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Unser Geldsystem wird falsch verstanden - Ingo Sauer im Interview | Prof. Dr. Christian Rieck

Prof. Dr. Christian Rieck1:39:49

Transcription

Wodurch sind eigentlich vergangene Hyperinflationen entstanden? Es gibt dazu jetzt neue Forschung, also einigermaßen aktuell veröffentlicht worden, obwohl ein langes Forschungsprogramm dahinter stand. Und da gibt's so ein paar Highlights, die ich einfach mal direkt nennen möchte.

Nämlich, bei starken Inflationen wurde bisher in der Vergangenheit einfach schlichtweg ein wesentlicher Wirkungsmechanismus dahinter übersehen. Also, in der Theorie, so wie sie heute haben, zur Geldgeldtheorie, wurde etwas Wichtiges übersehen und man guckt deshalb auf die falschen Größen. Und das ist etwas, was eben bei dieser Forschung rausgekommen ist. Ja, die bisherige Theorie, was so ein bisschen Mainstream ist im Augenblick, hat deshalb eine Art dunklen Fleck. Und das ist ziemlich gefährlich, denn wenn ein solcher dunkler Fleck existiert und man die wahren Wirkungszusammenhänge nicht kennt, dann kann es natürlich in der Zukunft auch immer gefährlich werden, weil man einfach Gefahr läuft, dass die gleichen Sachen wieder passieren.

Und den, die Forschung durchgeführt hat, den habe ich hier als Interviewgast heute tatsächlich zu Gast. Also, eigentlich schon vor längerer Zeit. Das Intro mache ich jetzt ein bisschen später. Es ist Ingo Sauer. Den kennen Sie vielleicht schon von einem vergangenen Video von mir. Er lehrt und forscht an der Goethe Uni in Frankfurt und er hat wirklich jahrelang auch empirisch, durch Auswertung von Dokumenten und sowas, sich vergangene Inflationen, Hyperinflationen angesehen und versucht, ein bisschen rauszudestillieren, was eigentlich die wichtigen Sachen sind, was eigentlich die Theorie ist, die wirklich erklärt, was dann in solchen Situationen passiert.

Und ich sage mal, ein paar wichtige Fragen jetzt gleich vorab. Nämlich, kann man eigentlich anhand historischer Daten nachweisen, dass Hyperinflation eigentlich im Wesentlichen eine Zentralbankinsolvenz ist? Völlig andere Theorie als das, was heutzutage Mainstream ist. Nicht völlig neu, gab's also schon solche Theorien, ja, aber das ist etwas, was praktisch in Vergessenheit geraten ist. Und das, also eine Frage, der hier nachgeht, anhand, wie gesagt, empirischer Daten, sich also ansehend, was in der Vergangenheit wirklich passiert ist.

Das ist natürlich die Folgefrage: Wie wurden denn eigentlich Zentralbanken wieder rekapitalisiert? Also, wie hat man es geschafft, aus einer solchen Hyperinflation wieder rauszukommen und wieder danach ein funktionsfähiges Geld zu haben? Und er sagt, das ist im Wesentlichen durch Rekapitalisierung der Zentralbanken passiert. Und man muss sich dann natürlich angucken, was sind eigentlich die politischen und wirtschaftlichen Fehler, die damals gemacht worden sind? Also, wie konnte es überhaupt jemals passieren, dass, dass man in ein solches System reinrutscht, dass es auf einmal wie wild die die Geldentwertung stattfindet, völlig außer Kontrolle gerät und man nichts dagegen ja machen kann oder gemacht hat. Natürlich politische Fehler, die man sich angucken muss.

Und wir müssen uns weiterhin angucken, laufen eigentlich die heutigen Zentralbanken möglicherweise Gefahr, dass wieder das gleiche passiert? Und sie können sich natürlich vorstellen, Gefahren können immer wieder wiederholt werden, ja. Und wenn man falsche Wirkungszusammenhänge im Kopf hat, dann gibt man natürlich auch falsche Politikempfehlungen. Das ist auch eine Frage, die wir hier in dem Interview nachgehen. Und dann ist eben noch die Frage, können eigentlich auch die EZB demnächst insolvent werden? Ja, ist das überhaupt möglich?

Und das, was wir jetzt hier machen, ist natürlich stark vereinfacht. Aber wie gesagt, Sie können sich das Papier hier selber runterladen. Also, können Sie wirklich machen. Gucken Sie unten in der Videobeschreibung nach, das ist verlinkt. Sie können sich das einfach gratis runterladen. Ist auch wirklich hochinteressante Sache. Und ich, jetzt weiter hier den heißen Brei herumrede, würde ich sagen, wir steigen ein mit ein paar knackigen Aussagen von Ingo Sauer aus dem Interview und danach geht es dann direkt mit dem Interview selber weiter.

Wenn einmal mal die Zentralbank pleite ist, dann muss man sie rekapitalisieren und das ist sehr teuer und es wird sehr lange rausgezögert im Normalfall. Also, ich glaube, wichtig ist hier zu sehen, dass die Zentralbank zwar pleite ökonomisch pleite geht, aber nicht juristisch. Man hat die alte Reichsbank rekapitalisiert, keine Währungsreform. Das hat man gemacht mit der Rentenmark und der Rentenbank. Ist auch ein großer Mythos, dass wir irgendwie dann die Rentenmark gekriegt haben und dadurch ist die Inflation vorbei. Was aber stabilisiert wurde auf den Währungsmärkten ist die alte Mark.

Diese Vehemenz der Einsparungen, die dann nötig sind im Haushalt, macht's natürlich für den Staatsapparat, der davon betroffen ist, extrem schwierig, so eine Reform durchzuführen. Ja, ja, klar, natürlich, weil sie selber am stärksten davon betroffen sind. Ja, und das natürlich nicht wollen. Also, ja.

Was uns zum Eurosystem bringt. Wenn die Notenbank nicht mehr in der Lage ist, diese Geldmenge auch wieder zu sterilisieren, die Spekulanten merken das als erstes, aber dann auch die allgemeine Bevölkerung, dass diese Geldmenge Druck macht auf den Währungsmärkten. Jetzt gucken wir in die Zentralbankbilanz rein. Die Inflation ist zurück. Das merken wir alle am Geldbeutel, wenn wir einkaufen gehen. Und jetzt ist eine Sache: Was steckt eigentlich dahinter? Also, wie kann man eigentlich Inflation richtig beschreiben? Was sind die Ursachen dahinter? Und ich freue mich, dass ich dazu einen richtigen Experten habe einladen können.

Experten haben wir heutzutage immer so ein bisschen einen zweifelhaften Ruf, aber dieser Experte ist einer, der ein bisschen anders vorgegangen ist als die anderen. Der hat sich vergangene Inflationen, auch Hyperinflation, angesehen und hat dann gesagt: Okay, gucken wir mal die Daten von damals an und versuchen daraus zu schließen, woraus eigentlich diese Inflationen entstehen und natürlich auch, was man daran ändern kann. Also, mein Gesprächspartner hier ist Ingo Sauer, wie gesagt, einer der Inflations-Experten überhaupt des Landes. Ja, danke für die Einladung. Danke des Lobs. Aber klar, ich glaube, das ist keine Übertreibung. Ich glaube, das kann man wirklich so sagen. Ja.

