. Es speichert jede Änderung an deinen Dateien, sodass du jederzeit zu einer früheren Version zurückkannst und auch verschiedene Versionen vergleichen kannst und eben auch parallel an mehreren Sachen arbeiten kannst, ohne dass irgendwas verloren geht. Ein Git Repository ist dabei einfach ein Projektordner, in dem dieses System aktiv ist. Falls du das für dein Projekt noch nicht eingerichtet hast, kannst du Cloud einfach nur sagen: "Leg mir ein Git Repository an", und das macht es dann sofort in einer Sekunde. Voraussetzung ist natürlich, dass du Git auf deinem Rechner installiert hast. Das kannst du über eine Website machen und es einfach downloaden. Mittlerweile kannst du es auch übers Terminal installieren.
Wenn Git aktiv ist, kannst du Worktrees nutzen und ein Worktree ist im Grunde genommen einfach nur eine Arbeitskopie deines Projekts in einem anderen Ordner, aber mit derselben Git-Historie im Hintergrund. Du musst dich um den ganzen Setup-Kram dabei nicht selbst kümmern. Du kannst Cloud einfach sagen: "Leg mir ein Worktree für ein neues Feature an." Oder du kannst auch einfach in der Desktop App den Worktree-Button anklicken, und dann wird alles im Hintergrund schon erledigt, und du kannst dann praktisch an verschiedenen Funktionen in deiner App arbeiten parallel. Das heißt, diese Sessions laufen komplett unabhängig voneinander, ohne dass sie sich beißen. In der Desktop App kann man z.B. vier verschiedene Terminals offen haben und mit Hilfe der Worktrees an vier verschiedenen Features desselben Projekts arbeiten. Wenn du mit einem Worktree dann fertig bist, musst du Cloud einfach nur sagen, er soll das Ganze wieder zurückmergen oder zusammenführen, und Cloud wird alles im Hintergrund für dich erledigen und dabei landen dann alle Änderungen aus den parallelen Sessions sauber in deinem Hauptzweig sozusagen zusammen in dem Versionskontrollsystem.
Das waren auch schon die 20 Tricks, die meine Arbeit mit Cloud Code deutlich verbessert haben. Ich hoffe, du kannst einige Tricks für dich mitnehmen und diese auch mal ausprobieren. Ich würde dir auch empfehlen: Du musst jetzt nicht alle diese Tricks machen. Such dir ein paar aus, die dir gefallen haben und die vielleicht für dich nützlich sind, und versuch die einfach mal in deinen Arbeitsalltag mit Cloud Code zu integrieren, denn ich kann dir versprechen, wenn du einige dieser Punkte mitnimmst, wirst du deutlich bessere Ergebnisse mit Cloud Code erzielen.
Wenn dir ein Trick gefehlt hat oder du selbst noch einen kennst, der bei mir nicht vorkam, dann schreib ihn gerne in die Kommentare, denn damit können wir noch mehr Wissen verbreiten. Falls du dich auch noch tiefer mit dem Thema Cloud Code beschäftigen möchtest und das Thema wirklich meistern willst, kannst du natürlich auch jederzeit in meiner Community vorbeischauen. Link dazu in der Videobeschreibung. Dort haben wir einen Cloud Code Kurs, wo wir das Ganze noch mal deutlich tiefer behandeln. Das heißt, falls euch das interessiert, schaut gerne vorbei. Ansonsten würde ich sagen, vielen Dank fürs Zuschauen und wir sehen uns beim nächsten Mal wieder. Bis dann.