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[Musik] [Applaus] [Musik] Meine lieben Zuschauer, Peking rüstet sein Militär für den Krieg massiv auf. Und das ist kein Zufall. Dahinter steckt eine gezielte Absicht und hochgradig riskante Strategie.
25. Juli 2025. Während die Spannungen übertünscht werden, bereiten sich die USA und ihre Verbündeten auf den Taiwankrieg vor. China für den größten militärischen Aufrüstungsprozess seit Nazi-Deutschland in den 1930er Jahren durch. Aber die ganze Dimension dieses Problems für die gesamte Welt ist den meisten leider weitgehend unbekannt. Denn natürlich versuchen die Chinesen das wahre Ausmaß geheimzuhalten.
Wenn wir ihn in diesem Video auf die Schliche kommen wollen, müssen wir unsere Spurensuche in der Wirtschaft beginnen, denn dort vollzieht sich momentan eine geradezu verräterische Entwicklung. Chinas Wirtschaft stellt derzeit ein historisch und weltweit paradoxes und unglaublich gefährliches Phänomen dar, das Ökonomen als geradezu bizarr bezeichnen. Während chinesische Konsumenten immer weniger ausgeben, die Immobilienpreise ins Bodenlose fallen, dafür aber die Verschuldung und die Jugendarbeitslosigkeit explodieren, erlebt die chinesische Industrie einen Aufschwung sondergleichen. Manche sprechen von einem zweiten chinesischen Wirtschaftswunder, aber dahinter könnte sich, wie ihr gleich sehen werdet, eine sehr düstere Absicht verbergen, die weit über die wirtschaftliche Dimension hinausgeht, ins Militärische.
15. Juli 2025. Chinas Geheimwaffe enthüllt. Ein Blick in den 2025er Stellflugzeugträger, der alles verändern könnte. Chinas Marine hat im Jahr 2025 einen dramatischen Sprung gemacht und offiziell ein Programm für Stellflugzeugträger vorgestellt, das Gleichgewicht der Seemacht im Indo-Pazifik auf den Kopf stellen könnte. Hinter den Kulissen hat China die industriellen Grundlagen für diesen Durchbruch geschaffen. Und am Ende dieses Videos werdet ihr genau verstehen, dass Chinas Wirtschaft auf der einen Seite und die Kriegsgefahr auf der anderen viel stärker miteinander zusammenhängen, als es aussieht.
Das Regime nutzt eine Kontrolle über staatliche Banken, um über günstige Kredite massiv Geld in die Industrie zu pumpen. Auch wenn dies gigantische Überkapazitäten schafft, die niemand abnehmen will und kann, weder im Innen- noch im Ausland. Die Folge sind eine Überflutung der Exportmärkte und im Inland ruinöse Preiskriege, sodass chinesische Unternehmen kaum noch Gewinne erzielen können. Die Regierung aber hält sie durch billige Kredite und massive Subventionen künstlich am Leben.
27. Juli 2025. Profite der chinesischen Industrie sinken aufgrund von Preiskämpfen den zweiten Monat in Folge. Die Gewinne der Industrie sind im letzten Monat gegenüber dem Vorjahr um 4,3 % zurückgegangen, nachdem sie im Mai bereits um 9,1 % geschrumpft waren. Ökonomen weltweit stehen vor dem Rätsel, wieso das Regime von Xi Jinping diese widersprüchliche und scheinbar nicht nachhaltige Entwicklung immer stärker befeuert. Eine gigantische Blase schafft, deren Platzen verheerend sein könnte.
Der Verlauf erinnert stark an Japan in den 1990er Jahren. Ein staatlich getriebener Investitionsboom, der ebenfalls in Überkapazitäten und einer gigantischen Immobilienblase mündete. Der anschließende Konsumzicht der Japaner führte dann zu einer mehr als drei Jahrzehnte anhaltenden bitteren wirtschaftlichen Stagnation und Deflation. Das kann China doch nicht wollen, oder?
Chinas Wirtschaftskrise folgt dem Abwärtstrend Japans in den 1990er Jahren. Aktienmarkt, Immobilienmarkt, Privat- und Staatsschulden, Anleihemarkt, Deflation, Arbeitslosigkeit. All diese Trends zeigen, dass China der Entwicklung Japans ziemlich genau folgt. Die einzige wesentliche Abweichung vom klassischen Japanisierungsmuster ist die starke Abwertung der japanischen Währung seit 2021. Diese anormale Abwertung ist ein Zeichen für potentielle systemische Instabilität. Japanisierung 2.0 oder vielleicht werden wir es eines Tages Chinaisierung nennen, könnte sich als noch größere Herausforderung erweisen als das Original.
Doch was wäre, wenn ich behaupten würde, dass Xi Jinping diese riesigen industriellen Überkapazitäten auch mit einem ganz bestimmten und erschreckenden Hintergedanken schafft und aufrechterhalten will? Wie ich euch in vorletzten Videos bereits detailliert beschrieben habe, übertreffen sowohl das Haushaltsdefizit Chinas als auch die Gesamtverschuldung mittlerweile sogar die der USA. Und inmitten dieser schwersten Fiskalkrise seit Jahrzehnten fällt die chinesische Führung eine bemerkenswerte Entscheidung. Sie priorisiert die militärische Aufrüstung über fast alles andere. Sozial- und Bildungsausgaben werden gekürzt, Rentenkassen geplündert, der Konsum gedrosselt. Aber die Militärausgaben brechen einen Rekord nach dem anderen. Doch wie ihr gleich sehen werdet, ist dieser Kanonen statt Butter-Ansatz kein Widerspruch, sondern eine logische Konsequenz der Krise, wenn auch eine brandgefährliche.