Du hast jetzt auch gerade aktuell ein Paper als Working Paper gerade rausgebracht, das kann man sich auch gratis runterladen. Ich mache das hier in der Videobeschreibung. Ja, wäre ja schade, wenn Leute interessiert wären, das jetzt nicht wüssten, dass es da ist. Ja, also, Sie können sich das gerne runterladen, wie gesagt, gibt's gerade. Ist reines Working Paper, allerdings auf Englisch und ein bisschen härtere Kost, muss ich auch dazu sagen, aber ich denke, es lohnt sich schon zu lesen. Sorry, jetzt wolltest du gleich mal einsteigen und wolltest einen kleinen Überblick darüber geben, oder? Genau. Oder ich fange mit dem mit meiner Motivation sozusagen an. Also, erstmal ist es auf Englisch, dann ist es auch sehr lange, weil eben alle diese Bereiche abgedeckt werden sollten. Zusätzlich, also, ich will eben, dass ich diese diese andere Sichtweise, wie man auf Inflationsgefahren und hohe Inflationsgefahren auch sehen kann, ein bisschen verbreitet und dazu eben dann nicht nur das Papier, sondern auch hier dann die Kanäle nutze ich eben, die ich so habe, heute mal dann deinen Kanal. Und ich will versuchen, eben diese andere Sichtweise irgendwie unter die Leute zu bringen, weil ich glaube, wenn wir das nicht hinkriegen, wenn wir das nicht verstehen, dann gibt es doch die Gefahr einer sehr starken, hohen Inflation, aus der man nicht wieder so einfach rauskommt. Und verrückterweise sind eigentlich beide Seiten sozusagen, also die Befürworter der derzeitigen EZB-Politik als auch die Kritiker, einem ja, einem Missverständnis, so zumindest meine Forschung, unterworfen. Und die Gefahr ist daher umso größer, dass wir in eine Situation reinschlittern, aus der man nicht so einfach rauskommt. Okay, also mit anderen Worten, was du uns sagst, ist, was haben die damals eigentlich falsch gemacht? Was haben die falsch gemacht? Was haben die erst im Nachhinein verstanden? Und was wird teilweise von anderen heute immer noch nicht richtig verstanden? Von leider, also wahrscheinlich auch vielen Lehrbüchern. Also, wenn du recht hast, dann heißt das ja, viele Sachen, die in den Lehrbüchern stehen, sind falsch. Viele Politikempfehlungen, die man heutzutage gibt, sind also zumindest nicht ganz richtig. Formulier mal vorsichtiger. Ja, also zumindest haben wir hier genug Stoff, ja, so dass auch danach das Ganze diskutiert werden kann. So, sorry, aber mein Zuschauer sagen wir immer, ich unterbreche viel zu oft. Also, das mache ich jetzt nicht. Du wolltest so eine Art Mini-Präsentation erstmal geben, der so ein bisschen die Ergebnisse zeigst, des, was du da erforscht hast, ne? Meine, immerhin ein paar Jahre zusammengefasst in paar Minuten. Ja, ja. Also, die Lehrbücher sind falsch, aber vor allem zu stark simplifiziert. Und weil sie einen Teil weglassen, dass es eben diese, was da bei der Zentralbank wirklich passiert ist, ähm, sind sie ja führend in dem Fall. Und das führt dann, weil unsere ähm Zentralbanker oder allgemeinen politische Entscheidungsträger eben mit diesen Lehrbüchern aufgewachsen sind, führt dann zu falschen Entscheidungen. Also, ma jetzt die Quantenmechanik der Inflation. Da so weit würde ich nicht gehen, aber ja, okay. Und um das Ganze hier ein bisschen verständlich zu machen, habe ich das in eine Art kleinen Film oder in eine Slideshow verpackt. Aber ich will natürlich betonen, dass ich nicht so geforscht habe, ja. Also, das sind Sachen, die ich dann eben auch manchmal für die Vorlesung im ersten Semester benutze und aus dem Grunde kann man das nicht auf meine Forschung beziehen. Das vorweg, ist eine sehr vereinfachte Darstellungsweise, aber ich muss eben in Bildern reden, um das Ganze verständlich zu machen. Also, fangen wir mit den Bildern an. Und da sehen wir als erstes Mal eine Darstellung eines Marktes und zusätzlich habe ich mal oben die Zentralbank mit aufgenommen. Und wir müssen uns folgendes klar machen, ansonsten kriegen wir diese diese Seite, die ich hier beleuchten will, dass die Zentralbank vielleicht mehr ist und man da mehr reingucken muss, äh, nicht richtig dargestellt. Also, das Geld wird eben von der Zentralbank emittiert und die Ökonomen schauen eben sehr stark auf diese ähm Benutzung des Geldes, was auf den Märkten passiert und sie vernachlässigen so ein bisschen, ich habe es mal genannt, die institutionelle Seite des Geldes. Also, Geld wird emittiert gegen eine Schuld. Entweder die Zentralbank kauft eine Schuldverschreibung vom Markt auf, oder sie gibt, und das ist der einfache Fall, um darüber nachzudenken, sie gibt einer Geschäftsbank einen Kredit. Wenn Sie diesen Kredit gibt, dann hat sie die Kreditforderung plus ein Pfand und sie wird auf jeden Fall diese ausgegebene Geldmenge, das jetzt der rote Pfeil, auf jeden Fall wieder sterilisieren, auf jeden Fall wieder aus dem Markt zurückziehen. Und dieser Rückzahlungsanspruch ist eben, was dem Geld auch einen Wert gibt. Also, es ist nicht nur, dass die die das gesetzliche Kraft des Geldes, dass man seine Steuern in Geld zahlen muss und der Staat bestimmen kann, was denn eigentlich wirklich Geld ist. Es ist nicht nur, dass Geld knapp ist, das wäre diese Quantitätstheorie des Geldes, sondern es ist zusätzlich eben auch die institutionelle Seite des Geldes. Geld ist eine geschuldete Summe und muss zur Zentralbank zurückgezahlt werden. Und wenn unser Fabrikdirektor ist zur Zentralbank zurückzahlt, dann bekommt er auch was und er bekommt sogar ziemlich viel. Er bekommt die Schuld gegen sich strichen. Und dieses rote Seil oder dieser rote Pfeil hier noch, der wird wohl irgendwas bedeuten. Also, es ist ein zusätzlicher Grund, warum Geld einen Wert hat. Ja, nicht nur, weil es knapp ist, nicht nur, weil es gesetzliches Zahlungsmittel ist, sondern weil es von der Zentralbank emittiert wird gegen einen Rückzahlungsanspruch. Und solange diese Rückzahlungsansprüche da sind, ist Zentralbankgeld oder ist Geld ja etwas wert. Und das war eben die Sicht, die Standardsichtweise in der Ökonomie noch vor 150 Jahren. So, ähm, soweit noch bei mir. Ich bin erstmal völlig dabei. Ja, okay. Jetzt werde ich argumentieren, dass wir sehr stark auf diese Märkte gucken und eben nicht so sehr auf diese roten Pfeile. Jetzt durch Seile dargestellt. Im Grunde ist das Geld gebunden, aber verwirrenderweise steht nicht drauf, dass wir es zurückzahlen müssen. Aber irgendjemand muss es zurückzahlen. Also, Geld ist Kredit, aber es ist transferierbarer Kredit. Ja, irgendjemand unterschuldet sich ein Unternehmer und eine andere Unternehmerin zahlt diesen Geldschein drei Tage später zurück und er zahlt in zwei Wochen eine andere Schuld zurück. Aber irgendjemand in unserer Wirtschaft, die eigentlich auf diesem Schuldgeld basiert oder auf Verschuldungen. Es gibt da natürlich Erweiterungen davon, die Geldmengenaggregate. Jetzt können wir uns, wer das schon mal gehört hat, an im oder sowas vorstellen, aber auch das, diese ganzen Multiplikatoren sind auch ähm Kreditverträge, Kontrakte im Hintergrund. Und im Endeffekt, wir reden jetzt nur über das Zentralbankgeld, muss dieses Geld zum Emittenten zurückgezahlt werden und das gibt dem Geld einen Wert. Und ich werde versuchen, auf dieses Argument, auf diese Sichtweise, Geld ist eigentlich gebunden, Geld muss zur Zentralbank zurückgezahlt werden, es zappelt an diesen roten Seilen, die wir nicht sehen, weil wir so stark auf diese Märkte äh, eben in der Ökonomie auch, wir wollten ja ein bisschen über die Lehrbücher sprechen, in der Ökonomie auch achten. Ja, also, vielleicht ja, ja. Also, ich bin auf jeden Fall dabei. Ja, das ist ja etwas, was auch ein häufiges Motiv ist auf meinem Kanal. Immer wenn ich über Geld spreche, weise ich ja darauf hin, dass dem Kreditgeld, was wir haben, immer etwas Reales in der Wirtschaft gegenüber steht. Und das ist ja im Grunde genommen, worüber du auch gerade gesprochen hast, wobei es bei dir eben so ist, dass es sozusagen an so einer Leine, genau. Und das sozusagen das Zurückziehen am Ende, zurückziehen müssen davon, dass sorgt dafür, dass man das auch nicht abkoppeln kann von diesem inneren Wert, der da drin steckt, ne? Das ist ja, glaube ich, das, was du hier gerade hinzufügst. Ja, das ist nicht einfach irgendwie so eine lose Verbindung ist oder sowas, sehr feste Verbindung. Du hast mal einen Begriff verwendet, nämlich Sterilisierung. Ja, das ist ja immer dieser Zentralbankjargon für Geld wird wieder vernichtet, also verschwindet. Ja, also nur falls Leute drüber gefragt haben, welche sterilisiert wird. Ja, genau, genau. Vielleicht zu diesen roten Seilen. Also, ich benutze, ich habe ja gesagt, ich muss in Bildern reden, weil das sonst ähm, nicht greifbar ist, es sind zu abstrakte Themen. Ähm, trotzdem ist der Rückzahlungsanspruch eigentlich das hier. Es geht um die Absorptionspotenz oder die Sterilisationspotenz der Notenbank. Solange sie die Potenz hat, auch wenn sie eigentlich Vermögenswerte gekauft hat, die gar kein Fälligkeitsdatum hatten, wie die Schulden, von denen ich vorher gesprochen habe. Die Schulden sind nach zwei, die gegebenen Kredit nach zwei Wochen fällig, eine Anleihe ist irgendwann fällig, aber es könnte auch sein, dass sie etwas Gold gekauft hat, das ist kein Problem, da hängt eine andere Art von rotem Seil dran. Aber das meiste sind eben Schuldverschreibungen. Und auch im Bild gesprochen, ist es am einfachsten, wenn man sich vorstellt, das Geld muss zurückgezahlt werden. Solange sie allerdings die Potenz hat, alle ausgegebenen Noten wieder einzuziehen, ähm, so werde ich argumentieren, ist sie eigentlich nicht angreifbar und aus dem Grunde ähm, kommen wir dann nicht in diese schlimmen Inflationen rein. Die sind dann ausgeschlossen. Wenn wir nicht auf diese roten Seile achten, können wir in eine ganz andere Art von Inflation kommen, als die wir jetzt haben, und die ist eben sehr viel unangenehmer und es ist auch sehr viel schwerer, da wieder rauszukommen. Also, mit deinen roten Seilen zu sprechen, was du sagst, ist, wenn wirklich jedes Geldcheinchen oder Stückchen, was wir haben, im Umlauf, wirklich noch Seil dran hängt, ist alles in Ordnung. In dem Augenblick, wo seillose herum schwimmen, ja, dann wird's problematisch. Dann wird's problematisch, weil die eben nicht mehr einfach zurückgeholt werden könnten von der Zentralbank und damit verliert sie eben das, was du hier als Potenz bezeichnest. Ja, also Rolle, genau. Ja, und wenn ich dieses Bild hier richtig interpretiere, dann ist es eine stilisierte Bilanz, die die uns mal gerade zeig, sehr vereinfachte Zentralbankbilanz. Ich habe es jetzt mal mit den typischen Positionen aus der Zeit der 20er Jahre gemacht, die ich hier untersucht habe. Also, sind die Forderungen an Geschäftsbanken, sie gibt einen Kredit, der ist in zwei Wochen fällig, muss zurückgezahlt werden mit Pfand, oder sie hat eben Anleihen aufgekauft und zusätzlich hat sie eben auch Gold und noch ein paar andere Vermögenswerte. Noch mal ganz kurz, das Kernargument war ja, wir sehen die diese Aktivseite nicht, sowohl in der Ökonomie, auch in der jetzigen Diskussion. Wir kommen dann ja später zu Politikempfehlungen und auch für die Hyperinflation. Ja, man hat auf die Aktivseite nicht so sehr geguckt, weil die ist relativ kompliziert. Das ist ja eine vereinfachte Darstellung gewesen. In Wirklichkeit stehen da 15 Positionen und das ist ein ziemlich komplizierte Sache. Diese Geldmenge auf der anderen Seite, dort, wo Geld dann benutzt wird, ja, da haben die Ökonomen drauf geguckt, wo Geld benutzt wird, bzw. diese Größe, die ist natürlich leicht in jeder Statistik, heute in der Zeitung, in jeder Kritik an der EZB und für die Hyperinflation dann eben auch ähm, in Zeitreihen sehr leicht nachvollziehbar. Aber diese andere Seite, was da auf Papier irgendwie festgehalten ist, was das für Forderungen waren, wie die ausgegeben wurden an Geschäftsbanken, das ist natürlich oder an die Staaten, was da gekauft wurde, es ist natürlich sehr viel komplizierter und es ist nicht so sichtbar. Das Geld ist sichtbar, diese verbuchten Vermögenswerte bei der Zentralbank, was die da reinschreibt als Gegenforderung, um das wieder zu sterilisieren, können, um das wieder aus dem Markt zu entziehen zu können, ist eben sehr unsichtbar. Und wir haben das dann leider etwas übersehen, dass diese roten Seile wichtig sind und dass sie bei der Hyperinflation die Ökonomen, die ökonomische Zunft sozusagen, unsere ganze Zunft. Ja, okay, ja, bis einige Ausnahmen im Papier alles erwähnt, breites Literature Review, aber ähm, ja, wir haben eben dann in den Lehrbüchern eine falsche Theorie angenommen, zu der ich gleich kommen könnte. Aber wenn ich da das unterbreche, ja, also das sagt dann z.B. auch, warum eben die Geldmenge in der ganze Zeit lang irrsinnig steigen konnte und wir eben keine Inflation gesehen haben, ja. Das in deiner Theorie, Seen kann man das eben sehr gut erklären, die sind noch nicht gerissen. Genau. In anderen Fällen sind das ja Sachen, da steht man achselzuckend davor und fragt sich, wie konnte das denn sein, warum ist denn die Inflation nicht schon längst da, die die andere Theorie ja schon lange vorher gesagt hat. Also, z.B. ja, oder eben auch solche Frühindikatoren, woran erkennt man denn, ob es kritisch wird, ja? Also, wo ist denn der Unterschied zwischen dem gerissenen und nicht gerissenen Seil? Das glaube ich, solche Dinge, die jetzt interessant sind. Ja, also, sorry, nur um sozusagen anzusagen, was jetzt gleich noch kommt, lass dich jetzt wieder. Genau. Also, kommen wir, warum hat es eigentlich so viel Leute verwirrt, dass diese Ver- und Versechsfachung der Geldmenge, die wir doch dann nach ungefähr 2009 in Europa hatten, gar nicht zu Inflation geführt hat bis vor ganz kurzem? M, weil eben diese Seile nicht gesehen wurde und wir eine dadurch eine irreführende und zu stark simplifizierte Theorie in Lehrbüchern hatten. Ich habe mal hier so ein Standard Lehrbuch eingeblendet und wir sehen diese vier Hyperinflationen der Zwischenkriegszeit, die ich ja untersucht habe. Und ähm, das ist doch die Geldmenge abgetragen, zusammen mit dem Preisniveau und beides hat sich doch in recht ähnlichem Maße hier in dieser logarithmischen Darstellung verändert. Also, Ver-Tausendfachung, Ver-Millionenfachung der Geldmenge hat dann auch mehr oder weniger zu einer Millionenfachung des Preisniveaus geführt. Und die sehr einfache Deutung von dem Ganzen war dann doch, na ja, Geldmenge, m, steigt, dann in Friedmans Worten, wird ja Güternachfrage wird hier dran stehen, ja, zu viel Geld, das wird aber Nachfrage wirksam, also too much money, ing few goods. Wir haben die gleiche Gütermenge wie vorher, ja, dann müssen die Preise steigen. Dieses Geld wird weniger wert im Inland. Quantitätstheorie, Preisniveau steigt. Und jetzt habe ich noch mit angefügt, weil das von meiner späteren Argumentation eben wichtig sein wird. Na ja, jetzt haben die Ökonomen gesagt, aber gleichzeitig ist ja nicht nur die Geldmenge gestiegen und das Preisniveau ist explodiert, so wie wir das vorher in der Darstellung hatten, sondern zusätzlich Geld im Inland nichts mehr wert, Preise hoch bedeutet dann über die Kaufkraftparitätentheorie, na, dann ist es auch im Ausland nichts mehr wert. Wenn ich mir im Inland mit diesem Euro nichts mehr kaufen kann, oder Euro ist ja noch nicht soweit, also mit dem argentinischen Peso nichts mehr kaufen kann, ja, dann kann dieser Peso ja auch in Mexiko nichts wert sein. Ja, okay. Das heißt, also die klassische Sicht in den Lehrbüchern, also in vielen Lehrbüchern, ist ja nicht in allen, sondern in vielen Lehrbüchern, ist ganz einfach: Die Geldmenge geht hoch, daraufhin rennen die Leute mit ihrem Geld sofort in die Geschäfte, kaufen irgendwelche Sachen, das lässt die Preise steigen. Wie gesagt, das ist die klassische Theorie, das ist nicht das, was du vertrittst, ja? Und infolge dessen ist es auch so, dass es für das Ausland auf einmal, also es gibt die Kaufkraftparität, das ja das, was der rechte Pfeil hier ist, über die Kaufkraftparität sagt das Ausland auf einmal: Oh, das ist ja auch eine tolle Sache. Und dadurch verfällt der Außenwert der Währung. Ja, das heißt, also es geht sozusagen hier in der Kausalitätskette von links nach rechts. Ja, das ist die klassische Sicht und das ist die, von der du sagst, nö, das ist nicht so. Genau. Das ist die klassische Sicht. Die Ökonomen haben das noch ein bisschen verfeinert. Ich habe hier mal die Formeln dann für das Ding, heißt "The Monetary Model on Exchange Rate Determination" hier angefügt. Also, es gibt hier Elastizitäten und Semi-Elastizitäten, was die Ökonomen doch sehr lieben, aber im Grunde ist es diese einfache Logik: Mehr Geld, gleiche Gütermenge, dieses Geld wird Nachfrage wirksam, dadurch steigen die Güterpreise, denn es gibt ja nicht mehr Güter, um dass sich dieses ganze Geld streitet und konkurriert. Und die Kaufkraftparitätentheorie, na ja, jetzt haben wir die Wettbewerbsfähigkeit verloren, weil unsere Preise so hoch sind, wenig Exporte, mehr Importe und dadurch andere Geldnachfragen. Aber im Grunde die einfache Logik, warum das Ganze entstanden ist, auch Theoriegeschichtlich nachvollziehbar ist, na ja, Geld im Inland nichts mehr wert, dann kann es ja auch, wenn es im Inland keine Güter mehr erwerben kann, kann es ja auch im Ausland keine Güter mehr erwerben. Also, diese Kaufkraftparität auf der rechten Seite lässt sich immer gut darstellen durch den Big Mac Index. Ja, also der Big Mac ist ja der gleiche Big Mac, ob man jetzt Amerika hat oder hier. Hier ist er auf einmal teurer geworden, dann heißt natürlich nicht, dass die im Ausland auch sagen, der Big Mac ist in Europa mehr wert, sondern sagen, es einfach, dann wird wohl das Geld weniger wert gewesen sein und infolge dessen verändert sich der Wechsel. Das ist die Kaufkraftparität und denke ich, lässt sich an dem Big Mac Index hervorragend erklären, auch wenn wahrscheinlich kein Amerikaner extra Big zu den Ökonomen nennt diesen Big Mac, der muss überall dasselbe kosten oder ähnlich viel kosten, the law of one price. Ja, kann ja nicht sein, dass die Sachen dann irgendwo anders das Zehnfache kosten, in der gleichen Währung gerechnet. Ja, okay, genau. Haben wir erstmal sozusagen die klassische Sichtweise, die nicht von jedem getragen wird, ja, aber ich denke, das ist schon weit verbreitet, dass ungefähr der Wirkungszusammenhang so ist, wie den jetzt gerade geschildert hast, ne? Ja, also es gibt viele Wechselkursmodelle, wie du dir vorstellen kannst, aber in den Lehrbüchern steht drin, jetzt auch in den spezifischen Lehrbüchern für die Außenwirtschaft und den Wechselkurs, steht drin, na ja, das ist eigentlich, was uns empirisch die besten Resultate bringt. Warum? Bei den ganzen Hyperinflationen, aber auch bei den höheren Inflation stimmt das ja. Geldmenge hoch, Preisniveau rauf und ungefähr in gleichem Maße Wechselkurs. Spricht ein. Jetzt machen wir folgendes. Wir stellen fest, gut, die drei Variablen sind korreliert oder kointegriert, aber sie sind auf jeden Fall, sie hängen zusammen. Wie sie zusammenhängen, ist aber jetzt noch nicht klar. Also, in der Tat, wenn die Geldmenge sich vertausendfacht hat, ist das Preisniveau ungefähr vertausendfacht und der Wechselkurs, die Mark oder was auch immer damals 1920 in Deutschland ist, dann nur noch ein Tausendstel wert im Vergleich zum Dollar. Aber wie ist das G, wie hängt das Ganze zusammen? Die ansteigende Geldmenge bedeutet monetäre Finanzierung und diese hat doch eigentlich, also der Staat druckt Geld und Quatsch, die Zentralbank druckt Geld und gibt's dem Finanzminister in die Hand, äh, dem damals dem Reichfinanzminister und das bedeutet eigentlich zwei Sachen. Wir denken an unsere roten Seile. Es gibt nicht nur mehr Geld auf diesen Märkten, was dann Nachfrage wirksam werden könnte, sondern es gibt mehr Geld, welches nicht mehr besichert ist. Wir denken an diese fehlenden roten Seile. Und weil diese roten Seile gerissen sind, ist es vielleicht nicht ganz so abstrus, dass die Leute sagen, na ja, dieses Geld, welches die der Zentralbank nicht mehr zurückgezahlt werden muss und ich traue diesem Geld nicht mehr. Aber Vertrauen hat eben eine Kategorie und die heißt Solvenz der Notenbank. Der der Emittent, äh, hat ja keine Vermögenswerte mehr. Ich krieg nichts mehr, wenn ich es dem Emittenten zurückgebe, sehr, sehr vereinfacht gesprochen. Dann nehme ich dieses Geld und kaufe vielleicht nicht Güter, sondern eher ein anderes Geld. Ähm, es macht Druck auf den Währungsmärkten. Am Anfang Spekulanten, aber dann auch zunehmend die allgemeine Bevölkerung, weil die Zentralbank eben insolvent ist. Man das Vertrauen in Geld verloren hat. Sie einfach gesagt, aber der Kanal ist eben über die Währungsmärkte und dann steigen die Preise. Geldmenge hoch, Vertrauen in Geld weg, Solvenz der Zentralbank nicht mehr gegeben, Zentralbank ist insolvent, nicht technisch, keiner kann sie insolvent stellen, es gibt kein Richter, der sie insolvent stellen kann, aber sie kann eben auf diesen Währungsmärkten die Währung nicht mehr verteidigen. Die Leute tauschen es trotzdem in Dollar, ja, kann sie nichts gegen machen. Diese Schwarzmärkte werden sich bilden, das ist die historische Erfahrung. Es ist wie ein Run auf die Notenbank, ähm, den die Politik nicht verhindern konnte und auch meiner Meinung nach nicht verhindern können wird, wenn wir soweit kommen. Die Währung wertet ab gegenüber zum Dollar und dann erhöhen die äh Verkäufer ihre Preise, weil sie äh, äh, mehr von dieser wertlos gewordenen Währung für ihre Produkte haben wollen. Am Anfang Produzenten, die eben auch ins Ausland hätten verkaufen können, oder Importpreise steigen, aber zunehmend auch die allgemeine Öffentlichkeit, denn die Leute fangen an, in dieser Fremdwährung zu denken. Ja, okay. Also, das heißt, der Mechanismus ist jetzt so, du sagst, unter bestimmten Bedingungen schafft die Zentralbank ein Geld, das eben nicht mehr diese berühmten inneren Werte gegenüber stehen. So, diese Fäden da sind gerissen. Das ich bezeichne mal gerne als legales Falschgeld. Vom Prinzip ist sozusagen ungedeckt das Geld, was dort rauskommt. Die Leute merken, die Leute merken das auf irgendeiner Form, auf welchen Wegen auch immer, unterhalten uns gleich. Und jetzt wollen sie aber eigentlich gerne Geld behalten. Sie wollen ja gar keine Güter haben, sie wollen ja Geld behalten. Und deshalb nehmen sie eben das, was am dichtesten am Geld dran ist, an ihrem eigenen Geld, und das ist einfach fremdes Geld sozusagen, also ausländisches Geld. Und damit sagst du, ist die Kausalitätskette eine andere. Also, in der klassischen Theorie ist ja so, dass erst die Güterpreise steigen und dann der Wechselkurs hinten dran hängt. Bei dir ist das so, dass du sagst, ne, erst ist der Wechselkurs da und dann wird er als Referenzpunkt genommen für die inneren, inneren Preise. Genau. Und dieses Argument, der Wechselkurs bestimmt die Preise, ist schwierig zu finden, weil die Kaufkraftparitätentheorie eigentlich immer die andere Kausalität, erst Preise hoch, erst Geld im Inland nichts wert, geschlossene Volkswirtschaft und dann Erweiterung auf die internationale Wirtschaft und dann ist Geld im Ausland nichts wert, dann nimmt man den Wechselkurs mit rein. Aber es gibt's natürlich, ähm, was praktisch neu ist, auch nicht ganz, dass die Zentralbank im Hintergrund pleite gegangen ist, aber dass man das jetzt untersucht hat. In den Hyperinflationen, in der Tat, die Zentralbanken sind pleite gegangen durch zu viel Geld drucken, meinetwegen, aber auch durch andere Sachen. Sie haben auch sonst Vermögenswerte verloren, wie wir gleich sehen werden, in Deutschland. Aber durch zu viel Geld drucken, durch monetäre Finanzierung, durch sie gibt es dem Staat und weiß dieses Geld, sie wird es nie wieder einziehen können, sie wird es nie wieder sterilisieren können. Dieses Geld, welches sie nicht mehr unter Kontrolle hat, sorgt Druck auf den Währungsmärkten, warum? Weil sie pleite gegangen ist, weil die Leute das Vertrauen verloren haben, weil dieses Vertrauen kann man ausrechnen, zahlen, da steht was drin in der Zentralbankbilanz, wie angreifbar sie ist. Es führt auf den Währungsmärkten unter Druck und dann umgekehrt, weil die Währung nichts mehr wert ist, wollen die Verkäufer von dieser wertlos gewordenen Währung mehr haben und erhöhen die Preise. Das heißt, wir haben hier so eine Art Zombie-Zentralbank. Was du beschreibst, ist eine Zombie. Ich muss ganz kurz, weil die Darstellung ist besser. Also, in Wirklichkeit war es nicht die gestiegene Geldmenge allein, sondern ist eigentlich die Solvenz der Zentralbank, die geht runter. Die Zentralbank verliert die Kontrolle über dieses Geld. Es gibt einen Run auf die Zentralbank, nehme ich mal äh, sage ich mal äh, vereinfacht, ähm, auf den Währungsmärkten, indirekt, aber wirksam. Der Wechselkurs bricht ein, ja, ähm, alle Leute tauschen die Mark damals in Deutschland gegen den Dollar. Und wenn diese Mark in Dollar weniger wert ist, wollen die Verkäufer mehr von dieser wertlos gewordenen Mark haben. Nach und nach, am Anfang viel läuft über ähm, die die Produzenten, die ins Ausland hätten verkaufen können und so und und Importpreise, aber im Grunde ist das der Mechanismus, der sich dann mehr und mehr bei diesen starken Inflationen einstellt. Also, ich glaube, wichtig ist hier zu sehen, dass die Zentralbank zwar pleite, ökonomisch pleite geht, aber nicht juristisch. Auf keinen Fall. Also, bei einer normalen Geschäftsbank, da wäre es ja so, da würde der Laden einfach dicht gemacht, würde man sagen, das geht jetzt halt nicht mehr, oder es würde ein Bankrun geben. Ja, übrigens auch ein anderes, also für den Fall jetzt Bankrun hier gerade so im Raum steht, habe ich ein anderes Video mal zu gemacht. Ja, also nur, dass jemand sich das auch ansehen kann. Das heißt, das würde dort passieren. Das passiert aber bei der Notenbank nicht. Und weil das bei der Notenbank nicht passiert, ist die sozusagen unsichtbar pleite. Ja, wohl für viele Marktteilnehmer unsichtbar, aber einige merken es eben früher als andere und die sagen dann, gehen wir lieber raus aus dem Geld der pleite gegangenen Zentralbank und tauschen um in anderes Geld von einer nicht pleite gegangenen Zentralbank, oder mein auch, das andere nicht zur Verfügung steht, ne? Richtig. Also, machen wir an Deutschland am Goldstandard. Wir sind ja aus dem Goldstandard rausgegangen mit Anfang des ersten Weltkrieges. Und im Goldstandard und deswegen ist es vielleicht ein stabiles Bild, wie man sich das Ganze vorstellen kann. Da ist die Zentralbank angreifbar, direkt und das kann einen Run auf sie geben. Und wenn sie nicht genügend Dollarreserven hat, die sie auszahlen kann zum vorgegebenen Kurs, 4,2 Mark pro Dollar, bzw. pro Gold, aber Gold war ja, die Amerikaner waren ja auch im Goldstandard, ähm, dann hat sie ein Problem, dann ist sie praktisch zahlungsunfähig. Also, insolvent heißt, man kann nicht zahlen. Sobald man keinen fixen Wechselkurs mehr hat oder ein Goldstandard, dann sagt man eben, nee, also jetzt kann uns keiner zum Herausgeben von irgendwas zwingen. Also, dann ist eine Zentralbank kann niemals insolvent werden, nicht im juristischen, nicht im technischen Sinne. Aber das heißt noch lange nicht, dass sie keine Vermögenswerte braucht, falls sie den Dollarkurs stabilisieren will. Wenn sie den Dollarkurs stabilisieren wollte, und so war es eben während den Hyperinflationen, weil das das einzige Mittel war, diese Inflation abzuwenden. Wir müssen den Währungskurs stabilisieren, denn die Verkäufer verlangen jedes Mal mehr von dieser Währung, wenn sie auf den Schwarzmärkten abwertet. Ähm, wenn sie das will, ja, und das haben sie eben immer versucht, die ganze Zeit. Also, die die Zeit der Hyperinflation ist ein Kampf um den Wechselkurs, ums Preisniveau, aber eigentlich im Hintergrund um den Dollarkurs. Und ähm, wenn sie das machen will, dann ist sie auf Vermögenswerte angewiesen. Und die Spekulanten, aber zunehmend dann auch die allgemeine Öffentlichkeit, versteht, oh, die können das gar nicht, die haben ja gar nichts. Sie tauschen gegen den Dollar auf nicht.

