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Userfrage: Milliardäre sind an allem schuld?

Horst Lüning (UnterBlog)28:39

Transcription

Heute geht es um die Techmilliardäre. Ja, dann geht's um die Techmilliardäre des 19. Jahrhunderts. Die gab's dann nämlich auch. Dann machen wir so einen kleinen Ausflug ins Feudalsystem, und Karl Marx muss auch sein. Dann der eigene Weg, wie man zu Millionär wird, vielleicht den einen oder anderen auch zu Milliardär. Vielleicht werden wir alle Milliardäre. Ja! Und dann die Gründe für den modernen Reichtum der Welt. Ja, schließen tue ich dieses Video dann wie üblich mit einem Zitat von einem berühmten Techmilliardär. Ja! Ja!

Und wie bin ich jetzt auf dieses Video gekommen? Nun, einmal habe ich einen Brief – nein, eine E-Mail von dem Zuseher bekommen, der eben über diese Techmilliardäre spricht. Und zum zweiten hat mir meine Frau aus einer Webseite vorgelesen, wo es eben um die Techmilliardäre ging, die jetzt gerade mit der Dragon-Capsel zu einem viertägigen Aufenthalt in den Weltraum geflogen sind. Das ist die zweite, oder schon die dritte oder vierte Privatmission, die Elon Musk mit SpaceX für Selbstzahler hier möglich macht. So, und mit dem, mit der Mail des Zuschauers möchte ich hier anfangen.

Mein Name ist Alex. Ich bin 28 Jahre alt und habe Betriebswirtschaftslehre sowie Informatik studiert. Ihre Videos verfolge ich nun seit fast 10 Jahren. Ja, herzlichen Dank dafür, das motiviert. Sie begleiten mich bereits durch einen großen Teil meines Lebens und haben mir immer wieder neue Perspektiven eröffnet. In letzter Zeit beschäftigt mich ein gesellschaftliches Thema, zu dem ich sehr gerne Ihre Einschätzung hören würde. Ja, und bevor wir dahin anfangen, mal kurzes Intro, dann geht's los.

Guten Abend und herzlich willkommen im Unternehmerblog – kurz Unterblog genannt. Begleiten Sie mich auf meinem Lebensweg und lernen Sie die Geheimnisse der Gesellschaft und Wirtschaft kennen, die von Politik und Medien gerne verschwiegen werden.

Und jetzt kommt die Frage von dem Zuseher Alex: In letzter Zeit beschäftigt mich ein gesellschaftliches Thema, zu dem ich sehr gerne Ihre Einschätzung hören würde. Es wird zunehmend darüber diskutiert, dass einige Milliardäre, wie etwa Elon Musk, mittlerweile mehr Vermögen angehäuft haben als historische Monarchen zur Zeit der Revolutionen. Stimmen aus dem linken Spektrum, wie etwa der YouTuber xxx – ich mach keine Reklame für linke YouTuber – sprechen sogar davon, dass wir uns in einer Art neuem Feudalismus befinden. So, das lassen wir jetzt mal sacken und überlegen mal: Kann der da Recht haben? Was ist damit? Und so und nein, er hat nicht Recht, denn diese Milliardäre, die es heute zu geben scheint oder das erste Mal zu geben scheint, hat es früher auch schon gegeben. Sie waren nur medial nicht so präsent, zumindest mal bei uns nicht so präsent. Und bezieht man den Reichtum, den diese Menschen in der Vergangenheit erreicht haben, auf das BIP der entsprechenden, ja, Nation oder das BIP der Welt, dann waren sie in ihren jeweiligen Jahrhunderten und Jahrzehnten viel, viel reicher als unsere heute. Denn unser BIP ist im Westen und auf der Welt ganz massiv gestiegen und mittlerweile auf fast 100 Billionen Dollar weltweit nominell und in Kaufkraftparität auf über 180 Billionen Dollar, sodass also hier jetzt gewaltige Zahlen da sind, dass ich dann doch die Milliarden von diesen Techmilliardären doch ein bisschen relativieren und schauen wir uns jetzt mal an, wer denn damals so, oder wer die richtig reichsten der Welt waren. Und das habe ich aus einem Buch, das habe ich vor 10, 15 Jahren gelesen, wer dann nun wirklich die reichsten waren. Und dazu gehörten jetzt die Stahl-, Öl- und Eisenbahnmilliardäre des frühen 19. Jahrhunderts bzw. Ende 18. Jahrhunderts. Da waren sie geboren. Zu ihrem Reichtum kam sie dann etwas später, nämlich mit dem technischen Aufschwung der damaligen Zeit.