15. Juli 2025. Laut dem neuen Jahresbericht des japanischen Verteidigungsministeriums kippt das militärische Gleichgewicht im Pazifik zu Gunsten Chinas. Dabei geht es nicht nur um den Versuch der sogenannten Kommunistischen Partei, ihre schwindende wirtschaftliche Legitimität durch nationalistische und militaristische Legitimität zu ersetzen. Nein, das Ausmaß der chinesischen Aufrüstung, sowohl materiell und personell, auch propagandistisch, ist wahrlich atemberaubend und sollte bei uns alle Alarmglocken schrillen lassen. Es erinnert mittlerweile an Putins Vorbereitungsmaßnahmen für den Überfall der Ukraine, nur in einer völlig anderen Dimension. Und vergesst nicht, auch damals haben die meisten nicht für möglich gehalten, dass er den größten Krieg in Europa seit 1945 auslösen wird. So wie die meisten heute nicht wahrhaben wollen, welche Katastrophe der Welt bevorsteht, sobald China ernst macht.
Ich werde euch in diesem Video daher die drei wahrscheinlichsten Szenarien vorstellen, auf die China und die Welt nun zusteuern, aber auch was der Westen tun kann, um sie zu beeinflussen. Ja, denn noch liegt es in unserer Hand, das Allerschlimmste zu verhindern. Schaut euch dieses Video deswegen bitte unbedingt bis zum Ende an und vergesst nicht, ihm schon jetzt einen Daumen nach oben zu geben, damit es so viele Zuschauer wie möglich erreicht.
Bevor wir loslegen, würde ich euch aber noch gerne auf den neuen Premiumclub von HOLZKERN aufmerksam machen, bei dem ihr euch jetzt zu 100 % kostenlos anmelden könnt, um in den Genuss exklusiver Rabatte, besonderer Geschenke und Überraschungen zu kommen. Ich bin ja schon seit Jahren begeisterter Träger von HOLZKERN-Uhren. Nicht nur, weil sie ausschließlich hochwertige Uhrwerke von Seiko, Citizen und anderen japanischen Premiumherstellern verbauen, sondern weil ihr einzigartiges Design die von mir geschätzten Werte Natürlichkeit, Eleganz, Handwerkskunst und Technik perfekt miteinander verbindet. Das österreichische Familienunternehmen hat sich nämlich auf Uhren, Schmuck und Accessoires aus natürlichen Materialien spezialisiert. Schon beim Auspacken des liebevoll gestalteten Päckchens merkt man, dass ihr ganzes Herzblut darin steckt, dass wirklich jede Facette perfekt sitzt und gleichzeitig herrlich natürlich ist. Die optimale Verbindung aus Präzision und natürlicher Eleganz. Was will man mehr von einer Uhr? Sofort fallen einem natürlich die hochwertigen Materialien auf, aus denen die Uhr gefertigt ist. Ihre Maserung, Marmorierung und das Schillern von Holz, Stein und Perlmut. Jedes Stück ist von Natur aus ein Unikat. Die Naturverbundenheit von HOLZKERN zeigt sich jedoch nicht nur in ihren Produkten, sondern auch darin, dass ihre Herstellung, Verpackung und die Lieferketten so nachhaltig wie möglich gestaltet sind. Für mich sind HOLZKERN-Uhren daher nicht nur ein zuverlässiger Chronograph, sondern einfach der Männerschmuck schlecht hin, mit dem ich meine Persönlichkeit und Philosophie auf perfekte und gleichzeitig dezente Weise zum Ausdruck bringen kann. Mehr braucht man als Mann doch nicht. Und das Beste, wenn du dich jetzt kostenlos im HOLZKERN Premiumclub anmeldest und meinen Rabattcode MARK nutzt, bekommst du sogar 15 % Rabatt auf deine gesamte Bestellung. Aber selbst das ist erst der Anfang, denn danach warten noch exklusive Mitgliederangebote auf dich, Vorverkaufszugang zu neuen Kollektionen und das ganze Jahr über besondere Geschenke und Vergünstigungen nur für Mitglieder. Also zögere nicht und lass dir und deinen Lieben die Einzigartigkeit einer HOLZKERN-Uhr oder eines der anderen wunderschönen Accessoires aus dem ebenfalls natürlich gestalteten Schmuck- und Handtaschensortiment nicht entgehen.
[Musik] Schieß große Flucht nach vorn. Aus der Wirtschaftskrise in die Kriegswirtschaft. Die EU und die USA haben im von Trump angezettelten Handelskrieg endlich eine Einigung erzielt. Diese stellten mit einem US-Zollsatz von 15 % auf europäische Produkte zwar eine Verschlechterung gegenüber den vorhergehenden Level von 2 bis 5 % dar, aber sie ermöglicht es, dass wir uns endlich gemeinsam auf die eigentliche Herausforderung konzentrieren können, um einen ganz anderen Krieg zu verhindern. Ihr denkt, ich übertreibe.
28. Juli 2025. EU kapituliert vor Trump mit vasallenstaatlichem Handelsabkommen. Die von den USA auf die meisten Importe erhobenen Zölle in Höhe von 15 % werden die Produktion und die Gewinne der EU verringern und damit eine Rezession wahrscheinlicher machen. Die Verpflichtung der EU, teure US-Energie zu kaufen, wird in diesem Fall noch belastender werden. Ebenso wird ihre Zusage, mehr US-Waffen zu kaufen, den Rearm-Europen, wobei die kombinierte Wirkung der oben genannten Zugeständnisse dazu führen wird, dass die EU ihre ohnehin schon eingeschränkte Souveränität weiter an die USA abtritt. Dies wiederum könnte die USA aber ermutigen, in ihren laufenden Handelsverhandlungen mit anderen Ländern auf bessere Bedingungen zu drängen.