verbietbaren. Ähm, und regulierbaren Schwarzmärkten. Die Regierung, die Zentralbank kann nichts dagegen machen, außer mit ihren wenigen Dollarreserven, die sie noch hat, sozusagen, und den anderen Vermögenswerten. Die roten Seile. Dieses Geld ist harmlos für sie. Sie kann sie versuchen, dagegen zu arbeiten, aber dann hängt es an ihren Vermögenswerten, welchen Kurs sie stabilisieren kann. Also, was du ein bisschen sagst, ist, das mich so an den Geigerzähler in Tschernobyl ja, wo der Geigerzähler auch immer höhere Werte angezeigt hat, die gesagt, das blöde Ding muss kaputt sein, das kann ja nicht an uns liegen, ja. Und so ein bisschen ist ja das, was du gerade beschreibst, ja. Man versucht sozusagen an den Wechselkursen herum zu doktern, um das zu verdecken, was eigentlich im Hintergrund da ist. Oder vielleicht steht man nicht, dass im Hintergrund da ist, und denkt schon sozusagen, die Kernschmelze im Gang ist, ja. Okay, denke, solchen B. Also, der Wechselkurs ist das Signal, das äh eben hier äh für alle sichtbar auf den Märkten, dass hier was nicht stimmt. Und der Auslöser ist die, die, die fehlende finanzielle Stärke der Notenbank, um den Einbruch des Wechselkurses zu verhindern. Ich will noch ganz kurz, was du vorhin gesagt hast, sagen. Sagen wir mal, die Leute haben die nächste Darstellung, das Vertrauen verloren in Geld, ja, bzw. sie wissen, die Zentralbank kann ihn, wenn sie das Geld nicht zurückbringen, noch mal diesen Gedanken, wenn man den Euroschein zur Zentralbank bringt, je, derjenige, der ihn hinbringt, der kriegt was er kriegt, die Schuld gegen sich gestrichen, ähm, oder er kriegt eine ein Vermögenswert anleihe oder sowas von der Zentralbank ausgezahlt, ja. Immer, wenn man was hinbringt, kriegt man was. So, jetzt dargestellt in diesem roten Faden, der gerissen ist, ähm, die Zentralbank hat nichts. Jeder weiß, dieser Euro, oder bleiben wir bei der, fairerweise beim Euro, ist ja noch nicht so, ähm, bei der Mark damals in den 20ern so, ähm, was machst du mit diesem Euro, ja? Du willst ihn eigentlich nur loswerden. Wir sagen, das Vertrauen in Geld ist weg. Aber wie gesagt, Vertrauen hat eine Kategorie genannt Solvenz der Notenbank. Was machst du mit diesem Euro? Tauschst du ihn in Güter ein, wenn du einfach nur ihn loswerden willst im Sinne, ja, ich hätte gern wieder ein stabiles Geld, ja, mir ist das stabile Geld genommen worden, und das, was ich nicht für den Konsum brauche, will ich sparen. Aber eigentlich will ich es ja sparen in einem Zahlungsmittel, ja. Also, ich will eigentlich das engste Substitut für den Euro haben. Wo rennst du hin? Und ich argumentiere hauptsächlich zu ihm, ja. Du rennst hauptsächlich in die Wechselstube, denn du willst ein anderes Zahlungsmittel haben, ja, welches liquide ist, welches überall angenommen wird. Und diese ganzen Begleiterscheinungen, dass die Leute auch ein bisschen Gold kaufen und langlebige Konsumgüter, das gibt's alles auch, aber hauptsächlich wollen die Leute ein anderes äquivalentes Zahlungsmittel haben, welches in diesen Ländern auch immer zirkuliert. Also, mit dem Einbruch in die Hyperinflation kommt eben die ausländische Währung, die dann in geringen Mengen, aber in diesem Land zirkuliert und auch als Zahlungsmittel von jedem gern gesehen wird, ja. Denn das ist die wertbeständige Währung, das ist die eigentliche Währung dann, ja. Also, Argentinien hat keine richtige Währung mehr. Der Peso ist bei Praktis nur so eine Art, ja, das zahlt uns der Staat als Gehalt, aber die Leute wissen, die wertbeständige Währung, in der ich sparen kann, das ist der Dollar. Und deswegen gibt's in Buenos Aires, in der Haupteinkaufsstraße, an alle 5 Meter steht einer und ruft einem zu, er tauscht gegen Euro, gegen Dollar, den Peso, was auch immer, zum Schwarzmarktkurs, den die Regierung versucht zu regulieren, aber es funktioniert nicht. Und der bringt dann, dann in irgendein Büro. An alle, die nach Argentinien reisen wollen, nicht bei der Bank tauschen, da kriegt man den offiziellen Kurs, der ist schlecht, sondern auf Florida gehen, die Haupteinkaufsstraße, und äh, natürlich illegal, will ich ja nicht empfehlen, aber man kriegt dann ungefähr das Doppelte fürs Geld, äh, ungefähr, kommt immer drauf an, auf die, wann das ist, aber habe ich schon erlebt, sozusagen. Und ähm, ähm, das ist eben der Grund dafür. Die Leute wollen dieses bisschen, was sie sparen können, in das engste Substitut, eine andere Währung tauschen. Das, das Hauptargument, ja. Auch der Grund ist, weil jetzt wahrscheinlich sehr oft auch in den Kommentaren auftauchen wird, Bitcoin fixiert das. Das war ja auch so ein bisschen die Idee von Bitcoin, eben so eine Alternative, ja, Währung eigentlich zu schaffen, die vielleicht unabhängig ist von all dem, was wir bisher kennen, ne? Genau. Und bei dem Bitcoin ist es eben so, dass dieses rote Seil gar nicht existiert. Der Bitcoin ist sowas wie digitales Gold. Ich habe ja zwei Podcasts von Bitcoinern gegeben und ja, also da ist glaube ich auch ein bisschen mehr dahinter. Das ist, ähm, auch eine politische Idee, ne? Also diese, man will sich nicht von der Regierung vorschreiben lassen, welches Geld wir benutzen, und die können das entwerten und so weiter. Ähm, aber grundsätzlich, äh, es gibt doch diesen riesen Unterschied, ähm, dass eben dieser Bitcoin, sollte die Community irgendwann nicht mehr bereit sein, dafür zu zahlen, ja, wie stark, dass dieses Community Building, dem, äh, die Menschen vertrauen, auch seit Jahrhunderten und seit Jahrtausenden in Gold entspricht, weiß ich nicht. Aber es gibt keinen fundamentalen Grund, ähm, warum man den Bitcoin braucht, nur wenn jemand anders ist, bereit dafür, was zu bezahlen. Der Euro ist noch etwas wert, nicht, weil wir Vertrauen haben im Euro im Sinne von, der nächste wird ihn auch wieder annehmen. Er muss ihn annehmen, denn insgesamt in unserer Wirtschaft sind eben alle in Euro verschuldet. Alle Euros, die zirkulieren, sind praktisch Schulden, die bei der Zentralbank zurückgezahlt werden müssen. Und äh, aus dem Grunde ist die Werthaltigkeit einer Währung und eines äh, ja, Spekulationsvermögenswertes, der meinetwegen auch viele Jahre, Jahrzehnte jetzt schon, oder bei Gold eben Jahrtausende wertbeständig war, doch was anderes. Also, das ist ja auch eine Theorie, die man Umlauf ist, dass diese Schuldknechtschaft, die es ja gibt, ja, dass es heißt, damit knechtet man sozusagen alle Leute, weil man am Ende verlangt, dass sie das ganze Geld wieder zurückzahlen, und weil Zinsen sind, auch noch ein bisschen mehr, ja, weil es eine Summe nicht aufgehen kann, so ist diese Theorie, damit werden die Leute unterdrückt. Was du ja sagst, ist, nein, das ist ein Feature, was drin steckt. Das ist ein Feature, das nämlich genau diese Seile, das dafür sorgt, dass das Geld immer werthaltig sein muss, sofern es an diesen Seilen dran hängt. Und dass es mehr werden kann, liegt daran, dass es eben gesamtwirtschaftlich ist und wir da noch mal ein Wachstum haben. Aber ich glaube, das fast machen wir jetzt mal nicht auf. Das machen wir nicht auf, dass wir uns fragen, wo kommt dieses Mehr eigentlich her. Aber jedenfalls dieses wieder zurückfällen zu irgendeinem Zeitpunkt, das ist eben etwas, was tatsächlich auch dafür sorgt, dass die Leute wirklich dem einen Wert zuordnen müssen und sie gar nicht nichts zuordnen können. Gen. Und das ist definitiv anders als Gold. Also, bei Gold kann man sagen, blödes Zeug, was interessiert uns schon. Das ist ja nur natürlich klar, aber als rein Wertspeicherung sozusagen. Und übrigens auch bei Bitcoin. Also, so gesehen ist Bitcoin eigentlich näher am Gold dran als am Geld. Also, klar, aber ich glaube, das muss man sich immer wieder bewusst machen, dass das eigentlich eine Goldkonstruktion ist. Was ja auch nicht so verwunderlich ist, man spricht von Mining, warum denn abbauen, ist von von was, was man aus dem Berg holt. Kein Wunder, dass genau diese Metapher ist. Und diese Fehlwahrnehmung ist dann auch wieder meine Zunft, so ein kleines bisschen schuld, denn Geld wird durchaus so dargestellt, Fiat Money, als wäre es nur etwas wert, weil wir uns an seine Benutzung gewöhnt haben, und es muss knapp sein, wie beim Bitcoin, 21 Millionen und Schluss. Und dieses, es wird einfach akzeptiert, weil wir haben uns dran gewöhnt, gesellschaftliche Konvention, Hauptsache, die Zentralbank hält es knapp genug. Das sorgt eben dafür, dass wir das Gold ähnlich gemacht haben, diese Währung oder Bitcoin ähnlich. In Wirklichkeit aber, und jetzt wieder dieser Stellung, ist es aber durch Verschuldung in die Welt gekommen. Es gibt die institutionelle Seite des Geldes, es muss zurückgezahlt werden zur Notenbank, und das gibt der Währung einen Wert. So werde ich zumindest argumentieren. Vielleicht noch jetzt zu diesen, was ich vergessen habe am Anfang und eigentlich sagen wollte. Inflation hat verdammt viele Ursachen. Und weil die Ökonomen die ganze Zeit auf die Märkte gucken, ähm, sehen sie eher die Inflationsursachen auf den Märkten. Ähm, das Angebot wird teuer, weil eben die Produktion stillgelegt hat, Pandemie, kriegsbedingt, oder jetzt weniger Gas ins Land kommt und die Preise gestiegen sind im Ausland, oder die Gewerkschaften fordern höhere Löhne. Angebot, ja, wird dann Angebot bedingt wird's eben teurer. Oder die Nachfrage steigt, weil der Staat mehr Geld ausgibt und den Leuten in die Hand drückt über Transferzahlung, oder weil er selbst mehr nachfragt, mehr nachfragt, gesorgt. Dann gibt's auch wieder, ähm, Inflation auf diesen Märkten. Und diese Gütermarktinflation, ja, die ist nicht so gefährlich. Ja, also durch die Gewerkschaftsforderung jetzt von höheren Löhnen, diese ganzen Sachen, das ist alles, das hält sich im Rahmen. Aber es ist nicht die Eskalationsstufe, die wir haben, die, wenn das Geld von innen seinen Wert verliert, wenn die Institution im Hintergrund pleite geht, sozusagen. Und diese andere Inflation, die dann zu diesen Hyperinflationen geführt hat, ähm, die ist viel, viel, viel schwieriger, weil wir da nicht so einfach wieder rauskommen. Ja, das andere ist auch ein Problem, wenn man sich so ein Inflationshorizont aufgebaut hat von 15, 10, 15%, 70er Jahre und Anfang bis Anfang 80er, dann USA hauptsächlich, Europa auch, da kann, ist auch schwierig, da wieder rauszukommen. Volle Zinserhöhung hat zu vielen Verwerfungen geführt, aber es ist nicht das gleiche wie das Geld verliert seinen Wert nicht auf den Märkten, wo es benutzt wird, Angebot und Nachfrage, sondern von innen. Ich unterscheide da ja gerne zwischen realem Teil der Inflation und monetärem Teil. Ja, das ist nicht gerade lehrbuchüblich, aber ich denke, das beschreibt die Sache trotzdem ganz gut. Wir haben reale Effekte und meinetwegen gestörte Lieferketten, irgendwelche Sachen können nicht produziert werden und so weiter, Gas ist nicht mehr da. Das führt natürlich dazu, dass wir insgesamt weniger haben und zwar real weniger haben und das merken wir dadurch, dass es teurer wird. Das ist aber genau dieser sozusagen harmlose Teil der Inflation, von dem du gerade gesprochen hast, weil der kein Eigenleben entwickelt. Genau. Und der andere Teil, der monetäre Teil, der durch Verwerfung im monetären, im Geldsystem entsteht. Und das ist der wirklich gefährliche Teil, weil der eben plötzlich ein Eigenleben entwickeln kann und dann in dieser Zombiewelt praktisch explodieren kann. Das ist ja das, was wir dort auch gesehen haben bei den Hyperinflationen, dass dann eben plötzlich es sich nicht ein bisschen löst, nicht um 15%, sondern wirklich explodiert, also vielfacher Faktor rauskommt. Jawohl. Genau. Und es ist schwieriger zu beheben. Ja, also, wenn einmal die Zentralbank pleite ist, dann muss man sie rekapitalisieren und das ist sehr teuer und es wird sehr lange rausgezögert im Normalfall, weil man versucht, die Inflation anders zu bekämpfen, bis das politische Eingeständnis kommt, wir müssen die Zentralbank rekapitalisieren und vor allem auch ihre Vergabe von, die monetäre Finanzierung, also die, die Transferzahlung an den Staat beenden. Aber auch die Rekapitalisierung ist sehr teuer. Ähm, teuer, das heißt schmerzhaft. Oder schmerzhaft, sehr schmerzhaft. Also, wir müssen halt Sachen machen, die wir lange Zeit durch diese Zombifizierung zu verdecken glaubten. Genau. Ja, also haben sie ja auch eine gewisse Zeit lang, oder werden es gehabt haben, ja. Das ist ja noch nicht so. Ja, damit kann man es aber eben zum gewissen Grad verdecken und damit wird es nicht gleich sichtbar. Und je länger man es aber verdeckt, desto schlimmer wird, dass man wieder zurückkommen möchte. Genau. Ja, also, wenn wir in diesem Regime sind, dann machen wir mal hier weiter, ja. Ähm, du gehst auf jeden Fall, wenn du diesen Schein einfach nur loswerden willst und ein enges Substitut, ein anderes Zahlungsmittel, welches im Land zirkuliert und überall akzeptiert wird, haben willst, ne? Du gehst zu ihm, nicht in den Supermarkt. Ja, in den Supermärkten, Inflationszeiten sind schlechte wirtschaftliche Zeiten. Das, was man nicht ausgeben muss, will man nicht ausgeben, auch nicht unbedingt für langfristige Konsumgüter, sondern du tauschst es in Dollar. Also, gerade, weil da natürlich so ein gewisses Sicherheitsdenken da ist und die Leute einfach sagen, na ja, ich halte mal lieber meinen Pulver trocken, denn wer weiß, was morgen ist, ja. Die würden gerne diese Geld, die Wertaufbewahrungsfunktion des Geldes nutzen, geht aber natürlich mit dem eigenen Geld nicht, und nehmen sie halt ein anderes Geld, in dem das vielleicht noch geht, ne? Das, ja, glaube ich, die Idee. Und das geht eben nicht in Gütern. Also, sich den ganzen Keller mit Konservendosen vollzustellen, hört halt irgendwann mal auch auf, sinnvoll zu sein. Und ab da würde man sagen, nee, ich will eben diese Aufbewahrungsfunktion des anderen Geldes nutzen, was auch liquide genug ist und dadurch wird auch im Inland das andere dann liquide, ja, ne? So, das hat jetzt, nehmen wir mal die österreichische Hyperinflation, auch Ken hier festgestellt, verrückterweise kommt das Zitat aus dem Standardlehrbuch, der wieder eigentlich diese Quantitätstheorie da beschrieben hat und nicht gesehen hat, dass in Wirklichkeit, oder nicht sehen wollte, es ist halt einfach unsere Standard-Sichtweise, vereinfachte Standard-Sichtweise auf das Ganze, nicht sehen wollte, dass in Wirklichkeit die Leute das Geld nicht in Güter tauschen und dadurch steigt, steigen die Preise und dann bricht der Wechselkurs im Ausland ein, sondern sie rennen direkt, wie Ken es hier gesagt hat, in die Wechselstube, sobald sie ihren Lohn gekriegt haben, ein paar Minuten später stehen sie am Straßenrand und wollen das wechseln. Weil man sich das nicht mehr so vorstellen kann, jetzt wieder das Argentinien-Beispiel. Der Tausch in den Dollar ist verboten bzw. reguliert. Du darfst 20%, war jetzt die letzte, was ich mitgekriegt habe, deines Gehalts darfst du in Dollar tauschen, allerdings nicht zum Schwarzmarktkurs, das wäre der richtige Marktkurs, sondern 10, 20% weniger. Und äh, damit praktisch die Leute nicht alle auf die Straße gehen, ist es natürlich auch unter Strafe gestellt und so, aber es läuft trotzdem weiter. Also, in in diesen Ländern versucht praktisch die Regierung hauptsächlich den Tausch in Dollar, denn die Zentralbank hat ja keine Dollar, sie hat auch keine Vermögenswerte, um das Geld sonst wieder zu sterilisieren. Das, das ist eben ungebunden und sorgt für Druck auf den Währungsmärkten. Und das versucht man immer einzuschränken, warum? Weil alle es machen wollen. Ja, also, man schüttelt am Geigerzähler. Der Reaktor strahlt wie wild und man sagt, der Geigerzähler ist es, den müssen wir verbieten, das anzuzeigen. Das ist es, ja, faktisch, ne? Ja, und genau. Also, nicht nur anzuzeigen, sondern auch für einen höheren Ausschlag zu sorgen, ne? Also, man versucht den, den Zeiger. Wechselkurse sind ja nur Preise, ja, und Preise sind ja eigentlich immer nur ein Anzeigeinstrument, wenn man so will, ja. Ja, also, die, die zeigen ja nur, was gerade passiert. Und die Leute wollen eben lieber Dollar haben als ein Peso. Sie zeigen, was die Währung noch wert ist, ja. Genau, in einer anderen Währung, ja, ja, genau. Damit sind sie faktisch ein Anzeigeinstrument. Und das ist letztlich eine Anzeige, die die Regierung nicht sehen möchte. Die sagt, das wollen wir nicht. Und reden sich selber ein, das Seiger kein Anzeigeinstrument, sondern ist auch kausal für irgendetwas verantwortlich. Das war ja auch in der Inflation damals, also, ja, sie reden sich selber ein. Also, wenn ich sowas reguliere, dann habe ich ein Unterschied zwischen dem tatsächlichen Kurs und dem Schwarzmarkt, den Schwarz-Kurs, Zeichenkurs und den von der Regierung vorgegebenen Kurs. Und diejenigen, die das überwachen müssen, sind natürlich auch anfällig für Korruption. Und deswegen implodieren solche Sachen meistens von ihnen, denn wenn es diesen Unterschied gibt, dann gibt's natürlich Möglichkeiten hier Arbitrage zu machen für diejenigen, die das regulieren sollen, und se auch Bestechungsarbitrage, ne? Ist dieses berühmte T-Paradox, bei dem man nie weiß, warum