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Sind die USA in Wahrheit eigentlich schon zahlungsunfähig? Leute, es schießen gerade ganz wilde Spekulationen ins Kraut, und dabei im Fokus vor allem der Dollar, Gold und auch der Bitcoin. Und die Frage geht das jetzt richtig durch die Decke? Servus Leute, herzlich willkommen zu einem brandneuen Video auf meinem Kanal. Mein Name ist Mario Lochner und ich bin zurück aus den USA. Aber die USA lassen mich und uns trotzdem überhaupt nicht los, denn es gibt gerade den „Cell America Trade“, der die USA massiv unter Druck setzt. Es wird eigentlich gerade alles abverkauft, was mit Amerika zu tun hat. Und jetzt die Frage: Sind die vielleicht sogar schon pleiteunfähig? Das behaupten nicht nur Crash-Propheten, sondern auch ja seriöse Experten. Und sind Gold und Bitcoin auch jetzt die ultimativen Antworten? Das klären wir in diesem Video. Lasst mir gerne einen Daumen nach oben da, eine Algorithmus-Schelle, und wir gehen gleich sofort rein.
Und wow, Leute, was ist da gerade los mit dem Goldpreis? Am Dienstag zum ersten Mal die Marke von 3500 $ geknackt! Ich habe es ja zuletzt immer wieder betont, in den Briefings. Ich bin bei Gold ja schon lange dabei, ich lasse laufen. Und hier seht ihr mal die Diskrepanz: US-Aktien, der S&P 500 seit Jahresbeginn dick, dick zweistellig im Minus, und Gold hier mehr als 30 % im Plus. Ja, es ist der „Cell America Trade“, und Gold ist genau das Gegenteil: „Cell America“. Was heißt das? Es wird gerade alles abgestoßen, oder schon seit Wochen, was USA-affin ist, was mit den USA zu tun hat. Und da seht ihr es: Es sind nicht nur die Aktien. Ja, natürlich, die kriegen auch richtig auf die Mütze. Der S&P 500, Nasdaq, Dow Jones tief im Minus, aber auch seit Jahresanfang der Dollarindex mehr als 9 % im Minus, und auch US-Staatsanleihen, die Treasuries, werden abverkauft, ungefähr auch schon so -5 %. Seit Jahresanfang. Ja, was ist da gerade los? Einige Experten machen sich Sorgen. Und Professor Dr. Christian R., den ich sehr schätze, mit dem ich ja auch schon viele Interviews geführt habe, der hat am Samstag in seinem aktuellen Video folgendes gesagt, und das ist schon ja auf jeden Fall eine steile These: „Im Augenblick scheinen die Märkte zu denken, dass diese ganze Sache mit den Zöllen jetzt einigermaßen ausgestanden ist, und so, und die Kurse an den Aktienmärkten gehen wieder hoch. Ich glaube nicht, dass das ausgestanden ist, und ich glaube, dass es viel schlimmer ist, als wir im Augenblick denken.“ Also, um es genau zu, schon mal vorwegzunehmen, zu spoilern sozusagen: Ich glaube, dass die USA kurz vor der Zahlungsunfähigkeit stehen.
Und auch Horst Löning macht sich Sorgen, war vor kurzem zu Gast bei mir auf meinem Kanal, und er hat gemeint, Trump müsse diese Blase anstechen. Vor allem die hohen Schulden treiben Horst ja schon länger um. Er ist auch schon lange in Gold dick investiert und auch in Bitcoin, unter anderem, ist ja sehr vorsichtig unterwegs, und er meint ja, Trump müsse das in gewisser Weise ein bisschen, diese Blase kleiner machen, weil sonst könnte es ganz bös enden. Aber Horst macht sich auch Sorgen, ja, dass dann der Dollar eben ja richtig unter die Räder kommen könnte. Warum machen sich da gerade viele Sorgen? Ja, ein Grund liegt auf der Hand: Das sind natürlich die Mega-Schulden. Und die Schuldenuhr, schauen mal drauf, die tickt immer weiter. Wir bewegen uns munter auf die 77 Billionen Dollar Schulden zu. Die USA sind mittlerweile stark verschuldet. Wir sind jetzt nicht auf Japan-Niveau, aber es sind weit über 100 % im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt, und es steigt eben sehr schnell immer weiter. Und was ist das Problem? Na ja, Schulden an sich sind jetzt noch kein Riesenproblem per se, aber wenn eben die Finanzierung immer teurer wird, dann nimmt das eben immer mehr Platz im Staatshaushalt ein. Das Geld fehlt dann natürlich woanders, und irgendwann wird’s dann sehr, sehr dünn, vor allem wenn die Anleihemärkte dann immer mehr Geld verlangen. Und das sehen wir ja zuletzt: Die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen hat ordentlich angezogen, und dann wird’s eben noch teurer. Die USA müssen dann natürlich auch viele Sachen refinanzieren. Natürlich werden solche Schulden gerollt, das ist klar, aber trotzdem, da ist richtig Druck auf dem Kessel, und deswegen wird gerade viel spekuliert.