In Nordamerika plant Trump die Vorherrschaft der USA über Kanada und Mexiko mit wirtschaftlichen Mitteln wiederherzustellen, was ihm eine leichtere Ausweitung der Festung Amerika nach Süden ermöglichen würde. Wenn es ihm gelingt, Brasilien zu unterwerfen, dann wird sich alles zwischen Brasilien und Mexiko natürlich fügen. Diese Reihe von Abkommen zusammen mit dem Abkommen mit Japan von letzter Woche stärkt dann Trumps Position gegenüber China und Indien. Idealerweise hofft er, seine Erfolge in Japan und Europa mit diesen beiden asiatischen Ankern der BRICS-Staaten, die zusammen etwa zwei Drittel der Weltbevölkerung ausmachen, wiederholen zu können. Aber es ist nicht selbstverständlich, dass ihm dies gelingen wird. Falls er scheitert, wird Trump möglicherweise keine hundertprozentigen Zölle auf China und oder Indien erheben, aber einige Zölle wären dennoch zu erwarten. Dennoch könnte dieser globale Westen mit Japan, der EU und wahrscheinlich auch der Festung Amerika an seiner Seite die USA vor einigen der Folgen schützen.
Die große strategische Bedeutung der Unterordnung der EU als größten Vasallenstaates der USA besteht darin, dass sie die USA auf dem Weg zur Wiederherstellung ihrer unipolaren Hegemonie durch aufeinander folgende Handelsabkommen bringt, da sie wahrscheinlich als nächstes den Rest Amerikas ins Visier nehmen werden, bevor sie sich schließlich Asien vorknöpfen.
Nun, trotz Lehrerkassen und drastischer Sparmaßnahmen in anderen Bereichen, kündigte Peking allein für 2025 eine Erhöhung seines offiziellen Verteidigungshaushalts um 7,2 % an. Dies entspricht dem Wachstum des Vorjahres und markiert das 30. Jahr in Folge mit steigenden Militärausgaben. Die Wachstumsrate übertrifft dabei die wirtschaftliche Entwicklung bei weitem und signalisiert die klare Prioritätensetzung des Regimes: Kriegsvorbereitung geht vor alles andere. Besonders brisant: Während China sonst bei allen möglichen Wirtschaftsstatistiken gerne nach oben übertreibt, gilt das offizielle Verteidigungsbudget von rund 233 Milliarden Dollar weithin als untertrieben und absichtlich nach unten verzerrt, um die Welt nicht noch mehr zu beunruhigen. Das International Institute for Strategic Studies (IISS) schätzt eine realistischere Zahl der Militärausgaben Chinas auf weit über 300 Milliarden Dollar. Auch das mag auf den ersten Blick als nicht zu hoch erscheinen gegenüber dem 900 Milliarden schweren Verteidigungsbudget der USA. Doch wenn man die Kaufkraftparität berücksichtigt, entsprechen die chinesischen Ausgaben einer Summe von fast 600 Milliarden Dollar, also bereits zwei Drittel der USA. Tendenz steigend.
Unterschätzt nicht Chinas Anstrengungen zur militärisch-zivilen Fusion. Zivile Entitäten in ganz China sind aktiv an der Unterstützung des Militärs und des Verteidigungsapparats beteiligt, obwohl die chinesische Führung behauptet, dass es noch ein langer Weg sei, bis zivile und militärische Bemühungen vollständig integriert sind. Aber wenn bereits diese Maßnahmen eine unvollständige Strategie darstellen, könnte eine erfolgreiche Strategie katastrophale Folgen für die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten haben.
Aber auch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Wie uns nämlich nicht nur zuletzt der russisch-ukrainische Krieg gelehrt hat, wird ein langwieriger Zermürbungskrieg oder eine Belagerung nicht durch die Streitkräfte entschieden, die zu Beginn vorhanden waren, sondern von der Innovationskraft und industriellen Kapazität, die die Kriegsparteien erst befähigt, jene Kampfmittel zu entwickeln und in ausreichender Zahl aufzustellen, mit denen die Entscheidung dann nach mehreren Phasen der Anpassung herbeigeführt werden kann. Daher ist für Xi Jinping nicht nur die Modernisierung der existierenden Streitkräfte eine übergeordnete politische Priorität, sondern vor allem die Schaffung und Aufrechterhaltung riesiger industrieller Kapazitäten, die im Ernstfall von ziviler Produktion auf Kriegswirtschaft umgestellt werden können.
Unterlegen in Produktion und Geschwindigkeit. Eine vergleichende Analyse der Verteidigungskapazitäten der USA, Russlands und Chinas im Jahr 2025. Die USA stehen vor einem entscheidenden Moment in ihrer nationalen Sicherheitslage, da die Verteidigungsindustrien Russlands und Chinas einen rasanten Aufschwung erleben und die militärische Vorherrschaft der USA sowohl hinsichtlich des Umfangs als auch der Geschwindigkeit der Produktion herausfordern. Das US-amerikanische Amt für Marinaufklärung berichtete in seiner Einschätzung vom März 2025, dass Chinas Werften über eine 200-mal höhere Tonagekapazität verfügen als ihre amerikanischen Pendants, was den Bau von 20 großen Kriegsschiffen pro Jahr ermöglicht, während die US-Marine weniger als zehn Schiffe pro Jahr baut. Diese Diskrepanz spiegelt die jahrzehntelangen Investitionen Chinas in maritime Infrastruktur mit doppeltem Verwendungszweck wieder. Eine Strategie, die im Modernisierungsplan der Marine der Volksbefreiungsarmee dargelegt ist. Das Wachstum des chinesischen Verteidigungshaushalts verstärkt diesen Vorteil noch.