Korruption so billig ist, ja. Aber da sieht man natürlich, solche Gesetze lassen sich niemals durchsetzen, genauso wenig wie die Prohibition durchgesetzt werden konnte, weil es eben etwas verlangt, was, wo sozusagen jeder mit seiner Kreativität dagegen arbeitet, ne? Also, es wird am Durch sein, jeder mit seiner Kreativität. Zusammenfassend der Satz von Schacht, komische Personen, historisch, aber er hat eben die Stabilisierung maßgeblich durchgeführt und ist praktisch zum Zeitpunkt der Stabilisierung Zentralbankpräsident geworden. Der hat das genauso zusammengefasst, wie du es gesagt hast. Wir können es nicht über Preisregulierung und über Wechselkursregulierung. Es ist verboten, die Mark in den Dollar zu tauschen. Wir kriegen es nicht hin, die Leute mit ihrem Struggle for Self-Interest oder sowas, mit ihrer Kreativität, kriegen sie es hin, das ganze, diese Regulierung zu umgehen. Und das war die Erfahrung der Hyperinflation. Man versucht es auf andere Weise, die Inflation zu bekämpfen, die Preise zu regulieren. Und wenn das nicht funktioniert, weil die Unternehmen eben diese Preise nicht hinkriegen, sie müssen ja auch teuer einkaufen, dann wird subventioniert, entweder das Unternehmen selbst oder die Verbraucher. Und dadurch, das erinnert mich gerade an was, was du gerade passiert, ja, ja, ja. Es ist leichte Tendenzen am Horizont sind schon zu sehen. Und diese Preisregulierung hat eigentlich nur für Probleme gesorgt. Dann hat man natürlich versucht, den Wechselkurs zu regulieren, hat auch nur für Probleme gesorgt. Vielleicht reden wir bisschen später noch über Probleme und machen noch ein kleines bisschen weiter. Und ähm, genau. Und die Zusammenfassung von Schacht, du hast eigentlich schon vorweggenommen, war dann eben, äh, wer das Papier runterlädt, ist alles zitiert, ähm, war dann eben folgende: Es funktioniert nicht. Die Leute wehren sich. Je, je mehr man sie zwingt, sozusagen, ja, diese wertlose Währung zu halten, äh, und versucht sie zu zwingen, das ist ja der, das Verbot, in das in Fremdwährung zu tauschen, je mehr werden sie sich dagegen wehren. Und die historische Erfahrung ist, es hat bisher nicht funktioniert. Was jetzt passiert, bleibt abzuwarten. In allen Ländern mit wirklich hohen Inflationsraten, wo die Währung von innen implodiert, wo das Geld von innen seinen Wert verliert, Türkei, Argentinien als Beispiele, funktioniert es auch im Moment nicht. Und deswegen wäre meine Prognose, es wird auch in absehbarer Zukunft nicht so einfach. Ist ja auch klar, weil völlig falschen Stelle rumgedocktert wird. Es wird ja versucht, an dem, was hinten dran hängt, was zu ändern, also an den Symptomen, aber nicht an der Ursache. Und das ist klar, das kann nie funktionieren. Also, ich finde, dieses Tschernobyl-Beispiel, das passt für mich eigentlich immer besser. Der Reaktor geht nicht dadurch wieder in Ordnung, dass man einfach das Anzeigeinstrument anders einstellt. Das klappt so nicht, ne? Und wenn man eben nur auf diese Preise, auf die Wechselkurse drauf guckt, dann sieht man eben nur, was passiert ist. Aber die haben wir teilweise die fehlerhafte Idee, dass das kausal andersrum wirkt, dass die Wechselkurse dafür sorgen, dass es im Inland alles so schlecht ist, ja. Und diese falsche Kausalität, die führt natürlich auch zu einer falschen Politik. Also, weil ich nicht weiß, ob sie daran glauben, aber vom Prinzip her tun sie so, als würden sie das glauben, ne? Denn im anderen Fall würde man ja sagen, lass die Wechselkurse doch sein, wie sie sind. Äh, wir können machen unser eigenes Geld. Aber das wollen sie ja auch nicht, ja. Das heißt, sie haben also eine Kausalitätsidee im Kopf, die nicht zutrifft, ja. Wir machen uns eigenes Geld. Also, man kann halt diesen Schwarzmarkt nicht verbieten, man kann den Wechselkurs nicht verbieten. Und dadurch wissen alle, die Mark ist nichts wert. Und dadurch, da kann die Regierung wenig gegen machen. Ähm, ja, also, die, die Hauptprobleme sind dann praktisch später, dass durch die Regulierung, wollten es ja verschieben, bring ich ein Argument schon mal jetzt, ähm, eben das ganze Wirtschaftssystem weg von dieser effizienten Marktwirtschaft, es gibt tatsächliche Preise für die Güter und es gibt tatsächliche Preise für die Wechselkurse, hin zu einem fast schon planwirtschaftlichen, regulierten System kommt, denn wir haben jetzt regulierte Preise und regulierte Wechselkurse. Und das klingt äh, für Wechselkurse sehr abstrakt, ich mach's mal, ähm, äh, plastisch. Also, wenn es verboten ist, in Dollar zu tauschen, dann können die Unternehmen nur noch per Genehmigung importieren, ja. Sie brauchen aber die ganze Zeit Importe. So, jetzt muss ich da bei irgendjemand vorsprechen und mir das genehmigen lassen, denn importer heißt, ich muss in Fremdwährung zahlen, ich muss in Dollar zahlen, aber diese Dollar gibt ja die Zentralbank nur noch raus, wenn du das genehmigte kriegst und deine, wenn du was exportiert hast, ein Dollar verdient hast, musst du das auf dem Sonderkonto einzahlen und deklarieren. So, und diese ganze, Bürokratie konnte und kann aber jetzt nicht den eigentlichen Schwarzmarkt aufhalten. Und sie ist sowieso immer anfällig, jede, jeder falsche Kurs ist anfällig für, dass man das umgeht, bzw. dann das Gesetz bricht, Korruption. Und aus dem Grunde, ja, führt es eigentlich zu einer, ja, mehr kontrollierten Wirtschaft, fast schon planwirtschaftliche Tendenzen mit den ganzen Schwierigkeiten, ähm, die damit einhergehen. Die, die, die, der, der, ähm, tatsächliche Wert, äh, äh, von Preisen, ja, oder von Gütern, oder meinetwegen auch Geld, jetzt in dem Fall der Wechselkurs, aber der tatsächliche Wert sorgt dafür, dass, dass man das frei lässt, sorgt dafür, dass derjenige, der es am meisten braucht, der kriegt den Zuschlag. Und jetzt muss jemand vorsprechen, der was importieren will, ob er die Maschine am meisten braucht, ähm, er weiß aber, äh, oder der, der genehmigende Beamte weiß jetzt gar nicht, braucht der die Maschine am meisten oder jemand anders, ja. Er gibt die Genehmigungen, ja, ist klar. Damit verliert die Wirtschaft natürlich sämtliche Schlagkraft, sozusagen, ja, weil alles eben durch diese langsam bürokratischen Mühlen durch muss. Ja, in der Tat, für öffnen Tür und Tor zur Korruption. Also, das ist klar. Dann hört praktisch die Arbeitsteilung auf und dann wird es auch auf der realen Ebene auf einmal viel weniger. Ja, also vorher noch trennen können, sagen können, ja, es gibt die rein monetäre Ebene, so elegant entwickelt, auf einmal schlägt das eben durch auf die reale und wir haben auch da plötzlich eben wirklich real weniger. Also, das ist eine Katastrophe, weil dann die Wirtschaft nicht mehr läuft, ja, sondern eben übergeht in eine, ja, wie du sagst, Planwirtschaft, der dir bekanntermaßen nie so richtig funktioniert. Tendenziell, ja, aber man ist ja immer eine Mischung, ja, also eine reine Marktwirtschaft oder reine Planwirtschaft gibt's ja sowieso nicht. Wir haben immer dieses Kontinuum dazwischen, aber es verschiebt sich eben. Diese andere, ja, Regulierung, staatliche Kompetenzen nehmen zu. Übrigens, dadurch haben wir mehr Staatsbedienstete, die per, oder per Definition eigentlich, weil sie existieren, schon ihre Daseinsberechtigung schaffen. Klar, es geht am Ende, es geht immer um Arbeitsplätze und meinetwegen auch um Karriereansprüche oder sowas. Aber je mehr staatliche Institutionen wir eben haben, desto höher ist eigentlich der Druck von der Regierung, das doch weiter zu finanzieren. Und dann haben wir wieder unser Grundproblem. Im Notfall wird dann, wenn man es anders nicht finanzieren kann, die Zentralbank angezapft. Da sind wir noch nicht, ja, ist noch nicht so, dass die EZB den Staaten direkt Kredit gibt. Und da ist auch noch ein Schritt hin. Na ja, schon, also nur noch sehr wenig indirekt, ja, leicht übertüncht, aber das, was machen wir jetzt hier mal nicht, das machen wir nicht auf. Aber noch ist es so, dass die Zentralbank Staatsanleihen aufkauft vom Sekundärmarkt. Das heißt, vorher muss ein Investor, es macht trotzdem ein riesen Unterschied. Es ist was ganz anderes, als dem Finanzminister das Geld direkt in die Hand zu drücken, denn es muss ein Investor bereit sein, diese Papiere zu kaufen, natürlich wissend, dass die EZB viele von diesen neuen Papieren, oder die national Zentralbank viele von diesen neuen Papieren danach vom Markt kaufen wird, zu gewissen Preisen. Aber sie kauft ja noch nicht alle, ja. Also, es gibt ja auch Private, die diese Papiere halten. Die Zentralbank springt nur als Marketmaker ein. Und sie halten ungefähr ein Drittel der Umlauf-Staatsanleihen, leider schon ein bisschen mehr, aber sie halten noch nicht alle. Solange es gibt noch Private, die diese Staatsanleihen halten und denken, die Staaten werden zurückzahlen, ja. Und es ist auch nicht ausgeschlossen, dass das meiste wird sowieso zurückgezahlt. Staatsanleihen fallen nicht komplett aus. Also, ein richtiger harter, äh, äh, Schuldenschnitt ist 50%. Das ist für ein absolut, pleite Land. Aber selbst ein Schuldenschnitt von 20% oder sowas ist schon viel. Staatsanleihen fallen manchmal komplett aus, im Sinne von, sie zahlen sie in einer komplett entwerteten Währung zurück. Aber dass sie so, 100% ausfallen, ist wirklich ganz, ganz selten. Gut, wie gesagt, das fast machen wir jetzt nicht zu weit auf, ja. Das ist fast noch mal ein ganz eigenes Thema. Okay, dann muss ich jetzt eine ganz kurzen Einschub machen, äh, denn, ähm, wir müssen, ich muss leider sagen, dass man das ausrechnen kann. Also, die, äh, diese Solvenz der Zentralbank, Zentralbank, man geht, Leute tauschen in Dollar, ähm, und das ist ja der Auslöser gewesen bei uns, die kann man bestimmen. Jetzt schauen wir uns die Zentralbankbilanz, die wir schon so ein bisschen verstanden haben, noch mal an. Und, äh, schwierig sind immer die Forderungen gegen den Staat. Und diese Forderungen gegen den Staat, die können werthaltig sein, oder sie sind vielleicht gar nichts mehr wert. Und das habe ich eben versucht zu berechnen, was ist der Marktwert dieser Forderung. Solange die Forderung gegen den Staat was wert ist, kann sie ja die Geldmenge, roten Seile, existieren wieder vom Markt entfernen. Diese Geldmenge, die sie vom Markt entfernen kann, kann kein Druck auf den Währungsmärkten machen. Und aus dem Grunde ist es eben entscheidend, wie pleite die Staaten eigentlich sind. In Europa kann man sagen, damit den inneren Wert des Geldes ausrechnen, ja. Das ist so ein bisschen Platz zu sagen, richtig. Genau. Also, wir nehmen die Zentralbankbilanz, da steht immer was drin, auch in Argentinien, auch in den 20er Jahren in Deutschland, und schrumpfen das auf seinen Marktwert. Und das habe ich über verschiedene Bondpreise, andere Bonds, die gehandelt wurden und so, eben relativ gut ausrechnen können. Und dadurch, jetzt gucken wir, was ist denn der Marktwert der Zentralbankforderung. Also, wir nehmen den Schummelfaktor raus. Den Schummelfaktor raus, richtig. Ja, also, wir deflationieren die, die, die aufgeblähte Zentralbankbilanz, die da irgendwas ausweist, aber was gar nicht, also, die kaufen irgendwas für 100, was in Wahrheit aber nur 70 Wert ist, ja, dann weisen die offiziell 100 aus, richtig. Ja, und du sagst, nee, nee, da lassen wir jetzt mal die Luft raus, wir weisen die 70 aus. Und da muss aber natürlich ein bisschen komplizierter nachrechnen, wie viel ist es denn wirklich. Das kann eben nicht einfach jeder mal so in der B-B machen können, nicht einfach die Zentralbankbilanz reingucken, denn da stehen die geschummelten Werte, ja. Und du lässt sozusagen die Luft aus den geschummelten Werten raus mit irgendwelchen externen Rechenmethoden und guckst dir dann an, wie viel ist es denn wirklich wert, was da drin steht, ja, mit vergleichbaren Bondpreisen, verschiedene Länder untereinander und so. Na ja, auf jeden Fall, wenn man die Luft rauslässt, kann man ungefähr bestimmen. Ich will jetzt nicht auf die ganze Formel eingehen, aber man kann ungefähr bestimmen, was denn, man muss ja die ganze Zentralbankbilanz verrechnen. Es gibt verschiedenste Positionen, die dann da irgendwie auftauchen und sich ändern. Also, was ist ihre finanzielle Stärke? Welchen Wechselkurs kann sie bzw. könnte sie zu jedem Zeitpunkt verteidigen, gegeben ihre Vermögenswerte? Ja, also, sie kann ja praktisch das ganze Geld, jetzt abstrahieren wir von den Fristigkeiten, ist ja ein Solvenzmaß. Also, sie kann das, was sie sterilisieren kann, kann kein Druck auf den Währungsmärkten ausüben. Das, was sie nicht sterilisieren kann, kann Druck ausüben. Wie viel Fremdwährungsreserven hat sie noch, um das zu verhindern? Also, wenn man sie glattstellen würde, ja, sie muss alles auf den Tisch legen, zu einem Zeitpunkt, welchen Wechselkurs kann sie verteidigen? Und dieses Maß für die Solvenz des Wechselkurses, ich habe es mal den verteidigbaren oder den Solvenz-Wechselkurs genannt. Das kann man eben jetzt in Zeitreihen testen. Also, wir haben vier Zeitreihen. Ich muss ganz kurz, das wenigstens sagen, also, wir haben das, die Geldmenge, wir haben das Preisniveau, beide sind extrem explodiert. Wir haben den Wechselkurs, der eingebrochen ist. Ich habe ihn hier explodierend auch nach oben gezeichnet, gezeichnet, dargestellt. Und wir haben die Solvenz der Notenbank, auch hier der verteidigbare Wechselkurs, wenn sie pleite geht, geht's nach oben. Wenn sie den Wechselkurs nicht verteidigen kann, geht's nach oben. So, die sind jetzt alle praktisch hier auf die stabil indexiert, deswegen sieht die Geldmenge ein bisschen komisch aus. Aber bei diesen Analysen wird ja geguckt, welche Zeitreihen hängen zusammen. Also, Geldmenge, höhere Preise, Quantitätstheorie, und Geldmenge hoch, Preise hoch, Wechselkurs bricht ein. Ist es eher dieser Mechanismus? Oder ist es eher, jetzt haben wir ein Maß für die Solvenz der Zentralbank, Zentralbank geht pleite, dadurch bricht der Wechselkurs ein und dann steigen die Preise, weil die Verkäufer mehr von dieser wertlos gewordenen Währung haben wollen. Ähm, jetzt kann man gucken, wie diese Zeitreihen zusammenhängen. Muss man viele Tests machen, was das eigentlich für Zeitreihen Sinn haben, die Unit Roots, was auch immer. Diejenigen, die sowas mal machen mussten, werden das jetzt verstehen. Hier noch mal eine einfachere Darstellung für das Ganze. Im Endeffekt, wenn man guckt, ähm, was hat denn jetzt das Preisniveau wahrscheinlicher bestimmt? Also, jedes Mal, wenn äh, ähm, die Geldmenge steigt, ist dann das Preisniveau ähnlich gestiegen, so dass diese Zeitreihen was miteinander zu tun haben? Gibt es eine Linearkombination? Ähm, oder, weil die Zentralbank, oder hier, weil der Wechselkurs abgeschmiert ist, ja, ähm, aus dem Grund haben die Verkäufer ihre Preise hochgesetzt. Und ich habe mal hier nur Deutschland, dann wir hatten ja nur das deutsche Beispiel eingekreist. Also, wenn man hier guckt, der kritische Wert ist, glaube ich, kann es es nicht ablesen, aber so bei fünf. Und hier sehe ich Deutschland ist noch bei 8, irgendwas. Also, es ist nicht ein Z, 100, drei Sternchen, Signifikanzniveau 1%, es ist nicht 1 zu 1000, es ist ein zu 10.000, 100.000, weiß ich jetzt nicht, versus Geldmenge. Das ist neben dem rechten roten Kreis unten, ähm, die sind gar nicht integriert, nicht mal zum Signifikanzniveau von 10%. Also, da kann man nicht mal sagen, die hängen statistisch, hängen die gar nicht zusammen signifikant. Man sieht diesen statistischen Test. Ein bisschen mehr zu sagen, du sagst, wie hängen die zusammen und wie ist die wahrscheinliche Kausalitätsrichtung? Die Kausalität ist dann, äh, ist theoretisch begründet. Du kannst nur sagen, wenn zwei Sachen korreliert sind, dann ist, dann vermuten wir, dann ist, kann man, du hast eine minimale Anforderung für Kausalität, nämlich, dass eine darf, also, das kausal verursachende darf nicht immer nach dem anderen auftreten. Wäre das so, dann müsstest du das, kannst du ja nicht kausal bestimmen. Diese ganzen Kointegrationssachen sind auch von Granger. Du hast gerade von der Granger-Kausalität gesprochen. Granger-Kausalität heißt, er dat, dann dat. Also, wenn das eine vorher anderen ist, das habe ich jetzt aber nicht, das habe ich jetzt aber nicht gemacht, sondern das ist diese Kointegration ist dafür hat er den Nobelpreis gekriegt, also, weil zwei Zeitreihen zusammenhängen. Es kann auch eine Linearkombination sein, also, die eine wächst ein bisschen schneller als die andere, aber sie halten ungefähr den gleichen Abstand. Also, viel Geldmenge, Preisniveau geht viel hoch, wenig Geldmenge, Preisniveau geht wenig hoch, dann würden diese Zeitreihen mehr oder weniger zusammenhängen. Und, ähm, der Zusammenhang, also die Korrelation, vereinfacht gesagt, von ihm genannter Kointegration, die deutet eben darauf hin, dass ein Kausalzusammenhang existieren kann. Es gibt gar keine Korrelation, Kointegration zwischen Geldmenge und Preisniveau. Warum gibt's die nicht? Weil die Geldmenge danach noch so stark gestiegen ist. Aber jetzt mache ich es einfacher. Jetzt, warum kommt da was raus bei Wechselkurs versus Preisniveau versus Geldmenge? Schauen wir uns jetzt.

