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Krasse Lüge: DAS hat Merz verschwiegen (Jens-Spahn-Trick)

Martin Wehrle: Coaching- und Karrieretipps12:08

Transcription

Heute möchte ich mit Ihnen über eine Sache sprechen, die mir schwer auf der Seele liegt, die uns allen, glaube ich, schwer auf der Seele liegt. Nämlich die Art und Weise, wie Politik in Deutschland betrieben wird, wie die Parteien nicht nur miteinander, sondern auch mit uns als Bürgern und mit den geltenden Gesetzen umgehen. Es gibt da ein paar riesige Diskrepanzen, und wir müssen uns das mal ganz genau anschauen, um zu verhindern, dass wir auf eine Rolltreppe abwärts geraten und am Ende von dieser Demokratie nicht mehr das haben, was wir uns alle davon versprechen: nämlich Freiheit im Denken und Freiheit im Umgang miteinander.

Mein Name ist Martin WLE, ich bin Autor des SPIEGEL-Bestsellers „Dieses Buch verändert dein Leben für immer – unbedingt lesen“, und unter diesem Video da finden Sie den Link zu meiner 355-Tage-Challenge, die Sie jeden Tag begleitet. Sie bekommen 14 Tage geschenkt. Schauen wir uns noch einmal den Wahlkampf an, den wir erlebt haben. Da gab es also einen Friedrich Merz, der sagte: „Niemals, niemals werde ich mit der AFD in irgendeiner Weise abstimmen.“ Ob das eine kluge Aussage ist oder nicht, da kann man natürlich drüber streiten. Ich finde diese Aussage nicht klug, denn ich glaube, das Beste, was man zur Wahlwerbung der AFD tun kann, ist zu sagen: „Mit euch spiele ich nicht.“

Ich glaube, Demokratie, die besteht darin, dass man nicht seine Meinung davon abhängig macht, wer diese Meinung teilt oder nicht, sondern davon, ob diese Meinung vernünftig ist, ob diese Meinung diesem Land dient, ob diese Meinung den Wählern dient. Das ist mein Verständnis von Demokratie. Aber wenn ein Herr Merz sagt: „Ich stimme niemals zusammen mit der AFD ab“, und er tut dann danach das Gegenteil, und er sagt: „Ja, ich musste jetzt so handeln, weil da sind Attentate passiert, und mir blieb gar nichts anderes übrig“, dann ist das doch ganz leicht durchschaubar. Hier hat jemand gelogen, hier hat jemand ein falsches Wort den Menschen gegeben, hier hat jemand die Leute hinters Licht geführt. Und ich glaube, das haben wir so oft erlebt in den letzten Jahren, dass Politiker anders gesprochen als gehandelt haben.

Wir erinnern uns alle noch an Jens Spahn, der ja eine scharfe Corona-Politik durchgeführt hat, der die Menschen aufforderte: „Sie sollten sich in der Quarantäne bewegen, sie sollten nicht mehr unter andere Menschen gehen, sie sollten einsam in ihren Häusern bleiben.“ Und zur gleichen Zeit, zur gleichen Zeit ist er zu einem Treffen gefahren mit Parteispendern, hat sich mit denen an einen Tisch gestellt, hat sich mit denen an einen Tisch gesetzt, und es kam heraus: Zu diesem Zeitpunkt hatte er, der Gesundheitsminister, bereits Corona und womöglich hat er andere angesteckt. Da ist also eine riesige Kluft zwischen dem, was geredet wird, und dem, was ein Politiker wirklich tut. Und ich glaube, es ist in der Politik so wie in der Erziehung. Ich höre immer wieder Eltern, die sagen: „Ah, meine Kinder, die sind den ganzen Tag nur noch an ihren Smartphones“, und dann gucke ich mir die Eltern an und frag mich: Was machen die denn den ganzen Tag? Und was glauben Sie? Die sind den ganzen Tag an ihren Smartphones. Und genau das können Sie auch in der Politik beobachten. Es kommt nicht darauf an, was einer sagt, sondern es kommt darauf an, was einer vorlebt.