Ein ganz berühmter Name: der Andrew Carnegie. Der ist von 1831 bis 1918 gelebt, gibt sie Carnegie Hall in New York. Und dann der John D. Rockefeller, ganz, ganz berühmt, hat 1839 das Licht der Welt erblickt und ist 1937 gestorben. Dann Cornelius Vanderbilt, von 1794 bis 1877 hat gelebt. Und da gab's noch etliche andere mehr, aber diese drei sind wohl mit die berühmtesten. Und seitdem geht es also mit dem individuellen Reichtum bergauf. Entschuldigung, wenn ich das so sage, aber aus meiner persönlichen Sicht haben nie wieder solche, konnten man solche riesigen Reichtümer anhäufen. Und wer heute reich ist, ist nicht mehr so unermesslich reich wie diese Leute damals. Denn man muss gucken: Die hatten viele Milliarden schon damals, und der Vanderbilt, glaube ich, hat über 10 Milliarden sogar gespendet. Ein Vermögen war viel, viel höher. Und wenn man dazu dann den Stundenlohn damals guckt, so der Wochenlohn von 20 oder sowas, dann waren diese Zahlen halt sowas von irre groß. Kommen wir nachher auf ein paar Rechenbeispiele. Und wir müssen uns eigentlich fragen: Warum wurden diese Herren so reich? Ne? Das ist die eigentliche Frage.