Was hat Trump da eigentlich vor? Wissen die Regierenden oder die in der Verantwortung sind eigentlich schon Schlimmeres und versuchen die das irgendwie einzudämmen, oder steckt vielleicht gar kein so großer Plan dahinter? Was Schlagzahlen macht, ist der sogenannte „Mar-a-Lago Accord“, schon seit Wochen. Worum geht’s da? Wir hatten das ja vor kurzem auch schon mal im Briefing, aber hier noch mal für alle, die es noch nicht kennen: Steven Miran – Miran, wie man ihn auch immer ausspricht – hat ja dieses Strategiepapier geschrieben: „User’s guide to restructuring the global Trading System“. Und darin geht’s mehr oder weniger um drei wichtige Sachen: Abwertung des US-Dollars, denn ein zu starker Dollar ist natürlich auch ein Hemmnis für die US-Wirtschaft, macht z.B. für natürlich auch dann Exporte viel, viel teurer. Dann auch die Umschuldung der US-Staatsschulden, das ist auch ein wichtiger Punkt, der dort vorkommt, dass eben ausländische Gläubiger dann ja längere Laufzeiten bekommen, zu quasi niedrigeren oder gar keinen Zinsen mehr. Das steht auch unter anderem drin. Und dann natürlich auch die Zölle, um das Ganze wieder so ein bisschen fairer zu machen, jetzt mal aus Sicht der USA. Und das ist bekannt, äh, benannt nach Trumps Anwesen in Florida, der „Mar-a-Lago Accord“, und da vermuten eben viele, dass Trump sich oder die Regierung sich danach richtet und das eben sozusagen der Fahrplan der Regierung ist.
Und was ich glaube wichtig ist bei dieser Betrachtung: Es sind mehrere Paar Schuhe. Man sollte jetzt nicht alles zusammenwerfen, natürlich bedingt alles irgendwie einander, aber der eine Paar Schuh sind ja z.B. jetzt mal die Schulden, die man sicherlich runter bekommen möchte, dann auch die Zinsen. Trump, kommen wir gleich dazu, will natürlich auch die Zinsen runter bekommen, das sagt er auch ganz klar. Und dann aber auch die Reindustrialisierung, dass man eben durch die Zölle z.B. natürlich wieder mehr ja Produktion in die USA bringen möchte. Das hängt natürlich alles irgendwie zusammen, aber ich glaube trotzdem, man muss das auch ein bisschen trennen. Sind die USA jetzt schon pleite? Das glaube ich nicht. Gibt’s da ordentlich Probleme und jetzt vor allem Misstrauensvotum des Marktes? Ja, ganz klar. Muss man sich jetzt verrückt machen? Nein. Sollte man aber vielleicht ein bisschen ja aufs Depot schauen und vielleicht sich überlegen: „H sollte ich alles in den USA investiert haben?“ Das ist glaube ich auch wichtig. Und gibt’s vielleicht ja Bausteine, die jetzt gerade, wenn da noch mehr Unsicherheit reinkommt, profitieren können? Denn eines müssen wir uns klar machen: Auch wenn die USA jetzt nicht pleite sind und auch wenn es jetzt nicht zum großen Crash oder Zusammenbruch kommt – das glaube ich nicht – trotzdem ist natürlich der Geist schon mal aus der Flasche, und es machen sich sicherlich einige Sorgen, und allein das kann ja schon z.B. den Goldpreis weitertreiben.