habe ich mal so eine Darstellung sehen, was man jetzt nicht in so einem Test, da geht's praktisch nur um Änderung dieser Zeitreihen verwenden kann oder verwendet. Aber ich habe mal eine Darstellung gesehen, in der wir das begreifen können. Also wir indexieren alle Zeitreihen, die zeigen ja Änderung. Kriegsende auf eins und dann zeigen Sie das logarithmische Skala. Zehn eine Verzehnfachung. Die Geldmenge hat sich verzehnfacht, der Wechselkurs nur noch ein Zehntel Wert zum Dollar, ja und das Preisniveau hat sich auch meine verzehnfacht.

Schauen wir uns die deutsche Hyperinflation an. Also, was ist hier passiert? Das ist, als die Mark zum ersten Mal nach Kriegsende so richtig eingebrochen ist. Sie war nur noch ein Zehntel wert. Das ist unsere rote Kurve auf den Währungsmärkten. Man hat nur noch ein Zehntel gekriegt für die Mark versus Dollar, ja, gemessen nach Kriegsende. Und das Preisniveau ist ähnlich eingebrochen. Was, was ist mit der Geldmenge passiert? Gar nichts. Nichts, ja, oder nicht viel, sagen wir mal. Die ist eigentlich moderat die ganze Zeit gewachsen. Kann es und deswegen kam jetzt in der Kointegrationsanalyse raus, die haben ja gar nichts miteinander zu tun, Geldmenge und Preisniveau. Das ist, was dann dahinter steht.