Jetzt nehmen wir z.B. mal Olaf Scholz. Der hat mit der SPD bei der vorletzten Bundestagswahl einen Wahlkampf betrieben, dessen Hauptmotto war: „Respekt für jeden in diesem Land.“ Er hat angekündigt, dass er den Menschen Respekt gewähren wird. Und was ist dabei herausgekommen? Es kam die Coronakrise. Es kam dazu, dass ganze Gruppen dieser Bevölkerung diffamiert wurden, nur weil sie z.B. nicht von der Impfung überzeugt waren, nur weil sie die Grundrechte verteidigt haben, nur weil sie z.B. ihre kranken Angehörigen, ihre sterbenden Angehörigen noch im Krankenhaus besuchen wollten, nur weil sie ein Geschäft betrieben haben und nicht einsehen wollten, dass sie dieses Geschäft schließen müssen, dass sie wirtschaftlich ruiniert werden, während der Supermarkt nebenan weiter brummt und weiter betrieben wird. Diese Leute, die wurden sofort abgeschoben in eine Ecke, wo etliche von denen gar nicht hingehört haben. Wo ist da der Respekt geblieben? Oder schauen wir uns die Debatte über den Ukrainekrieg an. Was ist passiert, wenn jemand gesagt hat: „Freunde, ich bin für Frieden in der Ukraine, aber indem wir Waffen liefern, immer mehr Waffen liefern, lösen wir das Problem nicht, sondern verschärfen wir es. Immer mehr Menschen fallen in diesem Land, immer mehr Städte werden zerstört. Mit Waffen lösen wir diesen Krieg nicht, mit Waffen schieben wir diesen Krieg an. Wir brauchen mehr Diplomatie, wir brauchen mehr Gespräche.“ Wer das gesagt hat, der galt sofort als Pazifistenspinner, sogar als Lumpenpazifist. Also rechtfertigen musste sich auf einmal nicht mehr derjenige, der für den Krieg war, für die Waffen war, fürs Töten war, sondern rechtfertigen musste sich der Pazifist, und zwar auch vor der SPD und vor den Grünen, doppelt, dreifach. Und da stelle ich mir wieder die Frage: Wo blieb da der Respekt vor den einfachen Menschen? Ich habe ihn nicht gesehen.

Oder bleiben wir mal bei Olaf Scholz, der sagt: „Respekt ist mein Motto, wir sollen Respekt einander zeigen.“ Dann erwarte ich, lieber Herr Scholz, dass Sie auch Respekt vor dem Gesetz zeigen. Die Cum-ex-Affäre in Hamburg, da haben Sie auf einmal angeblich einen Gedächtnisverlust erlitten, sich an nichts mehr erinnert und auch nicht Stellung bezogen, als einer Ihrer neuen Genossen in Hamburg mit über 100.000 Dollar im Safe erwischt wurde, die er da einfach reingestopft hat und auch verwickelt war in diese ganze Cum-ex-Sache. Da haben Sie keine Stellung bezogen. Da hätte ich mehr Respekt vor dem Gesetz, aber auch mehr Respekt vor den Bürgern erwartet, die Sie gewählt haben. Ich hätte erwartet, dass Sie die Wahrheit sagen und dass Sie die Leute nicht gegen die Wand laufen lassen.

Oder schauen wir uns die Grünen an. Die Grünen sind in den vorletzten Wahlkampf gezogen, und die haben gesagt: „Mit uns gibt es keine Waffenlieferungen in Kriegs- und Krisengebiete.“ Das war eine Aussage, ein Werbeversprechen bei der Wahl, dass viele Menschen geglaubt haben, und die haben dann den Grünen ihre Stimme gegeben. Und was ist nach der Wahl passiert? Nach der Wahl rutschte die Maske runter, und auf einmal kamen die Gesichter von Kriegsfreunden zum Vorschein, Leuten wie Panzer-Tonio Hofreiter, die ohne jede Bedenken für Waffenlieferungen, für Panzerlieferungen, für die Eskalation eines Krieges waren. Man hat seinen Augen nicht getraut. Ich bin groß geworden mit den Grünen, ich bin marschiert in der Friedensbewegung Seite an Seite mit den Grünen, und einer meiner politischen Ziehvater, Leopold Geller hieß der, das war ein Mitbegründer der Grünen. Also ich weiß sehr genau, wie die Grünen ticken, und ich weiß auch ganz genau – Leopold Keller, der lebt leider nicht mehr, aber wenn der Leo noch leben würde, ich weiß ganz genau, was er zu den heutigen Grünen sagen würde. Er würde sagen: „Ihr habt alle Ideale, die wir hatten, verraten, und ihr habt sie ins Gegenteil umgekehrt. Ihr seid auf einmal Freunde der Waffenindustrie geworden, und ihr habt vergessen, dass Pazifismus darin besteht, grundsätzlich gegen Waffen zu sein, grundsätzlich zu erkennen, dass es keinen gerechten Krieg gibt, sondern dass jeder Krieg unschuldige Leben vernichtet. Das habt ihr vergessen, ihr habt uns verraten.“ Das ist auch eine Frage des Respektes. Wenn ich z.B. ein grüner Politiker bin, erstens, dass ich mich an mein Wort, das ich den Wählern gebe, unter allen Umständen halte, und wir müssen festhalten: Zu dem Zeitpunkt, als dieses Wort gegeben wurde, zu dem Zeitpunkt lag der Krieg ja schon in der Luft, der ist nicht aus heiterem Himmel entstanden. Und das Zweite, was ich erwarte an Respekt, wenn ich in einer Partei bin und diese Partei hat bestimmte Ideale, dann bin ich auch diesen Idealen verpflichtet. Dann bin ich ein Zwerg, der auf den Schultern von Riesen steht. Eine dieser Riesen, das war Petra Kelly, eine fantastische, ein wirklich fantastische Friedenspolitikerin, die, was ich ihr immer, immer hoch anrechnen werde, die auf allen Augen, auf beiden Augen scharf gesehen hat. Die hat nicht nur gesehen, was in Amerika falsch läuft, sondern die hat sich auch für die Menschenrechte in der DDR eingesetzt, hat dort mit den Oppositionellen gesprochen. Viele Linke haben das anders gemacht. Die haben gesagt: „Die DDR, das ist das Reich Gottes, das ist das Paradies, das läuft alles prima, aber hier im Westen läuft alles falsch.“ Und die Petra Kelly, die hat gesehen, dass sowohl auf der einen als auch auf der anderen Seite der Mauer etwas schiefläuft. Und vor solchen Größen, da wünsche ich mir, dass z.B. eine Annalena Baerbock, dass z.B. ein Robert Habeck Respekt vor denen haben.