Schlägt jetzt erst recht die Stunde von Gold? Sie schlägt ja jetzt eigentlich schon ziemlich lange. Auf 20 Jahre hat Gold Aktien outperformt, also US-Aktien in diesem Jahr sowieso komplett kurz und klein gemacht. Und die Kursziele, ja, die schießen immer höher. Goldman Sachs sieht schon mal 3700 $ als Kursziel, und wenn der Handelskrieg eskalieren sollte, also wenn es noch extremer jetzt zugeht, dann sieht Goldman Gold sogar bei 4500 $ bis Jahresende. Aber jetzt machen wir mal kurzen Schwenk zum Bitcoin, denn den finde ich auch gerade sehr, sehr spannend, und man muss einfach mal sagen: Seit dem „Liberation Day“, seit dem 2. April, ja, da ging es für Aktien ordentlich runter, hier -1 % für die US-Indizes, aber Bitcoin hat sich stabil gehalten. Natürlich viel, viel schlechter gelaufen als Gold, Gold hat richtig stark performt, Bitcoin trotzdem stabiler als US-Aktien, stabiler als US-Anleihen und der Dollar. Und das ist aus meiner Sicht schon mal sehr bemerkenswert. Deswegen bin ich gerade bullisch für Bitcoin, oder immer noch bullish. Es gab ja einen ordentlichen Rücksetzer, aber man muss die Kirche im Dorf lassen. Bitcoin ist natürlich sehr volatil, und finde ich, hat sich da jetzt unter diesen schwächeren Umständen ganz gut gehalten. Ein schwächerer Dollar – können wir mal hier drauf schauen – war in der Vergangenheit oft er quasi ein vorlaufender Indikator, hat in der Regel Bitcoin gut bekommen, ein schwächerer Dollar. Dann haben wir natürlich noch den Halving-Zyklus, der ja in der Regel dann noch ordentlich nachläuft. Auch die globale Geldmenge spricht für Bitcoin. Es gäbe natürlich noch viele andere Gründe. Alles, was für Gold gilt, oder vieles, was für Gold gilt, gilt natürlich auch für Bitcoin, z.B. für hohe Schulden und Co. Und ich habe ja vor einigen Wochen – vielleicht ist es sogar schon jetzt ein paar Monate her – meine Bitcoin-Pyramide hier damals gezeigt, wie ich nachkaufen würde. Können wir noch mal hier kurz drauf schauen, und deswegen werde ich jetzt noch mal aufstocken bei Bitcoin, wenn es weiter runtergehen sollte, noch mal, dann würde ich natürlich etwas mehr kaufen. Wir stehen hier gerade so bei 88.000 $, deswegen werde ich jetzt noch mal etwas nachkaufen.
Und jetzt kommen wir zur Frage: Ja, Mario, wo kaufst du eigentlich Bitcoin? Bekomme ich wirklich so oft gestellt. Wahrscheinlich die Frage, die ich sogar am öftesten gestellt bekomme, und die Antwort lautet: bei Bitpanda. Ich bin sehr überzeugt, und tatsächlich zum ersten Mal habe ich Bitcoin gekauft – hier seht ihr den Beweis – im August 2017, am 31. August 2017, und damals auch bei Bitpanda. Ich habe viele andere Sachen ausprobiert und bin dann wieder bei Bitpanda gelandet und bin einfach sehr überzeugt, und ich erkläre euch jetzt mal warum. Vertrauen ist beim Investieren natürlich das Wichtigste, und bei Krypto erst recht, Vertrauen sehr, sehr wichtig. Und der Support, der ist schon mal deutschsprachig bei Bitpanda, sicherlich für viele von euch auch wichtig. Ich habe da auch super Erfahrungen gemacht mit dem Support. Das ist nicht selbstverständlich. Ich habe da auch schon viele schlechte Erfahrungen gemacht. Dann hat Bitpanda eine Bafin-Lizenz, das ist natürlich ganz, ganz wichtig, und erfüllt die höchsten europäischen Standards in Bezug auf Regulierung und Sicherheit. Ich habe eine große Auswahl, mehr als 450 Kryptowährungen. Ich kann auch ganz einfach bezahlen, ob das jetzt per PayPal ist oder per Kreditkarte. Also, es geht super einfach und super schnell. Und wenn ich Bitpanda mit anderen Kryptobörsen vergleiche, schneidet Bitpanda einfach super ab. Z.B. im Vergleich hier zu Kraken seht ihr eine Bewertung von 9,0 von 10 bei Krypto-Vergleich, oder wenn wir auch einfach mal Coinbase zum Vergleich nehmen, auch deutlich vorne. Also, mein Favorit: Bitpanda. Wenn du kostenlos ein Konto öffnen möchtest, um Bitcoin oder andere Krypto zu kaufen, dann findest du den Link dazu unten in der Beschreibung. Kann ich euch nur empfehlen.