Ähm, was ist denn passiert in Deutschland zu dieser Zeit? Ein riesiges rotes Seil, ja, gigantisches rotes Seil. Die Hälfte aller Goldreserven, die die Reichsbank hatte, also aller Fremdwährungsreserven ist ungefähr das gleiche. Amerika war ja am Goldstandard. Es ist gerissen. Also die Reichsbank hatte natürlich sehr viel Gold. Wir kamen ja aus dem Goldstandard und die Hälfte ist innerhalb von wenigen Monaten verpufft, ohne Gegenleistung, ja, musste einfach gestrichen werden, denn wir hatten praktisch die Notwendigkeit, den Winter 1920 ähm hier Nahrungsmittel zu importieren und äh, man musste einfach diese Goldreserven opfern, äh, sonst wären die Leute gestorben, weil der Staat nicht gewillt war, das sich aus anderen Kanälen zu holen. Also ein, ein riesiges rotes Seil ist gerissen. Aus dem Grunde war die Zentralbank angreifbar, der Wechselkurs ist eingebrochen und weil der Wechselkurs eingebrochen ist, dann steigen die Preise. Und Wechselkurs und Preisniveau haben wir gesehen, sind brutal gut korreliert. Einbruch des Wechselkurses. Vorne sieht man schon dieses zentralbankmaß, welches ich entwickelt habe, dass sie es eigentlich gar nicht mehr verteidigen konnte. Ist schon ein bisschen vorher gestiegen. Anscheinend brauchen die Spekulanten etwas. War in anderen Ländern nicht so. Es war jetzt hier Deutschland. Diese ganz große Währung ist anscheinend doch nicht so ganz schnell unter die Räder zu kriegen. Ist ein großer Tanker, der erstmal in eine Richtung fährt. Also dieser Ausschlag hier, unsere Kurve, unsere blaue Kurve, der Wechselkurs, der verteidigbare Wechselkurs, das Maß für die Zentralbank Insolvenz oder Solvenz. Das ist zuerst eingebrochen. Rotes Seil reißt, äh, dann bisschen später mit Verzögerung. In diesem einen Fall später nicht mehr mit Verzögerung reagiert der richtige Wechselkurs und dann steigen die Preise.

Und jetzt gehen wir wieder rein, äh, in die deutsche Hyperinflation. Sie haben noch was anderes gemacht, was sie von allen anderen unterscheidet. Sie stabilisieren während der absoluten Hyperinflation. Also, das ist eine logarithmische Darstellung und wenn man auf die linke Skala guckt, sieht man, wie schnell sich hier die Zahlen vergrößern, also wie schnell diese Vervielfachung von Geldmenge, Preisniveau und Einbruch des Wechselkurses hier passieren. Und die Deutschen haben während der absoluten Hyperinflation, als wir bei eins zu 20.000 zum Dollar standen, den Wechselkurs stabilisiert, um das Preisniveau zu stabilisieren. Sie haben den Wechselkurs stabilisiert, weil die Politiker oder die Politiker schon die, ja, doch die Politiker zu diesem Zeitpunkt schon verstanden haben, wir können nichts machen. Wir haben alles versucht mit Regulierung von Preisen und Währungsmärkten, es funktioniert nicht. Die einzige Möglichkeit, es ging hier um die Ruhebesetzung und den Willen der Bevölkerung zum Widerstand, zum passiven Widerstand aufrechtzuhalten. Wir brauchen stabile Preise und die einzige Möglichkeit, stabile Preise hinzukriegen, ist, dass wir den Wechselkurs zum Dollar stabilisieren. Ja, das hat man schon verstanden und es gibt praktisch ein des Reichskanzlers. Er fleht unseren Zentralbankpräsidenten Havenstein an, sagt: "Bitte, egal, es ist egal, was es kostet, es ist egal, wenn ihr danach richtig pleite seid, wenn es egal, wenn ihr euer letztes Gold hergeben müsst, bitte stabilisiert für ein paar Monate, bitte stabilisiert jetzt den Wechselkurs zum Pfund und zum Dollar, dann haben wir wenigstens für eine gewisse Zeit stabile Preise, egal was danach passiert." Havenstein sagt, es gab Untersuchungsausschuss später, sagt: "Ja, natürlich, wir wussten es kann nicht funktionieren. Wir wussten, es funktioniert nur für eine gewisse Zeit. Wir waren überrascht, dass man das sogar zweieinhalb Monate durchgehalten hat, sozusagen." Und es war klar, dass danach die dann kommt, die absolute Geldentwertung, weil dann hatte die Reichsbank gar nichts mehr. Hat sie noch mal die Hälfte ihres Fremdwährungsschatzes verloren. Es war klar, dass man das nicht lange machen kann, aber für diese Zeit hat man es hingekriegt. Das heißt, selbst und zu dieser Zeit niemand traut dem Mark. Alle wissen, die Reichsbank hält es nicht lange durch. Alle wissen, die Mark wird bald nichts wert sein, ja, denn es gab keine Reformen im Hintergrund. Sie hat die, die, die, die Geldmenge steigt weiterhin an. Sie hat weiterhin dem Staat das Geld geschenkt, aber dieses Geld, welches nicht durch rote Seile gebunden war, hat die Dollar weggekauft und die Reichsbank musste jedes Mal Dollar rausgeben, ja, gegen Geld, was sie da dauernd dem Staat schenken musste in der Kette, vereinfacht gesprochen. Die Mark war auf den Vorwortwerten nichts mehr, nichts wert. Also niemand hat damit gerechnet, dass diese Stabilisierung funktionieren könnte. Trotzdem sind die Preise stabil. Es ist sogar so gewesen, dass der die Mark bisschen aufgewertet hat gegen den Dollar. Sieht man hier, dass die der Wechselkurs zurückgeht und die Preise fallen fast genau mit dem gleichen Prozentsatz. Das heißt, die Produzenten sagen: "Oh, im Moment ist es aber so viel Dollar, dann verkaufe ich dir es."

Mhm, ja, ähm, aber das heißt doch, dass sie eigentlich teilweise schon die richtige Theorie hatten, ne? Also sie hatten wahrscheinlich nicht genug verstanden, wodurch dieser Wechselkurs zustande kommt. Das mit dem inneren Wert, dieser Teil hat ihnen gefehlt. Na, ich glaube, zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr. Das ist ja kurz vor der tatsächlichen Stabilisierung, die dann oben angedeutet ist. Vielleicht gehen wir noch mal in die, ich meine, das wird hier oft dargestellt, in die Grafik rein. Also ganz kurz noch, hier ist es ja nur, sieht man so ein kleinen Knick, ja, ähm, aber auch hier, die Solvenz der Notenbank schmiert natürlich weiter ab, ja. Und zu diesem Zeitpunkt war den Verantwortlichen in der Tat klar, dass die einzige Möglichkeit zur Stabilisierung des Preisniveaus die Stabilisierung des Wechselkurses ist. Und sie haben da zu diesem Zeitpunkt auch schon massiv darüber angefangen nachzudenken, wie man diese Stabilisierung hinkriegt, die dann ja wenig später, November '23 kam. Ja, das wird ja oft als sehr huse Theorie dargestellt. Also, ich weiß, habe das auch öfter gelesen, als an damaligen Zeit, dass die vorherrschende Theorie war, dass man über die Wechselkurse argumentiert hat. Das wird ja aber rückblickend von vielen geradezu lächerlich gemacht, ja. Also, die gucken drauf und sagen: "Die haben ja auf die ganz falsche Größe geguckt. Wir können so eine absurde Theorie haben." Ja, also, das war alles ein bisschen politisiert, sagen wir mal. Denn diejenigen, die da mit dem Wechselkurs argumentiert haben, also eher die, die deutsche Rechte, hat praktisch gesagt: "Na ja, also diese ganzen Reparationszahlungen, das können wir uns nicht leisten und wir werden hier gezwungen, um Reparation in Dollar zu leisten, zu viel Mark zu verwenden, um diese Dollar zu kaufen und dadurch schmiert der Wechselkurs ab." Also so richtig mit der Solvenz der Notenbank haben die nicht argumentiert und sie wollten praktisch auch nicht sehen, dass der Staat natürlich, wir haben es ja später gemacht und zwar zum schlimmsten Zeitpunkt, den es in Deutschland jemals gab. Das Ruhrgebiet, also Industrial Heartland, war noch besetzt, das Ausland hat uns nicht geholfen, hat uns natürlich keinen Kredit gegeben und Deutschland war so pleite wie noch nie. Der, der keiner wollte diese Reichsschatzanweisung mehr haben, ja. Vorher, als man diese versuchte Stabilisierung hier durchgeführt hat, war es noch nicht so schlimm. Als wir dann die Mark stabilisiert haben und wirklich für ein Ende der Hyperinflation gesorgt haben, war so schlimm wie nie zuvor. Das heißt, die Deutschen waren in einem gewissen Weise natürlich selbst schuld daran und das wollte, wollten die politisch Rechte in Deutschland nicht sehen. So, und das Ausland hat natürlich eher gesagt: "Ja, die Deutschen, hört mal auf, Geld zu drucken." Ja, eher dies quantitätstheoretische Argument in den Vordergrund gestellt. "Ihr seid doch selbst dran schuld, dass ihr die Inflation habt, durch das ganze Geldrucken." Na ja, dieses Argument ist allerdings untergegangen, denn in die Zentralbankbilanz, ja, also, dass wir die Zentralbank rekapitalisieren müssen, ist nicht so richtig reingeguckt worden.

So, jetzt, wie wurden alle, nicht nur die deutsche, alle Hyperinflation beendet? Es gibt keine andere Möglichkeit. Man hat den Wechselkurs stabilisiert. Hier dargestellt für Ungarn. Die haben es nicht zum Dollar gemacht, wie die drei anderen, sondern zum Pfund. Und ich habe ja gesagt, die Verantwortungsträger haben es verstanden. Die besten Aufzeichnungen dafür gibt's für Österreich-Ungarn, deswegen hier das Beispiel, weil das die Vorgängerorganisation der UNO, die League of Nations, durchgeführt hat. Und die schreiben: "Wir haben den Wechselkurs stabilisiert, weil wir dann wissen, die Preise werden sich auch stabilisieren." Ja, sie sind nicht besorgt darüber, dass nach dieser Preisstabilisierung die Geldmenge noch stark gestiegen ist. Sie hat sich verdreifacht. In Ungarn, komm gleich zu Deutschland, hat sie sich ver 15-fach. Also nach der Stabilisierung hat sich ver 15-fach und hier verdreifacht. Und das hat eben die, die diese Stabilisierung durchgeführt haben, schreiben Sie hier: "Nicht irritierend, weil sie haben, was haben sie geguckt? In ihren, es waren monatliche Reports, die da abgegeben werden mussten. Also erstmal gibt der Staat jetzt nicht mehr zu viel Geld aus, damit er von der Zentralbank, die nicht mehr als Finanzierungsquelle brauch. Aber vor allem haben sie die Zentralbankbilanz angeguckt. Die musste angegeben werden und hier dürfen nur noch Sachen auf in den Aktiv stehen, die verdammt dicke rote Seile haben, sodass die diese Geldmenge keinen Druck mehr auf den Währungsmärkten entfalten kann." Ja, Zentralbank ausgeweitet wie blöd, aber überall war diese tollen Seile dran, von denen du immer sprichst. Der innere Wert jedes Mal gegeben und damit wussten die, das muss zurückkommen, es wird zurückkommen und damit kann überhaupt nichts passieren.