Wer war denn vorher? Wer waren vorher denn die Reichen? Vorher waren es die Zuckerbarone. Die waren so reich geworden, und zwar durch Sklavenarbeit in der Karibik. Den musste man nichts bezahlen. Kost und Logie war alles, was da erforderlich war, und das war dort unten in dem warmen Wetter auch gar nicht so dolle erforderlich. Und das gab jetzt also nicht nur in der Karibik, sondern auch in anderen Regionen, wie z.B. Mauritius – wo ich letztes Video drüber gedreht habe – sehr, sehr stark mit dem Zucker äh wohlhabend geworden. Und die konnten allerdings nur über die körperliche Arbeit der Sklaven hier Wohlstand anhäufen, und ja, mehr Sklaven ging dann nicht, und die Leistung des einzelnen Sklaven war dann doch begrenzt. Deshalb wurden die nicht so unermesslich reich. Wer jetzt an den heutigen Menschen als Sklaven denkt: Gut, na ja, so… Also warum Carnegie, Rockefeller und Vanderbilt? Die wurden durch die Mechanisierung und die Technisierung der Welt reich. Dampfmaschine, irgendwann Mitte 18. Jahrhundert, Keks! Und mit dieser Energie, die dann da war, Kohle betrieben, konnte man auf einmal Stahl herstellen und/oder Gruben betreiben und Stahl herstellen. Und mit diesem Stahl kam jetzt die große Mechanisierung, und zwar ganz, ganz breit, dass man also hier Stahlwerke hatte, dass man Eisenbahnlinien sich zusammengekauft hatte und dass man Öl – ja, Öl – fördern konnte, um dann mit diesem Stahl und dem Öl zusammen halt die Technisierung auf die nächste Ebene zu heben. Und dieses extreme Wachstum, das hat die Leute so reich gemacht, weil es nicht mehr von Menschen, sondern von Maschinen abhing, dass man so reich wurde. Natürlich brauchte man Menschen zum Bedienen der Maschinen, aber mit den Maschinen konnte man viel, viel mehr leisten, als man vorher das rein mit Sklaven erreichen konnte. Und interessant ist: Wenn Sie die Biografien dieser einzelnen drei Herren jetzt also äh Carnegie, Rockefeller und Vanderbilt anschauen, dann kamen die aus ärmsten Familien, zum Teil ausgewandert, dann als Tagelöhner gearbeitet, und dann zack ging das hoch, und dann so mit 30 waren sie dann schon ordentlicher angestellt, da hatten sie schon hochgearbeitet, und dann kam der zündende Funke: Das mache ich jetzt selber! Und dann explodierte die Geschichte, ne? So damit sind die also so richtig reich geworden. Natürlich gab es vorher auch so sagen wir umwobene reiche Könige, die Goldschatz hatten ohne Ende. Natürlich hat's das alles gegeben, aber das waren wohl so einzelne, die das geschafft haben. Und wenn ich mir das Feudalsystem dann in Frankreich anschaue, mit den Sonnenkönigen, dann war das doch alles doch mehr auf Schulden aufgebaut denn auf wirklichem Reichtum, auf wirklichem Schaffen von Mehrwert. Es war ein Zwangssystem, wo es Feudalherren gab, und die waren hierarchisch gestaffelt mit dem König. Und dann kamen dann da die Grafen und Barone, und ich weiß nicht, wie diese weltliche Rangordnung da war, aber die waren von Gott gegeben. Die hatten das per Erbrecht, waren dann auch nicht die Hellsten, die sich hochgearbeitet haben, sondern die waren einfach vom, vom Erbe her so reich, haben dann die Bevölkerung, die da war, dann entsprechend ausgebeutet, hatten aber dann zum Teil nicht so tolle klimatische Verhältnisse wie die Zuckerbarone. Drum waren die auch nicht so wirklich was geworden. Da die Zuckerbarone waren, aus meiner persönlichen Sicht, reicher, wenn man das Vermögen anschaut, aber die Feudalherren, die waren viel mehr reich an Schulden, an Sondervermögen. Ja, drücken wir so aus.

So, heute sehen wir wieder ein ganz heftiges Wachstum, und zwar durch eine neue Art Technik, sondern nämlich zuerst die IT. Da gab's dann einen Schwung von Reichen, z.B. äh Bill Gates mit Microsoft, und dann den Larry Ellison von Oracle, und die waren also relativ früh mit der frühen äh Computertechnik groß geworden. Und dann kam also dann Larry Page, Serge Brin mit Google und anderen, die dann mit dem späteren Reich wurden, und dann natürlich äh dann die Social-Media-Milliardäre, die dann dahinterherkamen.