Jetzt kommen wir zurück zu Gold, und die Frage ist natürlich: Wer kauft das ganze Gold? Und da stehen natürlich die Player im Vordergrund, die schon lange kaufen, und das wissen natürlich die Cracks hier unter euch. Es sind vor allem die Notenbanken. China hat zuletzt wieder Schlagzahlen gemacht, die kaufen wie verrückt. Chinesische Zentralbank hat im März weitere 5 Tonnen Gold zugekauft. Hier seht ihr das Ganze, das ist sehr interessant, hier von Goldman Sachs. Die Gesamtreserven von China jetzt auf Rekordniveau: 2292 Tonnen, und Goldman schätzt, dass im Fact-Pro sogar 500 Tonnen Gold gekauft wurden von China. Also, das zehnfache der offiziell gemeldeten Menge. Da seht ihr schon: Allein China kauft wie blöd, aber auch die anderen Notenbanken kaufen sehr, sehr viel Gold. Jetzt kann man natürlich sagen: „H, das ist ja limitiert, kaufen nur die Notenbanken.“ Na ja, das sind schon mal sehr, sehr starke Player, und man kann ja das Ganze auch mal umdrehen und sagen: Was wäre denn jetzt, wenn andere Käufer auch noch aufspringen, weil es z.B. ja gerade sehr unsicher ist und eben gerade da einiges sicherlich im Argen liegt: ob Handelskrieg, ob Dollar, ob Schulden? Na ja, dann hat Gold sicherlich, wenn man es einfach mal so einfach betrachtet, sicherlich noch ordentlich Potenzial. Denn was spricht für Gold? Schau mal konkret drauf. Und das gilt auch für Bitcoin. Also, für mich geht das so ein bisschen Hand in Hand, wenn wir Bitcoin auch mal als digitales Gold betrachten, oder einfach ja als digitalen Werterhalt. Was spricht für Gold? Einiges. Zum einen natürlich grundsätzlich mal der schwächere Dollar. Gibt natürlich keine Garantie, dass Gold bei einem schwächeren Dollar-Preis steigt, aber es spricht grundsätzlich mal für Gold. Dann natürlich die Geopolitik, z.B. China. Da kann man jetzt viel reininterpretieren. Wir haben ja gesehen, was Russland, äh, passiert ist, und da haben sicherlich einige Staaten daraus gelernt. China, ja, ist ja kein großes Geheimnis, dass man, äh, mit Taiwan einen Konflikt hat, oder wenn man es mal diplomatisch ausdrücken will, Interesse an Taiwan hat, und da ist sicherlich viel Gold auch nicht so blöd. Jetzt wollen wir nicht ausführen bis hin zu BRICS-Währungen, aber da gibt’s sehr, sehr viele geopolitische Gründe, und natürlich auch die geopolitische generell Unsicherheit, die ist gerade unter Trump 2.0 so hoch wie seit langem nicht, höher als bei Covid. Also, das ist schon Wahnsinn. Dann natürlich die Rekordschulden, das haben wir glaube ich ausführlich genug besprochen. Dann trotzdem eine latente Inflationsgefahr, auch nach wie vor hohe Schulden, dann die Zölle, also das ist nach wie vor auch noch ein Thema, was sicherlich viele, äh, zu Gold treibt. Und dann natürlich die Frage bald fallender Zinsen, das ist ja auch etwas, was für Gold spricht. Wir müssen uns mal eins klar machen: Normalerweise sind eigentlich hohe Zinsen Gift für Gold. Trotzdem hat Gold bei relativ hohen Zinsen jetzt in den USA so gut performt. Da muss man sich auch mal die Frage stellen: Was wird denn, wenn die Zinsen vielleicht bald in den USA wieder bei 3 %, oder vielleicht, wenn eine Krise kommt, bei 2, 1 oder 0 %? Also, es gibt auf jeden Fall einige Gründe für Gold.