Genau. Jetzt komme ich zu Deutschland, wieder schönstes Beispiel von allen. Ich habe es mal bisschen genauer gemacht mit den wöchentlichen Zahlen. Also, wir haben die Stabilisierung, das war ja, na, gehen wir mal hier rein, hier am 20. November, ja, eigentlich am 15. und am 20. muss man noch mal so ein bisschen abwerten, damit man es auch wirklich durchhalten kann. Aber wir stabilisieren die Mark, die alte Mark, keine Währungsreform, zum Dollar am 15. bzw. 20. November. Und danach, danach, ja, nachdem die Mark fix ist in Dollar, 4,2 Billionen Mark, 1 Dollar, hat sich die Geldmenge der Mark ver 15-facht. Oder, wenn ich aus den 20er, die dieses Geld ist ja wieder, die Leute nehmen es wieder an, ja, es ist ja zum Dollar fixiert, also jetzt, dass die Leute, die bereit sind, dieses Geld zu halten. Und so ist jetzt nicht verwunderlich, aber es kann und das ist eben dann auch einigen aufgefallen, ich beziehe mich ja hier auf dem Paper von '82 von Sant, dem das auch aufgefallen ist, diese starken Geldmengen Ausweitung nach der Stabilisierung. Dann sagt dann, ja gut, die Geldmenge wird es ja nicht gewesen sein, die für Inflation gesorgt hat. Dann muss ja weitergehen mit der Inflation, aber es war sowohl Wechselkurs als auch Preisniveau stabil. Die Hyperinflation ist vorbei. Und danach ver 15-facht, meinetwegen, wenn man jetzt hier den 20 nimmt, aber oder ver 15-facht sich die Geldmenge. Das heißt, es gab sozusagen innerhalb der Wirtschaft seriöse Gründe für die erhöhte Geldmenge, und sei es nur das Motiv, es halten zu wollen, ja, die gab es. Und weil es eben gleichzeitig gedecktes Geld war, ist damit nichts passiert, obwohl die Menge gestiegen ist. Ja, und jetzt, wie haben die das gemacht? Was sind diese Seile? Ähm, sie haben, ähm, ganz unten links in der Ecke sieht man die Besicherung des Geldes vor der Stabilisierung oder am Tag des Anfangs der Stabilisierung am 15. November. Und da ist die Geldmenge nur gedeckt zu 90% ähm durch diese wertlosen Forderungen des Reichs. Aber diese Forderung an das Reich waren nichts mehr wert, was ich, wie gesagt, dann auch ausrechnen konnte. Welche Farbe sind diese Forderung gegen das Reich? Rot. Rot. Unten, also, das sind die Aktiva der Notenbankbilanz. Was hält sie für Vermögenswerte? Zur Zeit der Stabilisierung hat sie nur Luft, ja. Und aus dem Grunde, alle wollen diese Mark einfach nur gegen Dollar tauschen. Die Regierung kann nichts dagegen tun.

Jetzt kommt die Rekapitalisierung der Mark oder der der Reichsbank. Man hat die alte Reichsbank rekapitalisiert, keine Währungsreform. Das hat man gemacht mit der Rentenmark und der Rentenbank. Ist auch ein großer Mythos, dass wir irgendwie dann die Rentenmark gekriegt haben und dadurch ist die Inflation vorbei. Die Rentenmark und die Rentenbank war die Brückenfinanzierung. Es war die Möglichkeit, die Reichsbank zu rekapitalisieren und dem Staat so ein Brückenkredit zu geben, weil der muss ja weiter seine Beamten zahlen, kriegt es aber nicht mehr von der Reichsbank überwiesen. So, ähm, was aber stabilisiert wurde auf den Währungsmärkten ist die alte Mark und die Währungsreform, dass diese Mark äh umgetauscht wurde in Reichsmark. So hieß dann die nächste Währung. Rentenmark war gar keine richtige, lieltender, gar keine richtige, kein richtiges gesetzliches Zahlungsmittel. Ähm, diese Währungsreform, die ist ja gar nicht dabei in der Grafik. Die kommt erst 8 Monate später. Also, was die Deutschen gemacht haben, so wie alle anderen auch. Ich hatte ja vorhin das Beispiel Ungarn, da war es zwei Jahre später, dass man die Scheine umgetauscht hat. Und das ist eine symbolische Aktion gewesen am Ende, dass man dann sagt: "Gut, also diese Markscheine, wo da 12 Nullen drauf stehen, die tauschen wir jetzt ein gegen Reichsmarkscheine, da sind die 12 Nullen nicht mehr drauf." Ja, hat aber mit der Stabilisierung nichts zu tun. Die Stabilisierung ist hier passiert. Ähm, und ähm, man hat eben die Reichsbank rekapitalisiert, hat diese wertlosen Forderungen gegen den Staat rausgestrichen, hat ihr dafür diese Rentenmark gegeben. Ich kann jetzt nicht komplett erklären, weil warum die Rentenbank eigentlich solvent war. Gold hatte sie auch nicht, aber sie hatte eine, die Forderung einer Zwangshypothek auf Ländereien in Deutschland. Und durch diese Rekapitalisierung ist die Reichsbank jetzt erstmal praktisch solvent. Und zusätzlich hat man jetzt gesagt: "Okay, rote Seile so dick wie möglich." Das ist das grüne hier, was am entscheidendsten ist. Das sind die Wechsel, die sind kurzfristig, ähm, und alles ausgegebene Geld muss innerhalb kürzester Zeit zur Reichsbank zurückgezahlt werden, sonst geht jemand pleite. Und auf den Wechsel stehen drei Unterschriften, da haften mehrere, gibt Haftungskette. Das ist ein, eine bombensichere Rückzahlungsforderung. Und weil die so sicher ist, konnte gegen die Mark, obwohl die Reichsbank ja gar kein Gold mehr hatte oder nur noch ganz wenig Gold, nicht spekuliert werden. Und derjenige, der es gemacht hat, hier Schacht, schreibt dann: "Die Spekulation, die es gab, erstmal die Spekulanten denken ja, ja, das muss ja nicht funktionieren. So richtig trau ich dem ganzen, was die davor haben, nicht. Vielleicht gibt die Reichsbank dem Staat ja auch wieder Kredit." Also, diese Spekulation bricht dann, er beschreibt die Börse in Köln, die man ja auch per Gesetz nicht hätte kontrollieren können, dann schon am 10. Dezember, zusammen wenige Wochen später, bricht die Spekulation zusammen, weil die Spekulanten merken, ähm, diese Mark, die, also, ich spekuliere, dass der, der Wert der Mark fällt, ja. Ich sage, in einem Monat zahle ich Dollar gegen Mark zu dem und dem Kurs, aber dann muss ich mir in einem Monat Mark besorgen. Wo kriege ich diese Mark her? Es gibt keine. Jeder braucht die Mark, um seine Schulden zu bezahlen, vereinfacht gesprochen. Und aus dem Grunde, mhm, bricht die Spekulation zusammen. Und es hat auch Schacht dann, zumindest so, das später aufgeschrieben, vollkommen locker gelassen, denn er wusste, gegen die Mark kann man jetzt gar nicht mehr spekulieren. Wir halten das durch, wegen der dicken roten Fäden, wegen der dicken roten Seile. Und die Spekulanten schaffen praktisch selbst eine Nachfrage nach der Mark. Also, er schreibt: "Uns war das super recht, denn sie müssen sich in einem Monat diese Mark besorgen. Wo kriegen sie denn Mark her? Nur von der Reichsbank. Und was ist passiert? Dann mussten die Spekulanten, weil sie diese Terminkontrakte abgeschlossen hatten, Mark zu zahlen, ja, wo kriegen die Mark her? Nur von der Reichsbank." Hat er gemeint: "Gerne, kommt her, holt euch die Mark, 4,2 Billionen kriegst du, aber dafür will ich ein Dollar." Und dann sind die Währungsreserven der Reichsbank gestiegen.

Mhm. Zwar aus den Taschen der Spekulanten, ja, nicht, nicht in massiven Maße, weil diese Spekulation ähm relativ schnell zusammengebrochen ist. Und das Verwunderliche ist, dass die Reichsbank ja am Anfang gar nicht liquide genug war, viel Gold auszuzahlen. Sie sagt: "4,2 Billionen Mark, wenn immer du die bringst, kriegst du ein Dollar." Mhm. Aber von diesen ganzen Anträgen, die dann kamen, am Anfang hat man 1, 2, 3% nur bedient. Mhm. Obwohl man nicht liquide ist in Dollar, hält man für diese 1, 2, 3% der Anträge ähm über paar Monate sozusagen, bis man die Vollzuteilung erreicht hat, hält man diese 4,2 Billionen durch. Und trotzdem kann gegen die Reichsbank nicht spekuliert werden, weil alle andere Mark, die sie ausgibt, mhm, brauchen die Leute auch, um sie zurückzuzahlen, ja. Mhm.

Lass uns doch an der Stelle noch mal ganz kurz über die Rekapitalisierung sprechen. Ich weiß, die Leute immer sehr stark interessiert. Du hast dieser Zwangshypothek gesprochen. Das Interessante ist ja, du sagst, die Rentenmark hatte sozusagen als inneren Wert etwas anderes als Gold. Also Gold war ja nicht mehr da, kein Gold, keine echten inneren Wert geschaffen. Erzähl doch mal kurz, wie das passiert ist. Also, bei den Zahlen, das war, glaube ich, jetzt bei Gewerbe, Landwirtschaft, also im Grunde alle Unternehmen, die mussten auf ihre Ländereien von dem geschätzten Wert der Ländereien 4% eine Zwangshypothek eingehen, ja, muss dann so und so viel festgeschrieben zahlen, mit 6% verzinst. Und diesen Wert, den man jetzt geschaffen hat, das sind ja nur zukünftige Zahlungen, die geleistet werden müssen. Aber die haben jetzt schon einen Wert, ne? So ist es. Man kann eben Zahlung aus der Zukunft im Hier und Heute kapitalisieren und gegen diesen Wert, ja, konnte, damit hat man praktisch die Reichsbank brutal solvent gemacht. Und dann konnte sie, das ist eins ihrer Aktiva, war und dann konnte sie noch einen Kredit vergeben, 1200 Millionen Goldmark waren es. Das ist eigentlich eine Recheneinheit für den Dollar. Ist jetzt ein bisschen verwirrend, aber es ist dann auch 4,2 Billionen Mark, ja, also nicht mit den durcheinander kommen. Sie konnte einen Kredit vergeben an das Reich. Das Reich nimmt dreiviertel für seine laufenden Ausgaben, weil das Reich lebt ja nur von der Druckerpresse, muss jetzt aber in den nächsten Monaten seine Beamten bezahlen und bis diese ganzen Reformen, dass man die Steuern hochgesetzt hat und dass man die Ausgaben beschränkt hat, Austeritätsprogramme, bis das wirkt, vergehen 2, 2 Monate. Ich muss aber in der Zwischenzeit meine Beamtenschaft bezahlen. Also, dieser Kredit, den die Rentenbank gibt, dreiviertel geht ans Reich, 900 Millionen. Und ein Viertel, das ist unten, das gelbe, geht an die Reichsbank, ja, um die Reichsbank zu rekapitalisieren. Ähm, und, äh, ja, also, das ist praktisch, das wirkt so wie Geld schaffen aus dem Nichts. Es ist nicht aus dem Nichts, es ist durch die Belastung durch diese Zwangshypothek, ähm, eben von Gewerbebanken und Land. Zwangshypothek ist ja nur ein, ein beschönigender Begriff für Teilenteignung. Man nimmt den Leuten etwas weg von ihren tatsächlich real verhandenen. Verhandelt ist ja alles Teilenteignung, die Steuern ist ja dann auch, ja, mein wegen, ja, aber das ist, ist ja zusätzlich zu dem, was an Steuern da war, ja. Also eindeutig eine Teilenteignung, aber realer Werte. Und diese realen Werte sind ja dann in die Geldbasis reingeflossen. Das ist ja dein Punkt, ja. Und weil es eben reale Werte waren, ist es die Geldbasis eben plötzlich nicht leer gewesen. Das ist ja anders, wenn die das einfach gemacht hätten, ohne diese realen Werte mit dazu zu nehmen. Man hätte ja auch sagen können: "Probier doch ohne das." Und dann wäre es eben nicht gegangen, ja. Das glaube ich, die Message. Genau, die Message. Und die Verwirrung ist so groß, weil eben die Reichsbank hatte wenig Gold, nicht relevant. Und die Rentenbank hatte gar kein Gold und gar keine Fremdwährung. Wie können die jetzt irgendwie da eine stabile Währung aufsetzen? Mit dann, wenn man das nachliest, findet man die abstrusesten, ja, das war im Grunde Gold gedeckt, weil sie haben es ja in Goldmark denominiert oder sowas. Oder es war ja ein Bluff, der funktioniert hat, weil sie haben dann die Geldmenge in bei der Renten, Renten, Rentenbank, sie haben die Geldmenge konstant gehalten oder sowas. Das ist nicht der Grund. Dieses Geld wurde akzeptiert, weil die Rentenbank sehr solvent war. Dieses Zusatzgeld da unten, dieses gelbe, aber das eigentlich Entscheidende ist, wobei die Reichsbank auch dann Rentenmarknoten ausgegeben hat, denn das war gar keine richtige Bank, die hatten keinen Staff, der das bewerkstelligen konnte. Aber die eigentliche Stabilisierung ist die alte Mark. Es gab keine richtige Währung. Okay, das heißt, also diese Sondersteuer hat gewirkt, ja, nennen wir mal Sondersteuer, was diese Zwangshypothek ist, ja. Und das heißt, diese so, die Wirtschaftskraft, die dem gegenüber stand, ist eben wirklich in die Geldbasis reingewandert. Und deshalb war das Ding eben auf einmal etwas wert, obwohl kein Gold da war. Da, also das, was viele Beobachter offenbar ja über Jahre hinweg verwirrt hat, ja, ne? Genau.

Okay, was ja stark für in Theorie spricht, ja, das ist eben wir eben die sehr ST, also glücklicherweise gibt's das Beispiel Deutschland, denn in den anderen Ländern, die haben sich praktisch, weil die vom Ausland Hilfe bekommen haben, vor allem Österreich-Ungarn oder da, wo wir die beste Information haben, Österreich-Ungarn, die hatten massiven Zufluss von Fremdwährung. Ähm, denn da wird so eine von der League of Nations, Völkerbundanleihe auf internationalen Märkten vergeben. Teilweise hat die dieser dieser Staatenbund dafür gehaftet oder garantiert. Und dadurch kam eben viel zur Rekapitalisierung ihrer Notenbanken. Übrigens auch durch den Verkauf von Aktien, ja, also, man kann natürlich den zukünftigen Ertrag einer Notenbank auch im Hier und Heute rekapitalisieren über Ausgabe von Aktien. Aber die hatten viel Währungsreserven und das Verwunderliche ist, die Reichsbank hat es geschafft, ohne viel Währungsreserven und die Rentenbank hatte gar kein. Mhm. Aber, also, das heißt, ein wundervolles Beispiel, was ja, ja, Deutschland hat, äh, alles. Ich habe ja vorhin schon gezeigt, diese Aufwertung, die es dann bei der Mark gab, mit das Prinzip geht auch wieder zurück, diese zwischenzeitliche Stabilisierung bei 20.000, das gibt's eben nur in Deutschland. Ja, das ist ein natürliches Experiment, was du nicht schöner hättest durchführen können. Ja, das ist ja mit Untersuchungsausschuss gibt's und es dauert lange, bis man an die Quellen kommt, dass die Verantwortungsträger das dann auch inwiefern verstanden haben. Und es dauert lange, bis man an die Daten kommt, aber es ist das schönste natürliche Experiment, was sich ein Wissenschaftler hätte vorstellen können. Ja, ist viel ertragreicher als ich am Anfang vermutet habe, als ich.