Das American Enterprise Institute argumentiert in seinem Bericht vom März 2025, dass unter Berücksichtigung von außerbudgetären Posten wie militärisch-zivilen Fusionsprojekten das tatsächliche Militärbudget im Jahr 2022 wahrscheinlich 711 Milliarden US-Dollar überstieg und sich 2025 800 Milliarden US-Dollar nähern könnte. Die amerikanische Produktionskapazität für kritische Munition, wie beispielsweise die Langstrecken-Anti-Schiffs-Raketen, liegt weiterhin bei 500 Einheiten pro Jahr und damit weit unter den geschätzten 2.000 Anti-Schiffs-Raketen, die China im Jahr 2024 produzieren wird. Die Bestände an Präzisionswaffen in den USA sind gefährlich niedrig. Die Produktion von US-Munitionsgütern wie Javelin-Raketen liegt weiterhin bei 1.000 Einheiten pro Jahr, während sich Chinas Kapazität für ähnliche Systeme laut einem Bericht des Center for Strategic and International Studies vom April 2025 bis 2027 auf 4.000 Einheiten verdoppeln wird.
Das US-Rechnungsprüfungsamt warnte in seinem Bericht vom Februar 2025, dass Engpässe in der Lieferkette, darunter ein 30%iger Mangel an seltenen Erden, eine rasche Skalierung behindern. Kritisch ist, dass die USA bei der strategischen Bevorratung hinterherhinken. Die Energy Information Administration berichtete im Januar 2025, dass die für die Luft- und Raumfahrt unverzichtbaren Titanreserven der USA nur 10 % der chinesischen Reserven ausmachen, während das russische Staatsunternehmen Rostec laut seinem Jahresbericht 2025 25 % der weltweiten Versorgung kontrolliert. Diese Ressourcenasymmetrie in Verbindung mit Produktionsdefiziten bringt die USA in eine nachteilige Situation in einem langwierigen Konflikt. Ein Szenario, das die RAND Corporation in ihrer Studie vom Februar 2025 modelliert hat und indem sie eine um 50 % schnellere Erschöpfung der US-Munitionsvorräte im Vergleich zu China in einem hypothetischen Krieg im Indo-Pazifikraum prognostiziert.
Aus diesem Grund ist sowohl die Rüstungsindustrie selbst von niedrigen Haushaltskürzungen abgeschirmt, als auch alle Sektoren, die auf sie umgestellt werden können oder zur Erhöhung der Autarkie des Landes beitragen. Energetische Unabhängigkeit, Hightech, Chips und künstliche Intelligenz. China rüstet nicht von Verbrennerautos auf Elektromobilität um, weil es das Klima retten will, sondern weil im Kriegsfall das Land nicht stillstehen soll, falls die USA die Seewege der Öltanker versperren. Der Ausfall von Öl kann dann durch heimische Kohle, Kernkraft und erneuerbare Energiequellen substituiert werden. Und ja, die Verteidigungsausgaben konkurrieren ja direkt mit anderen dringenden Posten wie dem Schuldendienst, den Renten und der sozialen Sicherung. Aber Xi Jinping scheint entschlossen, dies alles über Bord zu werfen, denn es ist klar, wohin das Regime das Land steuert. Aufgepasst.
Hard Power löst Soft Power ab. Die realen Ausgaben für militärische Ausrüstung sind seit dem Jahr 2000 um mehr als das Achtfache gestiegen und haben damit das Wachstum des Gesamtbudgets bei weitem übertroffen. Und diese Investitionen fließen gezielt in die Fähigkeiten für die Kriegsführung des 21. Jahrhunderts. Dazu gehören ein massiver Aufbau der Marine, die Entwicklung von Hyperschallwaffen, die größte Drohnenproduktionsindustrie der Welt und fortschrittliche Kampfflugzeuge wie die J-20. Es wird also eine Streitmacht aufgebaut, die nicht mehr primär der inneren Kontrolle dient, sondern der Machtprojektion und der Herausforderung der USA im indopazifischen Raum.
Trotz der enormen Ausgaben stößt die Modernisierung der sogenannten Volksbefreiungsarmee (VBA) aber an ihre Grenzen. Das breitere wirtschaftliche und soziale Umfeld Chinas, insbesondere die Schwierigkeiten bei der Rekrutierung und Bindung hochqualifizierter Talente, die für eine moderne, westlich geprägte Armee erforderlich sind, stellt eine erhebliche Hürde dar. Zudem bleiben Korruption und Machtkämpfe ein tiefgreifendes Problem, wie die Säuberungswelle unter hochrangigen Militärs im Jahr 2023 und auch jetzt wieder zeigte.
27. Juli 2025. Versucht Xi Jinping seine Machtposition zu festigen. Eine groß angelegte Säuberungsaktion hat China seiner obersten Militärbefehlshaber beraubt, während seine neuen expansiven Flotten von Kriegsschiffen und Flugzeugen die Invasion Taiwans üben. Im führenden militärischen Aufsichtsausschuss der Kommunistischen Partei Chinas, der Zentralen Militärkommission (CMC), wurden drei seiner sechs Militärkommandos abgesetzt. Noch nie zuvor wurde die Hälfte des CMC in so kurzer Zeit entlassen. Als Xi 2013 die Macht übernahm, hatte die Kommission 11 Mitglieder. Im Jahr 2022 wurde sie auf sieben Mitglieder reduziert. Jetzt sind es nur noch vier, und einer davon, ihr Vorsitzender, ist Xi. Xi hat dafür gesorgt, dass sein Finger fest am Abzug seines Militärs bleibt.
Aber Chinas wirtschaftliche Notlage erzwingt eine grundlegende Neuausrichtung seiner Außenpolitik. Die Ära der Schmetterlingsdiplomatie und der Verführung anderer Länder durch wirtschaftliche Anreize weicht einer härteren, konfrontativeren Haltung. Ein geschwächtes China greift nun auf andere Instrumente zurück, die ihm bleiben: die Nutzung strategischer Abhängigkeiten als Waffe, die Stärkung von Allianzen mit anderen antiwestlichen Mächten und die aggressive Verteidigung seiner Interessen.