Und jetzt die Frage: Warum sollten die Zinsen fallen? Na ja, möglicherweise, weil die Wirtschaft scharf abbremst in den USA, weil wir durch diese ganzen politischen Entwicklungen, Zölle, Handelskrieg und Co., natürlich auch ein ordentliches Rezessionsrisiko haben, nicht nur in den USA, sondern auch natürlich dann global. Wenn die USA eine saftige Rezession rutschen, dann haben wir natürlich alle ein Problem. Und Trump will niedrigere Zinsen. Er macht gerade richtig Druck. Er hat ja jetzt Powell schon mehrfach durchbeleidigt. Also, der Tonfall, das ist natürlich schon, ja, ich glaube, man kann es nicht anders sagen, eines Präsidenten nicht würdig. Also, ich will mich jetzt gar nicht über Trump auslassen. Jetzt kommen die Trump-Fans und sagen: „Mensch, der Lochner ist ja hier bashing.“ Das hat nichts mit Bashing zu tun. Also, wenn ich jetzt hier den Notenbankchef als, äh, „Major Loser“ bezeichne und ständig als Idioten und an Ostern auch alle durchbeleidige – man kann ja kritisch sein, man kann auch Klartext sprechen, aber ich finde, das ist schon gerade eine, ja, ein Umgangston, der – man sieht ja auch an den Märkten – Investoren nicht gerade Vertrauen verleiht. Trump fordert einfach niedrigere Zinsen. Hat Powell vorgeworfen nach dem Motto: „Letztes Jahr wurde gesenkt, um Harris, Kamala und Biden zu helfen. Jetzt werde nicht gesenkt, in Europa werde schon stark gesenkt.“ Ja, er hat da, finde ich, einen Punkt, aber wie man es kommuniziert, ist ja ganz, ganz wichtig, und ich glaube, es ist auch kontraproduktiv, denn jetzt schaut euch das mal an. Stellt euch mal vor, ihr seid Jerome Powell und bekommt ständig in der Öffentlichkeit solche Sachen um die Ohren gehauen. Am 7. Mai ist Fed-Entscheidung, und jetzt denkt ihr euch: „Hm, dann senke ich jetzt mal die Zinsen, weil dann sagen alle: Mensch, der Trump, der hat den Powell richtig gegeben.“ Also, im Endeffekt ist es ja sogar eher kontraproduktiv. Die Märkte sehen es auch so und sehen gerade, zumindest am 7. Mai, eine Wahrscheinlichkeit von 91 %, dass die Zinsen eben nicht fallen. Dann, wenn wir mal auf den 18. Juni schauen, da ist die Wahrscheinlichkeit immerhin bei 62 % für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte. Aber Trump, Powell hin oder her, Jerome Powell hat ja offiziell noch seine Amtszeit bis Mai nächsten Jahres, also noch gut ein Jahr. Trump versucht jetzt ja, ihn abzusetzen, ihn – entweder man kann es interpretieren, wie man will – ihn rauszumöbeln bzw. also er soll ja auch prüfen, ob man ihn irgendwie absetzen kann, ob man da irgendwie die Gesetze ändern kann. Er will ihn auf jeden Fall loswerden bzw. er will niedrigere Zinsen und dass die Zinsen eher nach unten tendieren. Ich glaube, die Wahrscheinlichkeit ist relativ groß, und dann ist natürlich die Frage: Ja, was würde dann passieren mit Gold, mit Bitcoin? Schauen wir uns mal die möglichen Szenarien an und gehen jetzt einfach mal davon aus: Es wird gedruckt, es werden die Zinsen gesenkt, „Printer is coming“.
