Transcription
So wie mir der völlige Überforderung, wir können schon ein Stück besser machen. So komplett ändern auf einmal nicht, aber so ein kleines Stück besser machen. Ihr könnt immer spenden und euch auch immer ehrenamtlich einbringen.
[Musik]
Ja, das war eigentlich schon mal eine sehr gute Einleitung zum Thema und damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge von abgeklärt. Heute noch an meiner Seite Elias, der alte Ich, sie bald aus Mitbewohner. Erzähl, dass du dabei bist. Ja, heute geht zwar ein Thema, was uns beiden sehr am Herzen liegt. Es geht um soziales Engagement. Wie kann ich mich eigentlich in die Gesellschaft einbringen? Was gibt es für Möglichkeiten? Genau, gerade durch dieses ganze passive Konsumieren von diesen ganzen negativen Nachrichten hat man halt dieses Gefühl einfach der Hilflosigkeit, aber es ist sehr, sehr wichtig dieses Gefühl zu hinterfragen und zu schauen, so hey, stimmt es überhaupt? Bin ich wirklich machtlos? Weil er erneut, nein, bist du nicht, oder sind wir nicht, denn auch ihr könnt etwas tun. Aber kommen wir erstmal auf einen Nenner. Was versteht man überhaupt unter sozialem bzw. gesellschaftlichem Engagement? Darunter versteht man nichts anderes als das Ausüben von uneigennützigen Handlungen zum Wohle von anderen oder zum Zwecke des Allgemeinwohls. Meistens geschieht es dann in Vereinen oder in bestimmten Projekten. Eine Möglichkeit ist ein Ehrenamt auszuführen. So ein Beispiel für so klassische Tätigkeiten im Ehrenamt ist zum Beispiel die Freiwillige Feuerwehr oder auch zum Beispiel die Technischen Hilfswerke. Man kann sich aber auch in verschiedenen Institutionen einbringen oder auch in kulturellen Einrichtungen, wie in einem Theater oder auch soziale Einrichtungen, wie zum Beispiel Altenheime oder Pflegeheime. Elias, da kann man wirklich schauen, worauf habe ich Lust, was ist mein Stärkenbereich, mich einbringen. Die Optionen, die du gerade genannt hast, sind alle relativ langfristig, sagen wir mal so. Engagement kann sich natürlich auch auf einzelne Projekte beziehen, in denen man sich stark macht, dass in unserer Nachbarschaft ein neuer Skatepark gebaut wird, dann kämpfe ich mich so lange oder setze mich so lange für dieses Projekt ein, bis das Ding dann steht. Ja, also es muss nicht immer ein langfristiges Engagement sein, es kann auch kurzfristig sein. Wenn du Geld hast, gibt es auch längerfristige Ehrenämter, wo ihr dann innerhalb der Vereine, Organisationen einfach längerfristig mit anpackt und einfach hilft, wo ihr könnt. Sei es jetzt anderen Menschen betreuen, also sozial helfen oder vielleicht überarbeitet ihr euren Social Media Kanal von irgendwelchen Organisationen. Also man muss schauen, wo eure Stärken überhaupt liegen. Also ich denke, dass da halt einfach wichtig ist, dass ihr für euch herausfindet, welchen Beitrag kann ich zur Gesellschaft beitragen und in welchen Bereich fertig sein. Deshalb ist es auch wichtig, dass man auch natürlich erstmal herausfindet, welche Bereiche gibt es überhaupt. Man kann was machen für den Tierschutz, man kann das machen für den Umweltschutz, man kann sich einsetzen für Flüchtlingshilfe, man kann sich einsetzen für die Betreuung von Senioren bzw. hilft im Pflegeheim aus. Man kann als Sporttrainer tätig sein und mit Kindern aus der Stadt dann verschiedene Projekte umsetzen. Also da gibt es wahnsinnig viele Möglichkeiten. Es muss vor allem auch Spaß machen. Deshalb ist sehr wichtig, dass ihr wisst, okay, welche Bereiche gibt es und wo könnt ihr euch gut einbringen. Deswegen habe ich vorhin auch vielseitig gesagt, weil wie ihr seht, das Angebot ist riesig und wenn ihr euch noch nicht ganz sicher seid, wo ihr mit anpacken wollt bzw. was für Projekte es gerade gibt, es gibt in fast jeder größeren Stadt die Freiwilligenagenturen, wo ihr einfach hingehen könnt und nachfragen könnt, was so viele Projekte laufen und wo Hilfe gebraucht wird. Also ich denke, vor allem der wichtigste Punkt dabei ist, dass ihr euch bewusst quasi Zeit nehmt und euch bewusst einsetzt für soziale Projekte. Also so ein Ehrenamt bringt einen auch persönlich enorm weiter. Ich finde, auf der Seite von Deutschem Ehrenamt hat das ganz gut beschrieben. Allein dadurch, dass du dich mit anderen Leuten aus vielleicht anderen sozialen Schichten auseinandersetzen musst, schaust du schon über den Tellerrand hinaus. Du fügst dich in Verantwortung, du musst offen sein, auf Leute zuzugehen, du musst als Team funktionieren. Du lernst Zielstrebigkeit, du lernst dich selber zu reflektieren, was man vielleicht davor auch nicht so wirklich gemacht hat. Also es gibt wirklich super viele positive Eigenschaften, die da einfach mit schwingen.