Die neue Seitenstraßeninitiative, ein Aushängeschild von Chinas globalem Einfluss, ist mittlerweile ein Schatten ihrer selbst. Die chinesische Entwicklungsfinanzierung für das Ausland ist kollabiert und fiel von einem Höchststand von 90 Milliarden Dollar im Jahr 2016 auf weniger als 5 Milliarden im Jahr 2021. Die gesamten ausländischen Direktinvestitionen konzentrieren sich nun zunehmend auf strategische Akquisitionen in Schlüsselsektoren wie Hochtechnologie und Energie, anstatt auf den breit angelegten Bau von Infrastruktur. China agiert heute als der weltweit größte offizielle Schuldeneintreiber. Der Fokus hat sich von der Vergabe neuer Kredite auf die Aushandlung von Notfallrettungspaketen für Seitenstraßenländer wie Pakistan und Sri Lanka verlagert, die sich durch die ursprünglich großzügig vergebenen chinesischen Kredite in einer Schuldenkrise befinden.
Chinas Schuldenfallendiplomatie in Zentralasien. Die Unfähigkeit bestimmter Länder wie Sri Lanka und verschiedene afrikanische Länder, ihre Kredite zurückzuzahlen, hat dazu geführt, dass wichtige Infrastruktureinrichtungen, darunter Häfen und Minen, Eigentum Chinas geworden sind. Länder wie Sri Lanka, Pakistan, wie Mongolei, Sambia, Kongo, Dschibuti, Kenia und Äthiopien sind in den letzten Jahren besonders stark von Chinas Schuldenfallenpolitik betroffen gewesen.
Der anhaltende Konflikt in der Ukraine bietet China die Möglichkeit, seinen wirtschaftlichen und finanziellen Einfluss in der Region weiter auszubauen, ähnlich wie während der Rubelkrise von 1998. Diese Umkehr hat Partnerschaften vergiftet und Chinas Ansehen als verlässlicher Partner schwer beschädigt. Ein fiskalisch angeschlagenes China hat nicht mehr die Fähigkeit, wirtschaftliche Anreize zu nutzen, um Verbündete zu gewinnen und seinen Einfluss im globalen Süden auszubauen. Seine Fähigkeit, Soft Power durch massive Investitionen zu projizieren, ist daher stark eingeschränkt. Und auch aus diesem Grund müssen wir uns jetzt auf ein Zeitalter der chinesischen Hard Power vorbereiten, mit allen daraus erwachsenden Konsequenzen.
Wie ihr gleich sehen werdet, ist der Paradigmenwechsel allumfassend. Die kommenden 30 Jahre werden ganz anders als die vergangenen. Der wahre Kriegstreiber.
[Musik] Machen wir uns nichts vor. In seiner strategischen Konkurrenz mit den USA sieht China vor allem das kriegsbesessene Russland als einen unverzichtbaren Partner. Russlands Krieg in der Ukraine bindet Ressourcen der USA und Europas, schwächt Europa massiv und verschafft Peking eine strategische Atempause, in der es sich selbst für den großen Krieg vorbereiten kann. Peking kann es sich nicht leisten, dass Putin scheitert, da dies einen wichtigen antiwestlichen Partner an seiner Grenze destabilisieren würde. Natürlich unterwandert es Russland gleichzeitig mit dem Ziel, es zu einem absoluten Vasallen zu machen und die weitgehende, vielleicht auch territoriale Kontrolle über seinen Osten zu erlangen. Aber noch ist es dafür zu früh. Deswegen hat China Russland eine absolut entscheidende und unersetzliche wirtschaftliche Rettungsleine zugeworfen. Es ist zu Russlands wichtigstem Handelspartner aufgestiegen und nimmt dessen sanktionierte Energieexporte zu vergünstigten Preisen ab. Dieser Handel ist für China äußerst vorteilhaft, da es billige Rohstoffe erhält und zugleich einen strategischen Partner stützt.
23. Juli 2025. Exklusiv: Chinesische Motoren, die als Kühlgeräte verschifft werden, treiben russische Drohnen an, die in der Ukraine zum Einsatz kommen. Diese Unterstützung ist jedoch ein Drahtseilakt. Die USA und EU drohen zunehmend mit Sekundärsanktionen gegen chinesische Unternehmen, die Russlands Kriegsmaschinerie unterstützen und haben bereits einige derartige Maßnahmen ergriffen, vor allem im Bankensektor. Eine umfassende Anwendung solcher Sanktionen wäre für Chinas fragile Wirtschaft jedoch katastrophal und zwingt Peking zu einem schwierigen Balanceakt zwischen strategischer Notwendigkeit und wirtschaftlichem Risiko.
Konfrontiert mit der eigenen Wirtschaftskrise und westlichen Handelsbeschränkungen beginnt China daher, seine dominante Stellung in globalen Lieferketten zunehmend als Waffe einzusetzen. Peking hat Exportkontrollen für kritische Mineralien wie Gallium, Germanium und Graphit verhängt. Diese Rohstoffe sind für die Herstellung von Halbleitern, in Elektrofahrzeugen und Verteidigungsgütern unerlässlich. Die Exportbeschränkungen führen daher weltweit zu Lieferengpässen und Preissteigerungen. Die EU hat es nun geschafft, dass Peking einige dieser Exportbeschränkungen aufhebt, aber die Gefahr bleibt bestehen und zeigt, welch großen Hebel China hier geschaffen hat.