Mal extremes Szenario, dann wäre das sicherlich nicht so schlecht für Gold und Bitcoin. Schauen mal drauf, hier. Sehr schön. Das ging ja auch gerade ein bisschen viral: 2013, 2017, 2021 und vielleicht auch jetzt, ja, wie sich dann der Bitcoin entwickeln könnte, wenn eben Geld gedruckt wird. Wird Jerome Powell das ja wieder machen? Das ist die Frage. Aber das wäre jetzt mal ein Szenario, und ich glaube, das würde vor allem für Bitcoin sprechen, mehr für Bitcoin, und ich glaube ja, dass Bitcoin auch natürlich dann noch mehr Aufwärtspotenzial hat. Gerade im Vergleich zu Gold sicherlich auch bullish für Gold, aber Bitcoin dann sicherlich noch bullischer. Zweites Szenario: Wir erleben eigentlich so ein bisschen den Status quo weiter. Man könnte jetzt auch sagen: „No Landing“, also weiterhin ja Handelskrieg, mal Hoffnung auf Deals, dann doch wieder keine Deals. Also eigentlich etwas, was sich jetzt weiter hinzieht, über Wochen, über Monate, und ja, „No Landing“, könnte man sagen, auch keine großen Zinsveränderungen. Vielleicht gibt’s mal Senkung um 25 Basispunkte, aber mehr oder weniger krebsen wir eigentlich jetzt das Jahr darum herum, wo wir jetzt gerade stehen. Irgendwie die US-Wirtschaft kollabiert jetzt nicht, rutscht jetzt nicht in eine satte Rezession, aber es gibt auch nicht mehr so richtig Wachstum. Es ist halt gerade eigentlich so wie jetzt, nur halt ja über Wochen bis Monate. Die Unsicherheit bleibt hoch, und die Börse läuft dann wahrscheinlich auch nicht so richtig. Wäre das jetzt schlecht für Gold? Wahrscheinlich eher nicht. Das wäre dann eher, finde ich, positiver für Gold. Vielleicht nicht ganz so für Bitcoin, aber ich glaube jetzt für beides auch keine Katastrophe.
Dann drittes Szenario: Eine Stagflation oder eher eine Rezession und Inflation. Wenn man es mal polemisch ausdrückt: Wenn wir uns das Gesamtkonstrukt mal anschauen, was wäre denn jetzt, wenn durch Zölle und politische Unsicherheit, wenn die Inflation wieder hochschießt, aber gleichzeitig dann auch die Anlagerenditen, weil die Märkte eben immer misstrauischer werden und jetzt dieses ja „Cell America“ weiterspielen und dann aber auch noch die Wirtschaft weiter abschmiert? Also, sagen wir mal: Arbeitslosigkeit 5 % in den USA, Zinsen 5 % und dann auch noch Inflation 5 %. Ja, was macht die Fed dann? Zinsen senken: schwierig. Zinsen erhöhen: auch schwierig, weil die Wirtschaft dann noch weiter unter Druck bringen. Also, die Fed dann ein bisschen in der Zwangsjacke. Für Gold sicherlich nicht schlecht, denn die Unsicherheit dann wahrscheinlich noch höher, die Angst vor einer richtigen Krise. Für Bitcoin ja wahrscheinlich ein bisschen komplizierter, aber auch ja, wie ihr seht, schon auch sicherlich für Aktien z.B. deutlich unangenehmer und wahrscheinlich dann auch, zumindest für US-Staatsanleihen, wenn die Märkte eben da immer mehr Vertrauen verlieren. Sind wir soweit? Schon ja. Ich sehe dieses Szenario schon mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit, aber deutlich unwahrscheinlicher als jetzt die anderen. Wenn wir mal hier auf den Misery Index schauen, also hier Arbeitslosigkeit plus Inflationsrate, da sehen wir: Da sind wir eigentlich historisch betrachtet relativ niedrig. Das kann sich natürlich ändern. Trotzdem, ich glaube, dass die Fed – und da hat Trump glaube ich schon einen Punkt – die Fed ist auf jeden Fall handlungsfähig in diesem Moment gerade, und die Frage ist schon, ob man nicht ein bisschen mit den Zinsen runter kann, damit man eben die Wirtschaft einigermaßen stabil hält. Natürlich muss man immer die Inflationsgefahr im Auge haben, aber „True Inflation“ und Co., ja, da liegt Trump glaube ich nicht ganz falsch. Die Inflation ist schon mehr oder weniger im Griff.
