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Schon wieder eine Absage und schon wieder eine Absage. Woran liegt das nur? Die meisten Bewerbungen scheitern schon am Anschreiben, weil sehr, sehr viele Anschreiben sind einfach belanglos, ausschweifend, nicht sagend. Die werden überhaupt nicht gelesen.
Dabei ist ein Anschreiben die perfekte Chance, dich von 9 % aller anderen Bewerber abzuheben und das so zu formulieren, dass es quasi den magisch anzieht, dass er quasi gezwungen wird, sich deinen Lebenslauf anzugucken und dich auch einzuladen. Und wie du dieses Anschreiben genau formulierst, in einfachen Schritten, darum geht es in diesem Video.
Ich höre immer wieder: "Ja, Anschreiben braucht man nicht mehr. Die Unternehmen wollen das gar nicht." Und das ist oft so, aber du hast ja nicht viele Optionen, dich als Bewerber tatsächlich hervorheben zu lassen. Du hast deinen Lebenslauf, du hast ein Foto, du hast eventuell Referenzen. Aber ein ein super wichtiges Mittel ist ja das Anschreiben. Mit einem Anschreiben kannst du dich gegenüber allen anderen Bewerbern hervorheben und deswegen empfehle ich jedem, das auch zu nutzen. Und wie du dieses Anschreiben aufbaust, dass es auch relativ einfach für dich wird, das zeige ich dir jetzt.
Lass uns kurz durch die Struktur des Anschreibens gehen. Du hast natürlich, wenn es jetzt als Brief formuliert ist, hast du oben den Briefkopf mit Datum und so weiter, logischerweise. Dann hast du immer den Betreff. Das gilt ja auch für eine E-Mail. Bei dem Betreff nennst du eigentlich immer den Titel der Stellenanzeige, idealerweise natürlich auch eine Referenznummer. Vorher könnte man noch "Bewerbung" oder sowas setzen, so dass jeder genau weiß: Okay, darum geht es jetzt hier.
Dann hast du eine Begrüßung. Bei der Begrüßung idealerweise immer einen Ansprechpartner finden. Ja, oft steht da in der Stellenanzeige drin, manchmal kann man ihn auch recherchieren. Geheimtipp von mir ist, dass du vorher noch mal anrufst, um die wichtigsten Informationen zu erfahren. Wie du das genau machst, dazu habe ich ein spezielles Video aufgenommen, verlinke ich dir hier oben mal in der Infobox. Also, persönliche Anrede ist immer besser.
Und dann kommt ein knackiger Einleitungssatz. Dieser Einleitungssatz sollte immer sagen: Ja, ich freue mich über die Stellenanzeige, sie passt zu meiner Erfahrung und sie passt auch zu meinen Karrierezielen, zu meinen Entwicklungswünschen. Konkret formuliert könnte das dann so lauten: "Ihre Stellenanzeige hat mich sofort begeistert, hat mich angesprochen, denn sie passt perfekt zu meinen Erfahrungen, zu meiner Expertise und auch zu meinen Karrierezielen." Also, da kannst du ein bisschen variieren natürlich. Also, ein kurzer, knackiger Satz, der sagt: Die Stellenanzeige gefällt mir, sie passt zu meinen Erfahrungen und sie passt auch zu meinen Zielen, zu den da, wo ich hin will.
So, dann gibt's noch einen kleinen Überleitungssatz, wo du quasi darauf hinweist, dass es Punkte gibt, die dich ganz besonders für die Position qualifizieren, wo es halt einen besonderen Match gibt. Das heißt: "Folgende Punkte möchte ich dazu besonders hervorheben." Und dann suchst du dir drei, vielleicht vier Punkte aus der Stellenanzeige, die du ganz besonders gut erfüllst. Idealerweise noch mit Zahlen, Daten, Fakten. Also, was ich, du hast an einer CNC-Maschine X35 schon 5 Jahre gearbeitet und nur, was ich, 2 % Ausschuss erzielt. Solche Geschichten. Also, das wirklich die Sachen aufgreifst, sagst: Okay, warum bist du besonders gut dafür geeignet und das idealerweise noch mit Zahlen, Daten, Fakten belegst. Wenn du das bei 2, 3, 4 Punkten schaffst, dann hast du eigentlich schon das perfekte Anschreiben formuliert.
Ich mache dir gerade mal eine Beispielformulierung, wie das aussehen könnte. Zu diesem Vorgehen habe ich dir auch ein spezielles PDF zusammengestellt, wo du genau die Beispielformulierung siehst, wie du siehst, wie du Schritt für Schritt sehr, sehr einfach ein Anschreiben formulieren kannst. Das verlinke ich dir unten in der Beschreibung und natürlich auch in den Show Notes vom Podcast. Konkret könnte das z.B. sein: "Besonders folgende Punkte möchte ich dazu kurz hervorheben: Mehr als drei Jahre Erfahrung im Management komplexer Social-Media-Projekte mit Budgets von mehr als 250.000 €. Aufbau eines schlagkräftigen Teams von bis zu Experten (in Klammern: Text, Grafik und Technik). Persönliche Kundenverantwortung bei wichtigen Accounts wie BMW, Viessmann und Nestle. Sehr gute Englischkenntnisse durch regelmäßige, auch internationale Projekte." Das heißt, ich habe jetzt hier vier Punkte gemacht, typischerweise natürlich die Sachen, die als Anforderungen oder auch bei den Aufgaben standen und habe dazu mit Beispielen meiner Expertise, meiner Erfahrung klargemacht.