So, jetzt geht's bei ihm weiter, ähm dass wer sagt, also, dass wir uns in einer Art neuem Feudalismus befinden. Und jetzt sagt er weiter: „Diese Sichtweise halte ich für überspitzt. Dennoch fällt mir auf, dass das Thema Vermögensumverteilung in der Gesellschaft zunehmend präsent ist. Viele der heutigen Milliardäre verdanken ihren Reichtum vor allem ihrem Aktienanteilen, also Unternehmenswerten, die über ETFs und andere Anlageformen inzwischen zum gängigen Sparinstrument geworden sind. In gewisser Weise spart die Welt damit Vermögen weiter in die Höhe.“ Also, auf den Gedanken muss erstmal kommen. Nichts liegt ferner als dass das so wäre, dass wir dafür sorgen, durch unser Sparen, durch unseren Wohlstandsaufbau, dass die noch viel reicher werden. Nee, diese von der Gedankenrichtung ist es völlig die falsche Richtung. Da die Milliardäre einen Teil ihrer Aktien an der Börse platzieren, weil sie einfach nicht genug Geld hatten, um ihren Traum durchzuführen, mussten sie so ein IPO äh machen, also an die Börse gehen und die Aktien der Public, also der Öffentlichkeit, zur Verfügung stellen, dass man die Zeichen und kaufen konnte. Da musste er nur also zu den Leuten hingehen, dass sie ihm helfen, die entsprechenden Gelder aufzubringen, um diesen Traum dann tatsächlich realisieren zu können. Und damit haben sie mit diesen Aktien die Möglichkeit an dieser Wertschöpfung der Milliardäre teilzuhaben. Es ist also nicht so, dass sie denen helfen, sondern die helfen ihnen weiterzukommen und sozusagen, dass die da immer reicher werden, und so, und das auf unserem Rücken, unser Spargut haben. Und das ist ganz typisch linkes Denken, und das linke Denken sagt: Es gibt nur einen Topf, und der teilt sich nach oben, und der teilt sich nach unten, und die Größe dieses Topfes bleibt gleich. Nein, so ist es eben nicht, sondern wenn man es richtig macht, wächst der Topf, und diese Techmilliardäre machen es sehr richtig, und der Topf wächst riesig, also richtig dolle. Und wenn wir diese ETFs bzw. Aktien erwerben, dann können wir an der Genialität dieser Menschen, an deren Intelligenz, an der Weitsicht, an deren Fähigkeiten, auch die Fähigkeiten der Konkurrenten auszuschmieren und mit unter auch an deren Fähigkeiten, Regierung zu beeinflussen, können wir daran teilhaben, ne? Das heißt, sich hier davon abzuwenden, als linkes Gedankengut, den machen wir nur noch reicher, ist die komplett falsche Richtung. Ich will Ihnen ein kleines Beispiel geben, z.B. Amazon. Amazon betreibt einen Versandhandel. Ja, kennen wir den? Könnte schon sein. So ähnlich wie wir. Unseren Versandhandel kennen Sie hoffentlich. Und das außer aus der Familie heraus. Und wir haben 1993 gegründet, und Jeff Bezos hat 1994 gegründet, ein Jahr nach uns, und wir haben ungefähr, ich sag mal so als Startkapital, ungefähr 10.000 € investiert. Und hätten wir diese 10.000, 1000 € in Amazon-Aktien zu deren Börsengang – das der erst im Juni 1997 stattfand – hätten wir da unsere 10.000 € investiert, wie viel wäre denn daraus geworden? Haben Sie mal diese Wachstumszahlen, diese exponentiellen Steigungskurven angesehen? Der Kurs hat sich um den Faktor – jetzt halten Sie sich fest – 3000 erhöht. Aus den 10.000, 1000 € Anfangskapital wären jetzt 30 Millionen geworden. Hätte man was in Amazon investiert, 30 Millionen, ne? Bin mir nicht ganz sicher, ob wir auf diesen Wert in unserem Unternehmen kommen. Ja, das Finanzamt sieht uns sicherlich in dieser großen Ordnung. Gut, zweites Beispiel: Schauen wir uns Tesla an. Tesla hatte seinen IPO, also den Gang an die Börse im Juni 2010. Und seitdem haben sie was gemacht: Ein Faktor 240! 240! Man hätte also die 10.000 € auf 2,4 Millionen erhöht, wäre auch was gewesen, ne? Das Problem ist nur: Die Menschen erkennen das nicht, was ein genialer Mensch ist, was eine tolle Idee ist, sondern die merken das erst viel zu spät. Die haben ihre Scheuklappen auf und denken: „Ja, früher alles Verbrenner, lebt ewig und so ne.“ Und nein: „Ich gehe jetzt ins Geschäft zum Einkaufen. Das mit dem modernen Schnickschnack Internet mache ich nicht.“ So, und schon ist ihre Zukunft vorbei. In der Techmilliarde hat Geld eingesammelt mit ein paar, die eben das Geld für die Börse gegeben haben, und die anderen schaffen Berge und wundern sich darum, darüber, dass es solche Techmilliardäre gibt. Dieser linke Kight, der dann sich diesen Techmilliardären gegenüber darstellt, der erkennt nicht oder der akzeptiert nicht, dass diese Menschen 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr, über Jahrzehnte gebuckelt haben. Wenn man so ansieht, wie wenig Elon Musk an manchen Zeiten, zu manchen Zeiten, geschlafen hat, als es wichtig war. Und da habe ich hier mal über den polyphasischen Schlaf, wie man also wirklich mit wenigen Stunden – 3 Stunden, 3 Stunden, 50, 40, 3 Stunden, 3,5 Stunden wollte ich sagen – mit dreieinhalb Stunden am Tag Schlaf auskommt und trotzdem seine