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Wie funktioniert eine Bilanz

Steffen Schießl Consulting4:22

Transcription

Wie funktioniert eine Bilanz? Was sagt sie aus? Und wie lese ich eine Bilanz?

Bilanzen können unterschiedlich aussehen, z.B. so oder auch so. All das möchten wir dir in einem kurzen Video erklären. Schauen wir uns die Bilanz einmal näher an.

Eine Bilanz besteht aus einem T-Konto mit einer Aktiv- und einer Passivseite. Die Aktivseite zeigt das Vermögen deines Unternehmens: Gebäude, Geschäftsausstattung, Warenbestände und so weiter. Man spricht auch von der Mittelverwendung.

Die Passivseite zeigt das Kapital. Kapital kannst du selber in dein Unternehmen einbringen in Form von Geld oder Sachwerten. Du kannst dir aber auch das Geld von deiner Bank leihen. Man spricht bei der Passivseite auch gerne von der Mittelherkunft.

Schauen wir uns beide Seiten noch einmal genauer an. Stell dir vor, dein Betrieb verarbeitet Holz. An der Bilanz steht immer der am längsten bestehende Vermögensgegenstand als erstes. Kommt das Gebäude, in dem du deine Waren produzierst.

Um produzieren zu können, benötigst du Maschinen und Werkzeuge. Um deinen Betrieb aufrechtzuhalten, braucht dein Unternehmen eine vollständige Geschäftsausstattung wie Schreibtisch, Computer, Telefon und so weiter. Im nächsten Schritt benötigt dein Unternehmen Rohstoffe in Form von Holz, Schrauben und Nägeln.

Mit dem Rohmaterial werden Gartenhäuser und Tische gefertigt, die in den Warenbestand deines Unternehmens fließen. In diesem Prozess verschiebt sich der Wert aus dem Bereich Material in den Warenbestand. Als nächstes verkaufst du deine Produkte an deine Kunden. Indem du ihnen eine Rechnung schreibst, entsteht eine Forderung.

Auch hier wandert wieder der Wert aus dem Warenbestand in die Forderung. Der zufriedene Kunde bezahlt hoffentlich die Rechnungen und deinem Unternehmen fließen flüssige Mittel auf das Bankkonto oder in die Kasse ein. Auch hier bewegt sich wieder der Wert von den Forderungen in den Cash.

Aber auch du musst deine Rechnungen für Material und so weiter bezahlen. Dafür bekommst du eine Rechnung von deinem Lieferanten oder Dienstleister. Dadurch entsteht eine Verbindlichkeit.

Gebäude, Maschinen und Werkzeuge sind oft nicht billig und können nicht immer durch eigene Mittel finanziert werden. Hier kommt wieder der nette Bankker ins Spiel, der dir das Geld dafür leiht. Dafür möchte er natürlich auch Zinsen haben.

Auch du kannst Geld in das Unternehmen einbringen. Man spricht in diesem Fall vom Eigenkapital. Wenn dein Unternehmen eine profitable Prozesskette hat, kannst du dein Eigenkapital erhöhen. Ist sie nicht profitabel, verlierst du schnell dein Eigenkapital und die Bank muss dir durch neue Kredite helfen.

Die Vermögensseite ist in das Anlagevermögen und das Umlaufvermögen unterteilt. Das Anlagevermögen beinhaltet alle langfristigen Vermögensgegenstände. Das Umlaufvermögen die kurzen und mobilen Vermögensgegenstände.

Das Kapital ist in das Eigenkapital und das Fremdkapital unterteilt. Schauen wir uns das Eigenkapital noch einmal genauer an. Dies kann sich verändern, indem dein Unternehmen Gewinn oder Verlust macht. Dafür gibt es ein gesondertes Konto im Eigenkapit, das Gewinn- und Verlustkonto. Man spricht auch von der GuV.

Auf der rechten Seite sind die Erträge abgebildet, also alle Einnahmen, die dein Unternehmen hat. Auf der linken Seite sind alle Aufwendungen abgebildet: deine Mitarbeiter, deine Telefonrechnung, dein Steuerberater und so weiter.

Hat die linke Seite ein höheren Wert, macht ein Unternehmen einen Verlust. Hat die rechte Seite einen höheren Wert, macht nehmen einen Gewinn, der wiederum dein Eigenkapital erhöht.

Wir hoffen, dass wir Dir mit diesem Video die Bilanz etwas näher bringen konnten. Willst du mehr über Finanzen und Controlling erfahren, dann abonniere unseren Kanal und besuche uns auf www.simpel-controlling.de.

[Musik]