23. Juli 2025. Wie China zum Herrscher über die Welt der seltenen Erden wurde. Viele sogenannte Seltene-Erden-Metalle sind eigentlich gar nicht so selten und werden weltweit abgebaut. Doch China hat ein Raffineriemonopol aufgebaut. Während eines Großteils der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kontrollierten die Vereinigten Staaten den Markt für Seltene-Erden-Metalle, nachdem Prospektoren diese 1949 im Mountain Pass, Kalifornien, entdeckt hatten. China erkannte den strategischen Wert von Seltene-Erden-Metallen und ab den 60er Jahren besuchten chinesische Führungskräfte Mountain Pass mehrmals. Chinesische Raffinerien verbesserten daraufhin ihre Technologie und nutzten die günstigen Strompreise in China, so dass hunderte von lukrativen Bergbau- und Verarbeitungsunternehmen im Land entstanden, um vor allem die heimische Nachfrage nach Seltenen Erden zu bedienen.
Als chinesische Produzenten versuchten, sich eine Vormachtstellung im Bereich der Seltenen Erden zu sichern, führte dies auch zu einem unkontrollierten Abbau, der mit hohen Kosten für die Umwelt verbunden war. Und da chinesische Unternehmen je nach ihrer Produktions- und Exportmenge enorme Preisschwankungen verursachen können, sind Investoren zurückhaltend, wenn es darum geht, Geld in neue Projekte in den USA zu investieren. Das hat die Kapitalbeschaffung für den Bau von Raffinerieanlagen zu einer großen Herausforderung für amerikanische Unternehmen gemacht, die versuchen, wieder in die Branche einzusteigen.
Gleichzeitig führt Chinas massive industrielle Überkapazität, insbesondere bei Elektrofahrzeugen und Solarpaneelen, in Verbindung mit einer schwachen Inlandsnachfrage dazu, dass es billige Waren auf die Weltmärkte schwemmt. Es bedroht Industrien sowohl im Westen als auch im globalen Süden und provoziert eine Welle protektionistischer Reaktionen und Zölle. Ein geschwächtes China wird so von einem Motor des globalen Wachstums zu einer Quelle globaler Instabilität und von Handelskonflikten.
Schließlich ist die Taiwanfrage der gefährlichste potenzielle Brennpunkt der Weltpolitik überhaupt. Die interne Krise Chinas verändert die strategische Kalkulation Pekings auf fundamentale Weise und entgegen der langläufigen Meinung, dass wirtschaftliche Probleme von militärischen Abenteuern abhalten, deuten immer mehr Anzeichen darauf hin, dass eine sich verschlechternde wirtschaftliche und demographische Zukunft den Zeitdruck für eine militärische Lösung erhöhen könnte. Eine wachsende Zahl von Analysten legt nahe, dass Chinas wirtschaftlicher und demographischer Niedergang ein sich schließendes Zeitfenster für die gewaltsame Wiedervereinigung mit Taiwan schafft, ähnlich wie Putin 2022 zuschlagen musste, da sonst für Russland einfach zu spät gewesen wäre. Ein Aufschub der Aktion bedeutet nämlich, sich in Zukunft einer Situation mit weniger kampffähigen jungen Männern, einer stärker verankerten und eigenständigen taiwanesischen Identität und potenziell fähigeren taiwanesischen Streitkräften gegenüber zu sehen, die von den USA auch noch besser unterstützt werden.
29. April 2025. Xi Jinpings Kalküle in Bezug auf Taiwan basierten nicht auf bloßem Opportunismus, sondern auf einer strukturierten Bewertung der strategischen, politischen und militärischen Realitäten, seinem metaphorischen Armaturenbrett. Die Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass 11 der 13 Indikatoren kurzfristige Maßnahmen wahrscheinlich machen, was darauf hindeutet, dass sich das Zeitfenster für Xi schließt und ihn eher früher als später zu einer militärischen Lösung drängen könnte. Während Chinas militärische Bereitschaft weiterhin eine Rolle spielt, haben die Dynamik der US-Verpflichtungen, Taiwans sich wandelnde Identität und Chinas wirtschaftlicher und demographischer Druck einen großen Einfluss auf den Zeitplan. In Verbindung mit Xis persönlichen Ambitionen und seiner Anweisung an die Volksbefreiungsarmee, bis 2027 einsatzbereit zu sein, neigt sich die Waage in Richtung einer militärischen Eskalation.
Diese Schlussfolgerungen sind ernüchternd für diejenigen, die die taiwanische Demokratie, seine Rolle im globalen Handel und in der Technologie sowie die Stabilität im Indo-Pazifikraum schätzen. Eine chinesische Invasion Taiwans wäre katastrophal und hätte weitreichende Folgen. Doch während wir alle auf eine friedliche Welt hoffen mögen, muss verantwortungsvolle Politik auf der Realität basieren, nicht auf Wunschdenken. Das Ignorieren harter Wahrheiten lässt diese nicht verschwinden, sondern erhöht nur die Wahrscheinlichkeit, unvorbereitet zu sein. Ein klares Verständnis der Interessen Chinas in Taiwan und der möglichen Kalküle von Xi ist nicht nur eine intellektuelle Übung, es ist eine Notwendigkeit.
Die Wiedervereinigung mit Taiwan ist aber von zentraler Bedeutung für das politische Erbe Xi Jinpings und seine Vision der großen Wiedergeburt der chinesischen Nation. Auch dies ist wieder eine Parallele zu Putin und seinem imperialen Wahn der Wiederherstellung der Sowjetunion und des Ostblocks. Da Xis wirtschaftliches Vermächtnis zunehmend getrübt ist, könnte der Zwang, dieses historische Ziel zu erreichen, dringender werden und rein ökonomische Kosten-Nutzen-Analysen in den Hintergrund drängen. Wir dürfen wie im Falle Putins nicht wieder den Fehler machen, die Rationalität seines Handelns mit westlichen Augen zu sehen, unsere Denkweise den Prognosen über das Verhalten Chinas zugrunde zu legen. Und deswegen schauen wir uns jetzt an, worauf wir uns wirklich gefasst machen müssen und wie die drei wahrscheinlichsten Szenarien konkret aussehen.