Leistung bringen kann, gibt es Systeme. Schaffst du nicht ewig, schaffst du aber doch mehrere Monate. Also darüber spricht natürlich keine linke Seele, ne? Die gehen lieber zur Demo und diskutieren lieber äh – ja, auch meine Frau und ich haben Jahrzehnte gebuckelt und gearbeitet, hatten aber, da wir in der schlechteren Volkswirtschaft, in einer linkeren Volkswirtschaft unterwegs waren, die Leistung nicht so ja honoriert hat wie andere Länder, wie z.B. wie die USA, mit damals noch viel, viel geringer Steuersätzen als bei uns, haben wir es halt so schnell nicht so groß geschafft, und deshalb sind wir auch nicht weltbedeutend, ne? Wir breiten uns so ein bisschen über Europa aus und so, das ja, aber weltbedeutend werden wir nicht. Das ist der riesengroße Unterschied, wenn man halt diese Ideen und diesen Drang und dieses nach vorne streben halt über hohe Steuern, hohe Bürokratie und so weiter ausbremst. Auch hier versucht die Linke das falsche Mental zu transportieren. Der Reichtum der Firmen steckt tatsächlich, der Firmen der Techmilliardäre steckt tatsächlich in ihren Firmen drin. Das ist einfach Anzahl Aktien mal Aktienbewertung mal Aktienkurs, und das sind auf einmal diese Riesenmilliarden. Geht nun der Kurs zurück, dann geht auch ihr Reichtum zurück, ne? Denn von diesen Dingen kann man sich abgesehen nichts kaufen. Man kann mal die eine oder andere Aktie verkaufen, um sein Leben zu bestreiten. Aber die Leute, Leute haben viel stärkeren Drang irgendwas zu tun, irgendwas zu leisten, als dieses Geld jetzt da rauszuprassen. Natürlich haben die einzelnen das eine oder andere schicke Auto, die eine oder andere schöne Yacht oder Villa, aber Elon Musk, glaube ich, lebt in dem Tiny House oder – ja, der baut sich gerade sein, sein eigenes Raumschiff, erste hat er schon, und ist zum, mit dem zum Mars ist er gerade am Bauen. Also die haben tatsächlich alle Drang etwas zu tun und jetzt nicht dieses Geld primär ganz maximal auszuleben. Das sind ja doch eher andere Leute, die das versuchen. Und Elon Musk hat jetzt ja ruckzuck viele Milliarden verloren. Ich weiß gar nicht, ob er jetzt noch die Nummer 1 ist oder schon auf die Nummer 2 gefallen ist, denn Tesla hat einen Aktienboom erlebt nach der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten, und klar wurde: Elon Musk ist damit drin, haben die einen Boom erlebt. Der Aktienkurs knallte in die Höhe, ist jetzt wieder runtergekommen, und jetzt wird – gab's groß Hämmer. Hier blende ich Ihnen mal das Bild ein über die vergangenen 12 Monate. Da sehen Sie den Kurs langsam, aber sicher, stark volatil natürlich äh steigen. Dann folgt im November, Anfang November, folgt der Boom und geht rauf bis auf höchste Höhen, und danach bricht er jetzt wieder zusammen. Aber wer genau ans Ende schaut, sieht, dass es da wieder weitergeht. Das ist jetzt langsam auf den alten Kurs wieder ein äh sich einpendelt, und der Kurs jetzt langsam wieder nach oben geht. Vom Tiefstand von 225 $ sind sie jetzt auf 245 $ wieder hoch. Also schon bald 10 % wieder gut gemacht. Und da sieht man, dass es hier jetzt weniger darum geht, wie der einzelne Aktienkurs läuft, denn um die große Richtung, die diese Firma nimmt, denn Geld genug haben die, ne? Lässt Aktienkurs von Tesla halbieren, das juckt den überhaupt nicht, ne? Darum geht's nicht, sondern es geht um den langfristigen Kurs, den es geht, und auf Jahresfrist steht Tesla 48 % im Plus. Ja, von wegen „h, jetzt hat sie in ihr Elon Musk erwischt“, 48 % im Plus müssen sich andere Firmen ganz schön für anstrengen. Die meisten schaffen es nicht, ne? Also das zu dem, zu der ganzen Häme, die momentan von den Medien transportiert werden. Diese ETFs, dass wir die jetzt kaufen können, mit geringsten belastenden Kosten, ganz im Gegensatz zu den früheren Fonds von den Fondgesellschaften, wo man also hohe Gebühren zahlen musste, von 2, 3 % pro Jahr, liegen wir heute bei 0,1, 0,2, manchmal sogar bei ganz großen Fonds bei 0,05 % pro Jahr, die wir an Gebühren bezahlen müssen. Eine Sozialisierung und eine Ermöglichung, dass wir auch mit relativ geringen Mitteln an der Börse und an den Entwicklungen dieser Techmilliardäre teilhaben können. ETFs sind das demokratischste Instrument überhaupt, was wir haben können. Und wenn ich an meine Jugend denke: Wir hatten überhaupt keine Chance, Aktien irgendwo zu kaufen. Da muss man eine Hausbank haben, und bei der Hausbank ein teures Depot eröffnen, und für jeden Deal, für eine Aktie, zahlte man über 1 % und anderthalb Prozent. Das war also furchtbar. Meine ersten Aktien habe ich 1989, glaube ich, gekauft. War BMW, und man, was da Gebühren drauf war. Oh, ganz krass! Mit BlackRock und Vanguard, State Street und wie sie alle heißen, können das nun alle Bürger. Man kann sogar ganz bequem mit null Kaufkosten hier Sparpläne darauf einrichten. Also es geht ganz, ganz toll für den eigenen Vermögensaufbau, ein riesiger Vorteil. Mm.