Ja, da gibt es natürlich unendlich viele Möglichkeiten, sich einzubringen, aber wenn ihr natürlich schon eine vollgepackte Woche habt, könnt ihr euch auch anders einbringen und zwar in Form von Spenden. Spenden sind natürlich auch eine Form vom sozialen Engagement. Da habt ihr natürlich auch viele Möglichkeiten. Das können Sachspenden sein, können aber natürlich auch finanzielle sein, weil natürlich auch Spendengelder sehr wichtig für die Hilfsorganisationen sind. Also wenn wir nicht so viel Zeit unter der Woche und auch am Wochenende haben, weil viel beschäftigt, ein paar Euros tun uns nicht weh, wenn wir die abdrücken können. Das hilft ungemein. Abgesehen von diesen finanziellen Hilfen gibt es auch die Möglichkeit, materielle Sachen zu spenden. Gerade in humanitären Krisensituationen ist es einfach so, dass Sachen wie Hygieneartikel, Klamotten oder Schlafsäcke und Decken, dass das einfach gebraucht wird. Ihr könnt immer spenden und euch auch immer ehrenamtlich einbringen. Egal, ob ihr jetzt noch zur Schule geht, ob ihr im Studium seid, im Job, ehrenamtliche Tätigkeiten könnt ihr immer jederzeit ausführen. Also wir merken uns, wenn man nicht so viel Zeit hat, finanzielle Hilfe und materielle Hilfe immer gerne gesehen.
Es gibt auch die Möglichkeit einer kurzfristigen Freiwilligenarbeit, nennt sich das, wo man dann zum Beispiel hilft, mit Urlaub verbindet, wenn man sagt, ich buche mir zwei Wochen Bali-Urlaub und dann helfe ich aber dort ehrenamtlich mit, um den Strand zum Beispiel aufzuräumen, zwei Wochen lang oder auch nur eine Woche lang, auch schon schön. Oder wenn ich weiß, okay, ich habe ein paar Wochenenden Zeit, gibt es auch die Möglichkeit, dass man als Betreuer für eine Jugendreiseorganisation mitreist und es mit Urlaub verbindet. Warum sich auch hier gibt es, wie gesagt, viele Möglichkeiten, sich auch kurzfristig einzubringen. Da könnt ihr euch zum Beispiel informieren bei euch in der Stadt bei einer Freiwilligenagentur, mal nachfragen, ob sie auch kurzfristige Projekte haben oder diese konsequent freuen sich. Genau, und dann könnt ihr euch auch da einbringen, auch wenn ihr nicht so viel Zeit habt. Also es gibt wirklich viele, viele Möglichkeiten, es gibt keine Ausreden. Aber bitte schaut davor, ob das Projekt, was ihr unterstützt, ob das wirklich für alle Beteiligten auch gut ist. Zum Beispiel gibt es Portale, die einen zwei- bis vierwöchigen Aufenthalt in Kinderheimen anbieten, zum Beispiel in Afrika, in Indien, Südamerika, wo gerade Not am Mann ist. Das ist kritisch zu hinterfragen, meiner Meinung nach, weil wie sehr hilft das den Kindern, wenn alle zwei, drei Wochen dann die Vertrauensperson geändert wird und man selber muss auch eine Menge blechen. Denn die meisten dieser Portale sind darauf ausgerichtet, daran Geld zu verdienen. Stichwort "White People Helping" wollen nutzen viele Portale leider Gottes aus. Es ist wichtig, dass man wirklich sich noch mal Gedanken macht, bevor man bei so einem Projekt mitmacht. Aber es gibt natürlich auch andere längerfristige Möglichkeiten, sich