Die globale Katastrophe. Ein Krieg um Taiwan wäre eine wirtschaftliche Katastrophe von globalem Ausmaß. Bloomberg Economics schätzt die Kosten auf 10 Billionen US-Dollar, was 10 % des globalen BIP entspricht und die Auswirkungen des Ukrainekriegs oder der Finanzkrise von 2008 bei weitem in den Schatten stellen würde. Auch schon eine reine Blockade wird auf Kosten von über 2 Billionen US-Dollar für die Weltwirtschaft geschätzt. Ja, China selbst würde sich eine verheerende Wunde zufügen. Das chinesische BIP würde in einem Blockadeszenario schätzungsweise knapp 9 % und in einem Kriegsszenario um 16,7 % einbrechen. Ein solcher Konflikt würde massive Kapitalflucht, lebende Sanktionen und die Unterbrechung des Zugangs zu kritischen Technologien, insbesondere zu Halbleitern aus Taiwan, auslösen.
Peking ist sich dieser Risiken bewusst und bereitet seine Wirtschaft genau deswegen auf sie vor. China hat die Reaktion des Westens auf die russische Invasion in der Ukraine genau beobachtet und arbeitet aktiv daran, seine wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit gegenüber Sanktionen und Blockaden zu stärken. Dazu gehört die Ausweitung der Nutzung des Renminbi und die Entwicklung alternativer Zahlungssysteme, um das auf dem Dollar basierende Finanzsystem zu umgehen. Obwohl dies kein perfekter Schutzschild ist, deutet diese Vorbereitung darauf hin, dass Peking eine schwere wirtschaftliche Kriegsführung aktiv in seine strategische Planung einbezieht.
Vergeltung und Widerstand. Chinas Lösungsstrategie in einer Taiwannkrise. Wir stellen fest, dass gegenseitige wirtschaftliche Maßnahmen den G7-Staaten, China selbst und der Weltwirtschaft erhebliche finanzielle Einbußen bescheren würden. Entscheidend ist jedoch auch, dass China Kapazitäten aufbaut, die seine Wirtschaft widerstandsfähiger gegenüber westlichen Sanktionen machen. Dieser Umfang an Optionen unterscheidet China von Russland, das sich weniger gut organisiert auf zusätzliche Sanktionen vorbereitet hatte und stellt eine deutlich größere Herausforderung für die westliche Wirtschaftspolitik dar. China wird wahrscheinlich versuchen, die G7 zu spalten und damit die Auswirkungen der Sanktionen zu begrenzen. Der Zeitpunkt einer Krise kann die Wirkung staatlicher Instrumente sowohl für die G7 als auch für Peking erheblich verändern. Die Bemühungen des Westens in den nächsten 5 Jahren, Risiken zu minimieren und Lieferketten zu verlagern, könnte mit der Zeit die Fähigkeit Pekings zu einem Zweitschlag einschränken.
Die Analyse der tiefgreifenden und strukturellen Veränderungen Chinas zeigt deutlich, dass die Welt an der Schwelle zu einer neuen geopolitischen Ära steht. Die Ära des unaufhaltsamen Aufstiegs Chinas als kooperativer Wirtschaftspartner ist vorbei. An ihrer Stelle tritt eine Periode der Unsicherheit, in der ein geschwächtes, aber aggressiveres und immer noch mächtiges China eine Quelle globaler Instabilität sein wird. Die internen Zwänge, eine unlösbare Schuldenkrise, eine stagnierende Wirtschaft und wachsende soziale Unruhen werden die Außenpolitik Pekings in den kommenden Jahren maßgeblich bestimmen.
Als Fazit dieser Analyse lassen sich dann aber drei plausible, wenn auch sehr unterschiedliche Zukunftsszenarien ableiten.
Szenario 1: Das Japanmodell, die langwierige Stagnation. In diesem Szenario vermeidet China einen harten wirtschaftlichen Zusammenbruch, tritt aber in eine jahrzehntelange Phase des geringen Wachstums, der Deflation und der Zombifizierung seiner Wirtschaft ein. Ähnlich wie Japan nach dem Platzen seiner Blase in den 90er Jahren. Die Kommunistische Partei Chinas priorisiert ihren Machterhalt über alles. Sie nutzt das staatlich kontrollierte Bankensystem, um Massenpleiten zu verhindern, opfert dafür aber die langfristige wirtschaftliche Dynamik. Die geopolitischen Auswirkungen des Szenarios: Chinas globaler Einfluss würde erheblich schwinden. Die Seitenstraßeninitiative würde sich von einem Expansionsinstrument zu einem reinen Schuldenmanagementprogramm wandeln. Das Wachstum der Militärausgaben würde sich verlangsamen und dem schwindsüchtigen BIP-Wachstum anpassen. China würde sich stärker nach innen orientieren, bliebe aber eine reizbare und nationalistische Regionalmacht, die auf die Wahrung ihrer Kerninteressen fixiert ist, ohne jedoch die Ressourcen für eine globale Hegemonie zu besitzen. Es ist klar, dass Xi Jinping dieses Szenario um jeden Preis verhindern will, auch um den Preis des Krieges, denn China ist nicht Japan.