So, jetzt geht's bei ihm weiter: „Das erinnert mich an Karl Marx, der prognostizierte, dass sich Kapital zwangsläufig in den Händen der Produktionsmittelbesitzer konzentrieren würde.“ Und da liegt er nun falsch mit seiner Annahme, mit Karl Marx, sondern das Kapital findet sich jetzt bei allen Werktätigen ebenfalls wieder. Nur wer halt hingeht und keine ETFs kauft und sein Geld an die Gewerkschaften abführt, weil die Karl-Marx-Predigten predigen, ja, bei dem sammelt es sich nicht. Wer aber sein Geld spart und in die ETFs hineintut, der wächst mit diesen Techmilliardären mit. Natürlich auf kleinerem Niveau, aber er kommt dennoch nach oben und lässt dann seine Genossen doch ganz deutlich hinter sich, ne? Und heute hat sich die Gesellschaft von damals Reichen und Armen im Feudalsystem – die Reichen von, von Gottes Gnaden und die Armen von Geburt – hat sich jetzt in Kluge und Dumme geteilt, ne? Die Klugen, die sehen, wie es funktioniert, die merken, wie man sein Geld verdienen kann oder vermehren kann. Und der Dumme, der ist nicht weiß, der auf die falschen Leute hört, der das Falsche macht: Lebensversicherung einbezahlt. Ja, gut. Also wer Exponentialfunktionen verstanden hat, wie Prozentzahlen dann so raufgehen und nur ein Jahrzehnt, zwei Jahrzehnte, drei Jahrzehnte warten muss und auf einmal sind das seine 10.000, 1000 € 30 Millionen geworden. Ja, wer das verstanden hat, wer das weiß, dem wird es halt gut gehen. Aber Werbung und Medien versuchen einem das Blau vom Himmel herunter zu versprechen, wie toll es einem geht, wenn man dies und das kauft und jeden Tag mittags einen Protein-Drink trinkt statt einer vernünftigen Mahlzeit aus der Erde. Ja, also dem kannst du nicht helfen, ne? Wer also da auf diese Sachen reinfällt, der hat sich nicht genug gebildet, ne? Das muss man dazu ganz deutlich sagen.