Dann kommen wir noch zu einem vierten Szenario, was natürlich auch passieren kann. Wir stellen uns jetzt mal vor: Es geht auf einmal alles gut. Da gibt’s ja mehrere Möglichkeiten. Wir erleben jetzt Deals und weiße Schwäne en masse. Es wird auf einmal alles wegverhandelt. Es ist alles super. Und Trump sagt: „Ich habe es die ganze Zeit gesagt, hier, ich habe alles im Griff.“ Und der Nasdaq steht bis Jahresende 20, 30 % höher. Man könnte auch sagen: Es läuft gut. Siehe dich für den einen oder anderen. Trump wird irgendwie abgesägt, oder Trump sägt die, sagen wir mal ja, ganzen Zoll-Fanatiker ab und sagt: „Na ja, gut, das ging jetzt irgendwie schief, dann machen wir es halt anders.“ Also, das kann man sich zurecht interpretieren, wenn man will. Sagen wir einfach mal: Aktien laufen wieder richtig gut, die Märkte kommen wieder richtig in Schwung. Ja, dann könnte das natürlich eine Bremse sein. Für Gold, wird Gold dann kollabieren? Weiß ich nicht. Gewinnmitnahmen mit Sicherheit. Für Bitcoin glaube ich wäre das aber auch, ähm, dann durchaus positiv. Also, ich glaube nicht, dass das für Bitcoin schlecht wäre. Das wäre dann eher wieder ein Bitcoin-Szenario, Bitcoin-Aktien-Szenario aus meiner Sicht. Für Gold aber wahrscheinlich jetzt keine Mega-Katastrophe. Und vor allem ist das ja auch dann ein guter Hedge. Also, wenn Gold dann fällt, dann nehme ich das sehr gerne in Kauf. So Leute, jetzt bin ich schon mal sehr gespannt auf euer Feedback. Schreibt’s auch gerne mal in die Kommentare, und wenn euch das Video gefallen hat, ja, gerne einen Daumen nach oben da lassen und natürlich Kanal abonnieren, um nichts mehr zu verpassen. Es kommt natürlich am Samstag, wie immer, das aktuelle Briefing. Ihr verpasst hier nichts, und kommende Woche kann ich euch schon mal versprechen, gibt’s ein sehr, sehr spannendes Interview mit einem Experten, den ihr sehr, sehr schätzt.
Wann würde ich jetzt verkaufen? Also, beim Bitcoin habe ich ja vor Wochen und Monaten schon gesagt: Vielleicht ab 50.000 $ oder ab 200.000 $, da würde ich dann mal über satte Gewinnmitnahmen nachdenken. Alles würde ich sowieso nicht verkaufen. Und bei Gold, da bin ich jetzt schon so lange dabei. Das ist natürlich ein Unterschied: Bin ich jetzt in Gold investiert, oder will ich jetzt in Gold rein? Wenn ich rein will, ja, dann kann man vielleicht schon mal vorsichtiger sein und vielleicht mal auf den einen oder anderen Rücksitz erwarten. Verkaufe ich jetzt Gold? Nein, ich verkaufe nichts. Wenn wir jetzt wirklich auf 4000 $ oder 4500 $ laufen, ja, dann würde ich schon auch mal über Gewinnmitnahmen vielleicht nachdenken, aber Gewinnmitnahmen, nicht komplett verkaufen, also mein Gold komplett hergeben, das würde ich auf keinen Fall tun. So Leute, sind wir am Ende dieses Videos angekommen. Und wenn ihr euch gerade ja vielleicht Sorgen macht und natürlich in Aktien auch stark investiert seid und es gibt ja immer wieder Rücksetzer, ja, wie kaufen Profis nach? Hier kannst du dir unseren Guide kostenlos runterladen: SOS – so kaufen Profis strategisch nach. Und hier kannst du dir noch mal das letzte Video mit Horst Löning anschauen.