Das ist ein großes Thema in der heutigen Zeit: Wie respektvoll gehen wir auch in der politischen Debatte miteinander um? Ich habe das Gefühl, dass die Kritiker, unsachliche Äußerungen bei diesen Kritiken unsachlich werden. Ich habe das Gefühl, dass diejenigen z.B., die die AFD kritisieren und die sagen: „Die AFD, die verrät die Demokratie, die AFD ist ein ganz schlimmer Haufen“, dass die auf einmal sich dem Ton der AFD angleichen, dass die auf einmal dem Gegenstand ihrer Kritik immer ähnlicher werden. Und damit ist niemandem gedient, damit ist überhaupt niemandem gedient. Und umgekehrt habe ich bei den Kommentaren unter meinen Videos manchmal das Gefühl, dass da auch Hass im Spiel ist. Also, wenn ich etwas mache, z.B. über Thomas Gottschalk habe ich ein paar Videos gemacht, dann habe ich da immer wieder Kommentare gelesen wie: „Ah, der Gottschalk, ich werde nie vergessen, wie sich der während der Corona-Pandemie zur Impfung geäußert hat. Lasst den Gottschalk doch und lasst doch jeden anderen zur Impfung stehen, wie er möchte.“ Ich finde jeden Standpunkt zur Impfung, ich finde jeden Standpunkt zu politischen Fragen in Ordnung, der muss sich nicht mit meinem decken, aber ich erwarte, dass mein eigener Standpunkt vom anderen respektiert wird. Und wenn ich das erwarte, beispielsweise ich sage: „Ich lasse mich nicht impfen“, wenn ich erwarte, dass dieser Standpunkt respektiert wird, dann muss ich auch respektieren, dass ein anderer einen anderen Standpunkt einnimmt. Das ist Demokratie. Man muss sich nicht immer in jedem Punkt einig sein, man kann sich auch einig sein, dass man sich nicht einig ist, aber das ist noch kein Grund, dem anderen den Respekt zu versagen. Ich wünsche mir das mit Politikern auch: Wenn man sachlich uneins ist, dass mit Politikern respektvoll umgegangen wird. Ich wünsche mir, dass der Ton in einer Debatte nicht von den Hasserfüllten, nicht von den Lautesten geprägt wird, sondern von den Leuten, die noch nachdenken, von den Leuten, die noch die Flagge des Respektes wirklich hochhalten. Das ist etwas, was ich mir sehr wünsche: Mehr Ehrlichkeit, mehr Respekt gegenüber Bürgern, gegenüber Gesetzen und auch gegenüber dem politischen Gegner.

Jetzt frage ich Sie: Erwarte ich da zu viel? Gehe ich da zu weit? Bin ich naiv? Oder ist es richtig, dass wir mehr Respekt brauchen, dass wir mehr Politiker brauchen, die das, was sie einfordern, auch vorleben? Bitte, bitte schreiben Sie Kommentare, ich bin ganz gespannt, wie Sie die Sache sehen. Jetzt empfehle ich Ihnen noch ein Video, dass Sie unbedingt schauen sollten, und zwar hören Sie mal, was Gerhard Schröder zum Ukrainekrieg sagt und was er den EU-Bürokraten an den Kopf wirft. Es ist hochinteressant. Klicken Sie HIER. Es ist ein sehr spannendes Video. Wir blenden es am Ende auch noch ein. Und ich habe ein Geschenk für Sie, und zwar ich zeige Ihnen, wie ich Sie mit 3 Minuten pro Tag, mit 3 Minuten Unterstützung in ein besseres, ein erfüllteres und ein selbstbewussteres Leben führen kann. Dazu schenke ich Ihnen mein Videoseminar „Das 3-Minuten-Geheimnis“. Schauen Sie sich das an, es ist umsonst, und die Methode, die hat bei mir prima funktioniert. Ich glaube, die wird auch bei Ihnen sehr gut funktionieren. Nutzen Sie mein Geschenk, klicken Sie hier, bleiben Sie mir treu, schauen Sie wieder auf diesem Kanal vorbei. Und das ist der letzte Schrei: Hören Sie meinen Podcast „Fragt Martin“ bei Spotify. Ihr Martin WLE.