Jetzt geht's bei ihm weiter: „Vor diesem Hintergrund stelle ich mir folgende Frage: Sind Milliardäre womöglich einer der Gründe dafür, dass wir trotz rasant gestiegener Produktivität noch immer 40 Stunden pro Woche arbeiten müssen?“ So, das mit der Produktivität hat er richtig rausgebracht, aber bei uns ist die Produktivität stehen geblieben. Sie wächst nicht mehr. Sie wuchs rasant nach dem Krieg. Oh ja, mit der gesamten Technisierung. Und dann wurde das, die Produktivität immer schwacher, immer schwacher. Irgendwann klappte sie um, und bezieht man sie heute auf die Gesamtbevölkerung, dann sinkt unsere Produktivität, weil wir a eine ganze Menge in den Sozial-, Leute in den Sozialsystemen haben, die gar nichts arbeiten. Dann Rentner, die mal gearbeitet haben, aber jetzt in der Rente sind und auch nicht mehr dazu beitragen. Und damit sinkt die Gesamtproduktivität für das gesamte Land. Und wenn man die gesamten Warenleistungen durch die gesamten Produktivitätsstunden teilt oder Menschenstunden teilt, dann kommt halt immer weniger bei raus. Ich kenne ein paar Leute hier über YouTube, hat man sich mal gemilt, ein paar Kanalbetreiber, die haben seit ihrem Studium bereits frugal gelebt, also jeden Cent rumgetreten, überlegt, ob man wirklich ausgeben muss, und haben all ihr Geld in ihr Aktiendepot bzw. ETF-Depot gelegt und haben das wachsen sehen, und heute sind sie im Alter von 40, 45 Jahren im vorgezogenen Ruhestand. Soll heißen: Sie machen nur noch das, was sie wirklich wollen, und das Geld reicht ihnen schon zum Leben. Das ist also ganz wichtig. Man kann mit 45 aus dem Hamsterrad schon draußen sein. Wenn man vorher ordentlich gespart hat, ordentlich die exponentiellen Funktionen der Kapitalanlage genutzt hat, kommt man deutlich weiter, ne? Die Milliardäre zwingen uns nicht zur Arbeit. Von wegen: Das ist der Grund, warum wir 40 Stunden immer noch arbeiten müssen. Nein, Milliardäre zwingen uns nicht zur Arbeit. Sie erschaffen für uns Möglichkeiten. Paar Beispiele: Windows, Amazon, Starlink, Facebook, PayPal. Alles Möglichkeiten, die wir haben, die zum Teil kostenlos sind, die zum Teil Geld kosten, und damit können wir unser Leben einfacher gestalten. Nur weil es uns so große Vorteile bringt bei überschaubaren Kosten, drum nutzen wir das. Wir nutzen es ja nicht, weil wir es nutzen müssen, sondern weil wir es nutzen wollen, weil uns das solche riesigen Vorteile bringt. Zum Teil schwappt das über in Monopole, finde ich auch nicht richtig, aber wir nutzen das aus genau diesen Gründen, und die Milliardäre zwingen uns nicht dazu. Nur weil es uns diese riesigen Vorteile bringt, und zwar in riesiger Stückzahl weltweit, werden sie oder wurden sie zu Milliardären. Das ist der Grund dafür. An der Arbeit halten uns ganz andere Leute. Wer nun? Die Politiker, die Parteien, die uns hoch besteuern und das Geld meist für Konsum und/oder die Unterstützung ihrer eigenen Klientel, was nicht Sie und ich sind, ausgeben und damit zum allgemeinen Wohlstand der Bevölkerung nicht beitragen, sondern tatsächlich im Moment den Wohlstand, der in unseren Institutionen, in unseren Bauwerken, in dem allen drin steckt, dass der sogar dann auch vernichtet wird durch fehlende Wartung oder proaktives Sprengen oder aus dem Boden herausreißen. Da wird also im Prinzip so viel Wohlstand vernichtet, dass wir, wenn wir weiterhin vernünftig leben wollen, immer an diesen 40 Stunden weiterarbeiten müssen. Das ist das große Problem. Das Geld wird nicht für Sie als Lehrer, als Wähler ausgegeben. Man erhält Wahlversprechen, kennen Sie jetzt aktuell, ne, die nur allzu oft gebrochen werden, und zwar von allen. Und dennoch wählen Sie weiter genau diese Leute. Finden Sie den Fehler? Genau, falsch, ne? So, also Sie müssen erkennen: Medial werden momentan die Techmilliardäre also als das Übel der Welt und den Abschaum und furchtbar dargestellt. Und von wem? Nun, von den Medien und von den Politikern, die ihrerseits nur das Beste für uns im Sinn haben, die wollen nur das Beste, ne? Die wollen unser Geld, das ist für sie das Beste, was wir liefern können, ne? Unsere Arbeitskraft und damit unser Geld.