einzubringen. Man kann da zum Beispiel ein, zwei Monate, aber auch ein halbes Jahr oder ein ganzes Jahr zum Beispiel einschieben und sich dann so ehrenamtlich einbringen. Das bietet sich natürlich an nach der Schule. Ja, ich habe auch schon eine Forderung gemacht zum Freiwilligen Sozialen Jahr. Es gibt ja mehrere Möglichkeiten, was man machen kann. Ist ein Freiwilliges Soziales Jahr, kurz FSJ, machen einige von euch wahrscheinlich auch schon gehört, dann einen Bundesfreiwilligendienst, einen Europäischen Freiwilligendienst oder ein Freiwilliges Ökologisches Jahr, bisschen Bäume pflanzen, je nachdem, worauf ihr eben Lust habt. Ja, da gibt es natürlich viele Möglichkeiten im Internet, sich zu informieren. Da gibt es sehr viele Portale, wo man die Möglichkeit hat zu schauen, welche Sachen kann ich machen, was wird angeboten und das ist natürlich sowohl im Inland als auch im Ausland möglich. Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten. Es gibt Projekte, die der Staat selber anbietet, es gibt staatlich geförderte Projekte oder Projekte, über denen ihr den Aufenthalt selber zahlt. Aber macht euch am besten wirklich vorher genau, welche Organisationen will ich unterstützen, was ist mein Aufgabenfeld, was für eine Verantwortung für mich übernehmen, habe ich überhaupt genug Zeit, um das auch wirklich gut zu machen und bin ich 100 Prozent committed, weil ganz oder gar nicht.
Das war auf jeden Fall jetzt eine Menge an Input und wir haben uns noch gar nicht das Thema politische Teilhabe gesprochen, das mal einfach nächste Woche ein eigenes Thema. Ja, kommt, bietet sie doch mal nicht so war das noch mal kurz kurz zusammenfassen. Also engagieren könnt ihr euch immer, so ja, wo und zu welcher Zeit. Und wenn ihr keine Zeit habt, keine Ausrede, ihr könnt materiell so wie auch finanziell immer Unterstützung geben. Wenn ihr euch nicht für langfristige Projekte einbringen habt, habt ihr natürlich die Möglichkeit über verschiedene Freiwilligenportale für kurzfristige Projekte euch anzumelden. Checkt bei den Freiwilligenagenturen einfach mal ab, was es gerade so viele Projekte gibt und da ist Hilfe immer gerne gesehen. Vor allem, was sehr wichtig ist, informiert euch davor, macht euch noch mal schlau, was genau mache ich, hilft es auch wirklich. Und wenn es die Initiative nicht gibt, die ihr gerne unterstützen wollt, dann gründet sie doch einfach. Also gar keine Scheu. Ich habe noch ein kleines Zitat von der Seite von Deutschem Ehrenamt, was ich persönlich ganz treffend finde. Schließlich gibt einem ein soziales Engagement auch ein gutes Gefühl, denn auf diese Weise kann man etwas zurückgeben. Damit macht man ganz einfach sich und andere glücklich, erweitert den Horizont, macht die Welt ein kleines bisschen schöner und profitiert von tollen Kontakten. Wenn ihr schon Erfahrungen mit sozialem Engagement oder in welchen Freiwilligen anderen gemacht habt, dann gerne ab in die Kommentare damit. Vielleicht inspiriert ihr andere. Ansonsten lasst uns ein Daumen abonnieren, blockieren und wir sehen uns nächste Woche. Ciao, ciao.