Bist du damit durch? Oder ähm, im Grunde bin ich damit durch. Es seid, du hast noch eine Frage zur Rekapitalisierung. Also, wir werden ja wahrscheinlich dann darüber sprechen, warum das so schwierig ist, ähm, diesen Umschwung hinzukriegen. Ja, äh, bedeutet nicht nur, äh, dass man jetzt irgendwie eine Sondersteuer oder in dem Fall war es eben eine Zwangshypothek einführen muss, sondern es bedeutet weiterhin, äh, man muss äh, das Staatsbudget eindampfen und die Steuern hochsetzen. Ja, also, es ist im Hintergrund eine riesige Finanzreform und zusätzlich, ähm, ähm, muss dann eben dieses, dieser Brückenkredit für die Finanzierung des Staates, weil am Anfang die Druckerpresse nicht mehr benutzen kann, die Steuern noch gar gar nicht so richtig reinkommen und die Rekapitalisierung der Notenbank geleistet werden. Und weil das so schwierig ist, weil das so viel Aufwand ist, schiebt das die Politik immer vor sich her. Politiker denken ja sowieso kurzfristig und den Wahlperioden und auch Staatsbedienstete, jetzt denken war an Zentralbanker, der hat natürlich eher die Motivation, das ganze "kicking the can down the road" bis die Amtszeit vorbei ist. Und aus dem Grunde hat man, also erstmal hat man es nicht verstanden, die in die Hyperinflation hat versucht es anders zu machen mit Regulierung. Als man gemerkt hat, es funktioniert, hat man trotzdem noch relativ lange ausgezögert. Und dann denken wir wieder an Argentinien, die zögern das jetzt seit 10 Jahren raus, nochmal stabil zwischendurch immer wieder. Aber, ja, gut, klar, solange man es verdecken kann, ja, und unter den Teppich kehren kann, macht man natürlich lieber nicht das, was man machen muss. Aber das, das reale, also wird es heute sagen, strukturelle Reformen, ja, das ist ja, glaube ich, der Name dafür. Genau. Aber ein, es ist ein, äh, ein, eine brutale strukturelle Reform. Sie stellt alles auf den Kopf in diesem Moment. Und dafür muss ich, sie lässt halt offensichtlich werden, dass man ärmer geworden ist, ne? Auch, ja, ja, das ist immer der schmerzhafter dabei. Das will natürlich keiner einsehen. Versuch möglich lange hinauszuzögern. Und der Staat muss sparen. Ja, also in Polen bei der Stabilisierung wurden 20.000 Beamte oder, also Beamte heißt aus der englischen Übersetzung, aber ähm, Staatsbedienstete direkt entlassen, zwei Ministerien abgeschafft. Und diese Vehemenz der Einsparung, die dann nötig sind im Haushalt, macht's natürlich für den Staatsapparat, der davon betroffen ist, extrem schwierig, so eine Reform durchzuführen. Ja, ja, klar, natürlich, weil die selber am stärksten davon betroffen sind, ja. Und das natürlich nicht wollen. Also, ja.

Was uns zum Eurosystem bringt. Okay, aber also, es ist, wir sind weit weg, weit weg von dieser Hyperinflation. Und in diese Hyperinflation können wir meiner Meinung nach auch gar nicht, das sind ja Milliarden und ver Billionenfach. Um gar nicht reinzukommen. Ähm, wir haben keine Reparationszahlung zu leisten. Und es geht noch ganz andere Situation. Aber wir dürfen auch nicht in so ein halbes Hyperinflationsregime reinkommen. Ich glaube auch nicht, dass so schlimm wie in Argentinien, aber so ein halbes Argentinien ist leider möglich, vielleicht auch ein ganzes, ja. Wenn vieles schiefläuft. Was müssen wir dazu machen? Rote Seile so dick wie möglich. Was ist passiert in den letzten 7 Jahren? Warum haben wir erstmal nichts gemerkt von der Inflation? Was passiert in den letzten 10 Jahren? Wir haben die Geldmenge erhöht. Und weil die Zentralbank Aktiva zwar riskant sind, aber noch da sind und mit erhöht wurden, ist eigentlich nichts passiert. Jetzt ist, was passiert durch diese anderen Inflationsursachen, was da im Hintergrund auf den Märkten passiert oder im Vordergrund eigentlich für die Ökonomen auf den Märkten passiert. Das Angebot ist knapp geworden, Pandemie, kriegsbedingt. Und jetzt steigen die Preise. Und jetzt wollen die Gewerkschaften mehr Lohnforderung haben. Alles nicht so relevant. Die ganz große Gefahr ist, dass diese Geldmenge, wenn sie nicht mehr zurückgehalten wird, deswegen habe ich das als Damm dargestellt, von den Vermögenswerten der Notenbank, wenn die Notenbank nicht mehr in der Lage ist, diese Geldmenge auch wieder zu sterilisieren. Die Spekulanten merken das als erstes, aber dann auch die allgemeine Bevölkerung, dass diese Geldmenge Druck macht auf den Währungsmärkten. Ja.

So, ich habe mal einen Stein schon ein bisschen brüchig gemalt. Die anderen Steine schauen wir uns jetzt mal ein bisschen an. Also, vielleicht gibt's da Probleme. Jetzt gucken wir in die Zentralbankbilanz rein. Das ist Jahresabschluss, ne, von letztem Jahr. Also sieht ungefähr so aus. Noch gucken wir da mal rein. Die gute Nachricht vorneweg, ähm, wir haben, UPS, hier, sorry, hier haben wir nicht nur Gold auf der Aktivseite, sondern auch auf der Passivseite. Man, die verbuchen das nicht unter Eigenkapital, das ist aber das Gleiche. Also, das Eurosystem ist reich geworden mit den Goldaufwertungen innerhalb der letzten Jahrzehnte. Wir haben einen riesigen Puffer. Eigenkapital ist der, das ist der Überschuss des Vermögens über die Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten hier, ausgegebene Geldmenge sind in irgendeiner Form Verbindlichkeiten, denn sie könnten auf Währungsmärkten Druck machen. Das Eurosystem ist reich geworden, weil es in der Bretton Woods Zeit haben die nationalen Zentralbanken, das Eurosystem, hohe Goldbestände aufgebaut. Nicht nur Deutschland, sondern auch Italien und so hat hohe Goldbestände. Und diese Gold, dieses Gold hat aufgewertet über die Jahrzehnte, ist aber jetzt zum neuen Wert verbucht in den Aktiva. Ist viel mehr wert als früher, aber dieser Gewinn, der dabei entstanden ist, hat man nicht den Staaten ausgeschüttet. Ja, ganz überwiegend. Weigel hat es übrigens mal versucht. Ja, ist mit dem Hubschrauber eingeflogen bei der Bundesbank, um schnell noch da, damit man nicht die 60% bei Maastricht reißt, ne? Mhm, dass wir auf 61 hatten wir Staatsverschuldung. Und so hat er versucht, da diese diese Goldreserven, komm, gibt doch mal diese Gewinne, die ihr da eigentlich habt, mhm, ein kleines bisschen uns, dann können wir die Staatsschuld minimal drücken oder schon deutlich drücken. So, das heißt, ähm, das Eurosystem hat erstmal einen großen Puffer und der ist auch noch in Fremdwährung. Wir denken daran, wenn der Euro abwertet, dann wird Gold tendenziell mehr Wert. Kann dadurch mehr Euros sterilisieren. Ja, es wird in der Zentral, es gewinnt an Gewicht in der Zentralbankbilanz mit jeder Abwertung. Ist ein natürlicher Puffer oder ein natürlicher Bremsklotz gegen Abwertung. Und zusätzlich ist das ganze auch noch Eigenkapital auf der hohen Kante.

Jetzt habe ich aber da paar Sachen rot eingezeichnet, ähm, und dieses rote, wenn wir uns das angucken, das ist hier, na ja, also die italienischen, die spanischen Anleihen. Das wissen wir schon lange, aus dem Grunde haben wir die auch versucht, weit hin zu kaufen. Die sind nicht so ganz sicher. Jetzt habe ich mal die deutschen noch ein bisschen gepunktet eingekreist, ähm, denn die deutsche Wirtschaft hat ja auch Probleme und die Staatsanleihen sind etwas wert, weil dem Staat diese Besteuerung der Bürger in Zukunft zugetraut wird. Aber hinten dran steht natürlich die Leistungskraft der deutschen Wirtschaft. Und das heißt, alle Steine, die so natürlich zusammenhängen im Eurosystem, da gibt's Transsolvenztransfers, über die jetzt nicht lange reden kann. Aber weil diese Steine zusammenhängen, hält das alles noch zusammen. Ja, aber es gibt überall kleine Brüche. Und wenn man in die Bilanz reinguckt, dann sieht man ja, also die Staatsanleihen, das ist der untere rote Teil, dann noch so bisschen schraffiert dazu oder gepunktet dazu, die machen doch sehr viel vom Eurosystem aus. Da stehen ja auch die, ich da 60% oder was ist Anleihen. Und von denen sind die Hälfte, vielleicht auch ein bisschen mehr mittlerweile, nicht komplett Ausfall gefährdet, aber es könnte Teilverluste bei diesen Anleihen geben. Ähm, dagegen steht der Puffer, den das grüne hier, unsere unser Eigenkapital, was wir nicht so ausweisen, aber es ist Eigenkapital. Wir haben übrigens noch ein bisschen zusätzliches Eigenkapital. Und dann oben drüber, dieser rote Kasten, der ist auch für uns interessant. Das sind die Kredite an Geschäftsbanken. Den musste ich leider auch rot einkreisen, denn was hat man gemacht und da hat sich die Öffentlichkeit kaum drüber aufgeregt, auch die Ökonomenzunft viel zu wenig. Man gibt nicht mehr dicke rote Seile Kredite an Geschäftsbanken, sondern die Seile sind recht dünn geworden, denn man gibt den Kredit über 3 Jahre, nicht mehr über zwei Wochen. Das ist was ganz anderes als was man früher gemacht hat. Und man hat die Pfandanforderungen massiv runtergefahren, aber vor allem die Fristigkeit. Ob ich was, also hier Main Refinancing Operations hieß zwei Wochen und das war früher Main, fast alles. Und das ist bombenensicher, in zwei Wochen muss eine Geschäftsbank zurückzahlen, mit Pfand hinterlegt. Weder die Geschäftsbank noch das Pfand wird ausfallen. 3 Jahre ist eine ganz andere Sache. Und das Pfand kann auch ausfallen und die Pfänder sind auch nicht mehr so stringent überprüft. Man ist da bei den Anforderungen sehr stark runtergefallen. Das heißt, wir haben jetzt, haben wir bei den Staatsanleihen paar Verluste, die aber wahrscheinlich unser Eigenkapital noch noch nicht aufgefressen haben. Ähm, und übrigens auch nicht verbucht werden, ne? Ist wieder so ähnlich wie damals. Die werden erst verbucht nach Fälligkeit, ne, als sonst historischer Wert, was auch immer wir da bezahlt haben für die Anleihe, was wir da eingekauft haben, das schreiben wir erstmal rein. Aber, noch ist alles in Ordnung, solange das nicht ausfällt. Und ob das jetzt ausfällt, ähm, da gibt's halt viele Effekte. Die Inflation hilft ja auch den Staaten, sie entschulden sich ja auch. Wie lange sind die Fristigkeiten der Staatsschulden? Die haben wir glücklicherweise in Europa in der letzten Zeit, Deutschland nicht so sehr, Italien leider auch nicht so sehr, aber die meisten Länder haben es doch deutlich ausgebaut. Das heißt, dann verfallen unsere Schulden mehr, werden zahlen die alle in Werte der Währung zurück. Also, es gibt andererseits wird's teurer, sich neu zu verschulden. Ja, wir haben die Energiekrise. Also, es gibt viele Faktoren. Und wenn wir auf die Zentralbankbilanz gucken und sagen, das ist uns das Wichtigste, wir wollen die Währung stabil halten im Sinne nicht angreifbar. Inflation aus anderen Gründen lassen, dazu die Gewerkschaften können ruhig mal die Löhne erhöhen, ist alles egal, oder egal, aber es ist nicht so schlimm wie der Wertverlust der Währung von innen. Wenn wir es schaffen, diesen Damm, ups, diesen Damm zu verteidigen und aufrechtzuhalten, wenn der volle Fokus da drauf ist, ähm, dann, ähm, haben wir kein größeres äh Problem mit dieser Gefahr der hohen Inflationsraten. Ja, nicht, dass Gewerkschaften machen ein bisschen was.

So, warum am Anfang habe ich gesagt, warum ist es mir so wichtig, das hier darzustellen? Es gibt falsche Politikvorschläge, nicht von beiden Seiten sozusagen. Selbst von den größten Kritikern, die gucken auch nicht genügend auf diesen Damm und das Verständnis darüber, was zu diesen hohen Inflationsraten führen kann, weil die Zentralbank angreifbar wird und das Geld seinen Wert von innen verliert, ist leider durch unsere generelle Wahrnehmung der vergangenen Inflation, Hyperinflation hat im Lehrbuch nicht gestanden und so weiter, nicht genügend ausgebreitet. Soweit bis hier. Es gibt einen zweiten Teil, in dem zweiten Teil gehen wir dann auf solche Sachen ein, wie, was hat eigentlich die Stabilität des Euros mit unserem Wohlstand zu tun? Sie können sich vorstellen, einiges. Gucken uns dort auch an, kann eigentlich die EZB pleite gehen? Wäre es eigentlich eine Fallback-Strategie, dass wir uns die Bundesbank wieder einspringen kann? Die eigentlich auch pleite gehen? Also, das sind solche Sachen, die wir im zweiten Teil dann noch mal behandeln. Wie gesagt, das Ganze, was wir hier besprochen haben, bezieht sich auf ein Forschungspapier. Sie können sich dieses Forschungspapier Gertis runterladen. Ich habe Ihnen den Link unten in der Videobeschreibung mit reingepackt. Es lohnt sich. Gehen Sie einfach mal drauf, klicken Sie drauf, laden Sie sich das Ding runter. Es ist für meine Begriffe immer noch mal eine ganz andere Sache, wenn so etwas aus erster Hand liest, als wenn man nur ein kurzes Interview darüber hört, denn das, was wir hier gemacht haben, ist natürlich immer so ein bisschen nur an der Oberfläche gekratzt, ja. Ich kann wirklich nur empfehlen, sich das runterzuladen und anzusehen, weil es einfach so interessant ist, einfach eine Primärquelle zu seiner Forschung zu sehen. Okay, in dem Sinne, Sie sollten auf jeden Fall meinen Kanal abonnieren, sofern Sie den nicht schon Abonnent sind und regelmäßig mit bei mir dabei sind, damit Sie dann sofort benachrichtigt werden, wenn der zweite Teil des Interviews kommt. Und in dem Sinne, ich freue mich darauf, dass wir uns da wiedersehen. Bis dahin.