Dann brauchst du eigentlich nur noch einen Abbinder. Z.B.: "Die ausgeschriebene Stelle passt daher aus meiner Sicht hervorragend zu meinen Stärken und Erfahrungen. Ebenso wäre es eine ideale Position für meine persönliche und professionelle Entwicklung. Daher würde ich mich über ein persönliches Gespräch ganz besonders freuen." Mit besten Grüßen bis dahin, Ihr Christopher Funk.
Das heißt, du hast hier ein sehr, sehr kurzes und knackiges Anschreiben, was auch relativ einfach ist. Das heißt, du brauchst einfach nur in die Stellenanzeige reinzugehen, markierst dir im Prinzip: Okay, das sind die drei, vier Sachen, für die ich besonders gut geeignet bin, da habe ich auch gute Beispiele, mit denen ich das belegen kann, und die packst du dann da rein. Und es ist ja normalerweise so, wenn du dich auf mehrere Stellenanzeigen bewirbst, wird das ja nicht komplett variieren. Das heißt, du kannst diese Punkte auch oft wiederholen, oft wieder recyceln und öfter benutzen und trotzdem passen sie halt sehr, sehr gut auf die Stellenanzeige.
Und im Endeffekt soll diese dieses Anschreiben soll den Personalern neugierig drauf machen, deinen Lebenslauf aufzumachen. Das heißt, er schaut sich diese Punkte an und sagt so: Oh, das passt ja perfekt auf die Stellenanzeige, da muss ich mir jetzt verdammt nochmal angucken, was der sonst noch so gemacht hat. Wenn du das mit deinem Anschreiben erreicht hast, bist du halt schon mal ein riesen Schritt weiter. Du hast quasi die Erwartungshaltung richtig gesetzt, du hast den Rahmen richtig gesetzt und bist damit natürlich auch schon mal eine Stufe weiter gekommen auf dem Schritt zum Vorstellungsgespräch und zum Jobangebot.
Was sind die typischen Fehler, die bei Anschreiben immer wieder passieren? Du hast keinen Ansprechpartner. Gut, das kannst du ja meistens vermeiden. Wenn es gar nicht anders geht, musst du es halt so lassen, aber versuch immer einen Ansprechpartner zu finden. Versuche nicht irgendwelche Sachen reinzuschreiben, von denen jeder weiß, dass es nicht so ist. So nach dem Motto: "Ich wollte schon immer für die Firma XY arbeiten, es war schon immer mein Traum, da zu arbeiten." In den meisten Fällen sagt ihr okay, wahrscheinlich hast du bis vor einer Woche noch nicht mal gewusst, dass die Firma gibt. Man nimmt das meistens gar nicht ab. Also, versuch hier wirklich sehr, sehr konkret zu sein.
Konkret bedeutet auch: Versuch immer mit Zahlen, Daten, Fakten, mit Beispielen zu arbeiten, um das zu belegen. Also, wenn du reinschreibst: "Ich bin besonders kommunikationsfähig und außerordentlich teamfähig." Ja, das behauptet jeder von sich. Aber wenn du es belegen kannst, wenn du sagst: "Ich habe hier schon mit internationalen Teams in Finnland und Spanien zusammengearbeitet", dann so: Okay, dafür muss man kommunikationsfähig sein, damit hast du das belegt. Also, versuch immer mit Zahlen, Daten, Fakten, idealerweise die Sachen zu belegen.
Und der letzte Punkt: Versuch das Anschreiben immer kurz und knackig zu halten. Also, wenn man auf sowas drauf guckt, eng beschrieben, irgendwie mit 8-Punkt-Schrift, über zwei Seiten, das will niemand mehr lesen. Ja, ein Personaler kriegt vielleicht 10, 20, 30, 40, 50 Bewerbungen am Tag. Sobald der so ein Anschreiben liest, ist eigentlich schon vorbei, dann wird er das nicht lesen. Also, versuche es kurz und knackig zu halten, so dass du quasi schon beim Drüberfliegen siehst: Oh, das ist spannend, hier muss ich dran bleiben.
Jetzt weißt du, wie du ein perfektes Anschreiben sehr, sehr einfach gestalten kannst. Die nächste große Herausforderung ist der Lebenslauf. Beim Lebenslauf passieren immer wieder ganz grobe, einfach vermeidbare Fehler, die dich aus dem Bewerbungsverfahren rausschießen. Wie du diese Fehler vermeidest und welche Fehler das vor allen Dingen sind, dazu habe ich dir eine spezielle Folge aufgenommen. Das verlinke ich dir unten in der Beschreibung und natürlich in den Show Notes vom Podcast.