Kommen wir zum zweiten Szenario. Das Sowjetmodell, bestehend aus Krise und Konfrontation. Dies ist das gefährlichste Szenario. Die Schuldenkrise löst eine unkontrollierbare Kaskade von Zahlungsausfällen im Finanzsystem aus, die der Staat nicht mehr eindämmen kann. Es kommt zu einem scharfen wirtschaftlichen Kollaps. Weit verbreitete soziale Unruhen bedrohen die Herrschaft der Kommunistischen Partei. Um ihre Macht zu erhalten, greift die Führung zu einer hochriskanten, aggressiven Außenpolitik. Eine militärische Blockade oder sogar eine Invasion Taiwans könnten als verzweifelter Versuch unternommen werden, das Volk hinter die Parteiführung zu bringen und von den inneren Problemen abzulenken. Dieses Szenario birgt das höchste Risiko eines direkten militärischen Konflikts zwischen den Großmächten, insbesondere mit den USA, und könnte die globale Ordnung ins Wanken bringen. Es könnte eine Kettenreaktion in der Region auslösen. Bei einem gleichzeitigen Angriff Nordkoreas auf Südkorea und Japan wäre der Schlag für die Weltwirtschaft weitaus größer als 10 Billionen.
Allerdings könnte der Westen, das heißt Europa, die USA und vor allem die asiatischen Verbündeten, China auch durch konsequente Abschreckung und Geschlossenheit in ein drittes Szenario führen. Hierzu ist es notwendig, dem Pekinger Regime die Verfolgung der vorgenannten kriegstreiberischen Strategien so schmerzhaft wie möglich zu machen. Das heißt, jede Unterstützung Russlands muss hart bestraft werden, auch wenn es eigene Opfer verlangt. Derzeit ist China noch immer sehr stark von den Exporterlösen aus Europa und den USA abhängig. Sonst würde seine unausgewogene Industriepolitik zusammenbrechen. Die Überkapazitäten würden unhaltbar werden. Ganz genau. Wir sind es, die sie Peking finanzieren helfen. Genauso wie alle übrigen Maßnahmen zur Kriegsvorbereitung. Ähnlich wie wir auch Putin geholfen haben, aufzurüsten und den Krieg zu finanzieren. Wenn wir es jedoch schaffen, diese selbstmörderische Politik zu beenden, könnte die Welt noch mal die Kurve kriegen. Ich hoffe, dass ihr langsam versteht, wieso es so extrem wichtig sein wird, uns auf diese neue Politik im Umgang mit China zu konzentrieren und den richtigen Weg zu finden. Leider sehe ich in den meisten Medien, dass sich bei uns kaum jemand damit beschäftigt. Umso wichtiger wird es, dass wir dies intensiv in künftigen Videos analysieren. Also vergesst bitte nicht zu prüfen, ob ihr meinen Kanal auch wirklich abonniert habt und auch das Glöckchen aktiviert ist. Ich danke euch und wenn ihr das erledigt habt, verrate ich euch noch, wie das dritte Szenario aussehen wird.
Im dritten Szenario wäre ein schwächeres und volatileres China gezwungen, sich quasi durchzuwursteln, um nicht zu kollabieren. In ihm vermeidet Peking ebenfalls einen Zusammenbruch, schafft es aber nicht, seine strukturellen Probleme grundlegend zu lösen. Die Folge ist ein volatiler Zyklus von Minikrisen, staatlichen Interventionen und Phasen der scheinbaren Erholung. Das Wachstum bleibt schwach und die soziale Unzufriedenheit schwelt kontinuierlich unter der Oberfläche. Geopolitische Auswirkungen: China bleibt eine Großmacht, ist aber deutlich geschwächt und unberechenbar. Es fehlen die Ressourcen für große strategische Initiativen. Die militärische Aufrüstung wird fortgesetzt, um die Legitimität des Regimes zu stützen, aber sie wird nicht ausreichen, um den letzten großen Schritt zu wagen. Zu groß wären die Risiken, Fehler zu begehen und in Asien umzingelt zu werden. Peking wird dann verstärkt auf zwangsweise ökonomische Staatstricks zurückgreifen, z.B. die Instrumentalisierung von Lieferketten. Es wird auch opportunistische Aggression in Bereichen verfolgen, in denen es ein geringeres Risiko sieht. Dies schafft eine komplexere und gefährlichere multipolare Welt, in der ein geschwächtes, aber immer noch starkes China eine ständige Quelle der Instabilität ist, aber nicht einen dritten Weltkrieg anzettelt.
Wie ihr aber seht, werden Weltpolitik und Weltwirtschaft im Gegensatz zu den letzten 30 Jahren nicht von einem aufsteigenden, sondern von einem strauchelnden Drachen geprägt sein. Vor allem, wenn in den nächsten 5 bis 10 Jahren die großen Jahrgänge des Babybooms der 60er Jahre aus dem produktiven Leben ausscheiden werden. Das Renteneintrittsalter in China liegt bei 60 und wird nun zwar schrittweise bis 2040 auf 63 Jahre erhöht. Das ist aber nur ein recht schwacher Aufschub. Wegen der schlechten Arbeitsbedingungen und des Gesundheitssystems ist eine stärkere Erhöhung wie im Westen kaum umsetzbar. Auch in diesem Punkt ist China eben nicht Japan.
Aber was meint ihr, welches der drei Szenarien ist das wahrscheinlichste für China und die Welt? Oder seht ihr noch andere Szenarien? Und welche Prioritäten sollten unsere Politiker jetzt angehen, um China auf den richtigen Fahr zu führen? Haut in die Tasten und schreibt es mir in die Kommentare. Teilt dieses Video bitte auch in den sozialen Netzwerken und mit euren Freunden. Gerne könnt ihr meine Arbeit auch durch eine freiwillige Spende (Link in der Beschreibung) auf Patreon oder durch ein Kanal-Mitgliedschaft hier auf YouTube unterstützen. Ich danke schon mal euch allen von ganzem Herzen. Macht's gut und bis bald.
[Musik] Ah. [Musik]