So, jetzt die Frage: Wird der gesellschaftlich geschaffene Wohlstand gewissermaßen abgesaugt? Und wie sollten wir die Rolle von Milliardären grundsätzlich bewerten? Nein, sie sind noch in der Lage, sich frei zu entscheiden. Sie müssen all die tollen Dinge nicht kaufen, mieten oder kostenlos nutzen. Nein, müssen sie nicht. Aber sie müssen Steuern und Abgaben bezahlen. Ich bewerte Milliardäre als Menschen, die mit ihrem Geld viele nützliche Dinge für die Welt erschaffen und erschaffen haben. Die Firmen, die ich oben genannt habe, z.B. Aber es gibt auch die dunkle Seite dieser Milliardäre, wenn sie Negatives mit ihren Stiftungen machen, ne? Also viele Milliardäre haben schon Stiftungen errichtet, und die kümmern sich nun um alles mögliche, bloß nicht um ihren Wohlstand, ne? Z.B. George Soros ist dabei. Da muss man dann doch den Output dieser Stiftungen doch sehr kritisch bewerten, ne, was da rauskommt. Lassen wir keine Milliardäre zu, haben wir auch keine Zukunft, weil der Staat, die Politiker mit ihrer Verschwendung und ihrer Ideologie diesen Fortschritt, den wir haben wollen, niemals erzeugen können.

So, dann sein Abschluss: Ich würde mich natürlich freuen, Ihre Gedanken zu diesem Thema zu hören, was Sie jetzt bekommen haben. Vielen Dank für Ihre Zeit, und ich wünsche Ihnen weiterhin alles Gute. So, und zum Abschluss kriegen Sie von mir jetzt noch das versprochene Zitat eines Techmilliardärs, und zwar von Elon Musk, und der sagte: „Arbeite wie die Hölle! Ich meine, man muss einfach jede Woche 80 bis 100 Stunden investieren. Dies verbessert die Erfolgsaussichten. Wenn andere 40-Stunden-Wochen arbeiten und Sie 100-Stunden-Wochen, dann wissen Sie selbst, wenn sie dasselbe tun, dass sie in vier Monaten das erreichen werden, was andere in einem Jahr erreicht haben werden.“ Das lassen wir jetzt mal sacken, und herzlichen Dank fürs Zuschauen. [Musik]